Merkels Realitätsverweigerung: Ein bisschen Optimismus ausstrahlen und alles wird gut

Der Spiegel berichtet heute über eine Rede von Merkel auf dem Parteitag der Thüringischen CDU. Dieser Bericht zeigt deutlich, in was für einer Traumwelt die Bundeskanzlerin inzwischen lebt. Was man da lesen kann, ist ein eindeutiger Beleg für die vollkommene Realitätsverweigerung der Kanzlerin.
 
Der Spiegel schreibt: „Angela Merkel hat ein Ende der parteiinternen Diskussion über das schlechte Bundestagswahlergebnis von 2017 – und vor allem über die Flüchtlingskrise von 2015 – gefordert. (…) Und weiter: „Wenn wir uns für den Rest des Jahrzehnts damit beschäftigen wollen, was 2015 vielleicht so oder so gelaufen ist und damit die ganze Zeit verplempern, dann werden wir den Rang als Volkspartei verlieren“, warnte die CDU-Chefin.
 
Die Frau verweigert sich der Tatsache, dass diese Themen – also die Flüchtlingskrise 2015 und das Wahlergebnis 2017 – ein und dasselbe Thema sind. Die CDU hat 2017 die Quittung für die Einladung bekommen, die Merkel im Alleingang, ohne den Bundestag und auf rechtlich sehr fragwürdiger Basis, ausgesprochen hatte. Wenn sie ein Ende dieser Debatten fordert, dann fordert sie damit, dass man ihre Fehlentscheidungen, mit denen sie das Ende der CDU als Volkspartei und die Etablierung der AfD eingeläutet hat, nicht mehr diskutieren solle.
 
Das zeigt nicht nur ein sehr gestörtes Demokratieverständnis, schlimmer ist für die CDU, dass Merkel eine Diskussion über Fehler verhindern will. Aber jeder Mensch weiß, dass man Fehler nur korrigieren und in der Zukunft vermeiden kann, wenn man sie eingesteht und analysiert. Genau das will Merkel nicht.
 
Auch wenn die Medien sich Kräften bemühen, es kleinzureden: Die Flüchtlinge brachten einen Anstieg der Kriminalität nach Deutschland, den man kaum mehr verdecken kann. Die Kriminalstatistik spricht hier eine deutliche Sprache und Medien und Politik können das nur noch verdecken, wenn sie in ihren Vergleichen aufzeigen, dass die Kriminalität seit 2015 leicht sinkt. Dass sie aber in 2015, als die Masseneinwanderung von Merkel ausgelöst wurde, durch die Decke gegangen ist, das wird in den Medien verschwiegen, wenn über die Kriminalität geschrieben wird.
 
Auch die Berichte in den Medien sind haarsträubend. So schrieb der Spiegel vor einigen Tagen darüber, dass Frauen eine Vergewaltigung verhindert hätten. Dort hieß es: „Sie erkannten die Situation sofort und griffen mutig ein: In Bielefeld haben zwei junge Frauen eine Vergewaltigung verhindert. (…) Laut einer Polizeisprecherin sahen die zwei Frauen im Alter von 20 und 21 Jahren, wie ein Mann eine andere Frau von hinten angriff und in ein Gebüsch zerrte. Als diese um Hilfe schrie, schritten die beiden Frauen ein. Sie zogen den Mann von ihr herunter und alarmierten die Polizei.
 
De Spiegel stellte also die Heldentat zweier Frauen in den Vordergrund, um wen es sich bei dem Täter handelte, das konnte man erst im letzten Absatz lesen, wobei Worte wie „Flüchtling“, „Migrant“ oder „Asylbewerber“ sorgsam vermieden wurden, selbst die Herkunft des Täters wurde im Spiegel nicht genannt. Im Spiegel stand lediglich: „Wenig später konnte der Mann von Beamten gestellt und festgenommen werden. Er sitzt nun wegen versuchter Vergewaltigung in Untersuchungshaft. Bei ihm handelt es sich laut Polizei um einen 25-Jährigen, der in einer Flüchtlingsunterkunft wohnt.
 
Dabei ist die Herkunft des Täters kein Geheimnis, die Neue Westfälische, auf die der Spiegel sich in seinem Artikel berief, schrieb dazu: „Die in diesem Moment aufgetauchten Zeuginnen sind dann sofort tatkräftig eingeschritten und haben den 25-jährigen Marokkaner, der laut Polizei in einer Herforder Flüchtlingsunterkunft lebt, von der Tat abgehalten.
 
Auch sparte der Spiegel mit Details, die man in der Neue Westfälischen lesen konnte. Im Spiegel konnte man lediglich lesen: „Sie zogen den Mann von ihr herunter und alarmierten die Polizei. Daraufhin riss der mutmaßliche Täter ihnen das Handy aus der Hand, teilte eine Polizeisprecherin mit. Die beiden Zeuginnen hatten auch davon berichtet, dass der Mann sie zuvor mit einem geöffneten Klappmesser bedroht habe.“
 
Davon, dass der Täter einem Mädchen einen Faustschlag ins Gesicht versetzt hat und das andere Mädchen mit seinem Messer am Finger verletzt hat, stand im Spiegel nichts. Dieser Artikel ist ein klassisches Beispiel dafür, die wie Medien die importierte Kriminalität herunterspielen.
 
Und Merkel tut das gleiche, wenn sie laut Spiegel sagte: „Sicher gebe es in der Migrationspolitik noch Probleme, vor allem aber riesige Fortschritte seit 2015, sagte Merkel auf dem Parteitag der CDU Thüringen in Leinefelde-Worbis.“
 
Merkel ist diejenige, die die Einladung ausgesprochen hat, ohne es mit irgendjemandem abzusprechen. Diese Verantwortung kann sie auf niemanden abwälzen, also versucht sie nun kurzerhand, die Diskussion darüber zu verbieten. Wie zuvor die SPD verliert nun auch die CDU ihre Position als Volkspartei, weil sie in die Mitte gerückt ist und ihre Stammwähler vor den Kopf stößt. Man kann in der Mitte nicht so viele Wähler gewinnen, wie man am Rande des Spektrums dabei verliert, diese Lektion hat die CDU nicht vom Beispiel der SPD gelernt und bekommt nun die Quittung. Und Merkel will mit einem „Weiter so“ so tun, als ob nichts passiert wäre.
 
Merkel hat ein grundsätzliches Problem nicht verstanden. Die Menschen wählen die Parteien nicht mehr für Versprechen auf eine goldene Zukunft, die die Parteien ständig geben, aber dann das Gegenteil tun. Da sind die Menschen inzwischen immer mehr bereit, auch mal einer anderen Partei eine Chance zu geben, denn schlimmer kann es aus Sicht vieler Menschen kaum mehr kommen. Merkel dagegen meint, ein bisschen Optimismus auszustrahlen, wäre die Lösung: „Attraktiv seien für Wähler aber nur Parteien, die optimistisch in die Zukunft blickten. „Nur dafür werden wir gewählt, für nichts anderes. Die Menschen wollen von uns, dass wir mit Zuversicht in die Zukunft blicken, ohne uns die Welt schön zu malen.“ Angst sei ein schlechter Ratgeber.
 
Sie glaubt allen Ernstes, dass sie für ausgestrahlten Optimismus gewählt würde und sieht nicht, dass die Menschen der CDU in Scharen davon laufen, weil die Handlungen der Vergangenheit und Gegenwart die (Stamm-)Wähler abstoßen.
 
Und auch Merkels Schoßhündchen Altmaier sieht trotz des Absturzes von CDU/CSU und der im Sturzflug befindlichen Zustimmungswerte von Merkel keinen Grund, etwas zu ändern: „Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) lehnt eine Debatte über eine vorzeitige Ablösung Merkels oder einen Koalitionsbruch ab. Er könne „weder in der Bevölkerung noch in der Partei eine ernstzunehmende Bewegung erkennen, die Führungsfrage oder die Koalitionsfrage neu zu diskutieren„“
 
Das zeigt, wie weit weg diese Leute mittlerweile von der Bevölkerung sind und auch die schlimmsten Wahlergebnisse und Umfragen ihre Traumwelt nicht stören.

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