Spieglein an der Wand, wer ist der Dümmste im Land? Der, der nicht noch mehr Migranten möchte!

Wieder will die Stimme der Political Correctness den Menschen in Deutschland erzählen, dass Deutschland mehr Flüchtlinge aufnehmen soll und – man höre und staune – dass eine Mehrheit in Deutschland das auch will und nur eine Minderheit dagegen ist. Da dieser Kommentar im Spiegel so schrecklich dreist lügt und so schamlos Fakten wahlweise verdreht oder weglässt, lohnt sich ein Blick darauf.
Schon im ersten Absatz kann man als Ergebnis einer Umfrage des Spiegel lesen: „Zwei Drittel der Deutschen sind besorgt über den Kurs, den das Land eingeschlagen hat. Sie beklagen einen Rechtsruck und eine Verrohung in der Politik.
Das wäre in der Tat eine eindeutige Aussage, allerdings hat der Spiegel selbst, als er über die Umfrage berichtete, etwas anderes geschrieben: „Auf die Frage „Gibt es aktuell einen Rechtsruck in der deutschen Politik?“ antworteten 67 Prozent: „Ja, den gibt es.„“
Nun sind es aber unterschiedliche Fragen, ob man mich fragt, ob es einen Rechtsruck gibt oder ob ich einen Rechtsruck beklage. In der Umfrage wurde die Frage gestellt, ob es ihn gibt und nicht etwa, ob er beklagt wird. Hier wird schon deutlich, wie der Spiegel die Menschen beeinflussen möchte und es dabei auch mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. „Geben“ und „Beklagen“ ist doch fast das Gleiche, oder?
 
Es mag für einen Redakteur des Spiegel unglaublich sein, dass jemand einen Rechtsruck nicht bedauern kann. Aber wo ein Rechtsruck ist, da muss es ja auch Leute geben, die ihn gut finden, sonst würden sie nicht nach rechts rücken. Das bedeutet logischerweise, dass es entweder diesen Rechtsruck in der Gesellschaft gibt, was bedeutet, dass die nach rechts rückenden Menschen ihn auch wollen, oder es gibt ihn nicht.
Aber schon im ersten Absatz des Kommentars wird klar, wie der gute Deutsche aus Sicht des Verfassers zu denken hat. Man muss einen Rechtsruck beklagen!
Daraus folgt für den Verfasser: „Gauland, Seehofer, Söder repräsentieren nicht die Mitte. Sie repräsentieren eine aggressive, lautstarke Minderheit. Die Tragik ist, dass die Bundesregierung seit drei Jahren, seit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen 2015, ihre Politik weitgehend nach dieser Minderheit ausrichtet.
Hier der nächste Widerspruch. Wenn ein Rechtsruck so stark ist, dass die Gesellschaft nach rechts rückt, dann handelt es sich keineswegs um eine unbedeutende Minderheit. Und die Behauptung, dass die Bundesregierung ihre Politik an dieser Minderheit ausrichte, ist ebenfalls falsch, denn die Grenzen sind ja weiterhin offen. Die Politik liefert lediglich Scheingefechte, wenn Seehofer mit Rücktritt droht, er seine Forderungen nicht durchsetzen kann und er dann eben doch nicht zurücktritt. Denn die angebliche Einigung, die Merkel in Brüssel erreicht hat, hat ja nichts geändert. Die Osteuropäer nehmen immer noch keine Flüchtlinge auf, Italien lässt die Flüchtlinge großzügig weiterreisen, wenn sie es bis nach Italien geschafft haben und um Österreich nicht zu verärgern, wird natürlich kein Transitflüchtling nach Österreich zurückgeschickt. Was uns da vorgespielt wurde, war eine reine Showveranstaltung.
Dann kommt der Kommentator zur „Willkommenskultur“ von 2015: „Millionen Deutsche haben Kanzlerin Angela Merkel 2015 zu einer humanen Flüchtlingspolitik gedrängt.
Nun wohne ich nicht in Deutschland, aber ich habe bei meinen Besuchen davon nicht viel mitbekommen. Sollte der Spiegel hierbei auf Twitter und den Hashtag RefugeesWelcome anspielen, dann haben wir es mit der nächsten Lüge zu tun, die es jedoch nie in die Mainstream Medien geschafft hat. Denn die Begeisterung, die es angeblich im Netz gegeben hat, mit tausenden Tweets mit dem Hashtag RefugeesWelcome, war Fake News. Schon 2015 hat eine Untersuchung von 19.000 Original-Tweets (also ohne Re-Tweets) folgendes ergeben hat: Von den 19.000 RefugeeWelcome Tweets, in denen ein Land im Text erwähnt wurde, betraf dies zu 50% Deutschland. Von 5.700 Tweets, in denen der Hashtag RefugeesWelcome + Ländername stand, war es in 76,8% der Hashtag RefugeesWelcomeGermany.
Da muss man doch glauben, dass eine überwiegende Mehrheit der Deutschen sich über die vielen Flüchtlinge gefreut haben, wie unsere Medien uns ja auch bis heute mitteilen. Schließlich kommen ja noch die ungezählten Re-Tweets dazu!
Blöd ist nur der letzte Teil der Untersuchung: Denn von diesen 76,8% kamen nur 6% aus Deutschland. Die Tweets, die den Deutschen signalisieren sollten, dass sie sich so sehr über Flüchtlinge freuen, kamen zu 19% aus England und zu 17 aus den USA und weitere 10% aus Kanada, Australien und Indien.
Das bedeutet, dass fast 50% der Tweets mit dem Hashtag RefugeesWelcomeGermany aus Ländern kamen, die selbst keine Flüchtlinge aufnehmen, aber aus den verschiedensten Gründen von Deutschland fordern, möglichst viele Flüchtlinge aufzunehmen. Kann das Zufall sein?
Wie dem auch sei, die Willkomenskultur in Deutschland selbst beschränkte sich wie gesagt auf magere 6% der entsprechenden Tweets. Eine Welle der Begeisterung sieht anders.
Während aber weiterhin alle Grenzen zu Deutschland offen sind und die Deutschen angeblich noch viel mehr neue Flüchtlinge aufnehmen wollen, behauptet der Spiegel: „Die „Flüchtlingskanzlerin“ hat die schärfste und repressivste Flüchtlingspolitik in der Geschichte der Bundesrepublik zu verantworten, auch wenn sie das selbst niemals zugeben würde.
Nun muss man aber wissen, was die Flüchtlingswelle eigentlich auslöste, denn darüber berichtete 2015 sogar die Mainstream Presse noch. So schrieb die FAZ Ende 2015: „Vor einem Jahr sandte das Nahrungsmittelprogramm der Vereinten Nationen einen Notruf in die Welt. Es sei gezwungen, die Lebensmittelhilfe für 1,7 Millionen syrische Flüchtlinge in den Nachbarländern einzustellen, hieß es in der Mitteilung Anfang Dezember.“ Und wurde im Artikel noch deutlicher: „Heute ist klar, dass die Folgen noch viel weiter reichen, bis mitten nach Europa. Antonio Guterres, der Hochkommissar für Flüchtlinge, sagte diese Woche, dass die Kürzungen der „Auslöser“ der Flüchtlingswelle in diesem Sommer gewesen seien. Außenminister Steinmeier spricht inzwischen von einem „humanitären Skandal“. Man dürfe sich nicht wundern, „wenn sich weitere Menschen aus den Flüchtlingslagern auf den Weg nach Europa machen“
 
Was heute also Wahlweise Verschwörungstheorie oder rechte Propaganda ist, sagte damals der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge selbst: Erstens war die Flüchtlingswelle nicht unvermeidbar, sie entstand, nachdem Unterstützung für die Flüchtlinge fast auf Null ging und zweitens war sie nicht überraschend, denn die UNO hatte davor schon mindestens ein halbes Jahr vorher gewarnt. Das allerdings sagen Ihnen heute weder die Medien, noch die Politiker.
Als die UNO noch 28 Dollar pro Flüchtling und Monat zur Verfügung hatte, blieben die Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern. Als die Versorgung jedoch auf teilweise nur noch 7 Dollar fiel, da machten sie sich auf den Weg nach Europa. Zur Erinnerung: Wir sprechen im Falle Syriens von ca. 3 Mio Flüchtlingen, die sich nie auf den gefährlichen Weg nach Europa gemacht hätten, wenn man sie mit ca. einer Milliarde pro Jahr versorgt hätte. Mehr wäre nicht nötig gewesen. Heute zahlt Deutschland für die Versorgung der Flüchtlinge im eigenen Land ca. 30 Milliarden pro Jahr, das sind bei offiziell ca. 1,2 Millionen Flüchtlingen über 2.000 Euro pro Flüchtling und Monat im Vergleich zu 28 Dollar in den Flüchtlingslagern.
Man hätte das ganze also leicht verhindern können. Nur davon steht im Spiegel nichts. Kein Wort darüber, dass das Problem hausgemacht war und dass die Experten der UNO vor der Flüchtlingswelle Monate vorher gewarnt hatten, nur kamen ihre Warnungen nicht in die Schlagzeilen. Stattdessen kamen einige Monate später die Flüchtlinge und eine aus den USA und England gesteuerte Hashtag-Kampagne darüber, wie Welcome die Refugees in Germany doch seien.
Und am Ende des Artikels stellt der Kommentator drei Forderungen, die erste lautet: „legale Fluchtwege zu schaffen. Noch immer sind Menschen, die in Europa Schutz suchen, gezwungen, sich Schleppern anzuvertrauen, um die Grenzen irregulär zu überqueren. Im Mittelmeer kamen im Juni so viele Menschen ums Leben wie selten zuvor. Die Bundesregierung könnte diesem Horror entgegenwirken, indem sie etwa in Resettlement-Programme investiert.
Nun vergisst der Kommentator, dass es das schon gibt. Jeder Mensch kann zum deutschen Konsulat gehen und ein Visum für Deutschland beantragen. Wenn dies abgelehnt wird, dann gibt es dafür in der Regel Gründe. Aber der Kommentator fordert, die Bundesregierung solle in Resettlement-Programme investieren, sprich die Leute gleich Staatskosten nach Deutschland holen.
Wie unsinnig diese Forderung ist sieht man, wenn sie mal abstrakt betrachtet. Stellen Sie sich vor, Sie möchten in die USA auswandern. Glauben Sie ernsthaft, die USA würden Sie auf eigene Kosten ins Land holen? Natürlich nicht, aber warum soll Deutschland so etwas tun? Kein Land der Welt käme auf so eine Idee.
Seine nächste Forderung lautet: „über ein Einwanderungsgesetz, das Arbeitsmigration einheitlich regelt, nicht mehr nur zu sprechen, sondern es endlich auf den Weg zu bringen.
Ein Einwanderungsgesetz macht tatsächlich Sinn. Für hochqualifizierte Fachkräfte, die in Deutschland fehlen. So machen es alle erfolgreichen Einwanderungsländer der Welt. Aber es gibt kein Land der Welt, dass Einwanderer einfach reinlässt und dann „schaun mer mal“, ob sie zurecht kommen oder ein Leben lang vom Staat alimentiert werden müssen.
Und seine dritte Forderung ist wirklich frech: „auf Integration statt auf Abschreckung zu setzen, also Flüchtlinge nach Möglichkeit dezentral in Wohnungen unterzubringen, statt in Internierungslagern, den Familiennachzug auszubauen, statt ihn immer weiter einzuschränken.
In Deutschland haben wir eine wachsende Wohnungsnot. Schon jetzt können viele in den Städten sich keine Wohnung mehr leisten. Wenn aber nun der Staat als Mieter im großen Stil auftritt und Wohnungen für Millionen von Menschen bezahlt, wo sollen dann die wohnen, die in Deutschland leben und arbeiten und dieses Programm mit ihren Steuern bezahlen müssen?
 
Vor gerade einmal zwei Tagen konnte man übrigens im Spiegel lesen, dass eines der Probleme, die die Menschen in Deutschland wirklich bewegen, der Wohnungsmangel ist. Und natürlich nicht die Flüchtlinge. Wie man allerdings nun Wohnungen für eine Million Flüchtlinge (oder, wenn es nach dem Verfasser dieses Kommentares geht, noch weit mehr) beschaffen will, ohne dass diese Wohnungen den Deutschen fehlen, das wird sein Geheimnis bleiben. Und dass ein Deutscher, der keine Wohnung findet, weil die Vermieter lieber Flüchtlinge nehmen, denn da zahlt der Staat und kommt für alle Schäden auf, also kein Risiko für den Vermieter, dass so ein Deutscher eventuell beginnen könnte, etwas gegen Flüchtlinge zu haben, obwohl er vielleicht ansonsten ein Linker ist, das kommt den Leuten beim Spiegel nicht in den Si

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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