Warum bloß will Polen keine Arbeitsmigranten aus muslimischen Ländern?

Letzte Woche hat der Spiegel zwei Artikel veröffentlicht, in denen berichtet wurde, dass Polen ausländische Arbeitskräfte braucht und deshalb mit den Philippinen im Gespräch ist, um ein entsprechendes Abkommen über Arbeitsmigration zu schließen. Und im Spiegel war man offensichtlich etwas pikiert, dass Polen keine Moslems als Gastarbeiter anwerben möchte.
Im Spiegel konnte man lesen: „Wie am Wochenende bekannt wurde, steht Polen kurz vor dem Abschluss eines Anwerbeabkommens mit dem südostasiatischen Staat – was mancherorts in Europa angesichts der oft fremdenfeindlichen Rhetorik der polnischen Regierung für Erstaunen sorgte. Dass doch beides zusammengeht, bewies allerdings der stellvertretende Arbeitsminister Stanislaw Szwed. Mit der „kulturellen Nähe“, also dem katholischen Glauben, begründete er das Abkommen. … Zu welcher Religionsgemeinschaft die Regierungspartei PiS aber sicher keine kulturelle Nähe empfindet, machte sie bereits im Wahlkampf 2015 deutlich: dem Islam. Damals sagte Parteichef Jaroslaw Kaczynski in einer Parlamentsrede, man könne unter anderem in Schweden beobachten, wozu es führe, wenn zu viele Muslime in einem Land lebten – und schmückte das mit der Schilderung angeblich unhaltbarer Zustände.
Immer wieder kann man in alternativen Medien lesen, dass Schweden heute eine der höchsten Vergewaltigungsraten der Welt und die höchste in Europa hat. Wenn das wahr wäre, dann hätte der polnische Parteichef Kaczynski tatsächlich recht mit seiner Behauptung. Und tatsächlich wurde schon 2016 darüber berichtet, dass dies laut Angaben der UNO so ist. Die NZZ schrieb dazu: „Will man der Statistik glauben, gab es im Jahr 2010 für Frauen kein gefährlicheres Land in Europa als Schweden. Die Zahlen des United Nations Office on Drugs and Crime scheinen es schwarz auf weiss zu belegen: Pro 100 000 Einwohner wurden in Schweden 63,5 Fälle von Vergewaltigung der Polizei gemeldet. Weltweit wurde bloss für Botswana eine höhere Rate ermittelt (92,9 Fälle). Die skandinavischen Nachbarn Norwegen und Finnland stehen hingegen mit 19,2 beziehungsweise 15,2 gemeldeten Fällen wesentlich besser da als Schweden.
Einschränkend muss man dazu anmerken, dass die UNO hier auf Angaben aus den Ländern angewiesen ist, die diese Statistiken zur Verfügung stellen und dass diese Statistiken keineswegs nach den gleichen Standards und Definitionen angefertigt werden, also nicht wirklich vergleichbar sind. Dennoch kann man festhalten, dass bei aller daraus resultierenden Ungenauigkeit der UNO-Statistik, die Vergewaltigungsrate in Schweden hoch ist. Und die NZZ fügt in ihrem Artikel auch hinzu, dass Täter mit Migrationshintergrund überproportional vertreten sind: „Auf allgemeiner Ebene betrachtet, gibt es im nordischen Raum aber durchaus Hinweise darauf, dass zwischen Migration und Sexualverbrechen direkte Zusammenhänge bestehen: Eine norwegische Fernsehstation etwa berichtete unlängst, dass von 399 Personen, die im Jahr 2015 wegen Sexualverbrechen verurteilt worden seien, 90 einen Migrationshintergrund hätten. Damit sind Migranten – definiert als Angehörige eingewanderter Familien oder Kinder zweier eingewanderter Eltern – im Vergleich zu ihrem Anteil von 15 Prozent an der Gesamtbevölkerung in Norwegen überproportional vertreten.
Und der Artikel endet mit den Worten „Die Politik (in Schweden) postuliert für das Land eine Vorreiterrolle in einer gleichberechtigten und toleranten, multikulturellen Gesellschaft. Dabei wird gerne verdrängt, dass diese Wünsche teilweise miteinander in Konflikt stehen.
Ein erstaunlicher Satz, den man so nur selten im Mainstream lesen kann. Denn die kulturell geprägte Intoleranz vieler Einwanderer aus muslimischen Ländern gegen Homosexualität oder Frauenrechten ist nun einmal vorhanden, wird aber gerne vom Mainstream ignoriert. Toleranz kann aber nur funktionieren, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht.
Aber sind diese Tendezen einer höheren Kriminalität unter Zuwanderern auch auf z.B. Deutschland übertragbar? Laut Statistischem Bundesamt leben zurzeit 82,5 Millionen Menschen in Deutschland. Davon besitzen 10,6 Millionen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die 10,6 Millionen Ausländer entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 13 Prozent gegenüber 87 Prozent der Deutschen. An dieser Stelle sei an knapp weitere 8 Millionen Personen im Land erinnert, die über einen Migrationshintergrund verfügen, welcher in der Kriminalstatistik jedoch nicht berücksichtigt wird, vielmehr wandern deren Verbrechen als rein „deutsche“ Straftaten in die Statistik. Genauso verhält es sich auch bei der Personengruppe, die über zwei Staatsangehörigkeiten verfügt – also den sogenannten Doppelpass, wobei nicht einmal bekannt ist, wie viele „Doppelpässe“ es eigentlich gibt. Die Angaben variieren von 1,6 Millionen (Hochrechnungen der Volkszählung) bis zu 4,3 Millionen Doppelpassinhaber (Auswertung der Melderegister im Jahr 2011). Nehmen wir einmal an, ein Ausländer, der zudem einen deutschen Pass besitzt, begeht eine Vergewaltigung. In der Statistik wird diese Tat als eine Vergewaltigung durch einen deutschen Täter aufgeführt.
Es werden also durch diese Art der Zählung in der Kriminalstatistik die „nichtdeutschen“ Straftaten möglichst klein gerechnet und ein Täter im Zweifelsfall (z.B. Doppelpass) lieber als „deutsch“ geführt. Wenn man also davon ausgeht, dass die Kriminalität bei Ausländern nicht höher ist, als bei Deutschen, dann sollte sie nicht über 13% liegen, denn das ist der Anteil von Ausländern in Deutschland Trotzdem sind die Zahlen eindeutig: Bei Mord liegt der Ausländeranteil bei 37 %. Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung/Übergriffe liegt der Ausländeranteil bei 38%. Bei der Gewaltkriminalität liegt der Ausländeranteil bei 38%. Der Ausländeranteil bei überfallartiger Vergewaltigung (Einzeltäter) liegt bei knapp 45%. Beim Handel mit Kokain und Crack beträgt der Ausländeranteil 74%. Beim Rauschgifthandel mit Heroin sind 61% aller ermittelten Kriminellen Ausländer. Diebstahl unter erschwerten Umständen: 42% Ausländer, und bei Taschendiebstahl beträgt der Ausländeranteil 74%.
Auch ein Zusammenhang mit der Masseneinwanderung nach Merkels Grenzöffnung ist nachweisbar: Die Anzahl der Sexualstraftaten ist von 2016 (47.400 Fälle) auf rund 56.000 Fälle im Jahr 2017 stark angestiegen. Darunter befinden sich 11.282 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigungen. 2014, also vor der Flüchtlingswelle, wurden hingegen „lediglich“ 7.345 Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen angezeigt. Vor der unkontrollierten Masseneinwanderung wurden 2.179 Fälle von Mord und Totschlag im Jahr 2014 registriert, 2017 stieg die Zahl auf 2.379 an. Die Anzahl der Gewalttaten lag 2014 bei 180.955 Fällen, im Jahr 2017 stieg die Zahl auf 188.946 Gewalttaten an.
Sogar in der Zeit konnte man hiervon etwas lesen, als sie Ende April über die aktuelle Kriminalstatistik berichtete: „Asylbewerber, Geduldete und Flüchtlinge machen einem Bericht zufolge zwei Prozent der Bevölkerung, aber 8,5 Prozent aller Verdächtigen aus. Viele sind junge Männer.“ Das bedeutet im Klartext, dass bei den Flüchtlingen die Kriminalität über viermal höher ist, als bei den Deutschen.
Man kann also nicht bestreiten, dass die Kriminalität unter den Ausländern höher ist, als unter den Deutschen. Man kann nun lange über die Gründe philosophieren, aber an der Tatsache ändert das nichts. Und das gilt eben nicht nur für die Flüchtlinge, sondern leider auch für jene Migranten, die schon vorher im Lande waren.
Und es ist leider auch nicht zu bestreiten, dass der muslimische Glaube eine Rolle zu spielen scheint. Wobei ich nicht einmal sicher bin, ob es der Glaube ist oder nicht vielmehr eine kulturelle Prägung. Aber auch das ist für die Frage, um die es geht, gar nicht entscheidend. Fakt ist nun einmal, dass eine bestimmte Migrantengruppe, nämlich die muslimisch geprägten Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten, ein Problem darstellen.
Und diese Feststellung kann man kaum als rechtsradikal bezeichnen, denn dann wäre auch jemand wie Helmut Schmidt, ein Rechtsradikaler. Schmidt hat immer wieder darauf hingewiesen, dass die massenhafte Zuwanderung aus „kulturell anders geprägten Gegenden“ kein demografisches Problem löst, sondern nur ein neues Problem schafft. Er nannte hierbei konkret „schwarzafrikanische oder mulsimisch gesprägte Länder“.
Deutschland hat nach dem Krieg insgesamt 14 Millionen Gastarbeiter eingeladen, von denen 11 Millionen wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Das bedeutet, dass 3 Millionen geblieben sind. Es handelte sich dabei um Menschen aus Jugoslawien, Italien, Griechenland, Spanien Portugal und der Türkei. Übrigens waren es lediglich etwas über 800.000 türkische Staatsbürger, also Türken und Kurden. Nun gibt es in Deutschland jedoch heute keine Stadtteile, die jugoslawisch, italienisch, griechisch, spanisch etc. geprägt wären, wohl aber hat jede größere westdeutsche Stadt einen türkisch geprägten Stadtteil, was dafür spricht, dass Helmut Schmidt mit seiner These durchaus recht hat, dass Menschen, die massenhaft aus einer derart anders geprägten Zivilisation zu kommen, problematisch sind.
Man kann diese türkisch geprägten Stadtteile im Sinne von Multi-Kulti gut finden, oder auch nicht. Aber Fakt ist, dass sie gibt und zwar deshalb, weil die Integration dieser Menschen nun einmal schwerer ist, als die Integration von Menschen aus einem ähnlichen Kulturkreis.
Hinzu kommt, dass man heute im Spiegel lesen konnte, dass der Verfassungsschutz vor Kindern aus islamistischen Familien warnt: „Sie stellten „ein nicht unerhebliches Gefährdungspotenzial“ dar: Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat vor Kindern gewarnt, die in Deutschland in islamistischen Familien aufwachsen. Es gebe Anzeichen für eine „schnellere, frühere und wahrscheinlichere Radikalisierung von Minderjährigen und jungen Erwachsenen“. … Maaßen sagte den Funke-Zeitungen, die fortwährende dschihadistische Sozialisation von Kindern sei „besorgniserregend und deshalb auch für den Verfassungsschutz eine Herausforderung“. … In Nordrhein-Westfalen wird erwogen, nach dem Vorbild Bayerns die Altersgrenze von 14 Jahren für die Überwachung durch den Verfassungsschutz fallenzulassen. Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) sagte Funke, bei entsprechend geprägten Kindern liege die Hemmschwelle zur Gewalt niedriger.
Die Schwierigkeiten mit muslimischen Migranten sind also mittlerweile so groß, dass der Verfassungsschutz bereits Kinder unter 14 Jahren überwachen möchte, weil von ihnen eine Gefahr ausgeht. Vor diesem Hintergrund ist es durchaus verständlich, wenn sich Länder gegen die massenhafte Einwanderung von Moslems stellen. Und zwar die überwiegende Mehrheit der westlichen Länder.
Wenn wir uns nun in Erinnerung rufen, dass es in anderen Ländern durchaus normal ist, auf sein Land, seine Sitten, Gebräuche und Traditionen stolz zu sein, dann kann man nachvollziehen, warum die polnische Regierung sich gegen die massenhafte Zuwanderung von Muslimen sperrt. Die Beispiele in anderen europäischen Ländern zeigen alle auf, dass die Integration einer großen Zahl von Moslems schwierig ist. Vor diesem Hintergrund finde ich auch die Argumentation nach Wahlen in Deutschland immer etwas merkwürdig. Gerne wird in den Wahlanalysen darauf hingewiesen, dass die AfD ausgerechnet in Ostdeutschland so stark ist, obwohl es dort ja nur wenige Ausländer gibt. Aber niemand kommt auf den Gedanken, dass die Ostdeutschen sehen, wie im Westen türkische Stadtviertel entstanden sind und sie dies bei sich nicht wünschen.
Es ist mir generell unverständlich, wie die Deutschen sich einerseits im Urlaub so sehr an den kulturellen Eigenheiten anderer Länder erfreuen und sich wünschen, dass diese ihre kulturelle Eigenständigkeit bewahren, aber die kulturelle Eigenständigkeit in Deutschland vielen regelrecht peinlich ist. Andere Länder sehen das wie gesagt anders und sind stolz auf ihre Kultur und Traditionen. Deutschland bildet hier eine Ausnahme in der Welt, auch wenn Politik und Medien es gerne so darstellen, dass alle Länder diese „Werte“ der Masseneinwanderung teilen. Das ist nicht so, es sei z.B. daran erinnert, dass die USA Merkel zwar sehr für die Aufnahme von über einer Million Flüchtlingen gelobt haben, aber selbst nur zehntausend Syrer aufnehmen wollten, was sie dann aber auch nicht getan haben.
Das Gefühl der Überfremdung ist nicht Ausnahme in Europa, sondern die Regel. In der Schweiz hat eine Volksabstimmung ergeben, dass die Schweizer aus dem Schengen-Abkommen aussteigen wollen, um nicht mehr so viele europäische Einwanderer zu haben. In England war der Brexit auch das Ergebnis der Angst vor Überfremdung. Selbst wenn die Deutschen die Masseneinwanderung mehrheitlich gut fänden (was ich bezweifle), dann wären sie mit dieser Meinung sehr allein in der Welt.
Von daher ist es auch unwahrscheinlich, dass Merkel mit ihren Versuchen, anderen europäischen Ländern Quoten zur Aufnahme von Flüchtlingen zu aufzunötigen, scheitern wird. Seit inzwischen drei Jahren weigern sich vor allem die Osteuropäer trotz Druckes aus Brüssel und Berlin standhaft, an dieser Position etwas zu verändern.
 
Es gibt eben auch in Europa Länder, die gerne selbst entscheiden wollen, wen sie ins Land lassen und die sogar danach abwägen, wen sie überhaupt tatsächlich brauchen. Die Deutsche Politik, einfach alle, die es bis an die deutsche Grenze schaffen, auch aufzunehmen, wird im Ausland mit ungläubigem Erstaunen registriert, aber von kaum einem Land mitgetragen.

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