183 erschossene Demonstranten an einem Tag: UN-Menschenrechtsrat wirft israelischen Soldaten Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor

Eine vom Menschenrechtsrat der UNO eingerichtete Kommission hat israelischen Soldaten gestern in Genf vorgeworfen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben.

Im März 2018 gab es Demonstrationen im Gasastreifen, bei denen israelische Soldaten das Feuer auf palästinensische Demonstranten eröffnet haben. Die Demonstranten forderten ein Ende der israelischen Blockade des Gasastreifens. Am 30. März eröffneten israelische Soldaten das Feuer. Im Kugelhagel starben nach Angaben der UNO 189 Menschen, 183 davon durch Schusswunden. Durch Schusswunden wurden darüber hinaus demnach 6.106 verletzt und zusätzlich gab 3.098 Verletzte durch andere Ursachen, wie zum Beispiel den Einsatz von Tränengas. 122 Menschen mussten in der Folge Gliedmaßen amputiert werden, darunter auch 20 Kinder. Auf israelischer Seite gab es vier Verletzte Soldaten. Der Tod eines Isrealis an dem Tag, steht laut UNO Menschenrechtsrat nicht mit den Unruhen in Verbindung.

Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass „der Mord an Journalisten, medizinischen Helfern und Menschen, die keine Gefahr darstellten“ durch nichts zu rechtfertigen ist und dass daher der Verdacht besteht, dass israelische Soldaten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben. Der Bericht wird der UNO vorgelegt und es soll sich damit „die nationale und internationale Rechtsprechung beschäftigen“.

Für den Bericht wurden 325 Zeugen gehört und über 8.000 Dokumente eingesehen.

Das ist insofern interessant, weil die deutschen Medien darüber nicht berichten. Dabei wäre das doch gerade in diesen Tagen sehr interessant, denn der Westen macht Maduro in Venezuela bereits wegen Gummingeschossen schwere Vorwürfe und fordert seine Absetzung. Wenn aber israelische Soldaten an einem einzigen Tag 183 Demonstranten erschießen und ihre Schuld von der UNO festgestellt wird, dann ist das keine Meldung wert.

Daher gebe ich als Quelle in Ermangelung einer Meldung in den deutschen Medien den Artikel der TASS an, die darüber berichtet hat.

Der Westen misst erneut mit zweierlei Maß. Wenn in Washington entschieden wird, dass die USA eine neue Regierung in Venezuela wünschen, wird der gewählte Präsident des Landes in den Medien wegen Tränengas und Gummigeschossen zum Teufel aufgebaut. Wenn jedoch eine befreundete Regierung, wie in Israel, 183 Demonstranten erschießt und über 6.000 durch scharfe Munition verletzt werden, fällt kein Wort der Kritik. .

Das nennt man verlogene Doppelmoral bei westlichen Politikern und Medien, oder haben Sie eine bessere Bezeichung dafür?

Schreibe einen Kommentar