Das russische Außenministerium über die Nato-Pläne zur Militarisierung des Weltraums

Die Nato hat angekündigt, den Weltraum als neues Einsatzgebiet zu betrachten. Dazu liegt nun auch eine offizielle Reaktion Russlands vor.

Ich habe darüber berichtet, dass Russland in der UNO eine Resolution eingebracht hat, die ein Wettrüsten im Weltraum vermeiden sollte. Die Staaten des Westens inklusive Deutschland und Israel haben dagegen gestimmt, während 124 der ca. 190 UNO-Mitgliedstaaten dafür gestimmt haben. Auf Nachfrage hat die Bundesregierung bei der Bundespressekonferenz dazu dann auch noch dreist gelogen.

Die Nato hat danach mitgeteilt, den Weltraum zu militarisieren, der offizielle Beschluss wird im Dezember von den Staats- und Regierungschefs getroffen werden. Nun hat Russland sich dazu offiziell geäußert. Ich habe die offizielle Erklärung der Sprecherin des russischen Außenministeriums dazu übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Gestern wurde bei einem Treffen der NATO-Außenminister in Brüssel angekündigt, dass der Weltraum neben Land, Luft, Wasser und Cyberspace als weiterer militärischer Einsatzbereich angesehen werden soll.

Solche Aussagen sind alarmierend. Die militärische Planung der Allianz zielt darauf ab, Instabilität auf allen Gebieten zu schaffen, mit allen sich daraus ergebenden Folgen in Form von Militarisierung und eskalierenden Spannungen. Die Allianz hat sich nun den Weltraum vorgenommen.

Wir werden genau beobachten, wie die Zusicherungen von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, dabei keine Waffen im Weltraum einzusetzen, umgesetzt werden. Wir fordern die Alliierten auf, unsere Bemühungen zur Verhinderung eines Wettrüstens im Weltraum zu unterstützen. Ein Wettrüsten im Weltraum kann sich negativ auf die internationale Sicherheit und strategische Stabilität auswirken.

Wir gehen davon aus, dass die Umwandlung des Weltraums in eine Arena bewaffneter Konfrontation nicht im Sicherheitsinteresse irgendeines Landes der Welt sein kann, einschließlich der NATO-Mitgliedstaaten selbst.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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