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Die Nato spielt in Europa mit dem Feuer – Kein Wort in den deutschen Medien

Unbeachtet von den deutschen Medien gab es in dieser Woche einige Meldungen, die auf eine Kriegsvorbereitung der Nato in Europa hindeuten.

Ich bin kein Freund solcher dramatischen Formulierungen und ich behaupte auch nicht, dass morgen der Krieg ausbricht. Aber als ich die Meldungen dieser Woche über die Aktivitäten der Nato in Europa gelesen habe, habe ich lange überlegt, wie man sonst bezeichnen sollte, was derzeit verborgen vor der deutschen Öffentlichkeit vor sich geht. Aber urteilen Sie selbst, wie Sie das umschreiben würden.

In der Nato-Russland-Akte hat die Nato sich verpflichtet, keine zusätzlichen Truppen östlich von Deutschland zu stationieren. Diesen – nie gekündigten – Vertrag hat die Nato längst gebrochen, als sie Truppen (auch deutsche) im Baltikum direkt vor Russlands Haustür stationiert hat. Auch die sogenannte US-Raketenabwehr ist im Grunde ein Bruch des Vertrages, denn dafür wurden zusätzliche US-Soldaten in Rumänien und Polen stationiert. Und auch die Tatsache, dass die Polen offen um die Stationierung von US-Truppen buhlen, ist bekannt.

Die USA haben in den letzten Jahren alle Abrüstungsverträge gekündigt und so ein neues Wettrüsten eingeleitet. Der letzte gekündigte Vertrag war der INF-Vertrag, gegen den die USA ohnehin schon verstoßen hatten.

Da nach der Kündigung des INF-Vertrages nun die Gefahr besteht, dass demnächst wieder atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa stationiert werden, hat Russland der Nato ein Moratorium, also einen Verzicht auf die Aufstellung solcher Raketen in Europa, angeboten. Auf den Brief, den Putin allen Staats- und Regierungschefs der europäischen Nato-Mitglieder geschickt hat, gab es zunächst keine Antwort. In dieser Woche hat aber die stellvertretende Nato-Generalsekretärin einer russischen Zeitung ein Interview gegeben und den Vorschlag zurückgewiesen.

Im Klartext bedeutet das, dass die Nato – auch wenn sie es immer bestreitet – sich darauf vorbereitet, diese Büchse der Pandora in Europa wieder zu öffnen, die die nach dem Konflikt wegen der SS-20 und der Pershings vor 30 Jahren verschlossen worden ist. Für Europa bedeutet das, dass solche Raketen ihre Ziele innerhalb weniger Minuten erreichen können, es gibt praktisch keine Vorwarnzeit. Die Gefahr dabei: Ein falsch gedeutetes Signal kann den Atomkrieg auslösen, wenn ein Offizier unter Zeitdruck innerhalb von Sekunden entscheiden muss, ob er den „Gegenschlag“ auslöst oder nicht.

Am Donnerstag wurde gemeldet, dass die USA bei einem Manöver in Litauen mit von England aus gestarteten strategischen Bombern vom Typ B-52 ein Manövergebiet in Litauen bombardiert haben, das nur 60 Kilometer von der russischen Grenze entfernt ist. Das war schon das zweite Mal in diesem Jahr, bereits im März haben B-52-Bomber Ziele in Litauen zu Übungszwecken bombardiert.

In meinen Augen ist das ein Spiel mit dem Feuer, denn es gibt genug Übungsplätze, wo man so etwas tun kann. Es direkt an der russischen Grenze zu tun, bedeutet, dass man auch eine Reaktion der Russen in Kauf nimmt.

Und am Freitag hat Nato-Generalsekretär Stoltenberg mitgeteilt, dass in Europa ab sofort Nato-Flugzeuge Priorität vor der zivilen Luftfahrt haben, von der Flugsicherung also immer als erstes bearbeitet und genehmigt werden. Das soll eine schnellere Verlegung von Truppen und Material an Russlands Grenzen ermöglichen.

Fällt Ihnen für all diese Meldungen eine bessere Formulierung ein, als „Kriegsvorbereitung“?

Aber die deutschen „Qualitätsmedien“ scheinen diese Dinge nicht wichtig genug zu finden, um sie dem deutschen Publikum erzählen.

Anti-Spiegel @SpiegelAnti

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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  • Sie unterliegen mehreren Täuschungen!

    Die europäischen Bürgerkriege finden bereits statt! Nur mit militärischer Hilfe wird dieser gordische Knoten zerschlagen. Dabei werden NATO und Russland zusammenarbeiten.

    Auszug aus: https://www.dz-g.ru/Buergerkrieg_Die-Saat-keimt_das-Blut-fliesst

    Es sei die Frage erlaubt, wer seit den sechziger Jahren über die NATO die Ansiedelung von Mohammedanern in Europa vorantreibt. Es hieß, dem NATO-Partner Türkei könne man sich auch in wirtschaftlichen Fragen nicht verschließen. Also bereiteten legale und über Ostberlin illegale türkische Einwanderer den später folgenden Nordafrikanern und Arabern den weltanschaulichen Boden. In 2019 gibt es Ballungsräume mit deutschen Minderheiten, teilweise sogar Schulklassen ohne Kinder mit Deutsch als Muttersprache.

    Das NATO-Argument muss für jeden europäischen Rechtsbruch herhalten. Warum?

    Dass Mohammedaner einen gewissen Kulturkreis besonders ausgeprägt hassen und bekämpfen, weit mehr noch als Christen, die einfach abgeschlachtet werden, wird als Kollateralschaden in Europa hingenommen. Auch wenn die AfD als Ganzes wirkt, so werden jüdische AfD-Mitglieder, die sich gegen diese Fluten stemmen, von ihnen weggerissen!

    Man werfe einen Blick auf die Zusammensetzung der Mandatsträger in der Knesset, um die Bandbreite an Interessen abzumessen!

  • Wir erleben die Kubakrise 2.0 mit umgekehrten Vorzeichen. Trump will diesen Krieg nicht, Putin auch nicht. Bei den Militärs sieht die Sache anders aus. Es gibt aus der Zeit des Kalten Krieges zahlreiche Beispiele, wie Generäle (auf beiden Seiten) zum Krieg gehetzt haben und ihn mit allen Mitteln provozierten. Auf US-amerikanischer Seite wäre hier besonders der Chef der Airforce, Curtis le May zu nennen. Für den war (atomares) Bombardement die Lösung aller Probleme. Das war der Grund, weshalb sich Kennedy und Chruschtschow lieber einander Zettelbotschaften schrieben, die sie über vertrauenswürdige Agenten austauschten, anstatt sich auf die offiziellen Kanäle zu verlassen. Kennedy war nach der friedlichen Beilegung der Krise bei Leuten wie LeMay unten durch.

    Ich glaube, dass es innerhalb der NATO auch heute mehrere Militärs gibt, die versuchen, Fakten zu schaffen, da sie "die da oben" als Weicheier und Feiglinge ansehen, die einfach nicht wahrhaben wollen, dass die Zeit zum Reden auch einmal zu Ende geht. Trump und Putin werden nicht ewig im Amt bleiben. Kriegstreiber im Generalsrang gibt es aber wie Sand am Meer.

    • Wahnvorstellungen (immerhin eine anerkannte Begleiterscheinung einer psychischen Erkrankung) treiben den Erkrankten wenn unbehandelt oft in den Selbstmord.

      Militärisch liest es sich dann so
      Aus einer zuerst nur Russland Phobie entwickelte sich die inzwischen manifestierte Wahnvorstellung von permanenter russisch/chinesischer Rundumbedrohung. Eine erfolgreiche Behandlung wird unter fadenscheinigen Vorwänden abgelehnt.

      Somit ist zur eigenen und zur Sicherheit der Allgemeinheit Sicherheitsgewahrsam (Demilitarisierung) das alleinige Mittel zur Sicherung des Friedens.

  • Da kann man nur noch den guten Erich Kästner zitieren:
    "Den Millionären geht es schlecht. Ein neuer Krieg käm ihnen recht. So macht den Ärmsten doch die Freude."

    • Nachtrag:
      Die Zeilen stammen aus dem Gedicht "Knigge für Unbemittelte" veröffentlicht im Jahr 1928.

  • Thomas, das ist ja nur ein Teil von dem, was abläuft. Immer mehr US-Truppen an die Ostfront, in Deutschland werden die Ausgaben fürs Militär massiv erhöht, diverse Übungen und Manöver und was noch viel schlimmer ist, die Verblödung in Politik, Militär und Bevölkerung greift immer stärker um sich! Bei RT stand heute, wie die NATO und vor allem die USA versuchen, die russische Abwehr in der elektronischen Kriegsführung auszuschalten! Ich frage mich seit langem, wohin das führen soll. Ein technischer Defekt reicht völlig aus, um einen Atomkrieg auszulösen! Und während die US/NATO einen Krieg vorbereitet, berichtet die Tagesschau über Sandburgen in Dänemark!

    • Der russische und arktische Winter ist lang und erbarmungslos.
      Da sage noch jemand man hätte aus dem WK2 nichts gelernt.

  • War es letztes Jahr oder schon vor 2 Jahren da bekam die BRD einen symbolischen Nackenschlag wegen des Zustandes der deutschen Straßen. Damals dachte ich mir noch,was gehen der NATO unsere Straßen an sollen ihr Scheißzeug doch gleich nach Polen schicken und nicht unsere Straßen kritisieren. Kurze Zeit später gab es einen großen Truppentransport über unser Staatsgebiet. Im Osten des Landes gab es entlang der Strecke Proteste aus den alten BL ist mir nichts bekannt. 2020 wird es einen gigantischen Aufmarsch im Zusammenhang mit einem NATO KRIEGSSPIEL, harmlos Manöver genannt, geben und es wird eben nicht wie früher SPD oder Grüne Hilfestellungen gegen solche Veranstaltungen der NATO geben. Man hat ganz bewusst die Friedens- und Abrüstungsbewegungen geköpft. Die lautesten Rufer von Damals sitzen heute bei der Atlantikbrücke.

    Wenn man sich die Entwicklung in alten und neuen NATO Ländern ansieht wird man feststellen das überall das Militär von der Bevölkerung gelöst wird/wurde. "Kriegserfolge" werden privatisiert die Kosten für den "Erfolg" trägt wie immer die Allgemeinheit, genauer die weiter verarmende Allgemeinheit. Denn mit der Privatisierung der Armee umgeht man ganz gezielt den Parlamentsvorbehalt.

  • Ich habe mich immer gewundert wie es sein kann, dass jahrelang ganz offen sichtbar der Straßenbau überall vernachlässigt wurde. Wir sehen das heute zB an den Meldungen von vielen immer noch sanierungsbedürftigen Brücken, also ein langer Nachhang da es Zeit braucht die Versäumnisse wieder aufzuholen - aber plötzlich vor ein paar Jahren eine dramatische Kehrtwende in der Bewertung erfolgte und heute, trotz "Schwarzer Null", Straßen instand gesetzt werden wie doll (während zB Schulen weiter vor sich hin faulen und verrotten).

    Ist da einem Militärstratege einfach nur mal aufgefallen, dass man auf schlechten Straßen mit den Panzern nicht so schnell gen Russland kommt?

    Was wir zur Zeit erleben, BW auf Plakatwänden, in den Schulen, auf Youtube, Ballerspiele ("Egoshooter", von Merkel hofierte E-Sports-Szene, allgemein eine Aufwertung dieser von US-Militär-Spielen dominierten Perversions-"Spiel"-Sparte im Ecommerce) neue Standorte wie in Ulm mit immer stärkerer NAhTOd-Einbindung, immer weitere, für sich auf den ersten Blick harmlos wirkende Tabubrüche und Durchsetzung einer "Normalität" (Soldaten sollen in Uniform kostenlos Bahnfahren dürfen? Ist das wahr?), immer stärkere Vernetzung der deutschen BW mit ausländischen Kräften der "Bündnispartner" (könnte sich die BRD eigentlich heute noch souverän gegen einen Angriff, sagen wir zB von Andorra, verteidigen, wenn die Bündnispartner nicht mitspielten?), ..., ist eine durchgreifende Militarisierung des ganzen Lebens - an deren Ende ein geführter Krieg stehen wird. Stehen muss. Ein Krieg, dessen einzige Funktion (wie immer bei Aggressions-Kriegen) im Schutz der Machtelite gegen das eigenen Volk besteht. Also idR einzig und allein in Verbindung mit existenziellen, systembedrohenden Wirtschaftskrisen stehen.

    Kriege sind die "ultima ratio" der Elite gegen das von denen ausgebeutete Volk. Und genau das wird heute versucht wieder machbar zu gestalten. Die materiellen und mentalen und soziokulturellen Voraussetzungen werden unter Hochdruck geschaffen.

    • Die EU hat irgendwann mal einen Ausbau der Transitstrecken Richtung Ost "befohlen" und das wird vom Scheuer auch brav umgesetzt. Wäre halt dumm, würde dass die teerloch gebeutelte Bevölkerung erfahren. Dann doch lieber ein Skandälchen.

      • Und wenn wir schon beim Thema sind, Hr. Röper weiß da sicher mehr, auch in der Ukraine wurden die Autobahnen Richtung Ost "verbessert".

  • Wenn in Europa amerikanische Mittelstrecken Raketen stationiert werden, wird sich die russische Militärdoktrin ändern müssen - und zwar dahingehend, daß ein zum Zwecke der Selbstverteidigung geführter Erst- also Präventivschlag – vorsichtig ausgedrückt – erheblich an Bedeutung gewinnen würde.
    Da ein solcher zu diesem Zwecke geführter Präventivschlag sich naturgemäß in erster Linie gegen gegnerische Kernwaffeneinsatzmittel und /oder konventioneller Angriffsmittel ähnlicher Wirkung und dann militärische Führungszentren richtet, muß er zwar nicht zwingend und in jedem Falle nuklear erfolgen, jedoch kann der Einsatz von Kernwaffen keinesfalls ausgeschlossen werden.
    Auch wenn heute konventionelle Kampfsätze, was ihre Wirkung betrifft, jedenfalls im unteren Bereich von Kernwaffen liegen sollen, so führt dieser Umstand allenfalls dann zu einer echten Handlungsalternative, wenn auch die Masse der jeweiligen Gefechtsköpfe bei gleicher Wirkung in etwa gleich ist, weil davon u. a. die Reichweite und Geschwindigkeit des Trägermittels abhängt.
    Wie damit derzeitig im einzelnen aussieht, weiß ich nicht.

    Zur Rechtslage (etwas vereinfacht):

    Wir haben hier grundsätzlich zwei Rechtssätze:
    1.
    Ein Staat darf einen anderen Staat nicht (militärisch?!) angreifen - i. S. v. „Verbot eines Angriffs- /Aggressionskrieges“.
    Auch hier gibt es inzwischen eine Reihe von Rechtsfragen – ganz aktuell der sog. „Cyberangriff“, der allerdings vom Staat ausgehen müßte – und dies festzustellen, ist da, u. a., ein ganz entscheidendes Problem.)
    2.
    Jeder Staat hat das Recht, sich gegen den (militärischen?!) Angriff (i. S. v. „Aggression“) eines anderen Staates zu verteidigen.

    Im folgenden unterstelle ich eine „symmetrischen“ Verteidigung.

    Wenn die Aggression mittels eines Angriffs bereits stattgefunden hat, ist das relativ unproblematisch, das Selbstverteidigungsrecht umfaßt dann auch die Besetzung des gegnerischen Staates, insbesondere dann, wenn nur so nachhaltig die Fortsetzung der Aggression ausgeschlossen werden kann.

    Ein Staat muß jedoch nicht einen solchen Angriff erst über sich ergehen lassen, sondern er darf, zum Zwecke der Verhinderung eines „unmittelbar bevorstehenden Angriffs, einer Aggression“, selbst als erster angreifen (Präventivverteidigung/-schlag).

    Und damit haben wir die alles entscheidende Frage:
    Wie bestimmt man, woran macht man fest – daß eine „Aggression“ eines Staates unmittelbar bevorsteht.
    Die Höhe der Rüstungsausgaben oder das verfügbare Militärpotential allein kann es naturgemäß nicht sein, noch nicht einmal die aktuelle Stufe der Gefechtsbereitschaft, wenn man an militärische Großmanöver denkt.

    Und hier machen wir einen kleinen Ausflug in die Geschichte:

    Im den 80iger Jahren mußte man davon ausgehen, das aus solchen Großmanövern heraus unmittelbar zu einer realen Aggressions- /Kriegshandlung übergegangen werden kann. Man muß sich dabei auch darüber im Klaren sein, daß die „Aufklärung“ keinesfalls stets Gewißheit vermittelt.

    Die Krux von Able Archer 83 war, daß große Teile der höchsten Staatsführungen der Nato-Staaten im Rahmen dieses Manövers in die Bunker einrücken sollten und wohl auch sind (Reagan hat es dann nicht getan – die Hintergründe sind um stritten – aber es war geplant).
    Ich kann mich jedenfalls nicht entsinnen, daß wir hier je derartige Großmanöver durchgeführt hätten, bei denen die Partei- und Staatsführungen unter die Erde gegangen wären (aber vielleicht ist mir da etwas entgangen, das will ich nicht völlig ausschließen).

    Das Fazit, was wir hier ziehen müssen, ist, daß Handlungen oder Umstände, die, was ihre Außenwirkung betrifft, je nach jeweiliger - nicht nur militärischen - Lage, dem einen völlig belanglos, dem anderen jedoch höchst alarmierend erscheinen, zu nicht vorhergesehenen und auch nicht gewollten Reaktionen führen können.

    Keine sollte glauben, daß er selbst stets weiß, welche Wirkung er mit der einen oder anderen Handlung/ Äußerung hinterläßt – manchmal führt ein unbedachtes Wort zu „verbrannter Erde“, ohne daß man das überhaupt mitbekommt.

    Berücksichtigt man weiter, daß nach der jüngste US-Militärdoktrin auch im Falle sog. Cyberangriffe einen nuklearen "Gegenschlag" in Betracht gezogen wird, ist „Entspanntheit“ ein Zustand, der sich da besser nicht einstellen sollte - Panik ist allerdings auch nicht hilfreich.

  • Kriegsvorbereitungen sind allerorten zu beobachten. (Truppentransporte und Manöver in den baltischen Staaten) Auch der Ausbau der Autobahnen, Berliner Ring, Bauabschluss 2023, ist als solche zu betrachten, denn die Autobahnen werden im Kriegsfall als Start- und Landeplatz für Militärjets und -transporter nutzbar ausgebaut. Die Nato - Strategen arbeiten permanent an unterschiedlichen Szenarien konventioneller, wie auch atomarer Kriegsführung. Betrachtet man die politische und wirtschaftliche Weltlage, steht die westliche Welt mit dem Rücken an der Wand. Das imperialistische Prinzip der Marktbeschaffung funktioniert seit dem wirtschaftlichen und militärischen Erstarken Russlands und Chinas nicht mehr. Neue Kolonien (DDR) sind nicht mehr zu erobern. Das Konstrukt der "Farbigen Revolutionen" ist durchschaut und verliert an Wirksamkeit. Zudem lösen sich mehr und mehr Länder aus der wirtschaftlichen Abhängigkeit des Westens. (Gründung des BRICS - Staatenverbundes, Afrika - Gipfel in Sotschi, Alternativen zum SWIFT Zahlungssystem, Entdollarisierung des Handels usw.) Die westlichen Wirtschaftssysteme geraten in Rezessionen, die westlichen "Demokratien" zerfallen. Dem entgegen sind die Milliardär - Eliten gefräßiger denn je. Es gibt also genügend Anlass, auch aus wirtschaftlichen Gründen, eine kriegerische Konfrontation zu befürchten.
    Da bleiben die Psychen militärischer Atomwaffenbefehlshaber erst einmal außen vor, wobei man auch die Bemühungen der Medien, wie auch Kinofilm - Produzenten wahrnehmen sollte, welche die umfassend tödliche Wirkung von Atomwaffen zu nivellieren, besser, herab zu spielen versuchen. Auch die Finanzeliten glauben an die Sicherheit ihrer Fluchtorte (Neuseeland) und die Schweizer denken durchaus beim Neubau ihres Eigenheims an einen Bunker. Die westliche Welt ist gezwungen, mehr und mehr mit offenen Karten zu spielen, siehe Trump (Panzer zum Schutz geraubter Ölquellen).
    Noch sucht man in der westlichen Welt nach der Möglichkeit eines siegreichen Szenarios. Wie im Schachspiel positioniert man die Bauern und Krieger (Offiziere). Im Wesentlichen geht es um die Machbarkeit eines konventionellen, wie auch atomaren Krieges und der Westen wird sich nicht geschlagen geben.
    An dieser Stelle meinen Dank an Thomas: Du leistest eine hervorragende journalistische und aufklärerische Arbeit und ich hoffe, mehr und mehr Zweifler werden durch deine Arbeit die wirklichen Vorgängen in der Welt, die bestehenden Gefahren aber auch lebensbejahenden Alternativen erkennen. Vielen Dank

  • Kann es vielleicht auch sein, dass dies die letzten Zuckungen eines zugrunde gehenden Weltreiches ist?!
    Andererseits denke ich auch wieder an die Georgia Guidestones mit deren Nachricht: Halte die Menschheit unter 500 Mio. Menschen...
    Dazu noch die Hinweise, dass sich Eliten auf Neuseeland einrichten...

    Was es auch immer ist. Die Lage ist in jedem Falle bedrohlich!

    • Ja, der Kapitalismus in seiner höchsten Form, dem globalisierten Imperialismus, ist am Ende. Die Profitraten sinken durch die hohe Technisierung. Einziger Ausweg momentan, Arbeitszeit steigern, auch Lebensarbeitszeit und Löhne senken, Ausgliedern nennt man das. Vor ein paar Tagen wurde der Vorschlag unterbreitet, das Rentenalter auf 70 Jahre herauf zu setzen. Dabei könnten wir alle, ohne dass es uns dabei schlechter gehen würde, bei vollem Lohn nur bis 60 arbeiten, weniger Stunden, so um die 6, und mehr Urlaub haben bei der derzeitigen Produktivität. Aber das reicht dem Kapital nicht. Außerdem begehrt die gesamte Welt immer mehr auf. In diesen Situationen griffen unsere Ausbeuter immer zu dem probaten Mittel Krieg. Damit haben sie schon 2 Mal ihren vollständigen Untergang hinaus gezögert. Nur besteht diesmal die Gefahr, dass gar niemand mehr übrig bleibt. W.W. Putin sagte es auf dem Waldai-Treffen im vergangenen Jahr.
      "А мы как жертва агрессии, мы как мученики попадем в рай, а они просто сдохнут", — сказал Путин. И добавил: "Потому что они даже раскаяться не успеют".
      "Und wir, als Opfer der Aggression, werden als Märtyrer in den Himmel kommen, und sie werden einfach sterben", sagte Putin. Und er fügte hinzu: "Weil sie nicht einmal Zeit haben werden, Buße zu tun.

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