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Die Nato spielt in Europa mit dem Feuer – Kein Wort in den deutschen Medien

Unbeachtet von den deutschen Medien gab es in dieser Woche einige Meldungen, die auf eine Kriegsvorbereitung der Nato in Europa hindeuten.

Ich bin kein Freund solcher dramatischen Formulierungen und ich behaupte auch nicht, dass morgen der Krieg ausbricht. Aber als ich die Meldungen dieser Woche über die Aktivitäten der Nato in Europa gelesen habe, habe ich lange überlegt, wie man sonst bezeichnen sollte, was derzeit verborgen vor der deutschen Öffentlichkeit vor sich geht. Aber urteilen Sie selbst, wie Sie das umschreiben würden.

In der Nato-Russland-Akte hat die Nato sich verpflichtet, keine zusätzlichen Truppen östlich von Deutschland zu stationieren. Diesen – nie gekündigten – Vertrag hat die Nato längst gebrochen, als sie Truppen (auch deutsche) im Baltikum direkt vor Russlands Haustür stationiert hat. Auch die sogenannte US-Raketenabwehr ist im Grunde ein Bruch des Vertrages, denn dafür wurden zusätzliche US-Soldaten in Rumänien und Polen stationiert. Und auch die Tatsache, dass die Polen offen um die Stationierung von US-Truppen buhlen, ist bekannt.

Die USA haben in den letzten Jahren alle Abrüstungsverträge gekündigt und so ein neues Wettrüsten eingeleitet. Der letzte gekündigte Vertrag war der INF-Vertrag, gegen den die USA ohnehin schon verstoßen hatten.

Da nach der Kündigung des INF-Vertrages nun die Gefahr besteht, dass demnächst wieder atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa stationiert werden, hat Russland der Nato ein Moratorium, also einen Verzicht auf die Aufstellung solcher Raketen in Europa, angeboten. Auf den Brief, den Putin allen Staats- und Regierungschefs der europäischen Nato-Mitglieder geschickt hat, gab es zunächst keine Antwort. In dieser Woche hat aber die stellvertretende Nato-Generalsekretärin einer russischen Zeitung ein Interview gegeben und den Vorschlag zurückgewiesen.

Im Klartext bedeutet das, dass die Nato – auch wenn sie es immer bestreitet – sich darauf vorbereitet, diese Büchse der Pandora in Europa wieder zu öffnen, die die nach dem Konflikt wegen der SS-20 und der Pershings vor 30 Jahren verschlossen worden ist. Für Europa bedeutet das, dass solche Raketen ihre Ziele innerhalb weniger Minuten erreichen können, es gibt praktisch keine Vorwarnzeit. Die Gefahr dabei: Ein falsch gedeutetes Signal kann den Atomkrieg auslösen, wenn ein Offizier unter Zeitdruck innerhalb von Sekunden entscheiden muss, ob er den „Gegenschlag“ auslöst oder nicht.

Am Donnerstag wurde gemeldet, dass die USA bei einem Manöver in Litauen mit von England aus gestarteten strategischen Bombern vom Typ B-52 ein Manövergebiet in Litauen bombardiert haben, das nur 60 Kilometer von der russischen Grenze entfernt ist. Das war schon das zweite Mal in diesem Jahr, bereits im März haben B-52-Bomber Ziele in Litauen zu Übungszwecken bombardiert.

In meinen Augen ist das ein Spiel mit dem Feuer, denn es gibt genug Übungsplätze, wo man so etwas tun kann. Es direkt an der russischen Grenze zu tun, bedeutet, dass man auch eine Reaktion der Russen in Kauf nimmt.

Und am Freitag hat Nato-Generalsekretär Stoltenberg mitgeteilt, dass in Europa ab sofort Nato-Flugzeuge Priorität vor der zivilen Luftfahrt haben, von der Flugsicherung also immer als erstes bearbeitet und genehmigt werden. Das soll eine schnellere Verlegung von Truppen und Material an Russlands Grenzen ermöglichen.

Fällt Ihnen für all diese Meldungen eine bessere Formulierung ein, als „Kriegsvorbereitung“?

Aber die deutschen „Qualitätsmedien“ scheinen diese Dinge nicht wichtig genug zu finden, um sie dem deutschen Publikum erzählen.

Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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  • Sorry, dass ist kompletter Quatsch. Solch ein Krieg wäre nur zu gewinnen, würden die "Eliten" des Ostens mit denen des Westens zur Menschenvernichtung korrelieren und das irgendwo auf dem Planeten ein Plätzchen gefunden wurde, auf dem sie Friede Freude Eierkuchen "Star Trek" frönen, wärend der Rest der Menschheit im furchtbaren Strahlentod dahinsiecht.

    Das aufkündigen der Verträge ist zwar ärgerlich aber hindert sicherlich Niemanden daran den Knopf zum Gegenschlag zu drücken - sei die Vor-Wahn-Zeit noch so kurz. Dafür müsste man Russland oder China schon aus dem Planeten sprengen.

    Angstmeierei hilft nicht wirklich.

    • nicht "Angstmacherei", aber es wurden und werden ja auch wiederholt simulierte Bomber-Angriffe gegen Kalingrad gefahren, um eine "Brechen" dieser "Festung" zu üben, und es gibt mindestens eine Verlautbarung von USA und eine von GB, dass sie sicher seien, das "jetzt" zu können.
      Wobei ich eigentlich die GB-Russlandphobie als die noch gefährlichere einschätze.
      Jedenfalls, sollte in USA wieder jemand wie Obama oder Hillary Präsident werden, muss man ernsthaft mit so was rechnen. Die Angst vor Russland ist irrational, krankhaft hochgeputscht, schlimmer als zu McCarthys Zeiten.

      • Ich seh' das wesentlich entspannter, Putin hat sehr deutlich gemacht, dass es beim nächsten - nach Napoleon, Adolfino - Versuch, sich die Ressourcen Russlands anzueignen ernsthafte Konsequenzen geben wird. Auch für die, mit den gefühlten 100 Flugzeugträgern aus Übersee. Der Zug ist abgefahren. Das System des Kapitalismus hat seinen Widersacher erzeugt(Brecht) nur diesmal kann es ihn nicht mehr bezwingen. Die Konsequenz würde jeden Menschen auf diesem Planeten betreffen; und eben auch jene Kriegstreiber, die meinen, sie kämen mit einem blauen Auge davon.

        Ein nächster Weltkrieg ist nichts anderes als Ängste schüren, wo es nichts mehr zu schüren gibt. Außer vielleicht, Gelder, die besser in Kitas, Schulen bei der Rente und im sozialen Miteinander aufgehoben wären, aus dem System zu führen; damit irgendein jamervoller Kapitalist seine Yacht betanken und putzige Insta-Story's posten kann.

      • Russland und China werden - wenn es so weiter geht - den Lauf der Welt bestimmen und (Hoffnung) eine nie dagesehene wirtschaftlich-politische Diversität einführen.

    • Quatsch ? Angstmeierei? ... Nein.
      https://www.facebook.com/707180039367921/videos/vl.696270497217922/1263403803745539/?type=1

      Thomas Röper legt die Finger genau in die richtige Wunde. Vielleicht hilfs ja, dass zumindest genau solche Menschen wie sie selbst, welche den POLITISCHEN Durchblick haben und auch mit dem was sie öffentlich sagen zeigen, dass sie das Herz an der rechten Stelle sitzen haben...

      Ihr kleiner Denkfehler : Sie denken politisch mit Herz und Verstand. Sie interpretieren Putins Worte absolut richtig, vergessen jedoch dann, dass des Präsidenten Wort eben nicht nur ein Wort bleibt, sondern dieses Wort umgesetzt werden muss durch die, welche dafür zuständig sind.

      Befehl-Millitärdoktrin

      Wer nun beginnt alles was man so weiß - Hofft und denkt zu wissen -, einfach mal abschaltet und beginnt dann als Verteidigungsminister zu denken, also aus der Sicht des Millitärs, dem NUR das WORT des Präsidenten vorliegt ( Das man dann als Millitärdoktrin vor sich liegen hat )

      So- jetzt kann man befreit denken und den Befehl des Präsidenten umsetzen.

      (Der Link oben über die S-400 - ist nur Anschauungsmaterial - Bisschen Propaganda von mir aus- Doch diese Waffe , wie alle anderen sind eben aus dem Befehl des Präsidenten entstanden, sein Wort in Form der Millitärdoktrin sekundengenau umzusetzen)

      Und natürlich hat Herr Röper völlig recht, wenn Stoltenberg die NATO-Beschlüsse öffentlich macht, dass ab sofort Nato-Flugzeuge Priorität vor der zivilen Luftfahrt haben, von der Flugsicherung also immer als erstes bearbeitet und genehmigt werden.

      Zielbestimmung der Nato-Anordnung an die Zivilisten:
      Das soll eine schnellere Verlegung von Truppen und Material an Russlands Grenzen ermöglichen.

      Was passiert nun in Russland?
      Die Millitärs stellen ihr eigenes Tun wieder auf den Prüfstand um zu überprüfen, ob die Maßnahmen ausreichend sind, zur Erfüllung der gültigen Millitärdoktrin. Legen bei Bedarf neue Einschätzung zur Anpassung an die Realität dem Präsidenten vor, der veranlasst alles weitere.

      Anti-Spiegel
      Vorwarnzeit. Die Gefahr dabei: Ein falsch gedeutetes Signal kann den Atomkrieg auslösen, wenn ein Offizier unter Zeitdruck innerhalb von Sekunden entscheiden muss, ob er den „Gegenschlag“ auslöst oder nicht.

      Die durch T.Röper zitierte Gefahr wurde jetzt schon durch die Milltärs bedacht. Doch nicht vielleicht so, wie man denken sollte, nämlich den Offizier mit dem Problem des Gegenschlages zu belasten. Heißt, er selbst ist nicht "das kleinste Licht in der Befehlskette'' sondern man bedenkt NATÜRLICH auch den Skrupel des Menschen, sein Zaudern und Zögern. Nein. Wenn er zögert (Befehl verweigert) übernimmt der Letzte in der Kette die Ausführung des Befehls. Punkt. Der Computer weckt zur genau eingestellten Zeit, egal ob du das willst oder nicht. Und der Computer schießt auch alles das auf die Sekunde genau ab, was ihm befohlen wurde. Ohne Skrupel sprengt der sich auch selbst. Sekundengenau.

      • Wissen Sie, das, wenn es einigen Wenigen passt, ihr Leben einen Schiss Wert ist? Für diese Leute sind unsereins nur Stückzahlen. Statistiken! Das beweisen unzählige Kriege mit unzähligen Opfern und einer herrschenden Klasse, die auf wundervolle Weise jeden Krieg und (fast)jede Revolution überlebt hat.

        Wir leben in einem Konstrukt, indem es nicht mehr real möglich ist, hunderte Männer auf ein Schlachtfeld zu führen und unbeschadet vom Berg aus zuzusehen, wie diese sich systematisch gegenseitig schlachten; um am Ende mit einem weißen Taschentuch die Kapitulation einzugestehen. Diese Zeiten sind vorbei.

        Heutige Waffen, schaffen auch den Berg und das ist der einzigste Grund warum du und ich noch leben.

        Fernab jeder Kapitalrhetorik.

        • Der vielbeschworene Krieg hat sich in unseren Gefilden überlebt, und auch dort wo er jetzt noch fleissig vom "Westen" und "Osten" befeuert wird, wird er letzten Endes aussterben.

          Nüchtern betrachtet, leben wir auf der Mameladenseite des Toast.

    • Niemand glaubt, daß man solch einen großen Krieg führen und gewinnen könnte. Das war auch schon im Kalten Krieg so. Es geht primär darum, daß mit der Kriegsvorbereitung an sich Riesengeschäfte zu machen wären! Eine Schraube, die im Baumarkt ein paar Cent kostet, kostet in einem Kampfjet plötzlich mehrere hundert Dollar. Die Gewinspanne ist extrem, da kann selbst der Finanzmarkt mit seinen Spekulationsgewinnen nicht mithalten.

      Die große Gefahr ist aber eben die, daß das damit aufgerüstete Militär zum Selbstläufer würde. Heute mehr denn je, denn damals, als 1983 der Raketenoffizier Stanislaw Petrow entschied, daß der Angriff der USA, den ihm die Technink mehrfach meldete und bestätigte, nicht wirklich sei, und die Technik überstimmte, war es "nur" ein sompler Fehler im System. Heute jedoch könnten echt wirkende Angriffe (dann mit gefakten 100 statt nur 5 Raketen) auch per Cyberangriff ins System kommen. Und wer stoppt dann den "Gegenschlag"? Der Computer?

      • "Es geht primär darum, daß mit der Kriegsvorbereitung an sich Riesengeschäfte zu machen wären!"

        Fast! Es geht darum die Bevölkerung arm und unmündig und das bestehende Herrschaftssystem zu erhalten. Würde ein Großteil der Bevölkerung das erkennen - die Erkenntnis ist vorhanden(!) und die richtigen Schlüsse ziehen. Dann würde die Demokratie für ein Miteinander statt einem Gegeneinander sorgen und Störer die diesem Frieden - aus welchen Gründen auch immer - entgegen wirken, wie gewöhnliche Verbrecher(Die sie sind!) behandeln.

    • Verharmlosen aber auch nicht. Eine in die Enge getrieben Ratte beißt.
      Ubd diese Herren fühlen sich in die Enge getrieben. Ihnen ist es egal, wer dabei alles stirbt. Und wenn sie ihr nahendes Ende sehen, dann nehmen sie halt so viele wie möglich mit. Die haben keine Skrupel und kein Gewissen.

  • Das Finanzsystem ist - wieder einmal - am "Anschlag" und wie die Vergangenheit gezeigt hat, ist Krieg die favorisierte Lösung, natürlich derjenigen, die das System - im Hintergrund - steuern. Insofern sollte es nicht weiter verwundern, wenn all diese Dinge politisch bzw. medial in der Art geschehen. Vergleicht man die Vorgeschichten beider letzter Weltkriege mit der jetzigen Situation, wird man feststellen, dass die gleichen Strickmuster zum Einsatz kommen.

    Das Szenario eines atomaren Krieges weltweit ist - denke ich - auch für die Strippenzieher eine Abschreckung. Hiroshima und Nagasaki haben zumindest schon mal angedeutet, was das bedeuten könnte. Andererseits ist nicht auszuschließen, dass diverse Entscheider Risiken und Folgen - wissentlich bzw. skrupellos - in Kauf nehmen würden.

    Letztendlich muss eine Lösung für das - immer wieder kehrende - Dilemma des Finanz-/Zinssystems gefunden werden. „Es ist gut dass die Menschen des Landes unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn sonst, so glaube ich, hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution.“

    Wer weiß, ob's nicht vielleicht doch bald so weit kommt, wie es Henry Ford mal so treffend formuliert hat. Immerhin leben wir - wieder einmal - in einem Zeitalter der Auklärung, Dank Internet und vieler mutiger Menschen, die ihrem Herzen folgen, wie der Autor dieses Blogs und viele andere. Sogar in der Politik finden sich immer mehr mutige Menschen und Institutionen, die - so scheint es zumindest - in erster Linie ihrem Herzen folgen und ein Gegengewicht zu den unlichten Bestrebungen darstellen, wie man an den jüngsten Ereignissen um Syrien sieht.

    Es passiert schon auch viel Positives aktuell in dieser Welt - auf politischer und vielen anderen Bühnen - ganz so, als ob eine "höhere Instanz" genau das so haben möchte. Jeder einzelne von uns kann seinen Tropfen in diesen friedvollen Ozean dazu tun, in dem er für Frieden in seinem Innern bzw. persönlichen Umfeld sorgt, tagtäglich, Moment für Moment.

  • Kann es vielleicht auch sein, dass dies die letzten Zuckungen eines zugrunde gehenden Weltreiches ist?!
    Andererseits denke ich auch wieder an die Georgia Guidestones mit deren Nachricht: Halte die Menschheit unter 500 Mio. Menschen...
    Dazu noch die Hinweise, dass sich Eliten auf Neuseeland einrichten...

    Was es auch immer ist. Die Lage ist in jedem Falle bedrohlich!

    • Ja, der Kapitalismus in seiner höchsten Form, dem globalisierten Imperialismus, ist am Ende. Die Profitraten sinken durch die hohe Technisierung. Einziger Ausweg momentan, Arbeitszeit steigern, auch Lebensarbeitszeit und Löhne senken, Ausgliedern nennt man das. Vor ein paar Tagen wurde der Vorschlag unterbreitet, das Rentenalter auf 70 Jahre herauf zu setzen. Dabei könnten wir alle, ohne dass es uns dabei schlechter gehen würde, bei vollem Lohn nur bis 60 arbeiten, weniger Stunden, so um die 6, und mehr Urlaub haben bei der derzeitigen Produktivität. Aber das reicht dem Kapital nicht. Außerdem begehrt die gesamte Welt immer mehr auf. In diesen Situationen griffen unsere Ausbeuter immer zu dem probaten Mittel Krieg. Damit haben sie schon 2 Mal ihren vollständigen Untergang hinaus gezögert. Nur besteht diesmal die Gefahr, dass gar niemand mehr übrig bleibt. W.W. Putin sagte es auf dem Waldai-Treffen im vergangenen Jahr.
      "А мы как жертва агрессии, мы как мученики попадем в рай, а они просто сдохнут", — сказал Путин. И добавил: "Потому что они даже раскаяться не успеют".
      "Und wir, als Opfer der Aggression, werden als Märtyrer in den Himmel kommen, und sie werden einfach sterben", sagte Putin. Und er fügte hinzu: "Weil sie nicht einmal Zeit haben werden, Buße zu tun.

  • Kriegsvorbereitungen sind allerorten zu beobachten. (Truppentransporte und Manöver in den baltischen Staaten) Auch der Ausbau der Autobahnen, Berliner Ring, Bauabschluss 2023, ist als solche zu betrachten, denn die Autobahnen werden im Kriegsfall als Start- und Landeplatz für Militärjets und -transporter nutzbar ausgebaut. Die Nato - Strategen arbeiten permanent an unterschiedlichen Szenarien konventioneller, wie auch atomarer Kriegsführung. Betrachtet man die politische und wirtschaftliche Weltlage, steht die westliche Welt mit dem Rücken an der Wand. Das imperialistische Prinzip der Marktbeschaffung funktioniert seit dem wirtschaftlichen und militärischen Erstarken Russlands und Chinas nicht mehr. Neue Kolonien (DDR) sind nicht mehr zu erobern. Das Konstrukt der "Farbigen Revolutionen" ist durchschaut und verliert an Wirksamkeit. Zudem lösen sich mehr und mehr Länder aus der wirtschaftlichen Abhängigkeit des Westens. (Gründung des BRICS - Staatenverbundes, Afrika - Gipfel in Sotschi, Alternativen zum SWIFT Zahlungssystem, Entdollarisierung des Handels usw.) Die westlichen Wirtschaftssysteme geraten in Rezessionen, die westlichen "Demokratien" zerfallen. Dem entgegen sind die Milliardär - Eliten gefräßiger denn je. Es gibt also genügend Anlass, auch aus wirtschaftlichen Gründen, eine kriegerische Konfrontation zu befürchten.
    Da bleiben die Psychen militärischer Atomwaffenbefehlshaber erst einmal außen vor, wobei man auch die Bemühungen der Medien, wie auch Kinofilm - Produzenten wahrnehmen sollte, welche die umfassend tödliche Wirkung von Atomwaffen zu nivellieren, besser, herab zu spielen versuchen. Auch die Finanzeliten glauben an die Sicherheit ihrer Fluchtorte (Neuseeland) und die Schweizer denken durchaus beim Neubau ihres Eigenheims an einen Bunker. Die westliche Welt ist gezwungen, mehr und mehr mit offenen Karten zu spielen, siehe Trump (Panzer zum Schutz geraubter Ölquellen).
    Noch sucht man in der westlichen Welt nach der Möglichkeit eines siegreichen Szenarios. Wie im Schachspiel positioniert man die Bauern und Krieger (Offiziere). Im Wesentlichen geht es um die Machbarkeit eines konventionellen, wie auch atomaren Krieges und der Westen wird sich nicht geschlagen geben.
    An dieser Stelle meinen Dank an Thomas: Du leistest eine hervorragende journalistische und aufklärerische Arbeit und ich hoffe, mehr und mehr Zweifler werden durch deine Arbeit die wirklichen Vorgängen in der Welt, die bestehenden Gefahren aber auch lebensbejahenden Alternativen erkennen. Vielen Dank

  • Wenn in Europa amerikanische Mittelstrecken Raketen stationiert werden, wird sich die russische Militärdoktrin ändern müssen - und zwar dahingehend, daß ein zum Zwecke der Selbstverteidigung geführter Erst- also Präventivschlag – vorsichtig ausgedrückt – erheblich an Bedeutung gewinnen würde.
    Da ein solcher zu diesem Zwecke geführter Präventivschlag sich naturgemäß in erster Linie gegen gegnerische Kernwaffeneinsatzmittel und /oder konventioneller Angriffsmittel ähnlicher Wirkung und dann militärische Führungszentren richtet, muß er zwar nicht zwingend und in jedem Falle nuklear erfolgen, jedoch kann der Einsatz von Kernwaffen keinesfalls ausgeschlossen werden.
    Auch wenn heute konventionelle Kampfsätze, was ihre Wirkung betrifft, jedenfalls im unteren Bereich von Kernwaffen liegen sollen, so führt dieser Umstand allenfalls dann zu einer echten Handlungsalternative, wenn auch die Masse der jeweiligen Gefechtsköpfe bei gleicher Wirkung in etwa gleich ist, weil davon u. a. die Reichweite und Geschwindigkeit des Trägermittels abhängt.
    Wie damit derzeitig im einzelnen aussieht, weiß ich nicht.

    Zur Rechtslage (etwas vereinfacht):

    Wir haben hier grundsätzlich zwei Rechtssätze:
    1.
    Ein Staat darf einen anderen Staat nicht (militärisch?!) angreifen - i. S. v. „Verbot eines Angriffs- /Aggressionskrieges“.
    Auch hier gibt es inzwischen eine Reihe von Rechtsfragen – ganz aktuell der sog. „Cyberangriff“, der allerdings vom Staat ausgehen müßte – und dies festzustellen, ist da, u. a., ein ganz entscheidendes Problem.)
    2.
    Jeder Staat hat das Recht, sich gegen den (militärischen?!) Angriff (i. S. v. „Aggression“) eines anderen Staates zu verteidigen.

    Im folgenden unterstelle ich eine „symmetrischen“ Verteidigung.

    Wenn die Aggression mittels eines Angriffs bereits stattgefunden hat, ist das relativ unproblematisch, das Selbstverteidigungsrecht umfaßt dann auch die Besetzung des gegnerischen Staates, insbesondere dann, wenn nur so nachhaltig die Fortsetzung der Aggression ausgeschlossen werden kann.

    Ein Staat muß jedoch nicht einen solchen Angriff erst über sich ergehen lassen, sondern er darf, zum Zwecke der Verhinderung eines „unmittelbar bevorstehenden Angriffs, einer Aggression“, selbst als erster angreifen (Präventivverteidigung/-schlag).

    Und damit haben wir die alles entscheidende Frage:
    Wie bestimmt man, woran macht man fest – daß eine „Aggression“ eines Staates unmittelbar bevorsteht.
    Die Höhe der Rüstungsausgaben oder das verfügbare Militärpotential allein kann es naturgemäß nicht sein, noch nicht einmal die aktuelle Stufe der Gefechtsbereitschaft, wenn man an militärische Großmanöver denkt.

    Und hier machen wir einen kleinen Ausflug in die Geschichte:

    Im den 80iger Jahren mußte man davon ausgehen, das aus solchen Großmanövern heraus unmittelbar zu einer realen Aggressions- /Kriegshandlung übergegangen werden kann. Man muß sich dabei auch darüber im Klaren sein, daß die „Aufklärung“ keinesfalls stets Gewißheit vermittelt.

    Die Krux von Able Archer 83 war, daß große Teile der höchsten Staatsführungen der Nato-Staaten im Rahmen dieses Manövers in die Bunker einrücken sollten und wohl auch sind (Reagan hat es dann nicht getan – die Hintergründe sind um stritten – aber es war geplant).
    Ich kann mich jedenfalls nicht entsinnen, daß wir hier je derartige Großmanöver durchgeführt hätten, bei denen die Partei- und Staatsführungen unter die Erde gegangen wären (aber vielleicht ist mir da etwas entgangen, das will ich nicht völlig ausschließen).

    Das Fazit, was wir hier ziehen müssen, ist, daß Handlungen oder Umstände, die, was ihre Außenwirkung betrifft, je nach jeweiliger - nicht nur militärischen - Lage, dem einen völlig belanglos, dem anderen jedoch höchst alarmierend erscheinen, zu nicht vorhergesehenen und auch nicht gewollten Reaktionen führen können.

    Keine sollte glauben, daß er selbst stets weiß, welche Wirkung er mit der einen oder anderen Handlung/ Äußerung hinterläßt – manchmal führt ein unbedachtes Wort zu „verbrannter Erde“, ohne daß man das überhaupt mitbekommt.

    Berücksichtigt man weiter, daß nach der jüngste US-Militärdoktrin auch im Falle sog. Cyberangriffe einen nuklearen "Gegenschlag" in Betracht gezogen wird, ist „Entspanntheit“ ein Zustand, der sich da besser nicht einstellen sollte - Panik ist allerdings auch nicht hilfreich.

  • Ich habe mich immer gewundert wie es sein kann, dass jahrelang ganz offen sichtbar der Straßenbau überall vernachlässigt wurde. Wir sehen das heute zB an den Meldungen von vielen immer noch sanierungsbedürftigen Brücken, also ein langer Nachhang da es Zeit braucht die Versäumnisse wieder aufzuholen - aber plötzlich vor ein paar Jahren eine dramatische Kehrtwende in der Bewertung erfolgte und heute, trotz "Schwarzer Null", Straßen instand gesetzt werden wie doll (während zB Schulen weiter vor sich hin faulen und verrotten).

    Ist da einem Militärstratege einfach nur mal aufgefallen, dass man auf schlechten Straßen mit den Panzern nicht so schnell gen Russland kommt?

    Was wir zur Zeit erleben, BW auf Plakatwänden, in den Schulen, auf Youtube, Ballerspiele ("Egoshooter", von Merkel hofierte E-Sports-Szene, allgemein eine Aufwertung dieser von US-Militär-Spielen dominierten Perversions-"Spiel"-Sparte im Ecommerce) neue Standorte wie in Ulm mit immer stärkerer NAhTOd-Einbindung, immer weitere, für sich auf den ersten Blick harmlos wirkende Tabubrüche und Durchsetzung einer "Normalität" (Soldaten sollen in Uniform kostenlos Bahnfahren dürfen? Ist das wahr?), immer stärkere Vernetzung der deutschen BW mit ausländischen Kräften der "Bündnispartner" (könnte sich die BRD eigentlich heute noch souverän gegen einen Angriff, sagen wir zB von Andorra, verteidigen, wenn die Bündnispartner nicht mitspielten?), ..., ist eine durchgreifende Militarisierung des ganzen Lebens - an deren Ende ein geführter Krieg stehen wird. Stehen muss. Ein Krieg, dessen einzige Funktion (wie immer bei Aggressions-Kriegen) im Schutz der Machtelite gegen das eigenen Volk besteht. Also idR einzig und allein in Verbindung mit existenziellen, systembedrohenden Wirtschaftskrisen stehen.

    Kriege sind die "ultima ratio" der Elite gegen das von denen ausgebeutete Volk. Und genau das wird heute versucht wieder machbar zu gestalten. Die materiellen und mentalen und soziokulturellen Voraussetzungen werden unter Hochdruck geschaffen.

    • Die EU hat irgendwann mal einen Ausbau der Transitstrecken Richtung Ost "befohlen" und das wird vom Scheuer auch brav umgesetzt. Wäre halt dumm, würde dass die teerloch gebeutelte Bevölkerung erfahren. Dann doch lieber ein Skandälchen.

      • Und wenn wir schon beim Thema sind, Hr. Röper weiß da sicher mehr, auch in der Ukraine wurden die Autobahnen Richtung Ost "verbessert".

  • War es letztes Jahr oder schon vor 2 Jahren da bekam die BRD einen symbolischen Nackenschlag wegen des Zustandes der deutschen Straßen. Damals dachte ich mir noch,was gehen der NATO unsere Straßen an sollen ihr Scheißzeug doch gleich nach Polen schicken und nicht unsere Straßen kritisieren. Kurze Zeit später gab es einen großen Truppentransport über unser Staatsgebiet. Im Osten des Landes gab es entlang der Strecke Proteste aus den alten BL ist mir nichts bekannt. 2020 wird es einen gigantischen Aufmarsch im Zusammenhang mit einem NATO KRIEGSSPIEL, harmlos Manöver genannt, geben und es wird eben nicht wie früher SPD oder Grüne Hilfestellungen gegen solche Veranstaltungen der NATO geben. Man hat ganz bewusst die Friedens- und Abrüstungsbewegungen geköpft. Die lautesten Rufer von Damals sitzen heute bei der Atlantikbrücke.

    Wenn man sich die Entwicklung in alten und neuen NATO Ländern ansieht wird man feststellen das überall das Militär von der Bevölkerung gelöst wird/wurde. "Kriegserfolge" werden privatisiert die Kosten für den "Erfolg" trägt wie immer die Allgemeinheit, genauer die weiter verarmende Allgemeinheit. Denn mit der Privatisierung der Armee umgeht man ganz gezielt den Parlamentsvorbehalt.

    • Der russische und arktische Winter ist lang und erbarmungslos.
      Da sage noch jemand man hätte aus dem WK2 nichts gelernt.

  • Thomas, das ist ja nur ein Teil von dem, was abläuft. Immer mehr US-Truppen an die Ostfront, in Deutschland werden die Ausgaben fürs Militär massiv erhöht, diverse Übungen und Manöver und was noch viel schlimmer ist, die Verblödung in Politik, Militär und Bevölkerung greift immer stärker um sich! Bei RT stand heute, wie die NATO und vor allem die USA versuchen, die russische Abwehr in der elektronischen Kriegsführung auszuschalten! Ich frage mich seit langem, wohin das führen soll. Ein technischer Defekt reicht völlig aus, um einen Atomkrieg auszulösen! Und während die US/NATO einen Krieg vorbereitet, berichtet die Tagesschau über Sandburgen in Dänemark!

  • Da kann man nur noch den guten Erich Kästner zitieren:
    "Den Millionären geht es schlecht. Ein neuer Krieg käm ihnen recht. So macht den Ärmsten doch die Freude."

    • Nachtrag:
      Die Zeilen stammen aus dem Gedicht "Knigge für Unbemittelte" veröffentlicht im Jahr 1928.

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