Kommentar: Der Osten hat gewählt – Warum die AfD Die Linke als „ostdeutsche Volkspartei“ ersetzt

Sachsen und Brandenburg haben gewählt und nun werden die Ergebnisse diskutiert. Woher kommt der Höhenflug der AfD, warum ist die Linke abgestürzt? Dabei ist die Antwort ganz einfach, wenn man die „Rechts-Links-Schablone“, die im Westen kultiviert wurde, ablegt.

Die beiden Bundesländer Brandenburg und Sachsen sind ganz besondere Länder. Brandenburg ist das einzige ostdeutsche Bundesland, in dem SPD tatsächlich „angekommen“ und traditionell stark ist. Und Sachsen war jahrelang so etwas wie das ostdeutsche Bayern, wo die CDU unangefochten regiert hat. So gesehen kann man verstehen, warum die CDU in Sachsen, trotz Verlusten, stärkste Partei geworden ist und die SPD vor der 5-Prozent-Hürde zittern muss. Umgekehrt kann man so verstehen, warum die SPD in Brandenburg so stark ist und die CDU zur Splitterpartei geworden ist.

So weit, so einfach.

Aber was ist mit der Linken passiert, die 30 Jahre lang die „ostdeutschen Volkspartei“ gewesen ist und warum nimmt ausgerechnet die rechte AfD nun ihren Platz ein?

Man muss hierzu verstehen, dass die DDR nicht nur eine sozialistische (und damit „linke“) Diktatur war, sondern auch ein Staat, der seinen Bürgern den Stolz auf ihre Leistungen, ihr Land und ihre Nation beigebracht hat. Also eigentlich „rechte“ Themen.

Die Linke hat in den letzten 30 Jahren einen Fehler gemacht, der sich nun rächt. Sie, die sich im Osten den Befindlichkeiten der Ostdeutschen verschrieben hat, hat dabei die konservativen Elemente in der ostdeutschen Gesellschaft übersehen und ignoriert, die auch Teil der ostdeutschen Identität sind. Und vor dem Hintergrund der Migrationskrise hat die AfD dieses von allen Parteien ignorierte Thema konsequent besetzt.

Die Menschen im Osten sind nicht plötzlich „rechts“ geworden. Vielmehr hat eine Mehrheit die Positionen der Linken zur sozialen Gerechtigkeit geteilt und teilt sie immer noch. Die konservativen Einstellungen der Menschen im Osten haben 30 Jahre keine Rolle gespielt. Man konnte im Osten über die Einstellungen der Linken in Gender-Fragen lächeln, das Thema hatte ja keinen Einfluss auf das tägliche Leben der Mehrheit der Menschen. Aber nachdem die Migrationskrise nun die Städte im Osten verändert, spielen gesellschaftliche Themen, die 30 Jahre lang ziemlich unwichtig waren, plötzlich eine Rolle.

Die Linke hat das Thema komplett verschlafen. Der Spiegel schreibt heute über Diskussionen innerhalb der Partei und die Frage,

„wie sich die Linke inszenieren soll: als bedingungslos weltoffen – womit die Partei bei einem urbanen Bildungsbürgertum punkten könnte – oder als migrationskritisch, um AfD-Wähler zurückzugewinnen. Eine echte Einigung gab es nie.“

Auf den Punkt gebracht hat es Sahra Wagenknecht. Der Spiegel schreibt über eine von Wagenknecht veröffentlichte Reaktion auf die Wahlergebnisse vom Sonntag:

„Die Partei müsse „wieder zu einer Alternative für all diejenigen werden, die von der herrschenden Politik seit Jahren im Stich gelassen werden“, schreibt die Spitzengenossin am Sonntagabend in ihrem Newsletter. „Wenn wir von diesen Menschen als grünliberale Lifestyle-Partei statt als ihre Stimme wahrgenommen werden, wenn sie das Gefühl bekommen, dass wir auf sie herabsehen, weil sie nicht den hippen Großstadt-Code beherrschen, dann ist es nur normal, dass sie sich von uns abwenden.““

Nach meinem Verständnis hat Wagenknecht den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Linke ist im westdeutsch geprägten Parteienspektrum angekommen und konkurriert immer mehr mit den anderen „linken“ Parteien um die urbane, intellektuelle „Latte-Macchiato-Wählerschaft“, anstatt um die „einfachen Leute“, die inzwischen sogar in ihrer Mehrheit der deutschen Demokratie als Ganzes misstrauen, wie eine Umfrage im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung kürzlich gezeigt hat.

Den Fehler hat auch schon die SPD gemacht. Sie wurde zuerst immer mehr zu einer links-intellektuellen Partei, die sich von dem, was ihre ursprüngliche Wählerschaft bewegt, immer weiter entfernt hat. Und dann hat sie ihre eigene Wählerschaft mit Rentenreform und Hartz IV betrogen. Damit war das Ende der SPD eingeläutet und ihr langsames Sterben können wir bei jeder Wahl wieder beobachten.

Die Linke hätte also gewarnt sein sollen. Trotzdem ging sie den gleichen Weg und setzte immer mehr auf „links-intellektuelle“ Themen, anstatt auf das, was die Mehrheit der Menschen bewegt.

Die wählen nun plötzlich die AfD, wobei sie gar nicht verstehen, dass die AfD in sozialen Fragen im Grunde eine blaue FDP ist.

Und die AfD vertritt ja auch keine Thesen, die rechtsradikal wären. Dann wäre auch Willy Brandt rechtsradikal gewesen. 1973 beendete er die Anwerbung von Gastarbeitern, weil in Westdeutschland eine leichte Arbeitslosigkeit entstand, die man davor fast 20 Jahre nicht gekannt hatte. Und der damalige Kanzler Brandt begründete es, wie dieses Video zeigt, mit den Worten: „In einer solchen Situation müssen wir zuerst an unsere eigenen Landsleute denken.“

Willy Brandt und der Anwerbestopp: Zuerst an unsere Leute denken!

Heute würde eine solche Äußerung als rechtsradikal bezeichnet werden. Dabei ist es eine durchaus soziale (und damit linke) Position, wenn man zuerst an die „eigenen Landsleute“ denkt. Alles andere führt früher oder später zwangsläufig zu Problemen.

Und die Massenmigration ist ja keineswegs sozial. Die massenhafte Migration produziert Millionen von entwurzelten Menschen, die in einem fremden Land ankommen, dessen Kultur und Sprache sie nicht verstehen und wo sie in der großen Mehrheit keine wirkliche Perspektive haben. Was soll daran sozial sein, Menschen zu entwurzeln?

Sozial wäre es, wenn man den Migranten in ihrer Heimat eine Perspektive geben würde. Aber die Politik tut das Gegenteil, wie ich hier ausführlich aufgezeigt habe.

Und da ist das Problem der Linken: Sie haben die Menschen, die für soziale Gerechtigkeit sind, aber eben auch der Migration kritisch gegenüber stehen, alleine gelassen. Hätte die Linke dieses Feld auch besetzt, wäre sie im Osten heute eine noch stärkere Volkspartei und die AfD wäre eine unwichtige Splitterpartei. In sozialen und wirtschaftlichen Fragen links zu sein, in gesellschaftlichen Fragen aber bürgerlich-konservativ, ist kein Widerspruch. Daher halte ich die pauschale Einteilung in „links“ und „rechts“ auch für völlig überholt, wie ich hier ausführlich erklärt habe.

Wie geht es weiter? Bei einem so großen Protestprotenzial im Land müssten die Parteien am linken und rechten Rand weiter wachsen. Aber solange die Linke sich nicht für Themen öffnet, die sie bisher aus ideologischen Gründen abgelehnt hat, dürfte nur die AfD weiter profitieren.

Da sich alle Parteien einig sind, auf keinen Fall mit der AfD zu koalieren, wird die AfD sich noch stärker als „einzige echte Oppositionspartei“ in Deutschland generieren. Und wenn plötzlich auch eigentlich unversöhnliche Parteien, wie die sächsischen Grünen und die sächsische CDU eine Koalition eingehen, wird das Wasser auf die Mühlen der AfD sein, frei nach dem Motto: „Seht Ihr, die stehen alle für die gleiche Politik, wer etwas ändern hat nur die AfD zur Auswahl!“

Wer die AfD stoppen will, muss sie in die Regierung holen! Sobald sie in der Regierung ist, kann man sie entzaubern, erst recht, wenn man sie in die Regierung holt, bevor sie stärkste Partei wird und den Ministerpräsidenten stellt. Fundamental-Opposition, wie sie die AfD bei vielen Themen betreibt, funktioniert nicht mehr, wenn man in der Regierung ist.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

11 Gedanken zu „Kommentar: Der Osten hat gewählt – Warum die AfD Die Linke als „ostdeutsche Volkspartei“ ersetzt“

  1. Der letzte Absatz zerstört den Artikel. Erstens entsteht der Eindruck, dass der Autor zwischen den Stühlen sitzt. Er ist gegen die MSM, aber auch gegen die AfD. Wofür ist er dann? Etwa für die LINKE (wie es durchscheint), die ganz sicher Spiegel-konform ist? Zweitens wird behauptet, die AfD würde sich entzaubern, sobald sie Regierungsverantwortung bekäme; was im Umkehrschluss die Meinung freilegt, die AfD verkaufe nur heiße Luft. Der Autor sollte die Ängste der Ostdeutschen verstehen, die AfD wählen, weil sie die Islamisierung fürchten. Keine andere Partei geht auf diese Ängste so konkret ein, wie die AfD, wenn sie den Schutz der sächsischen Grenzen im Wahlprogramm festschreibt. Die Linke würde sich niemals so deutlich gegen die Migration äußern und ist deshalb niemals wählbar. Solange die Islamisierung nicht gestoppt wird, gibt es kein anderes Thema für die AfD-Wähler im Osten. Die Aussage, die AfD in Regierungsverantwortung würde nicht funktionieren, weil sie dann keine Fundamental-Opposition betreiben kann, zeigt den linken AfD-feindlichen Blickwinkel des Autors. Die AfD in Regierungsverantwortung wird konsequent die Islamisierung stoppen, und allein darauf kommt es an. Ein AfD-Innenminister in Sachsen würde ähnlich agieren, wie Kurz in Österreich oder Salvini in Italien. Das wäre ein Segen für das sächsische Volk, und die AfD würde dafür belohnt werden, nicht entzaubert. Die eigentliche Gefahr einer AfD-beteiligten Regierung besteht darin, dass der tiefe Staat ein zweites Ibiza organisiert, um die AfD zu diskreditieren.

  2. „In der Kolumne Agitation und Propaganda schreibt Stefan Kuzmany über die aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft.“ (Zitat SPON) einen typischen SPON-Komentar der nicht einmal annähernd das Problem beleuchtet. Da trifft es dieser Kommentar doch erheblich genauer und fundierter, auch wenn man vielleicht nicht in allen Punkten übereinstimmt. Was aber auch niemand verlangt. Sehr gut!

  3. Noch 2 Wochen bis zur Landtagswahl in Brandenburg und 4 Wochen vor dem 30. Jahrestag der Wiedervereinigung.

    Da schrieb ich nieder was mir durch den Kopf ging wenn ich wieder etwas von den Ergüssen über den Osten mit seinen Nazis las.

    Warum ich ausgerechnet Eisenhüttenstadt als Ankerpunkt der Suche nach Antworten nutze ist einfach erklärt. Es war und ist meine Heimat. Mein Herz hat diese Stadt nie verlassen auch wenn ich dort nicht mehr lebe.
    Ich bin auf Spurensuche warum die Menschen dort der AFD so viele Stimmen geben. Was ist passiert das man im Bundesland Brandenburg dieser Partei so hohe Stimmanteile gibt?

    Zu Geschichte der Stadt ein paar Vorbemerkungen.

    Oft liest man nur etwas von der ersten sozialistischen Stadt die nach dem Krieg auf einer Einöde zwischen 2 Dörfer errichtet wurde. So ganz stimmt das nicht. Zur Einöde wurde das Gebiet erst nachdem Reparationen geleistet wurden. Zu Kriegszeiten fand man hier Degussa, Rheinmetall-Borsig, Münz-und Prägeanstalt und Arbeitslager. Denn bevor das Stahl Werk errichtet werden konnte hat man die toten Zwangsarbeiter und die gefallenen Rotarmisten umgebettet.

    Der „Rote Platz“ wie wir den Ort mit dem Mahnmal nannten war weit mehr als nur ein Massengrab. Ein Gedenkort aber auch ein Ort an dem das Leben gefeiert wurde mit Maibaum und Folklore, ein Ort an dem Musikschüler ihr Erlerntes zeigten uvm.
    Diesen Ort im herabwürdigen Tonfall als ein Symbol der aufgezwungenen Russland-Treue zu kommentieren ist nicht nur moralisch verachtenswert sondern negiert völlig wie die Menschen in der Region die Rote Armee sahen. Sie waren die Befreier nicht die USA nicht Frankreich und auch nicht England. Ich möchte nichts glorifizieren denn es gab auch sehr schlimme Dinge die passierten.

    Ich bin in dieser Stadt aufgewachsen, habe dort die Schule abgeschlossen, eine Familie gegründet und gearbeitet. Typisch ostdeutsch eben.

    Wir, die Einwohner von „Hütte“ waren 1989 auf der Straße, wir hielten Mahnwachen ab um den Beschäftigten (nicht AN oder Humankapital) die von Betriebsschließungen bedroht waren wenigsten moralischen Beistand zu leisten denn wir wurden ja sozusagen zum vereinigungsbedingten Freiwild erklärt.
    Das Herz unserer Stadt, das Stahlwerk, plötzlich nichts mehr Wert, für Andere nicht, für ca.12.000 von 53.000 Einwohnern schon. Ganz zu Schweigen von den vielen Menschen die mit ihrer Hände Arbeit das Werk einst erbauten.

    Von der Bundesdeutschen „Investoren Karawane“ wurde die Stadt nicht verschont, Schlachtbetrieb, Molkerei, Backfabrik, Binnenhafen, Yacht Werft, Konsumgenossenschaft alles in kürzester Zeit weg. Aufgekauft, ausgesaugt und abgestoßen. Mein eigener Arbeitsplatz wechselte an einem Wochenende den Besitzer. Gesprochen hat mit uns keiner.

    Viele gingen dann schon weg. Sie wollten nicht zusehen wie alles den Bach runter geht. All die Seilschaften die wieder oben schwammen, die Glücksritter aus dem Westen, das Arbeitsamt im Stasi-Gebäude usw. Und im Niedergang pflanzte man dann die ZAST (Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber des Bundeslandes Brandenburg) in die Stadt.

    Damals wurde nicht groß auf Mitbestimmung sondern auf Tatsachen gesetzt. Ich hatte diese Einrichtung in direkter Nachbarschaft und konnte täglich beobachten wie das Eigentum von Handelseinrichtungen und Bürgern den Besitzer wechselten. Alles nicht so schlimm hieß es immer.

    Aber es wurde noch viel schlimmer.

    Wurden zuerst die Betriebe platt gemacht folgten dann die Wohnungen. Inzwischen weit über 6000. Die Menschen verloren zuerst ihre Jobs, dann verloren die Familien ihren Zusammenhalt durch Wegzug der Jungen. Am Ende wurden über zum Teil Jahrzehnte gewachsene Hausgemeinschaften zerpflückt. Ganze Wohngebiete verschwanden.

    Ungewisse Zukunft, gebeutelt vom Oderhochwasser und ohne Perspektive verließen auch wir 1997 die Stadt.Zu diesem Zeitpunkt kämpfte man noch immer um das Stahlwerk. Knapp 10 Jahre Hoffen und Bangen.
    Die Menschen waren damals schon völlig ausgelaugt von den Veränderungen. Als man dann 2007 für Polen den Schengenraum öffnete überrollte eine Kriminalität das Grenzgebiet die bis heute anhält.
    Und diese Ohnmacht war letztendlich der Durchbruch für die AFD. Die Leute hätten Jeden gewählt wenn er ihnen nur einmal eine Verschnaufpause von dem ganzen Elend versprochen hätte.

    Anstatt man den Menschen zuhört wurden sie von Medien, Regierung, Behörden und Flüchtlingshelfern nur nieder gemacht. Hat man den Menschen nicht schon alles Vertraute genommen, sollten sie nun auch noch klaglos ihr Eigentum hergeben?

    Schon sieht man an allen Ecken Rassismus.

    „Ein Kriminalitätsschwerpunkt ist laut Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke die Stadt Eisenhüttenstadt, wo sich die Brandenburger Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge befindet.Die Polizei sei dort mit zwei Streifenwagen rund um die Uhr präsent. 1512 Straftaten wurden 2017 durch Zuwanderer in Erstaufnahmeeinrichtungen begangen. Die Zahlen überraschten ihn nicht, so Innenminister Schröter: „Wir wussten, dass nicht nur Engel zu uns kommen.“

    „Seit Jahren ist die Kriminalität entlang der Oder-Neisse-Grenze ein Politikum ersten Ranges von Zittau im deutsch-tschechisch-polnischen Dreiländereck bis nach Usedom im Norden. Viele direkt an der Grenze gelegene Ortschaften spüren die nächtlichen Diebeszüge, bei denen von Autoteilen über Autos bis zu Baumaterial, Baumaschinen und gar lebendigem Vieh alles gestohlen wird. In Ratzdorf etwa, wo die Lausitzer Neisse in die Oder mündet, ist die Angst vor den Dieben groß, die nachts mit Booten übersetzen und so schnell wieder weg sind, dass die Polizeipatrouillen im Hinterland meist zu spät kommen.“

    Angesichts solcher Tatsachen klingen solche Verlautbarungen wie Hohn.
    Ist es zu viel verlangt wenn der Bürger vom Staat erwartet das er für Ordnung und Sicherheit sorgt?

    Jetzt 30 Jahr nach der Wiedervereinigung kämpfen die Stahlwerker der nächsten Generation wieder um den Erhalt. Aus ehemals ca.53.000 sind ca 25.000 Einwohner geworden. Dabei ist zu beachten das die Stadtverwaltung die Bewohner der Erstaufnahme Einrichtung mitzählt.

    Und die Stadt hat mit dem Wegzug neue Probleme. Die Mieten steigen weil immer weniger Mieter das ganze Drumherum finanzieren müssen. Die Mieter sind zu gut 30% Rentner was das bedeutet dürfte klar sein. Von den Berufsschülern sucht sich ein großer Teil Jobs im Berliner Umland damit sie am Ende etwas mehr als den Mindestlohn haben.
    Selbst eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist nicht mehr richtig gesichert.

    Und in diesem Umfeld werden immer neue Forderungen an die Bewohner gerichtet, sie sollen für Alles und Jeden Verständnis aufbringen. Nein die Menschen haben die Nase voll, sie lassen sich nicht mehr herumschieben wie es anderen gefällt, sie haben die Nase voll von der Bevormundung und der Vernachlässigung ihrer Belange.

    Die AFD zu wählen betrachten viele als Machtprobe und als Warnung an den elitären Machtzirkel in Berlin.
    Da nutzt es auch nichts wenn noch weitere herabwürdigende Medien-Ergüsse über die Menschen ausgeschüttet werden.

    Abschied von E

    noch immer sitz ich auf dem Fensterbrett
    wie ich es oft an heißen Sommertagen tat.
    Wohnlich war mein Zimmer
    Frösteln läßt es mich jetzt.Hätte den Hügel noch einmal besteigen sollen
    daß ich den Rosenduft nie vergesse und meine Stadt.
    Doch es hält mich zu wenig
    um nicht gehen zu können.
    (P.J.)

    „Der Aufwand für die Bearbeitung entsprechender Verfahren habe sich erhöht, sagte er auch mit Blick auf aktuell rund ein Dutzend als „Gefährder“ eingestufte Personen in Brandenburg.
    Derzeit würden beim LKA 23 Ermittlungsverfahren zu Paragraf 129a Strafgesetzbuch laufen, also Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. „Vor zwei Jahren hatten wir kein einziges solches Verfahren.“ Bei den Verdächtigen handele es sich vor allem um Syrer und Afghanen, die in ihrer Heimat möglicherweise für die Taliban oder den IS aktiv waren. Auch wenn es also in erster Linie um im Ausland begangene Straftaten gehe, wisse man nicht, ob die Verdächtigen möglicherweise mit einem Auftrag nach Brandenburg gekommen seien.“

    https://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1588103/

    https://www.maz-online.de/Brandenburg/Kriminalitaet-in-Brandenburg-Weniger-politisch-motivierte-Straftaten

    http://www.labournet.de/branchen/dienstleistungen/bewach/kooperationsvertrag-von-landespolizei-und-sicherheitswirtschaft-brandenburg-staatlichen-gewaltmonopol-vorbei/

    https://www.n-tv.de/panorama/Eisenhuettenstadt-ist-runter-article14389571.html

    https://www.youtube.com/watch?v=Zl5KeYJ1rk8

    1. Herzlichen Dank für Ihren interessanten Kommentar. Dazu möchte ich fogendes erwidern:
      Wie man uns im Westen beibrachte, hat die überlegene freiheitliche Demokratie nebst freier Marktwirtschaft über den rückständigen Sozialismus gesiegt.
      Sieger fragen nicht nach den Befindlichkeiten des Besiegten, sie wollen Beute machen. Befreier helfen nicht den Befreiten, sie wollen ihre Moral über die der Befreiten erheben. Fällt der Dank der Befreiten mager aus, ist Ablehnung die Folge.

  4. Das man noch immer nicht begriffen hat das zwischen Russland kritisch und Russenhass Welten liegen ist schon schlimm genug aber die Geschichte eines Landesteils völlig zu verleugnen ist dummdreist bzw gehört zur „Überheblichkeit der Sieger“
    Jedes Jahr mit viel Aufwand und medialen Getöse in die Normandie fliegen um die Helden zu feiern aber gleichzeitig unter fadenscheinigen Vorwürfen der Roten Armee mit Abwesenheit Ehre zu zollen verstehen viele nicht.
    Das hat mit Respekt zu tun.
    Wir, die Menschen im Osten müssen deshalb weder Dankbarkeit für die Westmächte noch für den Marschallplan zeigen. Wir haben der UdSSR das ausgehändigt was nach dem Krieg verhandelt wurde und haben wieder aufgebaut. Ja trotz allem auch durch russische Hilfe.
    Wenn im Osten die Menschen sich für die Normalisierung der Beziehungen zu Russland aussprechen so hat das nichts mit einem Stockholmsyndrom (wie ich heut gelesen habe)zu tun sondern ist Ausdruck eines verinnerlichten Pragmatismus.

    Wenn die „klugen Köpfe“ wieder besseren Wissens behaupten es gab kaum Ausländer früher deshalb sind die heute alle so ausländerfeindlich wird absichtlich unterschlagen das es wohl eher in wenigen Betrieben keine Ausländer gab. Die Ausländer haben sehr oft eine Ausbildung bekommen damit sie gelieferte Maschinen und Anlagen bedienen und warten konnten. Andere wurden ausgebildet und gleichzeitig noch für ihre Herkunftsländer Warenlieferungen abgearbeitet. Ein sehr großer Anteil hat in der DDR studiert als eine Form der Entwicklungshilfe.
    Ich habe mit russischen Soldaten Kartoffeln geerntet, mit Vietnamesen gefeiert, bin einem angolanischen Tierarzt zu Hand gegangen. Alle sind gesund und Munter.

    Ossis fühlen sich knapp 30 Jahre nach der Wiedervereinigung fremd im eigenen Land
    „“fremd im eigenen Land“ das ist der Punkt.
    Schulbücher aus Bayern? „Lili nimmt ihre Brotzeitdosen heraus.“ Klasse 2
    In Ossiland nennt man es Stullenbüchse, aber Ossis haben nicht die Lizenz Schulbücher zu drucken, die Geschäfte machen die Anderen.*lachen muss

    1. Mir ist die Kinnlade heruntergeklappt…
      https://nuoviso.tv/neuehorizonte/planten-roosevelt-und-die-usa-den-2-weltkrieg-edgar-dahl/

      Ich wusste schon, dass mit Dueutschland gesoielt wurde, aber dass es so war, das haut wirklich alles um.

      Ich gebe Dir übrigens zu 100% recht, was Du da geschrieben hast.

      Gab man nicht auch die Uhrzeit mathematisch korrekt an? Viertel acht, dreiviertel acht usw…
      Und nicht viertel nach 7 oder viertel vor 8?
      Wie viel Torte haben sie denn noch? Viertel vor eins. Statt ein viertel… 🙂

  5. Ich fühle mich mittlerweile wie ein Fremder im eigenen Land.

    Aber wen soll man wählen? CDU/CSU/SPD/GRÜNE/FDP und auch die Linke ist doch ein einziger Haufen.
    Sie unterscheiden sich nicht mal in den Themen.
    Klimaschutz? Das Klima kann man nicht schützen. Es ändert sich, wie es das seit Milliarden von Jahren machte.
    CO2 Steuer.. also das ist echt das dämlichste was es gibt, weil a) das CO2 Klimaneutral ist. Es ist physikalisch gar nicht in der Lage, das Klima zu beeinflussen. Einmal weil es auf der Wärmestrahlung, die die Erde ja zurückwirft, blind ist. CO2 lässt diese Strahlung einfach durch und es hinkt 600 bis 800 Jahre dem Klima hinterher, da es solange dauert bis der größte CO2 Speicher des Planeten Erde, die Ozeane, um wäremr oder kälter zu werden und dadurch CO2 freizusetzen oder wieder in Lösung zu bringen. Der heuteige CO2 Anstieg ist das Ergebnis der Mittelalterlichen Klimaerwärmung. In 200 bis 300 Jahren wird der CO2 Gehalt wieder geringer.
    Invasoren rein: Deutschland wird innerlich verändert. Das Land der Deutschen wird zum Land der Welt. Inklusive der Religiösen Verwerfungen. Das will die Linke auch. Nein, das sind keine Hilfesuchende, sondern Invasoren. Undankbar, Respektlos, immer nur haben wollen, aber nichts geben wollen. Das unterstützt unser Polizei und Gerichtssystem vollkommen, denn die Strafen, wenn sie denn nach Mord, Vergewaltigung, Raub u/o Körperverletzung vor Gericht kommen, Kuschelstrafen bekommen.
    Abgelehnte Asylbewerber werden nicht abgeschoben, sondern bleiben hier und werden dafür noch bezahlt.

    Die AFD ist hier das kleinere Übel. Die anderen Parteien und Medien haben es immer noch nicht begriffen, dass man mit Hetze der AFD nur die Wähler zutreibt. Es ist noch gar nicht solange her, da war die CDU die AFD. Die AD hat sich mit ihren Themen an der alten CDU bedient. Wieso hetzt die CDU denn gegen die AFD? Die AFD besetzt nur die Nische, die die CDU geräumt hat.

    Keine Partei, die im Bundestag sitzt, dürfte gewählt werden, denn sie bringen uns nicht voran, sondern schieben die selbstgeschaffenen Probleme nur vor sich her.

    Die Hanfpartei hat Lösungsansätze, die radikal anders sind. Und es gibt mit Sicherheit noch andere Partein, die uns wieder auf Linie bringen könnten, aber keine wählt sie. Lieber wählen die Menschen die, die die Problem nicht beseitigen, sondern immer mehr schaffen.
    Wir hatten doch alle Farben als Koalition. Ist es dadurch irgendwem besser gegangen, wenn man nicht Millionär ist? Nein.
    Und doch werden die Altparteien wieder und wieder gewählt, obwohl jeder weiß, dass es Volkstreter sind und keine Volksvertreter.

    Ach übrigens, wer die Rechten wie die AFD als Nazis bezeichnet, hat wohl nur die nächste Lüge der Linken nachgeplappert, denn Dr. Joseph Goebbels sagte auf dem Parteitag von 1930 das Folgende:

    „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke. Nichts
    ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale Bürgerblock.“

    Sollte man mal sacken lassen.

    Konservative, also rechte, sind Bewahrer. Dagegen sind linke Zerstörer.
    Solange sie sich die Waage halten ist ein wenig Links nicht schlecht, denn es müssen alte Strukturen, die nicht funktionieren, aufgebrochen und beseitigt werden.
    Aber wir haben zuviel Links. Und die zerstören schon wieder alles, was sie in die Finger bekommen.

  6. Danke „bleibtmirvomleib“ für Ihre Zeilen, die ich als alte Westberlinerin teile. Die Ursache, dass die sogenannten Alternativen so hoch kommen konnten liegt in der Wende. Der arrogante Westen hat alle Betriebe die erhaltenswert gewesen wären, platt gemacht und nun 30 Jahre nach der Wende rächt sich das fürchterlich.

    Herr Röper: So wie Sie es schreiben, dass diese sogenannten Alternativen nicht Rechts wären, ist falsch. Sie die AFD verstehen es gut zu verschleiern. Ich habe diese Partei so ziemlich von Anfang beobachtet, weil es mich neugierig gemacht hatte, warum so viele Menschen plötzlich zu denen laufen.
    Ich war damals mal bei einer Konferenz die von Herrn Elsässer veranstaltet wurde- Frieden mit Russland – Für mich waren verschiedene Aussagen der verschiedenen Vortragenden sehr aufschlussreich, ohne immer im Detail mit allen Teilnehmern über einzustimmen.
    Wenn ich mir heute den Hr. Gauland anhöre, mit seinem Beitrag von damals vergleiche, dann stehen Welten dazwischen. Diese sogenannten Alternativen haben sich sehr wohl zu einer aggressiven Partei entwickelt und damit Vorurteile geschürt.
    Ich bin der Meinung der arrogante Westen bekommt jetzt seine Quittung für seine überhebliche Denkweise.
    Keine der westlichen Regierungen hat sich in den letzten 40 Jahren je gegen diese Kriegspolitik USA; GB gestellt. Dass durch die Kriege eine Flüchtlingswelle entsteht, ist nur logisch.
    Der Westen soll aufhören andere Länder dem Erdboden gleich machen, dann wird auch die Flüchtlingswelle nach lassen und viele Menschen werden auch in ihre Länder zurück kehren.
    Der Westen muss diesen Ländern ohne Wenn und Aber wieder beim Aufbau helfen, ohne Bedingungen zustellen, das wäre das Mindeste.
    Ich sage es mal so: Der Kapitalismus besser Imperialismus hat sich selbst aufgefressen, und nun stehen sie vor ihrem Scherbenhaufen.

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