Kategorien: Aktuelles

Newsguard will wissen, wie vertrauenswürdig der Anti-Spiegel ist – Teil 2

Vor einigen Tagen habe ich meine Korrespondenz mit Newsguard veröffentlicht. Newsguard hat auf meine Mail geantwortet und wie versprochen veröffentliche ich die Fortsetzung der Korrespondenz.

Die Firma Newsguard hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Usern schon im Browser durch farbliche Markierungen mitzuteilen, welche Nachrichtenseiten vertrauenswürdig sind. Vor einigen Tagen hat Newsguard mich angeschrieben und mir Fragen gestellt, weil Newsguard gerade dabei ist zu prüfen, ob sie den Anti-Spiegel vertrauenswürdig finden oder nicht. Ich habe Newsguard geantwortet und die Korrespondenz veröffentlicht, da ich für Transparenz stehe. Sollten Sie den Artikel nicht gelesen haben, tun Sie dies bitte zuerst, weil es sonst schwierig wird, diese Fortsetzung der Korrespondenz mit Newsguard zu verstehen. Den ersten Teil der Korrespondenz finden Sie hier.

Newsguard hat mir geantwortet, hier der Text der Antwort:

Sehr geehrter Herr Röper,

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Ich würde Sie gerne nochmals zu Ihrem Vorgehen bei Richtigstellungen fragen und zu dem Beispiel, das Sie schickten: Werden also alle Richtigstellungen in Form eines “Nachtrages” am Ende von Artikeln veröffentlicht? Ich habe mir weitere Beispiele von Nachträgen auf der Webseite angeschaut und stellte dabei fest, dass diese in der Regel die Artikel zu ergänzen scheinen, sie jedoch nicht inhaltlich korrigieren. Könnten Sie mich auf weitere Beispiele von inhaltlichen Korrekturen hinweisen?

Ihre weiteren Antworten oder Teile davon werden wir in unseren Mediensteckbrief aufnehmen.

Gerne beantworte ich auch Ihre Fragen zu NewsGuard:

Die Verfassungsgerichte der westlichen Hemisphäre betonen, dass eine Trennung von Staat und Medien unabdingbar für freie Medien ist. Warum sitzen im Vorstand von Newsguard dann aber folgende Personen und wie lässt sich das mit der Formulierung newsguard verfasse „unabhängige Bewertungen“ vereinbaren?

General a.D. Michael Hayden: Ehemaliger Direktor der CIA, ehemaliger Direktor der National Security Agency (NSA) und ehemaliger Principal Deputy Director of National Intelligence. Der Mann hat „zur Jagd“ auf einen Mann geblasen, der einer der wichtigsten Whistleblower unserer Zeit ist: Edward Snowden
Elise Jordan, ehemaliger Redenschreiber von Condoleezza Rice
Anders Fogh Rasmussen, ehemliger dänischer Ministerpräsident und ehemaliger Nato-Generalsekretär
Tom Ridge, ehemaliger First Secretary der Homeland Security
Jimmy Wales, Mitbegründer von Wikipedia (also kontrolliert Wikipedia sich über newsguard quasi selbst)

Die Aufsichtsratmitglieder spielen in den redaktionellen Vorgängen, zu denen die Überprüfung und Bewertung von Webseiten gehört, keinerlei Rolle und haben keinen Einfluss darauf. Alle Mitglieder werden auf unserer Webseite offengelegt.

Auch zu newsguard Deutschland gibt es eine Frage: Laut Ihrer Seite ist Gordon Crovitz Co-CEO, aber er ist auch Mitglied des Council on Foreign Relations. Das ist zwar keine staatliche Stelle, aber doch eine politische Lobbygruppe mit politischen Interessen und sehr engen Verbindungen zur US-Regierung. Wie ist das mit der von newsguard betonten Unabhängigkeit vereinbar?

Unabhängig von früheren oder aktuellen Assoziationen unseres Führungsteams und unserer Mitarbeiter ist NewsGuard bestrebt, alle Webseiten fair und gleich zu behandeln und zu bewerten. Die Webseiten werden dabei anhand von neun unabhängigen und unpolitischen journalistischen Kriterien bewertet.

Mit freundlichen Grüßen,

Soweit deren Mail, hier meine Antwort:

In Nachträgen sind Informationen enthalten, die ich erst nach Veröffentlichung eines Artikels erfahren habe. Meist sind das inhaltliche Ergänzungen. Aber wenn mir ein inhaltlicher oder sachlicher Fehler unterlaufen ist, dann ändere ich nicht den Artikel, sondern schreibe es in den Nachtrag und nehme dazu ausführlich Stellung. Den fehlerhaften Originaltext lasse ich dabei unverändert (mit deutlichem Hinweis, dass es sich um einen Fehler handelt) stehen, um dem Leser gegenüber transparent zu bleiben. In meinen Augen sollten Leser immer transparent nachvollziehen können, was in einem Artikel später inhaltlich verändert wurde, anstatt den Inhalt eines Artikels nachträglich stillschweigend zu ändern, ohne den Leser zu informieren. Solche Beispiele gibt es leider, ich berichte immer wieder darüber. Das macht zum der Spiegel, der bei Newsguard einen grünen Haken hat, wie dieses Beispiel zeigt, über das ich mit allen Quellen berichtet habe: https://www.anti-spiegel.ru/2019/dreiste-luege-bei-spon-aufgezeigt-reaktion-der-spiegel-vertuscht-das-durch-heimliche-aenderung-im-artikel/).

Ich habe diese Vorgehensweise gewählt, weil ich transparent sein will und zu Fehlern, die passieren können, auch stehe, anstatt sie zu vertuschen.

Mir sind bisher nur zwei echte Fehler unterlaufen, zumindest sind mir mehr bisher nicht bekannt, und meine Leser sind sehr kritisch und weisen mich darauf hin, wenn ihnen etwas unwahr vorkommt. Der zweite Fehler, der mir passiert und der mir sehr peinlich ist, ist dieser, mehr Beispiele habe ich bisher nicht: https://www.anti-spiegel.ru/2019/unregelmaessigkeiten-bei-wahl-in-sachsen-121-prozent-wahlbeteiligung-in-einem-wahllokal/ Auf meinen Fehler hat mich kaum 30 Minuten nach Veröffentlichung ein Leser per Mail hingewiesen und am liebsten hätte ich den Artikel wieder komplett gelöscht. Aber da ich Medienkritik betreibe, muss ich auch zu meinen Fehlern stehen und habe den Artikel stehen gelassen, aber deutlich auf den Fehler hingewiesen.

Noch etwas zur klaren Trennung von Nachricht und Kommentar, was ja ein Bewertungskriterium bei Newsguard ist. Die Seite heißt im Untertitel deutlich sichtbar: „Fundierte Medienkritik – Thomas Röper“. Kritik spiegelt per Definition die Meinung des Kritikers wider, meine Artikel sind also per Definition Meinungsäußerungen, wobei ich aber durch Verlinkung der Quellen transparent aufzeige, wie ich zu dieser Meinung gekommen bin.

Das Konzept meiner Seite besteht aus drei Teilen:

Erstens Medienkritik: Ich weise darauf hin, wenn Medien meiner Ansicht nach falsch, unvollständig oder tendenziös berichten. Damit ist – und das sagt der Titel meiner Seite auch deutlich – praktisch jeder Artikel bei mir immer auch eine Meinungsäußerung, das ist per Definition des Wortes „Kritik“ gar nicht anders möglich.

Zweitens Russlandbild: Ich möchte den Lesern zeigen, wie Themen in anderen Ländern wahrgenommen werden, deren Sprache die meisten Deutschen nicht verstehen. Die Leserzahlen dieser Artikel, in denen ich teilweise einfach nur Beiträge russischer Medien übersetze, zeigen, dass es dafür einen Bedarf gibt und dass das viele Menschen in Deutschland interessiert. Ich lebe in Russland und ich ärgere mich darüber, dass in Deutschland ein falsches Bild über Russland gezeichnet wird. Mir liegt es am Herzen, das richtigzustellen und dabei sowohl auf das hinzuweisen, was in Russland funktioniert, als auch auf das, was nicht funktioniert. Es geht mir um ein realistisches Bild. Und letztlich ist es in meinen Augen ein Beitrag zur Völkerverständigung, wenn man etwas über ein anderes Land und die Menschen dort erfährt.

Drittens: Nachrichten und Meldungen, über die in den deutschen Medien nicht berichtet wird. Aktuelle Beispiele: Joe Biden hat es abgelehnt, vor dem Impeachment-Ausschuss auszusagen und ein Sachverständiger, der bei einer Anhörung zugunsten von Trump ausgesagt hat, wurde noch während seiner Aussage bedroht, er würde wegen der Aussage seinen Job als Professor bei einer Universität verlieren. Ich habe beide Nachrichten nicht in den deutschen Medien gefunden, obwohl darüber in den USA berichtet wurde und es auch in den Nachrichtenagenturen gekommen ist. Ich finde es wichtig, den Lesern das ganze Bild zu zeigen und dazu gehören auch Meldungen, über die in Deutschland ansonsten nicht berichtet wird. (Hier der Artikel zu dem Beispiel, die Primärquellen sind verlinkt https://www.anti-spiegel.ru/2019/amtsenthebungsverfahren-gegen-trump-was-am-donnerstag-passiert-ist-und-was-der-spiegel-draus-macht/)

Der Anti-Spiegel hat nicht den Anspruch, schnell die aktuellen Nachrichten zu bringen oder gar eine umfassende Nachrichtenseite zu sein. Das kann ich im Ein-Mann-Betrieb gar nicht leisten. Der Anti-Spiegel will Zusammenhänge aufzeigen, vollständig berichten und analysieren. Bei der Analyse kann es zu unterschiedlichen Meinungen kommen, das haben Analysen so an sich. Aber mir ist es wichtig, dass ich durch Verlinkung aller Quellen dem Leser die Möglichkeit gebe, zu überprüfen, ob ich die Wahrheit schreibe und wie ich zu meinen Schlussfolgerungen komme.

Der Fehler, der mir bei dem oben genannten Artikel zur Sachsenwahl unterlaufen ist, war mir eine Lehre, eben nicht schnell zu berichten, sondern lieber einen oder zwei Tage später, dafür aber fundiert recherchiert, korrekt und vollständig. Bei dem Fehler habe ich mich hinreißen lassen und wollte schnell sein, die Quittung folgte auf dem Fuße, denn es war eine Falschmeldung. Das passiert mir nicht noch einmal.

Da auch Newsguard für Transparenz steht, wie ich auf Ihrer Webseite lesen konnte, gehe ich davon aus, dass Sie nichts dagegen haben, dass ich unsere Korrespondenz – natürlich ohne Ihren Namen zu nennen – weiterhin veröffentliche, so wie ich es auch mit unseren ersten Mails getan habe. https://www.anti-spiegel.ru/2019/newsguard-will-wissen-ob-anti-spiegel-vertrauenswuerdig-ist-wie-wohl-die-antwort-ausfaellt/

Wie gesagt vermute ich stark, dass die Bewertung, die Newsguard mir geben wird, schon feststeht. Aber vielleicht tue ich Ihnen und Newsguard damit Unrecht, ich lasse mich überraschen.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Liebe Grüße

Thomas Röper

Dies war meine Antwort, es werden noch Wetten angenommen, wie Newsguard den Anti-Spiegel wohl einstufen wird.

Aber wenn die es ernst meinen mit ihren Kriterien, kann eigentlich nichts passieren, denn für Newsguard ist sogar die „Bild“ vertrauenswürdig. Laut Newsguard veröffentlicht Bild nicht „regelmäßig Falschinformationen“ und wenn es doch mal passiert, werden „Fehler regelmäßig richtiggestellt“ und die Bild zeichnet sich demnach auch durch das „Vermeiden irreführender Überschriften“ aus. Ob der Anti-Spiegel da wohl eine Chance auf den grüne Haken von Newsguard hat?

Anti-Spiegel @SpiegelAnti

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

Zeige Kommentare

  • Ich habe mir jetzt, da ich von NewsGuard bisher keine Antworten auf meine Fragen bekommen habe, nochmal nachgelegt: Guten Tag ....,

    am 08.12.19 stellte ich auf Ihrer Plattform diverse Fragen zu Ihrer Einstufung von Medien, mit der Sie angeblich deren Vertrauenswürdigkeit bewerten. Leider habe ich noch keine Antwort erhalten.

    Erneut verbreiten von Ihnen als „vertrauenswürdig“ eingestufte Medien wie ARD, ZDF oder DIE WELT offensichtliche Unwahrheiten und Desinformationen!

    https://youtu.be/wsQrmhFOj-U

    Der geladene Experte Wilfried Jilge behauptet in dieser Sendung erneut, dass es in der Ostukraine „russische Truppen“ gebe. Es gibt aber keinen einzigen OSZE-Bericht, der so etwas bestätigt. Seine sonstigen Äußerungen lassen darauf schließen, dass er den Inhalt des Minsker Abkommens gar nicht kennt, denn im Abkommen steht nichts von russischen Verpflichtungen, sondern nur das, was die Ukraine zu erfüllen hat, es aber seit Jahren nicht tut!

    ZDF-Moderatorin Slomka behauptete im heute-journal vom 12.12.19, dass Russland „in Berlin morden lasse“, ohne auch nur einen einzigen Beleg dafür zu präsentieren.
    In der Sendung von M.Illner vom Staatssender ZDF vom 12.12.2019 unterstellt Moderatorin Illner dem russischen Präsidenten ohne jegliche Belege, dass Russland am Krieg in der Ukraine beteiligt sei und ebenfalls für den Mord im Berliner Tiergarten verantwortlich sei.

    In der WELT erklärt man den Bürger für dumm, weil der die Aggressivität von Russland und Putin nicht sehen wolle. Belege für derartige Behauptungen gibt es keine.

    Ich könnte allein für die letzte Woche zahllose weitere Beispiele für die Verbreitung von Falschmeldungen, Propaganda und Desinformationen aufführen, die von Medien verbreitet wurden, die von Ihnen als „Vertrauenswürdig“ eingestuft wurden. Das würde dann allerdings den Rahmen sprengen, denn der Tenor ist überall der gleiche.
    Ich weiß nicht, ob Ihnen der Inhalt des Abkommens von Minsk bekannt ist. Ich stelle den Text des Abkommens hier mit hinein, damit Sie sich selber davon überzeugen können, was die von Ihnen mit „Grün = Vertrauenswürdig“ bewerteten Medien dazu berichten.
    Minsk II: Der Text des Abkommens auf Deutsch ....
    Vor diesem Hintergrund nochmals die Fragen:
    Was qualifiziert Newsguard und seine Mitarbeiter, solche Bewertungen vorzunehmen?
    Weshalb stufen Sie Medien als „Vertrauenswürdig“ ein, die, wie wir anhand der Beispiele sehen, nachweislich und fortgesetzt die Unwahrheit verbreiten und dies auch nicht korrigieren?

    Über welche Quellen verfügen Sie, um die Vertrauenswürdigkeit anderer Medien einzuschätzen?

    Die Leitung von NewsGuard Deutschland hat lt. Ihrer Website eine Frau Alina Fichter inne, die für „Die Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“ gearbeitet hat.

    Sowohl „Die Zeit“ als auch die „Süddeutsche Zeitung“ unterscheiden sich in ihrer Berichterstattung nicht von den übrigen Medien, deren fortgesetzte Falschmeldungen ich hier bereits aufgeführt habe, weshalb ich jetzt auf die Quellen für Falschmeldungen und Desinformationen bei „Die Zeit“ und der „Süddeutschen Zeitung“ verzichte, sie aber auf Nachfrage gern nachreiche.

    Lt. der Informationen auf Ihrer Website sind Sie selbst für den Staatssender ZDF tätig, der, wie wir anhand nur eines kurzen Zeitraumes sehen, fortwährend Unwahrheiten verbreitet und desinformiert.
    Was qualifiziert Sie selber, andere Medien auf ihre Vertrauenswürdigkeit hin zu bewerten, wenn Sie mit dem Staatssender ZDF einen Arbeitgeber haben, der selber Falschmeldungen und Desinformationen verbreitet, wie wir hier sehen?

    Das gilt natürlich auch für die Leiterin, Frau Alina Fichter.

    Auf welcher Grundlage wurde das russische Nachrichtenportal RT mit „Rot“, also nicht vertrauenswürdig bewertet?

    Nach eigenen Angaben steht Ihre Plattform für Transparenz, d.h., es sollte für Sie mit dem selbstgestellten Anspruch selbstverständlich sein, meine Fragen umfassend zu beantworten.

    Meine Fragen werden selbstverständlich auch in den sozialen Medien veröffentlicht, d.h, auch bei http://www.anti-spiegel.ru und RT!

    Sollten Sie nicht antworten, muss das als Eingeständnis gewertet werden, dass die Bewertung von NewsGuard Ihren selbst gesetzten Prämissen nicht entspricht und in die Kategorie Desinformation gehört.

    Mit freundlichen Grüßen

  • Gefaehrlich wird das, wenn das Plugin fest in die Browser integriert sein wird, und nicht deaktiviert werden kann. Gerade Menschen, welche vielleicht keine ausreichende Medienkompetenz besitzen, werden den Farbhinweisen trauen, ohne diese zu hinterfragen...

    Solange der Source Code zu dem Plugin nicht verfuegbar ist, gibt es keine Moeglichkeit dem Plugin, oder Firma Newsguard zu vertrauen!

    Den redaktionellen Ansatz zur Ueberpruefung der Sites finde ich sehr fragwuerdig. Jeder einzelne Mensch ist durch seine Filterbubble gepraegt und wird daher eine Site entsprechend bewerten. Die Journalisten an heutigen deutschen Hochschulen erhalten auch alle eine nahezu identische Praegung, eine gewisse Diversitivitaet in der Art und Weise wie bestimmte Meldungen eingeschaetzt und bewertet werden, darf und muss daher angezweifelt werden. Hier hilft es auch nicht, dass noch ein zweiter Journalist diese Einschaetzung bestaetigt. Objektiv ist etwas anderes!

  • Völlig klar, alles was einen grünen Haken hat ist für mich extrem verdächtig,bis zum Nachweis des Gegenteils. Und newsguard selbst ist für mich ohne Berufungsmöglichkeit lebenslänglich abgeurteilt, als eine Organisation die von Imperialisten und Völkernmördern geführt wird!

  • Newsguard: die Browser-Erweiterung für Hirntote in der Echokammer
    Der wirksamste Schutz gegen Fake-News und Desinformation ist der gesunde Menschenverstand, Skepsis und Mitdenken beim lesen.
    * Wenn ein von Newsguard als "glaubwürdig" zertifiziertes Medium einen kritischen Artikel über Newsguard schreibt, sei es (laut Newsguard) "glaubwürdig", dass Newsguard unglaubwürdig sei.
    * ... ein "unglaubwürdiges" Medium einen wohlwollenden Artikel über Newsguard schreibt,
    sei dieser positive Artikel über Newsguard unglaubwürdig.
    * ein "glaubwürdiges" Medium einen wohlwollenden Artikel über Newsguard veröffentlicht, dann handelt es sich um Korruption, quit pro quo.
    * ein als "unglaubwürdig" bezeichnetes Medium einen kritischen Artikel über Newsguard verfasst, war Newsguard offensichtlich beleidigt und nicht kritikfähig.

    Nur Bescheuerte installieren solchen Unsinn und wären in Diktaturen besser aufgehoben.

    Siehe auch Artikel "NewsGuard: Dubiose US-Firma spielt Medienwächter" in Heise.de
    https://www.heise.de/ct/artikel/NewsGuard-Dubiose-US-Firma-spielt-Medienwaechter-4449791.html

  • Newsguard... spassig.
    Machte mal Erfahrungen mit WOT - Web Of Trust, wo Benutzer ebenfalls die Webseiten grün/gelb/rot bewerten konnten.
    Hatte auch gut funktioniert, bis sich die linksverdrehten der Sache angenommen haben. Die haben offenbar viel Zeit um Kommentare zu schreiben.
    Mal als Zaungast verfolgen, wie sich Newsguard so macht ;-)

  • Oben wird anschaulich gezeigt, wie "GRÜNE-HAKEN" zu bewerten sind. Wenn "BLÖD" mit grünem Schimmel ausgezeichnet ist, kann das doch nur bedeuten, dass "GRÜN" das Mal der Schande und somit das "ROTE-KREUZ" ein Orden der Wahrhaftigkeit ist!

    • Witzig ist ja, daß Bild.de tatsächlich einen grünen Haken hat - im Kleingedruckten dann aber immerhin zwei rote Kreuze stehen. Und zwar bei "Recherche" und bei der "Trennung von Nachricht und Meinung". Bei der "Bild für VERmieter", also bei Welt.de, ist dann aber alles grün. Dabei lügen die genauso dreist wie Bild.

      Die Nachdenkseiten haben immerhin auch grün - NOCH jedenfalls. Ein roter Haken ist schon gesetzt, und ich denke, das werden in Zukunft mehr werden. Dagegen wird Anti-Spiegel wohl von Anfang an rot werden. Schon weil Thomas so oft russische Quellen zitiert. ;-)
      Daß man seine Seite überhaupt auf dem Schirm hat, ist aber schon interessant! Schließlich ist er in Russland gehostet (.ru), und hätte so durchs Raster fallen müssen. Offenbar aber hat Spiegel gepetzt. Oder aber die Seite ist im Ranking wirklich schon so weit oben im deutschen Sprachraum, daß er deshalb gescreent wird.

  • Spiegel und Bild grün? Grün ist seit Joschka Fischer sowieso eher braun.
    Das Tool hätte damals sicher auch Goebbels und dem Maas-double ein grün gegeben.
    Ganz sicher bekommt der Anti-Spiegel ein tiefrot. Und die Begründung wird so richtig dämlich sein.

  • Ja, so ein Tool wollt ich doch schon immer. Vor allem um dann mit meiner IP-Adresse zu zeigen, daß ich immer auf rot-markierten Seiten unterwegs bin.

    ROTFL

  • Um die Glaubwürdigkeit einer Seite zu beurteilen würde ich sie über einen längeren Zeitraum regelmässig besuchen, so wie wir das alle tun. Ich sehe darum nicht ein warum Herr Röper Rede und Antwort stehen muss.

    Was für mich persönlich den Anti-Spiegel glaubhaft macht, ist die Nachvollziehbarkeit der Gedankengänge, fussend in Zusammenhängen, die Angabe von Quellen und auch ganz wichtig - dass wenn ich meine Meinung eingebe die auch so Veröffentlicht wird wie ich das wünsche. Und nicht gezwungen werde einige Male umzuschreiben bis - wenn überhaupt, mein Tweet dann doch noch akzeptiert wird. Das ist auf vielen Seiten keineswegs selbstverständlich und Zensur von unbequemen Lesermeinungen verfälscht viel.

    Im weitern ist es mit der Wahrheit so eine Sache. Ist das Glas halb voll oder halb leer? Ein Haus oder ein Gegenstand sieht von jeder Seite oft komplett anders aus. Ich denke der Anti- Spiegel hat ein sehr umsichtiges recherchieren und wie oben erwähnt nachvollziehbare Gedankengänge.

    Nochmals, ich sehe wirklich nicht ein warum Herr Röper Rede und Antwort stehen muss. Zudem befürchte ich, dass da etwas vorbereitet wird das allen freien Journalisten in Zukunft noch Sorgen machen wird.

  • Ich habe mir jetzt mal den Spass gemacht und Newsguard selber ein paar Fragen gestellt:

    Sie geben vor, Medien auf ihre Vertrauenswürdigkeit hin zu überprüfen.
    Was qualifiziert Sie überhaupt dazu? Sind Ihre Mitarbeiter unfehlbar? Wo kann man Ihre Fehler und Korrekturen einsehen?
    Über welche Quellen verfügen Sie, um die Vertrauenswürdigkeit anderer Medien einzuschätzen?
    Wer bewertet Newsguard.com überhaupt?
    Weiterhin wird von den von Ihnen mit „Grün“ bewerteten Medien immer wieder auf „Putins Krieg in der Ukraine“ bzw. die „russische Aggression in der Ostukraine“ verwiesen. Nur findet sich davon in keinem einzigen OSZE-Bericht etwas! Tatsache ist vielmehr, dass die Ukraine im April 2014 eine sogenannte „Antiterroroperation“ gegen die Bevölkerung des Donbass begann und dabei Großstädte wie Lugansk oder Donezk bombardierte sowie mit Raketenwerfern und Artillerie beschoß. Nachzulesen ist auch das in den OSZE-Berichten!
    Weiterhin bitte ich um Darlegung, warum die russische Seite RT mit Rot, also nicht vertrauenswürdig eingestuft wurde. Ist es möglich, Ihre Wertung einzusehen?
    Auf Ihrer Website ist zu lesen, dass sie sich über Suchmaschinen finanzieren. Kann man Ihre Finanzberichte, Jahresabschlüsse etc. öffentlich einsehen?

Aktuelle Posts

Das russische Außenministerium über die Lage in Syrien und das aktuelle Video der Weißhelme

In Syrien sieht man, wie deutlich sich die Berichte im Westen von dem unterscheiden, was in anderen Teilen der Welt…

25. Januar 2020

Putins Rede an die Nation – Wie Russland junge Familien fördern wird

Die Sozialprogramme, die Russlands Präsident Putin bei seiner Rede an die Nation verkündet hat, haben in Russland ein breites Echo…

24. Januar 2020

Kommentar der Tagesschau zum Holocaust-Gedenktag markiert neuen, medialen Tiefpunkt

Die Tagesschau ist sich nicht einmal zu schade, das Gedenken an 75 Jahre Befreiung von Auschwitz für Propaganda zu missbrauchen.…

24. Januar 2020

Tacheles #24 ist online

In Russland wird die Verfassung geändert und es gibt eine neue Regierung, das war natürlich das wichtigste Thema bei Röper…

24. Januar 2020

Flüchtlingsdeal mit der Türkei – Wie der Spiegel Vertragsbrüche der EU verschleiern will

Das offensichtliche kommt dem Spiegel nicht über die Lippen: Die EU ist ein unzuverlässiger Vertragspartner, der seine Verpflichtungen nicht erfüllt.…

23. Januar 2020

Tesla mehr wert als Volkswagen – Der Realitätsverlust der „Märkte“ als Vorbote der Krise

Wie völlig irre die Finanzmärkte in Verbindung mit dem Hype um die Klimadebatte geworden sind, zeigt sich daran, dass Tesla…

23. Januar 2020