Provokante These? Der Umgang der Medien mit #MeToo gefährdet den Rechtsstaat

Im Westen wird der Rechtsstaat durch die Hintertür ausgehebelt und die Medien machen dabei fleißig mit. Das kann man am Beispiel der Me-Too-Debatte sehr eindrücklich sehen.

Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin für die komplette Selbstbestimmung eines jeden Menschen, auch für die sexuelle Selbstbestimmung. Dazu gehört natürlich, dass niemand gegen seinen Willen zu sexuellen Handlungen gedrängt werden darf. Und das Schöne ist: Dafür gibt es Gesetze. Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und so weiter werden strafrechtlich verfolgt und das muss auch so sein. Um diese Selbstverständlichkeit geht es mir hier nicht und ich erwähne das nur ausdrücklich, damit mich niemand falsch verstehen kann.

Zum Rechtsstaat gehört, dass jeder unschuldig ist, bis seine Schuld bewiesen ist. Das Bundesjustizministerium will demnächst eine Kampagne starten, um den Deutschen die Vorzüge des Rechtsstaates zu erklären. Dazu werde ich noch äußern, wenn die Kampagne Fahrt aufnimmt.

Aber auf der Seite der Kampagne kann man zur Unschuldsvermutung lesen:

„Das bedeutet, dass die Unschuld bis zum rechtskräftigen Nachweis seiner Schuld vermutet wird. (…) Der Rechtsstaat verfährt also nach dem Grundsatz: Im Zweifel ist es besser, neun Schuldige laufen zu lassen, als einen Unschuldigen zu verurteilen. Wer dem nicht zustimmt, der stelle sich vor, er sei der Unschuldige, der seine Unschuld nicht beweisen kann. (…) Übrigens: Der Grundsatz der Unschuldsvermutung gilt auch für die Medien. Um eine öffentliche Vorverurteilung zu verhindern, werden darum in der Regel selbst dringend Tatverdächtige als „mutmaßliche Täter“ bezeichnet.“

Das klingt gut und ich denke, dem kann jeder zustimmen. Zumindest, wenn er ein Verfechter des Rechtsstaates ist. Und da diese Zitate von der Seite Justizministeriums kommen, sollten wir doch davon ausgehen, dass es auch stimmt und so in Deutschland gilt, gelebt und umgesetzt wird. Und nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten „westlichen Wertegemeinschaft“.

Nur ist das auch so?

Nehmen wir die Me-Too-Debatte. Erinnern Sie sich noch, wie sie begonnen hat? Harvey Weinstein, der Hollywood-Tycoon, kam in die Schlagzeilen, weil er sich angeblich sexuelle Übergriffe geleistet haben soll. Was folgte, war eine mediale Hinrichtung. Er verlor seinen Job, seine Ehrendoktorwürden und so weiter. Er wurde zur Persona Non Grata. Dabei ist eine Anklage nach der anderen gegen ihn in sich zusammengebrochen. Bisher hat er sich – aus Sicht des Rechtsstaates – nichts zu Schulden kommen lassen. Er ist nicht verurteilt worden und, wie wir beim Justizministerium gelernt haben, hat demnach immer noch als unschuldig zu gelten. Auch wie war das in den Medien, wie haben die berichtet? Überall Vorverurteilungen gegen Weinstein.

Mir geht es nicht um Weinstein, aber sein Fall ist einfach ein gutes Beispiel. Es reichte, dass Frauen behauptet haben, er hätte sich unsittlich benommen. Aber die wenigsten „Opfer“ waren bereit, überhaupt Anzeige zu erstatten. Im Fernsehen rührselig der US-Öffentlichkeit ihre Geschichte erzählen, das ging. Dafür gab es eine gute Gagen und es gab PR, die einem kleinen Hollywood-Sternchen Schlagzeilen und damit Plus-Punkte bei der Karriere brachte. Aber bisher ist noch kein Fall bekannt, in dem Weinstein überhaupt gegen Gesetz verstoßen hat.

Das gleiche gilt auch für Kevin Spacey, der fast zeitgleich mit Weinstein den gleichen Vorwürfen ausgesetzt war und auch er wurde medial und gesellschaftlich vernichtet. Das russische Fernsehen hat sich Fälle später einmal angeschaut und im Detail aufgezeigt, welche Vorwürfe es gegen die beiden gegeben hat und wie diese einer nach dem anderen nicht einmal ausgereicht haben, um auch nur als Anklage vor Gericht zugelassen zu werden. Von einem Schuldspruch gar nicht zu reden.

In der Me-Too-Debatte gab es auch Fälle, bei denen sich die Opfer dann mit sechsstelligen Summen haben zum Schweigen bringen lassen, anstatt vor Gericht eine Bestrafung ihrer „Peiniger“ und ein – nach US-Recht – wesentlich höheres Schmerzensgeld zu erreichen. Wie es ein Kommentator im russischen Fernsehen einmal sinngemäß sagte: „Wenn Sie nur Taxifahrer oder Kellner sind, wird niemand nach 30 Jahren auftauchen und Ihnen unsittliche Annäherungen vorwerfen. Aber wenn sie in den 30 Jahren zu Geld gekommen sind, dann leben Sie gefährlich“.

Zu dieser vielleicht überspitzten Aussage mag jeder stehen, wie er will, aber sie hat mindestens einen wahren Kern. Die Me-Too-Debatte hat bisher zu keiner Verurteilung wegen Gesetzesverstößen geführt, aber dafür schon die Reputation manch eines Menschen ruiniert.

Aktuell macht gerade Palcido Domingo Schlagzeilen. Ihm werfen ca. 20 Frauen vor, dass er sich ihnen vor Jahrzehnten unsittlich genähert und versucht haben soll, die eine oder andere zu küssen. Die meisten dieser Frauen sind dabei anonym geblieben, niemand hat Anzeige erstattet, die Vorwürfe können nicht einmal überprüft werden und Domingo hat daher nicht einmal die Möglichkeit, seine Unschuld zu beweisen.

Aber was rede ich da?

Seine Unschuld zu beweisen?Wie war das im Rechtsstaat? Jeder ist unschuldig, bis seine Schuld einwandfrei bewiesen ist, niemand muss seine Unschuld beweisen. Das ist angeblich die Rechtsordnung, in der wir leben. Und sie gilt – wir erinnern uns – angeblich auch für die Medien.

Aber haben Sie einen Artikel gefunden, in dem sich eine Zeitung über die Vorverurteilungen von Weinstein, Spacey oder Domingo aufgeregt hätte?

Nun könnte man einwenden „Was geht mich das an? Ich bin kein berühmter Millionär, mich betrifft das nicht!“

Aber das ist zu kurz gedacht. Indem die Medien uns mit diesen Beispielen die Sensibilität für einen der Grundpfeiler der Rechtsstaatlichkeit – die Unschuldsvermutung – nehmen, gewöhnen wir uns Stück für Stück daran, dass es ganz normal ist, wenn Menschen medial vorverurteilt und gesellschaftlich vernichtet werden. Wir beginnen vielleicht sogar, diese Dinge als Teil der Regenbogenpresse zu verstehen und sie amüsant zu finden, in einer Reihe mit den Schwangerschaften irgendeiner Prinzessin oder Schauspielerin, über die die Medien in der Regenbogenpresse berichten.

Dabei sind das hochgefährliche Tendenzen für den Rechtsstaat!

Im Rechtsstaat gilt: Wer gegen ein Gesetz verstoßen hat, wird verurteilt. Wem das nicht nachgewiesen werden kann, der ist unschuldig. Domingo wurde noch nicht einmal vorgeworfen, gegen ein Gesetz verstoßen zu haben, von einer Verurteilung gar nicht zu reden. Aber er ist bereits von der ersten Oper vor die Tür gesetzt worden: In New York darf er nach 50 Jahren an der Oper nun nicht mehr auftreten.

Heute reichen schon anonyme Vorwürfe, um solche Folgen zu haben.

Und die Gefahr ist, dass wir damit auch politisch lenkbar werden. Wenn es sich durchsetzt, dass die Medien mit solchen unbewiesenen Vorwürfen bereits Karrieren ruinieren können, dann wird das früher oder später auch in der Politik geschehen. Dann reicht es plötzlich aus, wenn jemandem nachgesagt wird, er hätte sich einer Frau gegenüber unsittlich benommen. Dem politischen Missbrauch wäre Tür und Tor geöffnet und jeder unliebsame Politiker könnte über Nacht vernichtet werden.

Was wird dann aus der Demokratie, wenn solche Zustände Einzug halten?

Aber diese Zustände sind schon da: Erinnern Sie sich noch an den FDP-Politiker Brüderle? Nicht, dass ich ein großer Fan von ihm gewesen wäre, aber genau dieses Spiel wurde mit ihm gespielt: Er hatte nach einem langen Tag mit Veranstaltungen spät am Abend an einer Hotelbar einer anwesenden Journalisten gegenüber eine Bemerkung über ihr Dekolletee gemacht. Er hat sie nicht bedrängt, nicht berührt. Er hat nichts getan, was in irgendeiner Form gesetzlich verboten wäre. Er hat nur nach einem langen Tag und ein paar Gläsern Wein einen dummen Spruch gemacht. Damit war seine Karriere beendet, nachdem die Medien sich an dem „Fall“ abgearbeitet haben.

Wie gesagt, es ist um Brüderle nicht schade, so gut war er meiner Meinung nach nicht. Aber es zeigt, dass die Medien dieses Prinzip in Deutschland schon durchgespielt haben. Man kann es als Testlauf für den „Ernstfall“ betrachten, für den Fall, dass die Medien jemanden loswerden wollen, der sie tatsächlich stört. Sie haben es ausprobiert und es hat in Deutschland funktioniert.

In den USA beobachten wir das schon lange. Die Wahlkämpfe dort drehen sich schon lange nicht mehr um Politik, sondern um die Frage, wer wen wann wie berührt hat oder nicht. Die USA sind uns da voraus, aber die ersten Anzeichen sind auch schon in Deutschland zu sehen. Wollen wir wirklich, dass „politische Debatten“ sich um solche Themen drehen?

Aber es gibt noch Hoffnung, wie wir heute im Spiegel lesen können:

„Die französische #MeToo-Aktivistin Sandra Muller soll einem früheren Fernsehmanager 20.000 Euro zahlen, weil sie ihm öffentlich sexuelle Belästigung vorgeworfen hatte. Ein Gericht in Paris verurteilte die Journalistin wegen übler Nachrede. Zudem muss Muller demnach den Twitter-Eintrag löschen, in dem sie den Mann namentlich beschuldigt hatte.“

Es ist beruhigend, dass die Gesetze anscheinend zumindest in Frankreich noch funktionieren. Ich bin für eine Bestrafung von Menschen, die gegen Gesetze verstoßen. Wer einen anderen Menschen sexuell bedrängt, gehört bestraft. Aber es gehören auch diejenigen bestraft, die sich auf Modewellen, wie der Me-Too-Debatte, ins Rampenlicht bringen wollen, indem sie andere Menschen zu Unrecht beschuldigen!

Wir sollten die Regeln von Demokratie und Rechtsstaat achten und gegen solche öffentlichen Verleumdungskampagnen vorgehen. Die Unschuldsvermutung gehört wieder in die Schlagzeilen und nicht die Beschuldigungen von Menschen, die dabei sogar anonym bleiben, aber das Leben eines anderen mit ihren anonymen Anschuldigungen zerstören wollen.

Es ist vielsagend, wenn die „Qualitätsmedien“ sich bereitwillig für solche Kampagnen hergeben, anstatt sich klar auf die Seite des Rechtsstaates zu stellen.

Übrigens gehört zum Rechtsstaat auch die Petition gegen §146 und §147 GVG, worum es dabei geht, können Sie hier nachlesen. Ich bitte daher noch einmal um Unterstützung der Petition.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

12 Gedanken zu „Provokante These? Der Umgang der Medien mit #MeToo gefährdet den Rechtsstaat“

  1. Edathy scheint ein ähnlicher Fall zu sein. Der BND hat ihm den Besitz nicht strafrechtlich relevanter Bilder vorgeworfen. Die Medien haben ihn vernichtet. Er konnte sich nur durch ein Geständnis retten und ist verschwunden.
    Edathy war bereit, die Rolle von BND und Verfassungsschutz in und um den NSU aufzuklären. Inzwischen ist alles geschreddert bzw. für 130 Jahre gesperrt. An die Aufklärung krimineller Machenschaften der deutschen Geheimdienste wird sich damit keiner mehr trauen. Die Vorwürfe waren nicht strafbewehrt. Ob selbst diese berechtigt waren, kommt so nicht mehr raus. Hätte er gekämpft, wäre er vielleicht ein weiteres Opfer des NSU. Wo ist er eigentlich?

    1. Ähnliches gilt wohl auch für Jörg Tauss, ebenfalls SPD. Der wurde auch mit Kinderpornografie in Verbindung gebracht. Und es ist ja für Computerfritzen nicht schwer, jemandem solche Seiten auf den PC zu spielen. Ich bin vor einigen Monaten wieder auf eine Information von ihm gestoßen und dachte, sieh an, nun wird ja einiges klar. Den haben sie wohl mit Kinderpornografie kaltgestellt.
      „Vor allem wegen der außenpolitischen Ausrichtung fühle ich mich aber bei der „Linken“ zumindest als Wähler am Besten aufgehoben.“ liest man auf seinem Blog. Das dürfte einiges erklären!

  2. „Wer einen anderen Menschen sexuell bedrängt, gehört bestraft.“
    Sehen Sie, Herr Röper, und damit sind Sie auch schon in die Falle getappt.
    Und Ja, ich glaube zu wissen was Sie meinen. Nur genau da liegt der Hase im Pfeffer.
    Und wenn „Nein“ immer so klar und eindeutig „Nein“ heißen würde, hätten wir da überhaupt keine Rechtsprobleme (gut – das ist etwas übertrieben). Ab dem wievielten „Nein“ wird es denn zu einer strafbaren (sexuellen?) „Bedrängung“ – ab dem ersten ? Nun ja, da wären wir wohl schon lange ausgestorben. Und wenn wir uns das sprichwörtliche „Wechselbad der Gefühle“ hinzudenken, wird die Sache richtig „spannend“.

    Als wir in der ersten Hälfte der 90iger Jahre das Fach studierten, wurde bereits eine zunehmende „Verrechtlichung“ unseres Lebens konstatiert. Das hat durchaus gute Gründe, jedoch jeder Prozeß läuft Gefahr, sich zunehmend gegen die Ideen zu wenden, welche ihm zugrunde liegen.
    Niemand kann wollen, daß unser ganzes Leben bis ins Kleinste formalen Rechtsregeln unterworfen wird (das ginge auch nicht). Auf der anderen Seite muß man dann auch damit leben, daß nicht alles, was geschieht, auch justitiabel ist.

    Aber weil es mir hier vorrangig um Sprache geht: Ich empfehle Ihnen das Büchlein L.T.I. von V. Klemperer. Abgesehen davon, daß Sie da den doch erstaunlichen Ursprung solcher Wörter wie „Datenklau“ oder „Abzocke“ erfahren, ist es bezüglich von Sprache als Herrschaftsinstrument sehr erhellend.
    Wir haben es Mitte der 80iger Jahre gelesen und ein Satz, den der Autor dort zitiert, hat sich „tief eingegraben“:
    “ Die Sprache – sie dichtet und denkt für dich“

    In der Sache selbst stellt sich natürlich die Frage, wem das ganze nützt, wobei man eine gewisse Eigendynamik solcher einmal angestoßenen Kampagnen nicht völlig außer Betracht lassen kann.

    Vor längerer Zeit (vor Jahren) haben wir gelesen, daß von den großen amerikanischen Vermögen der größte Teil in Frauenhand sei. (?)

    Viele große amerikanisch Rüstungskonzerne werden von Frauen geführt, seit jüngerer Zeit auch der weltweit größte, Lockheed Martin.
    Und nun harren wir da einer Produktumstellung auf bunte Spielzeugdüsenflugzeuge und rosarote Plüschraketen.

    1. Zitat: „Ab dem wievielten „Nein“ wird es denn zu einer strafbaren (sexuellen?) „Bedrängung“ – ab dem ersten ? Nun ja, da wären wir wohl schon lange ausgestorben.“

      Das halte ich für totalen Quatsch. Wie Rudolf Arar schon geschrieben hat, ist ein Nein ein Nein. Nein habe auch ich schon hin und wieder gehört und habe trotzdem vier Kinder, eben weil ich mich ganz einfach nach jedem Nein nach einer anderen Frau umgesehen habe, wie Rudolf es treffend beschreibt. Wer eine Frau nach einem Nein weiterhin bedrängt hat ernsthafte Probleme und wird wahrscheinlich auf Grund dieser Probleme dauernd Nein hören. Es wird schon seine Richtigkeit haben, wenn solche Leute sich nicht vermehren und aussterben. 😉

  3. <<<>>>>>

    Ich nicht. Zumindest nicht in dem Schwarzweißdenken.
    So gehört ziviler Ungehorsam mit in die Gesellschaft gegen Gesetze, die sinnlos oder geängelnd sind.
    Darunter fallen die Drogenprohobition. Entweder sind alle Drogen erlaubt, wie Alkohol und Nikotin oder alle Drogen sind verboten, dann auch uns insbesondere Alkohol und Nikotin. Die schlimmsten Drogen sind legal, die harmlosen illegal. Es geht dem Staat rein gar nichts an, was sich ein erwachsener Mensch antut. Mit Alkohol und Nikotin wird das bewerkstelligt… Immerhin haben diese beiden Drogen um die 250000 Tode pro Jahr auf dem Gewissen.

    <<<<<>>>>

    Das ist auch sehr simpel gedacht. Ab wann beginnt eine sexuelle Bedrängnis? Wenn man freundlich grüßt und dem anderen Geschlecht ein Kompliment macht? So sieht es nämlich heute schon aus.
    Oder wenn man handgreiflich wird? Ist es schon sexuelle Bedrängnis wenn man einen Witz mit sexuellen Inhalt erzählt? Oder anzügliche Bemerkungen macht? Beides zählt bei mir nicht dazu.
    Allerdings sind Handgreiflichkeiten, die nach einem klaren Nein, trotzdem durchgeführt werden ein sexuelle Bedrängnis.
    Aber Spaß und Komplimente gehören nicht darunter. Und auch kein flirten.

    Das Feld ist einfach viel zu kompliziert, um einfach sagen zu können, was eine sexuelle Bedrängnis ist und was nicht.
    Ich habe noch nie Probleme mit dem Umgang zum anderen Geschlecht gehabt. Im Gegenteil, etwas frivoles, wurde mit gleicher Münze zurückgezahlt. Das ist nun mal das ewige Spiel zwischen Mann und Frau. Und das soll es auch sein.
    Wie das bei Feministen ist, weiß ich nicht, denn die kenne ich nicht. Es genügt mir schon, wenn ich solche Gestalten im Video sehe. Das sind absolute Männerfeinde, die keinen Sinn für Humor haben.

    Aber Vergewaltiger sind nicht zu entschuldigen. Wenn der andere NEIN sagt, dann bedeutet es nein. Das sofort und ohne Wiederholung. Das muss man akzeptieren und sich halt auf eine neue Suche begeben. So ist das eben.
    Wer einen Menschen nach Jahren anklagt, weil es der Kariere förderlich ist, da man zwar nichts kann, aber im Gespräch ist, der gehört vor die Tür verwiesen. Entweder jemand wird sofort angezeigt oder nie. Für die Karriere die Beine breit machen und sich bumsen zu lassen, statt sie geschlossen zu halten und zu gehen, ist freier Wille.
    Die metoo Debatte ist verlogen bis zum geht nicht mehr. Es ist einfach nur Rufmord.

    1. Ich bin für eine Bestrafung von Menschen, die gegen Gesetze verstoßen.

      Wer einen anderen Menschen sexuell bedrängt, gehört bestraft.

      Das gehört in die gekennzeichneten Stellen.. Wurde nicht übernommen und editieren kann leider auch nicht.

  4. Ich finde es immer herrlich, wenn MeToo-Posaunen selber als Täter entlarvt werden. Ein schönes Beispiel war Hope Solo: 2017, im Rahmen der MeToo-Kampagne, beschuldigte sie den Fifa-Präsidenten Sepp Blatter, sie am Hintern berührt zu haben. Wenn man sich die Dame näher ansieht, stellt man fest, dass sie ein ganz schönes Früchtchen ist. Vater kriminell (Solo wurde nach eigenen Angaben im Knast gezeugt). Mutter Alkoholikerin. Sie selber beschreibt jede Menge lesbische Erfahrungen und ausscheifende Partys: „Während meiner ganzen Karriere habe ich mit lesbischen Teamkameraden gespielt; wir knutschten herum; es war interessant. Ich hatte was mit Dutzenden Männern; manchmal mit mehreren zugleich. Es war schon immer mein Traum, draußen nackt herumzulaufen“. usw. – Am 21. Juni 2014 wurde Solo wegen häuslicher Gewalt verhaftet. Sie hatte ihre erwachsene Halbschwester und ihren 17.jährigen Neffen unter Alkoholeinfluss in deren Haus angegriffen und verletzt. Der Festnahme hat sie sich widersetzt und die Beamten beleidigt … Solo kommt mir vor, wie der böse Wolf, der sich beschwert, dass das Häschen ihm nachgepfiffen hat.

  5. Nein heißt nein? War es nicht so dass es im „Verführungslexikon“ hieß, wenn eine Frau sagt nein, meint sie vielleicht, wenn sie sagt, vielleicht, meint sie ja?

    Tatsache ist jedenfalls, diese ganze Me too Debatte ist typisch für die zum Teil völlig hysterische und irrationale Diskussion in diesem System! Was da teilweise in Schweden als Gesetz verabschiedet wurde oder auch in Frankreich zumindest zur Debatte stand, (weiß ich jetzt nicht ob der Unsinn verabschiedet wurde) kann man nur noch als völlig hirnlos und absurd bezeichnen! Und was im Grunde noch viel schlimmer ist, ist die Tatsache, dass all die die bei solchen Dingen zur Nutzung des gesunden Menschenverstandes auffordern, als Frauenfeinde und was weiß ich nicht noch alles bezeichnet werden!

  6. Der Debatten auslösende Grund war Weinstein.
    Über das WIE diese Debatte geführt wird kann man sich gut streiten.
    Wichtig und richtig ist, dass Verstöße gegen die sexuelle Selbstbestimmung, juristisch umfassend geahndet werden. Opfer – Täter Ausgleich.

    Was einmal als Befreiungsschlag begann wird nun zum Totschlag Argument. Es entstand eine Art Paralleljustiz. Anprangern scheint wichtiger als Bestrafung. Es werden Namen ausgerufen und damit Existenzen vernichtet ohne das ein Gericht die Schuld feststellen konnte.
    Die Kehrseite zeigt sich auch schon. Die Männerwelt hält sich nun lieber die Frauen fern aus Angst irgendwann in diesen Strudel zu versinken.

    Was mich an der Debatte wundert ist die Einseitigkeit mit der sie geführt wird.
    Die wirklichen Fragen und Forderungen werden nicht gestellt.

    Reform des Gerichtsprozesses im Zusammenhang mit einer Anzeige um Opfern besser gerecht zu werden.
    Eigenes Verhalten und Charakter wird nicht hinterfragt. Der Mann ist das Sch****.
    Jeder kennt die Formulierung „nach Oben geschlafen“ welche mal abwertend mal bewundernd ausgesprochen wird.
    Die Besetzungscouch hat einen vergleichbaren Ruf aber warum das so ist beantwortet keine der Opfer denn dann müsste man sich selbst hinterfragen.

    „Isländische Sängerin Björk schildert Vorfall mit dänischem Regisseur
    Eine weitere prominente Stimme meldete sich auf Facebook. Die isländische Sängerin Björk berichtet in einem Post von ihrer Arbeit mit einem dänischen Regisseur. Ihr sei bewusst geworden, dass es normal sei, dass ein Regisseur seine Schauspielerinnen nach Belieben berühren und belästigen könne und die Institution Film das zulasse. Aufgrund dieser Erfahrungen, bei denen sie sich zur Wehr setzte und nicht schwieg, habe sie sich aus der Schauspielwelt zurückgezogen. Seit dieser Konfrontation soll der Regisseur eine faire Beziehung zu seinen Schauspielerinnen pflegen, schreibt Björk in ihrem Post. Es bestehe also Hoffnung.“

    „Aufgrund dieser Erfahrungen, bei denen sie sich zur Wehr setzte und nicht schwieg, habe sie sich aus der Schauspielwelt zurückgezogen. “

    Dieses Beispiel zeigt auf der einen Seite Charakterstärke auf der anderen Seite vllt einen beruflichen Nachteil.

    „Egan beschuldigt Singer, er habe ihm im Austausch gegen Sex eine Rolle in seinem nächsten Film versprochen. Das ist die Legende von der „Besetzungs-Couch“, die sich seit den Anfängen des Filmgeschäftes hält, oft heraufbeschworen, nie bewiesen.“

    https://www.welt.de/kultur/kino/article128270731/Rollen-gegen-Sex-so-wild-treibt-es-Hollywood.html

    Hier muss die Frage an den Charakter der Opfer erlaubt sein. Wer das mitmacht gibt sich der Ausbeutung preis weil er sich etwas erhofft. Er pfeift somit auf sein Recht der sexuellen Selbstbestimmung. Da wirken spätere Anschuldigungen wirklich eher wie Rache und nicht wie ein Hilferuf. Man war für den Traum von Hollywood bereit sich als Ganzes zu verkaufen und nicht nur sein Talent.

    Ein NEIN ist ein NEIN das sollte klar sein, ein JEIN schafft Probleme für beide Seiten.

    Die #MeToo Aktivisten sollten den Pfad der Hysterie verlassen und sich aktiv bei Reformen einbringen, das würde Allen Beteiligten helfen.
    Man sollte nicht vergessen das es Opfern schwer schadet wenn ihre Glaubwürdigkeit unterwandert wird.

    1. Das Problem ist dabei auch nicht, dass es keine Beweise gibt.
      Und vor allem auch keine Anzeigen.

      Nur Beschuldigungen.

      Jeder hat einen freien Willen und wenn man nicht durch KO Tropfen außer Gefecht gesetzt wurde, dann steht es jedem frei zu gehen. Man muss nur Prioritäten setzen.
      Ich will und kann das Verhalten von Menschen in erhöhten Positionen nicht entschuldigen, die Sex als Voraussetzung für eine Arbeit einsetzen. Aber zum Sex gehören immer zwei.

      Für mich ist es einfach nur Rufmord, wenn Jahre und Jahrzehnte später Anschuldigungen erhoben werden.
      Wir waren alle nicht dabei.
      Angehende Schauspielerin fragt den Regisseur: „“Wenn ich Dir einen blase, bekomme ich dann die Rolle?“

      27 Jahre später, sagt sie dann: „Er zwang mich zum Oralverkehr. Als er fertig war, sagte er, mir, dass die Rolle mir gehört.“

      Ja, was nun? Aussage gegen Aussage. Jahrzehnte dazwischen. Ich würde als Gericht diese Anklagen einfach abweisen.

      Männer sind immer die Täter. Dabei ist Frau keinen Deut anders. Sie setzt nur andere Waffen ein.
      Sie verführt den Mann und klagt ihn dann an, wenn es nicht so läuft, wie gedacht.

      Das Gleiche bei Cavin Spacy. Er hat seine Hand in der Hose eines anderen und der hält Minutenlang still, wie das Handy beweist. Der Typ hält still und zeigt dann Cavin an.
      Bei mir wäre schon das Berühren meiner Hose zu viel gewesen und Cavin hätte sich eine Ohrfeige gefangen, die garantiert weh getan hätte.

Schreibe einen Kommentar