Russisches Außenministerium: USA fordern von Computerspielen den „Kampf gegen diktatorische Regime“

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums sprach am Mittwoch bei ihrer Pressekonferenz über die Methoden, mit denen die USA Propaganda betreiben. Als Beispiel nannte sie eine Empfehlung aus Washington an Entwickler von Computerspielen, die die gewünschten Feindbilder bereits Kindern und Jugendlichen spielerisch nahe bringen sollen. Da man davon in deutschen Medien nichts hört, habe ich diese offizielle Erklärung des russischen Außenministeriums übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wie bekannt wurde, empfahl Washington den großen amerikanischen Entwicklern von Computerspielen, eine Reihe von Videospielen zu entwickeln, die die jüngere Generation an dem Kampf gegen „diktatorische Regime“ orientieren sollen.

Die Softwareprodukte sollen dazu beitragen, die „Kräfte des Guten und der Gerechtigkeit“ im Kampf gegen „globale Bedrohungen der Demokratie durch Autoritarismus“ zu vereinen. Insbesondere wurden folgende Szenarien entwickelt:

  • Russland führt eine Militäroperation gegen die baltischen Staaten und Osteuropa durch;
  • Der Iran steht kurz davor, eine Atomrakete in Richtung Israel zu starten;
  • China bereitet einen Angriff auf Taiwan und ein Massaker in Hongkong vor;
  • Nordkorea führt Cyberangriffe gegen die Börsen in Tokio, New York und London durch.

Die Spieler werden aufgefordert, eine Reaktionsstrategie aus der Perspektive eines „demokratischen Staates“ zu entwickeln, Verbündete auf ihre Seite zu ziehen und einen gemeinsamen Plan zum Kampf zu entwickeln. Ich frage mich, ob das Szenario der demokratischen Reaktionen auch die Bombardierung friedlicher Städte, europäischer Hauptstädte und von Zivilisten umfasst. Gleichzeitig wird jungen Menschen bewusst eine negative Sicht auf eine Reihe von Ländern gegeben, darunter Russland, während die Konsolidierung der „Kräfte des Guten und der Gerechtigkeit“, so die Autoren dieser Idee, natürlich immer die Vereinigten Staaten sein sollen.

Anstatt sich wirklich mit dem Problem der Globalisierung zu befassen, anstatt zu einer Diskussion über die Globalisierung zurückzukehren, darüber, wie man sie auf eine neue Ebene bringen kann oder wie man eine harmonische Kombination von Globalisierung und dem Erhalt nationaler Identitäten in der Welt erreichen kann, sehen wir, was diese Ideologen tun: Sie teilen die ganze Welt nach dem Prinzip „Gut und Böse“ auf. Dazu verwenden Sie die ganze Reihe von Werkzeugen, die eigentlich der Vergangenheit angehören sollten, nämlich Desinformation und Fakes.

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

3 Gedanken zu „Russisches Außenministerium: USA fordern von Computerspielen den „Kampf gegen diktatorische Regime““

  1. Ja die Guten. Die Guten sind diejenigen, die im Nahen und Mittleren Osten Krieg spielen dürfen ohne Konsequenzen zu erwarten. Ich frage mich wofür die UN noch gut ist.

    Ich bin sicher, dass diese Spiele die Ansichten der jungen Generation beeinflusst, aber sobald sie selbst zu denken lernen, verliert das an Schubkraft. Zumindest dann, wenn sie aufhören jeden Schwachsinn zu glauben, den die Medien auskotzen. Was ziemlich wahrscheinlich ist, weil der Mainstream so unglaubwürdig geworden ist, dass man schon blind, taub und mental eingeschränkt sein muss um das zu übersehen.

    1. Hallo fred_VIE

      Die UN, gibt es das noch? Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt.

      Betreffend der Computerspiele bin ich sicher auch der Ansicht, dass dies die Jungen beeinflusst und dies in einer Qualität wie es seines gleichen sucht. Nehmen wir doch einmal an ein Kind/Jugendlicher verbringt im Durchschnitt mit diesen neuen immer gleichen Feindbildern versehenen Spielen noch gleichviel Zeit wie zur jetzigen Zeit, dann wird dies zur Ideologie.
      Wenn sie selber denken lernen ….. Nun das währe ja löblich. Ich gebe mich auch der Hoffnung hin, dass dieses Mediengerüst zusammenbricht und die Wahrheit obsiegt. Da kann man ja nur hoffen, dass diese Spiele bis dahin nicht allzu grossen Schaden anrichten. Es wird sicher auch nicht bei den Spielen bleiben, den die Schule und der Geschichtsunterricht werden sein Übriges dazu beitragen
      Gruss aus der Schweiz

  2. Hm, vielleicht gehen den Strategen die Ideen aus. Die Menschen richten ihre Meinungen und Taten nicht mehr uneingeschränkt nach der off. Meinung aus. Sie informieren sich umfassender als früher. Deshalb gibt es nun ein Meinungsspektrum von extrem links bis rechts. Entstanden ist es als Folge des extremen Ungleichgewicht in den Gesellschaften. Zu Recht fragt man sich wo die UN Instanzen geblieben sind.

    Es würde Jahre dauern und viel Reden brauchen um von der gewollten Ausbeutung immer größerer Menschenmassen abzulenken also wird umerzogen. Nicht so wie man der UDSSR, der DDR, Cuba oder Venezuela immer unterstellt hat und noch tut, sondern wegen nicht flächendeckenden Kinderbetreuung eben im Park und Freizeitbereich. Die Eltern der zukünftigen „Demokraten“ müssen ja immer länger arbeiten um die Gewinnerwartungen einer kleinen Elite zu erfüllen.

    Ganz subtil wird die Welt schwarz gemalt, jeden Tag kommt etwas dazu.
    z.B.
    Essen macht krank, Essen sollen wir plötzlich Dieses und Jenes nicht.
    Wohnungssuche wird als Chance für einen Neustart deklariert, wohl wissend das dort wo Wohnungen sind Job und Infrastruktur fehlen.
    Den Menschen wird Angst und Schrecken vor diversen Krankheiten eingetrichtert weil man um die Angst vorm Sterben weis.
    Klima Hysterie wird erzeugt und mit Todesangst gespielt aber echte Lösungsvorschläge führen ein Schattendasein.
    Uns mit Schönen Dingen umgeben wird plötzlich egoistisch oder als Luxus gebrandmarkt.
    Achtet einfach einmal und lest von den Webseiten nur die Überschriften.

    Aber das interessanteste ist, der moralische Kompass großer Bevölkerungsteile richtet sich neu aus. Der Elite ist jedes Mittel recht was der Profitmaximierung zuträglich ist, aber die Menschen wollen nur in Ruhe und Frieden ihr Leben leben.

    Wenn Cuba eine Art von Sozialismus leben möchte dann sollen die Menschen das tun. Wenn sie es nicht mehr wollen dann sollen sie das selbst ändern. Wenn sich eine Mischform entwickelt auch gut. Was ich verachte ist der Eingriff von Außen durch Embargos oder militärisch. Früher hieß das mal Wandel durch Handel. Heute hungert die westliche Wertegemeinschaft ganze Länder aus.

    Fragt sich niemand warum Nord Korea sich so abschottet ist oder oft Nahrungsmittel fehlen? Schaut die Sanktionslisten an, da findet man die Antwort.

    Warum wird auf diesen Ländern denn wirklich rum gehackt? Man konnte sich bisher nicht deren Besitz aneignen. Um nichts Anderes geht es.

    Jetzt in Form von Spielen in die freie Meinungsbildung einzugreifen stärkt nur die Akzeptanz von Kriegen zum Nachteil Anderer.
    Blickt auf den Balkan, nach Irak, Vietnam, Afghanistan, Syrien u.s.w.
    Alles Demokratie Kriege wo man die Länder ausplündert, zerstört und dann weiter zieht. Das Elend beseitigen sollen dann Andere.

    Ihr denkt, das ist weit hergeholt? Dann bitte den Link nutzen um sich zu erinnern und mit Heute vergleichen.

    https://file.wikileaks.org/file/cia-afghanistan.pdf

    Ja ja, die armen Frauen und Kinder….

    https://www.n-tv.de/politik/Hat-sich-der-Isaf-Einsatz-gelohnt-article14227746.html

    oder

    Maas wirbt für Afghanistan-Mission –
    Er beschwor bei seinem Besuch, der angekündigte amerikanische Truppenabbau „darf keine Rückkehr in eine schmerzhafte Vergangenheit bedeuten. Was Afghanistan an Verbesserungen im Bereich der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit, aber auch für die Lebensbedingungen vieler vor allem junger Frauen in den letzten Jahren erreicht hat, gilt es zu bewahren. Dafür werden wir uns stark machen, denn das ist auch Voraussetzung für unsere künftige Zusammenarbeit.“

    oder

    https://www.deutschlandfunk.de/nato-einsatz-in-afghanistan-keine-stabilitaet-in-sicht.724.de.html?dram:article_id=392504

    „Für mich war wichtig, dass ich wieder auf die Straße gehen und normal atmen konnte, ohne Burka. Mich hat erst mal nicht interessiert, welches Land einmarschiert, wer hier regiert. Für mich zählte, dass ich normal atmen konnte, ohne dass einer mich kontrolliert, mich fragt, warum ich keine Socken trage und so.“

    Alles Taktik die nicht aufgegangen ist denn es Mangelt nicht an Demokratie nur sieht Diese vielleicht anders aus, so wie hier:

    „Wir dürfen den Männern nicht die Deutungshoheit über die Scharia überlassen“, sagt Amina Hashimi, die gemeinsam mit anderen Jurastudentinnen den Nachmittag in der kleinen Frauenbibliothek verbringt. Sie alle sind Anfang 20 und tragen ihr schwarzes Kopftuch straff gebunden, damit kein Haar herausschaut. Auch ihre bodenlangen dunklen Mäntel lassen keine Spekulationen über das Darunter zu. „Wir wollen nicht, dass der Westen kommt und uns von der Scharia befreit“, sagen sie. „Afghanistan ist ein islamisches Land, und deshalb wollen wir nach islamischen Gesetzen leben.“ Tatsächlich seien Frauen in der Scharia gleichberechtigt, die Taliban und andere Fundamentalisten würden den Islam und die Scharia aber missbrauchen und gegen die Frauen auslegen. Witwen etwa stünden oft völlig mittellos da, weil männliche Verwandte ihnen ihr Land wegnehmen – mit der Begründung, Frauen dürften nicht erben. Die Scharia-Richter, die in solchen Fällen oder auch bei Scheidungen angerufen werden, gäben ihnen meist Recht. „In Wahrheit ist in der Scharia das Erbrecht von Frauen aber ausdrücklich festgeschrieben“, erklärt Amina Hashimi. Die Revolution der Scharia-Studentinnen setzt ganz unten an.“
    http://www.afghanistan-connection.de/die-mission-in-afghanistan-der-groesste-einsatz-in-der-geschichte-der-bundeswehr/

    Und nun noch zum Schurkenstaat Russland. Gäbe es eine ausgewogene Berichterstattung könnte man sich eine Meinung bilden aber ganz sicher nicht so wie es jetzt passiert. Natürlich gibt es auch an Russland Dinge die befremdlich wirken aber die gibt es überall. Aber wenn man mir eine Webseite vorsetzt die das wahre Russland aufzeigen soll dann genügt ein Blick unter Impressum und ich weis wie wahr alles ist.

    Ne, bleibt mir vom Leib mit solchen Demokratieaposteln.

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