Selensky vs. Nationalisten – Das russische Fernsehen über den möglichen Showdown in Kiew

In der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ hat das russische Fernsehen über die Lage in der Ukraine nach der Unterzeichnung der „Steinmeier-Formel“ berichtet, wo seit Tagen die Nationalisten demonstrieren und unverholen Gewalt androhen.

Ich wollte gerade selbst einen Artikel darüber schreiben, wie der Spiegel über die Situation in der Ukraine berichtet. Dort gab es am Sonntag auch endlich einen Artikel über die Proteste. Allerdings hat der Spiegel mal wieder alles verdreht, denn in dem Artikel geht es dann gar nicht in erster Linie um die Proteste in der Ukraine, die ein wirklich großes Problem und auch eine große Gefahr für das Land sind, wie wir gleich noch sehen werden.

Der Spiegel beschäftigt sich stattdessen wieder einmal mit der Steinmeier-Formel und stellt sie falsch da, wenn er schreibt:

„Allerdings interpretieren Russland und die Ukraine die Lösung unterschiedlich. (…) Selenskyj betonte, dass die Lokalwahlen im Donbass nur stattfinden werden, wenn die russischen und von Russland unterstützten Kräfte abziehen und die Ukraine die Kontrolle über ihre Ostgrenze wiedererlangen sollte. Es werde „keine Wahlen unter Gewehrfeuer geben“, sagte Selenskyj.“

Da gibt es nichts zu interpretieren. Die Steinmeier-Formel fügt lediglich einige Details zum Abkommen von Minsk hinzu und dort ist in Punkt 9 eindeutig geregelt, dass es zuerst Kommunalwahlen gibt und danach, wenn die OSZE die Wahl anerkannt hat, die Ukraine die Kontrolle über die Grenze wieder bekommt. Ich habe das hier bereits im Detail und mit allen Quellen erklärt, aber der Spiegel lügt entweder bewusst oder man hat dort weder das Abkommen von Minsk, noch die Steinmeier-Formel gelesen. Ich weiß gar nicht, was schlimmer wäre: Bewusste Lügen der Presse oder derart inkompetente Journalisten.

Kommen wir nun zu dem Beitrag des russischen Fernsehens, denn dort wird sehr gut erklärt, vor welchen Problemen Selensky nun steht, denn in seinem zerrissenen Land ist es den Nationalisten wesentlich lieber, den Krieg fortzusetzen, als eine friedliche Lösung zu suchen. Und seit Dienstag zeigt sich das an den Protesten, die sich schon in diesem Monat zu einem neuen Putschversuch in Kiew hochschaukeln können. Ich habe den Beitrag des russischen Fernsehens daher übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Gute und sehr wichtige Nachrichten kamen diese Woche aus Minsk. Die Kontaktgruppe zum Donbass stimmte schriftlich der sogenannten „Steinmeier-Formel“ zu. Die „Steinmeier-Formel“ ist nach dem amtierenden Bundespräsidenten benannt, der als Außenminister in Merkels Regierung die Etappen des Weges zum Sonderstatus des Donbass vorschlug – durch Kommunalwahlen und Verfassungsänderungen in der Ukraine.

Ein wichtiges Detail ist, dass das ukrainische Parlament zunächst ein neues Gesetz über den Sonderstatus des Donbass verabschieden und es mit den nicht anerkannten Republiken selbst koordinieren muss. Das ist von grundlegender Bedeutung, sonst wird jedes verabschiedete Gesetz über das Schicksal des Donbass, das nicht mit dem Donbass selbst vereinbart wurde, einfach nicht funktionieren. Aber Selensky redet nicht einmal darüber, er will die Nationalisten nicht riezen. Die Hauptsache für ihn ist, dass die hochrangigen Verhandlungen stattfinden.

Hier erklärt Selensky, dass nach der Unterzeichnung der „Formel“ der Weg zum Treffen der Führer Russlands, Frankreichs, Deutschlands und der Ukraine frei wäre, nun müsse nur noch das Datum festgelegt werden. Nach dem Motto „dort wird sich schon alles regeln“: „Als nächstes wird es ein Treffen im „Normandie-Format“ mit dem Präsidenten Frankreichs, der Bundeskanzlerin und dem Präsidenten der Russischen Föderation geben, wo wir über Möglichkeiten zur Beendigung des Krieges im Donbass diskutieren werden“ sagte der Präsident der Ukraine.

So ist es dann aber doch nicht. Tatsächlich war die Unterzeichnung der „Formel“ eine Bedingung Russlands für den „Normandie-Gipfel“. Aber nicht die einzige. Bereits im August sprach Sergej Lawrow auch über die zweite Bedingung: den Abzug der Truppen an bestimmten Stellen der Kontaktlinie im Donbass. Und früher waren alle auch damit einverstanden. Die Entflechtung soll am 7. Oktober beginnen. Wenn alles gut geht, können Sie es in zwei Wochen schaffen. Das sagt zumindest Präsident Putins Berater Wladislaw Surkow.

In der Praxis ist die Entflechtung aber schwieriger. Nun sollen die Kämpfer entweder auf der östlichen Seite der Kontaktlinie, oder im Westen aus ihren befestigten Gräben steigen, die gesicherten Stellungen verlassen und sich mit aller Ausrüstung um mindestens einen Kilometer zurückziehen. Wohin genau? Auf ein freies Feld zu Beginn des Winters? Und gibt es eine realistisch vereinbarte Demarkationslinie? Wo ist sie auf der Karte? Und dann? Gräbt man sich dort wieder ein? Vielleicht ja. Aber wer wird der Erste sein, der seinen Schützengräben verlässt? Und was ist mit der Angst, dass der Feind sie dann sofort einnehmen wird? Mit einem „Krabbensprung“, wie es in der ukrainischen Armee genannt wird. Das ist ein Krieg, in dem Positionen in Blut verteidigt wurden, auf Kosten des Todes von Freunden, das gilt für beide Seiten. Gibt es solche Abmachungen an der Kontaktlinie? Seien wir realistisch: Bis jetzt hat davon noch nichts gehört. Und was am wichtigsten ist: Gibt es einen Befehl zum Rückzug? Ich persönlich habe keine solchen Befehle gefunden, auf keiner Seite. Sind sie vielleicht geheim?

Aber egal wie, zu einer Entflechtung muss es kommen, denn Ergebnisse beim „Normandie-Gipfel“ wollen alle: Europa, die Ukraine und natürlich Russland. Selensky sagt jedoch, dass er das Format erweitern will, indem er die Führer der Vereinigten Staaten und Großbritanniens einlädt. Putin hat nichts dagegen. Aber das ist unrealistisch. Trump hat Selensky geraten, direkt mit Putin zu verhandeln. Und Boris Johnson steht drei Wochen vor dem Brexit, für die Ukraine hat er keine Zeit. Also bleiben sie zu viert und das ist gut so. Im kleinen Kreis kann man besser Lösungen finden.

Doch bevor er zum geplanten Gipfel in Paris fliegt, der nicht vor Ende Oktober stattfinden wird, muss Selensky zu Hause in der Ukraine selbst Ordnung schaffen, um den Rücken frei zu haben. Und das ist das Problem.

Kaum war die Steinmeier-Formel unterschrieben, fanden in Kiew Proteste unter dem Motto „Keine Kapitulation!“ statt. In dieser Woche hielten die Nationalisten ähnliche Demonstrationen in einem Dutzend ukrainischer Städte ab, von Lemberg und Odessa bis Charkiw und Nikolajew, von Mariupol und Dnipro bis Cherson und Krivi Rog.

Petro Poroschenko wirkt im Vergleich mit dieser Opposition sogar gemäßigt: „Die Steinmeier-Formel wurde im Kreml erfunden, sie dient russischen Interessen. Die Unterzeichnung der russischen Formel, der „Putin-Formel“, bedeutet die Lockerung oder gar Aufhebung der Sanktionen gegen Russland. Wir werden ein solches Szenario nicht zulassen“ sagte Poroschenko. Das heißt, für ihn ist es besser, den Krieg in der Ukraine weiter zu führen, Hauptsache die Sanktionen gegen Russland werden nicht aufgehoben.

Der ehemalige Parlamentspräsident und ehemalige Kommandant des Euromaidan, Andrei Paruby, klingt schon schärfer: „Was in Minsk passiert ist, ist ein Versuch, den ukrainischen Staat zu zerschlagen. Alle Unterstützer des Staates müssen sich zusammenschließen, um eine Kapitulation zu verhindern und wir werden sie nicht zulassen.“

Einverstanden. In dem Sinne, dass die Anerkennung des Sonderstatus des Donbass wirklich eine Demontage der gegenwärtigen staatlichen Struktur der Ukraine ist, aber auch eine Chance, ein anderes, lebensfähigeres Staatsmodell zu bauen: ein föderales Modell.

Nach dem föderalen Modell sind Länder wie Deutschland und Russland oder die Vereinigten Staaten recht erfolgreich. Es ist klar, warum ein solches Modell Panik unter den ukrainischen Nationalisten verursacht. Sie sind gegen die Vielfalt der Kulturen in ihrem Land. Aber für die Ukraine ist es eine echte Chance, zumindest das wieder zu kitten, was nach dem Putsch von 2014 noch vom Land übrig geblieben ist. Natürlich kann man weiter rumzicken, aber es ist viel produktiver, die Realität zu erkennen. Aber die Nummer ist wohl noch zu schwierig für den dortigen Zirkus.

Und nun hören wir uns ganz andere Töne an. Es scheint, dass diese Töne in der Ukraine bald dominieren könnten. Hier spricht der ehemalige Kämpfer des „Asov“-Regiments und Führer des Nationalkorps Andrei Biletsky. Der Ausschnitt mag ein wenig lang sein, aber er gibt uns die Gelegenheit, die Stimmung zu spüren: „Wir müssen klar verstehen, dass diese Formel bekämpft werden kann, dass Minsk nicht das Endergebnis ist, dass sowohl die „Steinmeier-Formel“, als auch „Minsk“ selbst, nur billiges Papier sind. Sie sind nicht einmal das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurden. Sie wurden nicht von der Ukraine unterzeichnet, nicht vom Präsidenten – weder vom vorherigen noch vom jetzigen -, auch nicht vom ukrainischen Parlament. Sie wurden von dem Rentner Kutschma auf eine absolut unverständliche Anweisung hin unterzeichnet. Und sie haben keine rechtliche Bedeutung. Da diese Dinge hinter den Kulissen geschehen sind, nicht im Licht der Öffentlichkeit, konnten sie vor den Augen der Ukrainer verborgen werden. Aber weder die vorherige Regierung, die es viel leichter hatte, das Land zu brechen, die Menschen zu belügen, nationale Interessen aufzugeben, den Flughafen, Debalzewo und auch diese heutige Regierung, die es viel einfacher findet, mit Russland zu verhandeln, als ein mächtiges Land aufzubauen, eine mächtige Armee und ihre Territorien selbst zurückzuholen, wird nicht von allein aufgeben. Wir brauchen einen klaren Plan, nicht für einen Tag, nicht für zwei, nicht für heute Abend, nicht für den 14. Oktober. Wir müssen zu einem klaren und langfristigen Protest übergehen. Wenn sie das nicht verstehen, müssen wir bereit sein, schnell zu zivilem Ungehorsam überzugehen. Wir haben Methoden, wie man sie brechen und sie dazu bringen kann, dem sogenannten „Abkommen von Minsk“ eine Absage zu erteilen.“

Der 14. Oktober ist der Geburtstag der ukrainischen Rebellenarmee UPA. An diesem Tag marschieren die Nationalisten jedes Jahr in Fackelzügen durch die Städte. Nun droht der rücksichtslose Anführer des „Nationalen Korps“, Biletsky Selensky, buchstäblich mit einem neuen Staatsstreich: „Wir sollten uns nicht nur unter Fahnen versammeln, sondern müssen jeden Tag in allen Regionen, auf den Straßen unserer Städte und Dörfer kämpfen. Wir werden sie auf jeden Fall brechen, wir werden sie bekämpfen“ sagte Biletsky weiter.

Wenn er von Methoden spricht, die Regierung zu „brechen“, sollte man sich keinen Illusionen hingeben. Das ist eine direkte Drohung mit einer gewaltsamen Machtergreifung, einem neuen Staatsstreich. Wenn Selensky wirklich die Linie des Friedens fortsetzen will, wird er jetzt unweigerlich gezwungen sein, staatliche Gewalt einzusetzen, anders werden die Nationalisten nicht zu stoppen sein. Er kann sich dabei auf die Mehrheit der ukrainischen Bürger, die ihn gewählt haben, und der Tatsache stützen, dass es dieses Mal keine Unterstützung von außen für einen Putsch gibt.

Das ist der Moment der Wahrheit, er kommt in diesen Tagen. Und dies ist kein Film mehr, in dem man die Rolle eines Präsidenten spielen und dann das Make-up von Präsident Goloborodko (Anm. d. Übers.: Das war der Name des fiktiven Präsidenten, den Selensky in einer Fernsehserie gespielt hat) abwaschen und nach Hause gehen kann. Hier gibt es kein Make-up und keinen auswendig gelernten Text. Kurz gesagt, in naher Zukunft wird sich zeigen, wer in der Ukraine die Initiative ergreifen und wer Erfolg haben wird. Die nächste Zeit wird zeigen, wohin sich die Ukraine wirklich bewegt. In Paris, Berlin und noch mehr in Moskau hoffen alle auf Selensky, weil er für den Frieden ist.

Ende der Übersetzung


Wenn Sie sich für die Ukraine nach dem Maidan und für die Ereignisse des Jahres 2014 interessieren, als der Maidan stattfand, als die Krim zu Russland wechselte und als der Bürgerkrieg losgetreten wurde, sollten Sie sich die Beschreibung zu meinem Buch einmal ansehen, in dem ich diese Ereignisse detailliert auf ca. 670 Seiten genau beschreibe. In diesen Ereignissen liegt der Grund, warum wir heute wieder von einem neuen Kalten Krieg sprechen. Obwohl es um das Jahr 2014 geht, sind diese Ereignisse als Grund für die heutige politische Situation also hochaktuell, denn wer die heutige Situation verstehen will, muss ihre Ursachen kennen.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

12 Gedanken zu „Selensky vs. Nationalisten – Das russische Fernsehen über den möglichen Showdown in Kiew“

  1. Apropos „inkompetente Journalisten“!

    Das ZDF hat heute natürlich auch groß über die Demo in Kiew berichtet. Angeblich fürchten „die Ukrainer“, die Ostukraine „an Russland zu verlieren“. Als ob das überhaupt zur Disposition stünde! Und daß sowohl die Autonomie als auch die Wahlen dort Inhalt des von der Ukraine schon 2015 unterzeichneten „Minsker Abkommens“ sind, wurde natürlich mit keinem Wort erwähnt. Dafür schwafelte man noch etwas von nun anstehenden „Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland“…. Ähm.. nein, ihr Trolle! Die Ukraine muß mit den „Separatisten“ verhandeln! Nicht mit Russland!

    Die übernehmen echt weiter 1:1 die Propaganda der Rechten in der Ukraine!

    1. Wenn der Donbass entscheiden könnte, ob er bei der Ukraine bleibt oder sich Russland anschließt, wäre der Konflikt längst beendet, denn „hier wollen alle zu Russland“ hieß es schon aus dem Donbass. Bei NATO-Claus vom ZDF verstehen sie nicht, dass der Donbass mit dem Kiewer US-Marionettenregime nichts zu schaffen haben will. Außerdem, und das verschweigt der Staatssender ZDF natürlich auch, hat Prooschenko schon im November 2014 eine Blockade gegen den Donbass verhängt, die 2017 noch massiv erweitert wurde! Der Donbass ist praktisch, als Ergebnis der Kiewer Gewaltpolitik de facto bei Russland! Den Inhalt des Minsker Abkommens, obwohl von jedermann einsehbar, meiden die deutschen Medien wie der Teufel das Weihwasser! Aber weil immer mehr durchsickert, dass Russland aus dem Abkommen heraus keinerlei Verpflichtungen zu erfüllen hat, weil es nicht einmal im Abkommen erwähnt wird, so wird nur noch auf die Umsetzung des Abkommens verwiesen, aber nicht mehr darauf, dass Russland seine Verpflichtungen nicht erfüllt! Und, wie du sagst, es wird unterschlagen, dass Kiew mit den Volksrepubliken zu verhandeln hat, nicht aber mit Russland!

      1. Das Verrückte ist ja überhaupt daß seitens der EU zB. die Sanktionen gegen Russland mit der Erfüllung von „Minsk“ verknüpft werden, obwohl Russland gar kein Vertragspartner ist. Russland KANN also „Minsk“ gar nicht erfüllen. Russland kann allenfalls auf die Rebellen einwirken – was umgekehrt aber eben auch bedeutet, daß die EU auf die Ukraine einwirken müßte, „Minsk“ endlich umzusetzen. Das passiert aber nicht!

        Mit der Blockade hast du natürlich absolut recht, Auch so ein punkt, der in den „Qualitätsmedien“ nicht vorkommt. Ich erinnere mich noch daran, daß man sich kurzzeitig darüber empörte, daß die bekannte Opernsängerin Anna Netrebko schon vor Jahren Geld an die Mitarbeiter einer Oper in der Ostukraine spendete (Donezk?), aber mit keinem Wort erwähnte, daß das aus purer Not geschah, weil die Mitarbeiter ihre Löhne nicht mehr ausbezahlt bekamen. Die hatte Kiew gesperrt – ebenso wie die Rentenzahlungen für die Ostukraine. Bis heute müssen Rentner über die Frontlinie gehen, sich dort ihre Rente abholen und gleich vor Ort ausgeben, weil sie mit dem Geld in der Ostukraine nichts anfangen können. Die Hriwna ist dort kein normales Zahlungsmittel mehr, weil auch die Banken, das ganze Zahlungssystem von Kiew abgekoppelt wurde. Aber wenn dann Russland Rubel in die Ostukraine karrt, damit dort noch so einfache Dinge wie der Lebensmittelkauf funktionieren, wird behauptet, Russland annektiere defacto die Ostukraine….

        Leider wird immer nur der eine Teil in den Medien erwähnt….

        1. Man fasst sich angesichts dessen wirklich nur noch an den Kopf! Ich hatte es ja schon mal geschrieben, warum wird die Krim eigentlich noch sanktioniert, müsste die „Annexion“ nicht schon Strafe genug sein? Ich habe bei einer Veranstaltung mal den Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik für Deutschland, einen gewissen Patrick Lobis diesbezüglich gefragt, ihn ebenso darauf hingwiesen, dass die EU Bürger durch die russischen Gegensanktionen selbst Mrd. Verluste erleiden. Der wusste gar nicht, was er auf eine solche Frage antworten sollte und log oder wusste auch nicht, dass das Assoziierungsabkommen einen militärischen Teil enthielt. Mit solchen Hirnamputierten haben wir es hier zu tun, es ist unglaublich!

    2. Es wäre völlig egal, was diese Kleber’s usw. alles so vom „Leder ziehen“. Bisher hatten sie es nur geschafft, in der gesamten EU die Wahrheiten zu verbiegen dass es eben gelang, Russland mittels Sanktionen eindämmen zu wollen…

      Wollten ! Noch Wollen ! Doch bald nicht mehr KÖNNEN !

      Nun beginnt gerade bei ihnen die Phase, wie sie ihre Millionen von „hörigen Sessel-Demokraten“, welche ihnen alles glauben… weil was die „Tagesschau & HEUTE sagen, ist die sauber recherchierte Wahrheit, die fast niemand in Zweifel zieht, krampfhaft bei der Stange halten wollen. Noch funktioniert es ja… Die Millionen denken in der Regel von „12 bis Mittag“ . Warum sollen sie auch, man hat ja den Sessel, auf dem man sitzt, es ist warm, der Kühlschrank ist voll… Und in der Garage steht auch was. der Leierkasten dudelt.. Alles GUT:

      Doch….abwarten. Es ändert sich in Kürze:

      Aufgrund der nun absolut veränderten Grundsituation in der Ukraine habe ich selbst meinen alten Blog am Wochenende wieder stellvertretend mit einem weiteren aktiviert, weil der alte noch als Archiv gebraucht wird. Er wurde stillgelegt in 2017, weil neben Minsk2 nur noch ein Ereignis eben Sinn machte, darüber zu berichten. Damit die Tagesereignisse eben dieses Ereignis nicht übertünschen, beschloss ich, so lange zu warten, bis es wieder Sinn macht.

      Nun, nachdem sich Selenskyj von allen in die Ecke drängen lässt …. machts wieder richtig Sinn darüber mit zu denken, was denn die Fortsetzung (und oder ) Alternative zu Minsk2 ist

      https://donbassstimme.wordpress.com/2019/10/06/ohne-durchgreifende-entnazifizierung-der-ukraine-wird-es-keinen-frieden-wohlstand-im-bandera-staat-geben/

      Status Quo – Deutsche Leitmedien ARD & ZDF

      Doch nun wirds brenzlig für sie alle. Das Treffen der des Franzosen und der Deutschen mit dem Präsidenten der russischen Föderation Putin findet in Paris statt. Nicht in Berlin . Und dort regiert nun mal jemand, der kann die Merkel genauso wenig ab, wie ….auch ich .

      Stellt sich nur die Frage: Wird Macron die „Alte Dame“ schützen- oder benutzen, um sich selbst noch weiter ins Licht zu stellen. Ich denke, er ist ein Machtmensch, der auch über die Merkel hinwegfegt. Und das kann er auch. Ihre Lügengeschichten sind dermaßen offensichtlich, dass es fast kracht. Zudem muss man bedenken, dass die russischen Journalisten in Paris schon aktiv werden…

      Live-Pressejkonerenzen etc…. Das wird fein.

      Die Wahrheiten der letzten 5 Jahre, warum sehr viel Geld verloren wurde durch die EU-Staaten durch die russischen Gegensanktionen, die Wahrheit über die bösartigen Machenschaften der Kanzlerin werden bekannt werden.
      Diese Medien können viel steuern, doch die Nazis , welche durch ihre Mithilfe zu Ruhm und Ehre kamen in der Ukraine, diese Nazis schaffen sie nicht. Und es wird hart werden. Sehr hart…. Nicht nur für die Ukraine.

  2. Wie dieser Konflikt gelößt werden könnte, ist mir inzwischen fast so schleierhaft, wie eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes.
    Es wird viel davon abhängen, ob und inwiefern der Donbaß noch mit der Ukraine kann.
    Das sollte man nicht völlig ausschließen, für den Fall, daß die Verzweiflung dort so groß ist, als daß man nur noch will, das Elend möge ein Ende haben – egal wie.
    Schließlich dauert das ganze jetzt schon länger als der Große Vaterländische Krieg.

    Und wie sich im Falle eines erneuten Putsches die RF verhalten wird, ist auch eine spannende Frage.
    Ich erinnere da nur an die recht klare Ansage Putins unmittelbar vor der Fußball-WM auf die Frage, was geschähe, wenn Kiew den Donbaßkonflikt vor oder während der WM eskalieren würde.

    Schließlich scheint auch viel davon abzuhängen, wie sich die Amerikaner ihr weiteres Arrangement dort so vorstellen – wenn es dumm kommt – so wie im Nahen Osten. Nur – eine dauerhaft instabile Situation hier zu erhalten, dürfte nicht ganz so einfach sein, wie auf ihrer Lieblingsspielwiese.

    Nicht zuletzt wird es auch darauf ankommen, inwieweit und wie nachhaltig die Propaganda das Klima bezüglich des Verhältnisses zur RF, vergiftet hat.
    Gerade die Jugend ist für derartige „Übungen“ recht anfällig.

    Die Europäer lasse ich mal außen vor, ich sehe nicht, dass die hier überhaupt einen Plan haben, man ist da wohl z.Z. auch viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

  3. Die Spiegel-Verdrehung, die ÖR-Nachrichten und Selenskys Absicht, das Normandie-Format zu erweitern sind alle mit derselben Strategie:
    Minsk und Steinmeier-Formel so modifizieren, dass (1) die Rechtsradikalen mitmachen und (2) für allen Russland (wieder) die Schuld gegeben werden kann.

    Man erinnere sich an das „Abkommen“ beim Maidan (unter deutschem Patronat, Steinmeier als Außenminister) und an die Krim.

    Nicht von Ungefähr hat Merkel ja wieder sehr absolut „festgestellt“, dass eine (auch nur teilweise) Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland nicht infrage komme. Erst müsste Russland „Bedingungen“ erfüllt habe.

    Per Saldo hängt es (nur) von Trump ab. Wenn er veranlasst, dass die Rechten nicht weiter unterstützt werden (auch keine Trainingsausbildung in Deutschland von der Bundewehr u.v.m.) und das durchsetzen kann (50% Chance), gibt es eine Lösung. Sonst nicht.

    Also: Abwarten bis nach den US-Wahlen. Vorher ist alles möglich. Schließlich ist der immer noch nicht aufgegebene Wille, in den Krieg Russland direkt reinzuziehen und eine direkte Konfrontation NATO-Russland zu provozieren, wobei die Falken in der NATO natürlich davon ausgehen, dass dann Russland einknicken würde.

    Selensky ist nur eine Marionette. Man beachte, wer ihn protektioniert. (Im Moment hat der „Stripppenzieher“ aber gewechselt, also hat er eine Direktrive mehr.)

    1. @wp007
      (..) Nicht von Ungefähr hat Merkel ja wieder sehr absolut „festgestellt“, dass eine (auch nur teilweise) Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland nicht infrage komme. Erst müsste Russland „Bedingungen“ erfüllt habe.(..)
      https://donbassstimme.wordpress.com/2019/10/06/ohne-durchgreifende-entnazifizierung-der-ukraine-wird-es-keinen-frieden-wohlstand-im-bandera-staat-geben/

      Den Zahn bekommt sie in Paris gezogen . Dort braucht der Präsident Putin sich nicht mehr zu beherrschen, wie das noch 2017 in Moskau der Fall war ( Video im Link) Dort in Paris, wird sich das Blatt wenden. So wie ich diesen Franzosen einschätze, wird er analog G7 vielleicht sogar eine Vertretung der Donbass-Republiken einladen. Weil das ist der nächste Schritt für Selenskyj , nämlich die Verfassungsänderung mit dem Donbass zu besprechen.

      Wenn Selenskyj unter den Augen der Weltöffentlichkeit NICHT Minsk2-Konform reagiert, hat es sich, mit der UKRAINE.

      Schaun wir mal… !

  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Ihor_Kolomojskyj

    besitzt neben der ukrainischen die israelische und zypriotische Staatsbürgerschaft…

    Ihor Kolomojskyj – Maidan unterstützt
    Ihor Kolomojskyj – Asov und div. andere Gleichgesinnte unterstützt
    Ihor Kolomojskyj – Selensky unterstützt
    Ihor Kolomojskyj – Burisma – Förderlizenzen Ostukraine

    Aleksander Kwasniewski – Burisma – bis Nov. 2013 Sonderbeauftragter der EU für Ukraine.

    „The Biden family’s dealings with this Ukrainian company involved getting one of the country’s most notorious mob bankers, Ihor Kolomoisky, off the U.S. government visa ban list. Under Biden’s leadership, $3 billion in aid went to Ukraine, and his son’s company was implicated in the disappearance of $1.8 billion of that money.“
    „Die Geschäfte der Familie Biden mit diesem ukrainischen Unternehmen beinhalteten, dass einer der berüchtigtsten Mob-Banker des Landes, Ihor Kolomoisky, von der Liste der Visa-Verbote der US-Regierung gestrichen wurde. Unter Bidens Führung gingen 3 Milliarden Dollar an Hilfsgütern in die Ukraine, und die Firma seines Sohnes war am Verschwinden von 1,8 Milliarden Dollar dieses Geldes beteiligt.“

    https://pjmedia.com/trending/did-biden-save-this-ukraine-firm-responsible-for-1-8b-in-missing-aid-his-son-is-on-the-board/

    https://www.sueddeutsche.de/politik/kolomoisky-praesidentschaftswahl-in-der-ukraine-selensky-1.4418172

    https://consortiumnews.com/2014/03/01/ukraine-one-regime-change-too-many/

    https://www.zeit.de/politik/2014-04/wir-amis-ukraine-usa-deutschland

    Selensky wird schon liefern müssen denn die Geldgeber wollen nicht ewig warten.

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