„Ukraine-Skandal“: US-Demokraten hatten Kontakt zu Whistleblower, bevor er den Bericht geschrieben hat

Gibt es den „Ukraine-Skandal“ überhaupt oder ist er von den US-Demokraten erfunden und konstruiert worden? Letzteres scheint der Fall zu sein, wie man in der New York Times lesen kann.

Am Dienstag habe ich bereits darüber berichtet, dass der Bericht des Whistleblowers, der den sogenannten „Ukraine-Skandal“ ins Rollen gebracht hat, gemäß den internen Richtlinien für Berichte von Whistleblowern gar nicht hätte bearbeitet werden dürfen. Dass er doch bearbeitet wurde, lag daran, dass diese Regeln im September so verändert wurden, dass er doch zulässig wurde. Diese Änderung wurde in dem im September veröffentlichten Dokument auf August zurückdatiert. Pikant daran: Der Bericht des Whistleblowers ist vom 12. August. Die Details finden Sie hier.

Das hat bei mir den Verdacht geweckt, dass da mindestens jemand den Bericht gesehen und sich gedacht hat: „Damit können wir Trump schaden“. Daraufhin wurden dann die Richtlinien geändert und der eben noch unzulässige Bericht wurde zulässig gemacht und das ganze wurde so zurückdatiert, dass es passte. Es hätte aber auch so sein können, dass der Whistleblower und Trumps Gegner unter einer Decke stecken und sich abgesprochen haben.

Das klingt jetzt wie eine total krasse Verschwörungstheorie, oder?

Der Zufall wollte es so, dass der Mann, der die Sache in die Öffentlichkeit gebracht hat, Adam Schiff ist. Der Mann ist Demokrat und Vorsitzender des Ausschusses für Geheimdienste im Repräsentantenhaus. Ein Mann also, der durchaus Einfluss auf diese Richtlinie hat. Er könnte also damit zu tun haben, war mein Gedanke.

Das war mir dann doch zu schräg, um es zu schreiben. Also habe ich nur geschrieben, dass es bei der Geschichte zu viele „zufällig“ zusammenfallende zeitliche Ereignisse gibt, so dass der Verdacht nahe liegt, jemand habe den Bericht gesehen und dann die Richtlinie verändert.

Aber nun scheint das ganz und gar nicht mehr „zu schräg“ zu sein, denn die New York Times berichtete am späten Abend des 2. Oktober, dass der Whistleblower Adam Schiff kontaktiert habe, bevor er seinen Bericht geschrieben hat. Und mehr noch, das ist kein Gerücht, das hat der Sprecher von Adam Schiff, Patrick Boland, der New York Times bestätigt.

Adam Schiff, der die Sache Ende September losgetreten hat, die nun zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump führen soll, hatte also Kontakt zu dem Whistleblower, bevor der seinen Bericht geschrieben hat. Daraufhin wurden die Richtlinien für die Berichte so verändert, dass der Bericht angenommen und geprüft werden konnte und für diese Richtlinien ist Schiff als zuständiger Ausschussvorsitzender (mit) verantwortlich.

Bei der Änderung der Richtlinie ging es um folgendes: Whistleblower durften ursprünglich nur Dinge melden, die sie selbst erlebt haben. Gerüchte über Dinge, die sie von anderen gehört haben, durften nicht gemeldet werden. Das hat einen durchaus vernünftigen Grund: In den oberen Etagen einer Regierung geht es um geheime Unterlagen. Wenn dort plötzlich alle über alles reden, dann betreiben sie Geheimnisverrat, was man juristisch auch noch als Spionage auslegen kann, je nachdem, wer die Informationen in die Hände bekommt. Das sollte natürlich nicht gefördert werden, daher die Regel, dass Whistleblower der Aufsicht nur über das berichten durften, was sie selbst erlebt haben.

Aber der Whistleblower in diesem Fall hat nichts von all dem, worüber er berichtet hat, selbst erlebt. Er beschreibt ausführlich, dass er alles nur aus zweiter oder dritter Hand gehört hat und auch seine Quellen, also von wem er was gehört hat, gibt er nicht an. Daher besteht der Bericht im Grunde nur aus Klatsch und Tratsch aus der Kantine der Regierungsbehörden und hätte im August sofort im Mülleimer landen müssen.

Der Bericht des Whistleblowers hat mich von Anfang an stutzig gemacht, denn als er veröffentlicht wurde, stand da nichts drin, was nicht ohnehin bekannt war. Der Bericht ist neun Seiten lang, auf den ersten anderthalb Seiten beschreibt er ausführlich, dass er nichts von all dem, worüber er berichtet, selbst erlebt hat. Er beruft sich auf „mehr als ein halbes Dutzend“ Quellen bei der Regierung, nennt aber nicht eine einzige.

Dann berichtet er kurz auf weniger als einer Seite über den Inhalt des fraglichen Telefonates zwischen Trump und Selensky. Den Inhalt gibt er korrekt wieder, aber er behauptet, Trump hätte Druck auf Selensky ausgeübt. Das Telefonat war zu dem Zeitpunkt, als der Whistleblower-Bericht veröffentlicht wurde, aber auch schon veröffentlicht worden. Aus dem Telefonat geht klar hervor, dass es keinerlei Druck von Trump gegeben hat, im Gegenteil hat Trump bei Selensky offene Türen eingerannt.

Danach stehen auf weiteren ca. sieben Seiten keinerlei Neuigkeiten mehr, sondern nur noch eine Aneinanderreihung von Pressemeldungen, die teilweise seit Monaten bekannt waren. Der Bericht enthält schlicht nichts, was das ganze Theater, dass in Washington und den deutschen Medien veranstaltet wird, rechtfertigt.

Daher hatte ich, als ich danach auch noch gesehen habe, dass die Richtlinien „zufällig“ zur selben Zeit geändert wurden, als der Bericht geschrieben wurde, schon den Verdacht, dass da jemand gemauschelt hat. Und wie immer bewahrheitet sich der Satz, dass es in der Politik keine Zufälle gibt. Offensichtlich war das ganze ein abgekartertes Spiel von Adam Schiff, dem Trump auch bereits vorgeworfen hat, einen Putsch in den USA zu organisieren. Nach der Meldung aus der New York Times scheint das ganz und gar nicht mehr abwegig zu sein.

Bleibt noch hinzuzufügen, dass der Sprecher von Adam Schiff laut New York Times noch mitgeteilt hat, dass ein solcher vorheriger Kontakt zwischen Adam Schiff und Whistleblowern ganz normal sei.

Das jedoch ist merkwürdig, denn der Dienstweg ist folgender: Ein Whistleblower schreibt seinen Bericht und reicht ihn beim Generalinspekteur für die Geheimdienste ein. Der prüft dann den Bericht und wenn er zu dem Schluss kommt, dass mögliches Fehlverhalten oder sicherheitsrelevante Vergehen in der Regierung so „glaubwürdig“ und „dringend“ bestätigt sind, dass auch eine Befassung des Kongresses erforderlich ist, gibt er den Bericht weiter. Aber nicht etwa an den Kongress, sondern an den Geheimdienstdirektor, der dann entscheidet, ob der Bericht an den Kongress geht. Und erst wenn der Geheimdienstdirektor das entscheidet, kommt der Bericht auf den Schreibtisch des Ausschusses, dessen Vorsitzender Adam Schiff ist.

Wenn der Whistleblower sich schon an Schiff gewandt hat, bevor er seinen Bericht geschrieben hat, hat er alle Hierarchien verletzt.

Aber wenn Schiff und der Whistleblower die Sache gemeinsam ausgetüftelt haben, dann erklärt sich plötzlich, warum erstens die beiden schon vorher Kontakt hatten und warum zweitens genau zum passenden Zeitpunkt die Richtlinien für die Berichte verändert wurden.

Und noch etwas ist plötzlich schlüssig. Als die ersten Meldungen über den anstehenden Skandal kamen, wurde berichtet, dass der Geheimdienstdirektor den Bericht für unwichtig gehalten und nicht an den Ausschuss weitergeleitet hat. Das ist angesichts des inhaltslosen Berichtes nicht wirklich verwunderlich. Im Spiegel stand dazu am 20. September:

„Die Demokraten im Repräsentantenhaus haben nun Wind von der Sache bekommen. Sie versuchen seit einigen Tagen zu ergründen, worum es geht.“

Das ergibt nach der Meldung aus der New York Times plötzlich Sinn, denn der Demokrat Adam Schiff kannte den Bericht ja schon und wartete nun darauf, dass er auf seinen Schreibtisch geflattert kam. Er kam aber nicht geflattert und so begann Schiff zu suchen, er wusste ja, wo und wonach er suchen musste.

Und auch die Tatsache, dass der Bericht keinerlei Namen und außer dem Inhalt des Telefonates auch keinerlei Fakten nennt, verwundert nun nicht mehr. Der Whistleblower wird wissen, welches Risiko er eingeht, wenn er bei einer Intrige zum Sturz des Präsidenten mitspielt. Daher hat er seinen Bericht so inhaltslos gehalten, dass ihm im Falle eines Misserfolgs niemand juristisch einen Strick drehen kann. Er hat ja auf sieben von neun Seiten nur über ohnehin bekannte Pressemeldungen geschrieben.

Fazit: Die Sache stinkt zum Himmel und sieht nach einer von langer Hand eingefädelten Intrige der Demokraten aus.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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