Ukraine-Update: Poroschenko beugt sich der Staatsanwaltschaft

Nachdem der ukrainische Noch-Präsident lange Vorladungen der ukrainischen Staatsanwaltschaft ignoriert hat, hat er nun nachgegeben und sich befragen lassen.

Vor knapp einer Woche habe ich im Detail darüber berichtet, dass Poroschenko Vorladungen der ukrainischen Staatsanwaltschaft ignoriert hat, die ihn zu den Todesschüssen des Maidan verhören wollte. Die Details dazu finden Sie hier.

Inzwischen hat Poroschenko nachgegeben und hat sowohl das Protokoll eines Verhöres mit ihm aus dem Jahr 2016 unterschrieben, was er bislang verweigert hatte, und er hat sich am Freitag auch endlich von der Staatsanwaltschaft als Zeuge zu den Todesschüssen vom Maidan befragen lassen.

Details der Vernehmung wurden nicht bekannt, Poroschenko selbst hatte auf Twitter bestätigt, der Staatsanwaltschaft Rede und Antwort gestanden zu haben.

Wenn Sie sich für die Ukraine nach dem Maidan und für die Ereignisse des Jahre 2014 interessieren, als der Maidan stattfand, als die Krim zu Russland wechselte und als der Bürgerkrieg losgetreten wurde, sollten Sie sich die Beschreibung zu meinem Buch einmal ansehen, in dem ich diese Ereignisse detailliert auf ca. 800 Seiten genau beschreibe. In diesen Ereignissen liegt der Grund, warum wir heute wieder von einem neuen Kalten Krieg sprechen. Obwohl es um das Jahr 2014 geht, sind diese Ereignisse als Grund für die heutige politische Situation also hochaktuell, denn wer die heutige Situation verstehen will, muss ihre Ursachen kennen.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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