Venezuela: USA geben Guaido fast 100 Millionen für seinen Putsch

In dieser Woche haben die USA weitere knapp 100 Millionen US-Dollar für „den Kampf für die Freiheit“ in Venezuela freigegeben. Das teilte der selbsternannte Übergangspräsident Guaido mit.

Am Dienstag hat Guaido in einer Pressemitteilung verkündet:

„Die Regierung von Präsident Donald Trump und Venezuelas legitime Regierung unter der Führung von Interimspräsident Juan Guaydo haben ein historisches bilaterales Abkommen unterzeichnet, in dessen Rahmen die Vereinigten Staaten 98 Millionen US-Dollar zur Unterstützung von Venezuelas Kampf für Freiheit und Wiederaufbau in Folge des Chaos, der Zerstörung und der beispiellosen humanitären Krise, die durch das illegitime Regime von Nicolas Maduro verursacht wurde, zur Verfügung stellen.“

Das bedeutet, dass die USA der Opposition in Venezuela in letzter Zeit sage und schreibe fast 570 Millionen zur Verfügung gestellt haben. Das aktuelle Abkommen hat der Chef von USAID unterschrieben.

USAID ist nicht etwa eine humanitäre Organisation, wie der Name vermuten lässt, es ist eine US-Behörde. Die Aufgabe der Behörde ist nicht humanitäre Hilfe, sondern die Unterstützung der US-Wirtschaft mit dem Ziel, in anderen Ländern die Märkte zu öffnen und staatliche Firmen an US-Firmen zu „privatisieren“. Dazu bekommt USAID gigantische Mittel für Propaganda, was dort als „Unterstützung der freien Medien“ umschrieben wird. Allein für den Informationskrieg gegen Russland hat USAID in diesem Jahr ein Zusatzbudget von fast 600 Millionen Dollar bekommen.

Venezuela wird von den USA mit Sanktionen wirtschaftlich erdrosselt, während die westlichen Medien von einer „schweren Wirtschaftskrise“ reden. Dabei sind die Sanktionen der direkte Grund für das Elend im Land. Da sind die nun freigegebenen Gelder keine gute Nachricht, denn es bedeutet, dass die USA noch lange nicht aufgegeben haben und das Elend der Menschen in Venezuela weitergeht. Und dass die US-Sanktionen auch die Lieferung von Medikamenten verbieten und damit direkt Menschen töten, wird in den „Qualitätsmedien“ ebenfalls nicht thematisiert.

Und es hat sie auch nicht interessiert, dass Guaido enge Kontakte zur Drogenmafia hat. Aber wen wundert´s? Auch die Bundesregierung fand das nicht wichtig.

Guaido scheint sich jedenfalls über die Finanzspritze jedenfalls zu freuen und hat für den 24. Oktober neue Aktionen angekündigt.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

5 Gedanken zu „Venezuela: USA geben Guaido fast 100 Millionen für seinen Putsch“

  1. Absolut verrückt wie offen und unbeeindruckt von der öffentlichen Meinung die USA inzwischen andere Regierungssysteme stürzt oder zu stürzen versucht. Alles unbefragt mit öffentlichem Steuergeld der Bürger (plus privatem Sofakriegergeld von steuerbefreiten Think Tanks u. drgl.).
    Und fast noch augenscheinlicher, es wird nicht mal mehr versucht besonders geschickt vorzugehen. Guaido war von Beginn weg keine gute Wahl für ein Regierungssturzvorhaben und ist inzwischen bei uns und ganz sicher auch in Südamerika quer durch die (nicht systemgebundene) Presselandschaft gezogen worden. Man versucht nicht mal mehr Glaubwürdigkeit zu heucheln – wie mit „ihrem“ Waffenarsenal geht die USA auch mit „ihrem“ Geld um – immer mit Kanonen auf die Spatzen!

    1. Interessant wäre auch, woher das Geld stammt!
      Es würde mich nicht wundern, wenn es das Geld aus dem Erlös der Erdölexporte Venezuelas wäre, das die USA „eingefroren“ haben. Also das Eigentum Venezuelas.

  2. ein haupt – grund, warum venzuela, angegriffen wird,
    ist dass viele menschen dort, das selbst – bestimmungs – recht,
    bereits am anwenden ist. siehe artikel 1, im zivil – pakt,
    durch eine, (name) national – versammlung. in mehreren ländern
    läuft oder lief so etwas. somit steht die „menschheit“ auf,
    um endlich frieden zu haben. manche nennen das, volks – versammlung / vv .

  3. Schlimm. Man klickt den “ ANTI “ an und wird von dem hochgezüchtetem Pfeifenkopf fast aufgefressen…. Schnell weg …
    Übrigens… die Amis können dem auch noch mal 100 Milliönchen in den Wertesten stecken… Der „Brülles“ ist ein verbranntes Kind.

    Denke, so manch einem/r, gerade in Berlin, wäre die Meldung über den nicht erklärbaren Selbstmord… des Nasenbärs keine unangenehm aufzufassende Meldung….

    .

Schreibe einen Kommentar