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Weitere Fotos bestätigen Guaidos Kontakte zur kolumbianischen Drogenmafia

Der sogenannte „Übergangspräsident“ Venezuelas, Guiado, scheint enge Kontakte zur kolumbianischen Drogenmafia zu haben. Darüber habe ich bereits vor zwei Tagen berichtet, inzwischen sind neue Fotos aufgetaucht, die Guaido mit Anführern des Drogenkartells „Los Rastrojos“ zeigen.

Im Februar hat Guaido trotz einer vom venezolanischen Gericht verhängten Ausreisesperre das Land verlassen und versucht, von Kolumbien aus mit US-Unterstützung wieder ins Land zu kommen, um die Regierung Maduro zu stürzen. Ungeklärt war bisher, wie Guaido nach Kolumbien gekommen ist. Darauf scheint es nun eine Antwort zu geben, die die Fotos zeigen. Guaido hatte anscheinend Unterstützung von der kolumbianischen Drogenmafia.

Fotos vom Februar zeigen Guaido mit den Führern des Drogenkartells, offensichtlich, nachdem er in Kolumbien angekommen ist. Zu den ersten Fotos sagte Guaido noch, er kenne die Männer nicht, sie wollten einfach nur ein Selfie mit ihm machen. Nun jedoch sind noch mehr Fotos aufgetaucht, die seine Version widerlegen.

Dass die CIA enge Kontakte zu südamerikanischen Drogenkartellen hat, ist ein offenes Geheimnis, wobei seit der Iran-Contra-Affäre eigentlich nicht mehr von einem „Geheimnis“ die Rede sein kann. Die CIA hatte damals Drogen aus Mittelamerika in die USA geschmuggelt und mit den Einnahmen schwarze Kassen gebildet, um illegale Waffenlieferungen an den Iran zu finanzieren. Der Skandal landete zwar vor Gericht, aber dass die CIA ihre Kontakte zur Drogenmafia aufgegeben hätte, wurde nie gemeldet. Da liegt es nahe, dass die USA, die Guaido unterstützen, die Drogenmafia aus Kolumbien eingeschaltet haben, um Guaido logistisch zu unterstützen.

Es gibt von kolumbianischen Menschenrechtsorganisationen Meldungen über mindestens einen Mordversuch an einem Mann, der ebenfalls zum Kartell gehören soll und mit Guaido fotografiert wurde. Demnach sollte der Mann als Zeuge ausgeschaltet werden.

Die Bundesregierung indessen stellt sich dumm und teilte mit, sie wisse nichts über Guaidos Verbindungen zur Drogenmafia und US-Außenminister Pompeo teilte mit, er glaube Guaidos Aussage, er kenne die Männer nicht, die mit ihm fotografiert wurden. Das war, bevor die neuen Fotos aufgetaucht sind. Mal sehen, ob und was die USA nun zu den Fotos sagen.

Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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