Fall Navalny: Welche begründeten Zweifel an der „zweifelsfreien“ Vergiftung einen zur Verzweiflung bringen

Der Fall Navalny wird immer merkwürdiger und man bekommt das Gefühl, dass sich die deutsche Regierung mittlerweile sehr unwohl mit ihrer Geschichte fühlt, Navalny sei vergiftet worden. Jedenfalls versucht die Bundesregierung derzeit, von sich abzulenken und die Verantwortung für die Vorwürfe gegen Russland auf andere abzuschieben.

Es ist ein merkwürdiges Theater, das wir derzeit erleben. Die Bundesregierung hat im Brustton der Überzeugung mitgeteilt, Navalny sei „zweifelsfrei“ mit Novitschok vergiftet worden. Nur Beweise bleibt die Regierung schuldig. Man soll ihr einfach glauben. Dann kam die Meldung, auch andere Labore hätten die These bestätigt. Aber die Organisation zur Überwachung des Verbots chemischer Waffen (OPCW), das für solche Fälle zuständig ist, bekam ebenfalls keine deutsche Laborergebnisse, sondern nur einen Brief mit den aus der Presse bekannten Behauptungen. Die Regierungssprecher verwickelten sich bei dem Thema auf Nachfrage in Widersprüche.

Aber der Reihe nach.

Die „zweifelsfreie“ Vergiftung

In Russland haben die Ärzte keine Hinweise auf eine Vergiftung von Navalny gefunden. Auch die Charite hat in ihrer eigene Untersuchung nur Symptome für eine Vergiftung gefunden, die aber auch andere Ursachen haben können. Erst ein Bundeswehrlabor (also eine der Bundesregierung gegenüber weisungsgebundene Behörde) will dann angeblich Novitschok in Proben von Navalny und an einer Flasche gefunden haben. Vom Bundeswehrlabor gibt es dazu keine Presseerklärung, es gibt keine vorgestellten Laborergebnisse, es gibt lediglich die Erklärungen von Kanzlerin, Ministern und Regierungssprechern, denen wir alle blind glauben sollen.

Dabei haben sich die Regierungssprecher in Widersprüche verwickelt. Zuerst haben sie verkündet, die Testergebnisse seien der OPCW übergeben worden. Dann aber hat der russische Vertreter bei der OPCW gemeldet, dass das nicht stimmt, es sei lediglich ein kurzer Brief gekommen, der das wiederholt, was man auch in der Presse lesen kann. Aber weder Proben, noch Laborergebnisse habe Deutschland übermittelt.

Auf Nachfrage mussten die Regierungssprecher dem russischen Vertreter Recht geben und ihre ursprüngliche Erklärung richtigstellen und erklärten dann, man habe die OPCW „in Kenntnis gesetzt“, was aber etwas ganz anderes ist, als „die Testergebnisse sind der OPCW übergeben“ worden.

Fall Nawalny: Bundesregierung verstrickt sich in Widersprüche

Um ihre Version zu bestätigen, die deutschen Laborergebnisse – die niemand bisher gesehen hat – seien korrekt, hat die Bundesregierung dann nachgelegt und in einer Pressemeldung mitgeteilt, auch Labore in Schweden und Frankreich seien zu dem gleichen Ergebnisse gekommen:

„Die Bundesregierung hat zudem mit Frankreich und Schweden weitere europäische Partner um eine unabhängige Überprüfung des deutschen Nachweises anhand erneuter Proben von Herrn Nawalny gebeten. Die Ergebnisse dieser Überprüfung durch Speziallabore in Frankreich und Schweden liegen nunmehr vor und bestätigen den deutschen Nachweis.
Unabhängig von den noch laufenden Untersuchungen der OVCW haben damit nun bereits drei Labore unabhängig voneinander den Nachweis eines Nervenkampfstoffes aus der Nowitschok-Gruppe als Ursache der Vergiftung von Herrn Nawalny erbracht.“

Wir halten fest: Wieder sollen wir den Erklärungen der Regierung blind glauben, denn auch dieses Mal wurden keine Laborergebnisse präsentiert, wir erfahren nicht einmal, welche Labore in Schweden und Frankreich es gewesen sind. Auch weiterhin wird erwartet, dass wir blind glauben, was die Regierung uns verkündet.

Überprüfung durch das OPCW

Das OPCW ist eine formell unabhängige Organisation, die aber in ihren Stimmrechten und in ihren Institutionen vom Westen dominiert ist und sich bereits bei angeblichen Giftgasvorfällen in Syrien diskreditiert hat, denn es gab diverse Whistleblower, die sich über Fälschungen in den Abschlussberichten beschwert haben; die präsentierten Ergebnisse der OPCW seien politisch begründet und nicht faktenbasiert. Über diese Whistleblower haben die westlichen „Qualitätsmedien“ geschwiegen und die westlichen Regierungen sind darüber hinweg gegangen, lediglich Russland hat, wenn auch – dank der westlichen Stimmenmehrheit bei der OPCW – vergeblich, Aufklärung gefordert.

Im Fall Skripal hat das OPCW erst nach ca. drei Wochen Proben nehmen können und entgegen westlicher Medienberichte waren die von der OPCW präsentierten Ergebnisse ganz und gar eindeutig, einen klaren Hinweis auf Russland oder auch nur auf Novitschok konnte man beim OPCW nicht finden.

Diese Spiel wiederholt sich nun. Das OPCW hat von Deutschland nämlich nicht die Proben bekommen, die das Bundeswehrlabor analysiert hat, sondern durfte – wieder erst drei Wochen nach dem vermeintlichen Giftanschlag – bei Navalny Proben nehmen. Der Spiegel berichtete dazu am 14. September (wobei er die deutsche Abkürzung für die OPCW verwendet hat):

„Die OVCW habe „Proben von Herrn Nawalny entnommen und die nötigen Schritte eingeleitet, um diese durch Referenzlabore der OVCW untersuchen zu lassen“.“

Was auch immer das OPCW dabei herausfinden mag, Novitschok dürfte nach drei Wochen nicht mehr nachweisbar sein, es ist in so geringen Dosen tödlich, dass es nach drei Wochen längst aus dem Körper eines Überlebenden ausgeschieden worden ist. Man darf gespannt sein, was die OPCW am Ende meldet. Und man fragt sich, warum die OPCW keinen Zugriff auf die Proben (oder auch nur die Testergebnisse) des Bundeswehrlabors bekommt, wenn alles so „zweifelsfrei“ erwiesen ist.

Bundesregierung stiehlt sich aus der Verantwortung

Russland hat schon vor Wochen ein Rechtshilfegesuchen an die deutsche Justiz gestellt, auf das aber noch keine Antwort vorliegt. Gleichzeitig soll Russland gefälligst Antworten liefern, meldet die deutsche Regierung. Und anstatt kritische Fragen zu stellen, spielen die deutschen Medien das Spiel mit.

Stattdessen verweist die Bundesregierung nun auf die Untersuchung der OPCW, deren Ergebnisse ja noch gar nicht vorliegen. Russland soll sich nach Meinung der Bundesregierung an die OPCW wenden und nicht an Deutschland. Man schiebt den schwarzen Peter in Berlin also an die OPCW. Ich wiederhole: Man kann ungeduldig auf deren Ergebnis warten, das man sehr aufmerksam lesen sollte. Und ich wiederhole ebenfalls: Wenn alles so „zweifelsfrei“ ist, warum werden die Laborergebnisse und die Proben des Bundeswehrlabors nicht veröffentlicht oder zumindest der OPCW übergeben, wenn man sie schon nicht an Russland übergeben will?

Die geheimnisvolle Wasserflasche

Zuerst wurde in den Medien mitgeteilt, Navalny sei auf dem Flughafen in Tomsk mit Tee vergiftet worden. Nach seiner Evakuierung nach Berlin tauchte dann eine geheimnisvolle Wasserflasche auf, an der Spuren von Novitschok gefunden worden seien, wie unter anderem der Spiegel meldete:

„Man habe die Spuren nicht nur im Blut, im Urin und in Hautproben Nawalnys gefunden, sondern auch an einer Flasche, die er auf der Reise dabeigehabt hatte. Seine Angehörigen hatten sie nach dem Zusammenbruch des Politikers aufbewahrt und den Ärzten in Berlin übergeben. Vermutlich hatte Nawalny aus der Flasche getrunken, als er bereits vergiftet war, und so die Spuren des Gifts dort hinterlassen“, schrieb der Spiegel.“

Jeder, der schon mal geflogen ist, weiß, dass man keine Wasserflasche ins Flugzeug nehmen darf, es sei denn, man hat sie nach dem Passieren der Sicherheitskontrolle auf dem Flughafen gekauft. Das Problem ist, dass weder Navalny, noch seine Begleiter dort eine Wasserflasche gekauft haben. Aber woher kommt dann die geheimnisvolle Wasserflasche?

Und auch in Omsk, wo Navalny behandelt und seine Utensilien untersucht wurden, gab es keine Wasserflasche. Die tauchte erst in Deutschland auf, mitgebracht hatten sie angeblich „seine Angehörigen.“ Das sollte man präzisieren, denn es war keine Angehörige, die die Flasche präsentiert hat, sondern die geheimnisvolle sechste Begleiterin von Navalny, Maria Pewtschich.

Pewtschich war die einzige Begleiterin Navalnys, die sich in Russland dem Verhör durch die Polizei entzogen hat, indem sie – anscheinend zusammen mit Navalny – nach Deutschland geflogen ist. Über diese geheimnisvolle Frau und ihre Verbindungen habe ich ausführlich berichtet, den Artikel finden Sie hier.

Deutschland ignoriert auch zweites russisches Rechtshilfegesuchen

Aufgrund all dieser merkwürdigen Umstände hat die russische Staatsanwaltschaft inzwischen bereits ein zweites Rechtshilfegesuchen an Deutschland geschickt. Der Sprecher der russischen Staatsanwaltschaft sagte dazu:

„Seine Testergebnisse sind wichtig für eine vollständige, objektive und umfassende Ermittlung der Umstände der Geschehnisse. In diesem Zusammenhang hat die Generalstaatsanwaltschaft Russlands ein zusätzliches Rechtshilfegesuchen zur Übergabe der Unterlagen der von den Gremien des (deutschen) Innenministeriums durchgeführten Untersuchungen gestellt. Es geht darum, uns die Erklärungen der Ärzte und Informationen und Kopien medizinischer Dokumente zur Verfügung zu stellen.“

Das ist eine berechtigte Forderung. Wenn Deutschland tatsächlich Aufklärung will und sich seiner Ergebnisse sicher ist, was hindert Deutschland dann daran, diese Dinge zur Verfügung zu stellen? Wie soll Russland etwas untersuchen, was es selbst nicht festgestellt hat, wenn es keine Informationen bekommt, wonach genau man suchen soll? Und sollte Russland tatsächlich Schuld sein und lügen, dann wäre es doch nur logisch und kinderleicht, Russland öffentlich und transparent der Lüge zu überführen.

Deutschland hingegen versteckt sich nun hinter der OPCW und verweigert die Zusammenarbeit mit Russland, kritisiert Russland aber gleichzeitig, nicht zusammenarbeiten zu wollen. Klingt absurd, ist aber so.

Am 14. September hat Bundesaußenkasper Heiko Maas bei einer Pressekonferenz mit dem irakischen Außenminister erneut mitgeteilt, Russland solle sich bei seiner Bitte um Informationen an das OPCW wenden und nicht an Deutschland. Das hat zu einer ziemlich aufgebrachten Reaktion der Sprecherin des russischen Außenministeriums geführt, die auch auf Deutsch auf der Seite der russischen Botschaft in Berlin veröffentlicht wurde. Sie sagt unter anderem (den kompletten Text finden Sie hier):

„Diese Position der deutschen Seite verstehen wir als eine Ausrede, die darauf hindeutet, dass man sich in Deutschland der Wahrheitsfindung im Fall Nawalny verweigert.“

Auch der russische Außenminister Lawrow wurde im russischen Fernsehen nach der russischen Position befragt und seine Antwort war:

„Hätten wir jetzt ein Strafverfahren eingeleitet, wofür wir keine rechtlichen Gründe haben, weshalb ja die Generalstaatsanwaltschaft am 27. August von deutscher Seite Rechtshilfe beantragt hat, was wäre dann von Anfang an geschehen, als das passiert ist? Sie (die Ermittler) hätten die Piloten, die Passagiere des Flugzeugs und die Ärzte befragt. Sie hätten erfahren, was die Ärzte in der Phase herausgefunden haben, als Alexej Navalny ins Omsker Krankenhaus gebracht wurde und welche Medikamente verabreicht wurden. Sie hätten diejenigen befragt, die mit ihm in Kontakt gewesen sind. Und all dies ist geschehen: Sie haben die fünf befragt, die ihn begleitetet und an den Aktivitäten der vergangenen Tage teilgenommen haben, bevor Navalny das Flugzeug bestiegen hat; Sie haben alle befragt, die in Tomsk auf den Flug nach Moskau gewartet haben, die in der Bar etwas bestellt haben, haben herausgefunden, was bestellt und getrunken wurde. Die sechste Dame, die ihn begleitet hat, ist, wie Sie wissen, entkommen. (Anm. d. Übers.: Das ist die geheimnisvolle Maria Pewtschich, über die man in den deutschen „Qualitätsmedien“ kein Wort erfährt)
Es heißt, dass sie es war, die die Flasche, die davor niemand gesehen hat, dem deutschen Labor übergeben hat. Selbst wenn all dies offizielle staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wären, hätten wir nicht mehr tun können.
Mir scheint, dass unsere westlichen Partner alle Grenzen der ´Vernunft und des Anstandes überschritten haben. Im Grunde fordert man uns nun auf, „zu gestehen“. Wir werden gefragt: Ihr glaubt den deutschen Spezialisten der Bundeswehr nicht? Wie kann das angehen? Ihre Ergebnisse wurden von den Franzosen und Schweden bestätigt. Glaubt Ihr denen etwa auch nicht? Diese Position beginnt leider, an andere Zeiten zu erinnern. Arroganz und das Gefühl der eigenen Unfehlbarkeit gab es in Europa bereits und sie haben zu sehr traurigen Folgen geführt.“

Aber in den „Qualitätsmedien“ erfährt man von all dem nichts, da liest man den ganzen Tag nur das Wort „zweifelsfrei“, an das man ganz fest glauben muss. Allerdings sagten schon meine Lehrer auf dem Gymnasium immer, wenn ich „glaubte“, etwas sei eben so: „Glauben kannst Du in der Kirche, ich will eine Erklärung hören!“

Vielleicht sollte man all die Kasper, die in Deutschland für Politik und Medienberichte zuständig sind, nochmal zur Schule schicken…?

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

11 Gedanken zu „Fall Navalny: Welche begründeten Zweifel an der „zweifelsfreien“ Vergiftung einen zur Verzweiflung bringen“

  1. Da Heiko Maas bis zum heutigen Tage keine Fakten vorlegte, dass er nicht persönlich an diesem Giftattentat beteiligt war, muss das Volk mithin davon ausgehen, dass Heiko Maas sowohl der Auftraggeber als auch der Attentäter (in Frauenkleidern) war.

  2. Es heißt übrigens „Rechtshilfeersuchen“. „er“, nicht „ge“. Viellelicht bist du schon ein bischen zu lange in Russland? 😉

    Mir ist etwas aufgefallen, was ich gern erklärt bekommen möchte:

    „Im Fall Skripal hat das OPCW erst nach ca. drei Wochen Proben nehmen können und entgegen westlicher Medienberichte waren die von der OPCW präsentierten Ergebnisse ganz und gar eindeutig, einen klaren Hinweis auf Russland oder auch nur auf Novitschok konnte man beim OPCW nicht finden.“

    Das ist mir neu! Mein Kenntnisstand war bisher, daß die OPCW keine eigenen Proben nahm, sondern solche von den Briten bekam, und in denen einwandfrei Nowitschok „von hoher Reinheit“ gefunden hätte. Das paßt nicht zu deinem Text. Was stimmt nun?

    1. „Während das OPCW sich nicht dazu äußerte, woher das Gift stammt, wiederholte Johnson seine Schuldzuweisung an Russland. „Es gibt keinen Zweifel daran, was benutzt wurde, und es bleibt keine andere Erklärung, wer dafür verantwortlich ist – nur Russland hat die Mittel, das Motiv und die Bilanz“, sagte der Außenminister.

      Für kommenden Mittwoch hat die britische Regierung eine Sitzung des OPCW-Rats einberufen, um die nächsten Schritte zu diskutieren. „Der Kreml muss Antworten geben“, forderte Johnson.“

      Zu dem Zeitpunkt mussten immer mehr Nato Staaten zugeben selbst im Besitz des Giftes zu sein. Der israelische GD ging damal von 20 Ländern aus. Außerdem wurde das Zeug damals an zahlende Kunden verscherbelt. Alle tragen sozusagen den Fingerprint des russischen Labors.

      Die Strukturformel von Mirsajanow scheint sich wohl durchgesetzt zu haben.
      Der Laborheini damals hat das Zeug verkauft und sich selbst 4 Ampullen je 0,25 ml in die Garage gepackt. Wie viel ml braucht man für eine tödliche Vergiftung?

      Allein daran sieht man, nicht Russland hat Skripals vergiftet sondern allerhöchstens jemand der Zugriff auf das Material hatte. Gleiches gilt für Navalny.

      Die OPCW hat Nowischok bestätigt aber keine Beschuldigung gegen Russland ausgesprochen.

      Hier ein Musterbeispiel im Fall von Skripal

      Von „Spionen“ die so hart spionierten das gleich 2 Länder sie nicht anklagten bis zur Unterschlagung einer weiteren Substanz.

      https://www.watson.ch/schweiz/russland/281299865-5-fragen-und-antworten-zur-verwicklung-des-labor-spiez-in-die-skripal-affaere

      „Das ist die späte DDR, wie sie leibt und lebt, verkörpert durch grünes Führungspersonal wie Katrin Göring-Eckardt, Jürgen Trittin und Cem Özdemir. Wo Fakten, Argumente und vor allem offene Fragen nicht ins Weltbild passen, werden sie der Ideologie geopfert. Beim „Fall Nawalny“ geschieht das in einer krassen, geradezu fanatischen Weise, dass einem der Atem stockt. Woher diese Melange aus Vorurteil, Ressentiment, Kriminalisierungs- und Verdammungswahn gegenüber der russischen Regierung? Sollten diese Leute in Deutschland Regierungsverantwortung übernehmen? Besser nicht.“

      https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/wie-im-affekt

    1. https://www.youtube.com/watch?v=DJpHQdEeErA

      https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-05/geheimdienst-nowitschok-bnd-nervengift-russland

      „Der BND ging damals – in Abstimmung mit dem Kanzleramt – auf den Vorschlag ein. Eine heikle Operation: Konnte man eine russische Chemiewaffe einfach so in die Bundesrepublik bringen? Man entschied sich schließlich für einen anderen Weg: Die Frau des Überläufern brachte die Proben der tödlichen Substanz im Handgepäck per Flugzeug von Russland nach Schweden. In einem dortigen Labor war das Gift dann untersucht worden.

      Im August 2001 hatte die schwedische Zeitung „Expressen“ bereits über diese abenteuerliche Operation berichtet.“

      Ganz nebenbei, im Handgepäck lässt der BND eine Chemiewaffe transportieren so wie es zufällig auch angeblich die Skripal Täter getan haben sollen.

      „Nach dem Ende des Kalten Kriegs hat der Bundesnachrichtendienst eine Probe des tödlichen Kampfstoffs Nowitschok nach Europa geholt. Das zu tun, war seine Pflicht.“

      „Der BND durfte nicht nur, er musste so handeln. Dies ist keine zweite Plutonium-Affäre, die dem Dienst einmal zu Recht einen Untersuchungsausschuss des Bundestages einbrachte. 1994 waren BND-Agenten als Agents Provocateurs aufgetreten, hatten in Russland viel Geld für Nuklearmaterial angeboten. Schließlich kam hochgiftiges Plutonium in einer Lufthansa-Maschine nach München. Damals hatten der BND und andere westliche Geheimdienste erst mit Lockvogelangeboten jenen Markt geschaffen, den sie anschließend bekämpfen wollten. Als dieser gefährliche Unsinn endete, endete auch der Schmuggel.“

      https://www.sueddeutsche.de/politik/bnd-deutschland-brauchte-den-zugang-zu-nowitschok-1.3983835

  3. Bisher ist heute Nawalny aus den deutschen Zeitungen verschwunden, selbst zum Teil neuere Hinweise aus den Suchfunktionen. Ich habe Die Welt, Focus, Spiegel, FAZ und Süddeutsche Zeitung über die App’s angesehen.

    Mal sehen was wird? Gut dass wir eine freie und unabhängige Presse haben.

    1. Deutschland braucht eine GASLOSE Zeit ….

      Sie- die stattliche StAAtLICHE Presse – hat den Faden verloren, weil Merkel mal wieder die Reaktionen von Russland falsch sich prognostizieren ließ. Die Verselbständigung von Worten, welche in jedem Mitgliedsstaat der EU mal anders gelesen werden, von den StAAlichen Pressen eines jeden EU-Staates, bringt das wohlbehütete Anwendungskonzept in Konfliktfällen völlig aus der Bahn.
      Nun hoffen wir mal nicht, dass Merkel das einzig RICHTIGE tut, was zu tun, die einzige Möglichkeit bedeuten würde, die russische Seele zu besänftigen….
      Das sie eben einen neuen Nullpunkt setzt und eine Rede verfasst, die man in Russland als Entschuldigung auffassen könnte . Nur das könnte einen Prozess stoppen, der einzig noch dazu in der Lage scheint, dass dieses „auf den Hund gekommenes Deutschland “ noch retten kann…

      ttps://www.facebook.com/707180039367921/photos/a.712473192171939/3326479597437939/

      Über Arschlöcher zu reden wird langweilig…. Für jeden… !

      Mit Arschlöcher zu reden, wird ab gewissen überschrittenen ROTEN LINIEN unmöglich. Es bleibt einem Normalem dann nur noch ein einziger Weg, eben dem Arschloch zu zeigen, dass er eines ist…

      Thats all

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