Geschichtsfälschung oder „peinlicher Fehler“? Laut Spiegel haben die USA Auschwitz befreit

Im Westen greift ein Geschichtsrevisionismus zum Zweiten Weltkrieg um sich, der noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre. Oder sind das alles nur „Versehen“?

Wenn es einmal passiert, kann man an Zufall glauben. Aber wenn es mehrmals gleichzeitig passiert, dann wird das schwierig. Wovon ist die Rede?

Es geht um die Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren. Vor einigen Tagen hat mir ein Leser das Titelbild des Artikels geschickt und ich habe es für ein Fake gehalten. Das war es aber nicht, ich bitte den Leser an dieser Stelle um Entschuldigung.

Tatsächlich hat der Spiegel zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz geschrieben, US-Truppen hätten Auschwitz befreit. Der Spiegel hat das auf Twitter selbst eingestanden, es war kein Fake.

Nun bin ich (und ich glaube die meisten Leser des Anti-Spiegel) von diesem „Qualitätsmedium“ ja einiges gewohnt und ich bin nur noch schwer zu überraschen. Der Spiegel lügt gerne mal offen und dreist und verändert seine Artikel, wenn die Lügen nachgewiesen werden still und heimlich. All das kenne ich schon.

Aber das der Spiegel allen Ernstes die Befreiung von Auschwitz den USA anheftet, ist entweder so dreist, dass mir die Worte fehlen, oder es ist ein Zeichen für eine grenzenlose Dummheit und Bildungsferne, dass ich mich frage, wie der Redakteur, der so etwas fabriziert hat, überhaupt die erste Klasse abgeschlossen hat.

Aber gut, das wäre ja als Dummheit noch irgendwie akzeptabel, aber es ist wohl keine Dummheit, denn es hat System. Auch die US-Botschaft in Dänemark hat den gleichen „peinlichen Fehler“ gemacht. Die US-Botschaft in Dänemark hat zum Jahrestag der Auschwitz-Befreiung auf Dänisch getwittert:

„Heute ist Internationaler Holocaust-Gedenktag. Vor 75 Jahren befreiten amerikanische Soldaten das Lager Auschwitz-Birkenau.“

Auch dort gab es natürlich einen Shistorm, aber die US-Botschaft hat fast 35 Stunden gebraucht, um den Tweet richtig zu stellen.

Wenn solche Fehler überall gleichzeitig passieren, wer mag da an Zufälle glauben?

Russland wehrt sich inzwischen massiv gegen die Versuche des Westens, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs umzuschreiben. Putin hat gerade erst tausende Dokumente aus der Zeit freigegeben, die nun in einem neuen Institut der Öffentlichkeit und der Wissenschaft zugänglich gemacht werden sollen.

Dabei geht es in erster Linie um einen Streit zwischen Polen und Russland um die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges, der inzwischen so weit eskaliert ist, dass die polnische Regierung keinen Vertreter zum Holocaust-Gedenktag nach Israel geschickt hat. Dabei lag Auschwitz auf immerhin in Polen.

Übrigens haben auch die deutsche Medien vor diesem Gedenktag nicht halt gemacht. Ein Kommentar in der Tagesschau stellte den Tiefpunkt dessen dar, was deutsche Medien sich zu diesem Thema je geleistet haben. Anstatt das Gedenken an die Opfer in den Mittelpunkt zu stellen, wurde der Gedenktag von der Tagesschau zu billigster, anti-russischer Meinungsmache missbraucht.

Das ist besonders ekelhaft, weil es erstens die Rote Armee war, die Auschwitz befreit hat (auch wenn der Spiegel das manchmal anders sieht) und zweitens, weil jeder zweite Tote des Zweiten Weltkriegs ein Sowjetbürger war. Wenigstens an diesem Datum hätte die Tagesschau ein wenig Pietät zeigen und sich auf die Opfer konzentrieren können (auch die 27 Millionen Sowjetbürger, vor allem Russen, Weißrussen und Ukrainer). Aber das ist für diese Redaktion wohl zu viel verlangt.

Dass all dies Zufall war, kann man noch aus einem anderen Grund bezweifeln. Auf dem Holocaust-Gedenktag in Israel hat der US-Vizepräsident eine Rede gehalten. Und in der Rede hat er die Sowjetunion und ihre Soldaten, die Auschwitz befreit haben, nicht einmal erwähnt. Er sprach nur von Soldaten, die in das Lager gekommen sind und verschwieg deren Nationalität kurzerhand.

Ist das wirklich alles nur Zufall? Wenn ja, warum passiert es ausgerechnet jetzt plötzlich so gehäuft? Oder ist es vielleicht der Versuch, tatsächlich die Geschichte umzuschreiben und man macht nun die ersten kleinen Schritte? Wir werden es bald sehen, denn in diesem Jahr jährt sich das Kriegsende zum 75. Mal und wir werden reichliche Gelegenheit bekommen, darüber Artikel und Reportagen zu sehen.

Ich werde sie sehr aufmerksam verfolgen.

Nachtrag: Von Zufall kann wirklich keine Rede sein. Auch die EU-schließt sich dem Neusprech, also der Geschichtsfälschung, an. Das Ganze hat Orwell´sche Züge.

Die „Gemeinsame Erklärung der Präsidentin Ursula von der Leyen sowie der Präsidenten Charles Michel und David Sassoli im Vorfeld des 75. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz-Birkenau“ beginnt mit den Worten:

„Vor 75 Jahren haben die Alliierten das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit.“

Die Sowjetunion, die Auschwitz befreit hat, wird mit keinen Wort erwähnt. Auch nicht ihr Rechtsnachfolger Russland oder die Millionen Opfer in Russland, die der Krieg und damit am Ende auch die Befreiung von Auschwitz gefordert hat.


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Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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    • Eure Seite hat sich dummerweise als sie die Wahl hatte für Kohls eigentlich lächerlichen Versprechungen entschieden. Wobei das andererseits ein hervorragender Einstieg war, um direkt zu lernen wie man das hier im Wertewesen so handhabt mit dem Verarschen.

      Herr Röper, auch ich glaube nicht mehr an Fehler. Die passieren einfach zu einseitig oder hat schon mal wer einen Fehler mitbekommen, wo Russland ausversehen besser und nicht schlechter zu einem Sachverhalt dargestellt wurde?

      • Welche Versprechen Kohls waren denn lächerlich und warum?
        Kohl war der letzte der noch deutsche und europäische Interessen vertreten hat.
        Schröder hat seine eigenen Interessen vertreten, Merkel vertritt die der USA.

        • Stichwort "blühende Landschaften"?
          Erinnere dich bitte, dass das Gegenmodell von Lafontaine zunächst eine Angleichung der Wirtschaftsräume vorsah und die DDR z.B. auch ihre Währung behalten sollte. Das ist natürlich ein längerer Weg und ob das am Ende DAS Ergolgsmodell geworden wäre, kann ich nicht beurteilen, aber mit dem Modell DM drüberstülpen und ihr kriegt blühende Landschaften, war das Ergebnis bereits ziemlich klar vorgezeichnet.
          Und ich habe nicht Kohls Europapolitik bewertet. Und auch wenn Kohl aus der Perspektive der heutigen Politik fast wie das Ideal eines positiven Politikers erscheint, so ist das für mich eher Ausdruck dessen wie im Arsch unsere Politik heute eigentlich ist.

    • Gute Frage, "Heldenverehrung" findet dort Grenzen wo die Wahrheit siegt.

      Aber ich denke, das vorsätzlich an der Geschichte gedreht wird. Man will das russische Volk damit demütigen. Ein Blick auf den Globus und jedem ist klar was die Rote Armee leistete. Es wird immer ein geschichtlicher Fakt bleiben das der Osten der BRD von der Roten Armee befreit wurde. Es liegt an jedem Einzelnen von uns dafür zu sorgen die Wahrheit zu schützen.
      Zu dieser Wahrheit gehören die deutschen Verbrechen, die internationalen Verstrickungen, die Verbrechen an der Zivilbevölkerung u.a.m.

      Es heißt doch immer vollmundig das wir aus der Geschichte gefälligst lernen sollen und ich habe gelernt. Ich habe gelernt, das Hass kein guter Berater ist, das man sich seine Vertragspartner genau ansehen sollte, das gleiches Recht für alle gilt und Verbrechen bestraft gehören.

      Wie aber ist die Realität? Wer hat sich von der UN einen Persilschein für Verbrechen geben lassen? Die USA mit der Begründung Verbrechen selbst zu bestrafen. Wie diese Bestrafung aussieht kennen wir. Die NATO Länder erteilen sich gegenseitig Persilscheine.

      Das Erste was im Krieg stirbt ist die Wahrheit, jeder weis das aber es gibt keinen Ort der sich der Wahrheit verpflichtet sieht.
      Und genau diesen Umstand macht man sich zu nutze, verklärt, verschweigt, lügt mit dem Ziel zu demütigen und herabzuwürdigen.

      Im Falle von Russland bieten sich 2 Großereignisse an, die Oktoberrevolution und der 2. Weltkrieg.

  • Nun, Lüge und Wahrheit liegen heute immer sehr weit auseinander.
    Also zeitlich gesehen...und ich bin immer wieder erstaunt, was man aus der NS-Zeit heute so alles "neu" auf den Weg gebracht...

    Ist doch auch die "Mietpreisbremse" keine neue "Erfindung" der SPD/Grünen/Linken.
    Beim Kopieren der "Mietpreisbremse" von 1936, haben die nicht mal die damaligen Ausnahmen umgearbeitet. Sie haben die gleich mal 1:1 übernommen.
    Beim "Mindestlohn" hat SPD/Grüne gleich mal ins Jahr 1933 gegriffen.

    Und ganz toll...-SGB2- Hartz4.
    Dessen Ursprung ist eine Kombination des Gesetzes vom 20.Dezember 1938, wo die Juden aus der Arbeitslosenhilfe ausgegliedert wurden
    http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&datum=1938&page=1827&size=45
    und der dann folgenden Arbeitslosenhilfe von 3.September 1939 (wo die Juden wieder Arbeitslosenhilfe bekamen).
    http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&datum=1939&size=45&page=1905

    Und ja, die heutigen Jobcenter sind doch auch nicht erst 2005 gegründet wurden...nannten sich von 1938 bis 1945 nur etwas anders. Begann aber auch mit J-Judenabteilungen (in Berlin: "Zentrale Dienststelle für Juden).
    Pervers ist jedoch, dass sie damaligen Hauptakteure der Zwangsarbeit (Arbeitsamt) und die angliederten Judenabteilungen (heutige Jobcenter), heute wieder 1:1 da sind und aus dem Reicharbeitsministerium - sorry, muss ja jetzt BMAS lauten- wieder mit "Heil" unterzeichnet wird...

  • Zitat: "Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf, aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."
    Damit ist alles gesagt. Wer da noch an Zufälle glaubt, glaubt auch, dass in Brasilien brasilianisch gesprochen wird.

  • Natürlich ist das kein Zufall. Das sind die Anfänge, die Geschichte umzuschreiben. Wer von den Transatlantikern braucht schon positive Meldungen über Russland? Heute wird so ein Fake veröffentlicht, es wird sich natürlich entschuldigt, und morgen erscheinen irgendwelche dummen Meldungen, für die sich dann nicht mehr entschuldigt wird. Und das Motto lautet, es wird schon etwas bei den dummen Menschen im Gedächtnis hängen bleiben. In kleinen Schritten wird das Ganze vorbereitet und umgesetzt. Die polnischen Politiker, zusammen mit den Zwergstaaten im Baltikum werden die restlichen EU Staaten schon in die richtige Richtung pressen. Dann noch die Umzüge der Nazis in der Ukraine, die ihren Nazi Helden huldigen und wo Straßennamen nach Nazigrößen umbenannt werden. Darüber berichten unsere Medien auch nicht. Auch Zufall? Wo bleibt da die Entschuldigung? Alles ein abgekartetes "Spiel"!

    • "Dann noch die Umzüge der Nazis in der Ukraine, die ihren Nazi Helden huldigen und wo Straßennamen nach Nazigrößen umbenannt werden."

      Nein nein, das sind doch keine Nazis. Kennst du etwa nicht die Geschichte der Ukraine?

      "Der Anschluss der Hetman- Ukraine 1654 an das Moskauer Zarenreich war nicht nur für die ukrainische Geschichte von höchster Bedeutung, er veränderte auch die Staatenwelt Europas und legte den Grundstein zum eigentlichen Aufstieg Russlands. Seither ist die ukrainische Geschichte eng mit der russischen verbunden. "

      https://d-nb.info/1077702671/34 Seite 27

      ""Wir ersuchen Sie zaristische Majestät: Verstoßen Sie uns nicht von Ihrer Gunst; und wir beten zu Gott, dass Ihre zaristische Majestät, als gläubige orthodoxe Souveränität, über uns als Zar und Autokrat walten mag. In der göttlichen Vereinigung des orthodoxen Glaubens liegt unsere Hoffnung, woraus jeder unser Feind umkommt""

      https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Perejaslaw#Folgen

      "Nach der Revolution 1905 wurde das Druckverbot für ukrainische Schriften aufgehoben, ukrainische Vertreter ließen sich in das neugeschaffene Parlament, die Duma, wählen. Ein reges
      politisches Leben der verschiedenen politischen Richtungen der ukrainischen Nationalbewegung entfaltete sich und bereitete den Grund für den ersten unabhängigen ukrainischen Staat des 20.
      Jahrhunderts am Ende des Ersten Weltkrieges. Dieser Staat, Die ukrainische Volksrepublik, war allerdings die Frucht der gesamtrussländischen Revolution, bis dahin hatte nur eine kleine
      Minderheit der ukrainischen politischen Kräfte die volle Selbstständigkeit befürwortet – die große Mehrheit um die stärksten Richtungen der Sozialrevolutionäre und Sozialdemokraten war
      für großmögliche Autonomie und den garantierten Schutz der nationalen Kultur innerhalb eines reformierten Russland."

      https://d-nb.info/1077702671/34 Seite 32

      "In einem britisch- französischen Geheimvertrag vom 23. Dezember 1917 wurde die Ukraine der französischen Einflusssphäre zugesprochen; am 3. Januar 1918 wurde die Ukrainische
      Volksrepublik von Frankreich, einige Tage später von Großbritannien offiziell anerkannt."

      https://d-nb.info/1077702671/34 Seite 35

      Wer sich die Mühe macht und vollständig liest wird sehen das die Ukraine seit 1565 bis 1918 zwar einer Autonomie viel abgewinnen konnte aber immer die Nähe zu Russland suchte. Das ist ganz sicher auch den Wirren der Zeit geschuldet (Adels Kriege). Geschichtlich betrachtet gab es Höhen und Tiefen in den Beziehungen, die aber nicht zur freiwilligen Loslösung reichten.

      Von daher muss man die Äußerungen zum Verhältnis zu Russland in der heutigen Zeit als West urkainische Sicht betrachten. Genau diese Sichtweise findet man heute in unseren Medien wieder. Wo bleibt die Ost ukrainische Sicht zur Zukunft des Landes?

      1929 fanden sich verschiedene nationalistische Gruppen zur „Organisation Ukrainischer Nationalisten“ (OUN) zusammen, die bis Mai 1938 von oberst Konovalec geführt wurde.

      Konovalec & Bandera

      https://www.facebook.com/stimmendesdonbass/videos/1044698085615631/

  • Kann nicht mehr lange dauern, dann steht in den Büchern, dass die Russen Vietnam angegriffen haben. IN den Spielfilmen (Rambo 1-X) ist das ja schon längst so. Da haben die Russen Napalm abgeworfen.

  • Auf Wiki kann man Lesen:
    "Die erfolgreiche Landung der Alliierten in der Normandie brachte der Sowjetunion die seit längerem gewünschte Entlastung der Roten Armee beim Kampf gegen die Wehrmacht".

    Irgendwo habe ich gelesen, dass die Alliierten in England extra so lange mit ihrem Eingreifen gewartet haben, bis die Rote Armee an der Grenze von Deutschland stand?
    Jetzt liest man, dass die Amerikaner Auschwitz befreit haben!!!!!!!!!
    Fast jeder in D dürfte den Film „Der längste Tag“ gesehen haben.
    Natürlich haben die Alliierten ihr Teil zum Kriegsende beigetragen.
    Doch hat man auch schon mal einen solchen Herofilm über die Rote Armee gesehen?
    Da wird immer nur über die Gräueltaten der Soldaten an deutschen Frauen berichtet.
    Was wissen wir, wie sich unsere Soldaten bei der Eroberung Russlands aufgeführt haben? Die wenigsten Männer dürften sich nach der Heimkehr gebrüstet haben, was eventuell sie getrieben haben.
    Auch die Menschenopfer der Sowjetunion durch die Verteidigung Russlands, die Zurückeroberung Russlands und die Belagerungen von Leningrad und Stalingrad usw stehen in keinem Verhältnis zu den Opfern der Alliierten.
    Die alliierten Soldaten hatten gar nicht die negativen Erfahrungen der sowjetischen Soldaten. Sie konnten leicht unbedarft ihren Kaugummi und ihre Schokolade an die Kinder verteilen, denn D hat nicht gegen die USA Krieg geführt und jetzt möchten einige anscheinend tatsächlich die Geschichte umschreiben?

    • @erik45
      "Irgendwo habe ich gelesen, dass die Alliierten in England extra so lange mit ihrem Eingreifen gewartet haben, bis die Rote Armee an der Grenze von Deutschland stand?"

      Nein, dies ist nicht der Fall gewesen.
      Die Engländer hatten massive Probleme, die Landung vorzubereiten. Und hätten sie diese Vorbereitungszeit nicht bis zum erbitterten Ende durchgehalten, sondern wären schon eher "kopflos" losgezogen, wäre es nie zur Landung gekommen.
      Die Normandie war so schwer befestigt, dass selbst nach extrem guter Vorarbeit (es wurden sogar Sandproben durch Spezialeinheiten vorab genommen) es zu massiven Verlusten, bei relativ schwacher Mannschaftsstärke der Deutschen (nicht mal Rommel war zu gegen), kam.

      Die Engländer haben nicht gewartet, es ging nicht eher.

  • Das HAT Methode: Obama hat bei seinem Besuch 2009 (?) blumig von seinem Onkel (US-Army) erzählt, der Auschwitz mitbefreit ("liberated") hätte. Ich war damals noch verdutzt, das hatte ich in der DDR mal anders gelernt. Er erzählte weiter: ...als der Onkel nach Hause gekommen wäre, hätte 6 Monate das Haus nicht verlassen. Die Erzähl-Art suggerierte einen Auschwitz-Schock. Wer möchte: "Obama's uncle liberated Auschwitz?" fragte ein Youtuber zu seinem Kurzvideo.
    Keinem von der Presse soll das aufgefallen? Eh nääää.............. nä?
    Es HAT Methode.
    Ich erinnere auch ein Photo von US-Soldaten, die bei einem LKW-Hänger voller entkleideter Leichen stehen, angeblich in Auschwitz. (Ein bekanntes Photo. Korrektur? Negativ.)

  • Naja, allzu viel gab es in Ausschwitz auch nicht zu "befreien"....
    Soll heißen, klar, es waren die Sowjet's die das Lager zuerst "erreichten", aber ich verbinde mit dem Begriff "befreiung" immer sowas Hollywood-mäßig spektakuläres an Action, mit viel geballer und so weiter.
    Als die Sowjets in Ausschwitz ankamen waren die Deutschen doch schon längst abgerückt und da fiel, soweit ich das richtig verstanden habe, nicht ein einziger Schuss. In dem Lager befanden sich zu dem Zeitpunkt auch nur noch die aller schwächsten fast verhungerten , der Rest wird von sich aus geflüchtet sein .In dem Sinne find ich die Artikulation zu dem Thema schon sehr speziell, da ist das, was der Spiegel gemacht hat, eher nur eine weitere Fortführung der Umdeutung....

  • Es ist absolut kein Zufall, wer die Meldungen auf diesem Gebiet in den letzten 30. Jahren verfolgt hat konnte beobachten das die ersten, kleineren Versuche schon 1990 nach dem Niedergang des Sozialistischen Lagers gestartet wurden. Genau wie 1990 die aktiven Kriege der NATO gestartet wurden. Zufall???
    Man glaubt und rechnet damit, in der westlichen Welt, dass die Kriegsgenerationen langsam Aussterben, Russland, China und Israel noch die Letzten sind die dagegenhalten können, also zu wenig sind in der heutigen Zeit. Vor allem das die jüngeren Generationen schon so geschichtlich degeneriert sind, dass man ihnen unterdessen jeden Bären aufbinden kann. Man hat ja dafür alles getan in dieser BRD, man hat es in den letzten 30. Jahren erreicht das Bildungsniveau so weit abzusenken, dass man das Wort dafür nicht mehr in den Mund nehmen will. Ich weiß bestimmt von was ich rede, ein Notendurchschnitt von 1,6 am Ende der 7. Klasse haben damals nicht gereicht um auf die EOS zu kommen. Wir hatten damals nur fünf Plätze und es gab zu viele die besser waren.

    • Thomas Röper,

      ab 1942 zählte die Sowjetunion auch zu den Alliierten, daher ist Formulierung korrekt in der „Gemeinsame Erklärung der Präsidentin Ursula von der Leyen sowie der Präsidenten Charles Michel und David Sassoli im Vorfeld des 75. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz-Birkenau“:

      „Vor 75 Jahren haben die Alliierten das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit.“

      • Schöne Allianz, so eine wie die zwischen England, Frankreich und Polen.

        Wenn ich mich zu einem Beistand verpflichte dann sollte ich Beistandsfähig sein.
        Nein weder Frankreich noch England hatten die Absicht Beistand zu leisten. Die dachten einzig an sich selbst und die Ausweitung ihres Machtbereiches. Sie wollten nur Russland mehr nicht. Schau in die Welt und halt dir vor Augen was die Allianz Frankreich/England alles verbockt hat und woran sie noch immer beteiligt sind. Wer war doch gleich noch mal an der Seite der USA als man so herzzerreißend log um den Irak platt zu machen?

        Nein diese Maulhelden nutzten Hitlers Armee um Russland zu schwächen und als man merkte das diese Schwächung nicht kam musste man retten was es zu retten gab.
        Ich nenne diese letzte Allianz "schmücken mit fremden Federn".
        Es galt das in Hitler investierte Kapital zu retten.

        Menschlich gesehen war dieser Krieg eine Tragödie aber auch daran konnte man noch gut verdienen wie wir ja wissen.
        Hat man aus diesen Erfahrungen gelernt? Ganz sicher nicht!

  • Ein erneutes Beispiel für eine gemeinsame Sprachregelung. Besonders auffällig war das bspw. im April letzten Jahres bei Attentaten auf Kirchen etwa 250 Leute getötet wurden, wo die Aufgabe darin bestand das Wort "Christen" zu vermeiden und die Sache so schnell wie möglich aus dem Fokus zu bringen.

    Da wurde dann bspw in den Tweets von Obama und Hillary was von "Travellers"/"Tourists" und "Easterworshipers" gestammelt, letzteres auch im englischen ein doch recht rares Wort, das plötzlich von recht vielen Leuten, und zwar immer im selben Zusammenhang verwendet wurde. Der deutsche Aussenminister wandelte das dann in ein "Betende und Reisende" um.

    Dass das Weiße Haus eine andere Sprache anwandte belegt sozusagen die Existenz eines Deep State, dem folgedessen dann auch Maaß und die Bundesregierung hörig sind.

    In diesem sinne erwiesen sich dann auch die "ultraprogressiven" Demokraten, der "squad" A Okasa-Cortez, Tlaib, Pressley etc. als artige Gefolgsleute..

    Was man im Auschwitz-Fall vielleicht etablieren will, ist dass die Russen grundsätzlich zum "Gut" nicht befähigt sind - und zu einer Allianz gehört halt immer auch ein Gegner. Wobei natürlich dann auch einfällt, dass Allianzen zwischen Parteien unterschiedlicher Ethnie grundsätzlich instabil sind. Die Nato wurde bspw. in Deutschland auch immer wieder mit "die Amerikaner sind wie wir" beworben und Werner Baecker zeigte dann in seinen "Bildern aus Amerika" Steubenparaden, Wernher von Braun und vom Volkswagen Käfer begeisterte amerikanische Jugend. Solche Bilder verloren aber spätestens seit den 1990er Jahren immer mehr an Glaubwürdigkeit. Das mag durch aus ein Beweggrund für die ethnischen Umforstungsaktionen in Europa sein.

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