Neujahrskrawalle in Leipzig: Politik und Medien sind auf dem linken Auge blind

In Leipzig kam es in der Neujahrsnacht zu Krawall von Linksextremisten und es wurde ein Polizist verletzt. Nun sind Medien und Politik ganz überrascht, dass es linksextreme Gewalt gibt. Wie unglaublich verlogen das ist, zeigt die Berichterstattung sogar unfreiwillig selber auf.

Die deutschen Medien und die Politiker werden nicht müde, vor der „rechten Gefahr“ zu warnen. Sie tun das bei jeder Gelegenheit, berichten über so ziemlich jeden einzelnen Vorfall, der mit „rechter Gewalt“ zu tun hat und besonders intensiv berichten sie darüber, wenn die aktuellen Kriminalstatistiken oder Verfassungsschutzberichte präsentiert werden. Dabei verschweigen sie allerdings, dass es in Deutschland viel mehr linksextremistisch motivierte Gewalt gibt, als rechtsextremistische. Und das sagen ausgerechnet die offiziellen Statistiken.

Der aktuelle Verfassungsschutzbericht zum Beispiel zeigte, dass die Anzahl der rechten Gewalttaten sich leicht von 1.064 in 2017 auf 1.088 in 2018 erhöht hat. Die Anzahl der linken Gewalttaten ist stark zurückgegangen, von 1.648 in 2017 auf 1.010 in 2018. Allerdings muss man anmerken, dass die Zahl der linken Gewalttaten in 2017 wegen des G20-Treffens in Hamburg so hoch war. Wir sehen aber, dass es ungefähr gleich viele rechts- und linksextremistische Gewaltverbrechen gibt.

Hinzu kommen noch andere Straftaten, wie Sachbeschädigung und Nötigung/Bedrohung. Rechtsextreme haben in 2017 1.653 derartige Straftaten begangen, in 2018 nur noch 1.257. Auf das Konto von Linksextremen gingen in 2017 3.270 derartige Straftaten, in 2018 waren es noch 2.290. Damit kommen wir insgesamt auf 2.707 rechte Straftaten in 2017 und auf 2.345 in 2018. Bei den Straftaten aus dem linken Bereich waren 4.918 Straftaten in 2017 und 3.300 in 2018. Es gab also in 2018 fast 40 Prozent mehr Straftaten von Links, als von Rechts.

Diese Dinge sind jedem bekannt, der die Verfassungsschutzberichte gelesen hat. Und das sollte man von Journalisten, die darüber schreiben, ja annehmen. Trotzdem wurde bei der Präsentation des letzten Verfassungsschutzberichts in den Medien nur über die Straftaten von Rechts berichtet und ein weiteres Mal die „rechte Gefahr“ beschworen. Über die Straftaten von Links wurde hingegen praktisch gar nicht berichtet, wie ich hier aufgezeigt habe.

Den Menschen in Deutschland soll die „linke Gefahr“ aus irgendeinem Grund verheimlicht werden. Und damit kamen die Medien in ein Dilemma, als es in Leipzig zu Neujahr krachte. Plötzlich war eine Diskussion über „linke Gewalt“ da und Politik und Medien taten ganz überrascht, dass es sowas überhaupt gibt. Der Spiegel schrieb ganz verwundert:

„Der Angriff hat in den ersten Tagen des neuen Jahres eine politische Debatte über die Gefahr von links ausgelöst. Wie groß ist das Gewaltpotenzial? Hat die Politik die Gefahr unterschätzt?“

Nun die Antwort ist einfach: Die Gefahr wurde nicht „unterschätzt“, sondern es war und ist politisch nicht gewollt, sich mit der „linken Gefahr“ auseinanderzusetzen. Die Politik kennt ja die Zahlen aus dem Verfassungsschutzbericht und die Medien auch. Und wenn etwas politisch nicht gewollt ist, wird es eben totgeschwiegen, solange es geht. Und wenn es nicht mehr geht, dann stellt man sich dumm und tut ganz überrascht.

Der einzige, der nicht überrascht getan hat, war Bundestagsvizepräsident Kubicki, den der Spiegel wie folgt zitiert:

„Es wäre „fatal, wenn wir unser innenpolitisches Augenmerk hauptsächlich auf die Bekämpfung des Rechtsextremismus richteten“. Denn auch der Linksextremismus trete in den vergangenen Jahren deutlich aggressiver auf, so Kubicki. „Wenn politische Entscheidungsträger jahrelang linksextremistische Biotope und rechtsfreie Räume wie in der Rigaer Straße in Berlin und die Rote Flora in Hamburg dulden, tragen diese Parteien auch eine Mitschuld an der Verrohung dieser Auseinandersetzung““

Und damit nicht genug. In Berlin wurde ebenfalls Silvester ein Brandanschlag auf das Auto des Kolumnisten der Boulevardzeitung „B.Z.“, Gunnar Schupelius, verübt. Der Spiegel dazu:

„In seinen Artikeln hat der Journalist wiederholt auch die linksextreme Szene kritisiert, nun ermittelt der Staatsschutz. Auf der Internetseite Indymedia kursiert ein Bekennerschreiben, in dem es unter anderem heißt, Schupelius halte den Klimawandel nicht für erwiesen, deshalb habe man entschieden, ihn „dort zu treffen, wo es ihm weh tut – bei seinem Auto“.“

Darüber geht der Spiegel so hinweg, mehr schreibt er dazu nicht. Man stelle sich einmal vor, es wäre ein Anschlag von Rechtsextremen gewesen, die das Auto eines Journalisten angezündet und dann zum Beispiel in ihrem Bekennerschreiben mitgeteilt hätten, der Journalist leugne die Probleme der Massenmigration, daher hätte man sein Auto anzünden müssen, damit er mal in der U-Bahn erlebt, was tatsächlich los ist. Das Geschrei in den Medien wäre kaum auszuhalten gewesen, mindestens eine Woche lang hätten wir jeden Tag davon gelesen.

Ich bin gegen jede Form von Gewalt und mir ist es egal, aus welchem Grund radikale Spinner ein Auto anzünden, ich finde das immer schlimm. Nicht aber die deutschen Medien. Für die ist es ganz schlimm, wenn es Rechte tun, wenn es Linke tun, wird es schnell wieder vergessen.

Und ganz nebenbei: Man stelle sich einmal vor, es käme die Diskussion auf, dass die Klimaaktivisten zumindest zum Teil Radikale sind, die Gewaltverbrechen gegen Andersdenkende verüben. Dann könnte in Deutschland die Stimmung beim Thema Klima umschlagen. Also bleibt der Vorfall in Berlin eine Randnotiz, über die Medien und Politik schnell hinweggehen.

Das wirft auch ein sehr fragwürdiges Licht auf die Journalisten des Mainstream. Die freie Presse ist eines der höchsten Güter in der Demokratie und Journalisten dürfen nicht wegen ihrer politischen Einstellungen bedroht werden. Die Journalisten müssten also eigentlich geschlossen in großen Artikeln gegen diesen Brandanschlag schreiben, denn schließlich könnte es, wenn jemand plötzlich „die falsche Meinung“ vertritt, morgen auch jeden anderen von ihnen treffen. Daran scheint aber keiner von ihnen zu denken, wie auch der Fall von Julian Assange aufzeigt, dessen Folter durch Großbritannien Politik und Mainstream-Medien geflissentlich ignorieren.

Und noch ein Beispiel für das Messen mit zweierlei Maß: Im Spiegel konnte man lesen:

„Sachsens Justizministerin Katja Meier (Grüne) hat sich nach Kritik an einem Liedtext ihrer ehemaligen Punkband gerechtfertigt, in dem die Zeile „Advent, Advent – ein Bulle brennt“ vorkommt. „Ich habe immer gesagt, nicht alle Texte, zu denen ich mit 16 Jahren Bass gespielt habe, teile ich über 20 Jahre später inhaltlich“, sagte sie. (…) So heißt es in einem Lied der Punkband Harlekins, in der Meier in den Neunzigerjahren Bass spielte: „Advent, Advent – ein Bulle brennt, erst eins, dann zwei, dann drei“.“

Die Medien lassen das so stehen, frei nach dem Motto, das waren Jugendsünden und nun sieht die Frau es ja ganz anders. Das finde ich übrigens auch in Ordnung, jeder macht Fehler und jeder verändert im Laufe seines Lebens seine Einstellungen. Aber: Das scheint nur für Linksradikale zu gelten, denn umgekehrt gilt das in den Medien nicht, wenn jemand in seiner Jugend etwas mit Rechtsradikalen zu tun hatte. Wenn das 20 Jahre später publik wird, bedeutet das das Ende der politischen Karriere. Auch hier wird also Linksextremen etwas zugebilligt, was man Rechtsextremen abspricht: Das Recht, seine Einstellungen mit der Zeit zu ändern.

Dieses Messen mit zweierlei Maß ist durch die Vorfälle der Neujahrsnacht wieder sehr offensichtlich geworden. Medien und Politik fabulieren ständig von der „rechten Gefahr“, obwohl die Verfassungsschutzberichte seit Jahren das Gegenteil aufzeigen, nämlich dass von Linksextremen fast doppelt so viele schwere Straftaten begangen werden, wie von Rechtsextremen. Dieses Messen mit zweierlei Maß ist hochgefährlich, wie man nun wieder sehen konnte.

Früher hieß es mal, die Justiz sei auf dem rechten Auge blind. Das war einmal, heute sind Politik und Medien auf dem linken Auge blind.

Und das ist keinen Deut besser…

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

14 Gedanken zu „Neujahrskrawalle in Leipzig: Politik und Medien sind auf dem linken Auge blind“

  1. Ich hab so meine Bedenken, zum Einschätzen der „linken Gewalt“ ausgerechnet Berichte des Verfassunggschutzes zu bemühen. Spätestens mit der Auffliegen des NSU, der massiven Aktenvernichtung zur Verschleierung der Beteiligung staatlicher Stellen, und dem, was über die Unterstützung oder sogar direkte Beteiligung des Verfassungsschutzes an dne TAten des NSU (Mord an Halit Yozgat) auf finanzieller UND organisatorischer Ebene dennoch übriggeblieben ist (und in Hessen sogar für 120 Jahre zum Staatsgeheimnis erklärt wurde), weiß ich jetzt gut, warum man diese Organisation in linken Kreisen auch als „Faschoschutz“ bezeichnet.

    Ich will linken Extremismus und Straftaten keineswegs verharmlosen. Aber gerade beim G20-Gipfel wurden haufenweise harmlose Bürger und Demonstranten von der Polizei grundlos zusammengeknüppelt, und verhaftet. Und die tauchen in der Statistik als was auf? „Linke Gewalttäter“!
    Was dagegen an Schlägern aus der „Antifa“-Szene so unterwegs ist…. also ehrlich… ich weiß nicht mal, ob die selbst sich als links sehen.

  2. Das ist doch logisch.
    Diese sog. „Linke“ ist doch auch ganz überwiegend der Auffassung, „der Nationalstaat habe sich überlebt“ – und sie ist damit „voll auf EU – Linie“.
    Daß sie in dieser ganz entscheidenden Frage mit denjenigen konform geht, die sie selbst eigentlich als ihre politischen Gegner ansieht, scheint dort noch nicht einmal die kleinste Irritation hervorzurufen.

    Aber das ist ja noch nicht alles. Aus diesem Leipzig ist uns da jüngst ein „Kleinod an Systemkonformität“ untergekommen:

    https://deutsch.rt.com/inland/94752-leipziger-linksjugend-fordert-kein-frieden-mit-russland/

    Da fällt einem dann auch nichts mehr ein.
    Wir haben uns diese Truppe dann etwas genauer angeschaut:

    https://www.linksjugend-leipzig.de/wer-wir-sind/

    Das sollte man sich „zu Gemüte führen“ – oder lieber nicht.
    Unser absolutes „Hochlicht“ ist dort der letzte Absatz:

    „Wir wollen:
    Solidarität leben! Bedingungslose Lebensberechtigung! Bildung für alle, und zwar umsonst! Biokartoffel statt Gentomate! Freies Lieben mit allen! In Szene setzen! Rausch ohne Reue! Nobody is watching you! Frei leben ohne Kapitalismus!…“

    Ein Michael Klonovsky hätte eine treffendere Parodie auf diese „Linke“ kaum hinbekommen.

    Auch etablieren sich sog. No-Go-Areas offensichtlich nicht nur unter der Herrschaft „arabischer“ oder sonstiger „süd- bzw. ostländischer“ „Clans“ sondern ebenso unter Führung linksradikal verbrämter Linksliberaler oder sog. Libertärer, deren Oberstübchen zudem völlig unzureichend möbliert ist.
    Der einzig relevante Unterschied: Die „Clans“ verstehen etwas von „Geld“.

  3. Ich frage mich schon lange, ob denn die Ausschreitung(en) beim G20-Gipfel als nur eine Gewalttat in die Statistik einging. Denn im Grunde genommen waren es doch hunderte Straftaten, was aber die veröffentliche Statistik doch nicht widerspiegelt.
    Und krickelt ein Linker dieses Kreuz mit den Haken irgendwohin dann zählt es als rechte Straftat.
    Ergo, die ganze, veröffentlichte Statistik kannst du in die Tonne treten.

  4. Gewalt gegen einzelne Personen ist immer „rechts“. Denn linke Gewalt ist immer im Kollektiv gegen die von der Elite gestalteten Strukturen. Siehe Gelbwesten.
    Zwischen 1970 und 74 hatten wir bei den Anti-Vietnam-Demonstrationen immer Chaoten, die zu den Seiten der Demostrationszüge Fenster und Türen demolierten. Wir haben daraufhin Eingreifgruppen gebildet. Links und rechts des Demonstrationszuges. Und wen lernten wir kennen?- Hooligans, von der Politischen Polizei in Berlin-West engagiert. Dann gab es den Jungs derbe etwas auf das Maul (oder in die Klöten), danach war der Fall erledigt.
    Ich vermute, derzeit fördert die Elite wieder rechte Randalierer, die als „links“ etikettiert werden, um dann die Ermittlung der von ihnen hervorgebrachten Chaotentruppe im Sande verlaufen zu lassen. Wie hieß noch der Mitarbeiter der Politischen Polizei in Berlin., welcher der RAF die Schießprügel besorgte? Orban, Urban, hassenichgesehn.

    1. Wer erinnert sich noch? Ging ja medial gepuscht um die Welt.

      https://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Politik/Hitlergruss-in-Chemnitz-Sechs-Verdaechtige-identifiziert

      Wer kennt diesen Bericht?

      https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_84382030/chemnitz-hitlergruss-von-links-inszeniert-wie-rechte-fake-news-verbereiten.html

      https://www.youtube.com/watch?v=UkYos7FuxI8

      „Jetzt kam vor Gericht heraus, dass der damals besoffene 33-Jährige mit eintätowiertem Antifa-Symbol sich eher im linken Spektrum zu Hause fühlt und der Vorsitzenden Richterin bereits bekannt war:Die Juristin kennt den schwer alkoholabhängigen Chemnitzer seit Jahren; immer wieder stand er wegen Diebstählen, Körperverletzungen, Drogendelikten und anderen Straftaten vor Gericht.“

      anderes Beispiel

      https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_84390810/chemnitz-konzert-hitlergruss-verdacht-bei-feine-sahne-fischfilet-saenger-.html

      https://www.nordkurier.de/digital/angeblicher-hitlergruss-von-feine-sahne-fischfilet-in-chemnitz-0433063109.html

      2 Bilder mit verbotener Geste = 1 Lüge und 1 Provokation

      https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/fake-news–verschwoerungen-und-geruechte–die-falschen-fakten-von-chemnitz-8238730.html

      https://twitter.com/FeuerruepelLP

      ein links/grüner/noAFD Bot?

      Ein kleiner Ausschnitt und doch so wichtig um zu verstehen wie Meinung gemacht wird.

      https://twitter.com/MeronMendel/status/1211881431963783168

      https://twitter.com/sparrips/status/1212356544681201664

  5. https://www.jungewelt.de/artikel/368136.rechte-linksjugend-nato-linie-mit-links.html

    „Die Texte unterschieden sich nur insofern von »Nazi-Propaganda«, als in ihnen keine »rassische«, sondern eine »kulturelle« Minderwertigkeit »der Russen« unterstellt werde.“
    „In einem anderen Schreiben heißt es mit Blick auf die »Aktion der sogenannten linken Jugend aus Leipzig« resignierend: »Schlimmer geht’s nimmer.«“

    https://cooptv.wordpress.com/2019/11/18/linksjugend-leipzig-jugendverband-der-linkspartei-fordert-in-pamphlet-kein-frieden-mit-russland/

    „Kein Frieden mit Russland!
    Immer wieder hört man von linken, dass man sich mit Russland solidarisieren müsse, es sei ja unser sozialistischer Genosse, für den so ein klein wenig Patriotismus angemessen wäre. Auch in der Partei die Linke gibt es immer wieder diese Verrückten, welche meinen „Frieden mit Russland“ müsse zum Grundsatz dieser Partei gehören. So auch wieder geschehen auf dem Landesparteitag in Dresden. Hier wurde sich auf den Änderungsantrag zu den Leitantrag auf „Frieden mit Russland“ festgelegt. Wieder einmal dominieren Reaktionismus, autoritäre Sehnsüchte und Unvernunft in der Partei. Was diese Ewiggestrigen, DDR-verherrlichenden und stalingeilen Subjekte nicht wahr haben wollen ist: dass das Projekt des Sozialismus in Russland schon lange gescheitert ist und es keinen rationalen Grund gibt sich mit diesen autokratischen Regime zu solidarisieren.
    Nein im Gegenteil, es gibt mehr als genug gute Gründe, „Keinen Frieden mit Russland“ zu fordern. Seit Putins Machtübernahme 1999 steht alles unter der Regie der Geheimdienste, so auch die Medien, ein riesiger gleichgeschalteter Propagandaapparat, welcher sich durch die Feigenblätter: „Nowaja Gaseta“ und „Echo Moskwy“, als scheinbar unabhängig inszeniert.[1]
    Auch die Lage von Homosexuellen ist in Russland erschreckend schlecht. Immer wieder kommt es zu Übergriffen und Anfeindungen auf diese. Die Feindlichkeit gegenüber Homosexuellen sitzt tief in der russischen Bevölkerung wird aber auch von der Regierung mehr und mehr befeuert, so zum Beispiel mit den Gesetzen gegen „homosexuelle Propaganda“ (Das einfache Ausleben der Sexualität und der öffentlichen Darstellung auch in Medien oder durch Künstler*innen wird hier als Propaganda dargestellt). So wird Homosexualität immer noch tabuisiert, 34% halten dies noch immer für eine Geisteskrankheit.[2]
    Dies sind nur einige, aber schon sehr klare indiskutable Gründe sich nicht mit Russland zu solidarisieren, noch irgendeinen schwachsinnigen Frieden zu fordern.
    Kein Frieden mit Unterdrückern! Kein Frieden mit Autokraten! Kein Frieden mit Russland!“

    Hier ein Medienprodukt linker Geister, man könnte es auch „Klagelied“ nennen. Wenn dann auch noch Karl-Heinz Dellwo zu Worte kommt ist für mich die Grenze der Geschmacklosigkeit erreicht.
    Für die, die den Herrn nicht kennen

    https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Heinz_Dellwo

    https://www.youtube.com/watch?v=6sTJChDG9Rw

    „wer sich, wie Schlachtvieh treiben und prügeln läSSt, der ist zu Feige gegen diese Systemhuren mit aller Härte vor zu gehen“

    Wer sich das Werk angetan hat wird erkennen welche Veränderungen sich bei den Sicherheitsorganen in Punkto Ausrüstung, Kontrolle und Überwachung vollzogen haben und noch vollziehen. Die weitere Militarisierung und Einschüchterung.

    Bei aller berechtigten Kritik an der Polizeiarbeit und auch Straf relevanten Taten von Polizisten stellt sich mir die Frage ob Menschen die Ordnungsorgane des Staates „Systemhuren“ nennen und behandeln noch auf dem Boden des GG stehen. Wir haben ja noch die Berichte von Berlin und Leipzig in Erinnerung. Man konnte schön jammern, selbstkritische Betrachtung eigener Straftaten wie immer Fehlanzeige.

    übrigens, das „Grosse DoppelS“ im o.g. Zitat ist wohl kein Versehen denn der Herr Zille wird mit Herrn Höcke gleichgesetzt und die Polizei mit NAZIS von 1933.

    https://www.bild.de/regional/leipzig/leipzig-news/silvesterkrawalle-in-leipzig-spd-chefin-stellt-polizeitaktik-infrage-67061938.bild.html

    “ Linke Kreise, auch Linkspartei-Politiker, hatten der Polizei vorgeworfen, mit ihrem Durchgreifen die Eskalation provoziert zu haben.“

    „Am 23. Mai 1863 wurde in Leipzig im traditionsreichen Colloseum (später hieß es Pantheon) in der Dresdner Straße 20, Höhe Gerichtsweg, einem im Biedermeierstil errichteten großen Gebäude mit Ballsaal und Biergartenbetrieb, der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV) gegründet. Er war der Verein, der als erste der beiden Vorläuferorganisationen der SPD gilt.“

    https://www.leipzig-lese.de/index.php?article_id=539

    Unser Land scheint sich im Blindflug durch die Geschichte zu bewegen. Eine Farben-Revolution hätte wenig Erfolg weil wir offensichtlich Farbenblind sind.

  6. Herr Röper, hier vergleichen Sie, was Sie oft und mit Recht dem Spiegel vorwerfen, Äpfel mit Birnen. Nicht die nackten Zahlen zeigen das Bild, sondern die Details, und diese widerlegen eindeutig Ihre Aussage, „dass es in Deutschland viel mehr linksextremistisch motivierte Gewalt gibt, als rechtsextremistische“. So stehen 6 versuchte Tötungen und 938 Körperverletzungen durch Rechtsextreme auf der anderen Seite 0 Tötungsversuche und 363 Körperverletzungen entgegen. Dazu kommt die nicht wegzudiskutierende Schieflage von Verfassungsschutz und Co, welche auch bereits thematisiert wurde. Ich stimme Ihnen zu, dass natürlich Gewalt in der politischen Auseinandersetzung überhaupt nichts zu suchen hat, aber dennoch erlaube ich mir den Hinweis, dass es sehr wohl einen Unterschied ausmacht, ob sich die Gewalt gegen einen Menschen oder ein Auto richtet! Und dass in Deutschland Politik und Medien auf dem linken Auge blind sind, das ist wohl jetzt schon die „verzerrte Wahrnehmung des Jahres“.

    1. Nicht alles, was antikapitalistisch daherkommt, ist links. Auch die NSDAP begann mit einem dezidiert antikapitalistischen Programm. Es gibt auch Viele, die sich für Linke halten, aber eine total unausgegorene Vorstellung davon haben, wofür und wogegen sie sind. Ob einer links ist, entscheidet sich für mich nicht daran, welche Sprechchöre er skandiert oder wogegen er protestiert. Sondern ob er ein klares Bild von den bestehenden Verhältnissen hat und eine nachvollziehbare linke Utopie, d.h. eine Vorstellung, wie eine „bessere“ Gesellschaft beschaffen sein könnte/müsste. Bei großen Teilen der Antifa sehe ich diese Qualitäten überhaupt nicht. Randale ist keine linke Politik. Daher meine volle Unterstützung für den letzten Satz im Kommentar von kp229.

  7. Man muss in den Auseinandersetzungen tatsächlich die Details betrachten und wer tatsächlich hinter der so genannten „Antifa“ steckt oder in welcher Weise der Name missbraucht wird oder die Organisation infiltriert ist. Natürlich gibt es auch die „staatlich organisierten“ Krawallmacher.
    Die Gleichsetzung von linker und rechter Gewalt unterstützt die Behauptung, der Kommunismus sei ein ebenso menschenverachtendes System, wie der Faschismus oder Nationalsozialismus. Sie bestätigt letzten Endes die westliche Propaganda zum Hitler – Stalin Pakt. Die Vermischung oder Nivellierung rechts- und „linksradikaler“ Gewalttaten, die Forderung nach Repressionen gegen linksorientierte Menschen, öffnet dem ökofaschistischen freien Liberalismus Tür und Tor.

    Man sollte sich die Gerichtsakten Gewalttaten (Mord, Todschlag und schwere Körperverletzung) der letzten 20 Jahre allein in Sachsen einmal ansehen. Tötungs- und Gewalttaten wurden von den Richtern als kriminelle Verbrechen ohne rechtsradikalen Hintergrund eingestuft, obwohl es eindeutige Indizien, eindeutige Beweise rechtsradikalen Hintergrunds gibt. Es sind hunderte, die in den Statistiken nicht auftauchen. Auf welchem Auge sind die Richter tatsächlich blind? Es ist eine absurde Verkehrung der Tatsachen und wir sind auf einem sicheren Weg in den Faschismus.

    Russophobe Linke sind keine Linken. Wenn die „Junge Linke“ in Sachsen fordert, „kein Frieden mit Russland“, stehen sie ganz in der Tradition nationalistischer und liberaler Agitation.

  8. Dass der Verfassungsschutz (VS) die organisierte rechtsradikale Szene unterwandert hat und kontrolliert, ist längst kein Geheimnis mehr. Warum stellt niemand Mutmaßungen darüber an, dass es auch auf linksaußen eine spiegelbildliche Unterwanderung durch den VS geben könnte? Warum sollte der VS die linksradikale Szene sich selbst überlassen? Wäre ich der VS,ich würde mir die Chance nicht entgehen lassen, in die linke Szene (insbes. Antifa) meine Spitzel einzuschleusen, natürlich mit dem Auftrag, die Szene bewusst zu radikalisieren und zu politisch sinnlosen, aber öffentlichkeitswirksamen Gewaltorgien anzustacheln. Das politisch erwünschte Ergebnis wäre, zeigen oder behaupten zu können, dass die radikale Linke genauso schlimm und demokratiefeindlich ist wie die radikale Rechte; mit etwas rhetorischem Geschick kann man daraus eine generelle Diskreditierung linker Positionen ableiten. Bei den großen Demos gegen Stuttgart 21 in den Jahren 2009-10 tauchten gelegentlich Antifa-Leute auf, die die „bürgerlichen“ Demonstranten in Diskussionen verwickelten. Ihre Tendenz war dabei immer ganz eindeutig die: „Ihr seid viel zu brav. Eure friedlichen Demos bringen gar nichts, ihr müsst richtig Randale machen, dann könnt ihr was erreichen.“ Ein paarmal tauchte auch ein „schwarzer Block“ in den Demozügen auf, Leute, die keiner kannte, die bewusst als hermetisch geschlossene Truppe auftrat (anstatt als Gruppe von Indididuen, die man einzeln hätte ansprechen können) und die nicht den Eindruck machte, dass es ihr um die Verhinderung von Stuttgart 21 ging. Da konnte man schon auf die Idee kommen, dass irgendjemand diese Leute nach Stuttgart geschickt hatte.

  9. Intertessante Diskussion, die sich hier entspinnt….
    Ach ja. Für alle, die diese Doku noch nicht kennen:

    https://vimeo.com/365368099

    „Tod einer Polizistin – Das kurze Leben der Michelle Kiesewetter“

    Sie ist vom SWR und RBB 2017 produziert worden, und fristet seitdem (ähnlich wie andere gute Dokus) ein auffälliges Geisterdasein im Internet. In der ARD-Mediathek wird sie „nicht gefunden“, obwohl man sie über das Programm MediathekView nach wie vor finden und herunterladen kann. Sie ist also sehr wohl im Datenbestand der ARD-Mediathek, aber die eigene Web-Suche (!!!) übergeht sie.

    Auf Youtube findet man unter dem Titel nur Programmankündigungen und eine 3sat-Sendung mit Ausschnitten davon. Vor kurzem war dort (mal wieder) die Doku selbst zu finden, jetzt ist sie wieder weg – sicher aus „urheberrechtlichen Gründen“ von Google gelöscht.

    Die Doku gibt einen kleinen Eindruck von der „guten Kooperation“ staatlicher Institutionen, vor allem der Polizei und des Verfassungsschutzes mit den Nazis des „NSU“. Und ist die einzige, mir bekannte ÖR-Doku, die die „Ermittlungen“ der Polizei im Mordfall Böhnhard/Mundlos ernsthaft kritisiert, und etwa offen anspricht, daß die einzigen Beweise, die die beiden Uwes mit dem Polizistenmord in Verbindung bringen, offenbar von der Polizei selbst an den Tatorten (Camper, Wohnung) ausgelegt wurden. Und daß sogar über die Medien (es wird ein Kommentar n den Tagesthemen gezeigt) Falschmeldungen über Michelle Kiesewetter und deren Familie verbreitet wurden.
    Das wird wohl auch der Grund sein, wieso diese Doku von der ARD behandelt wird, als hätte es sie nie gegeben.

    Ich kann mich daher nur wiederholen, wenn ich Einschätzungen ausgerechnet des Verfassungschutzes zum Umfang rechter und linker Gewalt keinen Glauben schenke.

  10. Links? Linksextrem? Rechts?
    Wer heute immer noch so pauschal versucht Menschen in Schubladen zu stecken, der hat sich eigentilch für jede weitere Diskussion disqualifiziert.

    Warum waren die denn „links“? Weil sie schwarz angezogen waren? Vermummt? Weil sie entsprechende Symbole dabei hatten?
    Schonmal was von False Flag gehört? (natürlich!)

    „Links“ war mal per Definition gewaltfrei. Heute denkt sich jeder was eigenes wenn er an „links“ denkt.
    Das waren Gewalttäter. Egal ob links oder rechts oder lockig oder mit Sommersprossen!

    Wieviele Beispiele gibts eigentlich für „auf dem rechten Auge blind“? Ich könnte Bücher voll schreiben mit solchen Besipielen…also was soll dieser Quatsch mit links und rechts? Schluss damit! Es gilt gut und böse, legal und illegal, menschlich und unmenschlich zu unterscheiden.

  11. “ Es gab also in 2018 fast 40 Prozent mehr Straftaten von Links, als von Rechts. “

    Es ist schlicht und ergreifend unmöglich Straftaten in links und rechts einzuordnen.

    Es gibt doch noch nicht mal eine Definition wann etwas „links“ oder „rechts“ ist. Und wenn dann sind die Grenzen fließend!

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