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Waren Geheimverhandlungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien der Grund für den US-Angriff?

Die Frage, warum die USA den iranischen General Solemani genau jetzt ermordet haben, treibt die Weltpresse um. Es gibt Meldungen, Solemani sei auf einer Friedensmission zwischen Iran und Saudi-Arabien gewesen, die die USA verhindern wollten. Kann das sein?

Bevor ich zu meiner Einschätzung mit sehr belastbaren Belegen komme, muss ich erst etwas in eigener Sache mitteilen. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht! Ich habe ein „Archiv“ für spannende Meldungen, die mir für sich genommen keinen Artikel wert sind, die ich mir aber speichere, weil sie vielleicht noch einmal wichtig werden können. Ein Artikel auf den Nachdenkseiten, auf den mich mehrere Leser hingewiesen haben, hat mich an eine Meldung erinnert, die in meinem Archiv schlummerte. Dazu gleich mehr.

Natürlich habe auch ich mir Gedanken gemacht, wie Trump – der sich bisher mit aller Kraft den Kriegstreibern in Washington entgegengestellt hat – auf diese Aktion, auf einen Drohnenmord an dem wichtigsten iranischen General auf dem Flughafen in Bagdad, einlassen konnte. In den USA muss man gewusst haben, dass das nicht ohne Folgen bleibt. Die USA sind im Irak nicht beliebt und der Iran kann so etwas ohne Reaktion nicht durchgehen lassen. Trump kann aber im anstehenden Wahlkampf keinen neuen Krieg gebrauchen, wenn er die Wahl gewinnen will.

Der Mord an Solemani muss also aus irgendeinem Grund sehr wichtig gewesen sein, wenn man so ein Risiko eingeht.

Ich habe daher für mich allein spekuliert, dass Trump in eine Falle gelockt wurde, vielleicht auch mit dem Hintergrund seine Wiederwahl zu verhindern. Die Washington Post hat am 6. Januar gemeldet, dass Pompeo seit Monaten von Trump die Ermordung Soleimanis gefordert haben soll und die New York Times meldete ebenfalls am 6. Januar, dass dieser Druck von Pompeo Ende Dezember immer stärker wurde und dass Trump sich schließlich hat überreden lassen.

Aber warum kann es Kreisen in Washington – abgesehen von der Verhinderung von Trumps Wiederwahl – so wichtig sein, Soleimani zu ermorden? Die Nachdenkseiten berichten, Soleimani sei auf einer diplomatische Mission unterwegs gewesen, bei der der Irak eine Verständigung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran vermitteln wollte. Es ging demnach um den Austausch von diplomatischen Noten zwischen dem Iran und Saudi-Arabien in Bagdad.

Kann das sein?

Iran und Saudi-Arabien sind Erzfeinde am Golf. Die „iranische Bedrohung“ ist einer der wichtigsten Vorwände, warum die USA große Militärbasen in Saudi-Arabien unterhalten. Wenn die beiden Länder sich anfreunden, hätte die saudische Regierung keinen Grund mehr, die unbeliebte Anwesenheit von so vielen „Ungläubigen“ im Land zu rechtfertigen. Außerdem würde ein Ende des Konflikts die Gefahr bergen, dass sich die Öl-Staaten am Golf einig werden, das würde den US-Einfluss auf die Ölpreise beenden, den sie nur ausüben können, weil vor allem die Saudis das Spiel mitspielen.

Es geht also um sehr viel für die USA. Aber ist eine Annäherung zwischen dem Iran und Saudi-Arabien realistisch?

Putin war Ende Oktober auf einem großen Staatsbesuch in Saudi-Arabien und ihm wurde dort der rote Teppich ausgerollt, wie sonst kaum jemandem. Das russische Fernsehen hatte darüber ausführlich berichtet. Aber interessanter als die Berichte über Putins Besuch war ein Interview, dass Putin im Vorfeld des Besuches drei arabischen TV-Sendern gegeben hat. In dem Interview wurde Putin auch zum Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran befragt und Putin kündigte an, in dem Konflikt vermitteln zu wollen. Zu einem Annäherungsprozess zwischen den Ländern sagte Putin damals:

„Was Russland betrifft, so werden wir alles tun, um die notwendigen Voraussetzungen für eine solche positive Dynamik zu schaffen. Ich denke, dass Russland gute Beziehungen zum Iran und sehr gute Beziehungen zu unseren arabischen Freunden hat. (…) Wenn wir unsere guten Beziehungen, sowohl zum Iran, als auch zur arabischen Welt, zu Saudi-Arabien, zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, nutzen, können wir meiner Meinung nach etwas finden, das von gemeinsamem Interesse sein kann.“

Danach kam Ende Oktober Putins Staatsbesuch in Saudi-Arabien.

Und nun kommen wir zu der Meldung, die ich mir seinerzeit ins „Archiv“ gelegt habe: Am 4. November, also keine zwei Wochen später, hat der Sprecher des iranischen Präsidenten mitgeteilt, dass der Iran Saudi-Arabien offiziell den Vorschlag unterbreitet hat, in Fragen der regionalen Sicherheit zusammenzuarbeiten. Die russische Nachrichtenagentur TASS zitierte den Sprecher des iranischen Präsidenten folgendermaßen:

„Der iranische Präsident hat dem König von Saudi-Arabien einen Brief über regionale Sicherheit, Frieden und Stabilität geschickt (…) Der Druck der USA sollte die Nachbarn in der Region nicht spalten. (…) Um Frieden zu erreichen, brauchen wir eine kollektive Zusammenarbeit“

Ich hatte, als es um den Auftritt des irakischen Premierministers am 5. Januar vor seinem Parlament ging, das auf seinen Vorschlag hin am Sonntag den Abzug aller westlichen Truppen aus dem Irak gefordert hat, in einem Nebensatz auch irgendwo gelesen, dass der Premierminister gesagt habe, Soleimani sei in einer diplomatischen Mission in Bagdad gewesen. Mustafa Salim ist Reporter für die Washington Post in Bagdad und der hat die Rede des irakischen Premierministers vor dem Parlament teilweise ins Englische übersetzt und auf Twitter veröffentlicht. Unter anderem sagte der irakische Premierminister demnach:

„Ich sollte Soleimani an dem Morgen treffen, an dem er getötet wurde, er kam, um eine iranische Nachricht als Antwort auf die Nachricht aus Saudi-Arabien, die wir übermittelt haben, zu überbringen.“

Kein Wort findet sich davon in den „Qualitätsmedien“. Es scheint aber tatsächlich so zu sein, dass Putin im Oktober einen Dialog zwischen Saudi-Arabien und dem Iran angestoßen hat, der über geheime diplomatische Noten geführt wurde, die – zumindest teilweise – über Bagdad gelaufen sind. Das ist übrigens auch verständlich, denn der Irak hat recht ordentliche Beziehungen zu beiden Nachbarn, also zum Iran und zu den Saudis. Der Irak ist als Vermittler wie geschaffen.

Die Anzeichen, dass es so ist, sind mehr als deutlich. Und es ist klar, dass eine Annäherung oder gar Zusammenarbeit zwischen den Saudis und dem Iran für die Vorherrschaft der USA am Golf der Super-GAU wäre. Die USA wären dort schlagartig überflüssig, sie begründen ihre massive Militärpräsenz ja mit den Spannungen und der instabilen Lage am Golf. Wenn die Spannungen sich morgen auflösen und sich die Lage stabilisiert, dann würden die Stimmen in den arabischen Ländern, die einen Abzug der USA fordern, sehr laut werden.

Ich hatte mich übrigens auch über die saudische Reaktion auf das Attentat und die folgenden Spannungen sehr gewundert. Saudi-Arabien war immer am lautesten, wenn es darum ging, iranische „Untaten“ zu verteufeln und harte Reaktionen gegen den Iran zu fordern. Um so überraschender war für mich, dass die Saudis in diesem Zusammenhang nicht – wie sonst üblich – laut im Chor der US-Falken mitgesungen haben. Stattdessen enthielt die offizielle Erklärung aus Saudi-Arabien ganz neue Töne:

„Wir sind äußerst interessiert daran, dass die Situation in der Region nicht weiter eskaliert. Natürlich ist jetzt ein sehr gefährlicher Moment, darum müssen wir alle Risiken und Gefahren, nicht nur für die Sicherheit der Region, sondern im globalen Maßstab, anerkennen. Wir hoffen, dass alle Player die nötigen Schritte unternehmen, um eine weitere Eskalation oder Provokationen nicht zuzulassen.“

Kein Wort gegen den Iran in der Erklärung, das ist ein Novum.

Die USA versuchen nun, ihre Verbündeten hinter sich zu versammeln. Am 6. Januar gab es ein außerplanmäßiges Treffen bei der Nato und die TASS berichtete unter Berufung auf einen nicht genannten Teilnehmer, dass die USA mit allen Mitteln versuchen, von den Nato-Partnern eine Erklärung zu bekommen, dass sie die US-Politik in der Region und auch den Drohnenangriff auf Soleimani unterstützen.

Möglicherweise hat auch Trump inzwischen verstanden, dass er auf´s Glatteis geführt worden ist. Nachdem er tagelang heftigste Tweets in Richtung Teheran abgefeuert hat, hat einer seiner Berater ebenfalls am 6. Januar mitgeteilt, Trump sei nach wie vor bereit, mit dem Iran direkt über das Atomabkommen zu verhandeln. Ich würde diese Meldung nicht überbewerten, aber sie fällt doch sehr aus dem Rahmen dessen, was Trump in den letzten Tagen von sich gegeben hat.

Die Version, dass Soleimani von Kräften umgebracht wurde, die eine Annäherung am zwischen dem Iran und Saudi-Arabien zu verhindern wollen, scheint mir in Anbetracht all dieser Meldungen mehr als wahrscheinlich. Die Frage ist, wie weit der Iran und Saudi-Arabien in den letzten zwei Monaten gekommen sind. Haben sie ein Grundvertrauen entwickelt, das groß genug ist, um den Bemühungen derer zu widerstehen, die die Annäherung verhindern wollen?

Anti-Spiegel @SpiegelAnti

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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  • Karin Leukefeld sagte in einem Video (auf RT), dass die Saudis möglicherweise nicht mehr das volle Vertrauen in die USA hätten? (sinngemäß, mit meinen Worten). Ich könnte mir das sehr gut vorstellen. Die Ruhe von SA unmittelbar nach dem Anschlag auf Suleimani war schon bemerkenswert! Die ursprüngliche diplomatische Note soll sogar von Riad ausgegangen sein (an den Irak als Vermittler) und Suleimani war dabei, eine Antwort zu überbringen.
    Solche Noten werden gut vorbereitet und war der Raketeneinschlag in SA Ölfeldern bereits eine Warnung? Würde in das Puzzle passen.
    Sollte das so zutreffen, dann wird die Entwicklung trotz des Attentates und der weiteren Drohungen nicht aufzuhalten sein. Geschichte geht seinen Weg. Wer übermütig wird, begeht Fehler!

  • Eine geheime diplomatische Mission für eine Annäherung Saudi Arabiens an den Iran - Vermittler Irak und Ideeninitiator Putin? Klingt sehr plausibel, wenn ich diesem Gedanken folge, dann versuchte man nicht nur die Mission zu verhindern, sondern man wollte vielleicht einen Keil zwischen Russland und dem Iran treiben?
    Man wird sehen, was sich in der nächsten Zeit, militärisch oder diplomatisch ereignet, die Zusammenhänge sind nicht ewig verschweigbar!
    Interessant jedenfalls, dass Putin sofort Syrien besuchte, möglich um neue Strategien zu erläutern?

  • https://thinker4me.com/2019/10/14/تفاهمات-بين-بوتين-وترامب-تبدأ-في-سوريا/

    Andere beschäftigt so ein Gedanke auch. Habe mir die Mühe gemacht und es übersetzt.( masch. Übers.)

    Die Verständigung zwischen Putin und Trump begann in Syrien und wird sich in die gesamte Region zurückziehen!

    Identische Quellen enthüllt Thinkers4Me
    Der plötzliche Rückzug des US-Präsidenten Donald Trump aus dem Norden Syriens vor einigen Tagen ist in Wirklichkeit die Umsetzung von Vereinbarungen, die er vor Wochen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen hat, und die Teilung des Einflusses in der Region, so dass der Russe die Position Syriens regelt und gleichzeitig die eingeschränkten Interessen der Türkei im Norden des Landes beibehält. Und grenzt die Interessen Israels an die "Organisation" der iranischen Militärpräsenz, und die Amerikaner unterhalten die Al-Tanf-Basis an der Straße Bagdad-Damaskus-Amman, in dem Wissen, dass sie einen wichtigen Teil ihrer Vitalität verloren hat, nachdem sie den albukamischen Übergang zwischen dem Irak und Syrien geöffnet haben.

    Den identischen Quellen zufolge umfassen die Absprachen:

    @Irak: In Bagdad wird daran gearbeitet, eine weniger vom Iran abhängige Behörde zu schaffen, die gleichzeitig die Interessen Washingtons und der irakischen Nachbarn, insbesondere Saudi-Arabiens und Kuwaits, wahrt und durch ausgewogenere Maßnahmen und Pläne zur Linderung der drückenden Lebenskrisen der Bevölkerung beiträgt.

    @Libanon: Washington behält seine Interessen im Libanon bei und bemüht sich um die Abgrenzung der Land- und Seegrenzen zu Israel im Rahmen eines Abkommens, das den Rückzug von den Shebaa-Farmen und den Hügeln von Kafr Shuba sowie Grenzvereinbarungen zur Gewährleistung internationaler Streitkräfte und der libanesischen Armee umfassen kann, damit alle Grenzen, einschließlich Syrien, kontrolliert werden. Und Seegrenzen, um jegliche Verschiebung nach Europa oder jeglichen Schmuggel zu stoppen. Hier scheint es Washington nichts auszumachen, das libanesische Gasprojekt an die Pipeline und Pipelines anzuschließen, die Moskau in Zusammenarbeit mit der Türkei errichten will, und hier scheint es im Interesse Washingtons-Moskaus eine Konvergenz zu geben, die es den libanesischen legitimen Kräften und staatlichen Institutionen ermöglicht, den Libanon zu einer stabilen und lebenswichtigen Basis für die Verwaltung der Wiederherstellungsoperationen zu machen Aufbau von Syrien und möglicherweise auch Teilen des Irak in mehr als einem Sektor.

    @Die Situation im Jemen zu regeln und den Krieg darin zu beenden, so dass Washington die Leitung eines Dialogs zwischen Riad und den Huthis übernimmt, und Moskau versucht, jeglichen negativen iranischen Einfluss auf den Verlauf der Siedlung zu begrenzen.

    @Moskau hat grundsätzlich keine Einwände gegen die Fortsetzung der Sanktionspolitik der USA gegen das iranische Regime und seine Verbündeten in der Region. Der russische Präsident strebt eine Stärkung seiner Beziehungen zu den Golfstaaten an, angeführt von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten Für die Produzenten geeignet, stehen sie im Zentrum der vitalen Interessen seines Landes, und seine Beziehung zu Riad hat dieses Ziel erreicht, und er ist daher bestrebt, seine wirtschaftlichen Beziehungen zu verbessern und sie auf die Bereiche Militär und Sicherheit am Persischen Golf auszudehnen.

    @Die mangelnde Begeisterung von Trump und Putin für die Wiederwahl von Netanjahu in Israel war klar. Einerseits nimmt Trump Netanjahu dazu auf, die Beziehungen seines Landes zu China zu stärken und den Haifa-Hafen - einen der bekanntesten Häfen im östlichen Mittelmeer - für den gelben Riesen zu entwickeln, während Putin neben Huawei und den Netzen der fünften Generation lieber mit Generälen zu tun hat Macht, weil ihre Natur näher an der Zusammensetzung des russischen Eisensystems liegt und damit die Überschneidung mit ihnen über zukünftige Interessen und Pläne erleichtert. Moskau zieht es vor, Extremisten in einer Region zu "ersticken", in der es sich seit Jahrzehnten etablieren will.

    Zusammenfassend muss betont werden, dass Ruhe und das Finden endgültiger Siedlungen im Interesse des Siegers liegen, und hier ist Putin in der Nähe von Klammern oder weniger, als seinen Sieg in Syrien zu erklären, und kein Sieg wird vollendet werden, außer mit einer Siedlung und einem Wiederaufbau, in dem regionale Staaten mit Interessen an der Levante eine Multidoktrin haben Und Streifen!

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    Was hier etwas holprig daher kommt hat schon etwas

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schebaa-Farmen

    Man achte auf die Karte. Gesetzt den Fall Israel verliert den Zugriff auf dieses Gebiet bleibt noch Golan.
    Hier wurde ja schon signalisiert das die USA zustimmen werden. Wer oder was steht dem im Weg?
    Die UN mit ihren Beschlüssen.
    In einem anderen Beitrag stellt @Thomas fest, das die USA die UN schwächen. Zufall, das man aber genau die Staaten außen vor lassen will die das nicht mittragen würden? Würde Russland der Übereignung der Golanhöhen an Israel zustimmen? Vielleicht um das Krim Thema vom Tisch zu bekommen? Wenn die USA/NATO anordnen ist das Thema vom Tisch.

    Nun betont @ Thomas ja immer das sich Russland um gute Beziehungen zu allen islamisch geprägten Ländern bemüht. Was ich grundsätzlich gut finde, aber mir fiel auf, dass ich mich nicht wirklich an Kritik gegen die Iran-Sanktion erinnern kann. Ich müßte die Einstellung dazu erst suchen.

    Eine Zustimmung für die Erweiterung des türkischen Einfluss in syrisches Hoheitsgebiet scheint ja vorzuliegen sonst ginge man nicht gemeinsam auf Streife.

    Nun stellt sich natürlich die Frage wie man die angezettelten Unruhen im Libanon und Irak bewerten soll. Vom Irak ist es mir bekannt das Twitterkonten ausgewertet wurden und die Meldungen schwerpunktmäßig über KSA angefeuert wurden.
    Gleichzeitig erscheinen die israelischen und NATO gestützten Angriffe auf iranische Unterstützungstruppen in einem ganz anderen Licht.
    Da, wenn man diesen Überlegungen folgt, erscheint die russische Kritik zur türkischen Einmischung in Lybien auch logisch denn das war wohl nicht vorgesehen. Oder doch um die Kämpfer aus Syrien abzuziehen? Denn nicht türkische Soldaten wurden geschickt sondern von der Türkei bewaffnete Truppen die zu einer "Exilregierung" für Syrien gehören.

    Wenn man es so weiter denkt dann muß man fragen wer hat welche Vorteile nach dem Mord an den beiden Iranern?

    Libanon - weil es Fläche dazu gewinnt, mit Israel einen Friedensvertrag schliesst und Pipelines benutzen darf?
    Israel - weil Fläche abgibt und dafür Großfläche dazu gewinnt, einen Friedensvertrag bekommt und was noch?
    KSA - festigt seine Vormachtstellung wozu auch diese mittelalterliche Auslegung des Islams gehört?
    Irak - wurde destabilisiert, der oberste Vertreter aus dem Amt geekelt weil er iranische Fähigkeiten nutze um den IS zu besiegen?Kommt nun ein Lakei der die Interessen von wen alles zu sichern hat?

    Ich frage mich ernsthaft was wohl die verschacherten Bevölkerungen zu sagen hätten wenn man sie fragen würde.

  • Sicher war Soleimani eine wichtige Figur ... aber wenn es wirklich Bestrebungen der Achse Iran-Irak-SA gegen die Besatzungsmacht USrael gibt, dann werden die nicht mit einem einzigen Mord zu vernichten sein ... nur ein dadurch provozierter Krieg kann davon für eine Zeit ablenken. Wenn die These des Artikels stimmt, dann wären die Muslime weiter als einige Europäer zum träumen wagen. Die Befreiung vom amerikanischen Joch ...

  • Ich gehörte zu denen, die auf keinen Fall die Kriegstreiberin Clinton als Präsidentin haben wollten. Und nachdem Sanders von der Clinton-Bande ausgebootet worden war, habe ich auf Trump gesetzt. Allerdings verband ich damit keine große Hoffnung, denn letztlich ziehen im Hintergrund ganz andere Leute die Strippen. Die Erfahrung hätte auch Sanders gemacht.

    Inzwischen habe ich keine Hoffnung mehr, daß Trump eine grundsätzlich andere Politik betreibt als Clinton, sie ist nur etwas anders verpackt. Wenn Trump wirklich vom Tiefen Staat unter Druck gesetzt wird und wegen des Mordanschlages aufs Glatteis geführt wurde, dann wäre für ihn JETZT der Zeitpunkt, das offenzulegen und die Gangster direkt anzugreifen. Nur auf die Weise könnte er eventuell eine breite Volksbewegung in Gang setzen. Nur so könnte er auch die Bedrohung für sich und seine Familie verringern, indem er sie ausspricht.

    Aber ich glaube nicht mehr, daß Trump ein Opfer ist und nur hilflos herumlaviert. Er ist TÄTER und für seine Taten verantwortlich!

  • Das muss jetzt mal sein: Vielen Dank an den Autor und die Kommentatoren für diesen und alle anderen sehr aufschlußreichen Beiträge! Tolle Arbeit!

  • Tucker Carlson von Fox, für den ich immer viel Zeit habe, weil er einer der wenigen verbliebenen echten Konservativen ist und kein neoliberaler Shyster oder Neocon Kriegstreiber. meint: "Washington has wanted war with Iran for decades, working toward it, they might have finally gotten it."
    https://www.youtube.com/watch?v=WlcsuJtXYkM

    Auch interessant seine Ausführungen zur Glaubwürdigkeit der Geheimdienste im, Zusammenhang:
    https://www.youtube.com/watch?v=ug1oweRu68U

    Natürlich muss man bei seinen Ausführungen beachten, dass er von Fox bezahlt wird; das ist wie wenn ich Moskau-Korrespondent beim Spiegel bin, dann müssen halt ein paar Standardphrasen rein.

  • Ich denke nicht das es um, nennen wir es Aussöhnung von Erzfeinden, ging.
    Man schaut auf einen Toten und übersieht den Anderen. Der Führer, Diplomat,Kämpfer und der Führer der Kämpfer. Beide zusammen genial. Beide mit klarem Bezug zu Iran und zur Hisbollah.
    Spätestens jetzt sollte man sich an ein Vorhaben erinnern, die Anerkennung der Golanhöhen als israelisches Staatsgebiet.

    Das Tötungsverlangen, dem nun Trump nachgekommen ist, kam mit der Verkündung das Israel die Golanhöhen für immer einverleiben will und USA signalisierte sofort Zustimmung.
    Wegen der strafrechtlichen Ermittlungen konnte Netanjahu nicht offen rumpoltern, denn es gibt in Israel auch Menschen die der Einmauerung der Palästinenser kritisch gegenüber stehen.
    Ein Gerichtsverfahren rückt näher und wegen fehlender Immunität könnte es eng werden wenn man entgegen UN Resolution 242 verstösst.

    Die Deutschen werden medial schon auf Linie gebracht damit die Regierung dann selbstverständlich Israel verstehen kann. Denn die Golanhöhen haben Nachbarn, die Hisbollah. Jetzt haben die USA die erwiesener maßen kleveren Führer weggebombt. Alles Terroristen natürlich, da kann man schon mal vergessen das man über Jahre mit diesen Terroristen Seit an Seit stand.

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article190683141/Nahost-Wer-die-Golanhoehen-mit-der-Krim-vergleicht-ist-denkfaul.html

    "Trumps Anerkennung der Annexion des Golan ist ein wichtiges Signal an die Syrer, den Iran genauso wie an die Palästinenser: Wie viele Kriege müssen arabische Staaten eigentlich gegen Israel führen und verlieren, bis sie den Anspruch auf das Gebiet verspielen?"

    https://www.deutschlandfunk.de/streit-um-felsplateau-was-die-golanhoehen-so-wichtig-macht.2852.de.html?dram:article_id=444318

    "Syrien hat die Golanhöhen aber nie aufgegeben und fordert sie weiterhin zurück. Eine UNO-Friedensmission hält wegen des Streits um das Gebiet in einer Pufferzone Stellung. "
    "Trumps Nahostpolitik erhält bei der rechtskonservativen Regierung in Israel viel Zuspruch. Dazu gehören der Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran, aber auch die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Die Palästinenser boykottieren wegen der Botschaftsverlegung die US-Regierung seitdem und erklären, die Vereinigten Staaten hätten sich als neutraler Vermittler in ihrem Konflikt mit Israel disqualifiziert."

    "Syrien hat Israels Todfeind Iran ins Land gelassen und Teheran erlaubt, Militärstellungen in Schlagentfernung zur israelischen Grenze einzurichten. Und wie WELT vergangene Woche berichtete, hat die Hisbollah inzwischen sogar Militärstellungen im syrischen Teil des Golan gebaut. Das ist eine viel härtere Währung als ein bloßer symbolischer Akt, wie Trump ihn nun plant."

    https://www.heise.de/tp/features/Iranische-Militaerbasen-in-Syrien-3908257.html

    https://www.tebel-report.at/infografik-syrien-krieg-aktuell-syria-war-map-nr-36-23-30-maerz-2019/

    https://www.n-tv.de/politik/Im-Cyberspace-herrscht-Krieg-article21482281.html

    https://parstoday.com/de/news/middle_east-i37021-israelische_waffen_im_osten_syriens_entdeckt

    https://www.gegenfrage.com/syrische-streitkraefte-entdecken-israelische-waffen-in-is-lager/

    Ich kann mich irren aber ich denke ich irre mich nicht.

    Die SA Twitterkonten waren eindeutig, die armen u.a. von KSA finanzierten Flüchtlinge in der Region Idlib haben sich ungebremmst dem kollektiven Freudentaumel hingegeben, die NAS (Nationale Armee Syrien?) also der militärische Arm der neuen Demokraten in Syrien freute sich mit der FSA gemeinsam über den demokratischen Mord.
    Würde mich nicht einmal wundern wenn KSA der Tippgeber war.

    Aktuelle Töne aus den USA klingen so

    "Lets do to Tehran what we did to Dresden—light it up and burn it down. Lets make Tehran a memory!"

    "Lasst uns Teheran antun, was wir Dresden antun - es anzünden und niederbrennen. Machen wir Teheran zu einer Erinnerung!"

    "Ironically the bombardment he mentioned was part of strategic morale bombings i.e. sustained, systematic and frequent destruction of infrastructure and civilians in order to undermine morale of the Germans and expedite their surrender."

    "Ironischerweise war das von ihm erwähnte Bombardement Teil strategischer Moralbombardierungen, d. H. Anhaltender, systematischer und häufiger Zerstörung von Infrastruktur und Zivilbevölkerung, um die Moral der Deutschen zu untergraben und ihre Kapitulation zu beschleunigen."

    "He is a lobbyist! He also has some strange views about women that pre date the time of Dresden!"

    "Er ist Lobbyist! Er hat auch einige seltsame Ansichten über Frauen, die vor der Zeit Dresdens liegen!"

    "psychopath"

    "The real face of the US empire, folks...
    Looks like Uncle Sam's killer vermin have found another far-away war-of-choice that they can lose at a combined cost of not less than $5 trn of borrowed money that they can never hope to repay..."

    "Das wahre Gesicht des US-Imperiums, Leute ... Es sieht so aus, als ob Onkel Sams Mörder Ungeziefer einen weiteren weit entfernten Krieg der Wahl gefunden hat, den sie zu einem Preis von nicht weniger als zusammen verlieren können $ 5 Billionen geliehenes Geld, das sie niemals zurückzahlen können ..."

    "Genocidal freak"

    "My dad flew over Dresden the day after the night bombing to see how well the bomb sights worked. From what my dad said he saw, we really don't want to do that to people."

    "Mein Vater ist am Tag nach dem nächtlichen Bombenangriff über Dresden geflogen, um zu sehen, wie gut die Bombenvisiere funktionierten. Nach dem, was mein Vater gesagt hat, wollen wir den Leuten das wirklich nicht antun."

    "ZIONIST PSYCHOPATH!"

    "No more wars for Israel."
    "Keine Kriege mehr für Israel."

    "The reality is that we may need to keep American troops in Iraq and Afghanistan PERMANENTLY—just as we have in Germany and Japan "

    "Die Realität ist, dass wir die amerikanischen Truppen im Irak und in Afghanistan möglicherweise DAUERHAFT halten müssen - genau wie in Deutschland und Japan"

  • Die Vermutungen sind plausibel. Den USA wird es um eine Verhinderung von Allianzen im Nahen und Mittleren Osten gehen. Dafür spricht, dass unsere Medien konsequent genau die Information der Annäherung zwischen Iran und Saudi Arabien und die diplomatische Mission von Solemani verschweigen.

    Dazu passt auch der Drohnenangriff auf Saudische Ölfelder, die die USA dem Iran anlasten. Die USA werden ausreichend Systeme wie Gladio besitzen und benutzen. Es wird alles nichts nutzen, die USA disqualifizieren sich nicht nur im Nahen und Mittleren Osten, sondern weltweit.

    Die Konsequenzen sind aber unüberschaubar. Die Sowjetunion hat den Rückzug friedlich hin bekommen. Das war eine bisher völlig unbeachtete Leistung. Hier war auf allen Ebenen hochverantwortliches Personal. Was passiert, wenn die USA zunächst aus dem Irak, dann aus Kuwait, Saudi Arabien usw, vertrieben werden? Geht das weltweit so weiter, bis nach Taiwan, Korea und Europa? Wird das friedlich verlaufen? Gibt es in den USA überhaupt Kräfte, die Kriege und Gewalt verhindern können? Versucht Trump den Weg des Rückzugs, oder das Gegenteil davon?

    Was machen die Bürger in den muslimischen Staaten, zB. mit den israelischen Juden? Juden leben überall, auch in den muslimischen Ländern, und das unbehelligt. Aber die israelischen Juden sind Geiseln Israels, der USA und letztendlich der westlichen Macht. Es gibt Tod, Leid, Vertreibung, Demütigung und angestauten Hass, der sich an den israelischen Juden entladen kann.

    Mehr will man sich gar nicht ausmalen. Da kann etwas ins Rutschen kommen, in der eine Weltordnung entsteht, die wir uns heute nicht vorstellen können und wahrscheinlich auch nicht wollen.

    • So schnell wird das m. E. nicht gehen, solche Veränderungen brauchen Zeit. Es ist aber richtig, dass die geopolitische Entwicklung von einer "monopolaren" Welt zu einer "multipolaren" Welt bereits im Gange ist. Und mit dem "Frame" Terrorismus lassen sich die Menschen nicht mehr so einfach täuschen. Für den Übergang in die multipolare Welt ist "große Besonnenheit" nötig und danke an Putin, Lawrow u. A. dafür.

  • ich muss übrigens meine Zahlen korrigieren es sind zur Zeit nur 80K US Soldaten in der Region. und der 1 Golfkrieg waren es ~900K um im 2 Golfkrieg waren damals "nur" ~300K Koalitions truppen unterwegs.

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