Was US-Studenten über den Zweiten Weltkrieg lernen: „Wer hat den Krieg gewonnen?“ – „Die USA“

In westlichen Medien wird Russland neuerdings vorgeworfen, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs umzuschreiben. Ein Blick in US-Geschichtsbücher zeigt, wer die Geschichte tatsächlich verfälscht.

Ich habe schon mal darüber berichtet, dass in japanischen Schulbüchern nicht mehr erwähnt wird, wer eigentlich die Atombomben auf Japan abgeworfen hat. Jetzt habe ich einen interessanten Bericht mit Zitaten aus einem US-Geschichtsbuch gefunden, mit dem US-Studenten die Welt erklärt wird. Darüber hat das russische Fernsehen in einem Bericht in der Sendung „Nachrichten der Woche“ berichtet und ausführlich daraus zitiert. Hören wir uns das doch einmal an.

Beginn der Übersetzung:

Drei Kilogramm wiegt das Wissens von amerikanischen High-School-Studenten über die Weltgeschichte. Dieses Lehrbuch trägt den Stempel der Bibliothek einer Schule in Virginia. Es hat mehr als 1.200 Seiten, 35 davon handeln vom Zweiten Weltkrieg. Die Erwähnungen der Sowjetunion füllen kaum eine Seite.

„Hitler beginnt den Krieg“ heißt dieses Kapitel (Anm. d. Übers: Siehe Titelbild, jeder kann es nach seinem Gusto übersetzen). Die Faschisten, so sieht es auf der Illustration aus, stehen gegen den einsamen Onkel Sam. Seine Garde – die Generäle McArthur, Eisenhower, Fallschirmjäger und Marines – blicken den Leser an. Sowjetische Soldaten sind gesichtslos. Sie sind nur auf zwei Fotos zu sehen und nur von hinten. Ihre Taten fehlen bei den Schlüsselereignissen des Zweiten Weltkriegs: Bei der Eroberung Berlins, bei der Schlacht am Kursker Bogen, in der Schlacht um Moskau. Die Hauptstadt hat „General Frost“ gerettet:

„Im Dezember waren die Deutschen an den Stadtrand von Moskau vorgerückt. Der sowjetische General Georgi Schukow führte Gegenangriffe aus. Als die Temperaturen sanken, zogen sich die Deutschen, die nur Sommeruniformen hatten, zurück. Sie ignorierten Napoleons Winterniederlage von vor 130 Jahren und gruben sich 250 Kilometer westlich von Moskau ein.“

Die Ostfront und das Mittelmeer sind in einem Kapitel zusammengefasst, obwohl die deutschen Truppen in Afrika nur 100.000 Soldaten zählten. Fünf Millionen Faschisten haben die Sowjetunion angegriffen. 70 Prozent von Hitlers Divisionen wurden in den Osten geworfen. Und diese Zahlen, die viel erklären würden, findet man in dem Buch aus irgendeinem Grund nicht. Wir stellen denen, die im US-Schulsystem Geschichte gelernt haben, einfache Fragen zum Krieg:

„Wer hat den Krieg gewonnen?“

„Die Alliierten. Die USA, England, Frankreich.“

„Was ist mit der Sowjetunion? Gegen wen haben die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg gekämpft? Wer war der Hauptfeind der Vereinigten Staaten?“

„Russland.“

In dem Buch gibt es weniger Worte, dafür mehr Bilder. Die amerikanischen Schlachten an der Pazifikfront werden in schillernden Farben geschildert. Es gibt ein Kapitel über den Holocaust und über Millionen gefolterter Juden in Konzentrationslagern. Aber nichts über diejenigen, die sie befreit haben.

Die Schlacht von Stalingrad ist zwischen die Ereignisse in Italien und Nordafrika gequetscht. Dazu schreiben die Autoren: „Nach der Niederlage in Nordafrika stieß die deutsche Armee in der Sowjetunion auf Widerstand. Stalin forderte seine Kommandeure auf, die Stadt, die nach ihm benannt war, bis zum Tode zu halten. Anfang November 1942 kontrollierten die Deutschen 90 Prozent der zerstörten Stadt. Aber dann griff ein weiterer Winter an. Am 19. November starten sowjetische Truppen einen Gegenangriff. Sie kesselten die Deutschen ein und schnitten ihre Versorgung ab: 90.000 erfrorene und halb verhungerte deutsche Soldaten wurden von sowjetischen Truppen umzingelt. Diese unglücklichen Überlebenden waren alles, was von ihrer 330.000 Mann starken Armee übrig blieb. Die Verteidigung Stalingrads kostete die Sowjets mehr als eine Million Soldaten. Die Stadt wurde zu 99 Prozent zerstört. Aber die Deutschen waren nun in der Defensive und wurden von sowjetischen Truppen nach Westen gedrängt.“ Das ist das komplette Zitat. So primitiv wird die wichtigste Schlacht des Zweiten Weltkriegs beschrieben.

Warum die Alliierten die Landung in der Normandie verzögerten, wird den Schülern nicht erklärt, aber in alten Artikeln amerikanischer Zeitungen gibt es die Antwort. 1941 erklärte Harry Truman, der künftige Präsident der Vereinigten Staaten, Washingtons Taktik: „Wenn wir sehen, dass Deutschland den Krieg gewinnt, müssen wir Russland helfen, aber wenn Russland gewinnt, müssen wir Deutschland helfen. So geben wir ihnen die Möglichkeit, sich maximal gegenseitig zu töten.“

In den Staaten haben sie damals schnell gelernt, den sowjetischen Soldaten zu respektieren, bald wurde er bewundert. Der Krieg war noch nicht vorbei, als Hollywood darüber Filme gemacht hat: „Song of Russia“ und „Mission to Moscow“, „Northern Star“ und „Days of Glory“ – alles Filme amerikanischer Studios über Helden von der Ostfront.

„In den 1950er Jahren wurden die Menschen, die diese Filme gemacht hatten, die Hauptziele des McCarthyismus. Die Studios waren gezwungen, sich für diese pro-russischen Filme zu entschuldigen. Während des Kalten Krieges wurden alle guten Dinge über die Sowjetunion entwertet. Und das Ergebnis sehen wir in den Geschichtsbüchern. Sie verherrlichen die Vereinigten Staaten so sehr“, sagt Peter Kouznik, Geschichtsprofessor an der American University in Washington.

Der unerzählten Geschichte der USA haben der Historiker Peter Kouznik und der Regisseur Oliver Stone ein großes Projekt gewidmet. Das Buch und die Dokumentation wurden in 20 Sprachen übersetzt. Sie reden darüber, worüber die Lehrbücher nicht sprechen.

Die Lehrbücher schweigen darüber, wie sich die Amerikaner 1944 in Europa unter dem Druck der Faschisten zurückzogen. Die Deutschen besetzten eine Stadt nach der anderen. Churchill und Roosevelt baten Stalin, die Offensive im Osten zu intensivieren. Moskau half, Hitler musste Panzer in die Karpaten verlegen, und erst dann konnten die Alliierten vorrücken.

„Die Alliierten marschierten triumphierend nach Paris. Im September hatten sie Frankreich, Belgien und Luxemburg befreit. Als die alliierten Truppen von Westen her auf Deutschland zurückten, näherte sich die sowjetische Armee Deutschland von Osten her.“ Und das ist alles, es gibt in dem Buch keine Details. Der Leser erfährt nichts davon, dass die sowjetischen Soldaten Polen, Jugoslawien, Ungarn und die Tschechoslowakei befreit haben. Die Eroberung Berlins findet sich in einem Satz: „Am 25. April 1945 hatten die Sowjets die Hauptstadt umzingelt und die Stadt mit Artillerie angegriffen.“ Das ist alles. Dann kommt der Tag des Sieges: „Am 7. Mai 1945 akzeptierte General Eisenhower die bedingungslose Kapitulation des Dritten Reiches. Am 9. Mai wurde sie in Berlin offiziell unterzeichnet. Die Vereinigten Staaten und ihre anderen Verbündete feierten den Tag des Sieges. Nach fast sechs Jahren des Kampfes war der Krieg in Europa vorbei.“

Wer welchen Preis für den Krieg gezahlt hat, zählen amerikanische Historiker genau: in Dollar. Die finanziellen Kosten des Krieges stehen zuerst in der Tabelle und die Vereinigten Staaten liegen dabei an erster Stelle. Die menschlichen Verluste der Sowjetunion werden aus irgendeinem Grund klein gerechnet und erreichen nicht einmal 22 Millionen. Die Opfer wurden im Schulbuch in militärische und zivile Opfer unterteilt, obwohl bei uns das ganze Land im Krieg war, sogar Kinder gingen an die Front.

Amerikanische Studenten sehen die „Ivanovo-Kindheit“ mit schreckgeweiteten Augen. Die russische Botschaft in Washington zeigt ihren Gästen Filme über den Krieg. „In meiner Schule haben wir nur über Amerika gesprochen. Über andere Länder wurde gar nichts erzählt. Über die Sowjetunion haben wir nichts gehört. Wie sich zeigt, hat auch Russland eine wichtige Rolle im Krieg gespielt“, erzählte uns eine amerikanische Studentin, die erst bei ihrem Russischstudium davon erfahren hat.

Der Krieg mit Japan beendet den Abschnitt über den Zweiten Weltkrieg: „Auf dem amerikanischen Schlachtschiff „Missouri“ wurde die Kapitulation unterzeichnet.“ Es wird nicht erwähnt, dass die Japaner durch die Niederlage der Kwantun-Armee, die von sowjetischen Truppen zerschlagen wurde, zur Kapitulation gezwungen waren. Es findet sich kein einziges Wort über die Rolle der UdSSR beim Sieg über Japan.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

15 Antworten

  1. Das passt doch ins Bild.
    Die USA waren sich noch nie zu schade Fakten zu ignorieren oder zu fälschen.

    Und ein Bildungssystem in dem die Evolution auf einer Stufe mit der göttlichen Schöpfung steht, wo religiöse Fundamentalisten die Regierung durchsetzen, wo fast jährlich neue, illegale Angriffskriege mit erlogenen Begründungen gegen fremde Länder gestartet werden, wo man sich offen und ohne jedes Unrechtsbewusstsein in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischt, wo man Wahlen manipuliert und damit angibt, wo man fremde Regierungen stürzt und damit angibt, gleichzeitig aber anderen Ländern das selbe vorwirft, ohne den geringsten Beweis liefern zu können.
    Ja, die Atomwaffen und Stützpunkte die man weltweit verteilt könnte man in dem Zusammenhang auch noch erwähnen, damit man ein abgerundetes Bild dieses Schurkenstaats hat. 🙂

  2. In den Geschichtsbüchern der DDR kamen auch wenig Amis drin vor. Hat auch niemanden gestört.
    Wollte man wissen, wie der Krieg ggf. wirklich war, gab es wenig Literatur. Sowohl West als auch Ost.

    Schau ich jedoch in die heutigen Geschichtsbücher der Schulen, dann wird mir nicht nur schlecht, sondern speiübel.

    Verklärung ohne Ende. Warum?
    Weil die, die diese Bücher vermarkten wollen/müssen, es auch nicht besser wissen.
    Die Bildung aus der BILD oder von wiki. Allgemeinbildung allgemein gefasst und wenn was nicht passt, passend gemacht. Auch weglassen ist eine Lüge.
    Auch auf tichyseinblick haben die es nicht so mit Geschichte.

    Geschichte wird verfälscht, weil man es nicht besser weiß! Und gibt es andere Hinweise, dann kann man von seiner Meinung nur schwer zurück. Dies ist in den Geschichtswissenschaften einer der übelsten Faktoren und worum geht es da? Um Geld! Um sein Gehalt weiter beziehen zu können oder Fördermittel zu erhalten oder auch nur den Druck alles Schulbücher.

    Auch in Ihrem Artikel, Herr Röper, sind Fehler enthalten.
    Einer ist, die Alliierten verzögerten die Landung in der Normandie. Dies ist nicht korrekt, es ging nicht eher.
    Die Konferenz von Teheran fand ja erst Ende 1943 statt und da wurden ja erstmals einheitliches Vorgehen besprochen von allen.
    Dass dies mehr als notwendig war, zeigte dann die Übung zur Landung „Exercise Tiger“ am 27.April 44.
    Die Engländern bastelten in der Zeit an schwimmfähigen Panzern oder an „alles was schwimmen könnte“. Sie bauten Minenräumfahrzeuge und holten sogar Sandproben vom Strand der Normandie, um ja nichts zu verka… wenn sie einmal gelandet sind.
    Und hätten sie dies alles nicht gemacht, sie wären nie angekommen!!!!

    Da stricken und häkeln nicht mein Hobby oder Lebenserwerb ist, würde ich mich auch nicht an Diskussionen über diese Tätigkeiten einmischen.
    Doch bei dem 2.WK denken 99,8%, ihr Wissen reicht aus, wenn man zu einem Thema schnell was googlet und noch zwei Seiten quer gelesen hat und schon will man als ein Fachmann da stehen, mit hochtrabenden Spüchen.
    Nein, ist man nicht!
    Denn ob dass was man auf Google gefunden wurde auch „die Wahrheit“ ist, entzieht sich dann diesem „Fachmann“ und er verbreitet diese Lügen nur weiter.
    Er ist somit ein Fachmann im Lügen verbreiten!

    Dies kann man im Übrigen hier auf anti-spiegel in den Kommentaren recht gut nachvollziehen.
    Wie viele Virologen und Epidemologen hier ihr Wissen kund tun, ist schon erstaunlich…

    Und wie Geschichtsverfälschung geht, können Sie Herr Röper doch gerade live miterleben.
    China ist schuld, wir nicht!
    Daher ist Ihre Webseite und Ihre Bücher für die Nachwelt ein Segen.
    Allerdings nur für die, die die Wahrheit wissen wollen.
    Und seien Sie nicht trauig, es werden in Nachfolgegenerationen nur wenige sein!

    1. „In den Geschichtsbüchern der DDR kamen auch wenig Amis drin vor.“
      So, so da haben wir ja wieder einen typischen „DDR-Experten“.
      Wenn das stimmen würde, hätten wir ja ziemliche Probleme gehabt, „Teheran“, „Jalta“ und „Potsdam“ oder gar „Torgau“ zu erklären, von „Dresden“ und „Chemnitz“ ganz zu schweigen.
      Der Gag ist, wir hatten insoweit überhaupt keine Probleme mit den Westalliierten, den WIR WUSSTEN noch, wer den Krieg angefangen und wer ihn gewonnen hat.

    2. da muß ich Ihnen widersprechen, in der DDR gab es viele Bücher über den 2. WK, aber die Rolle der Amis wurde nicht groß erwähnt, sie wurde aber auch nicht wie es heutzutage mit den Russen passiert, kleingeredet. Gut, ich habe berufsbedingt viele Bücher von sowjetischen Offizieren (u.a. Shukow, Babashdanjan, Mironow, Antipenko, Petrow, Lastschenko, Katukow, Konew) aber auch „normale“ Literatur (Simonow, Stefan Heym, Günther Hofé usw.) noch in meinem Bücherregal stehen (natürlich habe ich diese auch gelesen, viele nur einmal, einige wie Katukow und Babashdanjan mehrmals. Natürlich, Bücher können nie so richtig beschreiben, wie der Krieg wirklich war, und meine Zeitzeugen vom Krieg, meine Eltern haben bis auf wenige Bruchstücke nichts über den Krieg berichtet.
      Vielleicht haben Sie recht, das die Westalliierten nicht eher in den Krieg wirksam eingreifen konnten, aber das es erst passierte, nachdem die Rote Armee der Wehrmacht das Kreuz gebrochen hatte und ihren unaufhaltsamen Vormarsch begann, wirft doch einige Fragen auf, das müssen Sie zugeben. Der Zufall ist hier doch ’ne komische Ausrede.

      1. „In den Geschichtsbüchern der DDR kamen auch wenig Amis drin vor.“
        besagt nicht, dass es nicht viele Bücher über den 2.WK in der DDR gegeben hätte! 😉

        aber die Rolle der Amis wurde nicht groß erwähnt eben!

        Ich habe auch immer so ein Magengrummeln, wenn von „Westalliierten“ gesprochen wird.
        Denn dann hätte es auch „Ostalliierte“ geben müssen. Jedoch im 2.WK gab es nur „Alliierte“!
        Westalliierte wurden es erst mit der NATO.

        Der D-Day war bis ins Kleinste geplant, durchdacht und exerziert.
        Der Film D-Day zeigt es relativ deutlich, was dort am Strand los war und dass die Befestigung bis weit rein ins Meer ging. Und diese war nicht ohne.
        Auch Rommel ging nicht davon aus, dass da was kommt, er war da gerade im Heimaturlaub. Auch war die Stärke der deutschen Mannschaft nicht groß und den Schaden den die „Wenigen“ dort bei den Allierten angerichtet haben, ist immenz gewesen. Wäre dort volle Besatzung und volle Truppenstärke gewesen, dann nichts mit Landung.
        Und die Engländer haben da wirklich hervorragende Arbeit gemacht und was die dabei alles erfunden haben, wird teilweise bis heute, z.B. zur Minenräumung, eingesetzt.
        Denn alles auf Schiffen rüber schaffen war nicht machbar, denn die Schiffe hätten die Deutschen gnadenlos versenkt. So mussten Lösungen gefunden werden für schnelle mobile Einheiten.
        Und erfinden dauert nun mal etwas.

        Im Übrigen, das Gegenstück hat schon Hitler abgeliefert! Ohne Sinn und Verstand England zubomben und dann merken, dass man doch nicht rüber kommt und abbrechen musste.

    3. Auch diese Behauptung von dir, na_ich ist nicht korrekt: „Auch in Ihrem Artikel, Herr Röper, sind Fehler enthalten.
      Einer ist, die Alliierten verzögerten die Landung in der Normandie. Dies ist nicht korrekt, es ging nicht eher.“
      Ich müsste es jetzt raussuchen, vor einigen Wochen habe ich in einem Buch über die Leningrader Blockade gelesen, dass der spätere Präsident Truman, zu Beginn des Krieges sagte, dass sich Deutsche und Russen doch zerfleischen mögen, um so besser für die USA. Und genau das haben sie gemacht.
      Die haben doch zugesehen, dass sich beide möglichst stark schwächen, damit die USA es anschließend einfacher haben werden, mit den Russen als auch den Deutschen zu verhandeln. Stalin hat doch immer wieder darauf bestanden, dass die USA eine zweite Front eröffnen, dass wurde doch bewusst verzögert. Die haben beim Krieg Iran /Irak beide Seiten unterstützt, damit sich beide Staaten schwächen und die USA dort anschließend leichteres Spiel haben. Das ist doch die übliche Taktik der USA, Konflikte schüren, zusehen, wie sich beide Seiten die Köpfe einschlagen um hinterher als „Vermittler“ aufzuspielen.

      1. Danke, dass Sie den zweiten Fehler ansprechen!
        Aber Bitte! Nicht miteinander vermischen, denn dies tun Sie in Ihrem Beitrag!

        Eine Aussage muss immer zeitlich auch eingeordnet werden!
        Aus dem Artikel:
        1941 erklärte Harry Truman, der künftige Präsident der Vereinigten Staaten, Washingtons Taktik: „Wenn wir sehen, dass Deutschland den Krieg gewinnt, müssen wir Russland helfen, aber wenn Russland gewinnt, müssen wir Deutschland helfen. So geben wir ihnen die Möglichkeit, sich maximal gegenseitig zu töten.“
        sagte Truman wann? Am 21.Juli 1941!
        Da war noch alles in Ordnung für die USA und so hätte es auch weiter gehen können für alle.
        Doch einige Andere hätten es doch gerne gesehen, wenn die USA doch mit in den Krieg eintritt.
        Das Volk musste also umgestimmt werden, und es wurde umgestimmt!
        Mit 9/11 – 1.0 – Pearl Harbor, am 07.Dezember 1941
        Nun rumorte es in den USA und auch das Volk wollte den Krieg!

        Komisch, bei dem Angriff der Japaner waren zufällig die 3 größten Kriegsschiffe der USA nicht in dem Hafen und fast alle zerstörten Schiffe konnten nach dem Angriff wieder aufgebaut werden.

        Und oh Wunder, die USA trat nun in den 2.WK mit Streitkräften höchst persönlich ein!

        Wie war es doch vor dem 11.September 2001 in den USA?
        Wollte da jemand den Krieg gegen Afghanistan? Nein!
        Und nach dem 11.September 2001?

  3. Eine ähnliche Verblödung der Öffentlichkeit und Geschichtsfälschung betreibt auch der Staats-, Lügen- und Propagandasender MDR mit Intendantin Prof. Carola Wille!
    Den kommunistischen Widerstand gegen den deutschen Faschismus gibt es in den Berichten zu diesem Thema unter der Intendanz von Prof. Wille scheinbar gar nicht, ausführlich wird hingegen über den 20.Juli 1944 und den bürgerlichen Widerstand berichtet!
    Dann wird nochmals über eine deutsche Offensive bei Bautzen Ende April 1945 berichtet, ausführlich über die Erfolge der Amerikaner, die Bombardierungen und nur kurz werden die Kämpfe mit der Roten Armee erwähnt! Auch über die Rüstungsindustrie im MDR-Gebiet wird berichtet, für unsere heutige, gerade in Geschichte völlig unterbelichtete jüngere Generation wird hier ein völlig fragwürdiges Bild vermittelt!
    Die Krone der Lügerei und Desinformation ist dann die Abhandlung der „Redaktion Osteuropa“ über
    die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges. Ein gewisser Denis Trubetskoy lügt und verdreht die Tatsachen, dass sich die Balken biegen! „Zuletzt hat sich Wladimir Putin wiederholt zur Formulierung aufgeschwungen, Russland hätte den Sieg nicht nur ohne die Alliierten, sondern auch ohne die anderen Sowjetrepubliken, etwa ohne die Ukraine geschafft. Diese hemmungslose Instrumentalisierung erreichte ihren Höhepunkt 2014 und 2015, nachdem Russland die Krim annektiert hatte. Seit dem driften die mediale Öffentlichkeit und das private Gedenken wieder ein Stück weit auseinander.“ „Russland-Ukraine: Streit um das Kriegsgedenken09. Mai 2020“ wird da, natürlich wie immer ohne Belege behauptet! Keine Ahnung, wann W. Putin so etwas gesagt haben soll, aber Lügenmaul Trubetskoy behauptet es einfach! Weiter heißt es: „75 Jahre nach Kriegsende stehen sich die beiden nunmehr unabhängigen Staaten als erbitterte Gegner gegenüber.“ Auch das ist wieder eine subtile Lüge, denn die Feindschaft geht von den Kiewer Nationalisten und ihrem verbrecherischen Regime aus, W. Putin bezeichnet die Ukrainer immer noch als „Brudervolk“.

    Dann wird wieder die Lügengeschichte von der „russischen Annexion der Krim“ runtergeleiert, ebenso wird der Unsinn der „russischen Beteiligung am Krieg im Osten des Landes“ aufgewärmt! Dabei weiß jeder, der sich etwas intensiver mit der Sache befasst, dass der Donbass mit dem Kiewer Regime nichts mehr zu schaffen haben will!
    Obwohl jeder die faschistischen Gewalttäter auf dem Maidan und im Krieg gegen den Donbass und ihre Symbole sehen konnte, lügt Trubetskoy fleißig weiter „Russische Staatsmedien haben Demonstranten auf dem Maidan in Kiew als Faschisten bezeichnet, man zog Parallelen zwischen dem Krieg gegen Hitler und dem im Donbass.“
    Ein widerlicher Lügensender dieser MDR. Aber mit solchen Berichten soll Stück für Stück die Geschichte umgeschrieben werden! Wer einigermaßen korrekt informiert werden will, ist also gezwungen, solche Desinformationssender zu meiden und sich anderweitig zu informieren!

  4. Vor geraumer Zeit habe ich mir das Geschichtsbuch meines Sohnes angesehen. In dem Buch wurde mehrfach erwähnt, dasss die Nazis 7 Millionen Juden ermordet haben .. nirgendwo fand ich eine Erwähnung wie viele Russen den Deutschen zum Opfer fielen. Die 27 Millionen wurde nicht genannt.
    Dann habe ich den Vietnamkrieg nachgeschaut .. nirgends wurde dort erwähnt, dass die USA dort 2-4 Millionen Vietnamesen ermordeten und das auch heute noch jährlich mehrere Tausen Kinder durch das Agent Orange schwer missgebildet geboren werden.

    Aber den Bock abgeschossen hatten aktuelle Hausaufgaben in Politik. Da war die Hausaufgabe darzustellen, das RTD vom russischen Staat bezahlt wird. Es wurde natürlich nicht erwähnt, dass Deutschland oder die USA in Russland auch staatsfinanzierte Sender betreiben (DW oder Radio Liberty z.b.) Und dann sollte anhand von „Reporter ohne Grenzen“ herausgearbeitet werden wo Reporter frei berichten dürfen.
    Also viel schlimmer kann es in Nordkorea auch nicht mehr sein. Mittlerweile könnte man ja den Eindruck haben, dass der schwarze Kanal in der DDR näher an der Wahrheit lag als aktuel das Heute-Journal oder der Spiegel ..

    1. lexact, im Ernst, die sollten als Hausaufgabe darstellen, dass RTD vom russischen Staat bezahlt wird? So was gab es ja nicht mal in der DDR. Das ist Indoktrinierung und Geschichtsfälschung pur! Vor ca. 15 Jahren fragte ich den Geschichtslehrer meiner Tochter, 10. Klasse Gymnasium (natürlich Westimport) in einer Sprechstunde, was denn in Geschichte nach 1945 gelehrt wird. Antwort: 17. Juni, 13. August, 9. November. Und dann hätte man ja noch etwas Zeit und da würde man das Mittelalter wiederholen, davon hätte man ja solange nichts mehr gehört. Mir fiel die Kinnlade herunter und ich hatte keine Fragen mehr.
      Ich habe den Schwarzen Kanal zwar nur ein paar Mal gesehen, aber im Nachhinein bestätigt sich, was wir damals nicht wahrhaben wollten.

    2. lexact, ergänzend zu deinem Beitrag über die indiskutablen Geschichtslehrbücher erfuhr ich heute aus erster Hand, wie sich unsere Abiturienten und Studenten mit dieser katastrophalen Unwissenheit auch im Ausland nicht nur lächerlich machen, sondern teilweise nur noch Kopfschütteln auslösen. Woher sollen sie es auch wissen, gelehrt wird darüber nichts, statt dessen hämmert man ihnen ein, dass RT ein Staatssender sein soll!

  5. Die Schlacht um die Seelower Höhen

    „Pioniere empfingen hier ihre Halstücher, FDJler ihre Dokumente, NVA-Soldaten sprachen den Eid. Drinnen studierten sie auf großen Tafeln, was hier Jahrzehnte zuvor geschehen war. So war es überall an vergleichbaren Orten in der DDR.“

    „Das änderte sich nach ihrem Ende. Gedenkstätten wurden brachial gesäubert. Wie in Jahrhunderten, Jahrtausenden zuvor Sieger die Zeugnisse der Besiegten vernichteten. Da möchte man mit Jesus allegorisch ausrufen: »Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker. Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.«

    Bisherige Erzählungen wurden als kommunistische Propaganda eliminiert, angeblich historisiert und verwissenschaftlicht. Der Genius loci wurde gemeuchelt. Die Militärtechnik sei nicht von hier, hieß es. Und weiter: Die Rolle der Sowjets übertrieben und die der deutschen Verteidiger ignoriert. Zuviel Pathos, zu einseitig die Fakten. Viel Fiktion. Noch dazu ideologisch aufgeladen. Diese letzte große Schlacht sei im Übrigen keine Meisterleistung der sowjetischen Kriegführung gewesen. Und es sei falsch, immer von »den Russen« zu sprechen: In der Roten Armee kämpften auch Ukrainer, Kasachen Weißrussen, Usbeken, Moldawier und so weiter. Letzteres ist unbestritten.

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