Von wegen Menschenrechte

Die wahren Gründe für die anti-chinesische Politik der USA

Während Politik und Medien ihre zunehmend anti-chinesische Politik und Agitation mit den Fragen von Menschenrechten und Demokratie begründen, wird in Washington Klartext gesprochen.

Politik und Medien im Westen begründen den Kampf gegen China, dem sich nun neben den USA auch Nato und EU verschrieben haben, mit dem Kampf für Menschenrechte und Demokratie in China. Wer sich jedoch anschaut, was in Washington besprochen und vor allem welche Gesetze dort in Vorbereitung sind, der versteht, dass Themen wie die angebliche Unterdrückung der Uiguren, der Mangel an Demokratie in China oder die Fragen rund um Hongkong und Taiwan nur Sand sind, den man der Öffentlichkeit im Westen in die Augen streut, um die anti-chinesische Politik zu begründen.

In den USA werden derzeit gleich mehrere Gesetze behandelt, die den Kampf gegen China zum Ziel haben. Auch hier berichtet die amerikanische Presse natürlich über Menschenrechte und ähnliches, dabei sind die Gesetzestexte und Diskussionen im US-Repräsentantenhaus viel ehrlicher. Es geht – so steht es teilweise sogar in den Gesetzen geschrieben – um nicht weniger als den Weltmachtsanspruch der USA. Das umfangreichste Gesetz, das derzeit diskutiert wird, ist der so genannte Eagle Act. Eagle ist dabei die Abkürzung für Ensuring American Global Leadership and Engagement (Globale Führungsrolle und Engagement der USA sicherstellen). Deutlicher kann man nicht sagen, worum es in Wahrheit geht.

Die USA sehen sich als Herrscher der Welt an und ihr größtes Ziel ist, diese Weltherrschaft zu bewahren. Nur darum geht es in den von den USA mit China vom Zaun gebrochenen Streitigkeiten: Die USA sehen die Gefahr, ihre Weltherrschaft zu verlieren und in einer multipolaren Welt nur noch eine Großmacht unter mehreren zu sein.

Aus diesem Grund hat US-Präsident Biden auf seiner Europa-Tour auch bei allen Treffen dafür gesorgt, dass der Kampf gegen China in die Abschlusserklärungen gekommen ist. So war es bei Nato-Gipfel und auch beim G7-Gipfel, und auch die EU geht auf Druck aus Washington und zum eigenen wirtschaftlichen Schaden zunehmend auf Konfrontationskurs gegen China.

Die russische Nachrichtenagentur TASS hat dazu eine interessante Analyse veröffentlicht, die die anti-chinesischen Gesetzesvorhaben der USA beleuchtet. Wer des Englischen mächtig ist, kann die genannten Gesetze googeln und sich anschauen, worum es bei ihnen und den Diskussionen dazu in den USA geht. Daher habe ich die Analyse der TASS übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die USA bezeichnen China als ihren Hauptrivalen. Wie wollen die Amerikaner gewinnen?

Es geht nicht nur um Sanktionen und militärische Abschreckung

Letzte Woche feierte China den 100. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas. In seiner Rede sagte der chinesische Staatschef Xi Jinping, dass China seine Armee zu einer der stärksten der Welt machen müsse. Sein Aufruf kam vor dem Hintergrund der Bemühungen der USA, den Kurs gegenüber China zu festigen. Washington stellt zunehmend mehr Mittel zur Verfügung, um China zu konfrontieren, nicht so sehr im militärischen Bereich, sondern in Wissenschaft und Technologie.

Die Konkurrenz mit China ist einer der wenigen Punkte, die Demokraten und Republikaner einen. Beide sind sich einig, dass Peking die Hauptbedrohung für die amerikanische Führung ist. Anfang Juni verabschiedete der US-Senat mit großer Mehrheit (68 zu 32 Stimmen) den U.S. Innovation and Competition Act of 21 (USICA), ein Dokument, das die US-Politik gegenüber China für die nächsten Jahre definieren wird.

USICA sieht eine riesige Infusion von Bundesmitteln vor allem in die wissenschaftliche und technische Entwicklung der USA vor. Es geht um den Aufbau von Technologiezentren, die Erhöhung von Stipendien und Zuschüssen und sogar um den Kampf gegen den systemischen Sexismus in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Nur so kann das Land nach Ansicht der US-Gesetzgeber zu China aufschließen, das in der digitalen Entwicklung – von der Sphäre der künstlichen Intelligenz bis zur Weltraumforschung – deutlich erfolgreicher ist.

Das Dokument des Senats wurde vom US-Präsidenten Joe Biden unterstützt, der es den „Wettbewerb um den Sieg im 21. Jahrhundert“ nannte. Das Staatsoberhaupt versprach, USICA zu unterzeichnen, wenn es vom Repräsentantenhaus gebilligt wird.

Der Zweck heiligt die Mittel

Nicht alle amerikanischen Politiker halten die Senatsvorlage für angemessen, selbst solche Politiker, die zustimmen, dass Peking eine ernsthafte Bedrohung für die USA darstellt. So sind sich beispielsweise die Republikaner Ted Cruz (aus Texas) und Rick Scott (aus Florida) sicher, dass die größte Gefahr für Amerika nicht so sehr von China ausgeht, sondern von der aufgeblähten Staatsverschuldung. Die Senatoren sind der Meinung, dass USICA zu viel Geld aus dem Haushalt fordert, das früher oder später zurückgezahlt werden muss.

Präsident Biden scheint das nicht als Problem zu sehen. Seiner Meinung nach ist es besser, sich jetzt von dem Geld zu trennen, während die Kreditzinsen im Land niedrig sind, und es später zurückzuzahlen, wenn sich die Investition amortisiert hat. Seit er ins Weiße Haus eingezogen ist, scheut der amerikanische Staatschef nicht davor zurück, verschwenderisch mit den Staatsausgaben umzugehen. Er ist bereit, Billionen von Dollar für Infrastruktur, Bildung und den Kampf gegen den Klimawandel auszugeben. Die Konfrontation mit China, so der Präsident, sei auch eine wichtige strategische Investition.

Der Senat hat 250 Milliarden Dollar für die Umsetzung des USICA-Gesetzes vorgesehen, wobei allein 52 Milliarden Dollar für die Halbleiterherstellung vorgesehen sind, um „die Abhängigkeit von chinesischen Unternehmen und Technologien zu bekämpfen.“

Jenseits der Wissenschaft

Seit 1990 ist der weltweite Anteil der USA an der Halbleiterfertigung von 37% auf 12% geschrumpft und der Mangel an Chips hat Schwachstellen in den Lieferketten offengelegt. Die meisten Mikrochips der Welt, die für die Fertigung von Computertechnik benötigt werden, werden in Taiwan hergestellt, einer de facto unabhängigen Insel, die China als sein Territorium betrachtet.

In letzter Zeit hat die Rhetorik über die sogenannte taiwanesische Souveränität Peking besonders irritiert. Chinesische Flugzeuge dringen zunehmend in den Luftraum der Insel ein und das Auftauchen von US-Schiffen in der Straße von Taiwan hat chinesische Diplomaten verärgert. Auch Xi Jinping schenkte Taiwan in seiner Gedenkrede zum Jahrestag der Kommunistischen Partei besondere Aufmerksamkeit. Insbesondere versprach er, „den Versuchen, die sogenannte Unabhängigkeit der Insel zu sichern, einen vernichtenden Schlag zu versetzen.“

Für die Außenpolitik der USA bleibt der Schutz Taiwans eine wichtige Priorität. Die Unterstützung der dortigen Regierung ist auch einer der Punkte des USICA-Gesetzes. Darin fordern die Gesetzgeber eine Stärkung der Beziehungen Washingtons zu Taipeh und anderen militärischen Verbündeten der USA im Pazifik.

Neben Chips und Taiwan werden in der USICA auch neue Sanktionen gegen chinesische Beamte wegen Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang, Diebstahl geistigen Eigentums und Cyberattacken in Aussicht gestellt. Das Dokument verbietet US-Offiziellen die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking und bezeichnet Chinas Politik gegenüber den Uiguren als Völkermord.

Arbeit für den gesamten Kongress

Damit USICA in Kraft treten kann, muss das Dokument vom US-Repräsentantenhaus gebilligt werden, wo gerade mehrere Projekte zur Konfrontation mit China behandelt werden. Das größte von ihnen ist der so genannte Eagle Act (Ensuring American Global Leadership and Engagement), der fast das gesamte Spektrum der Beziehungen zwischen den USA und China abdeckt – von der technologischen Konfrontation bis hin zur Unterstützung der Demokratiebewegungen in Taiwan und Hongkong.

Hier hat die überparteiliche Zusammenarbeit jedoch wieder einmal Risse bekommen. Die Republikaner weigerten sich, das Eagle-Gesetz zu unterstützen, weil es neben der China-Frage auch eine Klausel zu den Ausgaben für den Klimawandel enthält. Die Republikaner meinen, dass die Umwelt nichts mit der Eindämmung Chinas zu tun hat, während Demokraten meinen, dass die „grünen“ Erfolge der USA genauso wichtig sind wie wissenschaftliche oder militärische Erfolge. Jedenfalls ging der Eagle Act zur Überarbeitung zurück an seinen Autor, den New Yorker Demokraten Gregory Meeks. Es wird erwartet, dass die aktualisierte Version des Dokuments nicht früher als im September erscheinen wird.

Gleichzeitig verabschiedete das Repräsentantenhaus Ende Juni zwei separate Dokumente zur Erweiterung der wissenschaftlichen und experimentellen Forschung. Beide sollen es den USA ermöglichen, sich in der wissenschaftlichen Forschung effektiver gegen China zu stellen. Das eine (National Science Foundation for the Future Act) würde die Mittel für die National Science Foundation erhöhen und ein neues Office of Science and Technology schaffen, und das andere (Department of Energy Science for the Future Act) würde die Forschungs- und Projektmittel für die Wissenschaftsabteilung im Energieministerium erweitern.

Amerikanische Bürokammern

Peking sieht die Arbeit an solchen Gesetzen negativ und hält den Begriff „chinesische Bedrohung“ selbst für schädlich.

„Das Ziel der Entwicklung Chinas ist es, dem chinesischen Volk ein besseres und glücklicheres Leben zu ermöglichen“, sagte Wang Wenbin, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, und merkte an, dass die Aussagen der USA zu Hongkong, Taiwan und Tibet eine grobe Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas seien.

„Wir fordern den US-Kongress auf, die Entwicklung Chinas und die chinesisch-amerikanischen Beziehungen objektiv und rational zu betrachten, die Prüfung des Gesetzentwurfs (USICA – Anm. TASS) sofort einzustellen und sich nicht mehr in die inneren Angelegenheiten Chinas einzumischen, um die Beziehungen zwischen China und den USA insgesamt und ihre Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen nicht zu beschädigen“, so der Diplomat weiter.

Dabei wird die Konfrontation mit China für die Politiker in Washington zu einer Grundlage, die die ideologisch verschiedenen Demokraten und Republikaner einander für ein gemeinsames Ziel näher näherbringen soll.

„Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen der Art und Weise, wie die Linke und die Rechte die China-Frage betrachten“, schreibt der Kolumnist der New York Times, Josh Rogin. „Liegt es am Klimawandel? An Kapitalströmen? An der Finanzierung der Technik, der Militärtechnik? An der Förderung von Menschenrechten? Die Realität ist, dass die China-Frage all diese Aspekte und viele andere beinhaltet.“

Rogin merkt an, dass solange beide Seiten dies nicht erkennen und ihre parteipolitischen Differenzen beiseite legen, der Riss innerhalb des Landes fortbestehen wird. Dies, so der Journalist, diskreditiere gerade das Argument, dass die Demokratie ein anständiges System in der strategischen Konfrontation mit China sei.

The Hill weist seinerseits darauf hin, dass es bei Gesetzen wie USICA nicht darum geht, China anzugreifen, sondern dass sie notwendig sind, um innenpolitische Probleme der USA anzugehen.

„Sich gegen Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung, schlechte Arbeitsbedingungen, militärische Drohungen und räuberische Praktiken zu stellen, sind alles progressive Ideen, die die amerikanischen Werte stärken“, schreibt Nina Palmer, Senior Fellow am Center for American Progress on China, für The Hill.

In jedem Fall haben die USA noch kein umfassendes Dokument zur Konfrontation mit China verabschiedet. Die Gesetzgeber suchen weiterhin nach Kompromissen und beraten sich. Man kann mit Sicherheit sagen, dass ein solches Gesetz zwangsläufig erscheinen wird. Sowohl Republikaner als auch Demokraten sind sich einig, dass wissenschaftliche Durchbrüche und technologische Entwicklungen zum Hauptkriterium werden, das die Führungsrolle eines Landes im 21. Jahrhundert bestimmen wird. Wenn die USA in dieser Hinsicht hinter China zurückbleiben, droht ihnen nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern auch ein ideologischer Verlust.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

19 Antworten

  1. Die yankee’s können gar nicht gewinnen – denn China hat längst vorgearbeitet und sich global durchs Hintertürchen positioniert… – außerdem ist das yankee-provinzchen großer Schuldner bei den Chinesen. 😉

    1. US-amerikanisches Großkapital ist doch ohnehin schon lange in China. Bestes Beispiel sind Elon Musk und Warren Buffett. Den USA geht es jetzt nur noch darum die übriggebliebenen Oligarchen zu besänftigen.

    1. China hat nicht nur die meisten Geldreserven – 3.178.000 Millionen Dollar wobei 1000 Millionen eine Milliarde sind, davon haben die einfach mal über 3Mio. und 178.000 mal.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Devisenreserven
      Die produzieren auch den meisten Strom aus Wasser und produzieren auch allgemein auch den meisten Strom der Welt – wenn wir runter-scroolen sehen wir sogar Deutschland ist auch noch Platz 1 und zwar im Exportieren von Strom und hat die teuersten Strompreise der Welt, welch Glanzleistung und Verachtung gegenüber ihren Wählern, aber das ist ein anderes Thema.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrizität/Tabellen_und_Grafiken

      China produziert auch am meisten Gold und hat die USA längst überholt.
      China 404Tn Gold pro Jahr und weit-dahinter die USA mit nur 222Tn.

      Vorhin einen Kommentar auf RT gelesen – HalloMeinung ist ganz auf Linie alle haben Angst -und es wird propagiert, China ist ein Überwachungsstaat und das soll in Deutschland nun auch passieren…
      Die Type also nicht Hallo Meinung sondern ein User – habe ich erst mal stoppen müssen, das es die Stasi, Gestapo und Geheimpolizei lange vor China gab und eine Erfindung der Deutschen und nicht der Chinesen ist – ein Kommentar kam natürlich nicht zurück.

      Auch wenn die Leute immer rumposaunen, das Deutschland so stark ist oder wenn die Arroganz und die Überheblichkeit mal wieder Wellen schlägt – komme ich stets mit; warum die als Deutsche noch so ein großes Mundwerk haben nach zwei verlorenen Weltkriegen, dem verloren Krieg in Afghanistan, Syrien und Iraq. Auch da kommt dann nichts mehr.

      Apropo Deutschland ist so stark, hier die Risikobewertung für Deutschland, und nein die wird nicht aus Deutschland finanziert und ist somit glaubwürdig und unabhägig.
      Ich zitiere;
      Weaknesses

      1- Decline in the working population from 2020 onwards, despite immigration
      2- Low bank profitability (dazu schreibe ich; klar die Banker zocken ja auch schon Kinder ab mit ihren Sparbüchern, auf die es kaum Zinsen gibt, da haben die keinen Skrupel in Deutschland)
      3- Prominence of the automotive and mechanical industries, particularly in exports (33% of GDP in 2019)
      4-Capacity constraints, insufficient investment (especially in internet accessibility), and venture capital limit productivity gains
      5-Eastern Länder still lagging behind, although the gap is closing

      Sowie zum Defizit, das waren Einnahmen in Deutschland knapp 1034 Milliarden und Ausgaben über 1200 Milliarden, ich zitiere;
      2021 will be the second year with a public deficit, after nine years of surpluses, as expenditures will remain high and tax revenues will fall. Accordingly, the public debt ratio will remain above the Maastricht target of 60% of GDP. Germany’s current account balance, however, should change only mildly. In 2020, the decrease in the goods trade surplus was partly leveled out by a less important services trade deficit and higher incomes from investments abroad. In 2021, the goods trade balance should improve somewhat, while the services deficit will probably remain muted, which should, in total, increase the current account surplus again.
      Quelle nicht aus Deutschland, das sind die zuverlässigsten Quellen; https://globaledge.msu.edu/countries/germany/risk
      Und weil Deutschland so toll und sicher ist, haben die USA für Deutschland seit wenigen Jahren die Reisewarnstufe 3 (die manchmal auch auf 4 springt der höchsten Reisewarnstufe)
      ausgesprochen, doch die Politker und die Deutschen damit meine ich auch alle Zugewanderten, rennen umher und wollen den anderen belehren wie er zu denken und zu leben hat, weil sie dem Volksempfänger, ehm sry ich meinte GEZ Fernsehen völlig ausgeliefert sind.
      Ich zitiere;
      Terrorist groups continue plotting possible attacks in Germany. Terrorists may attack with little or no warning, targeting tourist locations, transportation hubs, markets/shopping malls, local government facilities, hotels, clubs, restaurants, places of worship, parks, major sporting and cultural events, educational institutions, airports, and other public areas.

      Quelle;https://travel.state.gov/content/travel/en/traveladvisories/traveladvisories/germany-travel-advisory.html

      Ich beende den tollen Austausch mit drei Zitaten;

      Die sogenannte ›Dummheit der Massen‹, die seit jeher als der Sündenbock bei allerlei Prinzipienverstößen aufmarschiert, ist im Grunde genommen nichts anderes als die Beschränktheit derjenigen, die sich auf diese Dummheit berufen.
      Rosa Luxemburg (1870 – 1919), deutsche sozialistische Politikerin polnischer Herkunft, Mitbegründerin der KPD
      Quelle: Luxemburg, Der Parteitag und die Budgetbewilligung, erschienen in der „Neuen Zeit“, XIX. Jahrgang 1900/1901

      Ohne allgemeine Wahlen, ungehemmte Presse- und Versammlungsfreiheit, freien Meinungskampf erstirbt das Leben in jeder öffentlichen Institution, wird zum Scheinleben, in der die Bürokratie allein das tätige Element bleibt. Das öffentliche Leben schläft allmählich ein. Einige Dutzend Parteiführer von unerschöpflicher Energie und grenzenlosem Idealismus dirigieren und regieren. Unter ihnen leidet die Wirklichkeit. Ein Dutzend hervorragender Köpfe und eine Elite der Arbeiterschaft wird von Zeit zu Zeit zu Versammlungen aufgeboten, um den Reden der Führer Beifall zu klatschen und vorgelegten Resolutionen einstimmig zuzustimmen. Im Grunde also eine Cliquenwirtschaft – eine Diktatur allerdings, aber nicht die Diktatur des Proletariats, sondern die Diktatur einer Handvoll Politiker, das heißt Diktatur im rein bürgerlichen Sinne.
      Rosa Luxemburg (1870 – 1919), deutsche sozialistische Politikerin polnischer Herkunft, Mitbegründerin der KPD
      Quelle: Luxemburg, Die russische Revolution. Eine kritische Würdigung, hg. von Paul Levi nach dem handschriftlichen Manuskript aus dem Nachlass 1922

      Es ist möglich, daß der Deutsche noch einmal von der Weltbühne verschwindet, denn er hat alle Eigenschaften, sich den Himmel zu erwerben, aber keine einzige, sich auf der Erde zu behaupten, und alle Nationen hassen ihn, wie die Bösen den Guten. Wenn es ihnen aber wirklich gelingt, ihn zu verdrängen, wird ein Zustand entstehen, in dem sie ihn wieder mit Nägeln aus dem Grabe kratzen möchten.
      Friedrich Hebbel
      (1813 – 1863), Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker

  2. Man soll aufhören wenn es am schönsten ist, liebe USA.
    Auch ein zweiter oder dritter oder fünfter Platz kann etwas schönes sein, wenn man mal sein Ego und seine Ängste außen vor lässt.
    Das Schlimme ist doch das die USA lieber den Rest der Welt mit sich in den Untergang reißen als ihren „ersten Platz“ abzugeben. So benehmen sich Kinder und jugendliche in der Pubertät, aber so dürfen sich Imperiem eben nicht benehmen, das hat und die Geschichte gelehrt und das gebietet auch die Vernunft.

    Leider glauben EU und andere inkompetente und korrupte Regime den USA beistehen zu müssen, dabei wäre eine Vereinigung zur ISOLATION der USA bis sie sich wieder benimmt die logischere und bessere Lösung für alle.

  3. Man versuche sich mal vorzustellen, wenn das ganze Geld für die „Wirtschaftsförderung“ und erst recht für die Rüstung in Kooperation gesteckt würde – vielleicht sogar zum Wohle der Menschheit und nicht nur der Kontostände der oberste 0,001%.
    Wie GUT könnte es uns gehen … und meinetwegen weiterhin auch den 0,001%. (Dazu müsste man ja nur die Profitmargen im IT-Bereich denen in der Rüstung anpassen, so dass für die „armen“ Milliardäre noch ein Körnchen oder ein Tröpfchen hier und da „übrig“ bleibt…)

  4. Die Amis und ihre Paranoia.

    Die Kommunisten bringen uns um.
    Die Russen bringen uns um.
    Die Chinesen bringen uns um.

    In Erwartung ihres baldigen Todes morden und plündern sich die Amis um den Globus und nennen es Demokratie und Selbstverteidigung.

  5. Nun ja, wir sind eben doch alle nur nackte Affen.
    Wenn sich jetzt unsere Russische Horde mit der Chinesischen Horde gegen die böse Amerikanische Horde verbündet, sind die Schlitzaugenaffen plötzlich alles nette und gerechte Affen wie wir.

    Dann wird Völkermord ‚angeblich‘, offener Faschismus wird zu Pragmatismus und alles ist shiny. Wo hab ich das schonmal gesehen…

    Ahja. 1984 hiess das Ding. Schon geil, wie die Brüder mit unseren Gehirnen schlitten fahren.

  6. Die USA wollen mehr Stipendien vergeben? Fragt sich nur in welchen Studiengängen. Ethnomathematik? Ga Ga Gender Studienfächer? Und sonstigen Jodeldiplomen? Der durchschnittliche IQ in den USA liegt 10 Punkte hinter den der Europäer und noch mehr hinter den Asiaten.
    Das ganze Schulsystem muss geändert werden, damit dann in 15 Jahren in den MINT Fächer Abschlüsse gemacht werden, die den Namen Master erst verdienen. Die Milliarden sind in die Infrastruktur zu stecken, da die USA hier sich auf den Stand eines Entwicklungslandes gespart haben.
    Menschen müssen ausgebildet werden, damit die wichtigen Produkte auch in den USA produziert werden können. Und die Heimische Industrie muss gezwungen werden die Produktion wieder ins Land zu Holen.
    Fachkräfte müssen aus dem Ausland abgeworben werden. Das wird zunehmend schwieriger, da der Stern der Attraktivität der USA am Sinken ist.
    Trump, hat das alles erkannt, aber er wurde deshalb immer als Trottel mit rechter Gesinnung dargestellt.
    Die Chinesen sind die einzige Bedrohung, die die USA wirklich haben. Deshalb ist es vollkommen bescheuert, dass die USA sich so gegen Russland stellen. Durch den Druck der USA werden hier 2 Großmächte zusammengeschweißt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann sich Indien China und Russland anschließen wird.
    Es wird gedroht, dass Russland und China vom Swift getrennt werden? Die Beiden Länder haben schon lange ein eigenes Zahlungssystem und wer dann mit China oder Russland Geschäfte machen will, der muss sich dann diesem Zahlungssystem anschließen. Dann ist es aus mit dem Dollar als Leitwährung.
    Wenn der Chinese es will, bleiben alle Räder still. Alle Firmen sind auf Zulieferungen aus China angewiesen. Wenn China nicht mehr liefert, dann läuft hier erst einmal nichts mehr. Firmen wie der Apfel können enteignet werden. Dann mal viel Glück mit der I-Phone Produktion in den USA.
    Bildlich gesprochen hat der Westen seine Eier in die warme Hand der Chinesen gegeben aus Gründen des Profites. Derzeit herrscht noch Wohlfühltemperatur und alles ist gut. Aber wenn die die Hand zudrücken……….

  7. Der Denkfehler
    „zu viel Geld aus dem Haushalt fordert, das früher oder später zurückgezahlt werden muss.“
    Schuldem müssen nicht zurückgezahlt werden, so lange die Geldakzeptanz besteht undder Kreditgeber nicht selbst das Geld braucht.

    Das machen die FED und EZB seit Jahren vor. Und genau damit wird kalkuliert: Kein „Kredit“, sondern „verlorerer Zuschuss“ (wie an so was bei und im Haushltsrecht nenne)

    Diese Schraube kässt sich so lange weiter drehen, wie der USD weltweit akzeptiert ist. Erst, wenn diese Akzeptanz bröckelt, wird es für die USA (und beim Euro für die EZB) gefährlich. Das ist aber nicht in Sicht, auch wenn sich die BRIX Staaten ale Mühe geben die Abhängigkeit zu verrngern, es bleiben noch immer genug andere Vasallen, die ihre Wertschöpfung in USD faktirueren. Also kein Risiko für USA und EU. (Einzig der Zuwachs geschieht langsamer, mehr nicht)

  8. Ich hab mal, wie das meine pers. Art (bin absolut kein Fan der USA) ist versucht das Ganze gegen zu checken und dabei bin ich auf folgendes gestoßen:
    „Vorgestellt im Senat (23.02.2021) EAGLES-Gesetz von 2021
    Mit diesem Gesetzentwurf wird das National Threat Assessment Center (NTAC) innerhalb des US-Geheimdienstes erneut autorisiert.
    Es genehmigt die Funktionen von NTAC bis zum Geschäftsjahr 2025 neu und erweitert sie um die Einrichtung eines nationalen Programms zur gezielten Gewaltprävention an Schulen.“

    Ich habe in dem ganzen Eagles gesetz nichts zu China gefunden – daher bitte ich um einen Link, ist das möglich?
    Danke im voraus

  9. Die USA können diese Auseinandersetzungen schon deswegen nicht gewinnen, weil die Menschen dort abgesehen von den finanziellen Eliten keine nennenswerte Ausbildung haben, was meines Erachtens auch ein ganz wichtiger Grund ist , warum die US- Wirtschaft so viel im Ausland produzieren lässt.

  10. Interessant ist, dass die USA international offenbar nur für den einen Teil ihrer Strategie werben, die Sanktionen.

    Der zweite Teil, Entwicklung einer Technologiestrategie mit entsprechenden Investionen, wäre jedoch gerade für Europa und Deutschland viel wichtiger. Man mag China als Bedrohung sehen oder als Produktionsstandort und Absatzmarkt, und Amerika als Bedrohung oder als Freund.

    Tatsache ist jedenfalls, dass von jedem Euro, den wir hierzulande ausgeben, ein immer größerer Teil in andere Teile der Welt geht. Kein guter Trend für den Exportweltmeister!

  11. Ein Klassischer Thukydides-Krieg:
    Überdehntes Angelsächsisches Imperium [der „Fünf Augen“] mit Weltmachtsambitionen sucht nachwachsende Mächte, die diesen Anspruch in Frage stellen KÖNNTEN, unschädlich zu machen.

    Analog:
    „1914“; „Versailles“; „1939“, weil das Deutsche Reich noch nicht unschädlich genug war.

    Den Rest erledigen bei uns die Achtundsechziger Derivate im Abwind der deutschen Nachkriegs-‚Umerziehung‘, ein Krieg der Selbstzerstörung mit anderen Mitteln: („Hooton“-Plan, 1943; „Nizer“-Plan,1944; „Morgenthau“-Plan, 1944) um zu verhindern, daß Deutschland und Rußland vereint den angelsächsischen Seemächten gefährlich werden könnten.

    Thukydides-Kriege sind in ihrem Wesen Vernichtungskriege.

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