In eigener Sache: Wird es eine Diskussion „Röper vs. Reitschuster“ geben?

Ich bekomme fast täglich Mails mit Fragen, ob es mal eine Diskussion zwischen Boris Reitschuster und mir geben wird. Da Herr Reitschuster und ich inzwischen in Kontakt stehen und wir uns am Telefon sehr gut verstanden haben, will ich hier kurz auf die Frage eingehen.

Ich habe Herrn Reitschuster kürzlich kontaktiert, weil ich eine Frage hatte, von der ich gehofft hatte, dass er mir weiterhelfen könnte. Es ging dabei um eine Recherche, die nichts mit Russland zu tun hatte, sondern mit der aktuellen politischen Situation in Berlin, wo Herr Reitschuster in meinen Augen derzeit eine hervorragende Arbeit als kritischer Journalist macht, indem er der Regierung kräftig auf die Nerven geht. Das ist ja bekanntlich die Aufgabe von kritischen Journalisten, während die „Qualitätsmedien“ inzwischen der Meinung zu sein scheinen, es sei die Aufgabe von Journalisten, der Regierung nach dem Munde zu reden. Aber das das ist ein anderes Thema.

Jedenfalls haben wir uns bei der Gelegenheit auch über andere Dinge unterhalten. Beim Thema Russland haben wir viele Gemeinsamkeiten entdeckt, denn uns eint, dass wir uns beide in das Land und seine offenen und herzlichen Menschen verliebt haben. Aber was die russische Politik angeht, über die wir nur sehr oberflächlich gesprochen haben, waren wir uns einig, dass wir uns nicht einig sind, sondern sehr verschiedene Sichtweisen darauf haben.

Das ist ja auch der Grund, warum sich viele eine Art Podiumsdiskussion „Röper vs. Reitschuster“ (oder umgekehrt) wünschen. Wir sind beide kritische Journalisten, sind jedoch beim Thema russische Politik sehr unterschiedlicher Meinung. Aber wir haben uns trotzdem gut verstanden und uns beiden war wichtig, dass wir als Demokraten in der Lage sind, auch bei völlig konträren Standpunkten sachlich und respektvoll miteinander umzugehen. Und das ist uns mehr als gelungen.

Ich hatte nie etwas gegen die Idee einer Diskussion mit Herrn Reitschuster, mir schwebt dabei ein Format nach Art einer „Wahlkampfdebatte“ vor, bei der ein Moderator Fragen oder Themen vorgibt und beide dann abwechselnd mit festgelegter Redezeit antworten, während das Mikrofon des anderen ausgeschaltet ist. Das ist mir wichtig, weil ich bekanntermaßen die schlechte Angewohnheit habe, meine Gesprächspartner zu unterbrechen, wenn ich etwas ganz anders sehe. Mit der Regel der abgeschalteten Mikrofone möchte ich mich selbst ausbremsen.

Auch Herr Reitschuster hat mir gesagt, dass er Lust auf eine solche Diskussion hätte, aber derzeit hat er andere Prioritäten. Das gilt auch für mich. Aber wir werden auf diese Idee irgendwann zurückkommen, ich bitte alle Interessierten daher um ein wenig Geduld.

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Thomas Röper

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

23 Antworten

  1. Also Reitschuster ist bei mir unten durch, seit er sich für diverse Hetz-„Dokus“ des ZDF gegen Russland hergegeben hat. Tut mir leid, aber das heiße ich nicht gut. Der Typ ist käuflich. Und das ist so ziemlich das Schlechteste, was man über einen Journalisten sagen kann.

    1. Genau solche Aburteilungen habe ich mir mittlerweile abgewöhnt. Ich bin überhaupt erst auf Herrn Reitschuster durch seine Kritik der deutschen Politik gestoßen und kannte ihn vorher kaum, wusste aber, dass er in der Vergangenheit ordentlich Front gegen Russland gemacht hat.
      Im Zuge dessen habe ich mir dann mal ein paar Artikel von ihm zu Russland durchgelesen und bin tatsächlich für mich zu der Erkenntnis gekommen: Das ist schlecht und zwar besonders deswegen, weil er sich fast immer in den üblichen Narrativen bewegte, nach dem Motto: Der Westen führt Kriege für gute Werte, überhaupt steht dort immer die Demokratie und Menschenrechte im Fordergrund, in Summe halt das übliche Wertegewäsch. Wobei es natürlich auch sein kann, dass ich zufällig gerade solche Texte von ihm erwischt habe.

      Dennoch: Warum sollte ich es bei einem solchen Urteil belassen, wenn er jetzt gute Arbeit macht? Ich muss Herrn Reitschuster nicht mögen, kann ihn sogar unsymphatisch finden. Das ist alles egal, wenn er seine Arbeit sauber macht und das macht er gerade in Berlin imo äußerst sauber, so wie journalistische Arbeit eben sein sollte.

      Und noch weiter: Im Dialog zu sein und offen zu bleiben auch jenen zuzuhören, die man eigentlich nicht hören möchte, hält einem selbst auch viele Chancen offen. Gerade in der Corona Zeit ist mir das extrem bewusst geworden. Vieles hat sich da ins komplette Gegenteil gekehrt, auch ganz besonders meine Einschätzung von vielen Menschen.

      1. Das Problem ist doch nicht, daß der da „Demokratie und Menschenrechte in Fordergrund“ stellt.
        Das Problem ist, daß er suggeriert, daß Demokratie und Menschenrechte in der RF oder für den russischen Staat keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen würden, keinesfalls die gleiche Bedeutung wie in „richtigen Demokratien“ hätten.
        Und wenn die Russen nicht so denken, wie wir hier denken, dann ist das Putins Schuld.
        Der muß weg, damit die Russen endlich „frei“ unsere Sicht- und Denkweise übernehmen können. Da hat er schon mal ein Kausalitätsproblem.
        Natürlich gibt es auch Russen, die schon so wie wir sind, und die sucht man sich dann immer heraus und präsentiert sie als „das russische Volk“.
        Nur die Themen sind meist abseitige, die wir hier aber zum Dreh- und Angelpunkt erklärt – und so nebenbei noch ein paar Problem kreiert haben – Probleme die vorher niemand hatte und wahrscheinlich, wenn der Spuk vorbei ist, nie wieder jemand haben wird – ganz i.S. der alten Lateiner „Teile und Herrsche“.

        Und da werden Menschenrechte eben mal ganz nonchalant „ein bißchen“ ausgeweitet.
        Bsp.: Bei uns verbreitet sich nun weitgehend das Recht zur gleichgeschlechtlichen Ehe – das ist ja nun mal ein Rechtsstatus.
        Wenn man dieses Recht jetzt „klammheimlich“ zum Bestandteil der Menschenrechte i.S. z.B. der EMRK „erklärt“, und das ist ganz einfach, irgend ein „Freiheitsrecht“ findet sich da, dem man das unterjubeln kann – und die Russen sehen das halt anderes, dann hat man sie genz plötzlich „am Arsch“.
        Und so läuft das die ganze Zeit.

        Zudem schaue man sich doch einmal den einen oder „Menschenrechtskatalog“ an. Da steht das „Recht auf körperliche Unversehrtheit“ neben der „Versammlungsfreiheit“ (und schon da kann man ja diskutieren, welche Voraussetzungen da gegeben sein müssen, damit die gewärleistet ist, ), das „Recht auf Leben“ neben der „Meinungsfreiheit“, und da fällt auch niemandem etwas auf – das sind alles „Menschenrechte“.

        Zudem diese verlogene, neoliberale, hinterhältige, bewußt (National-)Staatsfeindliche Interpretation aller dieser Rechte als „absolut“ ist nicht nur Blödsinn – denn „absolut“ ist nur das „Leben“ selbst. Es beginnt irgendwann durch einen dummen Zufall und endet in der gleichen aberwitzigen Art und Weise – und! – es ist Voraussetzung von so etwas wie „Recht“ überhaupt.
        Davor gibts so was nicht, und danach ist es damit ein für allemal vorbei (und komme mir jetzt keiner mit dem postmortalen Persönlichkeitsrecht – dafür muß man auch erstmal gelebt haben).

        Aber der Punkt ist, daß es einer Rechtsordnung bedarf, die getragen von einer (Rechts)Gemeinschaft das Recht anerkennt. (Deshalb halte ich von einem „Recht“ auf Leben überhaupt nichts.)
        Und das ist die Rechtsgemeinschaft des Nationalstaates und es ist der Staat, der die Menschenrechte für alle! gleichermaßen! zu gewährleiten hat, weil nur er es kann, nicht irgend eine interessengesteuerte oder waldorfnaive NGO.
        Und wenn die Völkerrechtsgemeinschaft sich da gewissermaßen auf Mindeststandarts geeinigt hat, dann kann da weder ein Herr Reitschuster noch die westliche Wertegemeinschaft, Kraft was auch immer, nach ihrem Belieben dran drehen und schrauben, d.h. ganz konkret, diese Rechtsmaterie „waffenfähig“ machen. Aber genau das tut man.
        Ach hier könnte ich ewig weiter machen…

        Schaut Euch das mal an:
        Совещание о мерах по стимулированию инвестиционной активности
        http://kremlin.ru/events/president/news/65141

        Ich habe mir das teilweise mit DeepL angesehen (das ist ewig lang).

        Damit beschäftigt sich ein „richtiger Staat“, und er tut damit um Größenordnungen mehr für „Menschenrechte“ als diese ganze widerwärtige Bande, die in diesem vermeintlich freien „Westen“ unter den Stiefeln von „Finanz-“ bzw. „IT-Nazis“ ein Regieren simuliert, von deren erbärmlichen, überbezahlten oder opportunistischen Cla­queuren der selbst ernannten „vierten Gewalt“ ganz zu schweigen.

      2. Reitschuster hängt sein Mäntelchen in den Wind. DAS ist das Problem!

        Ich weiß nicht, was ihn aktuell umtreibt, und warum er sich plötzlich in Opposition zur Mainstreampropaganda stellt. Ich glaube ihm nicht! Der wechselt auch ganz schnell wieder die Seiten. Der ist ein Opportunist durch und durch.

        1. Ein sogenannter “ Aufgewachter“ ist der mit Sicherheit nicht. Das wird seine Gründe haben warum er jetzt so arbeitet. Meiner Meinung nach ist das von oben abgesegnet. Bei dem würde ich ganz vorsichtig sein. Überhaupt würde ich jedes Gespräch mit dem vermeiden. Der Mann kannte und kennt die Wahrheit und hat trotzdem die Lüge verkauft.

          1. Wolliter: „Der Mann kannte und kennt die Wahrheit und hat trotzdem die Lüge verkauft.“

            Goethe: „Wahrheit sag’ ich euch, Wahrheit und immer Wahrheit, versteht sich:
            Meine Wahrheit; denn sonst ist mir auch keine bekannt.“

            So viel dazu. 😊

      3. Also wenn man sagen muss:

        „weil er sich fast immer in den üblichen Narrativen bewegte,
        nach dem Motto: Der Westen führt Kriege für gute Werte,
        überhaupt steht dort immer die Demokratie und Menschenrechte
        im Fordergrund, in Summe halt das übliche Wertegewäsch.“

        dann: lass deine Finger davon! Das passt einfach nicht zu :
        „wenn er seine Arbeit sauber macht“
        sondern es beweist: er macht seine Arbeit eben nicht sauber!
        siehe auch die anderen Kommentare dazu!

        1. Ich lasse meine Finger nicht davon, denn ich beurteile das immer wieder neu. Er macht im Moment saubere Arbeit, sowohl vom Inhalt her als auch von der Technik. Darüber hinaus unterstelle ich ihm auch nicht, dass seine Sicht auf Russland „gekauft“ war/ist. Mein Bruder denkt zum Beispiel genauso über Putin. Er hat ein paar Jahre dort gelebt und hat das lediglich als Privatmeinung, ohne irgendwelche finanziellen Interessen oder Verquickungen. Wieso soll dann ein Journalist nicht auch ehrlich so denken können?

  2. Also, zweimal die gleiche „Prügel“ für Reitschuster von Ole-Bienkopp…… das disqualifiziert.
    Mir ist es egal, welche Meinung Reitschuster hat, solange er die Regierung in den BPK so vorführt.
    Seine Themen sind gut, was er von Russland hält, ändert meine subjektive Meinung nicht. Hier wird schon wieder Divide-et-impera betrieben, indem beide (Röper/Reitschuster) diametral aufgestellt werden sollen.
    Gruss an die Spiegel-Mitarbeiter, die hier mit posten 😉

  3. Die Idee für eine Diskussion finde ich gut, da es sehr gut den Standpunkt von Boris Reitschuster zu Russland deutlich hervorheben würde. Sozusagen ein Outing. Er war 16 Jahre vor Ort um zu berichten. Da frage ich mich sicherlich, wie objektiv war seine journalistische Tätigkeit? Ich weiß es nicht! Nur so manche Aussagen in seiner jetzigen Zeit als Opposition der MSM in Bezug auf Russland, bzw. Putin lassen aufhorchen. Er mischt hier einiges auf und zeigt auch auf, wie Journalismus zu funktionieren hat. Gut soweit! Fragen auf der BPK tue ich mir persönlich nicht mehr an (habe es nur kurz ausgehalten), da ich beim Anblick der Sprecher des Regimes und deren Aussagen einfach nur pures Fremdschämen, bzw. Entsetzen fühle. Daher begrüße ich sehr die Bestrebungen einer Diskussion mit ihm.

  4. Reitschuster ist als Journalist verbrannt. Er beißt nun die Hand die Ihn gefüttert hat.

    Warum soll man dem ein Podium bieten. Ich hatte mich schon gewundert, dass er von den MSM in einem Atemzug mit RT wegen einer Aktivität bei der Bundespressekonferenz genannt wurde.

    Für mich war der Typ nie ein ernstzunehmender Journalist sondern eher ein leidender …………

    Kein Interesse an einem Gespräch!!!!

  5. Vielleicht hat Herr Reitschuster tatsächlich ein paar Punkte, die man Russland/Putin gegenüber kritisch sehen kann. Irgendwo muss er ja seine Meinung her haben. Es wäre zumindest das erste Format, wo man tatsächlich mal beide Seiten (Pro/Contra Putin) zu hören bekommt. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Gespräch möglichst bald statt findet und dass wir danach alle ein etwas differenzierteres Bild von Russland, Putin, Herrn Reitschuster und Herrn Röper haben. Ich jedenfalls freu mich darauf.

    1. Niemand: „Vielleicht hat Herr Reitschuster tatsächlich ein paar Punkte, die man Russland/Putin gegenüber kritisch sehen kann.“

      Zwangsläufig. Man sieht ja immer nur vom eigenen Standpunkt aus und was der Eine kritisch sieht findet ein anderer nicht einmal erwähnenswert. Dehalb verstehe ich das Reitschuster-Bashing hier nicht und gehe ich mit Ihnen, dass ein Gespräch das Bild klarer macht. Somit freue ich mich auch darauf.

  6. Die Erfahrungen vom Herrn Reitschuster, stammen aus dem Paradies der Chicago Boys, unter dem US Gouverneur Jelzin. Er sollte jetzt mal nach Russland fahren, um nicht mehr aus dem Staunen raus zu kommen. Aber bitte nicht mit einer kurzen Stippvisite, sondern mit einem längeren Aufenthalt, damit Er die gänze der Veränderungen erfassen kann.

  7. Der Journalist Reitschuster ist der Wolf im Schafspelz.
    Sein plötzliches Interesse an der Coronapolitik der Regierung ist wohl eher ein Stillhalteabkommen für die Querdenkerbewegung. Zu offensichtlich sein plötzliches Auftauchen nach dem Abtauchen div. Querdenker.
    Und nun wird der Herr Reitschuster auch noch von der Süddeutschen angegriffen und ist verwundert? Immerhin ist es die gleiche Süddeutsche, die sich auf Kuschelkurs der Corona – Ermächtigungsregierung befindet.
    Als Querdenker hat man eben kein leichtes Leben. Alles Nazis haben wir doch gelernt und mit Nazis redet man nicht denen haut man auf die Fresse.
    Bemerkenswert ist höchstens die Anmerkung in seinem Video zur Masken Affäre. Grob übersetzt bedeutet das, jeder darf sich ruhig bereichern solange er für Corona ist. Das Jornalist Reitschuster ein Problem mit Merkel hat zeigt er ja ganz offen nur verdeckt er geschickt sein wahres Problem mit ihr. Skizziert wird die historische Gemeinsamkeit der Erfahrungen mit Putin. Wen er das jetzt abruft so muss man dann auch der CDU unterstellen, schließlich hoben sie die BK auf den Thron, das er wohl die letzten Jahre als Journalist gepennt hat oder geht es doch nicht um Corona?
    Ist sein Quer denken eher der Demontage Merkels dienlich um den angeblich gewünschten CDU Kandidaten Merz besser zu positionieren?

    https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/cdu-spahn-bleibt-loyal-und-das-merz-lager-haelt-still-17162806.html

    Wir sollten den umweltfreundlichsten Wahlkampf aller Zeiten nicht aus den Augen verlieren.
    Und noch etwas zeichnet den Journalisten Reitschuster aus, seine sonstigen politischen Freunde. Angefangen bei der KAS (bekannt für ihre revolutionären Umsturzversuche in Venezuela) über Browder (Magninski Act) bis hin zu Wolkow (Navalny Finanzgenie) .

    „Dazu zählt auch der ehemalige Focus-Journalist Boris Reitschuster, der von Adomeit dem Bericht zufolge wenige Tage später über seine Funktion bei der Integrity Initiative informiert wurde. Reitschuster machte sich mit Büchern wie „Putins Demokratur“ und „Putins verdeckter Krieg“ in der transatlantischen Community einen Namen; beruflich genutzt hat ihm seine offene antirussische Propaganda jedoch nichts – seit 2015 ist unklar, womit er nach seinem Rauswurf beim Focus eigentlich sein Geld verdient. Großartige Überzeugungsarbeit musste Adomeit bei Reitschuster sicherlich nicht aufbringen, zählt dieser im publizistischen Bereich doch zu den berüchtigtsten „Russenfressern“ der Branche, der mit der konfrontativen NATO-Linie sicher keine Probleme hat.“

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=48281

    https://www.youtube.com/watch?v=xEI24t84GSU

    Daher frage ich mich ernsthaft ob es sinnvoll ist sich mit so einem Journalisten zu treffen. Es ist eine Sache unterschiedliche Meinungen zu vertreten wenn sie frei gebildet ist, eine andere Sache ist es wenn die Meinung eine Auftrags Meinung ist.
    Und nur weil man nicht mehr in einem Redaktionsbüro sitzt bedeutet es nicht auch keinen Auftrag zu haben.

    1. Erstmal: Die aufgeführten Sachverhalte sind durchaus interessante und imo auch kritikwürdige Punkte zur Person Reitschuster.
      Allerdings: Wieso schaut man nicht einfach inhaltlich auf seine Arbeit? Ich wusste vieles von den oben aufgeführten Punkten auch vorher, habe dann aber im Zuge von Corona hier und da angefangen Beiträge von ihm zu lesen und ich bleibe dabei: Er arbeitet beim Thema Corona in Summe sauber. Wenn er mutmaßt, dann macht er das mehr als deutlich, er ordnet auch immer wieder seine Meinung zu Merkel ein und ich finde übrigens auch nicht, dass das hier gilt: „nur verdeckt er geschickt sein wahres Problem mit ihr“
      Wieso verdeckt? Er sagt immer wieder ziemlich deutlich, dass er sie für antidemokratisch und autoritär hält und sie deswegen kritisiert. Dazu zieht er Vergleiche zu Putin. So what? So wie bei Herrn Röper kriegt man auch recht deutlich mit wo die Person Reitschuster selbst steht. Das ist für mich ein wichtiger Punkt, denn jeder hat eine Haltung und wenn ich die als Leser kenne, dann ist mir das immer auch eine Hilfe Dinge einzuordnen.

      „Daher frage ich mich ernsthaft ob es sinnvoll ist sich mit so einem Journalisten zu treffen. Es ist eine Sache unterschiedliche Meinungen zu vertreten wenn sie frei gebildet ist, eine andere Sache ist es wenn die Meinung eine Auftrags Meinung ist.“

      Dazu auch erstmal generell: Ein Gespräch zu führen ist für mich per se niemals falsch, selbst dann nicht, wenn auf der einen Seite ein bezahlter PR Fuzzi sitzt. Wenn wir anfangen Leute auszusortieren, weil wir es für sinnlos halten, mit ihnen zu reden, dann können wir Journalismus auch gleich bleiben lassen (tun die großen Medien praktisch ja auch)
      Weiter: Angenommen er ist tatsächlich primär Akteur und nicht Journalist, dann muss ich sagen: Gerade DANN bitte ein Gespräch mit ihm führen, denn nur auf diese Art und Weise kann man PR Narrative durchbrechen, denn oft steckt wenig Substanz in ihnen und das kriegt dann auch das Publikum recht schnell mit.

      1. „… denn oft steckt wenig Substanz in ihnen …“

        Eben deshalb denke ich, dass Reitschuster sich nicht stellt. Aber wer weiß? Wie gesagt, mich würde es freuen wenn es zum Gespräch kommt.

      2. https://www.youtube.com/watch?v=lNZBhqqw9wM

        Diesen 3 Teiler mal um zu verdeutlichen wo die Differenzen in der Reitschuster Wahrnehmung sind.
        Schon hier zeigt er, dass das Ereignis für ihn unwichtiger ist als die Reaktion auf Selbiges. Aber ständig von Rechtsstaatlichkeit reden. Allein die Frage , “ haben sie schon mal in Russland gelebt, in der DDR gelebt“?
        Er vergleicht und redet über Zeiten, die er nicht selbst kennt sondern nur hören sagen, was dann zu einer Art Informationsblase führt.
        Geh in ein X beliebiges Land und frage die Menschen was sie von ihrem Land halten und je nachdem wer befragt wird fallen die Antworten eben aus.

        Kann man dann von Objektivität reden, wenn Journalist Reitschuster in die engere Auswahl derer kam, deren Ziel darin besteht Russland/Putin in der Welt als Mörder, Verbrecher und Gauner hinzustellen? Der Journalist hat einen Auftrag, nicht vom Fachkreis der Journalisten sondern von der NATO, der selben NATO die über Länder herfällt als gebe es kein Morgen. Und dann faselt er von Rechtsstaatlichkeit.

        Ich finde grundsätzlich Fragen/ Antworten nicht schlecht nur bringt es keinen Erkenntnisgewinn wenn die Beweise für die Aussagen nicht auch eingefordert werden.

        Schaut auf seinen Lebenslauf, ca . 1990 nach Russland ( nach der Wende und vor dem großen Zusammenbruch) Er hat fast die gesamte Zeit in der deutschen Presselandschaft gelebt. seit 2012 wohnt er nicht mehr in Russland sondern berichtet über ein Land was Andere ihm erzählen.
        Wobei per se russische Staatsmedien eh schon wegfallen.

        Hier hören die Seltsamkeiten nicht auf, sie verlaufen direkt zur heutigen zur Schau getragenen Linie. Etwas von Allem, stärker konservativ bis eher Rechts verortet.
        Eine merkwürdige Einheitlichkeit bei der die Medien plötzlich entdeckten, das irgendetwas mit der Corona Politik nicht stimmt setzt nach der Laschet Wahl ein. Wieder war Merz von Merkel ausgebremst. Von da an ging es Schlag auf Schlag und endete nun im Maskenskandal angeblicher Gegner der merkelschen Coronamaßnahmen.
        Da man bei Unternehmen ab einer bestimmten Größe nur noch div. Aktionäre, Fondsgesellschaften und sonstige Konstrukte nur keine persönlich haftende Personen findet kann man wohl jetzt mehr als deutlich die Black Rock Merz Unterstützer sehen und die sind eher im konsavativen Wirtschaftslager zu finden.
        Weil Ken FM allen Denkrichtungen eine Plattform gab wurde er platt gemacht mit immer den gleichen Vorwürfen.
        Wenn Reitschuster dem Querdenker Anwalt eine Plattform gibt nennt man das dann Freie Medien.
        Wo liegt der Unterschied? War Ken FM zu sehr mit Sozialkritik verbandelt?

        Das sind Überlegungen die ich anstelle um zu beurteilen wo ein Mensch steht, was vom ihm erwartet werden kann, was man annehmen/übernehmen kann und was man zurückweisen muss.

        Wenn ein Journalist also in die engere Kaderauswahl der britischen Außenministerium kommt welches mit der NATO eine geheime Propagandaabteilung aufgebaut hat muss ich als kritischer Leser was tun?
        Wenn ein Journalist auffallend bestimmten Parteiströmungen nahe steht muss ich als kritischer Leser was tun?
        Wenn man dem Journalisten Reitschuster also abnehmen soll was er sagt/schreibt muss man irgendwann seine Motivation hinterfragen.

        https://www.youtube.com/watch?v=D9DVUq1xkfs

  8. Ich wollte jetzt auf Salorius um 07:57 Uhr antworten. Genau so ist das. Lasst es einfach bleiben mit dem teilen uns spalten. Das ist immer der falsche Ansatz. Auch Links und rechts. Nur (Ganz) oben und unten ist richtig. Und im Augenblick macht Herr Reitschuster eine Spitzenarbeit. Er lebte damals in Russland und sah dort die Regierung sehr kritisch. Da ich nie in Rußland lebte kann ich das auch nicht recht berurteilen. Vielleicht einfach nur ein sehr kritischer Geist? so wie er die Schwachstellen in Russland gesehen hat sieht er die jetzt bei uns. Ist doch gut so. Er bewegt viel momentan und das wird von oben nicht gerne gesehen.

  9. Ich hab jahrelang die Propaganda, Hetze & Desinformation von Boris Reitschuster auf dem medienkritischen Blog https://propagandaschau.wordpress.com//?s=reitschuster&search=Los
    verfolgt.

    Reitschuster ist ein kranker Mann der nie vertrauenswürdig war und der nur seine kranken Russland Fantasien in peinlichen TV Auftritten ausgelebt hat.

    Ich würde ihm maximal nur eine einzige Chance geben, das er ausplaudert und gesteht wie westliche Journalisten in Russland arbeiten.
    Wir wissen alle, das die Top Hetzer in Moskau bei Privaten & ÖRR nur mit dem Navalny Ecosystem und den US NGOs & Medien in Russland reden, weil eine gewisse Anti-Regierungs-Agenda bedient werden „muss“.

    Thomas, rede doch mal mit ihm darüber, ob er bereit ist die westliche Agenda in Russland zu offenbaren.
    Wenn Reitschuster jetzt auf dem kritischen Journalismus Pfad wandelt, dann muss er das beweisen !

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