Nazifizierung der Ukraine

Neues Gesetz teilt Ukrainer nach völkischen Kriterien in Menschen erster und zweiter Klasse ein

Fast 90 Jahre nach den Rassengesetzes der Nazis wird es demnächst wieder ein Rassengesetz in Europa geben. Es wurde vom ukrainischen Präsidenten Selensky am 18. Mai ins Parlament eingebracht. Hier erfahren Sie, was in dem Gesetz steht.

Der Text des Gesetzentwurfs der ukrainischen Präsidialverwaltung unterteilt die in der Ukraine lebenden Menschen in „einheimisch“ und „nicht einheimisch.“ Die Übersetzung des benutzten Ausdrucks ist ein wenig schwierig, denn wörtlich müsste man es wohl als „verwurzelt“ und „nicht verwurzelt“ übersetzen. Es geht in den Gesetz um die Frage, welche Völker in der Ukraine ihre Wurzeln haben und welche nicht. Nach dieser Einteilung sollen Bürger der Ukraine in Zukunft unterschiedliche Rechte haben.

Nach dem Wortlaut Gesetzes sind „einheimische“ Völker diejenigen, deren ethnische Gesellschaft auf dem Territorium der Ukraine entstanden sind und die keinen eigenen Staat außerhalb der Ukraine haben. Weitere Attribute der „einheimischen“ Völker sind laut Selenskys Gesetzentwurf das Vorhandensein einer ausgeprägten Sprache und Kultur sowie traditioneller, sozialer, kultureller oder repräsentativer Gremien. Ein wichtiger Punkt ist, dass diese Ethnien sich selbst als „einheimische“ Völker der Ukraine verstehen müssen.

Die Formulierung ist interessant, weil sie alle Menschen außer ethnischen Ukrainern, Krimtataren, Karaiten und Krimtschaken von der Liste der „Einheimischen“ ausschließt. Das heißt, Russen, Weißrussen, Juden, Polen, Ungarn, Bulgaren, Armenier, Moldawier, Griechen und Vertreter anderer Ethnien, die jahrhundertelang in der Ukraine gelebt haben und immer noch dort leben, werden nicht in die privilegierte Klasse der „Einheimischen“ aufgenommen.

In der Ukraine ist es kein Geheimnis, sondern Thema in den Medien, dass das Gesetz auf Druck der „Medschlis“ geschrieben wurde. Die Medschlis ist eine selbsternannte Vertretung der Krimtataren, die im Westen als Freiheitskämpfer gefeiert wird, aber in Ländern wie Deutschland verboten wäre, weil sie der radikal-islamische Gruppe „Hizb ut-Tahrir“ angehören, die auch in Deutschland als islamistische Vereinigung verboten wurde.

Seit der Wiedervereinigung der Krim mit Russland sind nur einige Tausend Krimtataren in die Ukraine gegangen, während etwa 240.000 die russische Staatsbürgerschaft angenommen haben. Aber heute spielt der Medschlis, der aus dem Ausland unterstützt wird, eine wichtige Rolle in der ukrainischen Politik und fordert Autonomie in der Region Cherson, wie gesagt, wegen einiger tausend Krimtataren. So kann man den Gesetzentwurf Selenskys auch als Versuch interpretieren, die Forderungen dieser wenigen Tausend formal zu befriedigen, ohne ihnen Autonomie zu gewähren.

Nach dem Gesetzentwurf werden die „einheimischen“ Völker der Ukraine weitreichende Rechte in den Bereichen Bildung, Kultur, Wirtschaft und Sprache eingeräumt. Sie können zum Beispiel eigene Medien oder Bildungseinrichtungen eröffnen, in denen sie in ihrer Muttersprache tätig sein dürfen, was den anderen ethnischen Gruppen in der Ukraine im Umkehrschluss verboten wird. Und natürlich erhalten nur einheimische Völker die volle rechtliche und finanzielle Unterstützung des Staates. Das Gesetz legt insbesondere fest, dass ihnen Garantien und rechtlicher Schutz gegen „alle Handlungen, die darauf abzielen, ihnen die Zeichen der ethnischen Zugehörigkeit zu nehmen, sie in irgendeiner Form zwangsweise zu assimilieren oder zu integrieren, sowie Schutz gegen gegen sie gerichteten rassischen, ethnischen oder religiösen Hass“ gewährt wird.

Damit wird, wenn das ukrainische Parlament diesem Gesetzentwurf zustimmt, ein großer Teil der ukrainischen Bevölkerung (Russen, Weißrussen, Juden, Polen, Ungarn, Bulgaren, Armenier, Moldawier, Griechen und andere) über Nacht zu Menschen zweiter Klasse. Das ist durchaus konsequent, wenn wir uns daran erinnern, dass seit Januar 2021 in der Ukraine ein neues Sprachengesetz gilt, das es den ethnischen Minderheiten verbietet, in der Öffentlichkeit (zum Beispiel beim Einkaufen, beim Arzt, etc.) in ihrer Muttersprache zu sprechen. Dafür gibt es sogar Geldstrafen und es gibt sogar Sprachinspektoren, die die Einhaltung dieses Gesetzes überwachen.

Es ist schwer zu erraten, was Selensky und sein Team sich in den verbleibenden zwei Jahren noch ausdenken werden. Man kann nur hoffen, dass sich die Geschichte mit den „Nicht-Staatsbürgern“ aus dem Baltikum in der Ukraine nicht wiederholt und dass den „Nicht-Einheimischen“ nicht auch ihre restlichen Rechte, wie das Wahlrecht, vorenthalten werden. Oder dass sie, wie die russischen Minderheiten im Baltikum, die Staatsangehörigkeit aberkannt bekommen.

Es ist doch wirklich bemerkenswert, dass so ein Gesetz gerade einmal etwas über tausend Kilometer von Berlin entfernt ganz offen in einem Parlament behandelt wird, dessen Regierung von der deutschen Regierung und der EU finanziell unterstützt wird. Aber bei den „Qualitätsmedien“ wird es als russische Propaganda bezeichnet, wenn man behauptet, in der Ukraine wären waschechte Nazis an der Macht.

An diesem Gesetz sieht man mal wieder, dass die vom Westen unterstützten ukrainischen Regierungen keine russische Propaganda brauchen, um sich als das zu entlarven, was sie sind: Brüder im Geiste derer, die die Nürnberger Rassengesetze verabschiedet haben.


Wenn Sie sich für die Ukraine nach dem Maidan und für die Ereignisse des Jahres 2014 interessieren, als der Maidan stattfand, als die Krim zu Russland wechselte und als der Bürgerkrieg losgetreten wurde, sollten Sie sich die Beschreibung zu meinem Buch einmal ansehen, in dem ich diese Ereignisse detailliert auf ca. 670 Seiten genau beschreibe. In diesen Ereignissen liegt der Grund, warum wir heute wieder von einem neuen Kalten Krieg sprechen. Obwohl es um das Jahr 2014 geht, sind diese Ereignisse als Grund für die heutige politische Situation also hochaktuell, denn wer die heutige Situation verstehen will, muss ihre Ursachen kennen.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

42 Antworten

  1. Na da wollen wir da doch mal sehen, was geschieht, wenn die vielen Völker auf die Idee kommen, ihr Selbstbestimmungsrecht einzufordern. Denn die „Ungleichbehandlung“ ist m.A.n. eigentlich so ziemlich der einzige Rechtsgrund (neben einer verfassungsrechtlichen Illegitimität der Staatsgewalt selbst), die ein solches Recht (neben einem solchen des Staatsvolkes) begründen könnte.

  2. Einheimische Völker der Ukraine? Welcher Ukraine denn, die Untergegangene oder der selbst verwaltete Hinterhof der Nazis? Die der Nachkriegszeit?
    Wurden die Völker überhaupt jemals gefragt ob sie der Landmasse Ukraine angehören wollen? Vielleicht stellt dieses Gesetz den Startpunkt bei den Völkern 2.Klasse sich ihrer Nationalität bewusst zu sein, ihr Fleckchen Erde das sie schon immer besaßen mitzunehmen und dann wieder Teil der alten Heimat zu werden.
    Könnten unruhige Zeiten werden.

    1. Ironischerweise war es ja Lenin, der die Ukraine in ihrer heutigen Form kreiert hat- davor war das bloß ein kleines Fleckchen Grenzland. Den Rest haben die Sowjets aus Trümmern der k.u.k. Monarchie zusammengebastelt (Lemberg), ein Stück von Moldawien genommen (wodurch diese vom Meer abgeschnitten wurde), dann den ganzen Süden (Odessa war schon immer eine russische Stadt, Mariopol geht auf die Griechen zurück) und der Donbass war Novorossiya, der von Russland erschlossen und urbar gemacht wurde. Die Krim wurde gar erst 1954 – entgegen der Verfassung der UdSSR und jedwedem gesunden Menschenverstand – von Chruschtow willkürlich an die Ukraine übertragen.
      Also eigentlich müssten die Ukrainer froh und dankbar der sowjetischen Führung sein 🤣

      1. Eigentlich, ja aber die wollen nichts von Lenin, nichts von den Kommunisten und schon gar nichts von den Russen.
        Also dann alle die sich als nicht ukrainisch fühlen ab in die Heimat. Ihre Siedlungsgebiete mitgenommen dann haben die Ukrainer einen reinrassigen Staat, alles Bürger 1. Klasse.
        Allerdings könnte da der große polnische Freund sich als großes Problem erweisen wenn Polen zuschlägt, dann bleibt von der Ukraine nicht viel übrig.

        Davon einmal abgesehen, wie passt das alles zum EU Beitrittsabkommen bzw. zu sonstigen Minderheitenregelungen? Laufen Menschenrechtsgruppen, Menschenrechtsanwälte, NGO usw. schon Sturm?
        Oder drückt man wieder ein Auge zu weil es ins westliche Kalkür passt?

        Aber wenn man genauer hinsieht kommt man nicht um den Umstand herum das man dieses Gesetz wunderbar als Vertreibungsinstrument nutzen kann.
        Die Nato Soldaten fühlen sich vielleicht trotz ihrer Waffen nicht sonderlich sicher wenn sie von „Feinden“ umzingelt sind.
        So ein Untergrundkampf kann schon alte Traumata wiederbeleben. „Hilfe wir sind von Ungarn umzingelt, von Bulgaren, von Russen usw“
        Also liebe Küstenbewohner passt gut auf euer Land auf.

        1. Richtig, das langfristige Ziel der ukrainischen Nationalisten ist ein ethnisch homogoener Staat. Davon abgesehen, wie widerlich und menschenverachtend das ist, muss man sich überlegen, ob es so etwas wie die „Ukrainer“ überhaupt gibt, oder ob sie genealogisch nicht der selben Volksgruppe angehören. In meinen Augen handelt es sich um einen Bruderkrieg.
          Was Polen angeht haben Sie auch recht! Gerade Galizien war ja historisch gesehen polnisch besiedelt. Wie gesagt, die Ukraine kann mittlerweile sehr leicht zerfallen.
          Was die EU-Aufnahme betrifft dürfte die Diskriminierung von Minderheiten kein Problem darstellen. Alle drei baltischen Staaten haben bis heute nicht die Europäische Charta für Minderheitensprachen ratifziert und diskrimieren die russische Bevölkerung…

      2. Ich möchte mich bei der These von „RU-im-Herzen“ anschliessen dass die Ukraine eine Kreation der Sowjet-Union ist.
        In Russland denken viele dass die Ukraine in ihrer heutigen Form, nur dank des Eingreifens verschiedener Sowjet-Parteileiter entstehen konnte, und dass die Ukrainer eigentlich dankbar sein müssten. Meiner Meinung nach – und jetzt generalisiere ich mal sträflich – lässt sich der Russenhass der Ukrainer durch die Tatsache erklären dass die Ukrainer sich immer benachteiligt gefühlt haben (ein bisschen das Ossie-Wessie Problem). Das wird jetzt durch übertriebenen Nationalismus kompensiert.
        Ich habe gerade einen Artikel über die Geschichte der Ukraine geschrieben (leider auf Holländisch), worin ich versuche ein bisschen zu “röpern”. https://wakkermens.info/geschiedenis-van-de-oekraine/
        Da ich glaube dass Karten mehr sagen als tausend Wort, möchte ich ein bisschen Reklame für meine Seite machen. Die Karte lässt sehen dass die Ukraine ein zusammengestückeltes Land ist, was oft zu Problemen führt, sobald der Nationalismus einsetzt. Historisch gesehen hat sich das bei vielen Vielvölkerstaaten abgespielt, z.B. dem Osmanischen Reich, dem Habsburger Reich oder auch der Sowjet-Union. In meinem Artikel habe ich u.a. eine Karte aufgenommen, worin neben der „Ur-Ukraine“, die „Geschenke“ Lenins, Stalins und Chruschtschows an die Ukraine eingezeichnet sind (in harmonischen Orangetönen).

        1. Die These, daß sich die Ukrainer innerhalb der UdSSR immer irgendwie benachteiligt fühlten, teile ich ja nun überhaupt nicht.
          Die Ukraine, also die USSR, war der entwickeltste Teil der UdSSR neben der RSFSR.

          Ich hatte meine Ansicht zu den eigentlichen Hintergründen hier
          _____://www.anti-spiegel.ru/2021/russische-analyse-kiew-spielt-mit-hohem-einsatz/#comment-18198
          schon einmal kurz skizziert. (Das müßten Sie dann mal lesen, für richtig halten müssen Sie es selbstverständlich nicht)

          Und ich bin zwar kein Freund von Sprichwörtern, aber eines halte ich für absolut unbestreitbar:

          „Manchmal brauchen die Menschen einen Helden – stets jedoch einen Sündenbock.“

          Gerade weil die Ukrainer ganz genau wissen, wem sie ihr Staatsgebiet verdanken.

          Historisch benachteiligt „fühlen sich“ nahezu alle Völker des sog Ostblocks, weil ihnen die Geschichte den „Kommunismus“ auf Auge gedrückt hat, und das „die Russen waren“ (was so einfach auch nicht stimmt), und wenn das nicht gewesen wäre, hätten sie alle wie der „freie Westen“ leben können, also wie Gott in Frankreich (jedenfalls wird das in dieser rekursiven Kausalität, die natürlich Blödsinn ist, vermittelt – auch wenn die letzten 30 Jahre Realität da zum Teil doch eine andere Sichtweise nahelegen, das will nur keiner wahrhaben.)

          Und der hießige Ost-West-Konflikt der eigentlich ein West-Ost-Konflikt ist, hat noch ganz andere Nuancen.
          Das geht los mit der einfachen Wahrheit, das es sich mit einer „Wirtschaft“ wie mit einem Wald verhält: „Abholzen“ geht ganz schnell, ob und was da nachwächst, steht in den Sternen.

          Zudem – und das ist jetzt eine sehr kühne Vermutung – vielleicht regt sich da im tiefsten Inneren, selbst bei einigen, die 89/90 den Austausch des Volksbegriffes begeistert begrüßten – wenn auch nur als dumpfes, unterdrücktes Gefühl – die Erkenntnis, daß „Land gegen Glasperlen und Feuerwasser“ mittel- und langfristig kein guter Tausch ist.

          (Den Polen oder Tschechen geht es ja auch nicht schlecht, und wir waren vor 90 keinesfalls schlechter als die, schon gar nicht waren wir pleite – Gegenteiliges doch immer mal wieder genüßlich kolportiert wird, weil man das zum Zwecke der „Delegitimation der DDR“, erklärtermaßen das politische Hauptziel, offenbar für erforderlich hält.)

          1. „… schon gar nicht waren wir pleite – Gegenteiliges doch immer mal wieder genüßlich kolportiert wird, weil man das zum Zwecke der „Delegitimation der DDR“, erklärtermaßen das politische Hauptziel, offenbar für erforderlich hält.“

            Ich bin damals, drei Tage nach Grenzöffnung, mit einer großen Tasche voll Geld und vielen guten Ideen nach Rostock gegangen, aber schon nach kurzer Zeit war mir klar, dass im Westen überhaupt kein Interesse daran bestand, die Wirtschaftskraft der DDR zu erhalten. Und was da im Hafen Gemauschelt wurde, konnte ein normales Gehirn gar nicht fassen.

            1. Ja das ist ein weites Feld.
              Letztendlich waren wir so eine Art „geopolitischer Bastard“, das jedenfalls anfangs ungeliebte „Kind“ historischer Entwicklungen, das Stalin so gar nicht wollte.
              Und das Gorbatschow uns praktisch verkauft hat, weil unter seiner Führung die Liberalen ans Zepter gelangten und die Wirtschaft der UdSSR ruinierten, so das er Geld brauchte, ist ja nun auch kein Geheimnis.
              Man konnte damals so ab 86 oder 87 in der Presse der UdSSR wunderbar verfolgen, wie die Beiträge zu „Glasnost“ und „Perestroika“ immer länger wurden und vor Fragezeichen nur so strotzten.

  3. Ich habe meine Probleme die Juden als Volk zu bezeichnen, es ist eine Religionsgemeinschaft wie die Christen und Moslems. Die Bezeichnung der Juden als Volk ist eine Einordnung als Ethnie und das ist diese religiöse Gemeinschaft nicht. Ich könnte mich als Deutscher zum Judentum bekennen, das ist aber ein religiöses Bekenntnis, nach wie vor bleibe ich ein Bürger der BRD. Es ist korrekt den Artikel in diesem Sinne zu korrigieren. Ansonsten macht mich das Vorgehen dieser Neofaschisten in der Ukraine zornig und anfänglich auch sprachlos.

      1. Ist nur nicht so hilfreich, wenn die DNA(auch die mitochondriale DNA, also die von der Mama) was anders sagt! Die meisten Palästinenser sind genetisch viel näher am Judentum, als die reimportierten(besonders die der Paradesi-Juden) im heutigen Israel! Die Geschichte in Nahost hat halt viele Semiten zu Arabern gemacht.
        Mischen von Blut und Religion war schon immer keine gute Idee! QED!

        1. Nichts liegt mir ferner, als dieses Thema zu vertiefen, ich wollte nur klar machen, dass es nicht falsch ist, von einem jüdischen Volk zu sprechen. Für mich ist das alles Affentheater, meine Geringschätzung für den ganzen Religionskram ist genzenlos. 😖

        2. „Semiten zu Arabern gemacht“… na das ist ja nun auch Mist.

          Aber er hat natürlich in der Sache möglicherweise recht.

          Juden haben auch zu osmanischen Zeiten in Palästina gelebt (wie übrigens so ziemlich überall).
          Erst im Zuge des vor allem in Europa entstandenen Zionismus begann ab Mitte des 19. Jh. eine stärkere Einwanderung aus Europa nach Palästina, die dann zu diesen kulturellen Konflikten führte, mit denen sich die Briten nach dem 1. WK herumschlagen mußten (und deshalb, entgegen ihrer ursprünglichen Intentionen auch etwas „auf die Bremse traten“).

          Ob die wenig geläufige, israelische Hypothese, daß das jüdische Volk zwar „zerstreut“ wurde, aber nicht das Ganze, sondern ein Teil eben dort geblieben ist und zum Islam konvertierte, deren Nachfahren heute zu einem großen Teil die Palästinenser seien, wissenschaftlich tragfähig ist… keine Ahnung – aber es wäre schlüssig.

  4. Ähnliches geschah auch beispielsweise in Spanien, als Franco den Katalanen und Basken ihre Sprachen verboten hatte und ihre Schulen schloss. Die Diskriminierung von Minderheiten geht über kurz oder lang nie gut. Und es rächt sich nun, dass die Verbrechen des Franco-Faschismus nie richtig aufgearbeitet wurden. Der Freiheitswille der Katalanen wird sich nicht mehr brechen lassen. Trotz brutaler Polizeigewalt und der politischen Verhaftung von Menschen wie Carles Puigdemont. Der EU-Außenmininster Borrell ist im übrigen Teil dieses spanischen Regimes 😉
    Die Ukraine wird sich mit ihrer Ukrainisierungspolitik also über kurz oder lang selbst zerlegen.

  5. Wer sich in die Fremde begibt, wird in der Fremde verjagt oder umkommen. Sind wir Deutschen nicht das beste Beispiel?
    Nie würde mir einfallen, in ein Ausland zu gehen, wo man mir die Fremdheit ansieht, also auf Kontinenten, die andere Rassen besiedeln, Asien z.B. oder Afrika. Wie erging es den Deutschen in Rußland? Das war vom jeweiligen Herrscher abhängig, der deutschfreundlich oder -feindlich eingestellt war. Ganz durcheinander ging es in der Sowjetunion, wo die Mischideologen dieselben wie die heutigen waren. Das geschaffene Durcheinander muß rein biologisch nach den Naturgesetzen entzerrt werden. Mischvölker explodieren und sind krimineller als ethnisch homogene. Ich kann den alten Nazizopf nicht mehr lesen!

    1. ,,,Mischvölker explodieren und sind krimineller als ethnisch homogene. Ich kann den alten Nazizopf nicht mehr lesen!…“ Sie können den alten „Nazizopf“ nicht mehr hören? Sie sind ein gutes Beispiel für die genau diese Ideologie der Nazis…..“Das geschaffene Durcheinander muß rein biologisch nach den Naturgesetzen entzerrt werden…“….wie haben Sie sich denn das „Entzerren“ so vorgestellt? Hatten das nicht schon die Nazidoktoren behauptet, so rein „biologisch“?….“Mischvölker explodieren und sind krimineller als ethnisch homogene. …“….Sorry, aber genau das ist und war die Naziideologie, und Leute wie Sie kann ich nicht mehr hören.

      1. Als abschreckendes Beispiel, für einen Kessel Buntes, hat doch die ganze WELT, die Faschistischen Staaten von Nordamerika, mit der exterritorialen Machtzentrale District of Columbia, vor AUGEN. Was dort seit Gründung, ganz normaler Alltag genannt wird, heißt in jedem anderen Land : BÜRGERKRIEG / KRIEG

      2. @ A. Kherin) Ihre emotionale Entgleisung ignoriere ich gelassen, weil ich Recht habe. Schauen Sie auf den Balkan, schauen Sie nach Brasilien. Sind Sie der Realität so entglitten und der neomarxistischen Ideologie so erlegen, daß Sie nur noch geifern können? Bei ersterem Beispiel gibt es Kriege, bei zweiterem Kriminalität wie nirgends. Wollen Sie Frieden oder Chaos? Ihre 68er Ideologie liegt auf dem Müllhaufen der Geschichte, von der Realität eingeholt wie Gender und die anderen Ausflüsse dieser Idiotie. Geben Sie würdevoll auf, Sie müssen sich nicht noch zum Kasper oder Wasserträger des Soros oder Kallergi machen..

        1. Hm… Brasilien und der Balkan – Gender und die 68iger – Kriminalität und Krieg – Frieden und Chaos – Soros und Kallgeri …. na das ist doch mal ein „Weltbild“…
          („neomarxistisch“ haben wir aus stilistischen Gründen leider nicht mehr untergebracht.)

          Da sind wir doch jetzt erleuchtet, können die letzten 5000 Jahre Geschichte glatt in die Tonne treten.
          In der Konsequenz müßten wir da wohl die „Neue Welt“ komplett räumen, sie also den Indios überlassen, obwohl – da müßten wir ja noch eine ganze Menge mehr räumen – na das wird ein Spaß.

    2. Schrieben Sie nicht, Sie hätten einen russischen Mann? Schrecklich diese Mischehen! Hoffenlich sind keine Bastarde daraus hervorgegangen! (Leider heutzutage nötig: bitter sarkastisch gemeint).
      Bei Ihren Beiträgen würde ich mir wünschen, die Forumssoftwäre hätte einen Igrnorieren-Knopf.

      1. Ich muss mich auch oft zurückhalten, diese Diskussionen zehren an meinen Nerven.
        Besonders krass empfand ich Gretes Kommentar letzthin, in dem sie despiktierlich über den Großen Vaterländischen Krieg schrieb und behauptete, das Deutsche Reich hätte die UdSSR 1941 präventiv angegriffen. Da Krieg ich Zustände, wenn so ein Mist verbreitet wird. 😑

        1. Wenn das Zivilisten tun, mag man das noch hinnehmen können, ab solches taten auch Militärs, und vor einiger Zeit ist sogar einer damit hausieren gegangen, der da einst Angehöriger der Nationalen Volksarmee war (und die Hintergründe der Geschichte kennen muß)…
          Sei es nun diese unappetitliche Form von Opportunismus oder die vor einiger Zeit erwähnte, nicht zu vernachlässigende, Dunkelziffer derjenigen in der DDR, die den 8. Mai auch als „Tag der Niederlage“ empfanden…. es steigt einem die Schamröte ins Gesicht.

          1. Da sieht man, wie wichtig eine umfangreiche Geschichtsbildung ist, die auch im öffentlichen Leben vorgenommen wird (Museen, Gedenkstätten, etc.) Schon Orwell wusste, dass die, die die Vergangenheit kontrollieren können die Zukunft kontrollieren.

        2. Tja, man müßte die Geschichte kennen und nicht die Umerziehungslegende. Lesen bildet. Beide Seiten, die Hitlerfreunde und die -feinde. Aber das geht nicht, wenn man Schaum vor dem Mund hat und zu eigenen Gedanken nichrt fähig ist. Meine Werbung: „Schauen Sie ZDF und ARD, die BRD Regierung denkt für Sie mit und vor. Willkommen in der DDR 0,2 ;-)“
          Wie kommen Sie eigentlich auf diese Seite, wo Sie doch das Gedankengut des Spiegel und Co. als Grundlagen , also als treuer BRD-Bürger, verinnerlicht haben?
          Ich will Sie so wenig überzeugen wie meine ehemalige Kollegin mit ihrer Geburtstagskarte an mich von gestern, die das Buch von Obama liest „Ein verheißenes Land“ 1000 Seiten, sich impfen ließ und Jo Biden als den Retter der Menschheit sieht. Hopfen und Malz verloren. Geh in Frieden, aber geh. Die Umerziehung war wirklich schlimm.

          1. Ich bin froh und dankbar, von meiner Familie und meinen Lehrern eine antifaschistische Erziehung genossen zu haben. Und an meiner antifaschistischen Gesinnung hat sich seit damals absolut nichts geändert, und wird es auch nicht.

      1. Wollen Sie sich nicht einmal mit dem, Problem „Mischvölker“ befassen? Das Vokabular ist schon lustig. Verschiedenheit wir propagiert und gemischter Einheitsbrei ohne spezielle Kultur serviert. Gerade in der Glotze laut getönt. Merken Sie nicht den Unterschied zwischen Ideologie und Realität?
        Gut und böse sind für mich nicht relevant, nur noch dumm und klug. Sorry.

        1. Beruht nicht das gesamte Leben auf Mischung? 🤔

          Vom Vater hab ich die Statur,
          Des Lebens ernstes Führen,
          Vom Mütterchen die Frohnatur
          Und Lust zu fabulieren.
          Urahnherr war der Schönsten hold,
          Das spukt so hin und wieder;
          Urahnfrau liebte Schmuck und Gold,
          Das zuckt wohl durch die Glieder.
          Sind nun die Elemente nicht
          Aus dem Komplex zu trennen,
          Was ist denn an dem ganzen Wicht
          Original zu nennen?
          (Goethe)

  6. In Deutschland und weiten Teilen des Westens gibt es eine Machtelite in Politik und Medien, die wieder auf den Faschismus setzen und vom Endsieg und dem 1.000 jährigen Reich träumen. Dafür brauchen sie die Faschisten im Baltikum und der Ukraine als Verbündete.

  7. Junge-Junge – von den Faschisten in der „ukraine“ hätten selbst olle Adolf und seine Clique noch einiges „lernen“ können… – und der „werte-westen“ billigt alles – sowie er später dann wieder behauptet…: Man hätte ja nichts gewußt… – pfui und nochmals pfui!!

      1. Noch heute kommen Kinder in Serbien auf die Welt, die schwer an Krebs erkanken (m. E. besonders Kehlkopfkrebs). Auch der Abschuss des Personenzuges stellt ein besonders düsteres Kapitel der deutschen Verbechen nach 1945 dar. Anstatt Joschka Fischer wurden Menschen wie Milosević verurteilt (er kam unter dubiosen Umständen in Haft ums Leben). Fischer tanzt fröhlich durch die Gegend, als wäre nie etwas geschehen. Sowas ist einfach unerträglich…

  8. Da es bis zum Sieg, der Herrscher Dynastien, über die UdSSR, keine Ukraine gab ( außer als Ostgaue des 3 Reichs ), konnten auch keine Ukrainer existieren. Bis die Sieger-macht US Imperium, viele Kunst Staaten schuf, unter anderem die „““ Ukraine „““, erst jetzt und mit 5 000 000 000 Dollar, wurde eine künstliche ukrainische Identität geschaffen. Alle die Die „“““ Segnungen““““, des perversen Gesellschaft, Wirtschaft und Finanz System herbei sehnten, wurden nun zu den Ukrainern, plus natürlich den Nachkommen und Familien, der SS Division Galizien.
    Ich würde von Neigungsukrainern sprechen.

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