Rede an die Nation

Putin im O-Ton über Umweltfragen

Am 21. April hat Putin seine jährliche Rede an die Nation, die in diesem Jahr mit besonderem Interesse erwartet wurde. Hier berichte ich über den Teil der Rede, in dem es um das Thema Umwelt ging.

Putins Rede an die Nation ist jedes Jahr ein großes Thema und die Medien im Westen sind dabei stets bemüht, alles wegzulassen, was nicht ins gewollte Bild passt. So wird es auch dieses Mal sein, weshalb ich in mehreren Artikeln ausführlich auf die Rede eingehen und sie übersetzen werde. In diesem Artikel geht es darum, was Putin über den Umweltschutz Russland gesagt hat.

Die Rede hat fast anderthalb Stunden gedauert und der Schwerpunkt lag auf innenpolitischen Themen, nur etwa zehn Minuten haben sich um die Außenpolitik gedreht, darüber habe ich hier berichtet. Da Anti-Spiegel-Leser immer wieder darum bitten, ich möge mehr über die russische Innenpolitikberichten, komme ich dem hier nach und berichte über Teile von Putins Rede, in denen es um die Innenpolitik ging.

Die Umweltkatastrophe in Sibirien 2020

Auch in Deutschland hat die Umweltkatastrophe in Norilsk im Sommer 2020 Schlagzeilen gemacht, als ein riesiger Dieseltank ausgelaufen ist und ein sehr empfindliches Ökosystem schwer geschädigt hat. Damals musste sich der Oligarch Potanin, dem das Werk gehört, im Fernsehen von Putin abkanzeln lassen und er hat versprochen, seine Firma werde für den kompletten Schaden aufkommen, das Gebiet dekontaminieren und so weiter.

Russland hat genug Umweltprobleme aus der Sowejtunion geerbt und die russische Regierung hat längst erkannt, dass die Natur Russlands und ihre nachhaltige Nutzung einer der größten Reichtümer des Landes ist. Sowohl wirtschaftlich als auch für die Lebensqualität der Menschen. Entsprechend hart hat die Regierung auf den Vorfall in Norilsk reagiert und Gesetze verschärft. Putin ist in seiner Rede darauf noch einmal eingeganen und sagte:

„Die Bemühungen aller Ebenen der Regierung, der Wirtschaft, der Entwicklungsinstitute und der Russischen Akademie der Wissenschaften müssen der zentralen Hauptaufgabe untergeordnet werden: der Verbesserung der Lebensqualität unserer Menschen. Und hier möchte ich betonen, dass unsere Ansätze zum Umweltschutz absolut prinzipieller Natur sind und auf keinen Fall verändert werden.
Dass es auch in die andere Richtung gehen kann, haben die jüngsten Ereignisse in Norilsk, Usolye-Sibirsk und einigen anderen Orten gezeigt. Wir werden den Menschen, die da leben, auf jeden Fall helfen, aber wir dürfen nicht zulassen, dass sich solche Umweltereignisse wiederholen.
Ich bitte das Parlament, die Verabschiedung des Gesetzes zu beschleunigen, nach dem die Unternehmen finanziell für die Beseitigung der Schäden und für die Rekultivierung der Industriegelände haften. Der Ansatz ist sehr einfach. Er klingt so: Wer auf Kosten der Natur Gewinn macht, muss den Dreck wegmachen. Wir müssen hier hart durchgreifen. Die russische Umweltschutzbehörde und andere Aufsichtsbehörden müssen ihre Pflichten erfüllen.“

Wilde Mülldeponien

Ein weiteres Problem in Russland sind wilde Mülldeponien in der Provinz. In den Weiten des Landes hat mancher Politiker mit Abfall-Firmen Verträge geschlossen (und wohl auch Schmiergeld bekommen), bei denen nicht gefragt wurde, wohin die Müllanfuhr den Müll eigentlich bringt. Er wurde dann in den Weiten des Landes in die Natur gekippt. Das Problem ist bekannt und die russische Regierung geht hart dagegen vor. Russland hat als eines der besonders geförderten „Nationalen Projekte“ ausgerufen, dass Russland in zehn Jahren beim Recycling eines der weltweit führenden Länder werden soll. Auch dazu äußerte sich Putin bei der Gelegenheit in der Rede:

„Ich füge hinzu, dass das Verursacherprinzip auch im Bereich der Abfallwirtschaft vollständig umgesetzt werden muss, um den Übergang zur sogenannten Kreislaufwirtschaft zu gewährleisten. Zu diesem Zweck müssen wir in diesem Jahr einen Mechanismus für eine erweiterte Verantwortung der Hersteller und Importeure für die Entsorgung von Waren und Verpackungen einführen.“

Russland hat in Sachen Umwelt insgesamt noch einen großen Aufholbedarf, aber es geht – das merkt man, wenn in dem Land wohnt – mit schnellen Schritten voran.

Finanzierung von Umweltprojekten

Wie jeder andere Staat auch, so bekommt auch der russische Staat Einnahmen aus dem Umweltbereich, zum Beispiel aus Strafen für Umweltsünden. Putin ist bei vielen Themen ein Freund davon, Gelder zweckgebunden zu eizusetzen und natürlich führt das bei Diskussionen in der Regierung zu Widerspruch, schließlich möchte jede Regierung und jedes Amt am liebsten einen einzigen Geldtopf haben, aus dem dann alles Mögliche bezahlt werden kann.

Um diese Frage ging es, als Putin davon sprach, Gelder zu „markieren“. Gemeint ist damit in Russland, Gelder zweckgebunden einzusetzen und zu verhindern, dass sie in dem großen Topf „verschwinden“. Putin sagte dazu:

„Ich schlage auch vor, die Zahlungseingänge für Ökologie im Bundeshaushalt zu „markieren“. Ich weiß, dass Experten und Finanzleute solche „Markierungen“ nicht mögen, aber trotzdem ist das ein extrem wichtiger Bereich unserer Arbeit. Hier können wir eine Ausnahme machen. Dieses Geld können wir gezielt für die Beseitigung der aufgelaufenen Schäden und die Verbesserung der Umwelt einsetzen.“

Emissionen

Die Debatte um den Klimawandel findet in Russland anders statt als im Westen. Der angebliche Konsens der Klimaforscher darüber, dass der Klimawandel menschengemacht ist, wird in Russland nicht geteilt. Auch Putin hat sich dazu bei Podiumsdiskussionen immer wieder geäußert.

Das bedeutet aber nicht, dass man in Russland den Klimawandel selbst bestreitet oder verharmlost. Im Gegenteil, Russland ist wohl am stärksten davon betroffen, denn in Sibirien steigen die Temperaturen schneller, als irgendwo sonst auf der Welt. Das ist ein Problem, denn dort sind Städte und Industriegelände direkt auf dem Permafrostboden gebaut, sie haben keine Fundamente, weil sie früher keine brauchten, denn der Permafrostboden war hart wie Fels. Nun aber taut der Permafrostboden und ganze Städte geraten in Gefahr.

Russland sieht den Klimawandel also als reale Gefahr an, nur ist in Russland sehr umstritten, wie viel Einfluss der Mensch darauf hat. Dennoch ist man in Russland sehr auf eine Reduzierung der Abgase interessiert, aber vor allem aus einem anderen Grund: Viele alte Industrieregionen in Russland sind wahre Drecksschleudern mit unglaublich schlechter Luft, ein Beispiel ist übrigens das hier schon genannte Norilsk.

Auch da will Russland aktiv werden und den Ausstoß von Schadstoffen stark reduzieren und in Russland werden die von der Regierung gesetzten Ziele auch umgesetzt, wie die Vergangenheit gezeigt hat. In seiner Rede sagte Putin zu dem Thema:

„Und wie ich bereits sagte, muss der Ausstoß schädlicher Emissionen in die Atmosphäre in den 12 größten Industriezentren des Landes bis 2024 um 20 Prozent reduziert werden. Wir haben schon darüber gesprochen. Dieses Ziel muss unbedingt durch eine integrierte Modernisierung des Industrie-, Wohnungs-, Verkehrs- und Energiesektors erreicht werden.“

20 Prozent Reduzierung der Abgasemissionen bis 2024 auch tatsächlich zu erreichen – davon kann die EU, die bei dem Thema so schöne Worte schwingt, nur träumen.


Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Russland auf die Fragen der internationalen Politik blickt, dann sollten Sie sich die Beschreibung meines Buches ansehen, in dem ich Putin direkt und ungekürzt in langen Zitaten zu Wort kommen lasse.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

12 Antworten

  1. Eine vernünftige Umweltschutzpolitik, jenseits der Dogmen von Klima-Gretel und den Grün*innen. Für die Russen ist die heimatliche Erde ohnehin heilig, deshalb ist es folgerichtig, dass sie um den Schutz ihrer Ressourcen besorgt sind. Genauso ist es richtig gewesen, dass Putin den auftauenden Permafrost thematisiert und das Mülldeponienproblem. Ebenso Städte mit Schwerindustrie wie Norilsk oder Magnitogorsk, die eine schlechte Luftqualität haben. Es freut mich sehr, dass Präsident Putin diese Probleme angeht!

  2. Sehr interessant fand ich die Verweise zum angeblichen Konsens der Wissenschaftler über den anthropogenen Anteil an der Klimakrise. Natürlich leisten Wissenschaftler, die – aus welchen Motiven heraus auch immer – Statistiken fälschen oder in ihren Studien „politische“ Methoden verwenden, ihrer Sache und der Wissenschaft insgesamt einen Bärendienst, auch wenn dieses Phänomen mit John Cook nicht zum ersten Mal auftrat. Das macht es aber nicht weniger schlimm.

    Was nun die Debatte über 97 oder 0,54 Prozent betrifft – das sind zweifellos krasse Unterschiede, und ich würde mich Markus Fiedler deutlich eher anschließen als John Cook, wenngleich mit etwas Vorsicht, denn ich habe seinen langen Text nur überflogen. Ich werde künftig darauf achten, mich in Diskussionen nicht auf Mehrheiten zu berufen (ich weiß nicht, ob ich es in der Vergangenheit getan habe). Allerdings ist die Vorgehensweise, mit Mehrheiten oder Minderheiten in der Wissenschaft zu argumentieren, ohnehin fragwürdig, denn Wissenschaft ist keine Demokratieveranstaltung. Es ist nicht zwingend wahr, was die Mehrheit sagt, sondern als beste Handlungsbasis gilt jeweils, was keine Widersprüche zwischen Theorie und beobachtbarer Praxis erkennen lässt. (Dies könnte der Grund dafür sein, dass Einstein seine Aussagen zur Relativität eine Theorie nannte, wohingegen Newton seine zur Gravitation noch selbstbewusst als Gesetz formulierte, und Einstein tat dies, obwohl die Relativitätstheorie das Gravitationsgesetz für „normale“ Bedingungen sozusagen beinhaltet, also für einen umfassenderen Bereich der beobachteten Wirklichkeit gilt. Seit dem Vordringen der Physik in die Quantenwelt sind aber auch die Grenzen der Einsteinschen Formeln bekannt, und so erweist es sich als klug, dass Einstein sozusagen „bis zum Beweis eines Besseren“ formulierte.) Wenn das anders wäre, hätte Galileo Galilei seine Aussagen nicht erst vor der Heiligen Inquisition kassieren müssen, sondern schon angesichts des überwältigenden Gegenwinds aus den „eigenen“ Reihen. Jeder, der in einem Detail ein „gesetztes Wissen“ in Frage stellt, befindet sich zunächst in einer Minderheit. Das kann kein Kriterium für glaubhafte Wissenschaft sein. Sondern die Glaubwürdigkeit, die Plausibilität, die Beweisbarkeit (soweit die Physik dies zulässt) ist das Kriterium für die Anwendbarkeit von Wissenschaft im Sinne eines Erkenntnisfortschritts.

    Diese Betonung ist notwendig, denn es gibt natürlich auch eine Anwendbarkeit von Wissenschaft – bzw. davon, was dafür gehalten werden soll, weil es einen objektiven Anstrich hat – für gute Geschäfte. Wenn also amerikanische Ölfirmen über Wissenschaftler aus den Reihen ihres eigenen Personals seit mehr als einem halben Jahrhundert wissen, genauer: plausible Gründe dafür vorliegen haben, dass es einen anthropogen verursachten Anteil an Klimaveränderungen gibt, die nächstliegende Konsequenz daraus jedoch die Einstellung eines überaus profitablen Geschäftsmodells ist, dann müssen die wissenschaftlichen Publikationen „moduliert“, also andere Mehrheiten geschaffen werden. Denn mag es auch wissenschaftstheoretisch korrekt sein, das Demokratieprinzip in der Wissenschaft abzulehnen, so lässt sich doch nicht bestreiten, dass es wirkt. Wir sehen das an der John-Cook-Studie, und wir sehen es umgekehrt am Erfolg der Lobby-Arbeit von Firmen, die mit der Förderung und dem Verkauf fossiler Rohstoffe zu tun haben, oder wir konnten es an früheren Erfolgen der Tabak-Industrie sehen: Es ist letztlich immer der größte Lautsprecher, der sich durchsetzt, und ich will gar nicht wissen, wie viele der Studien, auf die sich Cook bezog, von Big Oil finanziert worden sind und deshalb keinen anthropogenen Einfluss sahen. Aber selbst wenn es nicht so wäre, würde mich die Datenlage nicht wundern, denn die Welt, in der wir leben, ist extrem multikausal. Wirklich zu beweisen, dass ein globales Phänomen eindeutig und unwiderleglich auf eine ganz bestimmte Ursache zurückzuführen ist, ist nahezu unmöglich.

    Daher mein Plädoyer für die Plausibilität. Allerdings ist auch hier wieder die Subjektivität des Menschen im Spiel, denn es sind Menschen, die Aussagen plausibel finden – oder eben nicht. Menschen haben stets eine Vorgeschichte, haben bis zur Konfrontation mit etwas Neuem immer schon irgendwelche Überzeugungen gehabt, die Fundament ihres Handelns und Argumentierens waren. Die gibt man nicht so ohne Weiteres auf. Und schon gar nicht sind Menschen durch und durch rational.

    Dass es in Russland „sehr umstritten [ist], wie viel Einfluss der Mensch“ auf Klimaveränderungen hat, ist absolut glaubhaft. Warum sollte das auch ausgerechnet in Russland anders sein als in fast allen Teilen der Welt? Zumal Russland ja mit einer gewissen Ähnlichkeit zum amerikanischen Big Oil ebenfalls Geschäfte mit fossilen Energieträgern macht und zudem mit der angeblichen CO2-Senke Taiga, also dem Holz sibirischer und karelischer Wälder. Vielleicht wird die Diskussion dort etwas unverblümter geführt. Aber es soll doch niemand behaupten, dass es z.B. im selbsternannten Umweltweltmeisterland Deutschland einen Konsens darüber gäbe, dass wir uns in einer Klimakatastrophe befinden. Wäre das so, würden viele Politiker – einschließlich inzwischen erheblicher Teile der Grünen – andere Entscheidungen treffen. Selbst meine Vermutung, dass der Altersdurchschnitt unter Politikern höher ist als in der Gesamtbevölkerung und dass die Politiker daher mit „nach mir die Sintflut“ argumentieren könnten, kann das nicht erklären, denn auch Politiker haben Kinder und Enkel. Wer heute noch eine Familie gründet, kann die Dinge einfach nicht so ernst sehen wie z.B. Greta Thunberg, denn wer Kinder in die Welt setzt, vertraut ja intuitiv auf lebenswürdige Umstände für die nächsten ca. 80 Jahre.

    > Putin: Und wie ich bereits sagte, muss der Ausstoß schädlicher Emissionen in die Atmosphäre in den 12 größten Industriezentren des Landes bis 2024 um 20 Prozent reduziert werden.

    > 20 Prozent Reduzierung der Abgasemissionen bis 2024 auch tatsächlich zu erreichen – davon kann die EU, die bei dem Thema so schöne Worte schwingt, nur träumen.

    Ziele für 2024 sind in der Tat insofern beeindruckend, als es Nahziele sind. Ich halte wenig von Zielen in Deutschland oder der EU, die für 2030 oder gar für 2050 formuliert werden, ohne dass dazu Zwischenzielmarken für 2022 usw. genannt werden. Da wird man dann 2029 oder 2049 „erschrocken“ feststellen, dass es „leider“ nicht gereicht hat, und muss bis dahin nichts tun.

    Allerdings fehlen mir zwei Kennziffern für eine abschließende Lobeshymne: Erstens der zeitliche Bezug und zweitens absolute Werte. Als zeitlichen Bezug wird man wohl 2021 ansetzen dürfen. Deutschland verwendet als Bezug gerne 1990, weil zu dem Zeitpunkt die DDR-Wirtschaft noch nicht abgewickelt war. Eine Wirtschaft plattzumachen ist aber keine große Kunst. Wenn es danach ginge, müsste man heute nur die Corona-Hilfen zusammenstreichen und den Lockdown total machen – ruckzuck wäre Deutschland echter Klimaweltmeister. Aber das wäre dann eben auch ziemlich tödlich, und zwar dauerhaft – für die Wirtschaft und für die Menschen. Man kann aus den Statistiken über Deutschlands CO2-Ausstoß sehen, dass es zwischen 1990 und 1995 signifikante Fortschritte gab, und dann wurde es ziemlich mager; Fortschritte gab es fast nur noch in der Elektrizitätswirtschaft durch die erneuerbaren Energien, jedoch kaum im Wohnungsbau und -betrieb und gar nicht im Verkehrssektor.

    Mit den absoluten Werten meine ich Emissionen – nicht nur CO2, sondern auch VOCs, (Fein)Staub, Quecksilber etc. – pro Kopf. Ich kann momentan keine aktuellen Zahlen nennen, aber nach meiner Erinnerung sind die russischen Werte nicht besonders berauschend, was angesichts der Größe des Landes und seiner weiten Wege auch kein Wunder ist. Auch die Tatsache, eigene Energiereserven zu haben, für die man nur die Förderaufwände begleichen muss, animiert nicht so besonders zum effizienten Umgang. Ich bin mir im Klaren darüber, dass Deutsche sich hier häufig zum Oberlehrer aufschwingen und z.B. China attackieren, was insofern unberechtigt ist, als Deutschland pro Kopf höhere Emissionen hat als China, wir also erst mal vor der eigenen Haustür kehren sollten. Auch nicht vergessen sollten wir die historischen „Klimaschulden“, also den über das letzte Jahrhundert akkumulierten Anteil an den klimawirksamen Gasen in der Atmosphäre und in den Ozeanen. Vor 100 Jahren war Russland praktisch noch ein Agrarland, während an Rhein und Ruhr bereits die Schlote „stolz“ qualmten.

    1. Warum drehen sich Diskussionen zum Klimawandel eigentlich immer um „CO2-Ausstoß“ und „klimawirksame Gase“? Der gewisse Mensch hat mit seinen Eingriffen in die Natur mit größter Wahrscheinlichkeit Einfluss auf das Klima, versteift sich aber nur auf irgendwelche Gase und fördert dabei die Abholzung der Regenwälder, die das ach so schädliche CO2 sehr gut gebrauchen können. Dann der Irrsinn mit der erneuerbaren Energie. Die Windräder haben großen Einfluss auf die Luftströmungen, die Böden unter den riesigen Flächen mit Sonnenkollektoren sind tot. Nicht zu vergessen auch die Umwandlung von Landwirtschaft in Agrarindustrie. Es gibt unzählige Beispiele für schädliche Eingriffe des Menschen, da kommt mir das Gestammel über CO2 wie Idiotie vor. Nennt das Kind beim Namen, dann bin ich dabei. Wer mir mit Klimawandel durch Emissionen kommt und alles andere außer Acht lässt, ist für mich ein fanatischer Spinner.

  3. > Warum drehen sich Diskussionen zum Klimawandel eigentlich immer um „CO2-Ausstoß“ und „klimawirksame Gase“?

    Vermutlich, weil es nichts bringen würde, bei Diskussionen zum Klimawandel über umgefallene Reissäcke in China oder die Rückseite des Mondes zu debattieren.

    > Der gewisse Mensch …

    Welcher Mensch?

    > … hat mit seinen Eingriffen in die Natur mit größter Wahrscheinlichkeit Einfluss auf das Klima, versteift sich aber nur auf irgendwelche Gase …

    Wer das tut (sich versteifen), verengt die Diskussion tatsächlich, und es mag Menschen geben, die das so machen. Auf dem Holzweg sind sie damit aber noch lange nicht. Ebenfalls Bestandteil zumindest einer umfassenden Diskussion sollten auch die so genannten Kohlenstoffsenken sein, also Teile der Biosphäre oder auch der Lithosphäre, die in der Lage sind, CO2 abzubauen (über Photosynthese in Kohlenstoff und Sauerstoff) oder aufzunehmen (z.B. kalkbildende Tiere wie Muscheln, sofern da echte Kalkbildung vorliegt, also Kalziumkarbonat aus anderen Kalziumverbindungen erzeugt wird); in diesem Zusammenhang wird auch über CCS diskutiert, was mir jedoch eher ein problematischer, weil unsicherer und ineffizienter Ansatz scheint.

    … und fördert dabei die Abholzung der Regenwälder, …

    Mit einer Diskussion über Klimaschutz wird die Abholzung der Regenwälder gefördert? Das kommt mir reichlich schräg vor. Können Sie das genauer ausführen?

    Übrigens scheint mir die Abholzung gegenwärtig nicht das größte Problem der Regenwälder zu sein. Ich lese vor allem von Brandrodung, was natürlich mit einer enormen Freisetzung von CO2 durch das verbrannte Holz einher geht. Diese Brandrodung – aber bei Abholzung wäre es ziemlich dasselbe – führt übrigens zu einer gravierenden Beeinträchtigung des Wasserhaushalts der Amazonasregion. Das Problem des (verbliebenen) Regenwaldes ist nicht zu wenig CO2, sondern zu wenig Regen. Wenn diese Tendenz gekippt ist, stirbt der Regenwald von ganz allein.

    > … die das ach so schädliche CO2 sehr gut gebrauchen können.

    Tatsache ist, dass Pflanzen, zumindest viele, durchaus höhere CO2-Gehalte der Atmosphäre verkraften können, als das zu Beginn der Industrialisierung der Fall war. Sonst wäre ja schon alles eingegangen. Aber vielleicht fragen Sie mal einen Gärtner oder besser einen Forstwirt, wie das ist, wenn ein einzelner Nährstoff für Pflanzen vermehrt angeboten wird, andere jedoch nicht. Wenn Sie eine Pflanze z.B. immer mehr gießen, geht sie irgendwann ein, obwohl sie natürlich grundsätzlich Wasser zum Leben benötigt.

    > Dann der Irrsinn mit der erneuerbaren Energie…

    Das halte ich für die legitime Ansicht von Irrsinnigen.

    > Die Windräder haben großen Einfluss auf die Luftströmungen, …

    … was zu welchen negativen Konsequenzen führt? Selbstverständlich wird dem Wind Energie entzogen. Sonst wäre das ja auch eine Verletzung des Energieerhaltungssatzes. Die messbare Tatsache, dass sich die Atmosphäre erwärmt hat, führt dazu, dass sie mehr Luftfeuchtigkeit aufnehmen kann – auch wenn die letzten Sommer in unserer Region das Gegenteil zu belegen scheinen, aber da kann man mal bei den chinesischen Kollegen nachfragen, was die für sintflutartige Regenfälle in den letzten Jahren hatten. Mehr Feuchtigkeit in der Luft bedeutet mehr Energie und somit stärkere Winde. Die Spitzengeschwindigkeit eines Taifuns (Haiyan) von über 300 km/h wurde nicht irgendwann im vorigen Jahrhundert gemessen, sondern in allerjüngster Zeit. Da kann es, finde ich, nicht schaden, den Wind etwas zu dämpfen, auch wenn die Leistung eines Taifuns unvergleichlich viel höher ist als die noch so vieler Windräder.

    > … die Böden unter den riesigen Flächen mit Sonnenkollektoren sind tot.

    Totaler Quatsch. (https://www.iwr.de/news/deutschlands-erste-kommerzielle-agrar-pv-anlage-wird-eroeffnet-news37009)

    > Nicht zu vergessen auch die Umwandlung von Landwirtschaft in Agrarindustrie.

    Da sind wir beieinander.

    > Es gibt unzählige Beispiele für schädliche Eingriffe des Menschen, …

    … da ebenfalls.

    > … da kommt mir das Gestammel über CO2 wie Idiotie vor.

    s.o.: Meiner Auffassung nach ist das die legitime Sichtweise eines Idioten.

    > Nennt das Kind beim Namen, dann bin ich dabei.

    Welches Kind?

    > Wer mir mit Klimawandel durch Emissionen kommt und alles andere außer Acht lässt, ist für mich ein fanatischer Spinner.

    Dritte Variante: Die legitime Sichtweise eines Spinners.

    Mich machen diese ungeschliffenen Meinungsäußerungen nicht nass. Aber Sie könnten einfach für Ihr mediales Erscheinungsbild etwas an Ihren Umgangsformen feilen.

    1. „Welcher Mensch?“

      Der Raubkapitalist.

      „Mit einer Diskussion über Klimaschutz wird die Abholzung der Regenwälder gefördert?“

      Sie müssen richtig lesen. Dabei habe ich geschrieben, nicht damit.

      „Übrigens scheint mir die Abholzung …“

      Es ist doch völlig egal mit welchen Mitteln der Wald zerstört wird, Zerstörung ist Zerstörung.

      „Aber vielleicht fragen Sie mal einen Gärtner oder besser einen Forstwirt, wie das ist, wenn ein einzelner Nährstoff für Pflanzen vermehrt angeboten wird, andere jedoch nicht.“

      Wir reden hier über den Planeten und nicht über begrenzte Gärten oder Forste. Auf dem Planeten bleibt die Menge der Abnehmer ja nicht gleich, der Planet wird insgesamt grüner, wenn der CO2-Gehalt steigt.

      „… was zu welchen negativen Konsequenzen führt?“

      Einfach mal eine Suchmaschine bemühen. Dass es einen Einfluss gibt macht allein dieses Foto deutlich:

      https://ruhrkultour.de/beeinflussen-windraeder-das-klima/

      Für mich ist es plausibel, dass solche Einflüsse negativ sind und das Projekt WIPAFF hat auch negative Einflüsse bewiesen. Leider dient dieses Projekt u. a. nur dazu, Windparks „umweltverträglicher“ (sic) zu gestalten. Wozu, wenn Windparks keine negativen Konsequenzen hätten?

      „Totaler Quatsch.“

      Oh, schöne Fotos habe ich auch:

      https://ais.badische-zeitung.de/piece/03/16/bc/76/51821686-h-720.jpg

      http://www.solar-prinz.de/wp-content/uploads/2010/07/SOLON-Mover.jpg

      https://www.yello.de/mehralsdudenkst/wp-content/uploads/2020/09/solarpark-riesig-1040×693.jpg

      https://cdn.handelszeitung.ch/sites/default/files/styles/inline_image_1200/public/hz/image_gallery/solar4.jpg

      https://www.photovoltaik.eu/sites/default/files/styles/content__four_to_three/public/ulmer/de-pv/image/binarydata_original_744882.jpg?itok=ez8MK88o

      https://www.lvz.de/var/storage/images/lvz/mitteldeutschland/wirtschaft/sonnenwaerme-aus-dem-wasserhahn/484814876-2-ger-DE/Sonnenwaerme-aus-dem-Wasserhahn_big_teaser_article.jpg

      „Welches Kind?“

      Das geht aus meinem Kommentar hervor, aber für Sie noch mal extra: gemeint sind die gesamten schädlichen Eingriffe der gewissen Menschen in die Natur, die mit größter Wahrscheinlichkeit Einfluss auf das Klima haben. Verständlich?

      „Aber Sie könnten einfach für Ihr mediales Erscheinungsbild etwas an Ihren Umgangsformen feilen.“

      Tatsächlich könnte ich so vieles tun. Aber habe ich daran auch ein Interesse? 🤣

      1. >> Aber Sie könnten einfach für Ihr mediales Erscheinungsbild etwas an Ihren Umgangsformen feilen.

        > Tatsächlich könnte ich so vieles tun. Aber habe ich daran auch ein Interesse?

        Mit einer Antwort ungefähr in diesem Stil hatte ich gerechnet. Aber ich wollte Ihnen das nicht von vornherein unterstellen.

        >>> Nennt das Kind beim Namen, dann bin ich dabei.

        >> Welches Kind?

        > … gemeint sind die gesamten schädlichen Eingriffe der gewissen Menschen in die Natur …

        Und bei diesen schädlichen Eingriffen wollen Sie also dabei sein? Ich schätze, so völlig eindeutig sind Ihre Einlassungen nicht.

        Ihre schönen Fotos: Wenn man natürlich eine PV-Anlage in der Wüste errichtet oder so, dass vorher alles geschottert wird, ist selbstverständlich das gesamte Areal tot. Insofern gebe ich Ihnen Recht: Man kann das so machen, und in einigen der von Ihnen genannten Fälle ist das sicherlich auch so. Aber zwingend notwendig ist es nicht. Um Ihr „Bonmot“ aufzugreifen: Haben die Investoren/Installateure daran auch ein Interesse? Schließlich kann man auch ein Atomkraftwerk so bauen, dass es mit einiger Wahrscheinlichkeit einen GAU produziert, oder alternativ einen Haufen Geld für Sicherheit ausgeben. Auf diese Weise lässt sich jede gute Idee diskreditieren, wobei das in diesem Fall – wenn wir nicht gerade von großen PV-Anlagen in Wüsten sprechen – natürlich den Errichtern der Anlage anzulasten ist, nicht Ihnen. Sie können sich in solchen Fällen freuen, dass Ihnen jemand Munition geliefert hat.

        >> … was zu welchen negativen Konsequenzen führt?

        > Einfach mal eine Suchmaschine bemühen.

        Nee nee, mein Freund, Beweislastumkehr gilt nicht. Wer behauptet, belegt. Oder passt. Und was den verlinkten Blog angeht – RWE und Freunde haben Zillionen von Bürgerinitiativen finanziell unterstützt, solange die nur ordentlich gegen die Windräder gewettert haben. Von den kürzlich bekannt gewordenen Freunden in der CDU/CSU-Fraktion des Bundestages mal gar nicht zu reden. Was die nicht alles erfunden haben: Infraschall, Lärm… Es ist ja nicht so, dass ich noch nie unter einem rotierenden Windrad gestanden hätte. – Dabei lasse ich jeden gelten, der sagt, dass ihm die Dinger nicht gefallen und dass er sie nicht sehen will, wenn er aus dem Fenster guckt. Aber Geschmack und Wahrheit sind nicht dasselbe Paar Schuhe.

        > Auf dem Planeten bleibt die Menge der Abnehmer ja nicht gleich, der Planet wird insgesamt grüner, wenn der CO2-Gehalt steigt.

        Wieder Quatsch. Die Fähigkeit der vorhandenen Pflanzen, Kohlenstoff zu bilden, steigt – je Pflanze und wenn es ihnen nicht gleichzeitig zu trocken, zu nass oder zu heiß wird. Da die bewaldeten Flächen aber rasant abnehmen – aufgrund von Einschlag oder Verbrennung – und ein erwachsener Wald (der seine volle Wuchshöhe erreicht hat) nicht zusätzlichen Kohlenstoff aufnehmen kann, wird’s eben leider nicht insgesamt grüner, sondern immer weniger grün – so gern ich Ihnen da Recht geben würde. Wenn Sie sich nur mal den Flächenfraß in Deutschland für Wohnungs-, Straßen- und Gewerbebau anschauen, dann müsste eigentlich sofort einleuchten, dass da für grüne Flächen immer weniger übrig bleibt.

        > Es ist doch völlig egal mit welchen Mitteln der Wald zerstört wird, Zerstörung ist Zerstörung.

        Aus der Sicht des Waldes mag das stimmen. Aber nicht aus Sicht des CO2-Gehalts der Atmosphäre. Wenn Holz eingeschlagen wird, dann meist für irgendwelchen Bauzwecke. Das Holz bleibt also erhalten, ebenso wie der darin enthaltene Kohlenstoff. Erst wenn das Holz irgendwie den Weg in Verbrennung oder Verrottung findet, wird der Kohlenstoff wieder in CO2 umgewandelt wird.

        >> Mit einer Diskussion über Klimaschutz wird die Abholzung der Regenwälder gefördert?

        > Sie müssen richtig lesen. Dabei habe ich geschrieben, nicht damit.

        Ja, und? Was macht das vom Sinn des Satzes für einen Unterschied?

        1. „Und bei diesen schädlichen Eingriffen wollen Sie also dabei sein?“

          Niemand mit einem Mindestmaß an Leseverständnis kann zu so einer Schlussfolgerung kommen. Fehlt es Ihnen daran oder wollen Sie mich veraschen?

          „Wenn man natürlich eine PV-Anlage in der Wüste errichtet oder so, dass vorher alles geschottert wird, ist selbstverständlich das gesamte Areal tot. Insofern gebe ich Ihnen Recht: Man kann das so machen, und in einigen der von Ihnen genannten Fälle ist das sicherlich auch so. Aber zwingend notwendig ist es nicht.“

          Kein einziges der Fotos ist in einer Wüste aufgenommen und dass die Anlagen in der Regel so aufgestellt werden liegt selbstverständlich in der Verantwortung der Betreiber. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Boden darunter tot ist. Dass man es besser machen kann, wie Ihr Foto zeigt, und wenn man es dann auch zur Regel werden lässt, ist meine Aussage diesbezüglich gegenstandslos, was mich natürlich sehr freuen würde.

          „Nee nee, mein Freund, Beweislastumkehr gilt nicht. Wer behauptet, belegt.“

          Wo habe ich denn die Beweislast umgekehrt? Von was für Belegen reden Sie überhaupt, wenn ich von Plausibilität rede? Ebenso wenig, wie Sie belegen können, dass Windräder keinen negativen Einfluss auf das Klima hat, kann ich diesen belegen. Mein Beleg für Plausibilität ist das Projekt WIPAFF, das mitnichten von RWE und Freunden finanziert wird und auf keinen Fall eine Schädlichkeit feststellen soll. Sie müssen richtig lesen (wie oft soll ich das eigentlich noch schreiben?), dann würden sie diese Aussage finden: „Die Ergebnisse des Projekts WIPAFF sollen genutzt werden, um den weiteren Ausbau der Windkraftnutzung in der Nordsee zu begleiten und weitere Voraussetzungen für einen möglichst effizienten und umweltverträglichen Ausbau der Offshore-Windenergie zu schaffen.““ Lesen Sie und versuche Sie das Gelesene zu verstehen, dann brauche ich meine Zeit nicht mit nutzlosen Diskussionen zu verschwenden.

          „Wieder Quatsch.“

          Nun wirds langsam lästig und ich nehme Sie auch nicht mehr ernst. Warum machen Sie sich nicht vorher schlau, bevor Sie dummes zeug schreiben? Schauen Sie hier:

          „Ein Nebeneffekt des menschengemachten Klimawandels ist inzwischen selbst aus dem All zu erkennen: Die Erde wird grüner.“

          wissenschaft.de/umwelt-natur/die-erde-wird-gruener/

          Die Studie dazu von Zaichun Zhu können Sie hier kaufen:

          nature.com/articles/nclimate3004

          Zum Thema Waldfläche können Sie sich hier schlau machen:

          de.statista.com/statistik/daten/studie/1181669/umfrage/anteil-der-waldflaeche-in-deutschland/

          Wer schreibt nun Quatsch?

          „Aus der Sicht des Waldes mag das stimmen. Aber nicht aus Sicht des CO2-Gehalts der Atmosphäre. Wenn Holz eingeschlagen wird, dann meist für irgendwelchen Bauzwecke. Das Holz bleibt also erhalten, ebenso wie der darin enthaltene Kohlenstoff. Erst wenn das Holz irgendwie den Weg in Verbrennung oder Verrottung findet, wird der Kohlenstoff wieder in CO2 umgewandelt wird.“

          Sie Verstehen offensichtlich wirklich nicht, was ich schreibe. Mir geht es darum, dass die Bäume als CO2-Konsumenten fehlen. Betrachten Sie Ihre Ausführung als Gegenargument?

          „Ja, und? Was macht das vom Sinn des Satzes für einen Unterschied?“

          Tja, wie kann ich Ihnen das erklären? Ich tu einfach mal so, als würden Sie wirklich nicht verstehen. Also, meine Aussage lautet:

          „Der gewisse Mensch hat mit seinen Eingriffen in die Natur mit größter Wahrscheinlichkeit Einfluss auf das Klima, versteift sich aber nur auf irgendwelche Gase und fördert dabei die Abholzung der Regenwälder, die das ach so schädliche CO2 sehr gut gebrauchen können.“

          Das bedeutet, dass böse Menschen Böses tun, davon mit wirren Behauptungen über irgendwelche Gase ablenken wollen und „dabei“ (sic) gleichzeitig weiterhin Böses tun. War das jetzt verständlich?

          1. > … dann brauche ich meine Zeit nicht mit nutzlosen Diskussionen zu verschwenden.

            Ihre kostbare Zeit möchte ich selbstverständlich nicht verschwenden. Und meine natürlich auch nicht. Daher versuche ich, mich kurz zu fassen:

            Als Erstes nehme ich, was Sie hoffentlich freuen wird, meinen „Wieder-Quatsch“-Absatz vollständig zurück und bitte um Entschuldigung für „Wieder Quatsch.“ Ich habe mir die Links angesehen – den zur geringfügigen Veränderung der deutschen Waldfläche und den zur Ergrünung der Erde. Ich war überrascht und habe dazugelernt. Konkret habe ich die chinesische Aufforstung unterschätzt, konnte mir eine Ergrünung der Sahel-Zone nicht vorstellen und habe dummerweise die Ausbreitung der Waldzone in Richtung Arktis unberücksichtigt gelassen. Mein Fehler. Mea culpa.

            Ohne jetzt meine Rücknahme zurücknehmen zu wollen, möchte ich aber auf zwei Dinge hinweisen:

            Erstens schreibt Zaichun Zhu im…, nun ja, Spiegel:

            Der weiter steigende Ausstoß von CO2 werde aber wohl kaum für ein stetes Ergrünen der Welt sorgen, meinen die Forscher um Zaichun Zhu. Studien hätten ergeben, dass Pflanzen sich an die größere CO2-Menge anpassen würden, ihr Wachstum also nachlasse. Der Grund: Es stünden gleichzeitig nicht mehr Nährstoffe zur Verfügung, deren Menge im Boden sei begrenzt.

            Bei stark steigendem CO2-Gehalt der Luft, so glauben die Gelehrten, würde sich der Effekt bei grassierendem Klimawandel sogar umkehren: Pflanzen dürften vermehrt Hitze, Dürren oder Starkregen ausgesetzt sein.

            Und zweitens bin ich gespannt auf die Entwicklung der deutschen Waldflächen nach den Dürreschäden im Jahr 2020. Die gelten im medialen Durchschnitt als gravierend. Von 37 Prozent Kronenverlichtung ist die Rede. Da stellt sich dann natürlich die Frage, ob eine solcherart verlichtete Krone noch vollständig als Waldfläche gilt. Im Grunde knüpft diese Bestandsaufnahme ja an die Prognosen von Zhu an.

            > Sie verstehen offensichtlich wirklich nicht, was ich schreibe. Mir geht es darum, dass die Bäume als CO2-Konsumenten fehlen.

            Darin stimme ich Ihnen zu.

            > Betrachten Sie Ihre Ausführung als Gegenargument?

            Nicht gegen das, was Sie diesmal geschrieben haben.

            > Das bedeutet, dass böse Menschen Böses tun, davon mit wirren Behauptungen über irgendwelche Gase ablenken wollen und „dabei“ (sic) gleichzeitig weiterhin Böses tun. War das jetzt verständlich?

            Hm. Ich verstehe es jetzt so: Menschen machen den Regenwald platt (tun Böses) und behaupten, um davon abzulenken, irgendwas über Gase, deren Zunahme in der Atmosphäre angeblich zur Erderwärmung führt (was erneut böse ist). Richtig? Wenn ja, würden sie sich nach meinem Verständnis durch eine solche Kommunikation zusätzlich belasten, denn erstens ist es nicht gut, wenn der Regenwald verkleinert wird, und zweitens ist es nicht gut, dass infolgedessen – bei Brandrodung zumindest – der Treibhauseffekt verstärkt wird. Also, wenn ich Platz für Soja-Anbau schaffen und davon ablenken wollte, würde ich es irgendwie anders anstellen, z.B. wie Bolsonaro, als er meinte, Europa sei viel weniger bewaldet als Brasilien, und die Europäer sollten doch erst mal ihre eigenen Hausaufgaben machen, bevor sie anderen Vorschriften machen.

            Mit Beweislastumkehr hatte ich gemeint, dass Sie mich für Ihre Behauptungen aufgefordert haben, eine Suchmaschine zu bemühen. Ich hätte es sinnvoller gefunden, wenn Sie den dann angegebenen Link gleich beim ersten Kommentar eingestellt hätten. Weiter nichts. Das Foto mit den Wirbelschleppen in Ihrem verlinkten Artikel ist in der Tat eindrucksvoll. So wie es aussieht, sind das Anlagen auf dem Meer; Sie schrieben ja auch was von der Nordsee. Ich kann da indes keine Schädlichkeit erkennen, höchstens, dass die Anlagen sich gegenseitig windverschatten, genauer: die erste alle folgenden. Vielleicht ist es keine optimale Idee, die Anlagen entsprechend einem strengen Raster zu errichten. Aber das ist ja lediglich ein Problem der Investoren, deren Ertrag dadurch etwas sinkt.

          2. Da ist irgendwas mit der Formatierung schiefgegangen. Neuer Versuch:

            > … dann brauche ich meine Zeit nicht mit nutzlosen Diskussionen zu verschwenden.

            Ihre kostbare Zeit möchte ich selbstverständlich nicht verschwenden. Und meine natürlich auch nicht. Daher versuche ich, mich kurz zu fassen:

            Als Erstes nehme ich, was Sie hoffentlich freuen wird, meinen „Wieder-Quatsch“-Absatz vollständig zurück und bitte um Entschuldigung für „Wieder Quatsch.“ Ich habe mir die Links angesehen – den zur geringfügigen Veränderung der deutschen Waldfläche und den zur Ergrünung der Erde. Ich war überrascht und habe dazugelernt. Konkret habe ich die chinesische Aufforstung unterschätzt, konnte mir eine Ergrünung der Sahel-Zone nicht vorstellen und habe dummerweise die Ausbreitung der Waldzone in Richtung Arktis unberücksichtigt gelassen. Mein Fehler. Mea culpa.

            Ohne jetzt meine Rücknahme zurücknehmen zu wollen, möchte ich aber auf zwei Dinge hinweisen:

            Erstens schreibt Zaichun Zhu im…, nun ja, Spiegel:

            Der weiter steigende Ausstoß von CO2 werde aber wohl kaum für ein stetes Ergrünen der Welt sorgen, meinen die Forscher um Zaichun Zhu. Studien hätten ergeben, dass Pflanzen sich an die größere CO2-Menge anpassen würden, ihr Wachstum also nachlasse. Der Grund: Es stünden gleichzeitig nicht mehr Nährstoffe zur Verfügung, deren Menge im Boden sei begrenzt.

            Bei stark steigendem CO2-Gehalt der Luft, so glauben die Gelehrten, würde sich der Effekt bei grassierendem Klimawandel sogar umkehren: Pflanzen dürften vermehrt Hitze, Dürren oder Starkregen ausgesetzt sein.

            Und zweitens bin ich gespannt auf die Entwicklung der deutschen Waldflächen nach den Dürreschäden im Jahr 2020. Die gelten im medialen Durchschnitt als gravierend. Von 37 Prozent Kronenverlichtung ist die Rede. Da stellt sich dann natürlich die Frage, ob eine solcherart verlichtete Krone noch vollständig als Waldfläche gilt. Im Grunde knüpft diese Bestandsaufnahme ja an die Prognosen von Zhu an.

            > Sie verstehen offensichtlich wirklich nicht, was ich schreibe. Mir geht es darum, dass die Bäume als CO2-Konsumenten fehlen.

            Darin stimme ich Ihnen zu.

            > Betrachten Sie Ihre Ausführung als Gegenargument?

            Nicht gegen das, was Sie diesmal geschrieben haben.

            > Das bedeutet, dass böse Menschen Böses tun, davon mit wirren Behauptungen über irgendwelche Gase ablenken wollen und „dabei“ (sic) gleichzeitig weiterhin Böses tun. War das jetzt verständlich?

            Hm. Ich verstehe es jetzt so: Menschen machen den Regenwald platt (tun Böses) und behaupten, um davon abzulenken, irgendwas über Gase, deren Zunahme in der Atmosphäre angeblich zur Erderwärmung führt (was erneut böse ist). Richtig? Wenn ja, würden sie sich nach meinem Verständnis durch eine solche Kommunikation zusätzlich belasten, denn erstens ist es nicht gut, wenn der Regenwald verkleinert wird, und zweitens ist es nicht gut, dass infolgedessen – bei Brandrodung zumindest – der Treibhauseffekt verstärkt wird. Also, wenn ich Platz für Soja-Anbau schaffen und davon ablenken wollte, würde ich es irgendwie anders anstellen, z.B. wie Bolsonaro, als er meinte, Europa sei viel weniger bewaldet als Brasilien, und die Europäer sollten doch erst mal ihre eigenen Hausaufgaben machen, bevor sie anderen Vorschriften machen.

            Mit Beweislastumkehr hatte ich gemeint, dass Sie mich für Ihre Behauptungen aufgefordert haben, eine Suchmaschine zu bemühen. Ich hätte es sinnvoller gefunden, wenn Sie den dann angegebenen Link gleich beim ersten Kommentar eingestellt hätten. Weiter nichts. Das Foto mit den Wirbelschleppen in Ihrem verlinkten Artikel ist in der Tat eindrucksvoll. So wie es aussieht, sind das Anlagen auf dem Meer; Sie schrieben ja auch was von der Nordsee. Ich kann da indes keine Schädlichkeit erkennen, höchstens, dass die Anlagen sich gegenseitig windverschatten, genauer: die erste alle folgenden. Vielleicht ist es keine optimale Idee, die Anlagen entsprechend einem strengen Raster zu errichten. Aber das ist ja lediglich ein Problem der Investoren, deren Ertrag dadurch etwas sinkt.

            1. Sehen Sie, werter stephan.geue, es war nie meine Absicht darüber zu diskutieren, ob CO2 nun so schädlich ist wie behauptet oder nicht. Es geht mir einfach gegen den Strich, dass bei dem Thema nahezu ausschließlich über CO2 geredet wird, als würde es die ganzen anderen Umweltfrevel nicht geben. Somit haben Sie das

              „Ich verstehe es jetzt so: Menschen machen den Regenwald platt (tun Böses) und behaupten, um davon abzulenken, irgendwas über Gase, deren Zunahme in der Atmosphäre angeblich zur Erderwärmung führt (was erneut böse ist).“

              auch nicht richtig verstanden. Die Diskussion wird gezielt auf den einen Umstand CO2 gelenkt, während alle anderen Sauereien lustig weiterlaufen. Als würde man einem Vergewaltiger einzig vorwerfen, dass man bei seiner Tat seinen nackten Arsch sehen konnte. Das gesamte Raubsystem gehört angegriffen, nicht nur das CO2.

              Warum Sie den Spiegel zitieren, obwohl es Ihnen offensichtlich selbst etwas peinlich ist, verstehe wer will. Mir scheint, dass Sie unbedingt etwas finden wollten, was gegen Zaichun Zhu spricht. Wenn Sie glauben, damit etwas gefunden zu haben, muss ich Sie enttäuschen. Zunächst mal schreibt Zaichun Zhu nicht im Spiegel, sondern ein unbekannter Autor, der auch diesen Satz fabriziert hat:

              „Wie stark der Düngeeffekt wirkt, ist unbekannt. Die neue Studie aber scheint einen stattlichen Einfluss zu dokumentieren.“

              Dabei sagt die Studie ganz klar einen stattlichen Einfluss von 70% aus. Von Schein oder unbekanntem Düngeeffekt kann also keine Rede sein. Auch sagt die Studie nichts darüber aus, dass „sich der Effekt bei grassierendem Klimawandel sogar umkehren“ würde, lediglich dass Einflüsse wie Nährstoffe u. s. w. noch näher untersucht werden müssen. Dass Aussagen wie

              „Der Grund: Es stünden gleichzeitig nicht mehr Nährstoffe zur Verfügung, deren Menge im Boden sei begrenzt.“

              Blödsinn sind, sagt einem schon der gemeine Verstand. Nährstoffe sind immer begrenzt, das System sorgt jedoch durch absterbendes Material ständig für Nachschub. Wälder müssen nicht gedüngt werden, sie erhalten sich selbst.

              Aber wie gesagt, über all das will ich gar nicht diskutieren, dafür fehlt es mir einfach an genügend Fachwissen. Ich weiß nur, dass der durch CO2 verursachte Klimawandel von bekannten Schreihälsen angeboten wird wie Sauerbier. Da greife ich nicht zu.

              Eines noch.

              „Mit Beweislastumkehr hatte ich gemeint, dass Sie mich für Ihre Behauptungen aufgefordert haben, eine Suchmaschine zu bemühen. Ich hätte es sinnvoller gefunden, wenn Sie den dann angegebenen Link gleich beim ersten Kommentar eingestellt hätten.“

              In dem Kommentar, auf den Sie mit Beweislastumkehr geantwortet haben, ist der Link schon enthalten. 😉

              1. > … es war nie meine Absicht darüber zu diskutieren, ob CO2 nun so schädlich ist wie behauptet oder nicht.

                Das mag schon sein. Aber zu schreiben „da kommt mir das Gestammel über CO2 wie Idiotie vor“ und von einem Gegenüber, der den hohen CO2-Gehalt der Atmosphäre für problematisch hält, zu erwarten, dass er das so unwidersprochen stehen lässt, ist realitätsfremd. Ich komme unten darauf zurück.

                > … Es geht mir einfach gegen den Strich, dass bei dem Thema nahezu ausschließlich über CO2 geredet wird, als würde es die ganzen anderen Umweltfrevel nicht geben.

                Das kann ich nachvollziehen. Aber das macht die CO2-Emissionen noch nicht wieder gut. Diese sind ein ernstes Problem und, wie Sie richtig schreiben, andere Frevel ebenfalls. Ich sehe es jedoch nicht als illegitim an, sich auf ein Problem zu fokussieren. Wissen Sie, es gibt auf dieser Welt zahllose Organisationen, viele private und auch staatliche Initiativen, die sich mit irgendeinem Übel dieser Erde auseinandersetzen, die einen mit Artenschwund, die anderen mit dem Meeresspielanstieg, wieder andere mit Hungerkatastrophen, einige mit Malaria, einer kämpft in St. Petersburg gegen Lücken und Lügen beim Spiegel, und Rüdiger Nehberg hatte z.B. eine Initiative gegründet, die sich dem Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung widmete. Wohin sollte das führen, wenn ich eine dieser Organisation durch Spenden oder aktives Mittun unterstütze und mich dann alle anderen übel beschimpften, dass ich das Unrecht in dieser Welt so einseitig anginge? Was mich persönlich angeht, so unterstütze ich u.a. Greenpeace und den BUND finanziell, und Sie dürfen versichert sein, dass diese Organisationen sich nicht ausschließlich mit den Treibhausgasen in der Atmosphäre beschäftigen. Die beackern u.a. auch den Schwund des Regenwaldes, sei es nun durch Einschlag oder Brandrodung.

                > Warum Sie den Spiegel zitieren, obwohl es Ihnen offensichtlich selbst etwas peinlich ist, verstehe, wer will.

                An sich ist mir das nicht peinlich. Das war halt der erste Treffer bei meiner Suche, und was ich las, leuchtete mir ein. Aber ich habe ihn auf anti-spiegel.ru zitiert, und da genießt der Spiegel nun mal schon per se keine besonders hohe Glaubwürdigkeit, und dem wollte ich irgendwie Rechnung tragen. (Doch, doch, mir ist durchaus bewusst, dass Herr Röper dem Spiegel dann und wann auch korrekte Darstellungen attestiert.)

                > Mir scheint, dass Sie unbedingt etwas finden wollten, was gegen Zaichun Zhu spricht.

                Da haben nun wohl Sie nicht richtig gelesen. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass Zhu nicht bereit ist, seine Beobachtungen ad infinitum fortzuschreiben, also quasi zu postulieren: Je mehr CO2 in der Atmosphäre, desto besser für die Pflanzenwelt und den „Grünstatus“ des Planeten. Soweit ich jetzt von seiner Studie erfahren habe, halte ich sie für eine sehr sinnvolle Sache.

                > Auch sagt die Studie nichts darüber aus, dass „sich der Effekt bei grassierendem Klimawandel sogar umkehren“ würde, …

                Das verstehe ich so, dass Sie behaupten, der Spiegel würde tatsachenwidrig Zhu und Kollegen eine derartige Aussage in den Mund legen. Richtig?

                > Dass Aussagen wie „Der Grund: Es stünden gleichzeitig nicht mehr Nährstoffe zur Verfügung, deren Menge im Boden sei begrenzt.“ Blödsinn sind, sagt einem schon der gemeine Verstand.

                Nicht jeder Mensch verfügt über Ihren gemeinen Verstand. Mir z.B. scheint die Aussage plausibel. Seien Sie nachsichtig mit Andersdenkenden. Ihre ruppigen Umgangsformen provozieren unhöfliche Widerworte – zu denen leider auch ich mich hinreißen ließ, nachdem ich mit Idiotie, Irrsinn und dergleichen konfrontiert wurde. Wir sind einander nie persönlich begegnet, und ich könnte mir vorstellen, dass Sie mir, gegenübersitzend oder stehend respektvoller begegnen würden, einfach schon aus einem gewissen Selbstschutz heraus. Manchen Menschen rutscht bereits die Hand aus, wenn sie als Idiot beschimpft werden; das ist Ihnen sicherlich klar. Nein, ich gehöre nicht dazu; dafür habe ich zu viel Respekt vor der deutschen Justiz.

                > Aber wie gesagt, über all das will ich gar nicht diskutieren, dafür fehlt es mir einfach an genügend Fachwissen.

                Das ist grundsätzlich eine weise Einstellung. Aber wenn Sie erklären, Sie wollten über ein Thema nicht diskutieren, dann wäre es fairer, vor einem solchen Statement der Zurückhaltung nicht erst noch ein paar Pflöcke einzuschlagen, die im Gegenteil ganz danach aussehen, als gäben Sie sich kundig und wollten eine zünftige Debatte losbrechen oder, schlimmer noch, einfach nur Recht haben.

                Es hat vor Jahren mal eine Fernsehsendung gegeben (wahrscheinlich sogar mehrere), die von Michel Friedman moderiert wurde. In einer dieser Sendungen hatte er Gregor Gysi zu Gast, der schon vor dieser Sendung dafür bekannt war, dass er ein geschliffener Rhetoriker ist und sich nicht die Wurst vom Brot nehmen lässt. Friedman wagte es dennoch: Er leitete die erste Frage an Gysi mit einer zumindest ziemlich polemischen Rede gegen die Linken oder sogar ihn persönlich ein (ich weiß das nicht mehr so genau), um nach seiner Suade eine eigentlich recht harmlose Frage anzuschließen. Und gab sich daraufhin verwundert, als Gysi zunächst daran ging, seinen Prolog zu demontieren, was Gysi mit den Worten kommentierte, er, Friedman, glaube doch wohl nicht, dass er ihm all das bis dahin Gesagte so unwidersprochen durchgehen lasse.

                Der Trick „Bielefeld existiert überhaupt nicht. Aber darüber möchte ich jetzt nicht diskutieren.“ ist also alt. Sie brauchen nicht zu schreiben, dass Sie nicht tricksen wollten. Das kann ich mir denken. Es sieht aber danach aus.

                >> Mit Beweislastumkehr hatte ich gemeint, dass Sie mich für Ihre Behauptungen aufgefordert haben, eine Suchmaschine zu bemühen. Ich hätte es sinnvoller gefunden, wenn Sie den dann angegebenen Link gleich beim ersten Kommentar eingestellt hätten.

                > In dem Kommentar, auf den Sie mit Beweislastumkehr geantwortet haben, ist der Link schon enthalten.

                Richtig, aber eben erst in dem und nicht schon in der Behauptung in Ihrem Beitrag davor, mit der ich nicht zurechtkam.

                Sie dürfen jetzt gern das letzte Wort haben. Ich werde hier nichts mehr erwidern.

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