Schwesig will Nord Stream 2 retten und gerät unter mediales Dauerfeuer

Die Landesregierung von Mecklenburg Vorpommern hat eine Stiftung gegründet, die Nord Stream 2 retten soll. Die Pipeline ist im deutschen Interesse und es ist bezeichnend, welche Politiker sich dagegen aussprechen.

Fakt ist, dass Europa in naher Zukunft mehr Erdgas braucht, denn die Förderung in der Nordsee ist rückläufig, die Nachfrage hingegen steigt in Europa. Auch wenn man annimmt, dass in ein, zwei oder drei Jahrzehnten erneuerbare Energiequellen fossile Energieträger ersetzen können, muss der Strom in der Zwischenzeit irgendwoher kommen. Erdgas, das bei der Verbrennung wesentlich weniger CO2 freisetzt als Kohle oder Öl, wird daher als Brückentechnologie bezeichnet, um die Zeit vom Kohleausstieg bis zum erhofften Durchbruch alternativer Energiequellen zu überbrücken.

Dass mehr Gas gebraucht wird, ist unter Experten unstrittig, erst recht, wenn man gleichzeitig am Kohle- und Atomausstieg festhalten will. Die fehlenden Kapazitäten müssen schließlich durch irgendetwas ersetzt werden. Die bestehenden Pipelines aus Russland werden den wachsenden Bedarf nicht decken können. Die Frage ist also, woher das zusätzlich benötigte Gas kommen soll.

Nord Stream 2 ist eine der beiden Möglichkeiten, die es gibt. Die andere ist amerikanisches Flüssiggas, das durch Fracking gewonnen wird und aufgrund der aufwändigen Förderung und des aufwändigen Transports mit Spezialtankern um ca. 30 Prozent teurer ist, als das konventionell geförderte Gas aus Russland, das kostengünstig durch Pipelines nach Europa kommen kann.

Um die USA zu besänftigen und Sanktionen gegen Nord Stream 2 abzuwenden hat die Bundesregierung sogar angeboten, die nötigen Terminals zum Import von US-Frackinggas massiv zu subventionieren. Aber selbst diese Subventionen waren nicht ausreichend, damit sich private Investoren finden, denn es gibt für das teurere US-Gas keine Nachfrage in Deutschland. Der Konzern Uniper, der das Terminal betreiben sollte, teilte im November mit, es gebe “zu wenig verbindliches Interesse von Partnern” an dem US-Gas. Das Terminal steht vor dem Aus.

Damit sind wir beim Kern des Problems, von dem die Gegner von Nord Stream 2 ablenken wollen: Wir haben nur die Wahl, ob wir das Gas aus Russland oder den USA beziehen. Und das bedeutet, wir haben die Wahl, ob wir 30 Prozent mehr für Gas (und damit für Strom, Heizung und so weiter) bezahlen wollen, oder nicht. Und es geht um Arbeitsplätze, denn höhere Energiepreise vernichten zwangsläufig Arbeitsplätze in der Produktion. Das sind die einfachen Fakten, um die es bei der Frage geht.

Wer kein zusätzliches Gas nach Europa importieren will, der muss dann eben weiterhin auf Atomenergie oder Kohle setzen. Die alternativen Energiequellen sind auf Jahrzehnte hinaus nicht in der Lage, hier europaweit eine Alternative darzustellen. Auch wenn Öko-Ideologen wie die Friday-Hüpfer es nicht wahr haben wollen, aber das ist die Realität. Und von dieser Realität lenken die Medien ab.

Mecklenburg Vorpommern gründet Stiftung zur Rettung von Nord Stream 2

Die US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 haben dazu geführt, dass sich immer mehr Firmen von dem Projekt zurückgezogen haben. Das Land Mecklenburg Vorpommern hat nun eine Stiftung gegründet, die unter anderem die notwendigen Maschinen kaufen soll, die private Vertragspartner aus Angst vor den USA nicht mehr zur Verfügung stellen wollen. Mecklenburg Vorpommern handelt damit im besten Interesse von Deutschland, aber das scheint die Transatlantiker zu stören, denen die US-Interessen offensichtlich wichtiger sind, als die Interessen des eigenen Landes und der eigenen Wirtschaft.

Die Stiftung soll offenkundig Nord Stream 2 retten, aber formell ist es eine Stiftung für den Umweltschutz und Gazprom stellt 60 Millionen Euro für Umweltprojekte zur Verfügung. Ob diese Etikettierung aus juristischen Gründen vorgenommen wurde, kann ich nicht sagen. Daher will ich darauf auch nicht näher eingehen, sondern nenne die Dinge beim Namen: Die Stiftung soll Nord Stream 2 retten.

Die Transatlantiker laufen Sturm

Das gefällt den Transatlantikern in Politik und Medien überhaupt nicht. Der NDR zum Beispiel hat unter der Überschrift “Schwesigs Pipeline-Stiftung: Ferngesteuert aus Moskau?” einen Artikel veröffentlicht, in dem zunächst die Stiftung selbst massiv kritisiert wird, bevor dann endlich Ministerpräsidentin Schwesig zu Wort kommt:

“Schwesig begründete die Stiftung im Landtag und anschließend auf Twitter und Co. mit einer energiepolitischen Notwendigkeit. Das Gas aus der Ostsee-Pipeline sei als “Brückentechnologie” wichtig, um die Energieversorgung aufrechtzuerhalten, so lange die Energiewende mit Solar- und Windstrom noch nicht geschafft sei. Deshalb müsse auch die Pipeline trotz der US-Sanktionen zu Ende gebaut werden. Sie dürfe keine 11-Milliarden-Euro schwere Investitionsruine “vor der Landesgrenze” in der Ostsee werden.”

Dieser Absatz ist eingebettet in die Kritik vorher es folgt auch direkt danach wieder Kritik. Zum Beispiel diese:

“Die Energieexpertin beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, widerspricht vehement und feuert eine argumentative Breitseite ab: Die Pipeline sei politisch problematisch, energiewirtschaftlich unnötig, teuer und nicht vereinbar mit EU-Energie- und Klimazielen. Alle bisherigen „Brückentechnologien“ hätten sich als Brücken ins Nichts entpuppt. Kemfert schrieb auf Twitter: “Statt Fake-Umweltstiftungen zu gründen, die dem Klimaschutz schaden, sollte man in Mecklenburg-Vorpommern die bisherige Politik des konsequenten Ausbaus der erneuerbaren Energien fortsetzen”. Der Anteil des fossilen Erdgases müsse schlicht sinken.”

Das klingt ja alles gut, nur geht es an der Realität vorbei. So sehr wir uns alle umweltfreundliche und emissionslose Energie wünschen – in den nächsten Jahrzehnten wird das nicht umsetzbar sein und wir werden weiterhin fossile oder nukleare Energieträger brauchen. Dieses Wunschdenken als “argumentative Breitseite” zu bezeichnen ist in meinen Augen eine Beleidigung an die Intelligenz der Leser.

Wenn´s gegen Russland geht, darf das “Zentrums Liberale Moderne” nicht fehlen

Besonders dreist wird es danach beim NDR, wenn dort auch der Geschäftsführer des “Zentrums Liberale Moderne” (LibMod) zitiert wird, ohne dem Leser zu erzählen, was das für ein Verein ist:

“Ähnlich sieht es der ehemalige Grünen-Politiker Ralf Fücks, jetzt Geschäftsführer der Denkfabrik “Zentrum Liberale Moderne.” Die Idee des “sauberen russischen Erdgases ist ein Märchen für Dummies”, schrieb er auf Twitter. Es sei schamlos, die Stiftung als einen Beitrag zum Umweltschutz zu verkaufen. Die bestehenden Gasnetze würde für die Energieversorgung vollkommen ausreichen. Schwesig verbünde sich mit Putins Hauskonzern, um die Sanktionen der USA zu umgehen. Es sei das “falsche Signal” trotz der immer schärferen Repressionen gegen die russische Zivilgesellschaft, des Krieges gegen die Ukraine und der Kumpanei Putins mit den Machthabern in Belarus “immer mehr Gas-Geld in die Kassen des Kreml zu spülen”.”

Das ist fast schon Irreführung der Leser, denn mit der expliziten Erwähnung, dass Fücks ein ehemaliger Grüner ist, bekommt seine Aussage einen Hauch von Öko, dabei hat LibMod nichts mit Umweltschutz zu tun, sondern ist ein radikal transatlantischer und explizit anti-russischer Verein, auf den ich schon einige Male eingegangen bin (zum Beispiel hier und hier). LibMod ist eng mit Soros verhandelt und spielt eine Rolle bei den anti-russischen Bewegungen in der Ukraine und in Weißrussland. Das ist legitim, nur sollte der NDR seine Leser wissen lassen, wessen Interessenvertreter er zu Wort kommen lässt, anstatt den Leser mit der unschuldig klingenden Bezeichnung “ehemaliger Grünen-Politiker” auf die falsche Fährte zu führen, denn LibMod hat nichts mit Umweltfragen am Hut. Der einzige Existenzzweck von LibMod ist anti-russische Stimmungsmache, nur dazu wurde die Stiftung von Marieluise Beck und Ralf Fücks 2017 gegründet. Und das behaupte nicht ich, das hat bei der Gründung der Stiftung niemand verheimlicht.

Die Grünen als Erfüllungsgehilfen der USA

Dass die Grünen gegen Nord Stream 2 sind, ist nicht neu. Sie verstecken das aber immer hinter dem Thema Umweltschutz. Während sich führende Grüne immer gegen Fracking und neues Erdgas – egal woher es kommt – aussprechen, haben sie still und heimlich im Bundesrat für Subventionen für das US-Frackinggas-Terminal und die Finanzierung der nötigen Pipelines zur Anbindung an das deutsche Gasnetz gestimmt. Der deutsche Staat soll zahlen, damit das US-Gas überhaut eine Chance auf dem deutschen Markt hat, das ist die Logik der Grünen.

Etwas ehrlicher war, wenn man zwischen den Zeilen liest, die Grünenchefin Annalena Baerbock. Der Spiegel hat sie so zitiert:

“Dass mit russischen Geldern eine Stiftung unter dem Deckmantel des Klimaschutzes finanziert wird, die einzig und allein zur Fertigstellung der Pipeline dient, ist einfach ungeheuerlich. Nicht nur klimapolitisch, sondern vor allem geostrategisch.”

Das ist fast schon erschreckend ehrlich, denn sie sagt offen, dass es ihr vor allem um Geostrategie geht, nicht in erster Linie um das Klima. Es geht also darum, die Interessen der USA zu schützen, Russland zu schaden und die deutschen Verbraucher und die deutsche Wirtschaft sollen die Rechnung in Form höherer Energiepreise zahlen.

Überhaupt war der Spiegel-Artikel, aus dem das Zitat stammt, für Spiegel-Verhältnisse erstaunlich ehrlich, denn dort konnte man auch lesen:

“Die USA wiederum machen mit unterschiedlichen Argumenten Front gegen das Projekt: Zum einen warnen sie vor einer wachsenden Abhängigkeit Europas von Russland, einer möglichen Destabilisierung der Ukraine und Milliardengewinnen, die der Kreml für finstere Zwecke einsetzen werde. Daneben werben US-Politiker aber auch offensiv in der EU dafür, russisches Pipelinegas durch Flüssiggas-Exporte aus Nordamerika zu ersetzen.”

Sicher, der Kreml verfolgt “finstere Zwecke” – ohne das kann der Spiegel keinen Artikel schreiben, aber dass der Spiegel so offen erwähnt, dass es um den Kampf um den europäischen Gasmarkt geht, ist selten genug. Aber natürlich meidet der Spiegel im Zusammenhang mit dem US-Gas das Wort Fracking. So viel Ehrlichkeit kann man vom Spiegel dann doch nicht erwarten, dass er mal wirklich die ganze Wahrheit beim Namen nennt.

US-Sanktionen zeigen Wirkung

Unterdessen haben sich zwei weitere Firmen aufgrund des Drucks aus den USA aus dem Projekt zurückgezogen. Schon im November hat sich ein norwegisches Zertifizierungsunternehmen auf Druck der USA zurückgezogen und nun ist ihm auch eine dänische Beratungsfirma gefolgt, nachdem sie Besuch aus den USA hatte, der die Geschäftsleitung “physisch” unter Druck gesetzt hat, wie die dänische Presse gemeldet hat.

Die USA haben, wie Reuters am Mittwoch berichtet hat, erneut europäischen Firmen mit Konsequenzen gedroht, wenn sie sich am Bau von Nord Stream 2 beteiligen. Für Donnerstag hat das US-Außenministerium einen Bericht angekündigt, der Firmen nennen soll, die Nord Stream 2 unterstützen und denen in der Folge Sanktionen drohen:

“Zu den Unternehmen, die in dem Bericht enthalten sein könnten, gehören Unternehmen, die Versicherungen anbieten, bei der Verlegung der Unterwasserpipeline helfen oder die Bauausrüstung des Projekts überprüfen könnten, so die Quelle.”

Der Reuters-Meldung zufolge soll besonders die Schweizer Zurich Insurance Group im Visier der USA stehen.

Die USA behandeln ihre angeblichen Verbündeten in Europa inzwischen nicht besser, als eine x-beliebige kleine Bananenrepublik, die sie bei Ungehorsam mit Sanktionen und Strafmaßnahmen überziehen. Und die Europäer lassen sich das gefallen und unternehmen im besten Fall: Nichts.

Andere, allen voran die Grünen in Deutschland, finden das Verhalten der USA sogar alles ganz toll. Und die Schreiberlinge der angeblich kritischen deutschen Medien applaudieren, wenn die USA das eigene Land bestrafen, anstatt Ministerpräsidentin Schwesig medial den Rücken zu stärken.

Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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  • Die Grünen und insbesondere Frau Baerbock handeln im Interesse der USA, nicht Deutschlands. Und so jemand will Bundeskanzlerin werden? Na dann gute Nacht, Deutschland!

    • Das taten die Grünen von Anfang an, seit Petra Kelly, mit entsprechenden Instruktionen (Abschaltung einer US- unabhängigen Atomenergie), aus den USA kam und in Deutschland den Grünen politischen Veitstanz - getarnt als pazifistische Bewegung - begann.

    • War das schon mal bei irgendeinem Kanzler anders? Es gab graduelle Unterschiede, aber allen wurde der Knüppel gezeigt und signalisiert, wo die Piste ihre Begrenzung hat.

    • Ist doch bei Merkel nicht anders. Die ist ein Hündchen der Amis. Erst sie hat die US- Mafia daran gewöhnt, dass wir aufs Wort gehorchen, auch wenn unsere Interessen mit Füssen getreten werden.

  • Diese Meldung
    "Deutsche Umwelthilfe und Grünen-Chefin Baerbock keilen gegen Nord-Stream-2-Stiftung"
    (https://snanews.de/20210113/umwelthilfe-baerbock-nord-stream-2-501977.html)
    hat uns veranlaßt, auch mal etwas zu „recherchieren“, obwohl wir dazu nur beschränkt befähigt, weil nur des Deutschen halbwegs mächtig sind.

    Einen Herrn Sascha Müller-Kraenner kannten wir nämlich noch nicht (die DUH schon) und Interessantes findet man hier:
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Sascha_M%C3%BCller-Kraenner)

    Abgesehen davon, daß es sich bei diesem Herrn wieder um so einen Tausendsassa handelt, der auf allen möglichen höheren Bildungseinrichtungen alles mögliche studiert haben will (man bekommt da Minderwertigkeitskomplexe, war man doch mit einem Studium der Rechte gut ausgelastet) – fällt doch folgendes auf:
    „...
    Seit 2007 war Sascha Müller-Kraenner in verschiedenen Positionen für The Nature Conservancy (TNC) tätig. 2008 gründete er das Europaprogramm von TNC mit Büros in Berlin und London, das er bis 2014 Ende als geschäftsführender Direktor leitete.
    (Anm.: die TNC ist eine US-amerikanische Naturschutzorganisation, und man fragt sich sofort,
    was die in Europa zu suchen haben, als ob wir hier deren Hilfe nötig hätten.)
    ...
    Im Jahre 2008 war er Mitbegründer des Ecologic Institute US mit Sitz in Washington, D.C.[5] Er war Stipendiat des „The Prince of Wales’s Business & the Environment Programme“[6] sowie des German Marshall Fund. 2005 war er außerdem „World Fellow“ an der Yale University.[7]
    ...“

    So weit, so schlecht.

    Eine allgemeine Personensuche brachte uns dann hier her:
    (https://www.ecologic.eu/de/11460)

    und wir erfahren, daß der Herr seit Januar 2015 die DUH gemeinsam mit Jürgen Resch führe, der diese Position bereits seit 1986 innehabe.
    Letzterer ist hinlänglich bekannt, man finden hier
    (https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Resch)
    einiges - eine große Leuchte scheint er nicht zu sein, als Lichtgestalt wurde er uns jedoch bekannt durch ein Prozessieren der DUH -

    „Neue Klagewelle für saubere Luft“
    (https://www.duh.de/umweltzonen/recht-auf-saubere-luft/)

    ab November 2015.

    Verweilen wir bei diesem, uns völlig unbekannten, seltsamen „Institut“.

    Über „Ecologic Institut EU“ - „Über uns“ - „Team“ gelangt man zur
    „Wissenschaftlichen & geschäftsführenden Direktorin“, - einer Dr. Camilla Bausch
    (https://www.ecologic.eu/de/3021)

    Dort lesen wir auch recht Aufschlußreiches, u.a.:
    „...
    2008/2009 war Dr. Bausch im Rahmen eines Sabbaticals, gefördert durch den German Marshall Fund of the United States(link is external) (GMF) und die American Political Science Association(link is external) (APSA), im US-Repräsentantenhaus in Washington DC für den Abgeordneten Edward J. Markey(link is external) (ggw. Senator für Massachusetts) tätig. Vor ihrer Tätigkeit für das Ecologic Institut arbeitete Dr. Bausch als Unternehmensberaterin für die Boston Consulting Group(link is external) (BCG).
    ...“

    Nun haben wir uns noch nicht die Mühe gemacht, herauszufinden, was denn ein „Sabbatical“ ist, wir ahnen es zwar, wobei eine Assoziation zu „Hexensabbat“, die sich unwillkürlich einstellte, sicher ein Irrweg sein dürfte.
    (Deutsche Hochschulen, Institute, Vereine, wie auch deutsche Unternehmen und selbst die Staatsverwaltung sind ja seit Jahren damit befaßt, dieses ihr „Deutschsein“ mit einer erstaunlichen Vehemenz zu verbergen.)

    Bleibt zu Schluß noch anzumerken, daß auch diese Dame ein Umtriebigkeit auszeichnet, die zu bewältigen man eigentlich nur einer gewissen Hermine Granger in Hogwarts auf Grund der dortigen besonderen magischen Verhältnisse zutraut.

    Fazit:

    Es fällt auf, das unter dem Mäntelchen des Umweltschutzes doch eine erstaunliche Nähe zu transatlantischen Vereinen verborgen ist, welch selbige man in diesem Zusammenhang eher nicht auf dem Schirm hat.

    In der Konsequenz erklärt das, warum die Grünen, welche Mitte der 80ger noch aus Atomraketen Pflugscharen schmieden wollten, fast vollständig „verwelkt“, zur „5. Kolonne Washingtons“ verkommen sind.

    Die Dimensionen, die das inzwischen angenommen haben dürfte, lassen sich doch erahnen.

    Man kennt die „Hydra“, nicht die aus der griechischen Mythologie, sondern diejenige aus dem Marvel-Universum.
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Captain_America:_The_First_Avenger)
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_dem_Marvel-Universum#HYDRA)

    Sie ist Realität - ob und inwiefern man sie als metastaatlichen Faschismus verstehen sollte, wollen wir hier besser nicht erörtern.

    • Hermine Granger hatte wenigstens ein Schuljahr lang einen Zeitumkehrer, und konnte so mehrere Fächer gleichzeitig belegen... ;-)

    • Super Arbeit, werter Humml. Ein Sabbatical ist übrigens eine Art Sonderurlaub, um in dem Jahr etwas besonders tolles zu machen. ?

  • Was erwartet man von Baerbock und von jemanden, der noch nie gearbeitet hat?
    Seit sie voll versorgt ist (2013) ruht ja auch ihre Promotion, die sie 2009 begann.
    Ja, dies sind die Leistungsträger.

    Bei den Grünen lautet es ja sinngemäß:
    "Wir sagen, was sich ändern soll und wir bestimmen, wer das bezahlt!"

    Schwesig ist auch nicht unbedingt eine brauchbare Politikerin, aber von Finanzen versteht sie wohl etwas, denn sie war ja mein Finanzministerium und hat auch den FH Abschluss.
    Ich denke mal, dies mit der Stiftung war daher auch ihre Idee.

  • "Friday-Hüpfer"

    Oh man Herr Röper, welchen Mehrwert bringt mir sowas in einem an sich guten Artikel?

    Da kann ich mir auch die Covidioten Presse geben... Diffamierungen scheinen echt in allten politischen Lagern mittlerweile das Mittel der ersten Wahl zu sein.

    • "Friday-Hüpfer" sehe ich nicht als Diffamierung, die sich bspw. mit Covidioten vergleichen lässt. Wenn man zu Sohn oder Enkel sagt: "Werd erstmal erwachsen, du Hosenscheißer", will man ihn ja nicht diffamieren. Dummes Zeug bei Heranwachsenden kann man getrost mit etwas Spott kommentieren. ?

      • Selbstverständlich kann man das. Der Knabe oder das Mädchen werden sich das als behutsame Richtungskorrektur zu Herzen nehmen, Zurückhaltung üben und dankbar zu Ihnen mit Ihrem Weitblick aufschauen.

        Etwa so, wie Sie auf die Replik eines 20-Jährigen "Du alter dementer Sack bist doch abgemeldet. Du hast uns doch die ganze Scheiße eingebrockt." reagieren werden. Sie werden inne halten, in sich gehen und freudig dankend auf den Hinweis auf bislang nicht berücksichtigte Aspekte reagieren.

        Das ist doch ein ausgewachsenes Beispiel für respektvollen Umgang unter Menschen.

      • 1. Wer Herrn Röper schon eine Weile verfolgt, der kennt seine Einstellung zu der Bewegung und da fällt für mich dann keine wohlwollende Interpretation bei raus, sorry. Wobei ich keine wohlwollende Position verlange, ich kann nur dieses elendige Anhaften von Diffamierungen auf allen Seiten nicht mehr ab. Das ist so billig und dient in keinster Weise einer uns alle weiterführenden Diskussionskultur.
        2. Hüpfer ist sogar ziemlich genau das gleiche Niveau wie Covidiot. Mit Hüpfer setzt man das Anliegen der Bewegung auf einen naiven infantilen Level herab und entzieht ihnen somit den Anspruch sich ernsthaft mit ihren Positionen auseinanderzusetzen. Das ist 1 zu 1 das gleiche wie die Idoten Anhaftung im Begriff Covidiot.

        • Yossarian: "Mit Hüpfer setzt man das Anliegen der Bewegung auf einen naiven infantilen Level herab und entzieht ihnen somit den Anspruch sich ernsthaft mit ihren Positionen auseinanderzusetzen."

          Genau das sehe ich anders. Mit Hüpfer wird die Art des Protestes als infantil kritisiert, nicht das Anliegen. Ist nicht gerade das Anliegen zu ernst, als dass man es mit solchen kindischen Aktionen lächerlich machen sollte? Mit Covidioten werden jedoch ernsthafte Erwachsene angegriffen, die ihre klar begründete Besorgnis auf die Straße tragen. Über menschengemachte Klimaveränderungen lässt sich schließlich noch Streiten, über Grundrechteinschränkungen in dieser Form jedoch nicht. Die sind Tatsache.

          • Was ist denn an Demonstrationen kindisch? Oder hat sich in der Hinsicht bei Fridays for Future was geändert? Bei mir kam das in erster Linie als Demonstationsgeschehen rüber? Ich kenne sogar einige Kinder / Jugendliche von Freunden, die da mitgelaufen sind.

          • Yossarian: "Was ist denn an Demonstrationen kindisch?"

            Das Hüpfen. Hab ich doch geschrieben. Nachdem ich das gesehen hatte, war für mich der Ofen aus. Vielleicht muss man jünger sein um das Hüpfen als Ausdruck des Protestes zu sehen, als alter Mann habe ich nur Kasper gesehen. Wer nimmt Kasper ernst, außer Kinder? ?

          • Ach so, da haben also irgendwo auf einer Friday Demo die Demonstranten gehüpft. Gibt es davon ein Video? Wie muss sich mir das vorstellen, dass die es damit geschafft haben eine ganze Bewegung zu diskreditieren? Es bleibt mir irgendwie ein Rätsel.

          • Yossarian: "Gibt es davon ein Video?"

            Davon gibt es reichlich Videos. Hier ein Beispiel:

            https://www.youtube.com/watch?v=o2ee0fLrHIE

            Und es ist nicht nur das Hüpfen, das diskreditiert, es gibt auch genug Videos, die "Diskussionen" mit den Kindern zeigen. Null Ahnung von der Materie, aber solange man weiß wie man hüpft ist alles in Ordnung? Kinder und Jugendliche sollten sich erstmal um Bildung bemühen. Nicht nur dass ich selbst mal jung und dumm war, ich habe auch vier Kinder und sechs Enkelkinder. Somit kann ich schon beurteilen, wie Kinder und Jugendliche ticken - und diese Hüpfer ticken nicht ganz richtig. Das ist mir allerdings kein Rätsel. ?

          • Danke für den Link.
            Meine Verwunderung bleibt, aber wir würden uns ab diesem Punkt wohl im Kreis drehen.
            Generell noch mal mein Eingangsargument: Verbal abrüsten und mehr Sachlichkeit im Umgang! Fridays-Hüpfer ist genau das Gegenteil.

          • Sicher würden wir uns im Kreise drehen, aber es geht m. M. n. um die Leser, die sich auf Grund unserer verschiedenen Sichtweisen ihr eigenes Bild machen können. Herr Röper hat ja nicht die Klimabewegung angegriffen, er hat nur das Kind beim Namen genannt. "Öko-Ideologen wie die Friday-Hüpfer" sind seine Worte, also ideologisch verblendete Kinder und Jugendliche, die nun wirklich nicht genug Wissen (können) um zu wissen, was sie tun. Sie wollen es auch gar nicht wissen, wie man in den Videos sehen kann, die Diskussionen mit solcher Art Verblendeten zeigen. Warum Jemand solche Gören ? ernst nehmen sollte, erschließt sich mir nicht. Klima-Hüpfer ist eigentlich der richtige Ausdruck, er ist harmlos genug, um diese Kinder eben nicht zu diffamieren.

          • Danke TillSitter für das Video.

            "Wer nicht hüpft der ist für Kohle" erinnert mich an das "Wer nicht hüpft der ist ein Russe" der ukrainischen Faschisten. Die sind ja bei den Grünen auch mächtig beliebt.

    • Das kann man nicht vergleichen. Covidiot ist eine offene Beleidigung. Friday-Hüpfer ist im schlimmsten Fall eine Herabwürdigung, wofür Röper aber in diversen Artikel mehr als genug Begründungen abliefert.
      "Hüpfer" sind Kinder, man könnte es also auch als Friday-Kinder bezeichnen. Daran ist gar nichts mehr Abwertend.

      Ich finde die Wortwahl völlig legitim. Man muss nicht immer und überall neutral und Sachlich bleiben, besonders nicht wenn man in diveren Artikeln eben genau diese Leute argumentativ und professionell zerlegt hat.

    • Das hat einen Hintergrund. Thomas hat mal diese Hüpferei in einem Artikel analysiert.
      Dabei ging es um Kinder, die unter Anleitung von Erwachsenen (Grüne Partei) wie blöd rumhüpften und dabei riefen "Wer nicht hüpft, der ist für Kohle, hüpf! Hüpf!". Daß das pure Demagogie ist, fällt sofort auf. Aber Thomas hatte solch eine Art von "Demo" schon vor Jahren einmal gesehen, und zog daraus die Schlußfolgerung, daß hier wohl die gleichen Ideengeber dahinterstehen könnten. Wenn mich nicht alles täuscht, war das eine Soros-Sache....

  • > Fakt ist, dass Europa in naher Zukunft mehr Erdgas braucht, ...

    Das hängt von den Rahmenbedingungen ab. Klar ist, dass die Energie, die bislang durch Braunkohleverstromung und Kernspaltung gewonnen wurde, mit dem Abschalten der Kraftwerke nicht mehr zur Verfügung steht. Klar ist aber auch, dass Altmeier & Co. in den letzten Jahren alles unternommen haben, ebenso diverse "Bürgerinitiativen", um den Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland zu stoppen oder zumindest zu verzögern. Das ursprüngliche Ausbautempo wurde auf einen Bruchteil des Bisherigen reduziert, d.h., es herrschte und herrscht der politische Wille, die Transformation auszubremsen. Wenn sich dieser Wille fundamental änderte, könnten pro Jahr Leistungen im zweistelligen GW-Bereich ans Netz gehen. - Natürlich sind Windleistungen nicht gleich Kohleleistungen. Wind gibt's nur im Norden und rein rechnerisch nur 20...25 Prozent der Zeit, woran auch noch Abzüge vorzunehmen sind, weil's manchmal so heftig weht, dass die Netze die Leistung nicht aufnehmen können und die Anlagen daher abgeschaltet werden müssen. Bei vorhandenem politischen Willen könnte diese Energie allerdings regional anderweitig genutzt werden, z.B. für Heizzwecke, denn Strom macht in Deutschland bislang nur ca. ein Fünftel des gesamten Energiebedarfs aus (Heizung, Industriewärme, Mobilität, chemische Industrie etc.). - Diese Einschränkungen gelten für PV nicht in derselben Weise, d.h., diese kann sogar vorrangig im Süden genutzt werden.

    Die Vorbehalte gegenüber Erneuerbaren hinsichtlich der nicht zuverlässigen Verfügbarkeit sind zum Teil zutreffend (Stichwort "Dunkelflaute"). Allerdings ist dies mehr eine Frage der Kraftwerkskapazität als der vorzuhaltenden Brennstoffmenge. Der geringe winterliche PV-Ertrag wird durch ein höheres Windaufkommen überkompensiert. Zu überbrücken sind also tatsächlich nur Dunkelflauten, und die machen im Jahr so wenig aus, dass dafür nur wenig Gas benötigt wird. Und momentan sind große Gaskraftwerkskapazitäten ungenutzt.

    Seit Jahrzehnten wird das Mantra des Netzzusammenbruchs durchs Land getragen. Inzwischen haben wir über 50 Prozent Grünstromanteil, exportieren immer noch Strom (v.a. nach Frankreich, damit die dort mit ihren elektrischen Heizungen kein Blackout kriegen), wenn auch weniger als in den letzten Jahren, und noch immer hat es keinen Blackout gegeben. In der Bundesnetzagentur sitzen keine Idioten.

    • Grünstromanteil, wenn ich das schon höre! Haben Sie noch nichts von den Umweltproblemen dieser Technologien gehört oder blenden Sie die einfach aus? ?

          • Oh, wie soll ich sie beantworten, wenn ich Ihre Umweltprobleme gar nicht kenne? Klären Sie mich auf - nur zu.

            (Also, damit das jetzt nicht falsch rüberkommt - jede wirtschaftlich bedeutsame Art, Elektroenergie zu erzeugen, trägt ihren ökologischen Rucksack: Materialverbrauch, Flächenverbrauch, Entsorgungsfragen... Das gilt natürlich auch für die Erneuerbaren. Aber diese haben im Gegensatz zu den nicht erneuerbaren Energiequellen im BETRIEB keinen nennenswerten Materialverbrauch, ebenso keine besonderen Emissionen. Das stellt in der vergleichenden Bilanz einen gewichtigen Unterschied dar. Und darauf bin ich jetzt gespannt.)

          • Nun, Sie haben damit meine Frage beantwortet. Sie haben schon von Umweltproblemen gehört (zumindest selektiv) und reden sich die selektierten schön, damit Sie sie ausblenden können. Danke, mehr brauche ich nicht. ?

          • Aber der Strom kommt bei Ihnen aus der Steckdose? Oder kurbeln Sie sich denn selbst - nebenwirkungsfrei?

    • Ich bin schon alt. Aber 2019 habe ich das erste mal erlebt, wie ein stadtteilweiter Blackout aussieht.
      Alles wegen dem Ökostrom. Der liefert halt nicht rund um die Uhr eine gleichbleibende Stromversorgung.

      Wenn ich mir alte Stromrechnungen von 2010 angucke, hat sich der Preis ziemlich genau verdoppelt.
      Mein Radiowecker misst Zeit über die Stromfrequenz. Er geht immer nach (lies: die Netz-Frequenz ist meistens zu niedrig).

      Leute, die sich mit dem Thema beschäftigen, warnen bereits vor einem landesweiten Blackout.
      Es gibt ein interessantes Interview auf KenFM mit jemandem, der ein Buch dazu geschrieben hat. Bin jetzt zu faul, das zu finden.
      (Dr.?) Drosten würde sagen: "Die Zahlen dazu sehen nicht gut aus". Kleiner Insiderwitz. Ging um die Schutzfunktion von Masken.

      • Zu diesem stadtteilweiten Blackout wegen Ökostrom gibt es sicherlich Berichte, die ich im Internet finde, oder?

        Stadtteile haben gewöhnlich kein Inselnetz. Wenn's da und nur da ein Blackout gibt, tippe ich eher auf einen Bagger.

        Aber ich bin gespannt.

  • > Erdgas, das bei der Verbrennung wesentlich weniger CO2 freisetzt als Kohle oder Öl

    Wenn der Spiegel so was schreiben würde, würde ich das als Lückenpresse bezeichnen. Denn es ist erst mal wahr.

    Aber es ist eben auch nur die halbe Wahrheit. Die CO2-Emissionen betragen bei Verbrennung von Gas ungefähr die Hälfte gegenüber denen bei der Verbrennung von Kohle. Zur Ehrlichkeit gehört, dass Gaskraftwerke mit höherem Wirkungsgrad arbeiten als Kohlekraftwerke. Dadurch steigt der Unterschied in den CO2-Emissionen zwischen beiden Rohstoffen.

    Die andere Hälfte der Wahrheit ist der Treibhauseffekt von unverbranntem und über Leckagen entwichenem Methan. Dieser beträgt nach den mir vorliegenden Quellen ungefähr das Hundertfache von CO2. Dieser Faktor mildert sich deutlich aufgrund der Tatsache, dass Methan in der Atmosphäre durch UV-Einwirkung nach und nach oxydiert wird, weshalb man von einer Verweildauer von ca. zwölf Jahren spricht. Das wird dann üblicherweise umgerechnet, und dann kommen Treibhausfaktoren um die 25 heraus. Das heißt: Wenn die Verbrennung von Methan/Erdgas nur die Hälfte an CO2 emittiert, verglichen mit Kohle, dann müssen auf dem Weg vom Bohrloch bis zum heimischen Herd/Gaskraftwerk nur noch 4 Prozent unkontrolliert in die Atmosphäre entweichen, und wir haben exakt dieselbe Treibhauswirksamkeit wie bei Kohle.

    Es gibt Quellen, die von ca. 7 Prozent Leckagen reden, bei Fracking-Gas sogar von 14 Prozent. Deswegen ist das Fracking auch so eine große Klimasauerei. Das Zeug ist nicht nur teurer - im Wesentlichen wohl wegen der hohen Aufwände im Zusammenhang mit der Verschiffung, aber das weiß ich nicht so genau -, sondern auch klimaschädlicher.

    Also ist das eingangs genannte Zitat doch ein Stück weit ein PR-Beitrag für Gasprom.

  • > Nord Stream 2 ist eine der beiden Möglichkeiten, die es gibt. Die andere ist amerikanisches Flüssiggas, ...

    Es gibt schon noch mehr Möglichkeiten. Allerdings laufen alle weiteren, soweit ich im Bilde bin, ebenfalls auf LNG hinaus. Katar bietet ebenfalls an. Aber das ist natürlich ebenfalls teurer als russisches Pipeline-Gas.

      • Nun, sie haben immerhin Zugriff auf das weltgrößte Erdgasfeld, dessentwegen unter anderem der Syrienkrieg angezettelt wurde, weil Katar mit einer Pipeline über Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien und die Türkei Zugang zum europäischen Verbundnetz erreichen wollte - aber Syrien wollte mit Iran zusammenarbeiten die dasselbe Erdgasfeld (South Pars) ausbeuten können....

  • > Die alternativen Energiequellen sind auf Jahrzehnte hinaus nicht in der Lage, hier europaweit eine Alternative darzustellen. Auch wenn Öko-Ideologen wie die Friday-Hüpfer es nicht wahr haben wollen, aber das ist die Realität. Und von dieser Realität lenken die Medien ab.

    Ich will gar nicht bestreiten, dass es so kommen wird, weil sich die politischen Rahmenbedingungen natürlich so setzen lassen, dass es so kommt. Aber sie lassen sich auch anders setzen. Wer das nicht glaubt, schaue sich an, wie sich derzeit aus scheinbar heiterem Himmel - außer in China - die Weltwirtschaft freiwillig selbst in den Boden rammt im Zeichen einer Pandemiebekämpfung. Da sind Dinge möglich, die wir vor einem Jahr nicht im Entferntesten für möglich gehalten haben. Wenn ein Land wie Deutschland wirklich will - ich weiß, reine Theorie -, kann es die Umstellung von Kohle/Kern auf Alternativen ohne zusätzlichen Gasbedarf und ohne irgendwelche Industrien aus dem Land zu jagen binnen zehn Jahren schaffen. Und das sind dann eben nicht "Jahrzehnte".

    Wie ich das beweisen will? Gegenfrage: Wie wird die ursprüngliche Behauptung bewiesen?

    • Ach, und übrigens: Ungeachtet der Tatsache, dass in China noch alle paar Tage ein Kohlekraftwerk ans Netz geht, weil die Wirtschaft so dramatisch wächst (klar, die prozentualen Werte gehen langsam runter, aber das absolute Wachstum steigt nach wie vor), hat China einen fulminanten Ausbau der Erneuerbaren hingelegt. Gewiss, auch dort läuft nicht alles wie geschmiert, stehen schon mal ein paar Windparks still, weil ihre Energie einfach nicht abtransportiert werden kann, aber aufs Ganze gesehen sind die Fortschritte atemberaubend.

  • "Nord Stream 2 ist eine der beiden Möglichkeiten, die es gibt. Die andere ist amerikanisches Flüssiggas"

    Die Ami-Option ist nur eine theoritische, ungeprüfte, unbewährte, gefährliche (und dumme).

    - niemand weiß wie lange die USA Gas liefern können
    - niemand weiß wie lange die USA Gas liefern werden
    - neimand wei wie sich die Preise für das US-Gas entwickeln werden
    - niemand weiß wie zuverlässig die Amis bei der Lieferung sind (absichtlich oder unabsichtlich)

    Die Geschichte zeigt mehr als deutlich das es NIE eine gute Idee war sich von den USA in irgend einer Form abhängig zu machen.
    Es ist nur eine Frage der Zeit bis so einen Abhängigkeit gegen einen Verwendet wird. Vielleicht finanziell, vielleicht politisch, vielleicht existenziell!

    Beim russischen Gas wissen wir weit mehr, die liefern seit Jahrzehnten zuverlässig und ohne zusätzliche Bedingungen. Einen besseren Geschäftspartner hat die BRD vermutlich niemals gehabt.
    Ganz davon abgesehen das es um Größenordnungen billiger UND umweltfreundlicher ist.

  • > „Die Energieexpertin beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, widerspricht vehement und feuert eine argumentative Breitseite ab: Die Pipeline sei politisch problematisch, energiewirtschaftlich unnötig, teuer und nicht vereinbar mit EU-Energie- und Klimazielen. Alle bisherigen „Brückentechnologien“ hätten sich als Brücken ins Nichts entpuppt. Kemfert schrieb auf Twitter: „Statt Fake-Umweltstiftungen zu gründen, die dem Klimaschutz schaden, sollte man in Mecklenburg-Vorpommern die bisherige Politik des konsequenten Ausbaus der erneuerbaren Energien fortsetzen“. Der Anteil des fossilen Erdgases müsse schlicht sinken.“

    Da hat sie einfach Recht. Dass sie mit ihrer Kritik den Transatlantikern direkt in die Hände spielt, bestreite ich nicht. Ob ihr das bewusst ist? Eine Dumme ist sie nicht.

    "politisch problematisch" kann man natürlich so oder so sehen, aber es wird niemand bestreiten, dass es deshalb Stress mit den USA gibt. Damit sage ich nicht, dass Nordstream SCHULD daran wäre, aber es ist eben der Stein des Anstoßes. Würden wir sagen "Scheiß auf uncle Sam", dann könnten wir diese politische Problematik zur Seite schieben, aber in Regierungskreisen sagt so etwas eben niemand.

    "energiewirtschaftlich unnötig" kann man ebenfalls bestreiten, wenn man bei den Erneuerbaren weiter auf dem Bremspedal bleibt.

    Und "teuer". Ja, mei. Das sollte Frau Kemfert eigentlich egal sein, solange dort private Gelder verbaut werden. Allerdings bringt Schwesig spätestens jetzt ja öffentliche Gelder ins Spiel. Dass dafür eine Umweltstiftung in Stellung gebracht wird - ich weiß nicht, wen sie damit verarschen will - die USA, die Bundesregierung oder die Beihilfewächter von der EU. Es ist ein ziemlich durchsichtiges Manöver, also weiß ich nicht, ob das funktionieren wird.

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