Tacheles #52 ist online

Diese Ausgabe von Tacheles mit Röper und Stein war ein Rundumschlag durch die aktuellen Themen, angefangen von Nato-Operationen, über Pressefreiheit im Westen, den Streit mit dem Iran und vielem mehr. Aber beherrschend war diese Mal das Thema Navalny, denn es gibt belastbare und überprüfbare Informationen darüber, wer ihn führt und wer ihn finanziert. Der “arme” Blogger Navalny ist dank westlicher Unterstützer mehrfacher Millionär.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

5 Gedanken zu „Tacheles #52 ist online“

  1. Danke für die zwei inhaltsreichen Stunden! Ihr seid ein wunderbares Team! Allerdings hätte ich etwas zu bemerken, betrifft Ukraine. Mein erster Aufenthalt in der Sowetuion war in Kiew, 1975. Später hatte ich relativ viel mit Ukrainern zu tun, die Zivilverpflichtete bei der Sowjetarmee waren, in Dresden. Meine Feststellung: ALLE Ukrainer sprachen Russisch. Russisch war Pflichtfach in den Schulen, Russisch wurde, teils mit ukrainischem Einschlag, im Alltag untereinander gesprochen. Man kann einfach nicht davon reden, dass es Regionen in der Ukraine gegeben hätte oder geben würde, wo Russisch eine Fremdsprache gewesen wäre, die niemand beherrscht hätte. Der Umschwung kam in den 90-er / 2000-er Jahren, als ukrainischen Nationalisten plötzlich einfiel, dass Ukrainisch ja Landessprache sein könnte. Die Umstellung war für ALLE Ukrainer einschneidend, nicht nur für die Leute in den östlichen Gebieten der UA. Darin liegt ja gerade der Unsinn, der mit der Ukrainisierung angestellt worden ist. Es kann durchaus sein, dass ein paar nicht ganz ausgereifte Charaktere ausschließlich Ukrainisch gesprochen haben, aber für die meisten Ukrainer war diese Sprache absolutes Neuland. Selbst Poroschenko musste nachfragen, wie denn “кошелёк” (Geldbörse, Portemonnaie) auf Ukrainisch heißt. Zu Sowjetzeiten konnten auch die anderen nationalen Minderheiten sich der Sprache bedienen, die vor Ort gesprochen wurde, es gab keine Einschränkungen. Es war sogar so, dass die Charkower Uni eine Aufnahmeprüfung auf Ukrainisch abgefordert hatte, egal, ob Russe oder nicht.

  2. Also Barium ist eine chemisches Element (ein Metall, wenn ich mich recht erinnere).

    Und daß die Alternativen “AltDeutschen” Lafontaine und die Geschichte um das Kabinett Schröder nicht mehr kennen, ist eine verdammt schwache Leistung.

    Der Mann war jahrelang Ministerpräsident des Saarlandes und 1. Finazminister unter Schröder.
    Er ist gegangen (und sicher auch in gewissen Maße “worden”), weil er eine völlig andere Finanz-/ Wirtschaftspolitik betreiben wollte, als diejenige, die wir nun haben und mittels derer wir Europa an die Wand fahren.
    Er wurde damals von einflußreichen Leuten als der gefährlichste Mann Europas bezeichnet, und ist heute einer der wenigen Linken, die überhaupt noch etwas zu sagen haben – der sich vor allem am vehementesten gegen die aktuelle Rußlandpolitik gewandt hat. (In letzter Zeit ist es etwas still um ihn geworden.)

    Den Mann auch nur in die Nähe von Nawalny und Konsorten oder Nemzow zu bringen, ist eine eklatante Fehlleistung und ein ausgemachte Skandal.
    Wenn Ihr Eure eigenen Leute und Eure Geschichte so wenig erinnert, wundert mich eigentlich nichts mehr.

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