Russland

Ticktes für lau: Wie der russische Staat Jugendlichen Kultur näher bringen will

Der russische Staat hat ein Programm aufgelegt, das jedem Jugendlichen eine Summe für Kulturveranstaltungen, also Museen, Konzerte, Theater, Filmvorführungen und so weiter, zur Verfügung stellt.

Kultur ist ein streitbares Thema. Während in Deutschland die klassische Kultur immer mehr in den Hintergrund rückt und im Westen Dinge als Kultur angesehen werden, über die man trefflich streiten kann, setzt Russland auf die klassische Kultur, die auch im Schulunterricht noch viel Raum einnimmt. Ich bin in Gesprächen mit jungen Russen immer wieder erstaunt, wie viel sie über Malerei, klassische Literatur und Musik wissen.

Der russische Staat will dieses Wissen um die eigene Kultur und Geschichte fördern, da die russische Regierung der Meinung ist, dass das Wissen um die Wurzeln des eigenen Landes wichtig ist. Dazu wurde nun ein Programm aufgelegt, bei dem jeder Jugendliche in Russland eine bestimmte Summe erhält, die er für derartige Veranstaltungen ausgegeben kann, ohne die Eltern darum bitten oder sein Taschengeld einsetzen zu müssen. Darüber hat das russische Fernsehen am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ am Sonntag berichtet und ich habe den Bericht aus der Sendung übersetzt, weil viele Leser mir schreiben, dass sie sich für solche Berichte aus Russland interessieren.

Beginn der Übersetzung:

In dieser Woche erhielten Russen, die ihre Rente mit einer Bankkarte beziehen, eine Pauschalzahlung von 10.000 Rubel (ca. 115 Euro). Insgesamt werden mehr als 42 Millionen Rentner im September dieses Geld erhalten. Russische aktive Militärangehörige, Strafverfolgungsbeamte und Kadetten von Militärschulen erhalten demnächst eine Zahlung von 15.000 Rubel (ca. 240 Euro). Die entsprechenden Dekrete wurden am Dienstag vom russischen Präsidenten Wladimir Putin unterzeichnet.

Am 1. September wurde das Programm „Puschkin-Karte“ zur Förderung der Kultur bei Jugendlichen gestartet. Jeder Einwohner des Landes im Alter von 14 bis 22 Jahren kann die Karte auf der Website des öffentlichen Dienstes ausfüllen und 3.000 Rubel (ca. 33 Euro) für den Kauf von Eintrittskarten in Museen und Theatern erhalten. Im nächsten Jahr wird der Betrag 5.000 Rubel (ca. 55 Euro) betragen. Das Projekt hat sich schon als sehr populär erwiesen. Bereits in den ersten drei Tagen nach dem Start des Programms haben mehr als eine Million Menschen die Karte beantragt. (Anm. d. Übers.: Der öffentliche Dienst ist in Russland weitgehend digitalisiert, weshalb man in Russland nur noch selten zum Amt muss, sondern sehr viel über sein persönliches Log-in online erledigen kann. So ist es auch mit dieser Karte)

Der berühmte Theatersaal, die pistazienfarbenen Wände, das Jugendstildekor und die einzigartige Atmosphäre. Und die beliebten und berühmten Philip Yankovsky, Alexei Kravchenko und Irina Pegova. Die Eintrittskarten für das Moskauer Tschechow-Kunsttheater sind schnell verkauft, wobei „Ein Monat auf dem Lande“, „In den Schützengräben von Stalingrad“ und „Die Flucht“ ganz oben auf der Liste stehen. Die stellvertretende künstlerische Leiterin Marina Andreykina sagt, dass Karten sich für die Klassiker gut verkaufen, und zwar nicht nur das Schulprogramm. Die erste Inhaberin der Puschkin-Karte war Nastja aus Omsk, sie hat eine Eintrittskarte für das Moskauer Satiretheater gekauft.

„Wir haben auch den durchschnittlichen Ticketpreis analysiert, er beträgt 1500 Rubel (ca. 17 Euro). Bisher haben wir gesehen, dass die Leute versuchen, Tickets zu kaufen, die in unserem Land als teuer gelten. Ab 500 Rubel (ca. 4,5 Euro) gilt ein Ticket als teuer. Mit anderen Worten, die Kinder müssen ihre Eltern nicht um Geld bitten, brauchen auf nichts zu verzichten, sondern können einfach die App nutzen“, sagte Kulturministerin Olga Ljubimowa. (Anm. d. Übers.: Theater und andere Kulturveranstaltungen werden in Russland sehr stark vom Staat subventioniert, weshalb die Preise aus deutscher Sicht geradezu lächerlich sind. Das gilt jedoch nur für Menschen, die in Russland leben, also dort steuerpflichtig sind. Für Touristen aus dem Ausland sind die Preise höher)

Das noch nie dagewesene Projekt hat enormes Interesse geweckt, aber noch nicht jeder weiß davon. Es wurde in nur zwei Monaten konzipiert und organisiert.

„Das hat sich unser Präsident ausgedacht und Sie wissen, wie oft der Präsident öffentlich gesagt hat, wie wichtig die Kultur für Formung der Persönlichkeit eines Menschen ist. Und das zu bestreiten, ist sehr schwierig“, sagte Tatjana Golikowa, stellvertretende Ministerpräsidentin der Russischen Föderation.

Jeder Junge und jedes Mädchen im Alter von 14 bis einschließlich 22 Jahren kann Karteninhaber werden. Die Karte ist mit 3.000 Rubel ausgestattet, die bis zum 31. Dezember dieses Jahres ausgegeben werden können. Die Liste der Veranstaltungen und Programme, für die man das Geld einsetzen kann, ist auf dem Portal culture.ru zu finden.

(Anm. d. Übers.: Die Liste der Angebote ist wirklich umfangreich. Man kann dort zwischen 1.826 Filmen, 1.118 Theateraufführungen, 1.255 Konzerten, 1.755 Kursen, 4.204 Museen, 722 Büchern und noch einigem mehr wählen, die alle von dem Programm abgedeckt sind)

Auch private Einrichtungen nehmen an dem Projekt teil. Das Museum „In der Stille“ ist eines davon. Hier geht es um Menschen mit einer Hörbehinderung oder Gehörlosigkeit, um ihre Probleme und ihre Inklusion. Das Museum hat spezielle Programme für den so genannten unvorbereiteten Besucher vorbereitet. Das Staatliche Historische Museum und das Museum des Krieges von 1812 bieten einen Kurs für Inhaber der Puschkin-Karte an – das sind 69 Unterrichtseinheiten im Jahr. Daniil Anikin, der am Staatlichen Historischen Museum Kurse für Studienanfänger leitet, ist sich sicher, dass der Übergang von der Theorie zur Praxis und umgekehrt für Sozialkunde als eines der wichtigsten Fächer im Lehrplan der Schule wichtig ist. Das Nördliche Schifffahrtsmuseum in Archangelsk bietet den Inhabern der Puschkin Karten ein interessantes Multimediaspiel, das nach dem Prinzip von Computerspielen entwickelt wurde. Die Schülerin Dascha Vydrina wurde Kommandantin eines virtuellen Konvois, der 1941 von Schottland zum Hafen von Archangelsk fuhr. Dieses Spiel ist der legendären Geschichte der Nordsee-Konvois gewidmet, die während des Zweiten Weltkriegs die Lend-Lease-Ladungen an die UdSSR lieferten. Und nachdem sie das Thema spielerisch kennengelernt hat, erfährt sie das wahre Schicksal des Konvois, den sie kommandiert hat. Das Arsenjew-Museum für die Geschichte des Fernen Ostens bietet jungen Menschen Eintrittskarten für Filmabende. Dort spricht vor jedem Film ein Lektor.

Im Jahr 2022 werden bereits 5.000 Rubel auf der Puschkin-Karte sein.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

13 Antworten

  1. Wäre schon echt gut wenn sich deutsche Politiker mal um soetwas bemühen würden. Aber hierzulande ist es verwerflich ein Patriot zu sein und stolz auf Deutschland darf man auch nicht sein, nur auf das was man selbst leistet, zumindest hat mir das mal ein Lehrer in der 10ten Klasse so erklärt.

      1. Er hat offenbar keine Ahnung vom Beruf des Lehrers.
        Daß dieser Ultraliberalismus westlicher Prägung auch den Lehrer „kaputt“ macht, ist eine andere Sache.

        Ich hätte den Mann einfach mal gefragt, was er den so unter „Leistung“ versteht.
        Im Übrigen ist solches Geschwätz typisch für diese „westliche“ Sozialisation nach 1990.

        Da sollten wir nicht mehr allzu viel erwarten, zumal unter dem Vorwand, „Nationalismus“ zu verhindern – und „deutschen Vergangenheit“ als 0-8-15-Universal-Totschlag-Argument klappt immer – es statt dessen einfach darum geht, den Nationalstaat und damit das Fundament von so etwas wie „Demokratie“ zu marginalisieren.
        Wenn heute die wirklich wichtigen Entscheidungen auf der Ebene dieser sog. EU getroffen werden, dann bedeutet das defacto eine Entmachtung der nationalstaatlichen Parlamente.
        Und dieses sog. EU-parlament wäre, abgesehen von dessen inneren Struktur, selbst dann kein gleichwertiger Ersatz, wenn die Kompetenzverteilung der EU-Gremien ähnlich der des Nationalstaates gestaltet würden – weil diese EU in erster Linie ein Freihandelsabkommen ist, diese 4 sog. „Grundfreiheiten“ die eigentlichen Verfassungsgrundsätze dieser EU sind.

        So – und das finden alle gut, weil die meisten das Problem überhaupt nicht sehen, es nicht verstehen oder es sie nicht wirklich interessiert.
        Die wollen nicht wahr haben, das unter dem Mäntelchen solcher sicher hehren Ideen eines „friedlichen und vereinten Europas“ knallharte imperiale Ambitionen verwirklicht wurden und werden, es dabei um alles mögliche, aber sicher nicht um uns und schon gar nicht um „friedlich“ geht.
        Wir sind da nur „Manövriermasse“, die von wesentlichen Entscheidungsprozessen möglichst ausgeschlossen bleiben soll, und damit das nicht so auffällt, dürfen wir zu allen scheinbar anstehenden, jedoch bereits getroffenen Entscheidungen unsere zustimmende Meinung äußern, weil die ja sowieso „alternativlos“ seien – und ein EU-„Parlament“ wählen, die mit Abstand hinterhältigste Camouflage tatsächlich bestehender Herrschaftsverhältnisse.

        Dieser gesamte sog. EU-Integrationsprozeß ist dermaßen verkommen, aber er läßt sich wohl nicht mehr zurück drehen.

        Und wenn’s ums Klima geht, da wollen alle ja am liebsten die Weltregierung, da ist selbst diese EU-Ebene noch viel zu „kleinkariert gestrickt“. (Und auch ein Flassbeck redet da m.E. Unsinn, aber der ist halt Ökonom und Ökonomie ist zwar das Wesentliche, aber eben nicht alles. …)

        Das ganze nennt sich ja nicht umsonst „marktkonforme Demokratie“, die zu einem „Markt“ passen muß, der „global“ ist, weshalb es eines entsprechenden „Weltbürgers“ bedarf … und der spricht englisch.

        Da ist Stolz auf eine Nation im Sinne von Patriotismus „so was von gestern“, da soll sich der alte Goethe figgen, er hätte doch gefälligst englisch schreiben können… Im Musikprogramm des deutschen Rundfunks findet Europa praktisch nicht statt, der deutsche Film, was davon noch übrig ist, Serien minderer Unterhaltungsqualität u.ä., werden nahezu ausnahmslos musikalisch mittels sog. Hits einstiger oder neuerer Paraden gleichen Namens umrahmt, und wenn auf dem KiKa die „Kid’s“ ihre ersten Star-Allüren ausleben dürfen, wie jüngst geschehen, dann hört man da den gleichen Prassel, der im Rundfunk von morgens bis abends auf einen herab rieselt – und alles selbstverständlich „englisch“.

        Die gleichen Leute, die das zu verantworten haben, kommen uns dann mit „Europäischer Kultur“, „Europäischen Werten“, die sie weltweit zu verbreiten beabsichtigen, zum alles bestimmenden Maßstab erheben wollen, in guter alter, ursprünglich katholischer, später vor allem westeuropäischer, Tradition – da kann man ja auf knapp 500 Jahre Erfahrung zurückgreifen.

        Und dann kommt da noch einer der ganz Großen und Edlen daher und beklagt, daß den Deutschen doch der „Gemeinsinn“ abgehe…das is zwar schon etwas her, war noch vor der Pandemie, aber das ist auch so ein „Doktor“, der nicht müde wird, diese sog. europäische Einigung, die man besser als imperiale, neokoloniale Eroberung verstehen sollte, zu zelebrieren….vorzugsweise im Rollstuhl….

        1. Die mit dem Kontinent Europa pauschal gleichgesetzte EU ist ein US-amerikanisches Äquivalent zum einstigen sowjetisch dominierten RGW und eben nicht wie es einstmals de Gaulle und dem späten Adenauer und seinem treuesten Anhänger Strauss projektierte wurde eine (block)unabhängige politische und wirtschaftliche Allianz souveräner Nationalstaaten.

          1. Der RGW ist mit dieser EU überhaupt nicht zu vergleichen – allenfalls, wenn auch mit erheblichen Bauchschmerzen, mit der ursprünglichen EWG.
            Das Fundament des RGW war der Nationalstaat, und was die sowjetische Dominanz anbelangt, so haben wir dafür eine Reihe von Gründen, allein das Wirtschaftsvolumen spielte da eine maßgebliche Rolle – nur das war bei weitem keine „Einbahnstraße“, wie das heute immer so gern dargestellt wird…

    1. Sein eigenes Vaterland zu verachten und zu hassen ist jedenfalls die größte Dummheit, die man begehen kann. Die sogenannten Antideutschen werden außerhalb Deutschlands (und Österreichs) in erster Linie als obskurantistische Spinner wahrgenommen.

      In der Türkei oder auch in Portugal beispielsweise wäre eine vergleichbare politische Bewegung gar nicht denkbar.

  2. Ich kenne kein Land auf der Welt in welchem der Staat sich mehr um die jungen Menschen kümmert:

    – in den Museen habe ich häufig Schulklassen gesehen, viel disziplinierter als bei uns und die Lehrkräfte sind
    nicht so laschig und schluffig, sondern mit einer Mischung aus Ernst und Liebe bei der Sache

    – beim alljährlichen Tag des Kindes (Anfang Juni) sieht man in ganz Rußland auf speziellen Plätzen in der
    Öffentlichkeit Tanz-, Gesangs- und Sportaufführungen und zwar ab dem vierten !!! Lebensjahr bis ca. 16 Jahre

    – ich habe auch immer wieder erlebt, daß wenn ich russische Kinder bitte etwas zu singen oder ein Gedicht auf-
    zusagen, sie ausnahmslos ohne Scheu zur Tat schreiten; singen und auswendiglernen gehört in den russischen
    Schulen zum Programm und sie sind solche Fragen/Bitten gewöhnt
    – in der warmen Jahreszeit habe ich ebenfalls oft Schulklassen im Freien gesehen, die dort historische
    Architektur abzeichnen; so schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: die Jugendlichen lernen ihre Bauwerke
    kennen und sie üben sich im Zeichnen
    – und sie singen, das ganze russische Volk singt, ob privat oder als Straßenmusiker, fast immer auf russisch und
    nicht wie im Westen, auf englisch
    – übrigens kenne ich auch kein Volk auf diesem Planeten, das über solch interessante Buchhandlungen verfügt;
    jede Kleinstadtbuchhandlung in Rußland ist interessanter sortiert als die hiesigen Hugendubel-oder Thalia-
    ketten oder die letzten freien Buchhandlungen, wo es fast nur Krimis, verkitschte Kinderbücher oder Esoterik
    und Lebenshilfe zu kaufen gibt.

    Das einzige was ich putzig finde, ist die Verehrung durch alle Altersschichten hindurch für den deutschen Pöbelrock von Rammstein, Eisbrecher, usw., da überläuft es mich kalt.

    1. Ja, da werden sie sich bei vielen Russen sehr schnell unbeliebt machen,
      wenn sie die Musik von Rammstein als „Pöbel-Rock“ bezeichnen.

      Nun, gerade dieses von Deutschen zu hören, die sonst ja alles „andersartige“
      so fazinierend und nachahmenswert finden, mehr noch lieben als ihre eigene
      Kultur, ist geradezu wohl einzigartig auf der ganzen Welt und zeigt das ganze
      Dilemma, in den dieses Land schon seit Jahren steckt.

      Mein Motto ist eher: „Leben und leben lassen“.
      Es muß mir nicht alles gefallen und ich muß auch nicht jeden Spleen mitmachen,
      aber solange andere Menschen mich damit in Ruhe lassen, sind mir dessen Marotten egal…

  3. Es gibt in D ja auch den Ferienpass. Früher konnte man in Hamburg Mussen und die Kunsthalle besuchen, den Tierpark, Freibäder und vieles mehr. Den Pass gibts immer noch, hab eben mal für einen Zwölfjährigen geguckt, Museen, Kunsthalle und Tierpark sind nicht in den Angeboten, dafür gibts unter anderem Mist „Street Art gegen Hass: Die Wall of Love am JIZ-Infoladen“. Ein Trauerspiel. 😡

    ferienpass-hamburg.de/?minimumAge=12&priceMax=0&needsAttendant=0&first=0&offset=75

    1. Ich würde behaupten, das ist mit dem „dt. Ferienpass“ nicht vergleichbar!
      Eher noch mit den in der DDR üblichen Theateranrechten, die während der Schulzeit fleißig genutzt wurden. Da eben als Schulklasse gemeinsam & nicht individuell wie hier.

      Beim dt. Ferienpass sind zu viele Dinge drin, die Niemanden nutzen – eher nur die „grüne Langeweile“ vertreiben…Aber gut, unsere „Kultur“ ist ja doch schon weitgehend abgeschafft.

      1. „Beim dt. Ferienpass sind zu viele Dinge drin, die Niemanden nutzen …“

        Das ist heute so, wie man auf der Seite nachlesen kann, aber in den 70er Jahren habe ich den Pass bis zur letzten Seite genutzt. Wie gesagt, Museen, Kunsthalle, Tierpark, Hafenrundfahrt, alles äußerst interessante, lehrreiche und kostenlose Aktivitäten, inkl. kostenloser Öpnv. Theaterbesuche mit der Schulklasse gab es außerdem. Der Wille, Kindern und Jugendlichen Kultur näher zu bringen war damals tatsächlich vorhanden und ist absolut vergleichbar mit den russischen Maßnahmen.

    1. Ja und? Wann gab es hier je solche „Wahlgeschenke“?
      (Und komme er uns jetzt nicht mit dem reduzierten Umsatzsteuersatz für das Hotel-und Gaststättengewerbe..)

      Uns schenkt man da die Aussicht auf eine massiver Benzinpreiserhöhung. Das klappt auch, weil die Leute ja nicht mehr wissen, das da schon vor Jahren eine „Umweltsteuer“ drauf geschlagen wurde – neben einigen anderen…

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