Desinformation im Spiegel

Was man im ehemaligen Nachrichtenmagazin alles nicht über das Project Veritas erfährt

Project Veritas ist eine Gruppe investigativer Journalisten, die schon einige Skandale aufgedeckt haben. Da Spiegel-Leser das nicht erfahren, kann der Spiegel bei dem Thema plumpe Propaganda machen.

Im Spiegel ist ein Artikel mit der Überschrift „Bericht der »New York Times« – Aktivistengruppe und Ex-Spion haben sich gegen »Feinde« von Trump verbündet“ erschienen, der mit folgender Einleitung begann:

„Sie sollen Frauen auf Dates mit FBI-Agenten geschickt haben, um Gegner von Trump zu entlarven: Eine Aktivistengruppe und ein britischer Ex-Spion planten einem Bericht zufolge Geheimoperationen.“

Die Überschrift und die Einleitung geben schon vor, was der Spiegel-Leser denken soll: Es geht um eine dubiose Art von Hexenjagd gegen all die ehrenhaften Menschen beim FBI, die sich mutig gegen den bösen Trump stellen. Ganz so ist es jedoch nicht, aber um das zu verstehen, müssen wir uns erst einmal anschauen, was das Project Veritas ist.

Project Veritas

Das Project Veritas sind investigative Journalisten, die man durchaus als Sympathisanten von Trump einordnen kann. Das ist zwar gut zu wissen, aber nicht entscheidend. Entscheidend ist, ob sie lügen oder die Wahrheit berichten. Und im Gegensatz zum Spiegel berichten sie die Wahrheit, denn sie belegen ihre Recherchen so gut, dass deren Wahrheitsgehalt niemand abstreitet. Stattdessen werden ihre Veröffentlichungen von „Qualitätsmedien“ wie dem Spiegel einfach totgeschwiegen.

Das hat gute Gründe, denn das Project Veritas ist eine Organisation, die Lügen der US-Medien aufdeckt und mit versteckter Kameras filmt, was die Direktoren von US-Medien oder Internetkonzernen erzählen, wenn sie meinen, unter sich zu sein. 2019 hat Project Veritas mit versteckter Kamera aufgenommene Gespräche von Google-Führungskräften veröffentlicht, die offen erzählt haben, mit welchen Mitteln der Konzern, zu dem auch YouTube gehört, eine weitere Präsidentschaft von Trump verhindern und die Öffentlichkeit manipulieren wollte, die Details finden Sie hier.

Und erst vor einem Monat hat Project Veritas heimlich aufgenommene Videos veröffentlicht, auf denen ein leitender Direktor von CNN ganz offen erzählt hat, CNN habe sich die Anti-Trump-Meldungen im US-Wahlkampf einfach ausgedacht. Er hat detailliert und voller Stolz erzählt, wie das gelaufen ist und bezeichnete die Arbeit von CNN selbst ausdrücklich als Propaganda, die Details finden Sie hier.

Nun ist das Problem für den Spiegel, dass er die gleiche Propaganda macht, wie CNN, und dass er die Berichte und Meldungen, die der CNN-Direktor selbst als frei erfunden bezeichnet hat, übernommen hat. Der Spiegel hat die CNN-Lügen übernommen und mit reißerischen Schlagzeilen in Deutschland verbreitet.

Dass der Spiegel seinen Lesern von den Enthüllungen von Project Veritas nie berichtet hat, kann daher nicht überraschen. Auf Basis von CNN-Lügen hat der Spiegel so dreiste Lügen verbreitet, dass der Relotius-Skandal dagegen eine Lachnummer ist. Logisch, dass der Spiegel das verschweigt, es geht hier um nichts weniger als die Glaubwürdigkeit des ehemaligen Nachrichtenmagazins.

Was tun gegen Project Veritas?

Das Project Veritas hat die Pro-Biden-Medin schon mehrfach blamiert und keinem der Berichte des Projektes wurde widersprochen. Wie auch? Schließlich liegen die Beweise in Bild und Ton vor. Daher wurde all das von den Pro-Biden-Medin, zu denen auch die deutschen „Qualitätsmedien“ gehören, verschwiegen.

Ideal wäre es aus Sicht der Pro-Biden-Medin daher, wenn man mal so richtig auf das Project Veritas eindreschen könnte, um es zu diskreditieren. Und genau das hat die New York Times getan. Sie hat am 13. Mai einen langen Artikel veröffentlicht, in dem sie über Project Veritas herzieht und eine (angeblich) von Project Veritas geplante Aktion aufgedeckt hat.

Laut der New York Times hat das Project Veritas versucht, Kontakt zu FBI-Agenten aufzunehmen. Das ist gut möglich, es würde zum Vorgehen von Veritas passen, das Vertrauen ihrer „Opfer“ zu erlangen, um anschließend Gespräche mit versteckter Kamera aufzunehmen. Das Ziel der Aktion war wohl, FBI-Agenten Aussagen zu entlocken, die aufzeigen, dass das FBI gegen Trump gearbeitet hat und weiterhin arbeitet.

Der Artikel der New York Times ist sehr lang und er verliert sich in den Details der (angeblich) aufgedeckten Aktion. Allerdings erfährt der Leser New York Times nichts über die Skandale, die Project Veritas in der Vergangenheit aufgedeckt hat. Stattdessen wird das Project als kurzerhand als dubiose Gruppe dargestellt.

Der Spiegel schreibt ab

Der Spiegel hat am 14. Mai über den Artikel der New York Times berichtet. Und natürlich hat der Spiegel das Narrativ der US-Zeitung übernommen und auch nichts über die Enthüllungen von Project Veritas berichtet. Stattdessen hat der Spiegel seinen Artikel gleich mit Stimmungsmache begonnen:

„Manche Anhänger von Donald Trump sind bereit, weit zu gehen, um den früheren US-Präsidenten zu unterstützen. Das hat sich in der vierjährigen Amtszeit des Republikaners mehrfach gezeigt. Die »New York Times« hat nun ein weiteres Beispiel dafür enthüllt, das sich wie ein Spionageroman liest.“

Dass das Project Veritas offenbar nach dem bewährten Muster vorgegangen ist, zeigt dieser Absatz in dem Spiegel-Artikel:

„Die »New York Times« berichtet zudem von geheimen Überwachungsoperationen gegen FBI-Mitarbeiter. Die Gruppe habe herausfinden wollen, ob in den Reihen der Bundespolizei eine Anti-Trump-Stimmung herrsche. Zu diesem Zwecke habe die Gruppe Mitarbeiterinnen als verdeckte Ermittlerinnen auf vermeintliche Dates mit FBI-Agenten geschickt. Die Frauen sollen damit beauftragt worden sein, abfällige Kommentare über den Präsidenten zu dokumentieren.“

Die Rolle des FBI

Wenn der Spiegel seinen Lesern mitteilt, es sei darum gegangen, „abfällige Kommentare“ zu dokumentieren, dann ist das Irreführung der Leser. Es geht nicht um abfällige Kommentare, es geht um die Frage, ob das FBI parteiisch gegen Trump gearbeitet hat, vielleicht sogar während seiner Zeit als Präsident. Immerhin haben leitende Mitarbeiter von Google und CNN vor den versteckten Kameras von Veritas offen darüber gesprochen, dass sie gegen Trump gearbeitet haben. Man stelle sich vor, leitende FBI-Mitarbeiter würden solche Aussagen machen, wenn sie meinen, unter sich zu sein.

Dass das FBI gegen Trump gearbeitet hat, ist seit einem Jahr kein Geheimnis mehr. Immerhin hat das FBI das Wahlkampfteam von Trump 2016 ausspioniert. Der Vorwand dafür waren die Vorwürfe, das Trump-Team arbeite mit Russland zusammen. Heute weiß man, dass die Beweise für diesen Vorwand gefälscht gewesen sind, denn ein daran beteiligter FBI-Jurist hat 2020 zugegeben, die „Beweise“ gegen Trump Team gefälscht zu haben und sich bei dem Vorwurf vor Gericht schuldig bekannt.

Aber auch darüber hat der Spiegel nie berichtet. Der Spiegel schreibt über das Thema bis heute, es gäbe keine Beweise für Trumps Vorwürfe, das FBI habe sein Wahlkampfteam 2016 ausspioniert. Dabei ist diese Spionage gegen den damaligen US-Präsidentschaftskandidaten Trump in den USA nie wirklich bestritten worden, es ging nur um die Frage, ob das rechtmäßig gewesen ist. Und wenn die Beweise, die als Vorwand für die Spionage herhalten mussten, gefälscht waren, dann kann das kaum rechtmäßig gewesen sein.

Aber das weiß der Spiegel-Leser nicht, weshalb er gar nicht verstehen kann, wieso sich Leute von Project Veritas für FBI-Agenten interessieren. Man darf davon ausgehen, dass sie mehr über diese illegale Überwachung von Trump erfahren wollten.

Auch dieses Beispiel zeigt einmal mehr:

Spiegel-Leser wissen weniger!


Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen „Spiegleins“ lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2020 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

6 Antworten

  1. Das ist mal wieder typisch Spiegel. Die richtigen Journalisten diffamiert man, leugnet ihre Arbeit oder redet sie schlecht. Zur Zeit Richard Nixon reichte das Ausspionieren eines gegenerischen Poltikers schon aus, dass er des Amtes erhoben wird. Aber Sleepy Joe Biden darf sich jedes noch so schlimmer Verbrechen erlauben, weil er eine Marionette und Erfüllungsgehilfe des Tiefen Staates ist.

  2. Project Veritas, Judicial Watch, Freedom Watch usw. sind Propaganda, weil sie sehr einseitig berichten (wenn sie etwas finden, das gegen Trump/Republikaner spricht, kehren sie es unter den Teppich) — aber was sie berichten stimmt normalerweise genau.
    Es fehlt eine ähnliche Organisation der Gegenseite, die die Korruption auf der anderen Seite aufdeckt.

    1. „Es fehlt eine ähnliche Organisation der Gegenseite, die die Korruption auf der anderen Seite aufdeckt.“
      Was soll das denn bitte heißen? Ein Republikaner braucht bloß einmal falschparken oder vergessen sich nach der Toilette die Hände zu waschen, und es werden Sondersendungen auf CNN und NBC ausgestrahlt. Die NYT wird eine Woche lang Artikel zum Thema auf der Titelseite abdrucken und in den Late-Night-Shows wird man unentwegt „lustige Parodien“ davon nachspielen. Anschließend wird man eine kryptische Verbindung zu Russland aufbauen, die damit angeblich versuchen, die USA zu destabilisieren…

      1. Das Problem dabei ist, dass CNN, NBC, NYT usw. lügen. Wenn sie nichts haben, erfinden sie es.
        Und wenn es um die schlimmsten Kriegsverbrecher geht, die sich auch in der republikanischen Partei finden (Bush, Cheney, Rumsfeld, Graham, Haley, Haspel, Pompeo, bis vor kurzem McCain, …), berichten sie nichts (sondern behaupten sogar, dass ihre Lügen zu irakischen Massenvernichtungswaffen wahr wären).
        Was fehlt ist eine Organisation, die die echte Korruption aufdeckt ohne dazuzuerfinden und ohne etwas wegzulassen.
        Wenn die Republikaner nicht anfangen, bei sich selbst aufzuräumen, wird Trump auch nach 2024 wieder von Kriegsverbrechern aus der eigenen Partei in die falsche Richtung gezogen. Er mag immer noch Pompeo, Haley und Graham.

        1. Genau, die aufgelisteten Programme (CNN und Co) sind Teil des gewaltigen Desinformationsprogramms seitens des Tiefen Staates. Immer auf Seite der Rüstungsindustrie, egal ob aus Teilen der Demokraten oder der Republikaner. Nur das die Republikaner in besonderem Maße als Sündenböcke auserkoren wurden.
          Es besteht die Gefahr, dass sich die Republikaner sich selbst zerlegen. Sie sagen es, die Kriegverbrecher müssen rausfliegen. Und dass Trump auf Gestalten wie Haley oder Pompeo setzt ist ein riesengroßer Fehler. Wir erinnern uns nur gut an die furchtbaren Auftritte von Nikki Haley bei den Vereinten Nationen, bei der sie dreisteste Propaganda gegen Syrien und Russland in die Welt hinauströtete…

    2. Seien Sie doch „froh“. Sämtliche Qualitätsmedien haben bezüglich Trump einseitig berichtet und tun es immer noch. Man stelle sich mal vor, wenn solche Aufnahmen wie von Hunter Biden von eines der Kinder Trumps aufgezeichnet worden wäre. Das hätten wir alle in Dauerschleife in den Qualitätsmedien bewundern dürfen, wenn man diese Medien denn überhaupt noch konsumiert.
      Oder wie sich der Spiegel und die Kommentatoren(erschütternd diese Bildungselite zu lesen!) aufregen, dass private Dinge aufgezeichnet werden. Dabei war es nicht auch der Spiegel, der 2016(?) in Dauerschleife das „Pussygrabschertonband“ genüsslich ausgeschlachtet hat?

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