Eskalation in Israel

Wie anders das russische Fernsehen über die Lage in Israel und Palästina berichtet

Bei internationalen Konflikten ist es immer interessant, sich anzuschauen, wie außerhalb der Filterblase der westlichen Medien berichtet wird. Daher habe ich einen sehr langen Bericht des russischen Fernsehens über den eskalierenden Konflikt zwischen Israel und Palästina übersetzt.

Ich behaupte immer wieder, dass die russischen Medien viel neutraler berichten als die westlichen Medien. Das wurde am Sonntag in der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ wieder besonders deutlich. Dem Konflikt zwischen Israel und Palästina wurden ganze 13 Minuten gewidmet und im Gegensatz zu westlichen Medien hat das russische Fernsehen nicht nur einen Korrespondenten in Israel, sondern auch es hat auch ein Kamerateam mit dem auf Kriegsberichterstattung spezialisierten Korrespondenten Evgeni Poddubnyi im Gazastreifen.

Das Ergebnis ist, dass das russische Fernsehen in seinen Korrespondentenberichten die Sichtweise beider Seiten ausführlich aufzeigt. Ich habe die vollen 13 Minuten mit beiden Berichten übersetzt. Zuerst kam eine Einleitung des Moderators im Studio und dann der Bericht aus Israel. Anschließend folgt der Bericht aus dem Gazastreifen.

Beginn der Übersetzung:

Die Situation in Israel: Ein grausiger Anblick

Israel und Palästina. Seit dieser Woche herrscht dort de facto Krieg. Er unterscheidet sich von den vorherigen in mindestens zwei Punkten. Erstens: Jetzt gibt völlig andere Militärtechnologien. Und zweitens: Der zivilisatorische Kontext um Israel und Palästina ist jetzt völlig anders.

Nach dem Triumph von BLM in den USA werden das Handeln Israels und die Rolle Palästinas – ob es einem gefällt oder nicht – vor der aktuellen Black Renaissance ganz anders wahrgenommen als zuvor. Nimmt man noch das Erstarken der Türkei, die aktivere Rolle des Irans in der Region und die schnell mobilisierte Solidarität im Islam hinzu, wird das Bild verständlicher.

Unter diesen Bedingungen könnte die Eskalation des neuen palästinensisch-israelischen Konflikts unerwartete Folgen haben. Und selbst die Vereinigten Staaten spüren das. Immerhin rief Präsident Biden sogar den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu an und flehte ihn buchstäblich an: „Ich hoffe, dass das endet – und zwar je früher desto besser.“ So etwas war von Seiten der USA früher schwer vorstellbar.

Russland seinerseits besteht auf der Aufnahme direkter Verhandlungen zwischen Israel und Palästina und fordert darüber hinaus die Aktivierung des Nahost-Quartetts internationaler Vermittler – Russland, USA, UN und EU -, um die Feindseligkeiten so schnell wie möglich zu beenden und die grundlegenden Fragen zu lösen, einschließlich des Problems von Ost-Jerusalem.

Unsere Korrespondenten berichten von beiden Seiten des Konfliktes, zunächst Sergej Paschkow aus Israel.

Vielleicht liegt es an den Kindern. Sie, die in Schulen und Kindergärten extra dafür ausgebildet wurden, lassen die Eltern nicht zur Ruhe kommen. Tag und Nacht ziehen sie sie bei den ersten Tönen des Fliegeralarms in die Schutzräume. Die erzwungenen Pyjamapartys mit den Nachbarn in den Bunkern sind Teil des Lebens der Stadt geworden, von der man früher sagte, dass sie niemals schläft, jetzt allerdings ist der Grund die Hamas.

Die tödliche Kraft der Raketen, die aus dem Gazastreifen auf das Zentrum Israels abgefeuert werden, sollte man nicht unterschätzen. Dies ist der Krater einer Kasam-Rakete. Er erscheint recht klein. Aber alle Autos, die in der Nähe des Hauses geparkt waren, wurden durch Schrapnelle zerstört, die Fassade wurde buchstäblich durchlöchert und die Druckwelle tötete die Schafe im nahe gelegenen Stall. Ein wahrhaft grausiger Anblick.

Die Familie feierte das Ende des Ramadan. Unter dem Betonstaub liegt ein Koran auf dem Tisch. Daneben steht ein Bild der Besitzer. Beim Ertönen der Sirene ging der Familienvater mit seiner 16-jährigen Tochter nach draußen. Beide waren auf der Stelle tot. Heute sind all diese Festivitäten, die sich zu großen Katastrophen entwickeln könnten, abgesagt. Die Eisenbahnen stehen still, der Flughafen Ben Gurion empfängt kaum noch Flugzeuge und die von den Sirenen überraschten Passagiere werden eilig evakuiert. Schulen und Kindergärten sind geschlossen.

Dieser Zaun ist mit Metall beschlagen, aber man kann sehen, dass die Druckwelle und das Schrapnell ihn einfach aufgerissen haben und die Schrapnelle haben sich einfach über den ganzen Kindergarten verteilt. Gott sei Dank war der Kindergarten an diesem Tag geschlossen. Kindergarten arbeiten nach der Ausrufung des Ausnahmezustands überhaupt nicht mehr, aber es ist offensichtlich, dass ein solcher Treffer, ein Raketentreffer in der Nachbarschaft, sowohl Kindern als auch Erwachsenen das Leben hätte kosten können, wenn sie hier gewesen wären.

Dies sind die Bewohner von Ashkelon. Hier ertönt die Sirene bereits den siebten Tag in Folge, oft mit Pausen von nur drei bis fünfzehn Minuten. Hier leben die Menschen in den Bunkern.

Der Krach der Abwehrraketen ist zu hören. Auf das Signal hin versuchen die Menschen, sich in den nächstgelegenen Eingängen zu verstecken.

Der „Iron Dome“. Heute ist seine Effektivität nahezu perfekt. Das System visiert nur Raketen an, die bewohnte Gebiete und strategische Ziele bedrohen. Die Izz al-Din al-Qassam-Brigaden sind jetzt in der Lage, eine Salve ins Zentrum des Landes abzufeuern und dabei 130 Raketen auf einmal zu starten. Aber nur wenige erreichen ihr Ziel.

Die Ashkelon-Eilat-Pipeline steht in Flammen. Die Feuerwehren sind seit Stunden damit beschäftigt, die Flammen im Hafen von Ashdod zu löschen, wo ein Treibstofftank in Flammen aufgegangen ist. Und das ist ein Feuer im Sicherheitsraum eines Wohnhauses in der israelischen Stadt Sderot, an der Grenze zum Gazastreifen. Die Familie hat es eilig, die Stahltüren des Schutzraumes zu schließen. Ein sechsjähriges Kind wurde getötet.

F-16-Kampffahrzeuge starten von einem Luftwaffenstützpunkt im Herzen der Negev-Wüste zu einem Kampfeinsatz. Auf dem Höhepunkt der Operation operierten bis zu 12 Staffeln über Gaza. Die ganze Nacht hindurch griffen Kampfflugzeuge, Hubschrauber und Kampfdrohnen Hunderte von Zielen an.

Dieses Feuer rührt von keinem Treffer her, es ist eine Grundschule in der Stadt Lod, die in Flammen steht, angezündet von radikalen arabischen Jugendlichen. Seit Tagen gibt es hier regelrechte Schlachten mit der Polizei, Synagogen brennen, die Menge greift Juden an, die gestern noch die netten Nachbarn waren.

In Lod besteht eine Ausgangssperre. Grenztruppen patrouillieren auf den Straßen. Von fünf Uhr nachmittags bis vier Uhr morgens darf niemand seine Wohnung verlassen. Aber die Feuer, die die Unruhen, Zusammenstöße und Pogrome verursacht haben, lodern bereits in Dutzenden von israelischen Städten. Die Zusammenstöße arabischer Jugendlicher mit der Polizei in Haifa, Akko und Ramle sind zu Angriffen auf jüdische Nachbarn eskaliert, zu Lynchmorden.

Jüdische Nationalisten aus den Reihen rechtsextremer Fußballfans und von extremistischen Organisationen der Siedlerjugend verübten Pogrome gegen Araber.

„Bei Tageslicht erscheint das alles wie ein schlechter Traum. Früher haben wir hier Kaffee getrunken und unsere Kinder haben hier Eis gegessen“, seufzt der Einheimische. Sie haben alles eingerissen. Offensichtlich zerstörten sie aus sadistischem Vergnügen ein Schaufenster mit dem von Kindern so geliebten Speiseeis mit einem Stein.

Die Postkartenansicht des Uhrenturms des alten Jaffa. Nur wird er jetzt von einer Polizeistreife abgesperrt. Die Stadt ist zu einer Gefahrenzone geworden. Wenn es dunkel wird, brennen Autos und es kommt zu Zusammenstößen mit der Polizei. Am Samstagabend durchbrachen Gruppen von Extremisten die Absperrungen und legten Brände. Ein Molotowcocktail wurde durch das Fenster im Erdgeschoss des Hauses der arabischen Familie Sabri Giltazi geworfen, während sich drei Kinder und die Eltern im Raum befanden. Das Gesicht der Tochter wurde verbrannt und der 12-jährige Sohn Mohammed liegt mit multiplen Verbrennungen auf der Intensivstation.

Die Verbrecher warfen eine weitere Flasche in das benachbarte Haus. Dort lebt übrigens ein jüdisches Ehepaar. Und auf der anderen Straßenseite, im Haus einer jungen jüdischen Familie, wurde ein Molotow-Cocktail direkt unter die Tür geworfen. Es gab Flammen. Nachbarn – sowohl Juden als auch Araber – helfen den Opfern mit Lebensmitteln, Habseligkeiten, einfach einer Tasse Kaffee. Die Polizei versucht, die Zusammenstöße und das Blutvergießen zu stoppen, die für die Einheit und Integrität des Landes viel gefährlicher sind als die Raketen der Hamas.

Aber, wie es sich im Heiligen Land gehört, war der Tempelberg das Zentrum, die Ursache und der Ausgangspunkt des beispiellosen Dramas in Israel. Hier wuchs die Spannung jede Woche, jeden Tag während des heiligen Monats Ramadan. Die Polizeigewalt, für die Gläubigen unverständliche Verbote, die Bereitschaft der Polizei zur sofortigen Gewaltanwendung, die Provokationen von Politikern und die Aufwiegelung von Radikalen brachten die Situation vor einer Woche auf den Siedepunkt. All dies hätte verhindert werden können, aber stattdessen wurde die Situation angeheizt.

Ende der Übersetzung

Nun folgt der Bericht von Evgeni Poddubnyi aus dem Gazastreifen

Beginn der Übersetzung:

Gazastreifen: Jeden tag reihenweise Beerdigungen

Seit nunmehr sechs Tagen greift Israel Wohnviertel in der palästinensischen Enklave an. Die jüdische Armee versucht, die zivile und militärische Infrastruktur zu zerstören, die von den Gruppen im Gazastreifen genutzt wird, vor allem von der Hamas und dem Islamischen Dschihad. Aber im Ergebnis greifen die israelischen Verteidigungskräfte Zivilisten an und die können die Kampfzone nicht verlassen: Die Enklave steht unter Blockade.

Jeden Tag gibt es in Gaza reihenweise Beerdigungen und oft werden ganze Familien auf ihre letzte Reise geschickt. Mehr als 140 Menschen sind bereits durch Luft- und Artillerieangriffe gestorben, darunter mehr als 30 Kinder. Die Krankenhäuser im Gaza-Streifen sind überfüllt, fast tausend Palästinenser wurden verletzt. Das Kamerateam von „Nachrichten der Woche“ besuchte eines der Krankenhäuser in Gaza.

„Ich war auf dem Rückweg vom Markt, war fast zu Hause, da schlug eine Rakete in der Nähe meines Hauses ein. Es waren viele Kinder und meine Nachbarn in der Nähe. Alle wurden verletzt“, sagte ein Bewohner des Gazastreifens.

„Ich sah eine Explosion und versteckte mich hinter einem Zaun. Dann rannte ich los, um den Verletzten zu helfen, als eine zweite Bombe hereinflog. Schrapnell hat meinen Nacken und Rücken getroffen“, sagte ein anderer Anwohner.

„Wir saßen zu Hause, als der israelische Beschuss begann. Die Familie meines Onkels wohnte im Haus nebenan, die ganze Familie wurde getötet, nur ein kleines Mädchen blieb übrig“, erinnert sich einer der Araber.

Die Geschichten all der Tragödien der letzten Tage sind sehr ähnlich. Israel warnt offiziell per SMS vor bevorstehenden Luftangriffen, aber die Bewohner des Gazastreifens können nirgendwo hinlaufen und sich nirgendwo verstecken. Die humanitäre Situation im Gazastreifen ist kritisch. Es gibt bereits einen Mangel an Blutprodukten und Medikamenten.

„Das Gesundheitssystem im Gaza-Streifen hat sehr gelitten, nachdem es schon zuvor einige Schwierigkeiten gab. Aber jetzt reden wir über einen Mangel von 45 % der Medikamente. Außerdem mangelt es an Ausrüstung, die Blutbank ist fast leer. Wir werden uns in einer sehr eingeschränkten Situation befinden, wenn wir keine Hilfe erhalten. Wir haben bei verschiedenen internationalen Organisationen angefragt. Wenn es keine schnelle Hilfe gibt, kommen wir in eine kritische Situation“, sagte Ashraf al-Qedra, ein Sprecher des Gesundheitsministeriums von Gaza.

Am Tag zuvor haben jüdische Flugzeuge das internationale Medienzentrum im Zentrum von Gaza buchstäblich abgerissen. Tel Aviv rechtfertigt sich natürlich damit, dass es sich bei dem Gebäude um eine militärische Einrichtung der Hamas handelte, aber der Angriff sieht nach dem bewussten Versuch aus, eine Informationsblockade zu errichten.

Ägypten hat den Grenzübergang Rafah geöffnet, um die Schwerstverletzten zu evakuieren. Jetzt ist das die einzige Möglichkeit für die Verletzten, den Gazastreifen zu verlassen.

Während Tel Aviv versucht, sowohl der militärischen Infrastruktur der Hamas als auch der zivilen Infrastruktur im Gazastreifen maximalen Schaden zuzufügen, antwortet der militante Flügel der Bewegung. Jeden Tag werden Hunderte von ungelenkten Raketen aus dem Gazastreifen auf israelische Städte abgefeuert. Knapp die Hälfte der Geschosse durchdringt das israelische Raketenabwehrsystem, wobei Zivilisten in jüdischen Städten unter Beschuss geraten. Die Hamas-Führer bedienen sich einer kompromisslosen Rhetorik, vor allem um die Palästinenser, die im Westjordanland leben, in den Konflikt hineinzuziehen.

Und dieses Ziel scheint von der politischen Führung der in Gaza herrschenden Bewegung erfolgreich erreicht worden zu sein. Es gibt Zusammenstöße in Ramallah, es gibt Proteste im Westjordanland, die Palästinenser halten Hamas-Fahnen hoch, und die Popularität der Fatah sinkt rapide. Jetzt sind die Mitglieder des kämpfenden Flügels der Bewegung in Gaza in den Augen der Bewohner der Autonomie die wichtigsten Verteidiger des palästinensischen Volkes.

Überhaupt sagen Experten, dass ein mögliches Ergebnis der israelischen Schläge auf die Enklave die Machtergreifung der Hamas-Bewegung im Westjordanland sein könnte, und das ist für Tel Aviv ein äußerst unerwünschtes Ergebnis. Es war für Israel immer einfacher, mit der palästinensischen Verwaltung zu verhandeln als mit der Bewegung in Gaza.

Dazu hat Israel auch eine Verschärfung der Lage an seinen Grenzen zu arabischen Ländern erhalten. Palästinensische Flüchtlinge versuchen, aus dem Libanon, Syrien und Jordanien zu kommen. Noch können die Regierungen die Situation unter Kontrolle halten, die libanesische Armee musste sogar Straßen im Süden des Landes sperren. Wie auch immer die Eskalation ausgeht, schon jetzt ist klar, dass die Zeit der relativen Stabilität im palästinensisch-israelischen Konflikt endgültig vorbei ist.

Ende der Übersetzung

Werbung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

35 Antworten

  1. Es gibt eine alte Unterhaltung, die vorausgesetzt die Übersetzungen waren richtig so lautet:

    Bitte lesen Sie das englische Transkript HIER
    Bibi:…Die Araber konzentrieren sich derzeit auf einen Terrorkrieg und sie denken, dass uns das brechen wird. Die Hauptsache ist, sie zu schlagen. Nicht nur einen Schlag, sondern Schläge, die so schmerzhaft sind, dass der Preis zu schwer sein wird, um ihn zu tragen. Der Preis ist nicht zu hoch, um ihn zu tragen, jetzt. Ein breiter Angriff auf die Palästinensische Autonomiebehörde. Um sie an den Punkt zu bringen, dass sie Angst haben, dass alles zusammenbricht…

    Frau: Moment mal, aber dann wird die Welt sagen: „Wie kommt es, dass ihr wieder erobert?“

    Netanjahu: Die Welt wird gar nichts sagen. Die Welt wird sagen, wir verteidigen uns.

    Frau: Hast du keine Angst vor der Welt, Bibi?

    Netanjahu: Besonders heute, mit Amerika. Ich weiß, was Amerika ist. Amerika ist etwas, das leicht bewegt werden kann. Bewegt in die richtige Richtung.

    Kind: Sie sagen, sie sind für uns, aber es ist wie…

    Netanyahu: Sie werden sich uns nicht in den Weg stellen. Sie werden uns nicht in die Quere kommen.

    Kind: Auf der anderen Seite, wenn wir etwas tun, dann werden sie…

    Netanjahu: Also sagen wir, sie sagen etwas. Also haben sie es gesagt! Sie haben es gesagt! 80% der Amerikaner unterstützen uns. Das ist absurd. Wir haben diese Art von Unterstützung und wir sagen „was machen wir mit den…“ Sehen Sie. Diese Regierung [Clinton] war extrem pro-palästinensisch. Ich hatte keine Angst, dort zu manövrieren. Ich hatte keine Angst, mich mit Clinton anzulegen. Ich hatte keine Angst, mit den Vereinten Nationen aneinander zu geraten. Ich zahlte sowieso den Preis, ich zog es vor, den Wert zu erhalten. Wert für den Preis.

    Im folgenden Segment prahlt Bibi damit, wie er die Osloer Abkommen durch eine Interpretation, die sie zum Gespött macht, ihrer Bedeutung entleert hat:

    Frau: Die Oslo-Verträge sind eine Katastrophe.

    Netanyahu: Ja. Sie wissen das und ich wusste das… Das Volk [die Nation] muss es wissen…

    Was waren die Oslo-Verträge? Die Oslo-Abkommen, die die Knesset unterzeichnet hat, wurden mir vor den Wahlen vorgelegt: „Werden Sie sich an sie halten?“ und ich antwortete: „Ja, vorbehaltlich der Gegenseitigkeit und der Begrenzung der Rückzüge.“ „Aber wie gedenken Sie die Rückzüge zu begrenzen?“ „Ich werde die Abkommen so interpretieren, dass es mir möglich ist, dieses Galoppieren zu den ’67er [Waffenstillstands-]Linien zu stoppen. Wie haben wir das gemacht?

    Erzähler: In den Osloer Verträgen wurde damals festgelegt, dass Israel den Palästinensern schrittweise in drei verschiedenen Schritten Gebiete übergeben würde, es sei denn, es handelte sich um Gebiete mit Siedlungen oder militärischen Anlagen. Hier fand Netanyahu ein Schlupfloch.

    Netanjahu: Niemand hat gesagt, was militärische Stätten definiert. Definierte militärische Stätten, sagte ich, sind Sicherheitszonen. Soweit es mich betrifft, ist das Jordantal eine definierte militärische Stätte.

    Frau: Richtig [lacht]…Das Beit She’an Tal.

    Netanjahu: Wie können Sie das sagen. Wie kann man das erkennen? Aber dann kam die Frage auf, wer definieren würde, was Definierte Militärische Stätten sind. Ich erhielt einen Brief – an mich und an Arafat, zur gleichen Zeit – der besagte, dass Israel, und nur Israel, derjenige sein würde, der definiert, was diese sind, die Lage dieser militärischen Stätten und ihre Größe. Nun, sie wollten mir diesen Brief nicht geben, also habe ich das Hebron-Abkommen nicht gegeben. Ich unterbrach die Regierungssitzung und sagte: „Ich unterschreibe nicht.“ Erst als der Brief im Laufe des Treffens zu mir und zu Arafat kam, erst dann habe ich das Hebron-Abkommen unterschrieben. Oder besser gesagt, ich habe es ratifiziert, es war ja schon unterschrieben. Warum ist das wichtig? Weil ich in diesem Moment tatsächlich das Oslo-Abkommen gestoppt habe.

    Frau: Und trotzdem gibt einer von unseren eigenen Leuten, entschuldigen Sie, der wusste, dass es ein Schwindel war und dass wir mit dem Oslo-Abkommen Selbstmord begehen würden, ihnen – zum Beispiel – Hebron…

    Netanyahu: In der Tat, Hebron tut weh. Es tut weh. Es ist die Sache, die schmerzt. Einer der berühmten Rabbiner, den ich sehr respektiere, ein Rabbiner von Eretz Yisrael, er sagte zu mir: „Was würde Dein Vater sagen?“ Ich ging zu meinem Vater. Wissen Sie ein wenig über die Position meines Vaters?

    …Er ist nicht gerade eine lilienweiße Taube, wie man sagt. Mein Vater hörte also die Frage und sagte: „Sag dem Rabbiner, dass dein Großvater, Rabbi Natan Milikowski, ein kluger Jude war. Sag ihm, es wäre besser, zwei Prozent zu geben als hundert Prozent. Und das ist hier die Wahl. Sie haben zwei Prozent gegeben und damit den Rückzug gestoppt. Anstelle von hundert Prozent.“ Der Trick ist nicht, da zu sein und kaputt zu sein. Der Trick ist, da zu sein und einen minimalen Preis zu zahlen.“

    An einem Punkt in der Mitte des Videos bittet Netanayhu den Kameramann, mit dem Aufnehmen aufzuhören, aber er macht weiter…
    Netanjahu sagt zum ersten Mal, was er wirklich denkt:
    Er prahlt damit, wie einfach es ist, die USA zu manipulieren, und er erklärt stolz, wie er den Oslo-Prozess sabotiert hat

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

    https://www.youtube.com/watch?v=l9dLTOd3V-Y

    Eine andere Seite zeigt ja auch dieses Video und auch eine wenig schmeichelhafte Sicht auf Teile ehemalige Präsidenten in Israel.

    https://www.richardsilverstein.com/2010/07/14/bibi-the-bamboozler-to-settlers-america-wont-get-in-our-way-its-easily-moved/#comment-136257

    Wenn so über den Oslo Vertrag bereits 2010 gedacht wurde und die Entwicklung der letzten 10 Jahre deutet darauf hin das es so ist müssen die Verhandlungsführer doch Kenntnis davon haben.

    Warum wird das nicht thematisiert?
    Schließlich gibt es ja weitere Berichte/ Einschätzungen bei der UN die diese Denke durchaus unterstützen.
    Viele Dinge sollten den Diplomaten belassen sein und viele Dinge werden bei der UN durch die USA diesbezüglich geblockt aber muss nicht irgend wann ein klares Signal gesetzt werden?

    1. „… vorausgesetzt die Übersetzungen waren richtig …“

      „Bibi“ ist Zionist und die Kommentare unter dem Video sind freigeschaltet. Wozu Zweifel?

      Ein anderer Zionist:

      „Der rote Faden in Schamirs Politik war stets sein Glaube an das jüdische Recht … Wo auch immer Juden den Fuß gesetzt hätten, gehöre das Land dem jüdischen Volk und nur diesem, erklärte er als Premier vor einigen Jahren – und danach handelte er auch.“
      (Allgemeine Jüdische Wochenzeitung, Bonn, 02.11.1995, S. 1)

      1. Eventuelle Übersetzungsfehler sind ja nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Da ich die übersetzte Version ja noch einmal übersetzte.
        Ich ordne Bibi schon Jahre klar dem Zionisten zu .
        Dieses Beispiel ist ja nicht das Einzige. Genau wie bei dem Gerz oder wie der Typ heißt. Vor ein paar Tagen verkündete er noch etwas von man wäre jetzt bereit für den Libanon Krieg.

        Ich bin aber der Meinung, dass es wirklich an der Zeit ist Klartext zu reden und dann zu handeln. Die Staatengemeinschaft sollte endlich den Mund aufmachen oder handeln.

        Es gibt ja Lichtblicke aber zu wenige.

        Biden 1986

        https://twitter.com/exhanny/status/1393078648564031489

        Biden 2021

        https://usa.liveuamap.com/en/2021/15-may-readout-from-the-whitehouse-of-the-potusnetanyahu

        Ich hoffe mal die Israelis merken, dass es den USA nie um das Überleben der Israelis ging sondern nur darum ihre Macht auszubauen. Mal ganz zu schweigen davon, dass die überwiegend sehr wohlhabenden israelischen Bürger offensichtlich nicht so erpicht sind im heiligen Land zu leben.

        DW im Twitterlicht

        https://twitter.com/ASE/status/1393906165529169920

        Sehr interessant die Kommentare zu lesen. Gestern zog ein Twitter Nutzer einen Vergleich, Nazi + Zionisten = Lebensraum Erweiterung. Heute nennt man die Bundesregierung zionistisch.

        Hafenarbeiter in Italien

        https://twitter.com/PressTV/status/1394172903877394432

        Hut ab, BRAVO

  2. Danke für die Übersetzung!
    Das russische Fernsehen arbeitet genauso, wie man es von guten Journalisten erwartet. Einfach beide Seiten zu Wort kommen lassen. Krieg ist immer grausam und geht gegen uns Menschen als Gesamtheit – da gibt es weder Gewinner noch Verlierer. Und im Konflikt Israelis gegen Palästinenser leiden auf beiden Seiten vor allem die Zivilbevölkerung, wie ja in den oben präsentierten Artikel schön dargelegt wird. Die Strippenzieher hinter den Konflikten bekommen davon immer nichts zu spüren. Es ist überhaupt eigenartig, sich wegen unterschiedlicher Glaubensbekenntnisse die Köpfe einzuschlagen. Sowohl Christentum, als auch Judentum als auch der Islam stammen alle von diesem Fleckchen Erde Palästina. Wenn man die Religionen vergleicht wird man feststellen, dass sie sich in ihren Grundfesten gar nicht so unterscheiden, Stichwort „Monotheiismus“.

    1. Nun so sehr unterscheiden können sie sich auch nicht.

      Auch wenn ich mich wieder etwas weit vor die vorderen Linien meines Wissen wage, so sind sich die Theologen aller drei großen monotheistischen Weltreligionen nach meiner Kenntnis in zwei Punkten einig:

      Der „Gott“, an den zu glauben jeweils erwartet wird, ist nicht nur „der Gleiche“ sondern „der Selbe“.

      „Islam“ wie auch „Christentum“ haben ihren Ursprung im „Mosaischen Glauben“ der Juden, gingen aus ihm hervor, bzw. wurden von ihm abgeleitet.

      Und mit diesem Phänomen des Monotheismus der Juden müßte man sich wirklich etwas näher befassen, denn der ist wohl eine historische Singularität (zur Entstehungszeit soll es nur noch einen möglicherweise ähnlichen Ansatz in Persien gegeben haben, der sich aber schnell wieder verlaufen hat).

      Und wenn wir uns diesen „Gott“ anschauen, so ist er der
      – „Einzige“
      – „Allmächtige“
      – „Unsichtbare“
      – „Namenlose“,
      und das mit der damals „herrschenden Götterwelt“ in den verschiedenen Zivilisationen des Mittelmeerraumes vergleichen, so haben wir hier einen „Abstraktionsgrad“, dem doch eine geradezu unglaubliche intellektuelle Leistung zu Grunde liegt – mit dem, meine ich, man noch zur Entstehungszeit des Christentums nicht so recht zu Rande kam, was wohl zu dieser Vergöttlichung von Jesus – einer realen „Gestalt“ – beigetragen haben mag.

      Das hat uns allerdings auch zu einer Kunst und Kultur verholfen, wenn wir die Jahrhunderte an Malerei und Musik bedenken, die wir nicht missen möchten, und die wohl auch eine gewisse Singularität für sich in Anspruch nehmen kann.

      Der Islam rund 600 Jahre später hat sich dann wieder viel strenger an alttestamentarischen Vorgaben gehalten, wonach es z.b. nicht erlaubt ist, „sich von Gott ein Bild zu machen“ (o.s.ä.).

      Auf der anderen Seite fordert dieser „Gott“ : „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“.

      Schauen wir uns die allgemeinen Vorstellungen damals, z.B. der Römer hierzu an.
      Die hatten ihre eigene, von den Griechen abgeleitete „Götterwelt“, die doch recht „menschlich“ daher kam, und da das schon viele waren, auch kein allzu großes Problem, wenn es da noch andere gab – die ägyptische „Isis“ z.B. hat man da wohl ggf. „integriert“.

      Die mögen über die seltsamen Eigenschaften des Gottes der Juden sicher etwas irritiert gewesen sein, aber sie haben sich da wohl im Allgemeinen nicht allzu sehr den Kopf darüber zerbrochen, solange das „Imperium der Römer“ anerkannt wurde.

      Umgekehrt war das dann schon problematischer und wohl auch besonders konfliktträchtig, wenn man die Konsequenzen dieser eingangs erwähnten stringenten Forderung bedenkt.

      Man könnte vielleicht meinen, daß hier der „Militärische Imperialismus“ der Römer mit dem „Geistigen“ der Juden kollidierte – und weiter der „christlich-abendländische“ Imperialismus wie auch der „islamisch-morgenländische“ bis zu einem gewissen Grade auch auf diese „Weltanschauung“ zurückzuführen sind….

      1. Humml: „Und wenn wir uns diesen „Gott“ anschauen, so ist er der
        – „Einzige““

        Der Einzige, der anerkannt werden soll. Allmächtig ist natürlich auch totaler Quatsch. Aber was solls?

        „Wie viel Hass und Dummheit die Menschen doch – elegant verpackt – Religion nennen können!“
        (Sri Aurobido)

        1. Es ging mir dabei einerseits um diese hochgradige Abstraktion eines Gottesverständnisses, das wir eigentlich erst wieder in der „Neuzeit“ beginnend mit Luther erreicht haben, andererseits gerade um diesen „Ausschließlichkeitsanspruch“, der m.E. über die „Ableitungen“ das „Denken“ in den, geistig im Mittelmeerraum wurzelnden, Zivilisationen nach der Antike… nun sagen wir, nicht unerheblich beeinflußt haben mag.

          Ich glaube, Niels Bohr soll einmal geäußert haben, er sei ein gläubiger Mensch, jedoch wenn er in sein Labor ginge, bliebe der „Liebe Gott“ draußen.

          Die Römer haben Krieg „im Namen und zum Wohle“ Roms geführt.
          Nach Rom führte man über lange Zeit Krieg „im Nahmen und zum Lobe“ Gottes bzw. Allahs.

          1. „… nun sagen wir, nicht unerheblich beeinflußt haben mag.“

            😂😂

            Kriege im Namen Gottes. Kann man sich etwas absurderes denken? Überhaupt, kann man etwas absurderes als „Gott“ denken?

            1. Nun ja, ich hätte da schon so eine Idee, wie es zur Entstehung von einem Glauben an „Höher Wesen“, Götter und Religion kam – und das ist ja ein historisch globalen, geradezu universelles Phänomen.
              Das hat m.E. allerdings nichts mit einer „Unerklärlichkeit“ diverser Naturerscheinungen oder dem verdienstvollen Wirken irgend welcher Außerirdischer zu tun.

              1. „Das hat m.E. allerdings nichts mit einer „Unerklärlichkeit“ diverser Naturerscheinungen oder dem verdienstvollen Wirken irgend welcher Außerirdischer zu tun.“

                Es würde mich nicht wundern, wenn meine Idee dazu kaum von Ihrer abweichen würde. 😉

              2. Ich weiß das geht jetzt Richtung Esoterik, aber für mich ist klar, dass es einen Sinn hinter all dem gibt. Wenn man sich überlegt, wie unfassbar unwahrscheinlich die Entstehung unseres Sonnensystems, unseres Planeten und des Lebens auf dem Planeten ist dann muss dahinter eine höhere Macht stecken. Man kann ja alles im Labor zusammenmischen und in Teilchenbeschleunigern Atome aufeinanderprallen lassen. Aber einen Menschen können wir nicht von der Schippe auf herstellen, indem wir einfach sämtliche chemische Zusammensetzungstoffe in ein Gefäß packen und kräftig schütteln.

      2. Wie gesagt, es ist sehr aufschlussreich die genannten Religionen zu vergleichen, wie Sie es in Ihrem Kommentar treffend taten. Es gibt einige Erzählungen wie beispielsweise die Sintflut-Erzählung, die sowohl im Judentum als auch Christentum als auch Islam zu finden sind, sowie das Konzept eines „Erlösers“ der in irgendeiner Form auf die Erde gekommen ist oder kommen wird.
        „Man könnte vielleicht meinen, daß hier der „Militärische Imperialismus“ der Römer mit dem „Geistigen“ der Juden kollidierte – und weiter der „christlich-abendländische“ Imperialismus wie auch der „islamisch-morgenländische“ bis zu einem gewissen Grade auch auf diese „Weltanschauung“ zurückzuführen sind….“
        Religion und Politik waren schon immer eng miteiander verwoben. Die katholische Kirche hat über viele Jahrhunderte über Europa geherrscht, indem sie im Namen des „Glaubens“ Angst und schrecken verbreitete. Auf ihren Kern runtergebrochen finden ähnliche Prozesse dieser Herrschaftsform bis zum heutigen Tage statt.

      3. Sehr geehrter
        Der Monotheismus, geht auf Echnaton zurück. Moses hat das in Ägypten verinnerlicht, sehr wahrscheinlich war er ein Ägypter aus der Führungselite. Da war ein Namen mit Moses üblich.

        1. Das ist so nicht richtig.
          Echnaton hat Aton zum Hauptgott oder Gott der Sonnenscheibe, quasi zum Chef erklärt. Die andere Götter der ägyptischen Mythologie verloren zwar etwas an Bedeutung, durften jedoch „weiter leben“.

  3. „Jüdische Nationalisten aus den Reihen rechtsextremer Fußballfans und von extremistischen Organisationen der Siedlerjugend verübten Pogrome gegen Araber.“
    Jetzt stellt euch mal vor, die Tagesschau würde diesen Satz bringen. Was da los wäre 😀
    Deshalb darf man froh sein, dass wenigstens das russische Fernsehen über diese Dinge berichtet, denn Verbechen sind Verbrechen, egal von wem sie begangen werden. Da dürfen wir uns keinen Denkverboten unterwerfen.

  4. Ich habe mir gerade ein Video angeschaut, was rumänische Arbeiter dort vor Ort aufgenommen und ins Netz gestellt haben – wie „israelis“ die arabische Bevölkerung dort abschlachten – Frauen, Kinder, Männer – friedliche Menschen, die nur ihren Lebenerhalt nachgehen – es wird wahllos getötet, was nicht „israelisch“ ist… – doch sowas ist in den „werte-westlichen qualitäts-medien“ absolut nicht zu sehen… – wie damals in Odessa – die Massaker, wo die Meldung nicht mal eine Stunde in den Nachrichten zu sehen war, wurde sofort gelöscht – samt der Bilder der bestialisch ermordeten russisch-sprachischen Bevölkerung… – die Bilder und Handlungen gleichen sich sehr stark… – Pogrome und ein Holokaust an der palästinensischen Bevölkerung… – aber sich in der Welt als „Dauer-Opfer-Abonnent“ präsentieren… – Ober-Pfui!!

    1. Ja, aber man sollt nicht übersehen, daß es umgekehrt die gleichen Erscheinungen gibt.
      Und die Hamas tut sich da auch keinen Gefallen, denn deren Raketen sind auch nur „Orden“, die bekanntermaßen immer die Falschen treffen und in diesem Fall sogar die „eigenen Leute“.

        1. Ganz kurz: „Wenn dir jemand Haus, Hof und Land wegnimmt – gehst du dann in die nächste „Schoppingmall“, wo deine „bucklige Verwandtschaft“ gerade Einkaufen ist, und schmeißt da ein paar Bomben rein?

          Oder etwas sachlicher: Palästinenser, denen man das „Land weggenommen hat“, wohnen auch genau dort, wo die Raketen hinfallen.
          Ich halte das jedenfalls nicht für einen angemessen Beitrag zum Befreiungskampf – mal ganz abgesehen davon, daß auch wieder menschliche Abgründe wie Neid „des Gazastreifens“ auf vergleichsweise „zivilisierte Verhältnisse in Israel“ auch nicht ganz auszuschließen sind – von dem innerpalästinensichen Zwiespalt Hamas vs. Fatah einmal ganz abgesehen.

          1. Dazu noch eine einzig Frage…: sind das tatsächlich die Hamas, die dort Raketisieren – oder Auftragsmörder seitens Neonazi Netajahu’s – der durch diesen Krieg eine neue Regierung ohne ihn und einen Aufenthalt im Knast verhindern will?… DENEN traue und glaube ich mal so gar nix…^^

            1. Also die Hamas so eine Art „5. Kolonne des Weltjudentums“?

              Mit „trauen“ und „glauben“ hat das sicher auch etwas zu tun, nur sollte man dabei weitgehend auf dem Teppich bleiben, will heißen, auf dem Boden der Tatsachen.
              Nicht alles was „denkbar“ ist, ist auch möglich oder wahrscheinlich.

              Und man sollte sich auch an den Gedanken gewöhnen, daß nicht alles, was „menschlich verständlich“ erscheint, auch „richtig“ ist.

            2. https://twitter.com/TaylorPBrooks/status/1392540668346703877

              Sieh selbst, bild dir deine Meinung dazu.

              1 Video, 3 verschiedene Jahre und Orte

              „Viele der Funktionen in diesem Video verweisen auf Israel (Nummernschilder, die Farbe der Straßenkante, einige der Mülleimer / Objekte). Haben ein paar Leute gesehen, dass dies eine israelische Militärübung war (z. B. Übung in einer städtischen Umgebung) – findet jemand Quellen dazu? “

              https://twitter.com/TweetForTheMany/status/1392805436366151680

            3. @Vlad Tepes, nur weil man schon einen Rabbi beim Hakenkreuzschmieren erwischt hat, heißt das nicht, dass die sich selbst Raketen in Wohnsiedlungen schießen. Möglich ist natürlich alles, aber das würde doch zu weit gehen, denke ich.

              1. Geschichtlich belegt gibt es viele viele Beispiele für Selbstinszenierungen zum Zwecke eines Krieges – Kollateralschäden auch an der eigenen Bevölkerung haben dabei doch noch nie interessiert… – sowie man auch immer schon Experimente an den eigenen Bevölkerungen machte – selbst olle yankee’s mit vorn dabei… – da war Mengele lang nicht allein… 😉

                Aber so mag ich das – eine nette kleine Diskussion ohne Beleidigungen wie auf vielen anderen Seiten, mit Pro und Contra… 😀

                1. Richtig. Aber in der Geschichte gab es das I-Net noch nicht. Es ist heute wesentlich schwieriger, so etwas geheim zu halten, die jüdische Bevölkerung würde so eine Tat sicher nie verzeihen und die Beteiligten an die Laternenpfähle knüpfen, Bibi allen voran. 😅

  5. Vor dem Hintergrund der nun schon Monate andauernden israelischen Staatskrise, bei der man trotzt Neuwahlen keine Regierungsbildung hinbekommt und einer drohenden Strafverfolgung des amtierenden Ministerpräsidenten erscheint mir das:

    „Как Нетаньяху, избегая тюрьмы, развязал гражданскую войну в Израиле“
    („Wie Netanyahu, um das Gefängnis zu vermeiden, einen Bürgerkrieg in Israel begann“)
    _____://www.fondsk.ru/news/2021/05/16/kak-netanjahu-razvjazal-grazhdanskuju-vojnu-v-izraile-53585.html

    doch eine recht plausible Erklärung für diese Entwicklung zu sein.

  6. Nachdem dieses Haus hier eindeutig gesprengt wurde und nicht durch irgendwelche Luftangriffe eingefallen ist (zweites Video):
    https://www.rt.com/news/523915-israeli-airstrike-gaza-ap-al-jazeera/

    glaub ich, dass die herrschenden Eliten da unten sich gegenseitig den Ball zuwerfen. Ich meine, die sind da ins Haus, haben alles verkabelt, incl der Show- Explosionen und dann in Ruhe das Haus fachgerecht so gesprengt, dass es keinen Schaden anrichtet. Wie lange wird das gedauert haben? 1 Tag? Einen halben Tag mindestens, würde ich sagen für ein absolutes Profi- Team. Und in der Zeit gabs keinen Widerstand? Klar.

    Der Schlüssel ist, die Leute auf beiden Seiten unter Panik zu halten. Ich glaub, diese komischen Selbstbau- Raketen haben in 20 Jahren unter 10 Leute getötet. Hatte vor Ewigkeiten mal sowas gelesen. Und mir kann auch keiner erzählen, dass diese langsam fliegenden Dinger nich ganz easy von jeder Art von Luftabwehr aufgehalten werden können. Hier mal ein Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=Uto_lstMmDw

    Zudem die Israelis in diesem Mini- Gebiet ja absolute Luft- und Bodenhoheit haben. Mit Satelliten, Drohnen usw könnte man mit grosser Sicherheit 90%+ der Starts verhindern.

    Man braucht das aber, um die Leute in Panik zu halten. Und der Hamas nützt es ebenfalls, wenn die Israelis zurückschiessen. IMO gehts nur wieder um Macht, Geld und Kontrolle. Alles wie immer auf Kosten der Leute, die da unten leben.

  7. Auch mit Atomwaffen, kann Unrecht, NIE zu Recht werden.
    Der Angriff der Khasaren, auf ein fremdes Land, das Abschlachten der Bewohner, die Aneignung von Land anderer Menschen, die Vertreibung, der Semitischen Ureinwohner, man legt keine Grenzen, seine Eroberten Gebiets fest, bis man ERETZ ISRAEL, von den Pyramiden Ägyptens bis zu den Stufenpyramiden Mesopotamiens EROBERT hat.

Schreibe einen Kommentar