Konflikt in Israel

Wie das russische Fernsehen über die Eskalation zwischen Israel und den Palästinensern berichtet

Da sich die Medienberichte in Russland und Deutschland oft stark unterscheiden, habe ich einen Beitrag der russischen Abendnachrichten vom 15. Mai über die Eskalation in Israel übersetzt.

Anti-Spiegel-Leser wissen, dass das russische Fernsehen oft völlig anders berichtet, als das deutsche Fernsehen. Da derzeit die Eskalation in Israel weltweit die Schlagzeilen beherrscht und ich gefragt werde, wie in Russland darüber berichtet wird, habe ich den Bericht des russischen Nahost-Korrespondenten Evgeni Poddubnyi aus den Abendnachrichten des russischen Fernsehens vom 15. Mai übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

In der palästinensischen Enklave finden reihenweise Beerdigungen statt. Täglich fallen Dutzende Bewohner des Gazastreifens den israelischen Angriffen zum Opfer. Wohngebäude und Bürogebäude werden beschossen. Die israelische Armee zerstört absichtlich Hochhäuser im Zentrum von Gaza. Die Liste der eingestürzten Türme umfasst Al-Shuruq, Al-Jawhara und Al-Hanadi. Und heute ist das internationale Medienzentrum eingestürzt. Jüdische Flugzeuge haben den Komplex getroffen, in dem weltweite und arabische Medien untergebracht waren.

Die israelische Armee rechtfertigt sich: Angeblich war in dem Gebäude eine militärische Einrichtung der Hamas. Aber die Organisation ist seit 2007 die regierende Kraft in Gaza, und es wäre seltsam, wenn Strukturen der Regierung von Gaza nicht in den Bürozentren der Enklave angesiedelt wären.

Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte erhöhen täglich den Einsatz und zerstören methodisch die zivile und militärische Infrastruktur der palästinensischen Enklave, während die politische Führung der Hamas ihre militärischen Möglichkeiten bereits ausgeschöpft hat. Alle israelisch-palästinensischen Vermittler haben über diplomatische Kanäle aus Gaza erfahren, dass die Bewegung zu Verhandlungen bereit ist, sobald Tel Aviv seine aggressiven Aktionen einstellt. Offenbar gibt die Hamas der israelischen Führung die Gelegenheit, die Pläne für eine Bodenoperation aufzugeben, ohne das Gesicht zu verlieren. Die Frage ist: Will Israel eine solche Gelegenheit?

Die Hamas antwortet auf die israelischen Angriffe weiterhin mit wahllosen Raketenangriffen auf jüdische Städte. Der militärische Flügel der Bewegung setzt auch Kamikaze-Drohnen ein. Dabei konnten Gazas Artilleristen die israelische Raketenabwehr teilweise überwinden. Knapp die Hälfte aller in den letzten 24 Stunden auf Israel abgefeuerten Raketen haben ihr Ziel erreicht.

Die offizielle Reaktion der islamischen Länder in der Region auf die israelischen Schläge ist noch eher verhalten. Dafür protestieren palästinensische Flüchtlinge im Libanon, in Jordanien und Syrien aktiv und versuchen sogar, Israels Grenzgebiete anzugreifen. Die libanesische Armee ist zum Beispiel gezwungen, Straßen im Süden zu blockieren, um zu verhindern, dass palästinensische Aktivisten erneut den Norden Israels angreifen.

Im Westjordanland marschierten Kämpfer der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden, dem bewaffneten Flügel der Fatah, mit Waffen in der Hand durch die Straßen von Jenin. Sie riefen die Bewohner der Autonomie auf, ihren Kampf gegen die israelischen Sicherheitskräfte zu verstärken. Unter dem Einfluss der Eskalation sind radikalisierte Kämpfer zurück auf den Straßen der Städte im Westjordanland. Es ist schon jetzt klar, dass die Regierung der Westbank irgendwie auf die Konfrontation zwischen Gaza und Tel Aviv muss.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

33 Antworten

  1. MIt der Zerschlagung des Osmanischen Reiches vor 100 Jahren und der willkürlichen Grenzziehung im Nahen Osten durch Engländer und Franzosen ist der bis heute gärende Eiterherd geschaffen worden. Durch die allgemeine Entstellung der Geschichte soll die böse Tat bis heute vertuscht werden.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sykes-Picot-Abkommen
    Wegen U-Bootlieferungen an Israel oder auch nicht sind hier schon Menschen umgebracht worden. (Barschel) Es wird also von deutscher Führung eine Unterwerfung unter Israel erwartet, und das wird uns auch deutlich durch Steinmeier und Merkel gesagt. Nachrichten von hier kann man sich also sparen. Bei dem Bericht aus Rußland werden 2 Gegner vorgestellt, die sich prügeln müssen wie im Mittelalter und auf diplomatischem Wege nichts erreichen, die also in der Zivilisation noch nicht angekommen sind.

    1. Das Osmanische Reich war aber auch eine gefürchtete Kolonialmacht!
      Vergessen Sie bitte nicht, dass sich die Russen und Jugoslawen (jug= Süden – ergo Südslawen) bittere Schlachten mit den Osmanen geliefert haben, um die Region in Südosteuropa zu verteidigen.
      Die Osmanen fielen im Mittelalter in Osteuropa ein und verkauften die Slaven (etymologisch: Sklaven = Slaven), was nebenbei bezeugt, dass auch weiße Menschen versklavt wurden. Bis vor Wien sind die vorgedrungen! Die Bosniaken (Moslems) blieben als als zum Islam konvertierte Südslaven auf dem Balkon zurück, was erklärt, warum die Balkan-Völker trotz gemeinsamer Sprache so zerstritten sind.
      Und im Nahen Osten haben die Osmanen das Volk der Kurden unterjocht. Bis heute wurde der Staat Kurdistan nicht reetabliert. Auch Griechenland haben die unterjocht, und Konstantinopel samt Hagia Sophia ist bis heute Teil der Türkei geblieben. Von den im Libanon und Palästina lebenden Christen ganz zu schweigen, die unter der osmanischen Herrschaft litten.

      1. Viel mehr weiße Menschen wurden von den Muslimen versklavt als jemals Neger in die USA und die Karibik. Das ging so bis weit ins 19. Jahrhundert und erst die Amerikaner haben durch den Beschuß von Tripolis ein Ende gesetzt – ein Trauerspiel, daß die Europäer dazu nicht in der Lage waren.

        Mich wundert jedoch, daß Sie Slawen mit Sklawen gleichsetzen – wenn Sie in England in den Giftshop gehen, erwerben Sie kein Arsen sondern Mitbringsel. Das Wort dürfte eher etwas слово, dem Wort, zu tun haben, d.h. Slawen sind diejenigen des gleichen Wortes, die eine ähnliche Sprache sprechen – entsprechend den romanischen und germanischen Sprachen.

        Wir bezeichnen das östliche Christentum als „orthodox“, die Slawen jedoch nennen es православный, sinngemäß „dem rechten Wort zugewandt“. Womit beginnt die Bibel ? „Am Anfang war das Wort“.

        1. Stimmt beides. Die Slawen nannten sich selbst Slawen, weil sie die Worte ihrer Sprache verstehen. Diese Slawen wurden aber durchaus auch versklavt. Der ursprüngliche Name wurde allgemein auf „erbeutete Menschen“ übertragen.
          Über die Griechen kam das k ins Wort hinein und fand seinen Weg über die lateinische Sprache auch in unseren Sprachgebrauch.

          1. Als ich in Veliky Novgorod einen Vortrag über die mittelalterliche Geschichte Russlands angehört hatte, wurde die Geschichte über den Sklavenhandel des Osmanischen Reiches auführlich erläutert. Es war interessant und schockierend zugleich, dass der Name der Slaven auf deren Versklavung zurückführt.
            Die Herkunft über das Wort „slovo“ (=Wort) klingt aber gleichermaßen auch plausibel. Immerhin haben sich die Slaven über lange Zeit gut untereinander verständigen können, und die slavischen Sprachen haben sich viel später auseinanderentwickelt als beispielsweise die germanischen Sprachen.
            Kann also gut sein, dass sich beides auf die Namensherkunft ausgewirkt hat.

      2. Das ist richtig. Jede Macht, die der Kolonialmacht England in die Quere kam, wurde zerschlagen. 1897 kursierten in England solche Pläne betreffs Deutsches Reich. Ich lese gerade die Autobiographie von Wilhelm II, was der vor 1914 vor England für Verrenkungen gemacht hat, um das Reich zu schützen. Geholfen hat es weder ihm noch unserem Volk.
        Es gibt seit 100 Jahren kein Selbstbestimmungsrecht der Völker. Nordirland, Südtirol, die Kurden, die Pashtunen wurden zwischen Pakistan, Afghanistan und iNdien aufgeteilt. Aber die Völker müssen ja im Völkerbrei des Globalismus, der nichts weiter als entarteter Materialismus ist, untergehen und in Konsumenten, Patienten und Arbeitssklaven umgewandelt werden. Bei uns ist die Arbeit noch erträglich, aber schauen wir nach China, genauer nach Hongkong, wo Menschen in Kisten übernachten müssen.

        1. Vollkommen richtig! Es sind gerade die kleinen Völker, die unter den Großmächten zu leiden haben. Richtigerweise nannten Sie Südtirol als Beispiel für ein geteiltes Volk im Herzen von Europa. Es waren nach dem Zweiten Weltkrieg die Engländer, die sich vehement dagegen wehrten, dass die Tiroler eine Volksabstimmung durchführen können. Österreich sollte als Teil der deutschsprachigen Welt möglichst klein und schwach gehalten werden. Und auch im britischen Empire griffen England hart durch, Irland ist bis heute gespalten, genauso wie Kurdistan. Iniden wurde von den Anglo-Amerikanern ebenfalls brutal unterworfen.
          Das Osmanische Reich stand den Engländern im Nahen Osten im Wege, genauso wie das Deutsche Kaisserreich in Mitteleuropa ein Dorn im Auge war. Letzendlich blieb nur noch Russland im Wege, um die Welt komplett unter anglo-amerikanische Herrschaft zu bringen.

                1. Es gibt einen historisch-politischen Sachverhalt; Sie haben Ihre Betrachtungweise, ich habe die meine.

      3. Das ist einfach Käse.
        Das Osmanische Reich war nie Kolonialmacht in dem Sinne, wie es zuerst die Spanier und Portugiesen, danach die Engländer, Niederländer und Franzosen und zuletzt die Deutschen waren.
        Das Osmanische Reich war ein ganz gewöhnliches Großreich, und es hat mit seinen rund 600 Jahren immerhin länger durchgehalten, als das römische Kaiserreich, wenn man Byzanz außen vor läßt, – die republikanische Zeit vorher ist ein eigenes Thema.

        Ähnlichkeiten bestehen da eher und durchaus zum russischen Kaiserreich.

        Und die Sache mit der „Sklaverei“ sollte man sich schon mal etwas genauer anschauen, das ist nämlich ein zeitübergreifendes, flächendeckendes Thema.

        Als wir begannen Ackerbau zu betreiben und Tempel zubauen, entschlossen wir uns, wenn wir uns in die Haare kriegten oder in die Quere kamen, uns nicht mehr einfach abzuschlachten, eine Methode der Konfliktlösung, die sich vorher über Jahrtausende bewährt hatte, sondern für uns arbeiten zu lassen.
        Das reicht von Versklavung von „Kriegsgefangenen“ einerseits bis zur „Schuldknechtschaft“ andererseits (Letztere z.T zur der Leibeigenschaft in Europa führte, die zwar rechtlich anders gestaltet war, aber bis zu einem gewissen Grade auf das Gleiche hinaus lief).
        Der daraus erwachsen Sklavenhandel war im südlichen und östlichen Mittelmehrraum lange Zeit, also vor, während und nach der Antike, Geschäftsmodell, wozu sich die Araber oder die Osmanen auch in Afrika bedienten, die Afrikaner das dann z.T. selbst als Einkommensquelle erschlossen – und beide fanden in den Europäern schließlich interessierte Geschäftspartner.

        Und allgemein muß man halt verstehen, daß aus dieser ursprünglich antiken Zivilisation des Mittelmeerraumes mit ihrem römischen Höhepunkt, zwei „neue“ hervorgingen, der „Christliche Okzident“ und der „muslimische Orient“, wobei die „Antike“ allerdings schon christlich geprägt in der Gestalt von Byzans noch bis ca. 1400 „durchhielt“.

        Das war für die westlich-germanische „Christenheit“ insoweit ein Glücksfall, als dort altes antikes Wissen, z.B. das römische Recht, so lange bewahrt wurde, das es dann schließlich seinen Weg in die entstehenden europäischen Klöster finden konnte, um dort zunächst zu schlummern, und ab 1200 die ersten Universitäten erreichte.
        Ich meine auch, daß das erste große Schisma auch auf die noch antike Prägung von Byzanz zurück zu führen ist.

        Von Byzans fand die Orthodoxie dann ihren weg nach Norden, und ich bin geneigt, die christlich-orthodoxe, im weitesten Sinne „russische“, Welt als eine dritte Zivilisation anzusehen, die da später aus dem christlich-antiken Byzanz hervorging, bzw. dort wurzelte.

        Die Folge der ganzen Geschichte ist dabei eben u.a., daß der Balkan jedenfalls nach 1400 die typische diffuse Grau- und Konfliktzone zwischen Orient und Okzident wurde.

        Und wenn man sich da beklagt, daß die Osmanen einst vor Wien standen, und die auch ganz viele Völker und natürlich „Christen“ „unterjocht“ haben, und „einfielen“, und was weiß ich, was die da, tatsächlich oder angeblich, noch so alles taten, das wir heute gar nicht schön finden, so ist das doch eine zumindest einseitige, wenn nicht gar typisch christlich-westliche, aber in jedem Falle ahistorische Sichtweise.

        Nebenbei: die Kurden und ein eigener Staat – da sollte man sich doch zunächst etwas genauer mit den Kurden befassen, dort, wo die sich quasi selbst verwalten.
        Zudem dürfte die Idee nicht nur die Türken nicht besonderes begeistern – abgesehen von dem ganzen Rattenschwanz von Problemen, die daraus oder darauf folgen können (mit dem Südsudan hat das ja auch richtig gut geklappt) – und ganz zuletzt sehe ich dann doch mit Interesse dem erwachenden Nationalbewußtsein der Bayern entgegen, die ja immerhin auf eine tausendjährige, auch weitgehend territoriale, Identität zurück blicken können.

        1. Sie haben eine falsche Vorstellung davon, was eine Kolonialmacht ist. Denn nicht nur Europäer oder „Weiße“ können koloniale Herrschaft ausüben, sondern natürlich auch andere Völker unserer Welt.
          Die Osmanen hatten selbstverständlich keine Kolonien auf den amerikanischen Kontinenten oder Afrika besessen, sondern eben im Nahen Osten und Südosteuropa. Das waren beispielsweise auch Kurdistan, Palästina oder der Libanon und natürlich auch Teile Griechenlands sowie große Teile der saudischen Halbinsel.
          Und Japan ist natürlich auch eine Kolonialmacht gewesen. Was die in Korea alles angestellt haben, davon will ich hier garnicht erst anfangen.
          Zum Thema Kurden gibt es einige interessante Werke von rennomierten Journalisten wie Karin Leukefeld oder Prof. Michael Meyen. Was man den Kurden angetan hat geht überhaupt nicht. Die haben bloß keinen eigenen Staat, weil es England und Frankreich nur darum geht und ging, Land unter sich aufzuteilen. Und mit der Selbstverwaltung klappt es gar nicht mal sooo schlecht.
          In Afrika wurden ebenfalls willkürlich irgendwelche Linien auf Landkarten gezogen. Kein Wunder also, wenn sich „plötzlich“ der Südsudan vom Sudan abspaltet. Es wird Zeit, willkürlich gezogene Grenzen neu zu denken und stattdessen zusammenzuführen, was zusammengehört.

          1. Ich habe also ein „falsche Vorstellung“, während die Ihrige offenbar die „richtige“ ist.
            Ihre Gewissheit möchte ich haben.

            Im Übrigen ist mir die Rolle er Europäer durchaus bekannt.

            Zudem interessiert mich die Meinung von „rennomierten Journalisten“ nur insoweit, als daß sie mir Tatsachen liefern, auf deren Grundlage ich denken kann.
            Auch eine Karin Leukefeld, deren Verdienste um die „Wirklichkeit“ z.B. in Syrien ich durchaus schätze, muß da nicht immer richtig liegen.
            Und was man den Kurden so angetan hat oder haben soll, dürfte in der Geschichte wohl kaum den Anspruch auf Singularität erheben können, und ich werde mich jetzt nicht dazu verbreiten, was ich dazu „gehört oder gelesen“ habe, das ich zwar nicht mit dem Infantilismus „das geht gar nicht“ bewerten würde, aber doch perspektivisch für problemträchtig halte.

            1. Ich maße mir nicht an, die ultimate Wahrheit zu kennen. Die kennt niemand. Außerdem habe ich mich explizit auf Ihre begriffliche Verwendung bezogen, mir ging es nicht darum mich in irgend einer Form über Sie in arroganter Weise zu erheben. So etwas liegt mir prinzipiell fern. Wenn Sie schreiben meine Aussage bezüglich des Osmanischen Reiches als Kolonialmacht wäre „Käse“, dann erlaube ich mir aber doch dem etwas zu entgegnen.
              Es täte der Weltpolitik sicherlich gut, wenn mehr Empathen und weniger Psychopathen regieren würden. Auf Ihr Totschlagargument das ja alle Völker in irgendeiner Weise anderen Völkern schaden „Kein Anspruch auf Singularität“, gehe ich jetzt hier nicht ein. Bitte, betrachten Sie es als „Infantilismus“ wenn man mit den unterdrückten Völkern mitfühlt. Ich bin gerne infantil.

          2. Verzeihung. Ich weiß ja wie Sie es meinen! Der Begriff „willkürlich“ stört mich allerdings etwas, da die Grenzen mit voller Absicht so gezogen worden sind, damit die Menschen eben nicht zusammenfinden. „Willkürlich“ hört sich so an als ob nicht gewusst wurde, was da angerichtet wird.
            So geht es mir auch in anderen Bereichen der Politik wo so getan wird als ist man sich der negativen Konsequenzen nicht bewusst. Es wird in voller Absicht so gehandelt. Das macht es ja so perfide, dass die Brandstifter (Täter) gleichzeitig auch die Feuerwehr (Retter) sind.

            1. Mit „willkürlich“ meinte ich, dass es keinerlei moralische, historische oder sonstige Rechtfertigung gibt einfach diese Grenzen zu ziehen. Natürlich ist klar, dass dahinter das Prinzip „divide et impera“ steht und es um die Verteilung der Territorien an verschiedene Großmächte ging. Diese Politiker sind nicht auf den Kopf gefallen, die wissen genau, was sie tun.

            2. Wenn Sie meinem Link folgen, werden Sie lesen, daß die an Völker überhaupt nicht denken, die denken in ihrem Machtwahn an „Einflußsphären“. Von Völkerrecht und Demokratie quatschen die nur, um ihre Kriege zu rechtfertigen, an denen wieder dieselben Psychopathen verdienen.
              Warum werden die Archive immer alle für die Zeit eines Menschenlebens geschlossen? Warum treffen die geheime Vereinbarungen? Die werden doch nichts zu verbergen haben?

              1. Daher ist es die Aufgabe von Historikern und Investigativjournalisten aufzudecken, was sich alles unter der Oberfläche abspielt. Wie gefährlich das ist zeigt sich am Fall Julian Assange, der wegen seiner Arbeit weggesperrt wurde.

                1. Ja, lieber RU-im-Herzen, leider wird die Wissenschaft auch von ihrer kranken Ideologie beherrscht. Freie Wissenschaft gab es das letztemal unter Wilhelm II, da gab es auch die meisten deutschen Nobelpreisträger. Aber dessen Komitee haben sie sich ja bekanntlich auch erbeutet. Wie sonst bekommen in letzter Zeit die größten Kriegsverbrecher den Friedensnobelpreis. Es wird eben alles auf den Kopf gestellt.

              2. Vollkommen richtig. Die deutsche Sprache war bis zum ersten Weltkrieg Wissenschaftsprache Nummer eins. Das deutsche Kaiserreich war wissenschaftlich und kulturell hoch entwickelt und hat eine Vielzahl an Schriftstellern, Künstlern und Erfindern hervorgebracht.
                Das war den USA/UK natürlich ein Dorn im Auge.
                Heute bekommt Barack Obama einen Friedensnobelpreis. Ein Mann, der Lybien bombadiert hat und unter dessen Aufsicht der Putsch in der Ukraine vollzogen wurde…

  2. Es ist immer wieder eine Wohltat die Beiträge aus dem russischen Fernsehen zu lesen. Den tendenziösen Einheitsbrei und die offensichtliche NATO-Propaganda aus ARD/ZDF schaue ich mir schon lange nicht mehr an.
    Ich glaube allerdings kaum, dass man in Berlin nur wegen der Verbechen des Dritten Reiches Israel mit Samthandschuhen anfasst, egal was die gerade tun. Die Behandlung Russlands steht dem nämlich diametral entgegen. Genauso wie die Vernichtung Jugoslawiens und der Umgang mit Griechenland.
    Vielmehr wird es daran liegen, dass die BRD als amerikanischer Satellitenstaat die Zielstellungen des Zionismus zu befolgen hat. Wogleich man sich im deutschen Staatsfernsehen mit Begriffen wie „Islamismus“ zurückhält, ist gleichsam für die Palästinenser klar, dass sie von der „radikal-islamistischen“ Hamas regiert werden.

  3. Eine m.E. doch recht schlüssige und nüchterne Beurteilung der Lage liefert РУССТРАТ hier:
    _____://russtrat.ru/analytics/15-maya-2021-0015-4240

    „Это не «Железный купол» треснул, это покосилось будущее всего Израиля
    Израиль может не удержать территорию страны – какие факторы играют против?“

    (frei nach DeepL.:
    Es war nicht nur die Eisenkuppel, die zerbrach, es ist die Zukunft von ganz Israel, die wankt.
    Israel kann sein Territorium vielleicht nicht halten – welche Faktoren dagegen stehen.)

    Das sollte man sich mal anschauen, (Vielleicht kann der Meister da helfen).

    Vor einiger Zeit bemerkten wir einmal, daß die Europäer schon vor rund 1000 Jahren da auch ein, allerdings christliches, Königreich hatten, das ziemlich genau 200 Jahre stand hielt.
    Wenn die Israel dort nicht ihren alt-testamentarischen Politikansatz aufgeben, werden sie das als Staat kaum überleben – 50 Jahre sind schon um, und die Zeit vergeht schneller als damals.
    (Heute würde ich allerdings noch hinzu fügen, daß es dafür möglicherweise schon zu spät ist – und ob das überhaupt jemals erfolgversprechend gewesen wäre, ist zumindest fraglich.)

    1. „Das Problem der Existenz Israels wird demographisch gelöst.“ (Peter Scholl-Latour)

      Der jüdisch-arabische Streit um den Segen Abrahams/Ibrahims, des Urvaters der bis heute bestehenden 3 Eingott-Religionen, ist über 1500 Jahre älter als der Islam; durch diesen wurde er jedoch aus biblischen Bestandteilen runderneuert als Gottes-Offenbarung totalitär vertieft und seit der Sammlung der in alle Welt zerstreuten Juden im neu gegründeten Staat Israel im Heiligen Land gegenseitig zu Rasiermesser-Schärfe nachgeschliffen, was die Verständigungsmöglichkeiten auf den Spielraum von Kriegsermattungen reduziert.

    1. In dem Haus sollen ausländische Medien residiert haben.
      Ich spekuliere mal unter Unterstellung bösartigster Absicht, dass man die Palestinenser aus Gaza vertreiben will und das mit Hilfe des Militärs erreichen will. Also Vertreibung durch Völkermord.
      Wer noch Mainstream liest, wird also bald von der tödlichen Gaza- Variante hören, an der die Leute da unten massenhaft sterben. Ma gucken.

      1. Wir Deutschen sind schon ein lustiges Völkchen. Aus geheuchelter Reue gegenüber dem Völkermord an den Juden helfen wir jetzt den Zionisten ihrerseits, gegen die Palästinenser vorzugehen. Dass die Zionisten nur eine Gruppe radikaler Apartheidsstrategen sind und mitnichten die Mehrheit der Juden repräsentieren fällt dabei unter den Tisch.

        1. „Dass die Zionisten nur eine Gruppe radikaler Apartheidsstrategen sind und mitnichten die Mehrheit der Juden repräsentieren fällt dabei unter den Tisch.“

          Es bleibt alles beim Alten. Damals fiel ja auch die Mehrheit der Juden, die Zionisten sind in der Regel entkommen.

          1. Daß die Juden ihr Stück Erde bekommen haben, ist zu begrüßen, nur nutzen sie diese Möglichkeit zur Heimkehr ungenügend. Die Israel-Juden sind für mich daher kein Problem.
            Der Islam ist für mich eine verwandte Religion des Judentums, was soll also diese gespielte Feindschaft?.

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