"Russische" Opposition

Wie Russland sich gegen ausländische Wahleinmischungen wehrt

Aktuell wird gemeldet, dass eine der wichtigsten Mitarbeiterinnen von Nawalny Russland verlassen hat, um einer Freiheitsstrafe zu entgehen. Das ist eine gute Gelegenheit, um aufzuzeigen, mit welchen Maßnahmen Russland sich gegen ausländische Einmischungen in die anstehenden Wahlen zu schützen versucht.

Der Sinn von Wahlen ist, dass die Bevölkerung eines Landes über den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kurs ihres eigenen Landes entscheidet. Wenn andere Staaten sich in die Wahlen eines Landes einmischen, dann nicht, weil sie möchten, dass es dem Land besser geht, sondern weil sie ihre eigenen wirtschaftlichen und politischen Interessen durchsetzen wollen. Das sehen auch die westlichen Politiker und Medien so, zumindest wenn es um ihre eigenen Länder geht. Dann sind sie nämlich sehr empfindlich, wenn sie eine Einmischung in ihre Wahlen auch nur vermuten, wie wir seit Jahren an dem Theater über angebliche russische Einmischungen in US-Wahlen oder aktuell an Meldungen über angebliche russische Einmischungen in die anstehende Bundestagswahl beobachten können.

Anders liegt die Sache hingegen für westliche Politiker und Medien, wenn sie sich selbst in Wahlen in anderen Ländern einmischen. Das finden sie in Ordnung, obwohl sogar das Völkerrecht solche Einmischungen verbietet. Über das Thema habe ich oft geschrieben, die Details finden Sie hier.

Die „russische“ Opposition

Medien und Politiker im Westen machen sich große Sorgen um die angeblich „russische“ Opposition. Als „russische“ Opposition wird vor allem Nawalny mit seinen Organisationen bezeichnet. Nawalny ist zwar Russe, aber er wird aus dem Ausland finanziert. Das ist keine russische Propaganda, das kann jeder leicht überprüfen, wenn man sich zum Beispiel sein Bitcoin-Konto anschaut. Wie das geht, habe ich hier aufgezeigt.

Das ist aber bei weitem nicht der einzige Beleg dafür, dass Nawalny aus dem westlichen Ausland finanziert und gelenkt wird. Nawalnys Film über Putins angeblichen Palast, der Anfang des Jahres für Schlagzeilen gesorgt hat, ist offensichtlich nicht nur aus dem USA finanziert worden, sondern sogar auf Englisch verfasst worden, die Details finden Sie hier und hier.

Und auch der deutsche Staat hat kräftig geholfen, denn für seinen Film hatte Nawalny Zutritt zum Stasi-Archiv. Versuchen Sie mal, dort Zutritt und Akteneinsicht zu bekommen, die Wartezeiten betragen Monate, manchmal Jahre, nur für Nawalny nicht. Man kann auch leicht nachprüfen, dass alleine Nawalnys Lebenshaltung während der Dreharbeiten in der malerischen Villa im Schwarzwald etwa eine Million Euro gekostet hat. Woher kam wohl das Geld?

Die deutsche Regierung hat Nawalny aber noch zusätzlich unterstützt, indem sie nach Nawalnys angeblicher Vergiftung im Oktober 2020 einen sehr populären russischen YouTube-Blogger hat einreisen lassen, damit er Nawalny in Berlin interviewen konnte. Zur Erinnerung: Im Oktober 2020 waren die deutschen Grenzen wegen Corona für Russen geschlossen, was aber für pro-westliche russische Blogger anscheinend nicht galt. Manche sind eben gleicher als andere.

Das galt auch für die Begleiter Nawalnys, die nach seiner angeblichen Vergiftung zusammen mit ihm im Privatjet nach Berlin geflogen wurden. Eine der Schlüsselfiguren für Nawalnys Verbindungen zu westlichen Geheimdiensten ist eine junge Frau namens Maria Pewtschich, die in London lebt und offenbar zusammen mit Nawalny aus Russland nach Berlin eingeflogen wurde. Die sehr interessanten Details über Pewtschich und ihre Verbindungen finden Sie hier.

Obwohl die Einreisenden die Passkontrolle passieren mussten und obwohl die Passagierliste eines kleinen Privatjets nicht sonderlich schwer zu überprüfen ist und obwohl die Passagiere mit Polizeischutz in die Charité gebracht wurden, hat die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage im Bundestag jedoch geantwortet, sie wisse nicht, wer alles mit dem Privatjet in Berlin angekommen ist.

Dass Nawalnys Film nichts Neues enthalten hat, sei nur nebenbei erwähnt. Er drehte sich um einen zehn Jahre alten offenen Brief, über den auch deutsche Medien schon lange berichtet hatten. Außerdem zeigten Ermittlungen der Schweizer Staatsanwaltschaft, dass an dem Inhalt des Briefes nichts dran war. Vielmehr ging es um innenpolitische Intrigen in Russland und der Verfasser des Briefes hatte sich dann in die Schweiz abgesetzt, war aber dort nicht bereit, seine in dem Brief gemachten Aussagen unter Eid zu wiederholen und hat sie kleinlaut wieder zurückgezogen. Nawalnys Film war also eine auf Lügen aufgebaute Luftnummer, aber die westlichen Medien haben ein großes Propaganda-Feuerwerk gezündet, anstatt ihre Arbeit als Journalisten zu machen und auf diese – höflich ausgedrückt – Ungereimtheiten hinzuweisen.

Geopolitik anstatt Demokratie

Es ist also vollkommen offensichtlich, dass Nawalny aus dem Westen finanziert, gefördert und gelenkt wird. Das bestreitet auch niemand, wenn man meint, man sei unter sich, wie ein vor kurzem öffentlich gewordenes Telefonat einmal mehr bestätigt hat. Dabei meinten die Regimewechsel-Spezialisten der US-Regierung, mit Mitarbeitern von Nawalny zu telefonieren, sie sind aber auf einen Telefonstreich reingefallen. In dem Telefonat wurde offen gesagt, dass die USA Nawalny und andere „russische“ Oppositionelle unterstützen, Unruhen in Russland schüren und im Endeffekt einen Regimewechsel anstreben. Nawalny ist dafür nur eines von vielen Instrumenten, die die USA nutzen.

Aber die westlichen „Qualitätsmedien“ behaupten wider besseres Wissen, dass „russische“ Oppositionelle wie Nawalny ihre Unterstützung von unzufriedenen Russen bekommen und der Westen damit nichts zu tun habe. Das alles sei eine rein russische „Demokratiebewegung“ gegen den bösen Autokraten Putin, dabei berichten die Medien sogar selbst, dass Nawalny von NGOs Preise verliehen bekommt, die von westlichen Staaten finanziert werden und damit nichts anderes sind, als Instrumente westlicher Staaten zur Durchsetzung ihrer politischen Interessen. Es geht nicht um Demokratie oder Menschenrechte, es geht um Macht und Geld, also um Geopolitik.

Die anstehenden Wahlen in Russland

Aktuell geht es um die russischen Parlamentswahlen. Schon im Mai hat das EU-Parlament in einem Bericht gefordert, die im September in Russland anstehenden Parlamentswahlen nicht anzuerkennen. In dem EU-Bericht hieß es:

„die EU muss bereit sein, das Parlament Russlands nicht anzuerkennen und den Ausschluss Russlands aus internationalen Organisationen mit parlamentarischen Versammlungen zu fordern, wenn die Parlamentswahlen 2021 in Russland als gefälscht anerkannt werden“

Da die OSZE von den Staaten des Westens dominiert wird (von 57 OSZE-Mitgliedsstaaten gehören nur 16 nicht der Nato an), hat die OSZE sich dem gefügt und die Entsendung von Wahlbeobachtern trotz russischer Einladung abgelehnt. Das Spiel kennen wir schon aus Weißrussland, wo die OSZE ebenfalls die Entsendung von Wahlbeobachtern abgelehnt und der Westen anschließend ohne Belege von Wahlfälschung gesprochen hat. Das kommende Szenario ist also nicht schwer zu erraten.

Da der Westen inzwischen jede Zurückhaltung aufgegeben und der russischen Regierung den Kampf mit allen Mitteln (außer militärischen) angesagt hat, hat die russische Regierung in diesem Jahr auch die Zurückhaltung aufgegeben und geht offen gegen die westlichen Maßnahmen zur Beeinflussung der Wahlen in Russland, zur Destabilisierung des Landes durch vom Westen angefeuerte Proteste und der westlichen Finanzierung und Lenkung Oppositioneller in Russland vor.

Das ist auch verständlich, oder würde die deutsche Regierung nicht gegen „Oppositionelle“ vorgehen, die offen zu einem Putsch in Deutschland aufrufen, Massenproteste organisieren und dabei offen von Russland oder China finanziert und gelenkt werden?

Das war natürlich eine rhetorische Frage.

Russlands Maßnahmen

Dass Russland gegen aus dem Westen finanzierte NGOs, die sich offen in die russische Innenpolitik einmischen und offen für eine Farbrevolution in Russland kämpfen, durchgreift, habe ich bereits berichtet, um nicht alles zu wiederholen verweise ich für die Details auf diesen Artikel von Anfang Juni. Kurz zusammengefasst ging es darum, dass Russland diverse Gesetze erlassen hat, die in Russland als „unerwünscht“ eingestufte NGOs verbieten und auch russischen Staatsbürgern Strafen androhen, die mit diesen NGOs im Ausland zusammenarbeiten und zum Beispiel bei denen eine Ausbildung durchlaufen.

Als diese Gesetze in Kraft getreten sind, war das westlichen „Qualitätsmedien“ wie dem Spiegel natürlich einige Artikel wert. So titelte der Spiegel zum Beispiel „Schärferer Umgang mit Kremlkritikern – Warum Russland jetzt auch gemäßigte Oppositionelle jagen lässt“ und behauptete, „Putins System radikalisiert sich.“ Dabei muss man die Frage anders herum stellen: Warum hat Russland dem Treiben westlicher Staaten und Geheimdienste im eigenen Land so lange praktisch tatenlos zugeschaut? Westliche Staaten hätten ein solches Verhalten ihrer (ausländischen) (geo-)politischen Gegner in den eigenen Ländern nicht zugelassen.

Wer dieser Aussage mit Verweis auf das im Westen viel kritisierte russische Gesetz über ausländische Agenten widerspricht, dem sei gesagt, dass Russland das Gesetz, das aus dem Ausland finanzierte Organisationen, die in Russland politisch tätig sind, eine Registrierung und Kennzeichnung als ausländische Agenten vorschreibt, keine russische Erfindung ist. Es ist vielmehr die Kopie des Fara-Acts (Foreign Agents Registration Act), das die USA schon 1938 erlassen haben. Der einzige Unterschied ist, dass das US-Gesetz wesentlich strengere Strafen vorsieht, als die russische Kopie, wie ich hier mit Beispielen aufgezeigt habe.

Besonders lustig war Anfang Juni ein anderer Spiegel-Artikel mit der Überschrift „Dmitrij Gudkow – Russischer Oppositioneller kündigt Flucht in die Ukraine an“ über einen der „gemäßigten“ Oppositionellen. Gudkow hat seine „Flucht“ in die Ukraine öffentlich angekündigt und niemand hat ihn deswegen verhaftet oder seine „Flucht“ verhindert. Was ist das aber für eine Flucht, wenn man nicht einmal gejagt wird?

Die Folgen

Als Folge der neuen russischen Gesetze wurden einige Organisationen in Russland als extremistisch eigestuft und verboten. Darunter sind natürlich auch die Organisationen von Nawalny und seine Internetseiten wurden Ende Juni in Russland blockiert. Außerdem wurden in Russland einige deutsche NGOs mit den sich aus dem Gesetz ergebenden Folgen als unerwünscht eingestuft. Dafür gab es objektive Gründe, hier finden Sie einen Artikel über die betroffenen NGOs und ihre Aktivitäten in Russland.

Das allerdings hat der deutschen Regierung nicht gefallen, denn diese NGOs nehmen auch „Petersburger Dialog“ teil. Dieses wichtige (und fast letzte) Diskussionsforum zwischen Russland und Deutschland wurde daraufhin von der deutschen Regierung ausgesetzt, was die russische Regierung sehr bedauert hat. Aber auch hier ist die Frage, warum die russische Regierung so lange an einem Diskussionsforum teilgenommen hat, an dem von deutscher Seite NGOs beteiligt waren, die de facto einen Putsch in Russland fordern und fördern. Würde die deutsche Regierung an einem Diskussionsforum mit Russland teilnehmen, wenn auf russischer Seite NGOs am Tisch sitzen würden, die offen einen Putsch in Deutschland fordern, oder auch nur aktiv Pegida oder die Querdenker unterstützen?

Auch das war eine rhetorische Frage.

Angeblich unabhängige Medien

Im Zuge der neuen russischen Gesetze wurden auch einige Medien, die im Westen als „unabhängig“ bezeichnet werden, als ausländische Agenten eingestuft. Dabei ging es in erster Linie um das aus Baltikum betriebene Portal Meduza, das von Chodorkowski gegründet wurde und von ihm auch finanziert und gelenkt wird, die Details finden Sie hier. Chodorkowski ist ein ehemaliger Oligarch und laut Europäischem Gerichtshof zu Recht verurteilten Betrüger, der im Westen aber als das Opfer politischer Verfolgung dargestellt wird. Chodorkowski ist also ein erklärter Putin-Gegner, was legitim ist, aber wie objektiv kann ein Internetportal sein, das von Chodorkowski finanziert und gelenkt wird?

Diese von Chodorkowski finanzierten Internetseiten (Meduza ist nicht das einzige Portal) wurden Anfang August in Russland gesperrt, woraufhin diejenigen von ihnen, die ihren Sitz in Russland hatten, ihre Arbeit eingestellt haben, damit ihre Mitarbeiter nicht wegen der Arbeit für aus dem Ausland finanzierte und als unerwünscht eingestufte NGOs Probleme mit dem Gesetz bekommen.

Nawalny-Mitarbeiterin verlässt Russland

Wie offen der Westen Nawalny und seine Organisationen gesponsert und unterstützt hat, wird nun wieder einmal deutlich. Aktuell wird berichtet, dass Ljubow Sobol Russland verlassen haben soll. Über Sobol habe ich schon mehrmals berichtet, sie hat vor zwei Jahren auch in Deutschland Schlagzeilen gemacht, weil sie angeblich in einen Hungerstreik getreten ist. Der Hungerstreik der ohnehin zierlichen Frau hat angeblich 32 Tage gedauert, aber anstatt dem Tode nahe im Krankenhaus zu liegen, wurde sie nach vier Wochen Hungerstreik ausgelassen tanzend bei einer Party der Opposition gefilmt.

Sobol wurde vor kurzem wegen des Aufrufes zu nicht den genehmigten Demos von Anfang 2021 zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Allerdings war das eine Freiheitsstrafe, von der deutsche Straftäter nur träumen können, denn sie bestand darin, dass Sobol nicht etwa ins Gefängnis musste, sondern nur Moskau nicht verlassen darf und von 22 bis 6 Uhr in ihrer Wohnung sein muss. Außerdem darf sie an keinen Demos teilnehmen. So hart bestraft der russische Staat seine Gegner.

Russische Medien haben am Sonntag gemeldet, Sobol habe Russland verlassen. Sie ist laut den Meldungen in die Türkei geflogen, von wo sie einen Weiterflug in ein nicht genanntes Land antreten wolle. Ich tippe als Zielort auf London, wo Pewtschich und andere Nawalny-Leute sitzen, oder auf Deutschland, das sich seit der angeblichen Nawalny-Vergiftung ebenfalls in die erste Reihe der anti-russischen Staaten drängt.

Interessant ist, wie der Spiegel seinen Lesern die Verbindungen von Nawalny und seinen Leuten zum Westen verheimlicht. Unter der Überschrift „Offenbar Flucht in die Türkei – Nawalny-Verbündete Ljubow Sobol soll Russland verlassen haben“ hat der Spiegel am Sonntag gemeldet, dass Sobol Russland laut russischen Medien verlassen hat. Der Spiegel nennt sogar die Medien, auf die er sich beruft, aber er verschweigt, dass all diese Medien übereinstimmend gemeldet haben, dass Sobol nicht „in die Türkei geflohen“ ist, sondern dort einen Anschlussflug mit unbekanntem Ziel antreten wollte. Das sollen Spiegel-Leser – warum auch immer – nicht wissen.

Über die Verurteilung von Sobol schrieb der Spiegel:

„Die Gerichtsentscheidung fügt sich ein in das harte Vorgehen gegen die Opposition in Russland. Sobol stand bereits seit mehreren Monaten unter Hausarrest, das Urteil zielte darauf ab, ihre Bewegungsfreiheit auf längere Zeit einzuschränken. So dürfe Sobol für anderthalb Jahre nachts zwischen 22 und 6 Uhr nicht mehr aus dem Haus gehen, schrieb ihr Anwalt Wladimir Woronin am 3. August auf Twitter. Außerdem dürfe sie Moskau nicht verlassen und müsse öffentlichen Veranstaltungen fernbleiben.“

So sieht das vom Spiegel beklagte „harte Vorgehen gegen die Opposition in Russland“ aus. Ich frage mich, wie viele in Deutschland zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung Verurteilte sich wohl über derartige „Haftbedingungen“ freuen würden.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

16 Antworten

  1. In Sachen „Demokratie“ könnte dieser „wert-los-westen“ von Russland noch einiges lernen – sowie auch beim Umgang mit System-Kritikern, welche letztlich im „wert-los-westen“ nicht nur ihre Accounts, Emailadressen und Bloggs gesperrt bekommen – sondern auch gezielt ihre Rechner mit Viren lahmgelegt werden – bis hin zu immer häufigeren „Einlieferungen“ durch die Polizei in geschlossene Psychiatrien – sehr praktisch, braucht man doch so keine Anwälte und keine Prozesse mehr zu fürchten/führen… 😜😝

  2. Kurz vor der Wahl sollte Russland 500 arbeitslose Deutsche einfliegen lassen, als Wahlbeobachter denn die Wahl wird der Westen sowieso als gefälscht hinstellen, der kennt sich im fälschen von Wahlen inzwischen bestens aus. Russland sollte auch in die Ukraine einmarschieren um dann endlich den Minsk 2 Vertrag erfüllen zu können. Vielleicht will Ungarn, Polen und Rumänien einen Teil davom zurück? Kiew und Tschenobyl sollten aber weiter ein US Staat bleiben dürfen!

  3. „Da der Westen inzwischen jede Zurückhaltung aufgegeben und der russischen Regierung den Kampf mit allen Mitteln (außer militärischen) angesagt hat…“

    Naja, wer sich in Wahlen einmischt und Regierungen bekämpft, der erklärt damit auch der Bevölkerung den Krieg mit allen Mitteln. (außer militärischen)

  4. Die Russen müssten Navalny „gewinnen“ lassen, dann wird die Wahl wie angekündigt nicht anerkannt und folglich MÜSSTE Putin als Ersatz und westlich legitimierter Machthaber weiter regieren. (kleiner, dummer Scherz)

  5. „Würde die deutsche Regierung an einem Diskussionsforum mit Russland teilnehmen, wenn auf russischer Seite NGOs am Tisch sitzen würden, die offen einen Putsch in Deutschland fordern, oder auch nur aktiv Pegida oder die Querdenker unterstützen? “

    Naja, der Vergleich ist verdammt unangemessen!
    Weder Pegida und erst Recht nicht die „Querdenker“ wollen einen Putsch oder eine Revolution. Die Querdenker wollen die GRUNDRECHTE, die uns eigendlich bedingungslos zustehen zurück und das ist ja wohl mehr als nur legitim und rechtens!
    Und Pegida will andere Gesetze, das die Regierungen stürzen wollen wäre mir neu.

    1. Selbst die Identitäre Bewegung wäre noch ein unangemessenes Beispiel. Man müsste schon Die extremistische Antifa oder wenigstens die Reichsbürger nehmen um einen passenden Vergleich zu machen.

  6. Ich hab mir die Navalny- Finanzen unter dem Link im Artikel angeguckt und das mal nachvollzogen. Ich hab keine Bitcoins und keine Ahnung davon. Trotzdem war es mir möglich, das nachzurecherchieren.
    Meine Ergebnisse:

    Es gibt 2 Konten (Blockchains) unter dem Key. Ich frage mich, wie das überhaupt sein kann. Kann das jemand erklären?

    In der ersten sind 300 Mio US$ durchgerauscht, dh wurden umgesetzt. Das allermeiste Geld ging auch wieder ab.
    In der zweiten sind es 94k US$. Selbes Muster.

    Zudem gibt es eine offen einsehbare Transaktionsliste. Soll es nicht eine wichtige, vllt die wichtigste Eigenschaft von Krypto sein, dass es anonym ist? Ich meine, wenn ich jetzt eine Datenbank anlege, die diese Keys mit Personen verknüpft und mir immer die Transaktionslisten hole, dann bekomme ich doch ganz schnell vllt nicht sämtliche, aber doch die meisten Transaktionen raus.

    Dh ich kriege raus, wer wieviel wann an wen überweist. Und das kann jeder mit der nötigen Zeit und den nötigen Kenntnissen machen. Und was die Kenntnisse angeht, so scheint das kein Hexenwerk zu sein. Ist ja alles da. Wie ich die Krypto- Typen kenne, kann man die Transaktionen auch automatisiert bekommen, was die manpower Richtung null gehen lässt (wenn man die Technik gebaut hat).
    Die NSA macht doch genau sowas schon seit Ewigkeiten.

    Das erscheint mir irgendwie völlig widersinnig. Bin ich jetzt auf einem Holzweg? Weiss jemand hier was über den Krypto- Kram?

    1. Was die 2 Konten angeht… Ich vermute, das ist nur eine Eigenschaft der Database. Genauer:
      Die halten die Bitcoin-Adressen (Konten) wohl in einem Hash- Table. Dieser Container erlaubt mehrere Einträge pro key. Das zweite Konto hatte auch eine andere Adresse. Hatte ich übersehen.

      Trotzdem finde ich es höchst problematisch, dass man alle Transaktionen aller Konten öffentlich einsehen kann. Die versuchen sich damit rauszureden, dass man für jede Transaktion ein eigenes Konto bauen soll… aber das macht ja keiner. Das sollte automatisch geschehen. Egal, OT.

  7. Morgen zusammen

    „Der Sinn von Wahlen ist, dass die Bevölkerung eines Landes über den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kurs ihres eigenen Landes entscheidet“
    es gibt keine Aussage mit der sich ein Journalist mehr abqualifizieren kann als mit dieser.

    Sprache ist der Schlüssel zum Verstehen.
    Es gibt kein Russland oder USA oder China das miteinander sprechen könnten – lediglich Kriminelle die sich anmassen im Namen einer Bevölkerung zu sprechen. Die Begriffe ….land haben lediglich den Zweck eine illusionäre Entität zu erschaffen die am Ende für all die Verbrechen und Morde verantwortlich ist.

    Putin der sich entgegen der früheren Verfassung zum König auf Lebenszeit gekrönt hat, spricht nicht für das russische Volk, ebensowenig wie Merkel für das deutsch etc. Es gibt da keine Unterschiede für was alle diese Leute stehen – lediglich Unterschiede zwischen den Menschen, in Form von Bildung, Kultur use.

    Ich mag ihren Blog Herr Röper, möchte ihnen aber nahelegen Worte zu verwenden die die Realität spiegeln, nicht eine seit Jahrhunderten in den Köpfen der Menschen erzeugte Illusion.

    einen schönen Tag

      1. Hallo DiddelDu

        Die Quelle dieser Weltanschauung ist Bewusstheit – sich auf die Dinge zu fokussieren, die wirklich in der Realität ablaufen. Dabei im Kopf zu haben, was ich ( über 60 Jahre ) im Leben über die Menschen gelernt habe.

        Demokratie ist im Kern Gleichheit ( gleiche Wertigkeit ) aller Menschen.
        Exakt um das loszuwerden gibt es Juristen welche unmässig bezahlt werden um Geschichten zu erfinden, warum es für alle möglichen Leute Ausnahmen geben „muss“ -> Ende der Demokratie.

        Militär -> ist notwendig in Form einer Reservistenarmee, weil diese Leute ihren eigenen Job haben und man sie nicht erpressen kann, ihr eigenes Volk einzuschüchtern oder niederzuknüppeln, oder andere Länder wegen ihrer Bodenschätze etc. anzugreifen.
        Also schafft men einen Haufen von gehirn, gefühl und emphatielosen Marionetten, die alles tun was man ihnen sagt, und nennt sie dann Armee um ihrem kriminellen Handlungen einen Hintergrund zu geben.
        Desweitern werden sie bezahlt um sie existentiell abhängig zu halten.
        Die meisten Menschen denken nicht weiter als – Armee = Krieg = Tote. Denn Sinn dieses Handeln zu hinterfragen sie nicht.

        Massenmord oder der verletzende Eingriff in das Leben des Leute erzeugt in allen Menschen extreme mentale Konflikte.
        Dafür gibt es die Dinge die man nicht anfassen kann die „juristischen Fiktionen“, wie Länder, Firmen, Personen und andere Phantasieprodukte welche letzendlich dann schuld oder die Erklärung für mein eigenes Verbrechen sind. „Ich habs für mein Land getan“….
        Das bedeutet aber im Namen und mit Billigung derer die gewählt haben, egal welche Partei.

        Die Grundstrategie ist einfach. Alles was wichtig ist um die Leute zu unterdrücken, wird auf die gleiche Art strukturiert.

        Um es gleich vorwegzunehmen all die aufgeführten Berufe sind wichtig in einer Gesellschaft, wenn sie nicht pervertiert würden.

        Anwälte -> Zulassung -> Anwaltskammer -> Bezahlung steht in keiner Relation zur Leistung.
        Ärzte -> Zulassung -> Ärztekammer -> Bezahlung steht in keiner Relation zur Leistung.
        Beamte -> gleiches Schema

        das kann man endlos so fortsetzen.

        Der Grund warum das funktioniert ist das die Menschen ihre Kinder nicht lieben.
        Man gibt einem Wesen in dessen verletzlichstem Stadium ein Indoktrienation ( gefühlsmässig ),
        das all diese Dinge in Ordnung sind, und wer sie hinterfragt ist „nicht richtig“. Kaum ein junger Mensch
        möchte „nicht richtig“ sein. Das ist nichts weiter als den Bereich in dem das Kind denken „darf“ zu limitieren.
        Das nennen sie dann Liebe, weil sie auch dieses Wort nicht verstanden haben.

        Eine echte Gesellschaft, die diesen Namen auch verdient, kann nur aus einem anderen Bewusstsein entstehen.
        Das Erwachen eines eigenen Bewusstseins wird aber ab dem Moment unterdrückt, und durch ein Schema ersetzt, in dem man das Licht der Welt erblickt.
        Einige wenige verstehen das im Laufe ihres Lebens und versuchen etwas von dem Potenzial ihres Anfangs zurückzubekommen.
        Der Moment unserer Geburt ist die höchste Entwicklungsstufe die wir im Leben hatten.
        Die Jahrhunderte der technischen Revolution sind die Jahrhunderte der Degeneration der Spezies Mensch.

        „Es gibt nichts zu erreichen“ und “ Das Leben ist ein Weg ohnn Karte“.
        Zurück zu deine Frage, am meisten haben mich Krishnamurti Osho und Nietsche beeinflusst.
        Aussergewöhnliche Menschen die vorgemacht haben, das unsere grösste Gabe von fast niemnadem benutzt wird.

        “Freund, kümmere dich nicht darum, wer ich bin; du wirst es nie wissen.
        Ich möchte nicht, dass du etwas annimmst, was ich dir sage.
        Ich will nichts von dir;
        ich will keine Popularität;
        ich will nicht deine Schmeicheleien,
        deine Gefolgschaft.
        Weil ich in das Leben verliebt bin, will ich nichts.
        Diese Fragen sind nicht sehr wichtig; wichtig ist die Tatsache,
        dass Sie gehorchen und zulassen,
        dass Ihr Urteil durch Autorität pervertiert wird.
        Ihr Urteilsvermögen,
        Ihr Verstand,
        Ihre Zuneigung,
        Ihr Leben werden durch Dinge pervertiert,
        die keinen Wert haben,
        und darin liegt Kummer“ Quelle Krishnamurti

        ich wünsch dir einen schönen Tag

    1. Putin ist kein König und wird auch nicht auf Lebenszeit regieren. Russland ist auch im Gegensatz zu China keine Diktatur und sowohl demokratischer als der plutokratische Polizei- und Gefängnisstaat USA als auch als die einen Vasallenstaat der USA darstellende Parteienoligarchie Deutschland.

  8. „es gibt keine Aussage mit der sich ein Journalist mehr abqualifizieren kann als mit dieser.“

    Es gibt keine Aussage zu der von Cuchulin zitierten Aussage, mit der sich ein Kommentarschreiber mehr disqualifizieren kann als mit dieser. Dass Wahlen zu anderen Zwecken missbraucht werden, ändert doch nichts am eigentlichen Sinn der Wahlen. Zwischen Sinn und Zweck gibt es einen großen Unterschied.

  9. “ … vollkommen offensichtlich, dass Nawalny aus dem Westen finanziert, gefördert und gelenkt wird … “
    … ja, vor Allem wenn man auch noch ergänzen würde wie und wo der US-Agent gebrieft wurde;

    Deutsche Welle: 2010 erhält Nawalny ein Stipendium an der US-Eliteuniversität Yale „Ein Glücksfall … es soll rund 1000 Bewerber für die 15 Plätze gegeben haben.“
    Das dort von ihm absolvierte „Yale World Fellows Program“ existiert seit 2002 und … sieht sich selbst als „Brutkasten für globale Führungstalente“. Ausgesucht würden … Menschen, „deren größte Leistungen noch bevorstehen“, erklärt der Programmdirektor …

    Erinnert sehr an Protasewitsch, den weißrussischen Nazi, der neulich in Minsk aus dem Flugzeug heraus verhaftet wurde. Der ist auch total stolz auf die „wichtigsten Treffen und Gespräche seines Lebens“ im US-Außenministerium

  10. Hallo Thomas, in dem Zusammenhang möchte ich allen, auch dir, falls noch nicht bekannt FAS Buch „Bekenntnisse eines economic hitman“ empfehlen. Ich habe es gerade gelesen und bin absolut begeistert. Es geht um das Leben eines Mannes, dessen Aufgabe es war, im Auftrag der US-Regierung bzw. der Konzerne, Regierungen in anderen Ländern so zu manipulieren, dass sie ins eigene Unglück rennen. Und das mit ständig neuen an die Länder angepassten Tricks.
    Und ganz besonders toll ist, dass es vom Greenpeace-Magazin empfohlen wurde (Auf der Rückseite meiner älteren Ausgabe) habe mir direkt ein paar Exemplare gekauft in der Hoffnung, dass auch Fans der Grünen darin lesen.

    Man muss nur die ersten 20 seiten lesen, dann weiß man, was für ein Buch das ist und liest sicher weiter.

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