Tschechien

Wird Präsident Zeman nach seiner Rede über die Vorwürfe gegen Russland wegen Hochverrat angeklagt?

Die Posse um die tschechischen Vorwürfe, russische Agenten wären für Explosionen in einem tschechischen Munitionslager im Jahre 2014 verantwortlich, zieht immer absurdere Kreise. Nun geht es auch noch um Explosionen in Bulgarien und der tschechische Präsident soll wegen Hochverrat angeklagt werden.

Die Geschichte rund um die tschechischen Vorwürfe war auch so schon merkwürdig genug. Zur Erinnerung schauen wir uns noch einmal die Chronologie an, bevor wir auf die Meldungen der letzten Tage kommen.

Die tschechischen Anschuldigungen

2014 gab es Explosionen in einem Munitionslager in Tschechien, die auch nach sieben Jahren noch nicht aufgeklärt werden konnten.

Am 13. April 2021 wurden in Moskau drei Männer verhaftet, die einen Putsch in Weißrussland geplant haben. Das lässt sich nicht bestreiten, denn der russische Geheimdienst hat ihre Treffen gefilmt, bei denen sie die Putschpläne besprochen haben, und die Aufnahmen veröffentlicht. Und da es sich um bekannte Oppositionelle handelt, lässt sich die Echtheit der Aufnahmen nicht bestreiten. Die Festnahmen waren westlichen Geheimdiensten am gleichen Tag bekannt und der Putschversuch war Thema bei dem Telefonat zwischen Putin und Biden am 14. April.

Die Verhaftungen wurden von russischen Medien aber nicht sofort, sondern erst am 17. April gemeldet Die westlichen Geheimdienste hatten also fast eine Woche Zeit, sich eine Strategie zu überlegen, um von der Geschichte abzulenken.

Zum Schlüsseltag wurde der 17. April. An dem Tag haben die Geheimdienste Russlands und Weißrusslands die Festnahmen gemeldet und die Videos der Gespräche der Putschisten veröffentlicht. Die westlichen Medien haben das Thema aber praktisch komplett verschwiegen.

Tschechien hat ebenfalls am 17. April gemeldet, dass russische Agenten die Explosionen in einem tschechischen Munitionslager im Jahr 2014 verursacht haben sollen, Belege allerdings wurden nicht präsentiert, die tschechische Regierung hat sich auf Geheimdienstberichte berufen. Darüber haben die westlichen Medien – im Gegensatz zu dem vereitelten Putschversuch in Weißrussland – ausführlich berichtet.

Aus Sicht der Gegner Russlands war es ein positiver Nebeneffekt, dass der tschechische Vize-Ministerpräsident Jan Hamáček am folgenden Montag nach Moskau fliegen sollte, um über eine Lieferung des russischen Impfstoffs Sputnik-V zu verhandeln. Die Reise wurde wegen der angeblichen russischen Schuld an den Explosionen abgesagt.

Am Montag dem 19. April hat Tschechien mitgeteilt, gleich 18 russische Diplomaten auszuweisen. Dem Beispiel folgten auch andere EU-Staaten und Russland antwortete wie immer in solchen Fällen „gespiegelt“ und hat ebenfalls Diplomaten ausgewiesen. Mit den tschechischen Ausweisungen russischer Diplomaten begann eine politische Eskalation, wie sie wohl seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa ihresgleichen sucht, die Details können Sie hier nachlesen.

Die Rolle des Spiegel

Besonders lächerlich war bei der Geschichte mal wieder der Spiegel, dessen Aufgabe es anscheind ist, als Sprachrohr der westlichen Geheimdienste aufzutreten. Am 20. April hat der Spiegel allen Ernstes mitgeteilt, er und sein „Rechercheteam“ hätten Beweise für die russische Schuld an den Explosionen und im Detail über GPS-Daten, Flugbuchungen, Daten über Einreisen in die EU und so weiter berichtet. All diese Daten sind nicht frei verfügbar und stammen aus so vielen verschiedenen Datenbanken, dass der Spiegel sich das entweder alles ausgedacht, oder von einem Geheimdienst geliefert bekommen hat. Ob das alles der Wahrheit entspricht, kann niemand überprüfen.

Mit anderen Worten, der Spiegel hat erstens behauptet, er und sein „Rechercheteam“ hätten die Explosionen, die die tschechischen Behörden sieben Jahre lang nicht aufklären konnten, innerhalb von drei Tagen nach den tschechischen Anschuldigungen in einer eigenen Recherche aufgeklärt. Die Details dessen, was der Spiegel seinen Lesern als seine eigene Recherche verkauft hat, finden Sie hier.

Ich frage mich immer wieder, wie Spiegel-Leser solche Räuberpistolen für bare Münze nehmen können, aber das ist ein anderes Thema.

Der tschechische Präsident Zeman tanzt aus der Reihe

Es lief aus Sicht der anti-russischen Kräfte im Westen alles perfekt. Von dem vereitelten Putschversuch in Weißrussland hat das westliche Publikum nichts erfahren, die Bestellung des russischen Impfstoffs war abgeblasen, die Medienkampagne gegen Russland lief perfekt.

Dann aber funkte der ausgerechnet der tschechische Präsident Zeman dazwischen und erklärte am Sonntag dem 25. April, dass in dem Geheimdienstbericht kein Beleg für die Vorwürfe gegen Russland zu finden sei. Stattdessen sprach der tschechische Präsident davon, dass wegen fahrlässigem Umgang mit der Munition ermittelt wird. Das war doof, denn Zeman hat geheimen Bericht ja gelesen. Und so hat ihn anschließend auch niemand in Tschechien beschuldigt, die Unwahrheit gesagt zu haben.

Was also tun?

Die absurden Reaktionen in Tschechien

Der tschechische Vize-Ministerpräsident Jan Hamáček hat noch am gleichen Abend im tschechischen Fernsehen reagiert und gesagt:

„Die Hälfte seiner Rede wäre in Ordnung gewesen, aber die zweite Version über Fahrlässigkeit war meiner Meinung nach unnötig. Ich weiß nicht, warum der Präsident das getan hat. Es hat der Tschechischen Republik nicht geholfen“

Hamáček hat also nicht etwa behauptet, Zeman hätte die Unwahrheit gesagt, er hat Zemans Aussage im Gegenteil sogar indirekt bestätigt. Nur fand er es nicht gut, dass Zeman das öffentlich gesagt hat. Darauf hat der Sprecher von Präsident Zeman am Montag dem 26. April reagiert und an die Adresse von Hamáček und der tschechischen Regierung auf Twitter geschrieben:

„Die Kritiker von Zeman brauchen keine klaren Beweise für die Beteiligung russischer Geheimdienste? Im Jahr 2003 (beim Irakkrieg) wollten sie auch keine. In Syrien und Libyen wollten sie auch keine. Das Ergebnis waren Hunderttausende von Toten, ein schreckliches Massaker an Christen, die Entstehung des verbrecherischen sogenannten Islamischen Staates und eine riesige Flüchtlingswelle. Das Gewissen hämmert an die Tür und es wird Fragen stellen. Es gibt kein Entkommen.“

In einem weiteren Tweet fügte er noch hinzu:

„Warten wir also die Ergebnisse der Untersuchung ohne Hysterie und Spekulationen ab und entscheiden dann.“

Ohne Hysterie und Spekulationen abwarten“ will aber Vize-Ministerpräsident Hamáček nicht. Er erklärte ebenfalls am 26. April:

„Soweit ich weiß, gibt es bei den Explosionen nur eine Version in den Ermittlungen und in der geht es um die Bewegungen ausländischer Agenten in Tschechien.“

Wieder hat Hamáček Zeman nicht vorgeworfen, die Unwahrheit gesagt zu haben. Und am 27. April legte die tschechische Regierung nach. An dem Tag wurde gemeldet, der Senat, das Oberhaus des tschechischen Parlaments, prüfe bereits, den Staatspräsidenten wegen Hochverrats anzuklagen. Das muss man als weitere Bestätigung dafür sehen, dass Zeman die Wahrheit gesagt hat, denn immer noch wirft ihm niemand vor, die Unwahrheit gesagt zu haben. Es gibt also in dem Geheimdienstbericht keine Belege für die russische Spur.

Zemans „Hochverrat“ besteht folgerichtig darin, die Wahrheit gesagt zu haben. Orwell hätte seinen Spaß an der Geschichte.

Es geht aber noch absurder

In der EU scheint es einen neuen Wettbewerb darin zu geben, wer sich die irrsinnigsten anti-russischen Anschuldigungen ausdenkt. Am 28. April hat Bulgarien die Herausforderung angenommen und gemeldet, dass der russische Geheimdienst gleich an vier Explosionen in Munitionslagern in Bulgarien zwischen 2011 und 2020 schuld sein soll. Auch hier wieder das gleiche Spiel, wie in Tschechien: Ausgerechnet zu diesem für die anti-russischen Kräfte in der EU so perfekten Zeitpunkt wurden Explosionen aufgeklärt, die die Behörden seit bis zu zehn Jahren nicht aufklären konnten. Und natürlich wurden wieder keinerlei Belege präsentiert.

Jetzt wollen wir mal abwarten, ob der Spiegel und sein „Rechercheteam“ wieder in der Lage sind, auch diese Explosionen in wenigen Tagen aufzuklären. Man darf sich ja bei den Super-Journalisten aus Hamburg über gar nichts mehr wundern.

Verbotene Munition in dem Lager

Die „Welt“ hat einen Artikel über die tschechischen Vorwürfe einen sehr verräterischen Absatz geschrieben, der aber anscheinend im Westen niemanden interessiert:

„Das Munitionslager wurde von kommerziellen Rüstungsfirmen genutzt. Gelagert waren dort unter anderem Hunderte Antipersonenminen. Nach den Explosionen waren Tausende Soldaten zwei Jahre lang damit beschäftigt, Blindgänger und Munitionsbestandteile zu entschärfen und das Areal wieder sicher zu machen.“

Antipersonenminen sind international geächtet und verboten. Wie kann es sein, dass ein bulgarischer Waffenhändler in Tschechien verbotene Waffen lagert, die dem Vernehmen nach für die Ukraine bestimmt waren? Das geht nämlich aus den Meldungen aus Bulgarien hervor, denn als Motiv für die angeblichen russischen Anschläge auf bulgarische Waffenlager wird angeführt, die Waffen seien für die Ukraine und Georgien bestimmt gewesen und dem gleichen Waffenhändler gehörten auch die Waffen in dem tschechischen Lager.

Fragen zu verbotenen Waffen stellen die westlichen Medien aber nicht.

Russland fordert nun von den EU-Staaten Aufklärung darüber, wie es sein kann, dass private Waffenhändler in der EU mit verbotenen Waffen handeln und die Behörden in den EU-Staaten sich dafür nicht interessieren.

Lawrow erträgt es nur noch mit schwarzem Humor

Von Journalisten auf die Vorwürfe aus Bulgarien angesprochen, wunderte sich der russische Außenminister Lawrow darüber, dass die Bulgaren zehn Jahre lang nichts herausfinden konnten, nun aber anscheinend diese alten Geschichten nehmen, um die Tschechen bei ihren anti-russischen Vorwürfen noch zu übertrumpfen und er fügte trocken hinzu:

„Nur gut, dass wir Erzherzog Ferdinand noch nicht ermordet haben, aber wie es aussieht kommt das auch noch.“

Die Ermordung von Erzherzog Ferdinand war der Auslöser des Ersten Weltkriegs.

Russischer Humor

Das russische Internet geht aber noch weiter. Da an den Explosionen in Tschechien die gleichen angeblichen russischen Agenten (Alexander Petrow und Ruslan Boschirow) beteiligt sein sollen, wie auch an der angeblichen Vergiftung der Skripals, kocht der Humor in Russland hoch, wie ich mit ein paar Beispielen aufzeigen möchte.

Ein User schrieb auf Twitter:

Historiker haben mit Sicherheit festgestellt, was Caesar zum Zeitpunkt seiner Ermordung geschrien hat:
„Auch Ihr, Petrow und Boschirow!!!

Ein anderer schrieb:

Wo waren Petrow und Boschirow zum Zeitpunkt der Ermordung Kennedys?
Jeder weiß, dass Oswald Kennedy nicht getötet haben kann!

Oder:

Petrow und Boschirow haben zugegeben, dass sie am 7. Dezember 1941 Pearl Habor angegriffen haben

Oder dieser Dialog zwischen Putin und den beiden.

Putin: „Wenn Ihr mit den Skripals fertig seid, macht auf dem Rückweg noch irgendwas in Tschechien!“
Antwort: „Wladimir, wir müssen auch noch Navalny vergiften, was denn noch alles!“

Ein anderer User hatte eine weitere Frage:

Wo waren Petrow und Boschirow als das Coronavirus aufgetaucht ist?

Auch in Ägypten waren die beiden wohl kürzlich aktiv, wie ein anderer Twitter-User aufgezeigt hat:

Schau Petrow, wie fahren in den Suezkanal.
Alles klar, Boschirow. Wir machen alles richtig!

Mein persönlicher Favorit war dies hier:

Petrow und Boschirow brauen in Prag Nowitschok.
Das zeigen Aufnahmen des tschechischen Geheimdienstes

Bei der ganzen Geschichte muss man den Russen eines lassen: Diese im Internet veröffentlichten Geschichten sind durch mehr Belege in Form von Fotos und Videos belegt, als die Vorwürfe des tschechischen Geheimdienstes. Daher dürfte es wirklich nur eine Frage der Zeit sein, bis Laworw recht bekommt und ein westlicher Geheimdienst Beweise dafür vorlegt, dass die Urgroßväter von Petrow und Boschirow Erzherzog Ferdinand erschossen haben.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

43 Antworten

  1. >>Ich frage mich immer wieder, wie Spiegel-Leser solche Räuberpistolen für bare Münze nehmen können,….<<

    Schau auf den Mitgliederzuwachs der Grün- Faschisten, das sagt doch alles!

    1. Ich persönlich glaube nicht an diese Umfragewerte und Zahlen.

      Auch hier wird bewusst verdreht oder manipuliert. Auch eine Form der Propaganda bzw. der gezielten Einflussnahme auf das Wählerverhalten.

      Ferner werden in diesen Umfragen 1000 Menschen befragt, mal telefonisch, mal Face-to-Face, mal beides. Das ist 0,001% und dann sagen die man rechnet das hoch.

      Wers glaubt.

  2. ALLES GESAGT

    Was die jüngste Situation in den Beziehungen Russlands zu Tschechien vor dem Hintergrund der Explosion im Munitionslager in Vrbětice angeht, sieht sich Lawrow an den Zustand der Schizophrenie erinnert:

    https://ria.ru/20210428/lavrov-1730280559.html

    „Diese Geschichte ist voll von schizophrenen Komponenten. Der tschechische Präsident Miloš Zeman sagt, dass sie untersucht werden sollte, wobei er die Möglichkeit, dass es sich um Sabotage durch ausländische Agenten handelte, nicht leugnet. Er schlägt aber vor, dass die von der tschechischen Führung einschließlich des derzeitigen tschechischen Premierministers Andrej Babiš geäußerte Version, dass es sich um fahrlässiges Verhalten der Eigentümer des Lagers handelte, in Betracht gezogen werden sollte. Präsident Zeman bot nur an, diese Version, die in sieben Jahren nie widerlegt wurde, mit zu berücksichtigen. Er wird nun des Hochverrats beschuldigt. Der Vorsitzende des Oberhauses des Parlaments Miloš Vystrčil sagte, dass Präsident Zeman mit der Erklärung, dass alle Versionen untersucht werden sollten, Staatsgeheimnisse verraten habe. Ist das nicht Schizophrenie? Ich denke, es ist reine Schizophrenie.“

    Übersetzung :
    h t t p s : / / d e . r t . c o m / russland/116707-lawrow-aus-washington-kommen-schizophrene/

  3. Die Politik in Deutschland macht es den Künstlern richtig schwer. Zuerst die 50 Schauspielerinnen und Schauspieler und jetzt auch noch die Satiriker! Wie sollen die noch lustige und witzige politische Satire schaffen, wenn die Politik selbst mit Abstand die beste Satire produziert! Einziger Trost für die deutschen Künstlern – ihr seit nicht allein, die gesamten EU und NATO will euch (und uns allen) „das Leben schwer machen“!

    1. Das Produkt dessen läßt sich im deutschen Mainstream beobachten: Joko und Klaas, Jan Böhmermann und co. Alles „Satiriker“, die nicht die Mächtigen, sondern das Volk verhöhnen. Es ist die ultimative Perversion dessen, was Satire eigentlich sein soll.

    1. Viktor Orban hat rechtzeitig die „Open Societies Foundation“ von George Soros aus dem Land geworfen und klare Signale richtung Brüssel gesandt, daß man sich nicht alles gefallen lassen wird.
      Jetzt steht Budapest mal wieder auf der Gewinnerseite, weil die Ungarn einen qualitativ Hochwertigen Impfstoff haben, und wir nicht.

      1. Ich bin sehr gespannt, wie die Ungarn weiter verfahren werden und ob es eine gesellschaftliche Ausgrenzung oder gar Kriminalisierung/Zwangsimpfung von Menschen geben wird, die auf die Impfung verzichten wollen. Bei uns hier sieht es ja so aus, als würden schon sehr bald die Geimpften auf die Ungeimpften gehetzt werden, nach dem Motto: „Die sind Schuld, dass wir immer noch Pandemie haben und dass ihr weiter Maßnahmen ertragen müsst!“.

        1. Ich habe es schonmal geschrieben: ich glaube, dass es in ein paar Jahren (oder vlt noch schneller) zum Huxit kommt. Die staatliche Souveränität Ungarns und die des ungarischen Volkes sind ja gewichtiger,als die Fördergelder aus Brüssel. Und dank des Forint haben die sowieso schonmal keine ganz so enge Bindung an das EU-Finanzsystem wie andere Staaten.

          1. Ich denke nicht, dass die aussteigen. Brüssel wird immer wieder nachgeben, weil die Schiss vor den Russen haben, die dann ziemlich sicher die Lücke füllen. Das ist Orbans Pfand. 😉

            1. Ja, das mag durchaus so sein. Auch die Chinesen spielen ihre Rolle in der Region (die täglichen chinesischsprachigen Fernsehnachrichten im ungarischen TV sind ein Anzeichen 😀 ). Es ist ein bisschen wie damals, als die Ungarn kurz vor Kriegsende versucht haben (als abzusehen war, wo an der Seite der Deutschen die Reise hingeht) sich der Seite der Gewinner anzuschließen (zuerst verhandelte Horthy im geheimen mit England, dann mit der Sowjetunion). Nur dass die deutschen heute im Gegensatz zu 1944 keine Armee mehr haben, um das Land zu besetzen.

                1. haha ich kann natürlich nicht für die Behörde in Budapest sprechen, aber von der Sorte „Besatzer“ hätte ich gern mehr im Land 😀 👍

      1. Das ist Profitgier pur. Die haben ihre Verträge mit den Pharmagroßkonzernen geschlossen und ihre Lobbyprämien eingeheimst. Jetzt müssen die halt auch ihre Verpflichtungen erfüllen. Freilich nicht die Verpflichtungen gegenüber uns Bürgern, sondern gegenüber den CEOs der Pharmakonzerne…

        1. Budapest muss, zumindest so lange es sich nominell noch in den genannten zerfallenden geopolitischen Gebilden befindet, auch des Geldes wegen ein wenig „so tun als ob“. Wobei ich wirklich darauf tippe, dass die das (westliche) Zeug am Flughafen umlabeln und den Leuten Kochsalzlösung oder eine simple Grippeimpfung spritzen. Aber all das wird erst die längerfristige Beobachtung bestätigen, wenn es in den westlichen Ländern mittel- bis langfristig zu gesundheitlichen Folgen aufgrund der Impfungen kommt und in Ungarn nicht.

          1. Ich habe vollstes Vetrauen in die ungarische Regierung. In Budapest sitzen noch Politiker, die nicht nur mit der Geldbörse, sondern auch mit Hirn und Herz regieren. Kann gut sein, dass die von Ihnen Skizzierten Möglichkeiten, umd die Ungarn vor Astrazeneca und Biontech zu schützen von Bundapest angewendet werden.

            1. Selten so gelacht. Da oben dreht sich auch nur alles um Geld und man versucht verzweifelt, die Überbestände an Impfstoffen irgendjemandem reinzudrücken. Nix mehr mit Prioritäten, ständig hier lebende Ausländer sollen sich jetzt auch zur Impfung anmelden, Jugenliche ab 16 können jetzt schon geimpft werden, weil das Zeug reichlich vorhanden ist. Niemand will den Kram. 🤣

              1. So lange der Mist noch freiwillig bleibt, ist es halt nur nervig sich diese ständige NWO-Propaganda und die lügentriefenden Impfaufrufe im TV anzuhören (falls man das Staatsmedium überhaupt noch einschaltet). Problematisch würde es, wenn der Scheiß verpflichtend wird und da ist man als Zweitwohnsitzler in Ungarn theoretisch besser dran als die Einheimischen, weil man in der Regel (sofern man eine deutsche Krankenversicherung hat) nicht im System der ungarischen Gesundheitsbehörden geführt ist. Ich jedenfalls habe keine Krankenversicherung in HU (also auch nicht die berühmte TAJ-Karte) und bekam bisher auch keine Impfaufrufe von der Regierung oder irgendwelche Anrufe von Hausärzten, wie es bei den Ungarn der Fall war.

                „Krankenversicherung“ ist ohnehin ein mafiöser Terror- und Abzockerverein, auch in D.

                1. An- oder Aufrufe habe ich auch noch nicht bekommen, die Info habe ich von Ungarnheute.hu. Nun bin ich leider auch nicht in HU krankenversichert, als Rentner bleibe ich in D mafiamäßig zwangsversichert. Dabei würde mich die KV hier nur 26€ im Monat kosten.

  4. Geheimnisvolle Explosionen erschüttern regelmäßig den Westen. Der Russe wars! Der Russe wars!

    Jedes Jahr, am Morgen des 31. Dezember treffen Petrov und Boschiro in allen westlichen Siedlungen gleichzeitig ein. Gegen Mitternacht ist dann dort die Hölle los.

  5. Schon längst habe ich von den MSM genug, Spiegel und ÖRF ganz besonders. Dass der Spiegel immer wieder den Vogel abschießt, ist nichts Neues. Und von Wikihausen ganz zu schweigen. Ich sehe dort fast nur noch in die englische rein, immer noch besser als die deutsche. Aber langsam glaube ich, ich sollte meine Russischkenntnisse auffrischen, um einiges dort zu lesen.
    Dass auch bei dieser Geschichte, wie so oft, die Antirusslandkeule nur der weiteren Eskalation dient, ist nicht verwunderlich. Mit der erschwindelten Plandemie haben sich die sogenannten selbsternannten Superreichen westlichen Eliten eventuell selbst ein Ei gelegt. Auch wenn Russland und China dem Pandemienarrativ weiterhin nicht widersprechen, sondern selbst daran festhalten, haben sie durch ihre Entscheidungen im Umgang damit doch einen enormen Vorteil erzielt. Nun ja, kann man auch nicht verurteilen. Leider leiden hier bei uns die Menschen, die nichts dafür können. Außer dass zu viele noch an die Plandemie glauben und zu wenige sich wehren.

  6. Gerade in der Morgen-Tagesschau gesehen: In Tschechien demonsttieren tausende gegen den Präsidenen Zeman „Er treibe das Land in die Arme Moskaus“…

    https://www.tagesschau.de/ausland/tschechien-demo-zeman-101.html

    „Zeman treibe das Land in die Arme Russlands, kritisierten die Veranstalter von der Bewegung „Eine Million Augenblicke für Demokratie“. Er verbreite „die gleichen Märchen wie russische Desinformationsseiten und die russische Propaganda“, sagte ihr Vorsitzender Benjamin Roll. Sein Verbleiben im Amt sei ein „Sicherheitsrisiko“.“

    Es wird immer verrückter!

    1. Die Westmächte Frankreich, UK und USA haben ihrerzeit die ČSSR verraten, als Hitler das Sudetenland annektierte und die Slowakei als klerikalfaschistisches Marionettenregime des Deutschen Reiches installierte und nichts dagegen unternahmen. Die Nazis wollten schließlich noch die „Rest-Tschechei“ für ihr „Volk ohne Raum“ vernichten.
      Wer kam zur Hilfe? Genau, die Rote Armee, von denen viele sowjetische Soldaten ihr Leben liessen, um die Tschechoslowaken zu befreien. Jetzt entfernt man Statuen wie die des Marschall Konews und lässt sich von der amerikanischen Propaganda verwirren. Dabei liegt Prag sinnbildlich und wortwörtlich naher an Moskau als an Washington…

  7. Habe gerade in den Nachrichten gesehen, dass Soros seine Protestleute mobilisiert hat. Die gehen jetzt auf die Strassen in Prag, um gegen Miloš Zeman zu protestieren. Es laufen immer die selben Schemata ab, wenn ein Regierungspräsident ein paar freundliche Signale richtung Moskau sendet…

  8. Der Spiegel berichtet inzwischen, dass in den 1930er-/1940er-Jahren den Übersetzern ein großer Fehler unterlaufen ist — aus dem kyrillischen „Петров“ wurde versehentlich, weil sich die Buchstaben etwas ähnlich sehen, in der westlichen Schrift „Hitler“ gemacht.

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