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China und die Uiguren: Was steckt hinter den „Xinjiang Police Files“?

Seit einigen Tagen veröffentlichen die Medien Berichte über einen angeblichen Leak, der massive Menschenrechtsverletzungen gegen die Uiguren in China beweisen soll. Was, oder besser gesagt wer, steckt hinter der Medienkampagne?

Westliche Medien haben mal wieder die Lage der Uiguren in China als Thema für sich entdeckt. Der Grund sind dieses Mal die sogenannten „Xinjiang Police Files.“ Das sind Daten, die angeblich von der chinesischen Polizei stammen und die demnach die millionenfache Misshandlung von Uiguren in China belegen.

Bei dieser neuen anti-chinesischen Medienkampagne spielt der Spiegel, wie immer bei „Enthüllungen“, die der US-Politik in die Hände spielen, eine führende Rolle. Der Spiegel schreibt, dass die Daten einem gewissen Adrian Zenz zugespielt wurden:

„Zenz teilte die Informationen mit dem SPIEGEL, dem Bayerischen Rundfunk und mehr als zehn internationalen Medienpartnern wie der BBC und »Le Monde«. Mehr als 30 Journalisten aus aller Welt haben die Daten ausgewertet und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft.“

Das klingt gut und seriös.

Woher kommen die Daten?

In dem gleichen Spiegel-Artikel erfahren wir über Herrn Zenz folgendes:

„Der Datensatz landete bei dem deutschen Anthropologen und Chinaexperten Adrian Zenz, der Senior Fellow an der Victims of Communism Memorial Foundation in Washington, D.C., ist.“

Bei politisch derart brisanten „Enthüllungen“ ist es wichtig, sich die Herkunft der Daten genauer anzuschauen. Allerdings weiß niemand, woher die Daten kommen. Der Spiegel schreibt dazu:

„Laut eigenen Angaben bekam er die Daten von einem anonymen Hacker zugespielt, der auf chinesische Regierungssysteme Zugriff hatte.“

Da wir nicht wissen, woher die Daten kommen, müssen wir uns also Herrn Zenz, oder besser gesagt, seinen Geldgeber, anschauen. Das ist, wie der Spiegel geschrieben hat, die Victims of Communism Memorial Foundation in Washington.

Was ist die Victims of Communism Memorial Foundation?

1993 hat die US-Regierung die Errichtung eines Mahnmals für die weltweiten Opfer des Kommunismus beschlossen und auch eine Stiftung dafür gegründet, die sie Victims of Communism Memorial Foundation in Washington genannt und finanziert hat. Herr Zenz arbeitet also indirekt für die US-Regierung, denn er ist bei einer Stiftung beschäftigt, die von der US-Regierung gegründet und bezahlt wird.

Und diese Stiftung, also de facto die US-Regierung, gibt westlichen Medien, darunter dem Spiegel, einen Datensatz, von dem behauptet wird, er käme von einem anonymen Hacker. Anstatt sich zu fragen, warum der Hacker seine Daten anonym einer Stiftung der US-Regierung übergeben und sie nicht selbst veröffentlicht hat, stürzen sich die der US-Politik treu ergebenen Medien auf den Datensatz und erklären (treu den geopolitischen Zielen der US-Regierung folgend), dass er echt sei und dass China, das die US-Regierung zu ihrem wichtigsten strategischen Gegner erklärt hat, ein Verbrecherstaat ist.

Geopolitik ist der Schlüssel

Man kann den Wahrheitsgehalt der Daten problemlos überprüfen, denn in dem Datensatz sind hunderte angebliche Straf- und Umerziehungslager genannt, die von den US-treuen Medien pathetisch als „Konzentrationslager“ bezeichnet werden. Es wäre kein Problem für die China-Korrespondenten der westlichen Medien, dorthin zu fahren und sich die Orte anzuschauen. Sind das wirklich alles abgeschirmte und gut bewachte Haftanstalten oder weiträumig abgesperrte Lager?

Das russische Fernsehen hat sich diese Mühe schon letztes Jahr gemacht, als eine andere Version dieser anti-chinesischen Horrorgeschichte durch die westlichen Medien getrieben wurde und Australien eine Liste der angeblichen Lager veröffentlicht hat. Der China-Korrespondent des russischen Fernsehens hat sich die „Lager“ damals angeschaut und festgestellt, dass es sich dabei um normale Schulen, Krankenhäuser und andere alltägliche Einrichtungen gehandelt hat. Ich habe den Bericht damals übersetzt, Sie können ihn hier finden.

Nun wurde diese alte Geschichte mit dem angeblichen Hack und durch eine von der US-Regierung finanzierte Stiftung neu aufgekocht und „Qualitätsmedien“ wie der Spiegel machen sich zu willigen Erfüllungsgehilfen der anti-chinesischen Propaganda der USA.

Diese Masche funktioniert immer nach dem gleichen Schema und es ist fast schon langweilig, weil man keine fünf Minuten recherchieren muss, um festzustellen, dass hinter den angeblichen „Enthüllungen“ eine Stiftung der US-Regierung steht, die nur ihren Job macht, nämlich die Politik der US-Regierung propagandistisch zu unterstützen. Es geht nicht um die Menschenrechte der Uiguren, es geht darum, einen anti-chinesischen Medienhype zu schaffen, der die geopolitischen Ziele der USA unterstützt.

Wie in Russland berichtet wird

In russischen Medien sind die angeblichen Enthüllungen von Spiegel, BBC & Co. kein Thema, zu offensichtlich sind die Verbindungen und zu primitiv wurde die Kampagne aufgebaut. In Russland sind die angeblichen Enthüllungen nur eine Randnotiz, wenn über den geopolitischen Konflikt zwischen den USA und China berichtet wird.

Um zu zeigen, wie in Russland darüber berichtet wird, habe ich einen Beitrag des russischen Fernsehens über den geopolitischen Konflikt zwischen den USA und China übersetzt, der am Sonntag im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens ausgestrahlt worden ist.

Beginn der Übersetzung:

Den USA gefällt Chinas Erfolg nicht

Die neue Erklärung von US-Präsident Biden zur Bereitschaft, Taiwan militärisch zu verteidigen, hat für Aufsehen gesorgt. Obwohl das Weiße Haus später klarstellte, dass er nur Waffenlieferungen gemeint habe, antwortete Peking sofort, dass es sich das Recht vorbehalte, im Falle einer Einmischung von außen in die Taiwan-Frage militärisch zu reagieren. Und als Zeichen seiner Entschlossenheit führte China Manöver vor der Küste Taiwans durch.

Parallel dazu intensiviert China die militärische Zusammenarbeit mit Russland. Die Streitkräfte beider Länder haben im Japanischen Meer und im Ostchinesischen Meer gemeinsame Luftpatrouillen durchgeführt. Armeegeneral Sergej Surowikin, Oberbefehlshaber der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte, sagte: „Ein Luftverband, bestehend aus russischen strategischen Raketenträgern vom Typ Tu-95MS und chinesischen strategischen Bombern vom Typ Hong-6K, hat Luftpatrouillen über dem Japanischen und Ostchinesischen Meer durchgeführt. Bei der Durchführung der Mission haben sich die Flugzeuge unserer Länder streng an die Bestimmungen des internationalen Rechts gehalten. Es wurden keine Verletzungen ausländischer Lufträume begangen. Die gemeinsame Übung war geplant und richtete sich nicht gegen Drittländer.“

Der Kommandeur des russischen Geschwaders sagte über die Aufgaben, die die russischen Piloten während der gemeinsamen Patrouille erfüllt haben: „In der Luftfahrt gibt es keine Kleinigkeiten. Für diesen Flug, der von obersten Hauptquartier angeordnet wurde, war die Vorbereitung gründlicher, mit dem Üben aller Nuancen, dem Üben der Details, dem Üben, wie man die Betankung durchführt. Die Betankung wies auch Besonderheiten auf – vier Flugzeuge betankten gleichzeitig auf einer geraden Abschattungslinie.“

Ein Bericht unseres Korrespondenten aus China.

„Sind Sie bereit, Taiwan notfalls militärisch zu verteidigen?“, wurde US-Präsident in Japan von einer Journalistin gefragt.

„Ja“, sagte Joe Biden. Und auf Rückfrage, ob die Journalisten das richtig verstanden haben, antwortete er: „Das ist eine Verpflichtung, die wir eingegangen sind.“

Sogar seinen eigenen Mitarbeitern brach bei diesen Worten der kalte Schweiß aus. Auf dem Papier eine Koalition zur Eindämmung Chinas zu bilden, wozu der US-Präsident nach Tokio geflogen ist, ist das Eine, aber China mit einer militärischen Intervention zu drohen, ist etwas anderes. Und ohne Chinas Zurückhaltung wäre eine heiße Phase unvermeidlich gewesen. Nachdem Peking in unmittelbarer Nähe zu Taiwan demonstrativ Manöver durchgeführt hatte, die eine echte Kampflandung auf der Insel simulierten, riet es dem US-Präsidenten herablassend, auf seine Sprache zu achten.

„Ich möchte den USA raten, sich ein berühmtes chinesisches Lied anzuhören, in dem es heißt: ‚Für unsere Freunde haben wir guten Wein. Schakale oder Wölfe begrüßen wir mit Schrotflinten“, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin.

Das Lied, das die Amerikaner sich auf diese Empfehlung hin noch einmal anhören sollten, war vor nicht allzu langer Zeit fast die Visitenkarte im Repertoire von Xi Jinpings Frau Peng Liyuan, einer ehemaligen Solistin und Leiterin des chinesischen Armeechors. Davor wurde es von chinesischen Freiwilligen während des Koreakrieges gesungen. Daran, wie der für die Vereinigten Staaten ausgegangen ist, sollte man sich dort gut erinnern. Und sein Schießpulver – nicht nur in der Schrotflinte – hält China auch heute noch trocken.

„Die Salamitaktik einiger Persönlichkeiten in den USA in der Taiwan-Frage wird letztendlich dazu führen, dass sie sich selbst die Finger abschneiden“, sagte Wu Qian, der Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums.

Um eine globale Katastrophe zu vermeiden, mussten Bidens Berater sich schnellsten herauswinden. Nach dem Motto: Mit der militärischen Beteiligung an der Verteidigung Taiwans meinte der Herr des Weißen Hauses keine amerikanischen Soldaten, sondern Waffen. Die USA liefern seit langem Waffen an Taiwan, genauso wie sie es mit der Ukraine getan haben. Die US-Raketen werden von der taiwanesischen Armee bereits in Manövern getestet.

„Das Ziel ist es, Taiwan in das zu verwandeln, was einige Offizielle als ‚Stachelschwein‘ bezeichnen, ein Gebiet voller Waffen und anderer Formen der US-Unterstützung, das zu schmerzhaft ist, um es anzugreifen“, so chinesische Medien.

Doch die Versprecher „a-la Biden“, die er sich wieder und wieder leistet, sorgen in den USA selbst für Unverständnis und Empörung.

„Selbst wenn man in Bezug auf China ein Falke ist, was wir sicherlich sind, ein Krieg mit China?! Können wir bei dem derzeitigen Zustand unserer Streitkräfte einen Krieg gegen China gewinnen? Seien wir ehrlich. Das Weiße Haus hat versucht, einen Rückzieher zu machen: Das ist schon lange die Tendenz, wenn ein Mann ausrastet. Und zwar nicht irgendein Mann, sondern der Präsident der Vereinigten Staaten“, sagte Tucker Carlson von Fox News.

Angeblich das Ein-China-Prinzip anzuerkennen, aber gleichzeitig die Unabhängigkeitsbestrebungen eines bestimmten Gebiets zu unterstützen, bezeichnet die chinesische Presse als bipolare Persönlichkeitsstörung von Biden. Und sie fordert, dass er sich entscheidet. Zumal selbst die Verbündeten der Vereinigten Staaten in der Region zunehmend die Frage stellen, ob die Vereinigten Staaten bereit sind, den Weg zu Ende zu gehen, oder ob sie, wie üblich, fremde Hände handeln lassen. Auf dem Gipfel des QUAD-Blocks, aus dem Washington eine asiatische NATO entwickeln will, lief nicht alles glatt. Biden wurde auf den Straßen von Tokio mit Protesten empfangen.

„Bidens Ankunft in Japan dient nicht dem Frieden, sondern dem Bau von immer mehr Raketenbasen in Okinawa, um einen aggressiven Krieg gegen China und andere Länder zu führen. Sie werden unsere Verfassung ändern, Japan wird in einen Krieg hineingezogen werden“, sind die Demonstranten überzeugt.

Um das enge Bündnis zu demonstrieren, hat Japan gemeinsam mit den USA Kampfjets in den Himmel steigen lassen. Und es hat zugestimmt, seine Militärausgaben zu erhöhen. Die USA fordern das auch von den anderen QUAD-Teilnehmern. Parallel dazu kündigen sie den Start des Indo-Pazifischen Wirtschaftssystems an, eine Art regionale Freihandelszone. Davon ist in dem Dokument allerdings kein Wort zu lesen. Die einzige Botschaft ist der Ausschluss Chinas aus allen Wirtschaftsketten. Das ist eindeutig ein riskantes Abenteuer, denn eine Wirtschaft ohne Peking ist für die meisten Länder heute wie ein Haus ohne tragende Wände.

„Die Bildung von Cliquen bedeutet, das Rad der Geschichte zurückzudrehen und sich gegen den Fluss der Zeit zu bewegen. Das indopazifische Wirtschaftssystem, das von den USA entwickelt wurde, um die Länder der Region zu beschwichtigen und zu zwingen, China einzukreisen, ist die typische Gangsterlogik, die zum Scheitern verurteilt ist“, sagte Wang Wenbin.

China selbst baut seine Beziehungen zu den Ländern der Region aktiv auf. Und die zehntägige Pazifikreise von Außenminister Wang Yi hat sowohl die USA als auch ihren treuen Verbündeten Australien ernsthaft alarmiert, schließlich waren die Salomonen, mit denen Peking einen Sicherheitspakt geschlossen hat, die erste Station. Canberra und Washington glauben, dass die Chinesen dort eine Militärbasis errichten wollen. Das wurde jedoch sowohl in China als auch auf den Salomonen bestritten.

Nun bereitet China den Abschluss eines ähnlichen Abkommens mit zwei weiteren Pazifikstaaten vor, weshalb der neue australische Außenminister ebenfalls eilig dorthin geflogen ist. Letzteres kann seinen Nachbarn natürlich nicht mehr bieten als China, das die Inselbewohner von fast allen Ausfuhrzöllen befreit und gleichzeitig die Infrastruktur der Insel – vom Krankenhäusern bis zu Flughäfen – wieder aufbaut. Und das ist es, was auch Washington als chinesische Bedrohung bezeichnet, da man dort versteht, dass man rapide an Einfluss verliert.

Der US-Außenminister, der sich gerade von einer Covid-Infektion erholt hatte, stellte an der George Washington University einen neuen US-Plan für China vor, der zwar nicht neu ist, aber jetzt systematisiert wurde: „Auch wenn der Krieg von Präsident Putin weitergeht, werden wir uns weiterhin auf die ernsthafteste langfristige Herausforderung für die internationale Ordnung konzentrieren, die von der Volksrepublik China ausgeht“, sagte Blinken.

Allein für die Auflistung aller Punkte benötigte Blinken genau 45 Minuten. Im US-Außenministerium ist das China House, eine neue Abteilung, für China zuständig, und die treuen Verbündeten bekommen die Anweisung, die These von den Menschenrechtsverletzungen in China aktiv zu unterstützen. Der Westen will China zur Verantwortung ziehen. Eigens für den Besuch der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte in Xinjiang wurde Material aus angeblich gehackten Archiven der Polizei von Xinjiang mit Fotos von Folterungen von Uiguren an die westliche Presse übergeben. China erklärte – verständlicherweise – sofort, dass alle zehn Gigabyte des veröffentlichten Leaks dreiste Lügen seien.

„Wir haben nicht die Absicht, etwas zu verbergen. Die glorreiche Situation der perfekten Harmonie kann man einfach nicht inszenieren“, sagt Xu Guixiang, der Sprecher der Regierung von Xinjiang.

China behauptet, dass es nicht gegen die uigurische Muslime, sondern gegen Radikale kämpft. In den frühen 2000er Jahren gab es in der Region Terroranschläge. Und was Menschenrechtsaktivisten als Konzentrationslager bezeichnen, sind Ausbildungs- und Umerziehungszentren, von denen die meisten bereits geschlossen wurden. Aber ab und zu tauchen Satellitenbilder im Internet auf. Hier zum Beispiel ein Bericht des Australian Institute for Strategic Policy und eine Karte mit 380 angeblich neu errichteten Haftanstalten. Eines dieser Lager – wir waren selbst dort – entpuppte sich als normale Schule. (Anm. d. Übers.: Diese in dem Beitrag gezeigte Karte mit den „Lagern“, die Australien schon vor einem Jahr veröffentlicht hat, wurde auch im Spiegel jetzt wieder als Teil der „neuen Enthüllungen“ gezeigt)

Diese Schule wurde in der westlichen Presse auch als eines der Arbeitslager und Umerziehungszentren für uigurische Muslime bezeichnet, aber schon ein flüchtiger Blick genügt, um zu verstehen: Damit hat die Schule nichts gemein. Schüler spielen im Stadion Fußball. In den Klassenzimmern läuft der normale Lehrplan.

„Wir haben jedes Objekt, das dort aufgetaucht ist, überprüft. 90 Prozent sind reguläre Schulen, Krankenhäuser, öffentliche Einrichtungen. All das zeigt einmal mehr, dass die Autoren dieses Projekts bereit sind, sich beim Verbreiten von Lügen über alle moralischen Standards hinwegsetzen“, sagte Elijan Anayat, ein Vertreter der Regierung von Xinjiang.

Das Gleiche gilt für die angeblich geschlossenen Moscheen in Xinjiang und dafür, dass es Muslimen in China verboten sei, zu beten. Für jeden dieser Vorwürfe schlägt man hier vor, jede beliebige Moschee zu besuchen. Oder die islamische Akademie.

Die Schauergeschichten über Sklavenarbeit in Fabriken oder auf Baumwollfeldern seien allesamt Teil einer Kampagne, mit der China in Misskredit gebracht werden solle, betont Peking und fügt hinzu, dass viele der Autoren der spektakulären Enthüllungen Mitarbeiter von Stiftungen des US-Außenministeriums sind.

Ihre eigenen Inspektionen haben – verständlicherweise – kein Fehlverhalten ergeben. Das gleiche Ergebnis ist von der Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Flüchtlinge zu erwarten, der Xi Jinping anlässlich ihres Besuchs ein Buch über die Menschenrechtslage in China überreichte. Die Vereinigten Staaten nannten es kommunistische Propaganda. Doch selbst das amerikanische Wall Street Journal räumte ein, dass China den Informationskrieg immer noch gewinnt. Und das gefällt dem Weißen Haus nicht besonders gut.

Ende der Übersetzung

Bleibt noch hinzuzufügen, dass es genauso gekommen ist, denn die Hochkommissarin der UNO hat in Sachen Uiguren nichts gefunden, was sie zu kritisieren hatte. Dem Spiegel war das aber nicht etwa eine kritische Reflexion über seine eigene Berichterstattung wert, stattdessen hat der Spiegel darüber einen Kommentar mit der Überschrift „Uno-Menschenrechtskommissarin in China – Ihres Amtes unwürdig“ veröffentlicht. Die UNO ist für den Spiegel eben keine verlässliche Quelle, wenn von der US-Regierung bezahlte Stiftungen eine andere Berichterstattung sehen wollen.


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

144 Antworten

    1. @ Corfu sagte

      „“ Guter investigativer Journalismus „“

      Hier noch ein Artikel……….

      Innerhalb des World Uyghur Congress:
      Das von den USA unterstützte rechtsgerichtete Regimewechsel-Netzwerk,
      das den „Fall Chinas“ anstrebt – 05. MÄRZ 2020

      Der World Uyghur Congress gibt sich zwar als Basis-Menschenrechtsorganisation aus,
      ist aber ein von den USA finanziertes und geleitetes separatistisches Netzwerk, das Allianzen mit rechtsextremen ethno-nationalistischen Gruppen geschmiedet hat.

      Das von seinen Gründern formulierte Ziel ist klar: die Destabilisierung Chinas und der Regimewechsel in Peking.

      In den letzten Jahren haben nur wenige Geschichten im Westen so viel Empörung hervorgerufen wie die Lage der uigurischen Muslime in China.

      Die Berichterstattung über das Problem wird typischerweise durch scheinbar spontane Informationslecks und Widerstandsbekundungen von uigurischen Menschenrechtsaktivisten dargestellt, die darum kämpfen, gegen eine tyrannische chinesische Regierung gehört zu werden.

      Richtig oder nicht, fast alles, was in westlichen Medienberichten über Chinas uigurische Muslime erscheint, ist das Produkt einer sorgfältig konzipierten Medienkampagne,

      die von einem Apparat rechter, antikommunistischer uigurischer Separatisten ins Leben gerufen wurde, die von der US-Regierung finanziert und ausgebildet wurden.

      Dieses Netzwerk ist ein zentrales Zahnrad in Washingtons neuem Kalten Krieg gegen
      China und hat eine lange Geschichte von Beziehungen zum US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsstaat und zu rechtsextremen Ultranationalisten.

      Im Zentrum dieser Bewegung steht der World Uyghur Congress (WUC), eine internationale uigurische Organisation, die behauptet, sich in einem „friedlichen, gewaltfreien und demokratischen“ Kampf für „Menschenrechte“ zu engagieren.

      Der WUC betrachtet Chinas nordwestliche Region Xinjiang als Ostturkestan und sieht seine uigurischen muslimischen Einwohner nicht als chinesische Staatsbürger, sondern als Mitglieder einer panturkischen Nation, die sich von Zentralasien bis in die Türkei erstreckt.

      Wie diese Untersuchung zeigt, ist der WUC keine Basisbewegung, sondern ein von der US-Regierung unterstützter Dachverband für mehrere in Washington ansässige Organisationen, die ebenfalls stark auf US-Finanzierung und -Führung angewiesen sind.

      Heute ist es das Hauptgesicht und die Stimme einer separatistischen Operation, die sich der Destabilisierung der Region Xinjiang in China und dem Sturz der chinesischen Regierung verschrieben hat.

      Während der WUC und seine Ableger versuchen, eine Farbrevolution mit dem Ziel eines Regimewechsels in Peking zu orchestrieren, haben sie Verbindungen zu den Grauen Wölfen geknüpft, einer rechtsextremen türkischen Organisation,

      die sich aktiv an sektiererischer Gewalt von Syrien bis Ostasien beteiligt hat.

      Keine dieser Verbindungen scheint die Sponsoren des WUC in Washington beunruhigt zu haben.

      Wenn überhaupt, haben sie die Anziehungskraft des Netzwerks erhöht und es als eine der stärksten politischen Waffen gefestigt,

      die die USA in ihrem neuen Kalten Krieg gegen China einsetzen.

      Der World Uyghur Congress, präsentiert von der Regimewechsel-Armee der US-Regierung

      Der WUC bewirbt sich selbst als „Oppositionsbewegung gegen die chinesische Besetzung Ostturkestans [sic]“, die „die kollektiven Interessen vertritt“ und „die einzige legitime Organisation des uigurischen Volkes sowohl in Ostturkestan als auch im Ausland“ ist.

      Der WUC mit Hauptsitz in München, Deutschland, ist eine internationale Dachorganisation mit einem Netzwerk von 33 Mitgliedsorganisationen in 18 Ländern auf der ganzen Welt.

      Der WUC und seine Mitgliedsorganisationen – insbesondere die Uyghur American Association, das Uyghur Human Rights Project und die Campaign for Uyghurs – werden in fast jedem westlichen Medienbericht über Chinas uigurische Muslime zitiert.

      Seit seiner Gründung wird der WUC vom National Endowment for Democracy (NED) unterstützt.

      Mit Millionen von US-Steuergeldern haben die NED und ihre Tochtergesellschaften Oppositionsparteien, Gruppen der „Zivilgesellschaft“ und Medienorganisationen in
      Ländern unterstützt, die von den USA für einen Regimewechsel ins Visier genommen wurden.

      Philip Agee, der verstorbene CIA-Whistleblower, beschrieb die Arbeit des NED als eine ausgeklügeltere Version der altmodischen verdeckten Operationen,

      die Langley zu konstruieren pflegte. „Heutzutage“, erklärte Agee, „statt dass die CIA hinter den Kulissen herumläuft und versucht, den Prozess zu manipulieren, indem sie hier Geld einwirft und heimlich Anweisungen gibt und so weiter,

      hat sie jetzt einen Kumpel, nämlich diese National Endowment for Democracy, NED.“

      Agees Einschätzung wurde von Allen Weinstein, einem ehemaligen Trotzkisten und Gründungsmitglied der NED, bestätigt. Weinstein sagte 1991 der Washington Post : „Vieles von dem, was wir heute tun, wurde vor 25 Jahren verdeckt von der CIA getan.“

      Als der WUC 2004 gegründet wurde , lobte Louisa Coan Greve , die damalige Leiterin des Asienprogramms der NED, diesen Schritt als „großartige Errungenschaft“.

      Die NED hat dem WUC Millionen von Dollar zur Verfügung gestellt , einschließlich 1.284.000 Dollar allein seit 2016, und Millionen von Dollar an zusätzlichen Mitteln für WUC-Mitgliedsorganisationen.

      Die Zuschüsse sind für die Ausbildung uigurischer Aktivisten und Jugendlicher in Medienvertretung und Lobbyarbeit vorgesehen, „um das Bewusstsein für und die Unterstützung der uigurischen Menschenrechte zu schärfen“, mit besonderem
      Schwerpunkt auf dem US-Kongress,

      dem Europäischen Parlament und den Vereinten Nationen.

      Im Jahr 2018 stellte die NED dem WUC und seinen Ablegern laut der Website der ehemaligen Organisation fast 665.000 US-Dollar zur Verfügung ……………

      http://thegrayzone.com/2020/03/05/world-uyghur-congress-us-far-right-regime-change-network-fall-china/

      1. BIDEN-USA MACHEN NEUES FASS AUF:
        VERBALE AUFRÜSTUNG GEGEN CHINA – 28. Mai 2022

        Absurderweise wurde von Donald Trump bei dessen Amtsantritt vor bald sechs Jahren gemutmaßt, dieser würde die Welt in eine atomare Eskalation mit China stürzen.

        Bekanntlich trat nichts davon ein, weder knallte es im Iran, in Russland noch in Nordkorea, und trotz „America First” selbst der große Handelskrieg aus.

        Dafür scheint nun insbesondere der präsenile scheinbare „Friedensfürst“ Joe Biden (respektive jene, die ihm die Hände führen, da er selbst kognitiv nicht mehr allzu viel mitbekommen dürfte) alles daranzusetzen,

        um gleich multilateral die Konflikte zwischen den Weltmächten zu verschärfen.

        Als ob nämlich der Ukraine-Krieg die USA nicht bereits hinreichend auslasten würde,
        hat nun Bidens Außenminister Anthony Blinken mit einer Grundsatzrede in Washington auch noch den schwelenden Konflikt mit der zweiten – und wesentlich stärkeren – Supermacht China angeheizt: …………

        Weiter…….
        https://ansage.org/biden-usa-machen-neues-fass-auf-verbale-aufruestung-gegen-china/

        Wie war das Zitat ?

        „“ Erst in Moskau einmarschieren, dann in Peking „“

      2. Es ist bewährte Praxis, für angestrebtes Chaos in aller Welt sog. Befreiungsbewegungen ins Leben zu rufen, neudeutsch auch Stakeholders oder besser Stöckchenhalter genannt.

        Ideologie ist völlig wurscht, Faschismus, Kommunismus mit oder ohne Religion, Nation oder Rasse …. Das sind für die Sponsoren beliebige Narrative, Figuren auf dem eigenen Schachbrett, die man gegeneinander jetzt. Das funktioniert wie bei den einstigen Hahnenkämpfen …

        Schlimm daran ist, dass die , die wirklich unterdrückt werden, keine Stimme haben. Ihnen fehlen die Mittel und die sind auch nicht gedrillt wie die professionellen Stöckchenhalter.

        Das funktioniert bei politischen Parteien genauso, und bei der UN sowieso.

        Chatterje/Finger haben das Problem bereits 1994 in ihrem Buch The Earth Brokers sehr gut beschrieben, wie echte Initiativen, wenn sie dort überhaupt je eingeladen wurden, über den Tisch gezogen werden.

        Die Veranstaltungen der UN und deren Ableger sind in Wahrheit schon sehr lange Lobbyisten-Treffen, die um die Beute aber nicht mehr konkurrieren, sondern der UN die Entscheidungsvorlagen überreichen und beschließen.

        Wenn man diese kommerzielle Veranstaltung aufrecht erhalten wollte, müsste man sie eng führen und auf sehr wenige Kernkompetenzen dauerhaft beschränken. Dazu gehört auch die Untersuchung von begangenen Unrecht, unabhängig davon, welches Land betroffen ist. Der istgh ist heute nur ein Mittel, um Kolonien an den Pranger zu stellen.

        Derzeit ist alles im Umfeld UN nichts weiter als ein Ungeheuer zur gewaltsamen Umsetzung westlicher Begehrlichkeiten.

        Parasiten in der Natur sind deutlich die Blaupause für den Befall der UN mit ausschließlich parasitär agierenden Oligarchen gewesen. Es scheint, sie hätten darauf achten sollen, den Wirt nicht zu schnell auszusaugen. Er ist nicht mehr funktional und kann darüber auch nicht mehr täuschen.

        Das zu Interessenvertreter. Faustregel:

        Die sichtbaren sind immer Stöckchenhalter.

    2. Sorry @Corfu aber willst du mich verarschen und glaubst diesen Propaganda Scheiß etwa?? Alles nur nette Kindergärten dort oder was? Hast mal die vielen Videos gesehenen wie man mit den Uiguren dort umgeht??

      Klar das RU seinen fettesten Verbündeten nicht in die Suppe spuckt aber realistisch darf man doch bisschen sein oder?!

      1. @The Dave
        Sie GLAUBEN doch auch alles! Lustig ist doch, dass diese Videos, die SIE sehen gemacht werden können wo doch die bösen Chinesen alles kontrollieren & sofort den Videoersteller töten würden oder?

        1. Manche der Videos sind sogar echt. Mit dem kleinen Fehler, daß da nicht ein chinesischer Polizist einen Uiguren quält, sondern ein indonesischer ein Bandenmitglied. Bei anderen wird gerätselt, welche Sprache und Uniformen das eigentlich sind. Für die dummen Westler reicht so was, denen sehen alle „Schlitzaugen“ ja gleich aus.

      2. Na ja, ich habe gesehen, wie es den Uiguren geht. Eine der schönsten, angenehmsten und friedlichsten Gegenden der Welt. Das Obst aus den Oasen ist berühmt, besonders die Hamimelonen. Später habe ich dann gelesen, ich sei durch ein riesiges KZ gereist, in dem gerade ein Genozid stattfinde. Plemplem.

        „Für unsere Freunde haben wir guten Wein“, sagt das alte chinesische Lied. Tulufanhongputaojiu, Rotwein von den Uiguren aus Turfan, ist erstklassig.

    3. @Corfu
      „Guter investigativer Journalismus“

      Ne reiner Quatsch, jeder kann ohne Verbindungsprotokoll mit allen IPs und Rechnernamen behaupten sich in irgendeinen Rechner gehackt zu haben.

      So in der Art: Ich war gestern im CIA-Server und habe dies und jenes herausgefunden. Protokoll? Nö, müsst ihr mir schon glauben 😀 (ich will ja schließlich anonym bleiben!). Eigentlich ein Kandidat für den Witz des Tages.

      1. PS: wirklich „investigativ“ (kommt von investieren (z.B. Arbeit!)) wäre es gewesen, wenn der „findige Spiegel-„Journalist“ jetzt die Route zu einem evt. angegebenen Zielrechner selbst ermittelt hätte (mit Trace z.B.). Aber dann hätte der „Journalist“ vom Spiegel Sachkenntnisse haben müssen und wissen müssen, worüber er überhaupt schreibt (er hätte sich ja auch einen Admin vom Rechnerzentrum in Hamburg holen können!). DAS wäre Investigativ!

  1. Bei aller Liebe zu und Respekt für diesen Blog: Hier wird Propaganda gegen Propaganda gesetzt!

    Dass die USA dieses Thema aufgreifen, um Stimmung gegen China zu machen, widerspricht dabei nicht dem Fakt der Diskriminierung der uyghurischen Minderheit in diesem Gebiet. In diesem Punkt glaube ich der russischen Berichterstattung auch nicht: Ich habe mir selbst schon vor 15 Jahren ein Bild dort machen können, und die Diskriminierung, Zer- und Umsiedlungspolitik und tausend kleinere und größere Schikanen im Alltag gehen schon wesentlich länger vor sich, als die US Medien und Herr Zenz (der ist übrigens bei weitem nicht der einzige, der über diese Lager berichtet) das als ein Thema entdeckt haben.

    Das Problem der Berichte ist

    a) Neutralität (Russland als Chinas strategischer Partner wird sich icht an einer Schlammschlacht gegen den wichtigsten Alliierten beteiligen – dass das alles nur „normale Schulen, Krankenhäuser und andere alltägliche Einrichtungen“ oder „freiwillige Schulungseinrichtungen“ ist ein Witz), und

    b) Objektivität (die Chefin der UN Menschenrechtsabteilung Michelle Bachelet machte gerade eine geführte Tour durch die Region, wo sie präsentiert bekam, was sie sehen sollte, und mit ausgewählten Menschen sprechen durfte), die ebenfalls angezweifelt werden darf, gerade wenn man die anderen zahllosen Beispiele der Einflussnahme kennt. Xinjiang ist bei weitem nicht das einzige Problemfeld, nur zufällig gerade das, mit dem der Westen sich am besten ausrechnet, Stimmung machen zu können. (Natürlich sind dem Westen die Menschenrechte der Uyghuren selbst egal – nicht zuletzt der Krieg im Jemen straft sie Lügen).

    Ich glaube, man muss das in den alternativen Medien immer wieder betonen: Um die Lügen des Westens zu kritisieren muss man China nicht aus der Kritik entlassen.

    1. Der Kapitalismus steckt in der Krise und wird nun mit despotischen Mitteln aufrecht erhalten. Um von der eigenen Schuld abzulenken, wird die Schuld außen gesucht. Die Schlammschlacht beginnt. Der Mensch ist noch immer das alte Reptil. Da kann die Frisur noch so chic sein.

      Die alternativen Medien sind genauso im Nützlichkeitsdenken gefangen. Der Feind meines Feindes ist mein Freund (das hat Jesus übrigens nie gesagt, sondern: wer nicht gegen uns ist, ist für uns ).

    2. Ich war nie in China, kenne auch nur – widersprüchliche – Berichte. Die Widersprüche haben sicher mit den jeweiligen Quellen zu tun, denn von jeder Berichterstattung muss man die Färbung einbeziehen: es gibt keine objektive, die alle Aspekte oder auch nur alle Uiguren umfasst – das ist ähnlich wie mit ‚den‘ Kurden: es gibt Kurden, die die PKK befürworten und solche, die sie als radikalisiertes Relikt der Vergangenheit ablehnen.

      Nun ist es bei ‚den‘ Uiguren noch komplizierter, denn m.W. (korrigieren Sie mich, falls meine Annahme falsch ist) ist die KPCh nicht rassistisch, d.h. die Abstammung als Uiguren ist für sie nicht das Thema.

      Stattdessen geht es um die Religion. Die KPCh ist sehr rigide im einfordern von Loyalität zum kommunistischen Regime und darin, dass diese Priorität vor jeder weiteren Überzeugung ‚zu haben hat‘. Umerziehungslager für die, die sich dem nicht unterwerfen, sind die logische Konsequenz. Darüber gibt es Berichte und je nachdem, ob die jeweiligen Uiguren das freiwillig mitmachen oder nicht könnten auch die Bedingungen mehr oder weniger komfortabel sein.

      Der Punkt ist, dass für einen gläubigen Menschen Gott über jeder irdischen Macht steht – alles andere ist nur Folklore. Die KPCh ist nun bestrebt, der Religion diesen Zahn zu ziehen, sie erlaubt die Praxis als Folklore, also Moscheen, fasten, hadsch – aber nur denen, die zuvor auf die KPCh ‚geschworen‘ haben.

      Mit dem Verzicht auf einen anderen Gott als die KPCh ist die Unterwerfung unter diese und der Verzicht auf Selbstbestimmung gemeint.

      Mich würde ihre Einschätzung als Mensch mit Chinaerfahrung dazu interessieren.

      1. Ich sehe das ähnlich wie Sie. Es ist nicht die Religion per se – auch wenn China den Atheismus in der Verfassung festgeschrieben hat, werden Religionen in gewissem Umfang toleriert – solange sie sich, wie Sie sagten, dem Diktat der KPCh unterwerfen (aber die Spielräume verengen sich). Dieser Aspekt ist der Zentrale: Das, was unterdrückt werden muss, ist das Potenzial zum Dissens, nicht ein spezifisches Merkmal, Ethnie, Religion o.ä.

        Ein großer Teil der „scheinbaren“ Widersprüche scheint sich daraus zu ergeben, dass viele Menschen gezielt dazu tendieren, nur eine Seite wahrzunehmen. Am Beispiel der Randgebiets-Minderheiten in China: Ein großer Teil des heutigen Gebiets wurde unter den Qing, der Mandschu-Dynastie (also selbst eine Fremdherrschaft) annektiert. Die Mandschu haben diese besetzten Gebiete anders verwaltet: Militärpräsenz, Aufstände unterdrückt, Steuern und Ressourcen eingesammelt. Die Identität der verschiedenen Ethnien in den verwalteten Gebieten war dabei von untergeordneter Bedeutung.

        Die Politik der gegenwärtigen chinesischen Regierung geht anders vor, weil die Identität an sich bereits für das Regime ein bedrohlichliches Potenzial birgt, und viele Maßnahmen versuchen, hier einzugreifen, z.B. der Zwang, die Sprache der Han in allen entscheidenden Punkten zu verwenden (wenn die Ukraine das von den ethnischen Russen verlangt, verstehen es viele Leute hier), die Umsiedlung von ethnischen Minderheiten und gleichzeitige forcierte Ansiedlung von Han-Chinesen, permanente Einmischung in die Religion und Politisierung des Lebens (wie im Rest Chinas) u.a.m. Dabei sind diese Befürchtungen natürlich auch nicht von der Hand zu weisen: Ethnien, religiöse und andere Gruppen sind starke Interessengemeinschaften. Das wissen auch die USA und versuchen, es sich zunutze zu machen. Der scheinbare Widerspruch entsteht, wenn man meint, sich einem der politischen Camps bedingungslos anschließen zu müssen. Dann hat man nämlich scheinbar nur die Wahl zwischen der chinesischen Version (die behaupteten Probleme Chinas sind bösartige und völlig haltlose Unterstellungen des Westens; der Westen versucht darüber hinaus, Einfluss zu nehmen, Farbrevolutionen anzuzetteln und Unfrieden in einem andernfalls harmonischen Reich zu stiften) oder der westlichen Variante.

        Die Lösung ist eigentlich einfach: Es stimmt beides teilweise (und alle Seiten lügen). Es gibt das Vorgehen gegen alles, was vom Kurs der Partei abweicht oder auch nur das Potenzial hat, abweichen zu können. Das betrifft nicht nur ethnische oder religiöse Minderheiten, sondern auch die Han-Chinesen (Shanghai hat ja viel Aufmerksamkeit erhalten, aber der Ausnahmezustand in Hong Kong dauert bereits noch länger, und vieles, was dort vor sich geht, wird überhaupt nicht thematisiert.) Die amerikanischen Strategen kennen diese Konflikte und versuchen, sie sich zu nutze zu machen und zu ihren Bewegungen zu machen. (Eine Farbrevolution unter Leuten zu starten, die zufrieden und glücklich sind, dürfte ziemlich schwierig sein.) Mit diesem Vorgehen machen sie es der chinesischen Regierung wiederum einfach, die auf diese Einmischung verweisen kann, um en-passant auch alles andere gleich mitzuerledigen (aus chinesischer Sicht gibt es keinen Konflikt, der aus dem eigenen System resultierte – die Probleme kommen von außen oder durch westliche Agenten aus dem Inneren).

        Was mich interessieren würde: Russland und China sind beides Vielvölkerstaaten. Für beide stellt sich die Frage, wie man diese unterschiedlichen Gruppierungen, Weltanschauungen, Religionen und Lebensstile sinnvoll und positiv integrieren kann. Ich verstehe die russische Situation zu wenig, aber mir scheint, dass Russland in dieser Hinsicht sehr erfolgreich war (wie sich derzeit noch mehr zu zeigen scheint), während China einen völlig anderen Weg geht. Ein Vergleich wäre ein Riesenforschungsthema, aber hier vollkommen undurchführbar.

    3. @TheGroundPlayground

      Hm…Wenn hier mal alle ehrlich sind, weiß doch fast Keiner, was da wirklich vor sich geht!
      Wahrscheinlich könnte man nicht mal die Frage, „Wer ist dieses Völkchen?“, Worum geht es dort überhaupt? beantworten.

      Leider sind solche Aussagen, wie von ihnen, dass Sie vorgeblich Vorort waren & wissen was passiert oder nicht, nicht unbedingt glaubwürdiger nur weil Sie es erzählen.

      Könnten Sie nicht mal ein paar Quellen verlinken zum besseren Verständnis?
      Leider holt der Westen immer irgendwelche angeblich oder evt. tatsächlichen Unterdrückten hervor – DAS ist das Problem…
      Vielleicht sollten die Chinesen & Russen mal die Ureinwohner der USA mal unter die Lupe nehmen……da lässt sich definitiv mindestens genau so viel Böses finden…

      Dieses ständige “ eine Sau durchs Dorf treiben“ nervt einfach nur & stumpft leider die Leute ab…..
      Es gibt so viele Diskriminierte überall auf der Welt……es sollte da jeder vor seiner Haustür kehren, oder?

      1. In diesem Artikel, GMT, geht es nun einmal um Uiguren und nicht um den amerikanischen genozid an der indigenen Bevölkerung und der Unterdrückung des Restaurant.

        Ich kann auch nicht finden, dass eigene Eindrücke weniger bedeutsam sind, nur, weil sie nicht irgendwo gedruckt wurden.

        Ich versuche oben zu differenzieren. Die KPCh hat es geschafft, sich gegen den Opiumkriegs-Westen nicht nur zu behaupten, sondern ihn zu überholen. Das ist eine gewaltige Leistung, aber die kam nicht nur durch handauflegen zustande, darüber muss man sprechen dürfen.

        1. @some1

          Na ja, es geht nur oberflächlich betrachtet um die Uiguren – es geht hier um die „Berichterstattung“ oder eben auch die Propaganda besonders des Westens dazu!
          Die angeblichen „Aktivisten“, die dafür gerne aus dem Hut gezaubert werden sollen ja unbedingt die westl. Gutmenschen dazu bringen, bestimmte Aversionen gegen China oder wer gerade dran ist, herauf zu beschwören!
          Es geht darum, die Schäfchen davon zu überzeugen, dass die Chinesen ganz Böse sind….. das ist eigentlich alles. Diese Stories sind so alt & so oft kopiert & häufig auch – in anderen Beziehungen—> Brutkastenlüge, MVW uswusf. – widerlegt worden, dass es eher erstaunt, wie verblödet die Menschen sind, sich jedesmal wieder verar***en zu lassen & auf diesen toten Gaul aufzusteigen…. Ist doch schön, die armen Uiguren sind die Opfer – da kann man schon verlangen, dass die anderen Opfer, über die der Wertewesten das Schweigen legt, nicht zu erwähnen sind ?

          1. Ich würde mir eher Wünschen, dass aus gutmenschen jeglicher Geschmacksrichtung wieder denkende Menschen werden, die widerstreitende Argumente zur Kenntnis nehmen und abwägen lernen.

            Der einzige weg zu dieser Möglichkeit ist, sie mit den widerstreitenden Argumenten zu konfrontieren auch dann wenn sie sich zu schwach fühlen.

            Wer die gleiche Methode anwenden will – sie vor bestimmten Aussagen schützen will, ersetzt nur eine Doktrin durch eine andere.

            Nein, ich bin kein Freund gutmenschlicher Schonung für einen vermeintlich edlen Zweck.

      2. Es geht nicht um diese Uiguren oder Unterdrückung, es geht darum China schlecht zu machen. Ob man das mit den Uiguren macht oder sagt das sie an Corona Schuld sind, oder das sie Fledermäuse essen oder ob man behaupten würde das sie kleine Kinder fressen, es wäre vollkommen egal, Hauptsache der Konsument glaubt „China böse“.

    4. @ TheGrandPlayground

      Danke. Wenigstens eine Stimme mit Vernunft.
      Genauso ist es, der Westen instrumentalisiert, das macht die Machtausübung Chinas nicht besser.

      Im Übrigen glaube ich nicht an „alternative“ Medien. Es gibt nur Medien, die einen haben mehr, die anderen weniger Reichweite. Die Prinzipien sind gleich und wenn sich keiner mehr an journalistische Standards hält, dann gilt dies für die Großen wie auch für die Kleinen. Haltungsjournalismus ist bereits Propaganda.

    5. Vor 15 Jahren war die Gegend noch von Terrorismus geplagt, da haben die Han vermutlich härter durchgegriffen.
      15 Jahre in China sind wie 30 Jahre im Westen. Vor 15 Jahren ging es den Uiguren noch nicht so gut.
      Heute dagegen gibt es an Xinjiang überhaupt nichts auszusetzen. Dank Mandarin-Pflichtunterricht können die Uiguren in den chinesischen Arbeitsmarkt integriert werden, bekommen Jobs und alle sind zufrieden, bis auf die Terroristen natürlich, die vor allem vom Westen, aber auch von Saudi-Arabien und Qatar aus versuchen, Chaos zu stiften.

      Bachelet ist nicht dumm, sie hat Erfahrung und weiß, wie man sich ein Bild von der Lage macht.
      Der Westen hat schlicht Angst davor, dass sie die Vorwürfe des Faschisten Zenz nicht bestätigt.

    6. Vor 15 Jahren war die Gegend noch von Terrorismus geplagt, da haben die Han vermutlich härter durchgegriffen.
      15 Jahre in China sind wie 30 Jahre im Westen. Vor 15 Jahren ging es den Uiguren noch nicht so gut.
      Heute dagegen gibt es an Xinjiang überhaupt nichts auszusetzen. Dank Mandarin-Pflichtunterricht können die Uiguren in den chinesischen Arbeitsmarkt integriert werden, bekommen Jobs und alle sind zufrieden, bis auf die Terroristen natürlich, die vor allem vom Westen, aber auch von Saudi-Arabien und Qatar aus versuchen, Chaos zu stiften.

      Bachelet ist nicht dumm, sie hat Erfahrung und weiß, wie man sich ein Bild von der Lage macht.
      Der Westen hat schlicht Angst davor, dass sie die Vorwürfe des Faschisten Zenz nicht bestätigt.

  2. Mir ist schon lange klar, das nicht Russland das Ziel der USA ist. Doch inzwischen habe ich den Eindruck, dass sie einen Plan verfolgen, den Biden vor langer Zeit ausgearbeitet hat, er nun aber nicht mehr in der Lage ist diesen Plan der Realität anzupassen. So spult sich das Drehbuch ab und man kann nur noch mit den Kopf schütteln.

    Aber ich stelle mir jetzt vor, ich wäre ein Hacker in China, das alleine ist bereits eine Himmelfahrtsmission, aber solche Typen soll es ja geben. Nun konnte ich also Daten erbeuten, die unbedingt an die Öffentlichkeit müssen. In China geht das nicht. Was mach ich nun also mit den Daten, die ich unter Lebensgefahr gesichert habe? Ich suche mir eine US Organisation, dessen Existenz niemand kennt und überlasse ihnen die Daten, für die ich mein Leben riskiere, ohne zu wissen, was sie damit machen. Ja, klar … da wäre es logischer sie an Wikileaks zu schicken.
    Das Netzwerk ist nun nicht mehr sonderlich aktiv, also, was mache ich nun als Hacker in China? Ich suche mir in Taiwan eine Nachrichtenargentur, die es dort mit ziemlicher Sicherheit gibt und übermittel ihnen den Datensatz, weil das in meinem Kulturkreis ist und weil sie meine Sprache sprechen, außerdem kann ich mich dorthin absetzen und untertauchen, ohne das ich in einem anderen Sprachumfeld Leben muss.
    Bei so vielen Eigentoren braucht die USA keinen Gegner, vielleicht sollte man ihnen sagen, dass der Ball ins andere Tor gehört.
    Dabei will ich gar nicht abstreiten, das China diese Verbrechen begeht, doch Glaubwürdigkeit erreicht man nicht mit Lügen und diese Hacker Stroy ist auch noch schlecht gelogen.

    1. @WerWieWasWarum

      Bei solchen angeblichen Hacks sollte man immer im Hinterkopf haben, dass es meist um Geheimdienst-Infos gehen kann( & wahrscheinlich auch wird)
      Dass Geheimdienste eigentlich „Aufklärung“ betreiben sollte um den „Feind“ besser zu ‚kennen‘, war einmal – solche angeblichen Berichte über Organisationen verbreitet sind moderne Geheimdienstarbeit & werden gerne als PR genommen!

      Früher hatte man in den jeweiligen Regierungen echte „Russland- oder auch China-Experten“ – welche, die tatsächliches Wissen über diese Länder hatten. Heute hat man da „Haltungsleute“, die genau das sagen, was die „Regierung“ hören will um ihre Interessen unter die Leute zu bringen… Der geneigte Leser kann das inzwischen nicht mehr unterscheiden…..

      1. Aufgrund von fehlenden Informationen kann ich es nicht abstreiten, der Vorwurf wurde nun einmal gemacht. Beweise die dafür oder dagegen sprechen sind nicht aussagekräftig. Man kann aber nur etwas abstreiten, wenn man über das notwendige Wissen verfügt, ansonsten ist es ein Glaube und sollte tatsächlich etwas dran sein, dann ist den Opfern mit einem Glauben nicht geholfen.
        Daher bleibt nur abzuwarten, ob und wie China reagiert. Denn sie könnte die Vorwürfe ganz einfach widerlegen, wenn sie internationale Beobachter hinzuziehen, die nicht aus der NATO kommen. Israel würde sich da anbieten, sie sind zwar Verbündete der USA, aber sie werden KZ Einrichtungen mit ziemlicher Sicherheit nicht verschweigen oder Schönreden, da das Thema in Israel ein heißes Eisen ist. Die Bevölkerung selbst sorgt dafür, dass das Andenken nicht missbraucht wird, nur um die Politik der USA zu rechtfertigen. Hier sind zwar Juden nicht betroffen, aber eine Solidarisierung sollte in der Bevölkerung durchaus vorhanden sein.

        1. @WerWieWasWarum
          Zitat:
          „Daher bleibt nur abzuwarten, ob und wie China reagiert. Denn sie könnte die Vorwürfe ganz einfach widerlegen, wenn sie internationale Beobachter hinzuziehen, die nicht aus der NATO kommen.“

          Grundsätzlich kann JEDER alles behaupten – auch über Sie z.B.
          Wer sonst Rechtstaatlichkeit favorisiert, sollte doch dann eventuell auch dabei bleiben & Beweise für die Behauptung verlangen, oder?
          Israel hier als „Ringrichter“ zu benennen, halte ich für sehr sportlich. Nicht nur, dass sie viel zu sehr mit der US-Regierung „verbandelt“ sind, haben sie ihre eigenen „KZs“ bezüglich der Palästinenser & ihre eigenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
          Die Bevölkerung in Israel ist weitestgehend NICHT einverstanden mit den Handlungen ihrer Regierung & trotzdem wird auch dort nicht entsprechend gehandelt. Die Regierung Israels sind Zionisten, die Bevölkerung sind Juden – kleiner aber feiner Unterschied.

  3. Kleiner Nachtrag
    Vielleicht war es auch genauso, aber das können sie natürlich nicht in Taiwan veröffentlichen, da China ohnehin schon die Messer schleift. Zugeben, dass der Informant jetzt in Taiwan ist, wäre auch ziemlich dämlich. Nur ebenso dämlich ist es, das diese wertvollen Daten, wenn sie denn stimmen, so blöde in die Welt gesetzt werden, dass sie bereits bei der Veröffentlichung unglaubwürdig sind.
    Es wäre besser gewesen, wenn sie das an die UN weitergeleitet hätten, mit dem Hinweis auf Quellenschutz, statt es jetzt in den Medien zu verwursten. Aber vielleicht können sie das nicht, weil es einfach nicht stimmt und sie somit das Fass nur in den Medien aufmachen können.
    Das ganze stinkt zum Himmel und sollten wirklich Menschen unter KZ Bedingungen dort einsitzen, helfen sie ihnen so bestimmt nicht.

    1. #WerWieWasWarum, es spielt überhaupt keine Rolle, WO DER sich befindet. Es ist ein ‚hack‘ (angeblich). DER versendet keine Papiere. DER kann, wie schon gesagt, überall sitzen; auch bei der CIA- oder jedem anderen Geheimdienst;oder ORT.

      Uiguren (Mohammedaner)! Wo die sind ist der Terrorismus nicht weit- wenn es dem Koran nutzt. Für die Asiaten auf dem Kontinent habe ich zwar nicht viel übrig, aber der Feind meines Feindes – ist nicht mein Feind (na, ist das eine gelungene Abwandlung?!).

      1. „aber der Feind meines Feindes – ist nicht mein Feind (na, ist das eine gelungene Abwandlung?!).“

        Nein. Der Feind meines Feindes kann durchaus auch mein Feind sein, denn es ist völlig irrelevant ob ich IHN als Feind sehe, wenn er evtl. MICH als Feind sieht.

        1. Dass es kein Rassismus, weil das eine Abneigung gegen alle Asiaten chinesischer Abstammung einschließen würde und nicht nur die auf dem Kontinent. Es wird eine Antipathie gegen das Regime in China sein, es ist also vermutlich eine politische Äußerung. Es kann kein Mitleid, Bedauern und schon gar nicht Unterstützung erwartet werden. Was zwar auch nicht richtig ist, aber nichts mit Rassismus zu tun hat, sondern der Politik geschuldet ist.
          Ich kann mit meiner Einschätzung zwar falsch liegen, aber so habe ich das verstanden.

          1. Ob man es Rassismus nennt oder einfach nur Menschenfeindlichkeit mit Hang zum Herrenmenschentum, ist irrelevant!
            Genau das geht aus solchen Aussagen hervor, das unter „politische Äußerung“ zu verbuchen & da einfach mit der Schulter zu zucken, ist auch merkwürdig.

      2. Natürlich spielt es keine Rolle wo sich der Maulwurf jetzt aufhält, hier geht es aber um Glaubwürdigkeit und wenn die Quelle bereits unglaubwürdig ist, dann spielt es schon eine Rolle, was als Quelle angegeben wurde. Schließlich sollte sie einer Plausibilitätsüberlegung standhalten. Doch wenn ich das als Laie bereits mit wenigen Sätzen zerlegen kann oder zumindest Zweifel erzeugen kann, dann wird die Anklage ohne weitere Beweise nicht haltbar sein und mehr wollte ich damit auch nicht aufzeigen.

  4. In Deutschland und Europa finden auch ethnische Säuberungen statt. Der braune Geist treibt hier seit Jahrzehnten sein Unwesen. Die Methoden sind gar nicht so verschieden zu denen der Chinesen. Die Diskriminierung findet perverserweise auch noch mit der öffentlich-rechtlichen Propagandamaschine statt, die für ihre Hetze eine Zwangsgebühr erhebt. Die Grünen und Sozialdemokraten sind nichts anderes als Abspaltungen des Führers. Diese Baerbocks und Scholzens und Söder, das ist der letzte Abschaum, der hier gewählt wird, wenn er denn gewählt wird. Welches soziale, wirtschaftliche, Umwelt-Problem haben die denn in den letzten 30 Jahren gelöst? Die behandeln uns wie eine Viehherde und stopfen sich die Taschen voll. Die akkumulieren nur Probleme, daß der Gestank von Lügen, Betrug, Korruption gar nicht mehr wegziehen kann.

    Der Umgang der Chinesen mit den Uiguren ist seit Jahrzehnten bekannt, genauso wie die Besetzung Tibets bekannt ist. Die verrottete Moral des Westen kommt ja gerade dadurch zum Ausdruck, solche Themen zu verschweigen, wenn man Geschäfte macht, und zu thematisieren, wenn Bedarf an Rechtfertigung da ist.

    Die EU hat Nazi-Wurzeln und der braune Geist ist allgegenwärtig. Es liegt eben auch am Bürger, wenn mit so anrüchtigen Methoden wie „Bedarf“ Schlammschlachten veranstaltet werden können und auf künstlicher Empörung zum Ziel geritten wird. In der Empörung zertifizieren sich die Bösen einen Anstand, den sie nie hatten. Empörung ist ein schäbiges Geschäftsmodell der Presse.

    1. Worauf beziehen sich denn deine Vorwürfe?
      Impf- und Maßnahmengegner? Einwanderungskritiker? Klimakatastrophenleugner? AfD-Wähler?
      Irgendwas konkretes wäre hilfreich die Vorwürfe einzuordnen.

      1. #jesm36, was haben sie an der Definition von braunem Geschmeiss nicht verstanden?
        Dir Treuhand BRvonD handelt seit ihrer Installation nach braunen Vorgaben. Sehen sie sich die Gesetze an.
        Ihre manipulierte Fragerei stellt SIE in DIE Ecke….
        Die Nahtzies sitzen in der Politik überall; und nicht nur dort.
        Immer diese blöde Einsicht, nichts zu wissen, aber ….. Fragen stellen; zeugt von Unfähigkeit.

        1. Vielen Dank Karl aus Oberschlesien

          Die „EU-Verschwörung“ war ein durchtriebenes Ablenkungsmanöver, das leider funktioniert hat. Wladimir Bukowksky hat sich zu Nutze gemacht, daß er als Dissident in der UDSSR kaserniert worden war. Er ist nach der Auflösung zu den übelsten Oligarchen gewechselt, die politische Ambitionen hatten, und konnte scheinbar Kommunismus und Kapitalismus nicht unterscheiden.

          www dot konjunktion dot info/2011/11/die-eu-verschworung/

          Wenn Sie Berlin-Leaks aufrufen, achten Sie drauf, daß sie die Scripte abgestellt haben und der Video-Blocker aktiviert ist, sonst saugt ihnen die Seite Gigabyteweise die Traffic vom Konto.

          berlin-leaks dot de/en/

          „Durch Aufdeckung der Nazi-Wurzeln der „Brüsseler EU“ in der London Times entzieht die Dr. Rath Foundation dem EU-Konstrukt die politische Legitimität“

          Suchen Sie nach dem Text oben. Der war wohl der Anstoß für das geglückte Referendum der Briten.

          Versuchen Sie auch, „Quellen zur Neuordnung Europas“ zu finden, vielleicht in Verbindung mit „profit over life“.
          Da stecken jede Menge kompromittierende Dokumente zur wirtschaftlichen Neurordnung Europas drinnen, das war die Absicht hinter dem Krieg. Das war der eigentliche Kriegsgrund. Der uns vorenthalten wird und den die meisten gar nicht vermissen?

          Da findet man dann sowas:

          „Aktenvermerk aus der Reichskanzlei: Aufbau der deutschen Wirtschaft 9.Juli 1940
          Die großen Erfolge der deutschen Wehrmacht haben die Grundlage für die wirtschaftliche Neuordnung Europas unter deutscher Führung geschaffen… Die Entwicklung zu einem großen europäischen Wirtschaftsraum wurde nach dem Weltkriege willkürlich durch das Diktat von Versailles und die übrigen Pariser Vorortsverträge gehemmt.“

          Hinter der EU-Diktatur stecken seit dem 1. WK immer dieselben Strippenzieher.

          Die Gründung der Bilderberger fällt in die ersten Tage der BRD. Und die Bilderberger brüsten sich, die EU geschaffen zu haben.

    2. Die Briten haben nach der Konferenz von Simla (1914) behauptet, Tibet gehöre nicht mehr zu China, sondern stehe unter der Suzeränität von Britisch-Indien. Ansonsten hat sich die tibetische Tufan-Dynastie China angeschlossen, durch dynastische Heirat des Königs Srong-btsan sgam-po mit der chinesischen Prinzessin Weng Chen im Jahre 640. Das ist ewig her, China ist zerfallen, Tibet wurde buddhistisch.

      Später nahm Dschingis Khan diplomatische und religiöse Beziehungen zu Tibet auf, was gegen 1246 mit einem nicht ganz freiwilligen Anschluss Tibets endete. Jedenfalls kam es so über die mongolische Yüan-Dynastie wieder zu China, zu dem es auch während der Ming- und Qing-Dynastie gehörte.

      Die Pseudounabhängigkeit unter der Suzeränität der britischen Kolonialherren haben weder die Republik China noch die Volksrepublik anerkannt. Tibet wurde 1951 befreit, wie andere Teile Chinas auch.

    3. @ hauke

      Und was ändern Ihre Ausführungen am Umgang der Chinas mit den Uiguren?
      Jene können wohl kaum etwas dafür, daß die EU heuchelt.
      Auch wird die chinesierung der Tibeter nicht dadurch besser, daß westliche Politiker diesbezüglich eine Doppelmoral aufweisen und Tibet nur dann anführen, wenn es ihnen nutzt und ansonsten „gute“ Geschäfte mit der VR machen und selbst der Dalai Lama darauf sein Geschäftsmodell aufgebaut hat.

      Ich finde es immer komisch, daß nur die Verfehlungen der jeweils anderen zählen. Der Westen wirft Rußland die Annexion der Krim vor, hat im Kosovo aber selber Völkerrecht gebrochen. Rußlandfans verweisen auf die ethnische Zugehörigkeit der Krimbewohner, igrnorieren aber geflissentlich, daß die Russen die Krim genauso umgevolkt haben wie einst die Briten Nordirland. Bei China nun dasselbe Muster. Die Chinesen verfahren mit den Uiguren genauso wie einst Stalin mit ethnischen Minderheiten oder die Dänen mit den Grönländern und die Schweden mit den Samen.

      Der Westen instrumentalisiert das Schicksal der Uiguren, das ist richtig, ändert aber nichts am Treiben der Rotchinesen.

      Unrecht ist Unrecht, es ist egal wer das Unrecht begeht, es ist auch egal wer Opfer von Unrecht ist!

      Wer gegen Unrecht ist der ändert seine Meinung nicht, nur weil es gerade ins Narrativ paßt.

  5. Ab und an halte ich die Röperschen Darstellungen auch für ein wenig überschwenglich. Macht aber nichts. In jedem Fall hört man von Tatsachen und Argumenten der anderen Seite. Das eröffnet Spielräume. Denken ist ja keine Schande. Es kann jedem passieren.
    Ganz am Rande möchte ich noch sagen, dass Herr Röper ein ungemein fleißiger Mann ist. Obwohl er laufend beklagt, zu wenig Schlaf zu bekommen. Ein wirklich ausgeschlafener Typ.

    1. @ lebon

      Ja, erstaunliche Output für einen Einmannbetrieb. Ist wie beim Weihnachtsmann, ich frage mich auch immer, wie der mit seinem Schlitten die ganze Welt umrunden kann und das in nur einer einzigen Nacht.

      1. Neid ist kein guter Ratgeber. Nur weil man selber nicht in der Lage ist ein solches Pensum zu absolvieren oder einfach nur zu faul ist, muss man dann natürlich diffamieren & diskreditieren… Meine Güte, wie armselig man doch sein kann weil man sich seiner selbst nicht bewußt werden möchte ( oder kann)……

  6. Man muss es einmal verstanden haben, dass es derzeit für den Westen ebenso wie für China und Russland darum geht, die eigenen Leute möglichst geschlossen hinter sich zu bringen.

    Die Ursache ist die Selbstzerstörungsuhr, die im Westen durch die moralische Auflösung tickt. Das angloamerikanische Imperium war Zeit seines Bestehens ausschließlich durch Feinde konstituiert, die man schuf, indem man an andere die eigene verlogene Messlatte der Menschenrechte anlegte um sie anschließend zu metzeln und auszubeuten.

    Seitdem die SU als Gegner wegfiel, massakrierte man ratlos im Osten, was aber den Zerfall nicht aufhalten konnte, weil diese Regionen sich zu keinem konstituierenden Feind aufblasen liessen. Daher braucht man nun diese letzte große Feindschaft in der Hoffnung, dadurch den eigenen Zerfall aufzuhalten.

    China und Russland sind dadurch unter Druck und gezwungen, sich ebenfalls um den eigenen Zusammenhalt zu kümmern. Die KPCh ist darin geübt, sie stand immer schon unter diesem Druck.

    Bei Russland ist es anders. Russland wird gezwungen sein, die bisherige rein moderierende Politik zu straffen und einige der sowjetischen Elemente wieder einzuführen, um sich zu schützen. Der Vorteil ist ein kluger Präsident, der sowohl die SU als auch den westlichen Neoliberalismus aus eigener Erfahrung sehr gut kennt.

  7. Vielleicht ein blöder Gedanke aber ich habe mich gefragt ob diese „Files“ nicht von der chinesischen Regierung selbst plaziert wurden ? Die Idee dahinter wäre, angelehnt an eine Studie des RAND Think Tanks, „Overextending the West“. In der augenblicklichen Situation wird der Westen in eine moralische Zwickmühle gebracht, es wird ja schon von Saktionen gegen China geredet, die er ökonomisch nicht überleben wird. Könnte so RU geholfen werden ohne offiziell Partei zu ergreifen ?

    1. @Marc: guter Gedanke! Man darf die Chinesen (genau so wenig die Russen) nicht unterschätzen:
      “ Zudem konkretisiere Sunzi nicht, was er mit der Vereitelung der Strategie des Feindes und dem Aufbrechen seiner Bündnisse meinte, weswegen dies nicht einfach als Präferenz für Gewaltlosigkeit interpretiert werden könne. Im Gesamtzusammenhang seien die entsprechenden Aussagen (auch etwa, der Widerstand des Feindes solle kampflos gebrochen werden) eher so zu interpretieren, dass durch kluges Handeln Bedingungen geschaffen werden sollen, in denen man den Feind mit möglichst geringem Gewalteinsatz besiegen kann. Die Angriffe auf Strategien und Bündnisse des Feindes dienen demnach der Verringerung seiner Widerstandskraft, der Sieg wird aber dennoch gewaltsam errungen.“

    2. @Marc

      „Vielleicht ein blöder Gedanke aber ich habe mich gefragt ob diese „Files“ nicht von der chinesischen Regierung selbst plaziert wurden ? “

      Dafür fehlt aber jeglicher Beweis. Der „anonyme Hacker“ ist lediglich eine Behauptung. So wie bei Russiagate es ja auch ein „anonymer russischer (natürlich!) Hacker“ gewesen sein soll, der aber lt. Muellers Untersuchungsbericht NIE EXISTIERT HAT.

  8. …wer sich nicht vor Ort ein Bild von der Lage gemacht hat – der sollte doch erst mal die Plauderlasche unter Kontrolle halten…

    Das Phänomen mit diesen „Uiguren“ ist nur Propagandaschlacht für uns – denn was (außer eventuell noch Taiwan) hätte man sonst offiziell noch gegen China parat…?

  9. „es geht darum, einen anti-chinesischen Medienhype zu schaffen, der die geopolitischen Ziele der USA unterstützt.“: gut für Russland.
    Das dürfte dem Keil, den man zwischen Russland und China treiben will, stark entgegen wirken!

  10. „Typische Gangsterlogik …“
    Es ist erfreulich, welch klare Sprache chinesische Offizielle gegenüber der US-Politik benutzen. Und das, obwohl Chinesen eher bekannt sind für einen sehr ausgewogenen Ton in der Diplomatie. Von „Partnern & Kollegen“ ist da jedenfalls keine Rede.

  11. naja, andere behaupten einfach „meine Quelle ist Mister X, der mit seiner Software schnell das Internet absaugt, Daten in zig Formaten korreliert und daraus die Weltverschwörungsgrafik zaubert, aber vertraut mir, weil ich sage die Wahrheit“

    1. Und „der Stürmer “ (ähh Spiegel) macht das wo anders? Wo sind die detaillierten Verbindungsprotokolle? Zielrechner? (möglichst mit Dateiverzeichnis) NIX.

      So kann ich auch behaupten, gestern im FBI-Server gewesen zu sein, ganz ährlich! Lass dich nicht verarschen. 😀

  12. Die Ergebnisse der russischen Journalisten werden eigenartigerweise gestützt und bestätigt von Michelle Bachelet, der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte. Als Chilenin ist mir Frau Bachelt auf jeden Fall lieber als ein Herr Biden oder Herr Blinken die auf jeden Fall nur Ihrer Propaganda gefolgt wären.
    Wer das nun nicht anerkennen kann, sollte sich mal ernsthaft selbst überprüfen in seiner UN-Voreingenommenheit und sonstigen Fähigkeiten zu neutraler Beobachtung.
    Somit sind die ganzen Tonnen von Daten im Zweifel, wie seinerzeit mit den angeblichen Ermordeten Syrern Tote oder Ermordete des IS oder, was ggf. noch wahrscheinlicher ist, Ergebnisse einer umfangreichen programmierten Morphing-Studie… – Mit etwas Know-How und einem passenden Programm ist so etwas ja heute alles gar kein Problem mehr, angefangen von Gesicht über Name, Adresse usw.

  13. Ein gewisser Jemand möchte doch unbedingt den Great Reset haben. Wie wäre der vollständiger zu erreichen, als durch einen Energie- und Rohstoff-Lieferstop durch Russland und einen Halb- und Fertigwaren-Lieferstop durch China. Größer könnte der Reset gar nicht sein. Und man arbeitet scheinbar stetig darauf hin um das zu erreichen.

    Ob die deutsche / europäische Bevölkerung wenigstens dann aufwachen würde und erkennen, wie sie an der Nase herumgeführt wurde und wird?

    Oder ist alles ganz anders. Eventuell wie mit einer unbeaufsichtigten Kinderhorde in einem Raumschiff. Alle rennen wild durcheinander. Jeder reißt an Hebeln herum, drückt auf alle möglichen Knöpfe. Und keiner hat von irgendwas eine Ahnung, versucht aber alle anderen von seiner Sicht der Dinge zu überzeugen.

  14. Ach die Uiguren, die stecken bei mir in der Schublade „Probleme, die seit Jahrzehnten regelmäßig folgenlos auf den Tisch kommen“.

    Trotzdem hier mal ein Einzelschicksal der letzten Uigurensaison 2021.
    fr.de/politik/genozid-china-uiguren-interniert-gefoltert-minderheiten-lager-umerziehung-internierung-vergewaltigung-xinjiang-91071083.html

    Da kommt doch Freude auf, ist wie in den guten alten Zeiten. *Ironie off*

    Das wahrlich Schlimme an der Geschichte ist eher das all dies für Geopolitik missbraucht wird, um die Uiguren geht es fast niemanden von denen, die dazu schreiben und motzen. Ähnlich auf der Gegenseite, die all dies für übertrieben hält, weil es halt ihr Lager unterstützt. Einfach mal den Augenzeugenbericht lesen, dann würde ich gerne mal erfahren wo die Chinesen ihre Methoden noch verfeinern könnten.

    1. Ja, „wie in den guten alten Zeiten“. Die „jüdisch-bolschewistischen Greueltaten“ aus dem „Stürmer“. Die FR hat eine perverse Phantasie. Da hat jemand alle gängigen Fälschungen zusammengeschrieben. So einen rassistischen Haß hatten wir tatsächlich zuletzt in der Nazizeit.

  15. Nun, man kann China eine Menge vorwerfen. Unter anderem eine lückenlose Überwachung der gesamten Bevölkerung und dieses unseelige Bonussystem. Aber unsere Gesellschaften sind fleißig dabei, selbst dieses bei uns einzuführen. Wenn man also China deswegen kritisiert, muss man genauso, wenn nicht noch mehr, unsere Gesellschaften deswegen kritisieren. Und das erfolgt im Mainstream nicht. Im Gegenteil, unser Mainstream ist Vorreiter in Überwachungs und Gängelungsmaßnahmen. Die gehen ihnen nicht weit genug. Siue sind transatlantisch dermaßen infiziert, da ist Corona ein Klacks gegen. Das ist der höllisch gefährlichen Transatlantifa-Virus, Version 2022, absolut militärisch, undemokratisch, mit langanhaltenden Nachwirkungen mit Long-NATO, massivsten Staatsverschuldungen und absoluter Tabuisierung und Diffamierung aller Nicht-Transatlantifaischen Traditionen und Denkweisen.
    Ganz ehrlich, die westliche Propaganda ist nur noch im Suff zu ertragen. Es gilt uneingeschränkt das Wort: Was kümmert Dich der Splitter im Auge Deines Bruders, entferne erst einmal den Balken vor Deinem Auge.

  16. „Wenn man also China deswegen kritisiert, muss man genauso, wenn nicht noch mehr, unsere Gesellschaften deswegen kritisieren.“

    Ja ja, China… mehr als 1,4 Milliarden Befehlsempfänger. Es geht nicht um Gesellschaftskritik, es geht darum, dass so etwas überhaupt nicht geht. Und dies wird jeder Mensch, der über eine Seele verfügt auch genau so sehen. Es ist eigentlich sogar humaner Menschen einfach direkt umzubringen, statt sie auf diese Art und Weise zu brechen.

    1. Schwarz-Weiß-Denken hiulft nicht weiter. Und 1,4 Mrd Menschen einfach so als „Befehlsempfänger“ abzukanzeln, das zeigt m.E. von einer Arroganz, die kaum mehr zu überbieten ist. Und ob es „humaner“ ist, Menschen einfach „umzubri9ngen“ mag ich sehr bezweifeln. Es ist völlig egal, wie man Menschen drangsaliert, um greich einen Einfwurf zu entkräften. Ob ich ihn vergewaltige, ihn diffamiere, ihn vom gesellschaftlichen Leben ausschließe, oder töte, in KZs sperre, das ist auf einer Ebene egal. Aber es gibt deutliche Unterschiede in der Brutalität. Dennoch kann die Art und Weise, wie hier mit Kritikern umgegangen wird, nicht entschuldigt werden, weil es in China schlimmer ist und umgekehrt nicht.
      Und dann gibt es noch Entwicklungsstufen. Nur weil wir hier auf LGTQXY-High-Level sind und soooo tolerant in dieser Frage, ist es noch nicht angebracht, auf andere, die diesen Stand nicht erreicht haben, herabzusehen,zumal bei uns ein unterschwelliger Rassismus herrscht, der u.a. auch in dem Wort: 1,4 Mrd. Befehlsempfänger sichtbar wird. Kennen Sie 1,4 Mrd. Chinesen? Sicher nicht. Also haben Sie auch keinerlei Recht, diese Aussage zu tätigen. Aber der Rassismus in dieser Gesellschaft geht viel weiter. Die Ukraine ist zur Zeit anscheinend der einzige Kriegsschauplatz auf Erden, wenn man die Nachrichten hört. Und nur die Russen begehen Verbrechen. Aber klar doch. So ist es, weil es so sein muss. Jemen, Mali, nie was von gehört.

      Ich bin kein Fan von China, aber ich bin auch kein Fan von Schwarz-Weiß-Denken. Und das ist hier extrem verbreitet.

      1. „Ich bin kein Fan von China, aber ich bin auch kein Fan von Schwarz-Weiß-Denken. Und das ist hier extrem verbreitet.“

        Genau, Schwarz-Weiß-Denken, und schon haben wir uns vom Problem entkoppelt, führen Grundsatzdebatten und es ändert sich wie immer nichts, denn jeder Diskutant will einfach nur noch Recht behalten.

        Und wenn Dir der Spruch mit den Befehlsempfängern nicht gefällt, mir gefällt es nicht gleich auf ganz China zu verweisen, China ist groß, da trifft man alle und niemanden. Befehlsempfänger, dass war auch der sprichwörtliche KZ-Wachmann. Von denen argumentiert keiner, er hätte den Job angenommen, weil er halt der geborene Sadist war. Sind durch die Bank Systemopfer, bis hoch zum Lagerkommandanten. Letzterer war halt einfach nur eifriger dabei. Manche Menschen machen halt in jedem System Karriere, die lassen sich vom System nicht aufhalten.

        Ist das jetzt etwa auch Rassismus? Wenn das System auf Befehl und Gehorsam aufgebaut ist, dann gehorcht der schlaue Mensch halt auch, denn meist kann er ohnehin nichts anderes machen.

        In unserer Gesellschaft ist es doch auch nicht anders, so gut wie jeder weiß, dass der Kapitalismus unsere Gesellschaft kaputt macht. Trotzdem kommt so gut wie niemand aus der Tretmühle raus, es sei denn, man definiert ein Dasein im Wald oder in der Gosse als Lebensziel. Damit braucht niemand jemanden kommen der einfach nur dabei sein möchte. Außer vielleicht das Leben im Wald, das hat Fans, nur muss man erst mal einen Wald finden, in dem man leben darf, vielleicht sollte man mal auf einen eigenen Wald sparen. 😉

    2. @ Die Schneise

      Chapeau! Sie sind heute schon der zweite mit einem richtig guten und differenzierten Blick.

      Nicht der Mensch ist grundsätzlich schlecht, es ist das System und war es schon immer. Deswegen muß und darf man alle Verfehlungen westlicher Staaten kritisieren, sollte aber nicht die Augen verschließen, wenn vermeintliche Gegner oder Konkurrenten des Westens Unheil verüben. Und vor allem sollte man nie die Gegenwart mit der Vergangenheit rechtfertigen.

      „Seele“ ist übrigens ein schönes Stichwort. Daran sollte sich Handeln orientieren, nicht an Interessen, Staatsräson oder Feindbildern.

  17. Wir sollten eine „Victims of Americas Agression Memorial Foundation“ mit Sitz in Berlin gründen, gepaart mit einer Gedenk- und Pilgerstätte – in Anlehnung an Yad Vashem – für die weltweiten Opfer amerikanischer Aggressionen! Vermutlich dürften dort viele Besucher zu erwarten sein.

  18. Und nochmals, wenn man den Spiegel verstehen will, so muss man einen Blick hierherein werfen:

    https://swprs.org/netzwerk-medien-deutschland/

    und dann bemerkt man: Konsterniert musste ich dabei feststellen, dass alle diese Medien und Akteure einen merkwürdigen amerikanischen Akzent haben, also eingebunden sind in fragwürdige, obskure transatlantische Netzwerke. Faktisch bedeutet das eine unkritische Nähe zur amerikanischen Führung und Stimmungsmache gegen den Osten, gegen China und Russland.
    Es beweist, dass die journalistischen Eliten zu stark in die transatlantischen Elitennetzwerke eingebunden sind, um noch als Anwälte des öffentlichen Interesses kritisch-kontrollierend zu wirken. Salopp könnte man sagen: Sie stecken tief im Rektum der USA. Es scheint sich hier um einen Schmusekurs mit den Eliten und ein Elitenkonsens herauszubilden, zu viel Nähe zur Macht korrumpiert bekannterweise. Was ich als Depesche, als Botschaft oder auch als Nachricht durch diese Art von Medien erhalte, sind nichts anderes als «kognitive Vereinnahmungen», nämlich die Ansichten, die Meinungen, die Sichtweisen, die Propaganda und Desinformationen, die Fokussierung derselben, auf der Linie der US-Regierung, der CIA, der NATO und einer Clique von superreichen Oligarchen liegt.

  19. Kleiner Erinnerungsmoment:

    2009, das Jahr als Obama an die Macht kam und als ersten Amtsakt die Schießung von Guantanamo „beschloss“ …
    jedoch durfte vom US Kongress aus kein dortiger Häftling den Boden der USA betreten.

    Über Monate gab es ein offen ausgetragenes diplomatisches Geplänkel, wieviele der als dann unschuldig befundenen Uiguren, die seit Jahren dort bekanntlich unter wenig angenehmen Haftbedingungen „untergebracht“ waren Deutschland aufnehmen wird.

    Biden beabsichtigt die Schließung dieser Haftanstalt bis zum Ende seiner Amtszeit. …

    1. Irgendwann musste Guantanamo natürlich kommen, auch so ein Problem das sich ewig zieht. Guantanamo ehemals Hochburg des Waterbording-Sports ist fraglos eine schwere Entgleisung und wohl nur die Spitze des Eisbergs. Doch unterscheidet es sich in einem wesentlichen Punkt von den Uiguren-Lagern, die dienen nämlich dazu in einer ganzen Volksgruppe Angst und Schrecken zu sähen.

      Wie es wohl zu diesen Methoden gekommen ist… Im fernen Peking hat sich jemand der Aufgabe gestellt etwas gegen das Uigurenproblem in Uriguristan zu unternehmen? Ist wichtig, immer groß denken, dann kürzen sich die Details bei jedem USA-/Russland-/China-/Uiguren-/usw.-Problem gleich weg und der Plan ist fix gebastelt. Sind die Zustände evtl. gar lokal entwickelt worden, z.B. um Zielvorgaben erreichen zu können? Man weiß es nicht und man will es vielleicht auch gar nicht wissen.

      Einfach ab und zu ein paar Berichte und Bilder durchstechen, ziellos auf das eigentlich gemeinte Ziel „China“ einschlagen, dann Thema ergebnislos weglegen und den Wecker für den nächsten Durchlauf stellen.

      1. Es ist erschreckend, daß Sie solche Stories wie die der FR weiterverbreiten und so tun, als sei das ernst zu nehmen. Jeder weiß, daß die lügen. Jeder weiß, daß es Schmutz von Rassisten und Kriegstreibern ist.

        In diesem Fall (FR) geht es auf ein Propagandaorgan des „Philanthropen“ Chodorkovskij zurück. Aber auch Human Right Watch (100 Mio $ von Soros) und China Africa Project (finanziert von Bill & Melinda Gates Foundation) produzieren solche grotesken Gruselgeschichten über die Uiguren. Nebst Geheimdiensten, der britische publiziert gern über Amnesty International.

        Unangenehmer als Soros, Gates, Chodorkovskij sind deren Anhänger, also Sie, die da mitlügen und diese Haßpropaganda multiplizieren. Denn ohne die Mitschuldigen wie Sie hätten wir nur drei kriminelle Milliardäre, die zu anrüchig sind, als daß ihnen geglaubt würde.

        1. Die Frau um die es da geht hat ein Buch darüber geschrieben, 2020 ist es erschienen, „Die Kronzeugin“.
          Einfach mal lesen, dann kannst Du mir sagen wie realitätsnah Du es fandest, gibt es übrigens auch als Hörbuch.

          Und die gute Frau berichtet dort nur was sie erlebt hat, das ist inhaltlich mehr als die Medien in 30 Jahren zusammengebracht haben.

          Kann Sie sich natürlich auch alles ausgedacht haben, klar. Den Holocaust hat es bekanntlich auch nie gegeben, viel zu fantastisch, diese Geschichte. 😉

          1. Die Frau hat gar nichts geschrieben, die ist eine gekaufte Lügnerin. Die Versionen, die sie erzählt hat, sind ja dokumentiert. Die haben sich immer wieder geändert in Richtung drastischer, bis dann am Ende irgendwelche Schriftsteller einer Propagandaagentur einen Horrorroman für sie geschrieben haben.

            Ihr Vergleich mit dem Holocaust ist geschmacklos. Der hat in fast ganz Europa stattgefunden, für einen Teil davon gibt es viele Zeugen, darunter die Rotarmisten, die durch dieses Gebiet voller Massenmord nach Berlin zogen, bis hin zu Dokumenten und anderen Beweismitteln, die die Nazis selber hinterlassen haben.

            Für Xinjiang gibt es dagegen viele Zeugen, daß dort nichts dergleichen ist. Es ist ein wichtiges Transitgebiet, Pakistan und Zentralasien, jeder kann dort hinreisen. Es waren Diplomaten aus 50 afrikanischen Ländern dort, und Journalisten aus Pakistan und anderen Ländern.

            Gerade die Bildungs- und Deradikalisierungseinrichtungen gelten in der islamischen Welt als vorbildlich, denn von Pakistan bis Nigeria sind diese „islamistischen“ Übeltäter eine Plage, derer sie kaum Herr werden.

            1. „Die Frau hat gar nichts geschrieben, die ist eine gekaufte Lügnerin. Die Versionen, die sie erzählt hat, sind ja dokumentiert.“

              Darf ich fragen wo dies alles dokumentiert ist?
              Ich habe nämlich nichts gefunden außer den zu erwartenden Äußerungen chinesischer Offizieller.

              Und Zeugen die nichts gesehen haben können natürlich auch glaubhaft nichts bezeugen.

              Und ich weiß der Holocaust ist immer geschmacklos, auch den verleugnen aber einige Spezialisten. Irgendwelche Dokumente, Zeugenaussagen, alles gefälscht und fertig ist der Lack. Darum habe ich den ja auch erwähnt.

              Aber das Sayragul Sauytbay alles erstunken und erlogen hat, kannst Du sicherlich wasserdicht nachweisen, oder?

              1. Hier ist eine Chronologie der Propagandaagenturen, die Sayragul Sauytbay betreuten, immer hochrangiger, und der Versionen, immer maßloser lügenhaft bis ins Absurde.

                https://www.moonofalabama.org/2021/02/they-dont-only-rape-but-also-bite-all-over-your-body-horror-stories-told-by-chinese-defectors-contin.html

                Sayragul Sauytbay ist eine Lügnerin von weltweitem Ruf. Die Organisationen, die ihr Ghostwriter und Marketing besorgten, gehören zum Umfeld von Chodorkovskij, Soros, Gates und westlichen Geheimdiensten. Sie publiziert in ausgesuchten Lügenpressen wie FR, BBC, Radio Free Asia. Ihr „Uigurischer Weltongress“ gehört zum Umfeld von CIA wie auch von al Qaida und IS.

                Auf der anderen Seite haben seriöse Journalisten aus aller Welt sowie Diplomaten aus 50 Ländern Afrikas die Zentren für Vocational Education and Training in Xinjiang, die angeblichen Uiguren-KZ, besucht.

                Es sind einfach Einrichtungen für problematische junge Leute. Dort lernen sie Berufe, und was ihnen an Bildung fehlt, und auch die unvergleichlichen uigurischen Tänze. Komfort und gute Ausstattung werden gelobt.

              2. Hier der Beitrag von Bill & Melinda zum „Uigurenzirkus“:

                About The China Africa Project
                The China Africa Project (CAP) is a fully-independent multimedia organization dedicated to exploring every aspect of China’s engagement with Africa. …
                The CAP was co-founded in 2010 by journalist Eric Olander and media scholar Dr. Cobus van Staden. …
                Eric Olander is a journalist with more than 30 years of experience reporting, producing and managing newsrooms for some of the world’s leading editorial organizations including CNN, FRANCE 24 and the BBC World Service among others. …

                Funding … Ford Foundation … Bill & Melinda Gates Foundation
                https://chinaafricaproject.com/category/diplomacy/one-china-policy/xinjiang/

          2. @Die Schneise

            Sie scheinen entweder den von ihnen verlinkten Artikel nicht aufmerksam gelesen zu haben oder stehen auf Hollywoodschinken?
            Das ist dermaßen ausgeschmückt, dass nur Phantasie-Liebhaber so etwas glauben.
            Bücher kann man immer schreiben.

            Hinterfragen sie erst einmal diesen Artikel, was davon wie realistisch ist…..

            Nicht, dass es kein Unrecht geben mag, das gibt es überall auf der Welt…..aber hier wird viel zu dick aufgetragen – nur für den emotionalisisierten Westler scheint es zu reichen?

      2. Nochmal in anderer Sprachqualität:

        Chronologie der Sicht der US-Regierung (d.h. kein Anspruch auf Wahrheitsgehalt)

        Erst: Uiguren böse Terroristen

        Dann: liebe Uiguren suchen neues Plätzchen außerhalb des bösen Gefängniskomplexes Guantanamo, aber bitte nicht in die USA und auch nicht China

        Nun: China böse, weil liebe Uiguren sitzen in Gefängnissen

  20. Wer weiß, vielleicht will man von eigenen Sauereien ablenken. Und dazu eignen sich Verbrechen des Gengers perfekt. Doch wenn das eigene Verbrechen, welches geplant ist, und von dem abgeölenkt werden soll, größer als das angeprangerte Verbrechen ist (Um es klarzustellen – alle Massenmorde sind zu verurteilen!!), wird dieses Anprangern zu einer schalen Sache. Welches Verbrechen meine ich? Die geplante Hungerkatastrophe mit Hunderttausenden von Toten. Wenn man das plant, und es sieht alles danach aus, dann brauchen die Verantwortlichen dringend eine Ablenkung. Und ich bin mir sicher, die Planung ist schon weit fortgeschritten. Denn das Planspiel fand 2015 statt. Ich darf erinnern, dass Planspiele zur Pandemie 2010 und 2019 stattfanden, udn letztens noch eins zu Affenpocken. Zufall? Wohl kaum. Die Mächtigen dieser Welt planen etwas, das man als „Reduktion der Menschheit“ bezeichnen könnte, im Klartext: Der größte Massenmord in der Geschichte der Menschheit. Und wenn wir als Menschheit es nicht schaffen, dieses Planspiel zu durchbrechen, dann gnade uns Gott. Hier mal ein kleiner Vorgeschmack:
    https://apolut.net/bereits-vorhanden-das-szenario-fuer-die-kommende-hungerkatastrophe-von-ernst-wolff/
    https://www.rubikon.news/artikel/geschichtlicher-wendepunkt
    https://www.rubikon.news/artikel/kollektive-selbstzerstorung-2

    Die Mächtigen dieser Welt sind eines garantiert nicht, was sie vorgeben zu sein: Philanthropen, im Gegenteil, sie sind Phobanthropen.

  21. Merkt ihr das? Spürt ihr das noch, wie sie in euch wirken, die heiligen Menschenrechte??

    (Fast) jeder ein kleiner Gott, erhaben, weil er genau weiss, was Chinesen oder auch gerne: alle anderen im Rest der Welt falsch machen, weil sie nicht so gut sind wie ihr selbst, die ihr an Menschenrechte glaubt, weil ihnen dieser Name gegeben worden ist.

    Müsste man sich nicht gleich in allen Regionen der Erde darum kümmern, dass auch dort die Menschenrechte eingehalten werden?

    Müsste man sich nicht überall einmischen und den Menschen dort beibringen, dass alles, was die tun, ihre gesamte Kultur minderwertig ist im Angesicht eurer Menschenrechte?

    Dann …. wisst ihr auch, was Davos umtreibt: sie haben dort verstanden, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann und dafür Lösungen gesucht und gefunden: den EINEN globalen Staat, bei dem alle physisch und psychisch vernetzt sind, so dass eine freundliche KI jederzeit weiß, wie es dem einzelnen geht und die medikation und Ernährung auswählt – alle gleich, wie es das mantra der Menschenrechte verlangt, genetisch und behavioristisch auf Brüderlichkeit programmiert und frei in der Auswahl virtueller Welten, die die KI ausgewählt hat.

    Davos arbeitet an der Verwirklichung der Menschenrechte, das ist klar. An den Menschen, die nie wieder Fehler machen können, die immer gut und nie böse sind – ausser wenn sie auf Wilde treffen, aber selbst vor diesen Begegnungen sind sie weitgehend befreit.

    Wunderschön, nicht?

    Wer das nicht mag, der ist auch kein Menschenrechtler, denn die Menschen sind nicht so, wie die Menschenrechte zu sein vorgeben.

    Menschen sind nicht gleich, sondern unterschiedlich.

    Andere Kulturen haben eine andere Geschichte, eigene Gesetze und Mentalitäten, auch eigene Vorstellungen von Gut und böse und eigene Philosophien und Religionen. Sie entwickeln sich weiter, lernen … unter der Voraussetzung, dass nicht eine Menschenrechtssekte sie überfällt und behauptet, sie würden alles falsch machen, weil sie allein an die Menschenrechte glauben dürfen, die ewig und unveränderlich sind, weil man das hier mal so festgelegt hat.

    Genauso verhält es sich mit der Natur oder dem Planeten, andauernd soll oder muss man angeblich was für ihn tun ….

    Aber ist er nicht Jahrmillionen gut ohne das ausgekommen – bis der Mensch auf die Idiotie verfiel, sich um ihn kümmern zu müssen?

    Für all das gibt es nur eine Lösung: sich nicht einzumischen in fremde denk- und Lebensweisen, sondern sich um den eigenen Bereich kümmern, Verantwortung übernehmen, sehr genau überlegen, wann und warum man etwas delegiert, betriebswirtschaftlich gesprochen: niemals mehr die eigenen Kernkompetenzen aus der Hand geben.

    Wenn das dann alles wunderbar geklappt haben sollte, ein elysium voll ständig glücklicher Menschen geschaffen wurde, dann, erst dann könnte man ausziehen und versuchen, sein Rezept zu verkaufen.

    Vorher nicht.

    Ich war nie in China, hatte aber mit Chinesen zu tun. Das ist eine andere Geschichte und eine andere Lebensweise. Ich habe sie als selbstbewusst gebildet und patriotisch erlebt, als differenzierte Leute, die vor- und Nachteile des eigenen Systems kennen und auch genau wissen, durch welch schwierige Bedingungen ihr Land hindurch musste, um dort anzukommen, wo sie heute sind.

    Wer hier allen ernstes Chinesen für Befehlsempfanger hält und mit Eichmann vergleicht, ist in der westlichen hybris gefangen, die si h gerne mal für den nabel der Welt hält, immer noch, und das , obgleich sie sich gerade nach hinten verschiebt und zu einem Organ wird, das Bräunliches absondert.

    1. „Wer hier allen ernstes Chinesen für Befehlsempfanger hält und mit Eichmann vergleicht, ist in der westlichen hybris gefangen“

      Warum das denn? War es der Herrschaft etwa nicht differenziert genug formuliert?
      Eichmann war übrigens auch nur ein Befehlsempfänger, der schlicht seinen Job gemacht hat.

      Obwohl, eigentlich nicht, er sagte einmal:
      „Ich war kein normaler Befehlsempfänger, dann wäre ich ein Trottel gewesen, sondern ich habe mitgedacht, ich war ein Idealist gewesen.“

      Ein Idealist war er, also ein mitdenkender Befehlsempfänger. Zweifellos ebenfalls eine unverzichtbare Eigenschaft bei Folterknechten.

      Oder ist das Problem eher meine Negation des freien Willens in der Realität?

      Aber sorry, mir kann kein Folterknecht erzählen, er würde ernsthaft glauben nur Gutes zu tun. Um die und ihre Vorgesetzten sollte es doch primär gehen, nicht um „China“. Dies verstößt ganz nebenbei gegen einige Artikel der Menschenrechte von, grob geschätzt, 1,4 Mrd. Chinesen. Fraglos verstößt dieses Unterdrückungssystem allerdings gegen noch wesentlich mehr Artikel.

      Man sieht also, die Journalisten und Politiker des heiligen Westens sind selbst noch nicht so weit, sind halt auch nur Befehlsempfänger, wenn sie nebenbei mitdenken halt Idealisten, noch schlimmer.

      1. Sie LIEBEN es, andere, von denen Sie nicht die leiseste Ahnung haben, aufgrund der Gazetten, deren Berichte und Bücher exakt von solchem Publikum leben, von Ferne und ohne jedes Mandat zu verurteilen, nicht wahr?

        Ein gutes Gefühl, oder, so allwissend und überlegen zu sein, diese albernen Schlitzaugen sind alle wie Eichmann, nein: schlimmer, weil sie noch nicht mal am deutschen Trauma genesen wollen. Ja wo kommen wir denn hin? Da müssen Sie doch eingreifen, jetzt mal unmittelbar, in diesem Forum, dafür sorgen, dass hier die Rechte Haltung vertreten wird, nicht wahr?

        Diese Drecksruu.. halt, nein: diese Drecksnordkoreaner, nein, auch nicht, ich hab’s gleich – genau: Dreckschinesen.

    2. @some1

      Manches ist richtig, nur ist China ein Vielvölkerstaat. Zwar dominieren die Chinesen, aber wenn Sie dies

      „Menschen sind nicht gleich, sondern unterschiedlich. Andere Kulturen haben eine andere Geschichte, (…)“

      selber ernst nehmen, dann gilt dies nicht nur dafür, daß der Westen sich bei anderen Kulturen rauszuhalten hat – ein Punkt den ich voll unterschreiben würde – sondern auch dafür, daß Chinesen nicht das Recht haben anderen Ethnien ihre Lebensweise aufzuzwingen.

      Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden. Würden alle dies beherzigen, die Welt wäre ein besserer Ort.

      1. Genau, Du hast es auf den Punkt gebracht.

        Das Völkerrecht leidet ohnehin massiv an den Fragen was ein Volk und vor allem wo es ist.

        Aber wie aus allem raushalten? Deutsche Autohersteller verkaufen ungefähr die Hälfte ihrer Autos in China und China wird zunehmend zum Konkurrenten, die Produkte immer besser und China hat dank gezielter Steuerung auch einen Plan. Dies ist halt den Falken nicht genehm. Was also liegt näher als den Vielvölkerstaat China an seinen Schwachstellen zu packen? Zerteile und Herrsche, hieß es doch vor den Völker-/Menschenrechten und wenn „China“ die Menschenrechte nicht achtet, muss man da doch wirklich mal etwas machen. 😉

        Was bis zu uns Endkunden tropft ist sicher nur das Nötigste damit die Mehrheit später alles mitträgt. Mit Russland läuft das gerade. Die Folgen: Sanktionen zumindest O.K., Waffen in Krisengebiete juchee… läuft!

          1. Ach some1, Du bist genau so einer wie sie im Spiegel-Forum massenhaft abhängen. Diese NATO-Trolle, denen man mit nichts kommen kann, nur ihr Narrativ ist richtig und wenn mal jemand diesem etwas entgegensetzt, fühlen sie sich noch bestätigt und packen das Gegenüber in die zugedachte Schublade, nachdem sie es nach eigener Wahrnehmung inhaltlich fertiggemacht haben, natürlich.

            Mal ein guter Rat, besorge Dir dieses Buch. Danach darfst du auch gern wieder schlaue Reden über Menschenrechte schwingen, wenn Du dich dann immer noch nicht dafür schämen musst.

      2. Wenn ich ihre Aussage auf den Punkt bringe:

        ‚Der Westen soll sich nicht einmischen, aber ICH mische mich jetzt mal ein!!‘

        Was wissen Sie über ‚das Schicksal DER Uiguren‘?

        Was darüber, dass DIE Chinesen anderen Rassen ihre Lebensweise auf zwingen würden?

        Um das beurteilen zu können, sollte man einige Jahre in China gelebt haben. Falls sie nur schreiben, was irgendwer mal geschrieben hat oder was Sie irgendwo mal gehört haben, dann wäre das – zu überdenken im Kontext meiner kleinen allgemeinen Darstellung der Menschenrechtsdroge.

        1. #Some1, verwechseln/-schmelzen sie bitte nicht Rasse und /oder Religion. Wobei Mohammedanismus/ Koran schon weit von Rasse entfernt ist; und in die Nähe der Ideologie rückt.
          Die Chinesen haben schon erkannt, das DIE einen Staat im Staate anstreben- die Chinesen haben, im Gegesatz zum Westen, den Koran gelesen.
          Eine andere Ideologie, wie/als der Kommunismus, ist DENEN suspekt- deshalb deren Reaktion.

          1. Die VR China hat ausgezeichnete Beziehungen zu den Islamischen Republiken Iran und Pakistan, und zum Islamischen Emirat Afghanistan. Auch in den islamischen Ländern Afrikas ist China sehr beliebt. In China ist der Islam verbreitet, besonders im Norden, wo es die Autonome Region Ningxia der Moslems gibt. Es gibt ganz eigentümliche Moscheen im Stil der alten chinesischen Architektur.

          2. @ Karl aus Oberschlesien

            Könnte hinkommen. War damals in Afgahnistan umgekehrt nicht anders. Die Amis glaubten, die Mudschahedin würden die Russen nicht mögen weil die Kommunisten sind, dabei lag es daran, daß die Atheisten waren, ergo Ungläubige. Aus dem gleichen Grund wollten die eben auch die westliche Lebensart nicht übernehmen, wir sind für die bzw. nun die Taliban nämlich auch Ungläubige, was mehrheitlich vermutlich auch stimmt. Solche Dinge sind anderen wichtiger als den meisten Europäern.

            Umgekehrt aber möchte ich auch nicht China als führende Macht sehen, eben weil die nach wie vor Kommunisten sind und ich mich diesbezüglich auch nicht blenden lasse. Weswegen ich mich aber frage, warum man so bereitwillig Produktion nach Cina verlagert hat, so blöd können auch Binzen nicht sein und warum ernsthaft jemand in Erwägung zieht, China wäre als dominierende Macht wirklich besser als die USA. Warum will eigentlich kaum jemand ein starkes und unabhängiges Europa?

            1. „Warum will eigentlich kaum jemand ein starkes und unabhängiges Europa?“

              1. Wollte man, würde aber nur mit Russland funktionieren (Abhängigkeit).
              2. Ein starkes Europa verhindern die Amerikaner und wollen 1. ebenfalls nicht.

              1. Wer sollte so was haben wollen? Europa ist kein Land, sondern ein Erdteil. Und heute möchte man mit allen Ländern der Welt lieber zu tun haben als mit anderen EU-Ländern, die den Geist und Gefängnisgeruch der EU haben.

                1. Europäer würden so etwas wollen, zumindest jene die der Zukunft zugewandt sind und Europa wohlgesonnen. Im Übrigen ist Europa nicht die EU und die EU handelt nicht im Interesse der Europäer.

                  Ihnen müßte die EU doch eigentlich sehr gefallen, ist ja auch nichts anderes als eine Räterepublik und Sie können doch sicher russisch. Ich wüßte aber auch mal zu gern, was Sie die EU eigentlich angeht, ich habe mich nach Ihrer Aussage ja auch kein Recht mich zu innerrussischen Angelegenheiten zu äußern. Und nach Ihrem Bekunden sind Sie doch in der Sowjetunion beheimatet, pardon heißt jetzt ja Russische Förderation. Raider heißt ja seit einigen Jahren auch Twix.

              2. @ Die Schneise

                Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Rußland würde Deutschland und den anderen Europäern sicher gut tun. Souveränität gewinnt man aber nicht dadurch, daß man sich einen neuen Herrn sucht, sondern in dem man flügge wird.

                EIn vereinigtes Europa kann nur über Deutschland im Verbund mit Frankreich funktionieren, Italien, Österreich und vielleicht noch Benelux als Ausgleich. Darüber hinaus dann eine Freihandelszone, auch gerne mit Rußland. Den lebendigen Beweis dafür, daß dies trotz Sprachschranken funktionieren kann, den gibt es in Europa.

                Punkt 2 ist offensichtlich aber nicht unüberwindbar, wenn man wollen würde. Dazu brauchen wir Europäer aber Köpfe, die sich nicht an der Kollaboration bereichern.

                Wer andere darin hindert flügge zu werden, macht dies meist weil Angst hat selber nicht alleine bestehen zu können. Diese Konstellation hat ja nicht nur Nachteile für die Europäer, sondern auch für den durchschnittlichen Amerikaner und diesbezüglich beginnen manche langsam aufzuwachen. Bis zum endgültigen Abpfiff besteht also noch Hoffnung.

      3. @Majestyk

        In China gibt es nur Chinesen, von einigen Hunderttausend Afrikanern sowie weiteren Ausländern abgesehen. China bezeichnet Zhongguo, Reich der Mitte, und keine bestimmte Nationalität.

          1. Zhongguo ist das Land China, und jeder Bürger der Volksrepublik, ob Uigure, Tadshike, Russe, Miao, Li, Hui, Han, etc.pp., ist ein Chinese. Die meisten Experten, die sich so gut mit China auskennen, kennen aber den Unterschied zwischen Zhongguo und Han nicht. Die Han sind die „eigentlichen“ Chinesen, und ein Uigure ist natürlich kein Han.

            1. Holland ist auch nur ein Teil der Niederlande, dennoch redet man meist von Holländern, zwar nicht hier, hier heißen Sie Kiesköpp, aber das Prinzip dürfte verstanden sein. Indirekt aber haben Sie gerade zugegenen, daß die Han die dominierende Ethnie in China sind und meine ursprüngliche Aussage somit bestätigt. Danke dafür.

              1. An die 10% der Chinesen gehören nationalen Minderheiten an. Mit steigender Tendenz, denn der Status bringt Vorteile und Privilegeien, die zum Ausgleich der natürlichen Dominanz durch Majorität der Han gedacht sind. Bei gemischter Herkunft bevorzugen Chinesen deshalb gern den Status einer Nationalität. Am zahlreichsten sind die Zhuang (17 Mio) und die Hui (10 Mio). Beide unterscheiden sich kaum von den Han.

                Die Zhuang sprechen untereinander eine Sprache der Thai-Gruppe, ansonsten Chinesisch, auch mit Zhuang aus anderen Gegenden, da sie deren Dialekte kaum verstehen. Aber auch Han aus verschiedenen Gegenden können ihre Dialekte oft gegenseitig nicht verstehen, deshalb lernen nun alle Chinesen Putonghua, Mandarin, eine neu geschaffene Hochsprache. Früher wurde für den Zweck das klassische Chinesisch der Antike verwendet, das aber außer den Beamten und Gelehrten kaum einer verstanden hat.

                Die Hui unterscheiden sich von den örtlichen Han kaum außer dadurch, daß sie Moslems sind. Aber die nördlichen Hui, die von Zentralasien missioniert wurden, unterscheiden sich deutlich von den südlichen, die von Arabern missioniert wurden. Auf Hainan haben bei den Moslems die Frauen das Sagen und tragen als Zeichen ihres Status gelbe Turbane. Sie sind dort sehr geschäftstüchtig und einflußreich.

                Dann gibt es alte Minotitäten wie russische oder armenische Chinesen, von denen es nur wenige gibt. Über 50 Nationalitäten sind amtlich anerkannt. Es gibt weitere, meist Subgruppen anderer Nationalitäten. Davon 10 der Größe 6 bis 17 Mio, also mehr als Dänen, Finnen oder Norweger.

                Niederländer gibt es nicht mehr als Zhuang, und die meisten Holländer unterscheiden sich in Nichts von anderen Niederländern. Und in der Autonome Region der Zhuang Guangxi sind die vielen Nationalitäten eine Komposition, ein kulturelles Gesamtkunstwerk, eine Harmonie. Den Niederlanden ist so etwas mit ihren vielen Zuwanderen leider nicht gelungen.

  22. Das ist doch vom Zeitpunkt zu offensichtlich China will im Konzert der Willigen nicht mitspielen gegen den Nachbarn Russland und so folgt die Strafe sofort mit diesen angeblichen Uiguren Infos

  23. Wie war das noch mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völer?

    Aber selbstverständlich hat das Schicksal der Uiguren nichts mit der Geschichte der Sowjetunion und auch nichts mit chinesisch-russischen Konflikten des 19 Jahrhunderts zu tun. China ist gut, Rußland ist gut, der Westen ist bööööse. OM, OM, OM….

    1. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker gilt für Nationalstaaten im Sinne der UNO, also die VR China. Dazu gehört das Recht auf territoriale Integrität. Ein Recht auf Sezession gibt es grundsätzlich nicht.

      „Grundsätzlich“ bedeutet bei Juristen: Es gibt Ausnahmen. Siehe das Urteil des IGH Den Haag zum Kosovo zur Akzeptierung einer eigentlich unrechtmäßigen Abtrennung.

      Weiter Zerfall des Staates durch Putsch, Wirren, Bürgerkrieg. Die „Regierung“ Franco war nach den Gesetzen der Republik Spanien ungesetzlich, auch nachdem der dann die Hauptstadt hatte. So hätte Katalonien in der Situation ein Recht auf Sezession gehabt. Die neue Macht mußte es nicht akzeptieren und die Republik war faktisch zerfallen. Der Caudillo war aber stärker.

      Es gibt weitere Sonderfälle. Die haben alle gemeinsam, daß die VR China es nicht zulassen wird, auch nur in die Nähe einer Situation zu kommen, in denen eine Sezession von Xinjiang legitim werden könnte.

      Im übrigen ist شىنجاڭ ئۇيغۇر ئاپتونوم رايونى (Shinjang Uyghur Aptonom Rayoni) ein Flickenteppich autonomer Distrikte, Kreise und Gemeinden weiterer Nationalitäten. Kaum ein Uigure will einen eigenen Staat, und die sind beim IS in Idlib zu finden, oder bei anderen „westlichen Werten“, die einen „Uigurenstaat“ wünschen.

      1. @ John Magufuli

        „Dazu gehört das Recht auf territoriale Integrität. Ein Recht auf Sezession gibt es grundsätzlich nicht. “

        Gilt das auch für die Ukraine und den Donbass und Luhansk?

        „Kaum ein Uigure will einen eigenen Staat“

        Kann ich nicht beurteilen, ist aber möglich. Wollen die Basken ja mehrheitlich auch nicht. Ändert aber nichts daran, daß China auch kein Recht hat (zumindest kein moralisches) Uiguren zu drangsalieren. Eigentlich hat niemand das Recht irgendwen zu drangsalieren. Seine eigene Kultur, seine Religion oder seine Sprache sollte jeder Mensch frei ausüben dürfen. Und wenn sich daran ALLE mal halten würden, hätten wir womöglich fast Weltfrieden.

        1. €-Maidan und Putsch sind durchaus als eine Form kriegerischer Einmischung fremder Mächte anzusehen. Nach dem Putsch ist die (alte) Ukraine jedenfalls in vier Teile zerfallen, derer Dreie die Putschisten sich nicht unterwerfen konnten. Also wie Spanien, als der Caudillo zwar Madrid hatte, aber noch nicht das ganze Land.

          Minsk II enthielt eine Art Wiedervereinigungsgebot, wurde aber von Kiev selber über Bord geworfen. So, wie die Lage nun ist, gelten gar keine speziellen Regeln mehr, sondern nur die minimalen, besonders die Kriegsregeln. Der Zerfall eines States ist doch etwas anderes als eine Sezession.

          Und die VR China hat überhaupt kein Recht, Uiguren zu drangsalieren. Schon gar nicht wegen Sprache, Kultur und Religion.

          1. @ John Magufuli

            „Und die VR China hat überhaupt kein Recht, Uiguren zu drangsalieren. Schon gar nicht wegen Sprache, Kultur und Religion.“

            Danke für die ehrliche und eindeutige Antwort, in dem Punkt sind wir uns einig.

            „Der Zerfall eines States ist doch etwas anderes als eine Sezession.“

            Auch hier stimme ich Ihnen zu. Ich würde sogar soweit gehen, daß ein Staat, der einen Teil seiner Bevölkerung schikaniert und z.B. dessen Rentenversorgung einem anderen Staat überläßt, jegliche hoheitlichen Rechte über dieses Gebiet und dessen Bevölkerung verloren hat. In einem solchen Fall ist eine Abspaltung quasi ein Recht aus Notstand.

            Die Einmischung, die bestreitet kaum ein politisch interessierter Mensch und jene die es tun, die lügen. Nur müßte man noch das ergründen, warum. Mir ist es diesbezüglich noch zu neblig um mich eindeutig festzulegen, wer nun genau welche Interessen verfolgte.

            1. Ich bin dort wochenlang herumgereist, die gleichen Busse, Nahverkehrszüge, Märkte und Herbergen, die die Uiguren benutzt haben, auf den Eselskarren von Uiguren und mit dem Fahrrad. Überall, frei und ungehindert, von Pakistan über Taschkurgan, Kaschgar, Korla, Urumqi, Turfan bis nach Hami. Es war nicht die Spur von Unterdrückung feststellbar. Auch die Pakistaner, die sich dort sehr gut auskannten, Geschäftsleute und LKW-Fahrer, haben nichts dergleichen erzählt, denen gefiel es sehr gut in Kaschgar. Die wenigen Polizisten, die herumspaziert sind, haben niemanden erschrocken, sie wirkten freundlich und harmlos.

              Die Moscheen haben ungehindert funktioniert. Die Pfaffen standen natürlich unter Aufsicht, wie in den meisten islamischen Ländern. Der Islam hat keine Zentralkirchen, deshalb kümmern sich die Behörden um Fanatiker und Unruhestifter. Ob nun im Namen des Glaubens oder der Staatlichkeit, so was wird in der islamischen Welt allgenein als nötig angesehen. Der Glauben und die Einhaltung seiner Regeln jedenfalls waren frei.

              Gute Buchhandlungen mit uigurischer Literatur, auch sonst war Uigurisch überall üblich. Meist mit arabischen Buchstaben. In lateinischer Umschrift sehr ähnlich dem Türkischen, aber die konnte sich nicht durchsetzen. Das Problem ist, daß die uigurische materielle Kultur vormodern war und vieles Uigurische durch die rapide Einführung der Moderne verloren ging. Und die kam natürlich dort in ihrer chinesischen Form. Die schönen uigurischen Kamele sind den Mikrofasern zum Opfer gefallen, die den Preis für Kamelhaar ruiniert haben, und so weiter.

    2. @Majestyk

      „China ist gut, Rußland ist gut, der Westen ist bööööse. OM, OM, OM….“

      Im Vergleich zu deiner USA stimmt das sogar. Die USA wurden im 20. jahrhundert der größten Völkermörder aller Zeiten (u.A. dem herbei gelogenen Krieg gegen Vietnams Zivilbevölkerung, gegen Iraks Zivilbevölkerung 500.000 Tote – nur 2 Beispiele von sehr viel mehr Ländern).

      Sie, die USA, haben ihren Staat auf Völkermord und Sklaverei gegründet und genau so ging es auch die nächsten 250 Jahre weiter. So viel Dreck am Stecken wie deine USA hatte noch nie ein Staat auf der Welt (nicht mal die deutschen Nazis)

      1. @ Aktakul

        Interessant. Also ich wurde hier die Tage belehrt, daß ich nicht den Stalinismus mit dem Nationalsozialismus vergleichen kann und in Rußland rechtlich auch nicht darf. Aber die USA darf man mit dem Dritten Reich vergleichen.

        Müßig zu fragen, aber wenn die Amerikaner an den Indianern und Sklaven Völkermord begingen, warum sind beide dann noch da? Normalerweise gibt es nach einem Völkermord eher weniger von einer Sorte.
        Die Amerikaner haben die Sklaverei nicht eingeführt, die war schon da. Und vor dem Sezessionskrieg hatte die Bundesregierung auch keinerlei verfassungsmäßige Rechte diesbezüglich den Südstaaten Vorschriften zu machen, übrigens wurde die Sklavenhaltung auch im Süden thematisiert und war dort auch nicht unumstritten.

        Eine Parallele finden Sie sogar in der Jetztzeit. Das oberste Gericht hat ja nicht entschieden, daß Abtreibung nun verboten gehört, es hat entschieden, daß solche Regelungen Sache der Einzelstaaten sind. Die USA sind nämlich tatsächlich ein Bundesstaat.

        Und genauso war das damals auch. Deswegen hatte auch jeder Staat seine eigenen Truppen. War bei den Deutschen im ersten Weltkrieg auch nicht anders. Gab dort zum Beispiel auch ein bayrisches Heer.

        Der Umgang mit den Indianern ist aus unserer Sicht natürlich nicht korrekt und das ist auch gut so. So kann man aber nicht über Geschichte urteilen, die Indianer hatten keine geschlossene Nation, das war Verdrängung, aber kein Völkermord. Und wer nun mal Geschichte fair betrachtet, der schaut sich auch mal an, wie das russische Zarenreich gewachsen ist oder das chinesische Kaiserreich. So entstehen nun einmal Reiche und große (in Bezig auf tatsächliche Größe) Nationen.

        Und der Vietnamkrieg der hat ähnlich wie der Krieg jetzt in der Ukraine auch eine Vorgeschichte, den kann man nicht aus dem Kontext reißen. Zumindest nicht, wenn es einem darum geht Geschichte zu verstehen, wenn man einfach nur urteilen will, um das eigene Weltbild zu bestätigen, dann kann man das natürlich machen. Da hat jeder halt seine eigenen Vorlieben.

        1. Unter Juristen wird Völkermord völlig anders definiert als von Ihnen. Es ist weder eine „geschlossene Nation“ nötig noch, daß alle umgebracht werden. Allerdings haben die „westlichen Werte“, besonders in der Zeit des Liberalismus, tatsächlich viele Völker komplett ausgelöscht.

          Gerade der Liberalismus war und ist in seiner Gewalttätigkeit und im Ausmaß an Entrechtung, Raub und Massenmord in der Weltgeschichte einzigartig. Da kann der (ideologisch sehr ähnliche) Nationalsozialismus nicht mithalten, der ja nur wenig Zeit hatte.

          „Ja, es wäre der Mühe wert, das Verhalten Hitlers und des Hitlerismus einer detaillierten klinischen Studie zu unterziehen und dem ach so distinguierten, ach so humanen, ach so christlichen Bürger des zwanzigsten Jahrhunderts mitzuteilen, dass Hitler in ihm ‚haust‘, dass Hitler sein ‚Dämon‘ ist, dass er, wenn er ihn rügt, einen Mangel an Logik verrät, und dass im Grunde das, was er Hitler nicht verzeiht, nicht das ‚Verbrechen‘ an sich, das ‚Verbrechen am Menschen‘, dass es nicht ‚die Erniedrigung des Menschen an sich‘, sondern dass es das Verbrechen gegen den weißen Menschen ist, dass es die Demütigung des Weißen ist und die Anwendung kolonialistischer Praktiken auf Europa, denen bisher nur die Araber Algeriens, die Kulis in Indien und die Neger Afrikas ausgesetzt waren.“
          – Aimé Césaire

        2. @Majestyk

          Nun, die Indianer wurden auch „nur“ fast ausgerottet (macht es das besser, das sie ein paar aus Versehen nicht erwischt haben?). Tatsache ist, die Cowboys und Soldaten waren den Indianern durch ihre Feuerwaffen haushoch überlegen und das haben sie gnadenlos ausgenutzt und einen Stamm nach dem anderen ausgerottet. Sie hatten das Recht da zu leben, da es ihre Heimat war, das hat mit „keine Nation“ überhaupt nichts zu tun, ihnen wurde die Lebensgrundlage geraubt, indem man völlig sinnlos ganze Büffelherden abgeknallt hatte und danach sie selbst.

          Klar können sie es sich jetzt schön reden mit der lieblich klingenden Vokabel „Verdrängung“ (schön verharmlosend). Es war faktisch eine Ausrottungsaktion, die nicht vollständig geglückt ist (tut den weißen Rassisten wahrscheinlich heute noch leid). Der Spruch aus der damaligen Zeit dokumentiert : „nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer“ sagt alles. Nix mit „Verdrängung“, das richtige Wort ist „gezieltes Abschlachten“.

          Zum Stalinismus: Ich würde sagen hinsichtlich Grausamkeit haben sich Stalin und Hitler nichts geschenkt (eigentlich war er von der Person her genauso schlimm wie Hitler). Bei der Oktober Revolution der Kommunisten ist auch viel Blut geflossen, weil die Kommunisten im Grunde die Selben Denkfehler gemacht haben wie die Kapitalisten, deshalb waren auch die Ergebnissen die Selben – Blutig!

          Last not least der Vietnamkrieg. Es ist historisch belegt, das der Zwischenfall in der Bucht von Tonkin von den USA als False Flag fingiert wurde (wie sie es schon immer gemacht haben, gelogen bis sich die Balken bogen, siehe auch Irak-Krieg). Und der Krieg wurde, wie üblich bei dem Ami-Pack hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung geführt mit unvorstellbaren Gräueltaten der US-GIs. So wie sie es am Anfang gegen die Indianer auch gemacht haben, immer das selbe Muster nur halt mit immer moderneren Waffen (Phosphorbomben gegen die Zivilisten, mit Agent Orange die ganzen Wälder vernichtet usw) Ergebnis: 1,5 Millionen Tote Vietnamesen alleine in Südvietnam + ein auch von der Natur her völlig vernichtetes Land. Dagegen ist das was heute in der Ukraine passiert ein Kindergeburtstag.

          Fazit für mich: Jedes Land hat seine dunklen Zeiten in denen Diktatur und Grausamkeit herrschten (bei uns kommen sie gerade wieder). Aber die Geschichte der USA ist eine einzige 250 Jahre währende dunkle Zeit mit einem Krieg nach dem anderen und alle ohne jede Ausnahme waren völkerrechtswidrig.

          Die USA sind tatsächlich in der Neuzeit das größte Problem auf diesem schönen Planeten Erde (auch was die Umweltverschmutzung angeht übrigens)

          1. @ Aktakul

            Ihr Zitat stammt sinngemäßt von Sheridan, der meinte aber auch, daß er in der Hölle wohnen würde und Texas vermieten, wenn er beides besitzen würde. Sheridan war aber damals schon nicht gerade unumstritten.

            Das eigentliche Thema ist aber ja auch nichht Indianer, mit Verdrängung meinte ich aber natürlich nicht Beseitigung.
            Einfaches Beispiel, lange wurde behauptet, die Neandertaler wären einfach so ausgestorben, nun nimmt man mittlerweile eher an, daß diese in der nun dominierenden Spezies Homo Sapiens aufgegangen sind. Diesbezügliche Beispiele finden sich oft. Die Kelten verschwanden ja nicht komplett als die Germanen kamen und die britischen Kelten nicht als Angeln, Sachsen und Jüten landeten. Nur ging deren Kultur eben in der dann dominierenden auf.
            In den heutigen Reservaten sind Indianer klar als solche erkennbar, die meisten haben sich aber der Lebensweise der Weißen angepaßt und wurden Teil der Mehrheitsgesellschaft. War bei den Einwanderern nicht anders. Deutsche vermischten sich mit Italienern, Iren, Polen, Ungarn, Russen, Engländern usw. Herausgekommen sind eben die Amerikaner die wir heute kennen.

            Ich habe mich immer dagegen geweht, daß ich für Hitler verantwortlich sein soll. Zumal es in meinem Fall richtig abstrus ist, der eine Großvater entging der Erschießung wegen Defätismus durch einen Fliegerangriff, die anderen Großeltern gerieten ins Visier als sie Zwangsarbeitern mit Essen versogten. Daher käme ich nie auf die Idee, den Russen Stalin vorzuwerfen , aber eben auch keinem anderen Volk dessen Vergangenheit. Schuld ist individuell, nicht vererbbar.

            Stalin, Hitler, wie sie alle hießen, vermutlich denken solche Leute wirklich sogar sie würden Gutes tun und sind von „ihrer“ Mission überzeugt. Eigentlich jeder Mensch rechtfertigt sein eigenes Handeln vor sich selber, was dieses Handeln dann aber nicht besser macht.

            Der Tonkin Zwischenfall ist bekannt. Kriege brechen aber nie aufgrund eines Anlasses aus, man sucht immer einen Grund und zur Not erfindet man einen. Den Vietnamkrieg war ein Stellvertreterkrieg, als solcher ein Fehler, aber den kann man nicht aus dem Zusammenhang Kalter Krieg reißen. Den Kriegseintritt haben die Amerikaner frei gewählt und inszeniert, den Krieg selber aber haben sie nicht begonnen. In Indochina war vorher schon Krieg. Richtig ist, die Amerikaner hätten besser daran getan sich rauszuhalten. Die Dominotheorie war zwar nicht völlig falsch, andere Völker kann man nur überzeugen, wenn man ihnen einen positiven Gegenentwurf vorlebt, nicht ihnen diesen aufzwingt. Ist zwischen Nationen nicht anders, als zwischen Menschen.

            Die Amerikaner sind sehr große Umweltverschmutzer, das ist richtig. Absolut glaube ich weniger, pro Kopf dann schon eher. Umgekehrt haben sie die ersten Naturschutzgebiete erfunden. Die Welt ist bunt. In Bhutan ist Umweltschutz übrigens in der Verfassung verankert und dort wird verantwortungsvoller Umgang mit der Natur den Kindern schon in der Schule gelehrt.
            Meiner Meinung nach ist dies der einzig gangbare Weg um die Welt positiver zu gestalten, den nachkommenden Generationen postive Werte vermitteln und vorleben.

  24. „Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz ist dabei typisch:. „Um es ganz offen zu sagen: Russland allein ist verantwortlich.“ Kurz und klar. Russland ist schuld. Es gibt keine andere Möglichkeit.“

    Scholz ist wirklich ein absolut ekelhaftes Stück Menschenscheiße, ein anderer Begriff fällt mir dafür nicht ein!🤮

  25. „..„Laut eigenen Angaben bekam er die Daten von einem anonymen Hacker zugespielt, der auf chinesische Regierungssysteme Zugriff hatte.“…“

    Ach der anonyme Hacker wieder mal 😀 (genau genommen braucht man da nicht mehr weiter zu lesen).
    Und wenn man sich die Geldgeber für diesen “ anonymen Hacker“ (US-Regierung über „Umweg Stiftung“) erhärtet sich der Verdacht > mit Sicherheit reine Propaganda.

    Als Netzwerk/Systemadmin kenne ich mich ein bischen aus. Glaubwürdiger (ein bischen) wäre es am ehesten geworden, wenn man jetzt die Verbindungsprotokolle des angeblichen Hackers veröffentlicht hätte (also DNS-Server, welche und wieviele HOPS (zeigt die Route mit Tracert/Trace), Name des Zielrechners – damit kann man mit WHOIS den Standort ermitteln – usw). Das ist wohl nicht geschehen – also klar Quatsch.

    Kann jeder schreiben.

    1. Ach das ist nicht so wichtig, die Xinjiang Police Files sind nur ein Label für 2022 und inhaltlich ohnehin ein Kindergeburtstag. Fakten gecheckt… natürlich *höhö*, aber halt trotzdem nur ein Kindergeburtstag.

      Ich habe die Bilder auch gesehen und dachte eher, so etwas ist im US-Knast eigentlich Standard.

  26. Immer wenn ich Zens lese, werde ich an Karl Eduard von Schnitzler erinnert.
    Wie Mitforenten schon erwähnt haben, haben sich die „Nachdenkseiten “ intensiver mit ihm beschäftigt.
    Ich finde es jedenfalls klasse, dass wir jetzt am liebsten auch die wirtschaftlichen Beziehungen zu China abbrechen sollten (wenn es nach einigen Grünn:innen gehen geht) Prima, nach dem doppelten Knieschuss wegen der Sanktionen gegen Russland, nun der freiwillige Kopfschuss wegen des Genozids (?) an den Uriguren?
    Ich dachte es geht nicht dümmer, hab mich aber scheinbar getäuscht.

  27. Falls es noch niemand erwähnt hat, diese Dateien ging ja schon einmal um. Damals hat jemand die Originale mit der Übersetzung der NYT verglichen und bemerkt, dass das Mandarin der Originale irgendwie verkehrt war, nicht nur die Textformatierung, die nicht chinesischen Behörden entsprach. Linguisten haben dann festgestellt, dass die chinesischen Originale bereits Übersetzungen waren, und zwar aus dem Englischen. Vermutlich wurden die vermeintlichen Leaks also von Amerikanern oder Briten erstellt und dann mehr schlecht als recht übersetzt (vielleicht sogar per Google) und geleakt. Das erklärt auch inhaltliche Fehler, die Chinesen nie unterlaufen würden.

      1. Wenn die Essays bekannt sind dann doch auch die Entstehung.
        Man geht zu den kritisierten Stellen und lässt mit wenig Aufwand erklären „das stimmt schon was wir behaupten“. Gegenquellen stellt man als unglaubwürdig hin und schon hat man die Faktenprüfung bestanden.

        Es sei nur an die Gegenstimmen zur Corona Impfung erinnert. Was mussten sich vormals angesehene Fachkräfte alles anhören, erdulden nur um bei näherer Betrachtung diverser heutiger Ereignisse ganz oder teilweise richtig gelegen zu haben.
        Jetzt wo hier und da auch Medien kritische Fragen stellen sind die Fragen nur mal kurzes Thema. Oft wirken Artikel oder Beiträge wie “ gut das wird darüber berichtet haben“ und dann zieht man weiter. Dranbleiben? Wozu?

  28. Die angeblich geleakten Video sind aus den Jahren 2010 – 2018.
    Zu dieser Zeit ging China sehr rustikal aber auch erfolgreich gegen uigurischen Terrorismus vor – der ca 100 Zivilisten das Leben kostete.

    Die entsprechenden Aktivitäten wurden inzwischen wieder zurückgefahren.

    Das Wiederaufkochen der immergleichen extrem übertriebenen Beschuldigungen funktioniert in der westlichen Presse hervorragend.
    Entscheidend ist der Begriff “ Genozid“.
    Hierzu wird eine Kampagne der Chinesischen Regierung uminterpretiert die in Xinjiang die Geburtenkontrolle und gesundheitliche Grundvorsorge verbessern soll…

  29. Seitdem ich damals bzgl. der Berichte über Kambodscha und dessen Killing-Fields auch lange an eine Greuelpropaganda des Westens glaubte, die sich dann allerdings entsetzlicherweise als wahr erwies, bin ich vorsichtig in jeder Richtung.
    Aber mal so ganz grundsätzlich: Die USA, GB, Australien&Co., könnten auch gerne mal ein großes Mahnmal all den Opfern ihrer Kolonial- und Neokolonialpolitik errichten, anstatt mit großer moralischer Überheblichkeit auf die Verbrechen der Anderen hinzuweisen.

  30. Es gibt einen recht guten Artikel aus dem Jahr 2021 zu dem Thema

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=77658

    Es lohnt sich ihn zu lesen und auch den vielen Quellen nachzugehen.
    Bei manchen Maßnahmen fühlt man sich an das H4 System erinnert und an Schilderungen was bei den „Maßnahmen“ so alles vor sich ging. Hauptsache raus aus der Statistik. Auch das zwangsweise Arbeiten für Hungerlöhne ist sicher noch bekannt. Selbst die Einführung des mit Lücken gespickten Mindestlohns sicherte diverse AG ein recht gutes Auskommen. Bundesweites bewerben ohne Rücksicht auf Familie oder sonstigen Bindungen machten ganze Herscharen zu Pendlern am Existenzminimum. Immer saß die Angst im Nacken das zum Leben Nötigste weg sanktioniert zu bekommen.

    Und wenn die Zustände so schlimm sind wie behauptet muss man sich ja fragen wie es sein kann “ Die strengsten Eltern der Welt“ noch 2020 bei einer Uiguren Familie drehen lassen konnte. War man nicht um das Leben der beiden Schauspiel Kinder oder des Filmteams besorgt? Machte man sich keine Gedanken was wohl der Gastfamilie drohen könnte wenn im Alltag etwas gegen verkündete Regeln verstößt?
    Nein? Was zahlte man denn der armen Familie für ihre Teilnahme zu den Dreharbeiten?

    Wenn die „Beweise“ schon solch zweifelhafter Herkunft sind frage ich mich wo die Bilder dann herkommen? So wie bei den „Cäsar“ Bildern? Einfach rumliegende Opfer ohne Kausalität gesammelt, egal wer sie auf dem Gewissen hat? Alles Assad Opfer? Als man des Terrorismus verdächtigte Personen extra in ein syrisches Gefängnis überstelle um sie unter Folter zu einem Geständnis zu bringen störte sich keiner daran.
    Wer erinnert sich noch an die Bilder aus Abu Graib ?

    Kommt nach „Cäsar Act“, „Magninsky Act“ nun der „Uiguren Act“?

  31. Ist das nur bei mir oder geht es auch anderen hier so, dass z.B. die Links zum russ. TV nicht aufgerufen werden können? Ich verwende Fire-fox als Standardbrowser. Evtl wird von dort blockiert? Die Artikelwerbung auf Firefox ist offensichtlich ru-feindlich … es wäre nett, wenn mir jemand hier verraten könnte, wie ich z.B. die Links zu ru-TV anderweitig aufrufen kann. Danke!

  32. Was das Wohlbefinden der vielen chinesischen Völker, die Zufriedenheit / Akzeptanz gegenüber der Staatspolitik angeht, da tappe ich aus der Ferne, trotz einiger Bücher / Nachrichtenticker im dunkeln und habe leise Zweifel, daß unsere dünne Nachrichtenlage + kulturelle Konditionierung da weiterhelfen.

    Wer weiß denn, ob die Chinesen nicht das Bonussystem grosso modo akzeptieren, vielleicht durch jahrtausendealte Prägung? Oder die „Drangsalierung“ der Uiguren? Geht die über die normale / generelle Drangsalierung von Bürgern durch Staaten hinaus? Vielleicht gibt es auch eine mohammedanische Drangsalierung dort? Machiavelli hatte wohl angemerkt, daß Terror kein dauerhaftes Machtinstrument ist: Vordergründig ist eine Zustimmung der Menschen nötig und (möchte ich ergänzen) zunehmender Wohlstand für alle. Was übrigens eine wichtige Aufgabe der Parteifunktionäre in zurückgebliebenen Gegenden ist (Tibet z.B.): Organisierung von Kleinunternehmen.

    Und selbst wenn die Lügenmedien 100 % recht hätten, mohammedanische Kinder meinetwegen sich in Bergwerken zu Tode schuften (keine Ahnung, ob es dort Bergbau gibt) und (jüngere) Frauen in den Moscheen am Spieß geröstet wüden? Das wäre nicht unser Bier, wir Moralinis können nicht die Welt retten. Meine Meinung.

  33. @ Der Hausfreund

    „Das wäre nicht unser Bier, wir Moralinis können nicht die Welt retten. Meine Meinung.“

    Darauf könnte man sich verständigen, auch wenn dies im Endeffekt wegschauen bedeutet. Dann hat es andere Länder aber auch nicht zu interessieren, welche Kleptokraten in der Nachbarschaft regieren und welche Fähnchen die schwingen. Was für einen gilt, das muß für alle gelten. Umgekehrt bedeutet dies aber auch, daß uns Afrika nicht zu interessieren hat, dann ist jedes Land eben eine Insel.

    1. @Majestyk
      „Was für einen gilt, das muß für alle gelten.“ Im Prinzip ja. Man kann sich privat vielleicht interessieren / echauffieren über Sitten / Unsitten anderer Länder, aber das juckt niemanden. Anders sieht es aus, wenn
      man dort ein wirtschaftliches Interesse an ausländischen Investitionen hat (in Xinjiang meinetwegen beim
      VW Werk oder vielleicht bezüglich der Landwirtschaft / Baumwollanbau, keine Ahnung). Dann spielt das
      Umfeld schon eine Rolle: Infrastruktur, Ausbildung, kulturelles Niveau, Rechtssicherheit. So scheinen mir
      übrigens die Chinesen bei belt and road zu agieren: antike Monarchie oder westliche „Demokratie“ – egal,
      wenn der wirtschaftliche Rahmen stimmt.

      1. @ Der Hausfreund

        Egal ob aus Dummheit oder wegen Korruption. Hätte unsere Politik immer unsere Interessen vertreten, in China würde keine westliche Technologie produziert werden, auch kein VW.

        DIese Art der Produktionsverlagerung war ein Zeichen von Dummheit oder Verrat, eventuell auch eine Mischung aus beidem.

  34. Ergänzend zur Provinz Xinjiang

    Herr Habeck / die Bundesregierung lehnt (im unerschrockenen Kampf gegen die „Unterdrückung der Uiguren“) eine Verlängerung der Bundesbürgschaften für vier VW Projekte in China ab, weil sie in dieser Provinz seit 10 Jahren ein Werk betreiben – mit hochqualifizierten und -bezahlten Arbeitskräften. Tja.

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