Iranisches Atomabkommen

„Es ist tot, aber wir werden das nicht bekannt geben“

Die Chancen auf eine Wiederinkraftsetzung des iranischen Atomabkommens werden immer geringer. Hier zeige ich nochmal die Vorgeschichte auf, und wie die Situation heute ist.

US-Präsident Trump hat das Atomabkommen mit dem Iran 2018 gebrochen und schwere Sanktionen gegen das Land verhängt. Die Hoffnungen, dass sein Nachfolger Biden das Abkommen wieder in Kraft setzt und die Krise entspannt, haben sich nicht erfüllt, im Gegenteil.

Das Atomabkommen sollte verhindern, dass der Iran eine Atombombe entwickeln und bauen kann. Außer Israel, das auf eine kompromisslos harte Politik gegen den Iran setzt, hat die ganze Welt aufgeatmet, als das Abkommen in Kraft getreten ist. Es sah vor, dass der Iran die Anreicherung von Uran de facto beendet und Inspektionen durch die Internationale Atomenergiebehörde zulässt. Im Gegenzug sollten die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aufgehoben werden.

Das Abkommen hat keine Ausstiegsklausel. Als die USA aus dem Abkommen „ausgestiegen“ sind, wie es „Qualitätsmedien“ wie der Spiegel formulieren, war das ein eindeutiger Vertragsbruch. Das ist noch eine höfliche Formulierung, denn die USA haben nicht nur einen internationalen Vertrag gebrochen, sondern sogar das Völkerrecht, denn durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrats hat das Abkommen den Status eines völkerrechtlichen Abkommens erhalten. Die Details zu dem Abkommen und zu dem Vertragsbruch der USA finden Sie inklusive aller Quellen hier.

Die EU hat immer behauptet, das Atomabkommen retten zu wollen. Außer schönen Worten passierte aber nichts, de facto hat sich die EU den US-Sanktionen angeschlossen. Europäische Banken haben sich geweigert, den Zahlungsverkehr mit dem Iran abzuwickeln, da sie dann unter die US-Sanktionen fallen könnten. Ohne Zahlungsverkehr ist aber kein Handel möglich und die USA hatten ihr Ziel erreicht: Die EU hat die US-Sanktionen de facto mitgetragen.

Der Iran hat sich nach dem Vertragsbruch der USA ein Jahr lang einseitig an das Abkommen gehalten, bevor der ab 2019 Stück für Stück dessen Umsetzung ausgesetzt hat. Das war allerdings kein Verstoß des Iran gegen das Abkommen, denn der Iran hat laut Artikel 26 des Atomabkommens das Recht hat, seine Verpflichtungen aus dem Abkommen ganz oder teilweise auszusetzen, wenn Sanktionen eingeführt werden, die gegen das Abkommen verstoßen. Die US-Sanktionen verstoßen eindeutig gegen das Abkommen, da der Iran seine Verpflichtungen sogar noch nach der Ankündigung der US-Sanktionen ein Jahr lang komplett eingehalten hat. Somit waren die Reaktionen des Iran, mehr Uran zu lagern und es höher anzureichern, als im Vertrag vereinbart, vom Atomabkommen gedeckt, Details finden Sie hier.

Derzeit finden Verhandlungen statt, um das Abkommen wieder in Kraft zu setzen. Der Iran fordert die vollständige Aufhebung der US-Sanktionen, die wegen des Vertragsbruchs von Trump ohnehin illegal sind, bevor er zum Abkommen zurückkehrt. Die USA hingegen fordern vom Iran, sich wieder an das Abkommen zu halten, bevor sie die Sanktionen (teilweise) aufheben.

Als Biden an die Macht gekommen ist, hätte man das Atomabkommen noch relativ leicht wieder in Kraft setzen können, wenn die USA nur den Vertragsbruch von Trump rückgängig gemacht und die Sanktionen wieder aufgehoben hätte. Der Iran hätte seine Verpflichtungen aus dem Abkommen danach sofort ebenfalls wieder eingehalten.

Inzwischen ist die Lage auch deshalb komplizierter, weil der Iran bei der Nukleartechnik Fortschritte gemacht hat. Die russische Nachrichtenagentur TASS hat die aktuelle Lage rund um das iranische Atomabkommen zusammengefasst und ich habe den Artikel der TASS übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Geringe Chancen: Warum die Hoffnung auf eine Rückkehr zum iranischen Atomabkommen schwindet

Noch wird über die Wiederherstellung des iranischen Atomabkommens verhandelt, aber für viele Diplomaten und Experten ist bereits klar, dass es zumindest in den kommenden Jahren keine Rückkehr zum Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) geben wird, obwohl alle Beteiligten am Fortbestand des Abkommens interessiert sind. Was die Wiederherstellung des JCPOA verhindert und ob die Diplomatie in einem echten Konflikt enden könnte, finden Sie in diesem TASS-Artikel

„Es ist tot, aber wir werden das nicht bekannt geben“

Das Atomabkommen mit dem Iran ist tot. Das ist das Urteil von US-Präsident Joe Biden. „Es ist tot, aber wir werden das nicht bekannt geben. Das ist eine lange Geschichte“, sagte der amerikanische Regierungschef bei einem Treffen mit Wählern im November. Ein entsprechendes Video wurde vom Portal Axios in Umlauf gebracht.

Man kann kaum behaupten, dass er mit seiner kategorischen Schlussfolgerung falsch liegt. Trotz der Tatsache, dass die USA offiziell weiterhin an den Verhandlungen über die Wiederherstellung des JCPOA teilnehmen, herrscht unter Politikern und Experten kein Optimismus in dieser Frage. John Kirby, Koordinator für strategische Kommunikation beim Nationalen Sicherheitsrat, hat bereits erklärt, dass die US-Regierung das Thema von der Tagesordnung genommen hat und es keine Fortschritte beim Atomabkommen gibt.

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA zur Wiederherstellung des JCPOA, aus dem der frühere US-Präsident Donald Trump die USA herausgeführt hatte, begannen nach Bidens Amtsantritt – es war eine der Prioritäten seiner Regierung. Eine bald bevorstehende Rückkehr zu dem Abkommen wurde im März dieses Jahres besonders heftig diskutiert. Damals schrieb das britische Portal The New Arab unter Berufung auf einen hochrangigen EU-Beamten, dass bereits ein Text auf dem Tisch liege, der kurz davor stehe, das endgültige Dokument zu werden.

Eine Unterzeichnung fand jedoch weder im Frühjahr noch im Sommer statt, so dass die Fachwelt ihre Hoffnungen auf die Zeit nach den US-Kongresswahlen im November setzen musste.

„Alle Beobachter, Analysten und Diplomaten, die sich mit diesem Thema befasst haben, waren im August recht optimistisch. Jeder hat erwartet, dass es nach den Wahlen zum US-Kongress im November, die die Entwicklung gebremst haben, eine Einigung zur Wiederaufnahme dieses Abkommens geben würde“, sagte Professor Vladimir Sazhin, Senior Fellow am Institut für Orientalische Studien der Russischen Akademie der Wissenschaften, gegenüber TASS.

Doch bereits im September wurde klar, dass es in den kommenden Jahren keine Hoffnung auf eine Wiederherstellung des JCPOA geben würde.

Das JCPOA

Großbritannien, Deutschland, Frankreich, China, Russland und die USA unterzeichneten das JCPOA 2015 mit dem Iran, um die Krise im Zusammenhang mit dessen nuklearer Entwicklung zu lösen. Das Abkommen beinhaltete die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran im Gegenzug für die Einschränkung seines Atomprogramms.

Donald Trump beschloss 2018, aus dem Abkommen auszusteigen. Daraufhin erklärte der Iran, er werde seine Verpflichtungen aus dem Abkommen auslaufen lassen und die Beschränkungen in Bezug auf Kernforschung, Zentrifugen und Urananreicherung aufgeben. Joe Biden hat wiederholt seine Bereitschaft signalisiert, Washington wieder in das Atomabkommen zurückzubringen. Russland, Großbritannien, Deutschland, China, die USA und Frankreich verhandeln seit April 2021 in Wien mit Iran über die Wiederherstellung des JCPOA in seiner ursprünglichen Form.

Kein Optimismus mehr

Die Hoffnung, dass die Parteien zur Einhaltung des Atomabkommens zurückkehren würden, zerschlug sich mit dem Ausbruch der Proteste im Iran, die bis heute unvermindert andauern. Die USA und die westlichen Länder haben wegen der anhaltenden Proteste der Bevölkerung eine Reihe von Sanktionen gegen die Islamische Republik und ihre Vertreter verhängt. „Die USA sind entschlossen, das iranische Volk zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen für die gewaltsame Unterdrückung der anhaltenden landesweiten Proteste im Iran vor Gericht gestellt werden“, so das US-Außenministerium in einer Erklärung.

Darüber hinaus wurden in den letzten Monaten Sanktionen gegen den Iran verhängt, weil die Republik angeblich Drohnen an Russland liefert. Dabei hat die russische Seite das nicht bestätigt. Präsidentensprecher Dmitri Peskow kommentierte einen Artikel der Washington Post mit dem Hinweis, dass die Zeitung in letzter Zeit viele Leaks veröffentlicht habe. Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, bestätigte auch, dass der Kauf von Drohnen nicht auf der Tagesordnung der Gespräche zwischen dem russischen und dem iranischen Außenminister stand und auch bei den Treffen des Präsidenten mit der iranischen Führung im Juli in Teheran nicht zur Sprache kam.

Auch der Iran selbst dementierte diese Informationen. „Wir bekräftigen, dass wir nicht in den Krieg in der Ukraine verwickelt sind und bereit sind, zur Lösung der Krise und zur Schaffung von Frieden beizutragen“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Nasser Kanani Chafee. Er bezog sich dabei auf eine Äußerung von Michail Podoljak, einem Berater des ukrainischen Präsidenten, der die Zerstörung der iranischen Waffenproduktion forderte. „Wir halten die Drohgebärden der ukrainischen Regierung für unverantwortlich und sie werden politische und rechtliche Konsequenzen haben“, sagte Nasser Kanani Chafee.

In der Zwischenzeit setzt die US-Seite den Sanktionsdruck auf den Iran fort, wobei es offensichtlich keine Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zum JCPOA gibt. Ned Price, der Sprecher des US-Außenministeriums, sagte, die iranische Regierung hätte „die Möglichkeit einer schnellen gegenseitigen Rückkehr“ zum Atomabkommen zwischen Washington und Teheran „getötet“.

Die Beziehungen haben sich seit Jahren verschlechtert

Es kann jedoch kaum behauptet werden, dass das „Scheitern“ des Abkommens auf das Konto einer einzelnen Partei geht. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran erstreckt sich über viele Jahre und ist sehr vielschichtig. Während der Amtszeit von Donald Trump eskalierte die Situation drastisch. 2018 trat Washington nicht nur aus dem JCPOA aus, sondern auch aus dem 1955 geschlossenen Vertrag über Freundschaft, wirtschaftliche Beziehungen und konsularische Rechte mit dem Iran. Später beschlossen die USA, die Islamischen Revolutionsgarden und seine Spezialeinheiten, die Al-Quds, als ausländische Terrororganisation einzustufen. Die iranische Regierung reagierten darauf, indem sie das U.S. Central Command auf ihre Liste der Terrororganisationen setzten.

Seitdem haben sich die Beziehungen zwischen dem Iran und den USA weiter verschlechtert. Die Parteien haben einander wiederholt offen mit der Anwendung von Gewalt gedroht. Im Mai 2019 eskalierte die Lage am Persischen Golf drastisch. Die USA haben zusätzliche Militärkräfte dorthin entsandt, angeblich als Reaktion auf Informationen über iranische Truppen, die Angriffe auf US-Einrichtungen im Nahen Osten vorbereiten. Washington warnte, dass „jeder Versuch, die Interessen der USA oder ihrer Verbündeten zu verletzen, mit einer kompromisslosen Antwort in Form von Gewalt beantwortet wird.“ Teheran versicherte auch, dass es den USA „einen Schlag auf den Kopf“ geben werde, falls diese mit Gewalt gegen den Iran vorgehen würden. Trump schrieb damals auf Twitter, „wenn der Iran in den Krieg ziehen will, wird der Iran dann offiziell untergehen“

Zu einem bestimmten Zeitpunkt befanden sich die Länder an der roten Linie, als zahlreiche Experten von einem drohenden Krieg zwischen ihnen sprachen. Das war Anfang 2020, nachdem der iranischer General und der Kommandeur der Spezialeinheiten der Iranischen Revolutionsgarde, Qasem Suleimani, und der stellvertretende Chef der irakischen Schiitenmiliz, Abu Mahdi al-Muhandis, von denen in Washington angenommen wird, dass sie an dem Anschlag auf die US-Botschaft in Bagdad am 31. Dezember 2019 beteiligt waren, in der Nacht zum 3. Januar bei einer US-Operation in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad getötet worden waren. Der Iran reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte im Irak, darunter Ain al-Asad.

Zu einem bewaffneten Konflikt zwischen ihnen kam es nicht, aber es gab auch keine Anzeichen für eine Verbesserung der Beziehungen. Die Situation in Syrien, wo der Iran im Gegensatz zu den USA eine legitime Präsenz hat, spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Congressional Research Service (CRS) veröffentlichte im August 2020 einen Bericht mit dem Titel „Armed Conflict in Syria: An Overview and US Response“ (Bewaffneter Konflikt in Syrien: Ein Überblick und die Reaktion der USA), in dem die Experten die Ansicht vertraten, dass Washington versuchen würde, den iranischen Aktivitäten in Syrien in erster Linie mit wirtschaftlichen Instrumenten wie Sanktionen zu begegnen. „Der Rückzug des Irans aus Syrien ist ein politisches, kein militärisches Ziel“, heißt es in dem Papier.

Angesichts dieser Situation, die in der Zeit des Republikaners Trump entstanden ist, besteht Grund zu der Annahme, dass die Wiederaufnahme des JCPOA für lange Zeit in Vergessenheit geraten könnte, wenn das Abkommen unter Biden nicht wiederhergestellt wird und der nächste Präsident ein Vertreter der Republikanischen Partei wird, die traditionell gegen den Iran eingestellt ist, sagt Konstantin Blochin, ein führender Forscher am Zentrum für Sicherheitsstudien der russischen Akademie der Wissenschaften.

„Aber vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse wird es in naher Zukunft nicht wiederhergestellt werden. Und bis dahin wird der Iran bereits große Fortschritte in seinem Atomprogramm gemacht haben“, so der Experte gegenüber der TASS.

Der Iran entwickelt seine Nukleartechnologie tatsächlich aktiv weiter und warnt sogar regelmäßig, dass er durchaus in der Lage ist, Atomwaffen zu bauen. Mohammad Eslami, Leiter der iranischen Atomenergie-Organisation und stellvertretender Präsident des Landes, hat das im August noch einmal erklärt. Er bestätigte, Teheran verfüge über die technische Kapazität zum Bau einer Atomwaffe, doch diese Aufgabe stehe nicht auf der Tagesordnung der Regierung. Kurz zuvor hatte Rafael Grossi, der Direktor der IAEO, erklärt, das iranische Atomprogramm sei seit 2015 erheblich vorangekommen. Er wies darauf hin, dass kein Land Uran ohne militärische Entwicklung auf 60 Prozent anreichert, wie es der Iran tut. Grossi räumte jedoch ein, dass der schrittweise Ausstieg Teherans aus dem Atomabkommen nicht bedeute, dass die Republik Atomwaffen entwickle.

Wie Wladimir Sazhin feststellt, ist es jedoch aufgrund der aktiven iranischen Nuklearaktivitäten recht schwierig, das JCPOA wiederherzustellen, zumindest aus technischer Sicht. „Biden hat also Recht – der JCPOA atmet schwer“, so der Experte.

Noch im Jahr 2018, kurz nachdem die USA ihren Ausstieg aus dem iranischen Atomabkommen angekündigt hatten, schlug Washington ein neues Abkommen vor, wenn der Iran zwölf Bedingungen erfüllt, darunter die Einstellung der Urananreicherung, der Plutoniumwiederaufbereitung, der Unterstützung terroristischer Organisationen und der Entwicklung von Raketen, die Atomwaffen tragen können. Aber die Iraner wollten das weder damals noch heute, betonte Wladimir Sazhin. Er wies auch darauf hin, dass der Abschluss eines neuen Abkommens ein sehr kompliziertes diplomatisches und technisches Verfahren voraussetzt und dass es in der gegenwärtigen internationalen Lage in nächster Zeit wahrscheinlich nicht dazu kommen wird.

Diplomatie am Rande des Krieges

Alle Parteien des Abkommens haben ein Interesse daran, dass das Atomabkommen wieder in Kraft tritt. Bessere Beziehungen zum Iran sind insbesondere für die EU sehr wichtig, da die Islamische Republik versprochen hat, das russische Öl, das nicht mehr nach Europa fließt, zu ersetzen. Vor allem aber ist das JCPOA für den Iran wichtig, dessen Wirtschaft stark unter den gegen ihn verhängten Sanktionen, deren Aufhebung das Atomabkommen vorsieht, leidet.

Für Washington ist es eine Frage des Prinzips, Teheran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern. Um das zu erreichen, sei es bereit, jede Maßnahme in Betracht zu ziehen, doch ziehe es in dieser Angelegenheit die Diplomatie vor, sagte Ned Price. Auch wenn die USA ein gewisses Risiko eingehen, wenn sie das iranische Nuklearproblem auf diplomatischem Wege lösen.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Nasser Kanani, wies darauf hin, dass Washington offiziell verkündet, keine Pläne zur Wiederherstellung des JCPOA zu haben, aber Teheran dann über Vermittler seine Bereitschaft zum Abschluss eines Abkommens versichere. Seiner Ansicht nach zeigt das, dass die Amerikaner zu dem Abkommen zurückkehren und nichts dafür bezahlen wollen.

Die Lösung des iranischen Nuklearproblems auf diplomatischem Wege birgt für Washington die Gefahr, dass sich die Beziehungen zu Saudi-Arabien und Israel verschlechtern, die von Biden verlangen, Teheran militärisch unter Druck zu setzen, erklärte Konstantin Blochin. Er erinnerte daran, dass Trump kurz nach seiner Entscheidung, die USA aus dem Atomabkommen aussteigen zu lassen, einen Verteidigungsvertrag mit Saudi-Arabien unterzeichnet hat.

Die derzeitige Situation birgt die ernste Gefahr, dass die USA versuchen werden, das iranische Nuklearproblem mit Gewalt zu lösen, so Wladimir Sazhin. Ähnliche Befürchtungen gibt es auch in Bezug auf Israel.

Ende der Übersetzung


In meinem neuen Buch „„Putins Plan – Mit Europa und den USA endet die Welt nicht – Wie das westliche System gerade selbst zerstört ““ gehe ich der der Frage, worum es in dem Endkampf der Systeme - den wir gerade erleben - wirklich geht. Wir erleben nichts weniger als den Kampf zweier Systeme, in dem Vladimir Putin der Welt eine Alternative zum neoliberalen Globalismus anbietet. Wurden die Bürger im Westen gefragt, ob sie all das wollen, ob sie zu Gunsten des neoliberalen Globalismus auf ihren Wohlstand und ihre Freiheiten verzichten wollen?

Das Buch ist aktuell erschienen und ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.

Hier geht es zum neuen Buch

Werbung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

35 Antworten

  1. @„Er bestätigte, Teheran verfüge über die technische Kapazität zum Bau einer Atomwaffe, doch diese Aufgabe stehe nicht auf der Tagesordnung der Regierung.“

    Wieso nicht? Die USA würden etwas Respekt bekommen, was nur aus Prinzip nie erfolgen wird.

    1. Wieso nicht? Die iranische Führung weiß genau bescheid über die Bombe. 💣☢ Man strebe sie nicht an. Sie sei „unislamisch“. ☪😁

      Wieviel Respekt zeigen denn die USA gegenüber Rußland und seinen Atomwaffen? Seit vielen Jahren rüsten sie die sogenannte Ukraine direkt an Rußlands Grenze auf.

      Die USA scheinen keinerlei Einsatz irgendwelcher Kernwaffen zu fürchten. Warum sonst könnten sie so viele Militärbasen in aller Welt unterhalten, deren jede durch einen normalen Lieferwagen mit einer solch phantastischen Atombombe an Bord komplett vernichtet werden könnte. Gibt das denn niemandem zu denken?

      Der nun schon 77 Jahre währende Erfolg der Atombombe beruht vor allem auf der Leichtgläubigkeit der Menschen.

      https://t.me/Atombombe/39

    2. Der Iran hat eine Allianz mit China. China und Rußland möchten den Nahen Osten durch politische Lösungen befrieden. Das gibt dem Iran auf Dauer mehr Schutz als eigene Atombomben, die bei dem Prozeß dazu eher kontraproduktiv wären.

      1. Pohlmann hat sich dazu doch ausführlicher geäußert. Es gibt einige Staaten, die die zutten für eine Atombombe im Keller haben, diese Zutaten aber vorerst nicht anrühren.
        Mit Iran ist es ein Stat mehr ….

  2. Es gibt drei gewichtige Gründe für Sanktionen:
    1. ist der Iran deutlich besser aufgestellt als sämtliche Nachbarländer, die bedeutenste Wirtschaftmacht in der Region zu werden. Wenn die Grenzen wieder geöffnet sind. Das ist nicht im Interesse der Nachbarländer, und wohl auch nicht des Westens.

    2. Israel braucht einen Erzfeind, um seine Bevölkerung zusammen zu halten.

    3. Iran hat nach Russland die größten Erdgasvorkommen der Welt. Ein Ende der Sanktionen bedeutet auch ein Ende des Geldregens, den Robert Habeck und Olaf Scholz gerade auf die USA für deren LNG herunter regnen lassen.

    Interessant wäre allerdings die Frage nach der Interessenlage Russlands, Chinas und Indiens: Je größer der Druck, den wir gegenüber anderen Ländern auf bauen, je kleiner die negativen Konsequenzen, die wir zusätzlich androhen, desto größer die Motivation, Iran unter die Arme zu greifen.

    Wie das aussehen könnte, sieht man in Nordkorea: Von wem haben die eigentlich ihre Atomwaffen bekommen? Im Gegensatz zum Iran hat man von Nordkorea nicht den Eindruck, dass das Land die Technik oder das Wissen hat, selber Atomwaffen zu entwickeln . ..

    1. Ich bitte sie. Atomwaffen sind eine 80 Jahre alte Technologie. Das kam noch vor dem Transistor. Es ist zwar mühsam, genug spaltbares Material in der nötigen Konzentration zu bekommen, aber es beileibe kein Hexenwerk.

    2. Nordkorea hat viel Hochtechnologie. Man denke an die exzellenten Raketen und Drohnen. Kernforschungszentrum und Forschungsreaktor wurden in den 60er Jahren mit Hilfe der SU gebaut. Die Technik haben sie recht bald selber beherrscht.

      Die Vorlage für die Langstreckenraketen stammt aus der Ukraine, sie haben nach dem €-Maidan eine Fabrik ausgekauft, die ihr Rußlandgeschäft verloren hatte. Der schwierige Teil ist, Nachbauten herstellen zu können, dazu noch viel bessere. Die fliegen nun gelegentlich in 1000 km Höhe über Japan und schlagen mit Mach 13 ins Meer.

      Der Iran hat eine Allianz mit China, und ein Rial-Rupie-System für den Handel mit Indien. In Afrika sehr präsent, u.a. über das Netzwerk syrisch-libanesischer Kaufleute. Zu Syrien und Armenien hat der Iran ein sehr nahes Verhältnis, und deshalb manchmal Differenzen mit Türkiye und Azerbaycan. Aber man sucht immer nach Einigungen.

      Mit Qatar hat der Iran nun ein sehr gutes Verhältnis, nach früheren Streitereien wegen des gemeinsamen Gasfeldes. Mit Pakistan, Turkmenistan, Irak unproblematisch und kooperativ. Zu Saudi-Arabien findet eine gewisse Annäherung statt. Es will – wie auch Türkiye – in die SOZ, und da können sie ja nicht im Krawall gegen Iran-China eintreten.

      Mit Trump und Netanyahu konnte der Iran recht gut, nach den Maßstäben, die unter Feinden gelten. Man hatte Kanäle und kam zu verschiedenen Deals. Die haben den Iran in die Allianz mit China getrieben. Die Chinesen über in Teheran nun eine gewissen Kontrolle aus, und die wünschen keine Aberteuer, sondern einen kooperativen Kurs des Iran.

      Als echte Störfaktoren für den Iran verbleiben die üblichen: EU, seit Biden auch USA, und von denen eingesetzte Terrorbanden. Der Einfluß des westlichen Blocks in der Gegend schwindet aber rapide.

      Die iranische Industrie ist erst ungefähr gleich stark der französischen. Aber stark in der Hochtechnologie, und mit Hilfe Chinas sind große Investitionen in Infrastruktur und Industrie unterwegs.

    3. @Steve_
      Man muss mal schauen, was in der Ukraine zu Sowjetzeiten alles so an Entwicklungslabors und Raketenproduktion in der Ukraine angesiedelt war.
      Lange bevor der MSO losging und in Nordkorea plötzlich die erste gut fliegende Rakete startete gab es gemunkel, dass die Technologie aus der Ukraine kam ….

  3. @ Steve sagte u. a….

    „““ Wie das aussehen könnte, sieht man in Nordkorea:
    Von wem haben die eigentlich ihre Atomwaffen bekommen?

    Im Gegensatz zum Iran hat man von Nordkorea nicht den Eindruck,
    dass das Land die Technik oder das Wissen hat,

    selber Atomwaffen zu entwickeln … „““

    Warum sollte Nordkorea nicht auch die Möglichkeit haben,
    selbst Atombomben zu entwickeln. ???

    1. Ich habe versucht, mehr über das Nordkoreanische Atomwaffenprogramm zu erfahren. 😉

      Es gibt einen anderen Artikel, in dem gesagt/geschrieben wird, dass die Atombombe Nordkoreas, eine „Lebensversicherung“ für das Land und seine Bevölkerung ist.

      Nordkorea
      unterzeichnete 1985 den Atomwaffensperrvertrag (NPT), weil der US-Geheimdienst einen geheimgehaltenen gasgekühlten, graphitmoderierten Reaktor entdeckt hatte, der in der Lage war, Plutonium herzustellen.

      1989 wurde die Vermutung lanciert, Nordkorea hätte eine Wiederaufbereitungsanlage, in der atomwaffenfähiges Plutonium hergestellt werde.

      Dennoch weigerte sich die nordkoreanische Regierung bis 1992, eine vollständige Kontrolle durch die Atomenergiebehörde (IAEO) zu ermöglichen.

      Bei den nachfolgenden Inspektionen unter der Leitung von Hans Blix stellte die IAEO fest, dass zwischen der von Nordkorea angegebenen Menge von wiederaufgearbeitetem Plutonium und ihren eigenen Messungen eine Diskrepanz bestand.

      Nordkorea zeigte sich daraufhin immer weniger kooperativ. Die IAEO vermutete, dass weiteres Plutonium für ein Atomwaffenprogramm wiederaufgearbeitet wurde,

      insgesamt über 20 Kilogramm – genug für drei kleine Sprengköpfe.

      Spannungen zwischen den USA und Nordkorea über die Atomwaffenfrage führten zu einer Krise im Frühjahr 1994, die beinahe in einen Krieg mündete.

      „Agreed Framework“
      Erst nach dem Tod von Staatschef Kim II Sung führten Verhandlungen 1994 zu einem US-Nordkoreanischen Abkommen mit dem Titel „The Agreed Framework“.

      Nordkorea wurde versprochen u.a. Hilfe für sein Atomenergieprogramm zu bekommen, wenn es sich im Gegenzug verpflichte, das Atomwaffenprogramm einzustellen und Mitglied im Atomwaffensperrvertrag zu bleiben.

      Doch mit der Umsetzung des Vertrages gab es andauernd Probleme und Verzögerungen.

      Nach der US-Wahl 2001 verschlechterte sich die politische Situation wieder. Die USA unter George W. Bush bezeichneten Nordkorea als einen Schurkenstaat,

      der den Terrorismus unterstütze. Seine Administration glaubte, dass Nordkorea bereits ein oder zwei Atomwaffen besitze

      und den Zeitpunkt für die Inspektionen nur hinaus schieben würde. Weitere Drohungen aus den USA, z.B. die Nennung von Nordkorea als ein Ziel für einen Atomwaffeneinsatz, bestärkte die Radikalen und eskalierte die Problematik.

      Eskalation durch Raketentests
      Nordkorea besitzt ein bedeutendes ballistisches Raketenprogramm und ist zudem einer der aktivsten Exporteure ballistischer Raketensysteme, -Komponenten und -Technologien in andere Länder wie Pakistan, Iran, Libyen, etc.

      Kim Jong-un verwendete regelmäßig Raketentests und -Starts, um auf militärischer Aktivitäten der USA und Südkorea oder kritischer UN-Resolutionen zu reagieren.

      Das Ziel des Raketenprogramms ist jedoch eine atomar bestückbare Interkontinentalrakete fertigzustellen, welche die USA erreichen kann…………..

      Mehr…
      https://www.atomwaffena-z.info/heute/atomwaffenstaaten/nordkorea.html

      1. insgesamt über 20 Kilogramm – genug für drei kleine Sprengköpfe.

        Danke für diese Steilvorlage. Also sieben Kilogramm für einen kleinen Sprengkopf. Dann schauen wir doch mal auf eine x-beliebige sogenannte Kernwaffenexplosion. Da sehen wir viel Dampf oder Rauch. Es muß eine große Wolke entstehen, die sich in der Atmosphäre auftürmt, damit der Mensch beeindruck ist.

        Nun die Frage, auf welchem Wege diese Wolke denn chemisch und physikalisch zustande kommt? Wir haben ja nur wenige Kilogramm Ausgangsmaterial. Von irgendwelchen stark exothermen chemischen Vorgängen ist nichts bekannt. Rein durch Fission oder Fusion soll alles geschehen. Woher kommt all die Materie, welche die Wolke ausmacht?

        Durch Fission entsteht Wärme. So weit, so gut. Aber dabei explodiert nichts. Wenn die Wärme nicht abgeführt oder kontrolliert wird, dann schmilzt das Spaltmaterial und zerläuft. Aber es kann nicht explodieren, außer sekundär, bspw. durch entstehendes Knallgas wie in Fukushima, was aber nur eine schwache Explosion gibt.

        Wie also stellen sich die Anhänger der Atombombe den Vorgang einer nuklearen Detonation überhaupt vor? Wie bringen sie die Bombe mit Chemie und Physik in Einklang?

    2. Genau, wieso sollten sie die Fähigkeiten nicht haben? Sie brauchen nur ein entsprechendes Video zu veröffentlichen und ein paar große Reden zu schwingen. Viel mehr haben die meisten sogenannten Atommächte auch nicht gemacht. Nur die USA haben sich mit ihren sogenannten Atomversuchen viel Mühe gegeben und großen technischen Aufwand betrieben.

      https://t.me/Atombombe/28

  4. wenn der Iran zwölf Bedingungen erfüllt, darunter die Einstellung der Urananreicherung, der Plutoniumwiederaufbereitung, der Unterstützung terroristischer Organisationen und der Entwicklung von Raketen, die Atomwaffen tragen können.

    Wieso eigentlich immer Raketen? Was ist mit Lkw oder gar Pkw? Können die keine Atomwaffen tragen? Natürlich können sie das. Und sie können sich auch sehr unauffällig und präzise bewegen. Ganz einfach auf dem Straßennetz. Damit können sie auch alle interessanten Ziele erreichen, denn alle sind dem Straßennetz angeschlossen.

    Beispiel? Der Anschlag auf die Krim Brücke am 8. Oktober ’22.

    https://t.me/Atombombe/18

    Warum übrigens nahm man da einen Lkw? Na ganz einfach: Die zum Anschlag auf die Krim Brücke eingesetzte Menge Sprengstoff war so groß, daß ein Pkw sie nicht mehr transportieren kann. Und eine gängige ballistische Rakete oder ein Marschflugkörper ebenso wenig. Ein Lkw ist viel praktischer.

    Einer von vielen Beweisen für die Absurdität der Atombomben Propaganda und den Mangel an Logik im Denken der allermeisten Menschen. Irgendetwas in unserer Psyche ist empfänglich für den Gedanken eines allmächtigen Gottes oder behelfsweise einer allmächtigen Bombe, vor der wir geistig niederknien dürfen. Das nutzt die Propaganda aus.

  5. Ein paar senile alte Säcke spielen Poker, weil ihnen das das Gefühl gibt, noch irgendwie wichtig zu sein. Ich denke, es ist höchst an der Zeit, die Dinge endlich beim Namen zu nennen, anstatt aus lauter Angst sich hinter diplomatischer Nobless zu verstecken.
    Als Frau und Mutter kann ich nur sagen: wenn einer der beteiligten mein Sohn oder mein Mann wäre, ich würde ihn mit einem Nudelholz zur Vernunft bringen. Wir haben uns unsere Sinne so sehr mit diplomatischer Neutralität vernebeln lassen, dass uns jeglicher Hausvestand vollständig abhanden gekommen zu sein scheint. Meines Erachtens, haben wir zu lange diesem Irrsinn zu gesehen. Es ist Zeit, wieder den Hausverstand einzuschalten, und aufzuhören, irgendwelchen Senilen über Gebühr Aufmerksamkeit zu schenken, ohne die Dinge beim Namen zu nennen.

        1. Sie können gerne darauf beharren, Beispiele zu finden, die beweisen sollen, dass meine Aussage falsch sei. Wenn jemand gut ist, kann er alles beweisen, oder für jede Aussage beweisen, dass sie falsch sei. Sie können das gerne tun, ich weiß halt nur nicht, ob uns das weiterbringt. Sie hätten Ihre Zeit auch völlig anders nutzen können, zum Beispiel dafür, zu schauen, ob mein Kommentar weiterbringt.

              1. Ein Heilpraktiker sagte mir einmal, Politik sei ein Symptom und kein Beruf.

                Ich denke, wir sollten Politik völlig neu denken. Das Problem ist ja, dass sich viele gar nicht vorstellen können, dass es auch vollkommen anders sein könnte, als es derzeit ist.

      1. Zu erkennen, dass die Art und Weise, wie derzeit „Politik“ betrieben wird ein einziger Irrsinn ist. Und wenn ich das richtig gesehen habe, sind die überwiegende Mehrheit der an der Geschichte Beteiligten Männer, das andere sind Frauen, die sich wie diese irren Männer verhalten. Hausverstand wäre, einen Schritt zurückzutreten, und den Irrsinn in der ganzen Angelegenheit zu erkennen. Manchmal braucht es dafür halt einen Augenblick des Innehaltens und viel Mut (und machmal auch zur Unterstützung ein Nudelholz: das was ein Witz mit wahrem Kern, aber na ja, das erschließt sich halt nicht jedem auf Anhieb).

    1. Pars Today, staatlicher iranischer Nachrichtendienst, 16.7.2018

      Präsident Putin und Präsident Trump „rocken den Globus“

      … Beide Präsidenten betonten in ihren Erklärungen die Lage im Nahen und Mittleren Osten und die sich daraus ergebenen Gefahren für den gesamten Globus. Es war allerdings mit den Händen zu greifen, daß gerade in den Präsidenten Trump und Putin der Welt eine besondere Chance eingeräumt wird. …

      Möglich ist, daß beiden Präsidenten im Falle ihres Gelingens die Welt zu mehr verpflichtet ist als eine Einladung nach Oslo. …

      Heiko Maas, als Ausbund deutscher Diplomatie, wird Helsinki- vermutlich ebenso wie Herr Soros-als Abgesang einer nur noch von ihm festgestellten „westlichen Wertegemeinschaft“ beklagen. Wie man hört, suchen die Mitglieder der amerikanischen Regierung bei seinen Feststellungen über die Welt regelmäßig die Schutzräume auf.

      Helsinki war champions league
      https://parstoday.com/de/news/world-i42397-helsinki_war_champions_league

    2. Pars Today, staatlicher iranischer Nachrichtendienst, 19. Juli 2018

      … Das scheint für einen europäischen Betrachter das derzeitige Dilemma für den amerikanischen Präsidenten Trump zu sein: Er bemüht sich darum, die Vereinigten Staaten auf einen Friedensmodus umzustellen. Das Land ist in -jeder Hinsicht und bei all seiner Macht-irgendwie pleite.

      Er belügt die Leute nicht, hält seine Wahlversprechen und will wieder Vertrauen in das amerikanische Gemeinwesen zurückbringen. …

      Das bisherige Kriegsestablishment in Washington und darüber hinaus sieht seine Felle schwimmen gehen. Sofort nach seiner Wahl haben sich die Vertreter des globalen Kriegskurses in Washington nach der internationalen Presse getroffen, um eine Strategie auszubaldowern.

      Herr Soros war demnach mit dabei, als es darum ging, mit hohem Aufwand Trump aus dem Amt zu bekommen. Gelungen ist es ihnen bislang nicht. Aber das Präsidenten-Treffen in Helsinki und das, was seither wirklich zählt, hat neue, globale Kampflinien deutlich gemacht:

      Die eine besteht aus Trump-Putin-Netanjahu. Man muss sich Helsinki nur zu Gemüte führen um zu beurteilen, welche Dimensionen beide Präsidenten dort deutlich gemacht haben. Diese Kampflinie steht gegen die Linie: Soros-Merkel-Clinton.

      Tag der Bastille-diesmal in Washington?
      https://parstoday.com/de/news/germany-i42466-tag_der_bastille_diesmal_in_washington

  6. ….wie John Magufuli richtig schreibt, „…Der Iran hat eine Allianz mit China. China und Rußland möchten den Nahen Osten durch politische Lösungen befrieden. Das gibt dem Iran auf Dauer mehr Schutz als eigene Atombomben, die bei dem Prozeß dazu eher kontraproduktiv wären.“…
    DEM ist nichts hinzuzufügen !!…😎😈

  7. Das Thema rund um den Iran ist auch mir nicht unentdeckt geblieben. Als in 2015 viele Restriktionen fielen, dachte ich der gordische Knoten sei geplatzt… Aber Trump (aber warscheinlich nicht aus seiner Intelligenz heraus) hat das alles wieder zunichtegemacht. In kürzester Zeit!

    Und die doofen Deutschen durften eine beleidigte Mine machen, da auch unsere Jungs da schon investiert hatten. Aber wir bekamen ja den Grenell vorgesetzt. Wer erinnert sich noch an diese Ausgeburt einer Unverschämtheit. Alleine das Gehabe dieses Narziss hat Kuleba noch in den Schatten gestellt. Mir fehlt dieser Mann nicht. Er hat uns (mir zumindest) gezeigt, wie wichtig die Freundschaft Deutschlands für die USA waren… War da was?

    Als danach das monetäre System gekappt wurde und auch die Flugrouten gestrichen wurden, war mir klar was passiert ist. Trumps Sohn hat mit Israel damals schon ausgehandel, dass diese unsägliche Botschaft eröffnet werden würde. Was für ein Affront. Hat sich kein Präsident vorher so erlaubt. Aber dadurch hat er eine nachhaltige Erschütterung der Macht verursacht, die davor (ich will mich mal etwas aus dem Fenster lehnen) zumindes einer „Patt-Situation“ im Schach galt. Erst durch dieses Vorpreschen wurden Synergieen geschaffen, die in der Folge zu dem führte, was wir heute im Nahen Osten erleben. Da haben die noch gar nicht angefangen. Da kommt noch einiges…

    Aber warscheinlich ist das alles irrelevant, da es vorher vermutlich in den USA selbst zu einem Bürgerkrieg, oder etwas Ähnlichem kommen wird. Da baut sich gerade etwas Gewaltiges auf, welches sich Luft machen muss und wird!
    Wird vermutlich auch garnicht mehr soooo lange dauern. Also wer nicht gerade da sein muss, lehnt euch zurück und geniesst die Show, denn die nächste Präsidentschaftswahle wird so eine Schlammschlacht werden, dass die Republikaner vermutlich einen zweiten Kongress bauen werden müssen, nur um es in aller Ruhe erstürmen zu dürfen. Für den Rest der Sklaven gilt dann: Let the Hungergames begin!

    1. Politik und Medien Deutschlands haben Trump vor und sogar noch nach seiner Wahl beschimpft, und dann – zusammen mit ihrem Anhang in Washington, Neocons und Clintonisten – Trumps Außenpolitik sabotiert, wo es nur ging. Grenell wußte, wie man mit dieser Drecksbande umgehen muß.

      Trumps „Iran-Sanktionen“ dienten dazu, den größten Störenfried, die EU, zu sanktionieren. China und Indien dagegen waren von den Sanktionen ausgenommen. Der Iran wurde so genötigt, sich in eine Allianz mit China zu begeben. Das war durchaus im Sinne Trumps und Netanyahus. China ist an Ruhe in der Gegend interessiert, um dort Seidenstraßen bauen zu können.

      Nachdem das den USA 40 Jahre nicht gelungen war, den Iran unter ihre Aufsicht zu bekommen, soll das jetzt eben China tun.

      Das Atomabkommen ist damit obsolet geworden, alle waren heimlich froh, es los zu sein. Unter dem Schutz Chinas braucht der Iran derzeit keine Atomwaffen, und unter der Aufsicht Chinas kann er sich nicht erlauben, welche zu bauen. Sollten die Verhältnisse aber sich zuspitzen, hat der Iran das Potential, jederzeit welche bauen zu können.

      „Der russische Präsident Wladimir Putin hat … die Politik der Russischen Föderation in einer Zeit dargelegt, in der sich der „kollektive Westen“ als Verhandlungspartner und vor allem als Partner bei der Umsetzung der erzielten politischen und rechtlichen Vereinbarungen völlig diskreditiert hat.“
      — Sergeij Lavrov, 26.12.2022

      Was also soll ein JCPOA mit Beteiligung des Westens? Besonders die EU will nichts als stören und zündeln. Auch die Sanktionen sind völlig egal. Die EU läßt sich immer was neues einfallen; wenn nicht wegen „Atom“, dann wegen der Krawalle oder wegen nichtexistenter Drohnen für Rußland. Alle realen Fragen, die es wegen des Nuklearprogramms gibt, lassen sich im SOZ-Rahmen ohne EU und USA regeln.

      1. „Grenell wußte, wie man mit dieser Drecksbande umgehen muß.“

        Grenell war ein narzistisches Arschloch und ist das immer noch! So einen Mann in egal welchem anderen Land als Botschafter ertragen zu müssen ist ein Affront und eine Zumutung in sich selbst. Ich könnte mir diese Personalie in China so nicht vorstellen… Sie etwa?
        Sein Stil hatte etwas Provokatives, ein „Friss, oder stirb“-Prinzip. Solche Leute sollten in unserem Land nicht das Sagen haben. Er hatte Firmen ja offen mit Sanktionen gedroht, die sich nicht an die implementierten Sanktionen der USA hinsichtlich dem Iran halten würden. Ähnlich den Verlegeschiffen bei NS-2… eine widerliche Art u. Weise, seinen Willen umzusetzen. Wer da nicht gemerkt hat, das der Wind aus der Richtung stinkt, dem ist nicht mehr zu helfen.
        Gerade aus diesem Grund begrüsse ich Frau Dr. Merkels Aussage zu dem Politikum Mins 1+2 sehr, denn damit hat auch Sie Fakten geschaffen, welche Russland (hoffentlich) aufgreifen wird…

        1. Grenell sollte ein Affront sein. So wie unser Regime Trump beschimpft und sabotiert hat, hatte es jeden Respekt verloren und hat einen Botschafter bekommen, wie er für eine Bananenrepublik paßt.

          Die Iran-Sanktionen waren eigentlich Sanktionen gegen die EU, denn für China und Indien gab es Ausnahmen. Sie dienten dazu, die EU aus dem Iran herauszusanktionieren, wofür es gute Gründe gab.

          Ähnlich die Sanktionen gegen NS2. Sie brachten Atlantiker dazu, atlantisches Porzellan zu zerschlagen.

          Heute ist bekannt, daß Merkel seit 2014 auf einen großen Krieg mit Rußland hingesteuert hat, ihren Ostfeldzug. Die Genehmigung für NS2 war ein Täuschungsmanöver, die Leitung durfte nie in Betrieb. Sollte sie auch nicht, jedenfalls nicht vor dem Sieg über Rußland. Ein Strang ist noch heil, Putin hat angeboten, da Gas durch zu liefern mit voller Kapazität. Habeck gibt keine Betriebsgenehmigung.

          Wahrscheinlich waren sowohl Putin als auch Trump damals schon im Bild über Merkels NS2-Intrige und Merkels Kriegspläne, haben dabei aber auf jeweils ihre Art ebenfalls Theater gespielt.

          1. Hallo John,

            2 Dinge: Lassen wir mal den Botschafter weg… egal ob das so sein sollte oder nicht. Deutschland war doch schon immer abhängig von Amerikas Diktat. Das war in en 90-gern so und in den 2014-ern war das nicht anders. Deutschland hatte sich aber über die günstigen Energiepreislieferungen aus Russland etwas aus der Schlinge von Amerika befreien können und dies sogar noch mehr zum Schaden der USA, da Deutschland nicht auf Amerikas (um ein vielfaches teureres) Frackinggas angewiesen war. Einfach eine große Pleite..
            Ich weiß nicht, ob du dich erinnern kannst, aber Trump wollte damals noch Grönland kaufen… verrückt, denkt man, aber eigentlich war das ein „gesunder“ Gedankengang, denn und anderen Präsidenten hätte man einfach irgendwie einen Regimechange herbeigeführt, oder einen Krieg angezettelt. Der tiefer Sinn dahinter war, dass Trump Amerikas Ölreserven aufstocken wollte, denn die Abhänigkeit zu Aramco war bezeichnend. Ausserdem ist die ganze Welt von seltenen Erden und damit direkt, oder indirekt von China abhängig. Dieses Joch wollte der Mann durchbrechen, denn Grönland ist voll von seltenen Erden. Ein grösseres Vorkommen ausserhalb des Einflussbereichs von China gibt es einfach so nicht mehr! Was will ich eigentlich damit sagen. Deutschland hatte nichts zu melden! Die Aufmüpfigkeit Deutschlands im Hinblick auf Amerikas geostrategischen Ambitionen führten ja bekanntermaßen dazu, dass Trump sich richtigerweise über die Einzahlungsschwierigkeiten einiger Länder (aber auch insbesondere über Deutschland) aufregte. Festgelegt wurden damals 2% des BIP´s und Deutschland hatte das jahrelang einfach nicht gemacht. Das war meines Erachtens aus der damaligen Sich die Retourkutsche und nicht der IRAN-Deal. Deutschland hatte mit dem Deal nie wirklich was zu tun. Es musste kuschen und die Linien abbrechen, als Trump den Vertrag einseitig aufkündigkte.
            Merkel steuerte aus meiner Sicht überhaupt garnichts. Schon gar nicht die Belange der Ukraine gegen Russland. Merkel wusste, dass Sie nur eine Stellvertreterrolle in der Angelegenheit der Minsker Friedensgespräche innehatte. Ausführend waren schon damals immer die USA gewesen, sowohl in der Vorbereitung des Euromaidan, als auch in dern Vorbereitung der damaligen politischen Machtverhältnisse über die indirekte Einflussnahme von Frau Nuland und Hunter Biden in der Burisma-Affaire. Zusätzlich wurde noch eine Antikorruptions-Organisation gegründet, welche allen staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen Korruption vorwarfen, die Joe Biden (er war damals von Obama als Pointman in der Ukraine tätig) weghaben wollte. Merkel hatte damit zu keinem Zeitpunkt etwas zu tun. Hätte Sie abgelehnt, die Friedenstaube zu spielen, hätte es Macron gemacht und das wollte Sie nicht, denn dann hätte Sie innereuropäisch an Macht verloren und was Sie davon hielt, hat sie ja dann vor kurzem in einem knappen Interview auf den Punkt gebracht. Es war alles eine Farce!
            Aus meiner Sicht hatte Sie auch nichts mit der Genehmigungsvereitelung von NS-2 zu tun, denn hinsichtlich der Genehmigung hatte ja Joe Biden dem Bundeskanzler Olaf Scholz von vor laufender Kamera mitgeteilt, dass diese Leitung nie in Betrieb gehen würde. Eigentlich ein Affront eines souveränen Staates aber er hat es getan. Das sind Fakten, die man nicht wegwischen kann. Ich denke eher, dass Frau Merkel mit der NS-2 die Abhänigkeit von den USA noch weiter dezimieren wollte und da man ja damls (Macron zumindest deutlich) festgestellt hatte, dass die NATO „hirntod“ sei, konnte oder wollte man nicht erkennen, dass man eine Abhängikeit zu Gunsten einer anderen aufgibt. 55% Abhänigkeit von Gas von einem Land. Das ist unter normalen Umständen hirnrissig! Aber da man wusste, dass Russland auch damals immer ein zuverlässiger Handelspartner war, ist man das Risiko dann einfach eingegangen. Hat ja auch keiner gefragt. Ich hätte nichts davon gewusst, wenn nicht diese Kaskade an unglaublichen Geschehnissen passiert wäre.
            So wie ich das sehe, war Merkel das notwendige Bauernopfer in diesem geopolitischen Spiel um die NATO-Osterweiterung. Amerika hatte das ganz anders prognostiziert, da sie die Armee 10 Jahr lang gepusht hat… aber daraus ist ja nun nichts geworden. Gottseidank! Russland ist eben nicht mit Lybien oder anderen Ländern vergleichbar und das lernen die USA nun gerade wieder! Ich hoffe nur, dass dieser Lernprozess nicht eskaliert, aber China wird das schon aus Eigennutz nicht unbedingt zulassen.
            Ich denke, dass der Krieg noch einen Großteil des kommenden Jahres dauern wird. Dann muss die EU sich bewegen, denn im nächsten Winter werden die Gastanks dann leer sein…
            Selensky schwadronierte letzthin schon von irgendwelchen Friedensgesprächen im Februar nächsten Jahres, aber das wird noch nicht gelingen. Die EU schwitzt aber schon, denn der Ölpreisdeckel wird ab Februar 2023 dazu führen, dass wir kein Öl mehr über die Pipelines erhalten weden. Das kann dann nicht auch noch abgefedert werden und viele vergessen zudem, dass der Gaspreisdeckel in 2024 ja ausläuft. Was ist denn danach??? Es mus ab einem gewissen Punkt eine Lösung geben und zwar schon im kommenden Jahr. Nur wann und wie, dass steht noch niht fest.

            Euch allen einen guten Rutsch in das neue Jahr 2023, bleibt gesund und vom Verstand unabhängig!

  8. Eine schmutzige Bombe auf den See Genzeret, würde die Wasserversorgung des ganzen Landes runinieren. In der semitischen Kultur gibt es Kräfte, die den Untergang des Staates anstreben, weil sonst ihr Messias nicht kommen kann. Ob die Geldkaste an der Mauerstraße ewig das Land USA regieren können, ist eine Frage wenn die USA zusammenbrechen!

    1. Interessant ist doch, was gerade jetzt in Israel passiert. Netanjahu tut sich mit ultrarechten Parteien zusammen, die offen den Ausbau des Wesjordanlands propagieren. Zudem wurden massiv Rechte an diese Parteien abgetreten. Zudem wurden klammheimlich auch nohc Gesetze geändert, so dass nun auch „vorbestrafte“ Personen Minister werden, oder bleiben können. Ein sehr fauler Kompromis, nur um die Macht zu erhalten und wer weiß, ob Netanjahu nicht die Geister, die er rief nicht wieder in seine Flasche zurückbekommt, wenn es an der Zeit dafür ist. Eine sehr explosive Ära ist dort nun angebrochen…

Schreibe einen Kommentar