Tacheles

Kurzbericht aus der Ukraine: Keine reguläre Tacheles-Sendung diese Woche

Da ich derzeit nicht zu Hause bin, gibt es heute nur eine kurze Tacheles-Sondersendung über meine Fahrten in das Krisengebiet in der Ost-Ukraine.

Normalerweise zeichnen wir Donnerstags die Tacheles-Sendungen auf, was aber dieses Mal nicht ging, weil ich in Melitopol war. Daher gibt es diese Woche nur eine kurze Sendung mit einem ersten Bericht aus der Ukraine. Eine ausführliche Sendung darüber werden wir nachholen, wenn ich wieder zu Hause bin. Der Link zur Sendung bei NuoFlix ist hier.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

26 Antworten

  1. Sehr geehrter Herr Röper.

    Dank für Ihre Berichte. Sind in den befreiten Gebieten immer noch Griwna im Umlauf oder daneben auch Rubel oder andere Währungen? Haben die Banken noch Zahlungsverkehr mit der Ukraine? Bekommen die Betriebe ihre Lieferungen / Vorprodukte nun aus Rußland, oder gibt es noch Verkehr durch die Front mit der Ukraine, oder ruhen sie? Wie bekommen die Läden ihre Waren? Fahren Züge?

    Im Krieg ist großer Lärm; die peripheren Nachrichten in jedem Sinne sind oft hilfreich, zu verstehen, was hinter dem Getöse wirklich los ist. Wenn Sie dazu kommen , wäre es für mich interessant, so was zu erfahren.

    Oder auch über die VR Cherson; weiter git es Gerüchte, auch die Gebiete Odessa, Zaporoshje, Odessa und Charkov könnten zu neuen Volksrepubliken werden.

    Sehr interessant, was Sie von dort geschrieben haben. Man erfährt hier ja nichts. Gute Reise noch und Grüße!

    1. „….Oder auch über die VR Cherson; weiter git es Gerüchte, auch die Gebiete Odessa, Zaporoshje, Odessa und Charkov könnten zu neuen Volksrepubliken werden…….“

      Interessante Frage. Obwohl ich mir kaum vorstellen kann, daß Russland an einem zweiten Jugoslawien interessiert wäre.

      1. Eine Regierung, die mit Gewalt gegen die Bevölkerung vorgeht, die ihre Teilrepubliken abspalten will, hat das Recht auf diese Gebiete verwirkt. Es gibt dann ein Recht auf Sezession. Ich habe ein Buch über Jugoslawien aus dieser Zeit, mit Äußerungen von Delors und den anderen Größen der EG / EU, und da steht das so drin. Später hatte bekanntlich laut des IG Den Haag auch die Provinz Kosovo das Recht, ein eigener Staat zu werden.

        Rußland war dagegen, damit werde „die Büchse der Pandora geöffnet“. Nun ist sie offen. Die Ukraine wurde 2014 „jugoslawisiert“, als es den Putschisten nicht gelang, das ganze Land in ihre Gewalt zu bringen.

        Ein mögliches Design, das sich abzeichnet: Im Osten und Süden bilden sich neue Volksrepubliken. Die von Donetsk und Lugansk vergrößern sich auf das Gebiet der gesamten Oblasten, von denen ein großer Teil bisher von der Restukraine gehalten wurde. Das Zentrum (Kiew) wird entnazifiziert.

        Der Westen („Mini-Banderastan“) ist nicht entnazifizierbar und wird zum Europrotektorat. Galizien war schließlich schon 1941 als Reichsgebiet im „Neuen Europa“ vorgesehen, und die EU hält sich in weiten Teilen an des Führers Agenda zur „Neuordnung Europas“. Wenn die EU das in den Rachen geworfen bekommt, siegt deren Gier über die Vernunft, und auch die Nazis dort werden nicht nein sagen.

  2. Lieber Thomas,
    verfolge doch bitte mal die Arbeiten deiner „Kollegen“ und erzähle uns dann später, was sie in ihrer Heimat über die Situation vor Ort berichtet haben. Das wird hoffentlich nicht allzu schwierig werden, da ihr sicher alle eure Visitenkarten ausgetauscht habt.

    Halt dich in Deckung und bleib gesund!

  3. ich bin ein wenig verwirrt das Herr Stein so verwundert über die Ukrainbischen Reaktionen ist.
    Wer sich mit dem Deutschen Nationalsozialismus und den westlichen Medien mehr beschäftigt sollte eigentlich kaum überrascht sein und eher erleichtert sein das die Ukraine nicht komplett „umgepolt“ wurde und es nur eine Minderheit ist die so Russenhassend rumläuft.

    1. Sehe ich auch so, es ist unglaublich, dass ein Journalist jenseits der MSM so schlecht informiert ist…
      Ich würde ihm dringend empfehlen mal mit Hr. Röper gemeinsam via Krim in die Ostukraine zu reisen…
      Ich denke, es geht gar nicht anders als das er das wirklich im realen Leben sehen,hören, spüren muss….
      Er hängt an der Propaganda der dt. MSM wie ein Ertrinkender & scheint da auch gar keine Zweifel zu haben – egal um welche Stories es geht………

      1. Leute! Das ist doch „Bälle zuwerfen“! Klar weiß der Robert schon vor der Sendung ganz genau, worum es geht, hat ja bereits das Bildmaterial erhalten, das er dann einblendet. Nur: Soll er den Thomas einfach einen Monolog sprechen lassen? Außerdem redet unser lieber Thomas einfach so sehr zu schnell, daß einige Infos leicht untergehen. Da fasst Robert dann nach. Und das ist auch recht gut so. Ich habe jedenfalls volle Hochachtung vor Beiden, freue mich schon am Ende eines „Tacheles“ auf den nächsten. Macht weiter so, Ihr werdet gebraucht!

    2. Ja, an Steinchen geht der Mainstream Brain…. , wohl nicht ganz vorbei. Steinchen – Wieso die Crew gut drauf ist, und lacht – Wie bitte ? Ja soll sie weinen, bei einem so positiv verlaufenden Ausflug ? Das auch auf die Soldaten bezogen, die wohl selber am besten wissen, in welcher Verfassung Sie gerade sind. Ja Sein erstaunen, über die Ukrainische Reaktion, und einem kurz bevorstehenden Mariahilfstränchen Ausbruch desahlb. Seine ganze zähflüssige im Monolog verfließende Histrionische Fragerei, ist echt abnorm anstrengend. Ständig Thomas Redefluss zu konterkarieren, ist auch ends störend. LG

        1. Henry – lies weiter Deinen Spiegel. Der weiß alles, unsere guten Medien berichten die Wahrheit, nichts als die Wahrheit und die ganze Wahrheit, Röper ist in Wirklichkeit in einem Dorf in Oberbayern unterwegs, hat einen Ukas vom Putler in den Fingern, wo draufsteht, was er uns zu lügen hat, und die Russen ermorden gerade vor laufender Kamera der Tagesschau das Ukrainische Volk. Ach so: Und morgen kommt der Weihnachtsmann als Osterhase verkleidet. Ja, ist gut, Henry!

    1. „Der Spiegel“ berichtet aus einer anderen Welt als der unseren. Die Bilder mit brennenden und zerstörten Wohnblocks stammen meist aus der VR Donetsk. Die sehen genauso aus wie die in Melitopol, aber eben kaputt. Nach Beschuss durch Ukrofaschisten.

    2. „Blödsinn“ sollte stets mit „höherem Blödsinn“ beantwortet werden:

      Und Henri so: Ein Loch ist im Eimer, Karl-Otto, Karl-Otto
      Ein Loch ist im Eimer, Karl-Otto – Ein Loch!

      Und Karl-Otto so: Verstopf‘ es, oh Henri, oh Henri, oh Henri
      Verstopf‘ es, oh Henri, – mach’s dicht!

      Und Henri so: Womit denn, Karl-Otto, Karl-Otto, Karl-Otto
      Womit denn, Karl-Otto, Karl-Otto – womit?

      Und Karl-Otto so Mit Stroh, oh Henri, oh Henri, oh Henri
      Mit Stroh, oh Henri, oh Henri – mit Stroh

      Und Henri so: Das Stroh ist zu lang, Karl-Otto, Karl-Otto
      Das Stroh ist zu lang, Karl-Otto – zu lang

      Und Karl-Otto so: Dann kürz‘ es, oh Henri, oh Henri, oh Henri
      Dann kürz‘ es, oh Henri – Mensch, hack’s ab!

      und so weiter und so fort

    3. Ich denke schon dass dieses Video echt ist, aber das Problem, wie Sie selbst schon gemerkt haben, ist das es sich um Mariupol handelt und das ist eine ganz andere Hausnummer, da dort vor allem das Assov-Bataillon die Stellung hält und die Stadt seit über 7 Jahren besetzt hält. Es gibt mehr als genügend Berichte darüber, dass vor allem das Assov-Bataillon die Menschen daran hindert aus der Stadt zu kommen und dort regelmäßig die Zivilisten erschossen hat. Es gibt Videos die zeigen, dass sich die NAZIs vor allem in Wohngebieten und auch in den Wohnhäusern verschanzt haben, dass diese dann als Ziel ausgemacht werden, wenn eine Panzerabwehrwaffe abgeschossen wurde, sollte jedem klar sein.
      Die Situation in solchen Städten ist extrem verzwickt und wenn die Russen wollten, dann wäre Mariupol schon längst dem Erdboden gleich gemacht und die bisherige Zerstörung wäre nur ein Bruchteil von dem zu was das russische Militär im Stande wäre. Es geht mir nicht darum die Opfer zu relativieren, denn diese sind tragisch aber in einem Krieg nicht zu verhindern.

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