Austausch gegen Assange?

MI6 verhandelt offenbar über Austausch von britischen Söldnern

Die britische Zeitung Express meldet, dass der MI6 in Weißrussland über den Austausch der in Donezk zum Tode verurteilten Briten verhandelt. Wie wäre es mit einem Austausch gegen Julian Assange?

Im Donbass sind bereits vier britische Staatsbürger, die auf Seiten der Ukraine gekämpft haben, in Kriegsgefangenschaft geraten. Die ersten beiden, Sean Pinner und Aiden Aslin, wurden in Donezk bereits zum Tode verurteilt. Aslin kämpft gegen die Todesstrafe und hat einem mir bekannten amerikanischen Journalisten gerade erst ein Interview gegeben, das Sie hier finden können.

Während Aslin und Pinner sich darauf berufen, keine Söldner, sondern ukrainische Staatsbürger und offizielle Soldaten der ukrainischen Armee gewesen zu sein, können Andrew Hill und Dylan Healy, die erst nach dem Beginn der russischen Militäroperation in die Ukraine gekommen sind, um dort zu kämpfen, sich darauf nicht berufen. Dieser Unterschied ist aber wichtig, denn Söldner stehen nicht unter dem Schutz der Haager Landkriegsordnung und werden wie normale Mörder behandelt.

Die britische Zeitung Express meldet nun, dass Vertreter des britischen Geheimdienstes MI6 in Weißrussland mit „einer dritten Partei“ über die Freilassung der Briten verhandeln. Die Verhandlungen sind schwierig, weil Großbritannien Gespräche mit den von London nicht anerkannten Donbass-Republiken ablehnt. Offiziell soll Kiew daher die Verhandlungen führen.

Die Zeitung vermutet, dass Kiew im Austausch gegen die Briten anbieten könnte, den ukrainischen Oppositionsführer Viktor Medwedtschuk auszutauschen. Medwedtschuk gilt in der Ukraine als pro-russisch, wurde vom ukrainischen Geheimdienst entführt und höchstwahrscheinlich gefoltert.

Russland hat jedoch schon früher Angebote, Medwedtschuk auszutauschen, abgelehnt, weil Medwedtschuk kein russischer Staatsbürger ist und Russland daher keinen Grund habe, ihn gegen irgendwen auszutauschen. Ob Russland sich nun aus humanitären Gründen auf so einen Austausch gegen die Brieten einlassen könnte, ist fraglich aber nicht ausgeschlossen.

Ich hätte allerdings eine bessere Idee. Man könnte bei dieser Gelegenheit testen, was für die britische Regierung wichtiger ist: Das Leben von vier britischen Staatsbürgern oder die Gehorsamkeit gegenüber den USA. Russland könnte den Briten einen großzügigen Austausch anbieten und im Gegenzug für die vier Briten die Freilassung nicht nur von Medwedtschuk, sondern vor allem die Freilassung von Julian Assange und dessen Überstellung nach Russland fordern.

Das wäre mit einem Austausch von zwei gegen vier zwar kein „gutes Geschäft“, aber sollten die Briten das verweigern, müsste die britische Regierung zu Hause erklären, warum ihnen der Kadavergehorsam gegenüber Washington wichtiger ist, als das Leben von vier eigenen Staatsbürgern.


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

72 Antworten

  1. Wäre eine gute Idee, würde aber wahrscheinlich nicht angenommen (Unterwürfigkeit unter die US-Regierung ist in ganz Westeuropa das oberste Gebot) und würde dazu führen, dass die Westpresse es als „Beweis“ dafür, dass Assange ein russischer Spion ist, dem man deshalb nichts glauben kann.

      1. So sehe ich das auch, reines Wunschdenken. Nicht dass ich was dagegen hätte, ganz im Gegenteil. Ein freier Julian Assange wäre ein Lichtblick für die gesamte Menschheit. Aber die Russen würden somit, aus wertlos-westlicher Sicht, ihre Parteinahme für Assange zugeben und somit (für die Amis) zugeben, dass sie mit ihm zusammen „Russiagate“ orchestriert haben. Für alle aufgeklärten Menschen natürlich eine Posse. Aber für die MSM-addicts (die ja, sollte man hier nicht vergessen, stark in der Überzahl sind) wäre das DER Beweis dafür, dass Assange im russischen Interesse gehandelt hat.

        Auf der anderen Seite ist ja mittlerweile klar, dass Russland sich nicht mehr einen Furz um das schert, was der Westen macht, denkt, sagt, pupst oder schei…. Und klar ist auch, dass die Zahl der auf ukrainischer Seite gefangenen POW um Faktor 10 niedriger ist als die von den Russen festgesetzten. Könnte daher vielleicht doch nicht uninteressant sein. Aber ich glaube nicht daran. Wäre zu schön um wahr zu sein…

      2. Alina Lipp ist sowieso in Sicherheit bei einem freundlichen Land Russland, was sollte sie in die verkommene US-Kolonie Deutschland ziehen? Ed Snowden hat damals das Einzig Richtige gemacht und Asyl in Russland beantragt und ist heute in Sicherheit. In den USA wäre er längst ermordet worden.

      3. Wieso ist dauernd von Russland die Rede? Ich denke, die beiden wurden in Donezk verurteilt. Will man hier die Posse (wie bei Minsk II) wiederholen, daß „mit denen“ niemand redet? Und das sollte Russland unterstützen?

  2. Jeder Austausch, idealerweise wäre Assange super, ist besser als Umsetzung der Todesstrafe. Denn diese schlägt auch ohne Blick auf den Feind auf einen selber zurück. Todesstrafe ist immer ein menschlicher Rückschritt, ist Bedienung und Förderung niederer, niederster Instinkte. Man sollte sich möglichst in dieser Hinsicht nicht mit dem Feind gemein machen, sollte sich nicht hinreißen lassen. Das wäre ein wirklich großer Sieg.

      1. Nein! Denn wir sehen ja gerade wo wir mit falscher Nachsicht hingekommen sind!

        Und den Staat, was ist das eigentlich, mit leiblichen Eltern gleichsetzen, ist schon sehr grenzwertig, in meinen Augen 🙁

    1. „Todesstrafe ist immer ein menschlicher Rückschritt, …“

      @exist: Einverstanden! Nur Austausch würde ja bedeuten, keine Strafe. Das würde ich für genau so kontraproduktiv halten. Umwandlung in eine _langjährige_ Haftstrafe, fände ich da schon angebrachter …

      1. Da wird sich doch niemand drauf einlassen. Außerdem interessieren den mi6 diese Söldner einen Scheiß. Die wollen nur verhindern, dass die Briten denken die täten nichts.
        Ubd ich finde, wie Kinder den Respekt vor Eltern verlieren, von denen sie geschlagen wurden, Do verlieren Bürger den Respekt vor einem Land, das Menschen hinrichtet.

        1. @lexact: Ich bin auch kein Freund der Todestrafe aus vielerlei Gründen. Aber ich bin auch kein Freund von Laissez-faire. Ein konsequenter Umgang mit einem negativen Verhalten sehe ich als Voraussetzung in einer Gesellschaft für einen gedeilichen Umgang miteinander.

          Na, mal sehen wann @Vlad in die Diskussion einsteigt, er hatte sich gestern ja schon für sehr pro Todesstrafe geäußert …

        2. @lexact + @exist + @F.Stegner
          Ihr seid im richtigen Blog, sagt sogar meist Richtiges und seid somit auch auf der richtigen Seite.
          Dennoch merkt man relativ schnell, dass keine von Euch 3 weder russische Mentalität noch auch nur annähernd die Vorstellung davon habt, wie sich die Menschen in LNR und DNR fühlen und denken.

          Todesstrafe eines vermeintlichen Verbrechers, welcher ohne Beweise im Knast gelandet ist und nur durch irgendwelchen Geschworenen, die man manipulieren kann, zum Tode oder zum Leben verurteilt wird ist nicht zu vergleichen mit VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT.

          Amüsant kann verfolgt werden, dass 99% aller sich ergebenen Kämpfer nach ihren Aussagen einfache Köche, Babysitter und Taxifahrer sind, natürlich mit Krustenhaut am Zeigefinger. Kommt vom Milchreiszubereiten.

          Man stelle sich vor, seit 2014 all die Morde und unzähligen Schandtaten ergehen und lassen, eigene Söhne, Töchter, ggfs Väter und Mütter sterben sehen. Diese Menschen, die das hinter sich haben, stellen die DNR und LNR dar.
          Wie kommt man darauf, dass diese, GENAU DIESE Menschen wg einer absolut rechtmäßig eingesetzten Todesstrafe den Respekt für ihr Land verlieren würden? Sie würden den Respekt verlieren, wenn das NICHT kommen würde.
          Und um auf den Punkt zu kommen: sind diese „Gefangenen“ auch nur am Leben, damit über diese gerichtet wird – also zur Todesstrafe kommt. Wird diese abgeschafft, so wird eine freundliche Kugel diese Mörder bereits auf dem Feld erwischen.

          Wer etwas anderes glaubt, träumt in einer Surrealität oder war noch nie mit Hrn Röper und Lancaster an der Front. Barmherzigkeit ist hier und heute einfach fehl am Platz. Gerechtigkeit und Menschenverstand, ggfs. eine Brise Vorwarnung und Abschreckung sind das, was gebraucht wird.

          1. Würden Sie genauso argumentieren, wenn die Ukrainer Söldner der Wagner-Gruppe, derer sie habhaft würden, auch mit dem Tode bestrafen? Es sind ja auch keine Soldaten, genießen also nicht dass Recht von Kriegsgefangenen?

          2. „auch nur annähernd die Vorstellung davon habt, wie sich die Menschen in LNR und DNR fühlen …“

            @shurik: Natürlich verfügt man nicht über die leibhaftigen Gefühle und Eindrücke, wenn man nicht sellbst acht Jahre in einem Kriegsgebiet leben musste. Dennoch denke ich schon eine gewisse, auch emotionale Vorstellung von Krieg zu haben. Mein Vater hat noch im WK II gekämpft und Teile meiner näheren Verwandschaft sind bei Bombenangriffen ums Leben gekommen.

            Aber genau hierin liegt die Krux. Es kann nicht um Rache gehen, sondern um Gerechtigkeit bei der Aufarbeitung von Verbrechen, ansonsten ist man nicht viel besser als sein Gegenüber. Ist man persönlich involviert in das Geschehen, kann es leicht passieren, dass die Gefühle Oberhand gewinnen. Das wäre bei einer objektiven Beurteilung der Taten nicht unbedingt hilfreich.

            Das bei Ihnen die Emotionen mitspielen merkt man schon daran, dass Sie bei der Verurteilung zur Todestrafe einen Unterschied zw. einem abstrakten Geschworenengericht und der DNR und LNR machen. Todesurteil ist und bleibt erstmal ein Todesurteil durch staatliche Gewalt und ist ein Akt gegen das Leben.

            Aber genau darum drehten sich zumindest meine Bedenken bei dem Thema, nicht zu den Gefühlen der einzelnen Menschen, die ich keinem in irgend einer Weise in Abrede stellen will! In wiefern ist es für eine Gesellschaft wirklich erstrebenswert die Todestrafe als Ultima Ratio zu haben und einzusetzen? Das ist eine ganz grundsätzliche Überlegung, zu der ich im Übrigen auch keine abschließende Antwort habe.

      2. Für Assange halte ich den Verzicht auf Strafe in diesem Fall für absolut vertretbar. Ich sehe nachhaltig und auf längere Sicht auch überhaupt keinen Gewinn in der Umsetzung der Todesstrafe von der Seite, die ich sowieso in ihrem Kampf für moralisch vollkommen gerechtfertigt halte. Diese moralische Überlegenheit, auch wenn vom „Westen“ etc. nicht anerkannt, ist ein ganz wichtiger Faktor. Meine Meinung.

      1. Glaube ich nicht. Wenn man sich Aslin anhört und ansieht, ist klar, dass das ein Psychopath wie aus dem Lehrbuch ist.
        Dessen Reaktion wäre eher „Die russischen Untermenschen haben mich gefangen! Jetzt muss ich unbedingt mit besseren Waffen zurück, um der Welt zu zeigen, dass ich trotzdem besser bin als die! Ich melde mich freiwillig, um ein paar Atombomben auf Moskau zu werfen!“

    2. Was mich gerade bzgl. menschlichem Rückschritt bewegt: Einschlägige Kanäle haben ein Drohnen-Video gezeigt, das mit Musik unterlegt mindestens der Unterhaltung dient, wo drei ukrainische Soldaten unter Beschuss kamen. Nun, nachdem der zweite schwer getroffen war, hat doch sein Kamerad versucht, ihn wegzuziehen – und sie waren im freien Feld. Ich bin konservativ, für mich war das ehrenhaft. Er hätte rennen können. Na ja, dann wurde auch er tödlich getroffen. Krieg.
      Ich komme einfach nicht klar damit, dass Gegenseiten sich als „Schweine“ und dergleichen bezeichnen.

  3. Der Austausch durch Julian Assange würde einschlagen wie eine Bombe und Russlands Image im Westen aufpolieren. Wenn Russland das nicht ausnutzt, dann haben die mal wie so oft eine gute Gelegenheit verpasst.

    1. Sorry, Wunschdenken: die einzige Möglichkeit, wie Russland „sein Ansehen im Westen aufpolieren“ könnte, wäre, freiwillig den Staatsbankrott auszurufen, das Land in Teilrepubliken aufzuteilen und die den Amerikanern zu schenken. Erst dann würden sich die Amis dazu herablassen, m ö g l i c h e r w e i s e darüber n a c h z u d e n k e n.

        1. Auch das würde leider nicht funktionieren, weil viele den Medien glauben würden, wenn sie sagen, dass der Austausch der beste Beweis dafür ist, dass Assange nie etwas anderes als russische Desinformation war.

          1. Der Spiegel wie auch andere Mainstreammedien haben Assange’s Wikileaks regelmäßig als Quelle benutzt. Wäre etwas blöd mit so etwas in großem Maßstab um die Ecke zu kommen.

  4. Wie wäre es mit einem Austausch gegen Julian Assange?

    Das wäre ganz einfach – genial. Und nicht einmal abwegig. Denn sie haben ja auch Söldner US-Staatsbürger sind.

    Es wäre ein riesengroßes Zeichen in die Himmel der Erde gebrannt. Ein zeichen welches selbst die MSSM nicht wegretuschieren könnten.

    Die VR Donezk und Luganks wären bereit einen zu Recht verurteilten Mörder, der der in ihrem Land ihre Menschen ermordet hat, auszutauschen gegen einen nicht verurteilten, unschuldigen Journalisten, der seit Jahren im Gefängnis sitzt weil er die Wahrheit verbreitet hat.

    Das wäre schlicht und einfach genial. Die Volksrepubliken sollten unbedingt von dieser Idee erfahren und durchdenken.

  5. Julian Assange! Das ist eine super Idee! Aber warum vier gegen zwei? Das wäre diskriminierend gegenüber den englischen Söldnern – so als würden sie weniger zählen. Geht gar nicht. Daher immer schön eins gegen eins. Das gebietet der Respekt vor der Menschenwürde.

  6. Militäreinsatz in der Ukraine
    Schojgu berichtete Putin über die Befreiung der Volksrepublik Lugansk

    Wie im Verteidigungsministerium bemerkt, haben der VS der Russischen Föderation und die nationale Miliz von LNR volle Kontrolle über Lisichansky und einige nahe gelegene Ansiedlungen gegründet, von denen der größte Belogorovka, Novodruzhesk, Maloryazantsevo und Weißer Berg
    MOSKAU, 3. Juli. /tass/. Der russische Verteidigungsminister General Sergej Schojgu hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Befreiung der Volksrepublik Luhansk mitgeteilt. Das teilte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag vor Journalisten mit. …

    Военная операция на Украине
    Шойгу доложил Путину об освобождении Луганской Народной Республики
    https://tass.ru/armiya-i-opk/15109067

  7. …nur nochmal zum Verständnis. Die Briten verhandeln in Weißrussland mit der offiziellen Ukraine über die eine mögliche Freilassung ihrer vier Pappenheimer, wobei die offizielle Ukraine als Ursache des Problems gar keinen Zugriff auf die Verhandlungsmasse hat. Ich mache das auch immer so, wenn ich ein Auto kaufe. Ich gehe nicht zum Autoverkäufer, sondern zur netten Blumnverkäuferin gegenüber und verhandele mit der über die Konditionen zum Fahrzeugkauf… It’s very british, it’s very dämlich!

    1. Vermutlich ist das nicht anders möglich. Großbritannien hat die Volksrepublik Donezk nicht anerkannt, insofern ist das auf diplomatischer Ebene kein Staat.

      Wahrscheinlich werden sie schon direkt mit den Vertretern von Donezk verhandeln. Aber aus britischer rechtlicher Sicht sind das keine Politiker, sondern ukrainische Geiselnehmer, die britische Staatsbürger gekidnappt haben und mit ihrer Ermordung drohen. Selbstverständlich werden sie nicht so bekloppt sein, das so auszudrücken, aber vermutlich ist kein anderes diplomatisches Procedere möglich.

      Vielleicht wäre es auch möglich gewesen, über die russische Botschaft zu verhandeln und vielleicht haben die Briten das auch versucht und Russland hat mit der Begründung abgelehnt, die VR Donezk wäre nicht ihre Sockenpuppe. Was sie natürlich ist, aber was sie vielleicht nicht so darstellen möchten.

      1. Es geht anders. Die Republik China (Taiwan) ist von GB ebenfalls nicht anerkannt. Wie auch von keinem anderen europäisches Land mit Ausnahme des Vatikan. Trotzdem hat man normale Beziehungen miteinander und wendet sich bei Problemen an die jeweiligen Außenministerien.

        Die VR Donetsk ist vom UN-Sicherheitsrat durch die Ratifizierung von „Minsk II“ und von der OSZE als Subjekt des Völkerrechts, also de-fakto-Staat, anerkannt. GB ist Mitglied beider.

        Lander, die keine diplomatischen Beziehungen haben, benennen gewöhnlich die Botschaft eines Drittlandes, die dort ihre Interessen vertritt, oder sie haben Ständige Vertretungen (wie DDR-BRD oder Taiwan), oder sie verkehren nötigenfalls über ihre Außenministerien miteinander.

        Rußland hat Liz Truss an das Außenministerium der VR Donetsk verwiesen. Man ist nicht zuständig, und man möchte sich für so ein absurdes Gezicke nicht einspannen lassen.

  8. Warum sollten die Russen den Austausch des nicht-russischen Journalisten Assange dem des ebenfalls nicht-russischen Oppositionsführers (Medwedschuk) vorziehen, der zudem mit dem Konflikt aufs engste verstrickt ist?
    Wie gesagt, wäre zu schön um wahr zu sein. Paco hat Recht: dieses Anliegen sollte man in regelmäßigen Abständen der russischen Führung unter die Nase reiben.

  9. Allein der Vorschlag die verurteilten Söldner gegen den zu prominentesten politischen Gefangenen des Unwertwesten Julian Assange, ob nun von Verhandlungsführern Weissrusslands oder Russlands oder auch direkt von der DNR vorgetragen, wäre der Coup schlechthin.
    Moralisches Schachmatt des Unwertwestens.
    Ich hoffe die tun das!

  10. Wow!
    Wenn es stimmt, dass der MI6 tatsächlich über einen Austausch von britischen Mördern, welche im Auftrag der Ukraine gemordet haben, verhandelt, dann gibt es für Russland, in meiner Vorstellung, nur EINE Option:

    Julian Assange und Viktor Medwedtschuk.

    Von mir aus auch NUR Julian Assange.

    Allein schon mit dem Vorschlag, würde Russland bei sehr vielen Menschen auf der ganzen Welt riesige, positive Aufmerksamkeit und Sympathie bekommen und enorm an Ansehen gewinnen.

    Und die ganze Verlogenheit von Ländern wie Deutschland, der Schweiz und vielen, vielen anderen Staaten, welche nichts für diesen Menschen, diesen Helden, getan haben, würde damit der ganzen Welt vor Augen geführt.

    Wenn es gelänge, oh Mann, das wär‘ ein Ding!

    Ausserdem gehe ich davon aus, dass die Russen noch weitere britische Söldner gefangen nehmen werden oder sogar schon gefangen genommen haben. Die können sie dann gegen russische, von der Ukraine gefangen genommene Soldaten tauschen.

    Und wenn es diese arroganten Typen ablehnen würden, Julian Assange nach Russland reisen zu lassen, wäre das der Supergau für die Briten.
    Dann sollte auch dem Allerletzten klar werden, um was es bei Julian Assange geht!

    Ich vertraue darauf, dass Russland, bzw. V. Putin, wohlüberlegt handeln werden.
    Sollte Julian Assange für Russland kein Thema sein, würde ich das sehr bedauern, aber auch akzeptieren, da ich kleines Licht ja keine Ahnung habe, was die Überlegungen und Gründe dafür sein könnten.

    🌺

  11. Zuallererst bin ich erst mal bei Ganser. Auch diese Söldner gehören zur Menschheitsfamilie, ob das nun gefällt oder nicht.
    Das Urteil an sich wurde in einer recht aufgepeitschten emotionalen Stimmung gesprochen. Die Richter gehören zu einer Volksgruppe, die nun seit fast 9 Jahren von der Gegenpartei, der die Angeklagten angehören, so beschossen wird, dass man zumindest über den Begriff Genozid nachdenken muss. Dazu gehört eben auch, dass die Verantwortlichen in der Ukraine kein Hehl daraus machen, dass die russische Minderheit (sowie alles russische ausserhalb der Ukraine) inclusive Kultur etc verschwinden muss. Aber die Verantwortlichen stehen nicht vor Gericht und ich sehe auch nicht, dass das jemals passieren wird. Die russische verbale Unterstützung … „Sie kamen her, um Slaven zu jagen…“ kommt noch dazu.
    Was mir jetzt gar nicht gefällt, ist dass die DRV die beiden als politisches Druckmittel benutzt. Redet mit uns, erkennt damit unseren Staat, die DRV an, und dann überlegen wir es uns vielleicht. Damit wird die Umsetzung des Zrteils von Dingen abhängig gemacht, die weder in der Anklageschrift stehen, noch durch die beiden zu verantworten sind.

    Summa summarum: Ich denke man muss in der Bewertung zum einen das Todesurteil an sich und zum anderen, dass jetzt entstandene politische Hickhack unterscheiden. An (sinnlosen) Spekulationen, wer denn jetzt gegen wen in welcher Anzahl ausgetauscht wird, mag ich mich gar nicht beteiligen.

    1. Solange im Donbass jeden Tag Zivilisten mit britischen Waffen getötet werden, ist an eine Auslieferung ohnehin nicht zu denken. Eine Umwandlung der Todesstrafe in eine Haftstrafe wäre momentan wohl das höchst das man erwarten kann. Wenn es mal Frieden gäbe, dann sind auch Begnadigungen drin.

      Solange aber noch Krieg herrscht, ist es für den Dombass sehr wichtig, weitere Söldner abzuschrecken.
      Ich denke deshalb, dass man aus diesem Grund die Verurteilten noch lange bibbern lässt.

  12. Es ist für Julien Assange unwürdig gegen gedungene Mörder ausgetauscht zu werden.

    Ich würde der Weißrussischen Regierung raten, die Freilassung von Julien Assange als Vorbedingung für eine weißrussische Vermittlung zu nennen.
    England hat mit der Behandlung von Assange die Menschenrechte mit Füßen getreten und auch fundamental sowohl gegen die eigenen als auch internationale Rechtsnormen verstoßen. Es bedarf eines klaren und eindeutigen Zeichens, dass die Britische Regierung gewillt ist, wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

    Begründung:
    Die Meldung der britische Zeitung Express ist eine Finte.
    Natürlich kann ein Geheimdienst wie der MI6 jederzeit direkt mit der DVR verhandeln, ohne offizielle Anerkennung, dazu ist er ja ein Geheimdienst. Hier wird ein PR Falle für die russische Seite aufgebaut.
    UK kann damit in der Öffentlichkeit so erscheinen als würden sie ich für ihre Bürger engagieren. Und für alles was dann passiert kann man dann die russische Seite diskreditieren.
    Es kommt hier darauf an, den moralischen schwarzen Peter der hier verteilt werden soll, sofort zurück zu weisen.

    1. an Mircutux:

      „Es ist für Julien Assange unwürdig gegen gedungene Mörder ausgetauscht zu werden.“

      An Julien Assanges Stelle wäre es mir scheissegal, gegen wen ich ausgetauscht und von meiner jahrelangen Folter erlöst werden würde.

      Wenn ich am Ertrinken bin, ist es mir persönlich auch egal, ob ich von einem Pädophilen, einem Mörder, einem Gut-Menschen oder von einer Lichtgestalt gerettet werden würde.

      So einen Stuss kann nur jemand schreiben, der noch nie in akuter Lebensgefahr war.
      Versetzen Sie sich doch mal für einen kurzen Augenblick in Julian Assanges Lage. Können Sie das?

      Der Rest Ihres Kommentars geht OK.

      🌺

        1. an Mircutux:

          Sie haben mich falsch verstanden. Oder wollen Sie mich falsch verstehen? Mein Kommentar bezieht sich nur und ausschliesslich auf Ihren ersten Satz.
          Lesen Sie doch noch mal, was ich geschrieben habe. Ich will damit sagen, dass Sie nicht wissen können, was Julian Assange denkt, fühlt oder für unwürdig befindet.

          Ich wiederhole mich: der Rest Ihres Kommentars geht OK.

          🌺

          1. Danke, eigentlich verstehen wir uns ja!

            Wenn alles klar wäre mit der Freilassung von Assange und die Britische Regierung dafür die Freilassung von zwei Söldnern verlangen würde, hätte ich das auch nicht geschrieben.

            Ich halte diese ganze Zeitungsmeldung aber für eine reine PR Finte und die Chance für Assange auf diese Weise frei zukommen für nicht vorhanden. Es gibt auch gar kein Angebot der britischen Regierung. Alles was wir hier spekulieren basiert lediglich auf einer lancierten Zeitungsente.
            Und deshalb sehe ich das als negativ an, wenn man Julien Assange gedanklich mit zwei gedungen Mördern gleichsetzt.
            Das sollte man nicht tun, denn das schwächt die Position von Julien Assange.
            Nicht ohne Grund haben Regierungstellen immer wieder versucht Assange zu kriminalisieren.
            Man sollte es tunlichst vermeiden Assange mit irgendwelchen Verbrechern austauschbar zu machen.

            Ich hoffe du kannst wenigstens mein Motiv für diese Aussage verstehen.

            1. an Mircutux:

              Jetzt kann ich den Gedanken nachvollziehen. Danke dafür.

              Und ja, es könnte sich tatsächlich um eine weitere „Schweinerei“ handeln. Man kann ja mittlerweile nicht um genug Ecken herum denken.

              Ich hasse es, dass ich mittlerweile gezwungen bin, so misstrauisch zu sein und hinter allem nur eine weitere Finte zu vermuten. Nichts ist mehr wie es scheint.

              Überall, sei es durch die Medien, Politik etc. aber auch bei ganz banalen Dingen, wie dem Kauf eines Nahrungsmittels oder Haushaltartikels, Kleidung oder elektrischen Gerätes , beim Arzt oder auf einem Amt, wird man verarscht und beschissen, mit Inkompetenz und schierer Verblödung konfrontiert.

              The world today is a mess.

              Und trotzdem versuche ich selber, aufrichtig und fair zu bleiben. Einfach mir zu Liebe. Ich kann nicht anders.

              Ich will mich diesem tiefen Niveau nicht ergeben. Aber es macht ziemlich einsam. Um so mehr schätze ich Menschen wie dich, welche sich der Klarheit, Aufklärung, Aufrichtigkeit und Empathie verschrieben haben.

              Ganz liebe Grüsse.

              🌺

  13. Das der MI6 in Weissrussland über die Freilassung der inhaftierten britischen Staatsbürger verhandeln soll ist vermutlich schwierig zu bewerten, denn:

    Entweder ist das falsch, dann wäre das eine „false flag“-Operation von irgendjemand und man will versuchen den schwarzen Peter den Engländern in die Schuhe zu schieben

    oder

    Es ist wahr und in diesem Fall muss jedem klar sein, dass mindestens einer der 4 sog. britischen Staatsbürger für GB verdammt wichtig sein muss, sonst würden die noch nicht mal einen „Bobby“ schicken, um da was zu verhandeln. Warum sollten sie auch, das war doch deren Entscheidung…!
    Ist natürlich jetzt „Casus krachus“, wenn das nun in der Presse aufgetaucht ist. GANZ TOLL, JUNGS!!!

    Für mich bezeichnend wären die Quellen hier (nicht der „Express“), aber die wird bei einem Geheimdienstkontakt keiner offenbaren. Was auch richtig ist!

    Aber wenn ich hier nochmal zitieren darf:

    “ Ich hätte allerdings eine bessere Idee. Man könnte bei dieser Gelegenheit testen, was für die britische Regierung wichtiger ist: Das Leben von vier britischen Staatsbürgern oder die Gehorsamkeit gegenüber den USA. Russland könnte den Briten einen großzügigen Austausch anbieten und im Gegenzug für die vier Briten die Freilassung nicht nur von Medwedtschuk, sondern vor allem die Freilassung von Julian Assange und dessen Überstellung nach Russland fordern.“

    Entschuldigung, aber darf ich mal laut lachen.. sorry Herr Röper, aber das wird NIE passieren. Die würden den Assange noch nichtmal für Boris Johnson eintauschen. Wieviel Jahre sass der nochmal in der equadorianischen Botschaft fest? Was haben die nochmal alles aufgeboten, um den Mann tot zu sehen und oder mit irgendwelchen fadenscheinigen Behauptungen zu diskreditieren? Ich dachte da zeitweilig Assange wäre nicht derjenige, der dem Volk die Warheit über Kriegsverbrechen gleich von welchem Militär (also nicht nur der USA) offenbart hatte, sondern der Leibhaftige, der aus dem Arsch des Papstes persönlich gekrochen war!
    Nein, das wird nicht passieren. Da gehe ich sogar eine Wette ein!

    Aber vielleicht mit etwas Glück könnte man eben diesen Herrn Medwedtschuk und noch ein paar andere Kriegsgefangene dafür freitauschen. Gleichwohl aus Kiew und nicht aus GB… auch wenn ich das toll fände, aber die Briten sind die Hauptmignions der USA. Die fragen nicht, wie hoch soll ich springen, wenn USA sagt: SPRING! Die fragen auch noch, ob Sie dazu noch einen Raketenantrieb benutzen können und ob Sie beim Aufprall auch noch gut aussehen sollen. Natürlich wird das Übriggebliebene mit Worchestershiresauce und Minzsauze beim Frühstücken genüsslich verspeisst, um sich dann wieder geordnet der Tagesordnung zu widmen. Der Film „Kingsman“ lässt grüssen…

  14. Hier kann ich nur zustimmen. Diesen Gedanken verfolgte ich von Anbeginn an. Wenn man davon absieht, was Assange für die Welt geleistet hat, weil es für die Spieler in der Politik keinen Wert darstellt, wäre die internationale Wirkung beachtlich.

    Leider ist zu befürchten, dass sich die russischen Machthaber auf einen schmutzigen Deal einlassen. Entweder der Vetternwirtschaft frönen und diesen Oligarchen freipressen oder sonst etwas. In diesem Kontext ist es auch interessant, dass man nichts mehr hört von den ausländischen Söldnern und NATO-Offizieren, die sich in Mariopol befanden. Selbst von den kanadischen Ex-Offizier nicht, wo sogar Kanada bestätigt hat, dass er dort kämpft.

    Denke, die Politiker im Donbass haben in dieser Angelegenheit nichts zu melden.

  15. Assange ist ohne Wenn und Aber dem Internationalen Strafgerichtshof als Zeuge zu überstellen. Und dieser Strafgerichtshof hat dem Zeugen Assange unter Zeugenschutzprogramm zu stellen! Die Anforderung zur Überstellung hätte schon längst erfolgen müssen.
    Eine richterliche Vernehmung des Zeugen Assange würde den Wertgehalt der von Assange bekannt gegebenen
    Kriegsverbrechen bedeutende erhöhen. Und im gleichen Zusammenhang wäre dann die bekanntmachende Whistleblowerin höchstrichterlich zu vernehmen.
    Seitens des Internationalen Strafgerichtshofes ist den Opfern, wie auch den überlebenden Familienangehörigen ein Schadenersatz zu zuerkennen. Sollte die USA sich weigern, so kann das Gericht ja die Beschlagnahme amerikanischen Vermögens anordnen.

    Ein Austausch von Assange gegen diese beiden britisch -ukrainischen Staatsbürger steht in keinem Verhältnis.
    Und wenn die beiden tatsächlich die ukrainische Staatsbürgerschaft haben, dann ist das zu berücksichtigen.
    Die Todesstrafe ist dann einfach falsch. Man kann sie wie diese Taira, diese Ersthelferin vom ASOW -Regiment, gegen Gefangene aus den Streitkräften der Separatistenrepubliken austauschen.
    Insgesamt ist eine Todesstrafe, egal bei welchem Verbrechen unangemessen. Lebenslange Wiedergutmachung ist eher angezeigt. In der Ukraine z. B. Steine klopfen oder Schutt wegräumen beim Wiederaufbau. Verpflichtende Pflege verstümmelter Opfer usw.

  16. ..ihre Idee, „Austausch gegen Assange“ ist Richtig… …sollten die Briten nicht darauf eingehen, möge die Justiz ihren Lauf nehmen.. ..übrigens, heute in einem WELT – Videoclip gesehen.. ..auch 2 ehemalige Angehörige der brd – Helotenarmee, wurden gezeigt, welche in der Ukraine sind und den Ukros helfen, bei der „Ausbildung“.. ..der eine brd – Söldner sagte etwas von „…Werte verteidigen..“ ???.. ..und der andere brd – Söldner, ganz im Sinne von Adolf, „…wir verteidigen Europa !!“… …wenn DAS der FÜHRER wüsste ??:.🙈😈

  17. Ich glaube kaum, dass Julian Assange mit so einem Coup einverstanden wäre, denn dann wäre er – wie Snowden – im Westen ein gejagt er Mensch und seine Familie dazu auch noch, ohne dass sich für ihn etwas positiv ändert.

    1. an Gunter:

      Sehr interessant! Sie kennen Julian Assange persönlich? Sie sind ein so enger Vertrauter von ihm, dass Sie wissen, was er denkt, wie er sich fühlt, was er möchte? Wann haben Sie mit ihm gesprochen? Hat er Ihnen geschrieben? Oder sind Sie gar ein Hellseher? Haben Sie telepathische Fähigkeiten?

      Erzählen Sie mir bitte mehr, klären Sie mich auf!

      Wie geht es ihm? Bekommt er gesunde Nahrung? Ist er gesund? Hat er Angst? Kann er gut schlafen? Hat er Sehnsucht nach seiner Frau und seinen Kindern? Möchte er das Gefängnis nur unter bestimmten Bedingungen verlassen? Wie lauten seine Bedingungen?

      🌺

    2. @Gunther

      Vielen Dank für diesen Kommentar!

      Mal davon abgesehen, dass ein brit. Gericht der USA die Auslieferung schon zusagte, darf jeder normaldenkende Mensch davon ausgehen, dass Julian Assange nicht eine Sekunde seines Lebens in Sicherheit vor den Amis wäre! Sie haben schon ganz andere Leute aus fremden Ländern entführt & eingesperrt.

      Seiner Sache würde das auch nicht dienen, denn die westlichen Gutmenschen wissen dann, dass es ausreichend ist, eine Kerze ins Fenster zu stellen, wenn die in anderen Ländern tausende Menschen töten & wenn die eigenen Landsleute plötzlich als Söldner vom Gericht zum Tode verurteilt wurden ( die hatten selber zig unausgesprochene Todesurteile VOLLSTRECKT) dann darf die sonst doch so verhasste Regierung wieder in ihrem Namen handeln….und man selber kann weiter von der Couch aus seine Empörung in die Welt schicken….

      Julian Assange sollte von den Menschen im Westen ‚befreit‘ werden in dem sie ihre Regierungen zwingen, dass zu tun…. alles andere ist Unsinn!

  18. Warum sollte die britische Regierung auch nur den kleinen Finger krumm machen, um ein paar blutrünstige Lustmörder irgendwie frei zu bekommen? Ewas Theaterdonner für die Medien, dass ist es dann auch schon.

  19. Die Straße der britischen Botschaft in „Julian Assange Straße“ umzubenennen würde ich auch super finden.
    Allerdings denke ich das wir da besser nachts von weiter träumen sollten.

    M.

  20. Das mit Assange wäre eine sehr gute Idee! Noch besser, wenn Russland dafür auch Nawalny freiließe. Auch der verbüßt nämlich unter fadenscheiniger Begründung verurteilt viele Jahre in einer Strafkolonie, weil er Putin und korrupte Politiker kritisiert – oh sorry, er wurde ja wegen Veruntreuung von Geldern seiner Stiftung zu 9 Jahren verschärfter Lagerhaft verurteilt, mein Fehler. Vergiftet hat er sich zuvor schließlich auch selbst.

    1. an Rodan:

      Wenn ich übermüdet, betrunken, bekifft oder mit psychopharmaka medikamentiert bin, würde ich auf diesem Kanal hier keine Kommentare schreiben.

      Beim „Spiegel“ hingegen, würden Sie mit Ihrer Sichtweise ganz bestimmt viel Zustimmung erhalten.

      Aber vielleicht haben Sie es in Ihrem Zustand nur noch nicht bemerkt. Sie sind hier beim „Anti-Spiegel“.

      🌺

    2. @rodan:
      Zitatauszug: >>oh sorry, er wurde ja wegen Veruntreuung von Geldern seiner Stiftung zu 9 Jahren verschärfter Lagerhaft verurteilt, mein Fehler.>>
      Sich selbst Fehler einzugesehen, ist schon mal ein erster Schritt.
      Weiter so!;=).

    3. @rodan

      So , so…
      Ich finde das immer großartig wenn solche Leute aus dem Wertewesten die MSM nachplappern…

      Nicht nur, dass Nawalny ein gewöhnlicher Krimineller ist, der zu Recht seine Strafe bekommen hat, müsste man ja auch wissen können, dass die bösen Franzosen dafür sorgten, dass die russ. Justiz sich mit ihm beschäftigen musste. Haben die ihn doch angezeigt….

      Es wundert einen inzwischen auch nicht mehr, dass in der deutschen Regierung schon mal mit dem Bundeskanzler ein – mit hoher Wahrscheinlichkeit – ganz gewöhnlich Krimineller das Sagen hat & seine treuen Mitläufer & Anhänger sich gerne für Kriminelle weltweit einsetzen…..
      Kein Wunder, dass die rodans dieser Welt mit Ehrlichkeit & Rechtschaffenheit nichts anfangen können….

  21. Ich finde deine Idee mit Assange wunderbar. Die Welt sieht zu, wie Journalismus mit Füßen getreten wird. Putin würde ihnen den Spiegel vorhalten. Außerdem wäre Assange dann halbwegs sicher vor den Amis.

  22. Die würden auch 1.000 Söldner opfern, die opfern ja auch ganze Länder für ihre Interessen.
    Und wenn Russland Assange fordern würde, dann würde man wieder überall von „Einmischung“ und so Blödsinn in den Propagandamedien lesen. Und Assange wäre dann natürlich russischer Agent oder so…Die Leute glauben ja sowieso jeden Unsinn.

  23. Ich hätte allerdings eine bessere Idee. Man könnte bei dieser Gelegenheit testen, was für die britische Regierung wichtiger ist: Das Leben von vier britischen Staatsbürgern oder die Gehorsamkeit gegenüber den USA. Russland könnte den Briten einen großzügigen Austausch anbieten und im Gegenzug für die vier Briten die Freilassung nicht nur von Medwedtschuk, sondern vor allem die Freilassung von Julian Assange und dessen Überstellung nach Russland fordern.

    Das wäre mit einem Austausch von zwei gegen vier zwar kein „gutes Geschäft“, aber sollten die Briten das verweigern, müsste die britische Regierung zu Hause erklären, warum ihnen der Kadavergehorsam gegenüber Washington wichtiger ist, als das Leben von vier eigenen Staatsbürgern.

    …….

    Ja klar, so macht man’s!

    Man könnte zu Lasten der beiden – kann ja sein, daß abgelehnt wird – verlangen, die Sanktionen seitens der Britischen Regierung vollständig aufzuheben. Gewissermaßen Plan B in der Verhandlung.

    Söldner solcher „Königreiche“ sind zwar Mörder von dort, ABER wertvoll in den Verhandlungen, was dann wohl auch ihr Leben TROTZ Mord schützt, aber das muß man zulassen, so ist des halt bei so einem Deal, aber vielleicht verurteilen die Briten sogar noch selbst so ein Arschgesicht zumindest zu einer Haftstrafe.

  24. Die beiden Briten haben eines gemeinsam. An ihrem Arsch hingen allerlei westliche Reporter.

    „Als ehemaliger Soldat der britischen Armee meldete sich Pinner zuvor freiwillig im Kampf gegen ISIS im Nahen Osten und zog 2017 in die Ukraine. Er diente auch bei Missionen der Vereinten Nationen in Bosnien.“

    So so er war erst am Völkerrechtsverbrechen eines Angriffskrieges beteiligt, zog dann ein anderes Caps auf und machte einen aufs Friedensengel um sich danach den selbst geschaffenen Terroristen als Folge eines weiteren Völkerrechtsverbrechen eines Angriffskrieges entgegen zu stellen damit man sich die Ölquellen aneignen konnte. War er auch noch an den verdeckten Aktionen in Syrien dabei? Da hatte man auch keine Zeit gegen den IS zu kämpfen ganz im Gegenteil.
    Und der andere war auch in Syrien vor Ort. Vielleicht hat er gekämpft, vielleicht auch nur Informationen gesammelt.

    https://twitter.com/Ip2Is/status/1513845312477143040

    Ach kommt schon, die Todesstrafe sollte stehen bleiben, ab mit denen in solche Arbeitskolonnen nach US Vorbild und dann nach angemessener Zeit überprüfen ob er die Umwandlung in die nächst tiefere Strafe verdient.
    Korrekte Behandlung setze ich voraus. Alles nach Recht und Gesetz und nicht den niederen Instinkten nachgeben.

    Azov egal woher sie kommen würde ich generell nicht austauschen. Nicht wegen der Taten sondern wegen ihrer Gefahr für die Regierung der Ukraine und auch der Bürger. Feinde eines Friedens, wie immer er aussehenmag, lässt man nicht ziehen.

  25. Ich hoffe, in Moskau, in der DVR und LVR sind auch ein paar Leute auf diese Idee gekommen. Das ließe sich medial auf jeden Fall ausschlachten. „Russland kämpft für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte “ – oder so ähnlich. Wenn nicht im Westen, wo das natürlich totgeschwiegen würde, dann auf jeden Fall im Rest der Welt. Vielleicht ließen sich ein paar weitere Länder zur Anerkennung der Volksrepubliken bewegen. Andererseits haben die Russen und die Ostukrainer eh mit dem Westen abgeschlossen. Was diese mit Ihren Inhaftierten tun, kann ihnen auch ziemlich egal sein.

  26. Guten Tag Herr @Röper!
    Sie schreiben über Todesurteile wegen Mord gegenüber gefangenen ausländischen Söldnern (Nichtkombattanten).
    Es dürfte klar sein, daß in dieser Ausnahmesituation keine jahrelangen Verhandlungen, Revisionen, Gutachterduelle pipapo passieren werden. Auch ist die Anklage absolut plausibel. Trotzdem: Gibt es dazu bereits Prozessberichte, wie ist die Beweislage?
    Danke!

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