Kriegsgefahr

NSA führt Cyberangriffe gegen Russland durch

Der Chef des US-Geheimdienstes NSA hat in einem Interview mitgeteilt, die US-Geheimdienste hätten "eine Reihe von Operationen" - auch offensive - gegen Russland durchgeführt.

Wie brisant die Aussage des NSA-Chefs ist, die US-Geheimdienste hätten „eine Reihe von Operationen“ – auch offensive – gegen Russland durchgeführt, dürfte vielen gar nicht klar sein. Ich will zunächst eine Meldung der russischen Nachrichtenagentur TASS darüber übersetzen, bevor ich erkläre, was daran so brisant ist.

Die TASS-Meldung ist übrigens keine russische Propaganda, denn der NSA-Chef sagte das in einem Interview mit Sky News und führende englischsprachige Medien haben darüber berichtet. Aber aus irgendeinem Grund finden die deutschen „Qualitätsmedien“ nicht, dass deutsche Leser davon erfahren sollten. Jedenfalls habe ich bei einer Google-Suche keine Artikel darüber im deutschen Medien-Mainstream entdeckt.

Kommen wir also zunächst zu der Übersetzung der TASS-Meldung.

Beginn der Übersetzung:

Weißes Haus: US-Cyber-Operationen gegen Russland stehen nicht im Widerspruch zu Aussagen, man wolle keinen Konflikt

Paul Nakasone, Leiter des US-Cyberkommandos, hatte zuvor erklärt, dass die US-Geheimdienste angeblich Cyberoperationen gegen Russland durchgeführt hätten.

Die US-Regierung ist nicht der Ansicht, dass die Durchführung offensiver Cyber-Operationen gegen Russland im Widerspruch zu den Erklärungen von US-Präsident Joe Biden steht, wonach Washington nicht in eine direkte Konfrontation mit Moskau eintreten will. Das teilte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Carine Jean-Pierre, am Mittwoch bei einer regulären Pressekonferenz mit.

Sie wurde gebeten, die Erklärung des Leiters des US-Cyberkommandos und der National Security Agency (NSA), General Paul Nakasone, zu kommentieren. Zuvor hatte der in einem Interview mit dem britischen Fernsehsender Sky News erklärt, dass die US-Geheimdienste angeblich „eine Reihe von Operationen über das gesamte Spektrum – offensiv, defensiv, informativ“ gegen Russland durchgeführt hätten. Ein Journalist fragte Bidens Sprecherin, ob das im Widerspruch zu der von Biden dargelegten Position der US-Regierung stehe.

„Nein, tut es nicht. Wir fassen das so nicht auf“, antwortete Jean-Pierre. „Wir fassen das einfach nicht so auf. Wir haben schon einmal darüber gesprochen“, fuhr sie fort. „Es waren Cyber-Experten hier (im Weißen Haus – Anm. TASS), sie <…> haben uns gesagt, was unser Plan ist. Daran hat sich nichts geändert. Die Antwort ist also einfach: Nein“, fügte Jean-Pierre hinzu. Sie erklärte nicht genau, warum die US-Regierung diesen Standpunkt vertritt.

Nakasone erläuterte nicht, worum es bei den von ihm erwähnten Maßnahmen in Bezug auf Russland genau geht. Als Beispiel für Informationsoperationen nannte er die Offenlegung von Daten der US-Geheimdienste über bösartige Aktivitäten, die angeblich von Russland durchgeführt wurden.

Ende der Übersetzung

Die USA dürfen alles

2019 haben die NATO und die USA offiziell verkündet, dass sie von einem Staat gegen ein NATO-Mitglied durchgeführte Cyberangriffe als Kriegsgrund und als Auslöser des Verteidigungsfalles nach Artikel 5 des NATO-Vertrages ansehen. Mit anderen Worten: Würde Russland Cyberangriffe gegen die USA durchführen und das auch noch stolz in der Presse verkünden, wäre das für die USA Grund, einen Krieg mit Russland zu entfesseln.

Die USA selbst führen aber immer wieder Cyberangriffe gegen Russland durch und sie vermelden das auch immer wieder stolz, wie der aktuelle Fall mal wieder zeigt. Und wenn man Bidens Sprecherin fragt, ob solche Cyberangriffe gegen Russland die USA eventuell an den Rand einer Konfrontation mit Russland treiben, dann kann sie darauf nur antworten, man fasse das nicht so auf.

Die USA zündeln in der ohnehin hochkritischen Lage munter weiter und benehmen sich – anders kann ich es nicht ausdrücken – wie irrer Pyromane, der mit einem Feuerzeug in einem Benzinlager herumläuft.

Was wäre denn, wenn Russland das anders sieht und die Cyberangriffe als tatsächlichen Angriff einstuft? Bidens Sprecherin würde wahrscheinlich einfachen sagen: „Ups, dumm gelaufen…“


Werbung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

74 Antworten

      1. Na, dann will ich mal hoffen, dass die Russischen IT-Spezialisten in der Lage sind, den Imperialen Cyber-Kriegern in gleicher Münze rauszugeben.
        Allerdings ist zu fürchten, dass die Menschenwelt Verstand und zu Frieden erst finden kann, wenn das US-Machtzentrum in Schutt und Asche liegt.

        1. Die Russen kochen von staatlicher Seite mit sehr viel Wasser und haben ihre Systeme in erster Linie auf Defensive ausgelegt.
          Die an „Malware- Suite“ die in der Ukraine Anfangs des Angriffs der Russen zum Einsatz kamen und recht eindeutig staatlichen Akteuren zuzuordnen ist war erstaunlich bieder aufgebaut.
          Die Spektakulären Hacks aus Russland kommen meist von privaten Hackerkollektiven, inwiefern diese Verbindung zu den Geheimdiensten haben ist komplett offen.
          Waren das noch Zeiten als der Spiegel über solche Dinge noch seriös berichtete:
          https://www.spiegel.de/netzwelt/web/hack-attacke-auf-georgien-ehrenamtliche-angriffe-a-572033.html

          1. Hier noch ein weitere Artikel vom Spiegel – Tenor: bei jeder militärischen Operation schlagen politische/ motivierte Hackerteams zu….
            https://www.spiegel.de/netzwelt/web/cyber-krieg-hacker-fegen-georgische-regierungsseiten-aus-dem-netz-a-571317.html

            Die Situation in Russland und der Ukraine ist in etwa die gleiche: viele Hochbegabte IT Profis werden bescheiden bezahlt und machen in ihrer Freizeit meist aus purer Langeweile wildes Zeug. Erpressungen mit Ransomware, Ausspionieren von Politikern oder dem Militär.

          2. Naja Russland hat ja auch lange Zeit recht naiv den Microsoft – Betriebssystemen vertraut. Erst unter Putin wurde das geändert. Der war ja früher selbst Geheimdienstler und hat schnell gemerkt, das sich Russland damit dem NSA ausliefert, da man in dem nicht lesbaren Programmcode von Windows alles verstecken kann, was an Backdoors möglich ist.

            Das ist selbst für ganz Private nicht völlig ohne Risiko (es könnten ja auch andere den Backdoor abgreifen, die ebenfalls wissen, wie der abgerufen wird). Für einen Staat wie Russland der von den USA bekriegt wird wäre es tödlich so eine Software wie Windows zu benutzen.

    1. @ Mircutux schrieb:

      [….] Auch Starlink wird schon fleißig vom ukrainischen Militär genutzt. Man kann damit so schön Drohnen mit der Artillerie vernetzen. [….]

      Passt dieser Artikel auch zum Bericht von Herrn Röper ?

      Starlink als Waffe? Musks Satelliten-Internet im Dienste des Militärs
      – China sieht sich bedroht – 01 Juni 2022

      Die Dienste des US-Satellitennetzwerks Starlink werden zunehmend vom Militär statt von der zivilen Bevölkerung in Anspruch genommen.

      Die ukrainische Armee, die US-Streitkräfte und jetzt offenbar auch die Bundeswehr nutzen Starlink für militärische Zwecke.

      China sieht das System zunehmend als Bedrohung an.

      Der von Elon Musk ursprünglich für zivile Zwecke entwickelte Satelliten-Internetdienst Starlink entwickelt sich zunehmend zu einer militärischen Waffe.

      So wird die schnelle Übertragungsrate des Systems vom ukrainischen Militär nicht nur mehr zur Kommunikation,

      sondern auch für die Steuerung sowie für die Zielbestimmung der dort eingesetzten tödlichen Drohnen genutzt.

      Die in der Ukraine bisher vielfältig unter Beweis gestellten Einsatzmöglichkeiten des Satelliten-Systems begeistern auch die Bundeswehr.

      Diese überlegt, das Weltraum-Internet unter anderem für die Betreuungskommunikation der Soldaten in Einsatzgebieten zu nutzen…………

      Demnach sei Starlink vor allem in Gebieten von militärischer Bedeutung, in denen die Infrastruktur schwach ist und es keine Internetverbindung gibt.

      Dem Bericht zufolge nutzt die private ukrainische Luftaufklärungseinheit Aeroroswidka
      das Satelliten-Internet von Elon Musk, um unbemannte Flugzeuge (Drohnen) nicht nur zu überwachen, sondern auch, um sie zu koordinieren.

      Dies ermöglicht, dass die ukrainischen Streitkräfte gezielt Panzerabwehrwaffen gegen russische Ziele abfeuern können…………..

      Im vergangenen Jahr musste zweimal eine Kursänderung für das Kernmodul Tianhe der
      neuen chinesischen Raumstation ausgelöst werden, um eine Kollision mit einem von
      Musks Starlink-Satelliten zu verhindern…………..

      Hier der volle Text ………..
      https://de.rt.com/international/139826-starlink-als-waffe-musks-satelliten/

  1. „NSA führt Cyberangriffe gegen Russland durch“

    Alles andere hätte mich auch überrascht, wenn es nicht so wäre. Spätestens seit Stuxnet ist die Haltung der USA zu Cyberattacken auch offiziell bekannt. Ein guter Film übrigens zum Thema: „Zero Days“

  2. Und ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.
    Diese Volksweisheit spiegelt seit Anfang der 2000er die Politikbühne ‚des Westens‘ wider.
    Warum aber ist diese offen gelebte Kriegslüsternheit in der Form möglich?
    Warum gehen nicht Hunderttausende auf die Straße?
    Warum lässt die Mehrheit der westlichen Weltenbürger diese Unverfrorenheiten zu?
    =
    Weil wir – im Ganzen und bei Lichte betrachtet – einfach zu blöd sind.
    Und ‚der ewige Aggressor Russland‘ kann die shyce dann mal wieder wegräumen.
    Von daher ist der lässig hingeworfene, letzte Satz des Artikels, über dessen Leichtigkeit ich mich eigentlich geärgert habe, sehr richtig:
    DUMM gelaufen –> DUMM gefangen –> DUMM gehangen.
    Nun, aber vorher immerhin noch für einen koksenden Präsidentendarsteller gefroren und steigende Preise geschluckt. Da geht doch noch was …

  3. Ich frage mich schon wieviel mehr es vom Westen her noch braucht, bis Russland militärisch einmal
    fest auf den europäischen Tisch klopft und den Westen höflich bittet mit solchen Mätzchen aufzuhören.
    Europa ist nämlich der springende Punkt am ganzen Theater, würde kein europäisches Land bei diesem
    Drecksspiel mitmachen dann könnten die USA machen was sie möchten, es wäre nichts mehr als lächerlich.

    1. Russland ist mit der Ukrine zu sehr beschäftigt, bemerkt nciht einmal wie sehr sich Deutschland aufrüsten will.
      Anscheinend glaubt man auch dort, dass es den Dutschen umv die Ukrane geht, , dann weiter so, Russland will uns so lange schützen, bis es selbst durch deutsche Hand kräftige Schläge erhalten könnte, denn de rGrad der Falschheit, Hochnäsigkeit und Fähigkeit zur Unmenschlichkeit, liegt tief in deutschen Genen..Wie es scheint, unausrottbar!
      Bundeskanzler Olaf Scholz nahm den Angriff Russlands gegen die Ukraine zum Anlass für die Legitimation einer nie gekannten Militärplanung Deutschlands. Das Vorhaben wird im Bundestag aktuell im Eiltempo durchgepeitscht, und es mit einer Grundgesetz-Änderung für eine kontinuierliche Hochrüstung verbunden, die es möglichen zukünftigen linken Mehrheiten erschweren würde, von der Hochrüstung abzukehren, solange sie keine 2/3 Mehrheit haben. Hier wird die Gefahr gesteigert und die Demokratie weiter untergraben.

      Olaf Scholz antwortete auf dem Katholikentag am 27.Mai 2022 auf die Frage, ob es wirklich so vieler neuer Waffen bedarf, mit einem kurzen „Ja“. Eine Erläuterung für diese Antwort blieb er dort schuldig.

      Wichtig ist nur, der russische Präsident sorgt sich weiter um Deutschland..kopfschüttel..

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=84432

      1. Was das typische Verhalten Deutschlands, jedes Problem mit immer mehr Geld zu bewerfen bringt, sieht man ja bei der Energiewende, bei der EU, bei der Einwanderung und bei so ziemlich jedem anderen Problem das wir haben.
        Nur weil „wir“ jetzt 100 Mrd für Militär ausgeben heißt das noch lange nicht das wir bald eine ernst zu nehmende Armee haben werden.
        Schau mal was dabei raus kommt wenn Deutschland große, teuer Projekte plant. Eine Verzehnfachung des Preises, 10 Jahre Verzögerung und zich Personalwechsel ist da noch keine Besonderheit.

        1. Ach ja, spätestens wenn wir von China und Russland keine Rohstoffe mehr bekommen können wir unsere Panzer, Raketen und Munition aus Holz schnitzen.
          Computer werden wir dann auch KEINE mehr haben, zumal uns dafür ja das Know-How fehlt, wir importieren ja nur noch.

  4. Quod licet Jovi non licet bovi. Was Jupiter darf, darf das gemeine Rind noch lange nicht. Dieser uralte Satz des römischen Imperiums gilt heute genauso. Solange das heutige Imperium tun und lassen kann, was es will, wird dies weiterhin gelten.

  5. „„Nein, tut es nicht. Wir fassen das so nicht auf“, antwortete Jean-Pierre. „Wir fassen das einfach nicht so auf. “

    Kein Problem, es reicht wenn Russland es so auffasst☝️

  6. Russland verwendet schon seit Jahren keine Software aus den USA mehr. Selbst den großen Firmen ist es untersagt diese zu Nutzen. Die NSA und CAI haben sich immer Backdoors einbauen lassen. Wenn dann eine durch Hacker gefunden wurde, gibt es ein Sicherheitsupdate und eine Tür wird geschlossen und dafür eine andere geöffnet.
    Die Systeme in Russland haben diese Hintertüren hoffentlich nicht. Dadurch wird es den Hackern aus den USA schwergemacht. Es wird berichtet, dass die USA Cyberangriffe durchführt, aber ob diese auch erfolgreich sind ist nicht zu erkennen. Auf der anderen Seite gehe ich aber davon aus, dass die Hacker aus Russland die Türchen der Geheimdienste kennen und diese auch nutzen können. Die Kontrollwut der USA hat auch ihre Nebenwirkungen.
    In wieweit das Starling wirklich zu Gunsten der Ukraine eingreift und dies Kriegsentscheidend ist kann ich nicht beurteilen. Aber Russland hat mit dem Abschuss eines ihrer alten Satelliten eindrucksvoll beweisen, dass auch hier Tatsachen geschaffen werden können.
    Nach meiner Meinung behalten die Russen diesen Joker noch in der Hinterhand. Mit dem Abschuss der Satelliten würde der heiße Weltkrieg ausbrechen.

    1. Wie man auf Software aus den USA verzichten kann, ist mir schleierhaft. Vor allem die Betriebssysteme sind alle aus den USA, zumindest die brauchbaren. Ja, auch Linus Torvalds ist mittlerweile US-Bürger.

      Und ReactOS ist noch lange nicht brauchbar, und auch da steckt US-Software mit drin.

      1. Dass Linus US-Bürger ist, ist unproblematisch, weil genug Russen und Chinesen mitentwickeln, die sicherstellen können, dass er keine Hintertüren versteckt, auch wenn er das wollte. (Und das will er nicht, ich kenne ihn persönlich, er ist ein „Überzeugungstäter“).

      2. Bei Linux ist das ganz einfach – der Quellcode ist frei verfügbar und kann neu kompiliert werden. Anders sieht das bei kommerziellen Programmen aus, die nicht neu kompiliert werden können. Da könnten Backdoors eingebaut sein. Als Unternehmen würde ich versuchen, nur noch Software einzusetzen, die Opensource ist.
        Aber mittlerweile haben wir ja auch schon Hardware, die mit Hintertüren ausgestattet ist. Intels-Serverprozessoren sollen mit GSM-Modulen ausgestattet sein. Und auch bei Routern bin ich mir nicht sicher, ob die nicht mit Abhöhrmechanismen versehen sind. Es kann sein, daß das der Grund ist, warum z.B. Huawei vom Westen sanktioniert wird – vielleicht haben sie keine Backdoors??

        1. @gquell

          Endlich mal was mit Sachverstand! Hardware beats Software und seit den lezten „Meltdown“-Prozessoren ist ja klar, dass Cisco und co. permanent für die CIA und NSA bauen. Selbst Mobil-prozessoren sind für diese Profis kein Aufwand.. da ist es egal, ob es „gerooted“ ist, oder irgendwas anderes probiert wurde. Die einzige Lösung wäre ein eigener Chip, der zusätzlich noch auf eine eigenständige Software basiert. Basta! Selbst Mobilteile, die offiziell aus sind, funken noch. Auch das ist bewiesen und belegt. Ed Snowden hat schon damals gesagt. Willst du Ruhe, habe immer eine Mikrowelle griffbereit, wo du dein Mobil reinschmeißen kannst!

          1. Hervorragende Punkte!

            Mit dem Elbrus hat Russland zwar eine eigene Chip-Linie, allerdings werden diese laut Wikipedia von TSMC gefertigt. Somit dürften die Hintertüren dieser Chips nicht nur den Russen bekannt sein, sondern auch den USA.

    2. Die Russen haben schon seit langem eine eigene Linux Distribution die bei Behörden und Militär genutzt wird.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Astra_Linux

      Ich kann mir aber auch nicht vorstellen daß es komplett ohne Windows Software geht. Irgendwelche Spezialsoftware gibt es eben nur für dieses OS aber vielleicht lassen die Russen das in einer gehärteten Virtuellen Umgebung laufen.

      1. @Stinki
        Wie gesagt ist der Hauptentwickler von Linux, Linus Torvalds, mittlerweile in die USA eingebürgert. Das GNU-System ist ebenso aus den USA wie Android oder ChromeOS. (Was vielen nicht bewusst ist: Android und ChromeOS basieren auf Linux.)

        Dass es nicht ohne Windows-Software gehen soll, ist eine haltlose Behauptung, Wunschdenken von Microsoft-Anhängern. Ich benutze seit über zehn Jahren kein Windows mehr.

        1. Ne Linus Torvald hat nur den ersten Kernel geschrieben, der auf UNIX aufsetzt (das wiederum ein US-OS ist und von IBM -also in den USA- erfunden wurde).

          Das ist aber in dem Fall völlig irrelevant, weil Linux eine open-Source Software ist (also nicht in binärer Maschinensprache „verschlüsselt“ ist wie Windows). Linux wird weltweit offen entwickelt, eben weil keine Firma mit Patenten dahinter steckt. Und genau deshalb ist es auch nicht möglich z.B. Backdoors da einzubauen (würde jeder Programmierer sofort sehen 😀 )

          1. @Aktakul
            Ich gebe dir in großen Teilen Recht.

            Linus Torvalds kontrolliert den Kernel, und ein großteil des Rests stammt vom GNU-Projekt (USA) und anderen…

            Linux ist zwar zu Unix kompatibel, aber das spielt hier wirklich keinerlei Rolle, da kein Code von Unix übernommen wurde.

            Du hast zwar Recht, Open Source Code ist einsehbar und dadurch vor offensichtlichen Hintertüren geschützt.

            Aber subtile Fehler (Bugs) können bei so großen Code-Mengen schonmal übersehen werden. Man kann auch solche kleinen Fehler, die leicht übersehen werden, bewusst einschleusen, um sie hinterher ausnutzen zu können. In der Vergangenheit sind solche Versuche sind schon aufgeflogen.

            Open Source ist also zwar durchaus sicherer, aber zu sicher sollte man sich da auch nicht fühlen. Andererseits, bei Windows ist bekannt, dass das viel nach Hause telefoniert. Das sollte man wirklich nicht gerade verwenden, wenn man irgendwelche Geheimnisse für sich behalten will.

            1. @Club-Cola

              Das Dateisystem ist noch von UNIX. Absolute Sicherheit gibts nirgends (Sicher ist, das nix sicher ist 😀 ) Aber seehr sicher. Ich kriege jede Woche Kernel -und Sicherheitsupdates (die von dir erwähnten Code-Fehler). Und man muss schon sein sehr ausgefuchster Programmierer sein um das System im User-Modus zu hacken (d.h. erstmal überhaupt einen Exploid finden, der einen nutzbaren Fehler hat, wie man z.B. an den root-Account kommt – gibts immer wieder mal – klar, aber nicht sooo oft, außerdem werden die auch ständig beseitgt, siehe oben).

              Im Gegensatz zu Windows nützt es auch nix, wenn man mit einem Portscanner z.B. laufende Dienste findet (z.B. FTP oder SSH). Ohne Pass geht nix.

          2. Besserwisser: UNIX ist ein Produkt der Bell Laboratories, genau wie die Programmiersprache C (Kernigham und Ritchie). Und in der Anfangszeit war der UNIX-Quellcode frei verfügbar.
            Und Linus Torvald hat ein Betriebssystem entwickelt, daß auf dem unixähnlichem Lehrsystem von Andrew Tannenbaum aufbaute.

      2. Vor Jahren gab es ein Gesetz, dass russischen Behörden in Zukunft auf freie Software zurückgreifen sollten. Leider ist nicht bekannt geworden, wie sich das dann weiter entwickelt hat.

        1. Ich benutze Windows noch für Spiele aber das war es dann auch schon. Das meißte würde wohl auch unter Wine laufen aber die performance und die volle gpu-unterstützung ohne proprietäre treiber zu benutzen ist da nicht immer so toll. Der Rest ist schön mit LUKS geschützt falls mal ein computer beschlagnahmt wird.

    3. @Hugross

      Yep, in Russland wird bereits seit Jahren Debian/Ubuntu als landesweites Betriebssystem genutzt und das ist auch abseits der in Windows eingebauten Backdoors ein um Lichtjahre sichereres OS.

      Es ist für Hacker kaum möglich da rein zu kommen, weil alle wichtigen Systemdateien durch ein hoch verschlüsseltes Root-PW geschützt sind. Deswegen gab es auch nie funktionierende Viren dafür (die müssen ja auch erst mal die Passwörter raus kriegen)

  7. Falls die Menschheit diese Eskalation überlebt, wird man irgendwann fassungslos auf diese Ära kompletter menschlicher Verblödung zurückschauen – falls sich dieser Trend der Degenerierung irgendwann mal wieder umkehren sollte.

      1. Als Teaser, hier ein kurzer Auszug aus dem Beitrag im oben genannten Link:

        „Der moderne Mensch verblödet hauptsächlich deshalb, weil er es zu bequem hat, weil er zu faul und zu feige ist, sich selbst auf die Suche nach seinem eigenen Wissen und seiner eigenen Intelligenz zu machen. Der moderne Mensch hat Angst vor der Wahrheit, deshalb verblödetet er lieber.“

        David P. Pauswek – Der Andersmensch

        © 2016 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.

        1. In diesem Werk steckt vermutlich sehr viel Wahrheit. Seitdem mehr und mehr Assistenzsysteme in Fahrzeugen verbaut sind, werden Fahrer mutiger, denn der Airbag, ABS, etc. schützen ja. Viele geben das Denken ab an die Technik.

          In der Vergangenheit ist mir auch die Unflexibilität vieler aufgefallen. Von zahlreichen Personen aus meinem Umfeld hörte ich bei jeder Überarbeitung von MS-Office, dass sie sich neu einarbeiten müssten. Ähnlich verhielt es sich auch bei Versionssprüngen von Windows, obwohl auch hier die meisten Funktionen und Programme erhalten blieben und sich lediglich die Navigation zu diesen veränderte.

  8. All diese Aktionen SIND eine direkte Kriegserklärung… – auch wenn das yank-pack das in der „westlichen Öffentlichkeit“ gerne rhetorisch kaschiert…..

    …die brauchen wirklich mal einen unmißverständlichen Schuß vor den Bug – bevor die vollständig durchdrehen….. 😡😡

    1. Man müsste Russland eigentlich davor warnen auf die Provokationen zu reagieren: Es würde sich dem berechtigten Vorwurf aussetzen, geistig Verwirrte/Minderbemittelte und damit Urteils- und Schuldunfähige für ihre Taten verantwortlich zu machen…

      1. Russland wird uns kaum etwas tun, ist nicht einmal fähig gewesen uns den Gas, Öl-Hahn dich zu machen, damit deutschen Politikern zumindest ein bisschen den Mund zu stopfen ist….Klar warum eigentlich, die Deutchen wählten immer ihren Henker selbst.
        Warum sollte Russland, sofern es selbst nicht Probleme bekommen könnte, auf das Geld durch die Energieweiterleitung verzichten!?

  9. „Ich habe dem Gegenüber absichtlich einfach nur mal ein Messer in die Seite gerammt … aber Mord ist das nicht, jedenfalls fasse ich das so nicht auf“ – das ist die perfide Logik der Ami’s. Unsere Logik jedenfalls ist nicht verdreht, d.h. die NSA-Aktivitäten sind ein offen zugegebener Kriegseintritt. Die USA scheuen sich (wohl nicht ohne Grund), in einen heißen Krieg einzutreten, und versuchen es auf bakteriologischen, wirtschaftlichen und Cyber-Wegen. Doch Hochmut und Selbstüberschätzung kommen vor dem Fall, d.h. die Belege für diese bereits weit vor dem Februar 2022 durchgeführten Aggressionen gelangen an die Öffentlichkeit und rechtfertigen wirksame Gegenmassnahmen von russischer Seite. Man sollte die Russen nicht unterschätzen, die auf „asymetrische“ Gegenmaßnahmen setzen, von denen die Ami’s noch nicht einmal ahnen, welche es sind …

  10. „NSA führt Cyberangriffe gegen Russland durch“

    Davon bin ich eigentlich die ganze Zeit ausgegangen und umgekehrt genauso. Wozu unterhalten sie denn sonst solche Cybereinheiten? Natürlich versuchen die, sich in die Systeme des anderen zu hacken. Aber große Angriffe waren das auf beiden Seiten offenbar nicht, sonst hätte man’s ja gemerkt. Spezialisten des russischen Geheimdienstes haben es vielleicht schon gemerkt, aber es wurde ja nicht das Stromnetz lahmgelegt oder etwas in der Art.

    Die meiner Einschätzung nach wirklich brisante Meldung ist, dass der Chef der NSA das gegenüber einem ausländischen Fernsehsender locker flockig ausplaudert. Die NSA ist ein Geheimdienst und man möchte sich fragen: Welchen Teil von „geheim“ versteht der nicht???

    Aber natürlich versteht der das, das war eine absichtliche Indiskretion, aus welchen Gründen auch immer.

    1. Nur weil nichts großes passiert ist heißt das noch lange nicht das auch nichts großes versucht wurde. Vielleicht wurden die Angriffe ja erfolgreich abgewehrt. Russland ist eines der wenigen Länder auf der Welt die NICHT völlig von US-IT-Infrastruktur abhängig sind. Die bauen sogar ihre eigenen CPUs, das kann nicht mal China!

  11. Also was daran nun so brisant sein soll weiß ich nicht, jedem der ein bisschen Ahnung hat dürfte seit vielen Jahren klar sein das die USA nicht nur die EU ausspionieren, manipulieren und bei Bedarf angreifen, sondern das auch mit anderen Ländern machen.
    Das man es jetzt offiziell „zugibt“ dürfte nur noch Leute erstaunen die hinterm Mond leben.
    Russland wird das auch seit langer Zeit wissen, auch ohne das man es offiziell verkündet.
    Die Frage ist eben was genau macht man da? Geht es um Wirtschaft, Infrastruktur, Finanzen oder einzelne Personen? Vermutlich um alles zusammen!

  12. Wenn Russland eine Firewall hochfährt, um den Angriff abzuwehren, sehen die Kriegsverbrecher in Warshington D.C. das dann als Angriff auf die CIA/NSA an und rufen Artikel 5 aus.
    Heil Biden!

  13. Und China erklärt „Starlink“ gefährde ihre nationale Sicherheit.
    Betrachten wir das dann einmal als Vorwarnung. Es fliegt eh zu viel Müll da oben rum. Da sollte einmal gründlich gesäubert werden.

    Wurde nicht gleich zu Beginn seitens Russlands darauf hingewiesen das es gravierende Folgen haben würde sollte man die Angriffe auf Roscosmos fortsetzen? Da hatten man wohl auch in Kriegsgeilheit vergessen das in den unendlichen Weiten Menschen umkommen könnten.

  14. Ich finde diese Diskussionen ermüdend, wird doch stets vergessen zu erwähnen, WARUM dies alles stattfindet.
    Die USA sind KOMPLETT PLEITE. Diesen Umstand muss man mindestens dreimal in der Woche wiederholen, erklärt er doch das dadaeske Puppentheater. Die USA haben so viel Schulden, dass sie jedes Sandkorn auf unserer Erdkugel gleich mehrfach beliehen haben.
    Die USA KÖNNEN NICHT MEHR ZURÜCK. Weder heute, noch morgen.
    Folglich hat man erst ein neues Corona verbreitet und im Zuge der „Corona Bekämpfung“ Fantastilliarden an frei erfundenem Geld in die „Finanzindustrie“ gesteckt. Obwohl es sich hierbei – für alle klar ersichtlich – um den Genickbruch der USA handelte, wurde es nie Thematisiert.
    Seitdem schlägt die USA nur noch um sich und sie wird auch nicht mehr damit aufhören. Denn hört sie auf, geht sie unter.
    Was machen ertrinkende? Richtig! Sie halten sich an anderen Leuten (Europa&Co.) fest und reißen sie mit in die Tiefe. Allein ertrinken macht halt keinen Spaß!
    Nach Russland kommt China. Afrika brennt auch schon… Es lebe der neue Kaiser! Für die Kleider hat es nicht mehr gereicht, aber solange der Rest sich verneigt, geht die Show halt weiter.

    1. Ohne US Schulden kein US Militär, das ist Richtig. Doch wann macht Russalnd eine Währung die ohne Schulden existiert? Machen sie eine umlaufgesteuerte Vollgeldwährung dann steigen sie aus und werden zum Vorbild der restlichen Welt werden!

    2. Kriege und sonstige Krisen eignen sich hervorragend um von den wahren Schuldigen abzulenken. Lieber den Pöbel ablenken, anstatt sich vor Mistgabeln und Fackeln fürchten zu müssen.

  15. „…„Nein, tut es nicht. Wir fassen das so nicht auf“, antwortete Jean-Pierre. „Wir fassen das einfach nicht so auf. Wir haben schon einmal darüber gesprochen“, fuhr sie fort….“

    Fehlt irgendwie ein „weil“?. Ansonsten hat die Dame in einem Satz drei Mal hintereinander genau das Selbe gesagt, ohne es zu begründen (so , als ob das irgendwo wichtig wäre, wie sie etwas „auffasst“). Sie hat wohl nicht die geringste Ahnung, worüber sie eigentlich redet.

    Hilflose Inkompetenz ist derzeit das Markenzeichen in den USA und der EU.

  16. Die Londoner Börse würde ohne Glasfaserkabel sofort kollabieren – die Russen können doch mal drüber reden den Weltraum zu schließen, einige Raketen mit Schrotkugeln würden reichen. Solange die Russen aber keinen umlaufgesteuerten Vollgeldrubel haben, hängen sie noch immer im Netz der Eskimos, die das Geldsystem betreiben!

  17. Da kann man ja froh sein, daß Rußland niemals Cyberangriffe durchführen würde, kein Schwarzgeld im Ausland wäscht und keinerlei mediale Desinformation betreibt. Wie schön, daß Pontius Putinus diesbezüglich seine Hände in Unschuld waschen kann. Herr Röper kann ihm dann das Handtuch reichen.

    1. Anzunehmen, dass Russland keine Cyberangriffe durchführt ist gelinde gesagt naiv. Allerdings stellt sich die Frage, ob jeder Cyberangriff, der den Russen in die Schuhe geschoben wird, auch tatsächlich auf deren Konto geht.

      Konto ist ein gutes Stichwort für die Überleitung. Beim Thema Schwarzgeld macht es sich hervorragend mit dem Finger auf andere zu zeigen, während man die eigenen Vergehen unter den Teppich kehrt.
      Eines der bekanntesten Beispiele, der jüngeren Vergangenheit, für einen finanziellen Raubzug dürfte der Wirecard-Skandal sein. Die Aktie wurde gerade von deutschen Bankern extrem gehyped, obwohl das Geschäftskonzept nichts anderes als eine billige Kopie von Paypal war.
      Ein weiteres Beispiel ist auch der Verbleib des ganzen Opium, welches unter NATO-Aufsicht in Afghanistan angebaut wurde. Das Zeug kann sich nicht einfach in Luft aufgelöst haben. Es gab Vertriebswege und Verarbeitungsstätten. Für unsere super-intelligenten westlichen Ermittler müsste es doch ein Leichtes sein die Profiteure herauszufinden.

      1. @intrigued person

        Letztlich weiß man bei Medienberichten nie was stimmt. Nur bin ich überzeugt, daß es diesbezüglich keine weißen Schafe gibt.

        Der Westen profitiert auch von der Schwarzgeldwäsche der Osteuropäer. Im Grunde ist doch jede Kommune froh, wenn überhaupt noch einer einen Betrieb eröffnet. Wenn ein kleines Dorf dann ein Dutzend Friseure hat oder ein halbes Dutzend Wettbüros, wenn mit fremden Kapital Seniorenresidenzen gebaut werden, wie Pilze im Wald, dann schaut doch niemand so genau hin.

        Und Sie haben völlig recht, Drogen- und Menschenhandel geschieht nicht gegen den Willen von Regierungen, sondern in der Form nur, wenn diese auch mal in die andere Richtung schauen. Die Zersetzung wird billigend in Kauf genommen, wenn sie nicht zum Teil sogar gewollt ist.

        Das komplette System ist kaputt und korrupt und diesbezüglich muß man sich an die eigene Nase fassen.

        Mein Einwand diente ja auch nicht dazu, den Westen als guten Weißfuß darzustellen, sondern darauf hinzuweisen, daß es auch außerhalb vom Westen üble Schwarzfüße gibt.

Schreibe einen Kommentar