Wirtschaftskrieg

Panik in Europa: Ukrainische Pipeline zu 100 Prozent ausgelastet

Die europäischen Gasbestellungen bei Russland erreichen Spitzenwerte, sogar die ukrainische Pipeline ist zu 100 Prozent ausgelastet.

Nachdem die Importeure aus der EU vor allem Im Dezember und Januar kaum russisches Gas bestellt haben, obwohl die Gasknappheit Schlagzeilen gemacht und die Verbraucherpreise in die Höhe getrieben hat, bestellen die Importeure nun, wo sie ein Ende der Gaslieferungen aus Russland befürchten müssen, Rekordmengen an russischem Gas.

Dabei ist noch nicht einmal ausgemacht, wer den Gashahn abstellen könnte. Es könnte der Westen sein, wenn er den Zahlungsverkehr mit Russland weiter behindert oder Russland gar vom SWIFT abschneidet. Es könnte aber auch Russland sein, wo bereits laut über einen Stopp zumindest der Gaslieferungen durch Nord Stream 1 nachgedacht wird.

Das war Thema in einem kurzen Beitrag des russischen Fernsehens, den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Die ukrainische Pipeline ist zu 100 Prozent ausgelastet

Bei einem Treffen mit Mitgliedern der russischen Regierung, das vom Fernsehsender Rossiya 24 übertragen wurde, erklärte Wladimir Putin, Russland erfülle alle Verpflichtungen zur Lieferung von Energieträgern an ausländische Partner. Auch die ukrainische Pipeline ist voll ausgelastet.

„Auch die ukrainische Gaspipeline ist zu hundert Prozent durch unsere Verträge ausgelastet. Das ist überraschend, aber eine Tatsache“, betonte der russische Präsident.

Was die Länder betrifft, die Russland und seiner Wirtschaft gegenüber unfreundlich eingestellt sind, so erinnerte Putin daran, dass sie ihre Bürger bereits auffordern, „den Gürtel enger zu schnallen und sich wärmer anzuziehen.“

„Und sie verweisen überhaupt nicht auf die Sanktionen, die sie gegen uns verhängen, als Grund für die Verschlechterung ihrer Lage“, sagte der russische Präsident.

Wladimir Putin sagte, dass das vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Russland alle seine Energielieferverpflichtungen erfüllt, „sehr seltsam aussieht“.

Ende der Übersetzung


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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