Russland und die Türkei

Putin im O-Ton über Erdogan: „Zuverlässigkeit ist das Wichtigste“

Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei sind oft schwierig. Dass die beiden Länder trotzdem bei vielem Lösungen finden, hat mit dem gegenseitigen Vertrauen der Präsidenten zu tun, zu dem Putin sich nun geäußert hat.

Das Verhältnis zwischen der Türkei und Russland ist bei vielen Themen schwierig (aserbaidschanisch-armenischer Konflikt, Syrien, Ukraine, etc.), bei anderen aber auch sehr gut (Energie, Lieferung der S-400, Bau des Atomkraftwerkes, etc.). Das ist besonders bemerkenswert, wenn man sich in Erinnerung ruft, was für eine Eiszeit vor einigen Jahren zwischen den Ländern geherrscht hat und wie sie beendet wurde, Details dazu finden Sie hier.

Präsident Putin hat vor einigen Jahren auf dem Valdai-Forum darüber gesprochen, was er an Erdogan schätzt, nämlich dessen Eigenschaft, ein gegebenes Wort zu halten und geschlossene Verträge und Absprachen einzuhalten. Nun wurde Putin auf der Podiumsdiskussion des Valdai-Forums vom Moderator gefragt, ob sich an dieser Einschätzung inzwischen etwas geändert hat. Ich habe die Frage und Putins Antwort übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Lukjanow: Vor zwei Jahren haben Sie Präsident Erdogan in unserem Gespräch sehr gelobt und gesagt, er wedle nicht mit dem Schwanz und sei ein echter Mann. In diesen zwei Jahren ist viel passiert. Bleibt Ihre Einschätzung die gleiche?

Putin: Ja, er ist ein starker Staatsführer, der sich in erster Linie, oder vielleicht ausschließlich, von den Interessen der Türkei, des türkischen Volkes und der türkischen Wirtschaft leiten lässt. Das erklärt zum großen Teil auch seine Haltung in Energiefragen, etwa zum Bau von Turkish Stream.

Wir haben nun vorgeschlagen, auf türkischem Territorium einen Gashub für die Verbraucher in Europa zu schaffen. Die türkische Seite hat zugestimmt – natürlich auch in erster Linie aufgrund ihrer eigenen Interessen. Es gibt viele Interessen im Tourismus, viele Interessen im Bausektor, in der Landwirtschaft. Wir haben viele sich überschneidende Vektoren gemeinsamer Interessen.

Präsident Erdogan lässt sich nie von den Interessen von Drittstaaten leiten. Aber natürlich verteidigt er – auch im Dialog mit uns – zuerst seine eigenen Interessen. In diesem Sinne sind die Türkei im Allgemeinen und Präsident Erdogan im Besonderen keine einfachen Partner: Viele Entscheidungen sind das Ergebnis langer und schwieriger Streitigkeiten und Verhandlungen.

Aber beide Seiten sind bestrebt, diese Vereinbarungen zu treffen, und in der Regel kommen wir auch zu diesen Vereinbarungen. In diesem Sinne ist Erdogan natürlich ein beständiger und zuverlässiger Partner. Das ist wahrscheinlich die wichtigste Eigenschaft: Er ist ein zuverlässiger Partner.

Lukjanow: Versucht er nicht, jemanden auszunutzen? Sie zum Beispiel?

Putin: Wissen Sie, ich habe gesagt, dass der türkische Präsident kein einfacher Partner ist, er verteidigt immer seine Interessen – nicht die persönlichen Interessen, sondern die Interessen des Landes -, aber ich würde nicht sagen, dass er versucht, jemanden auszunutzen.

Er kämpft einfach für die Lösung, die seine Regierung, seine Berater, für die beste halten. Wir kämpfen für die Lösungen, die für uns optimal sind. In der Regel, ich wiederhole es, finden wir diese Entscheidungen auch bei sehr heiklen Themen: in Syrien zum Beispiel, bei der Sicherheit, in der Wirtschaft, einschließlich der Infrastruktur. Bisher ist uns das immer gelungen.

Ich wiederhole es noch einmal, das ist sehr wichtig: Wir verstehen, auch wenn wir einen langen Weg zurückgelegt haben und es schwierig war, eine Einigung zu erzielen, aber wenn wir uns auf etwas geeinigt haben, dann können wir sicher sein, dass es auch umgesetzt wird. Das ist das Wichtigste – Zuverlässigkeit und Stabilität in den Beziehungen.

Ende der Übersetzung

Das ist der Unterschied zwischen der Politik Putins und der Politik des Westens: Putin konzentriert sich auf das, was man gemeinsam erreichen kann, und nimmt Differenzen nicht als Feindschaft wahr. Wir müssen dabei bedenken, dass die Türkei die Krim nicht als russisch anerkennt und der Ukraine sogar Drohnen liefert. Trotzdem versteht Putin die türkischen Interessen.

Im Westen hingegen wird jeder Staat und jeder Politiker, der sich dem Westen nicht unterordnet, verteufelt und mit Sanktionen belegt.

Das ist der Unterschied: Putin setzt bis zuletzt auf Gespräche, Kompromisse und Problemlösungen, der Westen setzt sofort auf Konfrontation.


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

49 Antworten

  1. Erdogan sitzt mit seiner Türkei zwischen den Stühlen – so eine Situation ist schwierig zu händeln – irgendwann wird er sich entscheiden müssen – gar dazu gezwungen sein/werden…

    Vertrauen, ja – ist gut – doch Kontrolle ist besser… 😋😋

    1. Definitiv. Bosporus und Dardanellen sind ein Pulfverfass mitten in einem brennenden Haus.
      Von den anderen Faktoren mal abgesehen (strategische Konkurenz zu China im selben Einflussbereich u.a.) so sind die beiden Meerengen unter türkischer Kontrolle einerseits ein Machtquell, andererseits seine Achillesferse. Sowohl Russland als auch US-Amerika brauchen sie bei einer Eskalation in der Ukraine. Und da der Westen es genau darauf anlegt tickt die Bombe bereits.

      Lässt er die NATO nicht ins Schwarze Meer, werden die Amerikanervon Bulgarien und dem Mittelmeer aus versuchen die Meerengen einzunehmen. Dafür schaffen sie seit Jahren von D aus Material auf dem Landweg nach Bulgarien. Die Amerikaner haben da den Vorteil, dass die an die Türkei angrenzenden Länder selbiger historisch nicht gerade wohl gesonnen sind (Osman-Empire). Ein Grund warum die Tyrkei plötzlich „so böse“ ist, dass sie nicht mehr in der NATO sein kann und sogar angegriffen werden muss findet sich sicher schnell. Die Ami’s waren beim erfinden von Kriegsgründen noch nie sehr zimperlich. So würden die griechischen und bulgarischen Soldaten ihnen helfen, selbst wenn das Ergebnis strategisch Russland schwächen würde, gegen dass sie selbst nicht kämpfen würden. Weder Bulgarien, noch Griechenland.

      Lässt die Türkei dagegen keine russischen Schiffe ins Mittelmeer und/oder verhindert sogar die Versorgung des russischen Stützpunktes in Syrien wie es die NATO-Strategen gerne sähen, wäre Russland genötigt sich den Zugang zum Mittelmeer freizukämpfen, wass die NATO auch zum militärischen Eingreifen zwingen würde um genau DAS zu verhindern. Dass russische Flotten die NATO-Südflanke (und sogar Israel) und den Suezkanal bedrohen (Tanker mit saudischem Öl an Bord für England und Europa, müssten dann um Afrika herum schippern…! Viele tausende Seemeilen, auf denen sie angreifbar sind.) Selbst wenn Griechen und/oder Bulgaren sich weigern gegen Russland dort zu kämpfen hätte Russland 2 Feinde zu bekämpfen. Ebenso wie die USA. Denn die Türken wissen natürlich, dass die USA dort nicht landen um dann wieder abzuziehen…, während die Russen ihr Wort immer gehalten haben. Die Türkei hat in beiden Fällen also immer 2 Gegner, weil auch die Russen eine Besetzung der Meer engen auf keinen Fall zulassen würden.

      Folglich denke ich, dass sich Erdoan eher auf die russische Seite stellen wird. Russische Truppen würden für ein Stillhalten Griechenlands UND mindestens noch Bulgariens sorgen und später …, nach dem Big-Shit, wieder abziehen. Es ist also für ihn die beste Option mit der größten Chance auf eine intakte Türkei nach dem Big-Shit. Aber so oder so hat er nur die Wahl des geringeren Übels.
      Überlebt die Türkei, das kommende Spektakel, wird sie u.U. gestärkt daraus hervor gehen. Aber dafür muss er sorgsam abwägen. Ich denke, er wird bis zur letztmöglichen Minute warten.
      Grüße aus Transilvanien nach Transilvanien 😉

      https://t.me/HandtaRico

      1. ….und was ist mit Möglichkeit „C“…?

        …die Region um den Bosporus ist seismisch sehr aktiv und ein schweres Beben größer 7,5 längst überfällig… – wie die Geographie nach diesem seit langem erwarteten Beben aussieht kann man mitnichten voraussehen…

        …sa trăiască vârcolac! – so wie wir hier in den Karpaten Transsilvaniens sagen….. 🤣😋😎

        1. Ob Beben oder nicht. Istambul wird wohl (ob es will oder nicht) eine Menge unerwünschte christliche besucher haben. So oder so.
          Die russischen wären für Erogans Türkei mit Sicherheit das geringere Übel.

          und was RO betrifft: Ich glaube die Armee weiß genau wie ihre Chancen gegen einen wütenden Russischen Feind stehen. Bei gleichzeitigen russland-freundlichen Nachbarn (Hungary, Serbia, Bulgaria). Egal wie oder was die Politik so denkt und „lenkt“…..

  2. Putin über Erdogan: „Ja, er ist ein starker Staatsführer, der sich in erster Linie, oder vielleicht ausschließlich, von den Interessen der Türkei, des türkischen Volkes und der türkischen Wirtschaft leiten lässt.“

    Das ist ein interessantes Zitat und insbesondere deswegen ungewöhnlich, dass es dem Kontext nach zu schließen als Kompliment gemeint war.

    Bei uns ist es üblich, die Verfolgung eigener Interessen als böse wahrzunehmen. Schönes Beispiel sind die Parolen, mit denen Donald Trump hausieren gegangen ist: „America first“ und „Make America great again“. Nicht dass ich glauben würde, dieser verlogene Patrioten-Blender habe das tatsächlich umgesetzt oder auch nur geplant, aber darum geht es gar nicht, sondern nur um die Aussage, die bei allen „angesagten“ Kräften Schnappatmung hervorgerufen haben.

    Ich tendiere sehr zu der Ansicht, dass die Welt ein sehr viel angenehmerer Ort wäre, wenn alle Regierungen radikal egoistisch im Interesse des eigenen Volkes und der eigenen Wirtschaft handeln und sich einen feuchten Dreck um andere scheren würden. Deshalb halte ich Nationalismus nicht für eine schlechte Sache – ganz im Gegenteil. Und unter anderem auch deshalb halte ich die ukrainische Regierung auch nicht für nationalistisch. Sie übt sich lediglich in noch üblerer Patrioten-Blenderei als Trump, indem sie den national denkenden Teil der Bevölkerung dazu manipuliert, Nazi zu spielen, sich bevorzugt von der russischen Armee umbringen zu lassen und damit wegzuschaffen.

    Wenn die BRD nationalistisch wäre, dann wäre ihr daran gelegen, billiges Gas zu bekommen und den großen russischen Markt für deutsche Waren offenzuhalten. Das hieße, keine Sanktionen gegen Russland und auch keine Waffenlieferungen für die Ukraine, damit der wichtige Lieferant/Kunde nicht verprellt wird. Ganz egoistisch!

    Aber die Bundesregierung ist nicht egoistisch. Nationaler Egoismus wird maximal verteufelt, eigene Interessen müssen immer zurückstehen, es geht stets nur darum, man müsse irgendwelchen „armen Menschen helfen“ oder irgendwelche hochgestochenen Hirnfürze durchsetzen („Freiheit und Demokratie“ oder gleich die Rettung des Planeten vor dem Verbrennen). Natürlich geht es nicht wirklich um diesen Quatsch, sondern um ganz andere Interessen, aber nie um egoistisch nationale Interessen.

      1. Ja, klar – die beteiligten Personen sind schon Egoisten.

        Mir wurde übrigens in der Schule erklärt, dass das in einer Demokratie gar nicht schlimm ist, sondern dass man sogar den natürlichen Egoismus zum Wohle aller ausnützt. Ungefähr so: Die Politiker sind Egoisten und möchten an der Macht bleiben und die hübschen monatlichen Bezüge behalten. Deshalb werden sie automatisch dem Volk in den Arsch kriechen, damit sie wieder gewählt werden und alles ist wunderbar.

        Tolle Theorie, die ich damals auch geglaubt habe. Nur mit steigendem Lebensalter lässt sich beobachten, dass sie in der Praxis nicht funktioniert. Die Politiker müssen nämlich nicht dem Volk in den Arsch kriechen, damit sie an der Macht bleiben. Sie müssen den Medien und ihren Hintermännern in den Arsch kriechen, denn die können das Volk beeinflussen und die Politiker erpressen. Ich denke, keiner kommt in eine gehobene Position, der nicht irgendeine Leiche im Keller hat. Bei Scholz ist es offensichtlich die Cum-ex-Geschichte. Jeder weiß es, aber es stört nicht. Sobald der aber etwas machen würde, was den globalen Eliten so passt (zum Beispiel die verbleibende Nordstream-Leitung öffnen) stünde der Cum-ex-Skandal in 10 Zentimeter großen Buchstaben in der Bildzeitung und er wäre weg.

        1. @nuada: Das mit den Leichen im Keller ist bestimmt richtig. Vermutlich hat jeder Schwachpunkte, an denen man ihn mit Hilfe des medialen shitstorms aufhängen könnte. Es wundert aber, dass ein Politiker nicht wenigstens bis zu diesem Zeitpunkt (wenn er mit 10cm-Lettern auf der BiLD erscheint), voll und ganz Politik im Interesse seines Volkes macht … und dann eben abtritt.

          Es scheint zu der Leiche noch etwas anderes zu kommen: charakterliche Schwäche und Wankelmütigkeit, verbunden mit Machtgier, was ihn veranlasst, von vornherein Politik im Interesse eines andern zu machen. Bis zum geht nicht mehr.

          Dauert ein Weilchen, bis man das durchschaut.

          1. Manche Leichen im Keller sind nichts anderes als im Keller abgelegte alte, inzwischen mottenzerfressene Teppiche.

            Würden die sensationsgeilen Massenkonsumenten der Boulevardmedien nicht so leicht beeinflussbar sein und jedem vorgekauten Skandal gedankenlos aber schadenfroh hinterherhecheln, hätten viele dieser vermeintlichen Leichen keine Wirkung.

            Damit will ich die Dummheit, Verlogenheit, Gier, Skrupellosigkeit etc. der Betroffenen (z.b. Politiker) nicht relativieren.

        2. Ohne die Hinterzimmer kommt man erst gar nicht in relevante Positionen.
          Man hält „Vorträge“ auf „privaten“ Treffen. Wird man akzeptiert, wird man in etwas kompromittierendes Verwickelt. Etwas, das wenn es aufgedeckt wird genügend existenzbedrohend ist. Nicht umsonst gibt es die Kinderpuffs nicht nur in Deutschland.

    1. Das ist ein zentrales Dogma des Nationalsozialismus:
      „Europäischer Gemeinnutz geht vor nationalistischem Eigennutz.“

      Das hat einerseits den Nazis ein „moralisches Argument“ gegeben, die anderen Länder auf Linie des „Neuen Europa“ zu bringen, und andererseits in Deutschland Nachteile und Opfer im Namen „Europas“ legitimiert.

    2. @Nuada

      „…Bei uns ist es üblich, die Verfolgung eigener Interessen als böse wahrzunehmen. Schönes Beispiel sind die Parolen, mit denen Donald Trump hausieren gegangen ist: „America first“ und „Make America great again“. ..“

      Eigene Interessen werden auch im Westen nicht per se „Böse“ gesehen (warum auch?). Es geht im Westen bei Verhandlungen nur darum, eigene Interessen auf Kosten des Verhandlungspartners möglichst zu 100% durchzusetzen. Im Westen gilt das Gegenüber bei solchen Staatlichen Verhandlungen als „Feind“ nicht als „Partner“ (wie bei Putin). Es geht bei Verhandlungen dem Westen nicht darum konstruktive Lösungen für BEIDE Seiten zu finden, sondern den Verhandlungspartner zu besiegen oder zu übervorteilen.

      Verhandlungen gelten als lästiges Hindernis bei der möglichst kompletten Durchsetzung eigener Interessen. Gerade Trumps „America first“ zeigt das deutlichst. Die Anderen haben alle zurückzustehen, US-Interessen sind wichtiger als ALLE anderen.

      Deshalb ist der Westen allgemein und die USA im Besonderen nicht fähig zum Frieden. Alleine schon von der Ideologie her nicht. Die in den USA heftigst angebetete Irrlehre des Sozialdarwinismus ist eine Lehre des ewigen Krieges, bei der der (angeblich) „Beste“ am Ende übrig bleibt.

      Die USA muss im Grunde so lange einen Krieg nach dem Anderen anzetteln, bis die ganze Welt um sie herum eingeebnet und unterworfen ist. Verhandlungen mit einem der an diese sozialdarwinistische Irrlehre glaubt, sind deshalb im Grunde reine Zeitverschwendung, weil derjenige nie vor hat, fair zu spielen, sondern den anderen zu besiegen!

    3. @ Nuada

      bei deiner Betrachtung ist mir das zu offen definiert. Ich will versuchen, dass in einem historischen Kontext zu belegen.

      Würde man versucht sein „nationalistisch“ zu denken, gäbe es mannigfaltig andere Probleme zu lösen. Deutschland lässt sich nicht mit der USA vergleichen, denn die USA sind ja ein Staatenbund, wie es z.B. die Vereinigten Staaten von Europa geben hätte können.
      Deshalb können die USA sich ein „America first“ leisten, die Deutschen (auch aus besatzungstechnischen Gründen) nicht.

      Aber zurück zum Kontext:

      Stellen wir uns also vor unsere Politiker hätten Titaneier irgendwo am Körper und würden also zuerst an unser Land denken, dann wäre vermutlich NS-2 sofort aufgegangen und die Sanktionen wären an z.B. Deutschland gescheitert. Im historischen Kontext wäre das vermutlich einem „Alleingang“ unsererseits ausgelegt worden und dann wäre Deutschland direkt sanktioniert worden. Wir hätten zwar auf Unterstützung aus Russland hoffen dürfen, aber wären doch ähnlich wie Kaliningrad komplett eingekesselt gewesen. In diesem Fall wäre der Interessenskonflikt einfach größer gewesen und unsere Wirtschaft hätte die Produkte, die Sie dann weiterhin billigst hätte produzieren können an kein westliches Land mehr herausgeben können. Das wäre warscheinlich für unsere Wirtschaft der noch größere GAU gewesen. Gesellschaftlich haben wir leider keine Bindugn zu Russland. In unseren Schulen wird russische Geschichte nicht gelehrt oder nur erklärt: Das sind die Bösen! Sprachlich können wir russisch gar nicht wählen und auch sonst ist unser System überall nur am Westen orientiert. Soviel dazu.

      Denkt man noch nationalistischer wäre jedes Land für sich sein eigener Souverän geblieben und wir wären politisch ein Zwerg ohne wirkliche Entscheindungsmacht (die wir eh nicht haben, da wir alles momentan an Brüssel abgegeben haben). ABER: Unser Land wäre wohl nicht in der Lage gewesen, den Arbeitsmarkt aufzufangen, da wir selbst für zu wenig Nachwuchs gesorgt haben. Der Lebensstandard zu teuer und und die Löhne damals schon zu hoch, um niedrige Arbeiten damit sinnvoll bezahlen zu können. Also haben wir das mit Ausländern kompensiert. Zuerst die Italiener, die Griechen und die Polen, später dann Jugoslavier und die Rumänen. Alles nur, weil unser System damals schon nur auf Ausbeutung getrimmt war und nichts verändert werden konnte, quasi „too big too fail“ war. Zum Thema „Osterweiterung“ könnte ich gesondert Abhandlungen schreiben, weil die nicht auf unserem Mist gewachsen war, sondern wir dazu von der USA quasi hineingedrängt wurden. Aber das ist ein anderes Thema.

      Die nationalistische Denkweise hätte uns noch mehr Probleme besorgt, da wir uns in einem permanenten Wettstreit mit einer sich Globalisierenden Welt befunden hätten. Zu wenig Nachwuchs im Arbeitsmarkt wäre schon viel früher auf uns zugekommen. Dann die Bevölkerungsschere, welche ja anzeigte, dass wir die Babyboomer rententechnisch so gar nicht hätten finanzieren können (und es immer noch nicht können –> das Problem wird jetzt weginflationiert).

      ABER DANN:

      Historisch gesehen hätten wir uns als Einzelstaat früh ins Abseits gestellt und wären vermutlich zum Bittsteller von vielen Rohstoffen geworden. Nationalistische Denkweisen führen auch innenpolitisch zu Problemen, da ein Land ja nicht homoge produziert. Zu Zeiten von Götz von Berlichingen zu Beispiel gab es massenhaft interne Fehden und Kleinkriege, die nur zum Ziel hatten, dass Steuern und Rechte neu ausgelegt wurden und die Umverteilung anders stattfand. Wegerechte wurden eingeführt. Es fand der immerwährende diplomatische Krieg zwischen der Vormachtstellung von Kirche und König statt. Ein König wurde sogar mal exkomuniziert, da er sich selbst zum König ausrief (ohne die „Gnade“ der Kirche). Im Endeffekt birgt der reinie Nationalismus die Gefahr, dass man sich mehr selbst behindert, als dass man durch die Selbstbetrachtung zu sinnvollen Ergebnissen kommt.
      Ich bin aus diesem Grund immer noch ein Anhänger von Wandel durch Handel. Soll jedes Land selbst entscheiden können wie und mit wem Handel getrieben wird. Sanktionen sind das beschissenste Mittel, um einen Gegner bloßzustellen. Geht er kaputt, haben wir mit den Folgen eines „dead state“ zu kämpfen. Unruhen, Terrorismus, Zersplitterung der Staaten, vielleicht sogar Ultras, die schmutzige Bomben herstellen können, nur weil diese einen Welthass haben. Ein funktionierender Staat ist immer das beste Mittel der Wahl.
      Eine Demokratie konnte man noch nie erzwingen, da diese Erkenntnis vom Volk selbst ausgehen muss. Aus diesem Grund erkenne ich alle Staaten bedingungslos an. Man muss ja nicht dorthinreisen, oder Handel mit solchen Staaten treiben, aber man muss diese Staaten respektieren und vor allem den Volkeswillen respektieren. In Russland habe ich nun keine Umsturzideologien herumgeistern sehen. Es gibt zwar Leute, die mit dem Vorgehen Russlands nicht einverstanden sind, aber im Großen und Ganzen steht das Volk hinter der Partei und dem Staatschef Wladimir Putin.
      In der Ukraine hingegen konnte man das so nie definieren, was das Land eben auch so unberechenbar macht. Die Gefahr geht also nicht von einem relativ stabilen Russland aus, sonder von instabilen politischen Lagern und Extremisten, wie diese in der Ukraine zu finden sind. Zusätlich gibt es da eine Menge Atomkraftwerke und den Wunsch der Regierung, dass westliche Staaten dort atomare Sprengköpfe stationieren. Eine Horrorvorstellung für jeden Anrheinerstaat der Ukraine. Von daher verstehe ich Russlands Haltung nur sehr gut. Die Spezialoperation sollte dafür sorgen, dass die Ukraine von diesen extremen Gruppierungen „befreit“ wird und danach ein neutraler Staat zurückbleibt, der eben als Puffer zu den unterschiedlichen Systemen fungieren soll. Die Ukraine als Atommacht wird es so nicht geben. Vorher wird Russland dafür sorgen, dass die Ukraine als Staat so nicht mehr funktionieren können wird. Der Westen hat es dann zu verantworten, denn jetzt schon lehnen wir uns nicht nur aus dem Fenster mit den Waffenlieferungen, wir schmeißen auch gleich noch unsere Neutralität hinterher mit unseren zahlreichen Ausbildungscamps (selbst Australien mischt sich ein) und die Aufklärung durch den BND und den CIA nicht zu vergessen. Mit so einer Kampagne wundert es mich, warum die Ukrainer die Russen nicht schon längst in Ihre Schranken verwiesen haben. Selbst ausländische Söldner und hochrangige Militär aus dem Ausland wird dort vorgefunden. Ein Proxywar in bester Manier eben..

      Wenn man sich diese gesamte Situation ansieht, dann könnte der Krieg länger dauern, als vermutet. Dann heisst es wirtschaftlich: Wer kann länger den Atem anhalten! Wie lange kann das Deutschland mit den nun sehr hohen Produktionskosten? Versteht Ihr, was ich meine? Vollkommen egal, ob international, oder nationales Interesse. Wir in Deutschland sind am Arsch und damit unser Sozialsystem (nur für den Fall, dass die Ratte, die von den zahlreichen Steuern für lau leben denken, nach dem Krieg würde es so weitergehen)! Die Internationale Ausrichtung hat zur kompletten Abhänigkeit Deutschlands an die USA geführt und dies mit dem offenen Interessenskonflikt über 55% des Gases aus einem Land zu aquirieren, welches von unserem Zuhälter (der USA) als Todfeind betrachtet wird. Derjenige, der das zu verantworten hat, hat im Endeffekt auch die heutige Lage zu verantworten. Da beisst die Maus keinen Faden ab! Dass das nicht „erwünscht“ war, das muss wohl jedem Transatlantiker klar gewesen sein. Spätestens bei Bidens Aussage zu einer eventuellen Inanspruchnahme der NS-2 Pipeline.
      Dazu kommt, dass durch unseren Wirtschaftvorteil es sehr viele europäische Neider gab, die uns diese Pipline (sowohl NS-1 als auch NS-2) neideten… allen voran Polen. Nun hat sich das Blatt gedreht!
      Alles in allem braucht sich Deutschland keine Illusionen machen, wo es heute steht und wie es mit uns weitergeht. Unser Wohlstand ist nur noch auf dem Papier vorhanden. Jetzt fängt an, was anfangen muss.

      Es wird eine interne Kannibalisierung auf höchster Ebene geben. Man riecht schon die Vorzeichen und es läuft historisch auch hier immer nach dem gleichen Muster ab:

      1. Schulden machen, um vom Originalproblem abzulenken (Gasmangellage) –> Opium für´s Volk!

      2. Das Volk belügen, wo es geht: “ Wir schaffen das…“ –> Womit denn? Rohstoffe fehlen, ohne diese lässt sich ein Green Deal gar nicht mehr umsetzen.

      3. Abwandern ganzer Industriezweige in günstigere Produktionsländer.

      4. Kannibalisierung des eigenen Wohlstands (wo ist noch ein Reicher, der für unser Allgemeinwohl herhalten muss).

      5. Im Endkampf des Systems: Marodierende Halbstarke und unzufriedene Bürger machen Ihrer Wut Luft, indem diese in den Städten sich Kämpfe mit der Polizei und dem dann auch aktivierbaren Militär liefern.

      Der Punkt Nr. 5 wird so lange andauern, wie der Staat in der Lage sein wird, die Sicherheitskräfte zu bezahlen. Danach wird die Politik gestürzt.
      Armut wird grasieren und es wird nirgends etwas zu essen geben. In etwar wie 1918. Alles pleite, alles kaputt! Es wird danach vermutlich eine extreme Regierung geben, die auch nicht nachhaltig ist, aber Ausdruck der Wut der Bürger sein wird. Erst nach Jahren und Jahrzehnten wird dann wieder eine halbwegs gelebte Normalität wieder zutagetreten und man wird aufwachen und sich fragen, wie man soetwas zulassen konnte. Hoffentlich macht man sich dann nicht mehr von irgendwelchen Staaten abhängig. Nicht von Russland und auch nicht von den USA.

      Es bleibt die Hoffnung, dass die wichtigsten Lenker erkennen, dass dieser Systemsturz so nicht funktioniert (zumindest nicht langfristig) und China schadet es dabei am allerwenigsten…

      1. @wodkaontherocks: Sie vergessen eines. Ein Staat kann national sein und doch in Wirtschaftsorganisationen verschiedener Staaten involviert sein. Das ist etwas anderes als die EU. Wirtschaftsorganisationen, wo zum gegenseitigen Nutzen gehandelt und diskutiert wird mit Endergebnis, braucht keine abhängige Staaten. Die EU wird doch nur noch zusammengehalten, weil wir die europäischen Länder, die dort drinnen sind, mal schlicht gesagt, bezahlen. Wenn unser Geld alle ist, nur mal angenommen, dann ist auch die EU am Ende. Die EU gängelt Staaten und ich gebe diesem Verein geschichtlich gesehen, nicht mehr viel Zeit. Anders dagegen die vielen Wirtschaftsvereinigungen rund um BRICS. Die funktionieren so, wie es Putin mit Erdogan beschrieben hat. Das Schlimme an der westlichen Welt ist, die arrogante Rolle der USA, die jeden abstrafen, der nicht zu 100% das macht und denkt, was sie wollen, obwohl Sanktionen noch nie ihr Ziel erreicht haben. Im Gegenteil. Der Iran, man kann über ihn denken wie man will, hat jetzt eine Alternative, bei der er seine Wirtschaft entwickeln kann. Diese Alternative kam so mächtig ans Licht, durch die Sanktionen gegen Russland. Nun haben sehr viele Länder erkannt, dass sie eine Alternative zum Westen haben. Selbst die Saudis haben sich dem Neuen zugewandt. Ein Staat – und das sollte wieder mehr beachtet werden – hat keine Freunde, sondern Interessen. Europa wurde dieser Gedanke ab der EU total ausgetrieben. Marktwirtschaft und eine alles umfassende Politik, die jedes kleinste Fitzelchen den Ländern vorschreibt, passen nicht zusammen. Gerade die EU war stark, weil die einzelnen Länder zwar in der EWG verbunden waren, aber trotzdem Konkurrenten waren. Die EU ist schwach, weil sie der Ideologie frönt und die Marktwirtschaft durch Planung in Teilen schon ersetzt hat und noch ersetzt. Deshalb ist die EU ein Auslaufmodell. Ein starkes Europa, wo sich die Länder zuerst sehen, ist auch ein Konkurrent der USA. Das will die USA verhindern. Deshalb gibt es die Vorstellungen des Great Reset und der NWO unter Führung nicht mal der USA, sondern der Milliardäre, die dann jemanden ausgucken, der ihren Willen befolgen muss.

    4. So isses:
      Die führenden Kretins der DE-Regierung wollen doch nichts lieber, als „eine führende Diener-Rolle“ für die Amis zu spielen – eine Art Butler-Rolle, stellen sie sich wohl vor, in der man andere Völker im Auftrag und zum Nutzen der US-Eliten herumkommandieren und „sanktionieren“ kann. Wenn dann was schief geht kriegt man allerdings höchstselber auf die exzellente Fresse, denn Dienstboten sind austauschbar und die Gunst der Herrschaft ist launisch.

  3. Der Westen braucht aus wirtschaftlichen Gründen eine Konfrontation. Die USA brauchen Krieg, um Europa auszurauben, und Europa braucht Krieg, um die Wirtschaft wiederzubeleben. Und Steinmeiers Plan, die Ukraine wiederherzustellen, ist der europäische Marshall-Plan. Die Ukraine bis zur Basis zu zerstören, um sie dann wieder herzustellen. Die Flüsse des Geldes werden in die europäische Wirtschaft fließen, und jeder wird glücklich und zufrieden sein, außer den Ukrainern, die als Kondom verwendet wurden. Ja, es ist zynisch und unmenschlich, aber praktisch und sehr profitabel.

    1. Mich würde interessieren, was Putin zu solchen Themen wie WEF und Great Reset sagt? „You will own nothing…“ – hin und wieder lese ich in Webforen Behauptungen, Xi und Putin würden beim Großen Transformieren von WEF mitmachen – sollte es stimmen, macht uns simplen Leuten keinen Unterschied, ob uns unipolar oder multipolar der Letzte Cent aus der Tasche gezogen wird. Anders würde es aussehen, wären wir sicher, nur der Osten um BRICS und SCO bietet uns einfachen Leuten Wohlstand – möglichst mit Zuwächsen. Die Woken kommen hingegen mit Verzicht-Religionen, Einschränkungen – wenn die könnten, würden die Fleisch und Urlaubsflüge verbieten.

      Etwa Polen ist aktuell das einzige EU-Land, welches die CO2-Tribute bekämpft – wenn der Osten Sicherheit bieten würde, keine Greenflation zum Füttern der Green-Tech-Oligarchen anzutreiben…

      1. „hin und wieder lese ich in Webforen Behauptungen, Xi und Putin würden beim Großen Transformieren von WEF mitmachen“

        Das ist ein Thema, das sehr leicht dazu führen kann, dass die Emotionen hochkochen. Bei mir nicht, aber diejenigen, die das NICHT glauben, können ziemlich aggressiv werden. Ich verstehe das auf gewisse Art, denn wenn das zutrifft, wird eine große Hoffnung zerschlagen. Deshalb muss man vorsichtig sein.

        Wer wirklich ergebnisoffen drangeht, sollte sich vielleicht zunächst einmal klarmachen, was der Great Reset überhaupt ist und von wem er ausgeht. Es ist nicht Klaus Schwab und nicht das WEF. Die stehen nur zur Zeit im Vordergrund. Vor gar nicht allzu langer Zeit standen noch die Bilderberger im Vordergrund. Aber beides sind – wie viele andere NGOs – nur Werkzeuge. Die Drahtzieher zeigen sich nicht selber.

        Bei Russland war ich sehr lange Zeit unsicher, ob es auch dazugehört. Bei China war es viel einfacher. China ist nicht nur Teil des Great-Reset-Programms, es ist sozusagen das Musterland dieser Transformation und schon wesentlich weiter damit fortgeschritten als die europäischen Länder, die vermutlich das größte Hindernis darstellen und deswegen auch so massiv beackert werden. Ein Krieg zwischen Russen und anderen Europäern schwächt beide Seiten, während es das Great-Reset-Musterland China stärkt und ihm auch noch die Rohstoffreserven Russlands billig in den Schoß fallen lässt.

        Die Hoffnung auf Russland kann ich nachvollziehen, auch wenn ich sie leider nicht mehr teilen kann, die Hoffnung auf China nicht.

        Übrigens gibt es dort auch ein WEF-Büro, das von einem Sohn Klaus Schwabs geleitet wird, der mit einer Chinesin verheiratet ist. Klaus Schwab lobt China auch regelmäßig über den grünen Klee.

        1. Richtig.

          Und über ein weltweites neues digitales Finanzsystem, das die seit 1997 von der UN erarbeiteten Standards als neue Art der Bewertung für Unternehmen und Länder einsetzt, wird sich das auch scher umgehen lassen für Russland.

          Dabei gibt es in Russland sicher unterschiedliche Grade an Begeisterung. Der Moskauer Bürgermeister oder Russlands Impfpapst Gintsberg sind beim Reset mit fliegenden Fahnen dabei.

        2. Dass es eigentlich aus den USA kommt, habe ich ebenso gelesen – wie kann sich dann China einem System mit US-Steuerung unterordnen wollen? Zum Land höre und lese ich oft (etwa vom Kenner Frank Sieren), dass die Chinesen brav die Klappe halten, solange der Wohlstand wächst – bei uns wird es bei Verarmung erwartet. Wenn ich eh die Klappe halten soll, dann natürlich lieber mit Wohlstand als mit Armut.
          Früher gab es im Westen genauso Wohlstand wie Freiheit, das ging leider verloren – dann können wir nur noch vom kleineren der Übel träumen.

          Etwa Dekarbonisierung nahm China nie ernst – die wollten nur, dass Europa damit Industrie vertreibt, die in China ansiedeln könnte. Die bauen 100te Kohlekraftwerke und über 200 Grossflughäfen – wohl damit eigene Bürger mehr fliegen können.

          1. Ergänzung dazu – vor Corona las ich einen Artikel, laut dem Russland die Anzahl der Auslandstouristen verdoppeln wollte – die müssten wohl mit den von den Woken gehassten Flugzeugen kommen.

            Das Reisen ist mir wichtig, da ich es im Ostblock nicht konnte – lange habe ich im Westen nur Reisen mit Bus und Bahn gemacht, maximal nach Paris oder London. Erst 2005 waren meine Frau und ich in Rom (per Flugzeug), da war ich 40 – seitdem haben wir einiges gesehen, doch so viele Flugmeilen wie Luisa N. werde ich nie schaffen. Man kann sich meinen Schock vorstellen, als ab 2019 die Welle der Flughasserei kam, Fridays & Co – als ich noch RT lesen konnte, fand ich dort einen Artikel, der die Klima-Jünger als dekadente Narzissten bezeichnete.
            Laut Prognosen soll sich der weltweite Flugverkehr bis 2030 verglichen mit dem Niveau vor Corona verdoppeln – vom Verzicht reden nur westliche Hüpfende:innen und Klebende:innen.

        3. @Nuada

          „…Das ist ein Thema, das sehr leicht dazu führen kann, dass die Emotionen hochkochen. Bei mir nicht, aber diejenigen, die das NICHT glauben, können ziemlich aggressiv werden….“

          Aggressiv ist das falsche Wort. Es ist einfach unlogisch, das China und Russland sich nach dem „Great Reset“ einem US-Amerikanisch-westlich dominierten Finanzsystem unterwerfen werden, nachdem sie jetzt ihr eigenes BRICS schaffen. Wozu führen sie dann jetzt überhaupt Krieg? (Wenn die Chinesen doch mit allem einverstanden sind!)

          Digitales Zentralbankgeld wird sich meiner Meinung nach generell nie durchsetzen, da es zu tief in die Privatsphäre eingreift (Chinesen stört das vielleicht weniger – aber Russen!). Es ist quasi tatsächlich eine komplette Enteignung. Der Staat kann mir z.B. verbieten bestimmte Dinge zu kaufen, indem das Geld z.B. so programmiert wird, das es als Zahlungsmittel bei bestimmten Dingen nicht angenommen wird. Es kann auch so programmiert werden, das speziell mein Geld überhaupt nicht mehr anerkannt wird, wenn ich z.B. bestraft werden soll. Mit einem Mausclick eine Existenz zu vernichten ist dann überhaupt kein Problem. Das sind Spinnereien.

          Wahrscheinlich werden wir dann zur Tauschwirtschaft zurückkehren, denn sie ist das einzige, was persönliche Freiheit garantiert (neben Bargeld, das abgeschafft werden soll). Wird auch deshalb nicht umsetzen kann, weil man dann überall in feste Werte geht, die eben wieder nicht digital kontrollierbar sind (ich kann eine Immobilie oder eine Hochsee-Yacht nicht „umprogrammieren“, das sie keiner mit mir tauschen kann 😀 )

          1. Bankgeld ist immer digital, im Sinne von Ziffern. Diese Ziffern standen früher in Kontobüchern, heute in Computern. Physisches Bargeld haben Banken eigentlich nur für den Verkehr mit der Außenwelt, also für den Bedarf ihrer Kunden außerhalb der Bank.

            Zentralbankgeld wird unvermeidlich digital bleiben. Die in Vorbereitung befindliche „SOZ-Währung“ soll eine Digitalwährung sein, deren Wert durch einen „Korb“ nationaler Währungen und Commodities (börsengehandelter Waren) technisch-neutral bestimmt wird.

            Die Einheit aus Umlaufwährung eines Landes und Weltwährung wie beim $ hat den Nachteil, daß beim Wechsel der US-Währungspolitik die ganze Welt in Unordnung geraten kann. Vom sonstigen Mißbrauch gar nicht zu reden. Deshalb die Trennung und der neutrale Währungskurs.

            Daneben das Umlaufgeld: Früher wußte die Bank, wer etwas Großes wie ein Auto kauft. Mit den immer mehr Überweisungen wußte sie, daß man Rechnungen bei einem Buchhändler bezahlt, eine niedrige Stromrechnug hat, etc. Seit überall mit Karte bezahlt wird, weiß jeder, der ins System kommt, alles.

            Hier wird das meist als bequem, nicht als Problem gesehen. In der VR China schon. Dort versucht man Wege zu finden, um völlig anonymisierte „Wallets“ einzuführen, so daß die alltäglichen Zahlungen im System nicht mehr nachvollzogen werden können.

            Wichtig ist daneben, daß die nationalen Währungen nötigenfalls abgewertet werden können, etc., ohne eigene Währung ist Souveränität nicht möglich. Ob die mit Bargeld oder sonstewas funktionieren, kann jedes Land regeln, wie es will.

            Wer mit dem „SOZ-Geld“ aber eine Ladung Autos aus Indien, Computerteile aus Kenia oder einen Tanker Diesel aus Rußland bezahlt, tut das mit dem „SOZ-Geld“ digital, wie davor auch.

            1. Klasse machen Sie das.

              Die Bereiche, auf die es ankommt, einfach weggelassen.

              In dem Fall lass‘ ich Ihnen Ihre Beute. Wer klug werden will, findet Wege. Wer nicht, nleibt zurecht einfältig. Das ist doch auch in Ihrem Sinne? 😛

                1. So ist das wenn auf eine Bugwelle von Behauptungen eine saubere Erklärung kommt, die auch noch logisch nachvollziehbar ist – angeblich weiß Derjenige als Einziger worauf es ankommt – aber da er top secret arbeitet kann er es nicht benennen – sonst wäre er ja nicht der Einzige, der ALLES durchschaut hat!😎

                2. an John Magufuli:

                  Und ich hätte noch immer gerne eine Antwort auf meine Frage vom 31.10.2022 um 03:11.

                  “ Nun lese ich, dass sich Steinmeier an „mein Milieu“ richtet.
                  Wie darf ich das verstehen? “

                  Anders formuliert: In welchem Milieu verortest du mich, John Magufuli?

                  🌺

        4. Ein Glück, dass nur andere „GLAUBEN“.. aber man selber WEIß ????? eigentlich gar nichts, redet aber drüber als wäre man selber schon Der ERINZIG ALLWISSENDE über die Hintermänner…..

          Und nur weil China die Zeit nicht verpennt hat wie das angeblich so high tec DE – dass eher in der Steinzeit lebt – muss China natürlich der eigentliche Drahtzieher sein??ß

          Nehmt einfach weniger Drogen von der Art „Profilneurose“ & spinnt euch nicht so einen dicken Kopp!

        1. Der Finanz-Reset ist ein UN-Projekt.

          Es geht um eine neue Weltwährung, die dann nach den von den UN-Konzernen und China seit 1997 konzipierten ESG-Kriterien gewichtet wird. Die ESG-Kriterien belohnen/bestrafen die Einhaltung der Agenda 21. Die ist wiederum das Produktfolio der Konzerne .. wenn sich also z.B. viele impfen lassen, nützt das der Bewertung des Landes.

          Davon unabhängig ist die programmierbare Währung für die, die im Zuständigkeitsbereich des Besitzers (auch Land genannt) leben. Die soll es nur noch digital geben wegen der Kontrolle, sie ist nicht anonym, ihre Gültigkeit räumlich, zeitlich und produktspezifisch einschränkbar. China führt bereits ein.

          Je nach Land werden sich Menschen nicht so leicht damit abfinden wie in China. Dafür braucht man dann den GREAT Reset, sprich: wenn Sie nichts zu essen haben, werden Sie um Ihre Versklavung per Digital-Sklavenwährung BETTELN.

          Nur darin besteht der Unterschied: in China ist mehr Vaseline ..

            1. 1.
              Niemand braucht die von Schwab+UN oktroyierte Agenda. Jedes Land ist in der Lage und gefordert, über den Umgang mit Mensch und Natur selbst zu entscheiden.

              2.
              Die europäischen Länder brauchen keinen neuen Zuhälter, sondern FREIHEIT.

    2. an Brother Fox:

      Es ist pervers.
      Wir haben über die Jahrhunderte Systeme ersonnen, installiert und zugelassen, welche ab und zu, aber immer wieder, Kriege mit vielen Opfern und Zerstörung bedingen, damit es wieder aufwärts geht?

      🌺

      1. Eure Gesellschaft ist kapitalistisch und Kapitalismus ist Krieg. Das sozioökonomische Modell selbst ist so konzipiert, dass es nur durch Kriege und Raubüberfälle bestehen kann. Und das lässt sich nicht ändern.

      2. Das kommt darauf an, wen Sie mit „wir“ meinen. Nach Beendigung der Kolonialkriege in Westeuropa und mit dem Sozialismus in Osteuropa sah es so aus, als könnte Europa friedlich werden. Wäre dann noch der Neokolonialismus überwunden worden, hätten die europäischen Länder normale Beziehungen mit der Außenwelt haben können.

        Dann kam aber 1985 die „Vorbereitung des europäischen Binnenmarktes“, später EU genannt. Hitlers Agenda vom „Einigen Europa“ in neu. Ich habe das weder „ersonnen, installiert“ noch „zugelassen“, sondern war von Anfang an dagegen.

        1. an John Magufuli:

          Mit „wir“ ist vor allem der sogenannte „Werte-Westen“ gemeint. Dass du oder ich den Kapitalismus weder ersonnen noch installiert haben, ist schon klar. Das ist zu lange her.

          Wenn du dich in deinem alltäglichen Dasein dem Kapitalismus entziehen kannst, also ihn nicht zulässt, wüsste ich gerne, wie du das bewerkstelligst. Mir gelingt das nämlich nicht. Sicher würden sich auch andere Menschen dafür interessieren, wie das zu schaffen ist. Also lass mich und andere Menschen an deinem Wissen teilhaben und erleuchte mich / andere Menschen. Danke.

          🌺

          1. In der Sprache haben die Worte schon bestimmte Bedeutungen. Ob „wir“ „Systeme ersonnen, installiert und zugelassen“ haben oder ob wir mehr oder weniger unfreiwillig an ihnen teilnehmen und dadurch eine Mitverantwortung haben sind sehr unterschiedliche Dinge. Falls etwas in der Art bezüglich „[im] alltäglichen Dasein dem Kapitalismus entziehen“ gemeint sein sollte.

            Ihre Idee des „Entziehens“ ist nicht nur ein unmöglicher, sondern auch ein äußerst naiver Ansatz. Die Frage des Kapitalismus ist schon etwas komplizierter, als daß man sie so einfach auf eine „alles oder nichts-Frage“ reduzieren könnte.

            Also was Sie schreiben: Beim drüberlesen klingt es einfach und plausibel. Bei genauerer Betrachtung löst sich der Sinn in Nichts auf.

            1. an John Magufuli:

              Meine Kommentare sind neuerdings immer naiv oder emotional oder hysterisch oder ohne Sinn. Oder eine Kombination davon.

              Kommt halt ganz auf den Leser meiner Texte an, ob und wie er sich angesprochen fühlt und ob und wie er darauf zu reagieren vermag.

              So what?

              🌺

              1. Wer hat Ihre Texte denn „emotional oder hysterisch“ genannt? Ich jedenfalls nicht.

                Einen Teil Ihrer Texte verstehe ich, ein anderer Teil war mir immer schon unverständlich. Da kann man die Worte nicht nehmen, wie sie sind, sondern muß versuchen, irgendetwas „Gemeintes“ zu verstehen. Und dazu erkennen Sie in meinen Texten „Gemeintes“, das ich weder geschrieben noch gemeint habe.

                Die Deutschen verstehen einander nicht mehr, trotz scheinbar gleicher Sprache. Sprache und Denkweisen der gehobenen Mittelschicht waren immer schon etwas speziell, sind aber inzwischen derart fremd, daß es nichts Verbindendes mehr gibt.

                Ein schwerer Fall ist übrigens Steinmeier, der sich an Ihr und keineswegs an mein Milieu richtet. Nicht zu verstehen, nicht zu übersetzen.

                1. an John Magufuli:

                  Die Adjektive „emotional“ und „hysterisch“ kamen von anderer Seite.
                  Zielen aber in eine ähnliche Richtung wie „naiv“ und „ohne Sinn“.

                  Nun lese ich, dass sich Steinmeier an „mein Milieu“ richtet.
                  Wie darf ich das verstehen?

                  🌺

  4. Ein gläubiger Muslim wird sich an eine Vereinbarung, die er aus freien Stücken verhandelt und vereinbart hat, stets halten, so lange sein Vertragspartner das auch tut. Aber wehe wenn nicht.

    Das ist der Unterschied zu den westlichen Politikern (und manch anderen Funktionsträgern): sie werden sich mit Sicherheit niemals daran halten. Das ist die einzige Sicherheit, die der Westen bietet: er wird die Hand, die man ihm ihm reicht, abbeissen und sich noch über die Dummheit dessen lustig machen, der die ihm gereicht hat. Der damit verbundene Glaube ist der an das eigene Übermenschentum, jenseits jeglicher Vorstellung von Moral, wenn es nur nützt oder verwirrt.

    Der Nutzen war die neoliberale Doktrin, heute aber geht es darum, die Welt an völlig unberechenbare Handlungen ohne Zweck zu gewöhnen.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Leopold_und_Loeb

  5. „…Das ist der Unterschied: Putin setzt bis zuletzt auf Gespräche, Kompromisse und Problemlösungen, der Westen setzt sofort auf Konfrontation….“

    Es ist der Unterschied in der Herangehensweise: Der Westen will in Gesprächen eigentlich keine Kompromisse, sondern seine eigenen Interessen zu 100% auf Kosten des Gegenübers durchsetzen. Putin wollte immer ganz klassisch Gemeinsamkeiten heraus arbeiten. Das ist dem Westen schon aufgrund seiner extrem rassistischen Nazi-Grundeinstellungen gegenüber Russen ganz allgemein nicht möglich (Den „Untermenschen“ ernst nehmen? Unmöglich!).

    Man hat es an Minsk 1+2 gesehen, diese Verhandlungen waren eigentlich zu 100% überflüssig, da die USA als alleiniger Bestimmer der Verhandlungsziele von Anfang an nicht das geringste Interesse an einer Friedenslösung hatten, wobei Boris Johnson – wie üblich – den US-Handlanger gibt und so tut, als hätte dieser Krieg irgend etwas mit britischen Interessen zu tun (Das GB mit der Ukraine irgendwann in der Vergangenheit engere Beziehungen gehabt hätte, wäre mir neu).

    Wenn der Westen scheinbar „verhandeln“ will, will er das nicht für Kompromisse, sondern um Zeit zu gewinnen, um hinten herum vollendete Tatsachen zu schaffen (die Ukrainische Armee wurde während der Minsk-Verhandlungen massiv aufgerüstet und kriegsbereit gemacht). Danach werden evt. abgeschlossene Vereinbarungen einfach gebrochen und das wars. Im Westen verwechselt man offenbar „Verhandeln“ mit „Verarschen“.

    Eigentlich braucht Putin das Telefon gar nicht mehr abzunehmen, wenn Macron oder eine andere US-Handpuppe anruft – reine Zeitverschwendung. Gespräche mit seinen Generälen über zukünftige Strategien die US-Waffen in der Ukraine schneller zu beseitigen sind produktiver.

    1. Hi Atakul,

      Putin will ja auch gar nicht mehr mit den Satellitenstaaten des Westens verhandeln. Das hatte er vor kurzem bei einer Sicherheitskonferenz ja auch gesagt. Er wird ausschliesslich mit den USA reden, aber die nehmen zur Zeit das Telefon nicht ab. Warum wohl…

      Du schreibst:“Es ist der Unterschied in der Herangehensweise: Der Westen will in Gesprächen eigentlich keine Kompromisse, sondern seine eigenen Interessen zu 100% auf Kosten des Gegenübers durchsetzen.“

      Auch da gebe ich dir recht. Leider ist die westl. Denke sehr kurzfristig und wird nie zum Erfolg führen, denn dazu bräuchten Sie nicht nur die Ukraine, sondern nichts weniger als die ganze Welt auf Ihrer Seite und das wird so nicht funktionieren. Das bedeutet, selbst wenn die Ukraine kaputt übergeben werden würde, käme man nach 5-10 Jahren an das gleiche Ergebnis. Die Investitionen wären getätigt. Der Wohlstand vollständig angeglichen. Das Land infratrukturell auf Linie gebracht und jeder Bürger darin im europäischen Sinn gläsern und von den Behörden abhängig (also ähnlich wie hier in D). Dann bräuchte man neues Blut, aber wohin dann? Es graut mir davor, darauf eine Antwort geben zu wollen. Darum hoffe ich, dass der Westen nun jetzt schon daran scheitert. Das muss auch im Interesse der 2/3 der anderen Weltbevölkerung liegen, denn wir haben hier mitnichten ein Paradies, es ist die Hölle für viele, die Aufstocken müssen und noch mehr, die 2-3 Jobs haben müssen, um über den Monat zu kommen. Ein paar, die es geschafft haben, haben es nur solange geschafft, bis die Rente kommt und der große Rest wird nun durch die Inflation Probleme bekommen. Übrig bleiben die paar Prozent Superreichen, die eh garnichts interessiert und die auch sofort weg sind, sollte Saskia Esken Ihren Wunsch nach mehr Reichenbesteuerung wahrmachen wollen. Die SPD, sollte lieber das Konzept von Scholz weiterverfolgen, nachdem er große internationale Firmen pauschal mit 5% des Weltumsatzes besteuern wollte. Was ist eigentlich aus diesem Vorschlag geworden? IKEA, Mc. Donalds, Meta und viele andere sind hier keine Ausnahme und die reichsten Firmen haben zum Teil ganz komische Namen und sind der Bevölkerung auch gar nicht bekannt…

      Um noch einmal auf das vorangegangene Thema zurückzukommen: Der Westen sollte verstehen, dass die Betrachtung der Geopolitischen-Lage durch die Destabilisierung der Ukraine und die damit einhergehenden Probleme für die EU und damit für die halbe Welt eben nicht die Probleme Amerikas löst, sondern eigentlich nach5 Jahren exponentiell beschleunigt, denn die 3. Weltländer werden exponentiell darunter zu leiden haben. Wenn wir schon unter den gestiegenen Preisen leiden, was denken die, was mit Ländern wie Chile, Argentinien, halb Afrika und dem momentan weniger interessanten Teil Asiens passieren wird? Die werden sich durch die Armut noch mehr radikalisieren und 3. Mal dürfen die USA dann raten, wohin sie Ihren Hass tragen.

      Es werden noch interessante Jahre auf uns zukommen (im negativsten Sinn). Man hat die Box der Pandora geöffnet und nun kann man Sie fast nicht mehr schliessen. Zu viel Egoismus, zu viel Geld wurde ausgegeben, jeder will recht haben, Feinde werden propagandisiert, wo vorher nicht viele waren. Das Schlimmste ist, man denkt, dass würde irgend einem höheren Ziel dienen. NWO, oder so ein Quatsch. Das wird nicht kommen, sonder nur eine Interpretation des Ganzen und viel Armut. Ganz viel Armut!
      Schaut euch unsere Infrastruktur an. Die Jobcenter heulen jetzt schon auf. Massenkündigungen im öffentlichen Dienst stehen an. Kliniken (sogar Kinderkliniken) müssen wichtige Operationen verschieben, weil Oberärzte fehlen, also leitendes Personal… die Pflegesituation lässt sich nur noch bewältigen, weil irgend ein ausländisch sprechendes Personal noch Geld braucht, um es nach Hause zu schicken. Deutsch lernen die da nur, um von den Pflegeberufen dann wegzukommen. Bäckereien und energieintensive Branchen melden zu 10.000den Insolvenz an und die öffnen danach auch nicht mehr. Ketten können zwar vieles auffangen, aber auch hier gilt, wenn D alles kanibalisiert hat und nur noch ein paar große Ketten übrigbleiben. Was erwartet man dann? Liberalismus, multikulturelles Denken, Vielfalt, Demokratie? Nein, es wird die Herrschaft ein paar weniger Ketten (alle too big to fail) installiert und damit existiert unsere Demokratie (die ja jetzt schon manipuliert und ausgenutzt wird bis zum Gehtnichtmehr) nur noch auf dem Papier und das wars dann Freunde. Uns wird nichts mehr gehören und glücklich werden wir auch nicht sein, aber fliehen können wir dann auch nicht mehr, denn wir werden uns selbst das Fliehen nicht mehr leisten können. Wie Ratten im Käfig! Tolle Perspektive… aber es hat ja schon angefangen! 10% Inflation und kein Ende in Sicht. 200 Milliarden, aber nur auf Pump und nicht zum Problemelösen, sondern nur für Opium ans Volk, damit es nicht sofort ausrastet, sondern den Zustand weiterhin erträgt und die Massen werden es ertragen. Zu wichtig sind diese Zahlungen, zu fest die Abhängigkeiten zu verzahnt die Politik mit manchen Industrieen. Das ist meines Erachtens nur noch durch einen massiven Volksauftstand abzuwenden.

      Danach müsste alles wieder erlaubt sein, was momentan verboten ist (inklusive Rauchen in Kneipen –> bzw. das Verbot müsste im Verantwortungsbereich des Betreibers liegen) und dann müsste gelten „schaffe schaffe Häusle baue“, wie in den 60-gern. Alles geht und es gibt keine Grenzen. Dann haben die Deutschen wieder Lust zu arbeiten und es würde sich vermutlich auch lohnen. Aber erst muss ein Ruck durch diese verwöhnte, vom Staat und dessen Geldern abhängige Gesellschaft gehen. Der Wohlfahrtsstaat gehört abgeschafft und der Hegemon muss wieder der einzelne Bürger werden. Der Staat muss wieder für das Volk da sein und nicht umgekehrt. Der gläserne Bürger muss wieder abgeschottet werden vom institutionalen Geflecht und den behördlichen Überwachungssystemen. Erst dann kann ich mich wieder wohl fühlen in Deutschland und sagen:

      „Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein und fühle ich mich frei!“

      1. Die Woke Kriegspropaganda behauptet in den Gruppen der CDU/CSU, Erdogan hätte gesagt, Russland müsse die Krim abgeben – was ich nicht glaube, doch was würde man hier dazu schreiben?

        https://www.xing.com/communities/posts/erdogan-an-putin-rueckgabe-der-krim-an-rechtmaessige-eigentuemer-der-tuerkische-fuehrer-schliesst-sich-1024958818

        Nicht nur in den Mainstream-Medien läuft westliche Kriegspropaganda – auch etliche Webforen werden damit geflutet. (Streng benommen – da die Krim im 18. Jahrhundert vom Osmanischen Imperium erobert wurde, eher hätte die Türkei Anspruch darauf als die damals noch nicht mal existente Ukraine…)

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