Ukraine-Konflikt

Putin nennt Macron die russischen Bedingungen für eine Einigung in der Ukraine

Der russische Präsident Putin hat in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Macron mitgeteilt, wie eine Einigung in der Ukraine-Frage aussehen könnte.

Der russische Präsident Putin und der französische Präsident Macron haben telefoniert. Putin hat Macron dabei mitgeteilt, wie er sich eine Einigung vorstellt. Damit dürfte auch klar sein, worüber die russische und die ukrainische Delegation bei ihrem ersten Treffen gesprochen haben.

Über das Telefonat haben alle russischen Medien berichtet, ich übersetze hier den Artikel der Nachrichtenagentur RIA.

Beginn der Übersetzung:

Putin nennt Bedingungen für eine Lösung der Situation in der Ukraine

Präsident Putin: Für eine Lösung um die Ukraine braucht es die Anerkennung der Krim und eine Entnazifizierung

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron gesagt, dass eine Einigung um die Ukraine nur möglich sei, wenn die legitimen Sicherheitsinteressen Russlands bedingungslos berücksichtigt werden, so der Pressedienst des Kremls.

„Wladimir Putin betonte, dass eine solche Einigung nur unter bedingungsloser Berücksichtigung der legitimen Sicherheitsinteressen Russlands, einschließlich der Anerkennung der russischen Souveränität über die Krim, der Lösung der Aufgaben zur Entmilitarisierung und Entnazifizierung des ukrainischen Staates und der Gewährleistung seines neutralen Status möglich ist“, hieß es in der Erklärung.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

18 Antworten

  1. Das ist keine Verhandlungsbasis, das Land zubomben und dann maximal Forderungen stellen. Die Gespräche sind von russischer Seite nur Scheingespräche, das Putin-Regime will weiterbomben! Nieder mit Kriegsverbrecher Putin!

    1. Du bist wirklich ein sehr interessanter Charakter.
      Mir stellt sich aber eine Frage bei der ich noch recht unentschieden bin.
      Worauf sind diese Äußerungen Deinerseits zurückzuführen?

      Sie können ja nicht durch zuviel Main Stream Medien enstanden sein, denn Du liest(?) hier ja auch alternative Medien.

      Wenn Du also Informationen so rigoros hinfortwischst und nur Deine Protestbannersprüche hier verteilst…..
      wirst Du dann dafür bezahlt?

      Und wenn ja, wieviel bekommt man denn für so etwas?
      Eventuell hätte ich ja auch Interesse mich als Propagandawichtel zu betätigen.
      Ich könnte das gut ^^

    2. Der Springer lässt grüßen, gut gemacht!
      Und: warum sollten das maximale Forderungen sein? Es sind die vernünftigsten Forderungen der Welt. Wäre die UA damals, gleich nach der Loslösung darauf eingegangen, so besäße sie die Krim noch und wäre ein Land mit ‚blühenden Landschaften‘. Es könnte in vielen Fragen eine vermittelnde Funktion einnehmen. Leider ist den Kiewer Machthabern und ihren giftspritzenden Hintermännern aus USA/EU diese Grundweisheit nicht zuzutrauen.

      1. Ich darf daran erinnern, dass Putin vor dem ganzen Schlamassel den Vorschlag gemacht hat, eine neutrale Ukraine mit Assoziierung an EU und Russland zu bilden. Das hätte Vorteile für alle gebracht und die Ukraine könnte heute ein blühender Staat sein. Das wurde aber durch eine Erpressung der EU verhindert: „Entweder die oder wir“. Die Ukraine hat dummerweise „wir“ gewählt.
        Der wichtigste Punkt dabei aber: Es hätte keine Toten gegeben, weder auf dem Maidan, noch in Odessa, noch im Donbass und schon gar nicht im gegenwärtigen Krieg.

  2. Danke für die Info. Ich habe so fünf Artikel des Mainstream zum Telefonat Putin Macron gelesen. Alles das gleiche mit den selben Formulierungen und was du schreibst kam nicht vor.

  3. Putin befindet sich im Irrtum.
    Gier und Angst können nicht bekämpft werden, sondern nur durch möglichst konstruktive Zusammenarbeit beruhigt werden.
    Und die Entwicklungen zum Guten dauern auch dann länger als ein Menschenleben.

    Diese Intervention bedeutet aufgrund des entstehenden Vertrauensverlustes einen Rückschritt.

  4. Putin muss nur ein NATO-Mitglied finden, dass bereit ist einzulenken.
    Eine Aufnahme der Ukraine in die NATO muss einstimmig erfolgen.
    Aber der unaufhaltsame Vormarsch der NATO ist wohl schon längst beschlossene Sache.

  5. Meine Befürchtung ist: Russland handelt ein Abkommen aus, wo auf dem Papier alle seine Forderungen erfüllt werden sollen. In der Praxis ergeht es dem Abkommen dann wie Minsk II.

    Meine zweite Befürchtung: Formal erlangt Russland den Sieg, es wird auch militärisch in der Ukraine alles kurz und klein geschlagen, aber insbesondere die nationalistischen Kräfte gehen in einen langen, zähen, verlustreichen und teuren Partisanenkrieg, am Köcheln gehalten durch fortwährende Unterstützung durch USA und NATO (Waffen, Ausbilder, Berater, Zugriff auf Satellitenüberwachung etc). Dass das Land dabei endgültig in Dutt geht, interessiert die doch die Bohne. Erinnerungen an das militärische Engagement der Sowjetunion in Afghanistan kommen da in mir auf.

  6. Kurfassung von dem was hier lang beschrieben wird. Putin will die Nato auf Abstand halten. Dazu gehörte auch das Abkommen das die Nato niemals in der Ukraine aufrüstet. Dieses Abkommen wurde von der Nato gebrochen. Putin sichert jetzt sein Land, indem er die Ukraine von den Nato-Anfängen säubert. Deshalb auch gleich am Anfang die Bombardierung der Flughäfen. Denn dort fliegt die Nato ihre Waffen ein ! Bisher wurden zu 90% militärische Objekte angegriffen.
    Leider sind die Russen auch nicht immer so ganz zielsicher, so das es doch mal einige wenige Wohnhäuser getroffen hat. Die natürlich 100fach in den Medien gezeigt werden. Das ist aber keine Absicht, sondern Schlamperei bei der Zieleingabe. Gerade bei den Russen auch mal Alkoholbedingt. Putin hat nichts gegen die Bevölkerung, er will die Nato da raus haben.

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