Kriegspropaganda

Putin über die Desinformationskampagnen des Westens der letzten Jahre: „Das geht auf keine Kuhhaut!“

Das russische Fernsehen hat eine sehenswerte Chronologie der westlichen Desinformationskampagnen zusammengestellt, mit denen in den letzten 20 Jahre Kriege herbeigelogen wurden.

Wer in diesen Tagen die westlichen Medien verfolgt, der hat das Gefühl, wir wären bereits im Krieg mit Russland. Alleine im Spiegel erscheinen derzeit täglich mindestens ein halbes Dutzend Artikel, die man nur noch als „Kriegspropaganda“ bezeichnen kann, denn darin wird gelogen, es werden Tatsachen verdreht, es wird alles weggelassen, was nicht ins gewollte Bild passt und es wird ein russischer Angriff auf die Ukraine regelrecht herbeigeschrieben. Es waren alleine an diesem Wochenende so viele Artikel im Spiegel, dass ich nicht hinterhergekommen bin, auf sie einzugehen. Bei den in jedem einzelnen Artikel zu findenden – wirklich dreisten – Desinformationen ist es mir nicht einmal gelungen, mich für einen herausstechenden Artikel zu entscheiden, um das beispielhaft aufzuzeigen. Offenbar kann man es bei der Spiegel-Redaktion gar nicht mehr erwarten, dass endlich ein Krieg ausbricht.

Das russische Fernsehen hat am Sonntag in einem Beitrag eine Chronologie der Desinformationskampagnen zusammengestellt, die der von den USA geführte Westen in den letzten 20 Jahren durchgeführt hat, um seine Kriege zu rechtfertigen. Ich habe den Beitrag des russischen Fernsehens über die Kriegspropaganda des Westens der letzten 20 Jahre übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Das geht auf keine Kuhhaut: Wie die westliche Propaganda die Welt betrügt

In den letzten Jahren hat es im Westen Dutzende – wenn nicht Hunderte – von Desinformationskampagnen gegeben. Als Georgien im Jahr 2008 Südossetien angriff, stellten die weltweiten Medien den Informationsfluss buchstäblich auf den Kopf. Die westlichen Politiker haben auch in Bezug auf Irak, Libyen, Syrien und die Ukraine gelogen. Jetzt schüren die USA erneut eine Informationshysterie rund um den Donbass.

„Wie mächtig die Propagandamaschine des kollektiven Westens doch ist. Das ist einfach erstaunlich! Einfach verblüffend. Das geht, wie wir in unserem Land sagen, auf keine Kuhhaut.“, sagte Wladimir Putin 2008. (Anm. d. Übers.: Diese Zitat und seine Geschichte wird auch in meinem Buch über Putin ausführlich behandelt)

Das Jahr 2008: Georgien greift Südossetien am Eröffnungstag der Olympischen Spiele an.

„Wissen Sie, ich war in Peking und habe die weltweiten elektronischen Medien verfolgt. Totale Stille im Äther. Als ob überhaupt nichts geschehen wäre“, sagte der russische Präsident Wladimir Putin.

Als die russische Armee anfing, effektiv zu handeln, hat die gesamte Propagandamaschinerie alles auf den Kopf gestellt: Sie hat Russland des unverhältnismäßigen Einsatzes von Gewalt beschuldigt und „vergessen“, wer Südossetien angegriffen hatte. (Anm. d. Übers.: Bis heute – und gerade in der aktuellen Situation rund um die Ukraine – wird der Kaukasuskrieg von den westlichen Medien als „russischer Angriff auf Georgien“ bezeichnet, obwohl der Europarat in seinem Untersuchungsbericht über den Krieg schon 2009 zu dem Ergebnis gekommen ist, dass es sich um einen völkerrechtswidrigen Angriff Georgiens gehandelt und dass Russland lediglich darauf reagiert und sich verteidigt hat, die Details finden Sie hier)

Russland sah sich damals – vielleicht zum ersten Mal in der modernen Geschichte – damit konfrontiert, dass der Westen den Informationsfluss buchstäblich auf den Kopf stellte. Saakaschwili war von morgens bis abends in den Nachrichten, sprach über die russische Aggression und kaute in den Pausen auf seiner Krawatte herum. Diejenigen, die versuchten, die Wahrheit zu sagen, wurden buchstäblich geknebelt.

Es handelte sich um Desinformation auf höchster Ebene. Wladimir Putin zufolge hoffte man in Russland, dass die US-Regierung in den Konflikt eingreift und das aggressive Vorgehen der georgischen Führung stoppt. Es ist jedoch nichts dergleichen geschehen. Im Gegenteil, der US-Präsident stand damals an der Spitze der weltweiten Politiker, die Russland der Aggression beschuldigten.

„Natürlich waren wir gezwungen zu reagieren, wie denn auch sonst? Oder sollten wir uns auch in dieses Mal den blutigen Rotz abwischen und den Kopf senken? Nun, die Frechheit hat keine Grenzen! Ich habe von unangemessener Anwendung von Gewalt gehört. Aber was ist denn eine angemessene Anwendung von Gewalt? Wenn Panzer, Mehrfachraketenwerfer und schwere Artillerie gegen uns eingesetzt werden. Sollen wir dann mit einer Schleuder schießen?“, entrüstete sich Wladimir Putin.

Der Irak ist ein bewährtes und anerkanntes Beispiel für den weltweiten Betrug durch die USA. Der Außenminister der Vereinigten Staaten hat vor dem UN-Sicherheitsrat Beweise dafür präsentiert, dass es im Irak Massenvernichtungswaffen gibt. Die Position Russlands blieb damals unverändert: Die Krise kann und muss mit friedlichen Mitteln gelöst werden. Die USA beschlossen jedoch, einen „neuen“ Irak aufzubauen. Das Ergebnis waren Millionen von Toten und Verwundeten und ein gequältes und im Terror versunkenes Land.

Erst Jahre später gaben dieselben Leute, die diese Desinformationskampagne durchgeführt haben, zu: Ja, das alles war nicht wahr.

„Unter welchem Vorwand sind sie in den Irak einmarschiert? Und dann stellte sich heraus, dass sie sich geirrt hatten. Danach sagten sie: Unser Geheimdienst hat sich geirrt. Wow! Sie haben das Land zerstört, die Geheimdienste haben sich geirrt. Und das war’s! Es stellte sich heraus, dass es keine Massenvernichtungswaffen gab. Die machen was sie wollen!“, sagte der russische Präsident Wladimir Putin.

Aber auch das war ihnen keine Lehre. Schon bald darauf führten die USA und ihre Verbündeten eine neue massive Medienkampagne über Diktator Gaddafi in Libyen durch, der angeblich sein eigenes Volk umbringt. Das einst friedliche Libyen stürzte in einen Bürgerkrieg, in dem Städte, die es wagten, Gaddafi zu unterstützen, niedergemetzelt wurden. Die westlichen Medien haben davon nicht bemerkt.

„Dort werden schreckliche Verbrechen begangen. Darüber spricht aber niemand. Irgendwie haben sie das aus irgendeinem Grund vergessen. Denn das sind die schrecklichen Folgen einer ausländischen Einmischung“, so Wladimir Putin.

Als Nächstes wurde ein ganzer Terrorstaat, der IS, auf den Trümmern der zerstörten Länder geboren.

„Gab es etwa Terroristen im Irak? Vor der Zerstörung der staatlichen Strukturen des Landes gab es keine. Und in Libyen? So etwas gab es dort nicht! Es gab dort überhaupt keine Terroristen. Kaum hatten sie die Staatlichkeit im Lande zerstört, wurde das Vakuum sofort gefüllt. Von wem? von Terroristen!“, betonte der russische Staatschef.

Syrien musste dutzende, wenn nicht Hunderte westlicher Desinformationskampagnen überstehen. Schreckliche Bilder von Kindern, die angeblich Opfer chemischer Angriffe wurden, wurden auf amerikanischen und europäischen Fernsehkanälen ausgestrahlt. Hier ist eines der Opfer. Und hier ist derselbe Junge, den russische Journalisten dann lebend und unverletzt auffinden konnten. (Anm. d. Übers.: Sogar ein Produzent der BBC hat später zugegeben, dass die westlichen Medien bei angeblichen Gasangriffen der syrischen Regierung bewusst gelogen haben, wie Sie hier nachlesen können. Und dass der gesamte Syrienkrieg das Ergebnis einer Operation der US-Geheimdienste ist, wird in deutschen Medien komplett verschwiegen, die Details finden Sie hier.)

Die amerikanische Journalistin Megan Kelly hatte die Gelegenheit, mehrere Interviews mit dem russischen Präsidenten zu führen, als zum ersten Mal Desinformationskampagnen der USA nicht nur gegen Russland, sondern auch gegen einen amtierenden US-Präsidenten eingesetzt wurden.

„Glauben Sie wirklich, dass es möglich war, die Wahl in den Vereinigten Staaten, die Wahl von Millionen von Amerikanern, vom Territorium der Russischen Föderation aus zu beeinflussen? Das ist lächerlich!“, sagte Wladimir Putin bei einem Gespräch mit ihr.

Kein einziger Beweis, keine einzige Tatsache wurden präsentiert. Aber Dank der amerikanischen Medien sprach die ganze Welt darüber: Vielleicht hat Russland wirklich etwas gegen Trump in der Hand, weil er vor vielen, vielen Jahren in Moskau war? Irgendjemand hat den amerikanischen Fernsehsendern eine Idee hingeworfen: Der russische Botschafter sich mit jemandem getroffen, und schon stürzen sich alle darauf und sprechen darüber: Das ist doch verdächtig!

Putin und Russland sind in den westlichen Medien allgegenwärtig. Aber kein Wort darüber, wer sich überall auf der Welt in die Wahlen einmischt: Es sind die US-Politiker selbst.

„Sie antworteten: Ja, wir mischen uns ein. Aber wir haben das Recht dazu, weil wir Demokratie bringen. Aber Ihr nicht, Ihr dürft das nicht“, sagte der russische Präsident.

Die Medienkampagne über das böse Russland überschattet die wirklich wichtigen Fragen der strategischen Stabilität. Zu diesem Zeitpunkt hatte Moskau bereits seit Jahren seine Besorgnis über die NATO-Erweiterung und den Aufbau des Raketenabwehrsystems zum Ausdruck gebracht. (Anm. d. Übers.: Warum das sogenannte Raketenabwehrsystem der USA, das in Rumänien und Polen aufgebaut wird, kein defensives, sondern ein offensives System ist und warum es Russland Sorgen macht, können Sie hier nachlesen)

„Elemente des nuklearen Potenzials der Vereinigten Staaten tauchen auf dem europäischen Kontinent auf. Das verändert einfach die gesamte Konfiguration der internationalen Sicherheit. Womit erklären die das? Weil es zur Verteidigung gegen iranische Raketen notwendig ist. Aber diese Raketen gibt es gar nicht!“, stellte der russische Staatschef seinerzeit klar.

„Wo ist die iranische nukleare Bedrohung? Es gibt sie nicht, aber das Raketenabwehrsystem wird weiter gebaut. Wir hatten also Recht, als wir sagten, dass wir getäuscht wurden“, erklärte Wladimir Putin damals.

Der Staatsstreich in der Ukraine ist eine Desinformationskampagne, die schon acht Jahre andauert.

„Der Westen hat einen verfassungswidrigen Staatsstreich unterstützt. Das haben sie unterstützt! Und zwar nicht nur mit den sprichwörtlichen Brötchen, sondern mit Informationsunterstützung, politischer Unterstützung und allem anderen“, erinnerte der russische Präsident. (Anm. d. Übers.: Mit den Brötchen ist die Aktion gemeint, als die damalige Vizeaußenministerin der USA, Victoria Nuland, medienwirksam auf dem Maidan Brötchen verteilt hat)

Westliche Politiker und ihre Medien unterstützen alles, sogar unverhohlen nationalistische Aktionen und Gesetze (Anm. d. Übers.: Hier können Sie nachlesen, was damit gemeint ist) Während des Maidan zeigten die US-Medien Aufnahmen von Studenten, die mit Schlagstöcken geschlagen wurden. Aber das Morden und Bombardieren von Menschen im Donbass wurde danach verschwiegen. Stattdessen wurde bald eine weitere Technik eingeführt: Russland ist an allen Opfern schuld. (Anm. d. Übers.: Laut OSZE gehen 75 Prozent der zivilen Opfer im ukrainischen Bürgerkrieg auf das Konto der ukrainischen Armee, aber die westlichen Medien verschweigen die OSZE-Berichte und erwecken den Eindruck, es sei umgekehrt)

„Wir müssen die Sanktionen aufrechterhalten, bis Russland das Minsker Abkommen vollständig umsetzt“, sagte US-Präsident Barack Obama 2016.

Dabei wissen sie alle ganz genau: Im Minsker Abkommen steht kein Wort davon, dass Russland überhaupt etwas umsetzen muss. (Anm. d. Übers.: Das ist wahr, wie Sie hier im Text des recht kurzen, leicht verständlich formulierten und nur 13 Punkte umfassenden Minsker Abkommens nachlesen können)

„Alles auf Russland zu schieben, dass der Ball auf der russischen Seite liegt, nein, so funktioniert das nicht. Lasst uns gemeinsam handeln! Aber wenn wir unsere Partner, auch im Normandie-Format, fragen, was genau Russland im Rahmen des Minsker Abkommens nicht einhält und was Russland ihrer Meinung nach im Rahmen des Minsker Abkommens hätte tun sollen, gibt es keine Antwort. Sie sagen es genau so: Wir können das nicht formulieren. Ich mache keine Witze, genau so läuft der Dialog“, beklagte Wladimir Putin. (Anm. d. Übers.: Auch das dürfte nicht übertrieben sein, denn die deutschen Regierungssprecher konnten auf die Frage eines Journalisten, gegen welchen Punkt des Minsker Abkommens Russland denn verstößt und was genau Russland tun solle, um das Abkommen zu erfüllen, keine Antwort geben, wie Sie hier nachlesen können, wobei das Video, auf dem das zu sehen war, inzwischen von YouTube gelöscht wurde)

Nach Ansicht des russischen Präsidenten erlaubt das Monopol der weltweiten Medien unseren Gegnern, sich so zu verhalten, wie sie es tun. Und seit einigen Monaten verhalten sich die globalen Medien und die US-Politiker immer aggressiver. In zahlreichen Artikeln verkünden Journalisten fast schon die militärische Invasion der Ukraine durch Russland. Eines der Sprachrohre ist Jennifer Psaki. Ihr professionelles Niveau haben russische Zuschauern mehr als einmal und bei verschiedenen Gelegenheiten gewürdigt. (Anm. d. Übers.: Jennifer Psaki, die Sprecherin von US-Präsident Biden, ist in Russland schon seit der Zeit, als sie unter Obama noch Sprecherin des US-Außenministeriums war, für ihre Inkompetenz berühmt, Beispiele dafür finden Sie hier)

Aber die Art von Kampagne, die die Vereinigten Staaten jetzt gestartet haben, kann natürlich nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die Lage im Donbass hat sich nämlich in den letzten Monaten drastisch verschlechtert.

„Jetzt wird uns gesagt: Krieg, Krieg, Krieg. Man hat den Eindruck, dass sie vielleicht eine dritte Militäroperation vorbereiten. Und wir werden vorher gewarnt: Mischt Euch nicht ein, beschützt diese Menschen nicht. Wenn Ihr Euch einmischt, wenn Ihr sie beschützt, wird es diese und jene Sanktionen geben. Und sie bereiten sich vielleicht darauf vor“, meint Wladimir Putin.

Jede amerikanische Erklärung an Russland muss jetzt gehört werden, ohne dabei zu vergessen: Hat Washington der Welt in den letzten 20 Jahren oft die Wahrheit gesagt?

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

14 Antworten

  1. DankeDir! ich lebe in Finnland und habe Angst die Finnen treten in die Nato ein.die Medien hier sind auch ganz verstrahlt.wenn du(oder MX) irgentetwas hast das die B&M stiftung etwas mit finnischen medien/politikern in verbindung bringt,bitte ich um nachricht.danke

  2. Nicht nur der Spiegel, alle westlichen Medien, voll auf Linie.

    Kleines Beispiel aus der FAZ gefällig: Der inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalnyj hat den Westen im Ukraine-Konflikt vor Zugeständnissen an Russlands Staatschef Wladimir Putin gewarnt. Immer wieder tappe der Westen in Putins Fallen, schrieb der Oppositionelle in mehreren Briefen aus dem Straflager an das amerikanische Magazin „Time“. Die Zeitschrift machte daraus eine Titel-Geschichte, wie am Mittwoch bekannt wurde. „Anstatt diesen Unsinn zu ignorieren, akzeptieren die USA Putins Agenda und rennen los, um ein paar Treffen zu organisieren. Genau wie ein verängstigter Schuljunge, der von einem Oberschüler gemobbt wurde“, erklärte Nawalnyj in dem schriftlich geführten Interview.

  3. Hahaha….ich lach mich schlapp! Man sieht hier genau dass die Amis die Hosen voll haben. Aber gewaltig!

    Der gesamte wertlos-Westen frisst die Mär von der „russischen Donbass-Invasion“ und rennt verbal durch die Gegend wie ein kopfloses Huhn.

    Dabei bin ich mir SICHER dass diese nicht erfolgen wird. Wozu auch? Nur die Amis hätte was davon, sonst absolut niemand. Vielleicht ahnen das ja auch einige wertlose westliche Politiker und machen sich in die Hosen weil sie genau wissen, dass von Russland jetzt was kommen wird. Und weil die Kartellpresse die letzten Jahre derart derart mies gegen Russland gefeuert hat, glauben jetzt alle dass Putin die Ukraine nun mit Atombomben traktiert.

    Ich schätze allerdings vielmehr dass RF seine ganzen Hyperschallwaffen-bestückte-U-Boote vor die Ost- u. Westküste der USA auf dem Meeresgrund parken wird. Putin hat das Biden schon im ersten Telefonat klar gemacht (kann man hier nachlesen: https://de.rt.com/meinung/129964-russland-macht-ernst/). Und nun drehen sie alle am Rad weil sie nicht wissen ob sie das glauben sollen. Deswegen haben sie ja auch Navalny gesagt, er solle doch noch mal seine geistige Diarrhoe absondern, denn vielleicht kriegt Putin dann ganz dolle Angst…

    1. Ich denke, zur Zeit steuert alles im Wertewesten und seinen QUALiTÄTERmedien darauf zu, dass man irgendwie einen Angriff auf die Donbass-Gebiete inszeniert, so lange, bis dabei so viele Zivilisten ums Leben kommen, dass die Regierungen RU um Hilfe bitten. Wenn Putin dann welche schickt – und sei es nur in Form ferngelenkter Waffen, die die UK-Faschisten treffen –, dann wird im Westen sofort das Geschrei losgehen, Putin greife die Ukraine an und das wäre jetzt ein Grund für einen Krieg. Natürlich wird man zuerst nur „konventionelle“ Waffen einsetzen, also z.B. Raketen auf RU, vielleicht die Armee-Stellungen abfeuern, um eine noch schärfere Reaktion seitens RU zu provozieren.
      Ich hoffe sehr, dass ich mich irre – aber ich habe tagtäglich weniger Hoffnung: Das zeigt die Hetzjagd auf den Vizeadmiral, der nur ganz trocken ausgesprochen hat, was jeder weiß: die Krim wird nicht mehr zur Ukraine zurück kehren, und im internationalen Diskurs ist Respekt (wie im zivilen Leben auch) einfach eine Grundvoraussetzung. Wer das leugnet, WILL Krieg, nichts anderes.

      1. ______://tass.ru/politika/13501531

        „Глава делегации в Вене: РФ не станет терпеть, если ее граждан будут атаковать на Украине
        …“

        GeDeepLt:

        „Delegationschef in Wien: Russland wird nicht dulden, dass seine Bürger in der Ukraine angegriffen werden
        Konstantin Gawrilow erklärte, dass Moskau nicht umsonst „drohen“ werde, sondern auf konkrete Aktionen reagieren und antworten werde

        MOSKAU, 23. Januar. /Russland wird keine US-Provokationen in der Ukraine dulden, bei denen russische Bürger angegriffen werden. Das sagte der Leiter der russischen Delegation bei den Wiener Gesprächen über militärische Sicherheit und Rüstungskontrolle, Konstantin Gawrilow, am Sonntag auf dem YouTube-Kanal Isolenta live.

        „Wurde in der Presse nicht ausführlich darüber berichtet? Es wurde alles klargestellt, gesagt und gewarnt. Wir werden es nicht dulden, wenn unsere Bürger angegriffen werden, das wurde deutlich gesagt. Und in allen Medien wurde dies geäußert“, sagte er auf die Frage nach den Plänen Russlands im Falle von US-Provokationen in der Ukraine.

        Gleichzeitig wies Gawrilow darauf hin, dass Russland nicht umsonst „drohen“ werde, sondern auf konkrete Aktionen reagieren und antworten werde. „Wir sind keine Amerikaner – die Propaganda betreiben, um ihre Absichten zu verbergen. Sie sollten sowohl im Westen als auch in der Ukraine analysieren und nachdenken“, fügte er hinzu.

        Sowohl in westlichen Ländern als auch in Kiew gab es in letzter Zeit Behauptungen über eine mögliche russische Invasion in der Ukraine. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitrij Peskow, bezeichnete diese Informationen als eine leere und unbegründete Eskalation der Spannungen. Er betonte, dass Russland keine Bedrohung für irgendjemanden darstelle. Gleichzeitig schloss Peskow die Möglichkeit von Provokationen zur Rechtfertigung solcher Erklärungen nicht aus und warnte, dass Versuche, die Krise im Südosten der Ukraine mit Gewalt zu lösen, schwerste Folgen haben würden.
        …“

        Das ist eindeutig, jegliche Spekulationen erübrigen sich damit.

        Das heißt:
        – die RF wird nicht warten, bis „Hilferufe“ eingehen und schon gar nicht „viele tote Zivilisten“ zulassen.
        – der Westen wird das Eingreifen der RF nicht verhindern, weil er es nicht verhindern kann
        – der Westen wird wegen der Ukraine nicht gegen die RF in den Krieg ziehen (das ist wahrscheinlich die einzige wahre Nachricht, die er in den letzten Jahren verkündet hat).

  4. Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass der Irak-Krieg nicht einfach nur auf der bekannte Lüge von den „Massenvernichtungswaffen“ beruhte, sondern dass die Voraussetzungen für die Lüge aus Deutschland kamen. Viele halten es Schröder zugute, dass Deutschland nicht – wie es Merkel gern getan hätte und nie bereut hat! – mit Soldaten in diesen Krieg gezogen ist. Aber die „Informationen“ kamen vom deutschen BND, der als Beleg nur EINEN – in Worten: EINEN – Zeugen hatte: Der Iraker mit dem Tarnnamen „Curveball“ wurde selbst vom BND als Psychopath eingeschätzt, dem man seine Lügenmärchen von beweglichen Laboren etc. nicht glauben könne, wenn sie nicht unabhängig bestätigt werden könnten. Die Aussagen der internationalen Beobachter allein hätten als Gegenargument schon reichen müssen. Statt dessen hat die deutsche Schröder-Regierung diese „Geheimdienstinformationen“ an die Briten und damit an die Amis weitergegeben, die den Schwachsinn glaubten, weil sie ihn glauben wollten. Jeder, der damals Powells „Präsentation“ vor der UNO gesehen hat, wusste, dass das Schwachsinn ist. Die Politiker wussten das erst recht. Sie wussten, dass sie lügen und dass auch jeder, der nicht total kriegsgeil verstrahlt ist, das leicht erkennen konnte. Aber sie WOLLTEN Krieg.
    Ach ja: Und wer war damals als Kanzleramtsminister auch der Geheimdienstkoordinator der Schröder-Regierung, hatte also die Curveball-Fantastereien mit SICHERHEIT auf dem Tisch und ihre Weitergabe genehmigt? Ist also ursächlich mit Schuld an einem der größten Kriegsverbrechen seit 1945? Na, ratet mal – in wenigen Tagen wird er wieder zum Bundespräsidenten gewählt werden! Genau, Steinmeier, von seinen „Freunden“ auch in Erinnerung an seine Rolle mi Fall Kurnaz „zärtlich“: Frank-Folter genannt. Der ist NICHT der eulenhafte Märchenonkel, als den ihn die Medien präsentieren – er ist ein Schreibtisch-Menschenschlächter und -Folterer, denn anders kan man seine Rolle nicht beschreiben.

    1. Peter Müller (Ministerpräsident, CDU) sagte damals, der Überfall auf den Irak sei völkerrechtswidrig. Kofi Annan war Chef der UNO und sagte ebenfalls, daß der Krieg „illegal“ sei. Merkels Einsatz verstieß daher unzweifelhaft gegen das Strafrecht:
      $ 111 öffentliche Aufforderung zu Straftaten
      $ 80 Vorbereitung eines Angriffskrieges
      $ 80a Aufstachelung zum Angriffskrieg

      Merkel, oder ihre Hintermänner, konnten Müller wohl überzeugen, daß er nicht strafrechtlich belangt würde, wenn er den Krieg befürwortet. Er änderte seine Meinung und mit Merkel reiste er zu Bush unterstützte dessen Kriegspläne.

      Kurz danach wurde er zum Verfassungsrichter ernannt. Das machen die Parteien.

  5. Der Mauerfall war auch eine Inszenierung. Die Geheimdienste Ost und West haben den in die Wege geleitet. Damals hat man sich der Westen wohl davon versprochen, Rußland mit zu schlucken und Jelzin war genau der richtige.
    Der Kapitalismus fault leicht, und die Demokratien und die Presse faulen mit. Jeder hat Angst, und aus der Angst, hinten raus zu fallen, klammern sich alle an ein sinkendes Boot.

    Daß die Presse lügt, ist nicht neu. Und daß Politiker lügen, ist normal. Als die ersten Zeitungen herauskammen, waren schon die ersten Sprichwörter da: Die lügen wie gedruckt. Oder. Ein Mensch, der gar nichts liest, ist besser informiert, als derjenige, der nur Zeitung liest. Lee Iacocca Oder. In der Zeitung steht alles. Man muß sie nur mit genug Haß lesen. Elias Canetti

    1. Genau so ist es und das Volk hat geglaubt, dass die Mauer wegen der Demonstrationen gefallen ist. In Wirklichkeit war es, so wie sie schreiben und der Rest wurde dann wieder aufgeteilt und die Konsumfreude der nichtsahnenden Menschen hat der Wirtschaft nochmal einen gehörigen, wenn auch nicht so guten Aufschwung wie nach dem WK 2 gegeben. Das ist alles.
      Was ich mich jedoch frage ist, warum aussgerechnet die Deutschen sich immer wieder zu Marionetten und Handlangern dieser Mächte machen? Was genau versprechen sie sich davon, ausser ihr persönliches total verkommens Ego zu stärken…. siehe Steineule in der Rolle Bundespräservatives.

  6. „In den letzten Jahren hat es im Westen Dutzende – wenn nicht Hunderte – von Desinformationskampagnen gegeben.“

    Das ist wohl wahr. Dennoch frage ich mich, welche Umstände dazu beitrugen,
    dass – bei allem Respekt – auch in Putins Rußland einige Leichen im Keller liegen.

    So versuche ich immer noch eine Antwort darauf zu finden, warum Putin bei dem Jahrhundertverbrechen 9/11 stillgehalten hat. Er war noch relativ neu im Amt (seit 2000), und das Land in einer äußerst schwierigen Situation. Aber in der Rückschau könnte man dieses Nichtreagieren durchaus als schwerwiegenden strategischen Lapsus werten (wenn man nicht unterstellen will, dass der weitere Gang der Weltgeschichte auch von Putin so gewollt war).

    Wie auch immer, die bis heute als Staatswahrheit etablierte Lüge von Osama und den 19 Teppichmessern hat dem FSMIKK (finanzkapitalistisch-staatsterroristisch-militärisch-industriellen Kommunikationskomplex; Ullrich Mies) jedenfalls keine Steine in den Weg gelegt.

    Vielleicht wurde hier auch der Keim gelegt für das Lavieren um den Fall der angeblich abgeschossenen MH 17. Auch hier die Frage: Warum ließ Putin (Rußland) sich von der GWS derart anpissen? Existiert in dem Zusammenhang so etwas wie ‚Regieren durch Erpressen‘ (Whitney Webb)? Oder waren gar die Widerständler der Volksrepublik Donezk in diesen Kriminalfall verwickelt?

    Sollte sich jemand an der ‚angeblich abgeschossenen MH 17‘ stören: Wenn man sich darauf einigen kann, dass ein ganzes Flugzeug, das abgeschossen wird, nicht als halbes Flugzeug auf dem Boden ankommt, ist die halbe Arbeit schon getan. Wertvolles Material zum Weiterforschen lieferte das DSB (Dutch Safety Board) mit seinen Zwischen- und Abschlussberichten, und – sehr verdienstvoll – ein Herr Akkermans, Jeroen Akkermans, dessen äußerst instruktive Fotografien bei ‚flickr‘ vorliegen.
    Wäre mal ein Thema für sich …

    PS: Gelegentlich ist, halb sarkastisch, halb zynisch, die Rede von der „westlichen Wertegemeinschaft“. Weil das nicht von jedem verstanden wird und um die Unschärfe herauszunehmen, verwenden wir intern GWS. Steht für Gemeinschaft Westlicher Schurkenstaaten.

  7. Wenn man einfach nur Chaos verbreiten will, um die Alte Welt zum Einsturz zu bringen, damit man anschließend die Neue Welt mit einer Neuen Ordnung aufbauen kann, ist jedes Mittel recht.

    Schaut doch mal das Video von Suchat Bhakdi: https://www.bitchute.com/video/fHIT55iM4Zv9/

    Es scheint, dass momentan Krieg gegen die Menschen an allen Fronten geführt wird.

    Selbst Tucker Carlson von Fox News spekulierte kürzlich, ob die Biden-Clique die USA nicht eventuell in einen Krieg mit Russland treiben wollen, damit die USA entweder zumindest stark geschwächt werden oder gleich durch den Zusammenbruch des Dollars, zusammen mit der restlichen westlichen Welt, ins absolute Chaos gestürzt werden sollen.

  8. Es ist nur noch krank und kränker, was den Gringos aus der Fressluke fällt. Jüngstes (zufälliges) Beispiel ist auch von Fox – News mit einer Lagebeurteilung eines Generals a. D..
    xhttps://www.youtube.com/watch?v=2gvv-xi7l64

    Minute 04:14
    …“Putin kann es einfach nicht ausstehen, eine blühende kapitalistische Gesellschaft, gleich hinter seiner Grenze zu haben“. Ich (Anmerkung von mir) glaube Putin findet irgendwie „ungeil“ 100.000 ukranische Solaten an seiner Grenze zu haben, die mit „amerikanischen“ Waffen, die auf „ihre eigenen Leute“ schiessen und auch noch in die Nato wollen – obwohl dieses Ansinnen (angelich) z. Z. aussichtslos ist.

    …“Puntins 2. Ziel ist es die Nato zu schwächen und zu unterminieren“… Da könnte er schon richtig liegen, ohne das nun werten zu wollen.

    …“Unser Präsident ( Botox General Biden) lag schon richtig in seiner Änderung der Politik, denn wir haben Wochenlang über die Nötigkeit von präventiven Handlugen gesprochen um Putin aufzuhalten“…

    …“nicht mögliche Handlungen (erst) nach einer Invasion, sondern vorher“….

    ….“die bisherige Militärhilfe ist aus meiner Sicht nicht annährend genügend“…

    ….“Die Schiffe, Panzer, und Waffen und nicht nur Truppen (es wird darüber diskutiert 5000 Soladten in die Ukraine zu entsenden), das sind die Dinge, die Putin respektiert und Ihn vor einer Invasion abschrecken.“…

    …“Alles was wir Putin im Falle einer Invasion androhen, sollten wir bereits jetzt anwenden, damit er einen Geschmack davon bekommt, was Ihn erwartet.“…

    …Wenn wir ihn nun ökönomisch „zerquetschen“ (squeeze out) ihm sagen, dass wir das Druckventil nur abstellen, wenn er seine Armee aus der Ukranie abzieht …. sagt Putin, schaut ich kann meine Solaten auf eigenem Territorium hinstellen wo ich will, thoretisch ist das auch korrekt. Fakt ist, wenn Du eine Invasionsarmee aufstellst, dann haben wir (die USA) das recht darau zu antworten“…

    Die Tragik ist, dass das nicht nur eine Einzelmeinung eines Generals a. D. ist, sondern die US-News voll mit solchem Kriegsgeschrei ist. Mitärs wie ebenso Politiker; Dems und Reps.

    Der von Ihnen erwähnte Tucker Carlson ist übrigens einer der ganz wenigen (mir bekannten) der gegen diesen Trend hält.

    Habe zwei drei m. E. gute Kommentare seinerseits unten verlinkt. (ohne führendes x)

    xhttps://www.youtube.com/watch?v=SQxPQ87t7Do „Suddenly they care about borders“
    xhttps://www.youtube.com/watch?v=PqfyZ618Bks „we are moving closer to war“
    xhttps://www.youtube.com/watch?v=DREmnsungVM „we are watching civilisaton collapsing in real time“
    xhttps://www.youtube.com/watch?v=xO3hdQjM2PA „Gabbard: Washington elites are in the pockets of the military industrial complex“
    xhttps://www.youtube.com/watch?v=KIAh2FGDf94 „Gabbard slams Washington elites for seeing dollar signs when they look at Ukraine“

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