Putin im O-Ton

Putins Abrechnung mit dem Westen: „Der wirtschaftliche Blitzkrieg ist gescheitert“

Der russische Präsident Putin hat auf dem Petersburger Wirtschaftsforum in einer über einstündigen Rede mit dem Westen abgerechnet.

Das alljährliche Petersburger Wirtschaftsforum ist die wichtigste Wirtschaftskonferenz Russlands. Putin hält dort traditionell eine Rede und nimmt anschließend an einer Podiumsdiskussion teil. Dieses Mal hat Putin sich nach seiner Rede fast drei Stunden den Fragen gestellt.

Die Rede Putins war mit einer Stunde ungewöhnlich lang und ich habe lange überlegt, ob ich sie komplett übersetzen soll. Ich habe mich schließlich dafür entschieden, weil ich den deutschen Lesern so die Möglichkeit geben kann, aus erster Hand zu erfahren, wie die russische Regierung die Wirkungen der westlichen Sanktionen einschätzt und mit welchen Maßnahmen Russland seine Wirtschaft trotz der Sanktionen nicht nur retten, sondern sogar stärken will.

Daher ist dieser Artikel sehr lang geworden und vielleicht habe ich mir diese Arbeit für nur einige wenige, an der Wirtschaft interessierte, Experten gemacht, aber ich hoffe, dass die Rede trotzdem von vielen gelesen wird. Außerdem vermute ich, dass deutsche Medien über die Rede berichten und dabei – wie üblich – einiges aus dem Zusammenhang reißen werden, da kann es erfahrungsgemäß nicht schaden, wenn die ganze Rede auf Deutsch vorliegt.

Zu Beginn seiner Rede geht Putin auf den Westen ein, dem er ein vernichtendes Urteil ausstellt und sich den russischen Analysten anschließt, die den Beginn einer neuen Weltordnung kommen sehen. Darüber habe ich schon ausführlich berichtet, siehe hier, hier und hier.

In seiner Rede geht Putin auch auf die Sozialprogramme Russlands ein. Dazu mache ich eine Ankündigung, denn obwohl ich selbst in Russland lebe, wusste ich nicht, wie umfassend die russischen Sozialprogramme gerade für Familien mit Kindern inzwischen sind. Das habe ich erst kürzlich durch Zufall erfahren und mir liegt eine Liste dieser staatlichen Unterstützungsprogramme vor, bei der mir die Augen übergequollen sind. Familien mit Kindern werden in Russland inzwischen weitaus besser und umfangreicher unterstützt, als man sich das in Deutschland auch nur zu träumen wagt. Dass das keine Übertreibung ist, werde ich in den nächsten Tagen in einem gesonderten Artikel aufzeigen.

Kommen wir nun zur Übersetzung von Putins Rede, die mit der Geopolitik und Putins Abrechnung mit dem Westen beginnt und sich dann im weiten Teil, schließlich hat Putin auf einer Wirtschaftskonferenz vor internationalen Konzernchefs und Regierungsvertretern gesprochen, ausführlich mit der Sozialpolitik, der Wirtschaft und den wirtschaftlichen Perspektiven und Plänen Russlands befasst. Am Ende der Rede kommt Putin dann noch einmal auf den Westen zurück.

Beginn der Übersetzung:

Ich begrüße die Teilnehmer und Gäste des 25. Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg.

Es findet in einer für die gesamte Weltgemeinschaft schwierigen Zeit statt, in der die Wirtschaft, die Märkte und die Grundsätze des Weltwirtschaftssystems selbst unter Beschuss geraten sind. Viele der Handels-, Produktions- und Logistikverbindungen, die zuvor durch die Pandemie unterbrochen wurden, gehen nun durch neue Herausforderungen. Mehr noch, für die Wirtschaft so wichtige Grundlagen wie die Reputation, der Schutz des Eigentums und das Vertrauen in die globalen Währungen wurden gründlich untergraben. Leider wurden sie von unseren Partnern im Westen untergraben, und sie wurden absichtlich im Interesse ihrer eigenen Ambitionen untergraben, um überholte geopolitische Illusionen aufrechtzuerhalten.

Heute werde ich unsere – wenn ich sage „unsere“, meine ich die russische Führung – Sicht auf die Situation, in der sich die Weltwirtschaft befindet, darlegen. Ich werde im Detail darüber sprechen, wie Russland in diesem Umfeld agiert und wie es seine Entwicklung in der sich dynamisch verändernden Lage plant.

Vor anderthalb Jahren habe ich auf dem Forum in Davos noch einmal betont, dass die Ära der unipolaren Weltordnung vorbei ist. Ich möchte damit beginnen, daran führt kein Weg vorbei, dass sie, trotz aller Versuche, sie zu erhalten, sie mit allen Mitteln zu konservieren, vorbei ist. Veränderungen sind der natürliche Lauf der Geschichte, denn die zivilisatorische Vielfalt des Planeten, der Reichtum der Kulturen lässt sich nur schwer mit politischen, wirtschaftlichen und anderen Schablonen vereinbaren. Schablonen, die grob und alternativlos von einem Zentrum aufgezwungen werden, funktionieren hier nicht.

Der Fehler liegt in der Vorstellung selbst, dass es eine Macht gibt – sei es auch eine starke Macht mit einem begrenzten Kreis nahestehender Staaten – und dass alle Regeln der Wirtschaft und der internationalen Beziehungen, wenn nötig, ausschließlich im Interesse dieser Macht ausgelegt werden. Eine auf einem solchen Dogma beruhende Welt ist per Definition nicht von Dauer.

Die Vereinigten Staaten, die den Sieg im Kalten Krieg verkündet haben, haben sich selbst zum Botschafter Gottes auf Erden erklärt, der keine Pflichten hat, sondern nur Interessen, und diese Interessen werden dabei für heilig erklärt. Sie bemerken buchstäblich nicht, dass auf dem Planeten in den letzten Jahrzehnten neue mächtige Zentren entstanden sind, die immer lauter von sich hören lassen. Jedes von ihnen entwickelt seine eigenen politischen Systeme und öffentlichen Institutionen, setzt seine eigenen Modelle des Wirtschaftswachstums um und hat natürlich das Recht, diese zu schützen und seine nationale Souveränität zu sichern.

Wir sprechen von objektiven Prozessen, von wirklich revolutionären, tektonischen Veränderungen in der Geopolitik, in der Weltwirtschaft, in der Technologie, im gesamten System der internationalen Beziehungen, in dem die Rolle der dynamischen, vielversprechenden Staaten und Regionen, deren Interessen nicht mehr ignoriert werden können, erheblich zunimmt.

Ich wiederhole: Diese Veränderungen sind grundlegend, entscheidend und unaufhaltsam. Und es ist ein Irrtum zu glauben, dass man die Zeit des turbulenten Wandels sozusagen aussitzen und abwarten kann, dass dann angeblich alles wieder in die gewohnten Bahnen zurückkehrt, dass alles so sein wird wie früher. Das wird es nicht.

Allerdings scheint es, dass die herrschenden Eliten einiger westlicher Staaten sich genau diesen Illusionen hingeben. Sie wollen das Offensichtliche nicht sehen und klammern sich hartnäckig an die Schatten der Vergangenheit. Sie glauben zum Beispiel, dass die Dominanz des Westens in der Weltpolitik und -wirtschaft ein konstanter, ewiger Wert ist. Nichts ist ewig.

Dabei verleugnen unsere Kollegen nicht nur die Realität. Sie versuchen, sich dem Lauf der Geschichte entgegenzustellen. Sie denken in den Kategorien des letzten Jahrhunderts. Sie sind Gefangene ihrer eigenen Irrtümer über Länder außerhalb der so genannten goldenen Milliarde, sie betrachten alle anderen als Peripherie, als ihren Hinterhof. Weil sie sich selbst für außergewöhnlich halten, betrachten sie die anderen immer noch als Kolonien und die dort lebenden Völker als Menschen zweiter Klasse. Wenn sie außergewöhnlich sind, dann sind alle anderen zweitklassig.

Daher kommt der unbändige Wunsch, jeden, der aus der Reihe tanzt, der nicht blind gehorchen will, zu bestrafen und wirtschaftlich zu vernichten. Mehr noch, sie drängen allen auf rüde und skrupellose Weise ihre Ethik, ihre Meinungen über Kultur und Geschichte auf, stellen mitunter die Souveränität und Integrität von Staaten in Frage und bedrohen deren Existenz. Man muss sich nur an das Schicksal von Jugoslawien und Syrien, Libyen und Irak zu erinnern.

Wenn es nicht gelingt, einen der Widerspenstigen zu fangen und zu befrieden, versuchen sie, ihn zu isolieren oder, wie man heute sagt, zu „canceln“. Alles wird benutzt, sogar der Sport, die olympische Bewegung, das Verbot von Kultur, von Meisterwerken der Kunst, nur weil ihre Urheber die „falsche“ Herkunft haben.

Das ist der Grund für die derzeitige Russophobie im Westen und für die irrsinnigen Sanktionen gegen Russland. Sie sind irrsinnig und, ich würde sagen, hirnlos. Sowohl ihre Anzahl als auch die Geschwindigkeit, mit der sie durchgestempelt werden, sind beispiellos.

Das Kalkül war klar: Die russische Wirtschaft sollte durch die Unterbrechung von Geschäftsverbindungen, den gewaltsamen Rückzug westlicher Unternehmen vom russischen Markt und das Einfrieren russischer Vermögenswerte zerschlagen werden, um die Industrie, das Finanzwesen und den Lebensstandard der Menschen zu treffen.

Das hat nicht geklappt. Es ist offensichtlich, dass das nicht geklappt hat, es ist nicht passiert. Russische Unternehmer und die Regierung haben professionell zusammengearbeitet, die Menschen haben Solidarität und Verantwortung gezeigt.

Schritt für Schritt haben wir die wirtschaftliche Lage normalisiert. Zuerst haben wir die Finanzmärkte, das Bankensystem und das Handelsnetz stabilisiert. Dann begannen wir, die Wirtschaft mit Liquidität und Betriebskapital zu versorgen, um die Widerstandskraft der Unternehmen und die Arbeitsplätze zu erhalten.

Die düsteren Prognosen über die Aussichten der russischen Wirtschaft, die bereits im Frühjahr zu hören waren, haben sich nicht bewahrheitet. Gleichzeitig ist klar, warum diese Propagandakampagne so aufgeblasen wurde, woher all dieses Gerede über den Dollarkurs von 200 Rubel und über den Zusammenbruch unserer Wirtschaft insgesamt waren – all das war und ist ein Instrument im Informationskrieg, ein Faktor der psychologischen Wirkung auf die russische Gesellschaft, auf die russischen Unternehmer. (Anm. d. Übers.: Vor Beginn der Intervention in der Ukraine stand der Dollarkurs bei etwa 80 Rubel, der Rubel ist aber nicht, wie von westlichen Experten prophezeit, auf 200 Rubel pro Dollar abgestürzt, sondern er steht aktuell bei 55 Rubel für einen Dollar)

Übrigens haben sich auch einige unserer Experten diesem äußeren Druck gebeugt und sind in ihren Prognosen auch von einem drohenden Zusammenbruch der russischen Wirtschaft und einer kritischen Schwächung der Landeswährung, des Rubels, ausgegangen.

Das Leben hat diese Vorhersagen widerlegt. Ich möchte jedoch betonen und hervorheben: Um weiterhin erfolgreich zu sein, müssen wir in unserer Einschätzung der Situation sehr ehrlich und realistisch und unabhängig in unseren Schlussfolgerungen sein und natürlich an unsere eigene Stärke glauben – das ist sehr wichtig. Wir sind starke Menschen und können jede Herausforderung meistern. Wie unsere Vorfahren sind wir jeder Herausforderung gewachsen. Das zeigen die Jahrtausende der Geschichte unseres Landes.

Nur drei Monate nach dem massiven Sanktionspaket haben wir den Inflationsschub unterdrückt. Nach dem Höchststand von 17,8 Prozent liegt die Inflation, wie Sie wissen, jetzt bei 16,7 Prozent und sie geht weiter zurück. Die wirtschaftliche Dynamik stabilisiert sich und die Staatsfinanzen sind solide. Ich werde später Vergleiche mit anderen Regionen der Welt zeigen. Ja, auch für uns sind 16,7 Prozent natürlich viel, das ist eine hohe Inflationsrate. Wir müssen daran arbeiten und werden das auch tun, und ich bin sicher, dass wir ein positives Ergebnis erzielen werden. (Anm. d. Übers.: Die Inflation ist in Russland Mitte Mai zum Stillstand gekommen. Seit Mitte Mai beträgt die Inflation Null Prozent, weshalb die Inflation auf Jahressicht inzwischen rückläufig ist)

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres weist der Staatshaushalt einen Überschuss von 1,5 Billionen Rubel auf, während der konsolidierte Haushalt einen Überschuss von 3,3 Billionen Rubel ausweist. Allein im Mai betrug der Überschuss im Staatshaushalt fast eine halbe Billion Rubel, mehr als viermal so viel wie im Mai letzten Jahres. (Anm. d. Übers.: Der Rubel-Euro-Kurs liegt derzeit bei 60, was bedeutet, dass der russische Staat in den ersten fünf Monaten 2022 einen Überschuss von 55 Milliarden Euro ausweist)

Jetzt ist es unsere Aufgabe, die Voraussetzungen für die Ankurbelung der Produktion und die Erhöhung des Angebots auf dem Binnenmarkt zu schaffen und die Angebotsausweitung mit der Endnachfrage auszubalancieren und die Kreditvergabe der Banken an die Wirtschaft zu gewährleisten.

Ich habe bereits gesagt, dass wir besondere Maßnahmen ergriffen haben, um das Betriebskapital der Unternehmen aufzufüllen. Insbesondere wurde den Unternehmen fast aller Branchen das Recht eingeräumt, die Zahlungen der Sozialversicherungen für das zweite Quartal dieses Jahres aufzuschieben. Außerdem haben die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes breitere Möglichkeiten: Sie können auch im dritten Quartal von der Verschiebung profitieren. Im Grunde genommen handelt es sich um ein zinsloses Darlehen des Staates.

Danach müssen die aufgeschobenen Beiträge nicht auf einen Schlag gezahlt werden. Das kann in gleichen Raten über einen Zeitraum von 12 Monaten, beginnend im Juni nächsten Jahres, erfolgen.

Weiter. Der Zinssatz für staatlich geförderte Hypotheken wurde im Mai gesenkt. Das Programm der subventionierten Hypotheken wurde bis Ende des Jahres verlängert. Wie ich bereits sagte, soll diese Maßnahme den Menschen bei der Lösung von Wohnungsproblemen helfen und das Baugewerbe und die damit verbundene Industrie, die Millionen von Menschen beschäftigt, unterstützen.

Nach dem sprunghaften Anstieg im Frühjahr gehen die Zinsen in der russischen Wirtschaft allmählich zurück und die Zentralbank senkt ihren Leitzins. In diesem Zusammenhang halte ich es für möglich, den Zinssatz für staatlich geförderte Hypotheken noch einmal zu senken.

Aber worauf möchte ich hinweisen? Das Programm gilt bis Ende dieses Jahres. Das bedeutet, dass die Menschen, die ihre Lebensbedingungen durch dieses Programm verbessern wollen, es bis zum Ende des Jahres nutzen sollten.

Auch die Höchstbeträge der Darlehen bleiben unverändert: 12 Millionen Rubel für Moskau und St. Petersburg und sechs Millionen Rubel für den Rest der Regionen.

Ich möchte hinzufügen, dass es für uns generell wichtig ist, die Verfügbarkeit von langfristigen Finanzmitteln, von Krediten für die Wirtschaft zu erhöhen. In naher Zukunft sollte sich der Schwerpunkt bei der Unterstützung der Wirtschaftstätigkeit von haushaltspolitischen Konjunkturmaßnahmen auf marktorientierte Bankkreditmechanismen verlagern.

Diesen Prozess müssen wir unbedingt unterstützen. So werden wir beispielsweise 120 Milliarden Rubel aus dem Nationalen Wohlstandsfonds bereitstellen, um die Kapazität der Projektfinanzierungsfazilität der Vnesheconombank zu erhöhen. Diese Maßnahme wird zusätzliche Kredite für Initiativen und Projekte in Höhe von etwa einer halben Billion Rubel bereitstellen.

Verehrte Kollegen!

Ich habe schon gesagt, dass der wirtschaftliche Blitzkrieg gegen Russland von Anfang an keine Aussicht auf Erfolg hatte. Zugleich sind Sanktionswaffen, wie wir wissen – und die Praxis der letzten Jahre zeigt das deutlich – zweischneidig. Sie fügen ihren Ideologen und Konstrukteuren einen vergleichbaren, wenn nicht sogar größeren Schaden zu.

Die Rede ist nicht nur von den derzeit offensichtlichen Folgen. Wir wissen, dass unter den europäischen Staats- und Regierungschefs auf der Ebene informeller Gespräche über die sehr besorgniserregende Perspektive gesprochen wird, dass Sanktionen nicht nur gegen Russland, sondern auch gegen jeden anderen unerwünschten Staat verhängt werden könnten, was früher oder später alle treffen kann, auch die Mitglieder der Europäischen Union selbst und die europäischen Unternehmen.

Bislang ist es noch nicht so weit, aber die europäischen Politiker haben ihrer Wirtschaft bereits einen schweren Schlag versetzt – und zwar mit ihren eigenen Händen. Wir sehen, wie sich die sozialen und wirtschaftlichen Probleme in Europa und auch in den USA verschärft haben, wie die Kosten für Waren, Lebensmittel, Energie und Benzin gestiegen sind, wie die Lebensqualität der Europäer gesunken und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen geschwächt worden ist.

Experten schätzen, dass alleine die direkten, „berechneten“ Verluste der EU durch den Sanktionswahn im kommenden Jahr 400 Milliarden Dollar übersteigen können. Das ist der Preis der realitätsfernen Entscheidungen, die entgegen den gesunden Menschenverstand getroffen werden.

Diese Kosten werden direkt von den Menschen und Unternehmen in der Europäischen Union getragen. Die Inflation ist in einigen Ländern der Eurozone bereits auf über 20 Prozent gestiegen. Ich habe von unserer Inflation gesprochen, aber die Länder der Eurozone führen keine Militäroperationen durch, aber die Inflation ist dort gestiegen – in einigen Ländern auf bis zu 20 Prozent. Die USA haben auch eine inakzeptable Inflation, die höchste seit 40 Jahren.

Ja, natürlich, auch in Russland ist die Inflation immer noch zweistellig. Aber wir haben bereits die Sozialleistungen und Renten indexiert, den Mindestlohn und das Existenzminimum angehoben und damit die ärmsten Menschen geschützt. Die hohen Zinssätze wiederum haben es den Menschen ermöglicht, ihre Ersparnisse im russischen Bankensystem zu halten.

Für die Unternehmen ist das natürlich verständlich: Ein hoher Leitzins übt Druck auf die Wirtschaft aus, das ist klar. Für die Menschen ist das jedoch in den meisten Fällen ein Vorteil: Sie haben den Banken bei den hohen Zinsen erhebliche Summen zurückgegeben.

Darin liegt der wichtigste Unterschied zu den EU-Ländern, wo die steigende Inflation direkt das Realeinkommen der Bevölkerung verringert und ihre Ersparnisse auffrisst, und wo die derzeitigen Folgen der Krise vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen belasten.

Für die europäischen Unternehmen haben auch das Wachstum der Außenstände und der Verlust des russischen Marktes langfristig schwerwiegende Folgen. Das Ergebnis ist offensichtlich: der Verlust der globalen Wettbewerbsfähigkeit und ein systemischer Rückgang des Wachstums der europäischen Wirtschaft, und zwar für Jahre.

All das führt zu einer Verschärfung der grundlegenden Probleme in den westlichen Gesellschaften. Natürlich haben wir genug eigene Probleme, aber darüber muss ich jetzt reden, denn sie zeigen immer mit dem Finger auf uns, während sie selbst auch genug eigene Probleme haben. Darüber habe ich auch in Davos gesprochen. Die unmittelbare Folge der Handlungen der europäischen Politiker und der Ereignisse dieses Jahres wird eine weitere Vertiefung der Ungleichheit in diesen Ländern sein, was wiederum die Spaltung ihrer Gesellschaften weiter vorantreiben wird. Dabei geht es nicht nur um den Wohlstand, sondern auch um die Werte der verschiedenen Gruppen dieser Gesellschaften.

Ja, diese Widersprüche werden unterdrückt und unter den Teppich gekehrt. Demokratische Verfahren, Wahlen in Europa… ehrlich gesagt, manchmal schaut man sich an, was dort passiert, welche Kräfte an die Macht kommen – das sieht alles aus wie eine Scheinwelt, wenn politische Parteien, die einander wie Zwillingen ähneln, sich gegenseitig an der Macht abwechseln. Aber in der Sache ändert sich nichts. Die wahren Interessen der Menschen und der nationalen Wirtschaft werden immer weiter an den Rand gedrängt.

Eine solche Abkehr von der Realität, von den Bedürfnissen der Gesellschaft, wird unweigerlich zu einem Aufschwung des Populismus und zum Erstarken extremer, radikaler Strömungen, zu schwerwiegenden sozioökonomischen Veränderungen, zur Degradierung und in naher Zukunft zu einem Austausch der Eliten führen. Wie Sie sehen können, verlieren die traditionellen Parteien immer mehr. Es entstehen irgendwelche neuen Parteien, aber wenn sie sich nicht sehr von den traditionellen unterscheiden, haben sie auch keine großen Überlebenschancen.

Alle Versuche, gute Miene zum bösen Spiel zu machen, alles Gerede über angeblich akzeptable Kosten im Namen der Pseudo-Einigkeit kann nicht über das Wesentliche hinwegtäuschen: Die EU hat ihre politische Souveränität endgültig verloren, und ihre bürokratischen Eliten tanzen nach der Pfeife anderer, akzeptieren, was ihnen von oben befohlen wird, und schaden damit ihrer eigenen Bevölkerung und ihrer eigenen Wirtschaft, ihren eigenen Unternehmen.

Was ist hier noch wichtig? Die Verschlechterung der Lage in der Weltwirtschaft ist keine Sache der letzten Monate – ich werde mich jetzt auf Dinge konzentrieren, die ich für äußerst wichtig halte -, was geschieht, ist nicht das Ergebnis der letzten Monate, natürlich nicht. Schon gar nicht das Ergebnis der Militäroperation, die Russland im Donbass durchführt. Derartige Behauptungen sind eine offene und bewusste Verzerrung der Fakten.

Der starke Anstieg der Inflation auf den Rohstoff- und Warenmärkten war schon lange vor den Ereignissen dieses Jahres eine Tatsache. Die Welt wurde durch die jahrelange unverantwortliche makroökonomische Politik der so genannten G7-Länder, einschließlich der unkontrollierten Emissionen und der Anhäufung ungesicherter Schulden, in diese Situation getrieben. Und diese Prozesse haben sich noch beschleunigt, verstärkt durch den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020, als sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen weltweit drastisch zurückgegangen sind.

Man fragt sich: Was hat unser Militäreinsatz im Donbass damit zu tun? Er hat damit überhaupt nichts zu tun.

Da die Regierungen der führenden westlichen Volkswirtschaften nicht in der Lage oder nicht willens waren, andere Rezepte zu verwenden, haben sie einfach die Druckerpresse angeworfen. Auf diese einfache Art und Weise begannen sie, die noch nie dagewesenen Haushaltsdefizite zu decken.

Ich habe die Zahl schon genannt: In den letzten zwei Jahren ist die Geldmenge in den USA um mehr als 38 Prozent gestiegen. Früher hat so ein Anstieg jahrzehntelang gedauert, aber jetzt sind es 38 Prozent in zwei Jahren, das sind 5,9 Billionen Dollar. Im Vergleich: Nur wenige Länder der Welt haben ein höheres Bruttoinlandsprodukt als diese Summe.

Auch die Geldmenge in der EU ist in diesem Zeitraum stark gestiegen. Sie ist um rund 20 Prozent oder 2,5 Billionen Euro gewachsen.

In letzter Zeit höre ich immer öfter von der so genannten – verzeihen Sie, ich mag es nicht, mich selbst zu erwähnen, aber ich muss das sagen – wir alle hören von der sogenannten „Putin-Inflation“ im Westen. Wenn ich das sehe, denke ich immer: Für wen ist dieser Unsinn gedacht? Für diejenigen, die nicht lesen und schreiben können, das ist alles. Menschen, die zumindest lesen können, verstehen, was wirklich vor sich geht.

Russland und unsere Maßnahmen zur Befreiung des Donbass haben damit absolut nichts zu tun. Der heutige Preisanstieg, die Inflation, die Probleme mit Lebensmitteln und Kraftstoffen, Benzin und Energie insgesamt sind das Ergebnis von systemischen Fehlern in der Wirtschaftspolitik der derzeitigen US-Regierung und der Euro-Bürokraten. Da liegen die Ursachen, und nur darin.

Ich sage auch etwas zu unserer Operation: Ja, sie hatte eine gewisse Bedeutung, aber die Wurzeln liegen genau darin, in deren fehlerhafter Wirtschaftspolitik. Für den Westen ist der Beginn unserer Operation im Donbass ein Rettungsanker, der es ihnen ermöglicht, ihre eigenen Fehleinschätzungen anderen, in diesem Fall Russland, in die Schuhe zu schieben. Aber jeder, der zumindest über Grundschulbildung verfügt, versteht die wahren Gründe für die derzeitige Situation.

Es wurden riesige Mengen an Geld gedruckt, und was dann? Wohin ist das ganze Geld geflossen? Es ist offensichtlich: unter anderem in den Kauf von Waren und Dienstleistungen außerhalb der westlichen Länder – dorthin ist es geflossen, dieses gedruckte Geld. Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes begonnen, alles „aufzusaugen“, die globalen Märkte „aufzusaugen“. Natürlich dachte niemand an die Interessen der anderen Nationen, einschließlich der ärmsten. Denen blieben nur die „Reste“, und das auch noch zu astronomischen Preisen.

Ende 2019 beliefen sich die Einfuhren in die Vereinigten Staaten auf etwa 250 Milliarden Dollar pro Monat, inzwischen sind sie auf 350 Milliarden Dollar gestiegen. Bemerkenswerterweise betrug der Anstieg 40 Prozent – er ist proportional zur ungedeckten Aufblähung der Dollar-Geldmenge in den letzten Jahren. Sie haben es gedruckt, verteilt und das Geld benutzt, um alle Waren von den Märkten anderer Länder abzusaugen.

Ich füge noch etwas hinzu: Die Vereinigten Staaten waren lange ein wichtiger Lieferant von Nahrungsmitteln für den Weltmarkt, und sie sind zu Recht stolz auf ihre Landwirtschaft, ihre Tradition in der Landwirtschaft, die für viele ein Vorbild ist, übrigens auch für uns. Aber heute hat sich die Rolle Amerikas dramatisch verändert. Das Land hat sich von einem Nettoexporteur von Lebensmitteln zu einem Nettoimporteur entwickelt. Grob gesagt, drucken sie Geld und ziehen Rohstoffströme an, indem sie Lebensmittel in der ganzen Welt aufkaufen.

Eine noch höhere Steigerungsrate bei den Wareneinfuhren ist in der Europäischen Union zu beobachten. Es ist klar, dass dieser starke Anstieg der Nachfrage, dem kein entsprechendes Warenangebot gegenübersteht, die Welle von Defiziten und weltweiter Inflation ausgelöst hat. Daher kommt die weltweite Inflation. In den letzten Jahren hat sich fast alles auf der Welt verteuert: Rohstoffe, Konsumgüter und vor allem Lebensmittel.

Ja, natürlich exportieren diese Länder, einschließlich der Vereinigten Staaten, weiterhin, aber das Gleichgewicht zwischen Exporten und Importen hat sich bereits in die andere Richtung verschoben: Es gibt bereits, ich glaube, für 17 Milliarden mehr Importe als Exporte. Das ist es, worum es geht.

Nach Angaben der Vereinten Nationen lag der weltweite Index der Lebensmittelpreise im Februar dieses Jahres um 50 Prozent höher als im Mai 2020, und der kombinierte Rohstoffindex hat sich im gleichen Zeitraum verdoppelt.

Unter den Bedingungen dieses Inflationsorkans stellen sich viele Entwicklungsländer eine berechtigte Frage: Warum tauschen sie Rohstoffe gegen Dollar und Euro, die vor ihren Augen an Wert verlieren? Die Schlussfolgerung ist, dass die Wirtschaft der imaginären Einheiten unweigerlich durch eine Wirtschaft mit realen Werten und Vermögenswerten ersetzt wird.

Nach Angaben des IWF belaufen sich die weltweiten Devisenreserven derzeit auf 7,1 Billionen Dollar und 2,5 Billionen Euro, und dieses Geld wertet sich jährlich um etwa acht Prozent ab. Und außerdem kann es auch noch jederzeit konfisziert, gestohlen werden, wenn den USA die Politik des einen oder anderen Landes nicht gefällt. Das ist für viele Länder, die ihre Devisenreserven in diesen Währungen halten, sehr real geworden.

Nach Ansicht von Experten wird – das ist eine objektive Analyse – schon in den kommenden Jahren der Prozess der Umwandlung der weltweiten Reserven – es gibt bei derartigen Defiziten einfach keine andere Möglichkeit – in echte Ressourcen – das werden natürlich andere Länder tun – wie Nahrungsmittel, Energie und andere Rohstoffe stattfinden. Es ist offensichtlich, dass dieser Prozess die weltweite Dollar-Inflation weiter anheizen wird.

Was Europa betrifft, so haben die verfehlte Energiepolitik, das blinde Vertrauen in erneuerbare Energien und der Börsenhandel von Erdgas, was zu dem starken Anstieg der Energiekosten geführt hat, zusätzlich zu dem plötzlichen starken Preisanstieg beigetragen, den wir seit dem dritten Quartal des vergangenen Jahres beobachten konnten – wiederum lange bevor unsere Operation im Donbass begonnen hat. Wir haben damit absolut nichts zu tun. Das haben sie selbst verbockt, die Preise sind in die Höhe geschossen, und sie suchen wieder nach Schuldigen.

Die Fehlkalkulationen des Westens haben nicht nur zu einer Verteuerung vieler Waren und Dienstleistungen geführt, sondern auch zu einem Rückgang der Produktion von Düngemitteln, insbesondere von Stickstoffdünger aus Erdgas. Insgesamt sind die Preise für Düngemittel allein von Mitte letzten Jahres bis Februar dieses Jahres weltweit um mehr als 70 Prozent gestiegen.

Leider gibt es derzeit keine Anzeichen für eine Umkehr dieses Trends. Im Gegenteil: Vor diesem Hintergrund haben sie die Arbeit ihrer Unternehmen und die Logistik der Düngemittellieferungen aus Russland und Weißrussland blockiert. Damit haben sie die Situation noch weiter in die Sackgasse geführt.

Es ist nicht schwer, die weitere Entwicklung vorherzusagen. Ein Mangel an Düngemitteln bedeutet geringere Erträge und damit die Gefahr einer Verknappung von Lebensmitteln auf dem Weltmarkt, was zu noch höheren Preisen führen wird, wodurch vor allem die ärmsten Länder vom Hunger bedroht werden. Und das wird voll und ganz auf dem Gewissen der US-Regierung und der Euro-Bürokraten lasten.

Ich möchte noch einmal betonen: Dieses Problem ist nicht heute entstanden, nicht in den letzten drei oder vier Monaten, und es war definitiv nicht die Schuld Russlands, wie einige Demagogen jetzt erklären, indem sie die Verantwortung für alles, was in der Weltwirtschaft vor sich geht, auf unser Land abzuwälzen versuchen.

Natürlich könnten wir uns darüber freuen, zu hören, dass wir so mächtig und allmächtig sind: Die im Westen, in den USA und in Europa, in den Himmel schießende Inflation und was wir sonst noch so alles machen, was alle erzittern lässt. Vielleicht würden wir uns freuen, so eine Macht zu spüren, aber das hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Die Situation hat sich seit Jahren zusammengebraut, angeheizt durch die kurzsichtigen Handlungen derjenigen, die es gewohnt sind, ihre Probleme auf Kosten anderer zu lösen, die sich auf den Mechanismus der Geldemissionen verlassen haben und immer noch verlassen, um zu viel zu kaufen, Handelsströme anzuziehen und damit die Defizite zu verschärfen und humanitäre Katastrophen in bestimmten Teilen der Welt zu provozieren. Ich möchte hinzufügen: Es handelt sich im Wesentlichen um die gleiche raubkoloniale Politik der Vergangenheit, aber natürlich in einer neuen Form, in einer neuen Auflage, viel subtiler und raffinierter. Man versteht nicht sofort, was vor sich geht.

Die wichtigste Aufgabe der Weltgemeinschaft besteht nun darin, die Versorgung des Weltmarktes mit Nahrungsmitteln zu verbessern und dabei auch den Bedarf der Länder zu decken, in denen die Ernährungslage besonders prekär ist.

Wenn es seine heimische Ernährung und seinen Binnenmarkt gesichert hat, kann Russland die Ausfuhren von Lebensmitteln und Düngemitteln erheblich steigern. Unsere Getreidevorräte zum Beispiel können in der nächsten Saison auf 50 Millionen Tonnen ansteigen.

Wir werden unsere Lieferungen vorrangig in die Länder leiten, in denen der Nahrungsmittelbedarf am größten ist und die Gefahr des wachsenden Hungers besteht. Zunächst einmal geht es hier um afrikanische Länder und den Nahen Osten.

Allerdings gibt es hier Schwierigkeiten, die ebenfalls ohne unser Verschulden entstehen. Ja, formell stehen russisches Getreide, Lebensmittel und Düngemittel nicht unter Sanktionen… Übrigens haben die Amerikaner Sanktionen gegen unsere Düngemittel verhängt, die Europäer sind ihnen gefolgt. Dann haben die Amerikaner sie aufgehoben und erkannt, in was sie hineingeraten waren. Aber die Europäer tun das nicht. Ihre Bürokratie arbeitet wie Mühlsteine in einer Mühle aus dem 18. Jahrhundert. Daher wissen alle, dass sie eine Dummheit gemacht haben, aber das irgendwie zurückzudrehen, ist aus bürokratischen Gründen schwierig.

Also wiederhole ich es, Russland ist bereit, zum Ausgleich der globalen Agrarmärkte beizutragen, und wir begrüßen natürlich die Offenheit unserer Kollegen in der UNO, die die Dringlichkeit des globalen Nahrungsmittelproblems verstehen, für einen Dialog über dieses Thema. Das Thema eines solchen Gesprächs könnte die Schaffung normaler Bedingungen – logistisch und finanziell – für die Steigerung der russischen Lebensmittel- und Düngemittelausfuhren sein.

Was die ukrainischen Lebensmittelexporte auf die Weltmärkte betrifft – und ich kann nicht umhin, zu erwähnen, dass es leider auch hier viele Spekulationen gibt -, so behindern wir nichts. Wir sind nicht diejenigen, die die ukrainischen Schwarzmeerhäfen vermint haben. Sollen sie die Minen räumen und es exportieren. Wir werden für die Sicherheit der Handelsschiffe sorgen. Das ist überhaupt keine Frage.

Aber worüber reden wir? Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die Ukraine etwa sechs Millionen Tonnen Weizen hat, wir schätzen es auf etwa fünf Millionen Tonnen. Und weitere sieben Millionen Tonnen Mais. Das war’s. Und wenn man bedenkt, dass die Welt 800 Millionen Tonnen Weizen produziert, dann machen fünf Millionen Tonnen für den Weltmarkt, wie Sie verstehen, überhaupt keinen Unterschied.

Dennoch haben sie Möglichkeiten für den Export, und zwar nicht nur über die Schwarzmeerhäfen. Bitte schön, exportiert es über Weißrussland – das ist übrigens der billigste Weg. Über Polen, Rumänien – so viel Ihr wollt. Es gibt fünf oder sechs Möglichkeiten für den Export.

Es geht nicht um uns, es geht um die Vernunft der Leute, die in Kiew an der Macht sind. Sollen die entscheiden, was sie tun wollen, und in diesem Fall orientieren sie sich wenigstens nicht an ihrem Herren aus dem Ausland, aus Übersee.

Aber es besteht aber auch die Gefahr, dass dieses Getreide für die Bezahlung der gelieferten Waffen verwendet wird. Das wäre dann ziemlich traurig.

Liebe Freunde!

Wie ich bereits gesagt habe, befindet sich die moderne Welt in einer Phase dramatischer Veränderungen. Die internationalen Institutionen brechen zusammen und versagen. Die Sicherheitsgarantien werden entwertet. Der Westen hat sich prinzipiell geweigert, seine früher eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. Mit dem Westen irgendwelche neue Vereinbarungen zu treffen, hat sich als einfach unmöglich erwiesen.

In dieser Situation, vor dem Hintergrund zunehmender Risiken und Bedrohungen für uns, war die Entscheidung Russlands, die Militäroperation durchzuführen, eine erzwungene Entscheidung. Eine natürlich schwierige Entscheidung, aber eine zwingende und notwendige.

Das ist die Entscheidung eines souveränen Landes, das das uneingeschränkte, übrigens auf der Charta der UNO basierende, Recht hat, für seine Sicherheit einzustehen. Es war eine Entscheidung, die darauf abzielt, unsere Bürger und die Bewohner der Volksrepubliken des Donbass, die seit acht Jahren einem Völkermord durch das Kiewer Regime und Neonazis ausgesetzt sind, die den vollen Schutz des Westens haben, zu schützen.

Der Westen hat nicht nur versucht, das „Anti-Russland“-Szenario umzusetzen, sondern hat sich auch aktiv an der militärischen Entwicklung des ukrainischen Territoriums beteiligt, indem er die Ukraine buchstäblich mit Waffen und Militärberatern vollgepumpt hat. Er macht damit auch heute noch weiter. Um ehrlich zu sein, interessiert sich im Westen niemand für die Entwicklung der ukrainischen Wirtschaft oder das Wohlergehen der dort lebenden Menschen; sie scheren sich einen Dreck darum, aber an Geld, um einen gegen Russland gerichteten NATO-Brückenkopf im Osten zu schaffen, um Aggression, Hass und Russophobie zu nähren, haben sie nie gespart und tun das auch heute nicht.

Heute kämpfen unsere Soldaten und Offiziere, die Donbass-Miliz, um ihre Leute zu schützen. Sie verteidigen das Recht Russlands, sich frei und sicher als ein großes multi-ethnisches Land zu entwickeln, das seine eigenen Entscheidungen trifft, seine eigene Zukunft bestimmt, sich auf seine eigene Geschichte, Kultur und Traditionen stützt und dass alle Versuche ablehnt, ihm von außen die Pseudowerte der Entmenschlichung und der moralischen Degradierung aufzudrängen.

Alle Aufgaben der Militäroperation werden zweifellos erfüllt werden. Der Schlüssel dazu sind der Mut und das Heldentum unserer Soldaten, die Konsolidierung der russischen Gesellschaft, deren Unterstützung der russische Armee und Marine Kraft und Zuversicht verleiht, und ein tiefes Verständnis für die Richtigkeit und historische Gerechtigkeit unserer Sache – den Aufbau und die Stärkung eines starken souveränen Russland.

Was möchte ich betonen? Souveränität kann im 21. Jahrhundert nicht teilweise, nicht fragmentarisch sein. Alle ihre Elemente sind gleich wichtig, sie verstärken und ergänzen sich gegenseitig.

Deshalb ist es für uns wichtig, nicht nur unsere politische Souveränität und unsere nationale Identität zu verteidigen, sondern auch alles zu stärken, was die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Landes, seine finanzielle, personelle und technologische Eigenständigkeit und Unabhängigkeit ausmacht.

Die Sanktionen des Westens beruhen auf der falschen These, dass Russland wirtschaftlich nicht souverän und in hohem Maße verwundbar ist. Sie waren so sehr damit beschäftigt, Mythen über die Rückständigkeit Russlands und seine schwache Position in der weltweiten Wirtschaft und dem Handel zu verbreiten, dass sie anscheinend selbst daran geglaubt haben.

Bei der Planung ihres wirtschaftlichen Blitzkriegs haben sie nicht bemerkt, sie haben die realen Fakten einfach ignoriert, dass sich unser Land in den letzten Jahren verändert hat.

Und diese Veränderungen sind das Ergebnis unserer geplanten Arbeit zur Schaffung einer nachhaltigen makroökonomischen Struktur, zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit, zur Umsetzung von Programmen zur Importsubstitution, zum Aufbau eines eigenen Zahlungssystems und so weiter.

Natürlich haben die Sanktionen das Land vor viele schwierige Herausforderungen gestellt. Einige Unternehmen haben immer noch Probleme mit Zulieferteilen. Eine ganze Reihe von technologischen Lösungen ist für unsere Unternehmen nicht mehr verfügbar. Die Logistik ist gestört.

Auf der anderen Seite eröffnet uns all das aber neue Möglichkeiten, das sagen wir oft, aber es ist wirklich so. All das ist ein Anreiz, eine Wirtschaft aufzubauen, die über ein umfassendes – und nicht nur teilweises – technologisches, produktionstechnisches, menschliches und wissenschaftliches Potenzial sowie über Souveränität verfügt.

Natürlich kann eine so komplexe Aufgabe nicht, wie man sagt, in einem Augenblick gelöst werden. Man muss die Arbeit systematisch und mit Blick auf die Zukunft fortzusetzen. Genau so arbeitet Russland, indem es langfristige Pläne für die Entwicklung von Wirtschaftssektoren und die Stärkung des sozialen Bereichs umsetzt. Die aktuellen Herausforderungen führen nur zu Anpassungen und Verfeinerungen dieser Pläne, nicht aber zu einer Änderung ihrer strategischen Ausrichtung.

Heute möchte ich mich auf die wichtigsten Grundsätze konzentrieren, die die Entwicklung unseres Landes und unserer Wirtschaft leiten werden.

Der erste ist Offenheit. Wirklich souveräne Nationen sind immer bereit, gleichberechtigt und partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, um ihren eigenen Beitrag zur globalen Entwicklung zu leisten. Wer dagegen schwach und abhängig ist, sucht in der Regel nach Feinden, schürt Fremdenfeindlichkeit oder verliert schließlich seine Identität, seine Unabhängigkeit, indem er blindlings seinem Oberherrn folgt.

Russland wird – trotz der Tatsache, dass unsere westlichen Freunde sozusagen buchstäblich davon träumen – niemals den Weg der Selbstisolierung und Autarkie einschlagen. Mehr noch, wir bauen die Zusammenarbeit mit all jenen aus, die daran interessiert sind und mit uns zusammenarbeiten wollen, und werden das auch weiterhin tun. Davon gibt es viele, ich werde sie nicht alle aufzählen. Sie sind die große Mehrheit der Menschen auf der Erde. Ich werde jetzt nicht alle diese Länder aufzählen, die kennt jeder.

Ich sage nichts Neues, wenn ich daran erinnere, dass alle, die weiterhin mit Russland arbeiten und zusammenarbeiten wollen, einem unverhohlenen Druck seitens der Vereinigten Staaten und Europas ausgesetzt sind, manchmal sogar direkten Drohungen. Diese Erpressung bedeutet jedoch wenig, wenn es sich um Länder handelt, die von echten Führungspersönlichkeiten geleitet werden, die genau wissen, wo die Interessen anderer liegen und wo die nationalen, ihre eigenen Interessen und die Interessen ihrer Völker liegen.

Russland wird die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit diesen Staaten ausbauen und gemeinsame Projekte fördern. Gleichzeitig werden wir natürlich auch mit westlichen Unternehmen zusammenarbeiten, die trotz des beispiellosen „Drehens der Arme auf den Rücken“ weiterhin erfolgreich auf dem russischen Markt tätig sind. Die gibt es auch.

Wir sehen in der Entwicklung einer bequemen und unabhängigen Zahlungsinfrastruktur in nationalen Währungen eine solide, berechenbare Grundlage für die Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit. Und um die Unternehmen unserer Länder beim Aufbau von Logistik- und Kooperationsbeziehungen zu unterstützen, entwickeln wir Verkehrskorridore, erhöhen die Kapazität der Eisenbahnen und die Umschlagkapazitäten der Häfen in der Arktis, im Osten, im Süden und in anderen Richtungen. Insbesondere im Asowschen und Schwarzen Meer und im Kaspischen Becken werden sie zum wichtigsten Abschnitt des Nord-Süd-Korridors werden, der nachhaltige Kanäle mit dem Nahen Osten und Südasien bieten wird. Wir gehen davon aus, dass der Frachtverkehr dort in naher Zukunft stetig zunehmen wird.

Aber nicht nur der internationale Handel ist wichtig. Russland beabsichtigt, die wissenschaftliche, technologische, kulturelle, humanitäre und sportliche Zusammenarbeit auf der Grundlage von Gleichberechtigung und Achtung der Partner zu verstärken. Gleichzeitig wird sich unser Land bemühen, in all diesen Bereichen eine verantwortungsvolle Führungsrolle zu übernehmen.

Der zweite Grundsatz unserer langfristigen Entwicklung ist unser Vertrauen in die unternehmerischen Freiheiten. Jede private Initiative, die Russland zugute kommen soll, muss maximale Unterstützung und Raum für ihre Umsetzung erhalten.

Die Pandemie und die aktuellen Ereignisse haben bestätigt, wie wichtig in der Wirtschaft Flexibilität und Freiheit sind. Es ist die Privatwirtschaft, die in dem schwierigen Umfeld und inmitten von Versuchen, unsere Entwicklung mit allen Mitteln zu unterdrücken, bewiesen hat, dass sie in der Lage ist, auf den globalen Märkten zu bestehen. Die Anpassung an das sich rasch verändernde äußere Umfeld funktioniert auch wegen der Privatwirtschaft. Wir müssen für eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung sorgen und uns dabei natürlich auf die Privatwirtschaft stützen.

Wir werden den Verwaltungsaufwand weiter verringern. Von 2016 bis 2018 gab es zum Beispiel ein Moratorium für Routinekontrollen bei kleinen Unternehmen. Es wurde anschließend bis Ende 2022 verlängert. Seit 2020 umfasst dieses Moratorium auch mittlere Unternehmen. Außerdem ist die Zahl der außerplanmäßigen Kontrollen auf fast ein Viertel gesunken.

Aber wir sind noch weiter gegangen und haben im März dieses Jahres auf geplante Kontrollen bei allen Unternehmern verzichtet, unabhängig von ihrer Größe, nur unter einer Bedingung: solange ihre Aktivitäten nicht mit einem hohen Risiko für Mensch und Umwelt verbunden sind. Infolgedessen hat sich die Zahl der geplanten Kontrollen im Vergleich zum Vorjahr auf ein Sechstel reduziert.

Warum spreche ich jetzt so ausführlich darüber? Der Punkt ist, dass die Zahl der Verstöße durch die Unternehmer nach der Einführung des Moratoriums für Kontrollen – das ist das Ergebnis – nicht gestiegen, sondern gesunken ist, die Zahl der Verstöße ist zurückgegangen. Das zeigt die Reife und Verantwortung der russischen Wirtschaft. Sie muss motiviert werden und darf nicht gezwungen werden, Normen und Anforderungen zu erfüllen.

Das bedeutet, dass es allen Grund gibt, einen weiteren, entscheidenden Schritt nach vorn zu tun: die meisten Kontrollen aller russischen Unternehmen, deren Aktivitäten nicht mit hohen Risiken verbunden sind, für immer einzustellen. Längst ist allen klar: Es gibt keinen Grund, alle zu kontrollieren. Es muss einen risikoorientierten Ansatz geben. Ich fordere die Regierung auf, in den kommenden Monaten konkrete Parameter für eine solche Reform festzulegen.

Und hier ist ein weiteres für die Wirtschaft sehr sensibles Thema, und heute ist es auch ein Thema unserer nationalen Sicherheit und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit. Um alle Arten von Missbräuchen und Schlupflöchern zur Ausübung von Druck auf Unternehmer einzuschränken und zu minimieren, beseitigen wir konsequent unklare strafrechtliche Bestimmungen zum so genannten Wirtschaftsstrafrecht.

Im März wurde ein Gesetz unterzeichnet, das es erlaubt, Strafverfahren gegen Unternehmer wegen Steuervergehen nur auf Initiative der Steuerbehörde einzuleiten – und auf keine andere Weise. Ein Gesetzentwurf zur Verkürzung der Verjährungsfrist für Steuerstraftaten und zur Ablehnung der Einleitung von Strafverfahren nach vollständiger Begleichung der Steuerrückstände sollte bald verabschiedet werden.

(Anm. d. Übers.: Kontrollen und Strafverfahren sind altes ein Problem Russland, gegen das Putin seit Jahren wettert, aber bisher nicht mit vollem Erfolg. Der Grund ist, dass Staatsanwälte früher Pläne hatten, wie viele Straftaten sie vor Gericht bringen mussten, weshalb es immer wieder dazu kam, dass Staatsanwälte weit über das Ziel hinausgeschossen sind. Das ist längst abgeschafft, aber die Gewohnheiten von Beamten zu ändern, ist auch in Russland nicht einfach. Putin macht bei dem Thema immer wieder Druck, darum geht es auch in diesem Teil seiner Rede)

Insgesamt ist ein vorsichtiges, aber gründliches Vorgehen erforderlich, um eine Reihe von so genannten Wirtschaftsdelikten zu entkriminalisieren. Zum Beispiel solche, die sich auf die Arbeit ohne Lizenz oder Akkreditierung beziehen. Das ist heute ein sehr heikles Thema, da sich unsere westlichen Partner beispielsweise weigern, solche Lizenzen zu erteilen.

In solchen Fällen sollten unsere Behörden nicht, wie man sagt, die russische Wirtschaft mit eigenen Händen bestrafen, zumal unsere Unternehmer hier nicht wirklich schuld sind. Sie wissen, was ich meine. Diejenigen, die in kleinen Unternehmen arbeiten, verstehen das sehr gut. Eine Lizenz ist abgelaufen, unsere westlichen Partner verlängern sie nicht, was können sie tun? Sollen sie etwa ihr Geschäft aufgeben? Natürlich muss der Staat alles unter Kontrolle halten, aber er soll sie nicht an der Arbeit hindern.

Außerdem sollten wir auch über eine Anhebung der Schwelle für die Strafe bei der Nichtzahlung von Zöllen und anderen obligatorischen Zahlungen nachdenken. Darüber hinaus haben wir die Parameter für die Definition von großen und besonders großen Schäden seit langem nicht geändert, trotz der aufgelaufenen Inflation. Diese Unvereinbarkeit des Gesetzes mit der Lebenswirklichkeit muss unbedingt korrigiert werden. Von 2016 bis heute hat sich die Inflation auf 50 Prozent angehäuft, aber diese Parameter wurden nicht geändert – die muss man natürlich ändern.

Schließlich müssen die Gründe für die Untersuchungshaft von Geschäftsleuten und die Ausweitung von Ermittlungsverfahren überprüft werden. Es ist kein Geheimnis, dass diese Bestimmungen sehr oft angewandt werden, ohne dass dafür eine objektive Notwendigkeit besteht.

Infolgedessen sind die Unternehmen gezwungen, ihre Tätigkeit auszusetzen oder ganz zu schließen, solange die Ermittlungen noch laufen. In diesem Fall steht neben den direkten Verlusten und dem Verlust von Marktanteilen und Arbeitsplätzen auch der Ruf der Unternehmen und ihrer Manager auf dem Spiel.

Ich mache die Strafverfolgungsbehörden darauf aufmerksam, dass dieser Praxis ein Ende gesetzt werden muss. Ich fordere die Regierung auf, zusammen mit dem Obersten Gerichtshof entsprechende Gesetzesänderungen vorzubereiten. Ich bitte darum, dass diese Arbeit bis zum 1. Oktober dieses Jahres erledigt wird.

Darüber hinaus hat der Sicherheitsrat den Sonderauftrag erteilt, Situationen zu analysieren, in denen Strafverfahren eingeleitet werden, es aber nicht zu einem Prozess kommt. Die Zahl dieser Fälle hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Es ist für jeden klar, was dahinter steckt. Häufig werden Verfahren ohne ausreichende Begründung eingeleitet oder dazu benutzt, Druck auf Unternehmen oder Einzelpersonen auszuüben. Wir werden dieses Thema im Herbst gesondert erörtern und weitere Entscheidungen in Bezug auf die Gesetzgebung und die Organisation der Arbeit der Strafverfolgungsbehörden treffen.

Natürlich spielen die regionalen Managementteams eine wichtige Rolle bei der Schaffung eines modernen Unternehmensumfelds. Auf dem St. Petersburger Forum weise ich traditionell auf die Regionen hin, die im Rahmen des von der Agentur für strategische Initiativen durchgeführten Nationalen Investitionsklima-Ratings erhebliche Fortschritte erzielt haben.

Hier gibt es Veränderungen bei den ersten drei Plätzen. Neben Moskau und Tatarstan, die nach wie vor an der Spitze liegen, ist in diesem Jahr auch die Region Moskauer Umland hinzugekommen. Im Laufe des Jahres ist es vom achten Platz in die Top-3 vorgerückt. Die Regionen Tula, Nischni Nowgorod, Tjumen, Nowgorod, Sachalin, St. Petersburg und Baschkortostan stehen ebenfalls an der Spitze des Ratings.

Gesondert möchte ich die Regionen mit den größten Fortschritten erwähnen: die Region Kurgan mit einem Aufstieg um 36 Plätze, die Region Perm und Altai mit einem Aufstieg um 26 Plätze, Inguschetien mit 24 Plätzen und die Region Iwanowo mit einem Aufstieg um 17 Plätze.

Ich danke und gratuliere unseren Kollegen in den Regionen für diese Arbeit.

Und natürlich müssen die Regierung und die regionalen und kommunalen Teams der Unterstützung der unternehmerischen Initiativen von Bürgern in kleinen Städten und abgelegenen Gemeinden besondere Aufmerksamkeit widmen. Auch dafür haben wir erfolgreiche Beispiele. Es geht unter anderem um die Erstellung von gefragter Software, um den landesweiten Verkauf von Bio-Lebensmitteln und Waren aus eigener Herstellung über russische Internetplattformen.

Es ist wichtig, hier neue Möglichkeiten zu schaffen, moderne Handelsformate einzuführen, einschließlich elektronischer Plattformen, wie ich bereits sagte, um die Kosten für Logistik, Transport und andere zu senken, einschließlich der Nutzung modernisierter russischer Postämter.

Wir müssen auch Angestellten von Kleinunternehmen, Selbstständigen und Jungunternehmern helfen, zusätzliche Fähigkeiten und Kompetenzen zu erwerben. Ich bitte darum, diese Maßnahmen, die speziell auf Kleinstädte, ländliche Gebiete und abgelegene Regionen abzielen, als besonderen Punkt in das nationale Projekt zur Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen aufzunehmen.

Ich möchte mich auch an unsere Führungskräfte und Eigentümer von Großunternehmen, an unsere großen Geschäftsleute und Manager wenden.

Vereehrte Kollegen, liebe Freunde!

Wirklichen, dauerhaften Erfolg, ein Gefühl der Würde und des Selbstbewusstseins gibt es nur, wenn man seine Zukunft und die Zukunft seiner Kinder mit seiner Heimat verbindet. Wir unterhalten seit langem Beziehungen zu vielen Menschen und ich kenne die Stimmung vieler unserer Unternehmensleiter und Eigentümer. Ich habe schon oft von Ihnen gehört, dass ein Unternehmen viel mehr ist als nur Gewinn zu machen, und das stimmt auch, es geht darum das Leben um einen herum zu verändern, zur Entwicklung der Heimatstadt, der Region und des ganzen Landes beizutragen, es ist äußerst wichtig für die Selbstverwirklichung, den Menschen und der Gesellschaft zu dienen, das kann durch nichts ersetzt werden. Das ist der Sinn des Lebens, der Sinn der Arbeit.

Die jüngsten Ereignisse haben nur bestätigt, was ich schon immer gesagt habe: Zu Hause ist es sicherer. Diejenigen, die diese offensichtliche Botschaft nicht hören wollten, haben im Westen Hunderte von Millionen, wenn nicht gar Milliarden von Dollar verloren – als so sicher hat sich der vermeintliche Hafen für das Kapital erwiesen.

(Anm. d. Übers.: Das hat Putin in der Tat seit Jahren gepredigt und die reichen Russen aufgefordert, ihre Vermögen und ihr Kapital nach Russland zurückzubringen. Dazu gab es sogar Amnestien und man wurde davon befreit, bei der Kapitalflucht hinterzogene Steuern zahlen zu müssen. Wie das pauschale Einfrieren von russischen Privatvermögen im Westen gerade zeigt, lag Putin mit seiner Warnung richtig)

Ich möchte den Kollegen, auch denen, die im Publikum sitzen, und denen, die heute nicht hier sind, noch einmal sagen: Bitte stolpern Sie nicht in alte Fallen. Unser Land verfügt über ein enormes Potenzial und es gibt noch viele Aufgaben zu bewältigen. Investieren Sie hier, investieren Sie in die Schaffung neuer Unternehmen und Arbeitsplätze, entwickeln Sie die touristische Infrastruktur, unterstützen Sie Schulen, Universitäten, das Gesundheitswesen und den sozialen Bereich, Kultur und Sport. Ich weiß, dass viele das tun, ich weiß, ich möchte es nur noch einmal betonen.

Die Bakhrushins und Morozovs, Shchukins und Ryabushins, Akchurins und Galeevs, Apanaevs und Matsievs, Mamontovs, Tretyakovs, Arsanovs, Dadashevs und Hajievs haben ihre Mission so verstanden. Viele russische, tatarische, burjatische, tschetschenische, dagestanische, jakutische, ossetische, jüdische, armenische und andere Händler- und Unternehmerfamilien haben keine Erben hinterlassen, aber ihre Namen für immer in die Geschichte unseres Landes eingeschrieben.

Übrigens möchte ich noch etwas anderes betonen. Noch weiß niemand, was wichtiger für die Erben, die möglichen Erben des Kapitals ist: das Geld und der Besitz, den sie geerbt haben, oder der gute Ruf ihrer Vorfahren und deren Dienst an ihrem Land. Den kann ihnen niemand nehmen, entschuldigen Sie meine Ausdrucksweise, den kann niemand versaufen.

Und was den künftigen Generationen bleiben wird, ist ihr guter Name, der wird ihnen für immer bleiben. Und den werden sie mit Sicherheit erben, von Generation zu Generation, er wird ihnen helfen, sie im Leben unterstützen, sie sogar stärker machen als Geld oder Eigentum, das sie erben können.

Vereehrte Kollegen!

Der dritte Grundsatz unserer langfristigen Entwicklung ist eine verantwortungsvolle und ausgewogene makroökonomische Politik. Eben diese Politik hat uns in die Lage versetzt, dem beispiellosen Sanktionsdruck weitgehend standzuhalten. Aber ich wiederhole: Für uns ist diese Politik nicht nur wichtig, um auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren, sondern auch langfristig. Wir werden nicht die unglücklichen Erfahrungen unserer westlichen Kollegen wiederholen, die eine Inflationsspirale in Gang gesetzt und ihre Finanzen aus dem Gleichgewicht gebracht haben.

Unser Ziel ist es, die Wirtschaft in den kommenden Jahren stetig zu entwickeln, die Inflationsbelastung für Bürger und Unternehmen zu verringern und unser Inflationsziel von vier Prozent mittel- und langfristig zu erreichen. Ich habe heute mit der Inflation begonnen, und jetzt möchte ich es sagen: Vier Prozent bleiben unser Ziel.

Ich habe die Regierung bereits beauftragt, Vorschläge für neue Regeln für den Staatshaushalt auszuarbeiten. Sie sollen die Berechenbarkeit der Finanzpolitik gewährleisten und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die außenwirtschaftliche Situation optimal genutzt werden kann. All dies ist notwendig, um die Grundlage des Wirtschaftswachstums zu stärken und Infrastruktur- und Technologieprobleme zu lösen, was die Grundlage für die Verbesserung des Wohlstands der Bürger ist.

Ja, einige der weltweiten Reservewährungen begehen gerade Selbstmord, das ist offensichtlich, auf jeden Fall sind ihre selbstmörderischen Tendenzen offensichtlich. Natürlich macht es keinen Sinn, unsere Geldmenge heute damit zu „sterilisieren“. Aber der wichtigste Grundsatz – nur so viel auszugeben, wie wir verdient haben – bleibt bestehen, den hat niemand abgeschafft.

Der vierte Grundsatz unserer Entwicklung ist die soziale Gerechtigkeit. Das Wachstum der Wirtschaft, der unternehmerischen Initiativen, der industriellen Möglichkeiten und des wissenschaftlichen und technologischen Potenzials des Landes muss eine starke soziale Komponente haben. Diese Entwicklung muss zu einer Verringerung der Ungleichheit führen und nicht zu ihrer Verschärfung, wie es in einigen anderen Ländern der Fall ist. Und offen gesagt, sind auch wir keine Champions bei der Lösung dieser Aufgabe, bei uns gibt es hier noch viele Fragen und Probleme.

Zur Verringerung von Armut und Ungleichheit braucht es Nachfrage nach einheimischen Produkten, und zwar im ganzen Land, was bedeutet, dass die Lücke im Potenzial der Regionen verkleinert wird, dass neue Arbeitsplätze genau dort geschaffen werden, wo sie am dringendsten benötigt werden, und dass generell die Voraussetzungen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung geschaffen werden.

Ich möchte betonen: Die positive Dynamik der Realeinkommen der Menschen und die Verringerung der Armut sind die wichtigsten Indikatoren für die Effizienz der Regierung, der Behörden und des Staates insgesamt. Trotz aller objektiven Schwierigkeiten müssen wir in diesem Jahr greifbare Ergebnisse erzielen, und die Regierung hat sich dieses Ziel gesetzt.

Ich wiederhole, wir unterstützen speziell die schwächsten Gruppen der Bevölkerung: Rentner, Familien mit Kindern sowie Menschen, die sich in schwierigen Situationen befinden.

Jedes Jahr werden die Renten über der Inflationsrate erhöht. In diesem Jahr wurden sie zweimal erhöht, unter anderem zum 1. Juni um weitere zehn Prozent.

Der Mindestlohn wurde ebenfalls um zehn Prozent angehoben, ebenso wie die Renten und das Existenzminimum, die mit vielen anderen Sozialleistungen und Zulagen verbunden sind; dementsprechend müssen auch diese erhöht werden, was sich direkt auf die Einkommen von etwa 15 Millionen Menschen auswirkt.

In den letzten Jahren haben wir ein umfassendes Unterstützungssystem für bedürftige Familien mit Kindern aufgebaut. Frauen können von Beginn der Schwangerschaft bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres des Kindes staatliche Unterstützung erhalten. (Anm. d. Übers.: Dazu werde ich in den nächsten Tagen einen eigenen Artikel schreiben, denn ich war überrascht, als ich erfahren habe, wie massiv Familien mit Kindern in Russland unterstützt werden)

Das Wohlergehen und der Wohlstand der Menschen sind die wichtigsten Faktoren der demografischen Entwicklung, und hier ist die Situation angesichts der negativen demografischen Wellen äußerst schwierig. Im April wurden in Russland weniger als hunderttausend Kinder geboren, das sind fast 13 Prozent weniger als im April 2020.

Ich bitte die Regierung, die Entwicklung zusätzlicher Unterstützungsmaßnahmen für Familien mit Kindern ständig zu überprüfen. Sie müssen radikal sein und dem Ausmaß der extremen demografischen Herausforderung, vor der wir stehen, entsprechen.

Die Zukunft Russlands ist eine Familie mit zwei, drei oder mehr Kindern. Deshalb sollten wir nicht nur über direkte finanzielle Unterstützung sprechen, sondern auch das Gesundheits- und Bildungssystem und alle Bereiche, die die Lebensqualität von Familien mit Kindern bestimmen, gezielt anpassen.

Das ist eines der Ziele der nationalen Sozialinitiative, an der die regionalen Teams und die Agentur für strategische Investitionen gemeinsam arbeiten. Im Herbst werden wir die Ergebnisse dieser Arbeit auswerten und die Bewertung der Lebensqualität in den Regionen zusammenfassen, um die besten Verfahren und Erfahrungen landesweit verfügbar zu machen.

Ein weiteres, das fünfte Prinzip, auf das Russland seine Wirtschaftspolitik aufbaut, ist die rasche Entwicklung der Infrastruktur.

Wir haben die direkten Staatsausgaben für den Ausbau der Verkehrsadern schon erhöht. Im nächsten Jahr wird ein groß angelegter Plan zum Bau und zur Instandsetzung des Netzes von Bundes- und Regionalstraßen in Angriff genommen. Innerhalb von fünf Jahren müssen mindestens 85 Prozent auf den neuesten Stand gebracht werden.

Wir setzen neue Instrumente wie die Haushaltsdarlehen für Infrastruktur aktiv ein. Solche Darlehen werden für 15 Jahre zu einem Zinssatz von drei Prozent gewährt. Ich habe bereits gesagt, dass die Nachfrage danach viel größer ist, als wir ursprünglich geplant hatten. In den Regionen gibt es viele gut etablierte, vielversprechende Projekte, deren Start wir nicht verzögern dürfen. Wir werden noch darüber nachdenken, was mit dieser Fördermaßnahme geschehen soll. Wir haben gestern Abend noch darüber diskutiert. Auf jeden Fall kann ich jetzt nur sagen, dass dieses Instrument zuverlässig funktioniert.

Ein weiteres Thema ist die Modernisierung des Bereiches der kommunalen Infrastruktur. Hier haben sich viele Probleme angesammelt. Die Branche ist chronisch unterinvestiert, nach Schätzungen um 4,5 Billionen Rubel. Mehr als 40 Prozent der Netze müssen ersetzt werden. Das führt zu einem geringen Wirkungsgrad und hohen Verlusten. Gleichzeitig verfallen jedes Jahr etwa drei Prozent der Netze, während nur zwei Prozent durch neue ersetzt werden, was bedeutet, dass das Problem von Jahr zu Jahr größer wird. (Anm. d. Übers.: Hier ist die Rede von Wasser- und Heizungsleitungen und ähnlichem)

Ich schlage vor, die Mittel zu bündeln und ein umfassendes Programm zur Modernisierung des Wohnungs- und Versorgungssektors aufzulegen, das mit anderen Plänen zur Entwicklung der Infrastruktur sowie mit der Überholung des Wohnungsbestands abgestimmt wird. Das Ziel ist es, die Situation grundlegend zu verändern, den Anteil der veralteten Netze konsequent zu reduzieren, so wie wir es mit der Umsiedlung aus Notunterkünften und der Instandsetzung von Straßen tun. Wir werden mit den Gouverneuren auf der Sitzung des Präsidiums des Staatsrats in der nächsten Woche eingehend die Fragen des Wohnungs- und Bausektors erörtern.

Außerdem schlage ich gesondert vor, die Mittel für Projekte zur Schaffung eines angenehmen städtischen Umfelds in kleinen Städten und historischen Siedlungen aufzustocken. Dieses Programm funktioniert gut. Ich schlage vor, in den Jahren 2023 und 2024 jährlich zehn Milliarden Rubel zusätzlich für diese Projekte bereitzustellen.

Zusätzliche Mittel werden für die Stadterneuerung im Fernen Osten bereitgestellt. Ich fordere die Regierung auf, im Rahmen der Haushaltsdarlehen für Infrastruktur und die Modernisierung des Wohnungs- und Versorgungssektors sowie anderer Entwicklungsprogramme gesonderte Obergrenzen für diesen Bereich vorzusehen.

Unbedingte Priorität hat für uns die umfassende Entwicklung des ländlichen Raums. Die Menschen, die auf dem Lande arbeiten, die unser Land und, wie sich jetzt zeigt, einen großen Teil der Welt ernähren, müssen unter angenehmen und angemessenen Bedingungen leben. In diesem Zusammenhang fordere ich die Regierung auf, zusätzliche Mittel für das entsprechende Programm bereitzustellen. Die Ausfuhrzölle aus dem Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse können hier zu einer Finanzquelle werden. Das ist eine permanente Quelle. Natürlich kann sie schwanken, aber dafür ist sie dauerhaft.

Gleichzeitig schlage ich vor, die Programme zur Renovierung und Modernisierung ländlicher Kulturhäuser sowie regionaler und kommunaler Theater und Museen zu erweitern, indem in den Jahren 2023 und 2024 jeweils sechs Milliarden Rubel dafür bereitgestellt werden.

Was ich gerade zum Bereich der Kultur gesagt habe, ist für die Menschen äußerst wichtig. Lassen Sie mich ein ganz aktuelles Beispiel nennen: Bei der Verleihung des Ordens Held der Arbeit hat einer der Ausgezeichneten, Wladimir Afrikanowitsch Michailow aus Jakutien, direkt um Hilfe beim Bau eines Kulturzentrums in seinem Heimatdorf gebeten. Natürlich werden wir das auf jeden Fall tun. Aber die Tatsache, dass auf allen Ebenen darüber gesprochen wird, zeigt, dass es eine große Nachfrage gibt.

Ich werde etwas abschweifen, was jetzt, zu Beginn des Sommers – der traditionellen Ferienzeit in Russland – angebracht ist.

Jedes Jahr wollen immer mehr Touristen die schönsten Naturlandschaften unseres Landes besuchen: Nationalparks, Wildtierreservate, Naturschutzgebiete. Man schätzt, dass der Touristenstrom in diesem Jahr 12 Millionen Menschen übersteigen wird. Es ist wichtig, dass die Behörden, die Wirtschaft und die Touristen wissen, was in diesen Gebieten erlaubt ist und was nicht, wo touristische Einrichtungen gebaut werden können und wo das strikt verboten ist, wo das Risiken für die einzigartigen und empfindlichen Ökosysteme birgt.

Die Staatsduma berät bereits über einen Gesetzentwurf, der den Tourismus in besonders geschützten Gebieten regeln und einen zivilisierten Rahmen für diese Aktivitäten schaffen soll.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf Folgendes hinweisen: Alle Entscheidungen, die hier getroffen werden, müssen berechnet und abgewogen werden, wir müssen das ernst nehmen.

Besonders erwähnen möchte ich die Aufgabe, den Baikalsee zu schützen und zu erhalten. Insbesondere wird ein einzigartiges Projekt zur Entwicklung des Baikalsker Stadtkomplexes angestrebt, der zu einem Modell für eine durchdachte, ökologisch orientierte Bewirtschaftung werden soll.

Die Aufgabe besteht nicht nur darin, die durch die Aktivitäten der Zellstoff- und Papierfabrik Baikalsk entstandenen Schäden an der Natur zu beseitigen, sondern auch die Stadt auf ein grundlegend anderes Lebensniveau zu bringen und sie zu einem Markenzeichen des russischen Ökotourismus zu machen. Das Projekt muss unter Verwendung der fortschrittlichsten Technologien und umweltfreundlicher Energiequellen durchgeführt werden.

Generell werden wir saubere Technologien entwickeln, um unsere Ziele der ökologischen Modernisierung unserer Unternehmen zu erreichen und die Schadstoffemissionen in die Atmosphäre zu verringern, insbesondere in großen Industriezentren. Wir werden auch weiterhin an Projekten der Kreislaufwirtschaft, des Umweltschutzes und des Klimaschutzes arbeiten, über die ich letztes Jahr hier auf dem Forum ausführlich gesprochen habe.

Daher besteht das sechste, meiner Meinung nach übergreifende und verbindende Prinzip unserer Entwicklungsarbeit darin, eine wirkliche technologische Souveränität zu erreichen, indem ein integrales System der wirtschaftlichen Entwicklung geschaffen wird, das bei wichtigen Komponenten von ausländischen Institutionen unabhängig ist. Wir müssen alle Lebensbereiche auf einem qualitativ neuen technologischen Niveau aufbauen und gleichzeitig nicht nur Nutzer der Lösungen anderer sein, sondern die technologischen Schlüssel zur Schaffung von Waren und Dienstleistungen der nächsten Generation besitzen.

In den letzten Jahren haben wir der Importsubstitution viel Aufmerksamkeit gewidmet und in einer Reihe von Bereichen Erfolge erzielt: in der Landwirtschaft, bei der Herstellung von Arzneimitteln und medizinischen Geräten, in der Verteidigungsindustrie und in einer Reihe anderer Bereiche.

Aber, und das möchte ich betonen, wir haben viele Diskussionen in der Gesellschaft darüber, die Importsubstitution ist kein Allheilmittel, keine radikale Lösung. Wenn wir nur andere nachahmen, wenn wir versuchen, die Produkte anderer zu ersetzen, selbst wenn es sich um die hochwertigsten Kopien handelt, dann laufen wir Gefahr, ständig hinterherzulaufen, während wir einen Schritt voraus sein müssen, um unsere eigenen wettbewerbsfähigen Technologien, Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, die zu neuen globalen Standards werden können.

Ich möchte daran erinnern, dass Sergej Koroljow nicht den Weg des Kopierens und der teilweisen Verbesserung erbeuteter Raketen gegangen ist, sondern in die Zukunft blickte und ein einzigartiges Paket zum Bau der Rakete R-7 vorgeschlagen hat, das der Menschheit den Weg in den Weltraum eröffnete, ja er setzte einen Standard für die ganze Welt und für die kommenden Jahrzehnte.

Die Begründer vieler sowjetischer wissenschaftlicher Programme haben auf diese Weise proaktiv gearbeitet, und auch heute gehen unsere Konstrukteure mit Würde voran, weil sie sich auf diese Grundlage stützen. Dank ihnen verfügt Russland über Hyperschallwaffen, für die es weltweit keine Analogie gibt. Rosatom ist führend in der Kerntechnik und entwickelt die nukleare Eisbrecherflotte. Viele russische Lösungen im Bereich der künstlichen Intelligenz und der Big-Data-Verarbeitung sind die besten der Welt.

Ich wiederhole es: Die technologische Entwicklung ist ein übergreifender Trend, der nicht nur das laufende Jahrzehnt, sondern das gesamte 21. Jahrhundert entscheidet. Wir werden das Thema des Aufbaus einer neuen technologischen Wirtschaft – der Techno-Economy – auf der nächsten Tagung des Rates „Strategische Entwicklung“ eingehend erörtern. Es gibt viele Themen für Diskussionen und vor allem für Entscheidungen. Ich denke dabei an die Entwicklung der Ingenieurausbildung und den Transfer wissenschaftlicher Entwicklungen in die Realwirtschaft, indem Finanzmittel für schnell wachsende High-Tech-Unternehmen bereitgestellt werden. Wir werden auch die Entwicklung von End-to-End-Technologien und den Fortschritt von Projekten zur digitalen Transformation in einzelnen Branchen diskutieren.

Ich möchte betonen, dass es natürlich unmöglich ist, alles und jedes zu produzieren, und das ist auch nicht nötig. Wir müssen jedoch über alle wichtigen Technologien verfügen, um bei Bedarf in kurzer Zeit eine eigene Produktion für jedes Produkt aufbauen zu können. Das haben wir getan, als wir schnell die Produktion von Impfstoffen gegen das Coronavirus sichergestellt haben, und jetzt haben wir die Produktion vieler anderer Produkte und Dienstleistungen in Gang gesetzt.

Nachdem zum Beispiel die unfreundlichen Partner des LKW-Herstellers KAMAZ den russischen Markt verlassen haben, wird ihre Nische nun von einheimischen Unternehmen besetzt. Und wir sprechen über die Lieferung von Komponenten nicht nur für die traditionellen Modelle des Werks, sondern auch für zukünftige Serien von Langstrecken-, Transport- und Schwerlastfahrzeugen.

Ich möchte auch das Kartenzahlungssystem Mir erwähnen, das Visa und MasterCard auf dem heimischen Markt erfolgreich ersetzt hat und nun seine geografische Reichweite ausweitet, indem es Schritt für Schritt internationale Anerkennung erlangt.

Ein weiteres Beispiel sind die St. Petersburger Traktorenwerke. Der ehemalige ausländische Partner weigerte sich, Motoren zu verkaufen und Garantieleistungen zu erbringen. Wer hat das übernommen? Die Motorenbauer aus Jaroslawl und Tutajew: Sie begannen, ihre eigenen Motoren zu liefern. Infolgedessen war die Produktion von Landmaschinen im St. Petersburger Traktorenwerk im März und April dieses Jahres ein Rekord für das Unternehmen – kein Rückgang, sondern ein Rekordanstieg.

Ich bin sicher, dass es mehr und mehr solcher positiven Praktiken und Erfolgsgeschichten geben wird.

Ich wiederhole: Russland hat die menschlichen, wissenschaftlichen und technologischen Reserven, um Produkte zu entwickeln, die heute besonders gefragt sind, darunter Haushalts- und Baugeräte, Industrie- und Dienstleistungsgeräte.

Die heutige Aufgabe besteht darin, die Kapazität zu erhöhen und in kurzer Zeit die erforderlichen Produktionslinien einzurichten. Und einer der wichtigsten Punkte ist ein komfortables Umfeld für Unternehmen sowie die Verfügbarkeit von vorbereiteten Produktionsstätten.

Ich bitte die Regierung, bis zum Herbst die Eckwerte für die neue Funktionsweise der Industriecluster vorzulegen. Was ist hier wichtig?

Erstens die Finanzierung. Die in diesen Clustern gestarteten Projekte müssen langfristige, erschwingliche Kredite mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren und einem jährlichen Zinssatz von höchstens sieben Prozent in Rubel erhalten. Wir haben alle diese Fragen diskutiert, auch mit der Wirtschaft. Alle sind sich einig und wir werden es tun.

Der zweite Punkt ist die Besteuerung. In den Clustern müssen wir ein niedriges Niveau der präsumtiven Steuern, einschließlich der Sozialversicherungsprämien, sicherstellen.

Drittens muss die Produktion in der Anfangsphase unterstützt werden, indem ein Paket von Aufträgen geschnürt wird, einschließlich der Gewährung von Subventionen für den Kauf von Fertigerzeugnissen dieser Unternehmen. Das Problem ist nicht einfach, aber ich denke, dass Subventionen notwendig sein werden. Sie sind notwendig, um den Markt zu sichern. Wir müssen einfach in Ruhe daran arbeiten.

Viertens brauchen wir eine vereinfachte Verwaltung, einschließlich minimaler oder gar keiner Kontrollen, sowie eine bequeme und nicht belastende Steuer- und Zollkontrolle für Unternehmen.

Fünftens, und das ist vielleicht am wichtigsten, müssen Mechanismen geschaffen werden, die eine langfristige Nachfrage nach neuen innovativen Produkten, die gerade auf den Markt kommen, gewährleisten. Ich möchte die Aufmerksamkeit der Regierung auf die Tatsache lenken, dass diese Vorzugsbehandlung und die entsprechenden Industriecluster bereits am 1. Januar 2023 eingeführt werden sollen.

Was ich in diesem Zusammenhang sagen möchte. Sowohl neue als auch bestehende industrielle Wachstumspunkte sollen kleine Unternehmen anziehen. Gleichzeitig ist es für den Unternehmer, für kleine Organisationen wichtig, den Horizont zu sehen, die Perspektiven zu verstehen.

In diesem Zusammenhang möchte ich natürlich die Regierung bitten, gemeinsam mit der Mittelstandsvereinigung und unseren Großunternehmen ein Instrument für langfristige Vereinbarungen zwischen Unternehmen mit staatlicher Beteiligung und kleinen und mittleren Unternehmen zu schaffen. Auf diese Weise ist die Nachfrage nach den Produkten dieser Unternehmen auf Jahre hinaus gesichert, und die Zulieferer können sich vertrauensvoll zur Schaffung neuer oder zur Ausweitung bestehender Produktionen verpflichten, um diesen Auftrag zu erfüllen.

Ich möchte hinzufügen, dass wir die für den Bau von Industrieanlagen benötigte Zeit bereits erheblich verkürzt und unnötig belastende Verfahren abgeschafft haben, aber es bleibt noch viel zu tun und es gibt Raum für Verbesserungen. So dauert es beispielsweise immer noch eineinhalb bis drei Jahre, um eine Produktionsstätte von Grund auf zu errichten, und der Kauf von erschlossenen Flächen wird immer noch durch hohe Kreditzinsen erschwert.

In diesem Zusammenhang schlage ich vor, ein grundlegend neues Instrument einzuführen – die Industriehypothek -, um den inländischen Unternehmen die rasche Einführung der erforderlichen Produkte zu ermöglichen. Ich spreche von langfristigen Vorzugsdarlehen mit einem jährlichen Zinssatz von fünf Prozent. Unternehmen, die planen, fertige Flächen für die Produktion zu kaufen, kommen für solche Darlehen in Frage. Ich fordere die Regierung auf, unverzüglich alle Einzelheiten mit dem russischen Bankensektor auszuarbeiten, damit die Industriehypotheken in naher Zukunft voll funktionsfähig sind.

Liebe Freunde!

Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Veränderungen in der Weltwirtschaft, im Finanzwesen und in den internationalen Beziehungen nehmen zu. Die Ablehnung der Globalisierung zu Gunsten eines multipolaren Wachstumsmodells wird immer deutlicher. Natürlich ist die Bildung, die Geburt der neuen Weltordnung ein schwieriger Prozess. Wir werden immer noch mit vielen Herausforderungen, Risiken und Faktoren konfrontiert sein, die sich heute nur schwer vorhersagen und absehen lassen.

Es liegt jedoch auf der Hand, dass die inhaltlichen Regeln der neuen Weltordnung von starken, souveränen Staaten festgelegt werden – also von denjenigen, die sich nicht auf den bereits von anderen vorgegebenen Weg begeben. Nur starke und souveräne Staaten haben ein Mitspracherecht in dieser neu entstehenden Weltordnung, oder sie sind dazu verdammt, eine machtlose Kolonie zu werden oder zu bleiben.

Man muss sich bemühen, vorwärts zu gehen, sich zu verändern, den Atem der Zeit zu spüren und den nationalen Willen und die Entschlossenheit zu zeigen, dies zu tun. Russland tritt in die kommende Ära als mächtiges, souveränes Land ein. Wir sind sicher, dass wir die gewaltigen neuen Möglichkeiten, die die Zeit uns eröffnet, optimal nutzen und noch stärker werden.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Ende der Übersetzung


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

224 Antworten

  1. Habeck und Trampolina Baerbock werden die Rede nicht lesen, sondern sich weiter in Kadavergehorsam gegenüber den USA üben. Die Schäden, die dadurch entstehen, ist dann eben der böse Putin schuld und die deutschen Dumm-Michel werden es glauben, genau wie die Goebbelschen Märchen vom Endsieg. Die Deutschen werden und wollen nichts dazu lernen.

    1. Auch interessant, was der wertlose Westen g e g e n Russland & China plant. 💣😣
      Frieden mit diesen beiden Ländern – und vielen anderen auf unserem Planten – ist
      scheinbar & offensichtlich nicht geplant.

      Kampfbrigaden statt Battlegroups – 17. Juni 2022

      Die NATO-Staaten werden die Streitkräfte der Ukraine auf NATO-Standards umrüsten und sie langfristig zur gemeinsamen Kriegführung mit dem Westen befähigen. Dies hat der Generalsekretär des Militärpaktes, Jens Stoltenberg, nach dem gestern zu Ende gegangenen Treffen der NATO-Verteidigungsminister bestätigt.

      Darüber hinaus haben sich die Minister auf ein Modell für die Hochrüstung an der Ostflanke des Bündnisgebiets geeinigt.

      Demnach werden dort nun Kampfbrigaden installiert; freilich sollen lediglich rund die Hälfte der Soldaten dort stationiert sein, während die anderen an ihren Heimatstandorten verbleiben sollen, allerdings in erhöhter Einsatzbereitschaft. Um in kürzester Zeit an die Front vorrücken zu können,

      sollen erhebliche Bestände an schweren Waffen bereits in Ost- und Südosteuropa deponiert werden.

      Beschlossen wurden außerdem neue Schritte zur sofortigen Aufrüstung der Ukraine,

      die bereits Kriegsgerät für zwölf Artilleriebataillone erhalten hat. Praktisch koordiniert werden die Waffenlieferungen von einer Zelle in den Patch Barracks in Stuttgart-Vaihingen…………..

      Nach NATO-Standards
      Von Bedeutung ist, dass sich die Aufrüstung der Ukraine nicht auf kurzfristige Unterstützung im aktuellen Krieg gegent Russland beschränkt……………

      Global NATO
      Es wird, wie Generalsekretär Stoltenberg gestern bestätigte, nicht nur einen neuen Kurs der NATO gegenüber Russland abstecken.

      Es wird sich zudem – „zum ersten Mal“, wie Stoltenberg festhielt – ausdrücklich mit dem gemeinsamen Vorgehen gegen China befassen………….

      https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8950

    2. Der Hallenser Psychotherapeut, Psychoanalytiker und Psychiater Dr. Hans-Joachim Maaz hat in seinen zahlreichen Büchern eine hervorragende Analyse über die Regierenden und die Gesellschaft in Deutschland verfasst, welche ich jedem Menschen zur dringenden Lektüre empfehle:

      – Hans-Joachim Maaz – Das falsche Leben, Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft
      – Hans-Joachim Maaz – Die narzisstische Gesellschaft, Ein Psychogramm
      – Hans-Joachim Maaz – Der Gefühlsstau, Psychogramm einer Gesellschaft, Beck’sche Reihe Band 1821
      – Hans-Joachim Maaz – Das gespaltene Land, Ein Psychogramm
      – Hans-Joachim Maaz – Angstgesellschaft

      Wobei das zuletzt erwähnte Buch eine Neuerscheinung ist, welche äusserst lesenswert ist, natürlich neben den anderen auch!

      Die Angst in der Gesellschaft ist offensichtlich. Immer wieder gezielt geschürt, ist sie seit der Pandemie omnipräsent. Sie beeinflusst unseren Umgang miteinander. Sie bestimmt unsere Entscheidungen. Sie dominiert unser Leben. Hans-Joachim Maaz blickt hinter die Fassade. Er seziert politische und mediale Angstdarstellungen. Er analysiert, was den realen Ängsten zugrunde liegt und wie sie unser Verhalten prägen. Und er weist den Weg in ein freies, selbstbestimmtes und angstfreies Leben und Miteinander.

    3. Eine weitere Analyse zur deutschen Gesellschaft – neben vielen anderen – ist auch folgendes Buch:

      – Christoph Braunschweig – Das deutsche Narrenschiff, Wie feige Karrieristen, selbsternannte Intellektuelle und politisch korrekte Gutmenschen unser Land ruinieren

      Die täglichen Talkshow-Inszenierungen einer überkorrekten Erregungsgesellschaft, in denen »Instant-Moral« als Politikersatz gepredigt wird, geben fast stündlich Zeugnis von der zunehmenden Verdummung unserer »Wissensgesellschaft«, die so bereitwillig akzeptiert wird. Und doch gärt es in vielen Menschen. »Die Welt will belogen sein«, heisst es dazu schon im Narrenschiff von Sebastian Brant aus dem Jahr 1494.

      Im realen Leben zerfällt die Infrastruktur genauso wie das Bildungssystem. Unser Steuersystem gilt weltweit als Irrwitz, unser Volksvermögen wird in Brüssel verpfändet, die »Political Correctness« schreibt uns vor, was wir denken und sagen dürfen, und allzu viele Bürger sind zu feigen Karrieristen geworden, während selbsternannte Intellektuelle ihr Seelenheil in der bösartigen Verleumdung von Kapitalismus, Marktwirtschaft und Bürgertum finden.

      Höchste Zeit zu handeln, sonst werden viele vieles verlieren!

      Zitat von Napoleon: „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit grösserer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“

    4. Äusserst lesenswert ist auch das Buch des leider früh verstorbenen deutschen Journalisten Udo Ulfkotte:

      – Udo Ulfkotte – Volkspädagogen, Wie uns die Massenmedien politisch korrekt erziehen wollen

      Lassen Sie sich von den Mainstream-Medien nicht vorschreiben, was Sie denken sollen!

      Aktuelle Umfragen belegen, dass die große Mehrheit der Bevölkerung kein Vertrauen mehr in die Mainstream-Medien hat. Udo Ulfkotte sieht die Schuld dafür bei den Journalisten. Diese wollen ihre Leser und Zuschauer nicht mehr objektiv informieren, sondern politisch korrekt erziehen.

      Nie zuvor haben Journalisten und Politiker die Bürger im deutschsprachigen Raum so von oben herab behandelt wie heute. Sie agieren arrogant, abgehoben und selbstgefällig – und pfeifen auf Neutralität, Objektivität und die Wahrheit. Die anmaßende Parole dieser Deutungselite lautet: »Wir wissen es besser.« Doch längst haben die Menschen es satt, sich Schuldgefühle einimpfen zu lassen.

      Mündige Bürger wollen sich nicht mehr wie kleine Kinder behandeln lassen, denen man erst noch beibringen muss, wie sie über die Probleme in Deutschland und auf der Welt richtig zu denken haben.

      Udo Ulfkotte spricht aus, was andere nicht einmal zu denken wagen: Die Volkspädagogen sind die Feinde der Demokratie und der Meinungsfreiheit! Stoppen wir die selbst ernannten Gutmenschen, die sich als Gesinnungspolizisten in unser aller Leben einmischen!

      Dass es hierzu höchste Zeit wird, belegen die zahlreichen unglaublichen Beispiele, die Ulfkotte in diesem Buch zusammengetragen hat. Sie entlarven die scheinheilige Moral und Intoleranz der Volkspädagogen. Und sie zeigen, dass diese Journalisten modernste Erkenntnisse und Techniken der Verhaltensforschung einsetzen, um ihre Leser und Zuschauer zu beeinflussen. Dabei handelt es sich um Methoden, die auch bei Geheimdiensten zum Einsatz kommen.

      1. Viele werden aber vergessen haben,was Udo Ulkotte berichtet hatte.Erstaunliches, was nach seinem frühen Tod, heute noch gültig ist!
        Leider ist sein Vortrag nur noch gekürzt bei JouTube zu sehen !

    5. Am liebsten würde man die verantwortlichen Politiker aus den Sanktioniererländern verpflichten, eine sach- und fachgerechte Stellungnahme zu den angesprochenen Punkten abzuliefern.

      Stattdessen beschränken sie sich auf das dümmliche Standard“argument“, Putin sei an allem schuld und man müsse ihn mit weiteren Sanktionen bzw. Waffenlieferungen an seinem schändlichen Treiben hindern.

      Dabei scheut man auch vor den nickeligsten Maßnahmen nicht zurück wie z.B. die Sperrung des Bahngüterverkehrs zwischen dem Oblast Kaliningrad und dem Mutterland für bestimmte Warengruppen, die auf Sanktionslisten der EU stehen. Gestern erklärt, heute eingeführt. Damit verstößt Litauen gegen das Protokoll zum Beitritt der drei baltischen Republiken zur EU; dort ist das uneingeschränkte Transitrecht für das Kaliningrader Gebiet eigentlich geregelt. Aber was scheren Verträge, wenn es gilt, Russland zu piesacken.

      Der angestrebte „Ruin“ des Landes dürfte angesichts der bereits vernehmbaren Klagen von Wirtschaftsvertretern im Inland in immer weitere Ferne rücken und sich eher als Bumerang entpuppen.

      1. „Am liebsten würde man die verantwortlichen Politiker aus den Sanktioniererländern verpflichten, …“

        Also ganz offen gestanden, am liebsten würde ich die Politiker zu Sozialarbeit verpflichten. Dann hätte man zumindest die Chance, dass da noch was Vernünftiges rauskommt, zumindest bei entsprechender Anleitung 😉

  2. Interessant, das Putin so großes Vertrauen in rein private Wirtschaft hat. OK solange es noch Unternehmen sind, die echte Konkurrenz untereinander betreiben (geht nicht in einem Lebensmittelmarkt der von 5 Großkonzernen a la Nestlé beherrscht wird) solange gehts gut (große Mittelständische Wirtschaft vorausgesetzt!).

    Aber wie will er die Kapital-Konzentration auf Dauer verhindern? Hat im Westen auch ganz harmlos angefangen, und am Ende standen fast allmächtige Konzerne wie Blackrock, die weit mehr Macht als alle Staaten haben und die nutzen diese Macht auch! Die Regierungen Europas sind im Grunde alle von Blackrocks Gnaden, die wollen Krieg? dann wird er eben gemacht (wer nicht sehen will, das der Ukraine Krieg vom Westen mit allen Mitteln provoziert wurde, ist auf beiden Augen blind).

    Das Problem „Blackrock“ wird auch in Russland irgendwann auftauchen. Fakt ist, die Kapital-Konzentration in den westlichen Wirtschaften hat atemberaubende Ausmaße angenommen (und damit auch ebenso große Macht Einzelner, die kein Parlament der Welt kontrollieren kann).

    Aufsichtsämter im Westen, die das verhindern wollten, haben sich als hochgradig ineffizient erwiesen und genehmigen jede noch so große Elefantenhochzeit (zuletzt Bayer + Monsanto). Die kaufen die Ämter gleich mit 😀 (inklusive Bundesverfassungsgericht).

    1. Rivalität und Machtstreben sind zwar durchaus menschlich, aber es hängt auch vom System ab, ob es Machtstreben belohnt oder eher sanktioniert.
      Mir scheint, dass das Wissen, in einem Land zu leben, in dem sich um einen gekümmert wird, auch dafür sorgt, dass man auch etwas zurückgeben möchte.
      In einer Zeit, in der man ruckzuck jegliche finanzielle und darauf fußende Lebengrundlage verlieren kann – und das hat Russland ja definitiv durchgemacht – besinnt sich Mensch dann halt doch auf andere Werte als Geld und Macht.
      Diese Lektion hat für uns im Westen grade begonnen.
      Zudem führt ein offener Feind dazu, dass man sich gegen ihn zusammenschließt.
      Hier wird das ja fakemäßig versucht, aber Fake funktioniert halt nicht so gut, wie die Wirklichkeit.

      PS: @Thomas – danke für die Übersetzung für die – mal wieder hervorragende – Rede!

      1. @Beate-Maria
        Sagen wir es so, Putin hat auf mich von Anfang an -und das ist lange her – immer ehrlich und gleichzeitig sehr intelligent gewirkt. Er hat ja auch mal gesagt, das in Russland nicht (wie im Westen) der Staat von Konzernen beherrscht wird. Läßt sich meines Erachtens nach nur verhindern, indem man die Konzentration des Kapitals auf einige Wenige verhindert.

        Letztlich ist das die Ursache der volksfeindlichen, falschen Politik und der allgegenwärtigen Traumtänzereien in der westlichen Politik. Großkonzernen und Kapital-Inhabern kommt es nun mal nicht in erster Linie auf das Wohl des Landes an, sondern darauf, das ihr Konzern so groß und reich wie möglich wird. ALLES andere hat sich dem unterzuordnen und da ist das Problem. Deswegen wird im Westen so schlechte und grundverkehrte Politik gemacht.

        So einem Konzern-Multi ist es egal, was aus dir und mir (und auch allen anderen nicht Konzern-Mitgliedern) wird. Dieses durchgängige Privat-System fördert leider das „Insel-denken“ (erst mal komm ich und dann ganz lange gar nichts), das wir momentan überhaupt nicht gebrauchen können, da die globalen Probleme nicht verschwunden sind, dadurch das der Westen diese kindische und völlig alberne künstlich induzierte Dauerfeindschaft mit Russland am Laufen hält. Das ist nämlich auch wieder Konzern-Politik geschuldet, der das Wohl aller anderen gleichgültig ist > Inseldenken (auch bei BWLern sehr beliebt).

        Es muss eben verhindert werden, das solche Machtkonzentrationen wie im Westen entstehen, sonst geht Russland irgendwann den selben Weg in privat organisierte Diktaturen und die sind fast noch schlimmer wie staatlich organisierte, weil da am Ende völlige Gesetzlosigkeit herrscht. Alle Macht den Palästen ist das Ergebnis.

        1. @Aktakul
          Nun, du hast natürlich recht, den meisten Konzernbossen geht es nur um Macht und ihre Mitmenschen kümmern sie nicht.
          Aber das hat ja auch Gründe, warum die so geworden sind und das liegt – zumindest zu einem gut Teil – am System.
          Menschen, um die sich als Kinder gut gekümmert wurde, werden iA recht sozial.

      2. „Mir scheint, dass das Wissen, in einem Land zu leben, in dem sich um einen gekümmert wird, auch dafür sorgt, dass man auch etwas zurückgeben möchte.“
        Da kann ich dir aus eigener Erfahrung berichten, daß die nächste Generation diese „Errungenschaften“ als absolut selbstverständlich ansieht, und nur die Nachteile gegenüber der Konkurrenz wahrnimmt. Erst wenn der Systemchange erfolgt ist, ist der Katzenjammer groß und die nun neu errungenen Vorteile wiegen das Verlorene nicht auf. Doch dann ist es zu spät.
        Auch wenn es gegenwärtig bestimmt hart ist, indem der ‚Westen‘ Russland angreift, macht er bei den Russen eher Negativwerbung für sein System.

    2. » Das Problem „Blackrock“ wird auch in Russland irgendwann auftauchen. «

      Das ist nicht gesagt. Es kann doch auch ganz anders laufen. Norwegen zum Beispiel hat einen Staatsfonds, in den die Gewinne aus Öl und Gas laufen. Das ist eine gute Alternative zum Blackrock Krebs.

      In jedem Fall ist es für Rußland noch kein reales Problem, sondern ein fiktives, um das man sich momentan nicht kümmern muß.

      1. Die Wunderwaffen der Sanktionen treffen nur das EU-Volk,mit wenigen Ausnahmen.Die Großkupferten Stallknechte (Politiker/innen,Gutverdiener und Magnaten) leiden am wenigsten-so wie immer.So wird auch diesmal verschwiegen,dass die Verdichter von NS 1 in Kanada zur Wartung gebracht wurden und durch die Sanktionen nicht zurück kommen (dürfen).
        Schuldzuweisungen-wie üblich an Russland,welches „zu wenig Gas“ liefert.

        1. Nun ja das Gas (was ja bestellt und bezahlt wurde) könnte auch über eine andere Pipeline (jamal etc.) geliefert werden…
          Da hier aber politisch die Dauemnanschrauben angesetzt werden, wird dies so nicht passieren. Eine reine Firma (keine Gazprom-Staatskonzern) würde sich das Geschäft entgehen lassen.

          1. Lieber @holger27,

            die „Jamal-Pipeline“ führt, wie dir evtl. bkannt ist (1) im Nordstrang durch Polen, im Südstrang durch die Ukraine. Das „Durchleiten“ von Gas durch die Pipeline, führt zu „Durchleitungsgebühren“, die an den entsprechenden Staat entrichtet werden müssen.

            – Polen „will“ kein Russisches Gas mehr und lässt keine Chance aus, gegen Russland zu wettern.
            – Die Ukraine „will“ kein Russisches Gas mehr und lässt keine Chance aus, gegen Russland zu wettern.

            Wiso jetzt Russland diese Pipeline nutzen sollte und diese Staaten auch noch finaniell für ihre Russophobie finanziell belohnen sollte, erschließt sich mir nicht. Im Übrigen – das sollte man nicht vergessen – war es die Ukraine, die den Durchfluss durch den Südstrang begrenzte, nicht Russland.

            In diesem Zusammenhang ist es auch völlig Kryptisch, wiso sich (ihrer Meinung nach) eine „private Firma“ das Geschäft entgehen lassen würde, Gazprom aber nicht. Ihr kompletter Beitrag wirkt etwas „verwirrt“.

            —–
            (1) https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Yamal-europe.png

      2. @Lumi

        Stimmt, das ist aber dann wieder eine nicht – private Lösung und geht in die richtige Richtung. Wir müssten halt auch im Westen davon weg kommen, das buchstäblich alles (also auch das Gemeinwohl!) zur „Privatsache“ erklärt wird. Dann kriegen wir automatisch immer Horror-Zustände, wie in den USA und zunehmend auch bei uns.

      3. @Lumi

        „Das ist nicht gesagt. Es kann doch auch ganz anders laufen. Norwegen zum Beispiel hat einen Staatsfonds, in den die Gewinne aus Öl und Gas laufen. Das ist eine gute Alternative zum Blackrock Krebs.“

        … und dieser norwegische Staatsfonds Government Pension Fund Global besitzt zahlreiche Immobilien (u. a. Wohnungen) in Berlin. Somit konkurriert dieser Fonds mit deutschen Investoren und privaten Wohnungsinteressenten. Denen wird von den Norwegern der Preis in die Höhe getrieben. Wodurch soll nun dieser Fonds besser sein als BlackRock?

        Nebenbei will ich noch anmerken, dass die Berliner sich selbst Probleme, im ohnehin schon überhitzten Wohnungsmarkt, bereiten. Statt auf Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhof Wohnungen zu bauen, stimmten die Berliner in einem Volksentscheid dagegen.

        1. Ja gut, der Staatsfonds denkt sich eben, in Berlin macht er ein gutes Geschäft, die Investition ist sicher, die Rendite hoch. Hier liegt es doch ganz klar an der BRD und an den Deutschen, sofern ihnen etwas an ihrem Land liegt, den eigenen Wohnraum nicht zum Anlageobjekt ausländischer Investoren zu machen, soweit dies den nationalen Interessen abträglich ist. Der norwegische Staatsfonds müßte dann halt in Oslo investieren. Ganz einfach.

          Der norwegische Staatsfonds ist insofern besser als Blackrock, als er die nationalen Gewinne aus Öl und Gas in die nationale Wohlfahrt und den nationalen Wohlstand leitet. Das finde ich besser als eine private und ganz intransparente Angelegenheit wie Blackrock.

          1. @Lumi

            „Der norwegische Staatsfonds ist insofern besser als Blackrock, als er die nationalen Gewinne aus Öl und Gas in die nationale Wohlfahrt und den nationalen Wohlstand leitet. Das finde ich besser als eine private und ganz intransparente Angelegenheit wie Blackrock.“

            Wenn das zulasten unserer Bürger geht, dann finde ich das nicht in Ordnung. Bei Arte gibt es eine Dokumentation zu BlackRock. In diesem Beitrag wird erwähnt, dass der norwegische Staatsfonds auch von denen Geld verwalten lässt. Generell sind die Beteiligungen aller Geldverwalter für Außenstehende intransparent und verstärken noch die bestehende Schieflage unseres Systems.

        2. Die Lösung ist ganz einfach, per Gesetz rigoros die Beteiligung ausländischer Investoren an bestimmten Güterklassen zu begrenzen oder ganz zu verbieten. Wohnraum, alle Netze (Strom, Wasser, Telekom, etc) sind selbstverständlich in der Hand der interessierten Gebietskörperschaften und keinesfalls Verfügungsmasse für ausländische Kapitalisten und Spekulanten.

          Man darf sich nicht melken lassen. So einfach ist das.

          Zum Beispiel Vodafone. Wieso ist das erlaubt? Wieso dürfen die den deutschen Verbraucher melken?

          Andersherum Telekom – wieso dürfen die in den USA investieren? Wie konnte das passieren? Was dort investiert wurde, wird niemals einklagbar sein. Es ist praktisch futsch. Das Geld der Anleger in die Volksaktie Telekom … hineingelockt von Onkel Manfred Krug.

          1. @Lumi

            „Die Lösung ist ganz einfach, per Gesetz rigoros die Beteiligung ausländischer Investoren an bestimmten Güterklassen zu begrenzen oder ganz zu verbieten. “

            Richtig! Wir hätten den Erwerb von Wohneigentum für unsere eigene Bevölkerung vereinfachen und fördern sollen.

            Zudem hätten wir niemals der Finanzklasse die Führung übergeben dürfen. Die Finanzklasse melkt beide Seiten und kassiert dabei ordentlich Provisionen.

    3. „Aber wie will er die Kapital-Konzentration auf Dauer verhindern? Hat im Westen auch ganz harmlos angefangen, und am Ende standen fast allmächtige Konzerne wie Blackrock, …“

      @Aktakul: Das ist doch kein Gott gegebene Unabdingbarkeit. Natürlich muss man eine solche Machtkonzentration _nicht_ zulassen. Und Russland tut auch einiges dafür, dass das nicht passiert. Die Frage ist schlicht besteht ein Primat der Politik oder der Wirtschaft. Wenn die Politiker wie in der EU und den USA erstmal vom System korrumpiert wurden ist es sehr schwer aus diesem Abwärtsstrudel noch rauszukommen.

      Darum tuen ja Russland und China auch viel dafür, dass die Politik das Primat in der Gesellschaft behält, selbst auf eventuelle kurzfristige ökonomische Nachteile hin. Und jetzt hat der Westen auch noch mal viel dafür getan, dass sich Russland noch mehr auf seine eigene Kraft und Ressourcen konzentrieren kann!

      1. @F.Stegner

        „Wenn die Politiker wie in der EU und den USA erstmal vom System korrumpiert wurden ist es sehr schwer aus diesem Abwärtsstrudel noch rauszukommen.“

        Ja, das ist klar. Ich meine nur, es ist so weit gekommen im Westen, weil die privaten Strukturen dahinter so groß und mächtig geworden sind, das sie am Ende alles und jeden aus der linken Westentasche heraus kaufen können. Ein paar Milliönchen Dollars sind für solche Strukturen nicht mal Portokasse.

        Dem ist eine Kapitalkonzentration im Westen voraus gegangen > einer oder einige Wenige kaufen einen Laden nach dem anderen auf und sind am Ende mächtiger wie der Staat. Hat im Westen auch rund 50 Jahre gedauert, bis wir solche unannehmbaren Strukturen bekamen. Im Westen hat sich auch gezeigt, das man das nicht mal mit Ämtern wie dem Bundeskartellamt verhindern kann, weil die gleich mit gekauft werden. Deswegen haben wir so eine schlechte Politik!

        In meinen Augen sind tatsächlich Libertäre Strukturen die einzigen, die das verhindern können. D.h. viele kleine, dezentral organisierte Strukturen, die aber eng (neuronal) vernetzt sind. Wir müssten nur die Natur kopieren, die hatte immerhin 5 Milliarden Jahre Zeit optimale Lösungen für selbstregulierende Kreislauf-Systeme zu finden. Und sie hat sie gefunden > dezentrale, kleine Einheiten (Prozessoren) die vernetzt sind.

        Sind ja auch viel weniger anfällig als Zentralistisch (staatlich) gesteuerte. Wenn da die Zentrale spinnt (wie bei uns) dann kracht alles zusammen. Kann bei dezentralen Netzwerken nicht passieren, wenn da ein Prozessor spinnt. läuft alles weiter, nur dieser „Spinnende“ wird erst mal aus dem System genommen und ggf ersetzt.

        1. „Dem ist eine Kapitalkonzentration im Westen voraus gegangen … “

          @Aktakul: Genau, und die gilt es halt zu vermeiden. Steht so z.B. auch schon in der Bayrischen Landesverfassung Art. 123, Abs. 3: „Die Erbschaftssteuer dient auch dem Zwecke, die Ansammlung von Riesenvermögen in den Händen einzelner zu verhindern…“

          Hat sich in Deutschland scheint’s nur keiner dran gehalten. Können man nur hoffen, dass es Russland diesbezüglich besser macht. Gleichwohl dort der Staat auch noch mit einer recht negative Hinterlassenschaft aus Jelzins Zeiten konfrontiert ist.

        2. Also: Die Konzentration und Zentralisation des Kapitals wird durch „tatsächlich Libertäre Strukturen“ verhindert? (Demgegenüber „Zentralistisch (staatlich) gesteuerte“ zu anfällig seien.)

          Bemerkt er den Widerspruch nicht?
          Welches ökonomische Mantra beherrschte „den Westen“ denn in den letzten 30 Jahren? (Und die RF in den 90ern)
          Und wie paßt das zu den „Plänen“ des russischen Staates, wie von Putin dargelegt?

          (Aber wir wissen natürlich, woher diese Ideologie kommt.)

          1. „Und wie paßt das zu den „Plänen“ des russischen Staates, wie von Putin dargelegt?“

            @Hummel: Nein, das passt gar nicht 🙂 Da muss ich Ihnen absolut Recht geben. Hab‘ auch aus Putin’s Rede es so herausgehört, dass man der Wirtschaft zwar viele Freiräume einräumen will, das Primat im Staat aber die Politik hat.

            „Welches ökonomische Mantra beherrschte „den Westen“ denn in den letzten 30 Jahren?“ Und herrscht immer noch, wie es z.B. ein Markus Krall verbreitet, zu dem ich hier schon an anderer Stelle etwas schrieb. Wohin diese Idelogie im Westen führt sehen wir ja jetzt Live, in 3D und Farbe 🙁

        3. @Aktakul

          „Im Westen hat sich auch gezeigt, das man das nicht mal mit Ämtern wie dem Bundeskartellamt verhindern kann, weil die gleich mit gekauft werden.“

          Korruption ist eine Grauzone. Einerseits durften Firmen früher Bestechungsgelder von der Steuer absetzen, andererseits gab es Gesetze gegen Korruption in Behörden. Diese Gesetze hatte allerdings niemand genutzt um durchzugreifen.

        4. Ich vermute mal, die meisten der Leser Ihres Kommentars verfügen über ein sogenanntes Zentralnervensystem. Meines Wissens ist meines vom peripheren Nervensystem gut unterscheidbar, auch wenn sie verbunden sind.
          Der Konzentration von Macht geht oft die Konzentration von Information voraus, auch in der Natur 😉

    4. Blackrock gibt es schon, die Oligarchen, denen Putin wohlgesonnen ist, teilen sich immer weiter alle wirtschaftlich wichtigen Dinge untereinander auf…
      Dazu kommen auch die politischen Zöglinge – alle Minister oder Geheimdienstchefs sind Milliardäre und werden ihr Geld nur los, wenn Sie gegen Putins Linie laufen.

      1. „Dazu kommen auch die politischen Zöglinge – alle Minister oder Geheimdienstchefs sind Milliardäre und werden ihr Geld nur los, wenn Sie gegen Putins Linie laufen.“

        Ist das jetzt Meinung oder belegter Fakt? Sollte es letzteres sein, hätte ich gern eine Quelle…..

      2. @Holger27

        hat ihnen das Putin gesagt? Oder woher wissen sie das? Nichts desto trotz, das Problem haben wir im Westen geschaffen und es ist nur mit einer Zerschlagung dieser Strukturen lösbar.

        Die Enteignung von Konzernen wie Blackrock ist absolut unumgänglich. Sonst geht im Westen und im Osten ALLES den Bach runter. Und das werden Lobbyisten natürlich mit allen Mitteln verhindern wollen.

        Wir können uns deshalb im Westen – schon allein aus diesem Grund!- diese infantile, schwachsinnige Dauerfeindschaft mit Russland einfach nicht mehr leisten, denn wir haben viel existentiellere Probleme (z.B. den Fortbestand der natürlichen Umwelt, von der unser ganzes Leben abhängt)

        1. @Aktakul

          „Die Enteignung von Konzernen wie Blackrock ist absolut unumgänglich.“

          Mit solchen Forderungen wäre ich vorsichtig. BlackRock ist ein Vermögensverwalter. Dieser Begriff bedeutet nicht zwangsläufig, dass dort alle stinkreichen ihr Geld verwalten lassen. Bill Gates und Mark Sucherberg sind Aktienmilliardäre. Die tragen ihre Milliarden nicht im Geldbeutel. Cash erhalten die nur durch Dividenden bzw. werden aufgrund ihres Aktienbesitzes bevorzugt bei der Kreditvergabe behandelt (notfalls müssen sie einige Aktien abstoßen). Nun aber zurück zu BlackRock. Es ist durchaus möglich, dass BlackRock Gelder aus amerikanischen oder kanadischen Pensionskassen verwaltet. Wundern würde es mich nicht, wenn die Allianz einen Teil des ihr anvertrauten Geldes von BlackRock verwalten lässt. Das „Problem BlackRock“ sollte zuerst einmal analysiert werden. Erst danach kann man nach Lösungen suchen. Was auf jeden Fall machbar wäre ist, dass man die Gehälter der ganzen Geldverwalter drastisch kürzt, denn diese sind aufgrund ihrer Tätigkeit zu Milliardären geworden, ohne wertschöpfend tätig gewesen zu sein.

      3. @holger27
        „… die Oligarchen, denen Putin wohlgesonnen ist …“

        Sie vergaßen zu erwähnen welche das sein sollen. Könnten sie das bitte näher erläutern, oder wird das die selbe Nummer wie Putins Villa, an deren Tür nur leider das Wappen eines fremden Landes klebte?

    5. @Aktakul
      Was heutzutage von den Lügenmedien als „private Wirtschaft“ dargestellt wird ist alles andere als eine Freie, also staatsunabhängige, Marktwirtschaft (sowas gab es bisher nur in kurzzeitiger homöopathischer Form). Diese dient, bei Strafe des Unterganges, nur einem Ziel / Herrscher: beste Befriedigung der Wünsche des Kunden und das führt nebenbei auch nicht, wie der Strolch Lenin phatasierte, zu immer mehr wirtschaftlicher Konzentration, sondern zu einem breiten Mittelstand, Konkurrenz und rasant zunehmenden Wohlstand für alle.
      Unter diesem Gesichtspunkt ist Rußland im Grunde ein autokratisch sozialistisches Land und ich hoffe, daß trotz des enormen Drucks weitere Freiräume für alle geschaffen werden können und nach seiner Pensionierung bestehen bleinben.

  3. man vergleiche diese wieder klare Putinsche Rede mit einer westlichen!
    WWP untermauert mit nachvollziehbaren Zahlen und Fakten (und endlich mal einer der meine These der aufgeblähten Geldmenge in EU/ USA ohne parallelem Wirtschaftwachstum als signifikanten Inflationstreiber stützt 🙂 ), mit der eines EU-Politikers. Hätte, könnte, würde, müssten wir, Luftnummernziele bis 2030/2040/2050.

    Selbst auf Welt.de, wo ein Ausschnitt geliefert wurde, konnten einige Kommentatoren ihre positive Zustimmung zu den Inhalten nicht verhehlen.

    1. » These der aufgeblähten Geldmenge in EU/ USA ohne parallelem Wirtschaftwachstum als signifikanten Inflationstreiber «

      Ja, stimme zu. Aber ich finde, es wird begrifflich klarer, wenn man Inflation als Aufblähung definiert (was es auch wortwörtlich bedeutet) und von der Teuerung unterscheidet.

      Die Inflation haben wir bereits mit der grundlosen Aufblähung der Geldmenge durch FED und EZB gesehen. Sie blieb aber zunächst ohne Teuerung – außer im Bereich der Börsenwerte und anderer Anlagewerte, wie bestimmter Immobilien. Diese Teuerung wurde als Blase bezeichnet.

      Nun sehen wir eine Teuerung auch im ganzen Rest.

      Wenn man die Geldmenge mit der Wirtschaft wachsen ließe, wie es vernünftig wäre, so würde man dies wohl nicht Aufblähung nennen, sondern eben Wachstum der Geldmenge.

      Herrn Röper einen Dank für die Übersetzung der interessanten Rede.

      1. „Nun sehen wir eine Teuerung auch im ganzen Rest.“

        Da die Geldmenge nicht bei den unteren Schichten ankam, fehlte der Schub um die Teuerung bei den normalen Gütern zu bewirken. Da hat man jetzt mit Verknappung des Angebot nachgeholfen.

        Ich weiss nicht, ob man zur derzeitigen Inflation einen geschichtlichen Vergleich findet. Die Masse des neu gedruckten Geldes landete ja gleich bei Banken, Vermögensverwaltern und anderen Konzernen ohne vorher zum Konsum eingesetzt zu werden.

        Erst mit Corona ging man dazu über die Geldmenge für die Verbraucher im Verhältnis zur Wertschöpfung merklich zu erhöhen (Kurzarbeitergeld für große Bereiche der Industrie, Quarantänezahlungen für eigentlich Gesunde etc). Interessant dabei ist, dass die Verteilung von mehr Geldern so organisiert wurde/wird, dass der Einzelne nominell nicht mehr hat. Bei der klassischen Preis- Lohnspirale blieb das Verhältnis von Wertschöpfung und Lohn in etwa gleich, nur dass sich das Niveau erhöhte. Das Problem hat man jetzt gelöst und somit den Verarmungsprozess der breiten Masse weiter bechleunigt.

        Ein Faktor um die Inflation in Deutschland weiter anzuheizen, der aber wenig beachtet wurde, sind die ukrainischen Flüchtlinge. Ab Juni erhalten sie Hartz IV, das sind bei irgendwo 700 000 bis 750 000 konservativ gerechnet mindestens 350 Mio Euro je Monat die bei sich weiter verknappenden Angebot zusätzlich in die Konsumtion geschossen werden, ohne dass dafür irgendeine Wertschöpfung erbracht wird.

        1. @hector2

          „Da die Geldmenge nicht bei den unteren Schichten ankam, fehlte der Schub um die Teuerung bei den normalen Gütern zu bewirken. Da hat man jetzt mit Verknappung des Angebot nachgeholfen.“

          Das war doch auch so eine Traumtänzerei der Neoliberalen, die sogg. „Tickle-down“ Theorie, also das die Reichen nur reich genug sein müssten dann tropft auch genug in die unteren Schichten und allen gehts gut. Hat sich auch als kompletter Blödsinn heraus gestellt.

          Da tickelt gar nichts von oben nach unten, es fließt aber in wahren Sturzbächen von unten nach oben. Die oberen 100 werden mit immer rasanterem Tempo Alleinbesitzer des gesamten Planeten.

        2. Eine der Ursachen für den Börsencrash 1929 und die dann bis zum WK 2 anhaltende Wirtschaftskrise war, dass der Zuwachs an Produktivität nicht durch höhere Löhne durch gereicht wurde. Es gibt dann immer mehr Produkte, aber die Anzahl der Käufer wächst nicht nach.
          Das führt dazu, dass sobald die Wirtschaftseuphorie mal nicht von steigenden Börsenkursen getragen wird, das ganze Wirtschaftssystem unweigerlich in einer Depressionsspirale rutschen muss. Seit den 1990’ern findet wieder die gleiche Entwicklung statt.
          Ich denke, dass Putin diese Entwicklung damit gemeint hat. Er geht an mehreren Stellen seiner Rede darauf ein, dass wirtschaftlicher Erfolg auch immer an die Menschen durch gereicht werden muss, damit das System im Gleichgewicht bleiben kann.

          1. » Ursachen für den Börsencrash 1929 «

            Eine weitere Ursache – hab ich mal gehört oder gelesen – war die Tatsache, daß sich Arbeit nicht mehr lohnte angesichts der Aussicht auf Spekulationsgewinne. Die Börse saugte Geld an, das besser produktiv hätte investiert werden sollen, und so entwickelte sich eine große Blase, die platzen mußte, da ihr real nichts entsprach. Die Dynamik war maßgeblich durch das immer neu hinzukommende spekulative Geld bestimmt und nicht durch tatsächliche Wertschöpfung.

  4. Die westlichen Staaten haben die Ukraine nicht nur mit Waffen und Militärberatern vollgepumpt, sondern wohl auch mit einer Unmenge radioativen Material, das die Ukraine unmöglich bezahlt haben kann und dieser somit kaum „gehört” haben dürfte, worin Russland unter anderem eine Bedrohung für seine eigene Sicherheit sah und dieses Material, ich würde mal so sagen, „sichergestellt” hat. Es gibt noch die Frage, wie Russland nun mit diesen Mengen an Material verfahren sollte.

    1. Naja, die haben in Russland ja auch noch Atomkraftwerke. Da mache ich mir eigentlich keine Sorgen drum. Schlimm wäre es nur, wenn die kriegslüsternen Polen das in die Hände bekämen.

  5. Gute Rede… – auf den Punkt gebracht.
    Wird der werte-lose westen jedoch nie verstehen wollen/können – denn konsumgesteuerte Egoisten sind nun mal rein hirntechnisch programmiert nicht in der Lage dazu.
    Was mir immer aufstößt – ist, daß man die Bezeichnungen „Sanktionen und Bestrafung“ verwendet – anstatt dem wahren Begriff: Erpressung… – denn nichts anderes ist es…: machst du nicht das, was wir wollen – dann…..

    Und mal ehrlich, wann haben diese yankee’s und ihr Appendix je eine angefangene Sache auch genauso wie „geplant“ zu Ende gebracht?!? 😉😎

  6. Puti sagt: „Ich wiederhole: Russland hat die menschlichen, wissenschaftlichen und technologischen Reserven, um Produkte zu entwickeln, die heute besonders gefragt sind, darunter Haushalts- und Baugeräte, Industrie- und Dienstleistungsgeräte.

    Die heutige Aufgabe besteht darin, die Kapazität zu erhöhen und in kurzer Zeit die erforderlichen Produktionslinien einzurichten. Und einer der wichtigsten Punkte ist ein komfortables Umfeld für Unternehmen sowie die Verfügbarkeit von vorbereiteten Produktionsstätten.

    Ich bitte die Regierung, bis zum Herbst die Eckwerte für die neue Funktionsweise der Industriecluster vorzulegen. Was ist hier wichtig?

    In diesem Zusammenhang möchte ich natürlich die Regierung bitten, gemeinsam mit der Mittelstandsvereinigung und unseren Großunternehmen ein Instrument für langfristige Vereinbarungen zwischen Unternehmen mit staatlicher Beteiligung und kleinen und mittleren Unternehmen zu schaffen. Auf diese Weise ist die Nachfrage nach den Produkten dieser Unternehmen auf Jahre hinaus gesichert, und die Zulieferer können sich vertrauensvoll zur Schaffung neuer oder zur Ausweitung bestehender Produktionen verpflichten, um diesen Auftrag zu erfüllen.“

    D.h., W.Putin will also seine einheimische Wirtschaft ermuntern, Produkte, welche wegen Sanktionen heute ausfallen, möglichst durch einheimische Produkte zu ersetzen und will diese Hersteller langfristig schützen. Damit sind westliche Firmen langfristig aus den Markt gedrängt.

    Was ich auch bemerkenswert finde, wie „isoliert“ Russland ist. Die Organisatoren des Wirtschaftsforums sprechen von Teilnehmern aus immerhin 115 Ländern in diesem Jahr. Im Rekordjahr 2020 waren es demnach 19.000 Teilnehmer aus 145 Staaten. Ca. 195 Staaten (Quelle: https://www.geographiestudium.com/wie-viele-laender-gibt-es-auf-der-erde/) gibt es im Moment, damit würden rund 59% teilnehmen. Bei 195 Staaten gibt es bestimmt auch eine gewisse Anzahl, die auf Grund der geographischen Lage kein großen Beziehungen zu Russland haben. Ich finde nicht, dass auf der internationalen Bühne als Problem gesehen wird.

    Wenn man dies Vergleicht mit dem 9. Gipfeltreffen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Los Angeles in der letzten Woche vergleicht.
    Die USA als Gastgeber musste einen bedeutenden politischen Preis für den Ausschluss Kubas, Venezuelas und Nicaraguas von dem Gipfeltreffen bezahlen. Von den 34 Unterzeichnerstaaten der OAS-Plattform im Jahre 1948 nahmen diesmal nur zehn Präsidenten teil (Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad und Tobago, Brasilien, Ecuador, Uruguay, Chile und Argentinien). Andere Länder entsandten stattdessen demonstrativ „nur“ ihre Außenminister. Z.B.: Der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard stellte den formalen Antrag für eine internationale Arbeitsgruppe:
    „Sie wird das Projekt einer Neugründung der OAS vorbereiten.“
    Und er erklärte weiterhin:
    „Es müssen neue Regeln im politischen Umgang zwischen den Staaten der Region entwickelt werden. Dazu gehören die Prinzipien der Nichteinmischung und des gegenseitigen Nutzens.“
    Analog dazu müsse die neue OAS nach diesen Leitlinien handeln.
    Zahlreiche Redner, so auch der Premierminister des Karibikstaates Dominica, Roosevelt Skerrit, forderten das Ende der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade, welche die USA schon seit 60 Jahren Kuba aufbürden. Darüber hinaus sprach sich Skerrit dafür aus, Kuba von der Liste der Länder zu streichen, die den Terrorismus unterstützen. Er kommentierte:
    „Der erste Punkt ist, Kuba von der Liste der Länder zu streichen, die den Terrorismus fördern. Kuba auf diese Liste zu setzen, ist lächerlich, aber es ist zu ernst, um darüber zu lachen.“

    Es ist schon interessant, wenn man beobachten will, was z.Z. in der Welt wirklich passiert und was man uns in unseren Medien sagt, was sich in der welt so angeblich abspielt. Jeder kann sehen, wie Russland „isoliert“ ist und wie hoch „anerkannt“ die USA ist.

    Herrn Röper vielen Dank für die Übersetzung der Rede!

  7. „…Sie sind Gefangene ihrer eigenen Irrtümer über Länder außerhalb der so genannten goldenen Milliarde, …“, es ist mir nicht bekannt, dass ein hochrangiger Politiker bisher so offen über die goldene Milliarde gesprochen hat. Ist vielleich ein klarer Hinweis an alle, die in Putin immer noch einen Erfüllungsgehilfen der WEF sehen.
    Auch die Stärkung des Nationalstaates und damit verbunden der versuch wieder zur 2-3 Kind Familie zurück zu kehren passt überhaupt nicht in die WEF Planungen.
    Was mich in St. Petersburg etwas irritiert hat, waren die Äußerungen von Herrn Gref, der meinte, der Aussenhandelsüberschuss stelle eine Gefahr dar und man müsse unbedingt die Importquote erhören. Kann ich allerdings aus Putins Rede so nicht herauslesen, da es hier doch eher darum geht, die Mittel aus dem Außenhandelsüberschuss in die nationale Wirtschaft zu investieren und zur Erhöhung der Binnennachfrage zu nutzen. Halte ich persönlich auch für den besseren Weg.

    1. » Was mich … etwas irritiert hat, waren die Äußerungen von Herrn Gref, … der Aussenhandelsüberschuss stelle eine Gefahr dar und man müsse unbedingt die Importquote erhören. «

      Die Bilanz sollte möglichst immer ausgeglichen sein. Wer einen Überschuß hat, der führt mehr Sachwerte aus als ein. Der sollte eigentlich durch Gold beglichen werden, einhergehend mit einer Abwertung der Währung des Defizitlandes, so daß es an Kaufkraft verliert und nicht erneut über seine Verhältnisse leben kann.

      Wer den eigenen Überschuß und das Defizit der Gegenseite dauerhaft akzeptiert, wie die BRD oder Japan (oder China) gegenüber den USA, der verschenkt de facto seine Waren. Das kann man auch als Tributzahlung deuten. China hat sich dadurch seine Industrialisierung erkauft. Die BRD und Japan kriegen im Gegenzug nichts – überhaupt nichts.

  8. Erneut vielen Dank für Ihre Arbeit. Ausnahmsweise muss ich Mal sagen: Es gibt auch im Westen und auch in Deutschland viele Ökonomen, welche die Sanktionen gegen Russland von Anfang an kritisiert haben. Weil diese neben vielen schädlichen Wirkungen für die eigene Wirtschaft den letzten Rest an Vertrauen in die Verlässlichkeit westlicher Staaten und den Schutz des Eigentums im Westen zerstören. Man kann einmal Russland mehrere hundert Milliarden an Devisenreserven klauen – wird dann aber das Vertrauen aller anderen Handelspartner für immer verloren haben. Natürlich sehen das moderne und regierungsnahe Ökonomen anders – deren Gefälligkeitsgutachten kann aber wirklich niemand mehr ernstnehmen. Naja obwohl, der Tagesschau Zuschauer dürfte womöglich DIW & Co immer noch glauben.

  9. Danke für die gesamte Übersetzung, hochinteressant. Russland hat viel vor! Putin hat genau die Punkte angesprochen, die für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung wichtig sind. Abbau der Bürokratie, geringere Eingriffe des Staates, Förderung von Innovation und Forschung, Entwicklung der Infrastruktur und/oder moderate Steuern für Wirtschaft und Bevölkerung. Da rede noch mal einer von einem kommunistischen Staat. Markus Krall müsste eigentlich sofort übersiedeln wollen (grins). Es ist schon sehr erstaunlich, wie klar und offen ein Staatsmann im 21. Jahrhundert seine Vorstellungen über das eigene Land und die Zusammenhänge in der Welt so verständlich an die Menschen bringen kann. Ohne hier in Personenkult auszuarten, müssten viele unserer politischen Eliten weinend in ihr Kissen versinken bei so viel rhetorischer Brillianz. Bleibt zu hoffen, dass es Russland gelingt, einen großen Teil seiner Vorstellungen umzusetzen, dass der Westen nicht überventilierte und die atomare Entscheidungsschlacht sucht und Russland die eigene Bevölkerung auf diesen Weg gerecht mitnehmen kann.

    1. @usdigital
      „… Putin hat genau die Punkte angesprochen, die für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung wichtig sind …“

      Wenn ich sie fragen würde, ob außer dem Russischen Präsidenten jemals ein Staatsoberhaupt solch detailierte Einblicke in die aktuelle und zukünftige Arbeit zugelassen hat, wüssten sie eines?

      Ich jedenfalls nicht.

      1. Ich kenne auch kein Staatsoberhaupt, das sich 4 Stunden vor die Presse stellt und auf jede Frage frei geantwortet hat. Das funktioniert, nur wenn man weiß, wovon man spricht, die Zusammenhänge verstanden hat und von seiner Sache überzeugt ist. Unsere Schaumschläger in der Politik sagen entwerten nichts Substanzielle und/oder völligen Unsinn und/oder müssen ablesen, damit der eigene Opportunismus nicht öffentlich wird. Selbst das bekommen sie manchmal nicht hin, wie man letztens durch Herrn Bush genussvoll erleben durfte. Was für ein Schenkelklopfer.

        1. Wie ich bei Tagesschau lesen konnte hasst die russische Bevölkerung ihn dafür, daß er so kompetent ist. Im österreichischen Standard fand ich heute sogar einen Artikel der offen dazu aufrief die russischen NGO zu nutzen und einen (wörtlich) Umsturz zu organisieren.

          Viel Feind, viel Ehr. Da ist dann klar daß der Präsident der RF der ehrenvollste Staatsmann ist, den ich kenne 😉

    2. „Markus Krall müsste eigentlich sofort übersiedeln wollen (grins)…“

      @ustdigital: Der Inhalt Putins Rede hat zum Glück nicht viel mit der Ideologie von Markus Krall zu tun. Markus Krall ist im Grunde ein Marktradikaler bzw. Libertärer, Märkte regeln alles. Seine Analysen sind durchaus zutreffend und z.T. auch brilliant. Nur bei den den Schlüssen unterläuft ihm der selbe Fehler, den er seinen politischen Gegnern vorhält: er nimmt den Menschen nicht so wie er ist, sondern sieht ihn als Leistungserbringer und entsprechend zu optimieren.

      Letztlich läuft ja alles auf die simple Frage hinaus, was für eine Gesellschaft wir wollen. Soll alles der Wirtschaft (dem Markt) untergeordnet werden oder soll die Politik in der Gesellschaft das Primat haben und dieser alles andere untergeordnet sein. Für Merkel z.B. war die Antwort klar: Wir brauchen eine „marktkonforme“ Demokratie, was genau im Sinne eines Markus Krall wäre 😉

      1. @F.Stegner

        Kürzlich hatte ich angefangen einen Ausschnitt von einem seiner Beiträge anzuschauen (youtube: „Die Bezahlstruktur der Bundestagsabgeordneten“). Seine Aussagen sind ebenso schwer erträglich wie die von Sinn. Er kritisierte zwar zurecht die zu große Anzahl von überbezahlten Politikern, als er aber dann anfing zu erklären, dass es eine Korrelation zwischen Intelligenz und Einkommen (in Bezug auf Merz) geben würde, da musste ich das Video beenden. Der Krall meint tatsächlich, dass Geldverwalter, Juristen, Makler unseren Laden am Laufen halten.

  10. Präsident Putin spricht aus meiner Sicht über die SICHTBAREN- SACHLICHEN DINGE
    der Verhältnisse.
    Haben wir nicht aber gelernt, „das in der Politik Dinge niemals zufällig geschehen“?
    GRUNDSÄTZLICH verstehe ich, das „der Westen“- mit Beginn seiner Agenda (XXXX)
    kein Interesse an einer Balance der Wirtschaft hat, das eine Inflation
    und wirtschaftliche Behinderung der Menschen für einen „Umbau“ sogar
    ein Logistisches Erfordernis ist und absichtlich eingeleitet wird ..
    Präsident Putin wertet -sicher aus diplomatischen Gründen- die Pandemie nicht offen als
    Teil des Planspieles, dabei schwadronierte doch aber offen ein gewisser Soros vor 2 oder 3 Jahren
    (sinngemäß): „Europa wird zu einem Alptraum werden“ (war auch auf RT zu lesen).
    Nun ja: wenn DAS der Plan ist, dann gehört eine Wirtschaftliche Stabilität vermutlich
    nicht so direkt dazu.
    Bis hier hin.

    1. „dabei schwadronierte doch aber offen ein gewisser Soros vor 2 oder 3 Jahren
      (sinngemäß): „Europa wird zu einem Alptraum werden“ (war auch auf RT zu lesen)….“

      Soros „vergaß“ dabei zu erwähnen: wegen mir oder Leuten wie mir! die den gesamten Planeten Erde als ihre private Beute betrachten bzw ihre ärmeren Mitmenschen wie „lästiges Ungeziefer“per Spritze ausrotten wollen.
      Der Alptraum ist er selber.

  11. Vielen Dank für die Übersetzung, Herr Röper!
    Wieviele würden das sofort unterschreiben,und sofort zurückziehen wenn sie erfahren wer der Verfasser ist?
    „… Die unmittelbare Folge der Handlungen der europäischen Politiker und der Ereignisse dieses Jahres wird eine weitere Vertiefung der Ungleichheit in diesen Ländern sein, was wiederum die Spaltung ihrer Gesellschaften weiter vorantreiben wird. Dabei geht es nicht nur um den Wohlstand, sondern auch um die Werte der verschiedenen Gruppen dieser Gesellschaften. Ja, diese Widersprüche werden unterdrückt und unter den Teppich gekehrt. Demokratische Verfahren, Wahlen in Europa… ehrlich gesagt, manchmal schaut man sich an, was dort passiert, welche Kräfte an die Macht kommen – das sieht alles aus wie eine Scheinwelt, wenn politische Parteien, die einander wie Zwillingen ähneln, sich gegenseitig an der Macht abwechseln. Aber in der Sache ändert sich nichts. Die wahren Interessen der Menschen und der nationalen Wirtschaft werden immer weiter an den Rand gedrängt… „

  12. Danke Thomas, für mich hat sich das Lesen gelohnt.
    Was Putin über Russland erzählt kann man glauben oder nicht. Wenn man nicht da lebt, weiß man es nicht. Was er aber über den Westen sagt deckt sich mit meinen Beobachtungen. Ganz im Gegensatz zu dem realitätsverweigernden Geblubber was z. B hier in D von unseren Anführern abgesondert wird.

  13. Ich befürchte die Dumpfbacken im Westen sind intellektuell nicht in der Lage diese wichtige Rede zu verstehen.
    Keiner derer wird sich die Zeit nehmen sie zu lesen geschweige denn sie zu begreifen
    Die Konsumgesellschaft fliegt lieber nach Malle zum abfeiern komme was wolle.

    https://www.google.pl/amp/s/www.express.co.uk/news/world/1618970/spain-holiday-chaos-majorca-airport-passport-control-uk-flight-cancellations/amp?espv=1

    Wie August 39 da, waren auch alle Terrassen in Paris Berlin und Warschau usw voll von Genusswesen.

    Wer denkt das die Gefahr bereits gebannt ist lebt in LaLaland

    1. @Amisgohome Ich denke, da spielt die Psychologie eine große Rolle. Viele werden sich sagen, das mache ich dieses Jahr noch denn wer weiß was nächstes Jahr alles verboten ist. Ich übrigens auch, nein nicht irgendwo hin fliegen aber mehrere Kurztrips in DL und einer nach Prag. Wer weiß, vielleicht kommt bald das Reiseverbot für alle Ungeboosterten? Ausschließen kann man, bei dem Irrsinn der hier veranstaltet wird, nichts mehr.

  14. Vielen Dank für die Übersetzung. Auch diese Rede von Putin ist geprägt von Offenheit und Zukunftsoptimismus und wenn man Russland die Jahre über beobachtet hat, mit recht. Wenn ich mir das inhaltslose Gebabbel unserer Politikende anhöre, denke ich mein Gott! Als ich 1978 in Russland war dachte ich, was für ein großes, reiches Land und was machen die Kommunisten draus? Russland hat ein riesiges Potenzial das noch nicht einmal abgeschätzt werden kann. Es wird geschätzt, daß von allen Rohstoffvorkommen erst rund 30% erschlossen sind, das bedeutet von 70% hat selbst Russland noch keine Ahnung. Putins Analyse zur Verfaßtheit des Westens kann ich nur zustimmen, er sägt am Ast auf dem er sitzt und der Niedergang ist nicht mehr aufzuhalten. Wichtig fand ich den Hinweis auf die anderen Länder. Dort, so hat er richtig erkannt, nimmt man sehr genau wahr, was die USA und EU mit den Staaten oder Personen machen welche ihnen nicht genehm sind. Viele werden sich andere Möglichkeiten suchen ihr Geld zu parken und ganze Länder werden sich nach verläßlicheren Handelspartnern umsehen nach dem die USA und die EU in dieser Hinsicht ein Totalausfall sind. Es werden sich neue Handelsbündnisse bilden um sich aus der Abhängigkeit eben dieser Länder zu befreien. Russland, China, Indien basteln an einem weltweitem Zahlungssystem um sich vom Swift System unabhängig zu machen und etliche andere Länder sind sehr interessiert an dieser Ausweichmöglichkeit. Die Saudis akzeptieren schon den Öl und Gashandel auf Basis ausländischer Währungen unabhängig vom Dollar und dem Euro.
    Fazit. Die USA und die EU haben sich gehörig verrannt sind aber nicht bereit ihre Politik zu verändern denn sie verteidigen ja westliche „Werte“ und stehen Moralisch weit über Russland, sagen sie. Daß andere Länder und nicht nur Russland auf diese „Werte“ dankend verzichten, wollen unser linken Gutmenschen nicht sehen oder akzeptieren. Letztendlich zählt nicht das Geld, welches gedruckt wird als gäbe es kein Morgen, sondern um Dinge die man fassen und/oder essen kann, alles andere ist wertloser Tand wenn man nichts mehr zum Tausch anbieten kann und Russland hat viel zum tauschen.

  15. „Der erste ist Offenheit. Wirklich souveräne Nationen sind immer bereit, gleichberechtigt und partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, um ihren eigenen Beitrag zur globalen Entwicklung zu leisten. Wer dagegen schwach und abhängig ist, sucht in der Regel nach Feinden, schürt Fremdenfeindlichkeit oder verliert schließlich seine Identität, seine Unabhängigkeit, indem er blindlings seinem Oberherrn folgt.“

    Das sind die Kernsätze.

    Ehrlich gesagt freue ich mich über den schnellen hausgemachten Niedergang der EU, der notwendig ist.

    Zum einen darüber, dass er so beschleunigt stattfindet, denn je schneller, desto gründlicher Word auch die notwendige Besinnung sein – müssen.

    Ich freue mich aber auch über den Niedergang selbst, den man im Grunde seit vielen Jahrzehnten beobachten kann. Wenn die dicken Schichten der Überheblichkeit abfallen und man endlich in der Lage sein MUSS, den Tatsachen ins Auge zu blicken und sich selbst realistisch zu betrachten. Sich auf echte Stärken zu besinnen, anstatt sich zu erhöhen, indem man auf anderen rumtrampelt und sich auf Kosten der Opfer künstlich erhöht.

    Eine Welt von Partnern, die alle anders sind und auch sein dürfen. Und das einzige Verbrechen wird dann noch das sein, das heute der Westen begeht: sich als Weltenherrscher aufzuspielen und andere nicht zu achten, sondern zu unterdrücken.

    Dagegen allein müsste ein internationales Gremium vorgehen. Nicht die UN, denn die ist nichts weiter als die Missionsstation der westlichen Unterdrückung.

    Das könnte die Zukunft sein …. falls die Menschen wirklich vernünftig werden. Aber ….?

    😷

    1. Über den Niedergang der EU kann man sich auch wirklich als Europäer nur freuen. Erstens weil sie keine europäische Struktur sind ( auf – oktroiert von den USA), zweitens weil sie eine zutiefst undemokratische Struktur hat und deshalb drittens eine „EU-Kommission mit lupenrein diktatorischer Macht hat.

      Wir (bzw die USA) haben in Europa eine lupenreine Diktatur installiert und nennen sie „Demokratie“. Das Problem mit Propaganda ist, viele haben nach einer gewissen Zeit vergessen, das es mal Propaganda war und glauben es tatsächlich. Das ist wie bei F. Nietsche mit dem Abgrund („wenn du zu lange in den Abgrund blickst, blickt er zurück“ sinngemäß).

  16. Die werden sich ihre Niederlage wohl nie eingestehen.
    Die werden noch nach Waffen für die Ukraine betteln, wenn die Ukraine nicht mehr existiert.
    Die existiert dann nur noch als Hologramm auf dem Bildschirm. Aber alles bei denen scheint ja Fiktion zu sein, wie Biden-Gummimaske.
    Die Gelder fließen dann direkt an den Schauspieler damit er seine Villen und Schlösser unterhalten kann.

  17. Vielen Dank für diese Übersetzung. Was für eine Mammut-Arbeit, so zeitnah und in schönem Deutsch!

    Es ist nicht ganz einfach, die Rede ist randvoll mit Inhalt und fordert die Aufmerksamkeit sehr. Ich habe nicht alles im Detail verstanden, denke aber, dass das auch für uns nicht so wichtig ist. Ob das alles umsetzbar und erfolgreich ist, vermag ich ebenfalls nicht zu beurteilen, aber schon allein die Zielsetzung, die sich wie ein roter Faden durch die Rede zieht, ist bemerkenswert. Er drückt aus, dass es ihm um die Steigerung des Wohlergehens des russischen Volkes und die Souveränität Russlands geht.

    Bei deutschsprachigen Politikerreden geht es immer in erster Linie darum, dass es uns viel zu gut geht, dass wir uns damit abfinden sollen, dass das nicht so bleiben kann, dass wir „globale Verantwortung“ übernehmen und ständig an alle außer an uns denken müssen. Sei es, um sie wohltätig zu beglücken (Ukraine, Flüchtlinge) oder als Weltpolizei zu bestrafen (Russland). Es geht immer andere und wir sind nichts weiter als ein Werkzeug ohne eigenen Wert. Aus fast jeder Politikerrede entnehme ich aggressive Vernichtungswut gegen mich und mein Volk.

    1. Und es sind nicht nur die Reden, es sind auch die Handlungen. Was immer an Gesetzen und Verordnungen beschlossen wird, macht das Leben schwieriger und schlechter. Möglicherweise gibt es Ausnahmen, aber ich kann mich bei aller Mühe nicht an ein Gesetz oder eine Verordnung erinnern, die etwas besser gemacht hat – für irgendwelche unsympathischen Minderheiten vielleicht schon, aber nicht für normale Leute.

      Das wirklich Beste, was man von Bundesregierung und Bundestag erwarten kann, ist, dass sie NICHTS tun. Das wurde eindrucksvoll bei der Abstimmung über die allgemeine Impfpflicht klar. So viele haben sich darüber gefreut und dabei erstaunt festgestellt, dass sie sich schon lang nicht mehr über eine politische Entscheidung gefreut haben. Mir ging es auch so, ich kam mir ganz blöd dabei vor, mich zu freuen. Aber was war dass im Kern? Es war keine Änderung, es ist alles so geblieben wie vorher, es war also NICHTSTUN, worüber wir uns gefreut haben.

      1. Nuada-diese Verwaltung ist ja nicht zum Nutzen für die Deutschen da, sondern um sie zu melken.
        Und jetzt wo das Ende des Geldsystems naht, fahren sie alles gegen die Wand.

        Wie sagte vor vielen Jahren mal sinngemäß eine Grünen-Koryphae …egal wer das Geld am Ende hat, Hauptsache der Deutsche hat es nicht.

        1. Die Koryphäe sagte . „Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“

  18. Einen Atomkrieg halte ich für nicht mehr real. Dem Westen dürfte aufgegangen sein, daß er mit Rußland unter Putin derzeit nicht fertig wird. Jetzt wird halt an der Bargeldabschaffung weiter gemacht. Die hat Johannes vor 1900 Jahren indirekt angekündigt: „Man wird weder kaufen, noch verkaufen können.“

    1. Ich habe ein großes Verrauen, dass der Westen scheitert in dem was er anpackt.

      Die Methoden, die er verwendet, sind ja den Konzernen direkt abgeschaut. Denen, die keine Planung und kein Großprojekt mehr zu Ende bekommen, weil sie meinen, alles liesse sich vom grünen Tisch aus ‚managen‘ und deren Standards längst nur noch diese Ebene im Blick haben.

      Das einzige, was sie können, ist Chaos. Und dabei sollte man helfen, denn Chaos beseitigen können sie erst recht nicht. Nur zusammen schiessen – vielleicht. Aber auch bei Polizey und Militär arbeiten letztlich Menschen, die ja selbst betroffen sind. Vielleicht begreifen die ja ihre Verantwortung, bevor bewaffnete Banden ihren Job machen …

  19. Wenn ich so einen Artikel lese, wie ein Land, Russland, seine Souveränität ausbaut und vor allem mit Herz und Weitblick, dann möchte ich auch in so einem Land leben.
    Vielen Dank für die Übersetzung, die ist mehr wert als alles Mögliche, was ich bis jetzt gelesen habe.

  20. Eine brilliante Rede. Perfekt auf den Punkt gebracht !

    Man schafft niemals Veränderung, in dem man das Bestehende bekämpft.
    Um etwas zu verändern, baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen.
    Richard Buckminster Fuller

  21. Es ist schade um diese ausführliche Rede, sie mit einer solch reißerischen Überschrift zu versehen.

    Mir bleibt bei dieser Rede echt die Spucke weg. Dass es solche Politiker noch gibt. Da werden rational und mit hoher Präzision so viele Themen behandelt. Ziemlich beeindruckend. Ich würde mir so schlaue Politiker für den Westen wünschen.

  22. Man muß die Deutschen an ihrem Ehrgefühl packen, sofern sie überhaupt welches haben. Man muß wissen, worauf sie besonders stolz sind. Man muß ihre Selbstverliebtheit erkennen. Und dann muß man nach Adam Riese mit allen Registern der Logik und völlig emotionslos sie in aller Öffentlichkeit ins lächerliche ziehen. Das können sie gar nicht leiden. Besonders die Generation Baby – Werwolf verträgt das nicht. Aber dafür muß man die Deutschen gut kennen. Man muß sich praktisch in ihrem Kuriositätenkabinett auskennen. Man muß die Eigenart des deutschen Humors kennen. Das beste Mittel ist die Ironie (siehe den Grafiker und Karikaturist GEORG GROZ oder auch ERICH KÄSTNER, nur um zwei zu nennen. Dostojewski hat darüber sehr aufschlussreiche Dinge geschrieben.

    1. Ja, das ist die Methode die von angelsachsischen Profis seit einem Jahrhundert entwickelt und angewandt wird, um Deutsche jedes Ehrgefühl auszutreiben.

      Bei diesen Profis ist klar, wovor sie sich fürchteten.

  23. In den vergangenen 3 Jahrzehnten habe ich viel über Putin gelesen und gehört, viel auch durch die von Thomas Röper veröffentlichten Bücher und Beiträge, aber auch von vielen anderen Autoren! Mein Resümee daher: Wladimir Wladimirowitsch Putin ist ein überaus kluger Kopf und ein realitätstüchtiger Mensch, ansonsten wäre er auch nie höherer Offizier in einem sehr erfolgreichen Geheimdienst geworden! Viele westliche Politiker könnten noch Einiges von ihm lernen.

  24. Bei dem Gerede über Inflation kommt mir zu kurz, dass das gesamte Geldsystem des Westens privat ist.
    Jene, die das kontrollieren, haben in der Vergangenheit alles möglich erzeugt-auch Inflation.
    Vielleicht haben haben sie auch die Finanzkrise von 2008 selbst erzeugt. Um die Menschen zu enteignen. Denn die oberen 5 Prozent gewinnen immer.
    In den 20 ziger Jahren des 20. Jahrhunderts hat Rockefeller eine Wirtschaftskrise ezeugt, dadurch verloren die Unternehmen an Wert, welche er dann billig aufgekauft hat.

    Nun gut, das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das System am Ende ist.

    1. @Nechludov

      Für die US-Politik wäre es 2008 kein Problem gewesen die Banken dazu zu veranlassen Verträge neu zu verhandeln (Laufzeiten verlängern, Zinsen senken, …). Was haben sie allerdings gemacht? Sie haben die Banken mit Geld vollgepumpt und den Banken gestattet das zuvor verliehene Geld einzutreiben.

    1. Logisch Putin liegt vom Niveau her – wie auch diese Rede zeigt – himmelweit über dem Niveau aller westlichen, insbesondere aber der deutschen Politiker, so eine Rede zu veröffentlichen wäre für sie selbst sehr peinlich, weil jeder sehen könnte, wie weit Putin intellektuell über ihnen, der bundesdeutschen Führung liegt. Diese Regierung ist auch für Deutschland als Land eine riesige intellektuelle Blamage.

      Wenn man sich da haltlose Gestammel von Steinmeier oder einen vom Russenhaß erfüllten Habeck dagegen anhört – mein Gott größer können Unterschiede kaum sein. Das muß denen peinlich sein.

      Putin ist halt noch ein richtiger Staatsmann. Wir haben US-Kasperle als Regierung. Es ist zum Heulen.

      1. @Aktakul
        Ich bin jetzt ein alter Mann … aber ich kann mich nicht erinnern daß seit der „Machtergreifung“ von Helmut Kohl, denn anders kann man diesen Putsch nicht nennen, kein Politiker in Deutschland mehr als Sprachhülsen abgesondert hat.

        Vielleicht hassen sie Putin deshalb so sehr. Er fühlt sich (nach eigener Aussage) nur dem Russischen Volk verpflichtet. Das macht es ihm leicht, seine Politik klar verständlich zu kommunizieren. Kein Wunder wenn westliche „Sockenpuppen“ dadurch völlig aus der Spur fliegen.

  25. Wer sich damit näher beschäftigen möchte empfehle ich Siegfried Kracauer (sehr empfehlenswert). Dieser analysierte den deutschen Stummfilm (siehe Buch: Von Caligari zu Hitler. Eine psychologische Geschichte des deutschen Films), woraus er die Schlussfolgerung zog, daß die Deutschen dank Film, Propaganda und Medien aller Art, keine andere Wahl hatten als dem HITLER ADOLF zu huldigen. Es lag sozusagen in der Natur der Sache. Die Propaganda-Truppen sind natürlich auch heute noch aktiv. Wenn man bedenkt, daß die UFA damals der größte Filmproduzent der Welt war. Hollywood war dagegen gar nichts! Selbst Regisseure wie Hitchcock gingen nach Berlin um dort ihre Filme zu drehen. Späterhin ging das ganze Equipment nach Kalifornien und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie auch heute ….

  26. Selensky beizeichnet die Aufnahme der Ukraine in die EU als WERTVOLL und WICHTIG !

    Die Ukraine ist zumindest seit 2014 kein Teil Europas sondern ein Teil der USA und deren Strategie von dort aus Russland zu schaden und letztlich auch noch zu erobern.

    Russland war und ist in der gemeinsamen Geschichte Europs immer eingebunden und auch wichtig gewesen, man denke auch an die Zarin Katharina die Große, die aus dem Fürstentum Sachsen-Anhalt stammte.

    Erinnern sollte man auch an Putins Angebot in der Wirtschaftkrise 2010 „Europa von Lissabon bis Wladiwostok“ !!

    Ungebremster Austausch von Waren und keine Zölle mehr – so stellt sich Wladimir Putin den Handel Russlands mit der Europäischen Union in Zukunft bei seinem 2 tägigen Besuch in Deutschland vor.

    Auch in der Energieversorgung hält es Putin für sinnvoll, „Aktiva auszutauschen“, also Firmen zu verflechten. Notwendig sei es, in allen Phasen der technologischen Wertschöpfungskette – von der Erkundung über die Förderung von Energieressourcen bis hin zu den Lieferungen an Endverbraucher – zusammenzuarbeiten.

    Zudem sollte es keinen Visumzwang mehr geben. Die Visafreiheit sollte nicht das Ende, sondern den Anfang einer echten Integration von Russland und der EU manifestieren, schrieb Putin.

    Das waren wirklich GUTE und INTELLIGENTE Vorschläge, die natürlich den USA zuwider liefen und durch die von den USA GEKAUFTEN Europäischen POLITIKER letztlich abgelehnt wurden !!

    Wäre damals diese GRANDIOSE IDEE umgesetzt worden, hätte es die heutigen Verhältnisse nicht gegeben.

    FAZIT: WER DIE POLITIK DER USA UNTERSTÜTZT SCHADET SICH SELBST !!

  27. Bestechungsgelder für ukrainische Amtsträger?

    http://www.antikrieg.com/aktuell/2022_06_15_bestechungsgelder.htm

    Jacob G. Hornberger

    In meinem Blogbeitrag vom 18. Mai 2022 habe ich die Möglichkeit angesprochen, dass das 40-Milliarden-Dollar-Hilfspaket, das der Kongress rasch für die Ukraine bewilligt hat, zumindest teilweise für die Zahlung von Bestechungsgeldern in Millionenhöhe an ukrainische Amtsträger verwendet werden soll.

    Warum sonst sollten sich die Mitglieder des Kongresses und die Vertreter des Pentagons in der Mainstream-Presse so vehement dagegen aussprechen, dass der Generalinspekteur die Verwendung der Gelder überwacht?

    Und wie könnte man besser sicherstellen, dass ukrainische Politiker für einen immerwährenden Krieg an Bord bleiben, als durch die Zahlung von Bestechungsgeldern an Amtsträger, die in einem der vielleicht korruptesten Regime der Welt dienen? …UNBEDINGT ALLES LESEN !!

    1. Diese bewährte US-Praxis halte ich übrigens für einen der Gründe, warum die SU nach anfänglichen Erfolgen (insbesondere in ehemaligen Kolonien) auf Dauer außenpolitisch nicht mithalten konnte.

      Wer beliebig viel Geld drucken kann, wie soll der zu schlagen sein? Aber daß damit jetzt Schluß ist hat Putin erfreulich deutlich machen können.

  28. @some1

    Auch hier befinden Sie sich auf dem Holzweg.
    Naja die Angelsachsen. Was wollen Sie mit den Angelsachsen? Ich erinnere mich da an ein Buch vom Eichborn Verlag, wo es um ein Ehepaar geht, daß im engen Kontakt mit Sigmund Freud stand, die hatte etwas mit Werbung und Propaganda zutun. Aber was beweist das? Die Angelsachsen haben genau so wie die Deutschen nichts aber rein gar nichts auf diesem Gebiet geleistet. Es waren in erster Linie die Griechen (Plato, Aristophanes Aristoteles etc.) und natürlich die Römer (Cicero, Seneca, Juvenal etc.) Nix ANGELSACHSEN!
    Dann eher die Deutschen! Die Engländer behaupten bis heute das William Shakespeare ein Engländer gewesen sei. Das ist so wie wenn man behaupten würde, Dostojewski oder Tolstoi sein ein Deutscher gewesen. Wer sich eingehend mit Shakespeare beschäftig hat kann gar nicht anders, als zu dem Schluss kommen, daß Shakespeare ein Italiener aus Messina war. Ein Einblick in die Archive (Original-Manuskripte usw.) ist bis heute verboten. Es gibt darüber eine sehr interessante Film-Dokumentation in YouTube).

    1. @zehnkleinenegerlein
      Genau so ist es.
      Alles auf Lügen und Verdrehung plus dem schmücken mit fremden Lorbeeren aufgebaut.
      Aber pssssssst…. das mit William Shakespeare nicht weitersagen 😀
      Sie sind bis jetzt der einzige, außer mir, der das auch noch weiß.
      Wär doch echt traurig, wenn am Schluß gar nichts mehr übrig bleibt,
      außer Raub und Erpressung anderer.

      1. Man muß nicht einmal Shakespeare gelesen haben um hinter dieser epochalen Lüge dahinterzukommen. Selbst Goethe, der von Shakespeare das „Schreiben“ gelernt hat, hätte stutzig werden müssen. Von 32 Dramen spielen dreiviertel in Italien, geschrieben in einer Detailtreue und einem Wortschatz, der nur von einem Insider einem Einheimischen stammen kann. Wenn Sie Italienisch verstehen, dann empfehle ich Ihnen, dieses Video. Es gibt aber noch einige andere sehr interessante Videos darüber. Es besteht absolut kein Zweifel für mich!
        Sehen Sie selbst:
        https://www.youtube.com/watch?v=axmvl0Ksib4
        https://en.wikipedia.org/wiki/Florian_theory_of_Shakespeare_authorship

    2. Sie haben tatsächlich keine Ahnung. Bernays, lippmann, Tavistock, Committee of Public Information .. kennen Sie nicht und sind dafür stolz auf … ja, was?. Egal, es sei ihnen gegönnt.

  29. In Russland wird die Hysterie des Westens kaum mehr beachtet.

    Statt auf westliche Vorwürfe zu reagieren, konzentriert sich Russland auf die Lösung der Ukraine-Krise.

    Die wichtigste Aufgabe sollte dabei die Entnazifizierung sein, sagte der russische Ukraine-Experte Semjon Uralow in einem RT-Gespräch.

    MEIN FAZIT: DIE MEHRHEIT UNSERER REGIERUNG UND PARLAMENT HAT EINE ENTNAZIFIZIERUNG & ENDAMERIKANISIERUNG DRINGEND NOTWENDIG !!

  30. Hat zwar nichts – oder nur am Rande – mit diesem Thema zu tun, aber im Folgenden folgt noch Teil 3 von der vierteiligen Serie mit dem norddeutschen Arzt Dr. Heiko Schöning bei NuoFlix:

    GAME OVER 3/4 – AFFENPOCKEN, COVID-19 & ANTHRAX – Heiko Schöning
    https://nuoflix.de/game-over-34–affenpocken-covid-19-amp-anthrax–heiko-schoening-

    Der Arzt Heiko Schöning ist sich sicher: Covid-19 ist ein vorgeplantes Verbrechen wie bereits 20 Jahre zuvor Anthrax-01. Sein Enthüllungsbuch Game over. weist den heutigen Tätern ab Dezember 2019 (Covid-19) ihre Zugehörigkeit zu einer weltweiten Mafia nach – veranschaulicht anhand von Beweisen zu ihren alten Verbrechen ab September 2001 (Anthrax-01). Schöning wagt, die Namen zu nennen sowie die Gesichter und kriminellen Zusammenhänge zu zeigen. Wer macht den Stoff, der allen Menschen unter die Haut gespritzt werden soll? Eine überlebenswichtige Frage in Zeiten von Corona. Die Mafiabosse produzieren in ihrer Firma Emergent BioSolutions die Corona-Impfstoffe für AstraZeneca, Johnson & Johnson, Novavax und andere. Bereits durch die Terroranschläge von 2001 mit Anthrax hatte Emergent BioSolutions mit seinem Monopol auf Anthrax-Impfstoff ein Vermögen gemacht.

    So wie bei Anti-Spiegel, finden sich auch immer interessante Beiträge bei NuoFlix!

  31. Ich habe mich sehr lagen mit Dostojewski beschäftigt und alles von ihm gelesen. Einige Romane oder Erzählungen drei bis vier Mal. Seit man Dostojewski im Wertewesten auf die Schwarze Liste steht (Siehe Alfred Rosenberg) wünsche ich diesen Leuten die Krätze. Sehr aufschlussreich ist auch der Briefwechsel zwischen Gottfried Benn und mit Oelze, der schon 1935 den pathologischen Wahnsinn und die systematische Verblödung der Deutschen haarscharf beschreib. Gottfried Benn dürfte der wahrscheinlich der größte deutsche Schriftsteller des letzten Jahrhunderts sein. Russland wird für Ernüchterung sorgen und das ist gut so.

    1. Auch ich habe das meiste von Dostojewski gelesen. Habe jetzt auch das ins Deutsche übersetzte Buch von N. Berdjajew „Die Weltanschauung Dostojewskijs“, 1924, als gemeinfrei im Web gefunden – ein Meisterwerk über Dostojewski, mit einem hervorragenden Vorwort von Wolfgang E. Groeger.

  32. Danke, danke, danke! Diese Welt befindet sich sehr wohl in einem sehr gefährlichen Zustand, in einer sehr problematischen Situation. So wie man diese Rede lesen kann, ist dies auch Herrn Putin bewusst. Dennoch schafft er es, Zuversicht auf der Basis realer Bedingungen zu vermitteln. Immer klingt zwischen den Zeilen der Glaube an den Menschen mit, der nicht nur den eigenen Vorteil im Blick hat, sondern vor allem auch die Solidarität für ein erneuertes, gemeinschaftliches Leben.

  33. Zitat: „… und vielleicht habe ich mir diese Arbeit für nur einige wenige, an der Wirtschaft interessierte, Experten gemacht, aber ich hoffe, dass die Rede trotzdem von vielen gelesen wird. “

    Nein Herr Röper, diese Arbeit ist wichtig, denn in den deutschen Medien – auch den „Alternativen“ – wird den ganzen Wortlaut ansonsten niemals zu Gesicht bekommen. Diese Rede halte ich für sehr wichtig, ganz im Gegensatz zu dem flächendeckenden Blendwerk, das die westlichen Politik-Darsteller von sich geben.

    Ich hoffe, Sie wissen wie wichtig Ihre Arbeit für den deutschsprachigen Raum ist! Vielen Dank!

  34. Ohne jetzt in eine kindliche Schwärmerei zu verfallen, aber so eine Rede würde ich mir von unseren politischen Hilfsarbeitern auch wünschen.

    Natürlich nicht nur, diese Worte abzulesen, sondern vor allem auch, das der Inhalt von denen verstanden wird.
    Aber das wird bei diesen geistigen Legasthenikern leider ein schöner Wunschtraum bleiben.

    Es sei denn, diese Truppe wird gnadenlos durch neue Leute ersetzt. Nicht durch Wahlen. Wie wir alle wissen hat dies immer nur noch schlechteres Personal nach oben gespült, und die „Besten“ (Ironie!) wurden nicht einmal gewählt.

    >> Probleme auf Kosten anderer lösen; auf den Mechanismus der Geldemission verlassen
    := raubkoloniale Politik := Basis unseres WerteWesten.

    >> Ländern, die von echten Führungspersönlichkeiten geleitet werden, die genau wissen, wo die Interessen der anderen und wo die nationalen Interessen liegen.
    Klingt ja fast wie aus einem Märchenbuch.

  35. Deutscher CNN-Reporter und Sacharowa liefern sich Schlagabtausch:

    „Sie dürfen doch gar nicht die Wahrheit sagen!“

    https://vk.com/video-134310637_456254611

    Über zwanzig Minuten widmete sie dem CNN-Reporter, sprach über die Ursachen des Ukraine-Krieges, die Kriege der USA und ihre Völkerrechtsbrüche, doch Pleitgen beharrte auf seiner Frage, ob Russland das Völkerrecht missachten würde.

    Wie der Zufall spielt, meldete sich ein Journalist aus dem Donbass zu Wort und maßregelte Pleitgen. Daraufhin schlug Sacharowa Pleitgen vor, einfach mal mit ihm, einem Menschen aus der Ukraine ein Interview zu führen, damit dieser ihm schildern könne, wie schlimm das Leben dort die letzten acht Jahre gewesen ist.

  36. Kriegstreiber-Stimmung kippt: Baerbock hat Angst vor „Kriegsmüdigkeit“

    https://unser-mitteleuropa.com/ukraine-krieg-zensurierte-fakten/#comment-56865

    Übt sich Baerbock in “Sportpallast“-Rhetorik?

    Baerbocks Kriegs-Durchhalte-Botschaft müsste in deutschen Ohren freilich langsam Entrüstung auslösen: „Wir haben einen Moment der Fatigue erreicht.“

    Die deutsche Medienlandschaft reagierte darauf – laut Spiegel – alarmiert: Wäre demnach nämlich „in der Berichterstattung daraus die Aussage:´Außenministerin warnt vor Kriegsmüdigkeit.´“ entstanden.

    Zusatz: „Das ist natürlich ein Quatschsatz, denn kriegsmüde ist jeder Mensch, der bei klarem Verstand ist.“ (Spiegel) – Die deutschen Grünen anscheinend nicht.

    Die Deutschen allerdings – so scheint es zumindest – sind innerhalb ihres historischen Kontextes achtsamer geworden:

    „Die Engländer behaupten, das deutsche Volk wehrt sich gegen die totalen Kriegsmaßnahmen der Regierung.

    Es will nicht den totalen Krieg, sagen die Engländer, sondern die Kapitulation.

    Ich frage euch: Wollt ihr den totalen Krieg? Wollt ihr ihn – wenn nötig – totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt erst vorstellen können?“

    Jeder kennt diese abscheulichen Sätze. Sie stammen aus Goebbels berüchtigter Sportpallastrede vom 18. Februar 1943.

    Und Baerbock heute: „Auch wenn wir erschöpft sind, müssen wir alles tun, um die Ukraine zu verteidigen. …UNBEDINGT ALLES LESEN !!

  37. Etwas Bemerkenswertes aus der Rede, das vielleicht nicht jedem aufgefallen ist:

    Putin spricht nirgends – auch nicht zwischen den Zeilen – davon, dass die Sanktionen, die Europa schädigen, US-Interessen bedienen. Im Gegenteil, er betont mehrmals, dass die Schädigung den Westen einschließlich USA betrifft.

    Das deckt sich auch mit meinen Beobachtungen.
    Genau genommen ist mir auch nicht ersichtlich, welche Vorteile die Kriege im Irak und in Afghanistan für Amerikaner gebracht haben. Es ging in all der Zeit stetig bergab – schlimmer noch als bei uns, und das will was heißen.

    Welche Interessen auch immer mit den Sanktionen verfolgt werden, amerikanische sind es nicht.

    1. @Nuada
      Zitat: „Genau genommen ist mir auch nicht ersichtlich, welche Vorteile die Kriege im Irak und in Afghanistan für Amerikaner gebracht haben. Es ging in all der Zeit stetig bergab – schlimmer noch als bei uns, und das will was heißen.“

      Doch, natürlich hat es einigen Wenigen etwas gebracht, nämlich dem militärisch industriellen Komplex!
      Die USA hat sich noch nie für die Menschen in ihrem Land interessiert & für Menschen in anderen Ländern erst recht nicht!
      Putin sprach auch nicht umsonst von der „goldenen Milliarde“ – das ist ein kleiner elitärer Kreis, der als graue Eminenzen die Strippen zieht, Parteiübergreifend, Länderübergreifend ( trotzdem vornehmlich USA)….
      Ob es in den USA schlimmer als bei uns ist, wage ich zu bezweifeln. Es mag etwas anders sein aber schlechter?

  38. „… er betont mehrmals, dass die Schädigung den Westen einschließlich USA betrifft“
    Die Hauptschädigung betrifft die EU. Es ist Putin wichtig zu betonen, dass sogar die USA schwere Schäden durch diese Sanktionen erleiden.

    1. @Mircutux
      „Die Hauptschädigung betrifft die EU“

      Das halte ich für Ansichtssache. Der Präsident der RF hat weder Freude daran, noch zwingende Notwendigkeit, auf den kommenden Niedergang jenseits des Teiches hinzuweisen. Ich persönlich bin sogar der meinung daß ihn das persönlich sehr berührt, dem Untergang eines solchen Staates zuzusehen.

      Ein Staat, der gerne auf Verträge bestand wenn es ihm nutzte, aber Verträge einseitig kündigte wenn er Lust und Laune hatte. Ein Staat der selbst Verträge nicht eihielt, wenn der Sicherheitsrat unterschrieben hatte. Ein Staat, der entgegen des Völkerrechts selbstgefällig in „Sanktionitis“ ertrank.

      Wenn ein solcher Staat auch noch beginnt das Eigentum anderer Staaten zu sanktionieren und zu plündern (das begann ja schon lange vor den russischen 300 Mrd.), dann verliert die „Welt“ insgesamt das Vertrauen. Und Vertrauen ist ein wertvolles Gut. Ist es erst einmal verspielt, ist es kaum wieder zu erwerben.

      Wer soll dem WerteWesten™ denn jetzt noch vertrauen? Wer soll dort noch sein Geld investieren? Wer soll mit ihm noch Verträge schließen, die nicht einmal das Papier wert sind auf das sie gedruckt sind?

      Ich glaube daß der Präsident der RF aufrichtig bedauert, Zeuge einer derartigen „Selbstverstümmelung“ bzw. eines Suizids mit Ansage zu werden. Nicht weil die Schockwellen auch Russland treffen werden, sondern wegen der Sinnlosigkeit.

  39. @some1

    Wenn überhaupt hier jemand etwas geleistet oder entdeckt hat, dann waren es die Juden, die man nach aller Kunst der Verarschung im Zuge der Veränderungen in Europa nach der Französischen Revolution in Deutschland Zugeständnissse machte um sie am Ende, nach dem man sie nicht mehr brauchte in die Gaskammer zu schicken.

    (siehe Alfred Döblin – Schriften zur jüdischen Frage)

  40. @Evamaria

    Man muß nicht einmal Shakespeare gelesen haben um hinter dieser epochalen Lüge dahinterzukommen. Die ganze Strum und Drang Riege die von Shakespeare das „Schreiben“ gelernt hat, hätte stutzig werden müssen. Von 32 Dramen spielen dreiviertel in Italien, geschrieben in einer Detailtreue und einem Wortschatz, der nur von einem Insider einem Einheimischen stammen kann.

    1. @zehnkleinenegerlein
      Es gebührt den Engländern die Ehre Shakespeare berühmt gemacht zu haben.

      Es ist auch gar nicht so entscheidend wer etwas schreibt.
      Es ist von weit mehr Bedeutung, wenn es gelesen und dann von jemanden verstanden wird. 😉

      Überhaupt gereicht von je her dem Raub die größte Ehre.
      Und tiefe Schmach gebührt, wer den Besitz nicht zu behaupten weiß.

      1. Wenn Sie die wahre Identität von W. Shakespeare kennen würden, der in Wahrheit Florio hieß und ein sephardischer Jude war, der zum Protestantismus konvertierte (deshalb mußte er aus Italien fliehen) dann würden Sie nicht so einen Blödsinn schreiben. Informieren Sie sich erst einmal… bevor Sie so wichtigtuerisch daherreden.

        1. Lesen sie bei Shakespeare nach was Ehre bedeutet.

          Es erscheint mir jedoch der Fehler zum Protestantismus zu konvertieren und eine Flucht aus dem sonnigen Italien ins trübe England zu riskieren so unbedacht, humorlos und offengestanden blöde, dass ich ernsthaft bezweifeln möchte, dass die Identität von W. Shakespeare in Wahrheit die eines Florio Dummkopf sein könnte. 😉

  41. Danke für die Übersetzung. Putins Rede finde ich wirklich sehr beeindruckend.
    So wie es aussieht wird John Michael Greer mit seiner Meinung recht bekommen, dass die europäischen Staaten zu (verarmten, bedeutungslosen) Randbereichen (fringes) einer russischen Zivilisation werden.

    Was ich in der Rede aber vermisse ist, dass es z.B. in der Landwirtschaft, beim Klimaschutz und auch in der Medizin Möglichkeiten gibt durch neue Methoden und Paradigmenwechsel mit drastisch weniger Aufwand drastisch bessere Ergebnisse und damit auch mehr Wohlstand für die Bevölkerung zu erzielen. Das ist etwas womit Russland mit den Technologien und Möglichkeiten die es hat, den Westen sehr schnell und sehr heftig deklassieren könnte – wenn die russische Führung diese Chancen erkennen würde.

    Der von Putin angeführte russische Impfstoffe gegen Corona ist dagegen eines der traurigen und wenn man nicht sehr schnell handelt wahrscheinlich am Ende sogar auch noch sehr tragischen Beispiele dafür, dass die Russen oft einfach nur versuchen den Westen zu kopieren.
    Erstens hat sich ich auch Russland an diesem antiwissenschaftlichen Wahnsinn beteiligt, der darin besteht eine Massenimpfung mit undichten Impfstoffen während einer Pandemie durch zu führen. Siehe dazu meine verschiedenen Übersetzungen von Artikeln und Interviews des belgischen Virologen, Impfstoffentwicklers und 4-fachen Fachtierarztes Dr. Geert Vanden Bossche auf freizahn.de. Das Resultat sind nun die verschiedenen Omikron-Varianten, und, wenn Dr. Vanden Bossche weiter recht behält, demnächst (d.h. noch diesen Sommer!!!) die rasante Verbreitung von für die Geimpften (die ja auch in Russland recht viele sind) sehr virulenten, d.h. schwer krank machenden bis tödlichen, zum Kollaps der Gesundheitssystem und auch der Streitkräfte und der Gesellschaft führenden Varianten. Siehe dazu http://www.freizahn.de/2022/06/covid-orkanwarnung-teil-3/ und da vorallem auch die dort verlinkte 48-seitige Übersetzung von Dr. Vanden Bossches wissenschaftlicher Begründung.

    Man kommt aus dieser sehr bedrohlichen Lage nur heraus, in dem man genau das tut was man anstelle der Impfungen schon bei Beginn der Pandemie hätte tun können: man muss schleimhautverträgliche, bei richtigem Einsatz nebenwirkungsfreie antivirale Chemikalien wie z.B. Wasserstoffperoxid (<3 %) oder/und Chlordioxidlösung (mit 0,005 bis 0,0025 %) einsetzen um die Viren zu dezimieren bzw. um den Infektionsdruck zu senken. Wenn gleich am Anfang der Pandemie diese einfachen, preiswerten Mittel genutzt hätte, dann hätte man sich alle durch die Pandemie und die Impfungen entstandenen Kosten sparen können.

    Es könnte für die Zukunft Russlands entscheidend sein, dass Präsident Putin das versteht und nutzt, anstatt auf seine offenbar doch sehr von den Paradigmen westlicher Industriepropaganda geprägten medizinischen "Experten" zu hören. Dieselben Mittel mit denen Russland jetzt die Pandemie überwinden könnte und die von Dr. Vanden Bossche angekündigte extrem Katastrophe verhindern könnte, könnten zusammen mit einigen anderen, ebenfalls extrem preiswerten, einfachen Mitteln helfen auch sehr viele andere Krankheiten und Infektionen zu überwinden und damit den faktischen Wohlstand der Bevölkerung Russlands sehr kurzfristig zu steigern. Es ist sogar so, dass sich damit auch die Fruchtbarkeit steigern lässt – was Putins Rede zur Folge für Russland ja auch nicht ganz unwichtig wäre.

    Ein weiteres Thema wäre der Komplex Landwirtschaft, Klimaschutz und Ernährung. Auch da zeigt die Rede Putins, dass ihm wichtige Informationen fehlen. Ich verweise hier dazu auf http://www.freizahn.de/2018/07/moegliche-ertraege-im-biolandbau/ wo ich einige eindrucksvolle Beispiele zusammengetragen habe, die zeigen was möglich ist. Beim Klimaschutz könnte Russland auch bei weiterer Steigerung der Nutzung fossiler Energie eine negative CO2-Bilanz erzielen und mit einfachen Mitteln sehr extrem Mengen Kohldioxid aus der Atmosphäre entnehmen und als die Bodenfruchtbarkeit und die Wasserspeicherkapazität der Böden steigernder Kohlenstoff im Boden einlagern: http://www.freizahn.de/2019/09/klimaschutz-durch-landwirtschaft/ .
    Wenn Russland in diesen Bereichen führend würde und die amerikanischen und australischen Entwicklungen in diesem Bereich weitertreiben und übertreffen würde, könnte Russland am Ende auch in anderen Ländern die Situation verbessern helfen. Vielleicht würden man dann sogar in den heutigen EU-Ländern, motiviert durch die Hungerwinter 2022/2023 und später, diese eigentlich genialen Möglichkeiten der Landwirtschaft und des Klimaschutzes allgemein nutzen lernen.

    1. @freizahn

      Ich finde, dass Putin schon viele Bereiche angesprochen hat. Denke aber für dieses Forum in St. Petersburg wären ihre angesprochenen Themen zu speziell…

      Zitat: „Der von Putin angeführte russische Impfstoffe gegen Corona ist dagegen eines der traurigen und wenn man nicht sehr schnell handelt wahrscheinlich am Ende sogar auch noch sehr tragischen Beispiele dafür, dass die Russen oft einfach nur versuchen den Westen zu kopieren.“

      Russland hat diesbezüglich kopiert? Wäre mir neu, dass der Westen da schneller den Impfstoff hatte.
      Und diesem niederländsichen Herren würde ich eher nicht vertrauen ….

      Zu der Coronapolitik – auch in Russland – sollte man eventuell mit in den Gedankengang einbeziehen, dass NIEMAND „wußte“ ob es sich tatsächlich um ein ganz neues & tatsächlich gefährliches Virus handelt. Oder ob es tatsächlich eine Biowaffe oder ein Laborunfall war – wahrscheinlich wurde genau deswegen so schnell an Impfstoffen gearbeitet…. Allerdings ist es in Russland nicht Pflicht & Putin hat es zu einem bestimmten Zeitpunkt den Regionalchefs überlassen, entsprechende Entscheidungen zu treffen & die sind ja auch ganz unterschiedlich ausgefallen…

    2. Freizahn

      Ich lese GVB seit er den ersten Call an die WHO gestartet hat. Er weist wie Dolores Cahill auf das Problem mit ADE hin, weit ausführlicher als Cahill. Eine weitere Fundstelle ist die Brighton Collaboration. Die ist besonders brisant, weil diese private Institution von allen (!) massgeblichen Aufsichtsbehörden und der WHO im Sommer 2020 beauftragt war zu prüfen, ob man in einer laufenden corona pandemie impfen soll. Die haben zweierlei gemacht:
      1. 81 Studien gescreent, in denen die geimpften Tiere zu 50 bis 100 % beim Zweitkontakt mit dem Virus gestorben sind oder schwer erkrankten
      2. Eine eigene Untersuchung, ob die sog. Vaccine -associated Enhanced Disease (VAED) als durch den Impfstoff verursacht nachgewiesen werden kann. Sie konnte nicht, weil zu unspezifisch.

      Danach teilten sie den Behörden mit, dass man es mit impfen versuchen könne, weil Menschen keine Hamster seien.
      https://Brightoncollaboration.us/vaed
      Und
      https://brightoncollaboration.us/wp-content/uploads/2021/08/SO2-D2.4_Preliminary-guidance-on-safety-data-collection-for-COVID-19-vaccine-safety_V1.0.pdf
      (Bis zum Ende blättern, die Beurteilung steht am Ende des Dokuments).

      Abhängig ist das massgeblich vom Infektionsdruck, und Russland ist – bis auf die Großstädte – nicht so dicht besiedelt. Zudem gab es mal ein Video, nach dem chinesische Wissenschaftler das Problem kennen. Evtl. hängt Shanghai, die Abriegelung, ja damit zusammen, dass sie in Wahrheit schon mit antiviraler Chemoprophylaxe beginnen. Weder China noch Russland hat vor, seine Leute umzubringen, und ich bin sicher, dass sich die Wissenschaftler beider Länder austauschen.

  42. Habe erst einen Teil der Rede von Präsident Putin lesen können: eine ausgezeichnete Rede, die sich eigentlich auch jeder Bundesbürger zu Gemüte führen sollte. Besten Dank an Thomas! Die 400 Milliarden, die die gegen Russland verhängten Sanktionen sowie die Dummheit und Unfähigkeit der EU-Politiker allein die EU/Nato-Völker (exklusive. USA) kosten, sind sicher sehr vorsichtig gerechnet. Das kann ein Jeder rechnerisch überschlagen. Unglaublich, dass sich da niemand rührt.

  43. Blitzkrieg hat hier nur einer vorgenommen – der Hr. Putin selbst…
    Zitat Putin „Aber es besteht aber auch die Gefahr, dass dieses Getreide (Anm. – von der Ukraine) für die Bezahlung der gelieferten Waffen verwendet wird. Das wäre dann ziemlich traurig.“ – ich möchte nicht wissen, was Putin alles mit dem vielen Geld aus den Rohstofferlösen gekauft hat. Sicher ist auch was in die Rüstung gegeangen, denn täglich 60000 Artilleriegeschosse zu verballern, muss man sich auch leisten können.

    1. @holger27
      Du verwechselst da was. Und das ist fatal, weil du dann auch nicht verstehen kannst, weshalb die Sanktionen nicht funktionieren können. Russland kauft keine Waffen, Russland stellt seine Waffen selbst her. Demzufolge benötigt es auch keine Auslandsdevisen zum Krieg führen. Aus den Rohstofferlösen hat Russland z.B. Produkte aus Deutschland gekauft. Aber seit 2014 ist das immer weniger geworden weil die USA und die EU Sanktionen verhängt haben. Und das schadet vor allem nur uns selbst.

    2. Schon bei der letzten Entnazifizierung wurde das sowjetische Potential stark unterschätzt. Siehe:

      Hubert Renfro Knickerbocker: Der rote Handel droht! – Der Fortschritt des Fünfjahresplans der Sowjets, Berlin, Rowohlt, 1931
      The red trade menace. Progress of the Soviet five-year plan. – New York, Dodd, Mead and company, 1931

      Das ist eine Analyse der entstehenden Macht und Stärke der sowjetischen Industrie durch einen Sowjetgegner. Die war zehn Jahre später noch viel größer, Hitler hatte das grob unterschätzt.

      Auch heute wird die industrielle Stärke Rußlands grob unterschätzt. Die Chinas auch, die des kollektiven Westens dagegen grob überschätzt. Nach fast vier Monaten Operation Z und Sanktionen hat Rußland alles, was es braucht, erwirtschaftet sogar kräftige Außenhandelsüberschüsse, und alle Schwierigkeiten sind beherrschbar.

      Die Lage in der EU ist dagegen beängstigend, völlig ausgepumpt, Versorgungskrisen, Mondpreise, Rationierungen als Folge der eigenen Sanktionen. „Wir werden ärmer werden“ (Wirtschaftsminister*in Habeck). An die ukrainische Armee wird meist peinliches Gerümpel geliefert, da die Industrie abgegebene moderne Waffen nicht zeitnah nachfertigen könnte. Noch nicht mal die fehlende Munition für die „Geparden“ bekommen sie gebacken. Und die modernen NATO-Waffen, die sie haben, haben sich meist als stark unterlegen herausgestellt.

      1. ….sie… …sie…. sie sind ein Defätist..?? …neulich sagte ein „Über – CS. – ler“, im Prinzip ein „Dorf – Trottel – CS..ler“.. …“Deutschland hat die modernste Industrie weltweit“ !!!.. …ich sagte auch ein „wenig“, danach kam.. „…mit ihnen, rede ich nicht mehr“ !!.. …DENEN, werden ihre Augen noch aufgehen !!.. ..kann die Schadenfreude, kaum erwarten !!🤣😈

          1. …der Beginn in Jugoslawien, war schon nach 1992… …Ausbildung von „Kosovo – Albanern“ der UCK gegen die Serben.. ..später, Islamisten für den Einsatz im Kaukasus !!..😎

  44. @evamaria

    Wer sich die Auslöschung (cancel culture) oder Umdeutung sämtlicher Geschichte und Kultur inklusive Nationen und Grenzen auf die Fahne geschrieben hat, und nichts anderes praktiziert Deutschland seit zirka 1970, dem muß man auch die Wahrheit sagen, wie die Dinge um die Kultur in Deutschland standen und stehen, die da ist, daß Deutschland nie eine eigenständige Kultur gehabt hat. Man kann eher von einer Nachäfferei als von einer Kultur oder Kunst reden. Das muß für heute reichen.

    1. @zehnkleinenegerlein
      „daß Deutschland nie eine eigenständige Kultur gehabt hat“

      Das halte ich für ein Gerücht. Zwar gerne in den Raum geworfen, aber dennoch nur ein Gerücht. Im Zweifelsfall sollten sie einmal Varus fragen wo seine Legionen verloren gingen.

    2. Ich weiß nicht, ob das in seiner Gänze wirklich gilt: Die Deutshcen hätten nie eine eigenständige Kultur gehabt, hätten nur nachgeäfft.
      Mir fallen spontan „Bauhaus“, „Expressionismus“, „Renaissance“, „Aufklärung“, die gesamte Literatur und Dichtkunst, Architektur … ein. Da haben Deutsche sehr viel eigenständige Arbeiten gezeigt. Von wegen bloß nachgeäfft. Es mag sein, dass im Zuge von „Cancel Culture“ das mehr und mehr verloren geht, doch das ist in meinen Augen ein vorübergehendes Ereignis. Ich bin nicht so pessimistisch, dass nun alles vorbei sei.

  45. „Wer sich damit näher beschäftigen möchte empfehle ich Siegfried Kracauer (sehr empfehlenswert). Dieser analysierte den deutschen Stummfilm (siehe Buch: Von Caligari zu Hitler. Eine psychologische Geschichte des deutschen Films), woraus er die Schlussfolgerung zog, daß die Deutschen dank Film, Propaganda und Medien aller Art, keine andere Wahl hatten als dem HITLER ADOLF zu huldigen. Es lag sozusagen in der Natur der Sache. Die Propaganda-Truppen sind natürlich auch heute noch aktiv. Wenn man bedenkt, daß die UFA damals der größte Filmproduzent der Welt war. Hollywood war dagegen gar nichts! Selbst Regisseure wie Hitchcock gingen nach Berlin um dort ihre Filme zu drehen. Späterhin ging das ganze Equipment nach Kalifornien und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie auch heute ….“

    Nimmt man mal an, das Kabale-System würde noch einige Jahre existieren, dann würden sie rückblickend auf den Ukraine-Konflikt natürlich ihr Narrativ in ihre Geschichtsbücher schreiben, was mit der Wahrheit nicht viel zu tun hätte.
    Und so verhält es sich auch mit unserer eigenen Geschichte, deren Vedrehungen überall weiter verbreitet werden, denn die Sieger schreiben die Märchen.
    Der südafrikanische Schriftsteller michael trellinger schreibt in seinem Buch „Das Ubuntu-Prinzip“ :

    Hitlers berühmter Aufstuieg zur Macht in Deutschland ließ Schockwellen durch die Bankerfamilien gehen. Nicht wegen seiner militärischen Macht, sondern wegen seiner Wirtschaftspolitik. Hitlers erster Finanzzug war die Herausgabeder eigenen Staatawährung, die von keinem privaten Zentralbanker geliehen wurde, und die von den Menschen genutztwerden konnte, ohne Zinsen an die Banker zu bezahlen.Deutschland erblühte, und schnell begann er seine Industrieumzubauzen.
    Die Medien nannten es „Das Deutsche Wunder“ und Hitler wurde vom TIME Magazine zum Mann des Jahres 1938 ernannt aufgrund der unglaublichen Verbesserung der Lebensumstände des deutschen Volkes und der Explosion der deutschen Industrie.
    Die königlichen Bankerfamilien mochten das nicht, und sie benutzten den britischen Premier, Winston Churchill, als Nachrichtenüberbringer für das Kommende „Sollte Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel betreiben, haben wir diesen Krieg(1. Weltkrieg) umsonst geführt“ (The Times 1919)
    weitere Zitate Churchill „Deutschland wird zu mächtig, wir müssen es vernichten“(Churchill im Gespräch mit US General Robert E Wood, Nov 1936)
    „Wir werden diesen Krieg Hitler aufzwingen, ob er will oder nicht“

    so weit aus dem Buch „Das Ubuntu Prinzip“

    1. …immer noch unklar… wure er reingelegt, ODER, handelte er im Auftrag ??.. …1940, Dünkirchen, Engländer entkommen lassen.. …1941, Hess fliegt nach England, 6 Wochen später Marsch nach Moskau.. ..sehen russische Historiker neuerdings so..??.😎😈

  46. Die Troika der Realpolitiker hatte für Selenskyj nicht nur Freundlichkeiten (leider Kaufartikel)

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus239400733/Kiew-Besuch-Die-Troika-hatte-fuer-Selenskyj-nicht-nur-Freundlichkeiten.html

    Hinter den Kulissen drängen die drei EU-Politiker Scholz, Macron und Draghi die Ukraine zu Zugeständnissen gegenüber Moskau. Sie wollen eine möglichst kosteneffiziente Friedenslösung – und verkennen dabei, worum es bei diesem Konflikt eigentlich geht.

    Es war ein wichtiger Besuch. Die Reise der drei führenden EU-Politiker – Deutschlands Kanzler Olaf Scholz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Italiens Regierungschef Mario Draghi – war ein Treffen der warmen Worte.

    Alle drei Politiker unterstützen den Wunsch der Ukraine nach einem EU-Beitritt.

    Dieses Bekenntnis kostet niemanden etwas.

    Scholz sagte brav, man werde die Unterstützung so lange fortsetzen, „wie das nötig ist für den Unabhängigkeitskampf der Ukraine“.

    War es das? Nein. Denn vieles deutet darauf hin, dass seine Besucher dem ukrainischen Präsidenten nicht nur Freundlichkeiten servierten, sondern ihn hinter verschlossenen Türen auch dazu gedrängt haben,…

  47. Die Rede eines Staatspräsidenten auf einem Wirtschaftsgipfel hat die Aufgabe Signale zu setzen.
    Das gelingt Putin hervorragend. Russland wird traumhafte Bedingungen für seine Unternehmer schafften.
    Zumal jetzt durch die Sanktionen zum ersten mal eine harte Notwendigkeit dazu besteht und die Chancen einzigartig sind, da die Konkurrenz aus dem Ausland fehlt.

    Aber wir stehen auch weltweit vor einer historischen Zeitenwende.
    Weg vom Kolonialismus, Imperialismus und Globalismus vergangener Tage, hin zu einer mulipolaren Welt. Der Kolonialismus war von Sklavenhandel und von besetzten Ländern geprägt. Der Imperialismus von der Herrschaft der industrialisierten Welt. Der Globalismus lagerte dann die Produktion in Niedriglohnländer aus und schöpfte seine Profite nur noch aus der Vermarktung dieser Produkte.
    Da Asien inzwischen seine eigenen Märkte entwickelt hat und seine eigenen Qualitätsmarken exportiert, scheitert dieses globalistische Modell, dass seinen Profit allein daraus bezieht, fremder Arbeit ein teures Markenlabel aufzudrucken. Dieses Scheitern drückt sich dadurch aus, dass die die Gewinnerwartung der USA nur noch mit Gelddrucken erreicht werden konnte, was natürlich zusätzlich in die Katastrophe führt.

    Eine mulipolare Welt beinhaltet die Hoffnung auf faire Bedingungen für alle, auch für die Schwächeren.
    Jetzt, da mit China und Russland eine kritische Masse erreicht ist, die der westlichen Welt auch militärisch widerstehen kann, könnte diese Zeitenwende endlich stattfinden.
    Was kommt eigentlich nach Neuzeit?

  48. Was Michael Tellinger da sagt bezieht sich auf dem Mefo-Wechsel.
    In dem Buch „Richtigstellungen zur Zeitgeschichte Der große Wendig “ heißt es dazu :

    „Der Grund für die Einführung der Wechsel zur Finanzierung des deutschen Wirtschaftsaufschwungs war eine amerikanische Verfügung vom 13. Januar 1934, die das Verhältnis des US-Dollars zur Reichsmark um 56,9 Prozent so verschlechterte, daß es dem Deutschen Reich auf dieser Grundlage nicht mehr möglich war, die für Deutschlands Wiederaufschwung so nötigen ausländischen Rohstoff und Produkte zu fairen Preisen zu kaufen. Aus dieser Devisennot heraus schuf Deutschland die Arbeitswährung, von der die Wechsel ein wichtiger Teil waren. Sie gestatteten einen Vorgriff auf Geld, die nicht wie unser heutiges Geld künstlich geschaffenes Notenbankgeld waren, sondern die durch Arbeitsleistungen und geschaffene Werte gedeckt wurden. So gelang es damals, ein Wirtschaftswunder bei stabilen Löhne und Preisen zu schaffen. Diese Leistung ist um so höher zu bewerten, als sie unter extremen Devisenmangel und in Konkurrenz zu den großen Handelsmächten England und Amerika stattfand. Fest steht, daß ein Ei 1945 genauso viel kostete wie in 1933.“

  49. Ich hoffe zum einen, dass das russische Vorhaben gelingt, zum anderen, dass in unserem Land die Menschen erkennen, was Sache ist und sich nicht von den Herrschenden weiter einlullen lassen. Doch ich gehe realistisch davon aus, daß ersteres eher gelingt als zweiteres.

  50. „Seit Mitte Mai beträgt die Inflation Null Prozent, …“

    Und wieder muss Herr Röper diesen unsäglichen Blödsinn verbreiten. Die Inflation in Russland beträgt 17,1 % nach Angabe der Russischen Zentralbank. Und der gebe ich in dieser beziehung den Vorrang (bitte etwas runter scrollen):
    https://www.cbr.ru/eng/

    Und eine kurze durchsicht Russischer Online-Shops zeigt auch, dass die Produkte nicht mehrheitlich im Mai um 17% plötzlich gesunken sind …

    1. @F.Stegner
      Die Angabe der russischen Zentralbank bezieht sich auf den bisherigen Preisanstieg insgesamt in diesem Jahr. „Seit Mitte Mai beträgt die Inflation Null Prozent, …“
      Heißt lediglich, dass die Preise seit Mai nicht mehr weiter steigen.
      Davon, dass in Russland alles billiger geworden ist hat niemand geredet!

  51. Zum Thema der BIO-LABS .- scheint die russische Spezialoperation sich massiv auszuweiten… von der Meldung betreffend Russland und Nicaragua haben viele bestimmt gelesen… so wie es aussieht soll der grund dafür nicht allgemeine Zusammenarbeit usw sein, sondern die Übernahme weiterer BIOLABS .- …jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht!!!
    Wäre wünschenswert von Ihnen Hr Röper diesbezüglich einen Artikel zu verfassen etc. Denn nach Ihrem letzten Gipfel treffen gehe ich davon aus das Sie definitiv Informationen diesbezüglich haben…. allgemein sieht es ziemlich danach aus das in naher Zukunft „NÜRNBERG 2.0“ stattfindet… nur in größeren Ausmaß….

    Den links zu Webseiten von wo ich die Infos hab sind folgende, zwar aus Übersee und auf englisch aber mit google übersetzter lassen sich die seiten übersetzten, für die die nicht unbedingt fließend englisch sprechen….
    …sehr sehr viele interessante news dort zu finden, lohnt sich. Vor allem vielleicht für sie Herr röper.(gute Netzwerke sind enorm wertvoll, ich gehe davon aus das ein Kontakt für beide Seiten enorm profitabel ist.)

    https://bioclandestine.substack.com/p/russian-military-moving-into-nicaragua

    https://substack.com/profile/81738072-clandestine

  52. @Nechludov

    Mir geht es weniger um den wirtschaftlichen Erfolgs Deutschlands in der Geschichte der letzten 150 Jahre, den es ohne Zweifel hatte und der logischerweise bei den Engländern, Franzosen und zuletzt der USA auf wenig Gegenliebe stieß, sondern um den technischen, künstlerischen und kulturellen Glorienschein, dem es kurz nach der Reichsgründung in der ganzen Welt großspurig und belehrend herumschwadroniert. Egal auf welchem Gebiet, kaum haben sie etwas Fremdes adaptiert und begriffen, sind sie auch schon der Meinung, daß es eigentlich von ihnen stammt. Nehmen sie zum Beispiel die Deutschen Architekten. Nicht einer der wirklich überzeugt. Selbst das BAUHAUS beruht auf PALLADIO und PIRANESIS Forschungen und Radierungen. Absolut nichts! Null!
    Nicht viel anders verhält es sich mit der Eisenverhüttung und Erdölförderung und deren Weiterverarbeitung (Legierungen). Nicht in England oder Deutschland wurden die entscheidenden Entdeckungen und Verfahrensweisen gemacht, sondern in Italien, d.h. Metallbearbeitung im Königreich beider Sizilien (Neapel) um 1850-1860 sowie Erdölförderung in Norditalien, die eine sehr alte Tradition hat. Suchen Sie nach den Quellen und Sie werden sie finden.

    1. @zehnkleinenegerlein
      Du kommst jetzt aber rund 150 Jahre zu spät um den preußischen Überlegenheitswahn zu stoppen der neben der Perversität der restlichen Welt (andere waren oft nicht besser) zum WK 1 und 2 geführt hat.

      Und auch bei aller historischen Wichtigkeit von Sizilien da gab es immer auch schon andere die früher dran waren. Immerhin haben die Schwaben vor 30.000 Jahren das erste Musikinstrument gebaut. Das ist doch was! 😉

  53. es wäre besser gewesen daraus 2-3 Folgeartikel zu machen denn er ist recht lang und obwohl ich die laut vorlesen funktion verwendet habe dauert es sehr lange bis man durch ist, aber danke lieber thomas das du das ins netz gestellt hast und somit alles dokumentiert hast, denn was im netz ist bleibt auch im netz

    1. @max1
      “ denn was im netz ist bleibt auch im netz“

      Das ist „SO“ nicht ganz richtig. Ich erinnere mich sehr gut, als während des Irak-Kriegens in den 90er unsere US-Bezahlschreiberlinge jeden Abend nach Quellen quäkten … und dumm wie wir waren … haben wir sie geliefert … um danach festzustellen daß sie innerhalb von 48h vom Netz waren.

      Die Giftgasgeschichte in Syrien. Quellen die belegten daß es der IS war, und daß die Kampfstoffe in der Türkei übergeben worden waren, wurden innerhalb weniger Tage vom Netz genommen.

      Tagesschau. Artikel werden quasi im Stundentakt überarbeitet, Überschriften geändert, der komplette Artikel geändert, wenn die Diskussion aus dem Ruder lief und der Narrativ verloren ging, wurden sie „versteckt“ und konnten nur noch gefunden werden wenn man den Orginal-Link noch hatte.

      Selbst das Internet kann Anästhesiert werden, selbst wenn sie die Seite bei „Webarchive“ eingetragen haben, würde ich keine Wette auf „Unvergänglichkeit“ eingehen.

    2. Ich kann nur bestätigen, was ohne_Z schreibt.

      Ich habe vor ca. sechs bis acht Jahren drei Artikel zu 9/11 geschrieben. Letztes Jahr im September habe ich sie anlässlich der 20 Jahre erneut online gestellt und zu dem Zweck ein bisschen überarbeitet. Das hat sich als sehr viel mühsamer erwiesen als erwartet. Ich war nur am Suchen, denn ein Großteil der Links war tot. Einige Inhalte habe ich anderenorts gefunden, manche Inhalte waren leider unauffindbar verloren – zumindest für mich, und ich bin nicht ganz ungeschickt bei der Internetrecherche.

      Auch zum Tod von Jörg Haider gab es zeitnah eine riesige Menge an Recherchen, teilweise auch von Kärtnern, die persönlich an den Tatort gefahren sind, dort Fotos gemacht und Anwohner interviewt haben. Das Forum, in dem das gesammelt wurde, war eines Tages plötzlich weg und ein Großteil der Infos sind nie wieder aufgetaucht.

      Daher: Alles, was interessant und brisant erscheint – lokal oder verschlüsselt in einer DropBox abspeichern.

  54. @ Mircutux

    Es geht hier um das Königreich der Bourbonen, daß spanisch war. Süditalien und Sizilien bildeten das Königreich beider Sizilien. Die Hauptstadt war Neapel und nach den Unruhen wurde die Hauptstadt nach Sizilien (Palermo) verlegt. Es geht als weniger oder mehr oder weniger gar nicht um Sizilien, sondern um das süditalienische Festland. Das sind historische Fakten! Preußen wiederum war auf der Seite des Papstes (Kirchenstaat) und somit gegen die Eroberung und Plünderung des Bourbonenreiches (damals der drittreichste Staat Europas mit einer demokratischen Verfassung) durch das Haus Piemont, hinter dem England stand. England wollte damit seinen Seeweg in den Orient sicherstellen, genauso wie es ein paar Jahre zuvor auf der Krim in Zusammenarbeit mit Frankreich, Türkei, Savoy, gegen Russland kämpfte. Es ging immer um die Wirtschaft. Sizilien wäre beinahe, wie Malta, britische Kolonie geworden. Sie kennen offensichtlich die Geschichte nicht.

    1. @zehnkleinenegerlein
      Ein wenig interessiere ich mich auch für Geschichte. Auch halte ich die Geschichte des Königreichs der Bourbonen für sehr interessant.
      Mein Einwurf bezog sich eher darauf, dass man keinem Land die Kultur absprechen sollte. Tatsache ist, dass jede Kultur ihre Vorgänger hatte und eine der wichtigsten Kulturtechniken aus Nachahmung bzw. dem Abschreiben besteht. Sizilien ist sicher schon allein durch seine geographische Lage einer der wichtigen Kreuzungspunkte europäischer Geschichte. Aber eben nur ein wichtiger Kreuzungspunkt in einem Mittelmeer von Einflüssen.

  55. Zur Erinnerung: Ein weiterer höchstinteressanter Analyst und Autor ist der ehemalige Bundeswehroffizier, Militärhistoriker und Geopolitik-Experte Wolfgang Effenberger. In seiner neuesten äusserst lesenswerten Publikation beschreibt er die Machenschaften der Herrschenden und Mächtigen der Welt, man erfährt dabei auch einiges über die Freimaurerlogen und über die Illuminaten, über die wahre Gründungsgeschichte der USA und vieles, vieles mehr. Zum Beispiel auch, dass die Rockefellers ursprünglich aus Deutschland stammen, so wie die Astors auch, die Vanderbilts aus Holland, die Du Ponts aus Frankreich und vieles, vieles mehr:

    – Wolfgang Effenberger – Die unterschätzte Macht, Von Geo- bis Biopolitik – Plutokraten transformieren die Welt

    Geld regiert die Welt – kaum jemand wird dagegen Einwände vorbringen. Und doch ist nur den wenigsten bewusst, in welchem Masse dies tatsächlich geschieht und welche Mechanismen dafür genutzt werden. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde offensichtlich, wie Superreiche von der Krise profitieren. Zwischen 2020 und 2021 wuchs die Zahl der Milliardäre weltweit um rund 800 auf 3000 an. In seinem Buch spricht Wolfgang Effenberger von Plutokraten, was den Faktor der Macht betont. Denn die selbstermächtigte Elite nutzt diese zum Umbau der Welt in ihrem Sinne – mit List und Tücke, frei von Skrupeln.

    Ihr Einfluss reicht nicht nur tief in Politik und Militär hinein, sondern umfasst heute auch die Wissenschaft und vor allem die Medien, ohne deren kritische Berichterstattung ein wesentliches Korrektiv in der Gesellschaft fehlt. Der Autor enthüllt in seinem Buch aber auch, dass das Wirken verdeckter Seilschaften nicht erst im 21. Jahrhundert begann. Selbst die Gründerväter der hochgehaltenen amerikanischen Verfassung waren nicht jene Edelmänner, als die sie heute erscheinen.

    Vom Amerikanischen Bürgerkrieg bis zur Agenda 2030 – das Buch dokumentiert die Etappen der globalen Transformation und zeigt, wie es den „Herren des Geldes“ gelingt, die demokratische Legitimation zu umgehen. Eine unbedingte Lektüre für alle, denen der Erhalt von Frieden und Freiheit am Herzen liegt und die verstehen möchten, wie wir um eine lebenswerte Existenz beraubt werden.

    Weitere Publikationen und Vorträge von Wolfgang Effenberger findet man hier: http://wolfgangeffenberger.de/

    1. Hier noch einige weitere Publikationen von Wolfgang Effenberger zur Geschichte und dem Schicksal Europas:

      – Wolfgang Effenberger – Europas Verhängnis 14/18, Die Herren des Geldes greifen zur Weltmacht
      – Wolfgang Effenberger – Europas Verhängnis 14/18, Revolution, Rätewirren und Versailles
      – Wolfgang Effenberger – Europas Verhängnis 14/18, Kritische angloamerikanische Stimmen zur Geschichte des Ersten Weltkriegs
      – Wolfgang Effenberger, Jim Macgregor (Hg.) – Sie wollten den Krieg: Wie eine kleine britische Elite den Ersten Weltkrieg vorbereitete

      England und Frankreich wollten schon sehr früh in der Geschichte (zirka um 1860) Deutschland und Russland aufeinanderhetzen!

    2. Übrigens, die Idee Russland in einen andauernden Krieg hineinzumanövrieren ist auch nicht neuesten Datums! Bereits 1885 erläuterte Lord Salisbury – ganz im Sinne von Cecile Rhodes und Alfred Milner – wie man Russland erledigen könne: „Wenn wir Russlands chronischer Feind werden, müssen wir unsere Anstrengungen auf diesen wunden Punkt richten (Russlands Zahlungsschwierigkeiten damals, Anmerkung von mir) Russland müsse so stark wie möglich in Ausgaben getrieben werden, sodass die Bedrohung einer Revolution ständig über dem Land schwebt. Es sei wirklich unverwundbar in Bezug auf militärische Angriffe. Quelle des Auszugs:

      Wolfgang Effenberger – Die unterschätzte Macht, Von Geo- bis Biopolitik – Plutokraten transformieren die Welt, 1. Auflage April 2022, Seite 50ff, ISBN: 978-3-943007-41-1, Zeitgeist Verlag https://zeitgeist-online.de/

  56. die gruselig-furchtbare -u scheiternde!!!- „putin als sündenbock-strategie“ des unwerte-westens u NATOstans ist das eine…

    …das andere ist aber PHYSIK: denn am klima-kollaps-problem führt kein weg vorbei!! u dem werden sich alle stellen müssen…

    impulse?
    zb: https://twitter.com/climatebrad/status/1108016411312427008 ,
    https://steadyhq.com/en/friedlichesabotage/posts/fece41d5-6625-4dca-b570-3933a05ae1a1
    od/u konkreteres für uns hier: zb https://www.youtube.com/results?search_query=niko+paech&sp=CAI%253D

  57. Soeben noch einen interessanten Artikel bei RT Deutsch gefunden:

    Für Selenskijs Wahn sterben täglich 500 seiner Soldaten
    https://rtde.site/meinung/141376-fur-selenskijs-wahn-sterben-taglich/

    Die russische Wirtschaft erholt sich ungeahnt schnell, während die Entwicklung im Westen genau in die Gegenrichtung geht. Für die westlichen Kriegsherren läuft in Russland und der Ukraine nichts nach Plan. Täglich sterben 500 ukrainische Soldaten. Trotzdem will Selenskij so weitermachen.

    Ich glaube nicht, dass er das will, vielmehr glaube ich, dass er das muss ansonsten seine Zeit bald beendet sein würde!

    1. Soeben bei RT Deutsch gefunden:

      Liveticker zum Ukraine-Krieg: Johnson für mehr Besuche in Kiew – gegen Ukraine-Müdigkeit
      https://rtde.site/international/131481-liveticker-zum-ukraine-krieg-johnson/

      Wodurch meine obige Aussage bestätigt wird, England, Frankreich, die USA und Deutschland müssen dem guten Selenskij immer wieder einreden, er solle doch zum Wohle der Briten, der Franzosen, der Amis und der Deutschen gefälligst weitermachen, weitermachen bis zum letzten gefallenen Ukrainer!

  58. zehnkleinenegerlein sagt „Mir geht es weniger um den wirtschaftlichen Erfolgs Deutschlands in der Geschichte der letzten 150 Jahre, den es ohne Zweifel hatte und der logischerweise bei den Engländern, Franzosen und zuletzt der USA auf wenig Gegenliebe stieß, sondern um den technischen, künstlerischen und kulturellen Glorienschein, dem es kurz nach der Reichsgründung in der ganzen Welt großspurig und belehrend herumschwadroniert.

    „Tausende von US-Spezialisten kamen im Frühjahr 1945 dicht hinter der Front ins Reich und durchkämmten die deutschen Betriebe nach neuen Maschinen, Verfahren und technischen Erfindungen. Außer der vollständigen Wegnahme von Hunderttausenden von deutschen Patenten, Gebrauchsmustern und Entwicklungsskizzen nahmen die Amerikaner dazu noch Tausende von deutschen Forschern und Technikern einfach mit, die dann jahrelang zur Forschungsarbeit und zur Bedienung der neuen deutschen Geräte in den USA gezwungen wurden. Die Überführung neuartiger Technologien – ein einmaliger und mehrere Jahre währender skrupelloser Raubzug in Deutschland – sollte auf diese Weise die amerikanische Industrie revolutionieren und den Absturz in eine neue Depression verhindern, wie es der US-Wirtschaftsminister 1946 erklärte.

    Das ›Unternehmen Patentenraub‹ war so erfolgreich, daß das moderne Leben in den USA von den Halbleitern bis zum Container, vom Fernsehen bis zum Raumflug ohne die aus Deutschland mitgenommene Technik gar nicht denkbar wäre. Dasselbe gilt für die militärischen Neuerungen wie Raketen, Düsenjäger, U-Boote und Nuklearwaffen. Trotz aller Vertuschungsversuche ist es in dem vorliegenden Buch gelungen, den Versuch einer Bilanz dieses größten Wissensraubes aller Zeiten zu ziehen.

    Mit dem Diebstahl der Hunderttausenden von deutschen Patenten und Erfindungen gelang den USA nach Ende des Zweiten Weltkrieges ein absolut beispielloser Coup. Seine Auswirkungen sind auch noch im 21. Jahrhundert deutlich spürbar. Folgende Fragen drängen sich auf…“

  59. Ja, Invino -Veritas, das Buch von Gerry Docherty und Jim Macgregor Verborgene Geschichte /Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Weltkrieg stürzte. Dieses Buch habe ich auch.
    Dort wird der wahre Weg beschrieben, wie es zum Weltkrieg kam. Bis ins Detail wird dargestellt wie diese geheime „Elite“ die Fäden gesponnen hat um Deutschland in den Krieg zu manövrieren und am Ende es noch als den alleinigen Schuldigen hinzustellen.
    Schon wie diese Typen um Cecile Rhodes in Afrika gewütet haben und dort ganze Stämme abgeschlchtet haben. Am Ende wurde noch ein Land nach diesem Verbrecher benannt-Rhodesien.

  60. Ich will keinem Land seine eigenständige und ureigene Kultur absprechen, aber wo keine eigenständige und ureigene Kultur ist, da hat es auch wenig Sinn sich schnell eine zusammenzubasteln, wie daß mit Deutschland um das Jahr 1780 – 1830 herum geschah. Zu glauben, daß eine gemeinsame Sprache oder eine gemeinsame Identität die Nation Deutschland hervorgebracht ist eine wie so vieles in Deutschland, ein Märchen. Nur durch den Deutschen Zollverein kam es zu einer Einigung unter den vielen Möchtegerndeutschen. Naja bei Zollverein geht es, wie kann es anders sein, um Geld! Geld ist also der eigentliche Grund für Deutsche Nation! Nicht Kultur, gemeinsame Identität oder Sprache.
    Wollen wir des Weiteren festhalten, daß das geistige Zentrum des deutschsprachigen Raumes schon immer Wien war und im Anbetracht des Geisteszustandes in Berlin und in vielen anderen Möchtegernhauptstädten der Republik, es immer noch ist. Darauf bestehe ich!
    Zuletzt möchte ich noch mit dem Mythos BAYERN aufräumen. Alles was man heute gemeinhin als bayrisch bezeichnet und damit in der Welt „als typisch Deutsch“ hausieren geht, stammt in Wahrheit aus Böhmen. BAYERN ist ein Konstrukt (also auch eine Mogelpackung) aus Franken, Kurpfälzer und Schwaben. Selbst der Häääärrr Söder ist kein Bayer, sondern ein Franke. Ich weiß auch nicht was die sogenannten Bayern so Originelles (kulturelles) hervorgebracht haben außer Neuschwanenstein. Alles andere stammt ja aus Italien.

      1. Haben Sie auch etwas Substanzielles dazu zu sagen? Ich meine, können Sie das, was ich hier behaupte widerlegen? Wenn Sie nicht als Schwätzer durchgehen wollen, dann fangen Sie mal an.

        1. @zehnkleinenegerlein
          Man kann durchaus ihrer Ansicht sein, zumal in Berlin heute noch eher Sorbisch als Deutsch gesprochen wird. Wenn man Wien als das geistige Zentrum des deutsch sprachigen Raumes ansehen möchte so bitte ich dabei zu bedenken, dass erst durch den Verrat der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II 1806 das Heilige Römische Reich sein unrühmliches Ende fand.
          Erst danach kam es zur Machtübernahme jener prussischen Zollverein Möchtegerndeutschen.
          Außerdem muss berücksichtigt werden, dass gerade die Habsburger Sippe mit Carl V es völlig versaut hatte die Weltherrschaft in den eigenen Händen zu behalten.
          Seit dem ist ein steter Abstieg zu verzeichnen, der mit der Machtergreifung jenes österreichischen Anstreichers seine Vollendung fand.
          Ihrer Meinung über Bayern möchte ich mich anschließen. Die bayrischen Kulturleistung beschränken sich auf das Bierzelt in Disney World Orlando und ein allerdings inzwischen fast weltweit exportiertes Oktoberfest. Der Rest ist Angeberei.
          Preisrätsel woher stammt das bayerische Ypsilon?

    1. Nun ja, mit ihrer „Nation“ haben es die Deutschen sehr schwer gehabt. Sie konnten sich noch nie richtig auf eine Sache einigen. Dazu gab es halt zu viele Deutschländer. Aber das heißt ja nicht, dass sie sich auf Dauer zusammengerauft hätten. Der Beginn war sicher über das Geld. Aber es war auch ein unhaltbarer Zustand für das Land, wenn alle paar km eine Zollstelle war. Das ist extrem abträglich für eine konstruktive Entwicklung der Region. Daher war selbst die „Zwangsehe“ der Deutschen Länder im Zollverein absolut notwendig. Es gab halt noch kein deutsches Nationalbewusstsein. Das hat sich im Zuge der Studentenbewegung (Hambacher Fest) dann langsam entwickelt. Und heute gibt es zwar noch unterschwellige Aversionen (Bayern/Preußen, Sachsen/Thüringer, Hamburger/Bremer …) doch die sind nichts gegen die Streitigkeiten in anderen Ländern (Italien, Spanien, Ukraine, Bosnien …). Kurz – ich denke schon, dass es heute ein deutsches Verständnis gibt. Ich will es nicht Nationalbewusstsein nennen, weil dieses durch die 12 Jahre grundlegend in Misskredit kam. Daher ist für mich Deutschland nicht mehr in den Grenzen von 1848 denkbar, mit den ganzen Kleinfürstentümern und Kleinstaaten.

    2. Moment, Bayern besteht auch aus Ober- und Niederbayern, das ist nochmal ein anderer Menschenschlag wie Franken und Schwaben. Die würdest du aber wahrscheinlich als „Österreicher“ einordnen („Bayern, diebisches Bergvolk“). Die Oberpfälzer grenzen sich auch gerne von allen anderen Stämmen ab, die möchten da auch auf keinen Fall in einen Topf mit den anderen geschmissen werden, das ist dort fast so ein Sakrileg, wie wenn du einem Schotten oder Iren mit Engländer kommst.

      1. Was sie heute in den Münchner Museen betrachten können, stammt fast alles aus Mannheim. Kein Wunder, daß die Kurpfälzer mit dem diebisch Bergvolk nicht gut zu sprechen sind.

  61. Danke für die Übersetzung, Putin`s Reden enthalten – wie immer -Impulse für alle, die auf der Basis bisheriger Denk-Ebenen nach geeigneten Lösungen suchen. Dennoch – die Hinweise von Einstein: „Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.“, „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“, „Phantasie ist wichtiger als Wissen. Phantasie ist alles. Es ist die Vorschau auf die kommenden Ereignisse des Lebens.“ – werden kaum berücksichtigt. Das Spiel der Gestaltung einer neuen Weltordnung ist auf beiden Seiten des Macht-Pendels nachvollziehbar entbrannt- ob unipolar oder multipolar. Dennoch reichen selbst geopolitische Vorstellungen nicht einmal ansatzweise aus, in einer energetisch bedingten Sprungphase das Über-Leben der „Menschheit“ zu sichern. Wer die Intension hat, in Echtzeit Spannungs-Felder zu befriedigen, das universelle Wirken von Mandala-Spiralen zu ignorieren und verlernt hat, anstatt Nonsens und Dissens seine Denk-Formen in Konsens zu lenken, begibt sich – ohne wenn und aber – selbst in die Auflösung und hinterlässt für das darauf folgende Spiel mit Pfeil und Bogen in Stein geritze Hieroglyphen. Entwicklung heißt, die Spiel-Regeln der Energie zu kennen und umzusetzen – siehe u.a. http://www.anders-als-andere.com. Wer nicht von der Welle geritten werden will, muss lernen, wie er selbst die Welle reitet!

  62. Warte mal: 1 Stunde Referat und 3 Stunden Fragestunde. Halt!! Da war doch was mit schwerkrank. Putin sollte doch angeblich schwer krank sein. Die 4 Stunden beim Petersbiurger Dialog müssen dann von einem Double durchgeführt worden sein. Ein schwerkranker Putin hätte das sicher nicht durchgehalten. Man sieht doch, wie schwer es Biden fällt, auch nur ein kurzes Interview zu überstehen.

  63. @ohne _Z

    Naja die Deutschen und die Germanen. Das ist ja an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Wenn Sie das so sehen, dann sind die Nachfahren der Vandalen in Nordafrika näher an den Germanen, als Ihre Möchtegern-Deutschen oder Möchtegern-Germanen. Wie ich schon sagte, Deutschland als Nation hat keine eigentständige Kultur, sowie das zum Beispiel in Frankreich ist. Das ist nun leider mal so. Selbst die Russen, die angeblich keine Europäer sind, können eine eigenständige Kultur und alte Tradition vorlegen! Ende der Durchsage.

    1. Das ist tragisch. „Der Deutsche“ weiß selber nicht wer er ist und jeder Versuch zu nationaler Größe treibt ihn nur noch tiefer in den Untergang. Den Rest den Hitler davon übrig gelassen hat wurde nun durch Merkel ruiniert. Die Exportweltmeisterschaft Deutschlands hat den Euro und damit die EU zerstört.
      Man muss sich in der Mitte dieses Kontinents benehmen können. Aber reine Expansion zu Lasten der Nachbarn hat hier noch nie funktioniert.

    2. Absolut klasse, wie sich die meisten hier von Ihnen auf der Nase herumtanzen lassen. Kaum rührt jemand ein wenig Halbwissen zusammen und diffamiert alles Deutsche, krümmt sich der heutige BRD ler zusammen und hilft beim Geisseln selbst mit in der Hoffnung, Das man ihn klein und handlich dann lieb hat.

      Allen, die ihnen auf den Leim gehen, sei die Lektüre von den Sklaven der Skythen bei Herodot empfohlen.

  64. Lieber Herr Röper
    Auch ich schliesse mich dem Dank etlicher Mitforisten für Ihre Übersetzungsarbeit an.
    Eine Frage hätte ich an Herrn Putin:
    Was meint er in seiner Rede mit der neuen Weltordnung konkret?! Etwa diejenige nach Klaus Schwab (WEF)?!
    Wäre interessant, mehr darüber zu erfahren.
    Schönes Wochenende. Gruss

    1. Klaus Schwab > Unipolare Macht (Hegomonie / Vorherrschaft eines Staates) / Putin & … > Multipolare Macht (gleichberechtigte Partner / gegenseitige Akzeptanz von Sicherheitsmerkmalen etc)

  65. Ja, die Deutschen hatten fast dreihundert Jahre lang ein einzigartiges Erfolgsmodell. Da gab es kein Zwangswirtschaftswachstum, da gab es stabiles Geld, da gab es einen breiten Reichtum und einen langen Aufschwung, bis nach Russland hinein. Wir sollten diese Geschichte kennen und davon lernen, da verstehen wir Ursache und Lösung, dessen was passiert! Eine PDFm ein Buch von meiner Webseite: http://freigeldpraktiker.de/weltenaufgang/blog/file_download/39

  66. Sehr geehrter Herr Röper,

    wie immer war es mir mal wieder eine Ehre Ihrer Übersetzung folgen zu dürfen. Nun zum Kontext:

    Wenn unsere Politiker auch nur 20% dieses Formats hätten (und darüber habe ich schon sehr oft geschrieben), dann wären viele Situationen gar nicht erst entstanden.

    Putin bringt es aber auch hier wieder voll auf den Punkt, wenn er sagt:“.. Mehr noch, sie drängen allen auf rüde und skrupellose Weise ihre Ethik, ihre Meinungen über Kultur und Geschichte auf, stellen mitunter die Souveränität und Integrität von Staaten in Frage und bedrohen deren Existenz. Man muss sich nur an das Schicksal von Jugoslawien und Syrien, Libyen und Irak erinnern… “

    Sein Verständnis von Zusammenhängen sowohl in der Wirtschaft, als auch im sozialökonomischen Bereich sucht seinesgleichen und ich hoffe, dass er noch lange die Geschicke seines Landes führen können wird.
    Ich bin in besonderem Maße neidisch (bitte positiv verstehen), dass dieses Land sich momentan daran im besonderen Maße versteht, in schwierigen Situationen eben kräftig auf Wachstung zu setzen und Hindernisse konkret zu benennen und zu minimieren.
    Kontrollen und Zölle, wo sie nicht förderlich sind (oder gar notwenidig) abzuschaffen oder drastisch zu reduzieren. Ein Industriegebundenes Investitionsprogramm, Tourismusförderung, Kulturförderung selbst Infrastrukturprobleme hat der Mann angesprochen und nichts ausgelassen.
    Sehr effizient in der Darstellung und Umsetzung der Probleme. Ja, Probleme gibt es dort auch zu Hauf, aber man schaut nach vorne und das ist meines Erachtens eines der Hauptprobleme, die wir hier in D haben. Wir schauene immer nur zurück und versuchen uns an Lösungen zu orientieren, die eben für ein Problem, wleches anders gelagert ist, oder nicht mehr in die Zeit passt, dann einfach nicht mehr zeitgemäß sind.

    Ausserdem und das ist mir hier ganz wesentlich aufgefallen, passiert es gerade einem Präsidenten, der Über 2000 km weiter weg in einem komplett fremden Land mit massig eigenen Problemen zu tun hat, dass er auch noch Verständnis dafür hat, dass es wohl Diskrepanzen zwischen der hiesigen politischen Führung und der Realität der Bevölkerung gibt. Das ist unerträglich richtig und ehrlich wahr! Es macht mich fassungslos, wie wir hier im Hamsterrad festsitzen, während im goldenen Käfig nach der Erschaffung von alternativen Energieen gelabert wird, die vielleicht in 20 Jahren+ mal spruchreif werden könnten, aber auch nur, wenn die Gelbfrösche nicht darunter leiden… sonst nicht!

    Ein weiterer Passus ist mir aufgefallen:“Übrigens haben die Amerikaner Sanktionen gegen unsere Düngemittel verhängt, die Europäer sind ihnen gefolgt. Dann haben die Amerikaner sie aufgehoben und erkannt, in was sie hineingeraten waren. Aber die Europäer tun das nicht. Ihre Bürokratie arbeitet wie Mühlsteine in einer Mühle aus dem 18. Jahrhundert. Daher wissen alle, dass sie eine Dummheit gemacht haben, aber das irgendwie zurückzudrehen, ist aus bürokratischen Gründen schwierig… „.

    LOL!! Ja ist denn das die Möglichkeit, das Fallenlassen unserer Sanktionen wird durch unseren Staatsapparat behindert. Na da würde mir doch glatt eine bestimmte Szene aus Asterix und Obelix einfallen, wenn es nicht wirklich so schrecklich für uns wäre. Was ist denn das für ein Saustall hier? Ich erspare mir etwaige Hilferufe, denn das deutsche Volk ist ja sehr gemächlich, wenn es um Veränderungen geht. Kommt noch, kommt noch!
    Aber was wenn es denn kommt!?

    Auch darauf gibt Herr Putin uns eine Antwort und die freut mich leider gar nicht. Er sagt:“.. Demokratische Verfahren, Wahlen in Europa… ehrlich gesagt, manchmal schaut man sich an, was dort passiert, welche Kräfte an die Macht kommen – das sieht alles aus wie eine Scheinwelt, wenn politische Parteien, die einander wie Zwillingen ähneln, sich gegenseitig an der Macht abwechseln. Aber in der Sache ändert sich nichts. Die wahren Interessen der Menschen und der nationalen Wirtschaft werden immer weiter an den Rand gedrängt.
    Eine solche Abkehr von der Realität, von den Bedürfnissen der Gesellschaft, wird unweigerlich zu einem Aufschwung des Populismus und zum Erstarken extremer, radikaler Strömungen, zu schwerwiegenden sozioökonomischen Veränderungen, zur Degradierung und in naher Zukunft zu einem Austausch der Eliten führen. Wie Sie sehen können, verlieren die traditionellen Parteien immer mehr.“

    Anders als vielleicht so einige, bin ich klar auf der ideologischen Seite Russlands, die hier Unsägliches zu ertragen haben. Aber ich bin kein Extremist, oder Rassist, oder Faschist oder, oder, oder und wenn hier später aus Frust gewählt werden sollte, dann warscheinlich doch wieder eher genau das, was nicht gewählt werden sollte. Die treiben es dann nämlich wieder komplett falsch und entgegen jede Vernunft zu weit.. damit entstünde hier in D dann wieder ein Problem, was nun wirklich keiner braucht. Weder ultrarechts, noch links. Ich bevorzuge genau das, was Herr Putin beschrieben hat, Länder machen Geschäfte! Punkt und jeder lässt den anderen in Ruhe! Soweit sollte es mal kommen. Jetzt kommt Ihr wieder mit eurem „träum weiter“, aber dann entgegne ich nur:“..tritt nicht auf meine Träume!“… Ihr versteht?

    Zum Schluss noch einmal. Ein Politiker seines Formats fehlt hier ganz dringend. Das Land ist fremdbestimmt und nicht souverän. GANZ BESTIMMT NICHT SOUVERÄN! Vor der EU, also mit der Deutschen Mark, da waren wir es noch, danach ganz langsam dann nicht mehr. Hirntod eben. Genau wie Herr Macron das mal der NATO attestiert hat.. Warscheinlich haben wir klammheimlich denen unser Hirn vermacht, obwohl… auch darüber liesse sich trefflich streiten.

    Einen habe ich noch: NGO´s die nicht wirklich den Namen verdient haben, gehören verboten!

    Liebe Grüße aus dem heute und morgen viel zu heissen Deutschland (soll ja auch ein Klimawandelproblem sein)… ein paar mal duschen und gut ist. Obwohl, bald kann man das dann auch nicht mehr, Habek könnte ja einen Zähler einbauen, der es nur noch 1x pro Tag erlaubt ;O) #stinkengegenPutin oh Mann, wie weit sind wir gekommen!

  67. @some1

    Es kommt ganz darauf an, was man unter „alles Deutsche“ versteht. Wenn man es so gebraucht, wie Sie das tun, dann ist es natürlich ein Fall für den Jonglierverein (auf der Nase herumtanzen) um nicht zu sagen für die Klapsmühle. Kultur, Tradition, Kunst und „Deutsch“ passt nicht zusammen. Kultur, Tradition und Kunst entstand zunächst im Kleinen (regional) und weitete sich dann mit der Zeit aus. Deshalb ist es Blödsinn von einer deutschen Kultur zu reden. Selbst die deutsche Sprache (Kanzleisprache / Sächsisch / protestantisch) spielt hier keine so große Rolle, sondern der sogenannte Dialekt. Der Dialekt ist identitätsstiftend und nicht „Schriftdeutsch“. In anderen Ländern wie zum Beispiel Frankreich, Spanien oder Italien hat der sogenannte Dialekt für die Identität eine immense Bedeutung. In Italien ist es sogar so, daß man in einigen Fällen nicht von Dialekten, sondern von regelrechten anerkannten romanischen Sprachen reden muß. So ist zum Beispiel der Unterschied zwischen Sizilianisch und dem übrigen italienischen „Mundarten“ (Ligurisch, Piemontesisch (Okzitanisch), Bergamaskisch, Venezien, Toskana, etc. so groß, wie zwischen Spanisch und Portugiesisch. Einen Spielfilm auf Sizilien zu drehen, in welchem die Protagonisten „Italienisch“ reden ist ungefähr so, wie wenn die Züricher alle miteinander Hochdeutsch reden würden. Das ist einfach lächerlich, was Sie da sagen und wenig glaubwürdig.

    1. Sie sind genial darin, wortreich etwas zu widerlegen, von dem der andere (ich) gar nicht gesprochen hat, um ihn dann als unglaubwürdig zu framen.

      Das ist die Methode der Faktenchecker, und die sind darin hervorragend ausgebildet, diese Nudgeteams.

      E

  68. „Haben Sie auch etwas Substanzielles dazu zu sagen? Ich meine, können Sie das, was ich hier behaupte widerlegen? Wenn Sie nicht als Schwätzer durchgehen wollen, dann fangen Sie mal an.“

    Was ist dein Sinn hier, uns Deutschen abzusprechen eine eigene Kultur zu haben. Haben die Dumm-Grünen dich geschickt , um hier die Weltgeschichte in einen großen Topf zu schmeißen, zu durchmischen, und alles was im guten Sinne mit Deutschland zu tun hätte auszusondern.

    So wie kleine Völker zusammen wachsen, was einfach der Entwicklung der Moderne geschuldet ist, so verlieren sich irgendwann auch die Dialekte. In meiner Umgebung sprechen nur noch einige Menschen über 80 Jahre Plattdeutsch. In Sizilien dürfte das nicht anders sein mit dem dortigen Dialekt, denn auch dort soll es schon die Eisenbahn geben oder Flughäfen-so dass die Menschen reisen, weiter abseits zur Arbeit fahren, und so sich die Eigenheiten verwischen.
    Was du hier vom Stapel läßt, das erkennt doch jeder halbwegs gebildete Mensch, was das für ein Strunz-Blödsinn ist.
    Und dann permanent eingebaut dieser Deutsch-Hass, ganz nach Transatlantiker-Vorbild.
    Die wildesten Behautungen werden aufgestellt, den Blödsinn soll man dann auch noch widerlegen.Seine Zeit mit verplempern, mit Behauptungen, die aus Luft gegriffen sind.
    Ich kenne solche Typen wie dich-in jeden Forum schleichen sie sich rein und verpesten die Luft.
    Bitte doch um Vergebung, dafür, was du dem Volk deiner Muttersprache antust!

  69. @Nechludov

    Warum soll ich mich mit Ihnen streiten? Anstatt meine Kommentare als eine Bereicherung und Weitung des geistigen Horizontes zu betrachten deuteln Sie da irgendetwas hinein. Glauben Sie doch was Sie wollen.
    Ich habe mit den Grünen absolut gar nichts am Hut. Mich einen GRÜNEN zu nennen ist für mich eine Beleidigung. Ihr Problem ist das ich Ihnen intellektuell (sprachlich, wissen, kreativ, Lebenserfahrung usw.) offensichtlich weit überlegen bin und Sie mir dadurch nicht folgen können. Deshalb stellt man mich hier entweder in die Ecke „GRÜNER“ oder in die Ecke „RASSIST“. Mehr fällt Ihnen dazu nicht ein.
    Ich bin weder Italiener noch Sizilianer, sondern habe mich aufgrund meines Steckenpferdes sehr intensiv mit der Geschichte dieser Region, beschäftigt.
    Ich habe in meinen Beispielen öfters Sizilien erwähnt oder vielmehr das Königreich beider Sizilien, welches bis 1861 existierte und von Könighaus Savoy (Piemont) im Auftrag Englands überfallen, annektiert, kolonialisiert, ausgeplündert und um seine Kultur, Identität, Unabhängigkeit gebracht wurde, weil man daraus einige wichtige „Muster“ erkennen kann, die sehr hilfreich sein können um die Welt zu verstehen.
    Bei dieser Aktion starben hunderttausende Süditaliener (Abruzzen, Kampanien, Apulien, Basilikata, Molise, Reggio Calabria, Sizilien) im Kampf oder in Konzentrationslagern (siehe Festung Fenestrelle). Nicht in Deutschland, sondern in Italien wurden die ersten modernen Konzentrationslager eingerichtet!
    Diese Vorkommnisse wurde im modernen Italien (ab 1875) bis in die heutige Zeit in den Geschichtsbüchern nicht erwähnt, sodaß das dieses Vorgehen einem DAMNATIO MEMORIAE gleichkommt. Erst in jüngster Zeit kommt die ganze Wahrheit zum Vorschein. Es ist ungefähr so, wie wenn die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland erst um das Jahr 2100 herum über Auschwitz erfahren würden, so atemberaubend ist die historische Gehirnwäsche in Italien gewesen.
    An dieser Episode europäischer Geschichte können wir sehr gut studieren, wie es um die Völker Europas in Zukunft steht. Im Grunde sind dieselben Mechanismen am Werk: Gleichmacherei, Entfremdung, kulturelle Auslöschung, Verblödung, Zwangsvertreibung (Emigration), Entfremdung etc.

    1. Deutsch ist übrigens nicht meine Muttersprache, schon alleine das müsste Ihnen zu denken geben. Ich denke nicht in Deutsch; ich kann es, aber ich tue es nicht. Ich kann so wie Herr Außenminister LAWROW mehrere Sprachen fließend sprechen. Herr LAWROW ist im Gegensatz zu mir phänomenal, ein Mensch den man aufgrund seiner Intelligenz und Klugheit nur bewundern kann. Das spricht auch für PRÄSIDENT VLADIMIR PUTIN!

  70. „Insgesamt ist ein vorsichtiges, aber gründliches Vorgehen erforderlich, um eine Reihe von so genannten Wirtschaftsdelikten zu entkriminalisieren. Zum Beispiel solche, die sich auf die Arbeit ohne Lizenz oder Akkreditierung beziehen. Das ist heute ein sehr heikles Thema, da sich unsere westlichen Partner beispielsweise weigern, solche Lizenzen zu erteilen.“

    Das Patentrecht wird also wie in China mit dem Recht zu Kopieren gleichgesetzt („Copyright“ = „Right to Copy“). Der Missbrauch des Patentrechts, nämlich anderen die Nutzung bestimmter Verfahren und Lösungen zu verbieten, statt eine faire Vergütung zu verlangen, wird so umgangen. Ich glaube, das ist eine Bestätigung eines Dekret von Anfang März.

  71. Ja, ganz geschickt machst du das. So redet ja kein normaler Mensch und holt den Schuldkult wieder hervor, mit dem die Deutschen seit Jahrzehnten malträtiert werden, obwohl spätere Generationen damit nichts zu schaffen haben. Geschickt baust du es ein in eine Geschichte über einen Teil Europas , der für das große Ganze nicht von großer Bedeutung ist.

    Mit dem eigenen Königreich Preußen wird sich nicht beschäftigt, das nach wie vor existiert aber nur von einer fremden Verwaltung überlagert wird. Stattdessen propagiert man die Schuld und alle möglichen Unterstellungen.
    Man weiß nichts davon, dass Deutschland unter strenger Fremdherrschaft gehalten bleiben muss, um so einen Friedensvertrag zu verhindern und auch die Aktivierung der souveränen Bundesstaaten des DR zu verhindern. In Folge dessen geht der Krieg weiter und fordert nicht nur in Deutschland selbst hundettausende Opfer sondern weltweit Millionen. Wieviele Opfer gab es in Deutschland auf Grund eines völkerrechtswidrigen Versailler Vertrages- außerdem war es Auslöser zur Fortführung des 1. Weltkrieges.
    All diese Zusammenhänge erkennt der „intellektuell Überlegene“ nicht, -wer gibt sich auch einen solchen Namen?
    Was antworte ich überhaupt darauf, es geht nur darum, verpackte Botschaften der deutschen Geschichtsklitterung in sizilianische Märchen zu verpacken. Diese Art von Geschichte läuft Tag ein Tag aus im Televisor, wieso verbreitest du das hier auch noch? Ist doch gar nicht nötig, die Deutschen werden seit über 100 Jahren umerzogen….Aber wie gesagt, es gibt sie, die Bücher von der wahren Geschichte, und die Wahrheit kommt irgendwann zum Vorschein, ob du hier strampelst oder nicht.

  72. Rede doch mal von den Millionen toten Inder, welche die Kolonialisierung durch die Engländer in Indien herviorgerufen hat.
    Die Zerstlörung der alten Kulturen un Süd-und Nordamerika. Ganze Völker durch die Spanier ausgelöscht.
    Der Opiumkrieg der Briten gegen China, weil China nicht so wollte wie diese Crown-Engländer.

    Die Deutschen haben in solcher Weise nie Länder besetzt und unterdrückt.
    Stattdessen haben ihre Gelehrten die Welt bereist und die Menschen in Afrika oder Südamerika auf die Schönheit ihrer Länder und die Reichtümer hingewiesen.
    Wie der Afrikakenner Leo Frobenius, der eine ganze Kulturgeschichte zu Afrika geschriben hatte , und der noch heute in Afrika verehrt wird, weil er Dinge über das Land erkannt hatte, die noch heute verschwiegen werden von der Pseudo-Geschichtsschreibung.
    Oder der große Alexander Humboldt, der Begründer der Erdkunde , der auch Südamerika bereiste und zahlreiche Bücher verfasst hat zu seinen Forschungsreisen. Derer könnte man Viele nennen.
    Auch wegen dieser Universalgelehrter ist Deutschland in der Welt hoch angesehen, und das schlechte Bild, das sie von sich selber haben, ist einer femden Indoktrinierung geschuldet die bis heute andauert.
    Ansonsten sind Deutsche, wo sie auch hinkommen in der Welt, immer hoch angesehen.
    In China beispielsweise hat der Autor und Übesetzer Richard Wilhelm dazu beigetragen, dass die Bücher des Dschuang Dsi in Europa bekannt wurden.
    Und so hat der Deutsche die Welt geprägt nicht durch ein Gewaltherrschaft, wie das britische Imperium, sondern durch die Befruchtung der verschiedenen Kulturen und die Würdigung derer.

  73. Die Sklaven der Skythen (Zusammenfassung)

    Die Skythen eroberten Land und hielten lt. Herodot die Bewohner als Sklaven, denen sie die Augen ausstachen, um sie an Diebstahl und Flucht zu hindern. Bei Ungehorsam oder Fluchtversuchen wurden sie ausgepeitscht. Dennoch gelang es ein paar von ihnen zu entkommen. Sie bauten eine Gemeinschaft auf und bekamen Kinder, die sehen konnten. Irgendwann waren sie stark genug, um gegen die Skythen in den Krieg zu ziehen, und zur Verblüffung der Skythen waren sie dabei, von den Sklavenkindern besiegt zu werden. Sie berieten sich, und ein kluger Stratege riet ihnen, anstatt zu kämpfen die Peitsche zu schwingen.Das taten sie, und – es funktionierte: die sehenden Kinder der einstigen Sklaven liefen davon.

    +++++++

    Säuglinge und Kleinkinder sind auf Eltern angewiesen. In ihren Augen sind Eltern allmächtig und vollkommen. Sie werden älter und erkennen zunehmend, dass sie beides nicht sind. Der Idealisierung folgt daher in der Pubertät oft die Verdammung: Eltern sind dann peinlich, uneinsichtig und altmodisch und sie haben vor allem fast nur Fehler. Das Kind wird erwachsen, übernimmt selbst Verantwortung. Und es erlebt, dass es auch Fehler macht, Stärken und Schwächen hat, die sich nicht aufheben. Und so gelingt ihm erwachsen die Versöhnung mit den Eltern, die auch nur ganz normale Menschen sind mit Schwächen und Stärken.

    Kindliche Entwicklung verläuft heute oft anders. Eltern tun alles, um ihr Image und die kindliche Idealisierung aufrecht zu erhalten. Sie verhindern die Annabelung, das mentale Selbstständigwerden, Streit gilt als erzieherisches Versagen. Da die Kinder auch ‚erwachsen‘ in dieser Gesellschaft keine Verantwortung mehr übernehmen müssen, sondern nur noch fordern, wie sie es lernten, bleiben sie jene Tyrannen, die niemals erwachsen werden und fur ewige Kindheit aller „kämpfen“, wie Kinder eben kämpfen können: mit Trotz.

    Das Bemühen um Erwachsen werden kann aber auch bei denen gestört werden, die zwar die pubertäre Abwendung von den Eltern kennen, aber nie verantwortlich sein durften.

    Sie sind die sehenden Kinder der Sklaven, die man jederzeit von Verantwortung abhalten kann, indem man ihnen die Minderwertigkeit ihrer Vorfahren vor Augen führt und sie so in die Pubertät zuruckpeitscht.

    Und Sie?

    Ja. SIE.

    😏

  74. @Nechludov

    Ich weiß nicht wem Sie mit Ihrem Blendwerk und Fassade, die Sie um sich herum aufgebaut haben hinters Licht führen, wenn gar beeindrucken wollen. Inzwischen gehe ich davon aus, daß Sie gar nicht der sind, den Sie mit Ihrer Ausdrucks- und Argumentationsweise (auch Ihre idiotische Duzerei gehört dazu) der sind, den Sie vorgeben zu sein. Sie bestehen aus nichts weiter als übernommenen Textbausteinen und verfahren nach einem bestimmten Muster, mit dem Sie letztlich das ganze Forum hier anschwärzen wollen. Jemand der sich wirklich mit der Materie auseinandergesetzt hat und sie interaktiv benutzt, schlägt einen anderen Ton. Da zeigt Ihr Kollege @some1 weitaus mehr Einfallsreichtum. Versuchen Sie es doch einmal als Bauchredner. Herr Röper sollte nicht lange zögern und sie in die Wüste schicken. Danke.

  75. Wenn einem nach kurzer Zeit der Erzählstrang wegbricht, dann holt man den Spiegel vor, und unterstellt dem anderen, was man selber tut und ist.
    So schnell gehen dem „Intellektuellen“ die Kommentare aus und die Geschichte Siziliens war nur von kurzer Dauer.
    Jemand mit solcher „Bildung“ kann man nur duzen.
    Er ruft ja schon nach Mutti( Thomas Röper), weil er allein nicht klar kommt.
    Bitte, danke-gern geschehen.

    1. Was soll man dazu noch sagen? Von europäischer Geschichte und wie die Dinge zusammenhängen, davon haben Sie wirklich keinen blassen Schimmer. Folgerichtig auch nicht über die Historie zwischen dem HRRDN und Süditalien (Stichwort Staufer). Dementsprechend auch nicht was nach dem 30-jährigen Krieg in Europa geschah und usw. Sie sind wirklich das Dümmste, was mir in meinem Leben über den Weg gelaufen ist.

  76. Dass in Russland die Freiheit des Einzelnen und auch demokratische Prozesse – wie im Westen auch – stark begrenzt werden durch Staat und Medien ist offensichtlich.
    Ich glaube als Russe aber, dass das auch gut so ist. Russland muss mit strammer – und ja, auch mit autoritärer – Hand regiert werden. Jedenfalls solange hinter dem Atlantik eine politische Hyäne namens USA in der Welt umherstreift, überall in der Welt „nach dem Rechten sieht“ und auf Beutezug geht. Solange müssen Länder wie Russland einen Großteil ihrer Ressourcen fürs Militär und Sicherheit im eigenen Land aufwenden. Solange müssen eben restriktive Maßnahmen gegen westliche NGO’s oder Leute wie Nawalny gefahren werden, die der Westen als trojanisches Pferd in Russland in Bewegung bringen will um einen Umsturz von innen zu erzeugen um das Land für westliche Rohstoff- und Kapitalinteressen zu öffnen.
    Eine politische Hyäne ist übrigens ein hundsähnliches, wildes Tier, welches sich vorwiegend von den Ressourcen anderer Länder und Völker ernährt und vor allem nachts im Verborgenen auf Beutejagd geht. Passt auf den Westen wie die Faust aufs Auge!

    1. Ich denke das die USA auch ganz gut ohne die Rohstoffe Russlands leben kann. Insofern würde ich das nicht so an die große Glocke hängen. Die USA und somit die westliche Wertegemeinschaft hat noch einen Plan B in der Schublade und dieser tritt spätestens dann mit logischer Notwendigkeit in Aktion, wenn Plan A scheitert. Da braucht man nicht lange spekulieren oder herumdeuten was da kommt. Letztlich kann das Russland egal sein. Es werden weitere fünfundzwanzig Jahre vergehen. Bis dahin haben sich die Waffensystem Russlands weiterentwickelt, sodass jedes Kind verstehen wird, daß ein Krieg gegen Russland das Ende der Welt bedeutet. Und schon kann man wieder auf die Reasttaste drücken, sofern das überhaupt noch nötig ist. Und dann geht es wieder von vorne los. Russland ist insofern nicht nur der Widersacher des sogenannten Westens, sondern der Garant, dass die „Hyänen“ mit ihren Leuten machen können was sie wollen. Mehr gibt es darüber nicht zu sagen. So etwas nennt man auch Machiavellismus.

  77. Wer weiß schon das der geniale Ingenieur Rudolf Diesel ein Buch geschrieben hat das da heißt „Solidarismus“.
    Es geht um eine beständigere, gerechtere Ökonomie, die der Autor beschreibt.
    Selten kommt technisches Verständnis und soziale Verantwortung in einem einzigen Menschen so zum Tragen.
    Ein weiterer bedeutender Universalgelehrter neben den oben benannten.
    Kein Grund also dass der Deutsche die Propaganda-Maschine der Transatlantiker sich zu eigen macht.
    Wir sind nicht so, wie diese versuchen uns zu unterstellen, um uns allen Schmutz anzuhängen, den sie selbst verursacht haben.
    Aber die vielen Jahre der Indoktrination und die Zerstörung des Bildungswesens tun ihr übriges.

  78. HERR RÖPER,
    vielen Dank für Mühe und Einsicht zur Informationspflicht.
    Folgendes ist unbedingt nötig: Bieten Sie Ihre Beiträge und nur diese ohne die Werbung am Rande, als Textdokument an. Es gibt bereits einige Seiten welche genau das machen.
    Es dreht sich hierbei nicht um Faulheit meinerseits, sondern um den praktischen Nutzen.
    Nach kurzem Bedenken wird wohl Jedem klar, daß ist notwendig für alle die mit diesen Dingen arbeiten, es sei denn Sie verbieten diese wichtigen Beiträge andern Orts wieder zu geben.
    Ihre Antwort falls gegeben, sollte oben erfolgen für jeden gut sichtbar. Hier im Kommtentarbereich geht sie einfach unter.
    Danke für Ihr Verständnis. M.Pohl

  79. Fände ich beeindruckender, wenn Putin sich nicht erst an die G7, den Club der Goldenen Milliarde, angebiedert hätte. Um dann, nachdem er rausgeflogen ist, festzustellen, dass der Club Scheiße ist.

  80. Herzlichen Dank, Thomas, für diese Fleißarbeit! Gut, dass es jemanden gibt, der das auf sich nimmt. Ich habe das ganze Putin-Interview gelesen. und ich werde Verweise auf seine Aussagen anbringen, wo immer es möglich ist.
    Ich bin einer Deiner (oder seiner?) „Multiplikatoren“… 🙂
    Die Wahrheit kann nicht oft genug multipliziert werden.

  81. Höre gerade Tacheles – kann nur sagen, dass auch ich diese Übersetzung komplett gelesen habe. Vielen herzlichen Dank für Ihre Arbeit, ist sehr informativ, man bekommt Informationen, die einem in den BRD-Medien vorenthalten werden.

  82. Im „glorreichen Westen“ wurde von sogenannten Fachidioten behauptet Putin sei krebskrank und leide unter Demenz. Jeder Mensch mit nur ein wenig gesundem Verstand kann froh sein, dass dem nicht so ist. Kann es sein, dass das böse, kriegerische Russland sich rasant zu einem überzeugen-den Vorbild für die gesamte restliche Welt entwickelt, wenn nur ein Teil der Vorsätzen Putins ver-wirklicht werden (können)?… Kann es zudem sein, dass sich ausgerechnet Russland rasant zu einem beliebten Auswanderungsland für Menschen des „glorreichen Westens“ entwickelt, welche von ihren „tollen“ und voll korrupten Staatsführern die Schnauze gestrichen voll haben?…
    – Das alles sind keine spannenden Fragen, sondern nur „langweilige Folgen“ von einer Politik des „glorreichen Westens“, welche schon lange von einer hochgradigen Demenz geprägt und natür-lich vom #noch weiteren Westen#* auf „Teufel komm heraus“ so gesteuert wird. Die daraus fol-genden Probleme der westlichen Europäer in naher Zukunft werden jedoch den #noch weiteren Westen#* in bereits naher Zukunft als Karma noch viel härter treffen (viele Anzeichen sprechen jetzt schon dafür). Das war schon immer so, wie uns die Geschichte immer und immer wieder gelehrt hat…
    #…#*Jeder sollte wissen wen ich genau meine.

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