Wirtschafskrieg

Sinkende Preise: Die Inflation in Russland beträgt aktuell -0,12%

Während die Inflation im Westen immer neue Rekorde bricht, ist die Inflation in Russland seit einigen Wochen rückläufig.

Ich habe schon darüber berichtet, dass die Inflation in Russland Mitte Mai auf Null gesunken ist. Danach ist sie sogar negativ geworden, die Preise für die meisten Produkte in Russland fallen derzeit. Eine Deflation ist allerdings auch nicht wünschenswert, weil das die Wirtschaft ins Stocken bringen kann, weil die Menschen sich in der Hoffnung auf niedrigere Preise in der Zukunft mit Anschaffungen zurückhalten. Das erlebe ich derzeit auch im eigenen Freundeskreis in Russland, wo man den Kauf einer neuen Waschmaschine oder ähnlichem derzeit abwartet.

Im März ist der Rubel nach der Einführung der anti-russischen Sanktionen zunächst eingebrochen, was in Russland zu einem schnellen Preisanstieg geführt hat. Da der Rubel danach aber schnell wieder gestiegen und der derzeit die stärkste Währung der Welt ist, die immer neue Höchststände gegenüber Euro und Dollar aufweist, steht der Handel unter immer mehr Druck, die Preise wieder zu senken.

Das russische Fernsehen hat über die aktuelle Meldung der russischen Statistikbehörde über die Inflation (oder besser gesagt, Deflation) berichtet und ich habe die kurze Meldung des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Deflation in Russland betrug in dieser Woche 0,12%

Die Deflation in Russland betrug in der Woche vom 11. bis 17. Juni 0,12%. Die Preise sinken damit die dritte Woche in Folge, doch seit Jahresbeginn sind die Preise insgesamt um 11,51% gestiegen, wie Rosstat am Mittwoch mitteilte.

In der Vorwoche lag die Deflation bei 0,14% und davor bei 0,01%. Davor lag die wöchentliche Inflation vom 21. bis 27. Mai bei Null und die Deflation vom 14. bis 20. Mai bei 0,02 %. Anfang März 2022 sind die Preise rasch gestiegen.

In der Woche vom 11. bis 17. Juni fielen die Preise für Obst und Gemüse um durchschnittlich 2,5%. Am stärksten sind die Preise für Weißkohl mit 9,7% gefallen, Tomaten um 6,5%, Rote Bete um 3,8%, Bananen um 3,7%, Zwiebeln um 2,1% und Möhren um 2%.

Schokolade verteuerte sich mit 0.66% am stärksten. Bei den übrigen Lebensitteln war der Preisanstieg noch geringer.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

29 Antworten

  1. Ich hoffe nur, dass die Menschen wirklich dauerhaft was von den Preisverfällen haben. Denn letztlich kommt es ja darauf an, was den Menschen von ihrem Lohn übrig bleibt und wie lange sie für etwas arbeiten müssen. Besonders bei Lebensmitteln. Irgendwelche Computer, Handys, Luxuswaren sind mir schnurzegal.
    Bei uns sind leider viele dieser letzeren Waren in dem „Warenkorb“. Darum sieht dann die Inflationsrate auch so „mager“ aus. Bei den Spritpreisen haben die Ölkonzerne super gearbeitet. Wochen vor der Senkung der Sgteuern haben sie die Preise ansteigen lassen, dann nach dem Senken diesen Anstieg nach einmaliger Absenkung wieder fortgesetzt, so dass heute wieder die gleichen Preise wie vor der Steuersenkung bezahlt werden müssen. Und das IFO-Institut muss auch noch dazu anmerken: Die Senkung wurde an den Verbraucher abgegeben. Super! So läuft das bei uns.

  2. Kunststück, die EU Ware aus China wird nun gegen Öl nach Russland verkauft und das Überangebot drückt die Preise und zieht bei uns die Inflation an, weil hier die Waren fehlen. Hinzu kommt, das die BRICS fleißig Lebensmittel liefern, was dann auch bei uns fehlt. Russland hat nicht nur Feinde in der Welt. 2/3 der Welt steht hinter Russland, das Vergessen unsere leider immer wieder zu erwähnen.
    Man sollte annehmen, dass die hochbezahlten Analysten das hätten kommen sehen müssen. Aber so wie alles im Westen, ist der Qualität auch bei ihnen ein sinkender Stern. Sie wissen nur noch, wie sie sich selbst die Taschen vollmachen können. Einen Sumpf kann man nur trocken legen oder darin untergehen.

  3. Inflationsraten unterschiedlicher Länder zu vergleichen ist schwierig, da das jeweilige Wägungsschema meist nicht bekannt oder vergleichbar ist.

    In BRD z.B. wird der Verbraucherpreisindex auf erster Ebene auch nur alle 5 Jahre angepasst. Was in der Praxis dann starke Abweichungen zu der offiziell verkündeten und sogenannten „gefühlten“ Inflation darstellt.

    Die eigene persönliche Berechnung liegt z.B. bei eher 20%, als bei offiziell 7,9% auf 1 Jahr.

  4. Gute Kommentare, alle soweit richtig.

    Es gibt eine auf die Gesamtwirtschaft bezogene Inflation, wobei der Güterkorb nicht überall derselbe ist.

    Des Weiteren hat jeder seine eigene Inflation, je nach eigenem Bedarf.

    Und zur Deflation: ja auch die ist unerwünscht, weil auch sie in eine Rezession führen wird (längerfristig).

    ABER:
    Eine anziehende, und in der Folge davongaloppierende Inflation ist das Allerschlimmste für ALLE! Ich erkläre dies noch einmal, zeige die Zusammenhänge auf:

    1. Staatsschulden:
    Dem keynesianischen Modell, die Wirtschaft in schwächelnden Jahren mittels Staatsinvestitionen auf die Sprünge zu helfen, funktioniert nur solange, als diese Investitionen (über neue Schulden finanziert) auch wirksam, d.h. dem nationalen Bruttoinland- Produkt (BIP) dienend, eingesetzt werden. Genau dies aber wurde während der Corona-Plandemie nicht umgesetzt, sondern, man hat mit den Neugeldern Feuerlöschübungen weltweit durchgezogen (= BIP-unwirksam).
    Salopp ausgedrückt: das Neugeld ist verpufft. Geblieben ist ein noch höherer Schuldenberg! USA mit 30 Billionen $ Schulden bei einem Defizit 2020 von 3 Billionen $ (Einnahmen von 6.5 Bio minus Ausgaben von 9.5 Bio) – als Beispiel hier erwähnt.

    2. Leitzins:
    Der heisst nicht nur LEIT-Zins, er ist es auch! Die Notenbanken können mit diesem wichtigen Instrument den Gang der Wirtschaft längerfristig beeinflussen. Nun wurde dieser ab dem Jahr 2000 bis vor kurzem künstlich tief gehalten. Argumentiert wurde in 1. Linie damit, die Wirtschaft anzukurbeln, dann auch, um nicht in eine Deflation abzurutschen und um die Inflation auf 2% anzuheben (Mario Draghi‘s berühmter Spruch ,whatever it takes‘). Warum 2%? Weil dadurch wurde insgeheim die elegante Inflationierung der Staatsschulden avisiert. Vereinfacht ausgedrückt:
    50 Jahre * 2% = 100% (= Schulden durch Inflation weggeschmolzen). Das sollte nun auch für Nicht-Ökonomen klarer geworden sein, hoffe ich.

    3. Inflation:
    Ich unterscheide grundsätzlich 2 Arten von Inflation:
    a) Inflation seitens des Geldkreislaufes (sprich durch ungezügeltes Wachstum ausgeweitete Geldmenge). Wenn wie oben ausgeführt, das Neugeld verpufft, so entsteht längerfristig garantiert Inflation. Und ganz wichtig: sie lässt sich nicht wie ein Raum-Thermostat punktgenau einstellen…!!!
    b) Inflation seitens des Güterkreislaufs:
    Durch Unterbrechung des Warenverkehrs erzwungene Güterverknappung führt ebenfalls – wie wir heute spürbar bitter erfahren – zu einer Güterpreis-Inflation.
    Zusammenfassend lässt sich sagen:
    Die ganze Weltwirtschaft (im Westen) steht unter einem gewaltigen, da doppelten Inflationsdruck.

    4. Notenbank-Intervention:
    Heute, bei einer anziehenden Inflation von +/- 10% wäre eine starke Intervention seitens der Notenbanken ein MUST!
    Dabei stehen ihr grundsätzlich 2 Instrumente zur Verfügung:
    a) anheben des LEIT-Zinses!!!
    Nun aber befinden sich die westlichen Staaten (allen voran die USA und die EU) in einer desaströsen Situation:
    Bei diesen gigantischen Schuldenbergen kann der Leitzins nicht mehr auf das notwendige Niveau angehoben werden. Notwendig wäre heute ein Leitzins-Niveau von gegen 10 (zehn!!!) Prozent! Das bleibt bei diesen Schuldentürmen reines Wunschdenken.

    Die zu beobachtenden, marginalen Leitzins-Anhebungen vermögen die davongaloppierende Inflation nicht zu stoppen! Dilemma pur! Dies gibt Jerome Powell (FED-Direktor) unumwunden zu.

    b) Zweitens verbleiben den Notenbanken gar nichts anderes übrig, als erneut in den Giftschrank zu greifen:
    Die Notenbanken MÜSSEN wiederum noch mehr neues Geld drucken, was wie oben ausgeführt den Inflationsdruck zusätzlich erhöht!

    Ein volkswirtschaftlich tödlicher Cocktail-Mix. Dies führt zur gefürchteten Hyper-Inflation. Und wenn dieses Szenario eintreten wird ( und dies lässt sich nicht mehr abwenden!), ja dann stehen überall Bürgerkriege ins Haus.

    Zeithorizont:
    Dies kann auch ich nicht genau vorhersagen. Als gutes(!) Beispiel dienen mir die Szenerien beim Untergang der Titanic.
    Der steigende Wasserspiegel ist im Kontext die steigende Notenbank-Geldmenge….. (plupp, plupp, Gurgel, Gurgel, crash, crash, Vollcrash, Licht aus).

    Ausblick:
    Deshalb wird hinter unserer aller Rücken das digitale Notenbankgeld verbunden mit diesem Chip (auf die rechte Hand oder an die Stirn) mit hohem Tempo forciert. Mehr darüber später.

    Gruss Hegar

    1. @ Hegar

      Deine Ausführungen lesen sich ganz interessant, leider musste ich feststellen das du den ökonomischen Phad (unabsichtlich) verlassen hast und in die Milchmädchenrechnumgsfalle getappt bist.

      zu 2)
      Du argumentierst das bei einer 2%igen Inflation eine Verschuldung nach 50 Jahren auf Null sinkt.
      Die Rechnung 50*2=100 kann nicht aufgehen da sich die Inflation immer vom Vorjahreswert ableitet und nicht vom Ausgangswert.
      bsp. Re.
      ich gebe dir eine Dose mit 100€ und du entnimmst dieser Dose jeden Tag (oder Jahr) 2% des Doseninhaltes. So solltest du nach 50 Tagen immer noch 37,15€ in der Dose haben. Egal wie lang wir das weiter spielen, wir würden nie auf einer glatten 0 kommen.

      zu 3.1)
      Die ungezügelte Ausweitung der Geldmenge kam bis vor kurzem nie in den Handelskreislauf an. Sie wurde in die Börse und dem Inmobilienmark gepumpt.
      Daher ihr aufpumpen ohne echte Werte = Börseninflation. Begründet durch den geringen oder sogar negativen Zins. Auch die Versicherer und Rentenfonds mussten ja weiterhin Geld verdienen/anlegen.

      zu 4.1)
      letzteres beinflusst nun aber den Handelsspielraum für die Zentralbanken. Du meinst mit massiven Leitzinserhöhungen könnte man der Inflation Herr werden?
      Gegenrechnung: Durch die Leitzinserhöhungen fallen bei alle schon ausgegebenen Rentenanleihen/Schatzbriefe die Renditen = der Anleger stösst sie ab und es entsteht dadurch eine Kettenreaktion. Damit kommt aber die Geldmenge, die international in den Börsen gebunden war in den echten Warenkreislauf des Währungsstaates/-verbundes und heizt somit die Inflation wieder an.
      Das dürfe für den Dollar sehr fatal werden.
      lg Wiking

      1. @Wiking

        Vielen Dank für Ihre Präzisierungen. Ich bin mit Ihren Ausführungen einverstanden. Die Milchmädchen-Umrechnungsfalle ist mir bewusst; ich zieh sie trotzdem heran, um den – wenn auch unpräzise – gewünschten Effekt zu zeigen.

        NB: Der US-Dollar steht wahrlich von allen Seiten unter massivem Druck.

        Gruss

        1. Langsame Erhöhung der Zinsen und vorsichtige Erhöhung der Geldmenge, deren Ausgabe an reale Investitionen für gesunde Unternehmen gebunden wäre, das wäre vielleicht die Lösung. Das würde aber eine Stärkung des Mittelstandes bedeuten und zur Pleite der Global Player führen und das ist eben gerade nicht gewollt….

  5. „Sinkende Preise: Die Inflation in Russland beträgt aktuell -0,12%“

    Wie darf ich das verstehen, Herr Röper? Schlittert Russland in eine Deflation? Wollten Sie das damit sagen?

  6. Ganz am Rande

    Die durch Sanktionen verursachten / verschärften Wirtschaftsprobleme des „Westens“ könnten durchaus auch günstige Nebenwirkungen haben – unter halbwegs marktwirtschaftlichen Bedingungen. Die als Katastrophe endenden „Energiewende“ beispielsweise schreit geradezu nach modernen / kleinen / einfachen / billigen Kernkraft – Aggregaten, auch für Heizzwecke (Dr. Klaus Humpich schreibt dazu aktuell auf nukeKlaus.net). Ich hoffe, daß Rußland diesen Trend nicht verschnarcht.

    1. Sie meinen @Hausfreund, der marktradikale Atom-Lobbyist von der FDP, Klaus Humpich, der auch auf Broder’s „Achse des Guten“ sein Gesülze verbreiten darf, sei hier erwähnenswert…?

      1. Es gibt zwei Generationen neuer Kernkraftwerke. Eine repräsentiert das Kernkraftwerk Belarus, in dem all die Dinge, wie sie in Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima geschehen sind, technisch ausgeschlossen sind. Und wenn doch etwas passiert, hat es für den Fall einer Kernschmelze einen Kernfänger, dann dient die Reaktorkuppel als bereits fertiger Sarkophag.

        In Wuwei (武威), Provinz Gansu, China, wird an einem Thoriumreaktor geforscht. Ziel sind inhärent sichere Reaktoren, die nur minimal schädlichen Atommüll produzieren und sogar alten Atommüll per Transmutation unschädlich machen können. Insgesamt hat die VR China sechs neuartige Kernkrefttechnologien in Erforschung, die physikalisch und technisch als machbar identifiziert wurden.

        https://asiatimes.com/2021/09/china-set-to-test-a-thorium-reactor-in-gobi-desert/

        Wenn sie Serienreife und Wirtschaftlichkeit erreichen, können sie billigen Strom in Massen produzieren aus einem Abfallprodukt der Gewinnung Seltener Erden. Das ist der Schrecken des Klimageschäfts, das zum Ziel hat, Energie zu einer knappen und teuren ware zu machen.

        1. @John Magufuli
          Dr. Humpich weist auf einen interessanten Aspekt bei der Entwicklung neuer (hier: kleiner, kaum noch als KKW zu bezeichnender) Aggregate hin: Durch die irrationale Anti-Kernkraft Ideologie wurde eine sehr teure und sachlich maßlos überzoge staatliche Genehmigungsbürokratie erzeugt, die eigentlich nur noch von großen Firmen und mit Serien von Standardtypen zu stemmen ist. Gerade das scheinen die beiden dänischen Firmen zu umgehen: Hier ein funktionsfähiger Prototyp – und jetzt sagt, was daran „gefährlich“ ist – im Verhältnis zu typischen Chemieanlagen beispielsweise.
          Mein Bedenken bezüglich Rußland: Welche Chancen haben private Unternehmer auf solchen Gebieten? Wieviel wirtschaftliche Freiheit gibt es?

          1. Die dänischen Anlagen (Nuke Klaus) haben offenbar das gleiche technische Prinzip wie der Versuchsreaktor in Wuwei, aber in China hat man große Reaktoren als Ersatz herkömmlicher AKW zum Ziel und in Dänemark kompakte Anlagen bis hin zur Größe eines 40′-Containers.

            Die könnten in Rußland durchaus von Interesse sein. Man hat bereits schwimmfähige AKW, also Kraftwerke in Form eines Schiffes, und man braucht Kraftwerke für den afrikanischen Bedarf.

            Die Europäische Investitionsbank (EIB) der EU hat alle 450 einschlägigen Finanzinstitute der Welt dazu gebracht, ab dem 1.1.2022 keine fossilen Energieprojekte in Afrika mehr zu finanzieren. Allerdings bekämpft die EU politisch und über „NGOs“ auch Wasserkraftprojekte dort. Die African Energy Chamber ist an jeder Art brauchbarer Energieerzeugung interessiert, und für konventionelle große AKW fehlen in Afrika vielerorts die Voraussetzungen. Burundi hat eine beachtliche Nuklearforschung, in Kooperation mit Rußland, bisher allerdings nicht im Kraftwerksbau.

            https://guardian.ng/apo-press-releases/russia-africa-energy-committee-to-drive-investment-and-deal-making-in-the-energy-sector/

            Energieausschuss Russland-Afrika soll Investitionen und Geschäfte im Energiesektor vorantreiben

            Die interparteiliche Online-Konferenz lenkte die Aufmerksamkeit auf die Entwicklungen des afrikanischen Energiemarktes, die Beziehungen auf dem Kontinent für Russland-Afrika-Partnerschaften und die Ankündigung der Schaffung des Russland-Afrika-Energieausschusses zur Entwicklung sauberer Energie und strategischer Rahmenbedingungen für die Energiekrise des Kontinents.

            Während die Agenda der Partei Einiges Russland auf eine wachsende russische Präsenz auf dem Kontinent abzielt, konnten Präsidenten und Delegierte in ganz Afrika die wirtschaftlichen Herausforderungen und den technologischen Fortschritt ihrer Länder angehen …

            „Russland kann eine große Rolle bei der Finanzierung von Energieprojekten und der Gasentwicklung in Mosambik, Senegal, Tansania, Nigeria und anderen Ländern spielen. Russische Unternehmen, die an Schulungen und dem Aufbau einer Logistikinfrastruktur arbeiten, können ein Weg zum Aufbau eines starken lokalen Rahmenwerks sein, der unseren Energiesektor antreibt“, sagte NJ Ayuk, Executive Chairman der African Energy Chamber.
            (Guardian Nigeria – Übersetzung)

            1. @John Magufuli
              Danke für die Informationen! Es ist zum Haare ausraufen: Stellen wir uns mal einen freien / friedlichen / privatwirtschaftliche Wettbewerb von Firmen aus USA / China / Rußland bei der Entwicklung der Kernenergie oder der Weltraumfahrt vor … Scheiß Politik.

  7. Derweil ruft Habeck Alarmstufe „Rot“ aus

    »Die Lage ist ernst«, sagte Habeck. »Die Drosselung der Gaslieferungen ist ein ökonomischer Angriff auf uns.« Die Strategie von Russlands Präsident Wladimir Putin sei es, Unsicherheit zu schüren, die Preise hochzutreiben und zu spalten. »Wir sind in einer Gaskrise. Gas ist von nun an ein knappes Gut. Die Preise sind jetzt schon hoch, und wir müssen uns auf weitere Anstiege gefasst machen.« Die Preiserhöhungen seien »eine extreme Belastung für viele Menschen, für viele Unternehmerinnen und Unternehmer«.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/wie-robert-habeck-die-gas-alarmstufe-begruendet-a-1b70b9e9-20c1-44ce-a177-07417672e524

    Und der blutige Zar schürt weiter ganz skrupellos Ängste und treibt die Spaltung des deutschen Volkes voran.

    1. ….die eine Gasleitung, da fehlen die Turbinen, sind in Kanada zur Überholung und werden nicht geliefert, wegen dem „Embargo“.. ..dann gibt es noch eine Zweite Gasleitung, darf aber auf Anweisung der „Angloamerikaner“ nicht benutzt werden, von den brd – Marionetten… ..“Deutsches Volk“, dass ich nicht lache.. ..meine sie die geistig umerzogenen brd – Insassen ??😈

      1. „Wir werden ärmer werden“
        – Robert Habeck

        „für die Freiheit auch einmal frieren“
        – Joachim Gauck

        Das haben die vor knapp zwei Monaten gesagt. Nun, wo es ernst wird, ist doch besser der Russ‘ schuld. Es sind alte Siemens-Turbinen. Heute kann Siemens solche Turbinen weder bauen noch warten. Die Firma Siemens Energy, die nur dem Namen nach Siemens ist, schafft sie zur Wartung nach Kanada, und dort ist eine Banderafaschistin in der Regierung deren Opa damals – dazu hat Sacharova alles Nötige geschrieben.

        NS2 hat moderne, nagelneue Ladoga-Turbinen. Die eine Leitung ist ihnen nicht recht, der anderen konfiszieren sie die Turbinen, und dann beschweren sie sich, daß kein Gas kommt.

        Bedeutend ist der Festlandsteil der Leitungen von Murmansk ins Leningrader Gebiet. Es müssen nur einige Leitungen geändert und ergänzt werden, dann können die von Westen versorgen, was in Rußland bisher von Osten versorgt wurde – das Jamal-Feld ist ja direkt nördlich von China und über die schöne neue Altai-Leitung dort angeschlossen. Der Rest kann mit der Jamal-Leitung verbunden werden. Die kann es – auf Revers geschaltet – auch nach China pumpen.

        1. …die können sich doch Pullover stricken ??.. …Russland, wird wie es aussieht, nie wieder Richtung „Angloamerikanischen Westen“, etwas „Grösseres“ bewegen, ausser was „fliegt“ ??🤣🤣

    2. Die können einfach die Sanktionen aufheben. Turbinen für NS1 wieder herausgeben, NS2 anschalten und alles bestellen, was zu bekommen ist. Auch Öl. Dann gibt es noch und nöcher und billig dazu. Wenn die nicht aufhören zu spinnen, wird nach und nach alles nach China angeschlossen, und Pakistan, Indien, Bangladesch. Die sind zusammen über 3 Milliarden. Es gibt weitere sehr interessierte Abnehmer.

  8. Interessant wäre mal zu erfahren ob man in Rußland aktuelle Apple Produkte bekommt und wenn ja zu welchen Preis!?

    PS: Ist es nur bei mir so oder normal das man sich immer wieder neu hier anmelden muss wenn man mal 1-2 Tage nicht hier war……oder!? Danke!!

    1. Man muß sich hier immer wieder mal neu anmelden, die Anmeldungen gehen ab und zu verloren. Es wäre in der Tat wünschenswert, Apple vom Markt zu verdrängen oder notfalls auszusperren. Nicht ganz koscher (Datensicherheit) und zu wenig Gegenwert für die guten Goldrubel.

  9. Es ist keine Deflation. Es ist eine Inflation gegenüber dem Vorjahresmonat von rund 17% und eine Senkung gegenüber der Vorwoche um 0,12%.

    Bei Beginn der Sanktionen ging der Rubel von 75 auf 150 pro Dollar und die Weltmarktpreise vieler Güter wie Weizen, Speiseöl, Dünger, Öl, Aluminium und andere Metalle haben sich verdoppelt. Das entspricht dem vierfachen Rubelpreis für die Waren, also einer Inflation von 300%. Auch diverse Importwaren wurden in Rubeln sehr viel teurer. Die Preise der reinen Binnenwirtschaft sind zunächst nahezu stabil geblieben. Nach einiger Zeit schlagen aber solche Preiserhöhungen im Außenwirtschaftsbereich auf die gesamte Binnenwirtschaft durch.

    Die heftigen Schwankungen sind vorbei. Die Preise im Außenwirtschaftsbereich, gerechnet in Rubel, haben sich teils wieder normalisiert, teils wurden sie über den stärkeren Rubel – 55 pro Dollar – aufgefangen. Gegenüber dem Extrem im März haben wir es teils mit stark wieder gesunkenen Rubelpreisen zu tun, teils aber mit allgemein höheren Preisen im Binnenbereich. Der Mittelwert der sinkenden und der steigenden Preise ist für diese Woche -0,12%

    1. eben, und unter diesen Bedingungen dann das Gespenst einer Deflation an die Wand zu malen ….
      Eine Klassische Deflation ergibt sich u einem Überangebot gegen über der Nachfrage. Das was wir in Russland sehen ist erst einmal zum Großteil Währungsturbulenzen geschuldet.
      Selbst für die Inflationsrate gibt es verschiedenen Bezugsgrößen. in der regel nimmt man halt den entsprechenden Vorjahresmonat. Auf Vorwoche etc greift man nur zurück, wenn man für sich positive Entwicklungen betonen möchte. 😉
      Selbst wenn man eine Inflation zum Vorjahresmonat von -3% (als Beispiel) hat kann man nicht einfach von Deflation sprechen, sondern sollte sich immer erst einmal die Ursachen anschauen. Wenn zum Beispiel zwei Jahre durch Güterverknappung eine hohe Inflationsrate (zum Vorjahr) existiert, geht diese ins Minus, wenn sich bei unveränderten Bedingungen einfach das Angebot wieder normalisiert. Das wäre dann ein einfacher prozess der Gesundung.

  10. Ich finde den authentischen Blick nach Russland, den Herr Röper anbieten, sehr wichtig, bin aber jetzt doch etwas irritiert. Laut Statista lag die Inflationsrate in Russland zuletzt (April 2022) bei 17,8 %, Tendenz massiv steigend; Deutschland im Mai 2022 bei 7,9 %.

    1. wie oben gesagt, alles eine Sache des Blickwickels. Inflation zum Vorjahresniveau immer noch vorhanden und nicht wenig. Allerdings hat sich die Kurve der preissteigerung in den letzten Wochen nicht nur abgeflacht sondern geht ins Minus. Damit ist eine auf Vorwoche/Vortag oder wie auch immer indizierte Inflation negativ, auf Jahressicht sind wir noch gut im Plus.
      Tendenz massiv steigend ist daher für den Augenblick eine falsche Beschreibung, Tendenz zurückgehend oder leichte Umkehr wäre passender

  11. Der Edeka Chef beklagt jetzt, das die Hersteller die Gunst der Stunde nutzen und die Preise frei Nase erhöhen, ohne das es dafür eine Rechtfertigung gibt. Sie erhöhen die Preise, weil sie es können, da der Kunde die Ware trotzdem kauft. Der Verbraucher muss die Ware also einfach nur liegenlassen und sich eine Zeitlang auf das notwendige beschränken, dann ändern sich ganz schnell die Preise wieder.

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