Fake News

Spiegel: „Oligarch Deripaska nennt Invasion »kolossalen Fehler«“

Der Spiegel hat in einem Artikel behauptet, der russische Milliardär Deripaska hätte das Vorgehen der russischen Regierung scharf kritisiert. Das ist allerdings Wunschdenken der Spiegel-Redaktion.

Der Spiegel-Artikel mit der Überschrift „Ungewöhnlich offene Kritik an Krieg in der Ukraine – Oligarch Deripaska nennt Invasion »kolossalen Fehler«“ hat mich sehr verwundert, denn davon hatte ich in russischen Medien nirgendwo etwas gehört. Also habe ich intensiv im russischen Internet gesucht, um darüber etwas zu finden. Gehen wir den Spiegel-Artikel also einmal durch.

Der „kolossale Fehler“

Der erste Absatz des Spiegel-Artikels straft die Überschrift des Artikels bereist Lügen:

„Der russische Angriffskrieg in der Ukraine läuft seit 125 Tagen. Kritik an der Invasion ist in Russland verboten – der russische Oligarch Oleg Deripaska hat auf einer Pressekonferenz in Moskau den Krieg nun dennoch mit klaren Worten kritisiert. »Ist es in Russlands Interesse, die Ukraine zu zerstören? Natürlich nicht, das wäre ein kolossaler Fehler«, sagte er.“

Wir können also schon mal festhalten, dass Deripaska nicht die „Invasion“ als „kolossalen Fehler“ bezeichnet hat, wie der Spiegel in der Überschrift suggeriert, sondern die Zerstörung der Ukraine. Und das ist bei weitem keine Kritik an der russischen Politik, denn die Zerstörung der Ukraine war nie das Ziel Russlands, im Gegenteil. Leser des Anti-Spiegel wissen das, denn über die Gründe und Ziele der russischen Intervention habe ich oft berichtet.

Da der Spiegel seinen Lesern aber Lügengeschichten darüber erzählt, Russland wolle die Ukraine zerstören, klingt Deripaskas Aussage für Spiegel-Leser wie Kritik an der russischen Politik. In Wahrheit ist – zumindest bei dieser Aussage – das Gegenteil der Fall.

Das Wort „Krieg“ ist verboten?

Und auch die Behauptung, dass in Russland „Kritik an der Invasion verboten“ sei, ist gelogen. Der Spiegel wiederholt diesen Lüge aber trotzdem ständig und legt in dem Artikel noch mit einer weiteren Lüge nach, die deutsche Medien immer wiederholen:

„Der Gründer des Aluminiumkonzerns Rusal sprach auf der Pressekonferenz wiederholt von einem »kolossalen Fehler« und bezeichnete die russische Militäroffensive in der Ukraine zudem als »Krieg« – eine Bezeichnung, die von den russischen Behörden verboten wurde.“

Die Lüge, dass das Wort „Krieg“ im Zusammenhang mit der Ukraine in Russland verboten sei, wird in den Medien gerne wiederholt. Auch das ist schlicht nicht wahr, übrigens habe ich selbst erst vor wenigen Tagen in einem Interview mit einem russischen Fernsehsender das Wort „Krieg“ benutzt – und ich wurde nicht verhaftet. Ich habe vor einiger Zeit genau erklärt, was in Russland verboten ist und was nicht, Sie können das hier nachlesen.

Interessant daran ist vor allem eines: In Russland werden Verstöße gegen etwaige Verbote als Ordnungswidrigkeiten wie Falschparken behandelt. Bei einem Verstoß muss man ein kleines Bußgeld zahlen und das war’s. In Deutschland ist das anders: Wer in Deutschland gegen die Sprachregelungen des Staates verstößt, dem drohen in Deutschland bis zu drei Jahre Haft.

Haftstrafen drohen in Russland hingegen nur, wenn man bewusst öffentlich Lügen über die Ereignisse in der Ukraine verbreitet und diese verbreiteten Lügen zu konkreten Sach- oder Personenschäden führen, zum Beispiel weil die Lügen andere Menschen zu Gewaltaktionen aufgehetzt haben.

Das weiß aber der Spiegel-Leser nicht, weshalb der Spiegel dann so etwas schreiben kann:

„Seit der Militäroffensive gegen die Ukraine haben die Repressionen gegen Regierungskritiker und unabhängige Medien in Russland zugenommen. Einem neuen Gesetz zufolge drohen bei Kritik an der Offensive bis zu 15 Jahre Haft.“

Da einem in Deutschland schon drei Jahre Haft drohen, wenn man zur Ukraine nur eine andere Meinung hat, als die Regierung, frage ich mich, wo „Repressionen gegen Regierungskritiker und unabhängige Medien zugenommen“ haben: In Deutschland oder in Russland?

Deripaska über die Folgen der Sanktionen

Der Spiegel schreibt über Deripaskas Aussagen über die Folgen der Sanktionen:

„Deripaska kritisierte auch die russische Reaktion auf die beispiellosen Sanktionen, die westliche Staaten wegen der russischen Offensive in der Ukraine verhängt haben. Die russischen Behörden hätten »120 Tage nach Beginn des Konflikts immer noch keine notwendigen Entscheidungen getroffen«, um die Auswirkungen dieser Sanktionen auf die russische Wirtschaft abzumildern, beklagte er.“

Diese Aussage habe ich in russischen Medien nirgendwo gefunden, auch nicht in den Videos, die von dem Auftritt Deripaskas vor Studenten der Moskauer Uni gemacht wurden. Dafür findet sich darin überall dieses Zitat, das der Spiegel verschweigt:

„Russland entpuppte sich als viel marktwirtschaftlicher, als ich es mir vorstellen konnte. Weder der Staatskapitalismus noch die Kriminalisierung der Wirtschaft haben die Marktwirtschaft brechen können. Und die Erfolge, die die Wirtschaft jetzt zeigt, erlauben es zu sagen, dass Russland, wenn der Staat sich nicht darauf einstellt, in acht bis neun Jahren wieder eine viel stärker diversifizierte Wirtschaft haben wird. Wenn der Staat in der Lage ist, sich anzupassen, um die Marktwirtschaft zu erhalten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, um einen Schuldenmarkt zu schaffen, wird das in vier Jahren geschehen.“

Ich kann nicht sicher bestreiten, dass Deripaska die vom Spiegel zitierte Kritik geäußert hat, habe sie auf Russisch jedoch nirgendwo gefunden. Aber ich schließe nicht aus, dass Deripaska das gesagt hat, denn er ist als einer der größten Unternehmer Russlands derzeit mit vielen Problemen konfrontiert und es wäre sehr überraschend, wenn er in so einer Situation nichts an der Regierung zu kritisieren hätte. Und ja: Die Wirtschaft kritisiert ihre Regierung in Russland genauso oft, wie in Deutschland. Das ist weder verboten noch verpönt, zumindest in Russland nicht.

Deripaska vs. Putin?

Weiter schreibt der Spiegel:

„Die Strafmaßnahmen seien für Russland »natürlich schmerzhafter« als für den Westen, fügte Deripaska hinzu. Damit widersprach er Äußerungen von Präsident Wladimir Putin, der wiederholt gesagt hatte, dass die Sanktionen Russland nichts anhaben könnten, während Verbraucher in westlichen Staaten insbesondere unter den gestiegenen Energiepreisen litten.“

In der Tat hat Deripaska gesagt, dass die Sanktionen Russland derzeit härter treffen als den Westen. Da bin ich zwar anderer Meinung, wie ich immer wieder geschrieben habe, aber auch hierbei gilt in Russland, dass die Meinungen frei sind und jeder sagen darf, was er denkt, auch wenn westliche Medien immer etwas anderes behaupten.

Interessant ist jedoch, dass der Spiegel verschwiegen hat, was Deripaska danach gesagt hat. Ich zitiere als Beispiel das russische Wirtschaftsportal rbc:

„Die gegen Russland verhängten Sanktionen könnten nach Ansicht des Milliardärs in anderthalb Jahren eine gegenteilige Wirkung entfalten. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Sanktionen in anderthalb Jahren nicht nur bedeutungslos sein werden, sondern dass sie auch entgegengesetzt wirken werden. Wenn die sie aufgrund politischer Entscheidungen nicht aufgegeben können, werden sie das Land erheblich in seiner Entwicklung behindern, das sie eingeführt hat“, erklärte er.“

Regimechange in Russland?

Zum Schluss schreibt der Spiegel dann noch:

„Ein Regierungswechsel in Russland ist laut Deripaska nicht zu erwarten. »Es gibt kein Potenzial für einen Systemwechsel«, sagte er. Die Opposition habe sich »aus dem Leben des Landes zurückgezogen«, sagte er. Viele russische Oppositionelle befinden sich in Haft oder sind ins Exil gegangen.“

Der Spiegel lässt es so erscheinen, als bedaure Deripaska die Situation. Das ist gelogen, denn der Spiegel hat wieder weggelassen, worum es tatsächlich ging. Deripaska hat mit der Aussage über andere russische Milliardäre gelästert, die sich im Westen verstecken. Die vollständige Aussage von Deripaska lautete:

„Es gibt kein Potenzial für einen Regimechange. Die Opposition bevorzugt die schöne europäische Aussicht… Zu erwarten, dass Michail Fridman oder Aven oder Chodorkowski zu den Waffen greifen und mit Panzern nach Brjansk durchbrechen, ist ebenfalls unwahrscheinlich. Dafür sind das die falschen Leute“

Die Clowns um Nawalny & Co., die westliche Medien als „russische Oppositionelle“ bezeichnen, nimmt in russischen Wirtschaftskreisen niemand ernst und Deripaska hat – wie gesehen – auch nicht von denen gesprochen, die westliche Medien als „russische Opposition“ bezeichnen, er hat sich vielmehr über die russischen Milliardäre Fridman und Aven lustig gemacht, die sich in London verstecken, obwohl auch sie von Großbritannien unter Sanktionen gestellt wurden.

Aber so, wie der Spiegel es formuliert hat, klingt es natürlich dramatischer.

Was der Spiegel verschweigt

Eine Passage aus Deripaskas Rede vor den Studenten hat der Spiegel verschwiegen, weil der Spiegel nie im Leben die Rüstungslobby kritisieren würde. Ich übersetze dazu noch einmal aus dem russischen Wirtschaftsportal rbc:

„Gleichzeitig kritisierte Deripaska die weltweit steigenden Verteidigungsausgaben, auch in Russland, und warnte, dass die Welt nun Gefahr laufe, viele der Errungenschaften der letzten 30 Jahre zu verlieren. „Glauben Sie, dass das ein natürlicher Verlust ist? Es geht um Menschen, die ihre konkreten Interessen vertreten. Und wenn ich sehe, wie schnell die Rüstungsaufträge in der ganzen Welt zunehmen, dann vermute ich, dass auch in Russland jemand davon profitieren könnte… Das ist sind höllische Billionen – und ich selbst schätze, dass die Staaten der Welt in den nächsten Jahren jährlich bis zu 4 Billionen Dollar [für das Militär] ausgeben werden. Wenn auch nur die Hälfte davon für erneuerbare Energien, die Entwicklung neuer moderner Atomenergie, Lösungen für Epidemien ausgegeben würde… Es stört mich, wie schnell wir alles aufgeben konnten, was wir in den 1990er Jahren erreicht haben, um die Leiden des Kalten Krieges zu überwinden, und wie schnell wir dann alles aufgeben konnten, was wir in den 2000er Jahren erreicht haben. Und jetzt schauen wir ruhig zu und warten auf den Sieg. Den Sieg über was? Wessen Sieg? Das ist natürlich ein kolossaler Fehler“, sagte er.“

Fazit

Der Spiegel hat mal wieder in seiner gewohnten Art Propaganda gemacht, indem er Aussagen, die nicht in das gewollte Bild passen, weggelassen hat, indem er durch Weglassen von Informationen einen falschen Eindruck beim Leser erzeugt hat und so weiter. Der einzige Sinn dieses Spiegel-Artikels war es, dem unter der Inflation stöhnenden deutschen Lesern das Gefühl zu geben, man sei auf dem richtigen Weg, denn Russland leide viel mehr unter den Sanktionen und Teile der russischen Elite könnten gegen Putin rebellieren.

So ist es nun einmal nicht, auch wenn der Spiegel es sich noch so sehr wünschen mag…


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

31 Antworten

  1. Vielen Dank, dass Sie immer wieder so sorgfältig diese Lügengeschichten der Relotiuspresse entlarven.
    Noch haben die Absonderungen der Spiegel-Mediennutten eine enorme Reichweite und mit dem medialen Dauerfeuer wird der Großteil der Bevölkerung erfolgreich manipuliert.
    Doch es bröckelt immer stärker und ein neuer ’08.Mai 1945′ rückt näher und näher, an dem diese Verbrecher ihre gerechte Strafe bekommen werden!

    1. „Doch es bröckelt immer stärker und ein neuer ’08.Mai 1945′ rückt näher und näher, an dem diese Verbrecher ihre gerechte Strafe bekommen werden!“

      Sie Optimist, sehe ich nicht so, aber wünschen darf man ja.

    1. Was will man auch erwarten, ich möchte mal Behaupten, das fast allen Leser’n
      hier bekannt ist, wer oder was hinter dem Spiegel steht, da würde es wundern etwas anderes zu hören/lesen…

  2. In diesem Artikel wird treffend dargestellt, wie „Der Spiegel“ Aussagen verbiegt, damit sie in sein verlogenes Narrativ passen. Davon abgesehen stellen sich mir allerdings die Nackenhaare auf, wenn ich lese, daß ein Profiteur der Jelzin-Ära sagt: „Es stört mich, wie schnell wir alles aufgeben konnten, was wir in den 1990er Jahren erreicht haben …“. Jedem, der eine ungefähre Ahnung davon hat, wie die Jelzin-Clique Russland in den 1990er Jahren ins Chaos gestürzt und dem US-Imperium ausgeliefert hat, muss das kalte Kotzen kommen bei einer solchen Aussage.

    1. @ morus

      … er meinte wohl die wiedergewonnene Freiheit entscheiden zu können, was das Beste für Russland ist. Auch wenn die Entscheidungsträger mit nichten soetwas entschieden haben. Aber, Sie hatten ja auch noch keine Erfahrung damit! Ein gewisser Lernprozess ist warscheinlich immer nötig, bis aus kommunistisch geprägten Gebieten dann sinnvolle Entscheidungen kamen…

  3. „und ich selbst schätze, dass die Staaten der Welt in den nächsten Jahren jährlich bis zu 4 Billionen Dollar [für das Militär] ausgeben werden. Wenn auch nur die Hälfte davon für erneuerbare Energien, die Entwicklung neuer moderner Atomenergie, Lösungen für Epidemien ausgegeben würde… Es stört mich, wie schnell wir alles aufgeben konnten, was wir in den 1990er Jahren erreicht haben…“

    … dem ist nichts hinzuzufügen! Irgend ein Geist muss es schaffen eine Eurasische Union zu bauen. Sonst haben wir fertig!

  4. „Haftstrafen drohen in Russland hingegen nur, wenn man bewusst öffentlich Lügen über die Ereignisse in der Ukraine verbreitet…“. Heißt übersetzt angesichts täglicher abseitiger russischer Propagandalügen über den Krieg („Russlands geht behutsam vor und greift ausschließlich militärische Ziele an…“ -> Bilder der Zerstörungen der vergangenen Monate und Zeugenaussagen vor Ort beweisen massive, absichtliche Angriffe auf zivile Ziele): Wer es in Russland aufgrund täglicher Behauptungen der weitgehend gleichgeschalteten russischen Medien (Platz 150 von 180 im Pressefreiheitsindex, Detuschland Platz 15) und Regierungsvertreter in Putins Augen besser wissen müsste, gleichwohl dem unsinnigen Narrativ einer „behutsam durchgeführten Spezialoperation“ nicht folgt, die russischen Zerstörungen in der Ukraine korrekt als Kriegsfolgen bezeichnet, wird verfolgt und sanktioniert.

    1. „Platz 150 von 180 im Pressefreiheitsindex, Detuschland Platz 15“

      Wer steht hinter der Pressefreiheitsindex?

      ‚Nach Recherchen der Zeitung junge Welt wurde ROG in der Vergangenheit u. a. von dem US-Multimilliardär George Soros finanziert sowie vom National Endowment for Democracy.[11] Im Jahr 2003 stammte das Jahresbudget zu rund 10 Prozent vom französischen Staat und zu weiteren 15 Prozent von der EU.[12]

      Zu den Finanziers zählten in der Vergangenheit auch der Rüstungsindustrielle und Medienzar Frankreichs Serge Dassault, der Medienkonzern Vivendi und der Milliardär François Pinault.[13] Die Öffentlichkeitsarbeit, die ROG für ihre politischen Ziele betreibt, verdankt sie den unentgeltlichen Diensten der bekannten New Yorker Werbeagentur Saatchi & Saatchi, einer Werbeagentur mit 134 Filialen in 84 Ländern und großer politischer Erfahrung etwa beim Wahlkampf der Konservativen Margaret Thatcher, die die Werbeagentur 1979 mit dem Slogan „Labour Isn’t Working“ zum Sieg führte, sowie bei der Beratung von George W. Bush, dessen Regierung man 2005 riet, den Krieg gegen den Terror als ‚Kampf für eine bessere Welt‘ darzustellen,[12] deren Team alle Kommunikationskampagnen der Reporter ohne Grenzen entwickelt und realisiert.‘
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Reporter_ohne_Grenzen

      Wie entsteht die Bewertung?

      „Für die Rangliste werden weltweit Fragebögen an ihre Partnerorganisationen (Organisationen, die sich weltweit für Pressefreiheit einsetzen), an ihr aus Korrespondenten bestehendes Netzwerk sowie an Journalisten, Forscher, Juristen und Menschenrechtler verteilt.[2]“
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rangliste_der_Pressefreiheit

      Westliche Interessenverbände erstellen eine Liste anhand von Fragen, die ihre eigenen Außenstellen beantworten.

      Ja, Russland muss schrecklich sein.

      1. Gute Antwort. Man kann den Trollen doch eigentlich sehr dankbar sein. Wer sagen wir mal „neu“ in den alternativen Medien ist, bekommt durch weiterführende Kommentare wie Ihren gleich gute Hintergrundinformationen.

    2. @Kutusow
      „Wer es in Russland aufgrund täglicher Behauptungen der weitgehend gleichgeschalteten russischen Medien (Platz 150 von 180 im Pressefreiheitsindex, Detuschland Platz 15) und Regierungsvertreter….“
      Ich lebe ja nun nicht in Russland und habe wenig Ahnung was da vor sich geht. Aber ich lebe in Deutschland und bemerke, was hier vor sich geht. Nun… Deutschland Platz 15 im Pressefreiheitsindex Russland Platz 150 … wenn ich das lese bin ich mir völlig sicher, dass es in Russland gar kein Fernsehen, keine Zeitung und auch sonst keine Medien, nicht einmal mehr staatstreue, mehr geben kann! 😉

    3. Natürlich muss auch in Deutschland die Unterstützung eines Angriffskrieges bewusst erfolgen, um dafür bestraft werden zu können. Ist halt Röper, das darf man nicht so ernst nehmen.

  5. Laut Spiegel hat Herr Deripaska also offen die „Invasion“ in die Ukraine kritisiert.

    Nach den klärenden Ausführungen von Herrn Röper hat er das zwar in Wirklichkeit überhaupt nicht getan, aber im Spiegel-Paralleluniversum hat er es ja doch getan. Nun schreibt der Spiegel weiter:

    „Einem neuen Gesetz zufolge drohen bei Kritik an der Offensive bis zu 15 Jahre Haft.“

    Hmmm …. also … „kolossaler Fehler“ ist schon heftige Kritik. Da frage ich mich doch sofort, warum Herr Deripaska nicht hinter Gittern sitzt, sondern ungehindert weiter Milliarden scheffeln kann. Die Spiegelredaktion geht offensichtlich davon aus, dass sich ihre Leser das nicht fragen.

    Übrigens habe ich eben ein bisschen gegoogelt und festgestellt, dass zahllose Medien genauso berichten wie der Spiegel. Das sieht nach Abschreiben von einer Nachrichtenagentur aus. Ich werde mal noch auf Englisch und anderen Sprachen weitersuchen, aber später.

    Bei der Suche bin ich über eine noch krassere Meldung gestolpert, die gerade mal sieben Minuten alt ist und von einem „inszenierten Attentat“ (was auch immer das ist) und angeblichen Putsch im Kreml berichtet.

    https://www.merkur.de/politik/ukraine-news-aktuell-wladimir-putin-putsch-versuch-bericht-kreml-insider-kadyrow-fsb-geheimdienst-91623055.html

  6. Also im Video vom Qualitätsmedium FOCUS

    https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/ein-kolossaler-fehler-russischer-oligarch-deripaska-uebt-oeffentlich-kritik-an-putins-ukraine-krieg_id_108078424.html

    wurde für die der russischen Sprache nicht verstehende Leserschaft an Text bereitgestellt;

    “ Wie viele werden sterben?
    Ich rechne mit bis zu 200.000 Menschen, wenn das nicht aufhört.
    Wofür? Ich halte es für komplett sinnlos.
    Ist es in Russlands Interesse, die Ukraine zu zerstören?
    Es ist eine große Umwälzung nicht nur für die russische Wirtschaft, sondern auch für die Weltwirtschaft.
    Es wäre Wahnsinn wenn das weitergeht, wenn die ganze Welt weiter still dem Töten von Zivilisten auf beiden Seiten zuschaut.
    Und das schon seit 8 Jahren.“

    https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krieg-enormer-fehler-oligarch-kritisiert-putin-oeffentlich-aber-sieht-kein-potenzial-fuer-regimewechsel_id_108073576.html

    Was wurde da denn zusammengebastelt? Bildmaterial von AP und künstlerische Freiheit Focus ?

  7. Eine Kriegspropagandamaschine – nennen wir sie Spiegel oder Stürmer – bleibt so lange am Leben wie sie senden darf, man kann es aber auch herumdrehen: sendet so lange wie man sie leben läßt.

    Das Dämliche ist ja nun: Anstatt Krieg gegen besagte Maschine zu machen, damit diese aufhört, Krieg zu machen, denn doch gerade so eine Maschine macht den Krieg, sie hetzt jeden dafür Empfänglichen auf (und das sind mindestens 7 von 10 wenn nicht gar 9 von 10), der damit nun bereit wird, den Krieg zu unterstützen, läßt man sie weiterleben. Ist das nicht ober-plem-plem von denen, in dessen Land diese Kriegspropagandamaschine steht??!

    Der Deutsche heute glaubt wahrscheinlich, auch das wäre die Aufgabe des Russen, nämlich so einen Spiegel mit Eiern zu bewerfen bis der nichts mehr spiegeln kann!

    Voll plem-plem, das waren sie schon vor 1945, danach wurde es etwas besser, aber wie das so ist: zwei, drei Generationen weiter und sie wiederholen dieselben Fehler.

  8. Die in den ÖRM abgegebenen Erklärungen zum „Ukrainekrieg“ verursachen bei mir immer wieder eine aufsteigende Heiterkeit, die in einem Lach-Flash mündet. Vor allem das Gestammel irgendwelcher Politiker, wie zuletzt Macron, das Russland nicht gewinnen dürfe und werde, löst bei mir ordentliches Gelächter aus. Ich finde diese Polit-Kasper einfach nur noch zum piepen. Bin auf den nächsten Winter gespannt. Leider trifft mich die Gas-Keule auch, aber ich gönne es der deutschen Industrie, vor mir in die Knie zu gehen.

  9. …wen wunderts.. ..die GESAMTE Presse in den EU – NATO – Kolonien, IST gleichgeschaltet.. …das war vor 1990, noch nicht so.. ..da war gerade der SPIEGEL ein Magazin, welches sich seit seiner Gründung in der brd, mit sämtlichen Politik – Feldern, kritisch auseinandersetzte.. ..nach 2000, dem Beginn des „Krieges gegen den Terror“, war schon zu sehen, wie die Presse sich immer mehr „ähnelte“.. ..ab 2014 (Ukraine – Putsch durch die Angloamerikaner) und besonders 2015, der Russischen Hilfe in Syrien gegen die „CIA – Islamisten“, nahm die „Gleichschaltung“ noch mehr zu, von Jahr zu Jahr.. …und seitdem Russland dem Terror der Galizischen Nazis in der Ukraine ein Ende bereitet, ist die „Pressefront“ geschlossen !!.. 😈

  10. Ist eigentlich schon mal jemand auf die Idee gekommen, all diese Propagandamedien mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, es dabei aber gewitzter noch zu machen??

    Der Fehler ist, sich darauf zu verlassen, es würde schon jemand ins Internet schauen, um dort eine „alternative Meinung“ zu lesen. Ein GROSSER Fehler, der von der Realität bewiesen wird als das.

    Wie schlägt man diese Lügenpresse im Auftrag einer Propagandamacht?

    Man wirft in der Tat DRUCKERPRESSEN an, die stehen bei 1.000 Druckereien im Land, braucht also keine eigene kaufen, könnte aber! Man macht EIGENE ZEITUNGEN und verteilt sie in der ganzen jeweiligen Region und sei es nur die eigene Stadt, in der man wohnt.

    Bereits eine A4-Seite reicht, um jedesmal einen schönen Artikel um die lokale/regionale Bevölkerung zu bringen. Man stellt sich in eine Fußgängerzone und drückt es jedem in die Hand, wartet KEINESFALLS darauf, daß jemand um den „Zettel“ bittet!

    10.000 solche kleinen Zeitungen an einem Tag verteilt, KEIN PROBLEM mit zehn Leuten, die wissen, was auf dem Spiel steht! Und das wiederholt man einmal die Woche.

    Man braucht einen guten Schreiber für den oder die Artikel, den schicke man bei Röper in die Ausbildung oder bringt gleich selbst seine Artikel „zu Papier“. Man bedenke nämlich: Thomas R. schreibt nicht für den Russen, er schreibt vor allem für den Deutschen in der „BRD“, damit der mal was ORDENTLICHES liest über das, was gerade auf der Welt passiert und für diese ungeheuer wichtig ist!

    Apropos: Wenn man will, das echter Journalismus wieder aufsteigt gerade in Deutschland, muß man jene ECHTEN Journalisten, die es noch gibt (Thomas wäre einer, mittlerweile einer der wichtigsten für den deutschsprachigen Raum) darum ersuchen, Ausbildungskurse über echten Journalismus abzuhalten, das kann ein Internet leicht veranstalten, da muß niemand irgendwo antanzen.

    Entscheidet, ob Ihr weitermachen wollt wie gehabt, dann wird der Gegner gewinnen, oder aber ob Ihr mal die Arbeitsgrundlage wechselt und obigen Vorschlag detailliert ausarbeitet und umsetzt, so daß hier das „Bild im Kopf“ so eines „Deutschnormalodusseltiers“ sich ändern kann udn ändern wird, das aber geht eben nur über eine ZEITUNG, die man nicht im Briefkasten oder im Internet bekommt, was sowieso die wenigsten dann lesen werden, sondern sie bekommen sie IN DIE HAND GEDRÜCKT, das ist die beste und persönlichste Art, fast genau wie bei einem persönlichen Gespräch, von Angesicht zu Angesicht. DAS wird gelesen werden, vor allem wenn der Verteiler noch einen tollen Spruch beim Verteilen mitliefert wie etwa:

    „Willst Du Frieden für Dich und Deine Familie, Freunde, Firma, wirst Du das mal lesen müssen!“

    Man schreckt sie hoch und sie werden lesen, die meisten schon!

    Das ist wie mit dem Knall, den sie nicht überhören können. Vernehmen sie den Knall, drehen sie den Kopf nach der Quelle des Knalls – praktisch ALLE machen das!

    Nur wenn’s auf diese Weise „knallt“, werden Leserschaften geboren!

  11. „Haftstrafen drohen in Russland hingegen nur, wenn man bewusst öffentlich Lügen über die Ereignisse in der Ukraine verbreitet und diese verbreiteten Lügen zu konkreten Sach- oder Personenschäden führen, zum Beispiel weil die Lügen andere Menschen zu Gewaltaktionen aufgehetzt haben.“

    In Russland stünden die verantwortlichen beim Spiegel also schon mit einem Bein im Knast.
    Würde vermutlich schon reichen wenn aufgrund des Artikels jemand in den Krieg zieht.

    Und genau so sollte es auch bei uns sein, es ist unerträglich das solche Lügenmärchen legal verbreitet werden dürfen. Und nein, das ist keine Meinung, das sind bewusste Lügen die eine ganz bestimmte Wirkung erzielen sollen. Spiegel ist ein richtiges Drecksblatt.

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