Erdgas

Trotz großer Worte: Deutschland bezahlt russisches Gas offenbar in Rubel

Deutsche Importeure bezahlen russisches Gas trotz der großen Worte der Politiker anscheinend in Rubel.

Nachdem Russland Ende März angekündigt hat, sein Gas nur noch gegen Rubel nach Europa zu verkaufen, war die Aufregung groß. Europäische und deutsche Politiker sprachen sofort von „Erpressung“ und versprachen, darauf nicht einzugehen. Das waren offenbar leere Worte, denn die Gasrechnungen, die Ende April fällig geworden sind, scheinen bezahlt worden zu sein, ansonsten hätte Russland den Gashahn – wie im Falle Polens und Bulgariens, die diese Bezahlung verweigert haben – abgedreht.

Wir alle erinnern uns noch an die entschiedenen Absagen deutscher Politiker, auf die neuen Zahlungsbedingungen Russlands einzugehen. Offenbar waren das aber leere Worte, denn nun meldet Reuters, dass die EnBW-Tochter VNG auf die russischen Bedingungen eingegangen ist. Das war zu erwarten und dürfte auch für andere deutsche und europäische Importeure von russischen Gas gelten, denn ansonsten würden sie kein russisches Gas mehr bekommen. Offenbar versucht man, das Einknicken gegenüber Russland möglichst geräuschlos vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

Zur Erinnerung will ich hier noch einmal zusammenfassen, welche Bedingungen Russland an die Bezahlung von Gas nun stellt, wo das Problem mit den Rubelzahlungen aus Sicht der EU ist und woher die Probleme mit Erdgas kommen, die es ja schon vor Beginn der russischen Intervention in der Ukraine gegeben hat.

„Rubelzahlungen“ für Gas

Die neue russische Regelung sieht in erster Linie vor, dass die europäischen Importeure die Zahlungen auf spezielle Konten der Gazprombank in Russland leisten müssen, und Zahlungen auf Konten in Europa nicht mehr akzeptiert, sondern zurücküberwiesen werden. Die Zahlungen können aber, wie in den Verträgen festgelegt, in Euro oder Dollar geleistet werden. Allerdings gilt das Gas erst in dem Moment als bezahlt, wenn das Geld von der Bank in Rubel konvertiert wurde und auf ein Konto von Gazprom überwiesen worden ist.

Russland hat diese Regelung aus zwei Gründen eingeführt. Der erste und wichtigste Grund war, dass die EU diverse russische Banken und diverse russische Konten in der EU sanktioniert und eingefroren hat. Darunter waren auch Konten, auf die zuvor Zahlungen für russisches Gas geflossen sind. Das bedeutet im Klartext, dass Russland das Gas geliefert hat, dass es von den Importeuren auch bezahlt wurde, dass Russland dann aber der Zugriff auf diese Gelder verweigert wurde. Oder noch deutlicher gesagt: De facto hat Russland sein teilweise Gas umsonst geliefert. Aus diesem Grund hat Russland beschlossen, dass ab sofort auf Konten in Russland überwiesen werden muss, weil die nicht von der EU eingefroren werden können.

Der zweite Grund für diese Regelung ist, dass sie den russischen Rubel stützt. Der Westen hat die Sanktionen mit dem Ziel verhängt, die russische Währung zu schwächen und die russische Wirtschaft zum Zusammenbruch zu bringen. Das ist allerdings gründlich misslungen, denn nachdem der Rubel zunächst abgestürzt ist, hat er sich danach schnell wieder erholt und ist nun sogar mehr wert, als vor dem Beginn der Intervention in der Ukraine und den daraufhin verhängten Sanktionen.

Das ärgert die westlichen Politiker. Deren Ärger über die sogenannten Rubelzahlungen für russisches Gas hat nichts mit der neuen Regelung an sich zu tun, sondern sie ärgert, dass sie die Gelder nicht mehr einfrieren können und dass es misslungen ist, die russische Wirtschaft oder den russischen Staatshaushalt entscheidend zu schwächen.

Nur darum geht es bei derzeitigen Aufregung.

Die Gründe für die Energiekrise in Europa

Über die Gründe für die Energiekrise in Europa habe ich oft berichtet, aber zum Verständnis fasse ich sie hier noch einmal kurz zusammen.

Erstens: Der Winter 2020/2021 war kalt, weshalb viel Gas verbraucht wurde. Pipelines und Tanker reichen nicht aus, um im Winter genug Gas nach Europa zu bringen, weshalb die Gasspeicher normalerweise im Sommer aufgefüllt werden. Das ist in diesem Jahr ausgeblieben und während die Gasspeicher normalerweise zu Beginn der Heizsaison zu fast 100 Prozent gefüllt sind, waren es in diesem Jahr nur knapp 75 Prozent.

Zweitens: Die Energiewende hat zu einem zu großen Anteil von Windenergie am Strommix geführt. Da der Sommer 2021 aber außergewöhnlich windstill war, fehlte die Windkraft und es wurde unter anderem Gas zur Stromerzeugung genutzt, das eigentlich in die Speicher hätte geleitet werden müssen.

Drittens: Der Wunsch vieler europäischer Politiker, russisches Gas durch vor allem amerikanisches Flüssiggas zu ersetzen, hat dazu geführt, dass in Europa nun Gas fehlt. Der Grund: In Asien waren die Gaspreise im letzten Sommer noch höher als in Europa und die fest eingeplanten amerikanischen Tanker sind nach Asien gefahren, anstatt nach Europa.

Viertens: Die Reform des Gasmarktes der letzten EU-Kommission hat den Handel mit Gas an den Börsen freigegeben. Dadurch wurde Gas zu einem Spekulationsobjekt. Während Gazprom sein Gas gemäß langfristiger Verträge für 230 bis 300 Dollar nach Europa liefert, ist es für die Importeure ein gutes Geschäft, das Gas an der Börse für 1.000 und mehr Euro weiterzuverkaufen und diese Spekulationsgewinne in Höhe von mehreren hundert Prozent in die eigene Tasche zu stecken.

Das hausgemachte Problem

Die EU hat sich die Gaskrise durch die Kombination dieser Entscheidungen selbst geschaffen, allerdings waren zwei Entscheidungen entscheidend dafür, dass es ausgerechnet jetzt zu der Krise gekommen ist. Das wichtigste Problem ist sicherlich die Reform des Gasmarktes, die es für Gasimporteure profitabel macht, wenn es einen Mangel an Gas gibt und sie das in Russland günstig per langfristiger Verträge gekaufte Gas teuer an der Börse verkaufen können.

Gleichzeitig hat die EU darauf gesetzt, weniger langfristige Verträge mit Russland abzuschließen, was den Gaspreis volatil gemacht hat. In den langfristigen Verträge mit Russland wird der Gaspreis nach einer Formel berechnet, die kurzfristige Preissprünge vermeidet. Wenn das Gas aber über kurzfristige Bestellungen eingekauft wird, führt das – zumal bei einem Mangel an Gas – automatisch zu höheren Preisen.

Die EU hat amerikanischem Gas den Weg nach Europa bereitet

Die Kombination dieser beiden Entscheidungen der EU hat daher zu den plötzlich wesentlich höheren Gaspreisen und zu dem Mangel an Gas geführt. Diese Erscheinungen hat es in den vergangenen Jahrzehnten, als Europa sein Gas in Russland noch auf Basis langfristiger Verträge eingekauft hat und es nicht an der Börse gehandelt wurde, nie gegeben.

Trotzdem waren diese Entscheidungen der EU-Kommission keineswegs dumm, sie haben nur jemand anderem genutzt als Ihnen. Mit diesen Entscheidungen, die zur Erhöhung des Gaspreises in Europa führen mussten, hat die EU-Kommission den Weg freigemacht für US-Frackinggas. Das US-Gas ist sowohl wegen des teuren und umweltschädlichen Fracking, als auch wegen des teuren Transportes mit Flüssiggas-Tankern mindestens 30 Prozent teurer als russisches Pipeline-Gas. Unter normalen Marktbedingungen hätte das amerikanische Gas in Europa keine Chance gehabt.

Mit ihren Maßnahmen, die Gas künstlich verteuert haben, hat die EU-Kommission den Weg für amerikanisches Frackinggas freigemacht. So viel zu der Frage, in wessen Interesse die EU-Kommission arbeitet


Werbung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

85 Antworten

  1. Juniper hat schon vor Wochen gesagt daß sie weiterhin bestellen und in Rubel zahlen werden. So leicht lassen die sich nicht von den Politikern die Butter vom Brot nehmen. Wird auch Zeit daß die Industrie denen Spinnern in Berlin mal die Meinung geigt. Habecks besuch in der Raffinerie letzte Woche lief ja auch nicht wie geplant. Er sollte da nur mit Azubis sprechen. Das hatten die sich wohl so ausgedacht, ein paar junge Leute die keine Ahung von Politik haben lassen sich vielleicht einlullen. Die Azubis kamen aber nicht zu Wort weil die alten Arbeiter dort ihm sofort dem Kopf gewaschen haben. Ob er denn für Deutschland oder für die Amis arbeitet und was mit seinem Amtseid sei. Habeck meinte danach, na wenigstens sind keine Eier geflogen. Das war wohl seine größte Sorge. Diese Schädlinge gehören aus dem Parlament gejagt.

    1. Schädlinge wählt man…
      Anderes Thema, frage mich immer wieder, da Russland es schon mit eingefrorenem Geld kennt, wieso hatte man nicht vorgesorgt?
      Man trippelt immer wieder 1-2 Schritte hinterher, so meine laienhafte Wahrnehmung!

  2. Da gibt es keinen Grund zur Schadenfreude. Langfristig verlieren alle. Europäer, Russen und Amerikaner. Zumindest jene die sich als solche definieren. Es ist sicher schwachsinnig russisches Gas durch eine Umweltsünde zu ersetzen und gegen russischen Gasimport und gute Handelsbeziehungen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Die Kernfrage lautet aber nicht, von wem beziehen die Deutschen ihr Gas, von wem wollen sie lieber abhängig sein, die Kernfrage lautet, warum gibt es keine deutschen Bestrebungen so autark wie möglich zu werden. Die Frage betrifft aber nicht nur die Energieversorgung, sondern auch Sicherheitsstrukturen und technologische Infrastruktur. Meinetwegen kann man auch deutsch und europäisch kombinieren, ändert aber nichts daran, daß aus dem einstigen Taktgeber mehr oder weniger eine Art Freilichtmuseum mit angrenzendem Vergnügungspark geworden ist.

    1. Das ist genau der Knackpunkt, DE will unabhängig von russischem Gas sein, damit Energielieferungen nicht als Druckmittel benutzt werden. Nun ja, da sind sie ja beim weltweit größten Aggressor dann bestens aufgehoben.
      Wie kann man nur so begrenzt im Denken sein wie deutsche Politiker. Uncle Sam wird dann erst richtig loslegen, und irgendwann begreift dann selbst der letzte Gutmensch, das die Bevölkerung verraten und verkauft wurde.

      1. Viel schlimmer ist es, dass selbst diese Regierung nicht lernfähig ist.Die Vergangenheit, Erfahrungen mit Russland als Energielieranten lief gut 50 Jahre reibungslos, trotz mancher Eiszeit.
        Aber Herr Putin taugt eben gut dafür, dass man vom Kriechertum der Deutschen schön ab lenken kann, denn die Ami-Abhängigkeit ist gewollt, da man selbst vor Unfähigkeit strotzt.
        So trudeln wir in einen Deutschland-Russland-Krieg, denn die deutschen Politiker, regieren derartig sinnbefreit, sie bemerken niemals, dass es Herr Putin ist, der noch davon absieht, Deutschland als Kriegsbeteiligten einzustufen, denn das könnte er, bei diesen ganzen Waffenlieferungen.

    2. „warum gibt es keine deutschen Bestrebungen so autark wie möglich zu werden. “

      Weil es per se nicht geht, hit 83 Mio Menschen auf dem begrenzten Raum, mit den begrenzten Resourcen.

      Egal ob Industriestaat oder Agrarstaat.

      1. Ne, geht nicht?
        Komisch ging aber mal so einigermaßen. Die pösen Nazis schafften selbst unter Beschuß die Versorgung halbwegs aufrecht zu erhalten.
        Und wieso man ein bereits besiedeltes Gebiet zum Einwanderungsland erklärt und zum soziologischen Experimentierfeld können Sie mir sicher auch erklären, oder?
        Also ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da erklärte man Deutschland noch nicht zur Dienstleistungsgesellschaft, da gab es noch eine Selbstversorgungsquote, da wurden Familien noch richtig gefördert und waren keine geduldete reine Gebäreinheit, sondern Kernpunkt der Gesellschaft. Damals hätte man aber auch noch den Widerspruch erkannt, wenn Menschen für Abtreibung eintreten und gegen Kükenschreddern. Die Gesellschaft war noch nicht nach feministischen Prinzipien kaputt organisiert und das geflügelte Wort „pünktlich wie die Deutsche Bahn“ war noch ein Lob und keine Ironie.
        Das war „mein“ Deutschland. Vielleicht nicht voll souverän, vielleicht auch ziemlich spießig, sicher nicht regenbogenfarben, dafür aber noch ein lebenswerter Ort, auch für Deutsche. Jedenfalls tausendmal besser als das angeblich beste Deutschland aller Zeiten, das man jetzt tatsächlich noch nicht mal mehr mit gebrochenem Herzen lieben kann.

        1. Da kann ich nur voll und ganz zustimmen. Mit dem Deutschland der 80-ger hat das Land nicht mehr viel gemein. Es war sicher nicht perfekt. Aber es gab etwas, was heutzutage jedem einzelnen hier fehlt. Hingabe zum Job (persönliche Hingabe). Familiensinn… hier gibt es sehr viele Einzelkämpfer heutzutage und die, die es nicht sind, beschweren sich über Ihrer Partner.
          Wir haben riesige Schwierigkeiten bekommen, als die USA Lybien kaputtgebombt hat. Die Grenzen waren offen und man hat uns mit unseren eigenen Waffen geschlagen, denn eine Sozialdemokratie verliert immer, da Sie Ihre Hilfe an dem kleinsten gemeinsamen Nenner orientiert. Damals waren wir zwar in vielen Gebieten nur eine vorgeschobene Demokratie, aber die Leute haben rangeklotzt wie blöde und auch international waren wir immer vorne mit dabei. SIEMENS, MAN, MANNESMAN, AEG, BOSCH, das waren damals Firmen, die man direkt mit unserem geistigen Vermögen in Zusammenhang gebracht hat. Heute müssen sich die Chefs verbiegen, dass ein Angestellter genug Bock hat zur Arbeit zu kommen und wenn nötig noch einen „Groom Master“ einzustellen. Mann ich habe fertig…

          1. Ohne dies den Ostdeutschen anzulasten. Die Chose fing gewaltig an zu kippen als die Mauer fiel. Könnte man so interpretieren, daß eben ein Konkurrenzsystem weggebrochen ist und eine funktionierende Gesellschaft daher nicht mehr so notwendig oder die Schläfer hatten ihren Marsch durchs System abgeschlossen und machten einfach ohne Mutterschiff weiter.
            Ich maße mir nicht an, wirklich zu erkennen, wer gerade den Zug nach Nirgendwo steuert, finde es nur befremdlich, daß scheinbar eingeweihte Internetkreise über alles haargenau Bescheid wissen, ohne sich zu fragen, ob dieses NWO Gerede vielleicht auch nur eine Inszenierung sein könnte.

            1. @Majestyk

              Man könnte es nicht nur so interpretieren, es war genau so!
              Wozu musste man denn noch irgend etwas „fördern“ oder gar eine soziale Marktwirtschaft haben, war doch der soziale Staatnebenan mal einkassiert – gerade zum richtigen Zeitpunkt – hatte man doch einfach mal 17 Mio. neue Konsumenten.

              Es ist ein Naturgesetz, dass es IMMER 2 gegensätzliche Pole geben muss, damit die Balance hergestellt ist ( mal mehr, mal weniger aber immer halbwegs in Balance) nur so funktioniert es.
              Es ist auch ein Naturgesetz, dass wenn 1 Pol wegfällt ( oder wie hier bewusst gelöscht wurde) der andere Pole nach einiger Zeit seine Existenzberechtigung verliert & sich auflößt – sollte sich nicht ein neuer Gegenpol, passend finden…

              An dem Punkt sind wir jetzt……Und da der Westen sich weigert, der Realität zu genügen, wird er sich wohl nach einiger Quälerei entweder der ‚Natur‘ besinnen oder sterben…

              1. @GMT

                Im Prinzip ja richtig. Nur hat man ja den Gießkannensozialstaat eher ausgebaut und dafür die freie Marktwirtschaft kassiert. Man frage mal bei Landwirten nach, welche Regelwut es in dem Bereich gibt und welche Probleme sich daraus ergeben. Oder man schaue sich das Gesundheitswesen an, was sicher auch kaputtgespart wurde, aber andererseits völlig überreguliert ist.
                Es gibt, zumindest in Deutschland, heute ja eindeutig mehr Staat als noch vor 30 Jahren. Nur war jener nicht nur schlanker, sondern auch effizienter.

                Also wenn ich mich umschaue, erkenne ich nicht so wahnsinnig viel frei Marktwirtschaft. Echten Föderalismus gibt es in Deutschland auch nur bei der Postenverteilung, nicht wenn es darum geht mittels postiver Konkurrenz die Lebensumstände der Bürger zu verbessern. Eigentlich würde ich mich nicht einmal mehr als Bürger bezeichnen, ein solcher hat nämlich entsprechende Rechte und muß sich nicht durch Gehorsam ein paar Privilegien erbetteln.

                Was die Balance angeht, absolut richtig. Sonst schlägt die Waage aus. Nicht umsonst haben die Engländer immer von den Balance of Power gesprochen. Aber die hatten auch mal den Grundsatz „by fair means“. Scheint gleichfalls aus der Mode zu sein.

                1. Zu dem Thema fällt mir auch noch was ein: als ich Anfang der 80er in der 7. Klasse war, haben wir in Erdkunde die 3 Wirtschaftsbereiche (oder wie die auch heißen) durchgenommen: Den Landwirtschaftlichen Sektor, den Produktionssektor und den Dienstleistungssektor. Damals hat man uns erzählt, dass Deutschland und Europa sich gezielt wegbewegen vom traditionellen 3-Säulen-Modell und auf eine reine Dienstleistungsgesellschaft hinarbeitet. (Produzieren tun ja nur die dummen Neger oder Schlitzaugen. Wir sind für sowas zu edel).

                  Ich habe mich damals, als 12- oder 13-jähriger still gefragt „woher soll denn dann der Rest herkommen?“. Eine wirklich zufriedenstellende Antwort habe ich in den vergangenen 40 Jahren von NIEMANDEM bekommen.
                  Wenn Russland spätestens am Montag ALLE Lieferungen an „unfreundliche Länder“ einstellt (so in Insider-Kreisen gemutmaßt wird), bin ich gespannt, ob jemand eine Antwort auf diese Frage hat.

    3. „Da gibt es keinen Grund zur Schadenfreude. Langfristig verlieren alle. Europäer, Russen und Amerikaner.“

      So ist es.
      Ich sehe das nicht als Konflikt zwischen Russen und Angehörige von NATO-Staaten, sondern als Angriff der Politiker (und ihrer Hintermänner) auf uns alle.

      Aber so lange wir uns einseifen lassen und denken in Kategorien denken wie „Russland will dies“ und „die USA wollen das“, funktioniert das leider. Länder wollen nichts. Es sind immer Menschen, die etwas wollen. Und die allermeisten werden nicht gefragt, weder in Russland noch in den USA und schon gar nicht bei uns.

      1. Wobei man nicht vergessen sollte, dass Russland wahrscheinlich das EINZIGE Land auf diesem Planeten ist, das sich zu 100% selbst versorgen kann: Sie haben Energie und Rohstoffe im Überfluss, sind als welt-größter Weizenproduzent logischerweise auch autark was Lebensmittel angeht, und die Manpower und die Logistik und „facilities“ haben sie sowieso.

        Mir ist nicht bekannt dass das irgend ein anderes Land von sich behaupten kann.

        Unsere Politiker-Darsteller scheinen das wohl nicht zu wissen oder immer wieder zu vergessen. Ich sage jetzt nicht, dass Russland sich keinerlei Sorgen zu machen braucht. Aber wenn’s diesbezüglich den Russen irgendwann schlecht gehen sollte, kann man davon ausgehen, dass die meisten anderen Länder zwischenzeitlich verhungert oder erfroren sind.

  3. „Deutsche Importeure bezahlen russisches Gas trotz der großen Worte der Politiker anscheinend in Rubel.“

    Psssst…. wenn das auffliegt, funktioniert es nicht mehr.

    Die Importeure standen vor dem Dilemma: Sanktionen missachten oder kein Gas.

    Die Russen wollen Rubel. Nicht nur Zahlung auf ein Konto in Russland (was für die Sicherheit vor Einfrieren vollkommen ausgereicht hätte), sondern Zahlung in Rubel.

    Das heißt, der Geldwechsel muss VOR der Zahlung vom Importeur vorgenommen werden, nicht fünf Minuten NACH der Zahlung von Gazprom (was den Rubel genauso gestützt hätte).

    Der Geldwechsel ist aber eine Transaktion mit der russischen Zentralbank und die steht auf der Sanktionsliste der EU. Das dürfen die Importeure nicht. Dadurch dass Putin die Zahlung in Rubel verlangt, zwingt er europäische Importeure, gegen die Sanktionen der EU zu verstoßen. Offenbar machen sie das, wahrscheinlich mit ein paar finanztechnischen Winkelzügen, die sich ihre Anwälte ausgedacht haben. Parallel dazu tönen die Politiker „Wir lassen uns nicht erpressen, wir zahlen immer noch in Euro“.

    Ehrlich gesagt bin ich froh, dass es so ist, und hoffe, dass es nicht so offen bekannt wird, dass die EU-Funktionäre nicht mehr so tun können, als ob sie es nicht merken würden.

    Es ist ein einziges So tun als ob.

    1. @Nuada
      „Das heißt, der Geldwechsel muss VOR der Zahlung vom Importeur vorgenommen werden, nicht fünf Minuten NACH der Zahlung von Gazprom (was den Rubel genauso gestützt hätte).“

      Bitte um Vergebung, aber einen größeren Unsinn habe ich lange nicht mehr gelesen.

      Das Gesetz sagte ausdrücklich: Überweisung zu Gazprom in Russland, egal ob in € oder $ , danach wird es in Rubel getauscht und danach die Rechnung bezahlt.

      Welcher Teil davon entzieht sich ihren kognitiven Kapazitäten?

      1. Nein. Gazprom darf nur Rubel nehmen, und erst wenn Gazprom die Rubel hat, gilt das Gas als bezahlt.

        Die Gazprombank ist eine von Gazprom völlig unabhängige Gesellschaft, auch wenn der Name es anders suggeriert. Die übernimmt den Wechselstubendienst und sorgt dafür, das die € Rußland umgehend wieder verlassen. Auch in umgekehrter Richtung ist der € aus Rußland verbannt. Zahlungen an Gläubiger / Lieferanten in den unfreundlichen Ländern dürfen grundsätzlich nur noch in Rubel geleistet werden, die Empfänger müssen sie bei Bedarf selber in € umtauschen. Die sind dann die Abnehmer für die €, die die Gazprombank erhält und sofort verkauft.

  4. Stimmt es, daß die tapfere Ukraine weiter russisches Gas bezieht – ohne Bezahlung – und als Dankeschön eine wichtige Transitleitung abklemmt? Welche Auswirkung hätte letzteres für Deutschland?

    1. Ja selbstverständlich!
      Und ab morgen werden alle ukrainischen Straßen mit einem Goldbelag versehen. Bezahlen tun das selbstverständlich die Russen.
      Ihre Frage ist sicher nicht unberechtigt. Aber glauben Sie das wirklich? Also ich nicht…

  5. Ich glaube nicht eine Sekunde, dass das Thema nun vom Tisch ist oder man “erlaubt“, vielleicht sogar mit der Einsicht in das Notwendige, dass das Thema klammheimlich vom Tisch genommen wird. Mit dieser Regierung, mit dem EU-Parlament never ever. Mit dem neuen Energiesicherungsgesetz, das in Planung ist, kann die Regierung alle Energieunternehmen enteignen, wie es ihr beliebt. Wenn die Enteignungen durchgesetzt werden können, wird das Beil fallen und der deutschen Wirtschaft den Kopf abschlagen. Was wir jetzt sehen, ist leider nur ein kurzer Aufschub.

  6. Na ja, wenn am Freitag, den 13. dann die ausgearbeiteten Details zu dem präsidentiellen Dekret der Gegensanktionen vom 3. Mai offengelegt werden, ist dies zumindest mittelfristig (ich schätze vor dem nächsten Winter) ohnehin passé.

    Das Sanktionsspiel von den EU-Staaten – mit vllt. Ausnahme Ungarns und des Anwärters Serbiens – ist zumindest ausgespielt und dieser mit Spikes behaftete Bumerang kommt nicht sachte zurück. Das Hauen und Stechen verlagert sich dann innerhalb der EU-Staaten.

    Ach ja, ob bis dahin dann noch das Transitland Ukraine selber den Gashahn zudreht und weil man ja auch NS II nicht wollte; das macht die Sache etwas komplexer, weil das „gut“ und „böse“ im selbstgemachten Eintopf durcheinander geht.

    1. Genau!
      Ich glaube ich werde mich kaum trauen, am Freitag die neuesten Nachrichten zu lesen, denn ich befürchte ebenfalls dass uns die Russen den Stecker ziehen werden.
      Und das haben wir definitiv unserem kriegsgeilen Kanzler und seiner fanatischen und bruntzdummen Mischpoke zu verdanken.
      Vor allem in den MSM liest man immer noch so Untertöne, als ob Russland nach wie vor stark interessiert sei, das Band zu Europa nicht abreißen zu lassen.
      Falsch: Russland ist mit der EU restlos fertig. Die Russen haben den Verein ein für alle Mal abgeschrieben und haben sich abgewendet. Da der Westen aber niemandem zuhört, kam das bei denen noch nicht so richtig an.

      1. Hoffentlich, dann gibt es bei uns endlich ein Erwachen.
        Natürlich wird gemeckert werden, soll Russland etwa auf einen 80%iges ,unwissendes Volk, welches den Hintern kaum hoch bekommt, Rücksicht nehmen?

      2. Warten wir ab was es Konkretes gibt.

        So traurig das Verhalten der westl. Regierungen ist … ich täte mich nicht wundern, wenn es noch eine Übergangsfrist bis zum Einsetzen der Sanktionen geben würde, denn dadurch wird sich der Charakter noch mehr offenbaren.
        Am Ende der Übergangsfrist (Herbst?) – so vermute ich – ist die Europäische Union ein Kampfplatz und ihre Macht und jegliche Einigkeit adé.

  7. Baerbock vor den Kameras in Kiew mit ihrer unmissverständlichen Botschaft an das deutsche Volk:

    „Wir haben mehr als deutlich verstanden, dass wirtschaftliche Abhängigkeiten keine Sicherheit bringen, wenn dem Aggressor das Wohl seiner Bevölkerung einfach egal ist. Deshalb reduzieren wir mit aller Konsequenz unsere Abhängigkeit von russischer Energie auf Null. Und zwar für immer.“

    Mit anderen Worten: die Bundesregierung sieht sich gezwungen, ein Totalembargo auf russische Energie -für immer- zu verhängen, um in erster Linie das Wohl des russischen Volkes -also auch Ihr Wohl Herr Röper- vor dem blutigen Agrressor Putin zu schützen.

    Wer hier noch irgendwelche Zweifel gehabt haben mag, dass Frau Baerbock eine echte „GLOBALmenschenrechtlerin“ ist, das wäre hier der eindeutige Beweis 🙂

    1. Als ich das gestern in den Nachrichten gesehen habe, als sie grinsend und mit leuchtenden Augen vor der Kamera sass, habe ich mir zum ersten Mal gewünscht daß eine „verirrte“ russische Rakete diese Frau von der Bürde ihres Amtes befreit, dem sie auch bei freundlichster Betrachtung nicht gewachsen ist.

    2. Mich stört an dieser Aussage vielmehr die Anmaßung „und zwar für immer“.
      Denkt Frau Bearbock an eine länger Amtszeit der Grünen als 4 Jahre? Maßt sie sich etwa an vielleicht die nächsten 1000 Jahre zu regieren? Mit begriffen wie „aller Zeiten“ und für immer habe ich mein Problem. Das Absolute hatten wir schon einmal und dies ist nach 12 Jahren mit 27 Mio Toten gescheitert. Hoffen wir, daß sich dies nicht wiederholt.

      1. Vollständige Zustimmung, jedoch befürchte ich dass ihre Hoffnung unbegründet ist. Die seit langer Zeit geplante militärische Konfrontation mit Russland wird definitiv stattfinden … vielleicht nicht in diesem Jahr, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

        Aber nichts gegen Hoffnung. Ich selbst bin in einem Alter das mich hoffen lässt, daß ich es nicht mehr erleben muß.

      2. Für immer? Für IMMER IMMER??

        Das war für mich die zentrale Unsinnsbehauptung des Jahrhunderts. Wieviel Jahre dauert nochmal Ihre Amtszeit (wenns gut läuft). Genau, 4 Jahre.. und ich behaupte mal, dass wenn die Ukraine befriedet und der Streit gegessen, verdaut und wieder ausgeschissen ist… das kann bei bestimmten Völkergruppen je nach Hunger, Durst und Energieproblem auch mal schneller gehen, dann stimmt dieser Spruch auch schon nach ein paar Jahren nicht mehr so ganz (genau wie die deutsche Behauptung wir würden das Gas dann nicht mehr bezahlen, wenn in Rubel bezahlt werden müsse…). Wäre da nicht… das verdammte Internet der Dinge, das ja leider nicht so schnell vergisst wie z.B. Selensky seine Geschichte, oder der Spiegel sein Gehirn und die damit verbundene Ehre etc.
        Da müsste doch glatt wieder der Spiegel einen Artikel darüber bringen (nur so als Tipp für die Zukunft, falls eine Journalie von dem Revolverblatt sich hierherverirren sollte, um ein paar Themen zu kla. äh. ich meinte zu recherchieren).

        1. Aber wer soll danach die Entscheidungen der Grün*innen rückgängig machen? Vielleicht die Lauterbach-Partei? Oder die Merz („Atomkrieg mit Russland wäre zu überleben“)-Partei?

    3. Zwar bietet die Dame satirische Vorlagen ohne Ende, wichtiger dürften aber die Förderer / Strippenzieher / Berater u.ä. im Hintergrund sein (Herr Röper hat zu dem generellen Thema schon umfangreich publiziert).

  8. Ich kapiere es nicht!
    Die Überschrift und die Einleitung sind doch glatt gelogen, keiner bezahlt hier in Rubel.
    Wie schon in diveresen Artikeln nachzulesen war wird das Geld NACH der Überweisung in Rubel gewechselt, also was sollen diese offenbar falschen Aussagen und Überschriften?

    Keiner bezahlt Gas in Rubel!

    1. Das ist korrekt, doch gleichzeitig auch nicht. Denn wenn das Gas in Euro bezahlt wird und diese in Rubel umgetauscht werden, ist das letztlich doch dasselbe. Letztlich wird das Gas bei russischen Banken bezahlt. Was die mit den Euro machen, ist egal. Im vorherigen Fall wurde das Gas in westlichen Banken bezahl und dann das Geld überwiesen. Was aber wegen der Sanktionen nicht stattfand.

      1. nein, das ist ein Irrtum. Wenn der Kunde bei der Gasprom-Bank ein Eurokonto einrichtet kann er natürlich dort einzahlen was er will, soweit die Bank Frendwährungen annimmt. Der Kunde muß aber seine russischen Bank anweisen den Rechnunsbetrag in Rubbel zu zahlen. Damit isz die Rechnung in Rubel beglichen. Er kann natürlich auch eine deutsche Bank beauftragen sich Rubel zu beschaffen und seine Rechung in Rubel zu begleichen. Wir wissen geht das aber nicht weil die europäischen Banken kein Rubel haben und wegen der Sanktionen auch nicht konvertieren können. Als Hilfskonstrukt kann der deutsche Kunde aber bei der russischen Gasprom-Bank ein Konto eeröffenen.
        Übrigens ist dieses Verfahren durch aus international so üblich.
        Wenn ich unsere amerikanischen oder chinesischen Kunde bezahle, dann überweise ich Euro auf eine andere internationale Bank, die meine Euro in Dollar wandelt und dann auf die amerkanischen Konten überweist. Diese Transferbanken sitzen auf allen Kontinenten, z. B. auch in den USA. Ich habe bei mehreren Banken entsprechende Konten, auch in der USA wohin ich meine Euro einzahle und die dann die Rechnungsbeträge auf die amerikanischen Banken in Dollar überweisen. Ich bezahle dann von meine Konto in der USA in Dollar aus, obwohl ich dieses Konto mit Euro gefüttert habe. Genau diese Vorgang ist bei den Gasrechnunbgen zu sehen.

    2. „Wie schon in diveresen Artikeln nachzulesen war wird das Geld NACH der Überweisung in Rubel gewechselt“

      Ich habe es so verstanden, es kann aber auch sein, dass ich mich irre:

      1. Der Importeur eröffnet zwei Konten bei der Gazprom-Bank in Russland – ein Eurokonto und ein Rubelkonto.

      2. Dann überweist er Euros von seinem deutschen Konto auf sein russisches Konto. Das ist noch keine Zahlung, sondern nur eine Verschiebung eigenen Vermögens, sieht aber oberflächlich aus wie eine Zahlung, weil Geld nach Russland fließt.

      3. Dann tauscht die Gazprom-Bank diese Euros (natürlich im Kundenauftrag, denn selbständig darf sie das ja nicht) bei der Zentralbank in Rubel und schreibt die dem Rubelkonto des Importeurs gut. Das Geld gehört jetzt immer noch dem Importeur.

      4. Der Importeur überweist den Rechnungsbetrag von diesem Konto auf das Rubelkonto von Gazprom. Und das ist die eigentliche Zahlung.

      Punkt 3 ist eine Transaktion mit der russischen Zentralbank und verstößt damit gegen die Sanktionen der EU, man sieht es aber nicht so recht, weil diese ganzen Vorgänge in einem Aufwasch ablaufen und anfänglich wirklich nur Euros rausgehen. Man kann somit gegenüber dem Volk den Eindruck erwecken, man würde weiterhin in Euro zahlen. Ich vermute, Putin hat das gemacht, um einen Keil zwischen die europäischen Nationalstaaten und die EU zu treiben.

      Falls ich mich irre, lasse ich mich aber gern korrigieren.

      1. Tach @Nuada !
        „Ich vermute, Putin hat das gemacht, um einen Keil zwischen die europäischen Nationalstaaten und die EU zu treiben.“ Wozu? Warte am Ufer, bis die Leichen Deiner Feine vorbeiziehen.
        Der Witz des Rubelspiels ist, daß das Geld tatsächlich(!) auf einer russischen Bank landet und nicht wie bisher auf einer westlichen – von wo es geklaut („eingefroren“) wurde.

        1. „Der Witz des Rubelspiels ist, daß das Geld tatsächlich(!) auf einer russischen Bank landet und nicht wie bisher auf einer westlichen – von wo es geklaut („eingefroren“) wurde.“

          Das ist die eine Hälfte des Spiels.

          Aber dafür würde es vollkommen ausreichen, das Geld auf ein Eurokonto von Gazprom in Russland zu überweisen. Euros können in Russland genauso wenig „eingefroren“ werden wie Rubel. Das liegt nicht an der Währung, sondern am Hoheitsgebiet. Gazprom könnte ja anschließend die Euros in Rubel umtauschen, das haben sie vermutlich sowieso schon die ganze Zeit überwiegend so gemacht. Ihre Kosten (Löhne zum Beispiel) müssen ja in Rubel bezahlt werden.

          So wollten es die Importeure auch machen und die hochwohlgeborene EU hat auch verlautbart, das wäre okay, das würde nicht gegen die Sanktionen verstoßen.

          Aber Gazprom hat kein Eurokonto bei dieser Bank und man kann nicht Euros auf ein Rubelkonto überweisen und hoffen, dass es sich unterwegs irgendwie von selber umwechselt. Damit sind die Importeure gezwungen, das Geld zu wechseln, während es ihnen noch gehört, und damit gegen die Sanktionen zu verstoßen, weil das eine Transaktion mit der Zentralbank ist.
          In Polen und Bulgarien waren sie brav und haben das nicht getan.

          Die deutschen Importeure scheißen auf die EU, wie es aussieht. Und ich vermute, so lang niemand das an die Öffentlichkeit zerrt, geht das auch gut.

          Wir hier sind keine Gefahr, aber wenn in einem englischen Boulevard-Blatt „Sanktionsbrecher Deutschland“ rumgeschmiert wird, könnte es sein, dass der Trick nicht mehr funktioniert. Man kann nur hoffen, dass sie denken, es ist für ihre Leserschaft zu kompliziert.

      2. „Falls ich mich irre, lasse ich mich aber gern korrigieren.“

        Dies habe ich etwas weiter oben schon getan.

        Sie irren schon in Punkt 3, denn da das Gas zu dem Termin schon geliefert (und wohl auch zum Teil schon verbraucht) ist, würde mich sehr interessieren wie sie auf die Idee verfallen daß dieser überwiesene Betrag noch demjenigen gehört, der ihn überwiesen hat.

        In jedem Kaufhaus das ich kenne, finden sie den Spruch: „Das öffnen der Verpackung verpflichtet zum Kauf“, was bedeutet: Wenn sie zur Kasse kommen ist es nicht mehr ihr Geld, sondern das des Kaufhauses.

        Zu Punkt 4: NEIN !!!
        Gazprom begleicht (nach dem Umtausch in Rubel) vom Rubelkonto aus die Rechnung.

        Für den Kunden aus Europa endet der Vorgang mit der Überweisung seiner € zu Gazprom.

        Sie haben nur in einem Recht: Diese Vorgehensweise unterläuft die Sanktionen … was ja auch der Grund ist, warum sich unser Bockbärchen im Strahl erbrechen muss.

        Gut so !!! Vor ca. 80 Jahren hätte sie sich eines schönen Tages wegen Hochverrats an einer Mauer stehend wiedergefunden.

        1. Okay. Wir kommen doch noch auf einen Nenner, glaube ich. Wir sind uns doch in der Sache einig und ich bin lieber freundlich 🙂

          Ich glaube, Sie verwechseln Gazprom mit der Gazprom-Bank. Natürlich hängen die zusammen, aber rein rechtlich sind das zwei Unternehmen. Der Importeur schuldet Gazprom Geld. Der Bank schuldet er nichts, aber er kann Konten bei dieser Bank eröffnen, wie man das eben bei Banken so macht. Und das machen die Importeure.

          Wenn Sie ein Konto bei der Sparkasse Buxtehude haben und sich damit einen gefälschten Impfpass kaufen, können Sie hinterher nicht sagen: „Das war ich gar nicht. Das war die Sparkasse. Oder das war der Klempner, dem ich noch 500 Euro geschuldet habe. “

          Und wenn die Importeure mit ihrem Konto bei der Gazprom-Bank Geschäfte mit der russischen Zentralbank machen (Geldwechsel), können sie auch nicht sagen: „Das waren wir gar nicht. Das war die Bank. Oder das war Gazprom, denen wir noch Geld schulden.“

          Genau das machen sie aber. Hoffen wir, dass es unter der Decke bleibt.

        2. In jedem Kaufhaus das ich kenne, finden sie den Spruch: „Das öffnen der Verpackung verpflichtet zum Kauf“, …

          »Dieser „Spruch“ ist nur rein rechtlich, so falsch! Ich weiß auch nicht was ein Deutsches Kaufhaus mit dem Gasimport von Russland zu tun haben soll?!«

          Und noch eins, selbstverständlich gehören dem Gasimporteur die, auf sein Sonderkonto bei der Gazprom Bank eingezahlten Dollar oder Euro nach wie vor. Sogar noch die Rubel. Erst nach der Überweisung der Rubel wechseln diese in den Besitz von Gasprom. Hat Putin übrigens auch in seinem Dekret über die „Rubelzahlung“so klargestellt, aber haben Sie wahrscheinlich nicht gelesen …

    3. Es ist doch im Grunde ganz einfach, aber auch Herr Röper hatte am Anfang hier seine Schwierigkeiten damit 😉

      Also beispielsweise ich will Produkte in Brasilien kaufen und der Verkäufer sagt, die Bezahlung muss aber in der Landeswährung, also in Real erfolgen. Ich sag‘, hab‘ ich nicht. Sagt der Verkäufer, kein Problem, wir haben hier auch noch ’ne Bank, auf der können sie ein Sonderkonto einrichten. Ihre Einzahlungen werden dort dann als Dienstleistung der Bank an der Brasilianischen Landesbörse in Real umgetauscht. Jetzt haben sie Real auf ihrem Sonderkonto und bezahlen damit ganz einfach die Produkte, die sie bei uns kaufen. Voilà 🙂

      HTH

    4. @jsm36

      Halte Sie sich nicht mit Nichtigkeiten wie Währungsumrubelung auf.

      Habe etwas Besseres für Sie:

      Neueste Meldung von Gazprom (Bloomberg News)

      ——-Beginn der Übersetzung——

      „Gazprom wird Nord Stream 2 in Russland nutzen während EU Gasembargo beschliesst.

      Gazprom wird Teile der NordStream 2 -Infrastuktur nutzen, um russische Kunden „zu Hause“ mit billigem Gas zu versorgen, nachdem die deutsche Regierung das NS2 -Projekt auf Eis gelegt hat.

      Der Energieproduzent Gazprom plant, die auf der russischen Seite liegenden Teile der Nord Stream 2 -Infrastukrur zu erweitern und in Betrieb zu nehmen, um im Nordwesten Russlands mit zusätzlichen Energielieferungen weitere „Wachstumsimpulse“ zu schaffen -so Gazprom.

      Gazprom kündigt den Plan an, während die EU ein Embargo auf russische Gaslieferungen beschliesst, die letztes Jahr 40% des gesamten Verbrauchs in Europa ausmachten. Das endgültige Aus für das deutsch-russische Nord Stream 2 -Projekt kam letzte Woche, als Deutschland -der grösste Verbraucher von russschem Gas in der EU- 4 schwimmende Terminals für den Import von LNG-Gas mietete.“

      ———Ende der Übersetzung——

      Hoffe, dass es Herrn Röper nicht zu heiss wird auch in St. Petersburg im kommenden Winter 🙂

      1. Ja, so ist es! Die Meldung ging überigens schon vor ein paar Tagen über den Ticker. Und was Gasprom als besonderes Schmankerl gleich mit vermeldet hat: Sollten es sich die Europäer doch noch überlegen, wäre eine Inbetriebnahme von Nard Stream 2 für die EU nich vor 2028 möglich 😉

    5. Eben. Kann man sogar auf dieser Seite nachlesen. Aber auch Herr Röper denkt sich vermutlich, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Die Stammleser die sich immer freuen, wenn Stimmung gegen den eigenen Lebensraum betrieben wird, nehmen dies natürlich begeistert auf.

      Auch dies gehört zur Dekadenz des Westens. Menschen die im Westen leben, deren Kinder noch im Westen leben müssen, erfreuen sich an der eigenen Selbstvernichtung. Man könnte sich darüber totlachen, wenn es nicht so bittertraurig wäre.

      1. @ Majestyk (dann lass mich den Gesprächspartner mal ersetzen)

        Das stimmt zwar, aber auch nur bedingt, denn ich kenne hier so einige, die eigentlich eher auf einen Regimechange hoffen, als darauf, dass uns die Bude um die Ohren fliegt.
        Das Haus ist ja eh schon am brennen und da tut das ein, oder andere Ölfass dann auch keinen großen Schaden mehr anrichten.

        Was ich damit sagen will ist, dass die klägliche Abhängigkeit, welche die EU über Jahrzehnte mit und durch den Westen aufgebaut hat nicht wirklich besiegt werden kann. Man muss das Haus leider abfakeln lassen und dann unter ganz neue Gesichtspunkten wieder aufbauen. Ob das dann eine bessere, grünere, gerechtere Gesellschaft sein wird, das wissen wir heute noch nicht. Das einzige was wir wissen ist, dass die EU lügt, dass sich die Balken biegen. Das Wachstumskonzept der EU ist ein Selbstzerstörerisches und Aggressives. Das kann und konnte nie gut gehen. Ein Kontinent verbindet sich nicht einfach in 20 Jahren einfach mal so. Das mag wirtschaftlich Sinn machen, aber konzeptionell, ideologisch und historisch noch lange nicht. Selbst die USA und auch Russland hatten lange interne Kriege und Differenzen, bis man irgendwie zusammengewachsen ist, aber der Prozess dauerte hunderte von Jahren. Das die blutjunge EU hier Kardinalsfehler begangen hat, wird sich nun zeigen. Allen voran sind wir eine Transferunion und das wird uns auf lange Sicht auf Grund der großen Unterschiede und wirtschaftlichen Faktoren das Genick brechen. Fragen Sie mal Italien, wie sehr die vom Gas abhängig sind. Glauben Sie in diesem Land (ausser im gemäßigten Norden) würde man hier bereit sein das 6-Fache zu zahlen, wie hier? Selbst bei den Spritpreisen musste die Regierung innerhalb von nur WOCHEN den Preis künstlich senken auf unter € 1,74 pro Liter um einen lokalen Bürgerkrieg abzuwenden. Ich habe Familie da und weiss bestens bescheid. Da gab es dann einfach mal kein Brot mehr, keine Lieferungen zum Supermarkt etc. .Die sind nicht so leidensfähig und schuldbewusst, wie wir Dummdeutsche. Da werden wir es (oder Frankreich) sein, die zum Schluss das Licht ganze klamm und heimlich ausmachen und dann wird ganz schnell vergessen, wie nach dem zweiten Weltkrieg.
        Aber der Regimechange hier wird kommen und dann wird auch wieder eine Mittelschicht erwachsen, welche traditionsbewusst agiert. Wo gesunder Menschenverstand wieder eine Rolle spielt und nicht Gendern zum Allerweltsheilmittel gegen Ungerechtigkeit hochgespielt wird. Unsere Demokratie ist so dekadent geworden, dass Sie danach schreit, abgeschafft zu werden. Hier existieren Leute, die überhaupt nicht mehr wissen, was Arbeit ist, wozu man sie braucht und weshalb man überhaupt da ist. Diese Leute konzentrieren sich zu stark auf sich selbst und entwickeln Psychosen, die dann wieder behandelt werden müssen usw. etc. das ist schon krass, was hier abläuft. Hier existieren so viele Beamte, dass über 50% die anderen 50% kontrollieren und das auch noch als Fortschritt empfinden. Das System ist absolut krank und das merkt man nun im extremen Fall eben an dem verschrobenen Wahrheitsempfinden. Natürlich zu einem sehr großen Teil durch die zusätzliche Propaganda der MSM hier geboostert, aber im Allgemeinen ist das auch schon so relativ klar zu erkennen. Ich meine fragen Sie mal irgendjemand nach historischen Ereignissen ausserhalb der EU. Da wissen viele eigentlich schon nicht mehr sehr viel (Charlemagne, franz. Revolution etc.). Dann gehen Sie einen Schritt weiter und Fragen nach der Historie der USA (Herkunft der USA, Sklavengesetze, der Krieg North-/ South), die Antworten werden Sie verwundern. Aber über die Historie von Russland weiss so gut wie keiner was hier und trotzdem trauen wir uns über Russland ein Urteil zu fällen. Wenn das nicht dekadent ist, dann weiss ich nicht, was! In den Schulen wird eh keine russische Geschichte gelehrt… warum eigentlich nicht? Haben wir Angst etwas herauszufinden über unsere Nachbarn, was uns nicht gefällt… oh, da war doch was. Hatten wir nicht schon immer eine freundschafliche Beziehung zu Russland. War nicht sogar eine russische Zarin dabei, die hier aus der Umgebung stammte. Irgendwas mit K, es fällt mir gerade nicht ein, aber ich weiß so gerade noch, dass eine ganze Stadt nach Ihr benannt worden war. Jekaterinburg!
        Man sollte insgesamt nicht so geschichtsvergessen sein. Dann hätte man auch weniger Probleme damit gehabt, Russlands Positionen hier und da zu verstehen. Zumindest etwas, oder man hätte den Krieg gleich von vornherein verhindert, indem man es mit den Infiltrationsmaßnahmen nicht so weit hätte kommen lassen sollen.
        Das kötzte mich alles an und noch viel mehr, wenn ich Kanzler von Deutschland währ! ;O)

        1. Ich gebe Ihnen in fast allem recht, wenn ich auch nicht ganz Ihren Optimismus teilen kann. Den Regimechange kann ich in naher Zukunft nicht als Lichtstreifen erkennen, dafür sind wir noch viel zu weit vom Talboden entfernt.

          Natürlich agiert unsere Regierung komplett gegen die eigene Bevölkerung, von Volk will ich gar nicht erst reden, ein solches existiert in Deutschland allenfalls noch in Sachsen oder in manchen bayrischen Randbezirken. Aber das ist ja kein rein deutsches Phänomen, weswegen die fehlende deutsche Souveränität zwar richtig ist, hierfür aber nicht der Grund sein kann. Die Franzosen marginalisieren sich ja gleichfalls und angeblich haben die den Krieg gewonnen. Auf der Insel war ich zwar seit einigen Jahren nicht mehr, aber auch dort kein Vergleich mehr zu meinen Erinnerungen aus der Jugend.
          Warum ist dem so? Würden normale Regierungen so verfahren?
          Nach meiner Erfahrung ist es in den USA nicht viel anders. Ich kenne Amerikaner die sich selber als besetzt erleben. Agiert die amerikanische Politik wirklich im Interesse Amerikas? Was hat der Farmer in Iowa davon, was der Handwerker in Florida?

          Ich bin weit davon entfernt antirussisch zu sein. Gerade unter Russen kenne ich so einige Menschen die ich wirklich mag. Ohnehin ecke ich fast immer nur bei meinen eigenen Landsleuten an, mein kurdischer Friseur und polnischer Sportkamerad pflichten mit bei, wenn ich den Verfall deutscher Identität und Kultur beklage und mir mit kleinem Einmaleins ausrechne, wann ich im eigenen Land zur Minderheit werde. Jeder normale Mensch weiß, daß im Kuchen zwar eine Prise Salz gehört, aber keine ganze Packung und daß sich offene Grenzen und Gießkannensozialsystem komplett ausschließen. Nur westliche Akademiker in Führungspsositionen wollen einem weismachen, daß nur so der Fortbestand Europas zu realisieren wäre.
          Und da wären wir schon beim großangelegten Demokratieabbauprojekt Europa. Der modernen Räterepublik die brav Lobbyinteressen befolgt. Einem kleinen Kind brauche ich nur einmal zu erklären, daß dies keine Republik ist, sondern daß eben durch die EU, wie auch durch die Macht von NGOs demokratische Rechte und Rechtsstaatlichkeit abgebaut werden.

          Ich bin bei weitem nicht antirussisch und immerhin so kritisch, daß ich mir damit so manches Mal selber geschadet habe. Nur glaube ich eben nicht, daß die Lösung so einfach ist, reiche westliche Oligarchen wollen die Weltherrschaft erobern. Es ist nicht so, daß ich dieser Klientel nicht alle Arten von schmutzigen Vorhaben zutrauen würde, alleine es paßt nicht so zusammen, dafür ist eben diese Klientel auch zu uneinheitlich. Und wie sollte dieser dystopische Gesellschaftsentwurf auf Dauer funktionieren?

          Sie sprechen unglaublich viel an, fast zu viel um in einem Kommentar zu antworten. Dekadenz frißt zuweilen ihre Kinder. Die Entwicklung hin zu Gender und allerlei Gaga kann geplant sein, man muß aber nicht gleich hinter jedem Baum eine Verschwörung wittern. Manchmal verselbstständigen sich auch gesellschaftliche Prozesse. Wenn nun Verbände und Unternehmen auf den Zug aufspringen, so kann dies auch einfach aus Opportunismus erfolgen.

          Wie auch immer, es gibt kein richtiges Leben im falschen. Ich mag Adorno zwar nicht, der Satz ist dennoch richtig. Ohne Werte, ohne innere Bindung, vor allem ohne den Kern Familie kann eine Gesellschaft auf Dauer nicht funktionieren. Den einzigen Kitt den es hier noch gibt, daß ist der Konsum. Und der dürfte bald von ganz alleine in sich zusammenfallen.

          Was mir nicht nur hier, sondern eigentlich in allen eher kritischen Foren auffällt, die Stammbesetzung ist überwiegend linksgepolt, wenn man sich natürlich gerne vom neulinks abgrenzt. Nach meiner Wahrnehmung, auch nach eigenen Erfahrungen sind es aber haargenau linke Positionen die in die Misere geführt haben. Man muß sich entscheiden, Freiheit oder lieber mehr Geborgenheit und Sicherheit. Beides geht nicht zusammen. Und ein wirklich freies Leben bedeutet in letzter Konsequenz, gerade so viel Staat wie nötig und so wenig wie möglich. Aber das ist ein komplett eigenes Kapitel.

          1. Schön, dass es mal jemanden gibt, der seine Ansicht auf mehr als 5 Zeilen beschränken kann. Nicht, dass ich das nicht auch tue, aber meistens reicht mir das nicht aus.

            Auch ich teile sehr viele Ansichten mit den Ihrigen.

            Dennoch möchte ich 2 Ansichten hervorheben, die ich komplett anders erlebe, als Sie es zu tun scheinen.

            1. Sie schreiben:“Ich kenne Amerikaner die sich selber als besetzt erleben. “ Die USA haben sich meines Erachtens in eine komplett andere Situation entwickelt, als ich diese noch erlebt habe. Ich habe in den 90-gern zeitweilig in den USA gelebt und kann bestätigen, dass die USA von damals und die USA von heute zwei komplett verschiedene Ansichten miteinander teilen.
            The point of no return war, oder kam durch den 11.09.2001 zustande. Die USA waren vorher als offenes Land bekannt. Das Land „unbegrenzter Möglichkeiten“. So haben sich viele Leute da gefühlt auch die schaffigen Ausländer und ich gebrauche das Wort „schaffig“ hier bewusst, denn faule Deutsche gibt es auch hier, faule Amis auch da und Ausländer sind da keine Ausnahme. Deshalb beschränke ich meine Aussagen auf diejenigen, die in diesem Leben was bewegen wollen. Da braucht man nicht ins Ausland gehen.
            Nach diesem unsäglichen Vorfall hat die USA sich eingekapselt und Busch jr. hatte noch an dem Tag eine Message ausgegeben. Er drohte damals schon, dass man die Verantwortlichen fassen und zur Rechenschaft ziehen werde. Das war zwar richtig in dieser Situation, aber selbst 10 Jahre später sah man, dass die USA immer noch sehr verbissen bemüht waren, diesen Geist zu jagen.
            Jagt man Geistern nach, wird man früher, oder später paranoid und genau diese Entwicklung kann man am Staatsapparat der USA erkennen. Konnte man damals sich frei in den amerikanischen Bases bewegen (ich hatte viele Freunde da), waren diese danach komplett hermetisch abgeriegelt. Es gab diese komischen Einreisbestimmungen mit Fingerabdrücken, Irisscan usw. Das hatte damals übrigens für viel Unmut bei anderen Ländern gesorgt, da man überall lange Wartezeiten hatte und das System selbst überlastet war. Aber: What ever serves the narrative, wurde es halt durchgezogen. Brasilien führte dann exklusiv für die USA auch so eine Behandlung ein und nach und nach wurde es Ihnen klar, dass Sie damit etwas überzogen hatten. Der Irisscan wurde dann irgendwann weggelassen.. Im Übrigen waren damit dann auch die Cockpit-Türen der Flugzeuge verbarrikadiert. Als Kind konnte ich mehr als einmal mit dem Captain für 2 Minuten „mitfliegen“. Das werden wohl exklusive Eindrücke bleiben und die Funktion der Türe ist inzwischen auch wieder etwas in Verruf geraten, siehe den Absturz über den Franz. Alpen i.d. Angelegenheit eines deutschen Piloten, der im „erweiterten Suizid“ mal eben alle Passagiere mit in seinen Selbstmord gerissen hat. Die Tür war nicht zu öffnen. Wer den Ton aus dem Off kennt, der muss mitgelitten haben. Bis zum bitteren Ende!
            Was will ich damit sagen. Damals war Amerika ein offenes, freimütiges und dadurch stark anmutendes Land. Natürlich gab es Probleme, Spannungen, Drogen usw. aber die Weltgemeinschaft wusste, wer so frei agiert, dem geht es im Kern gut.
            Nach diesem Anschlag wurde alles anders und Amerika begann aus Furcht zu agieren und Furcht ist kein guter Ratgeber! Die Weltgemeinschaft hat das zur Kenntnis genommen. Nehmen Sie sich einmal das Buch „Permanent Record“ vor. Ohne Hintergedanken lesen. Lassen Sie die Bio von Snowden komplett weg und was übrigbleibt muss eine Warheit sein, die man so nicht sehen will. Ich möchte nicht lesen, dass es sein Land, eine Bevölkerung, einen Staat oder was auch immer gibt, der es schafft ALLE Telefonate der WELT gleichzeitig zu überwachen und aufzuzeichnen. Das möchte ich nicht, vor allem nicht von sog. Freunden. Wurde und wird aber schon lange praktiziert. Deutschland spielt dabei eine ganz zentrale Rolle. Die USA übermitteln uns sog. Operatorennummern, die der BND dann zu ermitteln hat. Dahinter stecken dann POI´s. Personen, die Amerika näher begutachten möchte. Da Amerikas Verfassung das direkte Ausspionieren von Personen im eigenen Land nicht zulässt, haben Sie diese Arbeit uns überlassen, da Sie wissen ,dass wir mit solchen Daten sehr genau umgehen können. Die Deutschen sind halt „sehr genau“. Das hat sich bis heute gehalten. Selbst vor Politikern aus Deutschland haben sie nicht Halt gemacht und da war und ist für mich eine rote Linie erreicht. Dr. Merkel wurde auch angezapft und mehr als einmal. Was soll das?
            Hilary Clinton wurde zwar auch angezapft, dieses Telefonat wurde auf dem Weg nach Europa mitgeschnitten und zwar (wie sollte es anders sein) von den Russen. Dort gab Sie unter anderem zum Besten:“Fuck the EU“. Ich meine egal, was man privat und oder zwischen Freunden so bespricht, wenn man an diese Daten herankommt und man erkennen kann, was der jeweilige andere von einem hält, dann wird eine Vertrauensbasis schwierig. Spinnt man diese Einstellung aber weiter, dann kommt man irgendwann an den Punkt, dass die EU und gerade Deutschland entweder komplett vom Westen abhängig ist, oder nicht willens ist eigene Entscheidungen zu treffen. Beide Ergebnisse sind für die EU vernichtend, denn eine EU ohne eigenen Willen ist schlicht gefährlich und eine EU, die Abhängig ist, ist für mich schwierig zu ertragen. Ich meine den Grad der Abhängigkeit (Abhängig ist man immer von irgendwas oder jemandem) –> z.B. stört mich auch, dass zwar jahrzehntelang eine Abhängigkeit von russischem Gas und Öl akzeptiert wurde und wohl auch gewollt (s. NS-2), man dann aber eine Kehrtwende hinlegt, weil keine Eier in der Hose und weil einer der 195 gerade aktuellen Kriege vor der demokratischen Haustür geführt werden.
            Wenn man sich aber mit dem Maidan und mit den genauen Abläufen bis dahin (inklusive der Gasprinzessin Timoshenko und Ihrer nachgewiesenen Straftaten) auseinandersetzt, dann muss einem klar werden, dass Russland das Vorgehen der ukrainischen Regierung so nicht hätte im Raum stehen lassen können. Dafür hatten zu viele ausländische Regierungsorganisationen (es waren nicht nur die USA) dafür gesorgt, dass die Ukraine bis zum Maidan nicht mehr in den Händen der Ukraine war. Zu viele Abhänigkeiten… ähnlich wie Deutschland nur vor etlichen Jahrzehnten…
            Jetzt kann man sagen, ja ist doch egal.. lass Sie doch westlich werden mit allem was dazugehört. Das stört ja auch keinen. Aber die damit einhergehende Aufrüstung schon! Niemand will A-Bomben im Vorgarten haben, oder die indirekte Bedrohung bei Grenzfällen die Dobermänner der NATO zu beschwichtigen. Das will man dort nicht. Genausogut könnte man dann Kuba wieder mit A-Bomben bestücken wollen. Da gäbe es dann die Kubakrise II. Merken Sie, worauf ich hinaus will. Es gibt zweierlei Maß mit denen wir hier messen und genau diese Fehlleistung ist es, welche ich der EU und insbesondere Deutschland anlaste. Nicht unsere Demokratie, oder dass wir pro westlich eingestellt sind. Mich stört, dass wir gegen Russland eingestellt wurden. Gegen die Bevölkerung Sanktionen erlassen, die eigene Bevölkerung dadurch leiden lassen werden. Unsägliches Leid in die Drittweltstaaten tragen etc.
            In einem Satz stimme ich Ihnen mehr als zu 100% zu: „Wie auch immer, es gibt kein richtiges Leben im falschen. Ich mag Adorno zwar nicht, der Satz ist dennoch richtig. Ohne Werte, ohne innere Bindung, vor allem ohne den Kern Familie kann eine Gesellschaft auf Dauer nicht funktionieren. Den einzigen Kitt den es hier noch gibt, daß ist der Konsum. Und der dürfte bald von ganz alleine in sich zusammenfallen.“
            Das ist es, was mich hier ansonsten stört, neben dem Konsum gibt es sonst nicht viel mehr. Wenn Sie nach Südamerika schauen. Diesen Leuten (im Hinterland) geht es 100 Mal schlechter als uns, aber moralisch und in der Zufriedenheit und familiär gesehen, geht es jedem von denen 100 Mal besser als uns. Die sind mit dem Wenigen was Sie haben sehr zufrieden und teilen das Wenige sogar noch mit Ihrer immer sehr großen Familie. Warum ist das so? Es gibt dort kein „Versichertenausweis“. Dort ist die Versicherung die Familie und wenn man die im Stich lässt und oder man von Ihr im Stich gelassen wird, dann ist das schon sehr schlimm. Das ist zwar keine Motivation aber zumindest ist der Zusammenhalt dort ein anderer und man kann auch einen gesunden Stolz gegenüber Ihrer Art feststellen. Dort ist man immer zuerst und gerne Argentinier, Brasilianer, Venezuelaner o.ä.. Wenn du hier gerne Deutscher wärst, dann würde was nicht mit dir stimmen. 2006 habe ich das erste Mal erlebt, dass Leute mit der Deutschlandflagge rausgegangen sind, um die deutsch Nationalelf zu feiern. Das war für mich in den ersten Tagen ungewohnt, weil nie so deutlich erlebt.. Ja, das deutsche Sommermärchen. Wurde natürlich auch wieder durch den Kakao gezogen, da man dem Kaiser später ja nachweisen wollte, dass das Spiel für € 6 gekauft worden ist. Ein Schnäppchen im Vergleich zu den Sommerspielen in Dubai, oder den Schmiergeldzahlungen in China für den 3-Schluchtenstaudamm. Ja, ausserhalb der EU gehört Schmiergeld halt einfach dazu, nur unsere SUSA kennt dafür noch keine gute Zuordnung.
            Ach und die Deutschen sollten mal das Moralisieren lassen. Die Milliarden von Chinesen lassen sich nur deshalb so gut katalogisieren und mit einem sog. Benimmcode ausstatten, weil man dort eine Überwachungstechnik von SIMENS eingebaut hatte. Wurde wahrscheinlich nun schon verbessert und optimiert. Ob das noch Siemens ist, weiß ich nicht mehr, aber WIR haben´s möglich gemacht, niemand anders… also habe ich meinen Hass, wenn es darum geht in der UKRAINE so ein riesen Fass aufzumachen. Vor allem, wenn man im Vornherein schon klar hat wissen müssen, dass es so nicht funktioniert. Sanktionen haben noch nie wirklich funktioniert und wenn doch, dann triggern Sie zumindest einen tiefen Hass einer gesamten Bevölkerung zu Tage, den meine Kinder noch mithelfen werden müssen, ihn abzubauen.
            Glauben Sie wirklich, dass China ein einfacherer Gegner sein würde als Russland, mit dem wir zumindest historisch gesehen einige Gemeinsamkeiten haben? China ist in vielen Dingen sehr viel direkter und grausamer als Russland. Ich weiß das, weil ich auch da einige Jahre gearbeitet habe und die reden inzwischen auch nicht mehr so lange, sondern stellen Forderungen. Etwas, mit dem der Westen so gar nicht umgehen kann. Also bevor ich mir so viele Feinde in meinen Vorgarten hole, da überlegt man doch schon einmal, wie sinnvoll das wohl ist.
            Zum Schluss sei noch die Anmerkung erlaubt, dass hier nicht meistens linksgerichtete Personen posten. Auch rechts gerichtete Posts kann ich selten erkenne. Die meisten Posts kommen meines Erachtens direkt aus der Mitte der Gesellschaft. Einfach weil die Zensur denen auf die Eier geht! Die Politik führt die Menschen in Großen Stil vor und zieht diese am Nasenring durch die Manege und glaubt, Sie käme damit durch. Mein Großvater sagte schon damals: „Halte nie jemanden für blöder, als dich selbst!“ Sicherlich lassen sich damit viele Bürger „ruhigstellen“, aber das funktioniert treffenderweise (Sie haben es ja auch geschrieben) nur so lange, bis es eine gewisse Schmerzgrenze im eigenen Geldbeutel übersteigt. Das ist der ultimative WECKER! Dann fragen sich immer mehr Leute, haben wir was falsch gemacht. Aber unsere Politiker haben doch immer gesagt, dass…
            Dann macht sich eine Menge Wut und Hass breit. Davor habe ich persönlich Angst, denn dann bleibt hier kein Stein mehr auf dem anderen. Danach werden sich nur ehrliche Politiker wieder ins Amt trauen, denn was momentan abgeht ist nicht im Interesse von Deutschland, sondern wir agieren auf fremde Rechnung und ob die aufgeht ist mehr als fraglich.
            Leider ist es aber auch so, dass mir mein Wissen nicht sonderlich weiterhilft, denn ich bin hier quasi auf Grund meines wirtschaftlichen Daseins zu 80% gebunden und wenn das hier richtig losgeht, dann wird das nochmal problematisch. Da ist dann alles drinnen, von Zwangsenteignungen über Sozialsteuer bis hin zu irgendwelchen Schiedsgerichten für Politiker, die nicht schnell genug in die USA oder GB flüchten konnten. Ich glaube für den Fall würde ich einen ausgedehnten Urlaub vorziehen, schon wegen der Kinder. Die haben damit nun gar nichts zu tun.
            Ehrlich, ich könnte wirklich ewig so weiterschreiben, aber ich werde Ihnen wahrscheinlich auch in anderen Forenbeiträgen noch mal über den Weg laufen. Dann werde ich noch mal ein paar Zeilen loswerden wollen.

            1. @wodkaontherocks

              Endlich habe ich Sie wiedergefunden, wollte ja noch antworten. Ich glaube gar nicht, daß sich unsere Sichtweisen diesbezüglich so sehr unterscheiden. Naja, einen Unterschied gibt es vielleicht, ich würde wenn Spirituose, dann eher Bourbon oder Malt wählen. 🙂

              Es liegt ein Mißverständnis vor. Ich meinte nicht, daß sich die Amerikaner von Fremden besetzt fühlen, sondern von einer Elite oder Schicht, die Amerika in etwas verwandelt, was unamerikanisch ist. Und dies deckt sich ja auch mit Ihren Wahrnehmungen bezüglich Freiheit. Rußland dürfte diesbezüglich heute oftmals freier sein, auch ist Rußland marktwirtschaftlicher als z.B. die EU.

              Ich teile Ihre Abneigung gegen westliche Hybris und Doppelmoral, nur bin ich mir bis heute nicht sicher, warum es so extrem gekippt ist. Es mag an rein elitären Denkfabriken liegen, es könnten aber noch Nachwirkungen von Infiltration sein, die sich fortgepflanzt und weiter entwickelt hat, obwohl die Mutterschiffe nicht mehr existieren.

              Westen ist ja einerseits sicher auch das Gedankengut der Aufklärung, andererseits eine Himmelsrichtung. Von den USA aus gesehen liegen China und Rußland westlich. Es könnte sein, daß andere Länder die Ideen der Aufklärung weitertragen, während der alte Westen in ein neues Mittelalter versinkt, weil er sich in Dekadenz und ideologischem Sektentum selber erdrosselt.

              1. Takt um Takt mein Gedankengut.

                Das Problem an der Sache für mich ist, dass man in den verschiedenen Realitäten, die um einen herum gewoben werden nur schwer die Freiheit ausleben kann, wie das noch vor 3-4 Jahrzenten ging. Egal ob nun von wie z.B. in Amerika durch eine Oberschicht, welche ja klar sich von dem sog. Rest von den USA klar abhebt.. das wird schon im Kindergarten entschieden, oder durch ein zu dekadent gewordenes Europa, welches richtigerweise durch hungrigere Mäuler früher, oder später „umgebaut“ werden wird.
                Schauen Sie mal den 3-Monats Euribor an… und dann vergleichen Sie das mal mit den 10-Jahres Refi-Zinsen. Da bleibt mir die Spucke weg! Das kann nur ins Chaos führen und das MIT ANSAGE!
                Auf grunddessen verstehe ich hier viele Leute, die richtigerweise sagen, dass viele der jetzt existierenden Probleme hausgemacht sind. Man sucht nach Gründen und wird fündig:
                1. Ein klar orchestrierter Krieg in der Ukraine
                2. Eine klare Abhänigkeit der EU
                3. Keine, oder nur minimale Verteidigungsmöglichkeit der EU selbst (vielleicht Frankreich mal ausgenommen)

                und

                4. Eine unglaublich große Transferunion (das hat mich im Übrigen schon immer genervt –> damals ist man nach Italien gereist um billig Urlaub zu machen und die Italiener hats gefreut…) heute ist jeder im Euro gefangen und das Wort „Gefangen“ nenne ich hier im eigentlichen Sinn. Kein Land kann zurück, ohne danach zum Ramschland zu werden und das wissen die eigenlichen Strippenzieher auch sehr genau. Es ist im Grundegenommen ein System, was „selbstpendent“ ist. Die ausnutzenden Länder benötigen die ausgenutzen Länder und umgekehrt. Aber leider ist das System in sich selbst expansiv und es verzehrt sich selbst, da Gelder so schnell umverteilt werden, dass neue Mitglieder in „no-time“ schon faktisch zu neuen Schuldnern des Systems werden. Am Anfang war das ja gewollt mit der 3 % Hürde hatte man versucht die Nettoneuverschuldung auf ein erträgliches Maß´zu minimieren, aber dann ging viel schief auf das Wann und Warum würde ich in diesem Sinn auf Herrn Prof. Dr. Werner Sinn verweisen, ohne hier nun zuviel auf Details einzugehen.

                Ich suche im Wahrsten Sinn des Wortes Möglichkeiten mich mit dieser „Wirtschaftspandemie“ so auseinanderzusetzen, damit wenn der „Big Bang“ kommt und der wird kommen, ich mich in irgend ein „Save Haven“ zurückziehen kann. Ich würde gerne auf 2 Hochzeiten tanzen und auch in Russland investieren, aber das ist momentan einfach nicht möglich und selbst wenn, dann müsste das so geschehen, dass es wieder offizialisiert werden könnte. Stellen Sie sich mal vor ich würde da hingehen und ein paar Wohnungen kaufen.. da wäre der Teufel los! Erst einmal der Geldtransit in ein dem Westen „unfreudlich“ gesinntes Land, dann die Investition selbst. Da kommt man doch ganz schnell hier in Erklärungsnöte. Da kann ich auch gleich mit einem Z auf der Stirn aufs Finanzamt gehen. Die kenne ich sehr gut, da gibt es nur schwierige Personen, um es mal lieb auszudrücken.
                Ich war einmal bei einer Konferenz bei der Oberfinanzdirektion irgendwo in Deutschland eingeladen (das war noch zu gemässigten Zeiten). Dort waren unter anderem solche Glasscheiben mit roten und schwarten Zahlen drauf zu sehen und in einem guten Moment fragte ich einfach munter darauf los, was diese Zahlen zu bedeuten hätten und der Obermufti erzählte mir daraufhin sehr deutlich, dass die roten Zahlen „Sollzahlen“ und die schwarzen Zahlen Geld bedeuten würde, welches schon „eingetrieben“ worden wäre. Würde ein Prüferteam nicht auf die vorgegebenen roten Zahlen binnen einer vorgegebenen Zeit kommen, würden Sie ausgetauscht werden (zwangsversetzt, oder in den „aktiven Dienst“ alteriert heisst es im Beamtensprech). Das gab mir dann doch auch wieder gehörig zu denken, denn diese Zahlen sind natürlich am Vorjahr orientiert und der Grund spielt in den wenigsten Fällen eine Rolle, man sucht eben so lange, bis man hat, was man braucht.
                Das gibt es nun natürlich auch in Russland, oder auch in den USA, das kann niemand wirklich bestreiten. Aber diese Antagonie die Blockstaaten zusätzlich wieder aufzubauen hilft nun wirklich niemand. Schwarz/Weiß; Oben unten, hell/dunkel, Ost/West. Das darf doch nicht wahr sein, dass so viele Länder wieder damit hadern…
                Zusätzlich dazu haben viele Firmen dort Milionenbeträge einfach „abschreiben“ müssen. Das war defacto schon eine Teilenteignung, von den dortigen Arbeitsplätzen ganz zu schweigen. Das mit einem Krieg zu begründen halte ich für grundsätzlich falsch.

                Ihre Aussage:“Es könnte sein, daß andere Länder die Ideen der Aufklärung weitertragen, während der alte Westen in ein neues Mittelalter versinkt, weil er sich in Dekadenz und ideologischem Sektentum selber erdrosselt.“
                ist besonders richtig, da diese Ideologien ja faktisch in jedem Land existieren, Sie aber in den meisten Fällen auf zu wenig „Nährboden“ treffen, da zu verstreut, zu wenig Kapital, keine Führung etc. … habe ich keine Führung gesagt? Genau! Führung ist in jedem hybriden Krieg trotzdem wichtig, da ohne Orientierung der Masse die Entscheidungskraft, Richtung oder Beides fehlt und genau da hat die USA leider in der Ukraine kräftig nachgeholfen. Das hat bestimmt als zahrte Idee von wenigen einzelnen vom Staat enttäuschen Einzelpersonen angefangen, sich dann in die Politik verirrt und wurde dann von dort aus von den Entscheidungsträgern „ernährt“, die in dem Land eine bestimmte Haltung kreieren wollten. Das dauert, aber bekanntermaßen haben einige Gesellschaften ewig Zeit und noch mehr Geld zur Verfügung. Vielleicht denken Sie auch, Sie hätten sowas, wie einen „Masterplan“. Auf jeden Fall hat hier eine geschickte Verkettung von genau geplanten Ereignissen zu dem jetzigen Chaos geführt und ich bin mir sicher, diese Companies hatten auch Plan B und C mit anderen Ländern gehabt, falls die Ukraine sich hätte nicht anleiten lassen.
                Im Endeffekt wird es darauf hinauslaufen müssen, dass die etwas gebildeteren Leute in Deutschland sich früh entscheiden werden müssen, Ihr Kapital zu kanalisieren, um im Fall der Fälle nicht im Morast der Selbstjustiz zu versinken, falls hier mal der Wind von rechts bläst. So ein Werteverfall kann manchmal relativ schnell gehen und hier ist im Volk eine Menge Wut angestaut, nur schaffen es die Propagandisten immer noch die „Lüge vom tollen Leben “ zu erzählen und solange noch genug Leute daran glauben wird auch nichts schieflaufen. Aber ich bin mir fast sicher, dass es irgendeinen Flächenbrand geben wird. Wenn nicht in Detuschland, dann eben in einem anderen weniger „toleranten“ Land und diese Entwicklung dann aufzuhalten, das wird die Jahrhundertaufgabe der EU selbst werden. Dann schlägt die Stunde der Wahrheit, überlebt die EU, dann gestärkter den je und hoffentlich selbstständig. Wenn nicht, wird die EU zerfallen und die einzelnen Länder versinken, wie Sie schon richtigerweise propagiert haben, in der Bedeutungslosigkeit mit all seinen Folgen.
                Wow, tolle neue Zukunft! Nur vergessen sollten diese Länder dann nicht, wem Sie alle hinterhergelaufen sind und bettelnd alle Sanktionen mitgetragen haben. Werden Sie nicht! Die Unterwürfigkeit wird in Hass umschlagen, da bin ich mir auch sicher. Dann heisst es wieder:“Ach, wie konnte uns das nur passieren? Wie konnten wir nur so doof sein, uns für diese Sache instrumentalisieren zu lassen..“, da gibt es für mich Analogien zur Volksbefragung hinsichtlich der „Mittäterschaft“ eines ganzen Volkes durch Untätigkeit! Niemand wollte bemerkt haben, was da ablief… Konzentrationslager? Eine Lüge… Vernichtung von Kultur.. War da was? Entartete Kunst? Weg damit… bis hin zum entmenschlichten Vernichten von sogenanntem Leben, welches nach Ansicht der Nazis nicht lebenswert war. Ich erkenne heute schon Tendenzen, die alles Russische per se verteufeln. Ich sage nur, wo kein Verstand mehr ist, da hilft auch der beste Wille nicht mehr.
                Ganz ehrlich, das ist und war nie mein Krieg. Es sind eine Menge Fehler auf beiden Seiten dort gemacht worden und wenn man sich bei 2 Streithähne einmischt, hat man immer die A-Karte gezogen, egal wie es ausgeht. Auch egal, ob man das jetzt im Sinne der Ukraine vs. Russland sieht, oder ganz im Sinne der USA vs. Russland. Das wusste die Frau Dr. Merkel und aus diesem Grund hat Sie dort bewusst sich herausgehalten, da Sie ahnte was für ein Pulverfass das werden würde. Die Minsker Verträge wurden ja auch nie wirklich umgesetzt. Wenn man etwas finden will, dann das!

                1. @wodkaontherocks

                  EIn freundliches Hallo,
                  persönlich glaube ich nicht, daß der Wandel von der EG zur EU so unschuldig war. Ich will nicht behaupten, daß man damals bereits für heute geplant hat, aber ich glaube die Entsouveränisierung und damit Entdemokratisierung war eingeplant, gleich wer der Initiator war. Und der Euro diente von Beginn an der Enteignung. Das ist so ein Umverteilungsinstrument. Zuerst sicher auch in die Transferempfängerländer, sei ihnen gegönnt, langfristig wie immer von unten nach oben.

                  Was die Minsker Verträge angeht, weiß man nicht, ob die Zeit um in der Ukraine zu stänkern damals noch nicht reif war. Mal ehrlich, wer weiß was bei Gipfeln so besprochen wird, vielleicht erleben wir gerade die Umsetzung von vermeintlich wohlmeinenden Plänen.

                  Nach meiner Erfahrung sind nur wenige Durchschnittsbürger für Krieg. Egal bei welchem Unsinn die Leute mitmachen, bei Krieg hört der Spaß auf. Und die Behauptung die Mehrheit der Deutschen würden hinter Waffenlieferungen stehen halte ich für komplett gelogen und spiegelt sich in meinen Alltagserfahrungen einfach nicht wieder. Und denen traue ich mehr als Presseberichten. Sicher sind viele Deutsche den Lügen über Rußland oder Putin aufgesessen, die Medien gebene sich ja auch alle Mühe mit der Beschallung, nicht nur mit Presseberichten oder Nachrichten, sondern auch durch Framing in Unterhaltungsangeboten,man beachte auch mal Hollywoodstreifen der letzten Jahre, wie Red Sparrow, Atomic Blonde oder Jack Ryan: Shadow Recruit.

                  Die Doppelzüngler verraten sich doch bereits durch die Sprache. Bei den Russen sind es Olgigarchen, aber was sind dann Leute wie Bill Gates oder Jeff Bezos?

                  Was die Vergangenheit angeht, ich halte es immer für schwierig über Menschen aus vergangenen Zeiten zu urteilen. Wir konnten von den Menschen lernen, von vergangenen Fehlern, haben angeblich ein höheres Bildungsniveau und defintiv mehr Möglichekeiten zu informieren. Und machen unsere Generationen es besser?
                  Was ist der derzeitige Umbau denn anderes? Die Themen mögen abweichen, aber sind Grüne nicht auch eine Gruppe die ihre Ideologie anderen aufzwingen wollen, ohen Kompromisse und als angebliche Pazifisten erstaunlich kriegsgeil?
                  Warum wählt man wohl das Angstthema Klima, warum puscht man die Kriegsbefürworter?

                  „Das deutsche Volk hat in seiner überwiegenden Mehrheit die an den Juden begangenen Verbrechen verabscheut und hat sich an ihnen nicht beteiligt.“
                  Das ist aus einer Rede von Konrad Adenauer von 1953. Am Text haben damals führende jüdische Representanten mitgewirkt. Ich vertraue eher Zeitzeugen die näher dran waren.

                  Was ich jetzt sage klingt sicher hart. Aber wer im vergangenen Jahr gemütlich am sozialen Leben teilnahm, während draußen Spaziergänger angefeindet wurden, der würde sich auch im Bus vorne hin setzen, wenn ander Menschen aus werlchen Gründen hinten sitzen müssen.

                  Als Corona losging und die Leute sich sofort einschüchtern ließen, da war das allererste was mein alter Vater sagte „so hat es damals auch angefangen“.
                  Angeblich sind solche Vergleiche ja verpönt, aber mir wurde wörtlich von Bekannten gesagt, „Ungeimpfte seien Asozial“ und indirekt auch „wir impfen uns doch frei“. Ich habe aber auch ohnehin die bittere Erfahrung machen müssen, daß vom Zeitgeist abweichende Ansichten und Standpunkte einsam machen und Beziehungen kosten die 40 Jahre alt sind.

                  Ich kann jeden verstehen der geht, wohin auch immer. Kinder würde ich in Deutschland eh nicht aufziehen, hier nimmt man denen jede Chance auf eine an Werten orientierte Erziehung, man kann ja kaum entegensteuern, was Lehrer, Erzieher oder Medien den Kindern antun. Fliehen kann ich nicht, ich habe hier Pflichten, nehmen würde mich eh niemand, dafür bin ich zu arm. Ich bin aber eigentlich nicht bereit mich verteiben zu lassen. Wenn ich hier irgendwann weichen muß, dann muß jemand seine Hände beflecken. Vermutlich werde ich innerlich immigrieren müssen, aber dann ist dem eben so.

        2. Da fällt mir ein:
          Als ich gerade frisch mein schriftliches Abitur gemacht hatte, war ich eine Woche mit meinen italienischen Freunden Skifahren. Diese sind alle etwa 2-3 Jahre älter als ich und hatten demnach ihr Abi längst hinter sich.
          In einigen Gesprächen haben die was von deutscher Literatur erzählt, über Bismarck wussten die mehr als ich, manche von denen hatten Hölderlin, Uhland und Goethe gelesen und wussten auch über Luther alles Wichtige.
          Da wurde mir schlagartig bewusst dass ich nix über Garibaldi wusste, wenig bis nichts über italienische klassische Literatur geschweige denn Lyrik oder italienische Kunst oder Kultur.
          Wenn ich sehe, was mein Vater (Jahrgang 1933) für eine Allgemeinbildung hat, was ich für eine habe und meine Kinder, dann fällt es nicht sonderlich schwer zu begreifen, dass wir uns kontinuierlich nach unten bewegen.
          Wir werden alle immer dümmer!

          1. @oTTo

            Ich vermute Sie sind jünger als ich. Ich kann Sie aber beruhigen, das war in den 80ern schon so, roten Lehrplänen sei dank. Abitur für alle, heißt übersetzt Abitur für keinen. Ist wie mit einem Studium ohne Durchfallquote. Was jeder studieren kann ist es nicht wert studiert zu werden.

            Zwar habe ich Abitur, als Erster meiner Familie, aber im Nachhinein hatte meine Schulzeit bestenfalls einen Sozialisationseffekt. Meine Allgemeinbildung habe ich mir selber erarbeitet, selbst englisch habe ich erst nach der Schule richtig gelernt. Irgendwann Anfang 30 habe ich auch angefangen naturwissenschaftliche Defizite selber auszugleichen.

            Eine Ausnahme gab es in meiner Schulzeit, ich hatte einen verdammt guten Geschichtslehrer, dem es auch wichtig war, daß wir selbstständig und kritisch denken. Zum Beispiel haben wir uns mit der Kubakrise in voller Länge beschäftigt und wußten, daß die Geschichte bereits vor dem Bau von Rampen auf Kuba begann.

            Im Kern glaube ich aber auch, daß zumindest Teile der Bevölkerung regelrecht verdummen. Ist aber auch kein Wunder, der größte Teil des Denkvermögens findet sich bei den meisten Menschen mittlerweile in der Hosentasche und wird in Asien hergestellt.

        3. Nach Kaiserin Katharina II. benannte Städte:

          1. Jekaterinodar (jetzt Krasnodar)
          2. Jekaterinoslaw (jetzt Dnepropetrowsk)
          3. Ekaterinenstadt (jetzt Marx des Gebiets Saratow)
          4. Ekaterinofeld (heute Bolnisi in Georgien)
          5. Ekaterinodon (jetzt Krasnodon, Gebiet Lugansk)
          6. Jekaterinowka, Region Krasnodar.

    6. @jsm36:
      DOCH!
      Sie haben’s allerdings wohl nicht begriffen.
      Und es spielt auch keine Rolle. Denn das war mal wieder ein 3D-Schach-Zug von Putin: die Einnahmen aus Gasverkäufen können nicht mehr gestohlen werden („eingefroren“), der Rubel erfährt eine beachtliche Aufwertung und gleichzeitig können die unfreundlichen Länder das Gefühl haben, dass sich eigentlich nichts für sie geändert hat.

      Einfach genial!

    1. Schön und gut Herr Stegner,

      Zitate aus rt:

      Ab dem morgigen Mittwoch wird die Ukraine den Gastransit in Richtung EU von der Verteilerstation Sochranowka aus nicht mehr bedienen. Allerdings könne sie ihre Lieferverpflichtungen gegenüber den EU-Ländern in vollem Umfang erfüllen. Dazu würden Kapazitäten innerhalb der Ukraine umgeleitet, so der Gastransportbetreiber des Landes.

      „Gazprom erfüllt alle seine Verpflichtungen gegenüber den europäischen Verbrauchern, liefert Gas für den Transit in Übereinstimmung mit dem Vertrag und der Betreibervereinbarung, und die Transitleistungen wurden vollständig bezahlt. Es ist technisch nicht möglich, Mengen an die Station Sudscha auf der Grundlage des russischen Flussschemas zu übertragen. Die Aufteilung der Mengen ist in der Kooperationsvereinbarung vom 30. Dezember 2019 klar festgelegt, und die ukrainische Seite ist sich dessen sehr wohl bewusst.“

      Verkürzte Aussagen um Herrn Röper anzugehen.

      1. „Verkürzte Aussagen um Herrn Röper anzugehen.“ Sie wollen Herrn Röper „angehen“?! Warum denn um alles in der Welt? Was hat er Ihenen denn getan?

        Zu Ihrer inhaltlichen Argumentation mittels rt: Da mag ich auch mit rt antworten:

        „Der russische Staatskonzern Gazprom hat das Auftragsvolumen für den Transit durch die Ukraine am Mittwoch [also heute am, 11.05.2022] auf 72 Millionen Kubikmeter Gas beziffert. Dies bedeutet einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu 95,8 Millionen Kubikmetern am Vortag.

        Laut Sergei Kuprijanow, dem Pressesprecher des Unternehmens, war Gazprom zuvor vom ukrainischen Netzbetreiber OGTSU unter Berufung auf „höhere Gewalt“ über die Einstellung des Transits durch die Gasmessstation Sochranowka und die Verdichterstation Nowopskow, die zurzeit unter der Kontrolle russischer Streitkräfte stehen, benachrichtigt worden. …“

  9. Wow jetzt kommt wieder so ein Kommentar, welcher keine Hintergründe analysiert hat, sondern die Deutsche Haltung von ungefähr 80 Prozent Extremdeppen wiedergibt. 80% im Enddarm der Mächtigen. Ja dieser Artikel ist „gelogen….“. Kriechen Sie so rasch wie möglich in diesen Enddarm zurück und verbreiten Sie die Deutsche Wahrheit.

  10. Bisher werden die Sanktionen „nur“ ausgeübt indem man russische Guthaben einfriert und russische Banken vom Swift ausschließt. Eine weitere Stufe wäre, wenn man die Firmen sanktioniert die mit Russland Handel treiben. Auf diese Weise hat der amerikanische Senat ja die Fertigstellung von Northstream 2 verhindern wollen. Das wäre dann auch der „sicherere“ Weg Energieimporte aus Russland verhindern zu wollen.
    Es gibt auf dieser Ebene also noch reichlich viel Eskalationspotenzial. Auf europäischer Ebene ist es gerade sehr spannend, zu beobachten, wie viele Staaten bereit sind für die Interessen der USA Harakiri zu begehen.
    Letztendlich bewirkten die Sanktionen aber wohl „nur“ einen Preisanstieg welcher weltweit für Hunger und Armut sogen wird. Und ich fürchte fast, genau das ist auch so geplant.

    1. Ja, das ist genauso geplant.

      So doof, zu glauben, die Sanktionen würden dazu führen, dass Russland die Munition für den Militäreinsatz in der Ukraine ausgeht, kann niemand sein.

      Doch, ich muss mich korrigieren. Spiegel- und Bildzeitungsleser sind vielleicht wirklich so doof, aber die haben sich die Sanktionen ja auch nicht ausgedacht. Und an den Stellen, wo geplant wird, sitzen leider ganz und gar keine Idioten, sondern Leute, die uns weit überlegen sind, auch wenn wir uns noch so Mühe geben, den Plan zu durchblicken.

      Die vergangenen zwei Jahre mit den Lockdowns waren doch auch schon ganz offensichtlich ein Schreddern der Weltwirtschaft. Dazu noch das Klimagedöns, das vor allem in den westlichen Industrienationen propagiert wird, und die verheerende Massenmigration.

      Das kann keine andere Gründe haben als Zerstörung vor allem der westlichen Industriestandorte. Und die Sanktionen, die sich angeblich gegen Russland richten, passen perfekt in das Bild.

      Und jetzt noch diese merkwürdige Aktion in Shanghai, durch die weltweite Lieferketten gestört werden. Das ist ein vorsätzliches Zerstörungswerk der Weltwirtschaft und da kommt einem schon der Begriff „Great Reset“ in den Kopf.

  11. Hier wird generell, etwas zu viel gefeiert. Klar der Rubel steht aktuell gut da, allerdings auch unter Hausarrest. Das ist keine dauerhafte Lösung.

    Und ich glaube auch das all diese Sanktionen nicht sonderlich viel bringen, der langfristige Mangel an günstiger Energie wird sogar bei einem vollen Erfolg der Sanktionen noch kräftig einschlagen.

    Russland wird das überleben, das ist sicher, unter großen Schmerzen, selbstverständlich. Die Baerbock (bezeichnender weise ohne ä) hat allerdings kein Konzept, die ist nur schnell dabei.

    1. Genau! DAS IST KEINE DAUERHAFTE LÖSUNG!

      Wenn ich in Richtung Herbst schaue, möchten aber Lösungen gefunden werden. Denn wenn nicht, dann findet das ein, oder andere EU-Volk die Lösungen selbst. Das weiss die Lolitik auch.. ;O) deshalb redet der Kinderbuchautor auch immer so verquäkt, wenn er mal wieder eine „Ente“ raushauen muss, als ob er eine Kröte verschluckt habe.
      Das Problem ist, die wissen das alles, die oberen Politiker, aber keiner traut sich sein schwer verdientes Diätenleben zu verkürzen, um mal den wirklichen Ernst der Lage widerzugeben. Über eine ehrliche Haut würde ich mich mal wirklich freuen die Tage. Ist aber keine in Sicht.
      Na denn, werden wir wohl weiter den Parolen der MSM von Göbbels und Co. weiterlauschen und Heil schreien, bis der Arzt kommt, oder der kalte Winter, der uns aus dem Alptraum erwachen lässt.

      Dieses Blatt müsste später wohl auch einer Schule gewidmet werden. Ich nenne jetzt keine Namen um ein gewisses Narrativ nicht zu bedienen, aber hier werden wohl viele auf den Namen auch selbst kommen. Denn auch in der schlimmen, damaligen Zeit gab es einen Widerstand, der für offen ausgesprochene Wahrheiten gekämpft hat.

  12. Verstehe die Überschrift nicht…
    Im artikel wird darauf hingewiesen, dass D seine Rechnungen in EURO an die GazpromBank überweist und diese dann in Rubel umrechnet…
    ? Für mich ergibt sich nicht der von Hr. Röper getroffene Schluss, dass D nun seine Rechnungen in Rubel bezahlt.

    1. Thomas Röper hat mit seiner Schlussfolgerung schon recht. Ich versuche noch mal, es zu erklären.

      „Im artikel wird darauf hingewiesen, dass D seine Rechnungen in EURO an die GazpromBank überweist und diese dann in Rubel umrechnet…“

      Jein. Die Gazprom-Bank ist nichts weiter als eine Bank, einfach mal vergessen, dass die Gazprom-Bank heißt, das irritiert nämlich. Die könnte auch ganz anders heißen, dann wär’s klarer. Der Importeur eröffnet bei dieser Bank zwei Konten – eines in Euro und eines in Rubel. Ganz normal, wie man eben Konten bei einer beliebigen Bank eröffnet.

      Dann überweist er Euros auf SEIN (!) Konto bei dieser Bank. Das ist keine Zahlung, das ist nur ein Verschieben seines eigenen Geldes von einem Konto auf ein anderes, Firmen haben ja oft Konten bei mehreren Banken. Dann beauftragt er die Bank, SEIN Geld von Euro in Rubel umzutauschen. Das macht die Bank und schreibt den Betrag dem Rubelkonto des Importeurs gut. Jetzt ist es immer noch sein Geld und die Rechnung ist immer noch nicht bezahlt.

      Jetzt erst kommt die eigentliche Überweisung vom Rubelkonto des Importeurs auf das Rubelkonto der Firma Gazprom, die auch ein Konto bei der Gazprom-Bank hat. Und damit ist die Rechnung in Rubel bezahlt, wie es Putin verlangt hat.

      Von Deutschland aus sieht das aber so aus, als ob in Euro bezahlt würde, weil ja tatsächlich Euros auf eine russische Bank fließen. Es ist ein bisschen tricky.

    2. Um es ganz einfach zu machen: Deutschland überweist das Geld auf Konten die sich AUSSCHLESSLICH unter der Kontrolle Russland befinden. Wie dabei rumgetrickst wird um den Schein zu wahren ist dabei im Prinzip egal.

  13. In den 2 Jahren Corona hat sich das Vermögen der 10 Reichsten auf 1,3 Billionen verdoppelt.
    ♫♪♫ Gold und Silber lieb ich sehr kann’s auch gut gebrauchen trala-lala-trala ♫♪♫

  14. Sehe ich nicht als „einknicken“.

    Zahlung, also Sollbuchung, erfolgt seitens des Zahlungsplichtigen ja tatsächlich weiter in EURO, bei der Gazprombank kommen EURO im Haben an, die tauscht „im Auftrag des Kunden“ über die Moskauer Börse zum aktuellen Tageskurs in Rubel, ziehen ggf. noch 1-2% Umtausch-Courtage ab, und buchen nun die Rubel zugunsten Gazprom. So what?

    Wären die hiesigen Politiker nicht vom Affen gebissen, hätte man clevererweise einen Preisnachlass wegen des Ukrainekonfliktes aushandeln können (so wie Indien beim Öl) und bis St. Nimmerlein gemütlich und preiswert relativ „sauberes“ Erdgas aus Russland beziehen können.

    Moralingetränkt und ideologisch verblendet katapultiert die HAmpelregierung ein Land lieber in die vorindustrielle Zeit und verarmt große Teile der hiesigen Bevölkerung.

    Ich wette auch, dass BRDzulande „Industrie First“ gilt (wegen „Arbeitsplätze“), und Privathaushalte im Winter mit 18°C auskommen sollen…zum dreifachen Preis.

    1. „Zahlung, also Sollbuchung, erfolgt seitens des Zahlungsplichtigen ja tatsächlich weiter in EURO, bei der Gazprombank kommen EURO im Haben an, die tauscht „im Auftrag des Kunden“ über die Moskauer Börse zum aktuellen Tageskurs in Rubel, ziehen ggf. noch 1-2% Umtausch-Courtage ab, und buchen nun die Rubel zugunsten Gazprom. So what?“

      Genau, das ist der springende Punkt, der Teil mit den Rubeln betrifft nur den Punkt „Kommt auch wirklich in Russland an“. Der Rest ist Propaganda, hüben wie drüben.

      Man kann defacto nur in Fremdwährungen bezahlen wenn dieser Kurs auch den Preis bestimmt, der Preis in der eigenen Währung auch entsprechend schwankt. Dies ist nicht der Fall, also ist diese Darstellung (Rubelzahlung), rundweg, an jedem Ende und in jeder Ecke, schlicht Käse, an dem sich Politiker und Pressefritzen abarbeiten können um Stimmung/Meinung zu machen.

      Wahrscheinlich ist dies sogar Betriebswirtschaft 1. Lehrjahr. Aber unsere „Eliten“ haben offensichtlich Zeit jeden Käse grundfalsch zu dekomponieren.

  15. „Das ist allerdings gründlich misslungen, denn nachdem der Rubel zunächst abgestürzt ist, hat er sich danach schnell wieder erholt und ist nun sogar mehr wert, als vor dem Beginn der Intervention in der Ukraine und den daraufhin verhängten Sanktionen.“

    Oh Mann… Motto: Ich sehe noch keine Probleme, also gibt es auch keine.
    Ja, der Rubel steht noch da wie eine Eins, massiv aufgekrückt, getaped und geschient, sieht aber noch ganz gut aus. 😉

Schreibe einen Kommentar