Wirtschaftskrieg

Trotz NATO-Mitgliedschaft: Die Türkei schließt sich den Russland-Sanktionen nicht an

Der türkische Präsident Erdogan hat erklärt, dass die Türkei sich den anti-russischen Sanktionen nicht anschließen wird.

Die USA machen massiven Druck auf alle Länder der Welt, sich den anti-russischen Maßnahmen und Sanktionen anzuschließen. Bisher ist der Erfolg eher bescheiden, denn bisher haben sich weniger als 50 Länder angeschlossen. Nicht einmal alle Vasallen der USA haben sich dem Druck gebeugt. Die arabischen Länder oder auch Israel zum Beispiel verweigern die Verhängung von Sanktionen gegen Russland.

Besonders bemerkenswert ist, dass sich mit der Türkei sogar ein NATO-Mitgliedsstaat dem US-Druck widersetzt und keine Sanktionen gegen Russland verhängt. Die USA versuchen bei der Türkei nämlich, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, indem sie der Türkei vorschlagen, die von Russland gelieferten hochmodernen Flugabwehr-Systeme vom Typ S-400 an die Ukraine zu liefern, und im Gegenzug die wegen des Kaufs der S-400 verhängten US-Sanktionen gegen die Türkei aufzuheben. Dem hat Präsident Erdogan nun eine deutliche Absage erteilt, wie die russische Nachrichtenagentur TASS berichtet. Ich habe die Meldung der TASS übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Erdogan erklärt, die Türkei werde sich den Sanktionen gegen Russland nicht anschließen

Behauptungen, die Türkei könnte der Ukraine im Gegenzug für die Aufhebung der Sanktionen, die darauf abzielen, Ankara zu treffen und ihm Probleme zu bereiten, S-400 liefern, seien falsch, so der türkische Präsident.

Die türkische Regierung könne sich den Sanktionen gegen Russland nicht anschließen, da sie nicht zulassen könne, dass ihre Bürger ohne russisches Gas frieren. Das erklärte der türkische Staatspräsident Recep Erdogan türkischen Journalisten an Bord seines Flugzeugs bei seiner Rückkehr vom NATO-Gipfel.

„Was die Sanktionen betrifft, so bewerten wir bestimmte Linien der UN, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir unsere Beziehungen zu Russland nicht aufgeben können. Sie wissen, ich habe das schon vor langer Zeit erklärt, wenn man nur Erdgas betrachtet, beziehen wir heute etwa die Hälfte des von uns verbrauchten Erdgases aus Russland. Außerdem bauen wir heute gemeinsam mit Russland unser Kernkraftwerk Akkuyu. Wir können das alles nicht beiseite schieben. Als ich das [dem französischen Präsidenten Emmanuel] Macron sage, antwortet er: „Sie haben Recht.“ Daher lässt es sich nicht ändern, wir müssen in dieser Frage sensibel bleiben. Erstens kann ich meine Leute im Winter nicht frieren lassen und zweitens kann ich unsere Industrie nicht komplett umstellen“, zitierte ihn die Zeitung Hurriyet am Freitag.

Erdogan zufolge muss die Regierung der Republik „ihre Bürger schützen.“ „Wir haben ein Land mit 85 Millionen Einwohnern. Wir erfüllen alle möglichen Verpflichtungen, die wir übernommen haben. Darüber hinaus haben wir 56 Lastwagen mit humanitärer Hilfe für die ukrainische Bevölkerung geschickt. Wir versorgen sie mit Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten. Die Lieferungen werden steigen“, fügte er hinzu.

Ankara hat wiederholt erklärt, dass die Türkei nicht beabsichtigt, sich den Sanktionen gegen Russland anzuschließen, um die eigene Wirtschaft nicht zu schädigen und einen offenen Dialogkanal mit Russland zu erhalten.

Anschuldigungen wie die Behauptung, die Türkei könnte der Ukraine im Gegenzug für die Aufhebung der Sanktionen S-400 liefern, zielen darauf ab, Ankara zu treffen und ihm Probleme zu bereiten.

„Erstens sind wir heute an demselben Punkt, wie wir bereits früher gesagt haben, dass die Sache der S-400 für uns abgeschlossen ist. Sie sind unser Eigentum, um unsere Sicherheit zu gewährleisten. Der andere Punkt ist, dass unser Leiter für öffentliche Angelegenheiten in der Präsidialverwaltung [Fahrettin Altun] bereits mit aller Deutlichkeit auf den Artikel [der amerikanischen Zeitung] Wall Street Journal geantwortet hat. Das reicht ihnen, mehr brauchen sie nicht. Denn ihre ganze Aufgabe ist es, Chaos zu stiften. Sie sind daran interessiert, „wie wir die Türkei noch treffen und ihr Probleme bereiten können“. Wir mischen uns sofort in diese Prozesse ein, und sie können keine Ergebnisse erzielen“, zitierte Hurriyet Erdogan.

Zuvor hatte Altun die Idee, dass die Türkei die von Russland erworbenen S-400 Boden-Luft-Raketensysteme an die Ukraine ausliefert, als unrealistisch bezeichnet.

Das Pentagon hat bereits bestätigt, dass die USA mit Ankara über die Lieferung von S-400-Systemen nach Kiew im Gegenzug für die Rückkehr in das US-Programm für die Produktion des F-35-Kampfjets der fünften Generation und die Aufhebung der Sanktionen gegen Ankara verhandeln.

Ende der Übersetzung


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

25 Antworten

  1. Stimmt es, daß die Dardanellen Durchfahrt für Rußland gesperrt wurde?
    Was die S400 angeht, gilt sicherlich das Verbot einer Weitergabe (ohne über andere diskrete Möglichkeiten zu spekulieren).

    1. Davon hab ich nix gelesen… – was interessant ist, daß die Türkei die Durchfahrt von Kriegsschiffen blockiert – wer aber seinen Heimathafen im Schwarzen Meer hat darf passieren… – wohl deshalb hatte Russland noch schnell vor dieser Maßnahme einige Schiffe ins Mittelmeer geschickt.

      Sonst wäre das Schwarze Meer jetzt wohl voll von nato-Böötchen…

    2. Da gibt es ein internationales Abkommen (ich glaube von 1936) und die Türkei hat, trotz allem Druck der USA, bereits öffentlich erklärt, dieses Abkommen peinlichst genau einhalten zu wollen.

    1. So wenig Sympathie ich für eingebildete korrupte Sultane vom Typ Erdogans habe, so muss ich ihm doch meine Achtung für die Fürsorge zollen, die er für seine Bevölkerung zeigt, und die ihn davon abhält, den US-Gangstern nach Vasallenart in den Hintern zu kriechen, und dadurch ein Land zu brüskieren, an dessen Wohlwollen ihm etwas liegt.

      Unsere Deutsche Regierung hingegen scheint es für alternativlos zu halten, Deutschland und die Deutsche Bevölkerung wirtschaftlich und gesellschaftlich nachhaltig und irreparabel zu ruinieren, um den USA zu gefallen.

      Die einzige „Entschuldigung“ für die Deutsche Regierung, die mir einfällt, ist schlicht und einfach die US-Militärpräsenz in DE und das immer noch gültige Besatzungsrecht, auf das sich die „West-Alliierten“ weiterhin berufen können. Ich nehme nicht an, dass wir unseren „Freunden“ das „Gastrecht“ in unserem Land entziehen könnten, ohne militärische Konsequenzen befürchten zu müssen.

      Ich vermute sogar, dass sich die US-Besatzung in nächster Zeit noch verstärken wird!

    2. Der größte Feind der Ukraine ist und waren die deutschen Regime.

      Machtkampf mit Tradition
      ———————

      Außenministerin Baerbock besucht Kiew zum 30. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Deutsch-ukrainische Kooperation ist seit über 100 Jahren Teil des Machtkampfs gegen Moskau.
      Außenministerin Annalena Baerbock trifft heute am 30. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine in Kiew ein. Anlass der Verhandlungen, die Baerbock dort mit ihrem Amtskollegen Dmytro Kuleba und Präsident Wolodymyr Selenskyj führen wird, ist der aktuelle Machtkampf des Westens gegen Russland und seine Folgen für die Ukraine. Der Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen verweist auf die lange Geschichte der Kontakte zwischen Berlin und Kiew – und auf die Funktion, die diese Kontakte im alten Machtkampf zwischen Deutschland und Russland haben. Bereits im Ersten Weltkrieg zielten deutsche Strategen auf die Abspaltung der Ukraine, um „Russland nieder[zu]werfen“. In der Zwischenkriegszeit knüpfte Berlin enge Beziehungen zum nationalistischen ukrainischen Exil, um es ab 1939 in seinen Vernichtungskrieg gegen Polen und die Sowjetunion einzuspannen. Nach 1945 hatte Bonn erneut die Zerschlagung der Sowjetunion mit Hilfe der Abspaltung der Ukraine im Visier.

      Die heutige Kooperation mit Kiew steht in der Tradition eines mehr als hundertjährigen Machtkampfs gegen Moskau.

      „Russland niederwerfen“
      Der Machtkampf zwischen Deutschland und Russland um die Ukraine tobte bereits im Ersten Weltkrieg.

      Eins der zentralen Ziele im Osten, das Berliner Strategen damals verfolgten, war die Abspaltung der Ukraine vom Russischen Reich. Einer der führenden Anhänger dieses Vorhabens im Auswärtigen Amt, Paul Rohrbach, warb für den Plan gewöhnlich, indem er, so berichtete es einer seiner Mitarbeiter, „das Bild einer Orange“ verwendete: „Wie diese Frucht aus einzelnen leicht voneinander lösbaren Teilen besteht, so das russische Reich aus seinen verschiedenen Gebietsteilen“, darunter die Ukraine.

      „Man brauche diese nur voneinander abzulösen und ihnen eine gewisse Autonomie zu geben“, wurde Rohrbach zitiert, „so werde es ein leichtes sein, dem russischen Großreiche ein Ende zu bereiten“.

      [1] Zum Hintergrund äußerte sich Rohrbach exemplarisch in einer Buchpublikation aus dem Jahr 1916.

      „Alles große Leben in Rußland muss versiegen, wenn ein Feind die Ukraina packt“, hieß es darin: „Wenn einer Russland niederwerfen will“, müsse er in die Ukraine „marschieren“. Falls zum richtigen Zeitpunkt „dort, wo bei uns die Entscheidungen getroffen werden, jemand so viel Kenntnis von den Dingen und soviel Entschlossenheit hat, dass er die ukrainische Bewegung richtig loszubinden weiß – dann,

      ja dann könnte Russland zertrümmert werden.“ Rohrbach schloss: „Wer Kiew hat, kann Russland zwingen!“[2]……..

      Hier weiter
      http://www.hart-brasilientexte.de/2022/01/18/baerbock-am-18-1-in-moskau-die-us-marionette-und-das-betroffenheitsgesuelze/

      Vorsicht vor den Fotos der Greueltaten der brutalen NeoNazi-Banderisten

  2. Valeriy Pyakin (Sendung vom 14.3.22): „Die Türkei ist bereits dem Krieg gegen Russland beigetreten und nimmt aktiv daran teil. Die von der Türkei gelieferten Drohnen „Bayraktar“ werden in der Ukraine von türkischen Spezialisten gesteuert. Und „Bayraktar“ ist nicht irgendein ohne Piloten fliegendes Zeug. „Bayraktar“-Drohnen werden in einem Betrieb hergestellt, der dem Präsidenten Erdogan persönlich gehört. Sein Schwager leitet das Unternehmen. Daher vermarktet Erdogan so aktiv die „Bayraktar“-Drohnen überall – das ist ja sein persönliches Geschäft, sein Unternehmen, sein Gewinn. Wenn Erdogan tatsächlich keinen Krieg gegen Russland führen wollte, dann würde er keine „Bayraktar“-Drohnen in die Ukraine liefern, um der Kiewer Bande zu helfen. Erdogan will gegen Russland kämpfen, er kann sich nicht davon abhalten, er ist ganz scharf darauf. Er droht immer wieder damit, den Vertrag von Montreaux (Das Meerengen-Abkommen von 1936, wonach die Türkei selbständig entscheiden darf, ob die Dardanellen und der Bosporus für freien Schif sverkehr zur Verfügung stehen oder nicht) in Bezug auf die Meerengen geltend zu machen, und so weiter.“
    Quelle: https://fktdeutsch.wordpress.com/2022/03/24/die-militarische-spezialoperation/
    Ob es stimmt, weiß ich nicht.

    1. Nun, jenes mit den türkischen Drohnen und der Herstellerfirma „Bayraktar“ , welches der Schwager von Erdoğan leitet, ist auch hier in der Türkei bekannt und ist auch Thema in den türkischen Medien.
      Das aber türkische Spezialisten die Drohnen in der Türkei steuern, halte ich aber für unwahrscheinlich.

      Denn eines sollte jeden bewußt sein, besonders nach eigenen Aussagen von Praesident Erdoğan:
      die Türkei ist massiv von russischen Gaslieferungen abhaengig, über 50% des Gas für İndustrie und
      Haushalte werden über die „Turkstream-Pipeline“ aus Russland geliefert.

      Ohne diese Gaslieferungen geht in der Türkei quasi „das Licht aus“, insbesondere da wir hier einen relativ strengen Winter hatten und der zweite Hauptlieferant für Gas, der İran, aus denselben Grund (starker Winter) und technischen Schwierigkeiten schon nicht genug Gas liefern konnte.
      Dazu sollte man noch wissen, daß der Großteil der Haushalte mit Gas heizen und auch kochen.

      So mußten vor ein paar Wochen, waehrend der Lieferschwierigkeiten des İrans, schon einige große türkische Unternehmen für mehrere Tage ihren Gasverbrauch auf „0“ senken, d.h sie wurden aufgrund eines Erlaß des Praesidenten quasi zu einer Zwangspause gezwungen.

      Erdoğan, dessen „Beleibtheitswerte“ sowieso nicht zum Besten stehen, İnflation von über 50% und galloppierende Preissteigerungen auf allen Gebieten, würde eine Sanktionspolitik gegen Russland und ein „Verzicht“ auf das russische Gas schon aufgrund fehlender Alternativen quasi politisch“das Genick brechen“.
      Desweiteren ist die türkische Wirtschaft auch auf anderen Gebieten, nicht nur beim Bau des neuen AKWs in der Türkei, sehr eng mit der russischen verbunden, insbesondere in der Tourismusbranche.

      Um es deutlich zu sagen: Erdoğan, welcher in Gegensatz zu westlichen Politiker ein „Realpolitiker“ ist und dementsprechend auch agiert, wird sich hüten, sein eigenes politische Schicksal gerade in
      den Haenden der USA zu legen..

      1. Turgut Özal war ein geschickter Staatsmann, aber damals war die Türkei noch schwach. Erdoğan ist ein Staatsmann von Format. Selbst wenn er wegen Unbeliebtheit abgewählt wird – so was kann in einer Demokratie passieren – sein Platz in den Geschichtsbüchern ist ihm sicher. Große Staatsmänner sind nicht immer nur erfreulich, das ist bekannt. Aus Özals Türkei – Dampflokomotiven, Pferdeschlitten, Kohleheizungen – ist ein Industrieland und eine eurasische Macht der Ersten Liga geworden. Bis hin zu den Aufforstungen – überall neue Wälder aus Aleppokiefern, wo früher nur kahle Berge waren – Erdoğan hat große Verdienste.

        Da ich mich nun „Magufuli“ nenne, möchte ich auch auf die neue türkische Eisenbahn in Tansania hinweisen – Spitze! Grüße an Sie und an die Türkei, dieses wundervolle und hoch geachtete Land.

    1. Sie mögen keine Türken, Russen, Chinesen, und als die Mehrheit unserer amerikanischen Freunde Trump gewählt hatte, mochten Sie die auch nicht – letzteres unterstelle ich, können Sie ja richtigstellen, wenn es falsch ist. Oder die N. in Afrika, 96% ungeimpft, „Coronaleugner“?

      Ausländerhaß und Rassismus sind nicht nur unschön. Wir Deutschen sind nur 1% der Weltbevölkerung. Wir können uns nicht anmaßen, den Ausländern – 99% – zu diktieren, was für sie gut sei. Diese Art von Völkerhaß und Rassismus ist für uns direkt schädlich.

      1. @ John Magufuli

        “ Wir Deutschen sind nur 1% der Weltbevölkerung. Wir können uns nicht anmaßen, den Ausländern – 99% – zu diktieren, was für sie gut sei. Diese Art von Völkerhaß und Rassismus ist für uns direkt schädlich.“

        In vielen Ländern der Erde gibt es Gebräuche, die sind nachweislich nicht gut für die Menschen.
        Benachteiligungen, Entrechtungen, Ausbeutungen, bis hinzu sehr unschönen Praktiken, die ich hier nicht weiter nennen möchte.
        Damit schaden sich die Menschen dort selbst.
        Und spätestens, wenn sie sich auf den Weg nach Europa machen, um lebensfreundlichere Regionen aufzusuchen, sollten die Europäer erkennen können, dass die Situation in diesen Ländern auch sie betrifft.

        Allerdings ist es absolut abzulehnen, bezüglich dieser Angelegenheiten die fortschrittlicheren Entwicklungen der Europäer in den jeweiligen Ländern vorzuschreiben oder gar mit Gewalt durchzusetzten.
        Ansonsten sind gerechte und zuverlässigen Handelsbeziehungen und ein respektvoller Umgang das Mittel der Wahl.

        1. Viele Fremdarbeiter sind tatsächlich sozusagen freiwillig ins Reich gekommen, weil sie es dort als Billiglöhner immer noch besser hatten als in ihrer von der Wehrmacht zerstörten Heimat. Bei der „Logik“ sind wir heute auch wieder. Meist kommen sie aus Ländern, die vorher „westliche Werte“, „Demokratie & Menschenrechte“ verpaßt bekommen haben. IS, PKK, al Qaida oder Nazis: Seit dem €-Maidan sind Millionen von Ukrainern in die EU gekommen. Was hier ein sehr mieser Lohn ist, ist verglichen mit dem Elend in ihrer von der EU verwüsteten Heimat immer noch besser.

          Nazis, die daraus eine Gnade der „Willkommenskultur“ machen und es zu moralischem Mehrwert erklären, sind eine sehr verkommene Sorte von Menschen.

          1. Weitgehende Sicherheit auf den Straßen, bei Bedarf eine Unterkunft und den notwendigen Lebensbedarf, sowie eine grundsätzliche medizinische Versorgung, die Möglichkeit zur Schul- und Ausbildung, ohne das dafür bezahlt werden muss, und für viele Menschen ein Auskommen
            das sind die Gründe, warum die Menschen herkommen und warum sie geblieben und warum sie bleiben.
            Dazu gehört auch die Verfassung, die die Abschaffung der Todestrafe und sämtlicher Leibstrafen bedeutet, auch kein Auspeitschen nach einer Vergewaltigung, keine Beschneidungen von Mädchen, die Frauen den Männern gleichstellt und eine weitgehend stringente und einheitliche Rechtsprechung, die allen Staatsbürgern die gleichen Rechte einräumt und diesen sogar im Notfall Gerichtskosten bezahlt.
            Und das sind ohne Wenn und Aber Werte und zwar grundlegende.
            Dafür kommen die Menschen her und wollen auch bleiben.
            Damit das gelingt, arbeiten in Deutschland sehr viele Menschen sehr hart, mehr als ihnen guttut, Männer wie Frauen, um die Gemeinschaftskasse zu füllen.
            Und die Gemeinschaftskasse füllen nur diejenigen, die mehr einzahlen, als sie entnehmen.
            Deswegen sind die Billiglöhne eine Dummheit, die den Menschen noch viele Schwierigkeiten machen werden.

            Das Thema ‚Willkommenskultur‘ ist ein anderes, weder den Ankömmlingen noch den bereits hier Wohnenden ist es bis heute bewusst, was ‚eine andere Kultur‘ wirklich bedeutet.
            Aber die Unterschiede lassen sich von der Politik prima benutzen und die Menschen gegeneinander aufhetzen und so vermutet jeder beim anderen ‚den bösen Willen‘.

        2. Auch wenn es ein liebgewonnener, der Ausbeutung dienender Mythos ist, die Deutschen haben nicht an allem Schuld.

          Wie bereits geschrieben
          „In vielen Ländern der Erde gibt es Gebräuche, die sind nachweislich nicht gut für die Menschen.
          Benachteiligungen, Entrechtungen, Ausbeutungen, bis hinzu sehr unschönen Praktiken, die ich hier nicht weiter nennen möchte.“

          All das dient dem Machterhalt der jeweiligen Machthaber und es wird Zeit für die Menschen, sich dieser Wahrheit zu stellen
          und einfach nicht mehr selbst mitzumachen.
          Es geht nicht darum gegen Länder oder Gruppen oder Menschen zu sein,
          es geht einzig und allein darum das eigene destruktive Verhalten zu erkennen und zu ändern.

    2. Und Deutschland betreibt keine Politik, sondern Duckmäusertum, denen fehlt eines gewaltig..Charakter(Bald ist Füße küssen angesagt..nicht wahr Herr Habeck?)!
      Dennoch, der Ami ist für uns immerhin gut genug, dass er von den Deutschen immer unterstellt werden kann, dieses Duckmäusertum anwenden zu müssen.!!!!

      Schuld haben immer die anderen!

  3. Putin Jünger? Was ist das? Natürlich muss Putin mit Chimna enger zusammenarbeiten wenn er dazu auch noch gezwungen wird. China hält seine Verträge ein und wird darüber nachdenken müssen wo es seine Zenntralbankreserven lagern will. Die russische Zentralbank ist das größte Problem für Putin, was er wohl nicht erkennt. Denn sie belibt im System und somit in der Abhängigkeit. Ein umlaufgesteuerter Vollgeld Rubel würde im Westen einschlagen wie eine Kinjal.

    1. …das ist eine Mischung aus Naivität und dem feuchten Traum des eigenen Wunsch-Weltbildes, in diesem Fall.
      China ist selbstverständlich an der Kooperation mit der RF interessiert,
      es benötigt Rohstoffe und freut sich über das Gegengewicht gegenüber den USA.
      Einen Wunsch nach Augenhöhe hegt China nicht und auch wird es nichts unterehmen, dass ihm die wichtigen Märkte verleidet. Und das sind nun einmal die Staaten des Westens.
      Aus diesem Grunde wird China lavieren und die von vielen hier gern herbeigesehnte Achse gegen den Westen bestenfalls dekorativ stützen.
      Russland wird in dieser süßen Klemme das, was es bereits ist:
      Ein rohstoffliefernder Scheinriese.
      Dass es nicht mehr ist, das ist das Werk seiner desolaten Führung.

      Ich bin übrigens kein Freund der USA mit ihrer aggressiv-hegemonialen Doktrin. Das hält mich andererseits nicht davon ab,
      das Putin-System als verbrecherisch, rückwärtsgewand und orwellsch zu bezeichnen.
      Ich sehe auf diesem Planeten kein größeres staatliches System, das mir nicht Übelkeit verursachte und bin leidlich froh, in der kleinen alten EU-Welt zu hausen ..

      1. Mit Rußland hat China eine Symbiose – die Interessen passen perfekt zusammen. Wichtigster Markt für die VR China ist Südostasien. Der Westen ist ein ehemals wichtiger Markt -stagnierend bis abnehmend, faule Kunden, die „Sanktionen“ erklären, um anderer Leute Gelder einzubehalten, und so weiter.

        Ein beträchtlicher Teil der Euroregionen der EU ist auf dem Niveau von Botswana oder Äquatorialguinea, oder weit hinter denen zurück. Berechnung: Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, GDP/PPP. Der Unterschied: Afrika hat die Länder mit dem höchsten Wirtschaftswachstum der Welt. Der Nachholbedarf ist enorm. Das Geschäft Chinas mit Afrika steigt eponentiell. Und Lateinamerika. Und so weiter.

        Zelenskijs ewiges Verdienst wird es bleiben, über „Ukraine-Sanktionen“ Indien und Pakistan von „Erbfeinden“ zu Bruderländern gemacht zu haben und Indien und China einander so nahe gebracht zu haben wie nie zuvor.

  4. Waren die S400 nicht inklusive russischem Bedienpersonal? Sind die überhaupt zu Friendly-Fire möglich? Tja mir Erdogan ist der nächste US Vasall umgefallen. Auf „Fuck the EU“ wird so langsam „Fuck the USA“ und das ist gut. Peace

  5. Die Türkei sitzt da bissl zwischen den Stühlen und kann daran erst mal nichts ändern. Hauptgrund hierfür ist natürlich die NATO-Mitgliedschaft. Ohne dieser Geisel könnte und würde sie sich m.E. deutlich flexibler ausrichten. Mit Vorsicht geniessen muß man Erdoğan sicher.

    mal was Lustiges:
    von RT…
    Erdoğan widersprach Sorgen über eine mögliche Knappheit von Lebensmitteln:

    „Wir ergreifen alle möglichen Maßnahmen für die Ernährungssicherheit. Während des heiligen Monats Ramadan wird es keine Probleme beim Zugang zu Lebensmitteln geben.“

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