Lebensmittelkrise

Ukraine und Litauen verhindern Abtransport von ukrainischem Getreide auf dem Seeweg

Während der Westen Russland beschuldigt, den Export ukrainischen Getreides zu blockieren, sprechen Erklärungen aus der Ukraine und Litauen eine andere Sprache. Nur berichten deutsche Medien darüber nicht.

Die Vorwürfe des Westens, Russland verhindere den Export ukrainischen Getreides und setze Hunger als Waffe ein, sind allgemein bekannt. Die wahren Gründe dafür, dass ukrainisches Getreide nicht auf dem Seeweg abtransportiert werden kann, liegen jedoch woanders. Hinzu kommt, dass die 20 Millionen Tonnen Getreide, die angeblich in der Ukraine lagern, ohnehin nur wenige Prozent des weltweiten Getreides ausmachen und daher keinen spürbaren Einfluss auf die weltweite Lebensmittelversorgung hätten.

Der Standpunkt Russlands

Russland beschuldigt hingegen die Ukraine und den Westen, an den Problemen mit dem Abtransport ukrainischen Getreides auf dem Seeweg schuld zu sein. Die Ukraine hat ihre Schwarzmeerhäfen vermint, weshalb dort kein Schiff ein- oder auslaufen kann. Daher sitzen viele internationale Schiffe dort seit Monaten fest.

Der russische Präsident Putin hat sich in einem Interview gerade erst ausführlich zu der Problematik geäußert und garantiert, dass die russische Marine kein ziviles Schiff im Schwarzen Meer behindern würde, sondern im Gegenteil deren sichere Durchfahrt durch das Schwarze Meer garantiert, wenn die Ukraine ihre Häfen endlich wieder freimacht. Dass das kein leeres russisches Versprechen ist, kann man daran sehen, dass Russland noch kein Handelsschiff im Schwarzen Meer behindert hat. Wäre es anders, hätten sich die westlichen Medien sofort mit Meldungen darüber überschlagen.

Putin hat aber noch zwei andere Möglichkeiten ins Spiel gebracht, um ukrainisches Getreide auf dem Seeweg zu exportieren. Er hat erstens angeboten, den Export über den von Russland kontrollierten Hafen Mariupol zu ermöglichen, der inzwischen von Minen befreit ist und den Betrieb wieder aufgenommen hat. Dazu ist die Ukraine aber nicht bereit.

Die andere Möglichkeit wäre es, das Getreide über Weißrussland nach Litauen zu transportieren, wo es ebenfalls direkt auf Schiffe verladen werden kann. Das ist jedoch derzeit aufgrund der europäischen Sanktionen gegen Weißrussland unmöglich. Diese Möglichkeit des Exports ukrainischen Getreides verhindern die westlichen Sanktionen.

All das ist objektiv wahr, wird im Westen aber verheimlicht oder als russische Propaganda bezeichnet. Daher verheimlichen westliche Medien ihren Lesern auch die aktuellen Meldungen, denn sie belegen einmal mehr, dass es der Westen und die Ukraine sind, die den Export des ukrainischen Getreides verhindern.

Der Weg über Litauen

Putin hat in seinem Interview den Weg mit der Bahn über Weißrussland in litauische Häfen ins Spiel gebracht und der weißrussische Präsident Lukaschenko hat sofort erklärt, dass er sich nicht gegen Transporte ukrainischen Getreides durch sein nach Litauen stellt. Dazu hat sich der litauische Präsident Gitanas Nausėda umgehend wie folgt geäußert:

„Die EU hat Sanktionen gegen Weißrussland in Bezug auf Düngemittel verhängt. Litauen hat sich ihnen angeschlossen. Was sollen wir also jetzt tun, ein Auge zudrücken und sagen, dass Lukaschenko plötzlich ein akzeptablerer Führer geworden ist und etwas Gutes getan hat, das uns zur Aufhebung der Sanktionen veranlassen sollte?“

Wir können also festhalten, dass es die EU ist, die diesen Weg des Exportes ukrainischen Getreides mit ihren Sanktionen verhindert und dass es der EU offensichtlich wichtiger ist, Lukaschenko zu stürzen, als die drohende weltweite Hungersnot zu mildern.

Die ukrainischen Häfen

Die Ukraine hat ihre Schwarzmeerhäfen vermint, was den Export auf diesen Weg derzeit unmöglich macht. Putin hat garantiert, dass Russland die Räumung der Minenfelder nicht militärisch ausnutzen und auch keine Handelsschiffe mit Getreide behindern werde. Die Ukraine ist jedoch nicht bereit, die Minen zu räumen. Das bekräftigte der ukrainische UNO-Botschafter nun erneut:

„In einem ersten Schritt sollte Russland seine Seestreitkräfte aus den ukrainischen Hoheitsgewässern abziehen und Garantien geben, dass es keine Angriffe auf Häfen und Handelsschiffe geben wird“

Das Problem ist, dass es erstens keine russischen Kriegsschiffe in den ukrainischen Gewässern vor diesen Häfen gibt, die Gefahr von Angriffen auf diese Schiffe wäre viel zu groß, wenn sie so dicht an der ukrainischen Küste wären. Und die Garantie, dass Russland die Räumung der Minen nicht für Angriffe auf ukrainische Häfen nutzen würde, hat Russland bereits mehrmals gegeben. Trotzdem weigert sich die Ukraine, die Minenfelder zu räumen und den Getreideexport über das Schwarze Meer zu ermöglichen.

Aber da die westlichen Medien ihren Leser all das verheimlichen, können sie weiterhin behaupten, Russland verhindere den Gestreideexport aus der Ukraine…


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

32 Antworten

  1. Es gibt gar keine „ukraine“ – WEM soll da also was garantiert werden…?!?

    Russland kann tun, was es will – wird immer die „Schuld“ zugeschoben bekommen…

    Das mit den verhinderten „Exporten“ gehört doch zum dreckigen Spiel dieser Mafia…

    Russland war viel zu lange viel zu weich – es wird Zeit, klarere und härtere Schritte zu gehen – genau nach dem Motto…: „Es reicht!“

    Denn nur eine harte Sprache versteht der wertlose westen, alles Andere wird schamlos ausgenutzt…

    1. @Vlad…: damit liegen Sie uf der Linie von Paul Craig Roberts.
      „Eine gefährliche Situation ist dadurch entstanden, dass der Kreml rote Linien erklärt hat, die er nicht durchsetzt. Die verzögerten und begrenzten russischen Reaktionen auf die Provokationen Washingtons sind der Grund für den derzeitigen Konflikt, und die verzögerten und begrenzten Reaktionen sind der Grund dafür, dass der derzeitige Konflikt wahrscheinlich außer Kontrolle gerät.“

      Bin selbst aber froh, dass Russland so vorgeht, als bisher geschehen! So dauert es vielleicht länger, bis alles ausser Kontrolle gerät. Man ist doch über jeden gewonnenen Tag froh!

    2. @Vlad Tepes

      „Es gibt gar keine „ukraine““

      Es gibt auch kein Getreide, das Brot was ich heute morgen aß war nur eine Illusion.
      Aber zum Glück gibt es auch keinen Krieg, sondern nur eine Spezialoperation.
      Nur Nazis in der nicht existierenden Ukraine, die gibt es. Auch Biowaffenlabore, mehr als Bäckereien, gibt ja kein Brot, aber Viren.
      Zum Glück gibt es keine Nazis im Kreml, man stelle sich vor, da säße ein verhinderter Imperialist, der sich für die Inkarnation von Stalin hält. Wäre dem so, Rußland würde nachher noch Kriegsgründe erfinden um endlich nach Westen marschieren zu können, weil im Osten ansonsten tote Hose ist.

      Aber ich bin mir sicher, sollte sich irgendwann herausstellen, daß das russische Narrativ so nicht stimmen kann, dann liegt die Verantwortung bei der CIA oder irgendeiner zionistischen Weltverschwörung. An Rußland kann es nicht liegen, an Putin auch nicht, beide sind absolut sakrosankt.

      1. Kein „russisches Narrativ“ – es ist ein Fakt, daß diese „ukraine ein künstliches Konstrukt ist – welches nicht einmal seine Grenzen gesetzeskonform deklariert hat… – und eine „ukraine“ hat es bis zu dieser unsinnigen Aktion der Sowietunion NIE gegeben – alles legal nachprüfbar… 😝😎

        1. @Vlad Tepes

          Jeder Staat ist ein künstliches Konstrukt, was war denn Ihre geliebte Sowjetunion?
          Staat an sich ist schon eine Gedankenkonstruktion. In beiden Amerikas, Australien und fast ganz Afrika sind alle Staaten durch europäische Einflüße entstanden, wenn auch manchmal aus der Ablösung heraus. Auch die Schweiz gründet als Nation auf einer Willensentscheidung, ebenso die Slowakei und Tschechien durch Spaltung. Gibt außer Zwergstaaten wie Bhutan auch keine Nationen mit einer durchgehend homogenen Bevölkerung.

          Es ist völlig gleichgültig wie ein Staat entstanden ist, wichtig ist seine Existenz. Und faktisch hat diese Ukraine drei Jahrzehnte lang existiert. Und sollte diese bald nicht mehr existieren, zumindest nicht als souveräner Staat, dann nicht durch eine Willensentscheidung der in der Ukraine lebenden Menschen, sondern durch äußere Einflüße. Und ab dem Moment wo sich Rußland ukrainische Gebiete einverleibt war das ein Ausdehnungskrieg, dann hat sich dieses Notwehrgequatsche erledigt, dann ist Rußland das erste europäische Land seit dem ersten Weltkrieg das sein Gebiet durch kriegerische Mittel erweitert.

          1. Unterstelle mir bitte nicht deine eigene Dummheit – wenn du überhaupt NICHTS von meinem Denken oder Ansichten weist – und bleibe bitte bei der realen Geschichte – deine Interpretationen und Unterstellungen hier bringen gar nix… – ansonsten gehab dich…

              1. Tja – du noch viel zu lernen hast – Vlad Tepes ist eine geschichtliche Persönlichkeit – ein Nationalheld… – und dein Dracula nur ’ne Romanfigur…. – ergo lies noch mal meinen obigen Kommentar zur Unterlassung von diversen trolligen Praktiken – und küss dir deinen Allerwertesten selber – aber von innen….. 😝😝😎

          2. 1. „… dann ist Rußland das erste europäische Land seit dem ersten Weltkrieg das sein Gebiet durch kriegerische Mittel erweitert.“
            Vor dem 1. WK gehörte das Gebiet aber auch schon zu Russland. Da ist also nichts mit Gebietserweiterung seit anno 1914.
            2. Du springst ständig in deiner eigenen Definition was ein Staat ist und dann willst du aber plötzlich Russland wegen Ausdehnung verhaften. Man sollte sich wenigstens mal für einen Gedankengang auf eine Definition festlegen damit es dann in sich schlüssig ist.

            1. @Mircutux

              Das Gebiet der heutigen Ukraine gehörte schon zu allen möglichen Reichen.
              Vor dem ersten Weltkrieg regierte in Rußland aber auch noch der Zar. Nach der Logik gehört aber auch Königsberg zu Deutschland. Es geht ums hier und heute. Heute ist die Ukraine ein souveräner Staat, korrupt aber souverän.
              Weder springe ich, bin ja kein Springbock, ich will auch niemanden verhaften, bin nämlich kein Polizist. Nur habe ich mitbekommen, daß die Sowjetunion zerfallen ist und manche Randgebiete die Gunst der Stunde genutzt haben.
              Wenn Sie aber auch mal die Beiträge im Kontext lesen, könnten Sie feststellen, worauf sich kein zugegeben ironischer Kommentar bezog.

      2. Ich hoffe mal nicht, dass Helmut Schmidt ein „russisches Narrativ“ bediente oder gar russische Propaganda verbreitete!
        Die Befürchtung ist da eher, dass wenigstens er NICHT im Geschichtsunterricht Kreide holen war! 😏

        „Auch nach der Annexion der Krim im März 2014 sagte der Altkanzler noch:
        „Ich traue Putin nicht zu, dass er Krieg will.“ In der „Bild“-Zeitung griff Schmidt im Mai 2014 zugleich den Westen scharf an: „Die Politik des Westens basiert auf einem großen Irrtum: dass es ein Volk der Ukrainer gäbe, eine nationale Identität.“

        „Krim ein Geschenk von Chruschtschow“
        „In Wahrheit“, so dozierte Schmidt, „gibt es die Krim, die Ost- und die West-Ukraine. Die Krim, einst Land der Tataren, kam erst in den 50er-Jahren durch ein ‚Geschenk‘ des russischen Staatschefs Chruschtschow zur Ukraine. Die West-Ukraine besteht größtenteils aus ehemaligen polnischen Gebieten, allesamt römisch-katholisch. Und die Ost-Ukraine, überwiegend russisch-orthodox, liegt auf dem Gebiet der Kiewer Rus, dem einstigen Kerngebiet Russlands.“

        Auch Putin bezeichnet die Ukraine als „historisches russisches Gebiet“, zuletzt in seiner TV-Ansprache direkt vor dem Einmarsch. Das Land sei „ein integraler Bestandteil der eigenen Geschichte“. Die Ukraine habe keine Tradition der Eigenstaatlichkeit. Der Kollaps der Sowjetunion 1991 habe Russland in eine schwierige Lage gebracht. Im Anschluss daran sei es ein Fehler gewesen, die Ukraine und weitere Sowjetrepubliken in die Unabhängigkeit zu entlassen.“

        „Produkt sowjetischer Nationalitätenpolitik“
        Wie bewertet die Wissenschaft den geschichtlichen Hintergrund und die Frage, ob die Ukraine eine Nation sei? Es werde nicht begriffen, so der führende Osteuropa-Historiker Jörg Baberowski 2016 in einem Interview, dass die Ukraine kein Nationalstaat in dem Sinne sei, wie man ihn sich in Westeuropa vorstelle. „Die Vorstellung ist: Das war eine Nation, die in der Sowjetunion in einen Völkerkerker gesteckt wurde und 1991 wiedererwachte. (…).
        Aber die Ukraine ist ein Produkt sowjetischer Nationalitätenpolitik. Als die Ukraine 1991 unabhängig wurde, wurde sie das nicht, weil eine große Nationalbewegung das wollte, sondern weil die Kommunisten das verabredet hatten. Danach musste eine nicht existente Nation mit Sinn und Inhalt gefüllt werden. Die Menschen haben auf ganz unterschiedliche Weise gesehen, was die Ukraine sein soll.“
        https://www.helmut-schmidt.de/aktuelles/detail/putin-versteher-helmut-schmidt-russland-und-die-ukraine

          1. @Mircutux

            Ich hatte nicht meine Meinung geschrieben sondern Helmut Schmidt zitiert. Ihn halte ich für einen hochintelligenten & gebildeten Menschen, der vom Alter her fast Zeitzeuge gewesen sein könnte. Definitiv hat er sehr gut im Unterricht aufgepasst & sogar erkannt, dass eine Nation wachsen muss um eine Nation zu sein & das eben in der Ukraine nicht passiert ist seit ihrer „Unabhängigkeit“.

            Leider gibt es Kommentatoren, die Geschichte nicht verstehen & kennen & natürlich dann auch falsche Schlüsse ziehen…

  2. Dummerweise bin ich gerade bei einem Nachrichtensender hängengeblieben. Dort wurde über die Frontlinie „informiert“. Nun hat die Dame ganz stolz berichtet, dass nicht nur die Russen Erfolge haben, der Ukraine sei es gelungen die russische Schwarzmeerflotte auf 100 Kilometer vor die Küste zu vertreiben.
    Natürlich hat sie nicht gesagt, dass dieses etwas mit den Seemienen zu tun hat, die die Ukraine ausgelegt hat und natürlich hat sie auch nicht gesagt, dass deshalb das Getreide nicht über die Häfen abtransportiert werden kann.

  3. Der russische Präsident Putin hatte gesagt, dass kein Handelsschiff behindert würde. Das Problem dabei ist es, dass alle westlichen Medien behaupten, man könne seinen Worten nicht trauen. Solange der Mainstream daran fest hält, ist leider keine Verbesserung der Lage in Sicht.

    1. Die MSM sind hierbei völlig egal, da diese nur Lautsprecher sind, also das wiedergeben, was wiedergegeben werden soll. Das ist doch nun x-fach belegt, dokumentiert, bewiesen <= DARAN wird sich hier nichts ändern, solange nicht mindestens die Funkhäuser sprichwörtlich brennen.

    2. „Der russische Präsident Putin hatte gesagt, dass kein Handelsschiff behindert würde.“

      Ja, sehr edel von ihm, dann wäre er aber auch einen Happen doof. Kontrollen wären das Minimum.
      Wenn dies jetzt aber das letzte Wort von ihm gewesen wäre, kann ich nachvollziehen, dass ihm niemand glaubt.

  4. Vor einiger zeit gab es doch schon berichte einschl. videos über grosse transportkolonnen von lkw die ukrainisches getreide in richtung polen und rumänien aus dem land bringen. Das ganze wohl von den amis organisiert als „bezahlung für die waffenlieferungen“.
    Es stand auch geschrieben das es teilweise schon solche grössenordnungen erreicht hat das die höchsten qualitäten des getreides bereits in dem umfang ausser landes gebracht wurden so das im land teilweise getreide welches nur futtermittelqualität hat für die ukrainische lebensmittel versorgung verwendet wird.

    1. 20Mio Tonnen – rechnen Sie mal! Ein Standardsattelschlepper wie in den Videos gezeigt, faßt 26t Zuladung. Da das wahrscheinlich gerade niemand kontrolliert, werden die Kisten mit Sicherheit überladen sein, allerdings weiß ich gerade das Gewichts- und Volumenverhältnis von Getreide nicht, ob man solch Sattel-Lkw mit Getriede überhaupt überladen kann (mit Kies oder Erde geht das zweifellos)? Rechnen wir roundabout 30t/Lkw – das wären 666.666 Lkw-Ladungen, um besagte 20Mio Tonnen durch Moldawien an die Donau zu transportieren – das ist weder rechnerisch, noch logistisch zu handhaben.

      Ich schrieb neulich schon, dass ich bei diesem ganzen Theater vermute, dass die Getreide(Trocken-)frachtschiffe auf dem Weg in die Ukraine nicht leer sein werden, sondern schwere Waffen in ihren Laderäumen transportieren sollen.

      1. unknown74

        >>Ich schrieb neulich schon, dass ich bei diesem ganzen Theater vermute, dass die Getreide(Trocken-)frachtschiffe auf dem Weg in die Ukraine nicht leer sein werden, sondern schwere Waffen in ihren Laderäumen transportieren sollen.

        Das ist auch meiner Ansicht nach der wahrscheinlichste Grund, warum für die Ukraine russische Häfen oder der Transport über Weißrussland nicht infrage kommen.

        1. Naja, ein Transport durch Weißrussland müsste der dortigen Bahngesellschaft bezahlt werden, was wiederum wegen der sanktionierten Banken ziemlich schwierig werden dürfte. Ganz abgesehen davon, fehlt der Ukraine ja auch der Kraftstoff zum Transport vom Weizen. Die Lkw können in Moldawien tanken auf der bisherigen Route. Ich bin mir nicht sicher, aber die Bahnverbindung von und nach Odessa dürfte gestört sein (da ist wohl irgeneine Brücke kaputt gegangen, wenn ich richtig informiert bin) und die Bahnumspannwerke und Bahnknotenpunkte in der Ukraine sollen auch nicht mehr so richtig funktionieren und Dieselloks brauchen auch nicht gerade wenig Diesel, vor allem mit schwerem Getreidezug hinten dran. Was schafft so’n Zug, 4000 – 5000t Transportgewicht? Das wären bei 20Mio Tonnen auch eine ganze Menge dieselbespannte Züge…

          Ich denke, die Weigerung der Ukraine, ihre Häfen zu entmienen liegt in der nicht unbegründeten Angst, dass von Seeseite eine entsprechende Reaktion kommt, sollten die Stänkereien in Richtung Transnistrien weiter gehen. Wir erinnern uns, das Vermienen sogar der Strände in Odessa war eine der ersten gezeigten Aktionen, im Februar noch…

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