Wirtschaftskrieg

Ungarn und das russische Öl: Wo es beim 6. Sanktionspaket der EU hakt

Am 4. Mai hat die EU-Kommission das 6. Sanktionspaket angekündigt, aber bisher konnten sich die EU-Staaten nicht darüber einigen. Woran hakt es?

Die Annahme des 6. Sanktionspaketes der EU gegen Russland verzögert sich weiter, weil sich die EU-Staaten nicht auf die Details einigen können. Kommissionschefin von der Leyen hatte großspurig ein Embargo auf russische Ölimporte angekündigt, aber genau bei dem Thema gibt es Streit. Die russische Nachrichtenagentur TASS hat die Positionen der Teilnehmer zusammengefasst und ich habe den Artikel der TASS übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Der Streit um das Ölembargo: Warum sich die EU nicht auf neue Sanktionen gegen Russland einigen kann

Vor allem Ungarn hält Sanktionen im Bereich Energie für inakzeptabel

Die EU-Länder können sich seit mehreren Tagen nicht auf das sechste Sanktionspaket gegen Russland einigen, das die Europäische Kommission am 4. Mai angekündigt hatte. Trotz der von der Kommission vorgeschlagenen Ausnahmen für einige Länder wurden die Bedingungen des Ölembargos nicht gebilligt – die Agentur Bloomberg geht davon aus, dass sich die Diskussion bis zum 9. Mai hinziehen wird.

Die von der Chefin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, vorgeschlagenen Maßnahmen gehen von einem schrittweisen Verzicht der EU-Länder auf russisches Öl aus: in sechs Monaten auf die Lieferung von Öl, und im Jahr 2023 auch auf Ölprodukte. Darüber hinaus beabsichtigt die EU, die Sberbank von SWIFT abzuschneiden und die Ausstrahlung von drei großen russischen Fernsehsendern einzuschränken.

TASS hat die wichtigsten Informationen über die Entwicklung des sechsten Sanktionspakets zusammengestellt.

Unterschiedliche Positionen

Bei der Ankündigung der neuen Sanktionen erklärte sich die Europäische Kommission bereit, für zwei Länder – die Slowakei (78,4 Prozent der Gesamteinfuhren stammen aus Russland) und Ungarn (44,6 Prozent) – eine Ausnahme zu machen. Diese Länder können im Rahmen der bestehenden Verträge bis Ende 2023 Treibstoff kaufen. Die gleichen Ausnahmeregelungen wollen Bulgarien (8 Prozent) und die Tschechische Republik (29,1 Prozent) erreichen, durch die große Transitmengen fließen.

Obwohl die Slowakei und ein weiteres Verteilerland von Treibstoff, nämlich Österreich (5,8 Prozent), ihr Veto gegen das Ölembargo aufgehoben haben, bezeichnete Bratislava die einjährige Übergangsfrist als zu kurz, und der Staatssekretär des slowakischen Wirtschaftsministeriums, Karol Galek, warnte vor der Gefahr, „die europäische Wirtschaft zu zerstören.“ Budapest erklärte, es sei bereit, das Embargo zu unterstützen, solange es nicht die Pipelinetransporte berühre, über die russisches Öl nach Europa gebracht wird. Gegen ein Verbot von Öllieferungen per Tanker hat das Binnenland Ungarn nichts.

Griechenland, Zypern und Malta hingegen haben laut Quellen von Bloomberg Fragen zu dem Embargo: Diese Länder fürchten um ihre Handelsflotten, die bereits im Juni ihre Verträge für den Transport von russischem Öl verlieren sollen. Sie sind davon überzeugt, dass die Aufträge einfach an Unternehmen außerhalb der EU vergeben werden und dass Europa dadurch an Wettbewerbsfähigkeit verliert.

Andere EU-Mitglieder bringen ihre Unzufriedenheit nicht mit dem Sanktionspaket selbst, sondern mit den Ausnahmen und sogar der Milde zum Ausdruck. In Luxemburg war man empört darüber, dass in der restriktiven Entscheidung „eine einheitliche Position zur Anwendung von Sanktionen“ verwischt wurde. Deutschland fordert schärfere Sanktionen insbesondere im Bankensektor, bis hin zum Einfrieren des Vermögens der Sberbank und einem Transaktionsverbot. Berlin übt Druck auf die EU-Beitrittskandidaten aus: Anlässlich eines Besuchs des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić in Deutschland äußerte das deutsche Außenministerium die große Hoffnung, dass sich zukünftige Mitgliedsländer der Gemeinschaft dem Sanktionsregime anschließen werden.

Außerdem fordert Deutschland, das seine Kernkraftwerke auslaufen lässt, eine härtere Gangart mit der Russischen Föderation im Bereich der Kernenergie. Das benachbarte Frankreich wird von dieser Entscheidung wahrscheinlich am stärksten betroffen sein: Paris entwickelt diesen Bereich weiterhin aktiv. Auch Frankreich ist sich der Gefahren des Embargos für Erdölerzeugnisse bewusst: Russland ist der Hauptlieferant von Diesel für Frankreich, und Diesel macht mehr als 70 Prozent des täglichen Kraftstoffverbrauchs aus.

Die Position Ungarns

Ungarn bekräftigte seine frühere Erklärungen und bezeichnete Beschränkungen im Energiesektor als inakzeptabel. Ministerpräsident Viktor Orban hat am Donnerstag einen Brief an die Europäische Kommission geschickt und damit die verbale Position des Landes schriftlich dokumentiert.

Budapest ist der Ansicht, dass die Gemeinschaft nicht bereit ist, die von der Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen – folgerichtig sei es nur sinnvoll, sie zu erörtern, wenn alle Länder dazu bereit sind. Selbst dann, so Orban, würde das „Zeit und ruinöse Investitionen erfordern“, weshalb die Einführung solcher Sanktionen „nicht auf Basis des Marktes finanziert werden kann.“ Zuvor hatte Budapest die Kosten des Wechsels zu anderen Rohstoffen auf einige Millionen Dollar über einen Zeitraum von 2 bis 4 Jahren geschätzt.

Der ungarische Ministerpräsident kritisierte das Beharren Brüssels auf einem Ölembargo und sagte, dass die Europäische Kommission dadurch für das „historische Scheitern der europäischen Integration“ verantwortlich sein werde.

Am selben Abend hielt Orban eine Dringlichkeitssitzung der ungarischen Regierung ab, zu der er auch die Chefs der größten Energieunternehmen MOL und MVM einlud. Der Ministerpräsident betonte, dass die Energieversorgung des Landes jetzt stabil sei, und die Teilnehmer des Treffens waren sich einig, dass ein Beitritt zu den europäischen Sanktionen die ungarische Wirtschaft nur zerstören würde.

Der ungarische Ministerpräsident bekräftigte am Freitag den Standpunkt des Landes. Er betonte, dass er „von Anfang an klar gemacht hat, dass es eine rote Linie gibt – das ist der Energiebereich.“ Außerdem erklärte er, dass er es nicht unterstützen würde, „Kirchenführer auf die Sanktionsliste zu setzen“ – AFP hatte zuvor unter Berufung auf Quellen berichtet, dass die Europäische Union Sanktionen gegen den Patriarchen Kirill von Moskau und Russland plane.

Ende der Übersetzung

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Orban hat noch einmal nachgelegt und ein Ölembargo als „Atombombe für die ungarische Wirtschaft“ bezeichnet.


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

43 Antworten

  1. Warum sollten die (noch!) souveränen Staaten in dieser „eu“ einen stabilen Ast absägen – auf dem sie seit Jahrzehnten gut sitzen?
    Nur weil es einer „von-der-Lügen“ und ihren massenmordenden „herr-chen“ so gefällt?!?

    …das ergibt mitnichten einen Sinn…

      1. ….du hast die „dritten“ in dieser unheiligen Dreifaltigkeit vergessen zu erwähnen – dabei sind dies die Schlimmsten… 😝

        Denn sie sonnen sich in ihrer imaginären „dauer-opfer-rolle“ im Abonnement – aber sind seit Jahrtausenden die Drahtzieher im dunklen Hinterzimmerchen und verantwortlich für viele menschliche Entgleisung nach ihrem Vorbilde – lese dazu den Tanach und ihre „rassengesetze“…

    1. Ursula von der Leyen, von der die Russen einst mit Schaudern berichteten, sie habe damals, als Bundesverteidigungsminister, die Bundeswehr ganz allein besiegt, fühlt sich offenbar zu Höherem berufen, und das sollte uns den Angstschweiß auf die Stirn treiben.

      Mehr noch: wenn man bedenkt, daß die Dame am Fundament jedweder Zivilisation ihrer überaus destruktive Befähigung freien Lauf lassen kann, so ist Panik die einzig angemessene Reaktion.
      Eine Armee ist nicht genug, jetzt sind Staaten dran.

      Allerdings ist ihr im Falle ihres Erfolges ein hoch dotierter, jedoch wenig arbeitsintensiver Lehrauftrag, verbunden mit einer wohlwollenden Aufnahme in den erlauchten Kreis der Denkfaßpopulation jenseits des Atlantik sicher …

    1. NDS wollte ich gerde senden…, es lohnt sich zu lesen, vvor allem weil man selbst reagieren kann/könnte!
      Wie ruinös dieses Embargo werden wird, ahnen die meisten Bürger nicht!
      Und dennoch, hoffenlich kommt Frau von der Leichen damit durch.Wir werden doch irgendwie dieses Volk wach bekommen!

  2. Die EU-Sanktionen sind in Wirklichkeit nicht gegen Russland gerichtet. Sondern gegen die einzelnen Staaten innerhalb der EU. Die Great Reset-Architekten wollen damit Chaos erzeugen. Hier bei uns. Ohne Energie aus Russland würden diverse Industrien in Deutschland (z.B. Chemie) sofort stillstehen. Massenarbeitslosigkeit, explodierende Preise etc. wären die Folgen.

    Genau das hätten die Klaus Schwabs dieser Erde gerne als Start für ihren Great Reset. Wladimir Putin soll auch ein Schüler vom WEF gewesen sein. Ich hoffe sehr, er hat wirklich ehrlich und aus Überzeugung die Seiten gewechselt. Und weil er wohl nicht mitspielen will, hat er uns bisher noch nicht den Stecker gezogen.

    Dieses WEF-Gesindel gehört beseitigt. Weltweit. Ab nach Sibirien ins Arbeitslager.

    1. Das sehe ich auch zu 100% so.
      Genauso wie die Corona-Maßnahmen nur gegen das eigene Volks gerichtet sind, so sind es die Sanktionen auch.
      Keiner kann so blöd sein, dass er sich der Folgen nicht bewußt ist. Und was gibt es für die Wahnsinnigen schon besseres, wenn sie schon über Nacht ihren „Green Deal“ umsetzen können, der ja seinerseits wiederum nur ein Zauberwort für die totale Kontrolle und Überwachung ist. Wenn dann hier im Westen alles aus dem letzten Loch pfeift, lässt sich das dann auch viel besser umsetzen – da werden dann die Schafe auch zu allem Ja und Amen sagen.
      Und wenn man sich ansieht, welche Herrschaften und welche Gesinnung da in der Ukraine unterstützt werden, dann kann auch kein Zweifel mehr darüber bestehen, mit welchen Herrschaften wir es hier im Westen zu tun haben. Dass die über Leichen gehen, sollte nach den letzten beiden Jahren auch klar sein. Für die Toten, die sie schon auf dem Gewissen haben, wollten sie offiziell auch nur das Beste. Vor so einem Virus mit apokalyptischer 0,15% Sterblichkeit muß man natürlich jeden zwangsweise schützen und gentherapieren.
      Welche Rolle Putin genau spielt, weiß ich nicht. Allerdings war auch Trump auf WEF-Treffen – das bedeutet ja noch nichts. Allerdings nur, um klarzumachen, dass er von dem ganzen Unsinn nichts hält. Die Hintergründe der Scheinpandemie hat er aber m.M. nach leider auch nicht durchschaut. Die hat ja es ja auch letztendlich ermöglicht, das der senile Greis als Marionette installiert wurde.

    2. @Krambambuli

      Lasst doch diesen Quatsch von wegen „Putin soll auch Schüler von Schwab“ gewesen sein.

      Seid ihr nicht in der Lage selber zu recherchieren? Schon Putins Vita gibt da gar nichts her!
      Dass er als Präsident Russlands in Davos teilnimmt, ist die normalste Sache der Welt! Das ist auch seine Aufgabe.
      Vielleicht hätten Sie mal seine Rede beim letzten WEF- nachlesen sollen um eventuell zu begreifen, worum es da ging.

      Ihr hechelt der westl. Propaganda genau so hinter her & checkt fast gar nichts…

      1. Ok, ok, warum denn gleich so agressiv. Habe es einfach irgendwo in den letzten Wochen so gelesen.

        Aufgrund deines Beitrags mal selber recherchiert. Und in der Tat kein Hinweis darauf, dass Putin einmal bei Schwab in die Lehre gegangen ist. Wie so viele andere Wirtschafts- und Staatslenker weltweit.

  3. woran es hakt???
    Nun ich würde sagen ganz bestimmt nicht an der sagenumwobenen „neuen Geschlossenheit“, die Scholz angeblich in Seiner Rede herbeireden will. Wäre ja auch zu schlecht, wenn sich die „Allianz der Werteschützer“ uneins wäre.
    Ehrlich…, ganz egal wie dick es kommt, ich wünsche mir nur, dass es endlich richtig böse kracht. Ganz gleich was das bedeutet. Lieber ein Ende mit Schrecken, als einen (Werte-)Schrecken ohne Ende. Ich ertrage diese Werteheuchelei und Lügerei hier einfach nicht mehr.
    https://t.me/HandtaRico

    1. Sowohl als auch, das ist ja das Praktische an diesem Konzept.
      Kaum zu glauben, wie gut ideologische Indoktrination funktioniert. Da bringt man gleich Dutzende, ja Tausende von transatlantisch Geimpften dazu, gegen ihre eigenen Interessen zu handeln und die ihrer Nationen. Das ist schon eine bemerkenswerte Leistung.
      Vielleicht lernen ja andere Großmächte daraus, wie es geht. Was effiziente PR angeht, kann Russland noch viel von den USA abschauen. Das ist die bei weitem günstigste Art der Kriegsführung. Man bringt Menschen dazu, für Ideen zu töten bzw. zu sterben, die sie nicht einmal verstehen. Es reicht schon, wenn sie sich damit identifizieren und einfache Parolen schreien können („Slawa Ukraina!“ usw.). Dann lehnt man sich entspannt zurück und lässt sie für eine fremde Sache zu Felde ziehen.

    2. Sehe ich ganz genauso! Ich kanns kaum erwarten. Die Leute brauchen auf die Fresse. Sie bitten und betteln darum und erlauben sich jeden Tag unverschämtere Vorträge. Jemand muss mal für Ruhe in diesem Irrenhaus sorgen. Dringend! Ein Land reicht (nicht nach §5, sondern eins, was freiwillig reingehen will z.B. Polen). Dann solls krachen. Da darf nichts mehr gerade bleiben. Dann kommt der Rest langsam zur Vernunft, oder eben nicht. Aber in so einem Moloch will ich dann auch nicht mehr sein.. kontrolliert bis zum Toilettengang und die Scheiße wird dann noch gewogen, gemessen und man bekommt die Rückmeldung ob sie für gut genug befunden wurde, damit man Sie runterspülen darf. Ach was sage ich da runterspülen, das verbraucht ja Resourcen. Da muss dann Stroh reichen. Das Bio Klo!

  4. Ungarn hält ebenfalls an dem Vetrag mit Rosatom über den Bau zweier neuer Reaktoren für das Atomkraftwerk Paks fest (Finnland hatte einen ähnlichen Vetrag jüngst aufgekündigt). In Ungarn hingegen besprach der Außenminister Szijarto mit dem Rosatom-CEO Likhachev das weitere Vorgehen. Die Planungs- und Lizensierungsphase ist fast abgeschlossen und man nähert sich dem Baubeginn.

    https://interfax.com/newsroom/top-stories/78909/

    1. Was mich wirklich echt & ehrlich beeindruckt, IST ganz einfach, dass Ungarn mit Orban tatsächlich Eier haben & das klar & deutlich durchsetzen!

      Sie stehen dazu & es zeigt doch, dass es nichts einfacheres gibt als NEIN zu sagen!

      Da kann mir auch kein Regierungschef der anderen Länder erzählen, sie wären von wem auch immer furchtbar erpresst worden!

      1. die Ungarn hatten schon immer Eier (s. 1956 und danach), selbst im schlimmsten Sozialismus hat man sie nie ganz klein kriegen können. Zu Sozialismus-Zeiten bei weitem das freiheitlichste Block-Land. Und 1989 waren sie auch die ersten, die die Grenze geöffnet haben.

        Die Ungarn sind ein selbst- und geschichtsbewusstes Volk mit großen Traditionen und haben sich noch nie wirklich in die Suppe spucken lassen. Eigentlich passen sie schon allein deswegen nicht zur/in die EU.

        1. Ja, Stichwort geschichtsbewusst: 1956 wird in der aktuellen ungarischen Geschichtbetrachtung natürlich sehr verklärt und mit dem Freiheitskampf von 1848 gleichgestellt. Was damals wirklich stattgefunden hat, war wohl eher dem sehr ähnlich, was jetzt in der Ukraine geschieht – vielleicht war Ungarn sogar die erste Farbrevolution. Wobei das damals eigentlich nur die Hauptstadt betroffen hat. In der Provinz haben sich die Kolchosbauern gegen das Auftreten der „revolutionären“ Regierung gewehrt, die die feudalen Strukturen der Vorkriegszeit wieder herzustellen versuchte (zu großem Teil sogar mit dem selben Personal). Wie wir wissen, hat das damals nicht funktioniert. Auch wenn die Angelsachsen gerne bis zum letzten Ungarn gegen die Sowjets gekämft hätten – einen Atomkrieg haben sie damals dafür noch nicht riskiert.

          Zum letzten Passus: Ist es nicht eher die EU, die heute nicht mehr zu demokratischen und freien Ländern wie Ungarn passt, die die europäische Kultur bewahren möchten?

  5. VonderLaiens EU besteht nur aus Dummheit und Hass. Was die in ihrer sittlichen Inkompetenz den Völkern antut, geht auf keine Kuhhaut mehr. Und wie auf diese Weise Kriege zu einem Ende gebracht werden sollen, weiß niemand. Wie viele „Sanktionspakete“ Will dieser Verein eigentlich noch „auf den Weg bringen“? Der einzige gescheite „Europäer“ ist Orbãn, mit dem sollten die Volker ein neues und echtes Europa aufbauen.

    1. Wird kommen Karl. Aber um ein neues auf zu bauen, muss das alte erstmal weg. Das wissen beide Seiten. Nur wie das neue aussehen soll, das glaube ich (oder zumindest hoffe ich es) sieht auf beiden Seiten stark unterschiedlich aus.

      1. Hallo Rico! Da ich hier einen mitdenkenden Foristen finde, gebe ich erstmal meiner Skepsis Ausdruck. Egal, was in den nächsten Wochen und Monaten passiert: es läuft darauf hinaus, das Russland (erheblich) schwächer dastehen wird als vorher, insbesondere die USA aber stärker. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, dass wir, die Bürger verarmen, denn die Menschen, die Völker, interessieren die Machthaber nicht, da sind sich alle gleich. Um ein Ende der faktischen EU einzuläuten, bräuchte es eine sehr starke Gegenposition. Und zwar vor allem wirtschaftlich.

        Ich sehe zu meiner Freude, dass der größte Teil der Weltgemeinschaft (gegen 90 % aller Erdbewohner) nicht bereit ist, die USA im Wirtschaftskrieg zu unterstützen. Dabei so große Kaliber wie Indien, Erdöl-Arabien (sie haben die USA durchschaut!), aber sogar Bolsonaros Brasilien und unzählige weitere. Unsere Schwäche wird deren Stärke sein. Aber deswegen müssen sie keine Freunde Russlands sein und etwas zu verschenken haben. Es geht einfach um die Ablehnug des Weltdominators USA und seiner kläglichen Vasallen. Schade, dass Putin nicht konsequent diesen Weg mit eingeschlagen hat. Mit seiner wirtschaftlichen Power und viel Diplomatie.

    2. @Karl Dalheimer
      Das ist keine Inkompetenz, sondern pure Absicht. Magda Göbbels wäre eine bessere Bezeichnung für die.
      Die Sanktionspakete haben den gleichen „Sinn“ wie die Coronamaßnahmen – nämlich alles hier im Westen platt zu machen. Der Krieg ist ein wunderbarer Vorwand das umzusetzen, was sie in Brüssel unter „green deal“ oder „Gesellschaftstransformation“ verstehen. Mit Umweltschutz hatte das auch nie etwas zu tun – das ist nur der Aufhänger, um die Schafe auf Linie zu bringen. Ich habe das schon vor rund 10 Jahren so kommen gesehen, dazu hat man sich nur ansehen müssen, welche „Diskussionskultur“ es in der Klimafrage gegeben hat. Da waren alle Kritiker „Klimaleugner“ und jeder rationale Diskurs wurde abgeschafft – kommt uns das von irgendwo bekannt vor ?

    1. Das Interview ist ja nun auch schon vom 26.04., und vielleicht sollte man das Original lesen.

      _____://rg.ru/2022/04/26/patrushev-zapad-sozdal-imperiiu-lzhi-predpolagaiushchuiu-unichtozhenie-rossii.html

      Verlinkt haben die das natürlich nicht, und deren „analytischen Anmerkungen“ können die sich schenken, weil wir selbst denken können … sollten … müßten …
      Und ich wüßte auch nicht, woher die die Befähigung nähmen, da quasi uns vorgeben zu können, was wichtig und was weniger wichtig ist.
      Wenn sie einmal übersetzten, hätten sie es komplett einstellen können, und der Umfang wäre nicht wesentlich größer.
      Aber das ist bei RT genau die gleiche Scheiße. Die brabbeln da auch Seiten voll, garniert mit eine paar zitierten Sätzchen und verlinken natürlich auch nicht zur Quelle des Originals.
      Wir sollen dann darauf vertrauen, daß die den Sinn schon richtig wiedergeben … das können sie schon mal ganz schnell vergessen.

  6. Von wann ist denn der TASS-Artikel? Diese Angabe wäre hilfreich.

    Ich denke, dass das 6. Sanktionspaket der EU und die inneren Streitigkeiten darüber sehr unbedeutend sind, gegenüber dem was Putin an Gegensanktionen beschlossen hat: das Dekret vom 3. Mai. Ich erwähnte dies bereits an anderer Stelle.

    Jedes Land was jetzt bei dem 6. Sanktionspaket mitmachen wird hat damit gewählt; und zwar KEINERLEI Waren mehr von Russland zu erhalten, egal in welcher Währung.

    Es wäre sinnvoll, sich mit dem Dekret zu befassen, denn das ist die lang erwartete ANTWORT Russlands auf die vom Westen abgezielte Zerstörung seiner Wirtschaft …

    1. Das ist eine außerordentlich brisante Nachricht.

      Ich habe gegoogelt und auf die Schnelle nichts zu einem Dekret vom 3. Mai über russische Gegensanktionen gefunden. Könntest Du bitte uns mitteilen, woher Du die Info hast?

      1. Wenn ich „Putin Dekret 3. Mai“ in meine Suchmaschine eingebe, finde ich das:
        https://www.reuters.com/world/putin-signs-decree-new-retaliatory-sanctions-against-west-kremlin-2022-05-03/

        Dadurch aufmerksam geworden bin ich allerdings hier:
        http://kaliningrad-domizil.ru/portal/material/analytische-kommentare/das-ende-aller-sanktionen-scheint-gekommen/

        Und auch auf der Seite theSaker.is, wo ich mir gewöhnlich die rel. schnell ins Englische übersetzten Reden/Interviews aus dem Original von Putin, Lavrov u.a. durchlese findet sich einiges.

        Ich komme nicht auf die russischen Seiten – nicht einmal auf die bei der Permanent Mission of the Russian Federation to the United Nations verlinkten Seite des russischen Präsidenten.

        Daher dachte ich, T. Röper könnte hier das Dekret lesen und eine seiner hilfreichen Übersetzungen starten …

        Nun, erst verschließt der „Westen“ über Jahrzehnte sein Ohr gezielt gegenüber Russland, zugleich werden gezielt Desinformationen verbreitet und dann werden den westl. Bevölkerungen das Aufrufen russischer Web-Seiten und damit deren direkt veröffentlichte Informationen unzugänglich gemacht …

        Russland hat das Dekret – wohl auf der Webseite Präsident Putins, und vielleicht Auswärtiges Amt, Presseportal – bekannt gemacht, mehr braucht es nicht.
        Russland, welches sicherlich seine Entscheidung nach reiflicher Beobachtung getroffen hat, ist nicht zuständig und verantwortlich für die (korrekte) Verbreitung in den westl. Medien.

        Viele argumentieren bekanntlich, Russland ist selber schuld bzw. zu schwach, die eigene Position nicht lauter in den westl. Medien durchzubringen. Ich teile diese Auffassung nicht. Der Level an Manipulation ist so hoch, dass alles weitere Reinkommende nach Vorgabe gedreht wird. Zudem: wenn man nicht willens oder fähig ist zuzuhören ist es unerheblich.

        Diejenigen, die die Wahrheit wissen wollen, werden sie auch finden – dabei hilft es, zur Quelle zu pilgern … in diesem Falle, mit der Hilfe von einem Menschen, der russische Seiten aufrufen und übersetzen kann 😉

  7. Versorgung mit Erdöl aus der Sowjetunion vor 1991, also zu Zeiten des RGW, wurde vor allem über die Erdölleitung „Freundschaft“ umgesetzt.
    In Schwedt und Halle/ Leuna in der DDR, Plock in der VR Polen. Bratislava in der CSSR und Szazhalombatta in der VR Ungarn waren die großen Raffinerien zur Verarbeitung. Diese Raffinerien produzieren heute noch und mit Ausnahme der Raffinerie in Plock dürften alle noch auf die Verarbeitung der Rohölsorte „Ural“ spezialisiert sein.
    Im Gegensatz zur der tollen Bundesregierung und dem „Wirtschaftsminister“ und Kinderbuchautor Habück, scheinen in der Slowakei und in Ungarn noch denkende Menschen zu leben.
    in dem Zusammenhang mit Erdöl aus der RF und der Firma Rosneft, diese betreibt nicht nur die PCK in Schwedt, nein auch in eine Raffinerie in Neustadt an der Donau und bei Karlsruhe hat diese Firma Anteile und lässt dort Dinge aus Erdöl „basteln“.
    Hier geht es nicht nur um den Ausgangsstoff, nein auch um Verarbeitungskapazitäten.

  8. SANKTIONS-Gebaren hin oder her: „… Putin kämpft gegen die gleiche globalistische Elite, die uns alle als Geiseln hält….Es ist ein Krieg der Eliten gegen die gesamte Menschheit… Es ist ein Krieg der Dunkelheit gegen das Licht…“ (Hoffentlich lässt der Herr bald auch auf andere Erzbischöfe Hirn regnen…)
    https://tkp.at/2022/05/06/erzbischof-carlo-maria-vigano-zum-konflikt-zwischen-nato-und-russland/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=daily-notification

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