Propaganda

Verweigert ein russischer Moderator aus Angst vor Gefängnis Kommentare zu Cherson?

Die "Blick", die Schweizer Version der deutschen Bild-Zeitung, hat einen Artikel veröffentlicht, in dem sie zu Propagandazwecken sehr plump gelogen hat.

Ich wurde von vielen Lesern nach einem Artikel des Schweizer Käseblattes „Blick“ gefragt, in dem behauptet wurde, ein russischer Fernsehmoderator weigere sich aus Angst vor einer Gefängnisstrafe, den russischen Abzug aus Cherson zu kommentieren. Dazu wurde ein Video der Szene gezeigt, das mit Untertiteln versehen war, die korrekt übersetzt waren und lauteten:

„Wenn Sie jetzt erwarten, dass ich Ihnen erkläre, was ich über den Abzug aus Cherson denke, werde ich nichts dazu sagen. Ich erkläre Ihnen warum.
Wenn ich die Entscheidung Cherson zu verlassen unterstütze und sage, dass der Verteidigungsminister richtig handelt, dann rufe ich öffentlich dazu auf, die territoriale Integrität Russlands zu verletzen. Gemäß unserem Gesetz würden mir mehrere Jahre Gefängnis drohen.
Und wenn ich die Entscheidung nicht unterstütze, werte ich die Armee öffentlich ab. Auch dafür würde mir eine mehrjährige Gefängnisstrafe drohen. Ich will aber nicht ins Gefängnis. Deswegen schauen wir uns jetzt einfach den nächsten Bericht an…“

Warum man dafür in Russland nicht ins Gefängnis kommt, erkläre ich am Ende dieses Artikels. Zunächst will ich aufzeigen, mit welchen dreisten Mitteln „Blick“ desinformiert hat.

Die Fernsehsendung

Ich kenne den Moderator und war schon mehrmals Gast in seiner politischen Talkshow, die übrigens aus einem Grund vorbildlich ist. In Deutschland und in Russland sind die Meinungen in politischen Talkshows recht klar verteilt: In Deutschland sitzen immer Transatlantiker in Talkshows und die finden alle die NATO und die USA toll, Russland hingegen finden sie böse. In Russland sitzen in Talkshows Vertreter der russischen Linie. Und wenn in russischen oder deutschen Talkshows mal ein Andersdenkender eingeladen wird, dann darf der meistens kaum einen Satz zu Ende bringen, ohne unterbrochen zu werden.

Die Sendung des zitierten russischen Moderators ist da eine sehr wohltuende Ausnahme, denn es sind immer gleich viele „Russland-Versteher“ und „NATO-Versteher“ in der Sendung und sie bekommen auch ungefähr die gleiche Redezeit. Ich war mehrmals in der Sendung und kann sagen, dass ich dort deswegen immer meinen Spaß und manch eine recht heftige Diskussion hatte. Und all das findet nicht etwa als Aufzeichnung statt, bei der hinterher etwas herausgeschnitten werden kann, die Sendung wird immer live ausgestrahlt. In Deutschland traut sich das kein Fernsehsender, in Deutschland sind alle politischen Talkshows Aufzeichnungen.

Aber zurück zur Propaganda der Schweizer Zeitung „Blick“.

Die Kunst des Weglassens

Was die Blick zitiert hat, war eine ironische Aussage des Moderators, was auch der „Blick“-Leser sofort bemerkt hätte, wenn „Blick“ das Zitat vollständig gebracht hätte. „Blick“ hat aber am Ende den entscheidenden Halbsatz weggelassen. Der letzte Absatz lautete nämlich vollständig:

„Und wenn ich die Entscheidung nicht unterstütze, werte ich die Armee öffentlich ab. Auch dafür würde mir eine mehrjährige Gefängnisstrafe drohen. Ich will aber nicht ins Gefängnis. Deswegen schauen wir uns jetzt einfach den nächsten Bericht an und danach übergebe ich das Wort an unsere Experten.“

Das Thema wurde danach nicht nur kommentiert, es wurde sogar kontrovers darüber gestritten, ohne dass die Polizei das Studio gestürmt und alle Teilnehmer verhaftet hätte. Der Moderator hat den Beitrag und die darauf folgende Diskussion mit einem ironischen Kommentar eingeleitet, was er sehr oft tut. Mehr war das nicht, „Blick“ hat ihre Leser also bewusst desinformiert.

Warum kein Gefängnis droht

Die Aussagen des Moderators waren ironisch gemeint, auch wenn es die genannten Gesetze gibt. Zum Verständnis erkläre ich daher kurz, was bei diesen Themen erlaubt und was verboten ist.

Laut russischer Verfassung ist es strafbar, dazu aufzurufen, dass sich Teile von Russland abspalten. Wer die Entscheidung der russischen Armee zum Abzug aus Cherson unterstützt, der unterstützt jedoch keine dauerhafte Abspaltung von Cherson, das Russland seit dem Referendum als Teil Russlands ansieht. Das russische Verteidigungsministerium hat sich für einen taktischen Rückzug entschieden, davon, dass Russland auf Cherson verzichtet, ist nirgendwo die Rede. Warum der taktische Rückzug nötig – oder aus militärischer Sicht vernünftig – war, habe ich hier erklärt.

Und wer die Entscheidung zum Rückzug aus Cherson nicht unterstützt, der wertet deshalb keineswegs die russische Armee ab, sondern kritisiert eine Entscheidung der Armeeführung, das ist aber in Russland nicht verboten. Verboten wäre es zum Beispiel, wenn man Geschichten über Gräueltaten russischer Soldaten erfindet und verbreitet – das wäre eine „Herabwürdigung“ der Armee, die in Russland gesetzlich verboten ist.

Daher wurde gerade der Abzug aus Cherson in russischen Medien so kontrovers diskutiert, wie schon lange kein Thema mehr. Aber das wissen die Leser der „Blick“ ja nicht, also lügt sich das Schweizer Käseblatt eine Geschichte zusammen, indem sie den entscheidenden Satz einfach weglässt.


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

83 Antworten

  1. Verwende niemals Ironie, denn die kann oft auch falsch verstanden werden wollen. Eine Ironische Bemerkung wird aus dem Zusammenhang gerissen und schon kann man die gemachte Aussage gegen einen verwenden.

        1. Wozu? Selbst wenn es stimmen täte, müßten „russische Kriegsverbrechen“ bewiesen werden, und das dürfte, nun sagen wir, doch recht schwierig werden … (Die Viagra-Geschichte irgend so einer schwachsinnigen UNO-Tusse ist ja nun auch schon wieder geplatzt.)

          Es ist auch völlig gleichgültig, denn für erwiesene Kriegsverbrechen ist die Rechtspraxis, staatliches Vermögen einzuziehen, bis dato nicht belegt – andernfalls würden die Völker des einen oder anderen Staates der freien Welt schon Hungers verstorben sein, Nordamerika wäre bereits wieder ein Paradies, Refugium all der geplagten Kreaturen der Flora und Fauna, die nicht vom Affen abstammen …
          Nun gut, dem Vernehmen nach erwischt es gerade die Insel-Tölpel ebenso, wie den kontinentaleuropäischen Herrenmenschen – allerdings nicht wegen ihrer jeweiligen Kriegsverbrechen, sonder infolge erlaubnispflichtiger Dummheit – und bevor da wieder ein Klugscheißer daher kommt: Nein, die Russen haben die Erlaubnis nicht erteilt, und die Chinesen waren’s a ne …

          1. „Wozu? Selbst wenn es stimmen täte, müßten „russische Kriegsverbrechen“ bewiesen werden, und das dürfte, nun sagen wir, doch recht schwierig werden“

            Genau dazu natürlich! Das hohle Propagandaphrasen niemals einen Diebstahl rechtfertigen können!

    1. Für uns Deutsche ist der Schweizer Humor aber eher schwer zu deuten. Einerseits machen sie alles niedlich mit der Endung li. Andererseits sind sie keine Sprachpanscher. Der Negerkuss heisst dort noch Mohrenkopf und Wahlunterlagen werden offiziell als Propagandamaterial bezeichnet.

    2. Ich denke, dass das Wort Ironie hier nicht verwendet werden sollte. Sarkasmus passt da sicherlich schon ein wenig besser.
      Die Preisgabe russischen Gebietes ist etwas, das in den Köpfen der russischen Menschen nicht vorgesehen ist und dürfte noch zu einigen gesellschaftlichen Konflikten führen ….

      1. @Mercy
        Ja – abgesehen von ihrem erfundenen „Zitat“- da sind die Amis raffinierter, die machens einfach seit Jahrzehnten in fast allen Ländern, wo es Öl gibt. Sie haben ganz Europa mit Einfluss-Agenten verseucht und werfen dann ihren – selbst erklärten „Feinden“ immer haargenau das vor, was sie selber schon die ganze Zeit über machen. Ja, Propaganda können wir im Westen besser 😀

        Das wirklich Schlimme daran: Leute wie sie sind stolz darauf, besser lügen zu können (eigentlich sollte es ja umgekehrt sein 😀 )

  2. Das bringt uns leider keinen Millimeter näher dem Fall der westlichen Wokeness – etwas, was uns im Westen am wichtigsten sein dürfte. So wie die Sowjetunion nach der Afghanistan-Niederlage gefallen ist – heute feiert das Woke Imperium im Banderastan Erfolge. Schnorrlensky erzählt schon jetzt was von einer Bandera-Fahne über der Krim.

    Bei Gelegenheit:
    https://www.xing.com/communities/posts/ueber-die-unterwerfung-deutschlands-unter-die-new-world-order-der-usa-1024986097

    1. #Hanni…, sie, oder er bei xing, meinen bestimmt die Treuhand BRvonD? Denn ‚Deutschland‘ ist zur Zeit, wegen mangelnder Handlungsfähigkeit, gar nicht vorhanden; in der Politik.
      NIE vergessen.

      Dabei wäre zu erwähnen, das die Genderverhunzung der deutschen Sprache, auch schon Russland erreicht hat:
      https://freeassange.rtde.me/amerika/154239-schwere-zusammenstoesse-zwischen-studierenden-und-polizeibeamten-in-bogota/

    1. Naja, die Blick ist hierzulande nicht unbedingt für ihren objektiven und durchrecherchierten Journalismus bekannt. Man bewegt sich da eher auf Bild-Niveau. Hat mit 20min ne ordentliche Reichweite, da kostenlos. Allerdings durchschauen die meisten Schweizer mittlerweile das westliche Gebahren und der Ton, auch bei Blick und 20min, wird massive härter, besonders in den Kommentaren.

    2. @ Vlad
      „Blick war schon da bevor es geschah.“ Ist so ein Spruch der seit mindestens 40 Jahren schon besteht.
      Ich kommentiere regelmäßig in den Mainstream Medien, so auch im Blick. Die Erfolge auf Veröffentlichung meiner Kommentare sind aber natürlich sehr bescheiden um es mal höflich auszudrücken. Und in der Pandemiehysterie hat man mich dann gesperrt. Auch in der Kronenezeitung in Österreich wurde ich gesperrt.

      @ Hausgeist

      Dass die meisten Schweizer das Gebahren der Qualitätsmedien durchschauen ist leider eine schöne Illusion. Und natürlich werden die Kommentare entsprechen Zensiert, die nicht ins Bild passen. Die meisten Kommentare im Blick sind ziemlich unterirdisch und strotzen nur so von Unwissenheit und Hetze. Es ist wie bei der Pandemie. Die meisten erliegen leider der Propaganda und viele fahren völlig drauf ab und Hetzen sehr schnell gegen Andersdenkende. Ich sehe es auch in meinem persönlichen Umfeld. Das Unwissen ist erschreckend und die Propaganda hat gefruchtet.

      zum Schluss noch etwas off-topic. https://hot-sips.com/

      Ich hatte letzten Freitag mit einem Freund, der in unserm Bundesbern viele Jahre gearbeitet hat und unter anderem auch Gesetzestexte ausgearbeitet hat über dieses Thema gesprochen.
      Zuerst hat er mich ausgelacht. Ich habe ihn dann einfach gebeten mir doch bitte die öffentlichen Publikationen des Handelsregister Eintrages seiner Gemeinde oder der Polizeistelle zu zeigen. Damit unsere Diskussion eine schnelles Ende findet und er mir meine Aussagen widerlegt.
      Die Handelsregister und UIP Nummern fand er. Die gesetzlich vorgeschriebene öffentliche Publikation sucht er anscheinend immer noch, da er sich noch nicht rückgemeldet hat bei mir.😉

        1. an Einer unter Vielen:

          Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für diesen Link.

          Zur Zeit habe ich mir gerade mal die Vorstellung der Redner angeschaut und angehört und werde mir selbstverständlich noch die ganze Presse-Konferenz ansehen.
          Danach werde ich bewerten können, was ich hier zu hören bekomme.

          Da ich in etwa schon jetzt erahne, was da kommen wird, weil ich die Arbeit einiger der anwesenden Herren kenne, schöpfe ich grosse Hoffnung.

          Obwohl sicher wieder damit zu rechnen ist, dass von Seiten der Regierung und der anderen verantwortlichen Stellen dieser unmenschlichen Sauerei gemauert werden wird.

          Die Main-Stream-Me(r)dien mit all ihren Press-Tituierten werden wieder Gift und Galle spucken und versuchen, die Beteiligten mit üblen Lügen zu diffamieren.

          Sollte dies der Fall sein, so hoffe ich, dass diese Drecks-Blätter und ihre Verantwortlichen angezeigt werden. Null Toleranz ist jetzt endgültig angesagt.

          Hätten Sie diesen Link hier nicht eingestellt, wüsste ich von nichts. Den Kanal habe ich nun abonniert.

          Bitte stellen Sie diesen Link auch bei den neusten anderen Beiträgen von Th. Röper und auch anderen Foren ein, damit diese Informationen möglichst viele Menschen erreicht.
          Dasselbe werde ich auf den von mir bevorzugten Kanälen ebenfalls tun.

          „Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, aber wir können sie zwingen, immer dreister zu lügen!“

          Nochmals aufrichtigen Dank und liebe Grüsse aus der ehemals neutralen Schweiz.

          🌺

          PS: So wunderbar wie diese Nachricht ist, so wunderbar ist heute auch das Wetter am Thunersee. Ein gutes Omen.

          1. @Aletheia

            Es freut mich, dass sie sich freuen und ich bin auch erst Vorgestern darauf gestoßen. Werde das natürlich in meinem Umkreis und Kanälen auch weiter verbreiten. Liebe Grüsse einer Berner/Bündner Mischung 😊

        2. Falls Interesse, hier noch der Link zur Website

          https://coronaanzeige.ch/strafanzeige

          Ich habe mir diese 2 Stunden PK mal reingezogen. finde es sehr interessant und wünsche den Initianten viel Erfolg.
          Mich wundert eh, wie es sein kann, dass in unserer hochgebildeten Gesellschaft, eine Masse an studierten und hochgebildeten Menschen diese Manipulation wehrlos über sich ergehen lässt, ja sogar noch fröhlich dabei mitmacht.

          1. an Einer unter Vielen:

            Auch für den 2. Link ein Dankeschön.

            “ Mich wundert eh, wie es sein kann, dass in unserer hochgebildeten Gesellschaft, eine Masse an studierten und hochgebildeten Menschen diese Manipulation wehrlos über sich ergehen lässt, ja sogar noch fröhlich dabei mitmacht. “

            Meine Meinung über die Gründe der vielen verschiedenen Beteiligten:

            – werden erpresst, sind korrupt, werden bedroht, streben nach Macht, sind Egoisten, Narzissten, …Psychopathen, Soziopathen und / oder Sadisten
            – haben Angst vor Jobverlust und / oder Ansehen
            – machen immer gerne und freiwillig, was ihnen der Vorgesetzte aufträgt
            – sind zu faul oder zu ungebildet, um kritische Fragen zu stellen
            – sind Opportunisten und bevorzugen immer den vermeintlich sicheren Platz in der „Mehrheit“, weil …sie für nichts die Verantwortung tragen wollen und / oder „ihre Ruhe“ haben wollen.

            Zu Letzt-Genannten fällt mir gerade ein Text ein, den ich vor Jahren gelesen habe:

            ********************************************************************
            Die Hölle war total überfüllt. Der Teufel sagte zu den Wartenden:
            „Es ist nur noch ein Platz frei – für den ärgsten Sünder; sind vielleicht ein paar Mörder da?“
            Er hörte sich die Verfehlungen der Menschen an. Aber keine Sünden waren ihm schlimm genug.
            Da sprach er einen an, der etwas abseits stand:
            „Was ist mit Ihnen? Was haben Sie getan?“
            „Nichts“, sagte der Mann; „ich bin ein guter Mensch. Aus allem habe ich mich rausgehalten.
            Ich sah, wie Menschen ihre Mitmenschen verfolgten, aber ich beteiligte mich nie daran.
            Sie haben auf den Schwachen herumgetrampelt, ich hielt mich da immer raus.“
            Sie haben absolut nichts getan?“
            fragte der Teufel ungläubig.
            „Nein, ich habe nichts getan.“
            „Komm herein, mein Sohn, der Platz gehört dir.“
            Und als er den guten Menschen einliess, drückte sich der Teufel zur Seite, um nicht mit ihm in Berührung zu kommen.

            Heinz Leuenberger, Gemeinderat, Polizeivorsteher
            ****************************************************************************

            Bleibt noch zu klären, warum es auch Menschen gibt, auf die alles oben genannte NICHT zutrifft.

            Eine mögliche Erklärung:
            *****************************************************************************
            An alle da draussen, die auch anders ticken als die grosse Mehrheit:

            Ich habe lang nicht verstanden, weshalb so viele Menschen einfach nicht erkennen,
            was in Sachen Corona, wahlweise 9/11 etc. und nun mit der Ukraine, abgeht.
            Dieser Frage bin ich fast 2 Jahre lang nachgegangen.

            Ich habe herausgefunden, geprüft und erkannt:

            Es ist nicht die Bildung oder die Ausbildung.
            Es ist nicht die soziale oder emotionale Intelligenz und auch nicht der IQ.
            Es ist nicht das logische Denk-Vermögen, das handwerkliche Geschick oder das gute Gedächtnis.
            Und auch nicht die Erfahrung oder die Unerfahrenheit.
            Egal ob Promi oder nicht, schön oder hässlich, gesund oder krank, dick oder dünn.
            Es ist nicht die Hautfarbe; egal ob schwarz, weiss, gelb, rot oder regenbogenfarbig.
            Es ist auch nicht das Alter oder die Jugendlichkeit, nicht die Armut oder der Reichtum.
            Nicht die Beziehungsfähigkeit oder Unfähigkeit.
            Es ist nicht der Einfluss von Familie, Freunden oder Bekannten.
            Auch nicht die Einsamkeit.
            Nicht die politische, religiöse oder sexuelle Orientierung.

            Irgendwann war ich ratlos. Für mich war es die entscheidende Frage:
            Weshalb erkennen die Menschen nicht, wie sie belogen und betrogen werden? Vor Kurzem habe ich endlich eine mögliche Antwort gefunden.

            Es ist das folgende Zitat von Henri Bergson, 18.10.1859 – 4.1.1941,
            =========================================================================
            „Glücklicherweise werden einige mit einem spirituellen Immunsystem geboren, das früher
            oder später die illusorische Weltanschauung ablehnt, die ihnen von Geburt an
            durch soziale Konditionierung aufgepfropft wurde.
            Sie beginnen zu spüren, dass etwas nicht stimmt und suchen nach Antworten. Inneres Wissen und anomale äußere Erfahrungen zeigen ihnen eine Seite der Realität, die andere nicht wahrnehmen,
            und so beginnt ihre Reise des Erwachens.
            Jeder Schritt der Reise wird gemacht, indem man dem Herzen folgt, anstatt der Masse zu folgen,
            und indem man Wissen über die Schleier der Unwissenheit wählt.“
            ========================================================================

            Ich fühlte mich so verstanden. Und ich kann hinzufügen, so war es schon immer, so ist es jetzt
            und so wird es bleiben. Der Prozent-Satz (20% ?) der Menschen mit spirituellem Immunsystem
            bleibt vermutlich immer gleich.
            **********************************************************************

            Diese Art der Wahrnehmung kenne ich seit dem ich 4 Jahre alt war. Oft wusste ich nicht, was nicht stimmt. Nur, dass etwas nicht stimmt.
            Als Kind hatte ich aber keine Chance, von den Erwachsenen durch Fragen stellen, eine Bestätigung meiner Wahrnehmung zu bekommen.

            In der Pubertät wurde ich dann als „komisch“ oder „den Frieden störend“ abgestempelt. Auch in der Familie. Dann gab es eine Phase, in der ich nichts mehr gesagt, nichts mehr gefragt habe.
            Ich war überzeugt, dass mit MIR etwas nicht stimmt. Ich habe dann lange Zeit nur beobachtet. Und immer häufiger kam es vor, dass sich meine Wahrnehmungen, manche erst nach langer Zeit, bestätigt haben. Im privaten wie auch in vielen anderen Bereichen.

            Mit ca. 33 Jahren habe ich begonnen, meiner Wahrnehmung voll zu vertrauen.
            Je nach Wahrnehmung mache ich den Mund auf oder eben nicht. Nun bin ich 65 Jahre alt, habe 2 Kinder gross gezogen und habe seit 30 Jahren sehr viele, sehr wichtige Entscheidungen auf Grund meiner inneren Stimme getroffen.

            Keine davon hat sich im nachhinein als falsch erwiesen. Natürlich werde ich von sehr vielen Menschen immer noch als, nett gesagt, eigenartiger Mensch empfunden.
            Aber das ist mir schon lange ziemlich egal.
            Manchmal schmerzt es jedoch, wenn sich Menschen, welche ich sehr mag, deswegen von mir
            zurückziehen.
            Das macht mich traurig, ist aber der Preis dafür, anders zu sein.

            Abgesehen von kleinen Widerwärtigkeiten, welche der Alltag so mit sich bringt, geht es mir finanziell,
            gesundheitlich und emotional sehr gut. Ich fühle mich vom Schicksal reich beschenkt.

            🌺

            1. Das schöne Zitat von Henri Bergson gibt eine mögliche Erklärung dafür.

              In meinem persönlichen Umfeld stelle ich einfach immer wieder und wieder fest, dass wenn ich den Menschen auf ihre dummen Bemerkungen und Sprüche mit Fakten komme und nicht mit einstimme, blocken sie sehr schnell mit Ausreden wie; Ich will darüber jetzt nicht diskutieren, ich habe genug eigene Probleme usw.
              Wenn ich sie dann darauf hinweise, dass ich solche von Unwissenheit strotzende Sprüche nicht einfach hinnehmen kann, weil es Lügen sind und ich das gesagte mit Beweisen widerlegen kann und muss, reagieren sie dann meist noch abweisender.
              Diese Menschen haben auch keine Zeit, oder keine Lust sich genauer mit Politik zu befassen, weil sie von ihrem Ego Leben und ihren Problemen derart eingenommen sind.
              Mein Abschlussspruch lautet dann meistens, dass wer nichts weiß auch kein Urteil und dumme Sprüche abgeben sollte. Nützen tut es aber leider bei den meisten eh nichts.

              Ansonsten kann ich nur sagen, dass meine Jugend ähnlich verlaufen ist wie Ihre und ich auch schon sehr früh wusste, dass etwas nicht stimmt.
              In der dritten Klasse habe ich z.B. mit dem Lehrer schon Diskussionen geführt in der ich behauptete, dass die Gewalten Trennung eine Lüge ist, solange Richter anhand ihres Parteibuches gewählt werden, weil ein Richter unbedingt Parteilos sein müsse.
              Ich musste mich dann natürlich mit leeren Floskeln abspeisen lassen und mit nicht überzeugendem Blabla.

              Auch ich bin bis heute immer noch ein „eigenartiger“ Mensch, bin inzwischen aber sehr zufrieden damit. Trotz aller Widrigkeiten die mir das Leben bescherte.

  3. Ob nun Ironie oder nicht oder ob bewusst artikuliert oder nicht, für mich ist das eine Aussage mit einem gewissen „Geschmäckle“. Der Kern der Botschaft liegt doch in den sich widersprechenden Interpretationsmöglichkeiten ein und derselben Sache. Juristisch kaum greifbar, also abhängig durch die subjektive Beurteilung einer „höheren“ Instanz. Der gute Mann hätte es viel einfacher haben können „Ich bin kein Experte, fragen sie die dafür zuständigen Personen und/oder Institutionen“. Hat er nicht, warum eigentlich nicht, die Frage sollte dann auch erlaubt sein.

    1. @ustdigital
      ob es ein Geschmäckle hat kann man dahin stellen.
      Ein Geschmeckle hat es in D doch auch wenn mir Teile des Grundgesetzes nicht gefallen, wo rüber keiner abstimmen durfte, ich dich sofort als „Verfassungsfeindlich“ eingestuft werde. Wenn aber Palarmentariar teile des Grundgesetzes nicht gefallen und somit dieses ändern dann ist es Demokratie.

  4. “ Verboten wäre es zum Beispiel, wenn man Geschichten über Gräueltaten russischer Soldaten erfindet und verbreitet – das wäre eine „Herabwürdigung“ der Armee, die in Russland gesetzlich verboten ist.“

    Verboten ist auch, die Wahrheit über die vielen Gräueltaten russischer Soldaten zu verbreiten. Bekanntestes Beispiel ist das Massaker von Butscha an über 300 Zivilisten, begangen durch russische Soldaten.

    Das führt zur Selbstzensur der Leute und jedem Medium in Russland, ob Staatsmedien oder Blogs wie Anti-Spiegel.
    Die Wahrheit ist nicht (mehr) erlaubt.

        1. Sie glauben Wikipedia?
          Foto 1: Eine Person liegt im linken Strassengraben.
          Ein Mann läuft auf dem Bürgersteig ohne den „sogenanntenten Toten“ selbst anzusehen.
          Der „sogenannte Tote“ hat:
          1. trockene Kleidung
          2. rosa Hände und ein zum Teil rosa erkennbares Gesicht.
          Wer kann mir erklären das es keine Blutspuren gibt oder andersfalls das das Blut vom Regen weggespült wurde.
          Komisch das die Hose durch den Regen nicht zusammengesackt ist und am Bein klebt.
          Genauso wie die gebundenen Hände eines Toten mit einem Stück Laken , weiss wie aus der Waschmaschine und nicht herunterhängend nach einer Regenzeit.
          Oder der Mann im Schacht, der zusammengekauert sitzt und mit Eosin gerötet ist.
          Denken Sie mal nach.
          Welch ist die Chance das Jemand, den ich in einen Schacht schmeisse, genau so landet?
          Oder wurde er hineingeschmissen und danach erschossen?
          Ich sehe keine Schusswunde.
          Oder der Mann der unter einem Fahrrad liegt.
          War der Mann auf dem Fahrrad, würde das Fahrrad zwischen seinen Beinen liegen.
          Hätte er das Fahrrad geschoben, würde das Fahrad rechts von ihm liegen und nicht auf seiner linken Seite.
          Sehen Sie sich mal Bilder an von Menschen die ein Fahrrad schieben.
          https://www.google.com/search?source=univ&tbm=isch&q=Bilder+Fahrrad+schieben

    1. Ja Butscha war eine Sauerei vinvielen. Die Faschistichen Bestie. In Kiew haben dort Menschen ermordet und auf die Straße geworfen. Es dann den Russen in die Schuhe zu schieben zeigt was für Kosten mpen in Kiew regieren

    2. @Sonderegger

      „Verboten ist auch, die Wahrheit über die vielen Gräueltaten russischer Soldaten zu verbreiten. “

      Bekanntestes Beispiel Butscha, wo eindeutig Ukrainische Soldaten eines ihrer unzähligen Kriegsverbrechen an 300 Zivilisten begangen haben. Oder warum hatten alle Toten weiße Armbinden (es waren also Russen!) ?
      Oder warum waren die Toten erst 2 Tage NACH dem Russischen Abzug und NACH dem Einzug der Ukro-„Soldaten“ in Butscha auf der Straße? Eine Idee, warum das so gewesen war? Haben sich die Toten aus ihren Gräbern erhoben? Untote?

  5. Die Gefahr durch Widersprechen der Regierungslinie ins Gefängnis zu wandern ist in Deutschland deutlich erhöht. Siehe diverse Beispiele, zB Alina Lipp, plus Familie (bei der Mutter bestand wohl die Gefahr, dass diese verhaftet würde, weil ihre Tochter die Wahrheit berichtet!) oder auch der arme Rentner, der für das Zeigen der russischen Flagge in der Öffentlichkeit mehrere tausend Euro Strafe zahlen soll, genauso für das Anbringen eines Z auf der Heckscheibe eines Autos. Sollten die betreffenden Personen nicht zahlen können, was bei dem Renter wahrscheinlich ist, wenn er keine Unterstützung durch Familie und Freunde erhält, können sie ins Gefängnis wandern. Ich glaube kaum, dass in Russland das zeigen einer Nato-Flagge – immerhin hat diese im Irak tatsächlich einen Genozid verübt ab 2003, in einem echten (!) Angriffskrieg (!) – ähnlich hart bestraft würde. Oder schauen wir uns an, wie der offensivhtlich faschistische „Wertewesten“ im Fall Assange verfährt. Dieser wird verbrecherisch in Haft gehalten und dafür gefoltert, dass er die Wahrheit gesagt hat. Oder Snowden, der nach Russland flüchten musste, um dem gleichen Schicksal wie Assange oder auch Manning zu entkommen. Je lauter der Westen über andere schimpft, triff das Anderen vorgeworfene Verhalten auf ihn selbst zu. Und er versucht so von sich selber abzulenken. Ist doch praktisch Andere mit Dreck zu beschmeißen, muss man die eigenen blutigen Fkecken auf der gar nicht so weißen eigenen Weste nicht mehr in Augenschein nehmen.

    1. Und noch etwas… Ich finde immer wieder lustig, wenn irgendwelche wertewestlichen Rechtsextremisten glauben es sei ein Argument zu behaupten „aber in Russland und China sieht es nicht besser aus“. Ob die Behauptung stimmt ist völlig egal. Oder glauben diese Leute es sei dadurch weniger eine Straftat Menschen zu foltern, weil es das anderswo auf der Erde auch gibt? Der Westen ist komplett wahnsinnig geworden. Was da Andere angeblich alles so Böses anstellen ist dabei – um zu diesem Schluss zu gelangen – völlig belanglos.

      1. @klauswerner

        „Haltet den Dieb!“ schreit der Dieb, um von sich abzulenken. Die USA foltern schon seit Jahrzehnten und G.W. Bush hat diese sogar legalisiert für US-„Sicherheits“-Kräfte. OK das ist dann „demokratische Folter“ der „Guten“. Genauso wie die „demokratischen Bomben“ der USA, die vielen Millionen Zivilisten weltweit das Leben kosteten und noch kosten (siehe auch Drohnen-Angriffe auf Hochzeitsgesellschaften in Afghanistan aus Rammstein/Deutschland).

        Diese Verlogenheit schreit so zum Himmel, das man verrückt werden könnte.

  6. „Ich finde immer wieder lustig, wenn irgendwelche wertewestlichen Rechtsextremisten glauben es sei ein Argument zu behaupten „aber in Russland und China sieht es nicht besser aus“.

    Zitat, kann mich nicht mehr erinnern von wem: „Dadurch das es jeder tut, macht aus einer Dummheit noch keine Tugend“. Eines meiner absoluten Favorites 🙂

  7. Die Qualität der Schweizer Leitmedien ist leider genau so unterirdisch wie überall. Beim Tagesanzeiger und den dazugehörigen Blättern werden die Artikel von Project Syndicate ohne Anpassung abgedruckt. Die NZZ erhält die Informationen vom gleichen Ort, schreibt sie aber noch etwas um, sodass es nicht so offensichtlich ist.
    Der Blick sowie auch 20 Minuten erfinden oftmals selbst völlig wirre Geschichten. Daher bin ich nicht erstaunt über den Blick Artikel und es gibt dutzende solcher davon.

  8. Thomas R., wer bekommt schon diese zwei schweizer Medien mit? Wie sie selbst schreiben wurde ihnen der Beitrag zugetragen. ICH bekomme noch nicht mal mit, was die Blöd in der Treuhand BRvonD abläßt.
    Und nein, gebe sich niemand die mühe mich zu überzeugen, ÖRR oder andere Medien der Treuhand zu lesen/ sehen.
    DIE verstecken ALLES hinter einer Teilwahrheit (wie in ‚Blick‘ auch)- ergo eine Lüge. Um einen gewissen Einblick zu erhalten, muß ich auf ausländische Informationen zurückgreifen. WIR sind wieder soweit; hatten wir doch schon mal.

  9. „Verboten wäre es zum Beispiel, wenn man Geschichten über Gräueltaten russischer Soldaten erfindet und verbreitet – das wäre eine „Herabwürdigung“ der Armee, die in Russland gesetzlich verboten ist.“

    Dazu habe ich eben folgendes gefunden:
    https://de.nachrichten.yahoo.com/ukraine-krieg-chef-wagner-söldner-035824861.html

    Weiss jemand mehr darüber? Es betrifft zwar die „Wagner“-Söldner-Gruppe, es würde mich aber trotzdem interessieren was da dran ist.

    1. Aber ja, der hat doch ein Interview gegeben nachdem er seine Kameraden und seinen Arbeitgeber verriet.

      https://www.youtube.com/watch?v=c1aZpSbg80M

      Danach wird es schwammig. Mal hat man ihn überfallen und dann eingesackt zur Hinrichtung, eine andere Erzählung lautet er wurde ausgetauscht. Über einen offiziellen Austausch gibt es Unterlagen. Die wurden aber nicht erwähnt.

      Hier wird behauptet, ukrainische Militanten hätten ihn sich gepackt.

      https://twitter.com/RueDaungier/status/1591755071964196867?cxt=HHwWhsDRnb6zhpcsAAAA

      Gefolgt von einem „Meduzza“ Hinweis auf ein Ex Wagner und ihren Chef der das Video wohl auch kennt und offensichtlich kein Problem damit hat was dem Verräter widerfährt.
      An anderer Stelle kam ein Hinweis zu den Uniformen, die die These unterstützen würden das es Ukrainer waren die ihn töteten.
      Der Drops ist wohl noch nicht gelutscht.

  10. Im dem Lande, das gerade unsere Demokratie und unsere Freiheit in einem Titanen gleichen Kampf gegen den Untermenschen verteidigt, scheint sich der Pranger wieder als Mittel der Strafverfolgung zu bewähren:
    [https://ria.ru/20221114/kherson-1831280037.html]
    „Die Associated Press hat Fotos von Menschen veröffentlicht, die in Cherson an Pfähle gefesselt sind.“

    Da sagen man noch, es würden hier keine traditionellen Werte gepflegt.
    Und sicher werden wir in Bälde erfahren, daß auch der Scheiterhaufen doch über lange Zeit in Europa seine Wirkungsmächtigkeit gegen Ungläubige, gar Ketzer, unter Beweis gestellt habe, daher völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten sei.
    Der unermeßliche Fundus aus diesen rund 2.500 Jahren europäischer Demokratie, der – von 12 Jahren einmal abgesehen – nun schon sehr lange quasi brach liegt, enthält doch eine echte Bereicherung des Instrumentariums im Kampf gegen „Staatsdelegitimierer“ und ähnlich Minderwertige …
    Gleißend hell das Licht der Demokratie, das uns da aus dem Osten scheint …

    1. …nicht nach „Osten“ – nach westen – zum Rektum des yankee’s dein Blick sich wende – in seinem Inneren das Licht der „demokratie“ tausend mal heller dir erscheine… 😝😇😝

  11. Also im Ernst, die „Blick“ hat etwas geschrieben und deshalb nötigt man T.R. eine Art Richtigstellung ab?
    Bisher hielt ich die Schweizer für intelligent genug eine Quelle auch allein zu finden. Dann hätte man selbst gemerkt das bei dem „Blick“ Artikel etwas aus dem Kontext gerissen wurde.
    Aber dann müsste man ja seine eigene Meinung vertreten und könnte sich nicht hinter der Arbeit eines Anderen verstecken.
    Was für ein Trauerspiel.

  12. „20 Minuten“ und der „Blick“ sind ein Zeichen der Volkskrankheit die auch in der Schweiz wütet……

    ….. ich spreche von der Dummheit, diese ist nämlich die wahre Krise nicht Corona.

    Klar das die so eine Verfälschung bringen. Schade nur das diese Leser den Antispiegel kaum lesen werden.

    Ich war selber mal das Ziel so einer Desinformation. Der Verein in dem ich bin, der wurde mal in 20 Minuten abgehandelt.
    Wie unglaublich direkt die Lügen können, davon weiss ich seit über 10 Jahren aus eigener Erfahrung.

    Eine Korrektur gabs nie, dazu hätten wir die Gerichte bemühen müssen…. auch Leserbriefe welche die klaren Fakten anhand eines Dokumentes der Gemeinde belegten, wurden nicht veröffentlicht, null never nichts.

  13. Und ich dachte die russischen Moderatoren werden eingesperrt wenn sie ein weißes DIN A4 Blatt hochhalten. Danach bekommen sie Viagra und werden tagelang in Kellern des KGBs von hässlichen alten Kriegswitwen vergewaltigt.
    Vielleicht hat der Moderator ja noch mehr Humor und gewährt dem Schweizer Blick weitere wichtige Erkenntnisse. Die Schweiz hat alles voll im Blick. Nur eben keinen Durchblick.

  14. Das StgB (RF) gilt auch für Röper, Lipp u.a. in Russland Tätige („Propagandisten/ Journalisten/Berichterstatter“), oder gar uns. Noch gilt ein gewisser „Welpenschutz“,wie uns vor wenigen Tagen angedeutet wurde, wenn ein Nutzen überwiegt. Doch die Grenze ist schmal. Wir können uns bekannte Einzelheiten über Dossiers und laufende Ermittlungen aus Quellenschutzgründen nicht offenbaren, aber es dürfte auch anderen Betroffenen sehr wohl klar sein, daß ihre Schritte, Einlassungen und Wirkungsgrad von Veröffentlichungen durch die zuständigen Gremien sehr genau beobachtet und dokumentiert werden. Zu vermuten, dies gewähre Schutz vor der Verfolgung durch Dienste in недружественные государств ist allerdings naiv. Das Schicksal Darja Dugina’s dürfte noch in Erinnerung sein.

    1. Sind jetzt ukrainische Dienste für die weltweite Abschaffung der Meinungsfreiheit zuständig? Diese steht allerdings im Grundgesetz Schlands – dürfen wir darüber diskutieren, ob auf dem Gebiet der Bundesrepublik derer Gesetze mehr wiegen als ukrainische Ukase oder umgekehrt?

      Gleich auch gerne über den Fall Mützenich.

  15. Schauen wir auf die andere Seite des Eisernen Vorhangs:

    „Bürgerlicher Stalinismus: Die Universität Bonn und die Causa Guérot“

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=90318

    „… nun hat die NZZ noch einmal übel nachgetreten und nicht nur die mutige Politologin angegriffen, sondern auch die Universität Bonn wegen einer Erklärung, die auf Ulrike Guérot gemünzt ist, heftig gerügt. Denn die Distanzierung der Universität von Guérot ging der vermeintlich liberalen Schweizer Zeitung nicht weit genug. Dabei ist der NZZ-Kommentar geradezu prototypisch für den westlich-transatlantischen, heuchlerischen Umgang mit dissidenten Stimmen: Es bleibe zwar, heißt es darin jovial, Guérots “gutes Recht”, ihre “Ansichten” zu äußern, und die NZZ gesteht ihren Lesern sogar zu, davon zu halten, “was man will”. Soll man ernstlich dafür dankbar sein? …“

    Weiter wird erwähnt, dass Schweizer Medien wohl inzwischen vergessen haben, dass die Schweiz neutral sei…

    1. Obama hatte bei den G20 in China nicht einmal eine Treppe bekommen. Er wurde einfach „vergessen“, hat dann den Hinterausgang seines Fliegers benutzt, der eine eigene Nottreppe hat und mußte selber sehen, wo er hin soll. In China legt man großen Wert darauf, Perfektion zu zeigen und achtet das diplomatische Protokoll ansonsten streng. An das „Mißverständnis in Sicherheitsfragen“ hat keiner geglaubt.

  16. Es gab mal eine Zeit, wp noch alles funktionierte – die Infrastruktur, die Polizei, die Feuerwehr, das Gesundheitssystem.
    Das war eine Zeit, nicht so lange her, da wurde auch noch nicht alles privatisiert und Beamte und Politiker hatten Verantwortung zu tragen.

    Mit der Privatisierung kamen das Chaos, die Spaltung, der Hass, die Gier, der Raub und nichts wollte mehr so funktionieren wie es damals lief.

    https://nltimes.nl/2022/11/13/power-outage-disrupts-trains-utrecht-central-station

        1. Schon komisch nicht wahr? Nachts sind da die Läden voll und offen, und du musst sehen wie du klar kommst. Während man dir Stuss in Radio, Fernsehen und TV erzählt dass Russland daran schuld ist das alles teurer wird (dabei ist der Ölpreis so stabil wie 2012). Es jedem schlecht geht im Ausland und nur den Deutschen geht es gut, nur die Deutschen sind zivilisiert, nur die Deutschen haben Demokratie.
          Und dann kommt sowas bei raus;
          Migranten wollen NPD wählen (kein Wunder, weil die Linken und Grünen die Ausländer in den Sozialen Brennpunkten egal sind).
          https://www.youtube.com/watch?v=socVP07rjzQ

        2. Masken waren in China immer schon beliebt. Der Kohlenqualm und die Schnupfengefahr. Besonders bei Frauen in Peking, im Süden nicht. Kein Reizthema, sondern ihr gutes Recht, ihre Gesundheit zu schützen, wie sie das richtig finden.

    1. @ Smuglianka

      sehe ich ganz genauso. Diese Erkenntnis belastet mich, da ich weiß, wie es damals mal war. Es war wahrlich kein Garten Eden, aber es war alles überschauber und besser, als heute!

    2. @ Smuglianka

      sehe ich ganz genauso. Diese Erkenntnis belastet mich, da ich weiß, wie es damals mal war. Es war wahrlich kein Garten Eden, aber es war alles überschauber und besser strukturiert, als heute!

  17. „davon, dass Russland auf Cherson verzichtet, ist nirgendwo die Rede.“

    Ich wette weiterhin darauf, daß das aber noch kommen wird, nämlich in Bezug auf Verhandlungen und deren Endergebnisse. Saporoschschja dürfte das gleiche Schicksal ereilen. Krim, Donezk und Luhansk aber nicht, die haben nämlich auch einen anderen, weit gefestigteren Hintergrund.

    1. Kommt es nicht, hat die Ukraine militärisch verloren und muß passen oder es trifft auf Rußland zu. Bei letzterem ist dann ganz sicher WK3 mit im Gepäck, bei ersterer Variante ist es etwas weniger wahrtscheinlich, aber dem Wertewesten wird hierzu schon was einfallen, denn schließlich geht es ja gerade darum, den WK3 durchzubekommen!

      Die geisteskranken oberen „10.000“ werden ihre Chance auf erfolgreichen „Great Reset“ keinesfalls verpassen wollen. Sie kommt nur alle Jahrzehnte wieder. Sie kommt übrigens auch nur weieder, WEIL die Geisteskranken weitermachen durften. Hätte man sie gegrillt und gekillt und Vernünftige in die Schaltzentralen der Macht insbesondere im Westen gebracht, wär alles ruhig und friedlich geblieben, wenigstens doch das. Nationen, die nicht von Geisteskranken dominiert werden, können nämlich miteinander kooperieren und verfallen nicht in nicht gleich wieder auflösbare Streitigkeiten erheblicher Tragweite.

      So wie Nationen so die Einzelwesen, das jeweilige Verhalten ist sehr ähnlich. Und daher drehen momentan BEIDE am Rad, weil der Geisteskranke genügend tun konnte, um viele andere mit Geisteskrankheit anzustecken. Der Wahnsinn galoppiert und nicht mal eine x-beliebige Frau im heutigen Westen kann mit einem Mann über die Dauer von 2 Jahren hinweg zusammenbleiben und umgekehrt, so als Beispiel dafür, wie irre alles und „alle“ geworden sind.

      Jesus, so er wiederkommen sollte, hätte alle 100 Milliarden Hände und Köpfe zu tun, um in so einer Situation den Druck aus dem Kessel wieder abzulassen. Man muß schon sehr göttlich sein, um das zu schaffen. Aber vielleicht schafft es ja „einer“, wer weiß?! Die Wahrscheinlichkeit geht aber gegen null.

      Liegt an Euren „Denkapparaten“, Freunde! DORT und NUR DORT liegt die Ursache für das, was hier aufzieht und schon gut aufgezogen ist.

      Lösbar ist es, aber wer glaubt schon daran, seinen Verstand ändern zu können?!

      Menschen!

  18. Ein paar Worte zum Schweizer Qualitäts-Merdium namens der „Blick“:

    Der Blick ist die auflagen-stärkste Tages-Zeitung der Schweiz.

    Um zu verstehen, wie Otto der Normalverbraucher in der Schweiz (ca. 8 Millionen Einwohner) „informiert“ wird, wie er sich „seine Meinung bildet“, bzw. wie ihm seine „Meinung gebildet wird“, ist es ab und zu nötig, zu lesen was in diesem grotten-schlechten Lügen-Blatt steht. Leider.
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    Wikipedia:
    Der Blick ist eine deutschsprachige Schweizer Tageszeitung mit einer WEMF-beglaubigten Auflage
    von 106’508 (Vj. 120’716) verkauften,
    bzw. 107’119 (Vj. 122’087) verbreiteten Exemplaren und einer täglichen Reichweite
    von 472’000 (Vj. 477’000) Lesern.

    Der Sitz ist in Zürich. Zum Blick gehört dessen Online-Nachrichten-Website blick.ch, welche auch auf Französisch verfügbar ist.

    Die Zeitung wurde 1959 vom Ringier-Verlag auf Initiative von Helmut Kindler als erste Schweizer Boulevardzeitung mit einer Auflage von 50’000 Exemplaren lanciert.
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    Wikipedia:
    Marc Walder (* 19. August 1965 in Thal SG) ist ein Schweizer Journalist, Medienmanager und ehemaliger professioneller Tennisspieler.
    Er ist CEO und Managing Partner der Ringier AG und Vorsitzender des Group Executive Board.
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    Homepage Ringier:
    Marc Walder (*1965) wurde im April 2012 zum Vorsitzenden der Konzernleitung ernannt. Er ist auch in mehreren Verwaltungsräten tätig: Swiss Marketplace Group, JobCloud AG, RingierAxelSpringer Polen, Ringier Serbien und andere. Walder fungiert als Verwaltungsratspräsident der Admeira AG, der Ringier Africa AG, der onelog AG und als Vizepräsident der Ticketcorner AG. Walder ist außerdem Vorstandsmitglied von sportradar, dem weltweit führenden Unternehmen für Sporttechnologie. Außerdem ist er Mitglied des Executive Advisory Board von WORLD.MINDS. Marc Walder ist Gründer von digitalswitzerland, einer branchenübergreifenden Initiative mit mehr als 240 Mitgliedern, die darauf abzielt, die Schweiz als weltweit führenden Standort für digitale Innovation zu verankern und zu stärken. Er ist Mitglied des Beirats des Bundesrates zur digitalen Transformation. An der Digital Economy Award Night 2019 wurde Walder der Ehrenpreis «Digital Economy Ambassador» verliehen. Er wurde für sein Engagement für die Schweizer Wirtschaft und die ICT-Branche geehrt. Unter seiner Führung hat die Ringier AG die Diversifizierung und Digitalisierung konsequent vorangetrieben und in erheblichem Umfang in digitale Ökosysteme investiert.
    2008 absolvierte Marc Walder das Advanced Executive Management Program an der Harvard Business School in Boston.
    Marc Walder ist seit Januar 2018 mit 10 Prozent an der Ringier AG beteiligt. Er ist verheiratet, Vater von zwei Töchtern und lebt in der Nähe von Zürich.
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    Wie Mark Walder tickt, wird hier ersichtlich:
    https://www.nebelspalter.ch/geheimes-video-zeigt-ceo-marc-walder-zwang-alle-redaktionen-der-ringier-medien-weltweit-auf-regierungskurs

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    Die Redakteure halten sich alle für etwas Besseres und fühlen sich dazu berufen, das Volk zu belehren und zu manipulieren, statt zu informieren.

    In den Schreibstuben selbst arbeiten vorwiegend nur noch Press-Tituierte, Ungebildete und Verblödete.

    Es wimmelt von Rechtschreib-/ Grammatik-Fehlern. Da liest anscheinend keiner mehr durch, was der Praktikant geschrieben hat.

    Ebenso verhält es sich mit inhaltlichen Fehlern, egal zu welchem Thema.

    Da wird dann schon mal ein Bild eines Schimpansen mit „Gorilla“ untertitelt.
    Oder ein offensichtlicher Autofahrer in einem Video als Töff-Fahrer (Motorrad-Fahrer) bezeichnet.

    Es werden falsche Redewendungen angewandt:

    Statt „Etwas auf’s Tapet bringen“ liest man dann „Etwas auf’s Tablett bringen“ oder, noch schlimmer „Etwas auf’s Trapez bringen“.

    Fremdwörter, aber auch durchaus deutsche Wörter, werden falsch verwendet.

    Namen werden falsch geschrieben.

    Fake-Bilder und Fake-Artikel veröffentlicht, ohne später richtig gestellt zu werden; sie verschwinden dann einfach.

    Die Liste ist endlos. Das volle Programm eben. Man kann schon froh sein, wenn wenigstens das Datum stimmt.

    Da jedoch der gewöhnliche Blick-Leser eh nur noch die Schlagzeilen liest,
    das Lese-Verstehen sogar einfachster Sätze sowieso eine intellektuelle Überforderung darstellt,
    die Logik durch Abwesenheit glänzt,
    die Merkfähigkeit des Gelesenen bei ca. Null liegt und
    die allgemeine Verblödung, nicht zu Letzt durch das katastrophale Schulsystem, epidemische Ausmasse angenommen hat,
    spielt das alles keine Rolle.

    Läuft.

    Der im Bericht von Th. Röper erwähnte Artikel ist vermutlich einfach der Verblödung durch digitale Demenz geschuldet.
    Obwohl ich auch absichtliche Falschinformation nicht ausschliessen kann.

    Meine schon oft gestellte Frage:

    „Nur blöd oder doch böse, oder gar Beides, also blöse?“

    bleibt nach wie vor unbeantwortet.

    Das einzig Positive: die Auflage sinkt Jahr um Jahr.

    Der folgende Artikel erschien 2012 in der Aargauer Zeitung:

    “ Die Boulevardzeitung «Blick» erreichte 1987 mit 375 288 beglaubigten Exemplaren ihren absoluten Höhepunkt. 25 Jahre später hat sich die Auflage fast halbiert. Mit 191 064 bezahlten Zeitungen fiel sie erstmals seit 1967 (!) deutlich unter die Marke von 200 000. Den Einbruch um 8,3% in einem einzigen Jahr bewerten Experten als dramatisch, zumal der Vorsprung auf den Zürcher «Tages-Anzeiger» jetzt nur noch rund 2500 Exemplare beträgt.
    Ist damit das Experiment mit den deutschen Chefredaktoren bei «Blick» und «SonntagsBlick» gescheitert? Ringier verneint offiziell. Insider sagen aber, für den glücklosen «SonntagsBlick»-Chef Karsten Witzmann werde bereits nach einem Nachfolger gesucht. Geschäftsführerin Caroline Thoma dementiert: «Die Chefredaktoren im Newsroom der ‹Blick›-Gruppe stehen nicht zur Diskussion. Weshalb auch? Es sind allesamt hervorragende Blattmacher, welche mit ihren jeweiligen Titeln einen ausgezeichneten Job machen.»
    Diese Ansicht scheint jedoch Ringier-CEO Marc Walder nicht zu teilen, sonst würde er kaum Gespräche mit potenziellen Kandidaten führen. Auf Anfrage wollte er sich dazu nicht äussern, da er «im Moment» keine «öffentlichen Statements» mache. Ähnlich war die Ringier-Kommunikation einige Monate vor dem Rausschmiss des damaligen «Schweizer Illustrierte»-Chefredaktors Nik Niethammer.
    Witzmann selbst reagierte nicht auf ein entsprechendes E-Mail, und auf telefonische Nachfrage sagte er gestern: «Kein Kommentar.» Stumm blieb auch Ralph Grosse-Bley, die starke, aber auch umstrittene Figur im Newsroom der «Blick»-Gruppe. Unter anderem seines Führungsstils wegen haben in den letzten Wochen weitere bekannte Journalisten gekündigt.
    Ringier-Pressesprecher Edi Estermann relativiert den Auflageneinbruch: «Wir haben damit gerechnet, weil wir den Auslandvertrieb zugunsten der digitalen Kanäle eingestellt haben.» Dies sei mit der «Total Audience Strategie» zu begründen, «welche die ‹Blick›-Gruppe ganz konsequent fährt». Mit 2,8 Millionen Lesern erreiche die «Blick»-Gruppe pro Woche «eine eindrückliche Zahl».
    Zweckoptimistisch betont Estermann, dass die Reichweite der «Blick»-Titel «noch nie so hoch war wie heute». Das würden die Auflagenzahlen jedoch nicht abbilden. Im Übrigen sei für Ringier grundsätzlich die verbreitete Auflage «weit weniger entscheidend als die profitable Auflage».
    Trotzdem: Zufrieden kann er mit den Zahlen nicht sein, wie die Auflagenentwicklung der sonntäglichen Ausgabe zeigt. Wurden 1988 noch rund 376 000 Exemplare abgesetzt, so sind es gemäss den aktuellen Wemf-Zahlen noch 224 000 Stück. Das ergibt in 24 Jahren einen satten Rückgang um 40 Prozent. Zulegen konnte nur der «Blick am Abend», der jedoch gratis verteilt wird.
    Noch gibt man sich bei Ringier zufrieden mit dem harten Boulevardkurs, den der «Blick» unter der Leitung von Grosse-Bley seit 2009 fährt. Selbst spektakuläre Entschuldigungen wie im Fall Hirschmann oder dem Schriftsteller Martin Suter scheinen ihm nicht zu schaden, auch wenn sie die Glaubwürdigkeit der Marke beschädigen. Berufsrisiko. «Boulevard ist grundsätzlich ein Grenzgängergeschäft», sagte Grosse-Bley kürzlich in einem Interview mit dem «Schweizer Journalist». Noch in schlechter Erinnerung ist die Berichterstattung über das Walliser Busunglück, wo der «Blick» die ethischen Grenzen gnadenlos überschritt.
    Das eigentliche Problem liegt in der Themensetzung und der spezifisch deutschen Boulevardsprache. Hie und da kommentieren die deutschen «Blick»-Journalisten deutsche Ereignisse aus deutscher Sicht und merken dabei nicht, dass sie an der Schweizer Leserschaft vorbeischreiben. So wurde die Ernennung von Steinbrück zum sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten zum Tagesaufmacher gestemmt.
    In einer Kolumne warf Roger Schawinski den «Hors-sol-Blick-Chefs» vor, im Grunde desinteressiert an der Schweiz zu sein. Das zeige sich auch an einem Titel wie «Katie Price breit wie Buddha». In Deutschland sei «breit» ein Slang-Synonym für total besoffen, schreibt Schawinski, «bei uns ist dieser Ausdruck absolut unverständlich.» Zumindest auflagesteigernd werden solche Titel hierzulande kaum sein. “

    10 Jahre sind seither vergangen, mittlerweile haben wir das Jahr 2022 und die beglaubigte Auflage des „Blick“ liegt bei

    106’508 Exemplaren.

    Meine Freude über den Verlust der Leserschaft hält sich jedoch in Grenzen.
    Es sind ja nicht weniger Käufer geworden, weil die Leser zu einem qualitativ besseren Print-Medium abgewandert sind.
    Die meisten lesen vermutlich nicht einmal mehr den Blick, sondern greifen zur qualitativ noch schlechteren Gratiszeitung. Oder lesen gar nichts mehr.

    Ich persönlich kenne mittlerweile nur noch eine seriöse, vielseitige und vielschichtige Informations-Quelle in der Schweiz:

    „Die Weltwoche“ von Roger Köppel.

    Roger Köppel ist Schweizer Journalist, Medienunternehmer, Publizist und Politiker (SVP). Seit 2001 ist er Chefredaktor und Verleger des Wochenmagazins „Die Weltwoche“.

    Auf Youtube erscheinen täglich, in aller Herrgotts-Frühe, Mo-Fr, seine beiden Weltwoche Daily-Berichte (ca. 30 – 40 Minuten).
    Eine Ausgabe ist den Schweizer Zuhörern gewidmet, die andere auch für den deutschen und österreichischen
    Konsumenten interessant.
    Er spricht in beiden Ausgaben Hochdeutsch.
    Sein Wortschatz ist phänomenal, seine bildhafte Sprache legendär, sein Humor und seine Fröhlichkeit ansteckend und die Informationen sind unentbehrlich. Ein bodenständiger, guter Mann.

    Aber den „Schweizer Akzent“ bringt auch er nicht weg. Kommt vermutlich bei vielen in Deutschland und Österreich charmant rüber.

    Seit es diesen Kanal gibt, habe ich noch keine einzige Ausgabe verpasst.
    Ein Lichtblick im ehemaligen Heidi-Land.

    🌺

    1. @ Aletheia

      Tja: Auflage, Auflage, Auflage eben! Was erwartest du? Heute interessiert sich doch kein Furz mehr für die Wahrheit.. die ist mitunter komplett langweilig und macht beim Lesen müde…

      Heute sucht man Ämottzzionnhhh (Emotion) und die bekommt man nur durch geschicktes Weglassen, mutiges Lügen, hinterhältige Behauptungen usw. etc.
      S. der Fall Diana..

    2. Liebe Aletheia 1957
      hätte ich Ihren Kommentar zuvor gelesen, hätte ich mir – als langer Mitleser – das Anmelden sparen können; sie haben nahezu alles Wichtige zu diesem Hetzblatt namens „Blick“ gesagt.
      Nur noch dies für alle Mitleser
      – in der Schweiz heisst es „der Blick“
      – der Blick war schon immer ein Hetzblatt, früher aber deutlich rechts der Mitte, ist über die Jahre jedoch zu einer links/grünen Postille mutiert
      – der Chefredaktor ist liiert/verheiratet mit einer Grünen-Nationalrätin – daher auch die linksgrüne Agenda im Blick (wer will schon am Morgen früh politische Differenzen mit der eigenen Frau ausfechten?)
      In dieselbe Kategorie gehört der Tages-Anzeiger: Dauerempört, Links/grün, Woke.
      Gut, wenn sie alle untergehen, je eher je besser.
      Ihre Empfehlung zur Köppels Weltwoche kann ich nur unterstützen: auch wenn man nicht immer seiner Meinung ist, ihm zuzuhören / zuzusehen einfach ein Genuss.
      Mittlerweile ist die Weltwoche wohl das einzige grosse Schweizer Medium, welches nicht im Mainstream blökt und es wagt, schwierige Themen anzuschneiden.

  19. Wie so oft lohnt es sich, Herrn Röpers „fundierte Medienkritik“ zu hinterfragen. Wenn er dogmatisch sagt, „in Deutschland sind alle politischen Talkshows Aufzeichnungen“ und keine Live-Sendung, dann zeigt eine kurze Internetsuche, dass z.B. Anne Will und Maybrit Illner live gesendet wird. Markus Lanz hingegen ist (meistens) eine Aufzeichnung.

    Manchmal frage ich mich, wenn Herr Röper selbst solche einfachen Dinge falsch darstellt: Wie falsch liegt er dann erst bei komplexeren Themen?

  20. „Laut russischer Verfassung ist es strafbar, dazu aufzurufen, dass sich Teile von Russland abspalten“
    Etwas ähnliches gilt auch in Italien, es wird allerdings nur selten gebüßt und dann sind die Strafen (bisher) mild. Falls es hierzulande ernsthafte Abspaltungsversuche geben sollte (Bayernpartei ?), würde dies vermutlich auch sehr schnell strafbar, notfalls legt der Bundestag wieder eine Nachtschicht ein ~ Auf der Bundesbahn nachts um halb eins…

  21. „..In Deutschland sitzen immer Transatlantiker in Talkshows und die finden alle die NATO und die USA toll, Russland hingegen finden sie böse. In Russland sitzen in Talkshows Vertreter der russischen Linie. Und wenn in russischen oder deutschen Talkshows mal ein Andersdenkender eingeladen wird, dann darf der meistens kaum einen Satz zu Ende bringen, ohne unterbrochen zu werden….“.

    Siehe auch Ulrike Guérot oder Sahra Wagenknecht WENN die mal – quasi als Alibi „seht her, wir hören uns auch andere Meinungen an“ – eingeladen werden und höchstens mal eine oder zwei Minuten (laufend unterbrochen) reden dürfen, während der CDU oder Grüne die US-Besatzer „Meinung“ eine halbe Stunde lang vortragen dürfen.

    Ehrlich ich frage mich da immer, wie die das Deutschen Staats-Fernsehen es immer wieder schafft, Leute für so einen Blödsinn rum zu kriegen? Ich meine, wenn ich sowieso (fast) nichts sagen darf, verschwende ich meine Zeit in so einer Sendung, in der ich mich obendrein innerlich dauernd ärgere, weil meine Grünen/CDU Studio-Nachbarn pausenlos puren Unsinn von sich geben, und ich dem noch nicht mal direkt widersprechen darf!

    1. Das Fernsehen sämtlicher Länder in Westeuropa agiert genauso – wie etwa in Finnland:

      https://www.xing.com/communities/posts/wie-backe-ich-mir-eine-regierungschefin-am-beispiel-der-wef-young-global-leader-sanna-marin-1025018278

      „… Die Journalistin stellt keine einzige kritische Frage, stattdessen spielt sie Sanna Marin die Bälle zu, die diese geschickt nutzt, ein einnehmendes Bild von sich zu erschaffen: die mit sich selbst zufriedene, effiziente und schöne junge Frau, die sich selbst nicht so ernst nimmt, „nur ein Mensch“ ist und „nur ihren Job“ erledigt und auf die öffentliche Aufmerksamkeit wenig gibt. Dabei sieht sie in jeder Einstellung perfekt aus und ist einwandfrei in Szene gesetzt, von Make-up und Kleidung über Gesten bis hin zu all ihren Antworten, die alles und nichts aussagen …“

  22. Es wird vielleicht zu selten angesprochen – die US-Hilfe beim Mirotworez-Aufbau:

    „Die ukrainische „Attentatsliste“ ist nicht in der Ukraine, sondern in Langley ansässig, wo sich auch das Hauptquartier der CIA befindet“

    https://www.xing.com/communities/posts/die-ukrainische-attentatsliste-ist-nicht-in-der-ukraine-sondern-in-langley-ansaessig-wo-sich-auch-das-1025018287

    „… Auf der Grundlage des Gesetzes 117-128 finanziert der US-Kongress eine Organisation namens „Ukrainian Center for Countering Disinformation“ (CCD), deren erklärtes Ziel laut ihrer Website darin besteht, „russische Desinformation zu bekämpfen“. Der eigentliche Zweck dieser Organisation könnte jedoch sein, eine Art „Fatwa-Liste“ [1] mit angeblichen Verrätern zu erstellen, die patriotische Amerikaner und/oder Ukrainer zu ermorden gedenken …“

  23. Wenn unsere Medine so abhängig wären wie die russischen, denn es heißt, dass die russischen Medien nur Propaganda betreiben und unsere nicht, dann hätten wir eine total andre Berichterstattung hahaahaaha

  24. Ich schätze wenn man so berichtet wie dieser ehemalige Spiegel Redakteur, wird man im Moment wohl viele Lorbeeren ernten.
    Keine Ahnung ob noch Jemand den Fall Claas Relotius (Spiegel) kennt. Er hatte seine Geschichten zum Großteil erfunden.
    Was z.Z. so erfunden wird, ja u. warum man so panisch reagiert auf jede Nachricht, die aus Russland durchkommt? Wenn doch Selensky nur am siegen ist!
    Wenn man hier Nachrichten hört hat man den Eindruck die Ukraine ist unser „17. Bundesland“. Denn wenn man Nachrichten hört wird zuerst über das“17 Bundesland berichtet wenn nicht gerade US-Wahlen stattfinden!
    Was uns vor Ort betrifft wird dies immer öfter nur am Rande berichtet bzw, erwähnt!

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