Energiekrise

Warum die Turbine für Nord Stream nicht nach Russland geliefert werden kann

Deutsche Medien und Politiker beschuldigen Russland, die Turbine für Nord Stream nicht anzunehmen. Sie verschweigen dabei jedoch die wahren Gründe.

Die deutschen Politiker und Medien überbieten sich mit Schuldzuweisungen an Russland, weil es die Turbine für Nord Stream nicht annimmt, die nach ihrer Rückkehr aus Kanada in Deutschland gelagert wird. Wirtschaftsminister Habeck verkündet dazu, alle Papiere seien in Ordnung und würden vorliegen und er führt als „Beweis“ an, er habe sie selbst in Händen gehalten. Kanzler Scholz ist sogar extra zu der Turbine gefahren, um sich von der Presse vor der Turbine fotografieren zu lassen und zu verkünden:

„Das Ding ist perfekt. Es muss nur einer sagen: Bitte, schickt sie los!“

Gazprom ha auf seinem Telegram-Kanal nun eine detaillierte Erklärung veröffentlicht, in der der Konzern erklärt, warum er die Turbine nicht annehmen kann. Ich habe die Erklärung übersetzt und werde die formell formulierte Erklärung im Anschluss an die Übersetzung so erklären, dass auch Laien den Inhalt verstehen.

Beginn der Übersetzung:

Die gültigen anti-russischen Sanktionen behindern die erfolgreiche Abwicklung des Transports und der Reparatur von Siemens-Gasturbinenmotoren für die Portovaja-Kompressorstation, die Gas über die Nord Stream-Pipeline an europäische Verbraucher liefert.

Gegenwärtig ist nur eine der sechs Hauptgasverdichtereinheiten (sowie eine Reserve-Einheit mit der gleichen Kapazität) in der Portovaja-Kompressorstation in Betrieb. Die tägliche Kapazität der Verdichterstation liegt bei maximal 33 Millionen Kubikmetern Gas pro Tag.

Gemäß dem Wartungsplan des Herstellers für die Gasturbinen ist nach Ablauf der Überholungsfrist (25.000 Stunden) eine obligatorische Werksüberholung erforderlich.

Die Industrial Turbine Company (UK) Limited (Teil der Siemens Energy Group) wurde mit der Reparatur der Motoren in der Fabrik in Kanada beauftragt. Gemäß den vertraglichen Bestimmungen war die Frist für die Überholung der Turbine Nr. 073 im Mai des laufenden Jahres abgelaufen. Unmittelbar nach der Überholung sollte die Turbine an Gazprom übergeben werden.

Aufgrund der kanadischen Sanktionen und ohne die Zustimmung von Gazprom wurde das Triebwerk jedoch nicht nach Russland, sondern nach Deutschland geliefert, was nicht den Vertragsbedingungen entspricht. Die kanadischen Behörden haben der Siemens Energy Canada Limited, die nicht Vertragspartei ist, Dokumente für die Ausfuhr der Turbine ausgestellt, die in keinem Zusammenhang mit dem laufenden Vertrag stehen. Im Falle des Transports der Turbine nach Russland besteht die Gefahr, dass die kanadischen Behörden dies als Verstoß gegen die Bedingungen der erteilten Genehmigung oder als Umgehung derselben betrachten. Das wiederum könnte dazu führen, dass die Genehmigung entzogen wird und andere Turbinen der Portovaja-Kompressorstation nicht mehr in Kanada überholt werden können.

Die Lieferung von Kanada nach Deutschland birgt ebenfalls Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung von EU-Sanktionen. Insbesondere die Bestimmungen der EU-Verordnung Nr. 833/2014 (in ihrer geänderten und ergänzten Fassung) sehen vor, dass der Verkauf, die Lieferung, die Weitergabe, der Verkauf oder die Ausfuhr von Gasturbinentriebwerken, Technologie und anderen in den Sanktionslisten aufgeführten Gütern direkt oder indirekt an Personen oder Einrichtungen in Russland oder zur Verwendung in Russland verboten ist, und zwar unabhängig davon, ob die aufgeführten Güter oder Technologien in der EU hergestellt wurden.

Da die Industrial Turbine Company (UK) Limited eine Vertragspartei ist, unterliegt die Turbine außerdem den Anforderungen des britischen Rechts, einschließlich der Sanktionsbeschränkungen.

Da die EU und das Vereinigte Königreich die Anwendung der Sanktionen nicht offiziell geklärt haben, ist nicht klar, ob die Wartung und der Transport der Gasturbinentriebwerke für die Portovaja-Kompressorstation Ausfuhrbeschränkungen unterliegen werden oder nicht.

Ähnliche Risiken bestehen für die zu überholenden Triebwerke #072, #074 und #121.

Die Sanktionsregelungen Kanadas, der EU und des Vereinigten Königreichs sowie die Nichteinhaltung der geltenden vertraglichen Verpflichtungen durch Siemens machen es unmöglich, das Triebwerk 073 an die Portovaja-Kompressorstation zu liefern.

Ende der Übersetzung

Die Sanktionen

Die Lieferung der Turbine ist also aus juristischen Gründen so nicht möglich, weil hier Lieferwege genutzt wurden, die in den Verträgen nicht vorgesehen sind und weil Firmen ohne vertragliche Grundlage in Prozesse involviert wurden, was Haftungsfragen und andere juristische Probleme aufwerfen kann.

Das wichtigste Problem sind jedoch die Sanktionen der EU, Großbritanniens und Kanadas, denn wenn Gazprom die Turbine annimmt, ohne eine Garantie zu haben, dass das nicht gegen deren Sanktionen verstößt, machen sich Gazprom-Mitarbeiter wegen der Umgehung von Sanktionen strafbar. Außerdem könnte eine solche Umgehung der Sanktionen zu weiteren Enteignungen von Gazprom-Eigentum führen.

Daher fordert Gazprom von der EU, in der die Turbine nun liegt und nach deren Sanktionen die Lieferung von Maschinen zur Gas- und Ölförderung und zum Transport von Gas und Öl an Russland verboten ist, eine Garantie, dass diese Sanktionen nicht für die Turbine gelten. Von Großbritannien fordert Gazprom ebenfalls eine Garantie dafür, dass die Lieferung der Turbine nicht gegen britische Sanktionen verstößt, weil eine britische Tochterfirma von Siemens für die Wartung der Turbinen zuständig ist. Sollte die Lieferung gegen die britischen Sanktionen verstoßen, könnte das des Ende der Wartung weiterer Turbinen bedeuten.

Und auch Kanada muss offiziell erklären, dass die Lieferung der Turbine nach Russland nicht gegen seine Sanktionen verstößt. Kanada hat die Turbine zwar nach Deutschland geliefert, aber gemäß den kanadischen Sanktionen ist die Weitergabe der Turbine an Gazprom ein Verstoß gegen die kanadischen Sanktionen und könnte ebenfalls das Verbot der Wartung weiterer Turbinen in Kanada und andere Strafen wegen Umgehung der Sanktionen nach sich ziehen.

Gazprom will sich mit den Worten westlicher Politiker, das Ganze gehe schon in Ordnung, nicht abspeisen lassen, denn Gazprom möchte langfristig planen können und nicht bei jeder Wartung einer Turbine unsicher sein müssen, ob das dieses Mal gut geht, oder nicht. Gazprom beruft sich dabei nicht zuletzt auf seine Verpflichtungen seinen – in diesem Fall europäischen – Kunden gegenüber, um die Lieferverträge langfristig einhalten zu können, und nicht nur von der Wartung einer Turbine bis zur Wartung der nächsten Turbine.

Hinzu kommt, dass in der EU bereits Eigentum von Gazprom eingefroren und unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt wurde. Das gilt zum Beispiel für die deutsche Gazprom-Tochter oder das polnische Pipelinesystem. Gazprom möchte die Sicherheit haben, dass hier nicht weitere Vorwände geschaffen werden, um noch mehr Eigentum von Gazprom einfach zu stehlen.

Die einfache Lösung des Problems

Im übrigen, daran sei erinnert, könnte die EU Nord Stream 2 freigeben, denn dann wäre das Problem der Turbinen gelöst. Die Turbinen von Nord Stream 2 sind aus russischer Produktion und würden in Russland gewartet. Derzeit kann Gazprom sich – wegen der Sanktionen – auf höhere Gewalt berufen, weil der Rückgang der Gaslieferungen nicht die Schuld von Gazprom ist. Würde es solche Probleme bei Nord Stream 2 geben, müsste Gazprom Vertragsstrafen zahlen, wenn zu wenig Gas fließt.

Es wäre also im deutschen Interesse, Nord Stream 2 freizugeben. Man könnte im Gegenzug sogar Nord Stream 1 abschalten und die Turbine in einem deutschen Museum für Schildbürgerstreiche ausstellen, denn Nord Stream 2 könnte Nord Stream 1 ersetzen und zumindest die bisher direkt von Russland nach Deutschland gelieferten Gasmengen könnten wieder fließen.

Anstatt den Deutschen diese Zusammenhänge zu erklären, veröffentlichen die deutschen „Qualitätsmedien“ Fotos von einem dümmlich grinsenden Bundeskanzler, wie er die Turbine betatscht. Das nenne ich „informativen Qualitätsjournalismus“


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

120 Antworten

  1. Na ja, der eigentliche Grund wird Nordstream 2 sein, dessen Betrieb so erreichen wollen. Die russische Begründung wird vermutlich rechtlich einwandfrei sein, aber würden die Russen das wirklich wollen, dann würden sie auch einen Weg finden oder es einfach ignorieren und machen.

      1. Wir werden doch alle samt Verarscht , es ist schlimmer als ein Kindergarten , der Import russischer Wahre nach Deutschland steigt trotz Sanktionen ! In Deutschland regiert die berüchtigte “ 5 Kolonne “ ! Vernichten was zu vernichten geht !

        1. „…. es ist schlimmer als ein Kindergarten“

          In der Tat. Siehe dazu auch.

          (x)http://thesaker.is/anatomy-of-the-eu-gas-crisis/

          „Today the EU is governed by childish impulses necessarily leading to confusion and self-harm. „

          1. Aus dem Thesaker:
            Siemens Energy ist der Hersteller der NS1-Turbinen und damit vertraglich für die regelmäßige Wartung und den ordnungsgemäßen Betrieb aller NS1-Turbinen verantwortlich, die Eigentum Russlands sind. Siemens hat nun offiziell erklärt, was Gazprom schon die ganze Zeit behauptet hat, nämlich dass nur eine von fünf NS1-Turbinen wirklich betriebsbereit und in der Lage ist, Gas zu liefern. Dies bedeutet natürlich, dass Europa nur 20 % des von Russland dringend benötigten Erdgases erhalten kann, da der Zustand der vier anderen NS1-Turbinen noch nicht geklärt ist. Nach Ansicht des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder ist die Verringerung der Durchflusskapazität von NS1 allein die Schuld von Siemens, nicht von Gazprom. Die Sanktionen gelten natürlich nach wie vor für die Turbine Nr. 073 und sicherlich auch für jedes andere mit Russland in Verbindung stehende Gerät oder Produkt oder Programm oder was auch immer für Russen.

      2. Es gibt ein erhellender Artikel von Jens Berger auf den NachDenkSeiten von heute, warum die Preise von Gas so durch die Decke gehen und dass schon seit einem Jahr.

        Der Preis für das russische Gas wurde dabei bis in die späten 1990er ausschließlich über langfristige Preisklauseln bestimmt, die sich vor allem am Ölpreis orientierten und damit Planungssicherheit für Ein- und Verkäufer sowie die Stadtwerke und deren Endkunden boten. Doch in den 1990ern kam im Westen der Irrglaube auf, der Markt könne alles besser regeln. So wurde 1998 durch die Energierechtsnovelle der EU der EU-Binnenmarkt für Erdgas formal liberalisiert, doch erst sieben Jahre später gab auch die Bundesregierung richtig Gas bei der Liberalisierung. Man gründete 2005 die Bundesnetzagentur, 2006 wurden alle Endkundenverträge für kartellrechtswidrig erklärt und 2007 öffnete dann der Gashandel im Spot- und Terminmarkt an der Leipziger Energiebörse EEX.

        Wann wird Gas eigentlich überhaupt über eine Börse gehandelt? Hier kommt die Betriebswirtschaft ins Spiel. Die Abnahme von Gas ist nicht konstant und der Einkauf ist daher schwer zu planen. Haben wir einen milden Winter, wird von den Haushalten wesentlich weniger Gas verbraucht und der Verbrauch der Industrie ist konjunkturabhängig. Die Gaslieferverträge der großen Importeure haben jedoch eine „Take-or-Pay“-Klausel – das heißt, sie müssen die vertraglich vereinbarte Menge auch dann bezahlen, wenn sie gar nicht so viel abnehmen. Daher haben sie einen Anreiz, nur so wenig Gas über langfristige Verträge abzusichern, wie sie garantiert loswerden. Fällt der Winter kälter aus, müssen sie die nötigen Zusatzmengen an der Börse kaufen. Und wenn – wie während des Corona-Lockdowns – die Konjunktur einbricht und die Industrie so wenig abnimmt, dass es trotz niedriger Kalkulation dazu kommt, dass man zu viel eingekauft hat, wird das überschüssige Gas an der Börse verkauft. Diese Mechanismen führen dazu, dass die Börsenpreise für Gas – auch ganz ohne Manipulation – volatil sind und bei Änderungen der Rahmenbedingungen übermäßig nach oben oder unten ausschlagen. Daher macht die Liberalisierung und die Bepreisung über eine Börse bei Gas auch gar keinen Sinn; es liegt schließlich nicht an der Effizienz der Marktteilnehmer, sondern ausschließlich an externen Faktoren wie dem Klima und der Konjunktur, ob es einen Bullen- oder Bärenmarkt gibt. Und diese Rahmenbedingungen gelten für alle Marktteilnehmer und führen so zu Rückkoppelungen und grotesken Preisbewegungen.

        Nur wer das versteht, versteht auch, warum die Gaspreise im letzten Jahr plötzlich durch die Decke gingen. Durch die global wieder anziehende Konjunktur stiegen die Börsenpreise, da sich viele Versorger offenbar nicht ausreichend über langfristige Verträge abgesichert hatten. Nun erwartete man im Westen, dass Russland über die bestehenden langfristigen Lieferverträge hinaus zusätzlich große Mengen an Gas nach Europa transportiert, das dann über die Börsen eingekauft werden kann. Doch diesen Gefallen tat Gazprom dem Westen nicht. Warum auch? Da die großen Volumen der langfristigen Verträge ja mittlerweile – übrigens gegen den Wunsch Gazproms(!) – an den Börsenpreis gekoppelt waren, hatte Gazprom nicht das geringste betriebswirtschaftliche Interesse daran, den Börsenpreis durch zusätzliche Lieferungen wieder nach unten zu bewegen und sich so selbst zu schaden. Im Westen hieß es jedoch, dies sei eine ausgeklügelte Erpressung, um die Genehmigung von Nord Stream 2 zu beschleunigen. Entweder man hat hierzulande überhaupt nicht verstanden, in welche Falle man sich durch die Liberalisierung des Marktes und die Bepreisung langfristiger Verträge anhand des Börsenkurses gebracht hat, oder man hat dies sehr wohl verstanden, wollte jedoch mit dem ausgestreckten Finger auf Putin vom eigenen Versagen ablenken

        Die Firma Trading Hub Europe (THE), eigentlich ein kleinerer, vorrangig technischer Dienstleister im Gasmarkt, hat nun die hoheitliche Aufgabe, den Markt sprichwörtlich leerzukaufen und die nationalen Gasspeicher mit der technisch maximalen Menge pro Tag zu füllen. Das sind 504.000 Megawattstunden pro Tag – mehr als aus Russland zurzeit geliefert wird. Auf den Preis soll THE dabei nicht achten, sondern blindlinks zu jedem aufgerufenen Preis einkaufen. Das Gros der Importe kommt aktuell aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien; Letzteres sind vor allem LNG-Lieferungen, die über Antwerpen ins Verbundnetz eingespeist werden. Deutschland kauft also derzeit ohne Sinn und Verstand den Markt leer.

        Stellt sich die spannende Frage, wer eigentlich die Rechnung der THE bezahlt. Geld hat das kleine Unternehmen natürlich nicht. Bezahlt wird das Gas an den Börsen mit der Kreditlinie, die die staatliche Förderbank KfW der THE zur Verfügung stellen muss – das sind großzügige 15 Milliarden Euro. Dieses Geld kommt für die THE im Herbst und Winter wieder rein – dann, wenn die Versorger das Gas aus den Speichern kaufen müssen, das der THE gehört. Und dieses Geld holen sich die Versorger dann natürlich von den Endkunden wieder.

        Gäbe es denn eine Lösung für dieses Dilemma? Natürlich. Würde der Markt jetzt mit Gas geflutet, würde die Blase an den Gasbörsen binnen Sekunden zusammenbrechen. Auch hier überreagieren die Märkte nämlich gnadenlos. Ein Anruf in Moskau würde genügen. Und wenn man über seinen Schatten springen und die betriebsbereite Pipeline Nord Stream 2 öffnen würde, wäre der ganze Spuk mit einem Schlag vorbei.

        1. Danke für Ihren erhellenden Beitrag,bzw. für Ihre investierte Lesezeit und Widergabe . Da ich selber hierzu einiges gelesen habe und zuvor auch das Übel Marktliberalisierung , hinzugekommenne Zwischenhändler , Börse etc. herauslas ist mein Fazit
          mit Ihren Worten: „oder man hat dies sehr wohl verstanden, wollte jedoch mit dem ausgestreckten Finger auf Putin vom eigenen Versagen ablenken“+ monetären Profit für 112 Zwischenhändler sowie Umsatz bzw. Mehrwertsteuer generieren. Insofern kein Versagen , sondern gezielt. Siehe auch U v d Ls Aufforderungen von langfristigen Verträgen Abstand zu nehmen , Pipelines maximal zu 50% auslasten durch Gazprom , der Rest für andere virtuelle Gaslieferanten zu reservieren , den Zwang der EU alle Gasverträge Kartellrechtlich neu zu schreiben mit der Gazprom etc. siehe hierzu auch uncutnews etc.
          u.a.
          http://www.tellerreport.com/business/2021-07-15-eu-court-upholds-50%25-limitation-o

          An dieser Stelle auch ein Dankeschön an Herrn Röper für seine wertvolle Arbeit . Es tut ganz gut wenn man wenigstens die Wahrheit erfährt.

    1. Würde Deutschland tatsächlich die Turbine liefern wollen, gäbe es bereits nach deutschem Recht Möglichkeiten dazu.
      Hierzu muß die Leistung (Turbine) dem Gläubiger (Gasprom) tatsächlich angeboten werden (§ 294 BGB).
      Sämtliche Verlautbarungen der deutschen Leitmedien und des Bundeskanzlers sind also offensichtlicher Schwachsinn.

      Siemens will (? – muß!) die Turbine behalten, weil es sonst selbst in Kanada, UK, USA und EU unter die Sanktionen fallen würde, also einen Großteil seines Geschäftsfeldes verlieren würde.
      Es ist also äußerst unwahrscheinlich, daß Siemens die Turbine Gasprom angeboten hat.

      Das einzige Erhellende an der Mitteilung von Gasprom ist also, daß Kanada sich mit der Turbinenlieferung nach Deutschland nicht wirklich aus der Affäre gezogen hat.

      Gasprom könnte sicherlich eine Turbine aus russischer Produktion einsetzen, aber warum sollte es?
      Die Wartung muß nach der Rücklieferung bezahlt werden, selbst wenn die Rücklieferung erst in 100 Jahren erfolgen sollte.
      Siemens wird sich wohl weigern, die wegen der Nichterfüllung des Wartungsvertrages notwendige Ersatzturbine zu zahlen.

      Sollte die deutsche Politik -insbesondere der Bundeskanzler, der die Richtlinien der Politik bestimmt- tatsächlich mehr Gas haben wollen, würden sie hierfür eine Möglichkeit finden (auch außerhalb von NS2).
      Es wird also wieder nur Politik gegen das deutsche Volk gemacht und gehofft, niemand würde es merken.
      (War ja auch schon bei der Einführung der Sanktionen „gegen Russland“ so, die ersten Verlierer waren und sind die europäischen und insbesondere deutschen Kleinsparer – Stichworte: Sberbank Europe, Ekosem Agrar AG.)

      1. Interessanter Kommentar!
        Deutschland hätte natürlich auch die Möglichkeit die Turbine zu kaufen und diese Turbine auf eigenes Risiko nach Russland zu schicken, wo sie auf Risiko von Deutschland zum Einsatz kommt. Es ist schließlich nicht zwingend erforderlich, das die Besitzverhältnisse so bleiben.

        1. Herr Röper hat doch diese Frage schon beantwortet, dadurch dass alle Maschinen und Geräte für die russ. Erdöl- und Erdgasindustrie unter den Sanktionen fallen, darf Gazprom diese Gasturbine nicht zurück nehmen, denn dann (Zitat aus dem Artikel:) „…machen sich Gazprom-Mitarbeiter wegen der Umgehung von Sanktionen strafbar.“, und es könnten Strafmaßnahmen (Gazprom-Eigentum wird eingezogen) verhängt werden.

          Gazprom darf also auch keine andere Gasturbine annehmen.

          Die ganzen Länder EU, Großbritanniens und Kanadas müssen also Russland einen „Persilschein“ ausstellen, also die müssen Gazprom garantieren, das hier keine Sanktionen verletzt werden. Und diesen Schein kann auch nicht Siemens ausstellen.

          Und es könnte passieren, dass die USA auch noch involviert ist, denn wenn die Wartung mit Dollar von Gazprom bezahlt wird, was sehr wahrscheinlich ist, will die USA mitreden.

          1. Gazprom hatte übrigens sowohl Ottawa als auch Berlin rechtzeitig mitgeteilt, wie die Rückführungsbedingungen aussehen, was diese zu ignorieren beliebten.
            Im Gegensatz zu Deutschland kann Russland einfach abwarten, wie sich die Situation so entwickelt. Da wird man sich wohl etwas einfallen lassen müssen.

    2. Ich bin jetzt fast 63 Jahre alt. Jeden Tag an dem ich überhaupt noch einmal aufwache denke ich bin im „falschen Film“ Ich mache jetzt seit 30 Jahren Nachtschicht und frage mich langsam wofür. Diese 30 Jahre hinterlasen mittlerweile physische Spuren, welche sich nur wenige von Euch vorstellen können. Wie Thomas(wenn ich Ihn so nennen darf) bin ich vor 22 Jahren in ein EU Ausland verzogen. Ich sage Euch: Gegenüber Deutschland war es das Paradies. Der Grund warum ich ins Ausland gezogen bin war 1999 ganz Pragmatisch: Da ich miterleben musste wie mein Großvater, welcher 9 Jahre in Russischer Gefangenschaft war, nach seiner Frührente mit 62 J.(!) als Mieter von Wohnungen (ca. 1974) behandelt wurde habe ich beschlossen mir für´s Alter Eigentum anzuschaffen um nicht im Alter von anderen abhängig zu sein. Da ich in den 90´ern noch ledig war musste das Vorhaben für mich alleine bezahlbar sein. Ich habe in Deutschland fünf Jahre! nach einem bezahlbarem Häuschen gesucht,ohne Erfolg. Was Damals schon in DE für meine Obergrenze von 200000 DM angeboten wurde kann man getrost unter „Schrott“ verbuchen. In einem Kleinanzeigenportal wurde ein Haus in F inseriert welches damals 300000 DM kosten sollte. Wie sich dann herausstellte war es ein sogenannte „Scheidungshaus“. Im Endeffekt kostete mich das Haus incl. aller Nebenkosten 230000 DM. Alles war neu gemacht und ich liebe mein Häuschen bis heute. Da es ein neueres Haus ist ist es sehr gut Isoliert.
      Warum hole ich soweit aus?

      Bis zum Jahr 2019 zahlte ich ca. 1200 € für Heizung und Strom im Jahr. Dies hat sich mittlerweile verdreifacht und ich stelle mir die Frage warum das so ist.
      Diese Affen welche sich „Regierung“nennen wollen kein Gas von „Putin“?

      Deutschland darf sich nicht abhängig von RUSSISCHEM GAS machen?

      Dazu sage ich :
      Deutschland wird immer abhängig von ausländischen Rohstoffen sein, da DE keinerlei Rohstoffe besitzt.
      Wenn wir das böse russische Gas nicht wollen gehen wir einfach zu den grössten Halsabschneidern der Welt und betteln um Gas. Katar hat gerade gezeigt wie solidarisch es mit dem Westen ist. Der Europäische Sparpakt wird gnadenlos nach hinten losgehen, da sich selbst immer noch der nächste ist, wie man an der Aussage einiger europäischer Staaten sehen kann.

      Fazit
      Es dreht sich bei den Energiekosten nicht um Angebot oder Nachfrage. Es dreht sich vielmehr darum die Bevölkerung sturmreif zu schießen um eine wie auch immer geartete Diktatur zu implementieren. Das schlimme ist dabei das die meisten Menschen auf Grund Ihrer medialen verblödung nicht mehr in der Lage sind dies zu erkennen.
      Wenn ich persönlich einen längeren Stromausfall habe schalte ich mein Notstromagregat(wenn ich eines habe) an oder?

      Wozu wurde NS II nochmal gebaut?
      Ich glaube ich doch schon wieder im falschen Film,oder?

      1. Ich bin einige Jahre älter als Sie und lebe in dem Nachbar-Land wo Sie jetzt wohnen, beginnt mit L. Ich glaube auch jeden Tag, dass ich in dem falschen Film aufwache. Bei uns sind die Preise für Lebensmittel noch um ein vielfaches höher als in F., weshalb wir auch oft in F einkaufen. Meine Heizungsrechnung hat sich seit dem Juni 2021 um das vierfache erhöht. Das Ganze haben wir nur diesen Vasallen (um nicht das Wort hier zu schreiben was ich schreiben möchte) in der Regierung zu verdanken.

    3. Stimmt, das würde gehen. Wenn Russland sich auf den Standpunkt stellt die Sanktionen seien illegal, da sie nicht von der UN abgesegnet sind, dann könnte man das ganze Getue ignorieren. Aber es geht m. E. darum die hochnäsige Blase des sanktionierenden Westens mit ihren eigenen Waffen zu schlagen oder zumindest zu ärgern.
      Den Russen ist es völlig wurscht ob sie dem Westen jetzt 20, 40, 60, oder 100% liefert. Seit der Sanktionitis des Westens, also gesteuert durch die USA und die NATO, ausgeführt durch die EU, wobei die Rechtsgrundlage aller Akteure an den Haaren herbeigezogen ist, verdienen sie genug, um den „Verlust“ bei der Nord Stream 1 auszugleichen.
      Und wir machen unser ehemals schönes und funktionierendes Land Stück für Stück kaputt, weil wir bei diesem Schwachsinn mitmischen, anstatt der EU zu sagen, wo sie sich ihre behämmerten Sanktionen hinstecken können.
      Die einfachste Lösung: Nord Stream 2 läuft ab sofort mit 100%, dazu liefert Nord Stream 1 zusätzlich noch Gas, damit die Speicher schnell wieder bis zur Halskrause voll werden. Technisch wäre das ohne weiteres möglich.
      Würde Olaf Scholz seinen Eid ernst nehmen, dann würde er genau das machen. Aber unsere bunte Regierung macht ja lieber bei den Spielchen der Atlantiker mit, anstatt im Sinne der deutschen Bevölkerung zu handeln.

    4. „Na ja, der eigentliche Grund wird Nordstream 2 sein, …“

      @WerWieWasWarum: OK, das ist Ihre Behauptung. Welche Beweise oder Indizien haben Sie dafür? Oder sind es nur wilde Spekulationen? Bitte klären Sie uns auf!

    5. @WerWieWasWarum

      hm.. dann schaffen wir doch alle Gesetze ab wenn man nur mit gutem Willen sich doch an dieses oder jenes halten könnte & wenn nicht ist alles kein Problem….?

      Entweder man hat einen Rechtsstaat oder nicht – ist doch ganz einfach & dann muss man gar nicht spekulieren, wer vielleicht was oder auch nicht…
      Russland & Gazprom halten sich sauber an die Regeln & führen dabei gleichzeitig DE vor – naja die dt. Regierung tut es eigentlich selber & Scholz macht sich absolut zum Klops…..

      1. „Entweder man hat einen Rechtsstaat oder nicht – ist doch ganz einfach & dann muss man gar nicht spekulieren, wer vielleicht was oder auch nicht…
        Russland & Gazprom halten sich sauber an die Regeln & führen dabei gleichzeitig DE vor…“

        Sie halten sich sauber an Regeln, die sie aber als illegal und völkerrechtswidrig verurteilen. Ansonsten schaut Russland auch, wie es die Sanktionen umgehen kann. Daher finde ich Ihre Argumentation an dieser Stelle doch höchst interessant…

        1. Na ja, das Gazprom bitte schon Klarheit über diese ganze Hick Hack wünscht kann ich schon gut verstehen. Völkerrecht nun hin oder her. Hält sich ja so wieso kein Schwein dran. Höchstens Länder ohne Atombomben, zwangsweise.

          Und wenn ich das richtig an andere Stelle gelesen habe, scheint es ja auch noch wartungstechnische Probleme mit der Turbine zu geben. Da soll es auch keine vollständige Dokumentation geben und nur ein Teil der notwendigen Wartungsarbeiten seien durchgeführt worden.

          Wenn ich mich da in die Lage von Gazprom versetze, kann ich ihre zögerliche Haltung schon sehr gut verstehen. Kann sich vielleicht noch jemand an die im Sommer 1982 explodierte Pipline in Sibiren erinnern. Mir schwirrt das bei der Causa noch die ganze zeit im Hinterkopf. Wie soll es denn da erst den Russen ergehen …

        2. @hector2

          ich verstehe ihren Einwand nicht!
          Wegelagerei der dt. Polizei oder des OA halte ich auch für abwegig, die Coronamaßnahmen sogar für illegal – deshalb halte ich mich aber trotzdem an die Regeln! Natürlich mache ich nur das, was unumgänglich ist – alles, was zur „kür“ gehört, wird nicht mitgemacht – so einfach…Es gibt noch einige Leute, die leben was sie sagen…daran ist nichts „höchst interessant“…

          Bei der Turbine geht es doch um ganz andere Dinge, die es zu beachten gilt.

          Ich verstehe immer nicht wie dt. erwachsene Menschen Verträge machen – das Kleingedruckte nicht lesen weil der Vertragspartner ihm erzählt “ musste nicht, ist egal“ & hinterher wird geklagt was das Zeug hält weil man nicht in der Lage war…
          Putin gehört zu denen, die die AGBs lesen & dann NICHT unterschreiben!

          1. Warum halten Sie sich an die vorgegebenen Regeln. Weil bei Nichtbefolgung wesentlich schlimmere Sanktionen durch den „Rechts“staat folgen.
            Wenn aber diese Befürchtung ausser Kraft gesetzt werden würde und sie bei Nichteinhaltung keine weiteren Sanktionen fürchten müssten, oder nur eine Sanktionierung durch den Staat über die Sie lachen können und die keine weiteren Auswirkungen hat … würden Sie sich immer noch an Corona Massnahmen halten?

            1. Wie kann man sich auf etwas verlassen, was nicht vorhanden ist…Wie z.B dem Rechtsstaat!
              Bei uns Deutschen scheint das Gewohnheitrecht über allem zu stehen, nur dem zu frönen zeigt ja unseren Entwicklungsstatus-O!

    6. @ WerWieWasWarum sagte….

      „““ Na ja, der eigentliche Grund wird Nordstream 2 sein, dessen Betrieb so erreichen wollen. Die russische Begründung wird vermutlich rechtlich einwandfrei sein, aber würden die Russen das wirklich wollen, dann würden sie auch einen Weg finden oder es einfach ignorieren und machen. „““

      Führt Russland einen Gaskrieg mit Europa oder der Westen einen langjährigen Gaskrieg
      mit Russland? – 04. August 2022 / Von Wolfgang Effenberger

      In der Ankündigung des russischen Gaskonzerns Gazprom, ab Mittwoch, dem 27. Juli, die Lieferungen durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 auf 20 Prozent der Kapazität zu drosseln,

      sieht der ukrainische Präsident Selenskyi nicht nur eine Form von Terror gegen den Westen, sondern auch einen offenen „Gaskrieg gegen das vereinte Europa“. Europa würde es damit schwer gemacht, sich auf den Winter vorzubereiten.(1)

      In der Politik oder der Wirtschaft werden mit scheinbar leichter Hand Planspiele für einen Notstands-Winter ohne ausreichende Gaszufuhr aus dem Ärmel gezaubert.

      So schwört die EU-Kommission die Mitgliedstaaten auf umfangreiche Gaseinsparungen ein.

      Der Verbrauch soll um 15 Prozent sinken – notfalls mit verbindlichen Vorgaben.(2) WährendStädte und Landkreise an Krisenplänen arbeiten, rechnet die Industrie früh mit Einschnitten wie Produktionseinbrüchen, Teilschließungen oder kompletten Schließungen und bereitet sich intensiv auf verschiedene Szenarien vor. Eine tiefe Rezession ist nicht auszuschließen.(3)

      Als Folge eines Gas-Stopps befürchtet Außenministerin Annalena Baerbock, dass dann Deutschland überhaupt keine Unterstützung mehr für die Ukraine leisten könnte, weil „wir dann mit Volksaufständen beschäftigt sind.“(4) Diese Einschätzung könnte sogar treffend sein.

      Am 21. Juli 2020 trat das siebte Sanktionspaket gegen Russland in Kraft – künftig darf kein Gold und kein Goldschmuck mehr aus Russland in die EU eingeführt werden. Auf Twitter teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit:

      „Wir werden den Druck so lange wie nötig aufrechterhalten“.(5) So werden die nächsten Sanktionspakete nicht lange auf sich warten lassen…………….

      Weiter……..
      https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/fuehrt-russland-einen-gaskrieg-mit-europa-oder-der-westen-einen-langjaehrigen-gaskrieg-mit-russland/

  2. Wer kann bei dieser Witterung schlafen – deshalb ein nächtlicher Ausflug zum Anti-Spiegel!
    Bei dem Skandal um die Turbine beklettert sich derweil keine Seite mit Ruhm. Deswegen: Öffnet endlich Nordstream 2! Wer das verhindert, müsste entweder vor Gericht oder in die Klapsmühle. Soviel Absurdität, Dummheit und Bösartigkeit habe ich noch nie erlebt.
    Bezeichnend, dass die von deutschen, besser anti-deutschen Politikern in Deutschland ausgeht.

      1. Das Overton-Magazin hat vor kurzen eine Korrekturmöglichkeit innerhalb der ersten 20 Minuten eingebaut. Das wäre hier auch schön.
        Ebenfalls könnte man bei der großen Menge an Kommentaren, welche die Artikel von Herrn Röper aquirieren, eine Ordnung ähnlich wie bei Telepolis einzuführen.

        Nur so paar Ideen von einem der nicht schlafen kann.

        1. Bei Telepolis (trotz aller Fragwürdigkeiten jenes Mediums) kann man seine Texte eine Stunde lang korrigieren/redigieren. Man kann alle seine Texte unter seiner Anmeldung sammeln/wiederfinden usw., soweit sie nicht inzwischen verschwunden wurden. Aber das Wichtigste sind schon die Nachrichten, die Thomas herüberbringt.
          GUTEN MORGEN!

  3. Na arbeitet da bei Gasprom gar ein deutscher Beamter? Ha ich würde ja lachen, wenn es nicht so ernst währe. Die Russen zeigen uns den Mittelfinger. Das Beste ist jedoch, dass die EU durch die eigene Dummheit sich in diese Lage gebracht hat. Wegen der „höheren Umstände “ = dumme EU Politiker bekommt Gasprom auch noch das Geld für nicht geliefertes Gas. Wenn ich mein Geld weiter bekomme, obwohl ich nicht liefer, dann habe ich auch kein Interesse mir ein Bein auszureißen um dies zu beenden. Ich lese oft in den Kommentaren, dass die Russen ihre eigene Turbine einbauen sollen. Das ist als wolltest du den Porsche Motor ( noch der im Heck) in einem Mercedes einbauen. Es passt nicht. Und wenn es passend gemacht wird, erlischt die Betriebserlaubnis. Ich habe mir so etwas schon gedacht. Es wird in den Medien nur die Aussagen dummer Leien veröffentlicht ( Politiker). Aber eine Stellungnahme von Siemens habe ich nirgendwo gelesen. Diese Stellungnahme wird sicher nicht veröffentlicht, da die Politik sonst der Lüge überführt wird. Und das ist eine Delegitimierung des Staates und somit strafbar. Die Partei, die Partei hat immer Recht.

    1. „Die Russen zeigen uns den Mittelfinger.“
      So sehe ich das auch.
      Man könnte die Turbine nehmen und einbauen aber man weist seine Vertragspartner darauf hin, dass sie ja in diesem Fall gegen Sanktionen verstossen würden und das sie doch bitte schriftlich bestätigen mögen, dass und warum ihr Handeln sanktionskonform ist.
      Kann jemand aus der Geschichte ein Beispiel liefern, dass jemand sanktioniert wurde und danach immer wieder den, der die Sanktionen aussprach, daran erinnerte, dass er ihm Leistungen gar nicht erbringen kann, weil die doch sanktioniert seien? Ich nicht und das zeugt davon, wie sehr diese Sanktionen nach hinten losgehen und wie egal sie Russland zwischenzeitlich doch sind.

      Im Herbst wird NS1 komplett ausfallen, dazu braucht man keine Glaskugel mehr. Irgendwann dann geht NS2 mit langfristigen Verträgen an den Start und danach wird auch NS1 mit neuen Ladogaturbinen wieder liefern. Dieses ganze hickhack wird danach in die Analen der Geschichte eingehen und Deutschland in Schiuldburghausen umbenannt … zu Recht!

    2. Es hat eindeutig eine gewisse Komik, dass man die Deutschen (die doch früher immer den Ruf hatten, besonders korrekt zu sein) auf JURISTISCHE Gründe hinweist, warum Gasprom die Turbine nicht annehmen kann. Man könnte nämlich genausogut auch technisch argumentieren, denn da der direkte Kontakt zwischen der kanadischen und der russischen Firma nicht mehr existiert, funktionieren Gewährleistung, Absprache, Wartungsprotokoll etc. nicht mehr, und es wäre ein zu großes Risiko, dass die Turbine z.B. einen Transportschaden auf dem Rückweg erlitten hat und den Technikern kurz nach dem Einbau um die Ohren fliegt. Aber man argumentiert nicht TECHNISCH, sondern JURISTISCH, und das ist wirklich urkomisch.

      Was mich überrascht ist, dass niemand die Frage stellt, wann eigentlich der 25.000-Stunden-Einsatz-Zeitrahmen der beiden noch in Russland befindlichen Turbinen (eine im Einsatz und eine in Reserve, wenn ich es richtig verstanden habe) ablaufen wird. Wäre ich Journalist oder Politiker, dann wäre das die allererste Frage, die ich den Vertretern von Gasprom stellen würde. Wenn es nämlich blöd läuft (für die Deutschen), dann ist das vielleicht schon nächsten Monat, und dann müsste Nordstream 1 auf Null heruntergefahren werden.

      Ich bin ganz sicher: Im Kreml weiß man diesen Zeitpunkt auf die Minute genau. Dass man nicht einfach bis zu diesem Zeitpunkt wartet, sondern JETZT SCHON auf das Problem hinweist, ist eigentlich eine überaus große Freundlichkeit dem Vertragspartner gegenüber, damit der schon mal Zeit genug bekommt, die Papiere für die Freigabe von Nordstream 2 vorzubereiten.

      Ob die Deutschen wohl noch genug Restverstand haben, diese Frage zumindest intern zu stellen? Bei der Firma Gasprom Deutschland (die ja jetzt von der Bundesregierung verwaltet wird) steht das sicherlich auch in irgendeinem Leitz-Ordner … man müsste nur mal auf die Idee kommen, nachzuschlagen (wenn man die Russen schon nicht direkt danach fragen will ..)

      1. @SSchweigenistGold
        „Was mich überrascht ist, dass niemand die Frage stellt, wann eigentlich der 25.000-Stunden-Einsatz-Zeitrahmen der beiden noch in Russland befindlichen Turbinen (eine im Einsatz und eine in Reserve, wenn ich es richtig verstanden habe) ablaufen wird. Wäre ich Journalist oder Politiker, dann wäre das die allererste Frage, die ich den Vertretern von Gasprom stellen würde. Wenn es nämlich blöd läuft (für die Deutschen), dann ist das vielleicht schon nächsten Monat, und dann müsste Nordstream 1 auf Null heruntergefahren werden.“

        Wenn ich die Aussagen von Gazprom richtig verstanden habe, läuft jetzt schon die Reserveturbine MIT……
        & damit hätten Sie sicher recht, dass das ziemlich kurzfristig passieren kann…
        Unter diesen Umständen fragt sich tatsächlich wie geistig umnachtet Scholz & Co. sein müssen, sich jetzt so zu präsentieren

      2. Alle Halbjahr muss eine Turbine in Wartung. Wann wurde die vorhandene Ersatzturbine aufgeschaltet? Wenn es gut läuft, fällt NS1 erst im Februar 2023 aus. Wenn der Winter mild wird reichen die vorhandenen Kapazitäten gerade so bis Winterende. Wenn nicht, war das unvorhersehbar, sowieso die Russen schuld und die USA senden Care-Pakete an die Überlebenden.

        1. Neee, nicht alle Halbjahre. Einfacher Rechenweg:

          25.000 Betriebsstunden / 24 Stunden (bei Dauerlauf) = etwa 1000 Tage.
          1000 Tage / 365 = ganz grob über den Daumen drei Jahre.

          Da ich davon ausgehe, dass es auch im Normaleinsatz immer mal wieder Stillstandzeiten für Turbinenwartung und -überprüfung gibt, verlängert sich der Zeitraum etwas. Also muss wohl schätzungsweise alle 36 Monate jede einzelne Turbine nach Kanada. Das ist ein durchaus akzeptabler Wartungszyklus, im Gegensatz zu 6 Monaten, was wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen wäre.

          Die Frage, die nicht rechnerisch zu beantworten ist, sondern nur durch den Blick in den bewussten Leitz-Ordner, ist: Wann waren die beiden Turbinen, die jetzt gerade im Einsatz sind, zuletzt in Kanada? War es 2021, oder war es 2019? Von dieser Frage hängt die Zukunft von Nordstream 1 in den nächsten Monaten ab. Nur ganz grob, natürlich, denn auch außerhalb der Wartungszyklen kann so eine Turbine ja mal kaputt gehen.

          Wenn wir jetzt mal vom Optimalfall ausgehen, also störungsfreier Betrieb und letzte Wartung im Jahr 2021, dann KÖNNTE Nordstream 1 mit der derzeitigen gedrosselten Kapazität trotz Sanktionen theoretisch noch bis 2024 betrieben werden. Länger aber auf gar keinen Fall.

          Und vermutlich ist es so, dass auch dann, wenn Nordstream 1 aus technischen Gründen, die durch den Kunden zu verantworten sind, ganz ausfallen sollte und Nordstream 2 NICHT in Betrieb genommen wird, Europa trotzdem weiter Gas an Russland bezahlen muss, wegen der „Take or Pay“-Verträge.

  4. Gazprom / Russland macht sich Sorgen darum, nicht gegen die sogenannten Sanktionen zu verstoßen, weil sie sonst mit noch weiteren Sanktionen rechnen (bibber, bibber), und argumentiert mit dem formalen Recht des Westens ? Die sogenannten Sanktionen sind staatliche Verbote bestimmte bestehende Geschäfte weiter zu betreiben und auch keine neuen Geschäfte dieser Art anzufangen. Diesbezügliche bestehende Verträge dürfen also nicht weiter eingehalten werden ( Vertragsbruch pur seitens des sanktionierenden Westens). Gazprom kann und wird auch nicht davon ausgehen, daß sie durch die penible Einhaltung bestehender Sanktionen vor weiteren geschützt sind. Nein liebe Leute, die Sache ist politisch zu betrachten, einmal was die Sanktionen, also die Geschäftsverbote, betrifft und zum anderen was den seit vielen Jahren bestehenden und schlussendlich erfolgreichen politischen Widerstand Nordstream 2 betrifft. Ich denke hier soll dem Westen eindrucksvoll vorgeführt werden, dass Sanktionen, wie sie so schön heißen, immer beiden Seiten treffen und dass er in diesem Fall am kürzeren Hebel sitzt.

  5. Ehrlich, an Russlands Stelle hätte ich Deutschland und Europa einfach bis zum Sankt Nimmerleinstag den Gashahn zugedreht, fertig. Aber die Russen machen das cleverer! Sie drehen den Europäern den Gashahn mithilfe ihrer eigenen Sanktionen ganz langsam zu. Die eigene Medizin schmeckt immer noch am besten.

  6. Das Gezerre um die Turbine ist nebensächlich! Russland hat eine wasserdichte Entschuldigung, dank Sanktionen kein Gas mehr nach Europa liefern zu müssen. Öl wird, falls es Deutschland erreicht, nur über die Amis erhältlich sein, da die Araber sämtliches Öl aus Russland aufkaufen und es an die Amis weiterverkaufen. Bombengeschäft! Aufgrund der niedrigen Wasserpegel der Flüsse, musste die Leistung französicher AKWs drastisch runtergefahren werden. Kein Strom für Deutschland! Dasselbe gilt für deutsche Kohlekraftwerke, da wegen Niedrigwasser zu wenig Steinkohle angeliefert wird. Stauseen sind quasi leer. Es braucht mindestens 3 Jahre regenreiche Sommer, damit Wasserpegel steigen und Staussen sich halbwegs auffüllen. Sollte der Winter ganz einfach ’normal‘ kalt ausfallen, werden 50 Prozent der Nordeuropäer nächstes Jahr den Salat im Garten ‚von Unten‘ betrachten. Das wird ne Gaudi. Der Sensemann lässt grüssen! Und… es wird keine Revolution geben! Weshalb? Konsumenten revoltieren nicht! 😑

    1. Man könnte einfach lachen, wenn es nicht so ERNST wäre.

      Ich habe Holz und Öl in meinem Keller für ca. 3 Jahre. Aber meine Tochter hat eine alte Gasetagentherme in ihrer Wohnung. Ihr wird das wohl Weh tun.

      1. Lachen tun z.Z. die Russen (und ich meine damit die Bevölkerung). Hier ein paar Kommentare zu dem Bild „Olaf und seine Turbine“:

        „Das Gipfeltreffen zwischen dem Chefingenieur der Turbine, Olaf Scholz, und der russischen Turbine verlief in einer herzlichen und freundschaftlichen Atmosphäre“.

        „Wenn er die Turbine lange genug anstarrt, starrt sie zurück“.

        „Endlich hat er die Turbine gefunden. Sucht er morgen dann nach den fehlenden Dokumenten in den Papierkörben der Siemensmitarbeiter?“

  7. Das zeigt jetzt sehr schön, dass die Russen auch keinen Bock auf Deutschland mehr haben. So wäre das unbürokratischer gelöst worden. Ziel ist eventuell, nochmal kurz NS2 an zu stellen, das wäre dann der offizielle Sieg.
    Aber Russland ist für Europa als Partner für lange Zeit verloren. Die Europäer mokieren sich noch ein bisschen über die jetzt die rauchen Worte der Gegenseite, merken aber nicht, dass die Ehe vorbei ist.

  8. NS2 fehlte noch eine Lizensierung. Wenn die in Deutschland gemacht werden kann, wäre es möglich. Ist daran Brüssel beteidigt, da kann ich es mit mit den Polen und Balten nicht vorstellen.

    Und es wäre ein SIEG für Russland auf ganzer Linie.

  9. Wer von olle scholz das Gebrabbel richtig verstanden hat – der wird auch mitbekommen haben, daß es eventuell technische Probleme geben könnte….. – ergo die Turbine irgendeinen Schaden hat, der auf Anhieb nicht sofort ersichtlich ist, den Pumpbetrieb jedoch stören würde.
    Die Schuld liegt das wie immer bei Russland, denn der eingebaute Schaden würde wieder glatt verschwiegen… 😝😝

  10. Wenn ich mir die Welt so ansehe, komme ich unweigerlich zu dem Schluss, dass sie von Ungebildeten, Ahnungslosen und Befehlsempfängern regiert wird. Die wirklichen Entscheider, nämlich die MEGUS (Mächtigen, Egoistischen, Gierigen und Skrupellosen) bekommen wir kaum zu Gesicht. Sie benutzen die Menschen und die Erde als Spielzeug, um ihre Interessen und Vorlieben zu befriedigen. Betrachte ich die Geschichte, denke ich, in einem immerwährenden Kindergarten zu leben, der an Infantilität nicht zu überbieten ist. Da werden mörderische Kriege geführt, um anderen etwas wegzunehmen oder ihnen zu schaden, da wird Macht zelebriert, wo Solidarität angebracht wäre und da wird märchenhafter Reichtum für wenige auf Kosten vieler geschaffen. Den „gesunden Menschenverstand“ hat es nie gegeben, und wer sich gedanklich auch nur in die Nähe desselben wagt, wird diskriminiert, unterdrückt oder ermordet. Der Ukrainekrieg, die Sanktionen und das damit erzeugte und noch kommende soziale Elend sind das beste Beispiel für die Idiotie unserer Gesellschaften. Was spielt da eine Gasturbine noch für eine Rolle oder Nordstream 2?
    Aufgrund der oben geschilderten Verhaltensweisen stecken wir längst in dem Dilemma der Klimakatastrophe. Aber selbst deren globale Auswirkungen, die seit langem bekannt und zu spüren sind, bringen die Menschen nicht zur Besinnung. Im Gegenteil. Da wird weiter munter weiter provoziert. Da sind der Besuch einer alten Frau in Taiwan und die darauffolgende chinesische Reaktion wichtiger als Wasser und Nahrung für Millionen Menschen, und Billionen werden für Rüstung ausgegeben anstatt zur Linderung der Not von ganzen Völkern. Und wir reden hier über Gasturbinen! Schöne neue Welt.

    1. Das nennt sich in unserem Fall Kapitalismus. Die Klasse der Kapitalisten hat die wirtschaftliche und damit politsche Macht, sich die Staaten nach Gusto zu gestalten.
      Das mit der Klimakatastrophe sollten Sie noch mal genauer betrachten. Das ist ebenfalls eine Erfindung des Kapitals, resp. Club of Rome. Das Klima ist eine menschliche Definition und Statistik des Wetters. Wie man eine Statistik schützen will, würden die Rentner auch gern wissen. Wie das CO2 das Wetter beeinflussen soll, ist physikalisch nicht nachweisbar.

  11. Ich hoffe einfach, die Russen verrechnen der EU pro Satz, den sie für jegwelche unnötigen Erklärungen zu diesem leidigen Thema schreiben, ein paar Rubel.
    Für Russland sind es maximal 4% des BiP.. vernachlässigbar. Auf der anderen Seite sieht es völlig anders aus.

  12. Achtet mal darauf, wie der Olaf Scholz spricht. Nicht nur was er sagt, sondern wie er es sagt.

    Er spricht wie jemand, der glaubt, mit seinen unwissenden Kindern so sprechen zu müssen. Und immer, bevor eine besonders krasse Lüge kommt, senkt er die Stimme und spricht noch einen Ticken langsamer.

    Die Mimik im Gesicht ist kaum sichtbar. Sieht immer ein wenig nett, harmlos und freundlich, bzw. nichts sagend aus.
    Das Gesicht hat er gut im Griff. Schliesslich lügt er schon seit Jahrzehnten und dürfte im Lügen sehr geübt sein. Gleichzeitig ist bereits diese Tatsache verräterisch und vielsagend.

    Aber die Stimme, das Sprechtempo und die kindische Wortwahl verraten ihn. Das scheint er nicht im Griff zu haben.

    Und ab und zu entgleist er kurz und präsentiert uns eindrücklich seine ganze Arroganz und Verlogenheit. Er selbst glaubt in diesen kurzen Momenten, dass er doch ein ganz cooler Typ sei.

    So ist das, bei Narzissten und Soziopathen. Auch sie können sich nicht zu 100% verstellen. Irgendwann zeigen sie immer ihre fürchterliche Fratze.

    🌺

    1. „Und ab und zu entgleist er kurz und präsentiert uns eindrücklich seine ganze Arroganz und Verlogenheit. Er selbst glaubt in diesen kurzen Momenten, dass er doch ein ganz cooler Typ sei. “

      Siehe Reaktion zu der Information, das die Ukraine seit 2014 im Donbass 15.000 Zivilisten getötet hat. Scholz gefiel sich in einfältigem Gelächter. Das geistige Kind Scholz: Tatsachen kann man einfach „weglachen“. Dann sind sie auch gleich nicht mehr wahr. Genaue Untersuchungen und Recherchen über Angaben machen bloss die doofen Erwachsenen.

      1. Stimmt. Was macht Scholz eigentlich so beruflich? Im Moment ist er Bundeskanzler. Früher war er Rechtsanwalt. Als solcher weiß er, dass man von Völkermord ab EINER ermordeten Person spricht. Scholz erwiderte persönlich auf Putins Vorwurf des Völkermordes an die Kiewer Regierung, das sei „lächerlich“. Dabei ging es schon vor dem 24.2.2022 um mehr als 14000 Ermordete.
        Damit stellt sich die Frage nach der Zurechnungsfähigkeit.

      1. Der esten hat zu viel zu tun, man kümmert sich um Taiwan, China, Baerbock ill den Ländern einmal zeigen wo der Hammer hängt!
        Und der Märchen-Onkel -Habeck, deutet wohl bald das Rumperlstilzien um.!
        Ach wie gut das niemand weiss,( dass ich Lügenbaron) heiss!

  13. Natürlich liegt es an den Russen, wenn es kein Gas mehr gibt. Die schicken nun weniger Gas nach Deutschland, so dass Deutschland nun teures Gas aus anderen Ländern kaufen muss.

    Heute als Schlagzeile: Taiwan und USA kritisieren Eskalation durch China

    So handeln immer Leute mit „Boarderline-Syndrom“. Die anderen haben Schuld. Was ich vorher gemacht habe, ist nichts dagegen…

    Aber ich gönnen jedem Nicht- und jedem Falschwähler genau diese Regierung. Und es muss noch mehr werden, was diese Typen veranstalten. Toll wäre ein völliger Lock-Down ohne Heizungen im November/Dezember/Januar/Februar/März…und Aufzuwärmen geht nur in den warmen Impfzentren…“Zutritt nur zum Impfen“…

  14. Die Russen wissen jetzt 100% man kann dem Westen nicht trauen. Sie verlassen sich nicht auf irgendwelche schönen Worte denn sie wissen der Westen will Russland ruinieren. Das Bearböckchen hat es gesagt, Zitat: Wir werden Russland soweit ruinieren, daß es nie wieder einen Angriffskrieg führen kann! All die schönen Rohstoffe, die der Russe hat, gehören in die Hände der westlichen Oligarchen und Konzerne, dazu soll es in drei Teile aufgeteilt werden, kann man alles nachlesen.
    Nun gut, bei dem ganzen Terz der veranstaltet wird stellt niemand die naheliegende Frage: Wie bekommen wir das Teil nach Russland? Sollen die Russen sich die Turbine selbst abholen? Geht nicht, Sanktionen. Also liefern wir mit einem LKW-Tieflader? Durch Polen und der Ukraine? Das wohl eher nicht wegen Sanktionen und die würde dort wohl auch nicht heil ankommen. Per Spezialfrachtflugzeug? Welche Airline hat solche Flieger und würde sich jetzt oder später Sanktionen aufhalsen, weil der Westen es sich anders überlegt hat? Der Russe soll mit dem Flieger selbst abholen? Geht nicht, Flugverbot für russische Flugzeuge in der EU. Bleibt das Schiff. Dieses müßte einen russischen Hafen in der Ostsee anlaufen, geht nicht, Sanktionen. Bliebe Weißrussland, ob da Sanktionen greifen weiß ich nicht aber denke schon. Man könnte auch eine Rochade durchziehen. Wir schicken das Teil in die Türkei, von dort per Schiff nach Mariopol dort übernehmen die Russen. Das werden widerum die Russen nicht mit machen und auf bestehende Verträge, die einseitig vom Westen gebrochen wurden, pochen. Egal wie man es nimmt, die A-Karte haben wir gezogen denn das Ding liegt nun mal auf deutschem Staatsgebiet.
    NS2 aufdrehen werden wir nicht können, da die Amis das auf Teufel komm raus verhindern werden und da wir kein souveräner Staat sind müssen wir gehorchen!

    1. “ Wie bekommen wir das Teil nach Russland?“

      Dafür gibt es vertragliche Vereinbarungen und auf etwas anderes wird sich Russland auch nicht einlassen ; man verhält sich eben – wie immer – vertragstreu. Und Vertagspartner, die das nicht tun, haben sich die daraus folgenden Konsequenzen selbst zuzuschreiben.

      So einfach ist das.

  15. Wenn ich in Deutschland etwas zu sagen hätte, dann würde ich klar zum Ausdruck bringen das ich Sanktionen die nicht von der UNO verhängt und damit versichert sind nicht akzeptiere und daher von Kanada, Großbritannien, der EU und den USA Reparationen fordern wegen der Schäden die sie in Deutschland mit den illegalen Sanktionen anrichten. Das wäre der erste Schritt. Im zweiten Schritt würde ich auf Kanada, Großbritannien und die EU einwirken das sie die von Gasprom geforderten Erklärungen abgeben. Parallel dazu würde ich Nordstream 2 aufmachen und mit Vollgas laufen lassen. Weiterhin würde ich dafür sorgen das in Nordstream 1 Russische Turbienen eingebaut werden, die Kosten kann man den Sanktionierenden Staaten in form von Einfuhrzöllen auf ihre Waren aufbürden. Sollten die Sanktionierenden Staaten weiterhin der Deutschen Wirtschaf schaden, dann wäre es für mich ein Grund den NATO Vertrag fristlos zu kündigen und die Bundeswehr sofort ohne über Los zu gehen aus allen NATO Strukturen zurückzuziehen. Es kann schließlich nicht sein das NATO Partner Krieg gegen einen NATO Partner führen. So einfach ist das. Natürlich wird das Empörung auslösen, allerdings wollen sie alle unser Geld und da bekommt man sie letztendlich zu packen. Dreht Deutschland der EU den Geldhahn zu, dann ist die EU Geschichte.

    1. Es bleibt dabei, Gazprom darf und würde die Gasturbine nicht annehmen, weil ansonsten (Zitat aus dem Artikel:) „…machen sich Gazprom-Mitarbeiter wegen der Umgehung von Sanktionen strafbar.“ und es könnten Strafmaßnahmen (Gazprom-Eigentum wird eingezogen) verhängt werden.

      Siehe oben.

    2. Weshalb sollte Gazprom so viel Arbeit übernehmen sollen.
      Das was der Westen versteht ist, er sudelt sich gern im eigenen Dreck.
      Und davon bekommt er wohl nie genug!
      grunz, grunz, sagt der Keiler, kommt ihr Ferkel !!!

  16. Russland fragt hier ganz klassisch nach dem Passierschein A38 (vgl. Asterix). Das kann man endlos so weitermachen.

    Was ich nicht verstehe ist: Warum geht Russland hier diesen Weg und sagt nicht offen, was Sache ist? Einen Imageschaden gibt es dadurch nicht – im Westen nimmt ihnen eh niemand den bürokratischen Vorwand ab und dem Rest der Welt ist das herzlich egal.

    1. Gazprom hat es doch jetzt offen kommuniziert. Es liegt an den Sanktionen.

      Dadurch dass alle Maschinen und Geräte für die russ. Erdöl- und Erdgasindustrie unter den Sanktionen fallen, darf Gazprom diese Gasturbine nicht zurück nehmen.

      Großbritanien, Kanada, Deutschland, die EU und wahrscheinlich die USA alle die muüssen Gazprom auf hoher politischer Ebene bescheinigen, dass Gazprom nicht mit der Rücknahme gegen Sanktionsgesetze all dieser verstößt. Viel Spaß dabei!

      1. Also fragt Gasprom eben nicht nach Passierschein A38, sondern nach Passierschein A39, der im Rundschreiben B65 festgelegt ist.
        Und nun suchen alle den Passierschein A39.
        Vielleicht erhält Gasprom daraufhin den tatsächlich benötigten Passierschein A38 (vgl. Asterix).
        Wahrscheinlicher ist jedoch, daß wir diesen Winter mit dem (nicht existierenden) Passierschein A39 heizen werden.

      2. Gerade hat die US-Verteterin bei den UN in Afrika (Uganda, wo Lavrov gerade war) erklärt, jedes Land, das sich nicht an die Sanktionen gegen Russland halte „has to face actions“. Alles klar?

    2. Tja, Asterix das ist dein Niveau und das der Bundesregierung, die nicht einsehen will, das sie den ganzen Zirkus selbst verursacht hat.

      Also ich würde auch sehr handfeste Garantien für mein Eigentum von jemand verlangen, der kurz zuvor mein ganzes Auslandsvermögen gestohlen hat, du nicht? Es könnte doch sein, das ihnen während die Turbine unterwegs ist, schon wieder neue Sanktionen einfallen, wer weiss das schon?

    3. @ marcelwegner

      „Aus Bananenschalen wird Erdgas hergestellt, dann brauchen wir weniger Putin-Gas.“
      „Das ist unser Gold, der Restmüll.“
      – Grün*innenstaatssekretär*in Baumann

      In Rußland dagegen gelten die Regeln der Technik und des Rechts. Technische Dokumentation, Nachweisung aller vereinbarter Leistungen gemäß Verträgen, juristische Dokumentation, verbindliche Bescheinigung über die Konformität mit allen Sanktionen.

      Eine Firma, die gar nicht Vertragspartner ist, stellt das Ding vor die Grenze und ein Lügner und Gauner wie Scholz gibt sein „Ehrenwort“, daß die Unterlagen, die fehlen, alle in Ordnung sind? Hier würde so nicht mal die Installation eines Stromzählers abgenommen, aber für „Untermenschen“ hat das gut genug zu sein? Was sind das doch für Rassisten.

  17. Wenn ich der Abnehmer der Turbine wäre, würde ich mich ja schon fragen, ob die auf dem Umweg zurück zu mir nicht vielleicht zufällig Schaden genommen haben könnte – so, dass es nicht sichtbar ist, aber das Ding dann nach einiger Zeit im Betrieb auseinander fliegt. DE würde dann sagen: „Die haben die Russen absichtlich kaputt gemacht, um weniger Gas liefern zu können!“ … und ich stünde mit einem zerstörten System da, für dessen Wartung / Reparatur ich gerade viel Geld hingelegt habe.
    Wer garantiert Gazprom denn, dass die Turbine nicht sabotiert wurde – und übernimmt ggf. die Haftung?
    So, wie sich DE und der Westen gegenüber RU in den letzten Monaten, Jahren sogar Jahrzehnten verhalten haben, müsste man als russ. Geschäftspartner meiner Meinung nach längst immer mit dem Übelsten rechnen …

  18. Dieses ganze Theater um diese Turbine zeigt relativ deutlich, welche Geisteskinder da in DE am fuhrwerken sind.

    Die Turbine gehört Gazprom und wurde in Kanada gewartet. Dann kommen die Kanadier drauf, dass sie diese wegen der VdL-Sanktionen nicht in die RF liefern dürfen. Es betreten daher die Deutschen die Bühne und glauben durch ein wenig Rechtsbeugung und -drehung die Lösung gefunden zu haben.

    Man stelle sich vor, diese Turbine gehört Gazprom und wurde auf vertraglicher Ebene zwischen Gazprom und Siemens-Kanada gewartet. Da erblöden sich die Deutschen und lassen sich diese Turbine nach DE liefern und die grenzdebilen Kanadier machen das sogar.

    Jetzt oh Wunder, ist die deutsche Kapazunderregierung empört und eiert und jammert in den demütigen Medien herum, dass Gazprom die Turbine so nicht zurückhaben will. Die Deutschen glaubten wahrscheinlich dass es so, wie in gewohnter Rechtsverdrehung, funktioniert.

    Die RF hat in gewohnter Weise die rechtliche Situation einwandfrei erklärt, nur in DE kann oder will das keiner verstehen!

    Ach ja, die Anforderung mit anschließender Lieferung aus Kanada nach Deutschland würde ich dem strafrechtlich relevanten Delikt eines Diebstahls zuordnen.

    Tja, und die BILD titelt heute unter einem Foto mit einer Verbrennungsflamme allen Ernstes: Verbrennt Putin hier unser Gas?

    Man lasse sich diesen Titel auf der Zunge zergehen!  „Unser Gas“

    Dummköpfe wohin man schaut…

    1. Ja, die Russen haben Unser Gas:

      „Es blieb uns keine andere Wahl, als den Faktor Rußland aus dem europäischen Kraftfeld auszulöschen. … Es gab noch einen Grund:
      Die Russen verfügten über die Rohstoffe, die für uns unentbehrlich waren. Trotz eingegangener Vertrags-Verpflichtungen verzögerten sie ihre Lieferungen, und eines Tages konnten diese ganz ausbleiben. Was sie uns nicht gutwillig liefern wollten, mußten wir also an Ort und Stelle selbst holen!“

      — Führer, Führerhauptquartier, 15.2.1945

    2. nein, es sind keine Kinder, sondern fanatische Kriminelle. Das ist keine Dummheit, sondern geplant, mit Kalkül. Die Bevölkerung soll leiden, wobei jeglicher Protest im Ansatz durch Verunglipfung und Corona-Maßnahmen unterdrückt wird. Die Medien helfen dabei (und die sind der Schlüssel).
      Rückrudern geht nicht, weil Gesichtsverlust für Politiker schlimmer ist, als ein verlorener Krieg.
      Dabei sind unsere Bundestagsabgeordneten eigentlcih der mögliche Hebel: konstruktives Misstrauensvotum gegen die Regierung, aber dazu müssten sie erst einmal au dem devotischen Abnicken ihrer Parteispitzen-Ideologie herauskommen.

      Der Winter wird kalt, die Polizeieinsätze brutaler, und am Ende steeht eine disziplinierte Bevölkerung, die ideale Voraussetzung für eine allgemeine Mobilmachung. Man lese nach, wie es möglch war, dass Hitler zu dem „wollt Ihr den totalen Krieg?“ das „Jaaaaaaaa“ als Antwort erhielt.
      So ging das, und so wird es wieder gehen.

  19. Die Preisentwicklung beim Gas hat Jens Berger hier sehr gut beleuchtet.
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=86619

    Was die Turbine angeht, so muss man dabei auch ins Kalkül ziehen, dass Russland wenig Interesse hat, dass die Gasspeicher in Deutschland jetzt bis zur Oberkante gefüllt werden.
    Deutschland hat bei der Wartung der Turbine getrickst und das muss man aus Russischer Sicht so nicht mitmachen.
    Entweder hebt der Westen einen Teil der Sanktionen auf, sodass NS1 technisch wieder regelmäßig gewartet werden kann, oder Deutschland ist bis zum Winter gezwungen aus den US Sanktionen auszubrechen und muss NS2 öffnen wenn es nicht seine halbe Wirtschaft verlieren will.

    Momentan pokert die Bundesregierung noch und kauft den Gasmarkt zu Höchstpreisen auf, um die Speicher zu füllen. Das alles mit fatalen Folgen für die Endverbraucher.

    1. „…Momentan pokert die Bundesregierung noch und kauft den Gasmarkt zu Höchstpreisen auf, um die Speicher zu füllen. Das alles mit fatalen Folgen für die Endverbraucher….“

      Ach was, diese Regierung kann es sich doch sogar „leisten“ massenhaft Gas nach Polen weiterzuleiten, weils Geld bringt 😀 , so wie diese Regierung es sich auch „leisten“ konnte Gas zum Spekulations-Objekt zu machen, was schon mal zu Riesen Preissprüngen (nach oben natürlich) geführt hat.

      Das das auch Endversorger Preise in schwindelerregende Höhen treibt, konnten die Kinderchen im für sie viel zu großen Amt jetzt doch wirklich nicht wissen!

  20. Nach dieser Posse bin ich mir sicher, das wir von geistigen Kleinkindern regiert werden. Erst können ihnen die Sanktionen gegen Russland gar nicht scharf genug sein (viele der Kriegsgeilen Grünen hätten ja am liebsten sofort jegliche Energielieferungen Russlands eingestellt!).

    Jetzt dämmern den Kinderchen da oben im für sie viel zu großen Amt langsam, was sie da angerichtet haben (weil man Erdgas auch in der Wirtschaft fast überall braucht 😀 ) und nun heulen und flennen sie: böser Putin! böser Putin! will mir „mein“ Gas nicht geben.

    Kinder sehen meistens nicht ein, das sie ihre Realitäten durch ihr Handeln und Denken selbst erschaffen, genauso wie die Kinder in unserer Regierung nicht einsehen, das sie die Rechtsunsicherheiten um die Turbine selbst durch ihren völlig wahnsinnigen Sanktions-Zirkus erschaffen haben (wie gesagt, sie konnten ihnen gar nicht streng genug sein!).

    Kinder flennen und treten trotzig mit den Füßen auf, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen, weil sie nicht sehen, das sie selbst ihre Wirklichkeit geschaffen haben, so wie sie es schon immer – meist unbewußt – getan haben. So wie die Kinder in unserer Bundesregierung flennen, trotzig mit den Füßen auftreten und nicht einsehen wollen, das sie das gesamte Szenario vom Ukraine-Krieg bis zum Wirtschaftskrieg zu 100% selbst verursacht haben, auch weil sie z.B. nicht einsehen, das auch mangelnde Zuverlässigkeit im Handeln – siehe völlig rechtswidriges Einfrieren von Auslandsguthaben anderer Länder – eben dann dauerhafter Probleme mit ihrer eigenen Glaubwürdigkeit schafft.

    1. Auf den Punkt! Da endblödet sich das Bearböckchen nicht den Russen mit der Ruinierung des Landes zu drohen um dann später mit ihren Füßchen zu stampfen und zu rufen: Mennooo, ich hab euch gesagt ihr sollt euch ergeben und jetzt macht ihr das nicht!! Ihre feministische Außenpolitik ist die eines verbitterten Weibes welches vom Mann Gehorsam verlangt wobei der schon lange eine nette, friedliche Geliebte hat. Man könnte es ihr jetzt sagen aber sie würde es nicht glauben denn der Mann war immer fügsam und tat nie Wiederspruch. Die ganze Regierung ist ein einziger Kindergarten in der nur die Mädchen bestimmen was gespielt wird. Der Niedergang dieses Landes verhält sich kongruent zum Anteil der Weiber in der Politik! Seit 1990 geht es nur noch Bergab und die die unser Grab geschaufelt hat feixt sich eins. Die große BRD in die Knie gezwungen, Honnie sitzt oben und lacht sich kaputt.

      1. Yep, aber es sind alle. Naivität gibts bei Männern genauso, nur Frauen sind emotionaler und neigen daher zu unüberlegten Schnellschüssen, weshalb ihre Naivität nur schneller sichtbar wird. Vor allem dann, wenn die Schnellschüsse sich nicht mehr so leicht rückgängig machen lassen.

        Impulsivität wird leider in unserer Kultur immer noch als positives Charaktermerkmal gefeiert. Ich war immer anderer Meinung 😀

  21. Ich lach mich kaput.
    Warum Chauffiert der Scholz die Turbine nicht selber an die Russische Grenze.
    Zusammen mit einer Erklärung das er und die BRD für allfälligen
    Ärger der sich für Russland mit der annahme ergeben könnte geradesteht.
    Könnte auch sein der Scholz hat keinen LKW Führerschein.
    Das währe doch ganz einfach dem Scholz einen ausnahme LKW Führerschein
    ausstellen ??????
    Logo geht nicht es gibt diesbezüglich Gesetze und Ausführungsbestimmungen.
    Ich lach mich krumm das nennt sich Dienst nach Vorschrift.
    Nanu Pech für die Gasendkunden.🤦‍♂️😢😊😉😂🤣

    1. Klar, geistige Kinder (siehe Kommentar oben) sind völlig überrascht, wenn man ihnen nix mehr glaubt, wenn sie z.B. ganz kurz vorher ihrem Vertragspartner einfach mal so per selbst beschlossener „Sanktion“ 300 Milliarden € Auslandsguthaben gestohlen haben.

      Ein Kind bringt oft sein eigenes Handeln mit den logischen Reaktionen der Umwelt einfach nicht in Zusammenhang und ist überrascht und beleidigt und flennt, wenn es auf die Schnauze fällt. Obwohl das dann auch eher dümmere Kinder sind, aber die gibts! sogar auch in den Körpern von Erwachsenen, siehe Scholz und die grüne möchte gern Russland-Ruiniererin und Völkerball-Expertin Bärbock.

    1. „Die Begründungen scheinen mir berechtigt zu sein.“
      Für mich hört es sich an wie bürokratisches Gewichse. Genau das, womit man in der Wirtschaft alles behindert.
      Man will, könnte auch, aber kann nicht, weil schlipstragende Bürokraten einen Aktenorgasmus haben.

      Über meinen letzten Arbeitgeber habe ich von einem Bekannten, eben wegen solch formaljuristischem und bürokratischem Gewichse, schon mal das Wort „Kindergarten“ vernommen. Dieses Wort geisterte 6 Jahre lang in meinem Unterbewusstsein herum.

      Aus betrieblicher Sicht (Gazprom) verständlich, aber aus physioökonomischer Sicht – wie im Artikel bereits erwähnt – ein Schildbürgerstreich.

      Wir verwechseln Gesetz mit „Recht und Ordnung“ und an diesem Wesen wird einmal die Welt genesen – oder die Zivilisation untergehen. Die Dekadenzgrenze ist schon längst erreicht.

      So ein Gewichse treibt dann Stilblüten, wie beispielsweise den Dieselskandal. Eigentlich müsste man in diesem Zusammenhang Manager, Abteilungsleiter etc. entlassen und verurteilen, aber der schwarze Peter wird dann an Ingenieure weitergegeben, die nicht so können wie sie könnten oder wollten. Ein Sündenbock findet sich da schnell. Den letzten, denjenigen der am Ende der Nahrungskette steht, beißen die Hunde.

      Ganz zu schweigen von den Hanebüchenen Vorgaben der Politik zu Schadstoffen. (und der deutsche TDI Diesel war einer der saubersten Antriebe die es überhaupt gab …. und dann kamen die Öko-Heuschrecken mit ihren Elektrogondeln).

      Nicht mal Kafka hat sich solch grotesken Novellen ausdenken können.

      1. @grolo Nach Jean Ziegler haben 2007 die 500 mächtigsten transnationalen Privatunternehmen mehr als 53% des Weltbruttosozialproduktes kontrolliert, also aller Reichtümer, Kapital, Dienstleitungen, Patente und Waren die in einem Jahr geschaffen werden. Und dieses Kapital kontrolliert wiederum die leistungsstärksten Technologien und Laboratorien.

        Womit wir bei der «drei Gliederung des sozialen Organismus» im Sinne Rudolf Steiners währen, die eine klare Trennung zwischen Politik, Wirtschaft, Gerichten (Rechtswesen), Wissenschaft und Religion vorsieht. Und das ist im deutschen Parlament bereits festgeschrieben und müsste nur diskutiert werden. Heute ist es das Geld das die Welt regiert. Das ist keine unausweichliche Naturgewalt und kann sich ändern. Wir, die Menschheit wird das ändern.

    2. „Frage, liefert Gasprom noch immer für 250- 300$ (neu in Rubel) pro 1000m³ ?“

      Klar, dies ist ein Festpreis, nur halt zu günstig und gefährdet daher westliche Moralvorstellungen. Festpreise sind Sozialismus, also mögen doch bitte alle besser hochspekulierte X-fache Preise zahlen, für die Freiheit und noch viel weiter.

  22. Grolo, das ist nicht ganz richtig. Ich versuchs mal, technisch so zu erläutern, das man es hoffentlich versteht. Über Börsenspekulative Seite hat das weiter oben schon user Mangel gut auf den Punkt gebracht.
    Bei diesen „Verdichterstationen“ handelt es sich prinzipiell um Kompressoren. Wie manche von Ihnen zu hause haben werden. Das Gas kommt mit ca. 40bar Druck an und muss, um die nächsten Kilometer zu schaffen, „verdichtet“ werden. D.h. der Druck muss erhöht werden. Üblich sind Drücke um die 100bar.
    Bei Ihrem Kompressor zu hause haben Sie einen Antrieb-den E-Motor- und ein separates Verdichtenelement. Bei so einer Station ist das viel aufwändiger. Als Antrieb wird eine Gasturbine verwendet, als Kompressor ebenfalls eine Turbine.Beide gekoppelt. Diese eine Einheit ist ca. so groß, wie ein einstöckiges Einfamilienhaus. Nun schafft aber ein „Kompressor“ technisch bedingt nicht die Komprimierung von 40 auf 100bar. In der Regel sind es 3 als Kaskade hintereinander. Heisst für beide Stränge zusammen 6 Stück.
    Zwischen jeder Stufe muss das Gas runtergekühlt werden und dehydriert werden. Dabei entsteht Wärme, die in ein Blockheizkraftwerk geleitet wird. Manche (kleinere) Stationen haben als Reserve da auch noch eine Dampfturbine stehn, was Sinn macht. Diese Verdichterstationen haben ca. die Grösse eines kleineren Industriegeländes.
    Bei Fragen einfach fragen.;-))

    1. Es sind sogar 220 bar, um 1224 km ohne weitere Kompression unterwegs zu schaffen. Wenn man sich die Kräfte ansieht, die da wirken, sind gewisse Ideen, das „so irgendwie“ und „ohne TÜV“ zu betreiben ziemlich absurd.

      „Die Anlandestation Portowaja ist das logistische Bindeglied zwischen
      dem russischen Gasnetzwerk …
      und der Nord Stream-Pipeline. Hier beginnt die 1.224 Kilometer lange
      Reise des Erdgases durch die Ostsee. Die Reise endet in der Anlandestation
      Lubmin in Deutschland

      Die Verdichterstation Portowaja
      besteht aus acht Gaspumpeinheiten.
      Dort wird das Gas unter
      den Druck gesetzt, der nötig ist,
      damit es ohne weitere Kompression
      durch die ganze Länge der
      Nord Stream-Pipeline fließen
      kann. Sechs der Gaspumpen
      haben eine Leistung von je 52
      Megawatt, die anderen zwei
      von 27 Megawatt.“

      Newsletter über die erdgaspipeline durch die ostsee ausgabe 24 / November 2012
      https://www.nord-stream.com/download/document/201/?language=de

      „Landfall: The Starting Point of the Pipelines
      The high inlet pressure of up to 220 bar enables gas to travel the entire distance across the Baltic Sea without intermediate compression.“
      — /download/document/196/?language=en

      1. John, danke für den Zusatz. Ich habs bewusst weggelassen, um es einfach und verständlich zu halten und habe mich auf die Landpipelines beschränkt. Dort gelten meine angeführten Drücke und das Prinzip. An Land braucht es bei den grossen Pipelines, z.B. der Opal, alle 300-350km eine Verdichterstation. Opal ist Lubmin>Radeland/Mallnow/O.>Brandov/CZ. Also eine der Beiden Hauptpipelines für NS.

        1. Haben Sie Dank für Ihre Informationen. Ich versuche, aus der Technik schlau zu werden. Es sind also zwei Kaskaden à drei Turbinen, eine für jeden Rohrstrang? Wie viele Turbinen sind mindestens nötig, um beide, oder wenigstens nur einen Rohrstrang betreiben zu können? Dann sind da noch zwei weitere Turbinen mit halber Leistung. Welche Aufgabe haben die?

          Von der Verdichterstation zur Anlandestation Portovaja sind vier Leitungen abgebildet. Ist das System so eingerichtet, daß man je nach Verfügbarkeit, bei Ausfällen, unterschiedliche Turbinen zu einer Kaskade kombinieren kann? Falls Sie da Antworten haben, Dank im voraus.

          1. Der Druck in einer Pipeline ist nicht allein dazu da, um es überhaupt zu transportieren. Bei der Verdichtung eines Gases (eine Flüssigkeit z.B. kann man nicht verdichten) schrumpft das Volumen. Zugleich wird Wärme freigesetzt. Ich erreiche mit einer Druckerhöhung gleichzeitig eine Mengenerhöhung. Das ist der eigentliche Grund. Ansonsten müssten die Rohre viel grösser sein. Es ist ein technologischer Kompromiss.
            Eine Kaskade besteht in der Regel aus einem dreistufigen (bei kleinen Stationen auch nur 2) Turbinen-Verdichtersatz. Fällt eine aus, wird „umgeschiebert“. Über ein ausgeklügeltes Netz aus Leitungen zwischen den Turbinen nebst Ventilen/Schiebern kann man hin-und her switchen.Die Turbine muss also nicht zwingend mechanisch entfernt und ersetzt werden. Man kann also kombinieren. Die kleineren Turbinen/Verdichter sind Notersatz, damit im E-Fall überhaupt noch was geht.
            Das Wichtigste zu wissen, ist die mit einer Druckminderung einhergehende Mengenreduzierung. Bei den berichteten 20% bei NS 1 dürfte also nur Eine noch laufen. Das deckt sich auch mit Berichten, wonach insg. 6 Turginen zur Wartung müssen.
            Eine einfache Option ist NS2 (was ja viele wissen) und die zweite Option wäre, den Polen die Pistole auf die Brust zu setzen, um die Jamal-EuroPol freizugeben.

            1. Vergessen: Die Maschinen müssen nicht unbeding defekt sein. Die müssen ganz einfach, wie jedes Flugzeugtriebwerk auch, alle 25.000 Betriebsstunden zur Wartung. Ich gehe davon aus (absolut wissen tue ichs nicht), dass die Siemesdinger Eigentum von Gazprom sind. Mit einem zugehörigen Wartungsvertrag mit Siemens Energy. Bis jetzt hat das die Russen nicht intressiert. Lief ja. Nun aber die „Sanktionen…“ Auch das wird die Russen nur tangential intressieren, weil: Wer braucht NS1? Die langfristigen Verträge laufen ja weiter… Solche Langzeitverträge laufen in der Regel über 20 Jahre.

  23. Das ganze Hickhack ist doch hausgemacht. Die amerikanischen (deutschen) Bundespolitiker und ihr Kanzler machen NordStream2 mit Absicht nicht auf, um Deutschland und dem deutschen Volk massiv zu schaden und weiter durch die Hintertür zu enteignen. Wir sollen so vermutlich auch zum armen Agrarland werden und keinerlei Macht oder wirtschaftlichen Einfluß haben. Dieses Ziel hatte man mit jedem Weltkrieg und das wird weiter verfolgt. Und vonwegen „Freiheit“ und „Demokratie“, die uns vorgeplappert wird, alles nur Phrasen und dummes Geschwätz. Wir werden ausgebeutet und ausgepresst. Die haben einen Amtseid abgelegt, vom deutschen Volk jeglichen Schaden abzuwenden. Und die brechen jeden Tag ihren Eid. Was sind das für Menschen, die sich Politiker nennen, die durch Sanktionen anderen (Völkern) schaden wollen und die eigene Bevölkerung „den Ausguß runterspülen“? Böse, böse Menschen! Es ist die grüne, rote und schwarze Pest. Und die Masse hat diesen Parteien-Abschaum noch gewählt. Der Corona-Schwindel und die Maskenmaulkörbe sind zudem repressalische Hilfsmittel zu Gefügigmachung.
    Ich warte nur drauf, daß der ganze Wahnsinn ein Ende findet und NordStream1 gesprengt wird, damit NordStream2 in Betrieb genommen werden muß.
    Den Spalt-Keil zwischen Rußland und Deutschland zu treiben ist den USA mit ihrer NATO-Verbrecherbande bisher gut gelungen. Ob wir in einem ausufernden Krieg von der Landkarte verschwinden, ist den Amis total egal. Die reiben sich wie immer mit Freude die Hände und machen Profit, wenn abseits ihres eigenen Kontinents abgeschlachtet wird. Und so etwas wird durch die „deutsche Regierung“ mitgetragen. Eine amerikanische Kolonie und zu sein und menschenverachtende Politik zu machen, muß einfach geil sein.

  24. O.K. gute Erklärung, seitens Gazprom, damit kann ich arbeiten.

    Bleibt nur noch, der Turbinenplan zu klären. Nur eine verspätete Turbine bremst schließlich nicht alles aus.

    Nicht falsch verstehen, dies ist eine Nebenfrage, ich verstehe Gazprom da grundsätzlich sehr gut, inhaltlich überhaupt nicht. Zumal eine echte technische Begründung für die Reduktion viel wertvoller wäre als diese Jura-Scheiß, so wichtig er sein mag.
    Aber für eine echte Berufung auf „Höhere Gewalt“ ist wohl etwas mehr erforderlich, zumal die Zahlungen der Kunden in Westeuropa unvermindert geleistet werden.

    Denn so ist es auch, Gas, das nicht angenommen wird, muss auch bezahlt werden, ist halt ein Festpreis. 😉

    Und natürlich, NS2 wäre eine Lösung, die auch im Interesse der russischen Seite wäre. Aber wie viele deutsche Politiker müssten wir dazu aus Bidens Arsch popeln? Dieser Gestank, den kann doch niemand wollen.

    1. Ohme den „Jura-Scheiß“ sind Annahme und Inbetriebnahme der Turbine absolut ausgeschlossen. Und anders herum: Wenn die es nicht hinbekommen, die nötigen Papiere abzuliefern, dann stimmt etwas nicht.

    2. Force majeur ist der rechtliche Begriff über (im Deutschen Recht) „unabwendbares Ereignis“, gibt es auch bei Verkehrsunfällen, wenn die Versicherung nicht zahlt und der unschuldig Geschädigte nicht von der gegnerischen versicherung erhält, z.B. wenn ein richig parkendes Auto von einem Bus gerammt wird, der aber der Stadt gehört, die Selbstversicherer ist. Der PKW-Eigner bekommt nichts.

  25. Übrigens, nachdem Scholz sich extra Zeit genommen, hat sich zum Fototermin mit der geilen Turbine zu treffen war es klar. Die gesamte deutsche Regierung hat nichts in der Tasche außer Lügen und Ablenkungsmanöver.

  26. SchweigenIstGold sagt:
    Es hat eindeutig eine gewisse Komik, dass man die Deutschen (die doch früher immer den Ruf hatten, besonders korrekt zu sein) auf JURISTISCHE Gründe hinweist, warum Gasprom die Turbine nicht annehmen kann. Man könnte nämlich genausogut auch technisch argumentieren, denn da der direkte Kontakt zwischen der kanadischen und der russischen Firma nicht mehr existiert, funktionieren Gewährleistung, Absprache, Wartungsprotokoll etc. nicht mehr, und es wäre ein zu großes Risiko, dass die Turbine z.B. einen Transportschaden auf dem Rückweg erlitten hat und den Technikern kurz nach dem Einbau um die Ohren fliegt. Aber man argumentiert nicht TECHNISCH, sondern JURISTISCH, und das ist wirklich urkomisch.

    Genauso ist es. In den ganzen Posts wird dauernd emotional herumgelabert.
    Ich bin Ingenieur und habe auch in der Verwaltung gearbeitet. Ich weiss, welche Papiere für komplizierte technische Anlagen für den Transport über Grenzen hinweg nötig sind. Abgesehen von Grenzüberschreitungen, wo der Zoll nochmal draufschaut, sind die technischen Unterlagen und Verträge auch innerhalb von Staaten zwischen Vertragspartnern kompliziert. Und wenn noch Sanktionen hinzukommen, wird’s noch lustiger. Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, dass die Turbine in Deutschland gelandet ist? Wieso ging sie nicht von Kanada nach Russland, wo sie herkam? Weil hier die Sanktionspolitik des Westens eine Rolle spielt?
    Na, ja und dann haben wir die glorreiche Globalisierung!
    Erstens ist eine Siemens Turbine, die nicht hier, sondern offenbar nur in Kanada gewartet werden kann (wieso?). Dann kommen plötzlich die Sanktionen von Kanada dazu, weshalb die Turbine nicht nach Russland geliefert werden kann. Dann schiebt man sie nach Deutschland, weil irgendwo Siemens drauf steht. Nun Siemens ist der Hersteller, kann jetzt damit aber auch nichts anfangen. Wer ist der eigentliche Eigentümer? Siemens? Gazprom? Wer macht die Wartungsverträge? Siemens? Gazprom? Wir kennen doch die Verträge nicht!
    Und dann soll sie nach Russland? Scholz: es sind alle Zollpapiere fertig. Schön, die lassen nur die Grenzüberschreitung zu, dass das Produkt „rüber“ darf. Zollpapiere sagen null über den detaillierten technischen Zustand aus. Das kann der Zoll auch nicht prüfen! Das reicht nicht für den Empfänger!
    Die Kanadier müssten genau aufzeichnen, welche Wartungen sie vorgenommen haben, welche Bauteile eventuell getauscht wurden, welche Veränderungen vorgenommen wurden. Anhand dieser Papiere müssen Ingenieure auf der anderen Seite das überprüfen und abschließend quittieren. Es gibt schließlich Gewährleistungsansprüche… Was ist, wenn das Ding aufgrund von Mängeln um die Ohren fliegt und Arbeiter in den Tod reißt? Wer kommt für den Schaden auf? Wer zahlt den Familien Entschädigungen? Wer zahlt den Schaden für Gazprom? Und Und Und…

    Und die Gaspreise liegen übrigens in ganz anderen Händen… wieder Konzerne… Netzagentur, Uniper usw. die im Westen operieren.

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, ausser dass es politisiert wird.

    Das hat alles nichts mit Russland zu tun.

    1. Hersteller war die Siemens AG, die aber den Bau von Großturbinen in Deutschland eingestellt hat.

      Die Wartung hat eine Abwicklungsgesellschaft übernommen, die Siemens Energy AG.
      „Siemens Energy is a trademark licensed by Siemens AG“

      https://www.siemens-energy.com/ca/en/about.html
      Siehe auch die Unter-Seiten.

      Bei der Siemens Energy AG hat die Siemens AG die Markenrechte, die Firma selber gehört der Siemens AG allerdings nicht. Inzwischen tritt sie als GmbH & Co. KG auf, mit einer GmbH als Kommanditisten, also persönlich haftenden Gesellschafter:

      Siemens Energy Global GmbH & Co. KG
      Registered office: Munich, Germany
      Commercial registry: Munich, HRA 111200

      Personally liable partner:
      Siemens Energy Management GmbH
      Registered office: Munich, Germany
      Commercial registry: Munich, HRB 241345

      Die kanadische Unterfirma hat einen anderen Namen. Gesellschaftsform und Registrierung werden nicht angegeben:
      Siemens Energy Canada
      Canada Headquarters
      1577 North Service Road East
      Oakville, Ontario, L6H 0H6
      Offenbar nur ein Markenbüro und der ganze Laden wird nach CETA-Regeln von woanders aus betrieben.

      Wahrscheinlich brauchen die Juristen von Gazprom jedesmal einen Tag, um herauszufinden, welches Konstrukt gerade Vertragspartner ist. Nun sind allerdings auch noch Abteilungen von Siemens Energy in GB und BRD hinzugetreten, wie auch die Bundesregierung, die einen Teil der Aufgaben von Siemens Energy an sich gebracht hat.

    2. Nord Stream I wird von der Nord Stream AG in Zug, Schweiz, betrieben. Die gehört zu 51% Gazprom, zu 49% Wintershall, Eon und zwei weiteren „westlichen“ Energiekonzernen. Gemeinsamer Vertreter der Eigentümer ist Gerhard Schröder, Kanzler a.D.

      Die Nord Stream AG gehört also nicht Gazprom, sondern ist eine eigenständige Gesellschaft, an der Gazprom Anteile gehören. Das ist ein erheblicher Unterschied, auch wenn viele das nicht verstehen.

      Die Verdichterstation Portowaja, wem gehört die? Vermutlich entweder einer russischen Filiale der Nord Stream AG oder einem russischen Unternehmen, das die Station für die Nord Stream AG betreibt. Und die Turbine gehört entweder dem Eigentümer der Station, oder sie ist geleast.

      Die Turbine hat vermutlich ein Dokument, das die zollfreie Wiedereinfuhr aus Kanada erlaubt, da sie ja sozusagen im Transit von Rußland nach Rußland unterwegs ist. Das gilt allerdings nicht für die Arbeitsleistungen und für das, was nun neu ist an der Turbine.

      Jedenfalls braucht der Zoll Dokumente über die Identität der Turbine und über das, was mit ihr geschehen ist. Der Empfänger oder Eigentümer der Turbine braucht Nachweise über die Erfüllung aller Vertragsbedingungen, wie auch über die Legalität gemäß aller Gesetze und Sanktionen. Die technische Aufsicht braucht eine detaillierte Dokumentation, was bei der Revision mit der Turbine geschehen oder nicht geschehen ist.

      Also man nimmt das Dings und baut es wieder ein, den man hat ja die Aussage von Scholz, daß alles in Ordnung ist. Oder man kauft die Turbine den Kanadiern ab und verkauft sie dann wieder an die Russen zurück. Oder man schraubt so lange, wie sie weg ist, einfach eine Ladoga-Turbine von NS2 drauf. Absonderlich, auf was für Ideen manche Leute kommen.

  27. Die von Habeck und Scholz gestreuten Lügengeschichten um die Turbine sind lediglich eine leicht durchschaubare Ablenkung vom eigenen Versagen ; Öffne einfach die fertig gestellte Nordstream 2 Pipeline, lasst die restlichen Atomkraftwerke am Netz und die hausgemachte Energieknappheit hat sich erledigt. Lieber lässt man aber die Wohlstand sichernde Industrie zerstören und die Bürger durch exorbitant steigende Energiepreise in die Armut rutschen lassen,und die Mainstream Medien begleiten dies auch noch wohlwollend mit verlogenen,moralischen Phrasen.

    1. Das ist kein Versagen, das ist gewollt und die Vorbereitungen um gegen Proteste alles durchzusetzen sind bereits getroffen. Die Bevölkerung soll leiden, damit sie dann nach jeder vorgegaukelten Lösung schreit und willig und protestlos alles schluckt. Das ist Umerziehung und Vorbereitung zur Mobilmachung 2023 oder 2024; denn es wird keinen Frieden geben, für diese Regierung(en) ist jedes Zurückweichen ein Gesichtsverlust und undenkbar. Als Nebeneffekt wird bereits WKII gegen Russland neu bewertet, zur Freude der Nazis.
      Es gibt eine gute Analyse bei RT.de „Russland kann es sich nicht leisten, in der Ukraine zu verlieren – aber die USA auch nicht “
      und „Sieht so aus, als wären Teile der Öffentlichkeit gerade dabei, Willy Brandt auf den Platz von Adolf Hitler zu schubsen und umgekehrt.“

  28. Wieder einmal hervorragend erklärt.
    Danke an den Autor, Hut ab!

    RT DE könnte sich daran (zumindest
    teilweise) ein Beispiel nehmen: Den
    Artikel gestern über den RBB und die
    causa Schlesinger musste ich 3x lesen
    und dazu noch Notizen in Word er-
    stellen, um alles unter einen Hut zu
    bekommen.

    Der Grund dürfte sein, dass es sich um
    einen „Copy and paste Artikel“ handelte,
    der zusammengestöpselt wurde. Denn
    in Folgeabsätzen wurde erst nach dem
    zweiten Satz klar, dass es wieder um
    einen anderen Bezug ging. Des Weiteren
    wurde ein Wikipedia-Absatz fast unver-
    ändert übernommen.

    Ganz anders die Original-Artikel auf
    „Businessinsider“ von Jan C. Wehmeyer,
    die sind auch einwandfrei formuliert
    und für einen Nichtakademiker ver-
    ständlich.

  29. an John Magufuli

    Hut ab zu deinem Wissen und danke für die Info, die für alle interessant sein könnten, wenn es verstanden wird. Die Verflechtungen sind das Übel…wer.. wann.. wo… Hauptsache absahnen.

    „Also man nimmt das Dings und baut es wieder ein, den man hat ja die Aussage von Scholz, daß alles in Ordnung ist. Oder man kauft die Turbine den Kanadiern ab und verkauft sie dann wieder an die Russen zurück. Oder man schraubt so lange, wie sie weg ist, einfach eine Ladoga-Turbine von NS2 drauf. Absonderlich, auf was für Ideen manche Leute kommen.“

    Der ist wirklich gut! 🙂

  30. Nur mal als Denke! Früher gab es doch damit auch keine Probleme? So wurde der Wohlstand gemehrt.
    Wie wurde das mit der turnusmäßigen Wartung all die Jahre erledigt? Es gab nie solche Probleme oder wir haben nie davon gehört. Globalisierung und Internationalisierung wurden uns immer gepriesen und es funktionierte erstmal.
    Aber jetzt stellt sich heraus, dass man das sehr gut als Instrument missbrauchen kann und schon eine gewisse Planung dahinter steht.
    Im Hintergrund gibt es ständig Firmenumstrukturierungen… A weiss nicht mehr was B.. macht. Und genau das ist gewollt…
    Wer es letzlich bezahlt.. die Denkaufgabe sollte jeder selber machen.

  31. Der Artikel ist zwar schon älter, aber nur mal so als Beispiel, warum die Bedenken von Gazprom nicht ganz aus der Luft gegriffen sind:

    „Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen drei Deutsche, die für den Münchner Industriekonzern in Sankt Petersburg arbeiten, weil sie bei der Lieferung der Turbinen gegen das Krim-Embargo verstoßen haben könnten, wie ein Sprecher der Behörde am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Siemens hatte die seit Mai laufenden Ermittlungen im Geschäftsbericht öffentlich gemacht und dort erklärt, mit den Behörden zu kooperieren.“

    https://www.reuters.com/article/deutschland-siemens-krim-idDEKCN1NY16G

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